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B978-3-437-58385-8.00005-9

10.1016/B978-3-437-58385-8.00005-9

978-3-437-58385-8

Prüfungstermin März 2006

113 ?

Einfachauswahl

Unter dem Begriff „Craving“ versteht man:

Antwort A Vernachlässigung von sozialen Kontakten

Antwort B Ein unwiderstehliches Verlangen nach einer Substanz

Antwort C Eine Toleranzentwicklung während des Substanzmissbrauchs

Antwort D Das Suchtpotenzial einer Substanz

Antwort E Beschaffungskriminalität

113 !

Antwort B ist richtig.

Zu A Falsch. Kommentar zu B.

Zu B Richtig. Unter Craving versteht man das unter Antwort B beschriebene „unwiderstehliche Verlangen nach einer Substanz“ („Gier nach der Droge“). Alle anderen Aussagen sind falsch.

Zu C Falsch. Kommentar zu B.

Zu D Falsch. Kommentar zu B.

Zu E Falsch. Kommentar zu B.

114 ?

Einfachauswahl

Die Parkinson-Krankheit ist häufig verbunden mit psychischen Störungen, die den motorischen Symptomen vorausgehen können. Hierbei handelt es sich am häufigsten um:

Antwort A Schwere kognitive Beeinträchtigungen

Antwort B Wahn

Antwort C Depression

Antwort D Angststörungen

Antwort E Halluzinationen

114 !

Antwort C ist richtig.

Zu A Falsch. Es geht in dieser Frage nicht um Folgeerkrankungen des Morbus Parkinson, sondern um psychische Störungen, die den motorischen Symptomen vorausgehen. Bei der Parkinson-Krankheit kommt es zwar im Verlauf der Erkrankung zu kognitiven Beeinträchtigungen, sie gehen den motorischen Symptomen jedoch nicht voraus.

Zu B Falsch. Viele Parkinson-Patienten entwickeln nach langer Krankheitsdauer (nicht im Vorfeld!) Halluzinationen oder wahnhafte Zustände als Zusatzsymptome einer Demenzentwicklung.

Zu C Richtig. Viele Parkinson-Patienten leiden unter Depressionen, die oft schon Jahre vor den motorischen Störungen auftreten können. Der Grund hierfür liegt in einem Mangel des Neurotransmitters Dopamin. Ein Dopamin-Mangel kann sowohl depressive Symptome als auch Bewegungsstörungen verursachen.

Zu D Falsch. Bis zu 40 % aller Parkinson-Patienten entwickeln zwar im Verlauf der Erkrankung Angststörungen (Panikstörungen, generalisierte Angst, soziale Phobien). Sie gehen den motorischen Störungen jedoch nicht voraus.

Zu E Falsch. Kommentar zu B.

115 ?

Aussagenkombination

Symptome einer schizophrenen Erkrankung sind:

  • 1.

    Wahn

  • 2.

    Orientierungsstörungen

  • 3.

    Ich-Störungen

  • 4.

    Störungen der Affektivität

  • 5.

    Halluzinationen

Antwort A Nur 1, 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort B Nur 1, 2, 3 und 5 sind richtig.

Antwort C Nur 1, 2, 4 und 5 sind richtig.

Antwort D Nur 1, 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort E Nur 2, 3, 4 und 5 sind richtig.

115 !

Antwort D ist richtig.

Zu 1 Richtig. Wahn ist ein Erstrangsymptom der Schizophrenie.

Zu 2 Falsch. Patienten mit Schizophrenie sind i. d. R. voll orientiert und bewusstseinsklar.

Zu 3 Richtig. Ich-Störungen (z. B. Beeinflussungserlebnisse oder Gedankenausbreitung) sind typisch für schizophrene Erkrankungen.

Zu 4 Richtig. Störungen der Affektivität wie Gefühlsverarmung, Affektverflachung oder Parathymie sind typische Negativsymptome der Schizophrenie. Sie finden sich vor allem bei Krankheitsbildern wie der Hebephrenie, der Schizophrenia simplex oder dem schizophrenem Residuum.

Zu 5 Richtig. Halluzinationen – vor allem akustische Halluzinationen – zählen zu den Erstrangsymptomen der Schizophrenie. Sie finden sich vor allem bei der paranoiden Schizophrenie.

116 ?

Aussagenkombination

Bei schweren Depressionen können zur Behandlung Antidepressiva eingesetzt werden. – Welche der Aussagen zu dieser Medikamentengruppe treffen zu?

  • 1.

    Sie hellen die Stimmung auf.

  • 2.

    Bei höherer Dosierung besteht die Gefahr der Medikamentenabhängigkeit.

  • 3.

    Die beabsichtigte Wirkung setzt nach 2–5 Tagen ein.

  • 4.

    Zu Beginn der Behandlung kann es zu Koordinationsstörungen, Mundtrockenheit und Sehstörungen kommen.

Antwort A Nur 1 und 4 sind richtig.

Antwort B Nur 2 und 3 sind richtig.

Antwort C Nur 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort D Nur 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen sind richtig.

116 !

Antwort A ist richtig.

Zu 1 Richtig. Die meisten Antidepressiva wirken antriebssteigernd und stimmungsaufhellend, bei einigen wenigen steht die sedierende Wirkung im Vordergrund.

Zu 2 Falsch. Antidepressiva machen nicht abhängig.

Zu 3 Falsch. 2–5 Tage nach Einnahme eines Antidepressivums tritt – abhängig vom Medikament – meist eine Antriebssteigerung ein. Die beabsichtigte Stimmungsaufhellung folgt meist erst 2–6 Wochen später.

Zu 4 Richtig. Zu Beginn der Behandlung treten häufig Nebenwirkungen wie Sehstörungen, Mundtrockenheit oder Koordinationsstörungen auf.

117 ?

Einfachauswahl

Eine im 6. Monat schwangere Patientin klagt über Schlafstörungen wegen nächtlicher Lärmbelästigung durch die Nachbarn. Sie wohnt in einem ruhigen kleinen Dorf.

Antwort A Es handelt sich um eine hormonell bedingte Überempfindlichkeit.

Antwort B Es handelt sich evtl. um eine Psychose, aber Schwangere dürfen keine Medikamente einnehmen.

Antwort C Vor einer körperlichen Diagnostik muss die Entbindung abgewartet werden.

Antwort D Eine Psychoanalyse könnte die eigentliche Ursache der Schlafstörungen aufdecken, ist in der Schwangerschaft aber kontraindiziert.

Antwort E Zur Abklärung einer möglichen Psychose sind fremdanamnestische Angaben erforderlich.

117 !

Antwort E ist richtig.

Zu A Falsch. Es könnte sich um eine hormonell bedingte Überempfindlichkeit handeln; die Frau könnte aber auch an einer Schwangerschaftspsychose leiden. Dies muss differenzialdiagnostisch geklärt werden.

Zu B Falsch. Wie unter A ausgeführt, könnte es sich um eine Schwangerschaftspsychose handeln. Dass in der Schwangerschaft grundsätzlich keine Medikamente genommen werden dürfen, stimmt so nicht. Bei schweren Erkrankungen kann es notwendig sein, trotz Risiken für das Kind eine Medikation zu erwägen.

Zu C Falsch. Körperliche Untersuchungen finden regelmäßig während einer Schwangerschaft statt.

Zu D Falsch. Eine Psychoanalyse in der Schwangerschaft wäre nur kontraindiziert, wenn sich der Verdacht einer Psychose erhärtet. Allerdings ist die Psychoanalyse eine Langzeittherapie, kann also auf keinen Fall kurzzeitig die eigentliche Ursache der Schlafstörungen aufdecken.

Zu E Richtig. Um zu überprüfen, ob die Angaben der Frau der Realität entsprechen, könnte man den Partner der Frau befragen („Gab es im Dorf in letzter Zeit Lärmbelästigungen durch Nachbarn?“)

118 ?

Einfachauswahl

Wie wird der Body-Mass-Index (BMI, Körpermassenzahl) berechnet?

Antwort A Körpergewicht in kg ÷ Quadrat der Körpergröße in m

Antwort B Körpergewicht in kg ÷ Bauchumfang in cm

Antwort C Körpergröße in m ÷ Körpergewicht in kg

Antwort D Körpergröße in cm minus 100

Antwort E Körpergröße in m ÷ Brustumfang in m

118 !

Antwort A ist richtig.

Zu A Richtig. Berechnung des BMI: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Meter zum Quadrat.

Zu B Falsch. Kommentar zu A.

Zu C Falsch. Kommentar zu A.

Zu D Falsch. Kommentar zu A.

Zu E Falsch. Kommentar zu A.

119 ?

Einfachauswahl

Welche der folgenden Erkrankungen bringt das größte Sterblichkeitsrisiko mit sich?

Antwort A Bulimia nervosa

Antwort B Anorexia nervosa

Antwort C Hypochondrische Störung

Antwort D Somatoforme autonome Funktionsstörung (Herz- und Kreislauf-System)

Antwort E Generalisierte Angststörung

119 !

Antwort B ist richtig.

Zu A Falsch. Die Bulimia nervosa kann zu einer Reihe von körperlichen Folgeschäden führen (Störungen des Elektrolythaushalts; Herzrhythmusstörungen), die jedoch i. d. R. nicht eine erhöhte Letalität (= tödlich verlaufende Fälle) zur Folge haben.

Zu B Richtig. Die Magersucht ist nach Meinung von Experten die psychische Krankheit mit der höchsten Sterblichkeitsrate. Bis zu 15 % der Betroffenen sterben an der Erkrankung – teilweise an den Folgen der Mangelernährung, teilweise durch Suizid.

Zu C Falsch. Menschen mit Hypochondrie haben zwar die Befürchtung, eine schwere körperliche Erkrankung zu haben, sind jedoch körperlich gesund. Die Lebenserwartung ist deshalb normal.

Zu D Falsch. Beim Herzangstsyndrom (= somatoforme autonome Funktionsstörung des Herzens) ergeben medizinische Untersuchungen keinen körperlichen Befund, die Lebenserwartung ist deshalb normal.

Zu E Falsch. Bei der generalisierten Angststörung haben die Betroffenen u. a. auch Befürchtungen in Bezug auf die eigene Gesundheit. Dies hat jedoch keine körperlichen Erkrankungen zur Folge.

120 ?

Aussagenkombination

Ein Déjà-vu-Erlebnis ist gekennzeichnet durch:

  • 1.

    Gefühl, etwas schon einmal gesehen zu haben

  • 2.

    Ablaufen des eigenen „Lebensfilms“ in ganz kurzer Zeit

  • 3.

    Empfindung, als schaue man sich selbst zu, wie man im Leben handelt

Antwort A Nur 1 ist richtig.

Antwort B Nur 2 ist richtig.

Antwort C Nur 3 ist richtig.

Antwort D Nur 1 und 3 sind richtig.

Antwort E Nur 2 und 3 sind richtig.

120 !

Antwort A ist richtig.

Zu 1 Richtig. „Déjà vu“ kommt aus dem Französischen und bedeutet: „schon gesehen“. Bei einem Déjà-vu-Erlebnis haben Menschen das Gefühl, eine Situation schon einmal erlebt zu haben oder einen Ort wiederzuerkennen, obwohl dies objektiv nicht der Fall ist.

Zu 2 Falsch. Viele Menschen mit Nahtoderfahrungen beschreiben ein Ablaufen des „Lebensfilms“ in ganz kurzer Zeit. Dies wird nicht als Déjà-vu-Erlebnis bezeichnet.

Zu 3 Falsch. Die „Empfindung, als schaue man sich selbst zu, wie man im Leben handelt“ ist ein Merkmal der Depersonalisation oder eines von mehreren Symptomen, die beim Schock auftreten können. Dies hat nichts mit dem Phänomen eines „Déjà vu“ zu tun.

121 ?

Einfachauswahl

Die „systematische Desensibilisierung“ ist eine Technik der:

Antwort A Verhaltenstherapie

Antwort B Psychoanalyse

Antwort C Gesprächspsychotherapie

Antwort D Logotherapie

Antwort E Körperorientierten Psychotherapie

121 !

Antwort A ist richtig.

Zu A Richtig. Bei der systematischen Desensibilisierung nach Joseph Wolpe (1958) wird der Klient im Zustand der Entspannung (meist liegend) langsam an das angstbesetzte Objekt (Hunde, Spinnen etc.) gewöhnt. Dabei wird eine „Angsthierarchie“ (= Stufenleiter der Angst) erarbeitet. Der Klient soll sich zunächst an das am wenigsten angsteinflößende Objekt (z. B. das Bild eines Hundes aus weiter Ferne) gewöhnen, bevor der Reiz allmählich gesteigert wird. Grundannahme ist, dass Entspannung und Angst nicht gleichzeitig existieren können, sich also gegenseitig hemmen (Prinzip der „reziproken Hemmung“). Die systematische Desensibilisierung ist eine spezielle Form der Gegenkonditionierung und zählt zur Verhaltenstherapie.

Zu B Falsch. Kommentar zu A.

Zu C Falsch. Kommentar zu A.

Zu D Falsch. Kommentar zu A.

Zu E Falsch. Kommentar zu A.

122 ?

Einfachauswahl

Welche Aussage zur Suizidalität ist nicht zutreffend?

Antwort A Zu Beginn der Behandlung einer Depression mit Antidepressiva kann die Suizidalität zunehmen.

Antwort B Zu Beginn einer psychotherapeutischen Behandlung einer Depression kann die Suizidalität zunehmen.

Antwort C Die überwiegende Zahl von Suiziden erfolgt infolge krankheitsunabhängiger schwieriger Lebensumstände wie Arbeitslosigkeit oder Familienstand und weniger im Rahmen einer psychischen Erkrankung.

Antwort D In der Bundesrepublik Deutschland sterben mehr Menschen an Suizid als an illegalen Drogen.

Antwort E Hinterbliebene nach Suizid haben ein erhöhtes Risiko, selbst psychisch zu erkranken.

122 !

Antwort C ist nicht zutreffend.

Zu A Richtig. Viele Antidepressiva wirken zunächst antriebssteigernd, erst später stimmungsaufhellend. In dieser Anfangsphase haben die Betroffenen die Energie, ihre suizidalen Gedanken in die Tat umzusetzen.

Zu B Richtig. Bei vorhandener oder latenter Suizidalität sind aufdeckende Verfahren zu Beginn der Behandlung i. d. R. kontraindiziert: Sie könnten längst vergangene suizidale Gedanken aktivieren, die z. B. bei belastenden Erlebnissen der Kindheit vorhanden waren.

Zu C Falsch. Die überwiegende Zahl von Suiziden erfolgt infolge einer psychischen Erkrankung.

Zu D Richtig. Die Todesrate für Suizid ist um ein Vielfaches höher als die für illegale Drogen.

Zu E Richtig. Für die Hinterbliebenen ist der Suizid eines nahen Menschen ein Schock. Viele entwickeln Schuldgefühle, Depressionen, Angststörungen etc.

123 ?

Aussagenkombination

Unter Abwehr versteht man in der Psychoanalyse alle intrapsychischen Operationen, die das Ziel haben, unlustvolle Gefühle nicht bewusst werden zu lassen. Welche Begriffe beschreiben Abwehrmechanismen?

  • 1.

    Projektion

  • 2.

    Spaltung

  • 3.

    Verdrängung

  • 4.

    Narzissmus

  • 5.

    Identifikation

Antwort A Nur 1 und 2 sind richtig.

Antwort B Nur 2 und 3 sind richtig.

Antwort C Nur 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort D Nur 1, 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort E Nur 1, 2, 3 und 5 sind richtig.

123 !

Antwort E ist richtig.

Zu 1 Richtig. Beim Abwehrmechanismus der Projektion werden Impulse oder Eigenschaften, die jemand an sich selbst nicht leiden kann, auf andere projiziert und dort kritisiert.

Zu 2 Richtig. Eine Person mit guten und schlechten Eigenschaften wird in zwei Personen aufgespalten: eine gute und eine schlechte. Dahinter liegen Kindheitserlebnisse, in denen z. B. ein teilweise liebevoller, teilweise gewaltausübender Vater in den „lieben Papa“ und „das Monster“ aufgespalten wird.

Zu 3 Richtig. Verdrängung ist ein zentraler Abwehrmechanismus, bei dem nicht akzeptierte Gefühle und Impulse ins Unbewusste „verdrängt“ werden.

Zu 4 Falsch. Narzissmus ist ein stark selbstbezogenes Verhalten, kein Abwehrmechanismus.

Zu 5 Richtig. Um sich gegen einen Aggressor nicht wehren zu müssen, macht jemand sich dessen Charakter und Werte zu eigen: Er identifiziert sich mit ihm.

124 ?

Mehrfachauswahl: Wählen Sie zwei Antworten.

Zu den formalen Denkstörungen zählen:

Antwort A Neologismen

Antwort B Ich-Erlebnis-Störungen

Antwort C Gedankenlautwerden

Antwort D Beeinflussungserleben

Antwort E Perseveration

124 !

Richtig sind die Antworten A und E.

Zu A Richtig. Neologismen sind Wortneubildungen. Sie zählen zu den formalen Denkstörungen, die bei schizophrenen Erkrankungen vorkommen.

Zu B Falsch. Ich-Erlebnis-Störungen stellen eine eigene Kategorie von Symptomen dar. Zu den Ich-Störungen zählen Symptome wie Gedankeneingebung, Gedankenausbreitung oder das Gefühl, von fremden Mächten beeinflusst zu werden.

Zu C Falsch. Wenn jemand seine eigenen Gedanken laut hört, sind das akustische Halluzinationen. Da die Betroffenen glauben, andere könnten ihre lauten Gedanken hören, zählen sie in manchen Lehrbüchern zusätzlich auch zu den schizophrenen Ich-Störungen.

Zu D Falsch. Beeinflussungserleben zählt zu den schizophrenen Ich-Störungen.

Zu E Richtig. Perseveration bezeichnet das Haftenbleiben an bestimmten Gedankengängen oder das beharrliche Wiederholen von Wörtern oder Sätzen, die im aktuellen Zusammenhang nicht mehr sinnvoll sind. Perseveration tritt häufig bei organisch bedingten psychischen Störungen auf (Alzheimer-Demenz, Epilepsie), aber auch bei Autismus, ADHS und Schizophrenie.

125 ?

Einfachauswahl

Als charakteristische formale Denkstörung ist bei der depressiven Episode vor allem zu finden:

Antwort A Gedankenabreißen

Antwort B Vorbeireden

Antwort C Denkhemmung

Antwort D Umständliches Denken

Antwort E Inkohärenz

125 !

Antwort C ist richtig.

Zu A Falsch. Gedankenabreißen ist typisch für die Schizophrenie, nicht für Depressionen.

Zu B Falsch. Beim Vorbeireden antworten die Betroffenen auf eine gestellte Frage mit etwas völlig anderem. Das Vorbeireden ist typisch für die Schizophrenie.

Zu C Richtig. Bei der formalen Denkstörung „Denkhemmung“ ist das Denken und Reden verlangsamt, Gedanken können nur mühsam zum Ausdruck gebracht werden. Die Denkhemmung ist typisch für mittelgradige oder schwere depressive Episoden.

Zu D Falsch. Umständliches Denken, bei denen die Betroffenen große Schwierigkeiten haben, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen bzw. „auf den Punkt zu kommen“, finden sich vor allem bei organisch bedingten psychischen Störungen.

Zu E Falsch. Inkohärenz bedeutet: zusammenhangloses Denken, dem andere nicht mehr folgen können. In manchen Fällen kann die Inkohärenz bis hin zum „Wortsalat“ gehen. Die Inkohärenz tritt u. a. bei schizophrenen Störungen auf.

126 ?

Einfachauswahl

Sublimierung kann sein:

Antwort A Konfrontation mit unterschwelligen Wahrnehmungsreizen

Antwort B Therapeutische Intervention bei Zwangserkrankungen

Antwort C Befriedigung frustrierter Wünsche durch Imagination (Tagträume)

Antwort D Befriedigung sexueller Bedürfnisse durch sozial akzeptable Ersatzhandlungen

Antwort E Analyse der Gegenübertragung in der Psychoanalyse

126 !

Antwort D ist richtig.

Zu A Falsch. Nicht verwechseln mit Subliminaltechniken (= unterschwellige Botschaften), die z. T. beim „Superlearning“ oder bei „unterschwelliger“ Werbung eingesetzt wurden. Kommentar zu D.

Zu B Falsch. Kommentar zu D.

Zu C Falsch. Kommentar zu D.

Zu D Richtig. Sublimierung ist ein Abwehrmechanismus, bei dem nicht erfüllte Triebwünsche (hier: sexuelle Bedürfnisse, in anderen Fällen aggressive Impulse) durch gesellschaftlich akzeptierte Ersatzhandlungen befriedigt werden. Ursprünglich dachte Freud vorwiegend an künstlerische oder wissenschaftliche Formen der Sublimierung. Inzwischen wird der Begriff weiter gefasst, sodass z. B. auch sportliche Tätigkeiten eine Sublimierung für aggressive Impulse sein können.

Zu E Falsch. Kommentar zu D.

127 ?

Einfachauswahl

Bei welcher Krankheit ist das Symptom „Verarmungswahn“ typisch?

Antwort A Schizoaffektive Psychose

Antwort B Schizophrenia simplex

Antwort C Schwere Depression

Antwort D Hebephrenie

Antwort E Paranoid-halluzinatorische Psychose

127 !

Antwort C ist richtig.

Zu A Falsch. Bei der schizoaffektiven Psychose gehören schwere Depressionen zwar zum Krankheitsbild. Durch die gleichzeitig vorhandene schizophrene Symptomatik kommt es jedoch eher zu einem Beeinflussungs- oder Verfolgungswahn, in manischen Phasen auch zu einem Größenwahn.

Zu B Falsch. Die Schizophrenia simplex ist durch eine zunehmende Negativsymptomatik charakterisiert. Produktive Symptome wie Wahn oder Halluzinationen kommen nicht oder kaum vor.

Zu C Richtig. Der Verarmungswahn ist typisch für schwere depressive Episoden mit psychotischen Symptomen.

Zu D Falsch. Bei der hebephrenen Form der Schizophrenie stehen affektive Veränderungen (Manierismen, läppisches Verhalten etc.) im Vordergrund. Flüchtige Wahnvorstellungen können vorkommen, prägen jedoch nicht das klinische Bild.

Zu E Falsch. Bei der paranoiden Schizophrenie ist Wahn zwar ein typisches Merkmal, allerdings kaum je ein Verarmungswahn. Diese Form des Wahns ist typisch für schwere Depressionen.

128 ?

Einfachauswahl

Nach der ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen ist die Trichotillomanie (Haareausreißen) eine:

Antwort A Organische Störung

Antwort B Affektive Störung

Antwort C Zwangsstörung

Antwort D Entwicklungsstörung

Antwort E Störung der Impulskontrolle

128 !

Antwort E ist richtig.

Zu A Falsch. Kommentar zu E.

Zu B Falsch. Kommentar zu E.

Zu C Falsch. Kommentar zu E.

Zu D Falsch. Kommentar zu E.

Zu E Richtig. Die Trichotillomanie findet sich in der ICD-10 unter den „Störungen der Impulskontrolle“. Menschen mit Trichotillomanie haben wiederholt den nicht kontrollierbaren Impuls, sich z. B. Kopfhaare, Barthaare, Wimpern und Augenbrauen auszureißen.

129 ?

Aussagenkombination

Manische Syndrome können gekennzeichnet sein durch:

  • 1.

    Gereiztheit

  • 2.

    Euphorische Stimmungslage

  • 3.

    Konzentrationsstörungen

  • 4.

    Assoziationslockerung

  • 5.

    Fremdaggressives Verhalten

Antwort A Nur 1 und 2 sind richtig.

Antwort B Nur 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort C Nur 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort D Nur 1, 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen sind richtig.

129 !

Antwort E ist richtig.

Zu 1 Richtig. Einige der Patienten mit einer Manie haben häufig eine reizbare Stimmungslage.

Zu 2 Richtig. Die euphorische Stimmungslage ist ein Leitsymptom der Manie.

Zu 3 Richtig. Das „Gedankenrasen“ und die Sprunghaftigkeit des Denkens können die Konzentrationsfähigkeit stark beeinträchtigen.

Zu 4 Richtig. Unter Assoziationslockerungen versteht man das Springen von einer Idee zur anderen (= Ideenflucht). Ideenflucht ist eine typische formale Denkstörung bei manischen Erkrankungen.

Zu 5 Richtig. Fremdaggressives Verhalten kann aus dem in der ICD-10 aufgeführten „Verlust normaler sozialer Hemmungen“ resultieren.

130 ?

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen über Angstneurosen trifft/treffen zu?

  • 1.

    Psychodynamisch besteht nicht selten eine Trennungsempfindlichkeit.

  • 2.

    In der Regel findet sich eine dissoziative Amnesie.

  • 3.

    Länger anhaltende Angstzustände (zu unterscheiden von Angstanfällen) sind selten.

Antwort A Nur 1 ist richtig.

Antwort B Nur 1 und 2 sind richtig.

Antwort C Nur 1 und 3 sind richtig.

Antwort D Nur 2 und 3 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen sind richtig.

130 !

Antwort A ist richtig.

Zu 1 Richtig. Der von Freud geprägte Begriff „Angstneurose“ wurde in der ICD-10 ersetzt durch die Bezeichnung „generalisierte Angststörung“. Typisch hierfür sind lang andauernde, häufig wechselnde Sorgen und Befürchtungen, die nach psychoanalytischer Vorstellung oft durch den Verlust oder die Trennung von einer wichtigen Bezugsperson ausgelöst werden. Die Hypothese einer „Trennungsempfindlichkeit“ bei der generalisierten Angststörung ist heute umstritten.

Zu 2 Falsch. Bei der generalisierten Angststörung findet sich keine dissoziative Amnesie.

Zu 3 Falsch. Bei der generalisierten Angststörung (= Angstneurose) haben die Betroffenen lang andauernde Ängste und Befürchtungen (z. B. dass ein Angehöriger oder sie selbst erkranken oder einen Unfall haben könnten). Kommentar zu 1.

131 ?

Einfachauswahl

Eine typische formale Denkstörung bei Schizophrenie ist:

Antwort A Haften an denselben Themen, kombiniert mit Umständlichkeit

Antwort B Größenideen

Antwort C Denkzerfahrenheit

Antwort D Wahneinfall

Antwort E Denkhemmung

131 !

Antwort C ist richtig.

Zu A Falsch. Umständlichkeit und Haften an denselben Themen sind typisch für organisch bedingte psychische Störungen, nicht für die Schizophrenie.

Zu B Falsch. Größenideen zählen zu den inhaltlichen Denkstörungen. Sie sind typisch für manische Erkrankungen.

Zu C Richtig. Bei der Denkzerfahrenheit (Inkohärenz) kommt es zu einer Auflösung der logischen Struktur des Denkens: Die Gedankengänge sind nicht mehr nachvollziehbar; in schweren Fällen bestehen nur noch Gedankenfetzen oder einzelne, logisch unverbundene Wörter. Die Denkzerfahrenheit ist eine für die Schizophrenie typische formale Denkstörung.

Zu D Falsch. Das Symptom „Wahn“ bzw. „Wahneinfall“ zählt zu den inhaltlichen Denkstörungen.

Zu E Falsch. Die formale Denkstörung „Denkhemmung“ ist typisch für depressive Erkrankungen.

132 ?

Einfachauswahl

Bei der sogenannten larvierten Depression stehen im Vordergrund der Beschwerdeschilderung:

Antwort A Körperliche Beschwerden

Antwort B Antriebsminderung

Antwort C Selbstmordfantasien

Antwort D Affektive Beeinträchtigungen

Antwort E Denkstörungen

132 !

Antwort A ist richtig.

Zu A Richtig. Bei Patienten mit einer larvierten Depression verstecken sich die psychischen Symptome hinter körperlichen Symptomen. Wenn die Betroffenen ihre Beschwerden schildern, stehen körperliche Symptome wie Kreuz- und Gliederschmerzen, Verstopfung, Herzbeschwerden, Schwindel und Unterleibsbeschwerden im Vordergrund.

Zu B Falsch. Antriebsminderung ist typisch für Depressionen, steht bei der larvierten Depression jedoch nicht „im Vordergrund der Beschwerdeschilderung“.

Zu C Falsch. Suizidfantasien finden sich häufig bei depressiven Störungen, sie stehen bei der larvierten Depression jedoch nicht „im Vordergrund der Beschwerdeschilderung“.

Zu D Falsch. Bei allen Depressionen kommt es zu affektiven Beeinträchtigungen, die von Patienten mit einer larvierten Depression bei der Schilderung der Beschwerden zunächst kaum erwähnt werden.

Zu E Falsch. Denkstörungen wie z. B. die Denkhemmung finden sich häufig bei Depressionen. Bei der larvierten Depression stehen sie jedoch nicht im Vordergrund.

133 ?

Einfachauswahl

Als Neuroleptika werden Substanzen bezeichnet, die psychotische und katatone Symptome bessern. Welche Aussage trifft zu?

Antwort A Neuroleptika sind mit anderen Medikamenten (z. B. Schlaftabletten) kombinierbar, ohne deren Wirkung zu verstärken.

Antwort B Neuroleptika können extrapyramidalmotorische Symptome hervorrufen.

Antwort C Eine häufige Nebenwirkung ist eine irreversible Hypertonie.

Antwort D Nach einer erfolgreich behandelten schizophrenen Episode sollte keine Rezidivprophylaxe erfolgen, da sie weitere Episoden erfahrungsgemäß nicht verhindert.

Antwort E Bei Einnahme von Neuroleptika ist stets mit einer (auch geringen) Gewichtsabnahme zu rechnen.

133 !

Antwort B ist richtig.

Zu A Falsch. Viele Neuroleptika wirken sedierend. In Verbindung mit Benzodiazepinen kommt es als Wechselwirkung zu einer Verstärkung der beruhigenden Wirkung. Auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten müssen bei der Gabe von Neuroleptika immer in Betracht gezogen werden.

Zu B Richtig. Extrapyramidalmotorische Störungen sind Bewegungsstörungen, die vom zentralen Nervensystem ausgehen, z. B. Zungen-, Schlund- und Blickkrämpfe, Akathisie (Sitzunruhe) und parkinsonähnliche Symptome (Parkinsonoid).

Zu C Falsch. Neuroleptika haben eher eine blutdrucksenkende Wirkung.

Zu D Falsch. Nach einer erfolgreich behandelten Schizophrenie sollten die Neuroleptika unbedingt für längere Zeit eingenommen werden, um Rückfällen vorzubeugen (= Rezidivprophylaxe).

Zu E Falsch. Die Einnahme von Neuroleptika führt häufig zu einer starken Gewichtszunahme mit einem erhöhten Risiko für metabolische Entgleisungen. Bei einigen neueren atypischen Neuroleptika ist das Risiko einer unerwünschten Gewichtszunahme wesentlich geringer.

134 ?

Aussagenkombination

Bei der verhaltenstherapeutischen Behandlung von chronischer Insomnie (Schlaflosigkeit) …

  • 1.

    … werden schlaffördernde Verhaltensweisen verstärkt.

  • 2.

    … wird der Patient angehalten, im Bett zu bleiben, während er wach liegt.

  • 3.

    … wird der Patient angehalten, möglichst lange zu schlafen.

  • 4.

    … wird Gedankenstopp eingesetzt.

  • 5.

    … vermindert Entspannungstraining die körperliche Übererregung.

Antwort A Nur 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort B Nur 1, 4 und 5 sind richtig.

Antwort C Nur 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort D Nur 1, 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen sind richtig.

134 !

Antwort B ist richtig.

Zu 1 Richtig. Bei Schlaflosigkeit werden schlaffördernde Verhaltensweisen (entspannende Tätigkeiten, sportliche Betätigung, Lesen, Verzicht auf Fernsehen im Schlafzimmer etc.) verstärkt (= operantes Konditionieren).

Zu 2 Falsch. Dies verstärkt die Erwartungshaltung und würde die Schlaflosigkeit verstärken.

Zu 3 Falsch. Auch die Aufforderung, trotz Schlaflosigkeit möglichst lange zu schlafen, würde die Schlaflosigkeit verstärken.

Zu 4 Richtig. Da die Betroffenen oft durch ihre kreisenden Gedanken wachgehalten werden, hilft evtl. die Technik des Gedankenstopps.

Zu 5 Richtig. Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung können helfen, die körperliche Übererregung zu verringern.

135 ?

Einfachauswahl

Welche Aussage zur Zwangsstörung trifft zu?

Antwort A Gedankenzwänge werden als von anderen eingegeben, nicht als eigene Gedanken erlebt.

Antwort B Eine psychosoziale Beeinträchtigung ist ausgeschlossen, weil Zwangsgedanken/-handlungen meist nur wenige Minuten am Tag dauern.

Antwort C Die Betroffenen sehen Zwangsgedanken/-handlungen meist als praktisch begründet/situationsangemessen an.

Antwort D Zwangsgedanken werden meist gefühlsneutral erlebt, rufen weder große Ängste noch großes Unbehagen hervor.

Antwort E Handlungen im Sinne einer Zwangsstörung dienen dazu, Unwohlsein/Angst zu verhindern/reduzieren oder gefürchteten Ereignissen/Situationen vorzubeugen.

135 !

Antwort E ist richtig.

Zu A Falsch. Die Zwangsgedanken werden als dem eigenen Ich zugehörig empfunden. Die Gedankeneingebung zählt zu den schizophrenen Ich-Störungen.

Zu B Falsch. Zwangsstörungen dauern oft monate- oder jahrelang an und beeinträchtigen durch ihren Zeitaufwand oft das soziale Zusammenleben.

Zu C Falsch. In der Regel ist den Betroffenen die Unsinnigkeit ihrer Zwangsgedanken und Zwangshandlungen bewusst, es ist ihnen jedoch nicht möglich, dagegen Widerstand zu leisten.

Zu D Falsch. Die Zwangsgedanken verursachen Ängste. Deshalb versuchen die Betroffenen, ihre Zwangsgedanken durch dazu passende Zwangshandlungen zu neutralisieren.

Zu E Richtig. Zwangshandlungen dienen i. d. R. dazu, Ängste zu reduzieren. Zwangsstörungen sind im US-amerikanischen Diagnosemanual DSM-5 deshalb unter Angststörungen klassifiziert.

136 ?

Einfachauswahl

Abwehr ist psychodynamisch gesehen die Fähigkeit, …

Antwort A … sich auf andere emotional einzustellen.

Antwort B … mit eigenen Bedürfnissen und Gefühlen umzugehen.

Antwort C … das seelische Gleichgewicht bei inneren und äußeren Konflikten durch bestimmte Strategien wiederherzustellen.

Antwort D … der Selbstreflexion.

Antwort E … zwischen Selbst und Objekten zu unterscheiden.

136 !

Antwort C ist richtig.

Zu A Falsch. Kommentar zu C.

Zu B Falsch. Kommentar zu C.

Zu C Richtig. Nach psychoanalytischer Vorstellung entwickelt das „Ich“ eine Reihe von Strategien, um Konflikte ins Unbewusste zu verdrängen und auf diese Weise das seelische Gleichgewicht wiederherzustellen. Diese Strategien heißen in der Sprache der Psychoanalyse „Abwehrmechanismen“.

Zu D Falsch. Kommentar zu C.

Zu E Falsch. Kommentar zu C.

137 ?

Aussagenkombination

Für die psychotherapeutische Behandlung chronischer Schmerzen gilt:

  • 1.

    Typischerweise gelingt es zuerst, die Schmerzempfindung zu verringern; die schmerzbedingten Einschränkungen im Alltag nehmen erst später ab.

  • 2.

    Die Aufarbeitung frühkindlicher Konflikte hat Vorrang.

  • 3.

    Schmerzhemmende Erlebens-/Verhaltensmuster werden eingeübt.

  • 4.

    Soziale Faktoren werden ausgeklammert.

  • 5.

    Das Erlernen wirksamer Problemlösestrategien erhöht die Selbstkontrolle.

Antwort A Nur 3 und 5 sind richtig.

Antwort B Nur 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort C Nur 2, 4 und 5 sind richtig.

Antwort D Nur 1, 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen sind richtig.

137 !

Antwort A ist richtig.

Zu 1 Falsch. Bei der verhaltenstherapeutischen Schmerztherapie wird zuerst versucht, Schon-und Vermeidungsverhalten zu reduzieren und so frühere Alltagsaktivitäten wieder zu aktivieren. Erst in einem zweiten Schritt gelingt es, die Schmerzempfindung zu verringern.

Zu 2 Falsch. Vorrangig ist die Linderung der Schmerzsymptomatik. Eine sich über Jahre hinziehende Aufarbeitung frühkindlicher Konflikte ist nicht Ziel der Therapie.

Zu 3 Richtig. Schmerzhemmende Erlebens- und Verhaltensmuster sind z. B. Imaginationen von Situationen der Vergangenheit, die schmerzfrei waren; Reduktion von Stress und Ängsten durch Entspannungsübungen oder leichte sportliche Aktivitäten.

Zu 4 Falsch. Häufig werden Ehepartner oder Kinder in die Therapie einbezogen.

Zu 5 Richtig. Durch effektive Problemlösestrategien (z. B. zur Reduktion von Stress) können die Betroffenen lernen, wann und wie sie schmerzhemmende Situationen verstärken können.

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Einfachauswahl

Die drei Grundprinzipien der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie nach Rogers sind:

Antwort A Konflikt – Anpassung – Trauma

Antwort B Problem – Regression – Somatisierung

Antwort C Akzeptanz – Empathie – Echtheit

Antwort D Verhalten – Lernen – Kommunikation

Antwort E Interaktion – Rückkopplung – Anpassung

138 !

Antwort C ist richtig.

Zu A Falsch. Kommentar zu C.

Zu B Falsch. Kommentar zu C.

Zu C Richtig. Die drei Grundprinzipien der Gesprächstherapie nach Rogers sind:

  • 1.

    Bedingungsloses Akzeptieren

  • 2.

    Fähigkeit, sich in den Klienten einzufühlen (= Empathie)

  • 3.

    Echtheit im Kontakt mit dem Klienten (Selbstkongruenz)

Zu D Falsch. Kommentar zu C.

Zu E Falsch. Kommentar zu C.

139 ?

Aussagenkombination

Selbststeuerung wird als planvolles, zielgerichtetes Handeln und aktives, bewusstes Problemlösen verstanden. – Welches sind Methoden zur Selbststeuerung?

  • 1.

    Selbstbeobachtung

  • 2.

    Stimuluskontrolle

  • 3.

    Selbstverstärkung und -bestrafung

  • 4.

    Gedankenstopp

  • 5.

    Progressive Muskelrelaxation

Antwort A Nur 1, 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort B Nur 1, 2, 3 und 5 sind richtig.

Antwort C Nur 1, 2, 4 und 5 sind richtig.

Antwort D Nur, 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort E Nur 2, 3, 4 und 5 sind richtig.

139 !

Antwort A ist richtig.

Zu 1 Richtig. Selbststeuerung/Selbstregulation ist eine Technik der Verhaltenstherapie, die z. B. den Betroffenen hilft, ihre Emotionen besser zu kontrollieren, ihr Essverhalten in den Griff zu bekommen oder ihr Handeln zielorientiert zu steuern. Selbstbeobachtung (z. B. in Form von schriftlichen Protokollen) kann hier hilfreich sein.

Zu 2 Richtig. Bei Essstörungen kaufen die Betroffenen z. B. nur wenig ein und reduzieren so die Versuchung, sich mit Essen „vollzustopfen“.

Zu 3 Richtig. Bei der Erarbeitung neuer Verhaltensweisen ist es oft hilfreich, dass die Betroffenen sich selbst belohnen oder auch bestrafen („Wenn ich alles geputzt habe, gönne ich mir eine Tasse Kaffee“, „Wenn ich wieder einmal ausraste, verzichte ich auf das Abendessen“).

Zu 4 Richtig. Wenn die Lösung eines bestimmten Problems durch ständig ablaufende negative Gedanken behindert wird, kann die Technik des Gedankenstopps (vom Klienten durchgeführt) helfen, den Gedankenfluss zu unterbrechen.

Zu 5 Falsch. Entspannungsübungen zählen nicht zu den Techniken der aktiven Selbststeuerung.

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Einfachauswahl

Die Behandlung von Alkoholikern läuft in verschiedenen Phasen ab. Welche Aussage trifft zu?

Antwort A In der Motivationsphase werden nach erfolgter Entwöhnung die Grundlagen für eine dauerhafte Abstinenz erarbeitet.

Antwort B Die Entwöhnungsphase wird auch als Entgiftungsphase bezeichnet.

Antwort C Die Reihenfolge der Behandlungsphasen ist: Motivation – Entwöhnung – Entgiftung – Rehabilitation.

Antwort D In der Rehabilitationsphase ist die Gabe von Medikamenten entscheidend für die Langzeitstabilität.

Antwort E In der Entgiftungsphase können lebensbedrohliche Symptome auftreten.

140 !

Antwort E ist richtig.

Zu A Falsch. Die Kontakt- und Motivationsphase ist die 1. Stufe der Therapie. Darauf folgt als 2. Phase die Entgiftung (= Entzug), als Phase 3 die Entwöhnung, als 4. Phase die Nachsorge- und Rehabilitationsphase. Eine Entwöhnung ist erst nach erfolgreicher Entgiftung möglich.

Zu B Falsch. Nicht die Entwöhnungs-, sondern die Entzugsphase wird auch als Entgiftungsphase bezeichnet.

Zu C Falsch. Die Reihenfolge ist: Motivation – Entgiftung – Entwöhnung – Rehabilitation.

Zu D Falsch. Der Einsatz von Medikamenten ist in der Entgiftungsphase zwingend erforderlich, in der Entwöhnungsphase oft noch zur Stabilisierung der Patienten. Die Rehabilitationsphase findet ambulant statt. Selbsthilfegruppen bieten oft eine wichtige Hilfe. Medikamente sind in dieser Phase meist nicht mehr notwendig.

Zu E Richtig. Die Entzugssymptome in der Entgiftungsphase können lebensbedrohlich werden und sich zu einem Entzugsdelir (u. U. mit zerebralen Krampfanfällen) entwickeln. Ohne medikamentöse Behandlung führt das Delirium tremens in etwa 20 % der Fälle zum Tod.

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