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B978-3-437-22422-5.00008-7

10.1016/B978-3-437-22422-5.00008-7

978-3-437-22422-5

Typische Lokalisationen bei Kontaktallergie

[A300–157]

Filzlaus, Skabies-Milbe

[300–190]

Hautprobleme

Wolfgang Beyer

  • 8.1

    Juckreiz284

    • 8.1.1

      Differenzialdiagnostischer Überblick284

    • 8.1.2

      Allgemeinmaßnahmen bei Juckreiz285

  • 8.2

    Allergien, Ekzeme, Unverträglichkeitsreaktionen285

    • 8.2.1

      Arzneimittelexanthem285

    • 8.2.2

      TEN (toxisch epidermale Nekrolyse)286

    • 8.2.3

      Akute Urtikaria286

    • 8.2.4

      Angioödem287

    • 8.2.5

      Pollinosis288

    • 8.2.6

      Neurodermitis288

    • 8.2.7

      Insektenstich289

    • 8.2.8

      Kontaktallergisches Ekzem289

    • 8.2.9

      Pityriasis rosea290

    • 8.2.10

      Dermatitis solaris290

    • 8.2.11

      Polymorphe Lichtdermatose291

  • 8.3

    Infektiöse Hautkrankheiten292

    • 8.3.1

      Herpes simplex recidivans in loco292

    • 8.3.2

      Herpes zoster292

    • 8.3.3

      Varizellen bei Erwachsenen293

    • 8.3.4

      Erysipel293

    • 8.3.5

      Abszess294

    • 8.3.6

      Panaritium294

    • 8.3.7

      Impetigo contagiosa294

  • 8.4

    Parasiten295

Juckreiz

HautproblemeJuckreizIm Bereitschaftsdienst steht die symptomatische Behandlung im Vordergrund; eine genauere Abklärung kann am nächsten Tag erfolgen. Ausnahmen: Juckreiz bei schweren Arzneimittelreaktionen (8.2.1), Lyell-Syndrom (8.2.2).

Differenzialdiagnostischer Überblick

Hauterkrankungen mit Juckreiz
  • NeurodermitisNeurodermitis (8.2.6): Erkr. und Symptomatik sind Pat. meist gut bekannt. Lichenifizierte, zerkratzte Prädilektionsstellen (Armbeugen, Kniekehlen, Hals), ggf. exanthemischer Befall, insgesamt sehr trockene Haut.

  • UrtikariaUrtikaria (8.2.3): ausgeprägte Quaddelbildung mit starkem Juckreiz. Typisch: wandernde Effloreszenzen an immer unterschiedlichen Stellen, schubartiger Verlauf („Kommen und Gehen“).

  • Allergisches Kontaktekzemallergisches KontaktekzemKontaktekzem, allergisches (8.2.8): An der Lokalisation der Allergeneinwirkung Rötung, Schuppung, oft Bläschen, ggf. mit Streureaktion, im Verlauf nässende Hautveränderungen, starker Juckreiz und Brennen.

  • Arzneimittelreaktion (8.2.1): äußerst variables klinisches Bild (im Prinzip können alle Effloreszenzen auftreten, typischerweise ein makulopapulöses konfluierendes Bild, die Haut wirkt oft samtartig). Wegweisend: Medikamentenanamnese, v. a. kürzlich angesetzte Medikamente, insbesondere Antibiotika, auch an pflanzliche Präparate (Johanniskraut etc.) denken.

  • Insektenstichreaktionen (8.2.7): können generalisert (z. B. Bienen-, Wespengiftallergie mit Urtikaria oder anaphylaktischer Reaktion) oder lokalisiert (lokale Stichreaktion) ablaufen. Stichereignis ist den Betroffenen meist erinnerlich.

  • EpizoonosenEpizoonosen (8.5): Infektquellen in der Umgebung? Hinweise auf Epidemie (Schule, Familie)?

  • SchwangerschaftsdermatosenSchwangerschaftsdermatosen: Juckreiz kann in der Schwangerschaft auch ohne Hautveränderungen auftreten. Bei Hautveränderungen sollte ein Facharzt konsultiert werden, da einzelne Schwangerschaftsdermatosen ein erhöhtes fetales Risiko aufweisen.

  • ExsikkationsekzemExsikkationsekzem: oft bei älteren Menschen im Winter infolge deutlicher Austrocknung der Haut. Sehr quälender Juckreiz; trockene Haut mit oberflächlich eingerissener Hornschicht.

  • Chronische Hautkrankheiten: z. B. Psoriasis vulgaris (die oft vertretene Lehrbuchmeinung, die Psoriasis jucke nicht, stimmt meistens nicht!), bullöses Pemphigoid, Pemphigus vulgaris, Lichen ruber planus. Meistens liegen chron. Hauterkr. vor, die im Bereitschaftsdienst allenfalls einer symptomatischen Therapie (z. B. Antihistaminika) bedürfen.

Allgemeinerkrankungen mit Juckreiz
JuckreizAllgemeinerkrankungenBeispielsweise Diab. mell.; chron. Niereninsuffizienz; Lebererkr., Bluterkr., wie Polycythaemia vera, Leukämien, Lymphome; paraneoplastisch bei Malignomen; Psychosen (15.7), wie Dermatozoenwahn; Neuropathien, wie die alkoholische und diabetische Neuropathie; Infektionskrankheiten wie Varizellen → Allgemeinmaßnahmen.
Leitfragen
Die spezielle Anamnese richtet sich nach dem klinischen Bild:
  • Urtikaria → Nahrungsmittel („exotische“ Speisen, Alkohol (Rotwein), nichtsteroidale Antiphlogistika (v. a. ASS), Antibiotika, Infekte)? Oft liegen Summationseffekte vor (Infekt + ASS).

  • Generalisiertes Exanthem → kürzlich neu eingesetzte Arzneimittel, Fieber, Infekt? Cave: ACE-Hemmer lösen meist erst nach längerem Einsatz eine Arzneimittelreaktion aus (oft Angioödem oder Urtikaria).

  • Lokalisierte Hautveränderungen → einwirkende Noxen (Kontaktstoffe, z. B. Nickel, Berufsstoffe etc.); Tierkontakte.

  • Juckreiz ohne sichtbare Hautveränderungen: oft bei internistischen Erkr.

  • Bekannte Allergien erfragen: Soforttypallergien (z. B. Heuschnupfen), Spättypallergien (z. B. Nickelallergie)?

Allgemeinmaßnahmen bei Juckreiz

Lokalmaßnahmen Juckreiz Maßnahmen
  • Prinzip:

    • Trockene Hautveränderungen (Neurodermitis, Exsikkationsekzem) fett behandeln (z. B. harnstoffhaltige Pflegecreme, Linola® Urea).

    • Nässende Hautveränderungen (z. B. nässendes Kontaktekzem) austrocknend behandeln (z. B. Lotio Alba [Zinkschüttelmixtur]).

  • Antihistaminika: Systemisch z. B. Desloratadin 1 × 5 mg/d p. o.. (z. B. Aerius®). Falls eine stärkere Sedierung gewünscht ist (oft bei Neurodermitis günstig, um das Kratzen zunächst zu unterdrücken), sedierendes Antihistaminikum wie Dimetinden 3 × 1 mg/d p. o. (Fenistil®). Cave: Lokale Antihistaminika, insbesondere in Gelform, sind wenig wirksam und trocknen die Haut oft stark aus, was den Juckreiz weiter verstärkt.

Vorstellung beim Haus- oder Hautarzt zeitnah zur Abklärung der genauen Ursachen. Bei Allergietests ist zu beachten, dass Testungen unter Therapie mit Antihistaminika nicht möglich sind.

Allergien, Ekzeme, Unverträglichkeitsreaktionen

Arzneimittelexanthem

AllergieEkzemArzneimittelunverträglichkeitArzneimittelexanthemArzneimittelreaktionen verlaufen meist makulopapulös (ca. 40 %), als Urtikaria oder Angioödem (ca. 25 %), als fixe (lokalisierte) Reaktionen (ca. 8 %). Schwere Arzneimittelreaktionen (Lyell-Syndrom/TEN) sind selten, aber lebensbedrohlich! Im Prinzip können alle Arzneimittel auslösend sein.
DifferenzialdiagnosenVirusexantheme (z. B. Masern, Varizellen). Virusexantheme sind eher mit Enanthem, Fieber und Allgemeinsymptomen assoziiert. Ausbreitung:
  • Virusexanthem eher vom Stamm auf die Extremitäten.

  • Arzneimittelexanthem eher von Extremitäten auf den Stamm.

Maßnahmen
  • Möglichst Absetzen des auslösenden Medikaments.

  • Leichte oder lokalisierte Reaktionen: lokale Glukokortikoide (z. B. Mometason – Monovo®Emulsion).

  • Generalisierte Reaktionen: systemische Glukokortikoide, z. B. 250 mg Prednisolon-Äquivalent i. v. (z. B. Solu-Decortin H®), zusätzlich lokale Glukokortikoide (z. B. Mometason).

  • Genauere Abklärung am nächsten Tag durch Haus- oder Hautarzt.

Klinikeinweisung sofort bei vital gefährdenden Arzneimittelreaktionen (z. B. Lyell-Syndrom → Blasenbildung), möglichst in spezialisiertes Zentrum.

TEN (toxisch epidermale Nekrolyse)

TEN (toxisch epidermale Nekrolyse)toxisch epidermale Nekrolyse (TEN)Syn.: Lyell-SyndromLyell-Syndrom: Schwerste, potenziell vital bedrohliche Arzneimittelreaktion mit flächiger Ablösung der Epidermis. Oft Schleimhautbeteiligung.
Symptome
  • Flächig konfluierende Erythemherde, die sich blasig von der Unterlage abzuheben beginnen. Gegebenenfalls Schleimhautbeteiligung.

  • Deutlich reduzierter AZ; Fieber.

  • Gegebenenfalls rheumatische Beschwerden.

Sofortmaßnahmen
  • Kleidung entfernen. Allgemeinmedizinische Basisuntersuchung (2.1.1).

  • Alle infrage kommenden Medikamente unverzüglich absetzen.

  • Großlumiger i. v. Zugang und Infusion (z. B. Ringer-Lsg.).

  • Wunden steril abdecken, Pat. in Metalline-Folie einwickeln.

  • Präklinisch keine Glukokortikoide, da ggf. nachteilige Beeinflussung bei staphylogenem Lyell-Syndrom!

Bei großflächiger Ablösung der Haut entsteht ein Krankheitsbild, das einer schweren Verbrennung nahe kommt. Pat. sollten deshalb in Verbrennungszentren therapiert werden.

Klinikeinweisung sofort in dermatologische- oder Verbrennungsklinik.

Akute Urtikaria

UrtikariaPlötzlicher QuaddelschubQuaddelschub.
SymptomeQuaddelschub (wie nach Kontakt mit Brennnesseln) mit variabler Ausdehnung. Massiver Pruritus, oft begleitet von Unruhe. Cave: rasanter Übergang in anaphylaktischen Schock möglich.
KurzanamneseMedikamente (z. B. ASS), Insektenstiche, Nahrungsmittel („exotische“ Speisen, gefärbte Süßigkeiten), Alkohol, Infekt, Summationseffekte (Infekt + ASS, exotisches Gericht + Rotwein), vorbekannt ähnliche Reaktionen, Allergieanamnese.
Maßnahmen
  • Potenziell auslösende Stoffe/Nahrungsmittel meiden.

  • Leichte Formen: Antihistaminikum, wie Desloratadin 1 × 5 mg/d p. o. (z. B. Aerius®) oder Fexofenadin 180 mg 1 × 1 Tbl., Lokalbehandlung zweitrangig, z. B. polidocanolhaltiges Externum oder Lotio alba.

  • Generalisierte Formen: systemische Glukokortikoide, 1 × 250–500 mg Prednisolon-Äquivalent i. v., z. B. Solu-Decortin-H Antihistaminikum, wie Dimetinden 4 mg i. v. (Fenistil®).

  • Bei Entwicklung eines anaphylaktischen Schocks (3.7).

  • Klinikeinweisung bei schwersten Quaddelschüben, Luftnot, progressiver Symptomatik oder Schock.

  • Vorstellung beim Haus- oder Hautarzt zeitnah zur Planung der Ursachenklärung.

Angioödem

AngioödemSyn.: Quincke-ÖdemQuincke-Ödem. tiefes Ödem der Dermis. Vielfältige Ursachen (allergisch, pseudoallergisch, C1-Esterase-Inhibitor-Mangel, idiopathisch, paraneoplastisch).
Symptomeakut auftretende Schwellung, meist im Lippen- und Mundbereich, ggf. in Assoziation mit Urtikaria. Hereditäres Angioödem, charakteristischerweise ohne weitere Hautsymptome.
Kurzanamnese
  • Unterscheide unbedingt familiären C1-Esterase-Inhibitor-Mangel/andere Ursache.

  • Arzneimittel (typisch: ACE-Hemmer, auch wenn Einnahme schon länger besteht!).

  • Alkohol, „exotische“ Nahrungsmittel.

  • Infekt.

  • Kombinationsgeschehen, z. B. Infekt und ASS.

Maßnahmen
  • Potenziell auslösende Stoffe/Nahrungsmittel meiden.

  • Leichte Formen: Antihistaminikum, wie Desloratadin 1 × 5 mg/d p. o. oder Fexofenadin 180 mg 1 × tgl. (Fexofenaderm®).

  • Ausgeprägtere Formen: systemische Glukokortikoide, 1 × 250–500 mg Prednisolon-Äquivalent i. v., Antihistaminikum, wie Dimetinden 4 mg i. v.

  • Bei familiärem C1-Esterase-Inhibitor-Mangel: C1-INH-Konzentrat 500–1 000 IE in 10 ml 0,9 % NaCl-Lsg. (z. B. Berinert® HS).

  • Systemische Glukokortikoide, Antihistaminika, auch Adrenalin sind beim hereditären Angioödem wirkungslos!

  • Bei akuten Attacken mit schwerer Atemnot ggf. Konio-/Tracheotomie erforderlich.

  • Klinikeinweisung sofort bei Atemnot.

  • Vorstellung beim Haus- oder Hautarzt zeitnah zur Abklärung möglicher Ursachen.

Pollinosis

PollinosisSyn.: HeuschnupfenHeuschnupfen. Durch Aeroallergene hervorgerufene Soforttyp-Allergie. V. a. in Frühjahr und Sommer durch Frühblüher oder Gräser.
SymptomeRhinorrhö, Niesattacken, Konjunktivitis, Tränenfluss.
MaßnahmenDer Bereitschaftsdienst wird meist nur bei ausgeprägten Beschwerden aufgesucht.
Therapie: zumeist Antihistaminika p. o. ausreichend (Desloratadin 1 × 5 mg/d p. o. [Aeriues®]). Gegebenenfalls zur Lokaltherapie steroidhaltiges Nasenspray (Syntaris®) zusetzen.
Glukokortikoide nur bei sätrksten Beschwerden systemisch, z. B. Prednisolon 100 mg i. v. (z. B., Solu-Decortin® H), zusätzlich Antihistaminikum, wie Desloratadin 1 × 5 mg p. o. (z. B. Aerius®).

Keine i. m. Steroiddepotspritze!

Vorstellung beim HA am nächsten Werktag zur weiteren Behandlung sofern persistierende Beschwerden. Weiterführende allergologische Testungen sind nach Gabe von Steroid und Antihistaminika kurz vorher nicht durchführbar!

Neurodermitis

NeurodermitisSyn.: atopisches Ekzematopisches Ekzem, atopische Dermatitis. Konstitutionelle entzündliche Hautkrankheit mit chronisch-rezidivierendem Verlauf. Meist atopische Diathese.
SymptomeStarker Juckreiz, lichenifizierte, oft nässende Hautveränderungen, die blutig gekratzt werden.
Kurzanamnese
  • Bekannte Neurodermitis? Welche Lokaltherapie wird vertragen?

  • Fieber, Impetiginisierung?

  • Bläschenbildung (Eczema herpeticatum).

Maßnahmen
  • Beste Sofortwirksamkeit besitzen topische Glukokortikoide. Prinzip: auf trockene Hautveränderungen fettes Lokaltherapeutikum (z. B. Prednitop® Fettsalbe), auf nässende Hautveränderungen Kombination mit feuchten Umschlägen (Fett/Feucht-Therapie).

  • Bei schwerstem Befall: Glukokortikoid, wie Prednisolon einmalig 250 mg i. v. (z. B. Solu-Decortin® H), Antihistaminikum, wie Desloratadin 1 × 5 mg p. o. (z. B. Aerius®).

  • Bei lokaler Impetiginisierung: feuchte, antiseptische Umschläge, z. B. Octenidin, alternativ antiseptische, z. B. fusidinsäurehaltige Salbe, darüber kühlender feuchter Umschlag. Cave: Bei stärkerer Impetiginisation antibiotische Abdeckung, z. B. Cefuroximmesilat 2 × 500 mg/d (Penicillinallergie?).

Klinikeinweisung bei V. a. Eczema herpeticatum (neben den typischen Ekzemreaktionen „ausgestanzt“ wirkende Erosionen und Verkrustungen) und stark impetiginisierter Neurodermitis in Hautklinik.

Insektenstich

InsektenstichZecken 2.10.5.
SymptomeJuckreiz, Rötung und Schwellung an der Stichstelle. Zentrale Einstichstelle oft sichtbar.
Maßnahmen
  • Entfernung eines ggf. vorhandenen Stachels.

  • Kühlung (z. B. mit kalten Schwarzteekompressen).

  • Lokaltherapie mit Glukokortikoidlotionen, z. B. Mometason (z. B. Monovol® Emulsion).

  • Bei übermäßiger Lokalreaktion (Schwellung über 2 Gelenke): Antihistaminika, wie Desloratadin 1 × 5 mg p. o. (z. B. Aerius®).

  • Bei Urtikaria nach Insektenstich: Prednisolon 1 × 250 mg i. v. (z. B. Solu-Decortin® H), Dimetinden 4 mg i. v.. Bei Progress der klinischen Symptomatik stationäre Einweisung.

  • Bei Infektion der Einstichstelle: antiseptische Lokaltherapie (z. B. feuchte Umschläge mit octenidinhaltiger Lösung.), antibiotische Ther., z. B. mit Cefuroximmesilat 2 × 500 mg/d (z. B. Zinnat®).

Insektenstiche bei Allergikern (v. a. Bienen-, Wespenstich) können lebensbedrohlich sein. Schockbehandlung nach Stufenschema einleiten. Notarzt. Stationäre Aufnahme.

Klinikeinweisung sofort mit NAW bei allergischem Schock oder fortschreitender Symptomatik trotz antiallergischer Ther.

Kontaktallergisches Ekzem

kontaktallergisches EkzemEkzem, kontaktallergischesDurch Kontaktallergen ausgelöste Reaktion, die 48–72 h nach Kontakt auftritt (Abb. 8.1).
ÄtiologieHäufige auslösende Kontaktstoffe: Nickelsulfat (Modeschmuck), Haarfärbemittel, Kobaltchlorid (Zement, Lidstift), Chromat (Zement, Leder), Gummiinhaltsstoffe, Dermatika, Kosmetika.
SymptomeIm akuten Stadium Rötung, Schwellung, ggf. nässende Bläschen und Erosionen, Streureaktion, starker Juckreiz.
KurzanamneseKontakt mit verdächtigem Kontaktstoff (Metall, Berufsstoff) vor 48–72 h?
Maßnahmen
  • Lokale Glukokortikoidther. (z. B. Dermatop®-Creme), ggf. in Kombination mit feuchten Umschlägen mit 0,9 % NaCl-Lsg.

  • Bei Superinfektion: Umschläge mit z. B. octenidinhaltiger Lösung.

Vorstellung beim Haus- oder Hautarzt zeitnah zur Ursachenklärung.

Pityriasis rosea

Pityriasis roseaSyn.: RöschenflechteRöschenflechte. Harmlose, wahrscheinlich infektallergische Erkr.
SymptomeOft ausgedehntes klinisches Bild mit multiplen randständig schuppenden Herden. Dem Exanthem geht meist ein einzelner Herd etwa eine Woche voraus („Primärmedaillon“), an den sich Pat. meist erinnert. Kein oder wenig Juckreiz.
Maßnahmen
  • Patienten über Harmlosigkeit aufklären.

  • Keine kausale Therapie möglich; selbstständige Abheilung nach 3–6 Wo., bei stärkerem Juckreiz antipruriginöses Externum, z. B. poildocanolhaltige Creme (Optiderm®-Creme). Alternativ Cetirizin p. o. 1 × 1 abends.

Dermatitis solaris

Verbrennungen 6.13.1.
Dermatitis solarisSyn.: SonnenbrandSonnenbrand.
SymptomeFlächiges Erythem und Schmerzen nach UV-Exposition. Maximum des Erythems 24–36 h nach UVB-Exposition. Gegebenenfalls auch nach künstlicher Bestrahlung (Solarium, Hautarzt). Oft nächtliche Konsultation nach Sonnenbad.
Maßnahmen
  • Keine weitere UV-Exposition (textiler Lichtschutz).

  • Externe Therapie:

    • Stadium erythematosum: feuchte Umschläge, kühlende Externa wie Cremes, Lotionen und Schaumsprays (z. B. 0,1 % Hydrocortison-17-butyrat Creme). In häuslicher Umgebung können auch Leitungswasserumschläge (sauberes Baumwolltuch befeuchten) appliziert werden. Keinesfalls Eis- oder Cold-Packs benutzen, da Gefahr einer lokalen Kälteschädigung.

    • Bei stärkerer Verbrennung: kurzfristig Glukokortikoide als Creme oder Lotion (z. B. Mometason), Hydrocortisonbutyrat 0,25 % Prednicarbat-Creme, z. B. Dermatop® 0,1 % Methylprednisolon-Creme (z. B. Advantan).

    • Im Stadium vesiculosum: mittelstarke Glukokortikoide (s. o.). Feuchte Umschläge, ggf. mit antiseptischen Zusätzen, z. B. Polihexanid (Prontosan) oder Octenidin (Octenisept) zur Prävention von Sekundärinfektionen.

  • Interne Therapie:

    • Unmittelbar nach Sonnenexposition Acetylsalicylsäure, z. B. ASS 1 × 1 g und Vit. C (z. B. Cebion®-Tabletten) 400–1 000 mg. Magenschutz beachten, z. B. Esomeprazol.

    • In schweren Fällen Glukokortikoide, systemische p. o. in mittlerer Dosierung wie Prednisolon 40–60 mg/d, z. B. Decortin® H schnell ausschleichen.

  • Klinikeinweisung:

    • Bei schwerster Blasenbildung, Kindern, älteren Menschen.

    • Besonders gefährlich: Dermatitis nach PUVA-Therapie → sofortige Einweisung in Hautklinik.

  • Vorstellung beim HA am nächsten Werktag in allen leichteren Fällen zur evtl. Weiterbehandlung.

Polymorphe Lichtdermatose

polymorphe LichtdermatoseLichtdermatose, polymorpheSyn.: SonnenallergieSonnenallergie. Oft im Frühjahr bei erster Besonnung oder im Urlaub durch plötzlich hohe UV-Exposition und bei hellem Hauttyp auftretend.
SymptomeSehr variables klinisches Bild. An belichteten Lokalisationen (Unterarme, Dekolleté, Gesicht) entstehen Erytheme, Papeln, Vesikel, Hämorrhagien oder akneartige Effloreszenzen (Mallorca-Akne).
Maßnahmen
  • Keine weitere UV-Exposition (textiler Lichtschutz).

  • Lokale Glukokortikoide (z. B. Mometason Ecural®-Fettcreme).

  • Bei schweren Veränderungen systemische Glukokortikoide, beginnend mit 40–60 mg Prednisolon-Äquivalent Dermosolon über einige Tage ausschleichend.

  • Bei stärkerem Juckreiz ggf. Antihistaminika z. B. Cetirizin p. o.

Vorstellung beim Hautarzt am nächsten Werktag zur weiteren Therapie.

Infektiöse Hautkrankheiten

Herpes simplex recidivans in loco

Herpes simplex recidivansPrinzipiell an allen Hautlokalisationen mögliche Inf. durch Herpes-simplex-Virus (1 und 2), v. a. Lippen- und Genitalbereich.
SofortdiagnostikTypische Klinik und Anamnese.
Maßnahmen
  • Austrocknende Lokaltherapie (z. B. polidocanolhaltige Lotion, Lotio alba aquosa).

  • Bei ausgedehntem Befund: Aciclovir 5 × 400 mg/d p. o. (z. B. Virzin®).

  • Bei Mundschleimhautbefall Mundspülungen (z. B. Kamillosan®) mehrfach täglich.

Antivirale Externa („Herpescremes“) sind allenfalls in der Frühphase der Erkr. sinnvoll; nach einsetzender Bläschenbildung sinnlos!

Herpes zoster

Herpes zosterSyn.: GürtelroseGürtelrose. Zweitinf. mit dem Varicella-Zoster-Virus im Ausbreitungssegment eines (oder mehrerer) Nerven. Daher immer einseitige, auf eine Körperhälfte beschränkte Hautläsionen.
SymptomeHerpetiforme Bläschen im Ausbreitungssegment eines Nervs, oft mit Gefühlsstörung und/oder Schmerzen.

Schmerz (Brennen) kann den Hautveränderungen vorauseilen; dann wird Erkr. oft fehlgedeutet (Lumbago etc.).

SofortdiagnostikIm typischen Fall leicht zu erkennen.
Maßnahmen
  • Lokaltherapie: austrocknend (z. B. Polidocanolhaltige Anaesthesulf P®-Lotion).

  • Systemtherapie: Brivudin (Zostextabletten®) 1 × 1 für 7 d, alternativ Aciclovir 800 mg p. o. alle 4 h über 5 d (Zovirax®).

  • Schmerztherapie: z. B. Metamizol Trpf. 3–4 × 20–40 Trpf./d, Paracetamol Tbl. 4 × 1. Suffiziente Analgesie sehr wichtig zur Prävention postzosterischer Neuralgien („Klotzen nicht kleckern!“)

  • Klinikeinweisung bei Immunsuppression zur hoch dosierten i. v. virustatischen Ther.

  • Vorstellung:

    • Bei Augenbeteiligung (Zoster V1) → Augenarzt.

    • Bei Zoster V2 → HNO-Arzt.

Varizellen bei Erwachsenen

VarizellenVarizellen treten selten auch bei Erwachsenen auf und werden dann oft übersehen oder fehlgedeutet.

Symptome
  • Prodromi: Abgeschlagenheit, subfebrile Temp.

  • Windpockenexanthem: Beginn typischerweise an der Kopfhaut. Zunächst rötliche Papeln, dann Bläschen, Pusteln und Krusten, die später alle nebeneinander auftreten (sogenannter „Sternenhimmel“).

  • Im Vollbild der Erkrankung meist erhebliche Beeinträchtigung des Allgemeinzustands, hohes Fieber, Krankheitsgefühl.

Therapie
  • Virustatische Therapie mit Aciclovir 5 × 800 mg/d p. o.

  • Fiebersenkende Ther., z. B. mit Paracetamol bis zu 3 g/d p. o. (z. B. ben-u-ron®).

  • Juckreiz stillende Lokalther. (z. B. polidocanolhaltige Lotion, Anaesthesulf P®-Lotion).

  • Antihistaminika, wie Dimetinden 3 × 1 mg/d p. o. (z. B. Fenistil®).

Klinikeinweisung: Indikation bei schweren Verlaufsformen sehr großzügig stellen, ggf. parenterale Aciclovir-Gabe in der Klinik.

Erysipel

ErysipelSyn.: WundroseWundrose. Flächige Streptokokkeninf. (seltener auch Staphylokokken), die durch „Hautpforte“ eingedrungen sind.
Symptome
  • Rötung, Schwellung, Überwärmung.

  • Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl.

  • Gegebenenfalls LK-Schwellung in zugehöriger LK-Region.

KurzanamneseVerletzung bekannt? Mazerative Zehenzwischenraummykose? Ulcus cruris?
Sofortdiagnostik
  • Scharf begrenztes, überwärmtes Erythem.

  • Eintrittspforte (Verletzung, Zehenzwischenraummykose).

  • Temp. (Temp. messen lassen).

  • LK-Schwellung.

Maßnahmen
  • Externe Therapie:

    • Feuchte kühlende Umschläge mit lokalen Antiseptika wie z. B. Octenidin-Lösung.

    • Ruhigstellung und Hochlagerung der betroffenen Extremität.

    • Antiseptische Behandlung der Eintrittspforte.

  • Interne Therapie: Interne Antibiose mit Penicillin 3 × 1,2 Mio. Einh./d p. o.; ggf. fiebersenkende Therapie, z. B. Paracetamol bis 3 × 1 g/d p. o. (z. B. ben-u-ron®).

Klinikeinweisung bei mittelschweren und schweren Fällen zur i. v. Ther.

Abszess

AbszessStark schmerzhafte eitrige Einschmelzung, durch Staph. aureus (25 %) oder Mischinf.
SymptomeStarke (Druck-)Schmerzen und teigige Schwellung einer Hautregion, ggf. Fluktuation.
Maßnahmen
  • Lokalisierter sehr diskreter Befund außerhalb des Gesichts: Ichthyol 50 % Salbenverband → Vorstellung bei HA am nächsten Morgen.

  • Lokalisierter ausgeprägterer Befund außerhalb des Gesichts, Fluktuation: Entlastung durch kleine Inzision im Zentrum, Abszesshöhle mit Polyvidonjod, z. B. Betaisodona®-Gazestreifen drainieren → Vorstellung bei HA am nächsten Morgen.

  • Ausgedehnter Befund oder Lokalisation im Gesichtsbereich: Sprechverbot, Beginn der internen Ther. mit Oxacillin 4–6 × 500 mg/d p. o. (z. B. Infectostaph®) → Klinikeinweisung.

Panaritium

PanaritiumEitrige Entzündung an Fingern oder Zehen. Gegebenenfalls Tiefenausdehnung bis zu Knochen und Gelenken.
SymptomeRötung, Überwärmung, Schmerzen, Schwellung des betroffenen Areals.
Maßnahmen
  • Bei beginnenden Prozessen zunächst Lokalther. (z. B. Ichthyol olan® 50 % Salbenverband).

  • Bei entstehenden Eiterstippchen diese mit Lanzette eröffnen.

  • Bei ausgedehntem Befund: Oberst-Leitungsanästhesie, Nagelextraktion, Finger/Zehen in Polyvidonjod-Lsg. baden (chirurgische Krankenhausambulanz).

  • Beginn mit Systemther. z. B. Sultamicillin 2 × 750 mg/d p. o. (Unacid® PD p. o.).

Ein Befall der Hohlhand bleibt lange klinisch verborgen.

  • Klinikeinweisung bei fortschreitender Handschwellung in handchirurgische Klinik!

  • Vorstellung beim HA in allen leichteren Fällen am nächsten Werktag.

Impetigo contagiosa

Impetigo contagiosaHochkontagiöse, oberflächliche Streptokokken- oder Staphylokokkeninf. Oft bei Kindern.
SymptomeNässende honiggelbe Krusten, deutliche Ausweitungstendenz (Streuherde).
Maßnahmen
  • Lokalther.: z. B. fusidinsäurehaltige Fucidine®-Creme, Umschläge mit Octenidin-Lösung.

  • Antibiotika: Erwachsene Penicillin 3 × 1,2 Mio. IE/d über 7–10 d p. o., Kinder Oralcephalosporine (z. B. Panoral®-Saft).

  • Strikte Hygiene (eigenes Handtuch, nicht Kratzen, Händedesinf.) ist wichtig!

  • Kein Kindergarten- und Schulbesuch bis Krusten abgefallen sind.

  • Handtücher und Bettwäsche häufig wechseln!

Parasiten

Das Identifizieren von ParasitenParasiten (Abb. 8.2) kann im Bereitschaftsdienst wichtig sein, da von den Angehörigen oft nach Maßnahmen gefragt wird, mit denen sich die weitere Ausbreitung verhindern lässt.

Skabies

Syn.: KrätzeKrätze. ParasitenSkabiesSkabies
Symptome
  • Juckreiz, v. a. in Bettwärme.

  • Auch Juckreiz ohne Hautveränderungen möglich („gepflegte Skabies“).

  • Sekundärinfektionen.

Sofortdiagnostik
  • Papeln und z. T. gangartige Effloreszenzen an den Prädilektionsstellen wie Interdigitalfalten, Handgelenken, vordere Axillarlinie, Mamillen, Genitalbereich.

  • Veränderungen der Primäreffloreszenzen durch Kratzen.

Maßnahmen
  • Bei Erwachsenen: Permethrin 5-prozentig, einmalig über eine Nacht unter Aussparung des Kopfes, ggf. nach 14 Tagen wiederholen. Nach Therapie Bett-, Nacht- und Unterwäsche wechseln und bei mindestens 60 °C waschen, alternativ 3–5 d in Plastiksack auf kalten Balkon.

  • Schwangerschaft, Stillzeit und Kleinkinder: auch hier Permethrin 5 % Mittel der Wahl, Säuglinge 2,5 %, hier Kopf unter Aussparung der Mund- und Nasenpartie mitbehandeln.

  • Nahe Kontaktpersonen müssen möglichst zeitgleich mitbehandelt werden.

  • Neu zugelassen zur oralen Therapie Scabioral® Tabl. (gewichtsadaptierte Dosierung).

  • Achtung: Skabies ist sehr viel häufiger als man annimmt. Sie tritt in allen Alters- und Bewölkerungsgruppen auf!

Keine Bäder oder Cremes unmittelbar vor der Behandlung, da dadurch die Resorption gesteigert wird.

Klinikeinweisung: Kleinkinder und Säuglinge zur Therapie in Kinderklinik einweisen.

Abwendbar gefährlicher Verlauf

Sekundärinfektion.

Läuse

ParasitenLäuseLäuseBeim Menschen kommen vor: Pediculus capitis (Kopflaus), Pediculus corporis sive vestimentorum (Kleiderlaus), Pediculus pubis (Filzlaus).
Symptome
  • Starker Juckreiz, Stichstellen und Kratzeffekte, evtl. Superinfektionen.

  • Bei chron. Lausbefall evtl. Lichenifikation, Hyper- und Hypopigmentierung.

SofortdiagnostikNachweis von Läusen und Nissen im Haarbereich, bei Kopfläusen meist hinter dem Ohr und im Bereich des Hinterkopfs.

Immer auch an Augenwimpern nachsehen.

Maßnahmen
  • Kopfläuse: 0,5 % Permethrin-Spiritus (z. B. Infectopedicul®) mit guter antiparasitärer, aber auch relativ guter ovozider Wirkung. Einmalige Einreibung des Haars über 30–45 Min., anschließend Auskämmen der Nissen mit einem feinen Kamm.

    Alternativ: Dimeticon (z. B. EtoPril® Emulsion) oder 2-Stufen-Dimeticon (NYDA®); anwendbar sowohl bei Kindern ab 6. Monat als auch schwangeren und stillenden Müttern.

    • Mechanisches Entfernen der Nissen: Haare mit Essigwasser anfeuchten (1 Teil Speiseessig auf 2 Teile Wasser), 10 Min. einwirken lassen und anschließend mit Nissenkamm aus Metall (!) auskämmen.

    • Kontaktpersonen mitbehandeln.

    • Kindergarten- oder Schulbesuch erst, wenn keine Nissen mehr vorhanden sind.

    • Kopfstützen im Auto mit Plastiktüten abdecken.

  • Kleiderläuse:

    • 0,5 % Permethrin-Spiritus (z. B. Infectopedicul) mit guter antiparasitärer, aber auch relativ guter ovozider Wirkung. Einmalige Einreibung des Körpers und Einwirken über 30–45 Min.

    • Kleidung heiß waschen oder trocken reinigen und heiß bügeln.

    • Teddys und Kissen im Plastikbeutel in die Tiefkühltruhe.

  • Filzläuse:

    • Befallene Areale gründlich mit einem flüssigen Syndet waschen; anschließend werden die befallenen Gebiete mit 0,5 % Permethrin-Spiritus (z. B. Infectopedicul®) behandelt. Einmalige Einreibung der befallenen Areale über 30–45 Min., anschließend Auskämmen der Nissen mit einem feinen Kamm.

    • Bei Augenbrauen- bzw. Wimpernbefall (nicht selten): Mehrmals tgl. Wimpern mit Olivenöl oder Vaselinum alb. betupfen. Die Läuse und Nissen können nach einigen Tagen mit der Pinzette von den Wimpern abgezogen werden.

Merke! Behandlung der Kontaktpersonen!

Abwendbar gefährlicher Verlauf

Sekundärinfektion; Ansteckung.

Flöhe

ParasitenFlöheFlöheDer Mensch ist meist nur passagerer Wirt des Flohs.
Symptome
  • Starker Juckreiz, wechselnde Lokalisation.

  • Asymmetrische, multiple Quaddeln mit zentraler Bissstelle an bedeckten Körperteilen; oft straßenartig oder in Gruppen von 2–3 nebeneinander an den Extremitäten.

KurzanamneseKontakt zu Tieren, z. B. Hunden, Katzen, Schafen, Igeln.
Maßnahmen
  • Kühlende Umschläge, evtl. mit Essigzusatz.

  • Bei starkem Juckreiz systemische Gabe von Antihistaminika.

  • Vollbad mit antiseptischem Zusatz (z. B. Octenidin [Octenisept®]).

  • Gegebenenfalls Kleider entwesen lassen und bei sehr ausgedehntem Befall Wohnung (Teppiche, Sofa) ebenfalls.

  • Haustiere müssen gleichzeitig „entfloht“ und „entwurmt“ werden (Gefahr der Reinfektion).

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