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B978-3-437-22445-4.00034-6

10.1016/B978-3-437-22445-4.00034-6

978-3-437-22445-4

Beispielhafte Einnahmestruktur einer Hausarztpraxis 2005

[L157]

Beispielhafte Ausgabenstruktur einer Hausarztpraxis 2005

[L157]

Geldflüsse im Gesundheitswesen

[A300]

Abrechnungsbeispiel auf der Rückseite des Vordrucks F 1050

[A300]

Steigerungssätze GOÄGOÄ:Steigerungssätze

Tab. 34.1
Leistungen aus den GOÄ-Abschnitten
A, E, O (technische Leistungen) M + Nr. 437 (Labor-Leistungen) Alle übrigen Leistungen (ärztliche Leistungen)
Gebührenrahmen 1- bis 2,5-fach 1- bis 1,3-fach 1- bis 3,5-fach
Begründungsschwelle 1,8-fach 1,15-fach 2,3-fach
Spezielle Tarife (maximal)
Standardtarif 1,3-fach 1,1-fach 1,7-fach
KVB I–III 1,8-fach 1,15-fach 2,2-fach
KVB IV 1,8-fach 1,15-fach 2,3-fach
Postbeamtenkrankenkasse B 1,5-fach 1,15-fach 1,9-fach

Abrechnungsziffern für BeratungenAbrechnungsziffern:für Beratungen

Tab. 34.2
Stand 1.12.12 GOÄ (Faktor 2,3) UV-GOÄ
Beratung 1 (€ 10,72); nur einmal zusammen mit einer Gebühr aus den Abschnitten C–O berechnungsfähig. Bei Neuerkr. oder Zweiterkr. innerhalb des Behandlungsfalls erneut neben den Nummern aus C bis O berechnungsfähig (Begründung, z. B. „Neuerkr.“). 11 (€ 2,48)
Telefonische oder andere mittelbare Arzt-Patienten-Kontakte
Beratung außerhalb der Sprechstunde 1-A (€ 10,72 + € 4,08) 12 (€ 3,45)
Nachtberatung I 1-B (€ 10,72 + € 10,49)20–22 Uhr, 6–8 Uhr 13 (€ 15,46)20–8 Uhr
Nachtberatung II 1-C (€ 10,72 + € 18,65)22–6 Uhr 13 (€ 15,46)20–8 Uhr
Beratung Sa, So, Feiert. 1-D (€ 10,72 + € 12,82), 8–20 Uhr1-D-B (€ 10,72 + € 12,82 + € 10,49), 20–22 Uhr und 6–8 Uhr1-D-C (€ 10,72 + € 12,82 + € 18,65), 22–6 Uhr 15 (€ 5,38) Sa ab 12 Uhr14 (€ 5,38) So, Feiert.
Eingehende Beratung, mind. 10 Min. (nur berechnungsfähig als einzige Leistung oder im Zusammenh. mit Untersuchung nach den Nr. 5, 6, 7, 8, 800 oder 801. Mehr als einmalige Berechnung im Behandlungsfall nur mit bes. Begründung) 3 (€ 20,10)
Erhebung der Fremdanamnese, Unterweisung der Bezugsperson (nur 1×/Behandlungsfall, nicht neben Nr. 30, 34, 801, 806, 807, 816, 817, 835. Keine Zeitvorgabe) 4 (€ 29,49) 835 (€ 4,42 + € 1,30 SK)
Einleitung und Koordination flankierender therapeutischer und sozialer Maßnahmen während der kontinuierlichen ambulanten Betreuung eines chron. Kranken 15 (€ 40,23) 19 (€ 20,71)
Beratungsgespräch in Gruppen von 4–12 Teilnehmern im Rahmen der Behandlung von chron. Krankheiten, je Teilnehmer und Sitzung (Dauer mind. 50 Min.), z. B. Diabetiker-Gruppen, Gruppen mit adipösen Pat. mit Fettstoffwechselstörungen 20 (€ 16,07); nicht mit den Nummern 847, 862, 864, 871, 887 kombinierbar 20 (€ 8,28); nicht mit den Nummern 847, 862, 864, 871, 887 kombinierbar
Eingehende Beratung einer Schwangeren im Konfliktfall über die Erhaltung oder den Abbruch der Grav. – auch einschl. Beratung über soziale Hilfen, ggf. auch einschl. Beurteilung über das Vorliegen einer Ind. für einen nicht rechtswidrigen Schwangerschaftsabbruch 22 (€ 40,23); nicht neben den Nummern 1, 3, 21, 34 abrechenbar 22 (€ 20,71); nicht abrechenbar neben den Nr. 1–15, 21
Strukturierte Schulung einer Einzelperson, Mindestdauer 20 Min. (z. B. Diabetes) – einschließl. Evaluation zur Qualitätssicherung unter diabetologischen Gesichtspunkten zum Erlernen und Umsetzen des Behandlungsmanagements, einschließl. Auswertung eines standardisierten Fragebogens 33 (€ 40,23); innerhalb eines Jahres höchstens 3× und nicht neben den Nummern 1, 3, 15, 20, 847, 862, 864, 871, 887 abrechenbar 33 (€ 20,71)
Erörterung der Auswirkungen einer lebensverändernden oder lebensbedrohenden Erkrankung, ggf. unter Einbeziehung von Bezugspersonen. Mind. 20 Min. Innerhalb von 6 Mon. höchstens 2× und nicht neben den Nummern 1, 3, 4, 15, 30 abrechenbar 34 (€ 40,23)

Abrechnung HausbesucheHausbesuch:AbrechnungAbrechnung:Hausbesuche

Tab. 34.3
Stand 1.12.12 GOÄ (Faktor 2,3) UV-GOÄ
Einfacher Besuch 50 (€ 42,90) 50 (€ 22,09)
Dringender Besuch im organisierten Not(-fall)dienst 50-E (€ 42,90 + € 9,33) 50e (€ 30,37): Sa ab 12 Uhr und So, Feiert.
Dringender Besuch Sa, So, Feiert. 50-H (€ 42,90 + € 19,82): 8–20 Uhr 50e (€ 30,37): Sa ab 12 Uhr und So, Feiert.
Dringender Nachtbesuch I 50-F (€ 42,90 + € 15,16): 20–22 u. 6–8 Uhr 50c (€ 35,89): 20–22 u. 6–8 Uhr
Dringender Nachtbesuch II 50-G (€ 42,90 + € 26,32): 22–6 Uhr 50d (€ 47,63): 22–6 Uhr
Dringender Nachtbesuch I (Sa, So, Feiert.) 50-F-H (€ 42,90 + € 15,16 + € 19,82): 20–22 u. 6–8 Uhr 50c (€ 35,89): 20–22 u. 6–8 Uhr
Dringender Nachtbesuch II (Sa, So, Feiert.) 50-G-H (€ 42,90 + € 26,32 + € 15,15):22–6 Uhr 50d (€ 47,63): 22–6 Uhr
Dringender Besuch aus der Sprechstunde 50-E (€ 42,90 + € 9,33) 50b (€ 35,89)
Mitbesuch in derselben sozialen Gemeinschaft (kein Wegegeld dazu) 51 (€ 33,52), dazu Unzeitzuschläge s. o. 51 (€ 17,26)
Besuch eines Pat. auf einer Pflegestation (z. B. im Alten- oder Pflegeheim) – bei regelmäßiger Tätigkeit des Arztes auf der Pflegestation zu vorher vereinbarten Zeiten 48 (€ 16,10); cave: Nicht neben den Nummern 1, 50, 51, 52 abrechenbar 48 (€ 8,28)
Dringender Besuch in Wohn-/Pflegeheimen mit Pflegepersonal, am Tag der Bestellung ausgeführt 50-E (€ 42,90 + € 9,33) 50a (€ 27,61)
Aufsuchen eines Pat. außerhalb der Praxisräume oder des Krankenhauses durch nichtärztliches Personal im Auftrag des niedergelassenen Arzts. 52 (€ 5,83); cave: Wegegeld nicht berechnungsfähig 52 (€ 5,83)
Zuschläge zu den Leistungen nach Nr. 45–62 E (€ 9,33): Dringend angeforderte und unverzüglich erfolgte Ausführung, nicht neben F, G, H
F (€ 15,15): Erbrachte Leistungen in der Zeit zwischen 20–22 Uhr oder 6–8 Uhr
G (€ 26,23): Erbrachte Leistungen in der Zeit von 22 und 6 Uhr
H (€ 19,82): Erbrachte Leistungen an Samstagen, Sonn- oder Feiertagen. Mit F oder G kombinierbar. Cave: G und H nicht neben den Nummern 45, 46, 48 und 52 abrechnungsfähig. Nicht neben F
J (€ 4,66): Visite bei Vorhalten eines vom Belegarzt zu
vergütenden ärztlichen Bereitschaftsdienstes, je Tag
K2 (€ 6,99): Erbrachte Leistungen nach den Nummern 45, 46, 48, 50, 51, 55 und 56 bei Kindern bis zum vollendeten 4. Lj.

Zusätzlich abrechenbare GebührenGebühren, zusätzlich abrechenbare

Tab. 34.4
Stand 1.12.12 GOÄ (Faktor 2,3) UV-GOÄ
Unfallbericht 125 (€ 6,19)
Überweisung z. D-Arzt 145 (€ 3,49)
Symptombezogene Untersuchung (nur 1× im Behandlungsfall neben Nummern ab 200). Bei Neuerkr. oder Zweiterkr. innerhalb des Behandlungsfalls erneut neben den Nummern aus C bis O berechnungsfähig (Begründung, z. B. „Neuerkr.“) 5 (€ 10,72) 1 (€ 6,21)2 (€ 7,18): außerhalb d. Sprechstd.3 (€ 19,19): 20–8 Uhr4 (€ 9,11): So, Feiert.5 (€ 9,11): Sa ab 12 Uhrjeweils + € 1,30 Sachkosten (SK)
Vollst. körperl. Untersuchung mind. eines der folgenden Organsysteme: alle Augenabschnitte, gesamter HNO-Bereich, stomatognathes System, Nieren und ableitende Harnwege (bei M ggf. einschl. d. Geschlechtsorgane), vollst. Gefäßstatus, ggf. einschl. Dokumentation 6 (€ 13,41)
HNO-Bereich: Inspektion der Nase, des Naseninnern, des Rachens, beider Ohren, beider äußerer Gehörgänge und beider Trommelfelle, Spiegelung des Kehlkopfs
Stomatognathes System: Inspektion der Mundhöhle, Inspektion und Palpation der Zunge und beider Kiefergelenke sowie vollständiger Zahnstatus
Nieren und ableitende Harnwege: Palpation der Nierenlager und des Unterbauchs, Inspektion des äußeren Genitales sowie Digitaluntersuchung des Enddarms, bei M zusätzlich Digitaluntersuchung der Prostata, Prüfung der Bruchpforten sowie Inspektion und Palpation der Hoden und Nebenhoden
Gefäßstatus: Palpation und ggf. Auskultation der Arterien an beiden Handgelenken, Ellenbeugen, Achseln, Fußrücken, Sprunggelenke, Kniekehlen, Leisten sowie der tastbaren Arterien an Hals und Kopf, Inspektion und ggf. Palpation der oberflächlichen Bein- und Halsvenen
Vollst. körperl. Untersuchung mind. eines der folg. Organsysteme∗∗: gesamtes Hautorgan, Stütz- und Bewegungsorgane, Brustorgane, Bauchorgane, gesamter weiblicher Genitaltrakt (ggf. einschl. Nieren und ableitende Harnwege) ggf. einschl. Dokumentation. 7 (€ 21,46)
∗∗ Hautorgan: Inspektion der gesamten Haut, Hautanhangsgebilde und sichtbaren Schleimhäute, ggf. einschließlich Prüfung des Dermografismus und Untersuchung mittels Glasspatel
Stütz- und Bewegungsorgane: Inspektion, Palpation und orientierende Funktionsprüfung der Gelenke und der WS einschließlich Prüfung der ReflexeBrustorgane: Auskultation und Perkussion von Herz und Lunge sowie RR-Messung
Bauchorgane: Palpation, Perkussion und Auskultation der Bauchorgane inkl. palpatorischer Prüfung der Bruchpforten und der Nierenlager
Weiblicher Genitaltrakt: Bimanuelle Untersuchung der Gebärmutter und der Adnexe, Inspektion des äußeren Genitales, der Vagina und der Portio uteri, Digitaluntersuchung des Enddarms, ggf. Palpation der Nierenlager und des Unterbauchs
Ganzkörperstatus (Untersuchung der Haut, der sichtbaren Schleimhäute, der Brust- und Bauchorgane, der Stütz- und Bewegungsorgane sowie orientierende neurologische Untersuchung) 8 (€ 34,87) Umfassende Untersuchung.
6 (€ 14,50)7 (€ 15,46): außerhalb d. Sprechst.
8 (€ 27,47): 20–8 Uhr9 (€ 17,39): So, Feiert.10 (€ 17,39): Sa ab 12 Uhr
jeweils + € 2,60 Sachkosten (SK)
Neurologische Basisdiagnostik 800 (€ 26,15) 800 (€ 13,46 + € 3,60 SK)
Zuschläge zu den Nummern 1, 3, 4, 5, 6, 7, 8 A: Außerhalb der Sprechstunde (€ 4,08)
B: Bei Nacht von 20–22 Uhr und 6–8 Uhr (€ 10,49)
C: Centrale Nacht von 22–6 Uhr (€ 18,65)
D: Der Tag des Herrn: Sa, So, Feiertag (€ 12,82)
DB: Des Sonntags, Feiertags, SamstagsBei Nacht (€ 23,31)
DC: Des Sonntags, Feiertags, Samstags in zentraler Nacht (€ 31,47)
K1: Kind < 4 J. bei Untersuchung nach Nr. 5, 6, 7 oder 8 (€ 6,99)
Cave: Werden Leistungen innerhalb einer Sprechstunde an Samstagen erbracht, ist der Zuschlag nach D nur mit dem halben Gebührensatz berechnungsfähig, sonst mit einfachem Gebührensatz (Faktor 1,0). Je Inanspruchnahme Zuschlag nur 1×

WegegelderWegegelderAbrechnung:Wegegelder

Tab. 34.5
Radius von der Praxis aus (bei GOÄ ggf. auch von der Wohnung aus) Uhrzeit GOÄ (Faktor 2,3) UV-GOÄ
Bis 2 km 7–19 Uhr € 3,58 71 (€ 3,58)
19–7 Uhr € 7,16 72 (€ 7,16)
Bis 5 km 7–19 Uhr € 6,65 73 (€ 6,65)
19–7 Uhr € 10,23 74 (€ 10,23)
> 5 km 7–19 Uhr € 10,23 81 (€ 10,23)
19–7 Uhr € 15,34 82 (€ 15,34)
> 10 km, bis zu 25 km 7–19 Uhr € 15,34 83 (€ 15,34)
19–7 Uhr € 25,56 84 (€ 25,56)
> 25 km € 0,26/km
Cave: Besuch mehrerer Pat. in derselben häuslichen Gemeinschaft oder in einem Heim, bes. in einem Alten- oder Pflegeheim: Wegegeld darf unabhängig von der Anzahl der besuchten Personen und deren Versichertenstatus insgesamt nur einmal und nur anteilig berechnet werden. Erfolgt der Besuch von der Wohnung des Arztes aus, so tritt bei der Berechnung des Radius die Wohnung des Arztes an die Stelle der Praxis.

SonderleistungenSonderleistungenAbrechnung:Sonderleistungen

Tab. 34.6
GOÄ (Faktor 2,3) UV-GOÄ
Konsiliarische Erörterung zwischen 2 oder mehr liquidationsberechtigten Ärzten, für jeden Arzt 60 (€ 16,10) 60a (€ 8,28) 8–20 Uhr60b (€ 16,57) 20–8 Uhr
Psychiatrische Notfallbehandlung bei Suizidversuch und anderer psychischer Dekompensation durch sofortige Intervention und eingehendes therapeutisches Gespräch 812 (€ 67,02) 812 (€ 34,51)
Reanimation 429 (€ 53,64), Zuschlag Defibrillation: 430 (€ 53,64) 429 (€ 27,61 + € 2,14 SK)Zuschlag Defibrillation: 430 (€ 27,61)
Notfall-EKG Mit Streifen: 650 (€ 15,95)
Nur Monitor: 431 (€ 13,41)
431 (€ 6,90)
EKG, mind. 12 Abl. 651 (€ 26,55) 651 (€ 17,46 + € 11,70 SK)
Ergometrie 652 (€ 59,66) 652 (€ 30,72 + € 20,60 SK)
LZ-EKG 659 (€ 41,98) 659 (€ 27,61 + € 18,40 SK)
LZ-RR 654 (€ 15,73) 654 (€ 10,35 + € 6,90 SK)
Spirometrie 605 (€ 25,40)605a: Zuschlag für Darstellung der Flussvolumenkurve (€ 14,69)602: Zuschlag für Oxymetrie (€ 15,95) 605 (€ 16,70 + € 11,20 SK)605a: Zuschlag für Darstellung der Flussvolumenkurve (€ 9,66)602: Zuschlag für Oxymetrie (€ 10,49)
Rektoskopie 690 (€ 46,92) 690 (€ 24,16 + € 8,20 SK)
Audiometrie 1401 (€ 6,30)
Tonschwellenaudiometrie: 1403 (€ 16,58)
Sprachaudiometrie: 1404 (€ 16,58)
Kinderaudiometrie (0–7 J): 01406 (€ 19,10)
1401 (€ 4,14 + € 1,30 SK)
Tonschwellenaudiometrie: 1403 (€ 10,91)
Sprachaudiometrie: 1404 (€ 10,91)
Kinderaudiometrie (0–7 J): 01406 (€ 12,56)
Allergietest (Prick) 385 (€ 6,03) je Test bis 20 Tests386 (€ 4,03): 21.–40. Test je Behandlungsfall 385 (€ 3,11 + € 1,40 SK), je Test bis 20 Tests386 (€ 2,07 + € 0,60 SK): 21. bis 40. Test je Behandlungsfall
Verbale Intervention bei psychosomatischen Krankheitszuständen (Fachkundenachweis!) 849 (€ 30,84) 849 (€ 15,88 + € 3,60 SK)
Infusion (i. v.), bis 30 Min. Dauer 271 (€ 16,10) 271 (€ 8,28 + € 3,00 SK)
Infusion (i. v.), > 30 Min. Dauer 272 (€ 24,13) 272 (€ 12,42 + € 3,80 SK)
Infusion im organisierten Notfalldienst (i. v., i. a.), mind. 10 Min. 272 (€ 24,13) -D (€ 12,82) 272 (€ 12,42 + € 3,80 SK) mit Zusatz 15 (Sa ab 12 Uhr: € 5,38) oder 14 (So und Feiert.: € 5,38)
Blutzuckerteststreifen Visuell 3511 (€ 3,35) Visuell 3511 (€ 3,45 + € 1,50 SK)
Gerät 3514 (€ 4,69) Gerät 3514 (€ 4,83 + € 2,20 SK)
Injektion i. m. oder s. c. 252 (€ 5,36) 252 (€ 2,76 + € 1,60 SK)
Injektion i. v. 253 (€ 9,38) 253 (€ 4,83 + € 1,70 SK)
Impfung 375 (€ 10,72) + Impfstoff 375 (€ 3,45 + € 1,70 SK + Impfstoff)
Schutzimpfung p. o. 376 (€ 10,72) 376 (€ 5,52 + € 1,70 SK + Impfstoff)
Zusatzinjektion bei Parallelimpfung 377 (€ 6,69) 377 (€ 3,45 + € 1,70 SK + Impfstoff)
Simultanimpfung (gleichzeitige passive und aktive Impfung gegen Wundstarrkrampf) 378 (€ 16,10) 378 (€ 8,28 + € 3,80 SK + Impfstoff)
Lokalanästhesie (kleiner Bezirk) 490 (€ 8,19) 490 (€ 4,21 + € 3,48 SK)
Lokalanästhesie (großer Bezirk, parazervikal) 491 (€ 16,22) 491 (€ 8,35 + € 6,03 SK)
Leitungsanästhesie 493 (€ 8,19) 493 (€ 4,21 + € 3,05 SK)
Intrakutane Reiztherapie (Quaddelbehandlung) 266 (€ 8,05) 266 (€ 4,14 + € 2,40 SK)
Infiltrationsbehandlung im Bereich einer Körperregion, auch paravertebrale oder perineurale oder perikapsuläre oder retrobulbäre Injektion u./o. Infiltration 267 (€ 10,72): eine Körperregion 267 (€ 5,52 + € 2,80 SK): eine Körperregion
Infiltrationsbehandlung im Bereich mehrerer Körperregionen (auch eine Körperregion beidseitig) 268 (€ 17,43) 268 (€ 8,97 + € 4,90 SK)
Chiropraktische Wirbelsäulenmobilisierung (qualifikationsgebunden!) 3306 (€ 19,85) 3306 (€ 10,22 + € 2,60 SK)
Akupunktur zur Schmerztherapie 269 (€ 26,81)> 20 Min.: 269a (€ 46,92) 269 (€ 13,80 + € 4,90 SK)269a (€ 24,16 + € 4,90 SK)
Port auffüllen 265 (€ 8,05) 265 (€ 4,14 + € 2,50 SK)
Injektion in liegenden Venenkatheter 261 (€ 4,03) 261 (€ 2,07 + € 1,00 SK)
Verband 200 (€ 6,03) 200 (€ 3,24 + € 3,89 SK)
Kompressionsverband 204 (€ 12,74) 203A (€ 6,56 + € 10,36 SK)
Tape-Verband kleines Gelenk 206 (€ 9,38) 208 (Tape an Fingern oder Zehen; € 5,52 + € 4,18 SK)
Tape-Verband großes Gelenk 207 (€ 13,41) 209 (€ 10,35 + € 14,90 SK)
Notschiene über 1 Gelenk 210 (€ 10,05) 210 (€ 5,52 + € 8,03 SK)
Rektale Untersuchung 11 (€ 8,05) 18 (€ 4,14+ € 2,60 SK)
Digitale Mastdarmausräumung 770 (€ 18,77) 770 (€ 9,66 + € 3,90 SK)
Reposition Rektumprolaps 3230 (€ 16,10) 3230 (€ 8,28 + € 2,70 SK)
Reposition eingeklemmte Hernie 3282 (€ 29,76) 3282 (€ 15,32 + € 6,50 SK)
Transurethraler Blasenkatheter 1728 (Mann) (€ 7,91)1730 (Frau) (€ 4,97) 1728 (Mann) (€ 4,07 + € 3,00 SK)1730 (Frau) (€ 2,55 + € 1,30 SK)
Magensonde legen 670 (€ 16,10) 670 (€ 8,28 + € 5,50 SK)
Behandlung infizierter Wunde 2006 (€ 8,44) 2006 (€ 4,35 + € 2,80 SK)
Fremdkörper-, Splitterentfernung 2009 (€ 13,41) 2009 (€ 6,90 + € 4,00 SK)
Wundversorgung 2000: Erstversorgung einer kleinen Wunde (€ 9,38) 2000 (€ 4,83 + € 2,40 SK)
2001: Versorgung einer kleinen Wunde einschließlich Naht (€ 17,43) 2001 (€ 8,97 + € 8,31 SK)
2002: Versorgung einer kleinen Wunde einschließlich Umschneidung und Naht (€ 21,46) 2002 (€ 11,04 + € 9,87 SK)
2003: Erstversorgung einer großen und/oder stark verunreinigten Wunde (€ 17,43) 2003 (€ 8,97 + € 5,10 SK)
2004: Versorgung einer großen Wunde einschließlich Naht (€ 32,18) 2004 (€ 16,57+ € 17,40 SK)
2005: Versorgung einer großen und/oder stark verunreinigten Wunde einschließlich Umschneidung und Naht (€ 53,64) 2005 (€ 27,61 + € 17,46 SK)
Reposition Luxation oder Fraktur an Knie, Ellenbogen, Hand oder Fuß 2320–2339 2320–2339
Transportbegleitung 55 (€ 67,02): Cave: Nicht neben den Nummern 56, 60, 833 berechnungsfähig.Psychiatrisch: 833 (€ 38,20) 55 (€ 34,51 + € 10,40 SK)
Verweilgebühr (z. B. auch Rückweg vom Krankenhaus) 56 (€ 18,88) je volle ½ h 8–20 Uhr: 56 (je angefangene ½ h € 6,21)20–8 Uhr: 57 (je angefangene ½ h € 12,42)
Konsiliarische Erörterung zwischen zwei oder mehr liquidationsberechtigten Ärzten, für jeden Arzt 60 (€ 16,10); cave: Nicht zwischen Ärzten gleicher oder ähnlicher Fachrichtung (Allgemeinarzt, Praktischer Arzt, Internist) innerhalb einer Gemeinschaftspraxis oder Praxisgemeinschaft berechenbar 60a (€ 8,28): am Tag60 b (€ 16,57): bei Nacht (20–8 Uhr)
Untersuchung eines Toten – einschließlich Feststellung des Tods und Ausstellung des Leichenschauscheins 100 (€ 33,51) 100 (€ 17,26)

VorsorgeleistungenVorsorgeleistungen, AbrechnungAbrechnung:Vorsorgeleistungen

Tab. 34.7
Leistung GOÄ (Faktor 2,3)
Kindervorsorge U2–U9Kindervorsorge U7a 26 (€ 60,33): Kindervorsorgeuntersuchung bis zum vollendeten 14. Lj.; cave: Ab dem vollendeten 2. Lj. je Kalenderjahr höchstens einmal berechnungsfähig, nicht mit Nummern 1, 3, 4, 5, 6, 7, 8 kombinierbar
Mannheimer Elternfragebogen (MEF) U7a, Dokumentation u. Auswertung 857 (€ 12,17)
Kindervorsorge U10 und U11 26 (€ 60,33): s. o.
Mannheimer Elternfragebogen (MEF) zur U10 bzw. U11, Dokumentation und Auswertung 857 (€ 12,17)
Jugendgesundheitsuntersuchung J1 26 (€ 60,33)
Mannheimer Fragebogen MEF J1 857 (€ 12,17)
Jugendgesundheitsuntersuchung J2 32(a) (€ 53,62) + 3514 (BZ; € 4,69)
Mannheimer Fragebogen MEF J2 857 (€ 12,17)
Untersuchung nach den § 32–35 und 42 des Jugendarbeitsschutzgesetzes 32 (€ 53,62); bei Leistungserbringung für öffentliche Kostenträger gilt der Einfachsatz (€ 23,32)
Krebsvorsorge Frauen ab 20./30. Lj. 1×/J. 27 (€ 42,90); cave: Nicht neben den Nummern 1, 3, 5, 6, 7, 8, 297, 3500, 3511, 3650, 3652 abrechenbar
Krebsvorsorge Mann ab 45. Lj. 1×/J. 28 (€ 37,54); cave: Nicht neben den Nummern 1, 3, 5, 6, 7, 8, 11, 3500, 3511, 3650, 3652 abrechenbar
Untersuchung zur Früherkennung von Krankheiten gemäß den Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinien ab dem 35. Lj., alle 2 J. 29 (€ 59,00); cave: Nicht neben Nummern 1, 3, 5, 6, 7, 8 abrechenbar. Keine Altersbegrenzung, ein Zweijahresabstand wie beim EBM ist nicht vorgeschrieben. Blutabnahme, Laborparameter, EKG sind nicht Teil der Leistung und können ggf. zusätzlich berechnet werden
Haemoccult dazu 3500 (€ 6,03)

Sonografien (Genehmigung der KV erforderlich)Sonografie:AbrechnungAbrechnung:Sonografie

Tab. 34.8
GOÄ (Faktor 2,3) UV-GOÄ
Schilddrüse 417 (€ 28,15) 417 (€ 14,50 + € 6,90 SK)
Mamma 418 (€ 28,15) 417 (€ 14,50 + € 6,90 SK)
Abdomen oder dessen Organe und/oder des Retroperitoneums oder dessen Organe einschl. der Nieren mittels B-Mode-Verfahren Erstes Organ 410 (€ 26,82), weiteres Organ (bis 3) 420 (€ 10,72) Erstes Organ 410 (€ 13,80 + € 6,50 SK), weiteres Organ (bis 3) 420 (€ 5,52 + € 2,60 SK)
Urogenitalorgane Erstes Organ 410 (€ 26,82), weiteres Organ (bis 3) 420 (€ 10,72) Erstes Organ 410 (€ 13,80 + € 6,50 SK), weiteres Organ (bis 3) 420 (€ 5,52 + € 2,60 SK)

Verwaltungsarbeiten und BerichteVerwaltungsarbeiten, AbrechnungBerichte, AbrechnungAbrechnung:Verwaltungsarbeiten

Tab. 34.9
GOÄ (Faktor 2,3) UV-GOÄ
Wiederholungsrezept/Überweisung, ohne Arztkontakt, nicht neben anderen Leistungen am gleichen Tag 2 (€ 3,15) 16 (€ 2,07 + € 1,30 SK)
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung 70 (€ 5,36) 143 (€ 2,74)
Untersuchungsbericht Behandlungsauskunft 110 Vordruck F1100 (€ 8,04)
Arztbrief mit Anamnese, Bericht, Therapievorschlag 75 (€ 17,43) Ausführliche Auskunft 119 Vordruck F1114 (€ 20,68)
Schreibgebühr, je angefangene DIN-A-4-Seite 95 (€ 3,50) 190 (€ 3,50)
Weitere Kopie davon für Hausarzt 96 (€ 0,18) je Seite 191 (€ 0,17)
Bescheinigung Belastungsgrenze (Muster 55) 70 (€ 5,36)
Konsiliarbericht Psychotherapie (Muster 22) 75 (€ 17,43)
Kurze Bescheinigungen41 Arztanfrage50 Zuständigkeit anderer Kasse 70 (€ 5,36)
Krankheitsbericht11 Bericht MDK53 Anfrage AU-Zeiten56 Antrag Rehasport 75 (€ 17,43)
Kurplan 20 Wiedereingliederung51 Zuständigkeit sonstiger Kostenträger52 Anfrage Fortbestehen AU 77 (€ 20,10)
Kurvorschlag (Muster 25) 77 (€ 20,10)
Schriftl. Diätplan 76 (€ 9,38)
Individueller Behandlungsplan für Chemotherapie u./o. schriftlicher Nachsorgeplan für tumorkranken Pat. 78 (€ 24,13)
Schriftliche gutachtliche Äußerung 80 (€ 40,23) 160 (€ 67,13–154,67): Ohne Fragestellung zum ursächl. Zusammenhang, je nach Schwierigkeitsgrad und Umfang
161 (€ 84,05–236,16): Mit Fragestellung zum ursächl. Zusammenhang, je nach Schwierigkeitsgrad und Umfang
165 (€ 100,96–317,58): Eingehend begründetes wissenschaftliches Gutachten je nach Schwierigkeitsgrad und Umfang

AbrechnungsbeispieleAbrechnung:Beispiele

Tab. 34.10
Fall GOÄ (ggf. dazu Wegegeld, Tab. 34.5) UV-GOÄ (BGNT)
Pat. mit Thoraxschmerz, Bronchitis, fortgeschr. Altersdemenz, Fremdanamnese, Sa. 23 Uhr, 3 km 50-G-H-7–4-WN5 Kein Arbeitsunfall
Summe € 104,60
Pat. mit Ischialgie, Mi. 16 Uhr, 1 km, org. Notdienst 50-E-800-WT2 Kein Arbeitsunfall
Summe € 81,96
Pat. mit Bänderdehnung re. OSG, Tape-Verband, Fr. 21 Uhr, 6 km 50-F-207+SK-WN10 7-Überweisung D-Arzt 50C-145–12b-209-SK
Summe € 108,01 Summe € 92,17
Besuch mit symptombezogener Untersuchung, So. 15 Uhr, 2 km 50-H-WT2 8–50E-125-71-11a-Unfallbericht A13+Porto
Summe € 66,30 Summe € 40,04

Abrechnungsbeispiel LeichenschauLeichenschau:Abrechnung

Tab. 34.11
Leistungstext GOÄ-Ziffer Einfachbetrag Faktor Betrag
Leichenschauschein 100 € 14,57 2,3 € 33,51
Hausbesuch (Abrechnungsmöglichkeit juristisch umstritten) 50 € 18,65 2,3 € 42,90
Zuschlag sofort E € 9,33 1 € 9,33
Zuschlag 20–22/6–8 Uhr F € 15,15 1 € 15,15
Zuschlag 22–6 Uhr G € 26,23 1 € 26,23
Zuschlag Sa, So, Feiert. H € 19,82 1 € 19,82
Wegegeld am Tag: Bis 2/5/10/25 km Radius € 3,58/6,65/10,23/15,34
Wegegeld in der Nacht: Bis 2/5/10/25 km Radius € 7,16/10,23/15,34/25,56

Abrechnung in der Allgemeinpraxis

Martin Hermann

  • 34.1

    Einnahmen und Ausgaben1672

  • 34.2

    Gebührenordnungen1673

  • 34.3

    Die privatärztliche Abrechnung1675

  • 34.4

    Abrechnungsprobleme bei Reisenden1689

  • 34.5

    Abrechnungsbeispiele1690

  • 34.6

    Dokumentation1691

  • 34.7

    Abrechnung mit den Unfallversicherungsträgern1691

    • 34.7.1

      Allgemeine Prinzipien1691

    • 34.7.2

      Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten1691

Einnahmen und Ausgaben

Die Einnahmen einer Hausarztpraxis setzen sich zusammen aus: Vertragsärztlicher Abrechnung:in der AllgemeinpraxisTätigkeit (Abrechnung nach EBM über KV), Einnahmen aus Strukturverträgen: DMP-Programme, Hausarztverträge (Abrechnung teils über KV, teils über andere Stellen), privatärztlicher Tätigkeit (Abrechnung nach GOÄ), Behandlung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten (Abrechnung nach UV-GOÄ), sonstigen Leistungen wie IGeL, Attesten, gutachterlichen Auskünften (Abrechnung teils nach EBM, teils GOÄ, teils JVEG ≙ Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz). Da der EBM derzeit (1.1.2013) grundlegend erneuert wird, müssen wir auf eine aktuelle gültige Darstellung in dieser Auflage verzichten.
Beispielhafte Einnahme- und Ausgabenstruktur einer Hausarztpraxis 2005 Abb. 34.1, Abb. 34.2.

Gebührenordnungen

Der Geldfluss im ambulanten Gesundheitswesen ist kompliziert (Abb. 34.3) und wird Gebührenordnungenauf verschiedenen Ebenen pauschaliert und gedeckelt. Es ist wichtig, sich in diesem System auszukennen, um vermehrt auf die Leistungen des nicht pauschalierten Bereichs auszuweichen.
Derzeit gelten vier unterschiedliche Gebührenordnungen für unterschiedliche Leistungsbereiche:
EBM: Primärkassen (AOK, IKK, BKK, LKK, Knappschaft-Bahn-See); Ersatzkassen; Polizei; Bundespolizei; Bundeswehr; EBMZivildienst; Kriegsopfer (KOV); Auslandsabkommen; Sozialhilfeträger; Postbeamte A; Rheinschiffer ( fester, höherer Punktwert).
GOÄ: Privatversicherte; Postbeamte B (Faktor 1,9); KVB I–III (Faktor 2,3/1,5); KVB IV, Kassenpat. mit GOÄKostenerstattungsregelung, nicht Versicherte, Untersuchungen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (bei Aufträgen durch Behörden gilt immer der 1-fache Satz der GOÄ!).
UV-GOÄ: Nur für Arbeitsunfälle, Wegeunfälle, anerkannte Berufskrankheiten, Schul-, Kindergarten- und UV-GOÄUniversitätsunfälle einschl. Wegeunfälle: Arbeiter; Angestellte; freiwillig versicherte Selbstständige; Schüler; Kindergartenkinder; Studenten; Pflegepersonen im Rahmen der gesetzlichen Pflegeversicherung, Ersthelfer bei Hilfeleistungen am Unfallort und ehrenamtlich Tätige in gemeinnützigen Organisationen.
Für Anfragen und Untersuchungen der Rentenversicherung gelten besondere Vereinbarungen: www.baek.de/page.asp?his=1.108.3709.
Bei Untersuchungen und Auskünften für Lebens- und Unfallversicherungen empfiehlt es sich, vorher ein Honorar zu vereinbaren.
JVEG (Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz): Anfragen von Gerichten, Versorgungsämtern, Arbeitsagenturen, JVEGPolizei oder Staatsanwaltschaft werden wie Zeugen- und Sachverständigenaussagen nach JVEG honoriert.
Die jeweils aktuellen Fassungen dieser Gebührenordnungen sind hier zu finden:
StandardabrechnungsziffernDetailliertere Auflistung in den StandardabrechnungsziffernGebührenhandbüchern.
Allgemeine Richtlinien: Die Abrechnung nach EBM Abrechnungsziffernerfordert eine Zulassung als Vertragsarzt oder MVZ durch den Zulassungsausschuss beim Sitz der Bezirks-KV (Ausnahme: Zum Notfalldienst eingeteilte niedergelassene Privatärzte) bzw. eine Ermächtigung (für bestimmte Leistungen) bei Krankenhausärzten oder -ambulanzen.
Bei den Gebührenordnungs-„Komplexen“ gibt es einen:
  • Obligaten Leistungsinhalt, der erbracht werden muss (oft mehrere Positionen, die mit „und“ oder „oder“ verbunden sind).

  • Fakultativen Leistungsinhalt, der erbracht werden kann, für den aber alle Voraussetzungen an Geräten und Sachkunde vorhanden sein müssen.

Im November 2012 wurden EBM-Änderungen im hausärztlichen Bereich beschlossen, die nach aktuellem Stand voraussichtlich Mitte bis Ende 2013 in Kraft treten sollen. U. a. ist die Reduktion auf eine altersgewichtete Versichertenpauschale, ein automatischer diagnoseabhängiger Zuschlag für Chroniker sowie der automatische Zusatz einer Pauschale pro Behandlungsfall zur Finanzierung der Vorhaltekosten in der HA-Praxis vorgesehen (versorgungsbereichsspezifische Grundpauschale, differenzierter Technikzuschlag, differenzierter Gesprächszuschlag). Neue Leistungsziffern sind geplant für Gesprächsleistungen, onkologische Mitbetreuung, Geriatrie und Palliativmedizin; EBM-Ziffern aus anderen Kapiteln werden voraussichtlich in das neue Hausarzt-Kapitel überführt. Angesichts dieser geplanten Änderungen wurde auf die detaillierte Aufführung der Standardabrechnungsziffern des EBM in dieser Auflage notgedrungen verzichtet. Auch die übrigen Gebührenordnungen unterliegen einem Prozess ständiger Wandlungen und Änderungen, die Ausdruck des Kräftespiels verschiedener ärztlicher und politischer Gruppen sind. Die oben genannten Internetseiten geben i. d. R. die tagesaktuell gültige Fassung der jeweiligen Gebührenordnung wieder. Zusätzlich wird auf die ärztliche Tagespresse, medizinpolitische Internet-Foren wie www.hausarzt.de und http://www.degam.de/alt/cme/l_serv2.htm sowie bewährte Kommentare wie z. B. „Wezel/Liebold“ oder den „Kölner Kommentar“ von Köhler/Hess verwiesen.
Die von der BG festgelegten Sachkosten (3. Tabellenspalte) werden auch von den Privatversicherungen anerkannt und sollten deshalb auch bei GOÄ-Rechnungen angesetzt werden!

Reine Terminvereinbarungen oder Hausbesuchsbestellungen sind nicht abrechenbar!

Die privatärztliche Abrechnung

GOÄ-AbrechnungGrundlage für die privatärztliche Abrechnung ist die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Die aktuelle GOÄ ist GOÄ:Abrechnungüber den Buchhandel oder den Deutschen Ärzteverlag, Buchverlag, Postfach 400265, 50832 Köln, Tel.: 0 22 34/7 01 13 16, Fax: 0 22 34/4 94 98 zu beziehen. Internet www.bmgs.de (Gesetze und Verordnungen zur Gesundheit und zu Gesundheitsberufen).
Die Abrechnung nach GOÄ ist vorgeschrieben für alle ärztlichen Leistungen und die Bestimmungen der GOÄ sind verpflichtende Grundlage jedes Arzt-Pat.-Vertrags, falls vom Gesetzgeber nichts anderes bestimmt wurde. Das beinhaltet insbesondere:
  • Abrechnung nach den Einzelpositionen der GOÄ mit Datum der Leistung, GOÄ-Nummer, GOÄ-Leistungsbeschreibung, Steigerungsfaktor (Tab. 34.1) und Betrag (§ 12 [2]), keine Pauschalangebote!

  • Steigerungsfaktoren über 2,3 (Labor- und Technikleistungen: 1,8) sind zu begründen, für die Begründungspflicht ist eine vorherige schriftliche Abdingung möglich.

  • Gebot der Notwendigkeit: Vergütungen darf der Arzt nur für Leistungen berechnen, die nach den Regeln der ärztlichen Kunst für eine medizinisch notwendige ärztliche Versorgung erforderlich sind. Leistungen, die über das Maß einer medizinisch notwendigen ärztlichen Versorgung hinausgehen, darf er nur berechnen, wenn sie auf Verlangen des Zahlungspflichtigen erbracht worden sind (GOÄ § 1 [2]). Diese Leistungen sind in der Rechnung extra zu kennzeichnen (§ 12 [3]). Solche Leistungen werden dem Pat. von Beihilfestellen oft nicht erstattet. Siehe: www.bmi.bund.de, Suchwort: „Beihilfe“.

  • Persönliche Leistungserbringung: Außer den vom Arzt selbst erbrachten Leistungen darf er auch Leistungen abrechnen, die von seinem (Urlaubs-)Vertreter, den nichtärztlichen Mitarbeitern seiner Praxis oder seines Labors oder seiner Laborgemeinschaft (M1/M2) erbracht wurden. Nicht delegierbar sind z. B. Operationen, Beratungsgespräche, Untersuchungsleistungen. In manchen Fällen kann der technische Teil einer Leistung in einer Apparategemeinschaft von Hilfskräften erbracht werden, hierbei und bei Leistungen des Speziallabors gelten besondere Voraussetzungen. Kein „Handel“ mit ärztlichen Leistungen!

  • Die GOÄ-Abrechnung erfolgt über Rechnungsstellung direkt mit dem Pat. In der GOÄ sind feste Euro-Beträge angegeben, die mit einem Steigerungssatz multipliziert werden können.

Cave: Die Festlegung der Vergütung über den Steigerungssatz innerhalb des Gebührenrahmens erfolgt „nach billigem Ermessen“, wobei die Schwierigkeit, der SteigerungssatzZeitaufwand sowie die Umstände bei der Ausführung einer Leistung zu berücksichtigen sind. Grundsätzlich sind für die ärztlichen Leistungen auch höhere Steigerungssätze möglich, wobei dies mit dem Pat. in Form einer „Abdingung“ schriftlich vereinbart sein muss. Ein Abdingverbot gilt für alle Leistungen nach den GOÄ-Abschnitten A, E, M Abdingungund O (Einzelheiten in der Einleitung der GOÄ § 2) sowie für Notfall- und akute Schmerzbehandlungen.
„IGeL-Leistungen“Bei Kassenpatienten kommt die GOÄ bei solchen Leistungen zur Anwendung, die nicht Kassenleistungen sind (IGeL:Leistungenz. B. sportärztliche Untersuchungen, nicht von der Krankenkasse angeforderte Atteste u. a.) oder bei Leistungen, die prinzipiell Kassenleistungen sind, aber zu diesem Zeitpunkt nicht indiziert sind und auf Wunsch des Pat. durchgeführt werden (z. B. Belastungs-EKG, Präventionsuntersuchungen vor Ablauf der nach dem EBM vorgeschriebenen Zeit u. a.). Solche Leistungen werden als IGeL-Leistungen (Individuelle Gesundheitsleistungen; 1.19) bezeichnet. Eine umfassende Auflistung von IGeL-Leistungen findet sich z. B. unter www.kbv.de/23719.html.
Auslagen
  • Berechnet werden können die Kosten für diejenigen Arzneimittel, Verbandsmittel und sonstigen Materialien, die der Pat. Auslagenzur weiteren Verwendung behält oder die mit einer einmaligen Anwendung verbraucht sind (z. B. Impfstoffe).

  • Ausgenommen sind diverse Kleinmaterialien, Reagenzien und Narkosemittel zur Oberflächenanästhesie, Desinfektions- und Reinigungsmittel, Augen-, Ohren-, Nasentropfen, Puder, Salben und geringwertige Arzneimittel zur sofortigen Anwendung, diverse Einmalartikel (Liste in § 10 GOÄ).

  • Versand- und Portogebühren können nur von dem Arzt berechnet werden, dem die gesamten Kosten für Versandmaterial, Versandgefäße sowie für den Versand oder Transport entstanden sind (vgl. § 10(3) der GOÄ). Die Portokosten für die Versendung von Arztbriefen können berechnet werden.

Für die Versendung der Arztrechnung dürfen Versand- und Portokosten nicht berechnet werden.

RechnungsstellungDer Arzt kann die Rechnung (Privatliquidation) selbstRechnungsstellung erstellen und an den Pat. schicken oder eine Privatliquidationprivatärztliche Abrechnungsstelle damit beauftragen. Der Arzt erhält das Honorar von der privatärztlichen Abrechnungsstelle, abzüglich eines bestimmten Prozentsatzes als Bearbeitungsgebühr. Die Privatabrechnung kann mit den meisten Praxis-Computerprogrammen ohne großen Zeitaufwand durchgeführt werden. Für den Zeitpunkt der Rechnungsstellung gelten keine bes. Regeln, z. B. nach jedem abgeschlossenen Behandlungsfall oder quartalsweise. In der ärztlichen Berufsordnung wird eine vierteljährliche Rechnungsstellung empfohlen. Cave: Verjährungsfrist 2 J.; Beginn Jahresende, in dem die Ansprüche entstanden sind.
Die Rechnung muss enthalten:
  • Datum der Leistungserbringung.

  • Gebührennummer.

  • Bezeichnung der einzelnen berechneten Leistungen einschließlich einer in der Leistungsbeschreibung ggf. genannten Mindestdauer.

  • Betrag.

  • Steigerungssatz.

  • Bei Wegegeld den Betrag und die Art der Berechnung.

  • Bei Auslagen den Betrag und die Art der Auslage.

  • Bei Überschreiten der Begründungsschwelle eine auf die einzelne Leistung bezogene, verständliche und nachvollziehbare Begründung.

Grundleistungen und allgemeine Leistungen GOÄAllg. Bestimmungen:
  • Als Behandlungsfall gilt für die Behandlung derselben Erkr. der Zeitraum eines Monats nach der jeweils ersten Inanspruchnahme des Arztes. Cave: Beim EBM gilt Behandlungsfall = Quartal.

  • Terminvereinbarungen sind nicht berechnungsfähig.

  • BehandlungsfallWeitere Bestimmungen siehe Abschnitt B I GOÄ.

Laboruntersuchungen (Abschnitt M)Es wird unterschieden zwischen:
  • Laborleistungen nach Kapitel M I: Werden vom Arzt oder AH direkt beim Pat. (beim Hausbesuch) oder in der eigenen Praxis (innerhalb von 4 h) durchgeführt.

  • Laborleistungen nach Kapitel M II: Werden in einer Laborgemeinschaft erbracht und vom Arzt dem Pat. in Rechnung gestellt.

  • Laborleistungen nach Kapitel M III und M IV: Werden i. d. R. an den Laborarzt geschickt, von diesem erbracht und von diesem dem Pat. in Rechnung gestellt.

Abrechnungsziffern für Beratungen Tab. 34.2, Abrechnung Hausbesuche Tab. 34.3, Zusätzlich abrechenbare Gebühren Tab. 34.4, Abrechnung:HausbesucheWegegelder Tab. 34.5, Sonderleistungen Tab. 34.6, Vorsorgeleistungen Tab. 34.7, Abrechnung von Sonografien Tab. 34.8, Abrechnung von Verwaltungsarbeiten und Abrechnung:VerwaltungsarbeitenBerichten Tab. 34.9.
Verwaltungsarbeiten, Abrechnung

Abrechnungsbeispiel

Unverzüglicher Besuch Samstagabend 22:30 Uhr bei einem erkrankten dreijährigen Kind mit Untersuchung der Brustorgane und Verweilen von einer halben Stunde bis zum Eintreffen des Krankenwagens.
GOÄ-Abrechnung: 50–56–7–G–H–K2 + Wegegeld.

Abrechnungsprobleme bei Reisenden

Berichte, Abrechnung

Abrechnung:ReisendeDa oft keine Inkassomöglichkeit im Ausland besteht, empfiehlt es sich, sofort eine Rechnung nach GOÄ zu erstellen.

Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden und Spanien; Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn, Zypern; Bulgarien und Rumänien, außerdem Island, Liechtenstein und Norwegen, Israel, Kroatien, Marokko, Schweiz, Türkei, Tunesien): Reisende aus diesen Ländern müssen sich mit ihrer ausländischen Krankenversicherungskarte und Ausweis/Reisepass ausweisen. Der Arzt füllt dann das Formular Muster 80 (über KV zu beziehen) aus und lässt es vom Pat. unterschreiben.

Abrechnungsbeispiele

Tab. 34.10, Leichenschau Tab. 34.11.

Dokumentation

Die Dokumentation ist Teil der vollständigen Leistungserbringung.
Leistungen, die nicht dokumentiert sind, dürfen nicht Dokumentationabgerechnet werden.

Bei Patientenklagen kann dem beklagten Arzt ohne gute Dokumentation kein Anwalt helfen!

Abrechnung mit den Unfallversicherungsträgern

Allgemeine Prinzipien

Grundlage der BG-Abrechnung:UnfallversicherungsträgerAbrechnung ist das „Gebührenverzeichnis für ärztliche Leistungen“ (AnlageUnfallversicherungsträger A zum Abkommen Ärzte/Unfallversicherungsträger), sog. UV-GOÄ (Gebührenliste für die „Allg. Heilbehandlung“ und die „Bes. Heilbehandlung“ [D-Arzt] in Euro-Beträgen). Für Bescheinigungen, Berichte, Gutachten gelten bes. Regelungen. Abrechnung erfolgt auf der Rückseite des Vordrucks F 1050 („Ärztliche Unfallmeldung“, Abb. 34.4).

Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten

ArbeitsunfälleAlle durch plötzliche äußere Einwirkung erlittenen Schädigungen, die in Zusammenhang mit der bezahlten Arbeit stehenArbeitsunfall sowie dadurch verursachte Verletzungen und Erkr.

Nicht als Arbeitsunfälle gelten Krankheiten, die in der Veranlagung des Pat. liegen, auch wenn sie sich während der Arbeitszeit manifestieren, z. B. Herzinfarkt, Bandscheibenvorfall, Ischialgie, Gallenkolik.

Beispiele für Arbeitsunfälle: Der Maler, der von der Leiter fällt. Die Krankenschwester, die sich an der Kanüle sticht. Die Nachbarin, die im Rahmen der Pflegeversicherung für eine Pflegebedürftige einkauft und dabei stürzt. Der Schüler, der in der Pause beim Toben hinfällt. Der Landwirt, der sich an der Stalltür den Finger verletzt. Der Medizinstudent, der sich im Praktikum mit Hepatitis infiziert. Der Pat., der im Krankenhaus oder der Reha-Klinik aus dem Bett fällt. Der selbst zupackende Bauherr oder sein helfender Nachbar, dem ein Splitter vom Trennschleifer ins Auge fliegt. Ersthelfer bei Unfällen, Mitarbeiter in Hilfsorganisationen, freiwillige Feuerwehrleute, Blutspender, Schöffen oder Zeugen vor Gericht, denen bei ihrer Tätigkeit oder auf dem Weg etwas zustößt. Weitere Beispiele für gesetzlich Unfallversicherte: Tele- und Heimarbeiter, Ministranten, Mitglieder des Kirchenchors, ehrenamtliche Stadträte, Vorstände von (Ärzte-, Handels-)Kammern, Helfer einer organisierten Müllsammelaktion oder eines Pfarrgemeindefestes. Auch private Haushaltshilfen, Putzhilfen und Babysitter unter € 450 sind pflichtversichert, Voraussetzung ist aber, dass sie bei der Minijob-Zentrale der Bundesknappschaft angemeldet sind. Ehrenamtliche Helfer bei Sportvereinen, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden können bei ihrer Tätigkeit durch die Gemeinde- oder Landesunfallkasse versichert sein, wenn der Verein/Verband seine Helfer dort angemeldet hat.
Wegeunfälle: Gelten als Arbeitsunfälle, wenn sie sich auf dem direkten Weg von der Wohnung (jenseits von Haustür oder Gartentor) bis zur WegeunfallArbeitsstelle oder zurück ereignen.
Berufskrankheiten (BK)Von der BG anerkannte Folgen beruflicher Schädigungen (Lärm, Staub, Gase, Strahlung, Chemikalien, mech. BerufskrankheitEinwirkungen, berufl. Infektionen etc.). Beispiele: Silikose, Lärmschwerhörigkeit, Mesotheliom (Asbestose), Schweißerlunge, Bursitis bei Fliesenlegern, COPD.
Bei Verdacht auf beruflich bedingte Ursache einer solchen Erkrankung: „Ärztliche Anzeige bei Verdacht auf eine Berufskrankheit“ (30.1) (www.dguv.de/formtexte/aerzte/index.jsp), Entscheidung der BG abwarten.
KostenträgerKostenträger bei Arbeits-, Wegeunfällen und BK ist die für den Unfallbetrieb zuständige Berufsgenossenschaft. Kennt der Pat. die zuständige Berufsgenossenschaft nicht: Auf Rezepten zunächst vermutete BG Berufsgenossenschafteintragen; dann am nächsten Werktag im Personalbüro des Betriebs nachfragen.

Folgen anerkannter Berufskrankheiten und Dauerfolgen früherer Arbeitsunfälle sind wie Arbeitsunfälle versichert.

Abrechnungsprozedere mit UnfallversicherungsträgernBei Arbeits- und Wegeunfällen ist die Abrechnung mit der BG Pflicht. Zudem ist sie Unfallversicherungsträger:Abrechnungfür den niedergelassenen Arzt durch einen höheren Punktwert günstiger und erfolgt außerhalb seines Gesamtbudgets. Unterscheidung von zwei Abrechnungsfällen:
  • Allg. Heilbehandlung durch den HA von Beginn der Erkr. an: Behandelnder Arzt erstattet am Tag der ersten Inanspruchnahme durch den Unfallverletzten, spätestens am Tag darauf, dem Unfallversicherungsträger die „Ärztliche Unfallmeldung“ nach Vordruck F 1050 (Gebühr € 6,19 + Porto; Abrechnung auf der Formular-Rückseite).

  • D-Arzt-Verfahren: Überweisung (blau) zum Durchgangsarzt:

    • Wenn Unfallverletzung über den Unfalltag D-Arzt:-Verfahrenhinaus zur AU führt.

    • Wenn Behandlungsbedürftigkeit vorauss. > 1 Wo. beträgt.

    • Wenn nach Auffassung des behandelnden Arztes Verordnung von Heilmitteln erforderlich sein wird.

    • Wenn es sich um eine Wiedererkr. handelt.

  • BG-Rezepte sind für den Pat. zuzahlungsfrei, der Pat. ist für solche Unfälle nicht nur kranken-, sondern auch Rezept:BG-rentenversichert!

Der Unfallverletzte hat grundsätzlich freie Wahl unter den D-Ärzten. Isolierte Augen- und/oder HNO-Verletzungen sind unmittelbar an den entsprechenden FA zu überweisen. Für die Überweisung Verwendung des Vordrucks F 2900 (ÜV; Gebühr € 3,49); kein Porto berechenbar. Abrechnung auf dem Vordruck F 1050 (Rückseite; Beispiel Abb. 34.4); auf der Vorderseite Eintragung der Pat.- und Arztdaten (Stempel).

  • Eine Sprechstundenbedarfsregelung gibt es bei der UV-GOÄ nicht; anfallende Sachkosten (Verbandmaterial u. a.) werden durch „Bes. Kosten“ vergütet; diese sind auf der Abrechnung mit aufzuführen.

  • Informationen zum BG-Verfahren und zur BG-Abrechnung und ein Verzeichnis der Unfallversicherungsträger können bei den BG (Adressen: http://dguv.de/inhalt/BGuUK/index.jsp) angefordert werden.

  • Formulare zu beziehen bei Kepnerdruck Druckerei, Postfach 10 02 62, 75021 Eppingen, Tel. 0 72 62/9 19 00. Formular-Download im Internet: www.dguv.de.

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