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B978-3-437-58275-2.00011-4

10.1016/B978-3-437-58275-2.00011-4

978-3-437-58275-2

Der Punkt LG 20 mit seinen 4 Satellitenpunkten – zur Yang-dämpfenden-Therapie werden winzige Mikroblutungen erzeugt.

[K361]

Schmerztherapie

Frank Bahr

Grundsätzliches: Bei jedem Schmerzzustand muss sorgfältig die Ursache eruiert werden. Außer dieser kausalen Behandlung kann mit der Laserakupunktur allgemein dämpfend auf das Hauptschmerzzentrum, den Thalamus (Frequenz 963,5 Hz), eingewirkt werden.

Kopfschmerz – Migräne

KopfschmerzMigräneAllgemein: Die Migräne umfasst etwa 15 % aller „Kopfschmerzen“, wobei ca. 7 % der Bevölkerung von diesem Leiden befallen sind.
Die systematische Untersuchung der Patienten mit Kopfschmerzen ergibt häufig einen Zusammenhang zwischen den Schmerzattacken und typischen Episoden, die sich in der Umwelt der Patienten abspielen. Das Aufdecken evtl. organischer Ursachen führt häufig nicht zum gewünschten Erfolg – das Problem bleibt weiter ungelöst.
Trotzdem müssen vor einer Akupunktur die notwendigen schulmedizinischen Abklärungen erfolgt sein, besonders sorgfältig bei Kopfschmerzen mit Schwindel, nach Commotio, bei arterieller Hypertonie u. a.
Psychosomatik: Die psychosomatische Betrachtungsweise versucht, die Hintergründe des Kopfschmerzes mit in die Behandlung einzubeziehen. Es werden sowohl die psychischen als auch die physischen Gegebenheiten berücksichtigt und man versucht, über die reine Symptomatik hinweg, die Ursachen und Auslöser des Kopfschmerzes festzustellen.
Ein Beispiel dafür ist die Feststellung, dass Patienten, die an Migräne leiden, oft eine überdurchschnittliche Intelligenz aufweisen („Er zerbricht sich den Kopf“).
Besonders häufig werden Kopfschmerzen auch bei Patienten mit seelischen Störungen beobachtet:
  • 1.

    bei Patienten mit Erschöpfungsdepressionen, als Folge länger dauernder affektiver Belastung

  • 2.

    bei seelischen Fehlentwicklungen mit Verdrängung ins Unbewusste, als psychosomatische Erkrankung im engeren Sinne

  • 3.

    bei psychopathischen Persönlichkeiten im Rahmen von Verstimmungszuständen und belastenden Situationen

Es ist daher völlig verfehlt, Kopfschmerzen bei seelischen Erkrankungen allein mit Analgetika zu behandeln!
Dass das Phänomen „Kopfschmerz“ schon immer ein Problem in Medizin und Therapie darstellte, zeigen die zahlreichen variablen Therapievorschläge in der Akupunkturliteratur, von denen einige Indikationen aufgeführt werden. Dabei wird deutlich, dass die Akupunktur versucht, die einzelnen Faktoren wie Ursache, Lokalisation, Schmerzpropagierung, Schmerzdifferenzierung, Zeitrhythmen, biologische Rhythmen etc. zu berücksichtigen. Zwischen den daraus resultierenden Kategorien gibt es mitunter starke Überschneidungen, also Mischformen.
Lokalisation: Die Beachtung der vorherrschenden Lokalisation des Schmerzes ist in der Akupunktur von besonderer Bedeutung, da so die Verbindung zum jeweiligs damit verbundenen Meridianverlauf hergestellt werden kann:
  • Schläfenkopfschmerz (hauptsächlich Verlauf des Gb-Meridians mit Druck hinter dem Auge)

  • Scheitelkopfschmerz (hauptsächlich Verlauf des Bl-Meridians).

  • Schmerzen, die in das Gehirn lokalisiert werden (Lenkergefäß, Gb-Meridian).

  • Sonderformen/wechselnde Lokalisationen/Mischformen: Kopfschmerzen mit Schwindel, nach Commotio, bei arterieller Hypertonie, mit starker hormoneller Beteiligung u. a.

Therapie
Laserdusche: Eine lokale Laserflächenbehandlung im Kopfbereich wird nicht empfohlen.
Lichtleiterenden: Die Frequenzen sind nach den betroffenen Meridianen zu wählen. Das bedeutet für den Blasenmeridian 667 Hz, für den Gallenblasenmeridian 583 Hz, für die allgemeine Entspannung die Tranquilizer-Frequenz 544,4 Hz (= Punkt Ni 6) oder die allgemeine durchblutungsfördernde Frequenz 7.695 Hz („Meister-Qi“). Die wichtigsten Punkte werden am besten mit aufgeklebten Laserspitzen behandelt.
Wichtige Punkte
Grundpunkte
Kopfschmerzwichtige PunkteEinige Grundpunkte sind für alle Kopfschmerzarten immer zu beachten, die Punkte nach kausaler Überlegung kommen dazu.
  • LG 20 „Hundert Reunionen“ und die Satellitenpunkte EXHN 1: Kopfschmerz ist meistens eine Yang-Fülle, daher muss das Areal um den wichtigen Yang-Punkt LG 20 gedämpft werden (Abb. 11.1). Dafür verwenden wir Stahlnadeln und außer der normalen Akupunktur verursachen wir mit dünnen Nadeln in einer Art Prick-Technik Mikroblutungen in diesem Bereich. Dadurch verliert das Yang sofort die „Fülle“, und damit lässt der Schmerz nach.

  • Di 4 (Q, M): Meisterpunkt des Stoffwechsels, überregional bei Migräne als „Thalamuspunkt“, als allgemein analgetischer Punkt wirksam. Hier als Quellpunkt in Verbindung zu Lu 7 von besonderer Bedeutung, der ebenfalls gestochen werden muss.

  • Lu 7 (K, Luo, M): bringt als Luo-Punkt zu Di 4 diesem zusätzliches Qi und als Kardinalpunkt zum Einschalten des Konzeptionsgefäßes, der „Mutter der Yin-Meridiane“, ist Lu 7 wichtig zur Behandlung der Yin-Schwäche.

Die wichtigen kausalen Punkte:
Die kausalen Punkte bestimmen sich nach Ursachenhäufigkeit bzw. Auslöser:
  • Alimentäre Kopfschmerzen (sogenannte Gallenmigräne, folgt weitgehend dem Gb-Meridianverlauf)

  • „Spannungskopfschmerz“: psychisch verursachte Kopfschmerzen, meist stressbedingt

  • Psychisch verursachte Kopfschmerzen bei depressiver Verstimmung

  • Nackenkopfschmerz, begleitendes HWS-Syndrom

  • Hormonelle Migräne

  • „Wettermigräne“, „Föhnmigräne“

  • Erbmigräne = konstitutionelle Anlage durch Erbfaktoren (meistens eine Mischform)

  • Ophthalmische Migräne

  • Kopfschmerzen aus unbekannter Ursache (z. B. Kiefergelenk, ausstrahlende Zahnprobleme, Störherde u. a.)

a) Alimentäre Kopfschmerzen
KopfschmerzenalimentäreSogenannte Gallenmigräne, folgt weitgehend dem Meridianverlauf; Auslöser im psychischen Bereich sind oft Ärger, unbewältigter Stress, alimentär Alkohol, Schokolade – eigentlich alles, was für die Galle schwerverdaulich ist. Beginn oft nachts (chin. Gallezeit nach der Organuhr), der Patient wacht früh morgens mit Kopfschmerzen auf.
  • EX-LE 6 (Extrapunkt Dannang): ca. 1 Cun unterhalb Gb 34, Sonderpunkt gegen Dyskinesie der Gallenwege

  • Gb 34 (He): bei Affektionen der Gallenwege

  • Gb 41 (K, Prostaglandin-E1-Punkt, M): Als Kardinalpunkt verwendet, schaltet er das Gürtelgefäß (Daimai) ein und wirkt dadurch auf die „Mitte“.

  • Gb 43 (+): Der Tonisierungspunkt soll erst eingesetzt werden, wenn feststeht, dass kein Füllezustand vorliegt, besser zunächst Le 3 (Q), den „Ärgerpunkt“, stechen mit seiner spasmolytischen Wirkung.

  • Ma 36 (M, He): zur Beruhigung des Magens

  • MP 4 (K, Luo, M): Cholezystopathien, Pankreopathien

  • KS 6 (K, Luo): Verdauungsstörungen mit Übelkeit, Brechreiz

  • MP 4: wird hier als Luo-Punkt des MP-Meridians (zu Ma 42) und auch als Kardinalpunkt des Chongmai eingesetzt

  • KS 6: findet hier Anwendung als Kardinalpunkt des Yinweimai

Dorsale Punkte
  • Di 18 (Shu): Zustimmungspunkt der Leber

  • Di 19 (Shu): Zustimmungspunkt der Gallenblase

  • Di 20 (Shu), Di 21 (Shu, M)

    Weitere Punkte Kap. 6.5 „Gallefunktionsanregung“

b) Psychisch verursachte Kopfschmerzen
Kopfschmerzenpsychisch verursachteDiese Form des Kopfschmerzes ist meist stressbedingt und wird daher auch als „SpannungskopfschmerzSpannungskopfschmerz“ bezeichnet. Die oben erwähnten Grundpunkte sind immer zu beachten!
Bei chronischen Erschöpfungszuständen:
  • Lu 7 (K, Luo, M): Einschaltpunkt des Konzeptionsgefäßes, der gegen alle Schwächezustände, seien sie im Bereich der Atmung, der Verdauung, im sexuellen Bereich oder allgemein, eingesetzt wird, dazu oft KG 17, der immer sehr effektiv den Punkt Lu 7 ergänzt.

  • evtl. mit Ni 6 (K, M): Kardinalpunkt des Yinqiaomai, der Krankheitsbilder beeinflusst, die auf einer mangelhaften Yang-Zirkulation bei gleichzeitiger Yin-Überforderung beruhen; wird besonders links stimuliert als sogenannter Valium-vergleichbarer Punkt.

  • Werden Lu 7 und Ni 6 gemeinsam eingesetzt, so verstärkt sich die Wirkung durch Einschalten des Paares Konzeptionsgefäß – Yinqiaomai, dabei wird der Punkt Lu 7 rechts stimuliert (oder Goldnadel) und Ni 6 links stimuliert (Angabe für Rechtshänder).

  • KS 6 (K, Luo): Kardinalpunkt des Yinweimai, der die durch psychische Belastung auftretende Yin-Schwäche ausgleicht.

    Bei Überreiztheit, quälenden Gedanken und Emotionen:

  • Di 62 (K, M): Kardinalpunkt des Yangqiaomai; Punkt der Epiphyse = innere Uhr; Stimulation meist links notwendig

  • Dü 3 (K, M): Kardinalpunkt des Lenkergefäßes. Durch das Lenkergefäß erfolgt eine Hebung der psychischen Energie. Der Yangqiaomai steht in komplementärer Wechselbeziehung zum Yinqiaomai und ist deshalb bei Spannungszuständen einzusetzen, die durch eine Übererregung des Yang bei gleichzeitiger Schwäche des Yin auftreten. Gemeinsame Indikationen des Paares Lenkergefäß und Yangqiaomai sind psychische Übererregungen, Neurasthenie, depressive Zustandsbilder und Schlafstörungen durch Hyperemotionen.

Weitere Punkte: Kap. 10.2 „Dystonie“
c) Psychisch verursachte Kopfschmerzen bei depressiver Verstimmung
depressive VerstimmungDie oben erwähnten Grundpunkte sind immer zu beachten! Eine eingehende Diagnostik ist unbedingt zu erforderlich. Außerdem sollte ein Psychiater hinzugezogen werden!
  • KS 6 (K, Luo)

  • He 9 (+): Tonisierungspunkt, „Freudepunkt“

  • KG 6 (R, M): „Meer der Energie“, Meisterpunkt gegen Erschöpfungs- und Mangelzustände

  • KG 15 (R, M) und LG 19 (R): zur Beruhigung

  • He 5 (Luo) und Gb 37 (Luo): Interaktionen über die Regel „Mittag – Mitternacht“

Bei Angstzuständen:
  • Ma 14: gegen leichte unbestimmte Angstzustände und Beklemmungsgefühl; eher lokoregionale Wirkung

  • Ni 2 (−), Ni 4 (Luo), Di 13 (Shu der Lunge): bei Nieren- und Lungen-Schwäche und dadurch bedingten Angstzuständen

    Bei psychischer Erschöpfung:

  • Dü 3 (K, +, M): Dumai als Regulator der Yang-Energie wird eingeschaltet, unterstützt die Wirkung von LG 4

  • LG 4 (M): „Tor des Lebens“, mobilisiert die Yang-Energie der Niere

  • MP 6 (Gruppen-Luo): als Gruppen-Luo-Punkt der drei Yin-Meridiane der Beine wirkt er Yin-unterstützend als komplementäre Behandlung der oben genannten Punkte

Weitere Punkte: Kap. 10.2 „Depressionen“.
d) Nackenkopfschmerz, begleitendes HWS-Syndrom
NackenkopfschmerzHWS-SyndromDie oben erwähnten Grundpunkte sind immer zu beachten!
  • Klassische Punkte im Bereich des Bl-Meridians und Locus-dolendi-Punkte im Halsbereich stechen und Wirbelblockaden prüfen

  • Dü 3 (K, +, M), LG 14 (R), Gb 20 (R), Di 13 (Shu), Di 10 (R), Di 11

  • 3E 5 (K, Luo, M): allgemeiner Antistörfeldpunkt und Wirkung auf alle Gelenke

  • Di 60 (M, Prostaglandin E2): allgemeiner Punkt für Schmerzen im Bereich der gesamten Wirbelsäule

Die folgenden Punkte können bei Schmerzen, die in den Kopf ausstrahlen bzw. vom Hals in die Schulter ziehen, eingesetzt werden:
  • Dü 7 (Luo), dazu KG 24 (R)

  • evtl. alternierend: 3E 14, Dü 9, Dü 10, Gb 21 (R)

Weitere Punkte: Kap. 5.5 „Wirbelsäule“.
e) Hormonelle Migräne
MigränehormonelleDie oben erwähnten Grundpunkte sind immer zu beachten! Hier ist unbedingt eine enge Zusammenarbeit mit einem Frauenarzt notwendig. Häufig ist eine hormonelle Kontrazeption umzustellen. Falls der Zusammenhang zur Periode eindeutig ist, kann das Auftragen einer kleinen Menge Progesteronsalbe im Nackenbereich bereits kurz vor der Periode zusätzlich zur Akupunktur helfen.
  • Ni 6 (K, M): Einschaltpunkt des Yinqiaomai, der gegen alle Störungen im gynäkologischen und geburtshilflichen Bereich eingesetzt werden kann (Valium-vergleichbarer Punkt, besonders links zu stimulieren)

  • Gb 41 (K, M): Kardinalpunkt des Gürtelgefäßes (Daimai), das seine Wirkung auch im gynäkologischen Bereich ausübt; Prostaglandin-E1-Wirkung

  • Lu 7 (K, Luo, M): schaltet das Konzeptionsgefäß ein, zu dessen Indikationen Krankheiten des weiblichen Genitales gehören

  • Di 62 (K, M): Einschaltpunkt des Yangqiaomai, Punkt der Epiphyse

Dorsale Punkte
  • Di 27 (Shu) bis Di 34: wirken auf das innere Genitale

  • Di 26 (Shu für KG 4): Östrogenproduktion

  • Di 18 (Shu), Di 23 (Shu), LG 4 (M)

Ventrale Punkte
  • KG 2 bis KG 7 (Mu): Wirkung auf Genitalsphäre, besonders KG 4, das „Tor der Lebenskraft“, ist zugleich ein Reunionszentrum der Yin-Meridiane der Beine und der Alarmpunkt des Dünndarms

  • Ma 28: Ovarien

  • Ma 29: Adnexe

  • Ma 30: Wirkung auf das gesamte Genitale, Frigidität, Unterfunktion

  • MP 13: Adnexe

Zum psychischen Ausgleich:
  • He 5 (Luo): Luo-Punkt zum gekoppelten Dü-Meridian. Er kann die Verbindung zu den Yang-Emotionen herstellen und dadurch ausgleichend wirken

  • He 9 (+): der Tonisierungspunkt hat eine direkte Einwirkung auf die Psyche

    Weitere Punkte: Kap. 7.1 „Hormonelle Störungen“.

f) „Wettermigräne“, „Föhnmigräne“
WettermigräneFöhnmigräneDie oben erwähnten Grundpunkte sind immer zu beachten!
Lokale Punkte
  • Extrapunkt Yintang und LG 16: werden gemeinsam für die „Längsdurchflutung“ gestochen

  • zusätzlich Extrapunkt Taiyang auf beiden Seiten für die „Querdurchflutung“

Zu beachten ist ferner, dass ein gesunder Mensch nicht so wetterempfindlich ist, dass er allein durch einen Wetterwechsel Kopfschmerzen bekommen würde. Vielmehr muss hier nach der Ursache geforscht werden, um zu ermitteln, ob es sich um einen Mischkopfschmerz handelt (siehe die anderen kausalen Aspekte) oder etwa ein Störherdgeschehen vorliegt.
g) Erbmigräne = konstitutionelle Anlage durch Erbfaktoren (meistens eine Mischform)
ErbmigräneDie oben erwähnten Grundpunkte sind immer zu beachten!
Bei der Erbmigräne handelt es sich meist um eine alimentäre (Gallen-)Migräne oder um psychisch verursachte Kopfschmerzen. Ursächlich kann auch die hormonelle Migräne eine Rolle spielen. Durch eine exakte Anamneseerhebung wird man beim Nachfragen in Bezug auf die Eltern rasch die Ursache eruieren. Ein Hinweis ist dabei oft der Kopfschmerzbeginn schon im Kindesalter. Die Behandlung ist kausal, wie bei den einzelnen Kopfschmerzarten beschrieben. Allenfalls kann man den „Sonderpunkt der Konstitution“, der sich 5 Cun dorsal der Handgelenksfalte auf dem 3E-Meridian befindet (kein üblicher Meridianpunkt), links mitnadeln.
h) Ophthalmische Migräne
MigräneophthalmischeZunächst muss der Patient vom Augenarzt sorgfältig untersucht werden! Bei Anomalien oder Störungen im Augenbereich sollte am besten ein Augenarzt, der zugleich Akupunkteur ist, die Behandlung übernehmen. Die Behandlung ist kausal, die oben erwähnten Grundpunkte können je nach Einzelfall dem Patienten begleitend helfen. Von dieser Kopfschmerzart ist die sogenannte Gallenmigräne zu unterscheiden, denn bei dieser ist die Augenbeteilung nicht primär, sondern sekundär, da der innere Verlauf des Gb-Meridians vom seitlichen Punkt Gb 1 durch das Auge nach hinten zieht und der Patient dadurch oft einen Schmerz als Druck hinter dem Auge schildert.
i) Kopfschmerzen aus unbekannter Ursache
Ursachen können hierfür z. B. Störungen im Kiefergelenk, ausstrahlende Zahnprobleme oder Störherde u. a. sein.
Bei unbekannter Ursache muss man regelrechte Detektivarbeit leisten. Am Schluss findet man dann häufig einen Störherd, meist aus dem Bereich der Zähne oder des Kiefergelenks – dafür haben wir eine eigene Frequenz herausgefunden: Kiefergelenk links = 718 Hz, Kiefergelenk rechts = 873 Hz (Kap. 14 „Zähne“). Die Behandlung ist kausal, die oben erwähnten Grundpunkte können je nach Einzelfall dem Patienten begleitend helfen.

Phantomschmerz – Schmerzausschaltung

PhantomschmerzSchmerzausschaltungAllgemein: Entsprechende Abschnitte der Sensibilitätszonen der Schädelakupunktur, die dem vom Patienten gefühlsmäßig lokalisierten Schmerzbereich entsprechen, werden kontralateral genadelt (siehe dazu auch Abb. 10.5). Dazu lokal Locus-dolendi-Akupunktur und Technik à l'opposé an der gesunden Extremität und vegetative Sedierung. Besonders bei schweren und lang andauernden Schmerzzuständen an Störfelder denken und KG-Punkte überprüfen wie KG 17 (Omega-Hauptpunkt; psychosomatischer Punkt), KG 12 (Omega 1), KG 5 (Omega 2; Hinweispunkt auf Störfelder). Häufig muss man auch direkt antidepressive Punkte stechen.
Therapie
Laserdusche: Da das fehlende Körperteil nicht bestrahlt werden kann, besteht die einzige Möglichkeit darin, mit einer kleineren Laserdusche (wie beim Mundapplikator; Kap. 5) oder nur mit einem Lasergriffel das zuständige Areal in der Sensibilitätszone der Schädelakupunktur (Abb. 10.5) zu bestrahlen. Die Frequenz ist G = 146 Hz oder G' = 18.688 Hz. Mitunter kann bei einem Stumpf das Narbengewebe zum Störherd geworden sein und muss dann mit der Frequenz A = 292 Hz bestrahlt werden. Alternativ kann auch die allgemeine Schmerzfrequenz des Thalamus 963,5 Hz Verwendung finden.
Lichtleiterenden: Die Frequenzen sind wie bei der Laserdusche zu wählen. Die wichtigsten Punkte werden am besten mit aufgeklebten Laserspitzen behandelt.
Wichtige Punkte
Phantomschmerzwichtige PunkteFür die allgemeine Schmerztherapie empfehlen sich die Analgesiepunkte:
Für die obere Extremität:
  • Di 4 (Q, M), KS 6 (Luo)

    Für die untere Extremität:

  • MP 6 (Gruppen-Luo), Ma 36 (M), Ma 39, Ma 40, Le 3 (Q, M), Le 5 (Luo)

Bei vorhandener depressiver Verstimmung: Kap. 10.2 „Depressionen“.

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