© 2021 by Elsevier GmbH

Bitte nutzen Sie das untenstehende Formular um uns Kritik, Fragen oder Anregungen zukommen zu lassen.

Willkommen

Mehr Informationen

B978-3-437-24191-8.00006-6

10.1016/B978-3-437-24191-8.00006-6

978-3-437-24191-8

Normvarianten der Gelenkflächen

  • 6.1

    Glenoid30

  • 6.2

    Proximaler Humerus30

Glenoid

Das Glenoid weist eine Birnenform auf. Der Gelenkknorpel ist zentral dünner und am Rand des Glenoids dicker, wodurch er leicht konkav erscheint. In der Mitte der Gelenkfläche ist regelmäßig eine Stelle zu finden, die nur sehr dünn mit Knorpel überzogen ist und nicht als Chondromalazie fehlgedeutet werden darf.
Die GlenoidausmaßeGlenoidAusmaße variieren zwischen den Geschlechtern, aber nicht zwischen Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft.
  • Die normale GlenoidhöheGlenoidHöhe von superior nach inferior beträgt bei Frauen 32,6±1,8 mm (29,4–37,0 mm) und bei Männern 37,5±2,2 mm (30,4–42,6 mm).

  • Der a. p. DurchmesserGlenoida. p. Durchmesser beträgt bei Frauen 23±1,5 mm (19,7–26,3 mm) und bei Männern 27,8±1,6 mm (24,3–32,5 mm; Churchill et al. 2001). Eine Arbeit von Ianotti und Mitarbeitern (1999) ergab insgesamt höhere Werte, wobei angemerkt werden muss, dass nicht zwischen Frauen und Männern unterschieden wurde und dass die Leichen, von denen Präparate stammten, durchschnittlich eine größere Körpergröße aufwiesen als in der Arbeit von Churchill et al. (2001).

Die RetroversionGlenoidRetroversion des Glenoids variierte ebenfalls, diesmal jedoch zwischen Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft und nicht so sehr zwischen den Geschlechtern. Die Retroversion erreichte bei schwarzen Frauen Werte von –6 bis +6° (Durchschnitt 0,3°) und bei schwarzen Männern –8,8 bis +10,3° (Durchschnitt 0,11°). Weiße Frauen hatten eine durchschnittliche Retroversion von 2,16° (−2,6 bis +10,5°) und weiße Männer von 2,87° (−9,5 bis +10,5°).
Die InklinationGlenoidInklination des Glenoids zeigte den Messungen von Churchill et al. zufolge eine große Variabilität von –7 bis +15,8°, wobei die meisten Schultern eine Inklination zwischen 0 und 9,8° aufwiesen.
Diese Veränderungen sind nur in der Schnittbildgebung und nicht arthroskopisch darstellbar.GlenoidNormvarianten

Proximaler Humerus

Die Retrotorsion des HumeruskopfsHumeruskopfRetrotorsion beträgt nach der Arbeit von DePalma (1983) zwischen 44 und 70°. Edelson (1999) stellte fest, dass die meisten Präparate eine Retrotorsion von 25 bis 35° aufweisen.
Die Gelenkfläche des HumeruskopfsHumeruskopfGelenkfläche ist glatt und hat einen festen Knorpelüberzug. Am posterolateralen Ansatz der Rotatorenmanschette ist regelhaft eine knorpelfreie Zone zu beobachten, die sog. bare areaHumeruskopfbare area. Der Übergang in den Gelenkknorpel ist glatt und manchmal sieht man Einbuchtungen, die Gefäßen entsprechen und nicht als Hill-Sachs-Läsion fehlinterpretiert werden dürfen.Humerusproximaler

Literatur

Churchill, 2001

RS. Churchill JJ. Brems H. Kotschi Glenoid size, inclination and version: An anatomic study J Shoulder Elbow Surg 10 2001 327 332

DePalma, 1983

AF. DePalma Regional, variational and surgical anatomy Surgery of the Shoulder 3rded. 1983 JB Lippincott Philadelphia 35 64

Edelson, 1999

G. Edelson Variations in the retroversion of the humeral head J Shoulder Elbow Surg 8 1999 142 145

Iannotti, 1999

JP. Iannotti The normal glenohumeral relationships. An anatomical study of one hundred and forty shoulders J Bone Joint Surg Am 74 1999 491 500

Holen Sie sich die neue Medizinwelten-App!

Schließen