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B978-3-437-56801-5.00009-9

10.1016/B978-3-437-56801-5.00009-9

978-3-437-56801-5

Abb. 9.1

[L255]

Kontaktaufnahme mit dem kosmischen Qi

Abb. 9.2

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Yin und Yang erspüren

Abb. 9.3

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Yin und Yang verstärken

Abb. 9.4

[L255]

Yin und Yang ausgleichen

Übungen zur Kultivierung von Qi氣

Die Freilegung der Meister-Tugenden in Diagnostik und Therapie beginnt im ersten Schritt mit der Schulung der Wahrnehmung von Qi in unserem Leib. Dies erfordert die Durchführung bestimmter Atemübungen, verbunden mit dem bewussten Erspüren des kosmischen Qi und des Qi des Leibes.

Unter dieser Voraussetzung kann die weitere Kultivierung des Qi QiKultivierungvorgenommen werden. Hierzu wird mit den verschiedenen Manifestationsformen des Qi gearbeitet. Das kosmische Qi kann in der Dualität von Yin und Yang in Erscheinung treten, sich mit den Fünf Grundwesenheiten (auch Fünf Wandlungsphasen genannt, Kap. 10) verbinden oder auf den Leitbahnen des Leibes zirkulieren. Alle diese Erscheinungsarten des Qi finden ihre Widerspiegelung in den energetisch-funktionellen Aktivitäten des menschlichen Leibes.

Zunächst sollten die Übungen zur Kultivierung des sich im Yin und im Yang manifestierenden Qi über 21 Tage ausgeführt werden. Daran schließt sich eine weitere Phase über 21 Tage an, in der die Grundwesenheiten kultiviert werden und der Therapeut sich mit den energetischen Erscheinungsformen der Wandlungsphasen in seinem Leib vertraut macht (Kap. 10). Die Übung der fünf mit den Wandlungsphasen korrespondierenden kosmischen Laute ermöglicht es dem Therapeuten, das Potenzial der Grundwesenheiten für die innere Wandlung zu nutzen. Dies befähigt den Therapeuten dazu, eigene innere Blockaden zu überwinden.

Während der sich anschließenden weiteren Phase von 21 Tagen ist es entscheidend, sich der Energie im Herzen zuzuwenden. Die energetischen Pforten des Herzens auf der zugeordneten Leitbahn werden bewusst nach den Prinzipien von Meister LiLi, Dean aktiviert (Kap. 11). Dies schafft die Voraussetzung für den Therapeuten, das Qi im Patienten bewegen zu können.

Um in der darauffolgenden Entwicklungsstufe die wichtigen Qi-transportierenden Kanäle zu öffnen und das pathogene Qi auszuleiten, können Shahs Übungen (Kap. 11) vier Wochen lang eingesetzt werden. In der ersten Woche sollte täglich etwa über fünf Minuten geübt werden, in der zweiten Woche über zehn Minuten, dann eine Woche jeweils 20 Minuten und schließlich jeden Tag 30 Minuten.

Die Meditationen über die 14 ausgewählten Akupunkturpforten dienen der weiteren inneren spirituellen Entwicklung und sollten möglichst an 14 Tagen nacheinander geübt werden. Das schrittweise Durchdringen des eigenen inneren Selbst eröffnet dem Therapeuten den Einblick in das Innere des Patienten.

Die Kultivierung des Qi in den Manifestationen von Yin und Yang
In der ersten Stufe der Kultivierung des Qi benutzen wir die vier GrundübungenQigongGrundübungen zur Kultivierung des QiÜbungenQigong der Praxis von Qigong:
  • Kontaktaufnahme mit dem kosmischen Qi

  • Yin und Yang erspüren

  • Yin und Yang verstärken

  • Yin und Yang ausgleichen

Eine Grundlage der Behandlung ist es, das Qi des Patienten zu reinigen, auszurichten und zu bewegen. Um dies zu bewirken, muss der Therapeut mit der Natur und den Eigenschaften des Qi vertraut sein. So ist das Qi der allgemeinen Dualität von Yin und Yang unterworfen, was in der Arbeit mit dem Qi zu berücksichtigen ist. Die Übungen dienen dazu, Qi wahrnehmen und verteilen zu können. Bei allen Übungen werden die Augen geschlossen gehalten und die Zunge zum Gaumen gehoben. Jede Übung umschließt 72 Zyklen der Ein-und Ausatmung. Die Zahl 72 repräsentiert die Verbindung der höchsten einstelligen Yang-Ziffer 8 mit der höchsten einstelligen Yin-Ziffer 9 als magisches Produkt 8 × 9 = 72.
Kontaktaufnahme mit dem kosmischen Qi
Durchführung der Übung: Wende die Handflächen zum Himmel und nimm über die Pforte Hh 8 láogōng 勞宮 Kontakt mit dem kosmischen QiQikosmisches auf (Abb. 9.1).
Yin und Yang erspüren
Durchführung der Übung: Halte die Handflächen einander gegenüber, während die Finger zum Himmel zeigen, und nimm den Übertritt des Qi von der rechten und linken Seite wahr (Abb. 9.2).
Yin und Yang verstärken
Durchführung der Übung: Halte die Handfläche der rechten Hand vor den Bauchnabel und die Rückseite der linken Hand vor die korrespondierende Stelle am Rücken. Hierdurch stehen sich die Pforten Hh 8 láogōng 勞宮 und Ren 8 shénqùe 神闕 und die Pforten Du 4 mìngmén 命門 und Sj 3 zhōngzhǔ 中渚 jeweils gegenüber. Die rechte Hand repräsentiert das Yin und verbindet Yin-Pforten miteinander; die linke Hand repräsentiert das Yang und verbindet Yang-Pforten miteinander (Abb. 9.3).
Yin und Yang ausgleichen
Durchführung der Übung: Die linke Hand wird in die rechte gelegt, ohne dass sich die Hände berühren. Die Daumen stehen sich ohne Berührung einander gegenüber. Die Pforten Hh 8 láogōng 勞宮 sind auf das untere Zinnoberfeld (dāntián 丹田) gerichtet (Abb. 9.4).

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