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B978-3-437-22342-6.00029-5

10.1016/B978-3-437-22342-6.00029-5

978-3-437-22342-6

Abb. 29.1

[F913–001]

a) bis e) Patientenfragebogen basierend auf dem Constant-Murley-Score nach Boehm (Boehm et al. 2004)

Neer-Score (Neer 1970) Neer-ScoreScoresNeer-Score

Tab. 29.1
Befund Punkte
1. Schmerz
kein Schmerz/ignoriert 35
leicht, gelegentlich, die Aktivität nicht beeinträchtigend 30
mild, ohne Effekt auf die alltägliche Aktivität 25
moderat, tolerabel, macht Konzessionen, benötigt nichtsteroidale Antiphlogistika 15
ausgeprägt, erhebliche Limitationen 5
absolut arbeitsunfähig 0
2. Funktion
Kraft
normal 10
gut 8
befriedigend 6
schlecht 4
„Spur“ 2
keine Kraft 0
Griffbereich/Erreichen (reaching)
auf den Kopf 2
Mund 2
Gürtelschnalle 2
gegenseitige Achsel 2
Büstenhalter-Haken 2
Stabilität
Heben 2
Werfen 2
(Schlagen) 2
Drücken 2
Überkopfhalten 2
3. Bewegungsausmaß
Flexion
180° 6
170° 5
130° 4
100° 2
80° 1
< 80° 0
Extension
45° 3
30° 2
15° 1
< 15° 0
Abduktion
180° 6
170° 5
140° 4
100° 2
80° 1
< 80° 0
Außenrotation(aus anatomischer Position mit gebeugtem Ellenbogen)
60° 5
30° 3
10° 1
< 10° 0
Innenrotation(aus anatomischer Position mit gebeugtem Ellenbogen)
90° (BWK 6) 5
70° (BWK 12) 4
50° (LWK 5) 3
30° (gluteal) 2
< 30° 0
4. Anatomie (Rotationsfehlstellung, Achsfehlstellung, Gelenkinkongruenz, retrahierte Tubercula, Implantatversagen, Myositis, Pseudarthrose, avaskuläre Nekrose)
keine 10
mild 8
moderat 4
ausgeprägt 0–2
total 100
Bewertung
exzellent > 89 Punkte
befriedigend 80–89 Punkte
unbefriedigend 70–79 Punkte
Fehlschlag < 70 Punkte

Constant-Murley-Score (Constant und Murley 1987, Constant et al. 2008) Constant-Murley-ScoreScoresConstant-Murley-Score

Tab. 29.2
Befund Punkte
Schmerz (VAS: 0 = maximaler Schmerz, 15 = kein Schmerz) 0–15
Alltagsaktivität 0–20
Arbeitsfähigkeit (VAS) 0–4
Freizeitaktivität bzw. Sportfähigkeit 0–4
Schlaf (2 = ungestört, 1 = gelegentlich gestört, 0 = jede Nacht gestört) 0–2
Bis zu welcher Höhe kann der Arm problemlos eingesetzt werden?
unterhalb der Taille (Constant et al. 2008) 0
bis zur Taille 2
bis zum Xiphoid 4
bis zum Hals 6
bis zum Scheitel 8
über den Kopf hinaus 10
Bewegungsumfang 0–40
Elevation
0–30° 0
31–60° 2
61–90° 4
91–120° 6
121–150° 8
151–180° 10
Abduktion
0–30° 0
31–60° 2
61–90° 4
91–120° 6
121–150° 8
151–180° 10
Außenrotation
Hand am Hinterkopf mit Ellenbogen nach vorne gehalten 2
Hand am Hinterkopf mit Ellenbogen nach hinten gehalten 2
Hand auf dem Kopf mit Ellenbogen nach vorne gehalten 2
Hand auf dem Kopf mit Ellenbogen nach hinten gehalten 2
volle Elevation vom Scheitel ausgehend 2
Innenrotation
Handrücken auf der Außenseite des Oberschenkels 0
Handrücken auf Gesäß 2
Handrücken auf lumbosakralem Übergang 4
Handrücken auf Taille (LWK 3) 6
Handrücken auf BWK 12 8
Handrücken zwischen den Schulterblättern (BWK 7) 10
Kraft (Kraft [kg] × 25 ÷ 12) 0–25
total max. 100

Alters- und geschlechtsnormierter Constant-Score nach ConstantConstant-Scorealtersnormiertnach ConstantConstant-Scoregeschlechtsnormiertnach Constant (Constant 1986)

Tab. 29.3
Alter (Jahre) Männer Frauen
21–30 98 97
31–40 93 90
41–50 92 80
51–60 90 73
61–70 83 70
71–80 75 69
81–90 66 64
91–100 56 52

Alters- und geschlechtsnormierter Constant-Score nach Katolik Constant-Scorealtersnormiertnach KatolikConstant-Scoregeschlechtsnormiertnach Katolik (Katolik et al. 2005)

Tab. 29.4
Alter (Jahre) Männer Frauen
18–29 95 88
30–39 95 87
40–49 96 86
50–59 94 84
60–69 92 83
> 70 88 81

Alters- und geschlechtsnormierter Constant-Score nach ThomasConstant-Scorealtersnormiertnach ThomasConstant-Scoregeschlechtsnormiertnach Thomas (Thomas et al. 2003)

Tab. 29.5
Messpunkt Deltoideusansatz Messpunkt Handgelenk
Altersgruppe (Jahre) Männer Frauen Männer Frauen
6–15 89,8 89,5 80,5 80,5
16–30 99,6 96,8 90,5 84,2
31–45 99,8 97,6 93,9 85,1
46–60 98,8 96,4 90,9 85,1
61–70 96,8 87,8 87,6 80,1
71–90 93,0 86,7 81,8 78,2

Alters- und geschlechtsnormierter Constant-Score nach GerberConstant-Scorealtersnormiertnach GerberConstant-Scoregeschlechtsnormiertnach Gerber (Yian et al. 2005)

Tab. 29.6
Alter (Jahre) Männer Frauen
21–30 94 86
31–40 94 86
41–50 93 85
51–60 91 83
61–70 90 82
71–80 86 81

Wertung des normierten Constant-Scores nach Iannotti Constant-ScoreWertungnach Iannotti(Iannotti et al. 1996)

Tab. 29.7
Wertung normiertes Score-Ergebnis (%)
exzellent 90–100
gut 80–89
befriedigend 70–79
schlecht < 70

Wertung des normierten Constant-Scores nach Boehm (Boehm 2002) Constant-ScoreWertungnach Boehm

Tab. 29.8
Wertung normiertes Score-Ergebnis (%)
ausgezeichnet 91–100
gut 81–90
befriedigend 71–80
ausreichend 61–70
schlecht < 60

Punkteverteilung für die KraftmessungConstant-Murley-ScoreKraftmessung mittels Tetrapaks

Tab. 29.9
Anzahl der Tetrapaks Punkte
0 0
1 2
2 4
3 7
4 9
5 11
6 13
7 15
8 18
9 20
10 22
11 24
12 25
> 12 25

UCLA Shoulder-Rating-SystemUCLA Shoulder-Rating-SystemScoresUCLA Shoulder-Rating-System (Amstutz et al. 1981)

Tab. 29.10
Kategorie Score Befund
Schmerz 1 konstant, unerträglich, häufig starke Medikation
2 konstant, aber erträglich, gelegentlich starke Medikation
4 kein oder geringer Ruheschmerz, Schmerz bei leichten Aktivitäten, häufig nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAR)
5 nur bei schweren oder besonderen Aktivitäten, gelegentlich NSAR
8 gelegentlich und leicht
10 kein Schmerz
Funktion 1 unfähig, den Arm zu gebrauchen
2 nur sehr leichte Aktivitäten
4 leichte Hausarbeit oder die meisten alltäglichen Aktivitäten
5 meiste Hausarbeit, Haare waschen, BH anziehen, Einkaufen, Autofahren
8 nur leichte Einschränkungen, fähig, über Schulterhöhe zu arbeiten
10 normale Aktivitäten
Muskelkraft und Beweglichkeit 1 Ankylose mit Deformität
2 Ankylose mit guter funktioneller Position
4 Muskelkraft schlecht bis ausreichend; Elevation weniger als 60°, Innenrotation weniger als 45°
5 Muskelkraft ausreichend bis gut; Elevation 90°, Innenrotation 90°
8 Muskelkraft gut oder normal; Elevation 140°, Außenrotation 20°
10 normale Muskelkraft; nahezu normale Beweglichkeit

UCLA End-Result-ScoreUCLA End-Result ScoreScoresUCLA End-Result Score

Tab. 29.11
Kategorie Score Befund
Schmerz 1 immer gegenwärtig und unerträglich; häufig starke Medikation
2 immer gegenwärtig, aber erträglich; gelegentlich starke Medikation
4 kein oder geringer Ruheschmerz, gegenwärtig während leichter Aktivitäten, häufig NSAR
6 gegenwärtig während schwerer oder bestimmter Aktivitäten; gelegentlich NSAR
8 gelegentlich und leicht
10 kein Schmerz
Funktion 1 unfähig, den Arm zu gebrauchen
2 nur leichte Aktivitäten möglich
4 fähig, leichte Hausarbeit zu verrichten oder die meisten alltäglichen Aktivitäten
6 meiste Hausarbeit, Einkaufen und Autofahren möglich, fähig, die Haare zu richten, Anziehen und Ausziehen möglich, BH schließen möglich
8 nur geringe Einschränkung; fähig, über Schulterhöhe zu arbeiten.
10 normale Aktivitäten
aktive Flexion 5 150° oder mehr
4 120–150°
3 90–120°
2 45–90°
1 30–45°
0 < 30°
Flexionskraft (manuelle Muskeltestung) 5 Grad 5 (normal)
4 Grad 4 (gut)
3 Grad 3 (ausreichend)
2 Grad 2 (schlecht)
1 Grad 1 (Muskelkontraktion)
0 Grad 0 (nichts)
Zufriedenheit des Patienten 5 zufrieden oder besser
0 nicht zufrieden und schlechter

DASH-GDASH-ScoreDASH-G (Germann et al. 2002, Offenbacher et al. 2003)

Tab. 29.12
Anleitung
Dieser Fragebogen beschäftigt sich sowohl mit Ihren Beschwerden als auch mit Ihren Fähigkeiten, bestimmte Tätigkeiten auszuführen.
Bitte beantworten Sie alle Fragen gemäß Ihrem Zustand in der vergangenen Woche, indem Sie die entsprechende Zahl ankreuzen.
Wenn Sie in der vergangenen Woche keine Gelegenheit gehabt haben, eine der unten aufgeführten Tätigkeiten durchzuführen, so wählen Sie die Antwort aus, die Ihrer Meinung nach am ehesten zutreffen würde.
Es ist nicht entscheidend, mit welchem Arm oder welcher Hand Sie diese Tätigkeiten ausüben. Antworten Sie Ihrer Fähigkeit entsprechend, ungeachtet, wie Sie die Aufgaben durchführen konnten.
Bitte schätzen Sie Ihre Fähigkeit ein, wie Sie folgende Tätigkeiten in der vergangenen Woche durchgeführt haben, indem Sie die entsprechende Zahl ankreuzen.
keine Schwierigkeiten geringe Schwierigkeiten mäßige Schwierigkeiten erhebliche Schwierigkeiten nicht möglich
1. Ein neues oder fest verschlossenes Glas öffnen 1 2 3 4 5
2. Schreiben 1 2 3 4 5
3. Einen Schlüssel umdrehen 1 2 3 4 5
4. Eine Mahlzeit zubereiten 1 2 3 4 5
5. Eine schwere Tür aufstoßen 1 2 3 4 5
6. Einen Gegenstand über Kopfhöhe auf ein Regal stellen 1 2 3 4 5
7. Schwere Hausarbeit (z. B. Wände abwaschen, Böden putzen) 1 2 3 4 5
8. Garten- oder Hofarbeit 1 2 3 4 5
9. Bettenmachen 1 2 3 4 5
10. Eine Einkaufstasche oder einen Aktenkoffer tragen 1 2 3 4 5
11. Einen schweren Gegenstand tragen (über 5 kg) 1 2 3 4 5
12. Eine Glühbirne über Ihrem Kopf auswechseln 1 2 3 4 5
13. Ihre Haare waschen oder föhnen 1 2 3 4 5
14. Ihren Rücken waschen 1 2 3 4 5
15. Einen Pullover anziehen 1 2 3 4 5
16. Ein Messer benutzen, um Lebensmittel zu schneiden 1 2 3 4 5
17. Freizeitaktivitäten, die wenig körperliche Anstrengung verlangen (Kartenspielen, Stricken etc.) 1 2 3 4 5
18. Freizeitaktivitäten, bei denen auf Ihren Arm, Schulter oder Hand Druck oder Stoß ausgeübt wird (Golf, Hämmern, Tennis etc.) 1 2 3 4 5
19. Freizeitaktivitäten, bei denen Sie Ihren Arm frei bewegen (z. B. Badminton, Frisbee) 1 2 3 4 5
20. Mit Fortbewegungsmitteln zurechtkommen (um von einem Platz zum anderen zu gelangen) 1 2 3 4 5
21. Sexuelle Aktivität 1 2 3 4 5
überhaupt nicht ein wenig mäßig ziemlich sehr
22. In welchem Ausmaß haben Ihre Schulter-, Arm- oder Handprobleme Ihre normalen sozialen Aktivitäten mit Familie, Freunden, Nachbarn oder anderen Gruppen während der vergangenen Woche beeinträchtigt? (Bitte kreuzen Sie die entsprechende Zahl an) 1 2 3 4 5
überhaupt nicht eingeschränkt ein wenig eingeschränkt mäßig eingeschränkt sehr eingeschränkt nicht möglich
23. Waren Sie in der vergangenen Woche durch Ihre Schulter-, Arm- oder Handprobleme in Ihrer Arbeit oder anderen alltäglichen Aktivitäten eingeschränkt? (Bitte kreuzen Sie die entsprechende Zahl an) 1 2 3 4 5
Bitte schätzen Sie die Schwere der folgenden Beschwerden während der letzten Woche ein. (Bitte kreuzen Sie in jeder Zeile die entsprechende Zahl an)
keine leichte mäßige starke sehr starke
24. Schmerzen in Schulter, Arm oder Hand 1 2 3 4 5
25. Schmerzen in Schulter, Arm oder Hand während der Ausführung einer bestimmten Tätigkeit 1 2 3 4 5
26. Kribbeln (Nadelstiche) in Schulter, Arm oder Hand 1 2 3 4 5
27. Schwächegefühl in Schulter, Arm oder Hand 1 2 3 4 5
28. Steifheit in Schulter, Arm oder Hand 1 2 3 4 5
keine Schwierigkeiten geringe Schwierigkeiten mäßige Schwierigkeiten erhebliche Schwierigkeiten nicht möglich
29. Wie groß waren Ihre Schlafstörungen in der letzten Woche aufgrund von Schmerzen im Schulter-, Arm- oder Handbereich? (Bitte kreuzen Sie die entsprechende Zahl an) 1 2 3 4 5
trifft überhaupt nicht zu trifft nicht zu weder Zustimmung noch Ablehnung trifft zu trifft sehr zu
30. Aufgrund meiner Probleme im Schulter-, Arm- oder Handbereich empfinde ich meine Fähigkeiten als eingeschränkt, ich habe weniger Selbstvertrauen oder ich fühle, dass ich mich weniger nützlich machen kann. (Bitte kreuzen Sie die entsprechende Zahl an) 1 2 3 4 5

Arbeits- und Berufsmodul DASH-ScoreArbeitsmodulDASH-ScoreBerufsmodul(Germann et al. 2002)

Tab. 29.13
Die folgenden Fragen beziehen sich auf den Einfluss Ihres Schulter-, Arm- oder Handproblems auf Ihre Arbeit (inkl. Haushaltsführung, falls dies Ihre Hauptbeschäftigung ist).
□ Ich bin nicht berufstätig (Sie können diesen Bereich auslassen)
Bitte kreuzen Sie die Zahl an, die Ihre körperlichen Fähigkeiten in der vergangenen Woche am besten beschreibt. Hatten Sie irgendwelche Schwierigkeiten:
keine Schwierigkeiten geringe Schwierigkeiten mäßige Schwierigkeiten erhebliche Schwierigkeiten nicht möglich
1. In der üblichen Art und Weise zu arbeiten? 1 2 3 4 5
2. Aufgrund der Schmerzen in Schulter, Arm oder Hand Ihre übliche Arbeit zu erledigen? 1 2 3 4 5
3. So gut zu arbeiten, wie Sie es möchten? 1 2 3 4 5
4. Die bisher gewohnte Zeit mit Ihrer Arbeit zu verbringen? 1 2 3 4 5

Sport- und MusikmodulDASH-ScoreMusikmodulDASH-ScoreSportmodul (optional; Germann et al. 2002)

Tab. 29.14
Die folgenden Fragen beziehen sich auf den Einfluss Ihres Schulter-, Arm- oder Handproblems auf das Spielen Ihres Instrumentes oder auf das Ausüben Ihres Sports oder beides.
Wenn Sie mehr als ein Instrument spielen oder mehr als eine Sportart ausüben (oder beides), so beantworten Sie bitte die Fragen in Bezug auf das Instrument oder die Sportart, die für Sie am wichtigsten ist.
Bitte geben Sie das Instrument bzw. diese Sportart hier an:
□ Ich treibe keinen Sport oder spiele kein Instrument (Sie können diesen Bereich auslassen).
Bitte kreuzen Sie die Zahl an, die Ihre körperlichen Fähigkeiten in der vergangenen Woche am besten beschreibt.
Hatten Sie irgendwelche Schwierigkeiten:
Schwierigkeit keine Schwierigkeiten geringe Schwierigkeiten mäßige Schwierigkeiten erhebliche Schwierigkeiten nicht möglich
1. In der üblichen Art und Weise Ihr Musikinstrument zu spielen oder Sport zu treiben? 1 2 3 4 5
2. Aufgrund der Schmerzen in Schulter, Arm oder Hand Ihr Musikinstrument zu spielen oder Sport zu treiben? 1 2 3 4 5
3. So gut Ihr Musikinstrument zu spielen oder Sport zu treiben, wie Sie es möchten? 1 2 3 4 5
4. Die bisher gewohnte Zeit mit dem Spielen Ihres Musikinstrumentes oder mit Sporttreiben zu verbringen? 1 2 3 4 5

Quick-DASH-FragebogenDASH-ScoreQuick-DASH-FragebogenQuick-DASH-Fragebogen, deutsche Version (Germann et al. 2002)

Tab. 29.15
Anleitung
Dieser Fragebogen beschäftigt sich sowohl mit Ihren Beschwerden als auch mit Ihren Fähigkeiten, bestimmte Tätigkeiten auszuführen.
Bitte beantworten Sie alle Fragen gemäß Ihrem Zustand in der vergangenen Woche, indem Sie die entsprechende Zahl ankreuzen.
Wenn Sie in der vergangenen Woche keine Gelegenheit gehabt haben, eine der unten aufgeführten Tätigkeiten durchzuführen, so wählen Sie die Antwort aus, die Ihrer Meinung nach am ehesten zutreffen würde.
Es ist nicht entscheidend, mit welchem Arm oder welcher Hand Sie diese Tätigkeiten ausüben. Antworten Sie Ihrer Fähigkeit entsprechend, ungeachtet, wie Sie die Aufgaben durchführen konnten.
Bitte schätzen Sie Ihre Fähigkeit ein, wie Sie folgende Tätigkeiten in der vergangenen Woche durchgeführt haben, indem Sie die entsprechende Zahl ankreuzen.
keine Schwierigkeiten geringe Schwierigkeiten mäßige Schwierigkeiten erhebliche Schwierigkeiten nicht möglich
1. Ein neues oder fest verschlossenes Glas öffnen 1 2 3 4 5
2. Schwere Hausarbeit (z. B. Wände abwaschen, Boden putzen) 1 2 3 4 5
3. Eine Einkaufstasche oder einen Aktenkoffer tragen 1 2 3 4 5
4. Ihren Rücken waschen 1 2 3 4 5
5. Ein Messer benutzen, um Lebensmittel zu schneiden 1 2 3 4 5
6. Freizeitaktivitäten, bei denen auf Ihren Arm, Schulter oder Hand Druck oder Stoß ausgeübt wird (z. B. Golf, Hämmern, Tennis) 1 2 3 4 5
überhaupt nicht ein wenig mäßig ziemlich sehr
7. In welchem Ausmaß haben Ihre Schulter-, Arm- oder Handprobleme Ihre normalen sozialen Aktivitäten mit Familie, Freunden, Nachbarn oder anderen Gruppen während der vergangenen Woche beeinträchtigt? (Bitte kreuzen Sie die entsprechende Zahl an) 1 2 3 4 5
überhaupt nicht eingeschränkt ein wenig eingeschränkt mäßig eingeschränkt sehr eingeschränkt nicht möglich
8. Waren Sie in der vergangenen Woche durch Ihre Schulter-, Arm- oder Handprobleme in Ihrer Arbeit oder anderen Aktivitäten eingeschränkt? (Bitte kreuzen Sie die entsprechende Zahl an) 1 2 3 4 5
Bitte schätzen Sie die Schwere der folgenden Beschwerden während der letzten Woche ein. (Bitte kreuzen Sie in jeder Zeile die entsprechende Zahl an)
keine leichte mäßige starke sehr starke
9. Schmerzen in Schulter, Arm oder Hand 1 2 3 4 5
10. Kribbeln (Nadelstiche) in Schulter, Arm oder Hand 1 2 3 4 5
keine Schwierigkeiten geringe Schwierigkeiten mäßige Schwierigkeiten erhebliche Schwierigkeiten nicht möglich
11. Wie groß waren Ihre Schlafstörungen in der letzten Woche aufgrund von Schmerzen in Schulter-, Arm- oder Handbereich? (Bitte kreuzen Sie die entsprechende Zahl an) 1 2 3 4 5

Patientenfragebogen ASES-ScoreASES-ScoreScoresASES-Score (Goldhahn et al. 2008)

[F742–003]

Tab. 29.16
Selbstbeurteilung Ihrer Schulterbeschwerden (Zutreffendes bitte einkreisen)
Haben Sie Schmerzen in der Schulter ja nein
Bitte markieren Sie auf der Zeichnung des Oberkörpers, wo Sie Schmerzen haben.
Haben Sie nachts Schmerzen in der Schulter? ja nein
Nehmen Sie Medikamente gegen die Schmerzen ein (Aspirin, Paracetamol etc.)? ja nein
Nehmen Sie Schmerzmittel aus der Klasse der Betäubungsmittel ein (Tramadol, Morphium o. Ä.)? ja nein
Wie viele Schmerztabletten nehmen Sie (durchschnittlich) pro Tag ein? ____ Tabletten
Bitte geben Sie an, wie stark Ihre Schmerzen heute sind(keinerlei Schmerzen) 0 –––––––––––––––––––––––––––––––– 10 (schlimmste Schmerzen)
Fühlt sich Ihre Schulter instabil an? (als ob sie auskugeln würde) ja nein
Wie instabil ist Ihre Schulter?(sehr stabil) 0 –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 10 (sehr instabil)
Kreisen Sie bitte die Ziffern ein, die Ihre Fähigkeit, die folgenden Tätigkeiten auszuüben, am besten beschreibt:0 = nicht möglich; 1 = große Schwierigkeiten; 2 = einige Schwierigkeiten; 3 = keine Schwierigkeiten
Aktivität rechter Arm linker Arm
1. Einen Mantel anziehen 0 1 2 3 0 1 2 3
2. Auf der schmerzenden oder betroffenen Seite schlafen 0 1 2 3 0 1 2 3
3. Den Rücken waschen/den BH auf dem Rücken schließen 0 1 2 3 0 1 2 3
4. Toilettenpapier benutzen 0 1 2 3 0 1 2 3
5. Ihre Haare kämmen 0 1 2 3 0 1 2 3
6. Ein hohes Gestell erreichen 0 1 2 3 0 1 2 3
7. 5 kg über Schulterhöhe heben 0 1 2 3 0 1 2 3
8. Einen Ball über Kopf werfen 0 1 2 3 0 1 2 3
9. Gewohnte Arbeiten tun – nämlich: ________________________ 0 1 2 3 0 1 2 3
10. Gewohnten Sport treiben – nämlich: _____________________ 0 1 2 3 0 1 2 3

German Shoulder Pain and Disability Index Shoulder Pain and Disability IndexScoresShoulder Pain and Disability Index (G-SPADI; Angst et al. 2007)

Tab. 29.17
Schmerzen
Wie stark sind Ihre Schmerzen?
keine ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– schlimmste Schmerzen
Wie stark sind Ihre Schmerzen, wenn sie am stärksten sind?
keine ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– schlimmste Schmerzen
Wie stark sind Ihre Schmerzen, wenn Sie auf der betroffenen Seite liegen?
keine ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– schlimmste Schmerzen
Wie stark sind Ihre Schmerzen, wenn Sie nach etwas auf einem hohen Gestell greifen?
keine ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– schlimmste Schmerzen
Wie stark sind Ihre Schmerzen, wenn Sie Ihren Nacken berühren?
keine ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– schlimmste Schmerzen
Wie stark sind Ihre Schmerzen, wenn Sie mit dem betroffenen Arm etwas stoßen/gegen etwas drücken?
keine ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– schlimmste Schmerzen
Behinderung
Wie viele Schwierigkeiten haben Sie, wenn Sie sich die Haare waschen?
keine ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Aktivität nicht möglich
Wie viele Schwierigkeiten haben Sie, wenn Sie sich am Rücken waschen?
keine ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Aktivität nicht möglich
Wie viele Schwierigkeiten haben Sie, wenn Sie ein Unterhemd oder einen Pullover anziehen?
keine ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Aktivität nicht möglich
Wie viele Schwierigkeiten haben Sie, wenn Sie sich ein Hemd oder eine Bluse anziehen, die vorne zugeknöpft wird?
–––keine –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Aktivität nicht möglich
Wie viele Schwierigkeiten haben Sie, wenn Sie Ihre Hosen anziehen?
keine ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Aktivität nicht möglich
Wie viele Schwierigkeiten haben Sie, wenn Sie einen Gegenstand auf ein hohes Gestell legen?
keine ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Aktivität nicht möglich
Wie viele Schwierigkeiten haben Sie, wenn Sie einen Gegenstand von etwa 5 kg tragen?
keine ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Aktivität nicht möglich
Wie viele Schwierigkeiten haben Sie, wenn Sie etwas aus Ihrer hinteren (Hosen-)Tasche nehmen?
keine ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Aktivität nicht möglich

Simple-Shoulder-Test Simple Shoulder TestScoresSimple Shoulder Test

Tab. 29.18
Name:
Vorname:
Geburtsdatum:
Untersuchungsdatum:
Dominante Seite:
Betroffene Seite:
ja nein
1. Ist der betroffene Arm in Ruhe schmerzfrei?
2. Können Sie vonseiten der Schulter problemlos schlafen?
3. Können Sie mit dem betroffenen Arm Ihr Hemd auf dem Rücken in die Hose stecken?
4. Können Sie Ihre Hände mit zur Seite gestreckten Ellenbogen auf den Hinterkopf legen?
5. Können Sie den gestreckten Arm nach vorne auf Schulterhöhe heben?
6. Können Sie mit gestrecktem Arm 500 g (z. B. zwei Stück Butter) auf Schulterhöhe heben?
7. Können Sie mit gestrecktem Arm 4 kg (z. B. vier 1-l-Milchpackungen) auf Scheitelhöhe heben?
8. Können Sie seitlich am Körper mit dem betroffenen Arm 10 kg (z. B. zehn 1-l-Milchpackungen) tragen?
9. Glauben Sie, dass Sie einen Tennisball mit dem betroffenen Arm seitlich vom Körper 10 m weit werfen können?
10. Glauben Sie, dass Sie einen Tennisball mit dem betroffenen Arm über dem Kopf 20 m weit werfen können?
11. Können Sie mit dem betroffenen Arm die Rückseite der Gegenschulter waschen?
12. Sind Sie vonseiten der Schulter her im erlernten Beruf voll arbeitsfähig?

Deutsche Version des OSS ScoresOxford Shoulder ScoreOxford Shoulder Score(Huber et al. 2004)

Tab. 29.19
Zu beachten: Alle Fragen beziehen sich auf die letzten vier Wochen!
1. Wie würden Sie den schlimmsten Schmerz in Ihrer Schulter beschreiben? kein leicht mäßig stark untragbar
2. Gab es wegen Ihrer Schulter Probleme beim Anziehen? keine leichte Schwierigkeiten mäßige Schwierigkeiten extreme Schwierigkeiten unmöglich
3. Hatten Sie aufgrund Ihrer Schulter Schwierigkeiten, in Auto ein- oder auszusteigen oder öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen? (Je nachdem, welches Transportmittel Sie benützen) keine sehr leichte Schwierigkeiten mäßige Schwierigkeiten extreme Schwierigkeiten unmöglich
ja, leicht mit leichten Schwierigkeiten mit mäßigen Schwierigkeiten mit extremen Schwierigkeiten unmöglich
4. Konnten Sie Messer und Gabel gleichzeitig verwenden?
5. Konnten Sie Ihre Haushaltseinkäufe selbstständig erledigen?
6. Konnten Sie ein Tablett mit einem Teller Essen durchs Zimmer tragen?
7. Konnten Sie Ihr Haar mit dem betroffenen Arm kämmen?
8. Wie würden Sie den Schmerz beschreiben, den Sie gewöhnlich in Ihrer Schulter hatten? keiner sehr leicht leicht mäßig stark
ja, leicht mit leichten Schwierigkeiten mit mäßigen Schwierigkeiten mit extremen Schwierigkeiten unmöglich
9. Konnten Sie Ihre Kleider mit Ihrem betroffenen Arm in einer Garderobe aufhängen?
10. Konnten Sie sich selbst unter beiden Armen waschen und abtrocknen?
11. Wie sehr hat Ihr Schulterschmerz Ihre tägliche Arbeit behindert? (Hausarbeit mit eingeschlossen) gar nicht ein wenig mäßig stark extrem
12. Wurden Sie nachts im Bett von Schmerzen in der Schulter geplagt? nie nur 1 oder 2 Nächte einige Nächte die meisten Nächte jede Nacht

Oxford Shoulder Instability ScoreOxford Shoulder Instability Score

Tab. 29.20
1. Während der letzten 6 Monate … wie oft ist Ihre Schulter aus dem Gelenk herausgerutscht (oder luxiert)? gar nicht in sechs Monaten ein- oder zweimal in sechs Monaten ein- oder zweimal pro Monat ein- oder zweimal pro Woche häufiger als ein- oder zweimal pro Woche
2. Während der letzten drei Monate … hatten Sie Schwierigkeiten (oder Sorge) beim Anziehen eines T-Shirts oder Pullovers wegen Ihrer Schulter? keine Schwierigkeit/keine Sorgen leichte Schwierigkeit oder Sorge mäßige Schwierigkeit oder Sorge extreme Schwierigkeit unmöglich
3. Während der letzten drei Monate … wie würden Sie den schlimmsten Schmerz in Ihrer Schulter beschreiben? kein leichter Schmerz mäßig stark untragbar
4. Während der letzten drei Monate … wie sehr hat Ihr Schulterproblem Ihre gewohnte Arbeit beeinträchtigt? (inkl. Schul-, Studien- oder Hausarbeit) gar nicht etwas mäßig sehr ganz
5. Während der letzten drei Monate … haben Sie Aktivitäten vermieden in Sorge um Ihre Schulter, aus Angst, dass sie aus dem Gelenk herausrutschen könnte? nein, gar nicht sehr selten einige Tage die meisten Tage oder mehr als eine Aktivität täglich oder die meisten Aktivitäten
6. Während der letzten drei Monate … hat Ihr Schulterproblem Sie davon abgehalten, Dinge zu tun, die wichtig für Sie sind? nein, gar nicht sehr selten einige Tage die meisten Tage oder mehr als eine Aktivität täglich oder die meisten Aktivitäten
7. Während der letzten drei Monate … wie sehr hat Ihr Schulterproblem Sie in Ihrem Sozialleben beeinträchtigt? (inkl. sexueller Aktivität – wenn zutreffend) gar nicht gelegentlich einige Tage die meisten Tage täglich
8. Während der letzten vier Wochen … wie sehr hat Ihr Schulterproblem Sie beim Sport oder Ihren Hobbys beeinträchtigt? gar nicht etwas/gelegentlich einige Zeit die meiste Zeit die ganze Zeit
9. Während der letzten vier Wochen … wie häufig hat Sie Ihre Schulter beunruhigt – wie häufig haben Sie über sie nachgedacht? nie, nur auf Nachfrage gelegentlich einige Tage die meisten Tage täglich
10. Während der letzten vier Wochen … wie häufig hat Ihr Schulterproblem Sie bei Ihrer Fähigkeit oder Ihrem Vorhaben, ein schweres Objekt anzuheben, beeinträchtigt? gar nicht gelegentlich einige Tage die meisten Tage täglich
11. Während der letzten vier Wochen … wie würden Sie den Schmerz beschreiben, den Sie gewöhnlich in Ihrer Schulter hatten? keiner sehr leichter leichter mäßiger starker
12. Während der letzten vier Wochen … haben Sie wegen Ihrer Schulter nachts vermieden, in bestimmten Positionen zu liegen? keine Nacht nur ein oder zwei Nächte einige Nächte die meisten Nächte jede Nacht

Rowe Shoulder EvaluationRowe-ScoreScoresRowe-Score (Rating) Form (Rowe 1988)

Tab. 29.21
I. Schmerz 1. keiner 15
2. leicht bei Aktivität 12
3. zunehmende Schmerzen bei Aktivitäten 6
4. mäßiger/starker Schmerz bei Aktivität 3
5. starker Schmerz, medikamentenpflichtig 0
II. Stabilität 1. normal, Schulter stabil und belastbar in allen Positionen 25
2. geringes Apprehension bei normalem Gebrauch des Arms, keine Subluxation oder Luxation 20
3. vermeidet Elevation und Außenrotation, selten Subluxation 10
4. rezidivierende Subluxationen (Dead-Arm-Syndrom), positiver Apprehension-Test oder rezidivierende Luxation 5
5. rezidivierende Luxation 0
III. Funktion 1. normale Funktion, alle Alltagsaktivitäten möglich; führt alle Arbeiten, Sport/Freizeitaktivitäten wie vor der Verletzung durch, Heben von > 10 kg (30 lbs), Schwimmen, Tennis, Wurf-, Kampfsport 25
2. leichte Einschränkung bei Sport und Arbeit, kann werfen, aber eingeschränkt bei Baseball, belastbar beim Tennis, Football, Schwimmen, Gewichtheben (5–10 kg) und Kampfsport, uneingeschränkte Körperpflege 20
3. mäßige Einschränkung bei Überkopfarbeit und Heben von Gewichten (5 kg) und beim Sport. Unfähig, zu werfen oder beim Tennis aufzuschlagen, Kraulschwimmen, Schwierigkeiten bei der Körperpflege (perineale Pflege, Erreichen der Gesäßtasche, Haare kämmen, Erreichen des Rückens), zeitweise Hilfe notwendig. 10
4. starke Einschränkungen, unfähig, gewöhnliche Arbeiten oder Heben von Gewicht auszuführen, kein Sport, sitzender Beruf, unfähig, Körperpflege ohne Hilfe durchzuführen, kann selbstständig essen und Haare kämmen 5
5. komplette Behinderung der Extremität 0
IV. Beweglichkeit Abduktion und Flexion
151–170° 15
120–150° 12
91–119° 10
61–90° 7
31–61° 5
< 30° 0
Innenrotation
Daumen bis Skapula 5
Daumen bis Sakrum 3
Daumen bis Trochanter 2
weniger als Trochanter 0
Außenrotation(mit seitlich angelegtem Arm)
> 80° 5
60–79° 3
30–59° 1
< 30° 0
V. Kraft im Vergleich zur Gegenseite (spezifiziere die Methode = manuell, Federmanometer, Cybex)
normal 10
gut 6
ausreichend 4
schlecht 0
total 100

Walch-Duplay-ScoreWalch-Duplay-ScoreScoresWalch-Duplay-Score

Tab. 29.22
1. praktiziertes Sportniveau (Zutreffendes einkreisen) Wettkampf C
Freizeit L
keine sportliche Aktivität N
2. Sportart (Zutreffendes einkreisen) kein Sport 0
keine Risikosportart (Leichtathletik, Rudern, Schwimmen, Brustschwimmen, Tauchen, Gymnastik, Skilanglauf, Schießen, Segeln) 1
Kontaktsport (Kampfsport, Radsport, Motorradsport, Klettern, Fußball, Rugby, Wasserski, Abfahrtsski, Fallschirmspringen, Reiten) 2
mit Ausholbewegung des Arms (Klettern, Gewichtheben, Kugelstoßen, Kraulschwimmen, Delphin-Schwimmen, Stabhochspringen, Eiskunstlauf, Kanufahren, Golf, Hockey, Tennis, Baseball) 3
Hochrisikosportart (Basketball, Handball, Volleyball, Drachenfliegen, Kajakfahren, Wasserball) 4
3. Bewegungsausmaß (Angabe in Grad) Abduktion
Flexion
Außenrotation
Innenrotation
Außenrotation bei 90° Abduktion
Punktewertung (Zutreffendes einkreisen)
A. alltägliche Aktivität Rückkehr zum gleichen Sportniveau der gleichen Sportart/keine Beschwerden + 25
niedrigeres Niveau der gleichen Sportart/leichte Beschwerden bei kraftvollen Bewegungen + 15
Wechsel der Sportart/leichte Beschwerden bei einfachen Bewegungen + 10
niedrigeres Niveau und Wechsel der Sportart oder kein Sport mehr/starke Beschwerden 0
B. Stabilität kein Apprehension + 25
persistierende Apprehension + 15
Instabilitätsgefühl 0
echte Rezidivluxationen − 25
C. Schmerz kein Schmerz oder Schmerz bei klimatischen Veränderungen + 25
Schmerz bei kraftvollen Bewegungen oder bei Ermüdung + 15
Schmerz im alltäglichen Leben 0
D. Mobilität reine Frontalabduktion gegen eine Wand: symmetrischLimitation der Innenrotation um weniger als 3 WirbelkörperAußenrotation bei 90° Abduktion limitiert bis weniger als 10 % der Gegenseite + 25
reine Frontalabduktion gegen eine Wand < 150°Innenrotation limitiert bis weniger als drei WirbelkörperAußenrotation limitiert bis weniger als 30 % der Gegenseite + 15
reine Frontalabduktion gegen eine Wand < 120°Innenrotation limitiert bis weniger als 6 WirbelkörperAußenrotation limitiert bis weniger als 50° der Gegenseite + 5
reine Frontalabduktion gegen eine Wand < 90°Innenrotation limitiert bis mehr als 6 WirbelkörperAußenrotation limitiert bis mehr als 50 % der Gegenseite 0
Total (/100) A + B + C + D max. 100

Melbourne Instability Shoulder Score (MISS) – FragebogenMelbourne Instability Shoulder ScoreScoresMelbourne Instability Shoulder Score

Tab. 29.23
Name:
Vorname:
Geburtsdatum:
Untersuchungsdatum:
Dominante Seite (bitte ankreuzen):□ rechts□ links
Welche Schulter ist/war die betroffene Seite (bitte ankreuzen)?
□ rechts□ links□ beide
Wenn beide Schultern betroffen sind, vervielfältigen Sie den Fragebogen und füllen Sie jeweils einen für die jeweilige Seite aus. Geben Sie hier bitte die entsprechende Seite an:
□ rechts□ links
Wann haben sich die Symptome in Ihrer Schulter entwickelt?
Datum (ungefähr) ___________________________________
Wie haben sich diese Symptome entwickelt?
(Geben Sie bitte eine kurze Beschreibung; z. B. Unfall, Sportverletzung, Überbeanspruchung, und schätzen Sie in etwa das Ausmaß der einwirkenden Kraft, die zum erstmaligen Ereignis führte und auch zu allen nachfolgenden Ereignissen führte).
_________________________________________________________________
Welche Behandlungen hatten Sie bis heute?
(Bitte ankreuzen und ausführen)Keine □ Pause □
Medikamente (welcher Typ?) _______________
über welchen Zeitraum? ________________
Injektionen (wie viele?) ___________________
Physiotherapie (ungefähre Anzahl der Einheiten): _________________________________
Name des Physiotherapeuten: _________________________________________________
Operation: _________________________________________________________________
Andere Behandlungen (bitte detaillieren):
__________________________________________________________________________
Alle folgenden Fragen beziehen sich darauf, wie Ihre Schulter jetzt ist. Falls es irgendeine Verschlechterung in Ihrer Schulter während des letzten Jahres gab, bitte machen Sie hier kurze Angaben.
Sektion A: SchmerzBitte markieren Sie Ihre Schmerzstärke als Punkt auf dieser Linie und schreiben Sie etwaige Kommentare neben die Skala
1. Gibt es irgendeine Aktivität, die Schmerzen in Ihrer Schulter verursacht? □ Ja
□ Nein
2. Wie schlimm ist Ihr Schulterschmerz während der Aktivität, die Probleme bei Ihrer Schulter verursacht? kein Schmerz maximaler Schmerz
–––––––––––––––––––––––––––––––––
3. Wie schlimm ist Ihr Schulterschmerz in Ruhe während des Tages? kein Schmerz maximaler Schmerz
–––––––––––––––––––––––––––––––––––
4. Wie schlimm ist Ihr Schulterschmerz in der Nacht? kein Schmerz maximaler Schmerz
–––––––––––––––––––––––––––––––––––
Sektion B: Instabilität (bitte kreuzen Sie bei jeder Frage an)
1. Wie häufig im Durchschnitt fühlen Sie, dass Ihre Schulter herausgleitet oder instabil wird? mehr als einmal am Tag□
ungefähr einmal am Tag□
ungefähr einmal pro Woche□
ungefähr einmal pro Monat□
weniger als einmal pro Monat□
niemals□
2. Wie häufig gleitet Ihre Schulter tatsächlich aus dem Gelenk? mehr als einmal am Tag□
ungefähr einmal am Tag□
ungefähr einmal pro Woche□
ungefähr einmal pro Monat□
weniger als einmal pro Monat□
niemals□
3. Fühlen Sie sich noch immer ängstlich, dass Ihre Schulter tatsächlich aus dem Gelenk gleitet, wenn Sie Sport machen? (Bitte nur ein Kästchen ankreuzen) □ Ja (Ich fühle mich ängstlich, dass meine Schulter aus dem Gelenk gleitet, wenn ich irgendeine Sportart mache)
□ Nein (Ich fühle mich nicht ängstlich, dass meine Schulter aus dem Gelenk gleitet)
□ Ich mache keinen Sport wegen meiner Schulter.
□ Ich mache aus anderen Gründen keinen Sport.
□ Ich kann nur abgeändert Sport machen, da sich meine Schulter instabil anfühlt.
4. Fühlen Sie sich noch immer ängstlich, dass Ihre Schulter tatsächlich bei Alltagsaktivitäten aus dem Gelenk gleitet? (z. B. persönliche oder Haushaltstätigkeiten, Anziehen, Waschen und Autofahren) □ Ja
□ Nein
5. Gibt es tägliche persönliche oder Haushaltstätigkeiten (wie Anziehen, Waschen und Autofahren) die Sie tatsächlich vermeiden, weil Sie Angst vor Dislokation haben oder weil Sie ein Gefühl der Instabilität in der Schulter haben? □ Ja
□ Nein
Sektion C: Funktion
Haben Sie Angst davor, dass Ihnen Ihre Schulter Schmerzen bereitet oder nicht richtig im Gelenk sitzt, wenn Sie die folgenden Dinge tun?
(Wenn es Ihnen nicht möglich ist, eine dieser Aktivitäten wegen Ihres Schulterproblems auszuführen, markieren Sie das „nicht möglich“-Kästchen)
immer meistens manchmal selten niemals nicht möglich
1. Einen Ball werfen?
2. Hochfassen und hinter Ihren Kopf greifen?
3. Hochfassen und hinter Ihren Rücken greifen?
4. Nachts im Bett?
5. Beim Anziehen oder Ausziehen eines Pullovers?
6. Ein Gewicht (≈ 5 kg) über Schulterhöhe heben?
7. Liegestützen oder Bankdrücken?
8. Schwere Gegenstände an der Seite tragen?
Sektion D: berufliche und sportliche Aktivitäten
immer meistens manchmal selten niemals nicht möglich
1. Wird Ihre Schulter müde, wenn Sie für mehr als ein paar Minuten schreiben?
2. Wird Ihre Schulter müde, wenn Sie auf oder über Schulterhöhe arbeiten?
3. Haben Sie Probleme mit plötzlichen oder unbedachten Bewegungen?
4. Können Sie in Ihrem Beruf alle Aufgaben trotz Ihrer Schulter erfüllen (inkl. Studien-/Haushaltspflichten)? (Falls Sie arbeitslos sind, bitte Antworten Sie für Ihre früheren beruflichen Aufgaben)
5. Können Sie Sport auf Ihrem üblichen Niveau trotz Ihrer Schulter ausüben?
Sektion E
Beschreiben diese Fragen adäquat die Probleme die Sie mit Ihrer Schulter haben, oder gibt es andere Probleme, die Sie erleben?
Sektion F
Insgesamt, welchen Prozentwert würden Sie Ihrer Schulter geben, verglichen mit dem, was Sie für eine „normale“ Schulter halten?

Die visuellen Analogskalen entsprechen im Original einer Länge von 10 cm

Melbourne Instability Shoulder Score – Scoring-System des MISS-Fragebogens

Tab. 29.24
Sektion A: Schmerz (maximaler Score: 15)
Frage 1 – kein Score
Frage 2, 3, 4: Jede Linie kann einen maximalen Score von 5 erreichen. 5 wird für „keinen Schmerz“ und 0 für den maximal möglichen Schmerz vergeben. Die Linie ist 10 cm lang, sodass jeweils 5 Punkte erzielt werden können.
1 cm = 0,5, man nimmt den Zentimeter, der am nächsten zu der vom Patienten gesetzten Markierung liegt.
Sektion B: Instabilität (maximaler Score: 33)
Frage 1:
mehr als einmal am Tag [0]
ungefähr einmal am Tag [1]
ungefähr einmal pro Woche [2]
ungefähr einmal pro Monat [3]
weniger als einmal pro Monat [4]
niemals [5]
Frage 2:
mehr als einmal am Tag [0]
ungefähr einmal am Tag [1]
ungefähr einmal pro Woche [2]
ungefähr einmal pro Monat [3]
weniger als einmal pro Monat [4]
niemals [5]
Frage 3:
Ja (ich fühle mich ängstlich, dass die Schulter beim Sport aus dem Gelenk gleitet) [0]
Nein (ich fühle mich nicht ängstlich, dass meine Schulter aus dem Gelenk gleitet) [10]
Ich mache keinen Sport wegen meiner Schulter [0]
Ich mache aus anderen Gründen keinen Sport [10]
Ich kann nur abgeändert Sport machen, da sich meine Schulter instabil anfühlt [5]
Frage 4: Ja [0] Nein [8]
Frage 5: Ja [0] Nein [5]
Sektion C: Funktion (maximaler Score 33)
Vorbemerkung: Für Patienten, deren nichtdominanter Arm betroffen ist: für die Antwort „nicht zutreffend“, weil sie z. B. mit dem nichtdominanten Arm keinen Ball werfen, sollte ein maximaler Score von 4 vergeben werden.
immer meistens manchmal selten niemals nicht möglich
Frage 1 0 1 2 3 4 0
Frage 2 0 1 2 3 4 0
Frage 3 0 1 2 3 4 0
Frage 4 0 1 2 3 4 0
Frage 5 0 1 2 3 4 0
Frage 6 0 1 2 3 4 0
Frage 7 0 1 2 3 4 0
Frage 8 0 1 2 3 4 0
Sektion D: Berufliche und Sportliche Anforderungen (maximaler Score 20)
Vorbemerkung: Für Patienten, deren nichtdominanter Arm betroffen ist: für die Antwort „nicht zutreffend“, weil sie z. B. diesen Arm nicht zum Schreiben verwenden, sollte ein maximaler Score von 4 vergeben werden.
immer meistens manchmal selten niemals nicht möglich
Frage 1 0 1 2 3 4 0
Frage 2 0 1 2 3 4 0
Frage 3 0 1 2 3 4 0
Frage 4 4 3 2 1 0
Frage 5 4 3 2 1 0
Gesamt-Score = 100

Instability Severity Index Score (ISIS) Instability Severity Index ScoreScoresInstability Severity Index Score

Tab. 29.25
Prognosefaktor Punkte
Fragebogen
Alter bei Operation ≤ 20 Jahre 2
> 20 Jahre 0
sportliche Aktivität präoperativ Wettkampf 2
Freizeitsport/kein Sport 0
Sportart Kontaktsport oder forcierte Abduktion/Außenrotation 1
andere 0
Klinische Untersuchung
Schulterhyperlaxität Hyperlaxität 1
normale Laxität 0
a. p. Röntgen-Aufnahme
Hill-Sachs-Läsion in Außenrotation 2
nicht sichtbar in Außenrotation 0
Konturverlust des Glenoids Konturverlust 2
keine Läsion 0
total 10

Western Ontario Shoulder Instability IndexWestern Ontario Shoulder ToolsInstability IndexScoresWestern Ontario Shoulder Instability Index (WOSI). (Hofstaetter, Hanslik-Schnabel et al. 2010)

Tab. 29.26
I. Teil: körperliche Beschwerden
Die folgenden Fragen betreffen die Beschwerden, die Sie aufgrund Ihrer Schulterproblematik haben. Bitte tragen Sie bei jeder Frage jenen Schweregrad Ihrer Beschwerden ein, den Sie in den letzten Wochen verspürt haben, indem Sie auf der horizontalen Linie ein „X“ eintragen.
1. Wie stark ist der Schulterschmerz in Ihrer betroffenen Schulter bei Aktivitäten über dem Kopf?
Keine Schmerzen I–––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schmerzen
2. Wie viel stechende und/oder pochende Schmerzen verspüren Sie in der betroffenen Schulter?
Kein Stechen/Pochen I–––––––––––––––––––––––––––––––––I Extremes Stechen/Pochen
3. Wie groß empfinden Sie die Schwäche oder den Mangel an Kraft in Ihrer betroffenen Schulter?
Keine Schwäche I–––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schwäche
4. Wie stark empfinden Sie die Ermüdung oder den Mangel an Ausdauer in Ihrer betroffenen Schulter?
Keine Ermüdung I–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Ermüdung
5. Wie stark klickt, schnappt oder knackt es in Ihrer betroffenen Schulter
Gar nicht I––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extrem
6. Wie steif empfinden Sie Ihre Schulter?
Nicht steif I––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extrem steif
7. Wie stark sind die Beschwerden im Bereich der Nackenmuskulatur aufgrund Ihrer Schulterproblematik?
Keine Beschwerden I––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Beschwerden
8. Wie stark ist das Instabilitätsgefühl in Ihrer Schulter?
Kein Instabilitätsgefühl I–––––––––––––––––––––––––––––––I Extremes Instabilitätsgefühl
9. Wie stark müssen Sie andere Muskeln benutzen, um Ihre eingeschränkte Schulterfunktion auszugleichen?
Gar nicht I––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extrem
10. Wie groß ist der Verlust des Bewegungsumfangs in Ihrer Schulter?
Kein Verlust I––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extremer Verlust
Gesamt __________ (max. 1 000)
II. Teil : Sport/Freizeit/Arbeit
In den folgenden Fragen geht es darum, wie stark Ihre Schulterproblematik Ihre Arbeit, Sport- und Freizeitgewohnheiten in der letzten Woche beeinflusst hat. Bitte tragen Sie wiederum den Schweregrad mittels eines „X“ auf der horizontalen Linie ein.
11. Wie stark hat Sie Ihre Schulter behindert, Sport oder andere Freizeitaktivitäten zu betreiben?
Keine Behinderung I–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Behinderung
12. Wie stark hat Ihre Schulterproblematik spezielle Tätigkeiten in Ihrem Sport und/oder Ihrer Arbeit beeinflusst? (Falls beide Gebiete betroffen sind, bewerten Sie das stärker betroffene)
Gar nicht I–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extrem stark
13. Wie groß ist der Drang, Ihren Arm während einer Aktivität zu schützen?
Nicht vorhanden I––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extrem stark
14. Wie schwer fällt es Ihnen, aufgrund Ihrer Schulterproblematik schwere Gegenstände bis auf Schulterhöhe zu heben?
Keine Probleme I–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Probleme
Gesamt __________ (max. 400)
III. Alltag
In den folgenden Fragen geht es darum, wie stark Ihre Schulterproblematik Ihre Lebensweise in der letzten Woche beeinflusst hat. Bitte tragen Sie wiederum den Schweregrad mittels eines „X“ auf der horizontalen Linie ein.
15. Wie groß ist die Angst, auf Ihre betroffene Schulter zu fallen?
Nicht vorhanden I–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extrem groß
16. Wie schwierig ist es für Sie, aufgrund Ihrer Schulterprobleme Ihre gewünschte Fitness beizubehalten?
Nicht schwer I––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extrem schwer
17. Wie stark ist Ihr Freizeitvergnügen mit Familie und Freunden eingeschränkt?
Nicht eingeschränkt I––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extrem eingeschränkt
18. Wie stark beeinträchtigt die Schulter Ihren Schlaf?
Gar nicht I––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extrem stark
Gesamt __________(max. 400)
IV. Teil: Emotionen
In den folgenden Fragen geht es darum, wie Sie sich in der letzten Woche aufgrund Ihrer Schulterproblematik gefühlt haben. Bitte tragen Sie Ihre Antwort mit einen „X“ an der horizontalen Linie ein.
19. Wie bewusst ist Ihnen Ihre Schulterproblematik?
Nicht bewusst I––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extrem bewusst
20. Wie besorgt sind Sie, dass sich Ihre Schulter verschlechtern könnte?
Nicht besorgt I––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extrem besorgt
21. Wie groß ist Ihre Frustration aufgrund Ihrer Schulterproblematik?
Keine Frustration I–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Frustration
Gesamt __________(max. 300)
TOTAL SCORE _________(max. 2 100)

Die VAS entsprechen im Original einer Länge von 100 mm

Western Ontario Osteoarthritis of the Shoulder IndexWestern Ontario Shoulder ToolsOsteoarthritis of the Shoulder IndexScoresWestern Ontario Osteoarthritis of the Shoulder Index (WOOS) (Anmerkung der Autorin: Diese deutsche Übersetzung hält sich sehr eng an den englischen Originaltext, entspricht aber nicht der deutschen validierten Version des Fragebogens.)

Tab. 29.27
Sektion A: körperliche Symptome
Anleitung für den Patienten: Die folgenden Fragen betreffen Ihre körperlichen Symptome, verursacht durch Ihr Schulterproblem. Bitte geben Sie für jede Frage die Ausprägung des Symptoms während der letzten Woche an. (Bitte antworten Sie mit einem „I“ auf der horizontalen Linie.)
1. Wie starken Schmerz verspüren Sie in Ihrer Schulter bei Bewegung?
Kein Schmerz I–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schmerzen
2. Wie starken konstanten, quälenden Schmerz haben Sie in Ihrer Schulter?
Kein Schmerz I–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extremer Schmerz
3. Wie viel Schwäche verspüren Sie in Ihrer Schulter?
Keine Schwäche I–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schwäche
4. Wie starke Steifigkeit verspüren Sie in Ihrer Schulter?
Keine Steifigkeit I–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Steifigkeit
5. Wie viel „Reiben“ verspüren Sie in Ihrer Schulter?
Keines I–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extremes
6. Wie sehr ist Ihre Schulter vom Wetter beeinflusst?
Nicht beeinflusst I–––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extrem beeinflusst
Sektion B: Sport/Freizeit/Arbeit
Anleitung für den Patienten: Die folgende Fragen beziehen sich darauf, wie sehr Ihr Schulterproblem Ihre Arbeit, Sport- oder Freizeitaktivitäten während der vergangenen Woche beeinträchtigte. (Bitte antworten Sie mit einem „I“ auf der horizontalen Linie.)
7. Wie viel Schwierigkeiten verspüren Sie beim Arbeiten oder Greifen über Schulterhöhe?
Keine Schwierigkeiten I––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schwierigkeiten
8. Wie viel Schwierigkeiten verspüren Sie beim Heben von Gegenständen (z. B. Einkaufstaschen, Mülleimer) unterhalb der Schulterhöhe?
Keine Schwierigkeiten I––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schwierigkeiten
9. Wie viel Schwierigkeiten verspüren Sie bei repetitiven Bewegungen unterhalb der Schulterhöhe, wie z. B. Rechen, Kehren oder Wischen von Böden, verursacht durch Ihre Schulter?
Keine Schwierigkeiten I–––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schwierigkeiten
10. Wie viel Schwierigkeit verspüren Sie beim kraftvollen Ziehen oder Drücken durch Ihre Schulter?
Keine Schwierigkeiten I–––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schwierigkeiten
11. Wie sehr sind Sie belastet durch die Zunahme an Schmerzen in Ihrer Schulter nach Aktivitäten?
Gar nicht I–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extrem belastet
Sektion C: Lebensstil
Anleitung für den Patienten: Die folgenden Fragen beziehen sich darauf, wie sehr Ihr Schulterproblem Ihren Lebensstil beeinträchtigt oder verändert. (Bitte antworten Sie mit einem „I“ auf der horizontalen Linie.)
12. Wie viel Schwierigkeiten haben Sie beim Schlafen durch Ihre Schulter?
Keine Schwierigkeiten I––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schwierigkeiten
13. Wie viel Schwierigkeiten verspüren Sie Beim Frisieren Ihrer Haare durch Ihre Schulter?
Keine Schwierigkeiten I––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schwierigkeiten
14. Wie viele Schwierigkeiten haben Sie bei der Aufrechterhaltung Ihres gewünschten Fitnessniveaus durch Ihre Schulter?
Keine Schwierigkeiten I––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schwierigkeiten
15. Wie viel Schwierigkeiten verspüren Sie beim Nach-hinten-Greifen, um ein Hemd in die Hose zu stecken, die Geldbörse aus der Gesäßtasche zu holen oder beim Schließen eines rückseitigen Knopfes oder Reißverschlusses durch Ihre Schulter?
Keine Schwierigkeiten I–––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schwierigkeiten
16. Wie viel Schwierigkeiten haben Sie beim Anziehen oder Ausziehen?
Keine Schwierigkeiten I–––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schwierigkeiten
Sektion D: Emotionen
Anleitung für den Patienten: Die folgenden Fragen beziehen sich darauf, wie Sie sich in der letzten Woche im Hinblick auf Ihr Schulterproblem gefühlt haben. (Bitte antworten Sie mit einem „/“ auf der horizontalen Linie.)
17. Wie viel Frustration oder Entmutigung empfinden Sie wegen Ihrer Schulter?
Keine Frustration I–––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Frustration
18. Wie sehr sind Sie darum besorgt, was Ihrer Schulter in der Zukunft passieren wird?
Gar nicht I––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extrem besorgt
19. Wie sehr fühlen Sie sich als Belastung für andere?
Gar nicht I––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Last

Die visuellen Analogskalen entsprechen im Original einer Länge von 100 mm.

Validierte deutschsprachige Version des Western Ontario Rotator Cuff Index (WORC; Huber et al. 2005) Western Ontario Shoulder ToolsRotator Cuff IndexScoresWestern Ontario Rotator Cuff Index

Tab. 29.28
IV. Teil: Alltag
Anweisung für den Patienten: Die folgenden Fragen sollten von Ihnen durch das Setzen eines „I“ auf der horizontalen Linie beantwortet werden, z. B.:
1. Wenn Sie den „I“ am linken Ende der Linie setzen, II––––––––––––––––––––––––––––I, dann bedeutet es, dass Sie keinen Schmerz verspüren.
2. Wenn Sie den „I“ am rechten Ende der Linie setzen, I––––––––––––––––––––––––––II, dann bedeutet es, dass Sie extrem starke Schmerzen verspüren.
3. Bitte beachten Sie:
Je weiter rechts Sie Ihren Strich setzen, umso mehr empfinden Sie dieses Symptom.
Je weiter links Sie Ihren Strich setzen, umso weniger empfinden Sie dieses Symptom.
Bitte setzen Sie keinen Strich außerhalb der Markierungen.
Bei der Beantwortung der Fragen sollten die Symptome an Ihrer Schulter im Laufe der vergangenen Woche berücksichtigt werden. Sind Sie unsicher, dass die gestellte Frage bezüglich der Symptome Ihre Schulter betrifft, oder sollten Sie andere Fragen haben, so fragen Sie bitte vor der Beantwortung.
Wenn Sie aus irgendeinem Grund die Frage nicht verstehen, lesen Sie bitte die betreffenden Erklärungen im Anhang des Fragebogens. Danach setzen Sie bitte den „I“ auf die entsprechende Stelle der Linie.
Sollte Sie ein Punkt nicht ansprechen oder haben Sie bezüglich der gestellten Frage keine Erfahrung im Laufe der vergangenen Woche gemacht, so versuchen Sie bitte eine Einschätzung durchzuführen, die am ehesten zutrifft.
I. Teil: körperliche Beschwerden
Die folgenden Fragen betreffen die Beschwerden, die Sie aufgrund Ihrer Schulterproblematik haben. Bitte tragen Sie bei jeder Frage den Schweregrad Ihrer Beschwerden ein, den Sie in der vergangenen Woche verspürt haben, indem Sie auf der horizontalen Linie ein „I“ eintragen.
1. Wie starke stechende Schmerzen verspüren Sie in Ihrer Schulter?
Kein Schmerz I––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extremer Schmerz
2. Wie starken konstanten, bohrenden (nagenden) Schmerz verspüren Sie in Ihrer Schulter?
Kein Schmerz I––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extremer Schmerz
3. Wie viel Schwäche verspüren Sie in Ihrer Schulter?
Keine Schwäche I––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schwäche
4. Wie starke Steifheit oder Mangel an Bewegung verspüren Sie in Ihrer Schulter?
Keine Steifheit I–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Steifheit
5. Wie sehr stört Sie ein Klicken, Reiben oder Knirschen in Ihrer Schulter?
Überhaupt nicht I––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extrem
6. Wie viel Unbehagen verspüren Sie in Ihrer Nackenmuskulatur wegen Ihrer Schulter?
Kein Unbehagen I––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extremes Unbehagen
II. Teil: Sport/Freizeit
In den folgenden Fragen geht es darum, wie stark Ihre Schulterproblematik Ihre Arbeit, Sport- und Freizeitgewohnheiten in der vergangenen Woche beeinflusst hat. Bitte tragen Sie wiederum den Schweregrad mittels eines „I“ auf der horizontalen Linie ein.
7. Wie sehr hat Ihre Schulter Ihren Fitnesszustand beeinträchtigt?
Keine Beeinträchtigung I––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Beeinträchtigung
8. Wie viel Schwierigkeiten bereitet Ihnen Ihre Schulter bei Liegestütz oder anderen anstrengenden Schulterübungen?
Keine Schwierigkeiten I–––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schwierigkeiten
9. Wie sehr hat Ihre Schulter Ihre Fähigkeiten, weit oder scharf zu werfen, beeinflusst?
Kein Einfluss I–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extremer Einfluss
10. Wie sehr befürchten Sie die Berührung Ihrer Schulter durch eine Person oder durch einen Gegenstand?
Keine Angst I––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Angst
III. Teil: Arbeit
Der folgende Teil beschäftigt sich mit der Summe Ihrer Schulterprobleme bei Ihrer Arbeit in und außerhalb des Hauses. Bitte beurteilen Sie die Summe der vergangenen Woche mit einem „I“.
11. Wie viel Schwierigkeiten haben Sie bei Ihrer täglichen Arbeit im Haus und im Garten?
Keine Schwierigkeiten I–––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schwierigkeiten
12. Wie viel Schwierigkeiten haben Sie bei Arbeiten über dem Schulterniveau?
Keine Schwierigkeiten I–––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schwierigkeiten
13. Wie viel benützen Sei Ihren nicht betroffenen Arm, um Ihren verletzten zu ersetzen?
Überhaupt nicht I––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Andauernd
14. Wie viele Schwierigkeiten haben Sie beim Heben schwerer Lasten auf oder unter das Schulterniveau?
Keine Schwierigkeiten I––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schwierigkeiten
IV. Teil: Alltag
Der folgende Teil beinhaltet Fragen, wie sehr Ihr Schulterproblem Ihren Alltag beeinflusst. Abermals, bitte berücksichtigen Sie die Summe der vergangenen Woche und markieren Sie mit einem „I“.
15. Wie viel Schwierigkeiten haben Sie beim Schlafen wegen Ihrer Schulter?
Keine Schwierigkeiten I–––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schwierigkeiten
16. Wie viele Schwierigkeiten haben Sie beim Frisieren wegen Ihrer Schulter?
Keine Schwierigkeiten I–––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schwierigkeiten
17. Wie viel Schwierigkeiten haben Sie beim Herumtollen oder „Herumziehen“ mit Ihrer Familie oder Freunden?
Keine Schwierigkeiten I–––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schwierigkeiten
18. Wie viel Schwierigkeiten haben Sie beim An- oder Ausziehen?
Keine Schwierigkeiten I–––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Schwierigkeiten
V. Teil: Gefühle
Die folgenden Fragen beziehen sich darauf, wie Sie sich in der vergangenen Woche wegen Ihrer Schulter gefühlt haben? Bitte markieren Sie Ihre Antwort meinem „/“.
19. Wie sehr fühlen Sie sich wegen Ihrer Schulter frustriert?
Keine Frustration I–––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extreme Frustration
20. Wie deprimiert oder „am Boden zerstört“ sind Sie wegen Ihrer Schulter?
Überhaupt nicht I––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extrem
21. Wie besorgt oder beunruhigt sind Sie bezüglich des Einflusses Ihrer Schulter auf Ihre berufliche Tätigkeit?
Nicht beunruhigt I–––––––––––––––––––––––––––––––––––––I Extrem beunruhigt
Erklärungen der Fragen des WORC
I. Teil: körperliche Beschwerden
Frage 1: Bezieht sich auf Schmerzen Ihrer Schulter, die rasch und plötzlich auftreten.
Frage 2: Bezieht sich auf einen dumpfen Schmerz, der im Hintergrund, aber ständig vorhanden ist und im Gegensatz zu dem stechenden Schmerz in Frage 1 steht.
Frage 3: Bezieht sich auf den Mangel an Kraft, um eine Bewegung durchzuführen.
Frage 4: Bezieht sich auf das Gefühl, das Gelenk nicht bewegen zu können. Dies tritt oft nach dem morgendlichen Aufstehen, nach Bewegungen oder einer Periode der Inaktivität auf. Es kann sich auch auf eine Einschränkung in eine oder mehrere Richtungen beziehen.
Frage 5: Bezieht sich auf Geräusche oder Gefühle, die bei jeglicher Bewegung in Ihrer Schulter auftreten.
Frage 6: Bezieht sich auf das Ausmaß von Verspannung, Schmerzen oder Krämpfen der Nackenmuskulatur, die möglicherweise durch das Schulterproblem ausgelöst werden.
II. Teil: Sport/Freizeit
Frage 7: Bezieht sich auf Ihren Fitness-Level, den Sie vor Auftreten Ihrer Schulterprobleme hatten. Beinhaltet eine Abnahme des Muskeltonus, der Kraft, der Herz-Kreislauf-Fitness (Ausdauer) und der Gesamtkraft.
Frage 8: Bezieht sich auf Übungen, bei denen eine Kraft auf die Schulter wirkt, wie bei Liegestütz, Bankdrücken etc.
Frage 9: Bezieht sich auf jede Überkopfaktivität, zu deren Ausführung Kraft benötigt wird. Wenn Sie einen Ball werfen, bitte berücksichtigen Sie jegliche Aktivität wie Schmettern beim Volleyball, Stockwerfen mit dem Hund, Kraulschwimmen, Aufschlagen beim Tennis etc.
Frage 10: Bitte bedenken Sie, wann immer Sie Angst haben oder wann Sie sich davor hüten, dass jemand oder ein Gegenstand Sie trifft oder in Kontakt mit Ihrer Schulter kommt, wie beim Sport, in einem vollen Raum, im Aufzug oder wenn Ihnen jemand auf die Schulter klopft.
III. Teil: Arbeit
Frage 11: Diese Frage bezieht sich auf Gartenarbeit, wie z. B. Rechen, Mähen, sowie Hausarbeit, wie z. B. Fenster- und Bodenputzen.
Frage 12: Bezieht sich auf Aktivitäten, bei denen Sie den Arm über Schulterniveau heben, wie das Einräumen von Geschirr in den Schrank, Greifen nach Gegenständen, Streichen der Decke oder Malen über Schulterhöhe.
Frage 13: Bezieht sich auf den Gebrauch des Armes bei Aktivitäten oder Arbeiten, die Sie primär mit der problematischen Seite durchführen würden. Wenn Ihre andere Seite ebenfalls Schulterprobleme aufweist, dann beantworten Sie die Frage, als wäre die Schulter gesund.
Frage 14: Diese bezieht sich auf das Heben über den Kopf oder auf das Heben von schweren Gegenständen bis zum Schulterniveau, wie z. B. eine Tasche mit Lebensmitteln, einen Koffer, Bücher.
IV. Teil: Alltag
Frage 15: Bezieht sich auf den Wechsel der Schlafposition, Aufwachen während der Nacht, Probleme beim Einschlafen oder auf ein Aufwachen mit dem Gefühl des Unausgeschlafenseins (einer unruhigen Nacht).
Frage 16: Bezieht sich auf das Kämmen, das Bürsten oder Waschen der Haare, das auch den problematischen Arm betrifft.
Frage 17: Bezieht sich auf jegliche Art von rauen oder lebhaften Spielaktivitäten, die Sie normalerweise mit Ihren Freunden oder der Familie durchführen.
Frage 18: Bezieht sich auf das Überziehen, das Öffnen oder Zuknöpfen, das An- oder Ablegen eines BH, das An- oder Ausziehen eines Pullovers oder Tops über den Kopf etc.
V. Teil: Gefühle
Frage 19: Bezieht sich in erster Linie auf die Frustration, die in Bezug auf die Einschränkung der Funktion des Schultergelenks entsteht.
Frage 20: Depression oder Bedrücktheit als Selbsteinschätzung.
Frage 21: Bezieht sich auf die Ungewissheit über den zukünftigen Zustand Ihrer Schulter hinsichtlich der Beeinflussung und der Auswirkung auf Ihre Tätigkeiten oder Arbeit (bezogen sowohl auf den Beruf als auch auf die Freizeit).

Die visuellen Analogskalen entsprechen im Original einer Länge von 100 mm.

Rotator Cuff Quality-of-Life Measure (RC-QOL) Rotator Cuff Quality-of-Life MeasureScoresRotator Cuff Quality-of-Life Measure

Tab. 29.29
Sektion A: Symptome und körperliche Beschwerden
1. Bei länger andauernder Aktivität (z. B. länger als eine halbe Stunde), wie starken Schmerz oder Beschwerden verspüren Sie in Ihrer Schulter?
schwerer Schmerz 0 I–––––––––––––––––––––––––––I 100 kein Schmerz/nicht anwendbar
2. In Bezug auf Ihre gesamte Schulterfunktion, wie sehr sind Sie durch Steifigkeit oder Verlust an Beweglichkeit beeinträchtigt?
schwer beeinträchtigt 0 I–––––––––––––––––––––––––I 100 nicht beeinträchtigt
3. In Bezug auf Ihre gesamte Schulterfunktion und Berücksichtigung Ihrer Muskelkraft, wie schwach ist Ihre Schulter?
total schwach 0 I––––––––––––––––––––––––––––––––I 100 nicht schwach
4. In Bezug auf das Baden oder Duschen, wie viel Schmerz/Schwierigkeiten verspüren Sie wegen Ihrer Schulter?
starker Schmerz/Schwierigkeiten 0 I––––––––––––––––I 100 kein Schmerz/Schwierigkeiten
Schwierigkeiten:
5. In Bezug auf das Anziehen oder Ausziehen von Kleidung über Ihren Kopf, wie viel Schmerz/Schwierigkeiten verspüren Sie wegen Ihrer Schulter?
starker Schmerz 0 I––––––––––––––––––––––––––––––I 100 kein Schmerz/Schwierigkeiten
Schwierigkeiten:
6. In Bezug auf das Anziehen eines Gürtels durch die Gürtelschlaufen an Ihrer Hose, die Sie gerade tragen, wie viel Schmerz/Schwierigkeiten verspüren Sie wegen Ihrer Schulter?
starker Schmerz 0 I––––––––––––––––––––––––––––––I 100 kein Schmerz/Schwierigkeiten
Schwierigkeiten:
7. In Bezug auf das Schneiden von Lebensmitteln zur Essensvorbereitung oder bei der Mahlzeit, wie viel Schmerz/Schwierigkeiten verspüren Sie wegen Ihrer Schulter?
starker Schmerz 0 I––––––––––––––––––––––––––––––I 100 kein Schmerz/Schwierigkeiten
Schwierigkeiten:
8. In Bezug auf Ihre Hausarbeit (z. B. Bodenwischen/Teppichsaugen, Bügeln, Bettenmachen, Töpfe/Pfannen schrubben, Badewanne/Toilette reinigen), wie viel Schmerz/Schwierigkeiten verspüren Sie wegen Ihrer Schulter?
starker Schmerz 0 I–––––––––––––––––––––––––––––I 100 kein Schmerz/Schwierigkeiten/nicht anwendbar
Schwierigkeiten:
9. In Bezug auf das Tragen von 4,5 bis 6,8 kg mit hängendem Arm (z. B. Tragen einer schweren Aktentasche, eines kleinen Koffers oder Einkaufstaschen), wie viel Schmerz/Schwierigkeiten verspüren Sie wegen Ihrer Schulter?
starker Schmerz 0 I––––––––––––––––––––––––––––––I 100 kein Schmerz/Schwierigkeiten
Schwierigkeiten:
10. In Bezug auf das Rasenmähen, Rasenrechen oder Schneeschaufeln, wie viel Schmerz/Schwierigkeiten verspüren Sie wegen Ihrer Schulter?
starker Schmerz 0 I–––––––––––––––––––––––––––––I 100 kein Schmerz/Schwierigkeiten/nicht anwendbar
Schwierigkeiten:
11. Haben Sie Schmerzen/Schwierigkeiten beim Einschlafen durch Ihre Schulter?
starker Schmerz 0 I––––––––––––––––––––––––––––––I 100 kein Schmerz/Schwierigkeiten
Schwierigkeiten:
12. Wachen Sie wegen Ihrer Schulter aus dem Schlaf auf?
Ständig erwacht 0 I––––––––––––––––––––––––––––––I 100 nie erwacht
13. In Bezug auf das Fahren eines motorisierten Fahrzeuges, wie viel Schmerz/Schwierigkeiten verspüren Sie wegen Ihrer Schulter?
starker Schmerz 0 I–––––––––––––––––––––––––––––I 100 kein Schmerz/Schwierigkeiten/nicht anwendbar
Schwierigkeiten:
14. In Bezug auf das Öffnen oder Schließen einer Tür mit Ihrem betroffenen Arm, wie viel Schmerz/Schwierigkeiten verspüren Sie wegen Ihrer Schulter?
starker Schmerz 0 I––––––––––––––––––––––––––––––I 100 kein Schmerz/Schwierigkeiten
Schwierigkeiten:
15. In Bezug auf das Hinreichen (z. B. nach hinten im Auto) mit Ihrem betroffenen Arm, wie viel Schmerz/Schwierigkeiten verspüren Sie wegen Ihrer Schulter?
starker Schmerz 0 I–––––––––––––––––––––––––––––I 100 kein Schmerz/Schwierigkeiten/nicht anwendbar
Schwierigkeiten:
16. Geben Sie den Punkt zwischen 0 und 100 an, der Ihre insgesamt vorhandene Stärke an Schulterschmerzen am ehesten beschreibt.
Schwerer Schmerz 0 ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––I 100 gar kein Schmerz/Schwierigkeiten
Schwierigkeiten:
Gibt es andere körperliche Belange, die angesprochen werden sollten? (Freitext)
Sektion B: Arbeit und Beruf
Die Fragen beziehen sich auf Ihre Fähigkeit der Schulterfunktion bei der Arbeit und das Ausmaß, inwieweit Ihre Schulter Ihre aktuellen arbeitsbezogenen Belange beeinträchtigt. Wenn Sie Vollzeitstudent oder Hausfrau sind, dann berücksichtigen Sie dies und jede Teilzeittätigkeit zusammen. Beachten Sie die vergangenen drei Monate. Wenn Sie nicht wegen Ihrer Schulterprobleme, sondern aus anderen Gründen nicht arbeiten, so fahren Sie mit Frage 21 fort.
Markieren Sie mit einem „I“ auf der Linie denjenigen Punkt zwischen 0 und 100, der Ihrer Situation am ehesten nahe kommt.
17. In Bezug auf das Arbeiten mit Ihrem Arm auf Schulterhöhe, wie starke Schmerzen/Schwierigkeiten verspüren Sie wegen Ihrer Schulter?
starker Schmerz 0 I–––––––––––––––––––––––––––––I 100 kein Schmerz/Schwierigkeiten/nicht anwendbar
Schwierigkeiten:
18. In Bezug auf das Arbeiten mit Ihrem Arm über Schulterhöhe, wie starke Schmerzen/Schwierigkeiten verspüren Sie wegen Ihrer Schulter?
starker Schmerz 0 I–––––––––––––––––––––––––––––I 100 kein Schmerz/Schwierigkeiten/nicht anwendbar
Schwierigkeiten:
19. Wie viel der Zeit Ihrer „Fehltage“ bei der Arbeit betreffen Ihre Schulterprobleme oder eine erneute Schulterverletzung? (Setzen Sie den „I“ ganz links, wenn Sie wegen Ihrer Schulter nicht arbeitsfähig sind.)
stark betroffen 0 I–––––––––––––––––––––––––––––I 100 nicht betroffen/nicht anwendbar
20. Wie viel der Zeit, in der Sie Aktivitäten bei der Arbeit ausführen, kann zu einer Verschlechterung des Zustands Ihrer Schulter führen? (Setzen Sie den „I“ ganz links, wenn Sie wegen Ihrer Schulter nicht arbeitsfähig sind.)
die gesamte Zeit 0 I––––––––––––––––––––––––––––I 100 nie/nicht anwendbar
Gibt es andere berufliche Belange, die angesprochen werden sollten? (Freitext)
_________________________________________________________________
Sektion C: Freizeit–/Sportaktivitäten bzw. Wettkampfsport
Die Fragen beziehen sich auf das Ausmaß, wie stark Ihre Fähigkeit der Schulterfunktion die Teilnahme an diesen Aktivitäten beeinträchtigt. Beachten Sie die letzten drei Monate. Wenn Sie keine sportlichen Aktivitäten ausüben, fahren Sie mit Frage 25 fort.
21. In Bezug auf die Teilnahme an allgemeinen Sportaktivitäten, wie starke Schmerzen/Schwierigkeiten verspüren Sie wegen Ihrer Schulter?
starker Schmerz 0 I–––––––––––––––––––––––––––––I 100 kein Schmerz/Schwierigkeiten/nicht anwendbar
Schwierigkeiten:
22. In Bezug auf die Teilnahme an Sportarten der oberen Extremität (z. B. Basketball, Tennis, Golf, Squash, Volleyball, Schwimmen, Werfen), wie starke Schmerzen/Schwierigkeiten verspüren Sie wegen Ihrer Schulter?
starker Schmerz 0 I–––––––––––––––––––––––––––––I 100 kein Schmerz/Schwierigkeiten/nicht anwendbar
Schwierigkeiten:
23. Wie viel der Zeit, in der Sie Sport-/Freizeitaktivitäten ausführen, kann zu einer Verschlechterung des Zustands Ihrer Schulter führen?
die gesamte Zeit 0 I–––––––––––––––––––––––––––––I 100 nie/nicht anwendbar
24. In Bezug auf Ihren aktuellen Level der sportlichen oder der Freizeit-Leistungsfähigkeit, inwieweit ist es vergleichbar mit Ihrem Level vor der Verletzung?
total eingeschränkt 0 I––––––––––––––––––––––––––I 100 keine Einschränkung
Sektion D: Lebensstil
Die Fragen befassen sich mit Ihrem Lebensstil im Allgemeinen und mit dem Ausmaß, in welchem Ihre schmerzende Schulter Aktivitäten, ausgenommen arbeits-, sport- und freizeitbezogene Aktivitäten einschränkt. Beachten Sie die letzten drei Monate.
25. Wie häufig sorgen Sie sich um Ihre allgemeine Sicherheit (z. B. beim Tragen kleiner Kinder, im Garten arbeiten, beim Leiterhochsteigen, beim Gebrauch von elektrischen Werkzeugen) in Bezug auf Ihre verletzte Schulter?
die gesamte Zeit 0 I––––––––––––––––––––––––––––I 100 nie
26. Wie sehr ist Ihre Lebensfreude beeinflusst durch Ihr Schulterproblem?
total eingeschränkt 0 I––––––––––––––––––––––––––I 100 keine Einschränkung
27. Wie häufig werden Sie sich Ihrer Schulterprobleme bewusst?
die gesamte Zeit 0 I––––––––––––––––––––––––––––I 100 nie
28. Im Hinblick auf Ihren Lebensstil bezogen auf Sie und Ihre Familie gemeinsam, wie häufig sorgen Sie sich um Ihre Schulter?
die gesamte Zeit 0 I––––––––––––––––––––––––––––I 100 nie
29. Sie haben Ihre Schulterprobleme seit einiger Zeit. Haben Sie während dieser Zeit Ihren Lebensstil verändert, um Ihre schulterschädigende Aktivitäten zu vermeiden?
total verändert 0 I–––––––––––––––––––––––––––––I 100 keine Veränderung
Sektion E: soziale und emotionale Aspekte
Die Fragen befassen sich mit Ihren Einstellungen und Gefühlen, soweit Sie sich auf Ihre schmerzhafte Schulter beziehen. Berücksichtigen Sie die letzten drei Monate.
30. Haben Sie Schwierigkeiten erfahren beim Fällen von Entscheidungen zu Hause oder bei der Arbeit durch Ihr Schulterproblem?
extrem schwierig 0 I–––––––––––––––––––––––––––––––––––I 100 keine Schwierigkeiten
31. Haben Sie Ihren Seelenfrieden oder sind Sie zu besorgt, nachts zu schlafen wegen Ihres Schulterproblems?
extrem besorgt 0 I––––––––––––––––––––––––––––––––––––I 100 nicht besorgt
32. Haben Sie Angst vor einer erneuten Verletzung Ihrer Schulter?
extreme Angst 0 I––––––––––––––––––––––––––––––––––––I 100 keine Angst
33. Haben Sie psychische Schwierigkeiten erfahren in Verbindung mit sexueller Aktivität wegen Ihres Schulterproblems?
extrem schwierig 0 I––––––––––––––––––––––––––––––––––I 100 keine Schwierigkeiten/nicht anwendbar
34. Beeinträchtigt Ihr Schulterproblem Sie bei Ihrer sozialen Fähigkeit im Umgang mit Freunden und der Familie?
unfähig, zu sozialisieren 0 I–––––––––––––––––––––––––––––I 100 voll sozialisationsfähig

Athletic Shoulder Outcome Rating Scale (Tibone und Bradley 1992) Athletic Shoulder Outcome Rating ScaleScoresAthletic Shoulder Outcome Rating Scale

Tab. 29.30
Name
Alter
Geschlecht
dominante Hand
Sportart
gespielte Position
gespielte Jahre
frühere Verletzung
Aktivitätsniveau 1. professionell (oberste Liga)
2. professionell (untere Liga)
3. Universität
4. Gymnasium
5. Freizeit (Vollzeit)
6. Freizeit (Teilzeit)
Diagnose 1. anteriore Instabilität
2. posteriore Instabilität
3. multidirektionale Instabilität
4. rezidivierende Luxation
5. Impingement-Syndrom
6. Akromioklavikular-Syndrom
7. AC-Gelenkarthrose
8. Rotatorenmanschettenrekonstruktion (Partialruptur)
9. Rotatorenmanschettenrekonstruktion (komplette Ruptur)
10. Bizepssehnenruptur
11. Tendinosis calcarea
12. Fraktur
Subjektiv (90 Punkte) Punkte
I. Schmerz kein Schmerz beim Wettkampf 10
Schmerz nur nach dem Wettkampf 8
Schmerz während des Wettkampfes 6
Wettkampf verhindernder Schmerz 4
Schmerz bei alltäglicher Aktivität 2
Ruheschmerz 0
II. Kraft/Ausdauer keine Schwäche, normale Wettkampfermüdung 10
Schwäche nach dem Wettkampf; vorzeitige Wettkampfermüdung 8
Schwäche während des Wettkampfes; unnormale Wettkampfermüdung 6
Wettkampf verhindernde Schwäche oder Ermüdung 4
Schwäche oder Ermüdung bei alltäglichen Aktivitäten 2
Schwäche oder Ermüdung verhindern alltägliche Aktivitäten 0
III. Stabilität keine Laxheit (Losesein) während des Wettkampfes 10
rezidivierende Subluxationen während des Wettkampfes 8
Dead-Arm-Syndrom während des Wettkampfes 6
rezidivierende Subluxationen verhindern den Wettkampf 4
rezidivierende Subluxationen bei alltäglichen Aktivitäten 2
Luxationen 0
IV. Intensität Wettkampfstunden vor versus nach der Verletzung (100 %) 10
Wettkampfstunden vor vs. nach der Verletzung (< 75 %) 8
Wettkampfstunden vor vs. nach der Verletzung (< 50 %) 6
Wettkampfstunden vor vs. nach der Verletzung (< 25 %) 4
Stunden der alltäglichen Aktivitäten vor vs. nach der Verletzung (100 %) 2
Stunden der alltäglichen Aktivitäten vor vs. nach der Verletzung (< 50 %) 0
V. Leistungsfähigkeit gleicher Level, gleicher Leistungsstand 50
gleicher Level, verminderter Leistungsstand 40
gleicher Level, verminderter Leistungsstand, für einen Athleten nicht akzeptabel 30
verminderter Level mit akzeptablem Leistungsstand auf diesem Level 20
verminderter Level, nicht akzeptabler Leistungsstand 10
kann nicht am Wettkampf teilnehmen, Sportartwechsel 0
Objektiv (10 Punkte)
Bewegungsausmaß normale Außenrotation bei 90°–90°-Position, normale Elevation 10
weniger als 5° Außenrotationsverlust, normale Elevation 8
weniger als 10° Außenrotationsverlust, normale Elevation 6
weniger als 15° Außenrotationsverlust, normale Elevation 4
weniger als 20° Außenrotationsverlust, normale Elevation 2
mehr als 20° Außenrotationsverlust oder jeglicher Verlust an Elevation 0

Die Außenrotation wird bei 90° Abduktion und 90° flektiertem Ellenbogen am stehenden Patienten bestimmt, die Elevation wird in der Skapularebene von der Seite beurteilt und der Winkel zwischen Arm und Thorax gemessen.

Taft-Score zur Evaluation von AC-GelenkverletzungenTaft-ScoreScoresTaft-Score (Taft et al. 1987)

Tab. 29.31
Befunde Punkte
Subjektive Beurteilung: Schmerz und Steifigkeit
kein Schmerz oder Steifigkeit 4
Schmerz oder Steifigkeit nur im Zusammenhang mit exzessiver Aktivität oder Wetterwechsel 3
Schmerz oder Steifigkeit bei Routineaktivitäten 2
Ruheschmerz 1
Objektive Beurteilung: Kraft und Beweglichkeit
weder Kraft noch Beweglichkeit beeinträchtigt 4
Kraft oder Beweglichkeit im Vergleich zur Gegenseite um weniger als ein Drittel vermindert 3
Kraft oder Beweglichkeit im Vergleich zur Gegenseite zwischen einem und zwei Dritteln vermindert 2
Kraft oder Beweglichkeit im Vergleich zur Gegenseite um mehr als zwei Drittel vermindert oder Kraft und Beweglichkeit im Vergleich zur Gegenseite um mehr als ein Drittel vermindert 1
Gelenkschmerzen, Krepitationen oder schlechtes kosmetisches Ergebnis –1
Radiologische Beurteilung
normal imponierendes AC-Gelenk 4
Subluxation des AC-Gelenks 3
Luxation des AC-Gelenks 2
posttraumatische AC-Gelenkarthrose 1

Scores

Petra Magosch

  • 29.1

    Einleitung820

  • 29.2

    Neer-Score820

  • 29.3

    Constant-Murley-Score821

    • 29.3.1

      Normierter alters- und geschlechtsgewichteter Constant-Score nach Constant822

    • 29.3.2

      Normierter alters- und geschlechtsgewichteter Constant-Score nach Katolik822

    • 29.3.3

      Normierter alters- und geschlechtsgewichteter Constant-Score nach Thomas für die deutsche Population823

    • 29.3.4

      Normierter alters- und geschlechtsgewichteter Constant-Score nach Gerber für die Schweizer Population823

    • 29.3.5

      Wertung des Constant-Scores nach Iannotti823

    • 29.3.6

      Wertung des Constant-Scores nach Boehm823

  • 29.4

    Constant-Murley-Score – Fragebogen nach Boehm824

  • 29.5

    UCLA Shoulder-Rating-System824

  • 29.6

    DASH-Fragebogen827

  • 29.7

    Quick-DASH-Fragebogen830

  • 29.8

    ASES-Score (American Shoulder and Elbow Surgeons Score)832

  • 29.9

    Shoulder Pain and Disability Index834

  • 29.10

    Simple-Shoulder-Test835

  • 29.11

    Oxford Shoulder Score836

  • 29.12

    Rowe-Score836

  • 29.13

    Walch-Duplay-Score839

  • 29.14

    Melbourne Instability Shoulder Score (MISS)840

  • 29.15

    Instability Severity Index Score (ISIS)843

  • 29.16

    Western Ontario Shoulder Tools843

    • 29.16.1

      Western Ontario Shoulder Instability Index843

    • 29.16.2

      Western Ontario Osteoarthritis of the Shoulder Index845

    • 29.16.3

      Western Ontario Rotator Cuff Index (WORC)846

  • 29.17

    Rotator Cuff Quality-of-Life Measure (RC-QOL)846

  • 29.18

    Athletic Shoulder Outcome Rating Scale848

  • 29.19

    Taft-Score852

  • 29.20

    Subjektiver Schulterwert (Subjective Shoulder Value)852

Einleitung

Scores stellen ScoresMessinstrumente für Ergebnisse von Behandlungsmethoden dar.
Um korrekte Daten mithilfe eines Scores zu erhalten, sollte er valide, reproduzierbar, in sich konsistent und „empfindlich“ gegenüber Veränderungen sein.
Grundsätzlich unterscheiden sich PatientenfragebögenPatientenfragebogen von untersucherbasierten Scores. Patientenfragebögen dokumentieren individuell „empfundene“ Parameter und spiegeln somit einen subjektiven Befund wider, wohingegen untersucherbasierte Scores objektiv messbare Parameter dokumentieren. Unterschiede zwischen subjektivem und objektivem Score-Ergebnis kommen durch unterschiedliche Zielvorstellungen des Arztes und des Patienten zustande (Williams et al. 1999) und hängen zudem vom Alter des Patienten ab. Tingart et al. (2001) korrelierten die subjektiven mit den objektiven Ergebnissen des Neer- und des Constant-Scores miteinander und fanden eine nur mäßige Korrelation (r = 0,55/r = 0,5). Häufiger wurde das Ergebnis vom Patienten subjektiv als „exzellent“ oder „gut“ beurteilt, was sich nicht entsprechend im objektiv gemessenen Score bestätigt (Tingart et al. 2001, Dawson et al. 2002). Daher dürfen Therapieempfehlungen und Aussagen wissenschaftlicher Arbeiten, die ausschließlich auf einer Score-Bewertung basieren, nicht für alle Patienten uneingeschränkt übernommen werden.
Der Patientenfragebogen hat die Vorteile, dass das Ergebnis frei von Einflüssen des Untersuchers ist und dass er kostengünstiger ist als eine klinische Untersuchung. Der Vorteil des objektiv gemessenen Scores liegt in der besseren Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Somit haben beide Formen ihren Stellenwert als Ergebnismessinstrumente. Kategorisch unterscheidet man generalisierte, gelenkspezifische und diagnosespezifische Scores.
Dieses Kapitel umfasst ausschließlich häufig verwandte schulter- und diagnosespezifische Scores.
Effektgröße (effect size)
EineScoresEffektgrößeEffektgröße, Berechnung statistisch signifikante Veränderung eines Score-Ergebnisses im zeitlichen Verlauf ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit einer klinisch relevanten Veränderung. Im Gegensatz hierzu kann eine Veränderung klinisch relevant sein, ohne dass der statistische Nachweis einer signifikanten Veränderung erbracht wurde.
Die Effektgröße ist ein Maß für die Sensitivität eines Messinstruments, klinisch relevante Veränderungen innerhalb einer Gruppe oder einen Unterschied von Veränderungen zwischen zwei Gruppen aufzudecken. Sie ist definiert als „durchschnittliche Veränderung einer Variable geteilt durch die Standardabweichung dieser Variablen“ (Kazis et al. 1989). Mathematisch dargestellt errechnet sich die Effektgröße (ES), z. B. bei einem Vergleich eines Parameters vor einer Behandlung mit dem Parameter nach der Behandlung, aus dem Mittelwert des zu beurteilenden Parameters, z. B. vor der Behandlung (m1) abzüglich des Mittelwerts des gleichen Parameters nach der Behandlung (m2) geteilt durch die Standardabweichung (S1) vor der Behandlung.

Merke

Effektgröße: ES = (m1 − m2) ÷ S1

Beim Vergleich von zwei unterschiedlichen Patientengruppen kann die Effektgröße durch Subtraktion des Mittelwertes des zu vergleichenden Parameters der Gruppe 1 von Gruppe 2 geteilt durch entweder die Standardabweichung von Gruppe 1 oder die gepoolten Standardabweichungen beider Gruppen berechnet werden.

Merke

Effektgröße beim Vergleich von zwei Behandlungsgruppen:

ES = (m1 − m2) ÷ S1 bzw. ES = (m1 − m2) ÷ (S1 + S2)

Die Effektgröße als standardisiertes Maß erleichtert somit die Interpretation von beobachteten Veränderungen. Nach Cohen (1977) ist eine Effektgröße zwischen 0,00 und 0,19 als sehr gering (klein), eine Effektgröße zwischen 0,20 und 0,49 als gering (klein), eine Effektgröße zwischen 0,50 und 0,79 als mäßig und eine Effektgröße von ≥ 0,80 als hoch (groß) definiert. Eine hohe Effektgröße bedeutet eine Veränderung von mindestens vier Fünfteln der Standardabweichung des Ausgangswertes.

Neer-Score

Die Idee der systematischen Messung Neer-ScoreScoresNeer-Scoredes Endergebnisses einer medizinischen Behandlung wurde von Codman (1914) inauguriert. Der erste schulterspezifische Score wurde jedoch erstmals 1970 von Neer zur Beurteilung des Ergebnisses nach proximaler Humerusfraktur eingeführt (Neer 1970; Tab. 29.1). Der Score basiert auf einem 100-Punkte-System, wobei der Schmerz mit 35 Punkten die höchste Wichtung aufweist, gefolgt vom Bewegungsausmaß mit 30 Punkten. Die Kraftentfaltung und die Anatomie spielen mit jeweils 10 Punkten eine untergeordnete Rolle. Weist ein Patient bei guter Funktion starke Schmerzen auf, so wird dieses Ergebnis bereits als Fehlschlag gewertet.
Für die Bewertung der Ergebnisse nach proximaler Humerusfraktur weist der Neer-Score eine hohe Korrelation zum Constant-Murley-Score auf (r = 0,97) auf, er spiegelt aber nur mäßig die subjektive Einschätzung des Patienten wider (r = 0,55; Tingart et al. 2001).

Constant-Murley-Score

Der Constant-Murley-Score Constant-Murley-ScoreScoresConstant-Murley-Score (Syn. Constant-Score; Constant und Murley 1987; Tab. 29.2) ist, seit seiner Erstpublikation im Jahr 1987, der in der Schulterchirurgie am häufigsten verwandte Score und weist für viele Schultererkrankungen eine gute Aussagekraft auf (Angst et al. 2008). Für die Ergebnismessung bei Schulterinstabilität ist dieser Score jedoch nicht ausreichend „empfindlich“ (Conboy et al. 1996). Es liegen einige Score-vergleichende Studien vor, die eine gute schulterspezifische Empfindlichkeit des Scores nachweisen (Angst et al. 2008). Demnach ist der Constant-Score für die Schulterendoprothetik, für die Rotatorenmanschettenrekonstruktion, die adhäsive Kapsulitis und die proximale Humerusfraktur validiert (Angst, Pap et al. 2004; Othman und Taylor 2004; Angst, Goldhahn et al. 2008). Die Evaluation des Constant-Scores durch Conboy et al. (1996) bestätigt seine einfache Anwendbarkeit und ergab nur einen geringen Fehler für die Interobserver- sowie die Intraobserver-Reliabilität. Die Reliabilität des Constant-Scores für den Einsatz in der Schulterendoprothetik wird mit r = 0,68 (Intraklassen-Korrelationskoeffizient; Angst, Goldhahn et al. 2008) bzw. r = 0,67 angegeben (Oh, Jo et al. 2009). Die Erfahrung des Untersuchers hat keinen Einfluss auf das Score-Ergebnis (Yian et al. 2005). Die minimal klinisch relevante Differenz des Constant-Scores für Rotatorenmanschettenpathologien liegt bei 10,4 Punkten (Kukkonen, Kauko et al. 2013).
Der Constant-Murley-Score erfasst sowohl subjektive als auch objektive Parameter. Sein Schwerpunkt liegt jedoch mit 65 von 100 maximal möglichen Punkten im objektiven bzw. funktionellen Bereich. Nur ein junger gesunder Mensch kann einen maximalen Score von 100 Punkten erreichen (Constant et al. 2008).
Zu den subjektiv erfassten Parametern zählen die Einschätzung der Schmerzen und die der Aktivität im alltäglichen Leben. Ursprünglich wurde der Schmerz in vier Schweregrade (keine, leichte, mäßige, starke Schmerzen) klassifiziert. Mittlerweile kommt hier jedoch eine visuelle Analogskala (VASVisuelle Analogskala (AS)) Constant-Murley-ScoreVASzum Einsatz. Der Schmerz wird mit maximal 15 Punkten bei absoluter Schmerzfreiheit bewertet. Der maximal empfundene Schmerz bei alltäglichen Aktivitäten über einen Zeitraum von 24 Stunden wird hierbei abgefragt. Auch für die Parameter Freizeit-/Sportaktivität, Arbeitsfähigkeit und ungestörter Schlaf wird die Verwendung einer visuellen Analogskala empfohlen. Die Termini „alles“ (4 Punkte) und „keine“ (0 Punkte) bezeichnen jeweils die Endpunkte der Skala, wobei die Fragen folgendermaßen formuliert werden sollten (Constant et al. 2008):
  • „Wie viel Ihrer normalen Arbeit erlaubt Ihre Schulter?“

  • „Wie viel Ihrer normalen Freizeitaktivität erlaubt Ihre Schulter?“

Funktionell misst der Score die schmerzfreie aktive Flexion, Abduktion, Außen- und Innenrotation mit jeweils gleicher Wichtung. Bei Überprüfung der Innenrotation wird der Daumen als Pointer auf die anatomische Landmarke genutzt.
Die Durchführung der Kraftmessung, die ein Viertel des Gesamtergebnisses des Scores ausmacht, wird weiterhin kontrovers diskutiert.
Ursprünglich sollte die Kraftmessung mithilfe eines unbefestigten Kabeltensiometers oder einer Federzugwaage, auf Armlänge in der Hand gehalten bei 90° Abduktion und 90° Flexion in der Koronarebene, gemessen werden (Moseley 1969). Die maximale Widerstandskraft, die der Patient dem Zug des Untersuchers am anderen Ende der Waage entgegensetzen kann, wurde dokumentiert. Man geht bei der Kraftmessung davon aus, dass ein gesunder 25-jähriger männlicher Proband bei 90° Abduktion einer Zugkraft von mehr als 12 kg widerstehen kann. Daher können bei einer Kraft von ≥ 12 kg 25 Punkte erreicht werden (Constant 1991).
Für Patienten mit Greifbehinderung benutzte Constant eine Manschette, die am Handgelenk oder am Arm befestigt wurde. Eine exakte Definition der Durchführung der Kraftmessung mit Spezifizierung der Positionierung des Arms und der Hand sowie der Lokalisation des Widerstands am Arm oder an der Hand, der Dauer sowie der Anzahl der Wiederholungen der Kraftmessung existiert nicht. Das einzige bisher für die Schulterfunktion evaluierte elektronische Messinstrument stellt das Isobex®-Dynamometer dar (Cursor, Bern). Constant et al. (2008) empfehlen die Kraftmessung mit am Ende des Hebelarms (Handgelenk) befestigtem Messinstrument in 90° Abduktion in der Skapularebene und proniertem Handgelenk mit zum Boden zeigendem Daumen. Als Messinstrument sollte entweder das Isobex®-Dynamometer eingesetzt werden oder eine definierte Federzugwaagentechnik. Die Ergebnisse dieser beiden Messtechniken sind vergleichbar (Johansson und Adolfsson 2005). Das beste Ergebnis von drei Wiederholungen im Abstand von jeweils einer Minute ist im Score zu dokumentieren. Patienten, die die Testposition von 90° Abduktion in der Skapularebene nicht erreichen, erhalten für die Kraftmessung den Wert 0 (Constant et al. 2008). Ursprünglich wurde die Kraftmessung auch gewertet, wenn die Abduktionsposition von 90° nicht erreicht werden konnte (Constant und Murley 1987).

Normierter alters- und geschlechtsgewichteter Constant-Score nach Constant

Da die Constant-Scorealtersnormiertnach ConstantConstant-Scoregeschlechtsnormiertnach ConstantKraft mit zunehmendem Alter abnimmt und geschlechtsabhängig ist, empfiehlt es sich, den Constant-Score alters- und geschlechtsnormiert in Prozent anzugeben. Die Korrelation von Alter und Constant-Score wird in der Literatur mit r = −0,582 (p < 0,01) angegeben (Placzek et al. 2004). Constant analysierte die Scores von 900 schultergesunden irischen Probanden und inaugurierte den alters- und geschlechtsnormierten Score (Constant 1986; Tab. 29.3)

Normierter alters- und geschlechtsgewichteter Constant-Score nach Katolik

Die Constant-Scorealtersnormiertnach KatolikConstant-Scoregeschlechtsnormiertnach Katolikalters- und geschlechtsnormierten Daten für das amerikanische Kollektiv wurden an 441 schultergesunden Probanden (227 männlich, 214 weiblich) erhoben (Katolik et al. 2005; Tab. 29.4). Die Kraftmessung erfolgte mittels Isobex®-Dynamometer bei 90° abduziertem dominantem Arm in der Skapularebene. Der mittlere Constant-Score für männliche Probanden liegt signifikant höher als derjenige für weibliche Probanden. Zudem unterscheidet sich der altersbezogene Score signifikant in jeder Altersklasse.
Die Kalkulation des normierten Scores erfolgt folgendermaßen:

Merke

normalisierter Score = (Roh-Score ÷ normierter Score) × 100

Normierter alters- und geschlechtsgewichteter Constant-Score nach Thomas für die deutsche Population

Anhand Constant-Scorealtersnormiertnach ThomasConstant-Scoregeschlechtsnormiertnach Thomasvon 240 gesunden Probanden (120 männlich, 120 weiblich) untersuchten Thomas et al. (2003) alters- und geschlechtsspezifische Normwerte für sechs unterschiedliche Altersklassen (Tab. 29.5) in Relation zur Lokalisation des Kraftmesspunktes bei 90° abduziertem Arm in der Skapularebene am Deltoideusansatz bzw. am Handgelenk. Normwertunterschiede zwischen dominantem und nichtdominantem Arm wurden nicht nachgewiesen.
Die alters- und geschlechtsabhängigen Constant-Scores des deutschen Kollektivs liegen in den Altersgruppen 46 bis 60, 61 bis 70 und 71 bis 90 Jahre signifikant höher als die von Constant beschriebenen Referenzwerte für das irische Kollektiv (Constant 1986).

Normierter alters- und geschlechtsgewichteter Constant-Score nach Gerber für die Schweizer Population

GerberConstant-Scorealtersnormiertnach GerberConstant-Scoregeschlechtsnormiertnach Gerber und Mitarbeiter (Yian et al. 2005) ermittelten am bisher größten Kollektiv von 1 620 Probanden (1 046 männlich, 573 weiblich) einen alters- und geschlechtsnormierten Score für die Schweizer Population (Tab. 29.6) unter Zuhilfenahme des Isobex®-Dynamometers für die Kraftmessung. Verglichen mit den normierten Daten von Constant (1986) liegen die normierten Werte sowohl für Schweizer Frauen > 40 Jahre als auch für Schweizer Männer > 60 Jahre signifikant höher als für die entsprechende irische Population.

Wertung des Constant-Scores nach Iannotti

Für die Beurteilung des normalisierten Score-Ergebnisses führte Iannotti die Kategorisierung von „ausgezeichnet“ bis „schlecht“ (Tab. 29.7) im Rahmen der Beurteilung des postoperativen Ergebnisses nach Rotatorenmanschettenrekonstruktion ein (Iannotti et al. 1996).

Wertung des Constant-Scores nach Boehm

Boehm (2002) Constant-ScoreWertungnach Boehm beschreibt eine Wertung des alters- und geschlechtsnormierten Constant-Scores in fünf verschiedenen Kategorien (Tab. 29.8).

Constant-Murley-Score – Fragebogen nach Boehm

Die Constant-Murley-ScorePatientenfragebogen nach BoehmNotwendigkeit der klinischen Nachuntersuchung zur Erhebung des Constant-Scores wird als Nachteil beschrieben (Skutek et al. 2000). Daraus resultierte die Idee eines Fragebogens zur Erhebung des Constant-Scores ohne erneute Vorstellung des Patienten, die von Boehm aufgegriffen wurde. Er entwickelte einen Fragebogen (Abb. 29.1) basierend auf dem Constant-Murley-Score zur Selbstevaluation der Schulterfunktion durch den Patienten (Boehm et al. 2004). Unter besonderer Berücksichtigung der Kraftmessung untersuchte er die Validität und Reliabilität des deutschsprachigen Fragebogens, der die komplette Selbsterhebung des Constant-Scores durch den Patienten ermöglicht. Die Messung der Kraft im Fragebogen erfolgt unter Zuhilfenahme von Tetrapaks und eines Umrechnungsfaktors von 2,20. Die Kraftanalyse zur Berechnung des Umrechnungsfaktors vom Selbsttest zur Maschinentestung durch den Untersucher wurde nach erfolgter Power-Analyse in einem Cross-over-Design durchgeführt. Hierzu mussten die Probanden jeweils drei Wiederholungen mit der Federwaage auf der rechten und linken Seite sowie mit den Tetrapaks auf der rechten und linken Seite durchführen. Es zeigte sich ein hoher korrelativer Zusammenhang (r = 0,878, p < 0,0001) zwischen beiden Verfahren der Kraftmessung. Der Umrechnungsfaktor wurde mit 2,20 ermittelt. Die daraus folgende Punkteverteilung für die Kraft im Constant-Score-Fragebogen ist in Tab. 29.9 dargestellt.
Die Evaluierung des Fragebogens erfolgte an 47 Patienten (32 männlich, 15 weiblich) durch Ausfüllen des Fragebogens und Erhebung des Constant-Scores durch den Arzt. Die Ergebnisse des Patientenfragebogens korrelierten (r = 0,82) signifikant mit dem vom Arzt erhobenen Constant-Score, womit für die Erfassung der Funktionsfähigkeit die Konstruktvalidität gegeben ist. Die Zuverlässigkeit des Fragebogens ist mit einer Retest-Reliabilität von r = 0,675 (p < 0,0001) sowie mit einer internen Konsistenz des Fragebogens von 0,80 und derjenigen des Arztbogens von 0,85 nachgewiesen. Somit stellt dieser Fragebogen ein zuverlässiges und valides Instrument zur Erhebung des Constant-Scores dar.

UCLA Shoulder-Rating-System

Das UCLAUCLA Shoulder-Rating-SystemScoresUCLA Shoulder-Rating-System (University of California at Los Angeles) Shoulder-Rating-System wurde 1981 von Amstutz zur Beurteilung des Ergebnisses nach Schulterendoprothetik (Amstutz et al. 1981) eingeführt (Tab. 29.10). Es können maximal 30 Punkte erzielt werden, die sich zu gleichen Teilen (jeweils 10 Punkte) auf die Kategorien Schmerz, Funktion sowie Muskelkraft und Bewegung verteilen, wobei der niedrigste Werte von 1 den schlechtesten und der höchstmögliche Wert von 10 den besten Zustand angibt. Die Kraft wird nur durch manuelles Testen ohne genaue Angaben zur Armposition und Lokalisation sowie Dauer des gesetzten Widerstandes beurteilt.
Das UCLA Shoulder-Rating-System erlaubt die Angabe von Zwischenwerten, wenn der erhobene Parameter nicht genau die definierten numerischen Parameter trifft, sondern dazwischen liegt. Ein Score von jeweils > 8 für die Kategorien Schmerz, Funktion und Beweglichkeit wird als exzellentes Ergebnis, ein Score von jeweils > 6 als gutes Ergebnis, ein Score von jeweils > 4 als ausreichendes Ergebnis und ein Score von jeweils < 3 als schlechtes Ergebnis gewertet.
Zur Erfassung der Ergebnisse nach Rotatorenmanschettenrekonstruktionen wurde der Score von Ellman modifiziert (Ellman et al. 1986), indem die Kategorie „Muskelkraft und Bewegung“ in zwei Einzelkategorien, „aktive Flexion“ und „Flexionskraft“, mit jeweils maximal 5 Punkten unterteilt und der Parameter der Patientenzufriedenheit in den Score aufgenommen wurde (UCLA End-Result Score; Tab. 29.11). Somit können maximal 35 Punkte erzielt werden. Der niedrigste Score von 2 Punkten spiegelt das schlechteste, der höchste Score von 35 Punkten das beste Ergebnis wider. Ein Score-Ergebnis von < 29 Punkten wird als schlechtes Ergebnis, ein Score zwischen 29 und 33 Punkten als gutes Ergebnis und ein Score von 34 oder 35 Punkten als exzellentes Ergebnis gewertet.
Präoperativ lässt sich dieser Score durch den Parameter „Patientenzufriedenheit“ nicht erheben. Zur Evaluation der glenohumeralen Instabilität ist dieser Score nicht geeignet (Romeo et al. 1996; Gartsman et al. 2000).
Beide UCLA-Scores sind echte funktionelle Scoring-Systeme ohne Vermischung von diagnostischen und funktionellen Parametern. Nicht immer eindeutig zu beurteilen sind die doppelläufigen „Befunde“ für die Parameter Schmerz und Funktion. Auch ist nicht eindeutig definiert, wie ein Patient mit unverändertem Zustand nach dem Eingriff zu klassifizieren ist. Diese Schwächen beider Scores können eine nur geringe Reliabilität, Validität und Empfindlichkeit bedingen. Für die Reliabilität weist der UCLA-Score eine interne Konsistenz von 0,53 (Cronbach‘s alpha) sowie eine Pearson-Korrelation von r = 0,67 mit dem Constant-Score auf (Oh et al. 2009).

DASH-Fragebogen

Die Entwicklung DASH-ScoreScoresDASH-Scoredieses Fragebogens wurde von der Amerikanischen Akademie der Orthopädischen Chirurgen (AAOS), dem Council of Musculoskeletal Speciality Societies (COMSS) und dem Institute for Work and Health (Toronto) gemeinsam initiiert und von Hudak (Hudak et al. 1996) publiziert. Ziel war es, ein kurzes Selbsterhebungsinstrument zur Messung von Symptomen und des funktionellen Status mit dem Fokus auf der physischen Funktion zu entwickeln, das sowohl in der alltäglichen Praxis als auch als Forschungsinstrument anwendbar ist. Die Entwicklung dieses Fragebogens erfolgte anhand der von Guyatt (Guyatt et al. 1986) und Streiner (1991) beschriebenen Strategien zur Skalenentwicklung. Der DASH(Disabilities of the Arm, Shoulder and Hand)-Fragebogen ist kein schulterspezifischer Score, sondern erfasst die physische Funktion und die Symptome aller Gelenke der oberen Extremität unabhängig von der vorliegenden Pathologie. Offenbacher entwickelte eine deutsche Version (DASH-G; Tab. 29.12) und validierte den aus 30 Fragen bestehenden Fragebogen (Offenbacher et al. 2003). Werden mehr als drei Fragen nicht beantwortet, darf der Gesamt-Score nicht berechnet werden. Werden weniger als drei Fragen (10 %) nicht beantwortet, so darf der Mittelwert aller anderen Fragen für die fehlenden Werte verwendet werden. Der Gesamt-Score wird wie folgt berechnet:

Merke

Berechnung des DASH-ScoresDASH-ScoreBerechnung:

[(Summe aller Punkte ÷ Anzahl der beantworteten Fragen) − 1] × 25

Ein Score von 0 stellt hierbei das bestmögliche Ergebnis ohne Einschränkungen (sehr gute Funktion) und ein Score von 100 stellt das schlechteste mögliche Ergebnis mit hoher Einschränkung dar. Zusätzlich gibt es zwei optionale Module, ein Arbeits- und Berufsmodul (Tab. 29.13) sowie ein Sport- und Musikmodul (Tab. 29.14) mit jeweils vier Fragen. Sie umfassen Schwierigkeiten, die im Zusammenhang mit sportlichen, musikalischen oder beruflichen Aktivitäten und Tätigkeiten auftreten können. Diese stehen aber nicht im Zusammenhang mit den übrigen Aktivitäten des täglichen Lebens (Hauptmodul).

Quick-DASH-Fragebogen

Der Quick-DASH-FragebogenQuick-DASH-Fragebogen (Germann et al. 2002, Tab. 29.15) ist eine Kurzversion, bestehend aus 11 Fragen des DASH-Fragebogens. Im Vergleich zum DASH-Fragebogen verliert der Quick-DASH-Fragebogen an Präzision. Die Validität, die Test-Retest-Reliabilität und die Empfindlichkeit des Quick-DASH wurden nachgewiesen (Beaton et al. 2005).
Die Berechnung des Gesamt-Scores erfolgt analog des DASH-Fragebogens, sodass auch hier ein Score von maximal 100 erzielt werden kann. Wird mehr als eine Frage nicht beantwortet, darf der Gesamt-Score nicht berechnet werden. Auch diesem Fragebogen können die optionalen Module „Arbeit und Beruf“ sowie „Sport und Musik“ beigefügt und analog zum DASH-Fragebogen ausgewertet werden. Die Validität des Quick-DASH-Fragebogens wurde bei Patienten, die sich einer Rotatorenmanschettenrekonstruktion oder einer Schulterprothesenimplantation unterziehen mussten, im Vergleich zum DASH-Score überprüft. Bei Patienten mit Schulterprothesenimplantation lag der Quick-DASH-Score um durchschnittlich 1 Punkt höher als der DASH-Score, und bei Patienten mit Rotatorenmanschettenrekonstruktion lag der Quick-DASH-Score um 1–3 Punkte über dem DASH-Score. Der Korrelationskoeffizient zwischen Quick-DASH- und DASH-Score lag bei dieser Patientengruppe bei 0,92. Der Quick-DASH-Score ist für beide Pathologien mit dem DASH-Score gleichwertig (MacDermid, Khadilkar et al. 2015).
Um die Sensitivität und die Vergleichbarkeit mit anderen (v. a. Schmerz-) Messinstrumenten zu verbessern, stellte Matheson eine visuelle analoge Version (VAS) des Quick-DASH-Fragebogens vor (Matheson et al. 2006). Insgesamt umfasst die Quick-DASH-VAS-Version 15 Fragen, zusammengesetzt aus dem Hauptmodul mit 11 Fragen und dem optionalen Arbeits- und Berufsmodul mit vier Fragen. Die VAS bestehen aus einer 15 cm langen horizontalen Linie. Jeweils 1,5 cm entsprechen einer Einheit, sodass eine Abstufung von 10 bis 0 resultiert. Der Gesamt-Score wird durch Addition der einzelnen Scores kalkuliert. Somit kann ein maximaler Score von 150 erzielt werden. Ohne Arbeits- und Berufsmodul kann der Score maximal 110 betragen. Eine gute Validität und Test-Retest-Reliabilität wurde für die VAS-Version nachgewiesen. Sie darf als Alternative zum Quick-DASH-Fragebogen angewandt werden. Bisher wurde jedoch nur eine englischsprachige VAS-Version des Quick-DASH-Fragebogens publiziert.

ASES-Score (American Shoulder and Elbow Surgeons Score)

DerASES-ScoreScoresASES-Score American Shoulder and Elbow Surgeons (ASES) Score wurde vom Research Committee of the American Shoulder and Elbow Surgeons entwickelt und erstmals 1993 auf dessen Annual Closed Meeting vorgestellt. Ziel war es, ein einfach zu handhabendes Instrument, ein Beurteilungsinstrument für alltägliche Aktivitäten inkl. eines Selbsteinschätzungsteils für den Patienten, zu entwickeln (Research Committee 1994). Der ASES-Score besteht somit aus einem Patientenfragebogen (subjektiver Teil) sowie einem klinischen Evaluationsbogen (objektiver Teil), der durch den Arzt erhoben wird. Anhand des klinischen Untersuchungsbogens werden die Parameter Bewegungsausmaß, klinische Zeichen, Kraft und Instabilität untersucht. Da der klinische Evaluationsbogen einem standardisierten Untersuchungsbogen entspricht und nicht als Score ausgewertet wird, verzichten wir auf die Darstellung des Bogens in diesem Kapitel.
Der Patientenfragebogen (Tab. 29.16) erfasst die Parameter Schmerz, Instabilität und Aktivität im alltäglichen Leben. Die Dokumentation der Schmerzen umfasst die Angabe der Schmerzintensität auf einer 10-cm-VAS von 0 (kein Schmerz) bis 10 (maximaler Schmerz); zudem werden Angaben zur Schmerzmedikation abgefragt, die ebenso wie die Angaben zur Schulterinstabilität nicht mit in den Shoulder-Score-Index eingehen. Die vom Patienten empfundene Instabilität wird quantitativ anhand einer VAS erfasst. Der Endpunkt 0 der Skala spiegelt eine stabile Schulter und der Endpunkt 10 eine sehr instabile Schulter wider. Zehn alltägliche Aktivitäten werden mithilfe einer Ordinalskala von 0 bis 3 dokumentiert. Ein Score von 3 stellt keine Einschränkung bei der durchzuführenden Aktivität dar. Für die Aktivität im alltäglichen Leben kann somit ein maximaler Score von 30 erzielt werden. Die Fähigkeiten zu Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL) werden für beide Schultern erfasst.
Lediglich der Patientenfragebogen wird zur Kalkulation des Shoulder-Score-Index herangezogen, wobei nicht alle abgefragten Parameter in die Score-Berechnung mit eingehen. Das Ausmaß der empfundenen Schmerzen sowie der kumulative ADL-Score sind gleich gewichtet.
Der Shoulder-Score-Index wird wie folgt berechnet:

Merke

Shoulder-Score-IndexASES-ScoreShoulder-Score-Index =

[(10 − VAS-Schmerz-Score) × 5] + (5 ÷ 3 × kumulativer ADL-Score)

Somit kann ein maximaler Score von 100 bei normaler Schulterfunktion erzielt werden. Liegt der Score für den Schmerz auf der VAS bei 6 und der kumulative ADL-Score bei 22, so ergibt sich ein Shoulder-Score-Index von 57 = [(10 − 6) × 5 = 20] + [5 ÷ 3 × 22 = 37]. Eine Bewertung des Shoulder-Score-Index wurde bisher nicht eingeführt.
Der Shoulder-Instability-Index zeigt eine gute Korrelation mit dem Constant-Murley-Score, sodass sich der ASES-Patientenfragebogen als ein gutes Instrument zur Beurteilung der Schulter ohne klinische Nachuntersuchung eignet (Skutek et al. 2000).
Für den ASES-Score wurden anhand mehrerer Studien eine gute Validität, Reliabilität und Empfindlichkeit zur Beurteilung bei Schulterinstabilität, Rotatorenmanschettenläsionen und der Omarthrose nachgewiesen (Skutek et al. 2000, Michener und Leggin 2001, Kocher et al. 2005, Schmidt, Ferrer et al. 2014). Die minimale klinisch relevante Differenz liegt bei 9,4 Punkten (Roy, MacDermid et al. 2009).
Beim Vergleich von sechs verschiedenen Beurteilungsinstrumenten (ASES-Score, Constant-Murley-Score, SST, SPADI, UCLA, Wolfgang-Score) für die Schulter zeigte der ASES-Score eine hohe Korrelation (r = 0,770, p < 0,001) zum Shoulder Pain and Disability Index (SPADI) (Placzek et al. 2004).

Shoulder Pain and Disability Index

Der Shoulder Pain and Disability Index (SPADI) Shoulder Pain and Disability IndexScoresShoulder Pain and Disability Index wurde 1991 von Roach und Mitarbeitern vorgestellt (Roach et al. 1991). Es handelt sich hierbei um einen auf VAS basierenden Fragebogen mit fünf schmerzbezogenen Fragen und acht weiteren Fragen zur Funktionsbeeinträchtigung der Schulter. Der Patient wird gebeten, seine Markierung an die Stelle zu setzen, die seine Schulterprobleme der vergangenen Woche am ehesten wiedergibt. Der numerische Score wird berechnet, indem die VAS in 12 gleiche Einheiten unterteilt wird. Somit kann ein Score von 0 bis 11 pro Analogskala erzielt werden, wobei 0 das bestmögliche Ergebnis und 11 das schlechteste Ergebnis darstellt. Die jeweiligen Scores für die Schmerzskala sowie für die Behinderungsskala errechnen sich durch die Addition der Scores der Einzelskalen geteilt durch den maximal möglichen Score multipliziert mit 100. So kann für jeweils beide Skalen ein maximaler Score von 100 erzielt werden, der das schlechtestmögliche Ergebnis beschreibt. Nicht beantwortete Fragen werden nicht in die Berechnung des maximal möglichen Scores einbezogen. Werden jedoch mehr als zwei Fragen nicht beantwortet, darf der Score nicht berechnet werden. Der SPADI-Gesamt-Score errechnet sich aus dem Mittelwert der beiden Einzel-Scores, sodass auch hier ein Score-Ergebnis von 0 bis 100 resultiert. Für die deutsche Version des SPADI (Tab. 29.17) haben Angst und Mitarbeiter (2007) eine gute Reliabilität und Validität nachgewiesen. Die minimale klinisch relevante Differenz wird mit 8–13 Punkten angegeben (Roy, MacDermid et al. 2009).
Williams und Mitarbeiter (1995) stellten eine numerische Skalierung zur Erhebung des Scores mittels Telefonbefragung vor.
Obwohl der SPADI als Patientenfragebogen zu einem subjektiven Befund führen sollte, konnte Roddey (Roddey et al. 2005) für Patienten nach Rotatorenmanschettenrekonstruktion nur eine geringe lineare Relation zwischen SPADI und Selbsteinschätzung des Ergebnisses durch den Patienten nachweisen.

Simple-Shoulder-Test

Der 1992 Simple Shoulder TestScoresSimple Shoulder Testvon Lippitt, Harryman und Matsen vorgestellte Simple-Shoulder-Test (SST; Lippitt et al. 1992) besteht aus 12 einfachen subjektiven sowie funktionsbasierten dichotom (ja – nein) zu beantwortenden Fragen. Durch die fehlende Abstufung der Antwortmöglichkeit ist es unwahrscheinlich, dass der SST geringe, aber klinisch wichtige Veränderungen erfasst. Auch können Unterschiede bezüglich der Schweregrade einer bestimmten Schultererkrankung nicht dokumentiert werden. Vorteil der nur dichotomen Antwortmöglichkeit ist eine gute Reliabilität.
Die jeweiligen Score-Ergebnisse für den einzelnen Patienten werden nicht berechnet. Ebenfalls existiert auch keine Klassifikation der Ergebnisse in exzellent, gut, mäßig oder schlecht. Lippitt et al. empfehlen die Wertung der mit „ja“ beantworteten Fragen mit „1“ und der mit „nein“ beantworteten Fragen mit „0“. Das Ergebnis des SST wird dann anhand der relativen Häufigkeit einer positiv oder negativ beantworteten Frage beschrieben.
Anhand einer umfangreichen Studie an 1 077 Patienten mit Schulterinstabilität und Rotatorenmanschettenläsionen konnten für den SST eine gute Validität, Reliabilität und Empfindlichkeit nachgewiesen werden. Für Patienten unter 40 Jahren, unabhängig von der Art der Schulterverletzung, sowie für junge Patienten mit Schulterinstabilität weist der SST nur eine mäßige Empfindlichkeit auf (Godfrey et al. 2007). Der SST korreliert gut mit dem SPADI, dem ASES-Score (Beaton und Richards, 1996) und der funktionellen Komponente des Short-Form-12 (SF12; Godfrey et al. 2007).
Zur Beurteilung der Verbesserung nach Rotatorenmanschettenrekonstruktionen wurde für den SST eine gute Empfindlichkeit nachgewiesen (McKee und Yoo 2000, MacDermid et al. 2006). Schmidt und Mitarbeiter (2014) empfehlen den Einsatz des SST für klinische und longitudinale Studien (Längsschnittstudien). Für Schulteroperationen unabhängig von der Pathologie wird eine interne Konsistenz von 0,850 (Cronbach alpha) angegeben, die Effektgröße liegt in diesem Patientengut bei 0,505 (Oh, Jo et al. 2009). Eine getestete deutsche Version des SST wurde bisher nicht publiziert. In Tab. 29.18 ist die in unserer Abteilung angewandte Übersetzung des SST dargestellt.

Oxford Shoulder Score

DerOxford Shoulder ScoreScoresOxford Shoulder Score Oxford Shoulder Score (OSS) wurde entwickelt zur Evaluation von Patienten nach Schulteroperation (ausgenommen Schulterstabilisierungsoperationen) und wurde 1996 publiziert (Dawson et al. 1996). Speziell zur Evaluation von Patienten mit Schulterinstabilität wurde ein zweiter Fragebogen (Oxford Shoulder Instability Score) 1999 vorgestellt (Dawson et al. 1999). Beide Fragebögen umfassen jeweils 12 Fragen mit fünf Antwortmöglichkeiten, für die jeweils ein Score von 1 bis 5 vergeben wird. Der Wert 1 stellt hierbei die geringste bzw. keine Einschränkung und der Wert 5 die höchste Einschränkung beim Ausführen der abgefragten Tätigkeiten dar. Somit kann im besten Fall ein Gesamt-Score mit 12 und im schlechtesten Fall ein Score von 60 erzielt werden. Der OSS und auch der Oxford Shoulder Instability Score sind valide und reliabel und ausreichend sensibel für die Erfassung wichtiger klinischer Veränderungen, insbesondere zur Evaluation von Unterschieden zwischen Patientengruppen zu einem definierten Untersuchungszeitpunkt (Dawson et al. 1996, 1999, 2001 und 2008; Schmidt, Ferrer et al. 2014). Aktuell empfehlen die Autoren jedoch ein verändertes Scoring-System für den OSS und den Oxford Shoulder Instability Score (Dawson et al. 2008) von 0 bis 4 pro Frage. Der Wert 4 stellt nun das bestmögliche Ergebnis mit den geringsten Einschränkungen dar, und 0 kennzeichnet das schlechteste Ergebnis, sodass ein bestmögliches Score-Ergebnis von 48 resultiert. Das schlechteste Ergebnis des jeweiligen Scores liegt bei 0. Werden eine oder maximal zwei Fragen im Score nicht beantwortet, darf für die unbeantworteten Fragen der Mittelwert der beantworteten Fragen eingesetzt und der Gesamt-Score berechnet werden. Werden mehr als zwei Fragen nicht beantwortet, sollte der Score nicht berechnet werden. Geben Patienten mehr als eine Antwort pro Frage, so wird die schlechtere Antwort gewertet. Huber und Mitarbeiter (2004) validierten und publizierten eine deutsche Version des OSS, die in Tab. 29.19 dargestellt ist. Die Deutsche Version des OSS weist eine mittlere Korrelation mit dem Constant-Score (r = 0,60) und mit dem UCLA-Score (r = 0,66) auf. Für Patienten mit proximaler Humerusfraktur konnte für die englische Version des OSS eine Korrelation mit dem Constant-Score von r = 0,84 nachgewiesen werden (Baker et al. 2008).
Der Oxford Shoulder Instability Score ist in Tab. 29.20 in Übersetzung dargestellt.

Rowe-Score

Der Rowe-Score Rowe-ScoreScoresRowe-Scorewurde erstmals im Rahmen der Evaluation von Langzeitergebnissen nach Bankart-Repair 1978 vorgestellt (Rowe et al. 1978). Der Rowe-Score erfasst die Bereiche Schulterstabilität mit 50 %, Schulterfunktion mit 30 % und Beweglichkeit mit 20 %. Somit kann ein maximaler Score von 100 erzielt werden, der das bestmögliche Ergebnis widerspiegelt. Durch die starke Wichtung des Parameters Stabilität ist der Rowe-Score nur für die Evaluation der Schulterinstabilität anwendbar.
Im Verlauf von 10 Jahren wurden drei Modifikationen des ursprünglichen Scores von Rowe publiziert (Rowe und Zarins 1981 und 1982, Rowe 1988). Die Modifikationen unterscheiden sich in der Anzahl der abgefragten Parameter, der Gewichtung der jeweiligen Parameter sowie der Wertung der Gesamtergebnisse. Insgesamt können diese drei Modifikationen als Weiterentwicklung des ursprünglichen Rowe-Scores von 1978 gewertet werden, sodass wir uns auf die Darstellung der letzten Modifikation von 1988 in Tab. 29.21 beschränken.
Der ursprüngliche Rowe-Score von 1978 weist einige Schwächen auf. So geht nicht aus dem ursprünglichen Rowe-Score hervor, ob das aktive oder passive Bewegungsausmaß evaluiert wurde und ob das klinisch getestete Apprehension-Zeichen gemeint ist (Kirkley et al. 2003b).
Des Weiteren werden zwei subjektiv zu beantwortende Bereiche mit einem objektiv zu erhebenden Bereich zu einem Gesamt-Score zusammengefasst. Zudem werden funktionelle Beeinträchtigungen und Angaben zum Schmerz in einer somit uneindeutigen Antwort erhoben. Diese Schwäche wurde in einer von Rowe 1981 (Rowe und Zarins 1981) publizierten Modifikation des Scores behoben, indem Schmerz und Funktion getrennt abgefragt werden. In dieser Modifikation erfährt der Schmerz eine Wichtung von 10 %, und die Wichtung der Beweglichkeit wurde auf 10 % reduziert, sodass weiterhin ein Gesamt-Score-Ergebnis von 100 erzielt werden kann. Jobe und Mitarbeiter (1991) modifizierten den 1981 publizierten Rowe-Score zur Evaluation der Schulterstabilität bei Überkopfsportlern, indem der Bereich Funktion durch die Parameter „Fähigkeit, zu werfen“ und „ Rückkehr zum früheren Wettkampfniveau“ verändert wurde. Die Gewichtung der jeweiligen Parameter sowie die Wertung des Gesamtergebnisses wurden von Jobe et al. nicht modifiziert. Die Modifikation des Rowe-Scores von 1982 (Rowe und Zarins 1982) weist eine stärkere Wichtung des Schmerzes mit nun 30 % auf. Die Uneindeutigkeit des Parameters Funktion nimmt durch das zusammengefasste Abfragen von Kraft, Stabilität und Aktivität zu. In dieser Variante beträgt die Wichtung der Beweglichkeit 40 % und die Wichtung der Funktion 30 %, sodass weiterhin ein maximaler Score von 100 als bestmögliches Ergebnis erzielt werden kann. Die Wertung des Gesamt-Score-Ergebnisses entspricht derjenigen der ursprünglichen Version von 1978. Die jüngste Modifikation des Scores von 1988 (Tab. 29.21) fragt die Parameter Funktion, Stabilität und Kraft wieder getrennt ab und schreibt jedem dieser Parameter eine einzelne Wertung zu. Für den Parameter Schmerz kann ein maximaler Score von 15, für die Parameter Stabilität, Funktion und Beweglichkeit kann jeweils ein maximaler Score von 25 und für den Parameter Kraft kann ein maximaler Score von 10 erreicht werden. Der höchste Score gibt jeweils das bestmögliche Ergebnis wieder, sodass das bestmögliche Gesamtergebnis bei 100 liegt. Rowe empfiehlt diesen Score zur Evaluation aller Schultererkrankungen. Ein exzellentes Ergebnis resultiert aus einem Score-Ergebnis von 85 bis 100. Als gutes Ergebnis wird ein Score von 70 bis 84 gewertet. Das Ergebnis ist ausreichend bei einem erreichten Score von 50 bis 69 und ist schlecht bei einem Score von 49 oder weniger. Die 1988 vorgestellte Modifikation des Rowe-Scores weist für Patienten mit anteriorer Rezidivsinstabilität sowie für Patienten mit SLAP-Läsion eine akzeptable Reliabilität und ein ausreichendes Interoberserver-Agreement für das Gesamtscore-Ergebnis auf. Für die Auswertung einzelner Kategorien des Scores konnten keine ausreichende Reliabilität und kein ausreichendes Interobserver-Agreement nachgewiesen werden (Skare, Schroder et al. 2011).

Walch-Duplay-Score

Der Walch-Duplay-Score Walch-Duplay-ScoreScoresWalch-Duplay-Scorewurde 1987 zur Beurteilung der Therapie bei der vorderen Schulterinstabilität von Walch vorgestellt (Walch 1987). Er besteht aus zwei Bereichen und fragt im ersten Bereich, der nicht in die Auswertung mit einbezogen wird, spezifische Parameter zur ausgeführten Sportart und das genaue Bewegungsausmaß ab. Der zweite, auszuwertende Bereich untergliedert sich in die Kategorien alltägliche Aktivität, Stabilität, Beweglichkeit und Schmerz mit gleicher Gewichtung der Kategorien alltägliche Aktivität, Mobilität und Schmerz von 0 bis maximal 25 Punkten, die das bestmögliche Ergebnis widerspiegeln. Die Kategorie Stabilität überwiegt mit einem möglichen Score von + 25 bis − 25 die anderen drei Kategorien. Die Punktzahlen der einzelnen Kategorien werden addiert, sodass ein maximaler Score von 100 Punkten als bestes Ergebnis resultiert (Tab. 29.22).
Ein Score-Ergebnis von 91 bis 100 Punkten wird als exzellent, ein Score-Ergebnis von 76 bis 90 Punkten wird als gutes, ein Score von 51 bis 75 Punkten wird als mittelmäßiges und ein Score von 50 Punkten oder weniger wird als schlechtes Ergebnis gewertet. Der Score wurde bisher nicht auf Validität und Reliabilität überprüft. Zudem finden sich für die Parameter Bewegungsausmaß und Mobilität uneindeutige Definitionen. Für die Angabe des Bewegungsausmaßes in Grad bleibt unklar, ob hiermit das aktive oder das passive Bewegungsausmaß gemeint ist, und in der Kategorie Mobilität lässt sich nur vermuten, dass es sich bei der Evaluation um den Vergleich zur Gegenseite handelt.

Melbourne Instability Shoulder Score (MISS)

Der Melbourne-Instability-Shoulder Score(MISS)-FragebogenMelbourne Instability Shoulder ScoreScoresMelbourne Instability Shoulder Score (Watson et al. 2005) wurde 2005 zur Evaluation der Schulterinstabilität entwickelt und gegen den Shoulder-Rating-Fragebogen (L‘Insalata et al. 1997) als globaler Fragebogen für Schultererkrankungen getestet. Der MISS-Fragebogen weist eine Test-Retest-Reliabilität von 0,98 auf. Signifikante Veränderungen im Krankheitsverlauf bei Patienten mit Schulterinstabilität weist der MISS-Fragebogen besser nach als der Shoulder-Rating-Fragebogen. Die Fragen wurden durch Literaturrecherche, durch Modifikationen des ASES- und des Rowe-Scores, durch Experten- und Patienteninterviews generiert. Der MIS-Score wird kalkuliert aus vier von sechs Sektionen, die die Bereiche Schmerz, Instabilität, Funktion sowie berufliche und sportliche Anforderungen evaluieren. Als bestmögliches Ergebnis kann ein maximales Score-Ergebnis von 100 erzielt werden. Der Schwerpunkt liegt in den Bereichen Instabilität und Funktion. Eine Wertung des Score-Ergebnisses liegt nicht vor. Der Fragebogen ist in Tab. 29.23, sein Scoring-System ist in Tab. 29.24 dargestellt. Eine validierte deutsche Übersetzung des MISS-Fragebogens liegt bisher nicht vor.

Instability Severity Index Score (ISIS)

Im Instability Severity Index ScoreScoresInstability Severity Index ScoreGegensatz zu allen anderen in diesem Kapitel beschriebenen Ergebnismessinstrumenten wurde der ISIS 2007 (Balg und Boileau 2007) zur Entscheidungsfindung der Therapie (arthroskopische vs. offene Stabilisierung) inauguriert und anhand einer Fall-Kontroll-Studie mit 131 Patienten validiert. Zunächst wurden in diesem Patientengut die Risikofaktoren für eine Rezidivinstabilität identifiziert und anschließend im präoperativ zu erhebenden ISIS (Tab. 29.25), der max. 10 Punkte erzielt, integriert. Patienten, die einen Score über 6 Punkte erreichen, weisen ein Rezidivrisiko von 70 % auf und sollten einem offenen Vorgehen zugeführt werden. Patienten mit einem Score ≤ 6 Punkten können arthroskopisch stabilisiert werden. Der ISIS weist eine exzellente Reliabilität mit einem Intraklassenkorrelations-Koeffizient von 0,933 auf bei Patient mit primärtraumatischer anteriorer Schulterinstabilität (Rouleau, Hebert-Davies et al. 2013).

Western Ontario Shoulder Tools

Western Ontario Shoulder Instability Index

DerWestern Ontario Shoulder ToolsScoresWestern Ontario Shoulder Tools Western Ontario Shoulder Instability Index Western Ontario Shoulder ToolsInstability IndexScoresWestern Ontario Shoulder Instability Index (WOSI) ist das erste der drei krankheitsspezifischen Messinstrumente der Lebensqualität für Patienten mit Schulterinstabilität, die von Kirkley und Mitarbeitern (1998) im Rahmen der Western Ontario Shoulder Tools nach der Methodologie von Kirshner und Guyatt (1985) entwickelt wurden. Die Fragen für alle drei krankheitsspezifischen Messinstrumente (WOSI; WOOS – Western Ontario Osteoarthritis of the Shoulder Index; WORC – Western Ontario Rotator Cuff Index) wurden jeweils in drei Schritten, nach Literaturrecherche mit der Recherche nach bereits existierenden Messinstrumenten sowie Interviews mit Klinikern und Patienten, generiert. Der hieraus generierte Fragenpool von 300 Fragen wurde mithilfe von 100 befragten selektierten Patienten auf jeweils 21 Fragen für den WOSI (Tab. 29.26) und den WORC sowie 19 Fragen für den WOOS reduziert. Die Reliabilität und die „Empfindlichkeit“ des WOSI wurden anhand von 51 schulterstabilen Patienten und 47 Patienten evaluiert, die sich zuvor einer anterioren Stabilisierungsoperation unterzogen haben. Im Vergleich mit dem ASES-, dem UCLA-, dem Constant-, dem DASH- und dem Rowe-Score (1988) sowie dem SF-12 zeigte der WOSI die höchste Korrelation mit dem DASH-Score (r = 0,77, r = 0,76). Am geringsten korreliert der WOSI mit dem SF-12 (r = 0,12). Richards und Harniman (2001) bestätigten anhand der Evaluation von Langzeitergebnissen bei posteriorer Instabilität die überlegene „Empfindlichkeit“ des WOSI gegenüber dem Rowe-, dem DASH-, dem Constant-, dem ASES-, dem UCLA-Score und dem SF-12. Der WOSI umfasst zehn Fragen zu klinischen Symptomen, vier Fragen zu Sport/Freizeitaktivitäten/Arbeitsfunktion, vier Fragen zur Lebensstilfunktion und drei Fragen zur emotionalen Funktion. Die jeweilige Antwort wird auf einer 100-mm-VAS, deren Endpunkte verbal verankert sind, dokumentiert. Hieraus ergibt sich ein Score von 0 bis 100 pro Frage, sodass der addierte bestmögliche Gesamtscore 0 beträgt (keine Einschränkung der Lebensqualität durch die Schulter) und der schlechteste Score mit maximaler Beeinträchtigung der Lebensqualität durch die Schulter bei 2 100 liegt. In einer späteren Publikation empfehlen Kirkley und Mitarbeiter (Kirkley et al. 2003b) neben der Angabe des Roh-Scores auch die Konvertierung des Scores in Prozentangaben (Roh-Score 0 entspricht 100 % = bestes Ergebnis; Roh-Score 2 100 entspricht 0 % = schlechtestes Ergebnis). Die Konvertierung des Roh-Scores in Prozentangeben erfolgt folgendermaßen:

Merke

(2 100 − vom Patienten erzielter Score) ÷ 2 100 × 100 = Score in %

Hofstaetter und Mitarbeiter publizierten 2010 eine validierte deutsche Version des Western Ontario Shoulder Instability Index (Tab. 29.26) mit einer hohen internen Konsistenz von 0,92 (Cronbach‘s alpha) und einer exzellenten Test-Retest-Reliabilität nach 24–72 h von 0,98 (Intraklassen-Korrelationskoeffizient) (Hofstaetter, Hanslik-Schnabel et al. 2010). Zeitgleich wurde von der Schweizer Arbeitsgruppe von Drerup et al. (2010) eine deutsche Version publiziert. Auch in dieser Version zeigte sich eine gute Test-Retest-Reliabilität mit einem Intraklassen-Korrelationskoeffizient von 0,867 nach 10 Tagen und eine hohe interne Konsistenz mit 0,89 (Cronbach‘s alpha) bei 30 Patienten mit Schulterinstabilität. Der WOSI stellt somit ein geeignetes Messinstrument zur Selbstbeurteilung der Schulterinstabilität dar. Oh und Mitarbeiter (2009) geben für den WOSI eine Effektgröße von 0,625 an.

Western Ontario Osteoarthritis of the Shoulder Index

Der Western Ontario Shoulder ToolsOsteoarthritis of the Shoulder IndexScoresWestern Ontario Osteoarthritis of the Shoulder IndexWestern Ontario Osteoarthritis of the Shoulder Index (WOOS; Tab. 29.27) wurde von der Arbeitsgruppe um Kirkely et al. 2001 (Lo et al. 2001) als Ergebnismessinstrument zur Evaluation von Patienten mit symptomatischer primärer Omarthrose vorgestellt. Seine Entwicklung erfolgte analog des WOSI. Der WOOS besteht aus 19 Fragen, die jeweils auf einer verbal verankerten VAS beantwortet werden. Die 19 Fragen sind verteilt auf die Bereiche körperliche Symptome mit sechs Fragen, Sport-/Freizeit-/Arbeitsfunktion mit fünf Fragen, Lebensstilfunktion mit fünf Fragen und emotionelle Funktion mit drei Fragen. Der bestmöglich erzielbare Score liegt bei einem Roh-Score von 0 bzw. 100 % und der schlechtestmögliche Roh-Score beträgt 1 900 bzw. 0 % nach Addition der Einzel-Scores. Die Konvertierung des Roh-Scores in Prozentangaben erfolgt folgendermaßen:

Merke

(1 900 − vom Patienten erzielter Score) ÷ 1 900 × 100 = Score in %

Der WOOS wurde an 41 Patienten mit Omarthrose validiert und auf „Empfindlichkeit“ getestet. Er weist eine gute Korrelation mit dem Constant-Score (r = 0,69 bis 0,73) auf und stellt für Patienten mit Omarthrose das empfindlichste Messinstrument verglichen mit der McGill-VAS, dem UCLA-Score, dem ASES-Score, dem McGill Pain Score, dem Constant-Score und dem SF-12 dar. Eine deutschsprachige validierte Version des WOOS liegt vor (Kirkley et al. 2003b).

Western Ontario Rotator Cuff Index (WORC)

Der Western Ontario Shoulder ToolsRotator Cuff IndexScoresWestern Ontario Rotator Cuff IndexWestern Ontario Rotator Cuff Index (WORC) wurde als letztes der drei krankheitsspezifischen Messinstrumente der Lebensqualität 2003 vorgestellt (Kirkley et al. 2003a). Auch die Entwicklung des WORC erfolgte analog der Entwicklung des WOSI und des WOOS. Die Reliabilität und die Validität des WORC wurden an 110 behandelten Patienten mit Tendinitis der Rotatorenmanschette ohne Ruptur und an Patienten mit einer kleinen Rotatorenmanschettenruptur beurteilt. Im Vergleich mit dem ASES-Score, dem UCLA-Score, dem Constant-Score, dem DASH-Score, dem Global Rating of Change, der Sickness Impact Profile Total Scale und dem SF-36 zeigt der WORC die beste Korrelation mit dem ASES-Score (r = 0,73; 0,75), dem DASH-Score (r = 0,69; 0,65) (de Witte, Henseler et al. 2012) und dem UCLA-Score (r = 0,65). Bei Patienten mit subakromialem Impingement, Tendinosis calcarea und Rotatorenmanschettenrupturen zeigt sich eine gute Korrelation (r = 0,56) zwischen WORC und Constant-Score. Die Effektgröße in diesem Patientengut wurde mit 0,96 angegeben. Der WORC weist eine hohe interne Konsistenz (Cronbach‘s alpha 0,95) sowie eine hohe Intraklassen-Korrelation von 0,89 auf. Insgesamt weist der WORC eine hohe interne Konsistenz, eine hohe Test-Retest-Reliabilität und eine gute Empfindlichkeit auf (de Witte, Henseler et al. 2012). Im Gegensatz zum WOSI und WOOS fragt der WORC fünf Kategorien ab. Dies sind die Kategorien körperliche Symptome mit sechs Fragen, Sport-/Freizeit-/Arbeitsfunktion, Lebensstilfunktion mit jeweils vier Fragen und die emotionelle Funktion mit drei Fragen. Bei insgesamt 21 Fragen erfolgt das Scoring analog zum WOSI, wobei ein Roh-Score von 0 (bzw. 100 %) das bestmögliche und ein Roh-Score von 2100 (bzw. 0 %) das schlechtestmögliche Ergebnis wiedergibt.
Huber und Mitarbeiter publizierten 2005 eine deutsche Version des WORC (Huber et al. 2005; Tab. 29.28). Sie überprüften die Reliabilität, Validität und die Praktikabilität dieser deutschen Version an 102 Patienten mit Impingement-Symptomatik. Der deutsche WORC weist mit einer Korrelation von r = 0,96 eine exzellente Test-Retest-Reliabilität auf. Im Vergleich mit dem Constant-Score, dem UCLA-Score und dem SF-36 weist der WORC die beste Korrelation mit dem UCLA-Score (r = 0,81), gefolgt vom Constant-Score mit r = 0,74 auf. Der WORC weist eine mit dem Rotator Cuff Quality-of-Life Measure (RC-QOL) vergleichbare Validität auf (Razmjou et al. 2006).

Rotator Cuff Quality-of-Life Measure (RC-QOL)

Im RahmenRotator Cuff Quality-of-Life MeasureScoresRotator Cuff Quality-of-Life Measure einer 6-Jahres-Nachuntersuchungsstudie von großen Rotatorenmanschettenrupturen und Massenrupturen stellten Hollinshead et al. (2000) den Rotator Cuff Quality-of-Life Measure (RC-QOL) im Jahr 2000 vor (Tab. 29.29). Dieses Instrument soll jedoch das gesamte Spektrum der Rotatorenmanschettenerkrankungen erfassen können (Kirkley et al. 2003b). Der Fragebogen wurde nach der Methode von Guyatt et al. (1987) in drei Schritten, wie bereits in Kap. 29.14 beschrieben, entwickelt. Der ursprüngliche Fragebogen bestand aus 55 Fragen, die auf 34 Fragen in seiner endgültigen Version reduziert wurden. Der RC-QOL umfasst die fünf Kategorien Symptome und körperliche Beschwerden mit 16 Fragen, Sport/Freizeit mit vier Fragen, arbeitsbezogene Belange mit vier Fragen, Lebensstil mit fünf Fragen und soziale und emotionale Belange mit fünf Fragen. Als Antwortmöglichkeit ist jeweils eine VAS von 100 mm Länge vorgegeben. Somit kann nach Addition der Einzel-Scores ein maximaler Roh-Score von 3 400 erzielt werden, der auch das bestmögliche Ergebnis widerspiegelt. Der schlechtestmögliche Roh-Score liegt bei 0. Um eine bessere Vergleichbarkeit mit anderen Scores zu erzielen, empfehlen die Autoren die Angabe des Scores in Prozent:

Merke

(3 400 − vom Patienten erzieltem Score) ÷ 3 400 × 100 = Score in %

Validiert wurde der RC-QOL anhand von 41 Patienten mit Impingement-Symptomatik oder Rotatorenmanschettenruptur im Vergleich zum WORC. In Abhängigkeit der Subkategorien variiert die Korrelation zwischen beiden Scores von 0,45 bis 0,85 (Razmjou et al. 2006).
Eine validierte deutsche Übersetzung des RC-QOL liegt nicht vor.

Athletic Shoulder Outcome Rating Scale

Viele Scores Athletic Shoulder Outcome Rating ScaleScoresAthletic Shoulder Outcome Rating Scalesind nicht ausreichend empfindlich für die hohen Ansprüche von Sportlern an ihre Schulter. Anhand einer vergleichenden Studie an gesunden Sportlern untersuchten Soldatis et al. die Sensitivität von fünf verschiedenen Schulter-Scores. Der UCLA End Result Score zeigte für gesunde Sportler eine bessere Sensitivität als der Rowe-, ASES-, Constant-Murley-Score und SST (Soldatis et al. 1997). Speziell für Sportler stellten Tibone und Bradley 1993 die Athletic Shoulder Outcome Rating Scale vor (Tibone und Bradley 1992, Tab. 29.30), die sich wiederum für die Evaluation von Schultererkrankungen des allgemeinen Patientengutes nicht eignet, da sie überwiegend die Beeinträchtigung während der sportlichen Tätigkeit erfasst. Insgesamt können als bestmöglicher Score 100 Punkte erzielt werden. Im schlechtesten Fall liegt der Score bei 0 Punkten. Hierbei verteilen sich 90 Punkte auf das subjektive Empfinden während der sportlichen Aktivität mit den Unterkategorien Schmerzsymptome beim Wettkampf, Kraft/Ausdauer, Stabilität, Intensität und Leistungsfähigkeit. Nur 10 Punkte erfassen das objektive Bewegungsausmaß.
Der Gesamt-Score errechnet sich durch Addition der Punkte der einzelnen Kategorien, wobei die Leistungsfähigkeit mit max. 50 möglichen Punkten den Score am stärksten beeinflusst. Ein Gesamtergebnis des Scores zwischen 90 und 100 Punkten wird als exzellentes, ein Score zwischen 70 und 89 Punkten wird als gutes, ein Score zwischen 50 und 69 Punkten als ausreichendes und ein Score von weniger als 50 Punkten als schlechtes Ergebnis gewertet. Die Athletic Shoulder Outcome Rating Scale ist ein selten angewandter Score, für den bisher keine validierte deutschsprachige Übersetzung vorliegt.

Taft-Score

Im Rahmen Taft-ScoreScoresTaft-Scoreder Evaluation von Langzeitergebnissen von 127 Patienten mit akuter AC-Gelenkdissoziation entwickelten Taft und Mitarbeiter (1987) einen Score (Tab. 29.31), der subjektive, objektive und radiologische Befunde erfasst. Für jede Kategorie wird eine 4-Punkte-Skala angewandt, die Scores der Einzelkategorien werden addiert bzw. subtrahiert, sodass maximal 12 Punkte erzielt werden können, die das bestmögliche Ergebnis widerspiegeln. Das schlechtestmögliche Ergebnis beschreibt 1 Punkt. In die subjektive Bewertung fließen die Parameter Schmerz und Steifigkeit ein. Zu den objektiven Parametern zählen die Kraft und das Bewegungsausmaß der Schulter im Vergleich zur Gegenseite, und die radiologische Bewertung erfolgt anhand des Dislokationsgrades des AC-Gelenks und des Auftretens posttraumatischer degenerativer Veränderungen des AC-Gelenks.
Einen Gesamt-Score von 12 Punkten bewerten die Autoren als perfektes und einen Gesamt-Score von sechs oder weniger Punkten als schlechtes Ergebnis.

Subjektiver Schulterwert (Subjective Shoulder Value)

Gerber Subjective Shoulder ValueScoresSubjective Shoulder Valuepublizierte 2007 eine einfache, reproduzierbare und valide Frage zur rein subjektiven, vom Untersucher unbeeinflussten Evaluation der Schulterfunktion durch den Patienten (Gilbart und Gerber 2007). Der Patient wird gebeten, genau folgende Frage zu beantworten: „Was ist der allgemeine Prozentwert Ihrer Schulter, wenn eine vollkommen normale Schulter 100 % entspricht?“
Kann ein Patient diese Frage nicht beantworten oder benötigt weiterführende Informationen, so muss folgende Frage gestellt werden: „Eine vollkommen normale Schulter würde Sie 100 Euro kosten. Was würden Sie für Ihre Schulter bezahlen?“
Die Antwort entspricht dem subjektiven Schulterwert in Prozent. Anhand einer prospektiven Untersuchung weist Gerber eine von der Schulterpathologie abhängige mäßige (Omarthrose: r = 0,69, Instabilität: r = 0,61) bis hohe Korrelation (Rotatorenmanschettenläsion: r = 0,8) mit dem Constant-Score nach.

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