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B978-3-437-58755-9.00002-1

10.1016/B978-3-437-58755-9.00002-1

978-3-437-58755-9

Prüfungstermin März 2012

61?

Ein 72-jähriger Patient klagt wenige Tage nach einer Kniegelenksarthroskopie plötzlich über heftige Schmerzen im Brustkorb. Er ringt nach Luft. Die Herzfrequenz beträgt 160/min.

Welche Verdachtsdiagnose müssen Sie nun vorrangig stellen?

Antwort ABandscheibenvorfall

Antwort BLungenentzündung mit Lungenfellbeteiligung

Antwort CLungenembolie

Antwort DAkute Pankreatitis

Antwort EKammerflattern

61!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Der Bandscheibenvorfall geht mit akuten, stärksten radikulären Schmerzen einher, die bis zu den Zehen ausstrahlen. Bandscheibenvorfälle im thorakalen Bereich sind untypisch.

zu Antwort B

Die Pleuropneumonie geht mit Fieber, Husten, eitrigem Auswurf und atemabhängigen Schmerzen einher. Fieber ist nicht beschrieben, eitriger Auswurf ebenfalls nicht.

zu Antwort C

Das Risiko der tiefen Venenthrombose (TVT) ist nach Eingriffen am Kniegelenk (aber auch am Hüftgelenk oder Becken) sehr hoch, sodass man annehmen darf, dass der Patient davon betroffen ist. Eine Komplikation der TVT ist die Lungenembolie, die mit thorakalen Schmerzen, Hypotonie, Tachykardie, Zyanose und Dyspnoe einhergeht.

zu Antwort D

Die Symptome der Pankreatitis sind Fieber, gürtelförmige Oberbauchschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen. Das Gesicht ist gerötet, der Bauch prall-elastisch gespannt („Gummibauch“) ohne Darmgeräusche.

zu Antwort E

Kammerflattern ist durch eine Herzfrequenz von 250–320/min gekennzeichnet und im EKG durch hochzackige Kurven. Die angegebene Herzfrequenz spricht dagegen.

62?

Welche der folgenden Symptome bzw. Erkrankungen sind einem Alkoholentzugssyndrom zuzuordnen?

  • 1.

    Krampfanfälle

  • 2.

    Wernicke-Enzephalopathie

  • 3.

    Tremor

  • 4.

    Tachykardie

  • 5.

    Polyneuropathie

Antwort ANur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.

62!

Antwort B ist richtig.

Das Alkoholentzugssyndrom kann sich Stunden bis wenige Tage nach einer Alkoholabstinenz entwickeln. Die Symptome sind u. a.

  • Unruhe, Gereiztheit, Angst, Tremor

  • Tachykardie, Hypertonie, Fieber, Durchfälle

  • Schlaflosigkeit, Krampfanfälle

zu Antwort A

Krampfanfälle können bei Alkoholentzugssyndrom auftreten und Vorboten eines Delirs sein.

zu Antwort B

Die Wernicke-Enzephalopathie ist zwar auch eine Erkrankung, die durch Alkoholabusus auftreten kann, sie ist aber nicht mit dem Entzugssyndrom assoziiert.

zu Antwort C

Feinschlägiger Tremor ist eine häufige Begleiterscheinung des Alkoholentzugssyndroms.

zu Antwort D

Tachykardie ist eine häufige Begleiterscheinung des Alkoholentzugssyndroms.

zu Antwort E

Die Polyneuropathie ist zwar eine Erkrankung, die durch Alkoholabusus auftreten kann, sie ist aber nicht mit dem Entzugssyndrom assoziiert.

63?

Welche der folgenden Aussagen zur Schwangerschaft treffen am ehesten zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ADie durchschnittliche Dauer einer normalen Schwangerschaft beträgt 30 Wochen ab dem letzten Tag der Menstruation.

Antwort BTägliches Erbrechen in der 16.–22. Schwangerschaftswoche tritt häufig auf und ist in der Regel harmlos.

Antwort CDer Folsäurebedarf ist in der Schwangerschaft vermindert.

Antwort DBei einem vorzeitigen Blasensprung sollte die Schwangere sofort liegend in die Klinik gebracht werden.

Antwort EIn der Schwangerschaft ist eine Gewichtszunahme von etwa 10–12 kg normal.

63!

Antworten D und E sind richtig.

zu Antwort A

Die Schwangerschaft dauert

  • 266 Tage (38 Wochen) oder 9,5 Mondmonate ab dem Zeitpunkt der Befruchtung oder

  • 280 Tage (40 Wochen) oder 10 Mondmonate ab dem letzten Tag der Menstruation.

Naegele-Regel zur Bestimmung des voraussichtlichen Entbindungstermins:

Datum des 1. Tages der letzten normalen Regelblutung + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr.

zu Antwort B

Tägliches Erbrechen in der 16.–22. kann ein Zeichen einer Gestose sein, die für Mutter und Kind lebensgefährlich verlaufen kann.

zu Antwort C

Der Folsäurebedarf ist erhöht, besonders zu Beginn der Schwangerschaft. Ausreichende Folsäureversorgung reduziert das Auftreten von Neuralrohrdefekten beim Kind.

zu Antwort D

Bei einem vorzeitigen Blasensprung (durch Infektionen, Uterusfehlbildungen oder traumatisch) sollte die Schwangere sofort liegend in die Klinik gebracht werden. Die gefährlichste Sofortkomplikation ist die Kompression der Nabelschnur.

zu Antwort E

Die durchschnittliche Gewichtszunahme von 10–12 kg ist als physiologisch anzusehen.

64?

Welche Aussage trifft zu?

Eine Proteinurie von mehr als 3 g pro Tag spricht für ein/eine

Antwort AZystitis

Antwort BUrethritis

Antwort CPyelonephritis

Antwort DNephrotisches Syndrom

Antwort EFrühes Adenokarzinom der Niere

64!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Die Zystitis verursacht Unterbauchschmerzen und Miktionsprobleme wie Dysurie, Pollakisurie, Nykturie und manchmal einen eitrigen Ausfluss. Eine Proteinurie von mehr als 3 g/Tag findet sich im Rahmen der Zystitis nicht.

zu Antwort B

Urethritis ist eine Harnröhrenentzündung. Symptome sind Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, ggf. Ausfluss. Proteinurie von mehr als 3 g/Tag ist kein Symptom der Urethritis.

zu Antwort C

Die akute Pyelonephritis geht mit einer Beteiligung des Nierenbeckens, der Sammelrohre und des Interstitiums einher und ist meist eine aufsteigende Infektion v. a. durch E. coli.

Die Symptome der akuten Pyelonephritis sind u. a. Fieber, Schmerzen in den Nierenlagern und Dysurie. Eine große Proteinurie tritt nicht auf.

zu Antwort D

Das nephrotische Syndrom ist gekennzeichnet durch:

  • Starke Proteinurie, 3–3,5 g/Tag, Hypoproteinämie

  • Ödeme

  • Hyperlipoproteinämie

zu Antwort E

Das Adenokarzinom der Niere macht in der Regel im Frühstadium keine Symptome. Später kann eine schmerzlose Hämaturie auftreten.

65?

Welche der genannten Symptome lassen Sie bei einem Patienten am ehesten an ein Gallensteinleiden denken?

  • 1.

    Intermittierend entfärbter Stuhl und brauner Urin

  • 2.

    Rezidivierende krampfartige Schmerzen im rechten Oberbauch nach fettreicher Nahrung

  • 3.

    Druckschmerz im linken Unterbauch

  • 4.

    Dünnflüssiger, übelriechender schwarzer Stuhl

  • 5.

    Tastbare Milzvergrößerung

Antwort ANur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.

65!

Antwort A ist richtig.

zu Antwort A

Beim Gallensteinleiden können intermittierend entfärbter Stuhl und dunkler Urin auftreten. Die Symptome ergeben sich aus dem Verschluss des Ductus choledochus.

zu Antwort B

Das Gallensteinleiden kann rezidivierende Schmerzen im rechten Oberbauch verursachen, die in die rechte Schulter ausstrahlen. Auslöser sind häufig fettreiche Mahlzeiten.

zu Antwort C

Druckschmerzen im linken Unterbauch können auf Erkrankungen des Sigmas hinweisen. Das Gallensteinleiden verursacht typischerweise Schmerzen im rechten Oberbauch.

zu Antwort D

Dünnflüssige, schwarze Stühle können durch Beimengungen von Blut entstehen, etwa nach Magenulkusblutungen. Beim Gallensteinleiden kann der Stuhl entfärbt sein.

zu Antwort E

Ursachen der Milzvergrößerung können sein: Kreislaufstörungen (z. B. portale Hypertonie), Infektionserkrankungen (z. B. infektiöse Mononukleose, Malaria), hämolytische Anämien, Lymphome, Leukämien und Milzmetastasen.

66?

Ein 58-jähriger Patient mit bekanntem Asthma sitzt schwer atmend am Bettrand. Über allen Lungenabschnitten auskultieren Sie Giemen, Pfeifen und Brummen sowie eine verlängerte Ausatmung.

In welcher Position sollte der Patient in die Klinik transportiert werden?

Antwort AStabile Seitenlage

Antwort BBauchlage

Antwort CSchocklage

Antwort DSitzende Lagerung

Antwort EFlache Rückenlage

66!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

In die stabile Seitenlage werden alle bewusstlosen Patienten gebracht. Der o. g. Patient sitzt dyspnoisch am Bettrand und sollte auch sitzend in die Klinik transportiert werden.

zu Antwort B

Die Bauchlage ist eine therapeutische Lage und wird in der Intensivmedizin z. B. bei Lungenversagen oder ausgeprägten Atelektasen durchgeführt, um die Oxygenierung des Blutes zu erhöhen. Die Patienten werden dann intubiert und beatmet.

zu Antwort C

Die Schocklagerung ist z. B. bei Volumenmangel indiziert. Dabei werden die Beine höher als der Stamm gelagert, um eine Autotransfusion des Blutes zu ermöglichen.

zu Antwort D

Die sitzende Position ist die adäquate Lagerung beim Asthmaanfall („Kutschersitz“). Dabei wird die Atemhilfsmuskulatur aktiviert.

zu Antwort E

Die flache Rückenlage ist z. B. bei Wirbelsäulenverletzungen oder bei Tauchunfällen die richtige Lagerung, wenn die Patienten ansprechbar sind. Bei der kardio-pulmonalen Reanimation werden die Patienten ebenfalls in die flache Rückenlage (auf fester Unterlage) gebracht.

67?

Welche der folgenden Nahrungsmittel darf ein Patient mit einer glutensensitiven Enteropathie (Sprue/Zöliakie) im Rahmen der glutenfreien Diät zu sich nehmen?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AMais

Antwort BWeizen

Antwort CRoggen

Antwort DHafer

Antwort EKartoffeln

67!

Antworten A und E sind richtig.

zu Antwort A

Mais ist glutenfrei und kann bei Zöliakie/Sprue verzehrt werden. Andere glutenfreie Lebensmittel sind u. a. Reis, Buchweizen, Hirse, Amaranth.

zu Antwort B

Weizen ist glutenhaltig und bei Zöliakie/Sprue nicht geeignet. Die Folge ist eine Zottenatrophie und Kryptenhyperplasie im Dünndarm, was Resorptionsprobleme mit Mangelerscheinungen verursachen kann. Ferner voluminöse Fettstühle und Meteorismus.

zu Antwort C

Roggen ist glutenhaltig und sollte bei Zöliakie nicht verzehrt werden.

zu Antwort D

Hafer ist glutenarm, wird aber im Verarbeitungsprozess mit Gluten kontaminiert. Gelegentlich vertragen Patienten eine geringe Menge an Hafer, individuelle Intoleranzen kommen allerdings vor.

zu Antwort E

Kartoffeln sind glutenfrei und können bei Zöliakie/Sprue verzehrt werden.

68?

Welchem Gelenktyp entspricht das Kniegelenk?

Antwort AEllipsoidgelenk (Eigelenk)

Antwort BFacettengelenk (Gleitgelenk)

Antwort CDrehscharniergelenk

Antwort DKugelgelenk

Antwort ESattelgelenk

68!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Zum Eigelenk zählt z. B. das Handgelenk. Eigelenke besitzen zwei Freiheitsgrade. Im Handgelenk sind Flexion/Extension und Abduktion/Adduktion möglich.

zu Antwort B

Facettengelenke oder Gleitgelenke finden sich im Bereich der HWS als Zwischenwirbelgelenke.

zu Antwort C

Das Kniegelenk ist ein Drehscharniergelenk.

zu Antwort D

Zu den Kugelgelenken zählt z. B. das Schultergelenk.

zu Antwort E

Das Sattelgelenk findet sich am Daumen als Karpometakarpalgelenk.

69?

Welche der folgenden Aussagen zu Impfungen trifft (treffen) zu?

  • 1.

    Eine aktive Tetanusimpfung ist nach einer frischen Verletzung kontraindiziert.

  • 2.

    Nach Milzentfernung sollten Patienten gegen Pneumokokken geimpft werden.

  • 3.

    Bei passiver Immunisierung wird der Organismus mit Antigenen von Krankheitserregern konfrontiert und muss selbst Antikörper bilden.

  • 4.

    Lebendimpfstoffe enthalten attenuierte (abgeschwächte) Krankheitserreger.

  • 5.

    Bei der aktiven Immunisierung werden Immunglobuline verabreicht.

Antwort ANur die Aussage 2 ist richtig.

Antwort BNur die Aussage 4 ist richtig.

Antwort CNur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.

69!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Eine aktive Tetanusimpfung nach einer Verletzung ist absolut indiziert, insbesondere dann wenn die letzte Auffrischimpfung mehr als 10 Jahre zurückliegt.

zu Antwort B

Nach einer Milzentfernung kommt es u. a. zu einer verminderten Bildung von IgG und IgM. Milzlose Patienten behalten ein Leben lang eine erhöhte Sepsisgefahr bei Infektionen mit Pneumokokken, HiB und Meningokokken. Eine Impfung ist ratsam.

zu Antwort C

Bei der passiven Immunisierung werden dem Patienten Antikörper appliziert. Der Vorteil ist der schnelle Schutz vor Erkrankungen. Nachteil ist die kurze Wirkdauer.

zu Antwort D

Lebendimpfstoffe werden aus lebenden Erregern gewonnen, die Erreger werden in der Virulenz gedrosselt (attenuiert). Sie lösen im Körper die Bildung von Antikörpern und Gedächtniszellen aus. Der geimpfte Patient bildet somit einen Schutz, ohne „krank“ zu werden. Der Schutz besteht lange, manchmal auch lebenslang.

zu Antwort E

Bei der aktiven Impfung werden dem Patienten fremde Antigene verabreicht. Das Immunsystem des Patienten bildet daraufhin Antikörper.

70?

Welche der folgenden Symptome sprechen für das Vorliegen einer bakteriell bedingten infektiösen Arthritis?

Antwort ASeit Wochen bestehende gleichförmige Beschwerden

Antwort BBelastungsschmerz, kein Ruheschmerz

Antwort CC-reaktives Protein (CRP) im Normalbereich

Antwort DSchmerzen seit kurzer Zeit, schnell zunehmende Schwellung des Gelenks

Antwort ESchlankes Gelenk, normale Hauttemperatur

70!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Die infektiöse Arthritis entwickelt sich sehr schnell, über Stunden und Tage, verursacht lokale und systemische Entzündungszeichen. Seit Wochen bestehende gleichförmige Beschwerden sprechen nicht für das Vorliegen einer infektiösen Arthritis.

zu Antwort B

Belastungsschmerzen und fehlende Ruheschmerzen sprechen eher für das Vorliegen einer degenerativen Gelenkveränderung. Die infektiöse Arthritis geht mit starken Ruheschmerzen einher.

zu Antwort C

Das C-reaktive Protein (CRP) und andere systemische Entzündungszeichen wie BSG-Erhöhung und Leukozytose sind im Rahmen der infektiösen Arthritis (stark) erhöht.

zu Antwort D

Die Kennzeichen der infektiösen Arthritis sind Schmerzen seit kurzer Zeit, schnell zunehmende Schwellung des Gelenks, lokale und systemische Entzündungszeichen.

zu Antwort E

Bei der infektiösen Arthritis ist das Gelenk typischerweise geschwollen, gerötet, überwärmt und zeigt Bewegungseinschränkungen.

71?

Welche Aussage trifft am ehesten zu?

Bei einer schizoaffektiven Störung

Antwort AWerden manische Symptome nicht beobachtet

Antwort BHandelt es sich um eine drogeninduzierte Psychose

Antwort CWechselt die Stimmung ständig zwischen bedrückt und euphorisch

Antwort DSind kontinuierlich Wahnvorstellungen vorhanden

Antwort ETreten affektive und schizophrene Symptome in derselben Krankheitsphase auf

71!

Antwort E ist richtig.

zu Antwort A

Manische Symptome (gehobene Stimmung, Größenwahn, Gereiztheit, Antriebssteigerung, lautes und schnelles Sprechen) können im Rahmen der schizoaffektiven Störung vorkommen. Depressive Symptome (Schlaflosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Antriebshemmung, Schuldgefühle und Suizidgedanken) können ebenfalls auftreten.

zu Antwort B

Drogeninduzierte Psychosen entstehen entweder während oder nach Konsum von psychotropen Substanzen. Die Symptome sind abhängig von der Art und Dauer der konsumierten Substanz. Dazu zählen u. a. akustische Halluzinationen, Wahnideen, Erregung oder Angst.

zu Antwort C

Ein Wechsel der Stimmung zwischen bedrückt und euphorisch findet sich bei den bipolaren affektiven (gemischten) Störungen. Er kann innerhalb von Stunden, Tagen oder Wochen erfolgen. Ein schneller Wechsel der Stimmung wird auch „rapid-cycling“-Verlauf genannt.

zu Antwort D

Wahnvorstellungen können, müssen aber nicht kontinuierlich vorhanden sein.

zu Antwort E

Bei der schizoaffektiven Störung treten affektive und schizophrene Symptome in derselben Krankheitsphase auf.

72?

Welche der folgenden Faktoren begünstigen am ehesten das Auftreten eines grauen Stars?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AKortisontherapie

Antwort BVollwertkost

Antwort CVegetarische Kost

Antwort DHeuschnupfen

Antwort EDiabetes mellitus

72!

Antworten A und E sind richtig.

Die Katarakt (grauer Star) ist eine Erkrankung, die ältere Menschen nach dem 60. Lebensjahr betrifft. Dabei kommt es zur Linsentrübung und einem Verlust der Elastizität.

Risikofaktoren sind:

  • Kortikosteroidtherapie, topisch und systemisch; Diabetes mellitus

  • Augenverletzungen, hohe Strahlenbelastung

Angeborene Kataraktformen sind auf mütterliche Infektionen zurückzuführen. Allen voran ist die Rötelninfektion im ersten Trimenon ursächlich. Das Leitsymptom ist eine schmerzlose Abnahme der Sehschärfe.

zu Antwort A

Eine Therapie mit Kortison ist ein Risikofaktor für die Entwicklung des grauen Stars.

zu Antwort B

Vollwertkost ist kein Risikofaktor für die Entstehung des grauen Stars.

zu Antwort C

Vegetarische Kost ist kein Risikofaktor für die Entstehung des grauen Stars.

zu Antwort D

Heuschnupfen ist kein Risikofaktor für die Entstehung des grauen Stars.

zu Antwort E

Diabetes mellitus ist einer der Risikofaktoren für die Entstehung des grauen Stars.

73?

Welche Aussage trifft zu?

Bei einem Schlaganfall können Paresen der Extremitäten die Folge sein.

In welchem Bereich sind die Paresen in der Regel zu erwarten, wenn im Großhirn die Schädigung auf der rechten Seite zu finden ist?

Antwort AIm Bereich der unteren Extremitäten rechts und im Bereich der oberen Extremitäten auf der linken Seite

Antwort BIm Bereich der unteren Extremitäten links und im Bereich der oberen Extremitäten auf der rechten Seite

Antwort CIm Bereich der oberen und unteren Extremitäten auf der rechten Seite

Antwort DIm Bereich der oberen und unteren Extremitäten auf der linken Seite

Antwort EEs sind nur die unteren Extremitäten, nicht jedoch die oberen Extremitäten betroffen.

73!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Ein Schlaganfall auf der rechten Gehirnseite zieht eine Halbseitenlähmung nach sich. Diese findet sich kontralateral zur geschädigten Gehirnseite.

zu Antwort B

Ein Schlaganfall auf der rechten Gehirnseite zieht eine Halbseitenlähmung auf der linken Seite nach sich. Andere Symptome können u. a. sein: Bewusstseinsstörung, Fazialisparese. sensible und motorische Aphasie, Schwindel, Schluckstörungen, Nystagmus.

zu Antwort C

Eine Schädigung im Gehirn auf der rechten Seite verursacht Paresen auf der kontralateralen Seite. Diese Tatsache ergibt sich aus der Pyramidenbahnkreuzung.

zu Antwort D

Die Halbseitenlähmung ist ein typisches Symptom der Apoplexie. Zurückzuführen ist die Lähmung auf die Läsion des ersten Motoneurons, häufig in der Capsula interna. Die Lähmungen sind wegen der Kreuzung der Pyramindenbahn kontralateral.

zu Antwort E

Bei Paresen der unteren Extremitäten liegt die Schädigung im Bereich des unteren Rückenmarks.

74?

Welche der folgenden Symptome können einer Hyperthyreose zugeordnet werden?

  • 1.

    Kalte, trockene Haut

  • 2.

    Gewichtsverlust

  • 3.

    Tachykardie

  • 4.

    Nervosität

  • 5.

    Obstipation

Antwort ANur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.

74!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Kalte, trockene Haut ist ein Symptom der Hypothyreose. Patienten mit Hyperthyreose sind warm und schweißig. Andere Symptome der Hypothyreose sind: geistige Verlangsamung und depressive Verstimmung, trockenes und struppiges Haar, Kälteintoleranz, Gewichtszunahme, Heiserkeit, Obstipation, Hypotonie, Bradykardie, erniedrigte Körperkerntemperatur, verlängerte Reflexzeiten (besonders an der Achillessehne), Myxödem.

zu Antwort B

Gewichtsabnahme bei gutem Appetit ist ein typisches Symptom der Hyperthyreose.

zu Antwort C

Tachykardie ist für die Hyperthyreose typisch. Herzrhythmusstörungen in Form von Extrasystolen oder Vorhofflimmern können auftreten.

zu Antwort D

Nervosität ist ein typisches Symptom der Hyperthyreose. Andere Symptome der Hyperthyreose sind: Feinschlägiger Tremor, Schlaflosigkeit, Durchfälle, Hypertonie mit einer hohen Blutdruckamplitude, erhöhte Körpertemperatur

zu Antwort E

Obstipation ist typisch für die Hypothyreose. Für die Hyperthyreose sind Durchfälle kennzeichnend.

75?

Welche Aussage trifft zu?

Die Claudicatio intermittens tritt typischerweise auf bei

Antwort AChronischer Veneninsuffizienz

Antwort BTiefer Beinvenenthrombose

Antwort CHöhergradiger Verengung von Beinarterien

Antwort DHöhergradiger Verengung der Lymphgefäße im Bereich der Beine

Antwort EArthrose des oberen Sprunggelenks

75!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Die chronische Veneninsuffizienz kann u. a. Symptome wie müde, schwere Beine, Unterschenkelödeme, Hyperpigmentierungen, sekundäre Varikosis und Ulcus cruris zeigen.

zu Antwort B

Die tiefe Beinvenenthrombose geht mit Schmerzen, rötlich-livider Schwellung und Dilatation der oberflächlichen Venen, insbesondere an der Tibiavorderkante, einher.

zu Antwort C

Die Claudicatio intermittens ist auf eine höhergradige Verengung der arteriellen Beingefäße zurückzuführen. Die Ernährung und O2-Versorgung des Gewebes sind reduziert. Durch die Ansammlung von Stoffwechselendprodukten entstehen Schmerzen, die in Ruhe besser werden, weil zum einen der Abtransport erhöht ist und der O2-Bedarf reduziert ist.

zu Antwort D

Eine höhergradige Verengung der Lymphgefäße im Bereich der Beine kann sich als Lymphödem manifestieren. Das Ödem ist hart und nicht eindrückbar, die Zehen sind mitbetroffen. Das Stemmer-Zeichen ist positiv.

zu Antwort E

Die Arthrose im oberen Sprunggelenk kann sich je nach Stadium als Belastungsschmerz, Anlaufschmerz und Ruheschmerz zeigen.

76?

Ein 80-jähriger Patient wird Ihnen von seiner Frau vorgestellt, da er in den letzten Monaten sehr vergesslich geworden sei. Ihnen fallen ein kleinschrittiger Gang ohne Mitschwingen der Arme, ein Zittern der Hände sowie eine verminderte Mimik auf.

Welche Aussage trifft zu?

Antwort ADie Gedächtnisstörungen sprechen beim Alter des Patienten für eine Multiple Sklerose.

Antwort BDas Zittern spricht für ein akutes Delirium tremens.

Antwort CZur Besserung der Bewegungsstörungen werden Medikamente mit Wirkung auf den Dopaminstoffwechsel eingesetzt.

Antwort DWegen der Bewegungsstörung der Beine und Arme ist vordringlich eine orthopädische Untersuchung angezeigt.

Antwort EWegen der Steifigkeit mit Muskelschmerzen im Nacken- und Schulterbereich handelt es sich wahrscheinlich um eine bakterielle Meningitis.

76!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Die MS betrifft junge Menschen, Symptome sind u. a. flüchtige Sensibilitätsstörungen, Sehstörung, Blasen- und Mastdarm-Dysregulation, euphorische oder dysphorische Zustände und Lähmungen.

zu Antwort B

Das Delirium tremens ist eine Komplikation des Alkoholentzugssyndroms, das sich Stunden bis (wenige) Tage nach Absetzen von Alkohol entwickelt. Ein Teil der Patienten entwickeln ein Delir, wobei dem Krankheitsgeschehen häufig Alkoholentzugskrämpfe vorausgehen.

zu Antwort C

Der Morbus Parkinson ist eine degenerative Erkrankung der Substantia nigra. Die Leitsymptome sind Muskelsteifigkeit (Rigor), Tremor und Hypo- oder Akinese. Der Gang ist kleinschrittig, die Spontanbewegungen reduziert.

zu Antwort D

Eine orthopädische Untersuchung ist nicht vordringlich, weil eine Erklärung für die Symptome des Patienten schon vorhanden ist. Die Symptome sprechen für Morbus Parkinson.

zu Antwort E

Die Symptome der Meningitis sind starke Kopfschmerzen, hohes Fieber, Nackensteifigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Die Meningendehnungszeichen (Brudzinski, Lasègue, Kernig) sind positiv.

77?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Als Ursachen einer Herzinsuffizienz kommen in Frage:

  • 1.

    Koronare Herzkrankheit

  • 2.

    Herzklappenfehler

  • 3.

    Endokarditis

  • 4.

    Herzneurose

  • 5.

    Arterielle Hypertonie

Antwort ANur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

77!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Die koronare Herzkrankheit ist neben der arteriellen Hypertonie die Hauptursache der Herzinsuffizienz.

zu Antwort B

Herzklappenfehler können Ursache einer Herzinsuffizienz sein.

zu Antwort C

Die Endokarditis kann Ursache einer Herzinsuffizienz sein.

zu Antwort D

Die Herzneurose (funktionelle Herzbeschwerden) ist eine Erkrankung, die mit immer wiederkehrenden thorakalen Schmerzen und mit einem Krankheitsgefühl einhergeht. Ferner beklagen die Patienten tachykarde Störungen, Paniksymptome, Schwitzen und Tremor. Untersuchungen des Herzens sind ohne organischen Befund. Meist sind die Patienten, die funktionelle Herzbeschwerden äußern, jünger als 40 Jahre. Das Krankheitsbild geht mit Ängstlichkeit und vegetativer Labilität einher. In der Krankheitsentwicklung besteht aus Furcht vor kardialen Episoden die Gefahr der Aktivitätseinschränkung. Die Herzneurose ist kein Risikofaktor für die Herzinsuffizienz.

zu Antwort E

Die arterielle Hypertonie ist die häufigste Ursache der Herzinsuffizienz.

78?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Mögliche Folgen einer tiefen Beinvenenthrombose sind:

  • 1.

    Aortenaneurysma

  • 2.

    Lungenembolie

  • 3.

    Arterielle Verschlusskrankheit

  • 4.

    Postthrombotisches Syndrom

  • 5.

    Chronisch-venöse Insuffizienz

Antwort ANur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.

78!

Antwort E ist richtig.

zu Antwort A

Das Aortenaneurysma ist eine Erweiterung der Aorta mit dem Risiko einer Ruptur. Die Ursachen sind: Arteriosklerose (häufigste Ursache), Bindegewebserkrankungen, Vaskulitiden, Lues.

zu Antwort B

Die Lungenembolie ist eine häufige Komplikation der tiefen Beinvenenthrombose.

Merke: ca. 50 % der Thrombosepatienten haben auch eine Lungenembolie variablen Ausmaßes. Beckenvenenthrombosen embolisieren am häufigsten.

zu Antwort C

Die arterielle Verschlusskrankheit ist auf eine arteriosklerotische Plaquebildung in den Arterien zurückzuführen, die zur Lumeneinengung führt. Folgen der pAVK können Nekrosen distal der Stenose sein.

zu Antwort D

Das postthrombotische Syndrom kann als eine Komplikation nach einer tiefen Beinvenenthrombose (TVT) auftreten. Die Symptome sind: Ödembildung, Zyanose, Pigmentierungsstörungen und Ulcus cruris.

zu Antwort E

Eine CVI kann nach einer TVT entstehen. Sie geht mit einer Druckerhöhung im venösen System einher, die sich bis in die Kapillargefäße fortsetzt und zur Erweiterung und Deformierung führt. Die Symptome gleichen denen des postthrombotischen Syndroms.

79?

Welche Ursache kommt für eine Hypoglykämie bei einem Diabetiker am ehesten in Frage?

Antwort AHarnwegsinfekt

Antwort BGlukagon-Injektion

Antwort CAlkoholexzess

Antwort DSchilddrüsenüberfunktion

Antwort EBehandlung mit Kortison

79!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Harnwegsinfekte, insbesondere systemische Harnwegsinfekte (z. B. eine Pyelonephritis) gehen mit erhöhten Blutzuckerspiegeln einher. Zum einen werden im Entzündungsgeschehen vermehrt Insulin-antagonistische Hormone ausgeschüttet, zum anderen sinkt die Insulinempfindlichkeit an den peripheren Zellen.

zu Antwort B

Glukagon erhöht den Blutzuckerspiegel. Eine externe Zufuhr von Glukagon wird eine Hyperglykämie nach sich ziehen.

zu Antwort C

Alkoholexzesse bei diabetischen Patienten können Ursache der Hypoglykämie sein. Im Zuge des Alkoholabbaus in der Leber wird die Glukoseneubildung aus Aminosäuren (Glukoneogenese) gehemmt.

zu Antwort D

Schilddrüsenhormone führen zu einer Blutzuckererhöhung. Eine Schilddrüsenüberfunktion wird also mit hyperglykämischen Spiegeln einhergehen.

zu Antwort E

Kortison hat eine katabole Wirkung, es erhöht den Blutzuckerspiegel. Bei der Kortisonbehandlung werden sich hohe Blutzuckerwerte bis hin zum steroidinduzierten Diabetes entwickeln.

80?

Ein Patient leidet an chronischen Kopfschmerzen.

Welche der folgenden Symptome lassen an einen Hirntumor denken?

  • 1.

    Persönlichkeitsveränderung

  • 2.

    Vorübergehende klonische Zuckungen des linken Beines

  • 3.

    Morgendliches Erbrechen

  • 4.

    Strömungsgeräusch über der A. carotis rechts

  • 5.

    Alterssichtigkeit (Presbyopie)

Antwort ANur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.

80!

Antwort B ist richtig.

Hirntumore führen zu Raumforderungen innerhalb der Schädelhöhle. Man unterscheidet primäre Hirntumore (u. a. Astrozytome, Oligodendrogliome) von Hirnmetastasen (z. B. bei Mammakarzinom oder Bronchialkarzinom), die deutlich häufiger als primäre Tumore auftreten.

zu Antwort A

Hirntumore können mit Persönlichkeitsveränderungen einhergehen. Andere Symptome sind z. B. Lähmungserscheinungen, Anisokorie, Stauungspapille, Bradykardie, Hypertonie.

zu Antwort B

Vorübergehende klonische Zuckungen des linken Beines können Ausdruck einer Raumforderung im Gehirn sein.

zu Antwort C

Hirntumore können mit morgendlichem Erbrechen einhergehen und sind meist Ausdruck einer Hirndrucksteigerung.

zu Antwort D

Strömungsgeräusche über der A. carotis rechts sind Hinweise auf eine Lumeneinengung des Gefäßes, z. B. durch arteriosklerotische Ablagerungen.

zu Antwort E

Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) ist kein Symptom eines Hirntumors. Augensymptome können bei Hirntumoren auftreten und manifestieren sich als eine Anisokorie, Stauungspapille oder Visusverlust.

81?

Welche Aussage trifft zu?

Erbsengroße Verdickungen an den Dorsalseiten der Fingerendgelenke beider Hände bei einer 70-jährigen Frau sprechen am ehesten für ein/eine

Antwort AChronische Polyarthritis

Antwort BGicht

Antwort CMorbus Reiter

Antwort DHeberden-Arthrose

Antwort ERheumatisches Fieber

81!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Die rheumatoide Arthritis betrifft die kleinen Gelenke (Finger- und Fußgrundgelenke, Mittelgelenke und die kleinen Gelenke der Halswirbelsäule), nicht die Endgelenke der Finger.

zu Antwort B

Die Gichtarthritis macht sich v. a. am Großzehengrundgelenk (Podagra) oder an den Fingergelenken (Chiragra) bemerkbar. Die Gelenke sind maximal schmerzempfindlich, gerötet, geschwollen und überwärmt.

zu Antwort C

Der Morbus Reiter ist definiert als eine Arthritis (meist der großen Gelenke), Urethritis und Konjunktivitis (Reiter-Trias). Es ist eine Zweiterkrankung nach enteritischen oder urethritischen, infektiösen Erkrankungen.

zu Antwort D

Beim Befall der Fingermittelgelenke spricht man von der Bouchard-Arthrose, beim Befall der Endgelenke von der Heberden-Arthrose. Verdickung, Schmerzhaftigkeit und radiale Deviation können auftreten.

zu Antwort E

Das rheumatische Fieber ist eine streptokokkenallergische Zweiterkrankung. Symptome sind Arthritis der großen Gelenke, Karditis, Erythema anulare und Chorea minor.

82?

Welche der folgenden Aussagen zu Candida-Infektionen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ACandida-Pilze finden sich bei einem Teil der gesunden Bevölkerung im Stuhl.

Antwort BEine Candidose wird vorwiegend auf dem Blutweg übertragen.

Antwort CEine Candida-Infektion sollte über einen längeren Zeitraum mit Kortisonpräparaten behandelt werden.

Antwort DBei Patienten mit Abwehrschwäche kann es zu klinisch relevanten Candida-Infektionen kommen.

Antwort EBei jedem Nachweis von Candida-Pilzen ist eine antimykotische Behandlung angezeigt.

82!

Antworten A und D sind richtig.

zu Antwort A

Candida-Pilze werden in geringen Konzentrationen zu der physiologischen Haut- und Darmflora gezählt. Candida zählt zu den Hefepilzen und ist fakultativ pathogen. Die Candidose ist durch ein übermäßiges Wachstum der Candida-Pilze hervorgerufen.

zu Antwort B

Bei einer Candidose handelt es sich in den meisten Fällen um eine endogene Infektion.

zu Antwort C

Candidosen werden mit Antimykotika behandelt. Kortisonpräparate begünstigen das Wachstum der Candida-Pilze.

zu Antwort D

Bei stark reduzierter Immunität können Candida-Pilze hämatogen übertragen werden und dann eine Endokarditis, Meningitis oder Sepsis hervorrufen.

zu Antwort E

Nicht jeder Nachweis von Candida-Pilzen muss eine antimykotische Behandlung nach sich ziehen. Symptomatische oder systemische Candidosen werden mit unterschiedlichen Substanzen behandelt wie z. B. Nystatin, Fluconazol, Imidazolderivaten oder Amphotericin B.

83?

Welche Aussage zum Ohr trifft zu?

Antwort ADie Schnecke ist mit ihren kleinen eingeschlossenen „Kristallen“ für das Gleichgewicht zuständig.

Antwort BDie Innervation erfolgt über den N. trochlearis (Hirnnerv IV).

Antwort CDer Hammer schlägt direkt auf das runde Fenster.

Antwort DDie Gehörknöchelchen befinden sich im Mittelohr.

Antwort EDas Cerumen wird im Mittelohr gebildet.

83!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Die Schnecke (Cochlea) liegt im Innenohr und dient dem Hören. Die Bogengänge des Innenohrs sind für das Gleichgewicht zuständig.

zu Antwort B

Die Innervation des Innenohrs erfolgt über den VIII. Hirnnerven, den N. vestibulocochlearis (oder N. statoacusticus). Der N. trochlearis ist ein okulomotorischer Nerv und versorgt den M. obliquus superior.

zu Antwort C

Der Hammer zählt neben dem Amboss und dem Steigbügel zur Gehörknöchelchenkette, die im Mittelohr lokalisiert ist. Die Knöchelchen sind gelenkig miteinander verbunden. Ein Teil des Hammers, der Hammergriff, ist im Trommelfell eingelassen. Die Steigbügelplatte hat Kontakt zum ovalen Fenster, die als Trennschicht zwischen dem Mittelohr und dem Innenohr fungiert.

zu Antwort D

Die Gehörknöchelchenkette befindet sich im Mittelohr und ist zuständig für die Schallweiterleitung.

zu Antwort E

Das Cerumen (Ohrschmalz) wird von den Ceruminaldrüsen im äußeren Gehörgang gebildet.

84?

Sie beraten eine übergewichtige Patientin, die gerne Süßigkeiten isst. Sie empfehlen ihr eine durchschnittliche Kalorienzufuhr von etwa 1.800 kcal (ca. 7.540 kJ) pro Tag.

Welcher Anteil des täglichen Energiebedarfs wird durch den Verzehr von einer Tafel Vollmilchschokolade (100 g, davon ca. 30 g Fett, 60 g Kohlenhydrate) in etwa erreicht?

Antwort A1 %

Antwort B10 %

Antwort C30 %

Antwort D70 %

Antwort E100 %

84!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Eine Tafel Schokolade mit ca. 30 g Fett und 60 g Kohlenhydrate hat mehr als 510 kcal.

zu Antwort B

Eine Tafel Schokolade mit ca. 30 g Fett und 60 g Kohlenhydrate hat mehr als 510 kcal.

zu Antwort C

Eine Tafel Schokolade mit ca. 30 g Fett und 60 g Kohlenhydrate hat mehr als 510 kcal. Errechnen kann man den Wert, wenn man weiß, dass 1 g Fett ca. 9 kcal hat und KH 4 kcal. Diese Tafel Schokolade macht ca. 30 % des täglichen Energiebedarfs aus. Die restlichen 10 % des Gewichts entfallen auf Eiweiß (1 g = 4 kcal)

zu Antwort D

Eine Tafel Schokolade mit ca. 30 g Fett und 60 g Kohlenhydrate hat mehr als 510 kcal.

zu Antwort E

Eine Tafel Schokolade mit ca. 30 g Fett und 60 g Kohlenhydrate hat mehr als 510 kcal.

85?

Welche Aussage trifft zu?

Eine 19-jährige Patientin entwickelt plötzlich starke Kopf- und Nackenschmerzen, Übelkeit und Brechreiz und sie ist verwirrt. An den Beinen zeigen sich petechiale Einblutungen.

Sie vermuten eine/einen

Antwort AHirntumor

Antwort BBakterielle Meningitis

Antwort CHypertone Krise

Antwort DHirnblutung

Antwort EAtypische Migräne

85!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Hirntumore können mit Kopf- und Nackenschmerzen, Übelkeit, Brechreiz und einer Orientierungsstörung einhergehen. Petechiale Blutungen sind untypisch.

zu Antwort B

Die o. g. Befunde sprechen für eine bakterielle Meningitis, am ehesten durch Meningokokken. Die petechialen Blutungen sprechen für das Waterhouse-Friderichsen-Syndrom, das als Folge der Mikrozirkulationsstörung, Mikrothrombenbildung und Verbrauchskoagulopathie auftritt.

zu Antwort C

Die hypertone Krise ist definiert als ein Blutdruckanstieg von > 230 systolisch und > 130 diastolisch ohne ein Endorganschaden. Mögliche Symptome sind Nasenbluten, (okzipitale) Kopfschmerzen, Tinnitus oder Nervosität sein.

zu Antwort D

Eine Hirnblutung kann mit plötzlichen, sehr starken Kopf- und Nackenschmerzen, Brechreiz, Verwirrtheit, neurologischen Ausfällen und positivem Meningendehnungszeichen einhergehen.

zu Antwort E

Die Symptome der atypischen Migräne sind Kopfschmerzen, die nicht einseitig sind, einen dumpf-pochenden Charakter haben, die nach Gabe von Triptanen (Migräne-Medikamente) eine Besserung erfahren.

86?

Welche Aussage trifft zu?

Unter einem Pulsdefizit versteht man:

Antwort AZusätzliche Leitungsbahn zwischen Herzvorhof und Kammer

Antwort BSyndrom des kranken Sinusknotens

Antwort CSynkopen bei Massage der Karotisgabel

Antwort DUnterschiedliche Pulse an Armen und Beinen

Antwort EDifferenz zwischen auskultatorisch bestimmter Herzfrequenz und peripherem Puls (z. B. Radialispuls)

86!

Antwort E ist richtig.

zu Antwort A

Eine zusätzliche Leitungsbahn zwischen Herzvorhof und Kammer kann tachykarde Herzrhythmusstörungen hervorrufen. Am häufigsten als Wolff-Parkinson-White (WPW)-Syndrom.

zu Antwort B

Das Syndrom des kranken Sinusknotens (Sick-Sinus-Syndrom) kann u. a. im Rahmen der KHK auftreten. Dabei können bradykarde und tachykarde Phasen auftreten, die dann in eine kurzzeitige Asystolie übergehen, gefolgt von einer erneuten bradykarden Phase.

zu Antwort C

Synkopen bei Massage der Karotisgabel können ein Hinweis auf ein Karotis-Sinus-Syndrom sein. Dabei werden die Barorezeptoren gereizt, die eine Vagusaktivierung nach sich ziehen.

zu Antwort D

Unterschiedliche Pulse an Armen und Beinen können auf eine postduktale Aortenisthmusstenose hinweisen. Dabei ist der Puls an den oberen Extremitäten kräftig, an den unteren Extremitäten kaum tastbar.

zu Antwort E

Das Pulsdefizit ist die Differenz zwischen auskultatorisch bestimmter Herzfrequenz und peripherem Puls (z. B. Radialispuls). Dabei ist die Herzfrequenz höher als die periphere Pulsfrequenz. Die Ursache können u. a. Extrasystolen sein.

87?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Zu den Risikofaktoren für das Auftreten eines Dickdarmkarzinoms zählen:

Antwort ASalmonellen-Infektion

Antwort BInfektion mit Helicobacter pylori

Antwort CBallaststoffarme Ernährung

Antwort DRegelmäßiger Vitamin-C-Konsum

Antwort EColitis ulcerosa

87!

Antworten C und E sind richtig.

zu Antwort A

Eine Salmonellen-Infektion ist kein Risikofaktor für die Entstehung eines Dickdarmkarzinoms. Salmonellen-Dauerausscheider haben ein erhöhtes Risiko für Gallenblasenkarzinome.

zu Antwort B

Die chronische Infektion der Magenschleimhaut mit Helicobacter pylori ist ein Risikofaktor für die Entwicklung von Magenkarzinomen und Magenlymphomen. Die Wahrscheinlichkeit eines Dickdarmkarzinoms ist nach dem heutigen Kenntnisstand nicht erhöht.

zu Antwort C

Ballaststoffarme Ernährung ist ein Risikofaktor für die Entwicklung eines Dickdarmkarzinoms sowie Adipositas, fleischreiche, fettreiche Kost, übermäßiger Alkoholkonsum, Nikotinabusus und vorbestehende Dickdarmerkrankungen, wie z. B. Colitis ulcerosa.

zu Antwort D

Regelmäßiger Vitamin-C-Konsum zählt zu den protektiven Faktoren, senkt also die Wahrscheinlichkeit der Karzinomentstehung im Dickdarm.

zu Antwort E

Die Colitis ulcerosa ist ein Risikofaktor für die Entstehung des kolorektalen Karzinoms.

88?

Welche der folgenden Aussagen zum Angioödem (Quincke-Ödem) treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AEs handelt sich um ein akutes Ödem, häufig an Lippen oder Augenlidern.

Antwort BEin möglicher Auslöser ist Acetylsalicylsäure (ASS).

Antwort CUrsache ist ein erhöhter hydrostatischer Druck in den Kapillaren.

Antwort DDas Quincke-Ödem geht meist mit einer Gewichtszunahme einher.

Antwort EDie Therapie besteht in Flüssigkeitsbeschränkung und Gabe von Diuretika.

88!

Antworten A und B sind richtig.

zu Antwort A

Es handelt sich um ein akutes Ödem, häufig an Lippen oder Augenlidern. Die Zunge, der Rachenraum oder die Glottis können ebenfalls betroffen sein.

zu Antwort B

Acetylsalicylsäure kann Auslöser eines Quincke-Ödems sein. Andere Auslöser sind z. B. Nahrungsmittel, Wärme, Kälte und Zusatzstoffe.

zu Antwort C

Die Ursache ist eine erhöhte Permeabilität der Blutgefäße mit Austritt von Volumen in das umliegende Gewebe.

zu Antwort D

Das Quincke-Ödem führt in der Regel nicht zu einer Gewichtszunahme.

zu Antwort E

Ein akutes Quincke-Ödem ist ein Notfall. Die Behandlung erfolgt mit Antihistaminika und Glukokortikoiden.

89?

Welche der folgenden Erkrankungen ist am häufigsten Ursache für länger andauernden Husten (mehr als vier Wochen) im Schulalter?

Antwort AAsthma bronchiale

Antwort BFremdkörperaspiration

Antwort CPseudokrupp

Antwort DMukoviszidose

Antwort EEpiglottitis

89!

Antwort A ist richtig.

zu Antwort A

Die Befunde sprechen am ehesten für das Asthma bronchiale. Bei Kindern und Jugendlichen dominiert das allergische Asthma. Die Auslösefaktoren sind häufig körperlicher und seelischer Stress, Kälte, Infekte der Atemwege, akute Allergenexposition oder bei empfindlichen Personen die Einnahme von NSAR oder Betablockern.

zu Antwort B

Bei der Fremdkörperaspiration sind v. a. Kleinkinder betroffen, die Symptome (Husten und Dyspnoe) entwickeln sich plötzlich und ergeben sich aus der Okklusion des Bronchus.

zu Antwort C

Die Ursache des Pseudokrupps ist meist eine allergische oder virale Entzündung des subglottischen Raums. Es sind Kinder im Alter zwischen dem 1.–3. Lj. betroffen. Symptome sind ein nächtlicher, bellender Husten, Heiserkeit und inspiratorischer Stridor. Rezidive sind häufig.

zu Antwort D

Die Mukoviszidose ist eine genetisch übertragbare Krankheit. Die Symptome machen sich im Neugeborenen- und Säuglingsalter bemerkbar. Lungensymptome stehen im Vordergrund.

zu Antwort E

Die Symptome der Epiglottitis sind plötzliches hohes Fieber, Schluckbeschwerden, inspiratorischer Stridor und Zyanose. Betroffen sind Kinder zwischen dem 2. und 6. Lj.

90?

Welche der folgenden Aussagen zur Borderline-Persönlichkeitsstörung treffen zu?

  • 1.

    Suchtmittelmissbrauch ist selten.

  • 2.

    Der Großteil der Betroffenen ist weiblich.

  • 3.

    Ein Großteil der Betroffenen berichtet von Missbrauch oder Gewalterfahrung.

  • 4.

    Die Affektregulation ist typischerweise nicht gestört.

  • 5.

    Die Prognose ist günstig, da die Patienten meistens nach der Pubertät spontan genesen.

Antwort ANur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 4 und 5 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

90!

Antwort A ist richtig.

Die emotional instabile Persönlichkeitsstörung wird in zwei Subtypen unterteilt:

Impulsiver Typ und Borderline-Typ

Der impulsive Typ kann durch Affektausbrüche und mangelnde Impulskontrolle charakterisiert werden. Der Borderline-Typ neigt zu selbstverletzenden Handlungen, berichtet über innere Leere und neigt dazu, intensive, aber gleichzeitig instabile Beziehungen zu pflegen. Suiziddrohungen sind typisch, kriminelle Handlungen, Drogenmissbrauch ebenfalls.

zu Antwort A

Suchtmittelmissbrauch ist bei der Borderline-Störung häufig.

zu Antwort B

Von der Borderline-Störung sind mehr Frauen als Männer betroffen.

zu Antwort C

Ein großer Teil der Patienten berichtet über Missbrauchserfahrungen oder Gewalterfahrungen.

zu Antwort D

Die Affektregulation ist deutlich gestört.

zu Antwort E

Die Prognose ist ungünstig, Persönlichkeitsstörungen gelten als nicht heilbar. Psychotherapeutische Verfahren sind langwierig und sehr schwierig, können aber eine Stabilisierung der Emotionen und der zwischenmenschlichen Beziehungen begünstigen.

91?

In Ihrer Sprechstunde auskultieren Sie das Herz eines Patienten. Dabei fällt Ihnen ein Systolikum auf.

Auf welche der folgenden Erkrankungen könnte dieses Untersuchungsergebnis ein Hinweis sein?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AInsuffizienz der Mitralklappe

Antwort BInsuffizienz der Pulmonalklappe

Antwort CStenose der Mitralklappe

Antwort DStenose der Aortenklappe

Antwort EStenose der Trikuspidalklappe

91!

Antworten A und D sind richtig.

zu Antwort A

Die Mitralklappeninsuffizienz verursacht, wie die Trikuspidalklappeninsuffizienz, ein systolisches Geräusch. Durch die Schlussunfähigkeit der Klappe fließt das Blut in der Anspannungsphase des Herzens zurück in den linken Vorhof und die Pulmonalvenen, was als systolisches Strömungsgeräusch auf der Thoraxwand, mit dem p. m. (punctum maximum) über dem 5. ICR links in der Medioklavikularlinie, zu hören ist.

zu Antwort B

Die Insuffizienz der Pulmonalklappe verursacht ein Diastolikum, das am lautesten über dem 2. ICR links parasternal zu hören ist.

zu Antwort C

Die Mitralklappenstenose ruft ein diastolisches Geräusch hervor. Am lautesten ist es im 5. ICR in der linken Medioklavikularlinie zu hören.

zu Antwort D

Die Aortenklappenstenose ruft ein systolisches Geräusch hervor, das am lautesten im 2. ICR rechts parasternal zu hören ist und in die Karotiden fortgeleitet wird.

zu Antwort E

Die Stenose der Trikuspidalklappe ruft ein diastolisches Geräusch hervor und ist am lautesten über dem 4. ICR rechts parasternal zu hören.

92?

Welche der folgenden Aussagen zum Fibromyalgiesyndrom treffen zu?

  • 1.

    Überwiegend sind Männer betroffen.

  • 2.

    Typisch dafür ist eine stark beschleunigte Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BKS).

  • 3.

    Vegetative Symptome treten meist begleitend auf.

  • 4.

    Eine Chronifizierung der Beschwerden tritt selten auf.

  • 5.

    Differenzialdiagnostisch müssen entzündliche und degenerative Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen ausgeschlossen werden.

Antwort ANur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 3 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

92!

Antwort C ist richtig.

Die Fibromyalgie ist gekennzeichnet durch Schmerzen, die an bestimmten Körperpunkten (Sehnenansätzen) getriggert werden können. Begleitend zu den Schmerzen können depressive Verstimmungen, Tremor, funktionelle Herzbeschwerden oder Atembeschwerden und Schlaflosigkeit auftreten. Die laborchemischen und apparativen Untersuchungen sind ohne Befund.

zu Antwort A

Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer (Frauen: Männer 10:1).

zu Antwort B

Die Blutsenkungsgeschwindigkeit und auch andere Entzündungsparameter, wie z. B. CRP oder Leukozyten, sind im Normbereich.

zu Antwort C

Vegetative Symptome sind bei der Fibromyalgie, u. a. kalte Akren, Tremor, Schwitzen, trockener Mund.

zu Antwort D

Die Chronifizierung der Beschwerden ist häufig.

zu Antwort E

Differenzialdiagnostisch sollten degenerative und entzündliche Gelenkerkrankungen und Wirbelsäulenerkrankungen ausgeschlossen werden. Ferner die Polymyalgia rheumatica und entzündliche Muskelerkrankungen.

93?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Bei folgenden Erkrankungen gehört ein Ikterus zum typischen Krankheitsverlauf:

Antwort AVerschluss des Ductus choledochus durch ein Gallengangskarzinom

Antwort BEine akute Gastritis wegen übermäßigem Alkoholgenuss

Antwort CAkute Glomerulonephritis

Antwort DHämolytische Krise (Zerfall der roten Blutkörperchen)

Antwort EAppendizitis

93!

Antworten A und D sind richtig.

zu Antwort A

Der Verschluss des Ductus choledochus durch ein Gallengangskarzinom ruft einen posthepatischen Ikterus hervor.

zu Antwort B

Eine akute Gastritis durch übermäßigen Alkoholgenuss kann mit epigastrischen Schmerzen, Völlegefühl, Übelkeit, Erbrechen und Ulkusbildung einhergehen. Ein Ikterus ist für die akute Gastritis nicht typisch. Im Falle einer Leberbeteiligung im Sinne einer alkoholischen Hepatitis oder einer Leberzirrhose kann ein intrahepatischer Ikterus entstehen. Die Antwortmöglichkeit bezieht sich allerdings auf die akute Gastritis.

zu Antwort C

Die Glomerulonephritis ist gekennzeichnet durch: Hämaturie, Proteinurie <3,5 g/Tag, Hypertonie, Ödeme. Ein Ikterus tritt nicht auf.

zu Antwort D

Die hämolytische Krise ist eine Ursache eines prähepatischen Ikterus.

zu Antwort E

Die Appendizitis ist eine Entzündung des Wurmfortsatzes durch Obstruktion des Lumens durch Kotsteine, Narbenstränge, Abknickung, Darminfekte oder Wurmbefall. Symptome sind u. a. Bauchschmerzen, die im Epigastrium beginnen und in den rechten Unterbauch ziehen.

94?

Die Spätfolgen eines Diabetes mellitus sollen durch eine gute Blutzuckereinstellung verhindert werden.

Bei welchen der folgenden Erkrankungen kann es sich um eine Folgeerkrankung eines Diabetes mellitus handeln?

  • 1.

    Astrozytom (Gehirntumor)

  • 2.

    Koronare Herzerkrankung

  • 3.

    Retinopathie

  • 4.

    Hämophilie (Bluterkrankheit)

  • 5.

    Polyneuropathie

Antwort ANur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.

Antwort CNur Die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.

94!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Astrozytome sind Gehirntumore, die von Astrozyten ausgehen. Sie sind keine Spätfolge des Diabetes mellitus.

zu Antwort B

Die koronare Herzerkrankung (KHK) ist eine Spätfolge des Diabetes und auf eine Makroangiopathie zurückzuführen. Die KHK kann sich als Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörung, Angina pectoris, Herzinfarkt oder plötzlicher Herztod manifestieren. Myokardinfarkte können stumm verlaufen.

zu Antwort C

Die Retinopathie ist ebenfalls eine typische Komplikation des Diabetes mellitus und eine Folge der Mikroangiopathie. Sie mündet im Visusverlust.

zu Antwort D

Die Hämophilie ist eine X-chromosomale rezessive Erkrankung, die v. a. das männliche Geschlecht betrifft. Das Leitsymptom ist eine Blutungsneigung.

zu Antwort E

Die Polyneuropathie ist eine typische Folge des Diabetes mellitus und die Manifestation der Mikroangiopathie. Die diabetische Neuropathie wird unterteilt in periphere sensomotorische Neuropathie und autonome diabetische Neuropathie.

95?

Welche Aussage zur Anatomie des Auges trifft zu?

Antwort ADie Hornhaut liegt im hinteren Abschnitt des Augapfels und enthält die bildaufnehmenden Sinneszellen.

Antwort BDie Regenbogenhaut liegt im hinteren Abschnitt des Augapfels und enthält die bildaufnehmenden Sinneszellen.

Antwort CDie Netzhaut liegt im hinteren Abschnitt des Augapfels und enthält die bildaufnehmenden Sinneszellen.

Antwort DDie Bindehaut liegt im hinteren Abschnitt des Augapfels und enthält die bildaufnehmenden Sinneszellen.

Antwort EDie bildaufnehmenden Sinneszellen liegen im Sehzentrum des Gehirns.

95!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Die Hornhaut liegt im vorderen Abschnitt des Augapfels, ist durchsichtig und ein lichtbrechendes Medium.

zu Antwort B

Die Regenbogenhaut liegt hinter der Hornhaut und vor der Linse. Sie teilt die Augenkammer in die vordere und die hintere Augenkammer. Die Iris ist pigmentiert, in der Mitte liegt die Pupille. In der Iris sind zwei glatte Muskeln eingelagert (M. sphincter pupillae M. dilatator pupillae), die die Pupille enger und kleiner stellen.

zu Antwort C

Die Netzhaut liegt im hinteren Teil des Auges und beherbergt die bildaufnehmenden Sinneszellen. Photorezeptoren gliedern sich in Zapfen (scharfes Sehen und Farbensehen) und Stäbchen (Hell-Dunkel-Sehen).

zu Antwort D

Die Bindehaut (Konjunktiva) zählt zu den Schutzeinrichtungen des Auges. Die Bindehaut überzieht die Sklera bis zum Hornhautrand und die Innenseiten der Lider.

zu Antwort E

Die Photorezeptoren liegen in der Retina (Netzhaut) eingebettet. Das Sehzentrum liegt im Okzipitallappen und verarbeitet die ankommenden Impulse zum Bild.

96?

Welche Aufgabe im Organismus ordnen Sie der Milz zu?

Antwort AFettstoffwechsel

Antwort BProduktion der Verdauungsenzyme

Antwort CBildung von Glukagon

Antwort DBlutbildung beim Ungeborenen

Antwort EBlutbildung beim gesunden Erwachsenen

96!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Die Leber ist maßgeblich am Fettstoffwechsel beteiligt. Die Milz ist für die Immunabwehr zuständig und die Elimination alter Blutzellen.

zu Antwort B

Verdauungsenzyme werden v. a. im Pankreas gebildet.

zu Antwort C

Glukagon ist ein Hormon, das in den A-Zellen der Langerhans Inseln des Pankreas gebildet wird. Es fördert den Umbau/Abbau von Glykogen zu Glukose (Glykogenolyse) und die Neubildung von Glukose aus Aminosäuren (Glukoneogenese).

zu Antwort D

Die vorgeburtliche Blutzellbildung erfolgt u. a. in der Milz in der hepatolienalen Phase (reicht vom Ende des 2. bis zum 8. Entwicklungsmonat). In dieser Zeit werden die Blutzellen in der Leber und Milz gebildet. Nach etwa 4 Monaten wandern einige Stammzellen aus der Leber ins Knochenmark aus.

zu Antwort E

Die Blutbildung beim gesunden Erwachsenen erfolgt im roten Knochenmark. Im Falle z. B. einer Osteomyelofibrose, die zu den myeloproliferativen Erkrankungen zählt, kann die Blutbildung in der Leber und Milz stattfinden. Im Zuge dieser Erkrankung verödet das rote Knochenmark.

97?

Welche der folgenden Aussagen zum Hirnödem treffen zu?

  • 1.

    Hirnödeme treten u. a. in der Umgebung von Hirntumoren auf.

  • 2.

    Beim Verdacht auf ein Hirnödem sollte möglichst rasch eine Lumbalpunktion zur Diagnosesicherung gemacht werden.

  • 3.

    Typische Zeichen für ein Hirnödem sind u. a. Kopfschmerzen, Schwindel und Sehstörungen.

  • 4.

    Nach mehrtägiger Bettruhe bilden sich die meisten Hirnödeme zurück.

  • 5.

    Am Augenhintergrund kann man bei einem Hirnödem eine Vorwölbung der Papille erkennen (sog. Stauungspapille).

Antwort ANur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 3 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.

97!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Hirnödeme treten u. a. in der Umgebung von Hirntumoren oder Metastasen auf und werden als „perifokales Ödem“ bezeichnet.

zu Antwort B

Eine Lumbalpunktion bei vorhandenem Hirnödem ist wegen der Einklemmung der Medulla oblongata gefährlich und kontraindiziert. Die Behandlung des Hirnödems erfolgt u. a. mit osmotisch wirksamen Substanzen, Glukokortikoiden oder kontrollierter Hyperventilation.

zu Antwort C

Das Hirnödem geht mit einer Erhöhung des Hirndrucks einher. Die Symptome sind u. a. Kopfschmerzen (am Morgen stärker) mit Erbrechen, Schwindel, Lähmungserscheinungen, organisches Psychosyndrom, Pupillendifferenz (Anisokorie), Stauungspapille, Atemstörungen, Bradykardie, Hypertonie, epileptische Anfälle und Bewusstseinsstörungen.

zu Antwort D

Hirnödeme bilden sich meist nicht spontan zurück. Behandlung des Hirnödems erfolgt u. a. mit osmotisch wirksamen Substanzen, Glukokortikoiden oder kontrollierter Hyperventilation.

zu Antwort E

Eine Stauungspapille ist ein Symptom der Hirndrucksteigerung.

98?

Welche der folgenden Aussagen zum Lungenkrebs treffen zu?

  • 1.

    Bronchialkarzinome können ein paraneoplastisches Syndrom hervorrufen.

  • 2.

    Bronchialkarzinome haben insgesamt eine gute Prognose.

  • 3.

    Frühsymptome sind Rekurrensparese und Phrenikuslähmung.

  • 4.

    Verzicht auf Rauchen ist eine wichtige präventive Maßnahme.

  • 5.

    Zu den lungenkrebserzeugenden Arbeitsstoffen zählt z. B. Asbest.

Antwort ANur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

98!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Bronchialkarzinome können paraneoplastische Syndrome hervorrufen, u. a. Hyperkalzämie durch Bildung von parathormonähnlichen Substanzen, Cushing-Syndrom durch Bildung von ACTH oder Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion.

zu Antwort B

Die Prognose des Bronchialkarzinoms ist insgesamt sehr schlecht. Die 5-Jahres-Überlebensrate beträgt ca. 15 %. Die meisten Karzinome sind bei Diagnosestellung entweder inoperabel oder bereits metastasiert.

zu Antwort C

Die Rekurrensparese und die Phrenikuslähmung zählen zu den Spätsymptomen. Frühsymptome sind entweder nicht vorhanden oder unspezifisch und machen sich als Husten, Dyspnoe und/oder Thoraxschmerzen bemerkbar.

zu Antwort D

Nikotinabstinenz ist die wichtigste präventive Maßnahme. Ferner die Meidung von tumorerzeugenden Chemikalien, wie z. B. hexavalente Chromverbindungen, Arsen oder Asbest.

zu Antwort E

Zu den lungenkrebserzeugenden Arbeitsstoffen zählen neben dem Asbest auch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Quarzstaub, Nickelmetall, Arsen- und Chromverbindungen.

99?

Welche der genannten Untersuchungsbefunde bei einer 78-jährigen Patientin lassen Sie an eine Aortenklappenstenose denken?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ASchmetterlingsförmige Rötung der Wangen

Antwort BSystolikum bei der Auskultation mit Maximum über dem 2. ICR rechts parasternal

Antwort CGroße Blutdruckamplitude (sog. „Wasserhammer“-Puls)

Antwort DFortgeleitetes Herzgeräusch in die Karotiden

Antwort EDiastolisches Geräusch

99!

Antworten B und D sind richtig.

zu Antwort A

Schmetterlingsförmige Rötung der Wangen kann ein Hinweis auf ein „Schmetterlingserythem“ bei systemischem Lupus erythematodes oder Hinweis auf eine Rosazea (Kupferfinne) sein.

zu Antwort B

Ein systolisches Geräusch mit Punctum maximum über dem 2. ICR rechts parasternal (Aortenklappenareal) ist ein Hinweis auf das Vorliegen einer Aortenklappenstenose. Den Beweis erbringt die Echokardiografie.

zu Antwort C

Im Rahmen der Aortenklappenstenose findet sich eine kleine Blutdruckamplitude. Die Aortenklappeninsuffizienz geht mit einer hohen Blutdruckamplitude einher.

zu Antwort D

Eine Fortleitung des Geräusches in die Karotiden ist für die Aortenstenose typisch. Strömungsgeräusche über den Karotiden können auch durch eine Stenosierung der A. carotis communis bedingt sein. Im Falle einer reinen Karotisstenose ist über dem Aortenklappenareal kein Geräusch hörbar.

zu Antwort E

Die Aortenklappenstenose geht mit systolischem Geräusch einher. Diastolische Geräusche können durch eine Taschenklappeninsuffizienz und/oder eine Segelklappenstenose entstehen.

100?

Ein 35-jähriger Mann klagt seit über einem halben Jahr über bestehende, vor allem nachts und morgens auftretende Kreuz- und Gesäßschmerzen.

Sie stellen auffällige Werte bei der Untersuchung nach Schober und Ott und beim Finger-Bodenabstand fest. Die Schmerzen bessern sich bei Bewegung.

Sie denken am ehesten an ein/eine/einen:

Antwort ARheumatoide Arthritis

Antwort BFibromyalgiesyndrom

Antwort CMorbus Bechterew

Antwort DSystemischer Lupus erythematodes

Antwort EAkuten Bandscheibenvorfall

100!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Die rheumatoide Arthritis betrifft die kleinen Gelenke (Finger- und Fußgrundgelenke, Mittelgelenke und die kleinen Gelenke der Halswirbelsäule).

zu Antwort B

Die Fibromyalgie ist gekennzeichnet durch Schmerzen, die an Sehnenansätzen getriggert werden können.

zu Antwort C

Der M. Bechterew ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung und betrifft junge Menschen. Betroffen sind v. a. das Ileosakralgelenk und die Wirbelsäulengelenke, die im Verlauf der Erkrankung zu schmerzhafter Versteifung von kaudal nach kranial neigen. Typisch sind die nächtlichen und frühmorgendlichen Kreuz- und Gesäßschmerzen, die unter Bewegung besser werden. Wegweisend sind auch auffällige Zeichen nach Schober und Ott.

zu Antwort D

Der systemische Lupus erythematodes zählt zu den Kollagenosen, betrifft deutlich mehr Frauen als Männer. Betroffen sind Haut, Bindegewebe und Blutgefäße.

zu Antwort E

Der Bandscheibenvorfall geht mit akuten, stärksten radikulären Schmerzen einher, die bis zu den Zehen ausstrahlen und unter Bewegung schlechter werden.

101?

Welche der genannten Erkrankungen gehen im späteren Verlauf gehäuft mit einer demenziellen Entwicklung einher?

  • 1.

    Morbus Crohn

  • 2.

    Arteriosklerose

  • 3.

    Morbus Parkinson

  • 4.

    Chronischer Alkoholismus

  • 5.

    Psoriasis

Antwort ANur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.

101!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Der Morbus Crohn zählt zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Eine Häufung von Morbus Crohn und demenzieller Erkrankung ist nicht gegeben.

zu Antwort B

Die Arteriosklerose kann die Ursache einer vaskulären Demenz sein.

zu Antwort C

Beim Morbus Parkinson können im fortgeschrittenen Stadium demenzielle Symptome auftreten.

zu Antwort D

Im Rahmen des chronischen Alkoholismus kann ein demenzielles Syndrom hinzukommen.

zu Antwort E

Die Psoriasis und die Demenz zeigen keine Korrelation.

102?

Ein 40-jähriger Patient, der Sie wegen psychischer Probleme aufsucht, berichtet im Rahmen der Anamnese, dass er von seinem Arzt Polamidon® (Methadon) verordnet bekommen habe.

Für welche Erkrankung spricht diese Behandlung am ehesten?

Antwort AAlkoholkrankheit

Antwort BParanoide Schizophrenie

Antwort CHeroinabhängigkeit

Antwort DCannabisabhängigkeit

Antwort EBorderline-Störung

102!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Bei der Alkoholkrankheit können im Rahmen des Entzugs Clomethiazol (Distraneurin®), für die Rückfallprophylaxe Disulfiram (Antabus®) eingesetzt werden.

zu Antwort B

Im Rahmen der paranoiden Schizophrenie werden u. a. Neuroleptika eingesetzt.

zu Antwort C

Die Heroinabhängigkeit kann mit Methadon (Polamidon®) behandelt werden. Polamidon® ist ein sehr starkes Opiat, wirkt ähnlich wie Heroin, hat aber eine geringere euphorisierende Wirkung, sodass der „Kick“ ausbleibt. Die Substitutionstherapie wird unter den Aspekten der Gesundheitsverbesserung, der sozialen Reintegration und v. a. der Entkriminalisierung eingesetzt.

zu Antwort D

Die Cannabisabhängigkeit wird v. a. mit psychotherapeutischen und soziotherapeutischen Verfahren behandelt. Medikamentös können Antikonvulsiva und Antidepressiva eingesetzt werden.

zu Antwort E

Die Borderline-Störung ist sehr schwierig. Eingesetzt werden v. a. psychotherapeutische Verfahren. In der medikamentösen Therapie können u. a. Antidepressiva eingesetzt werden.

103?

Welche Aussage zu Erkrankungen, die von Zecken übertragen werden, trifft zu?

Antwort ANach jedem Zeckenbiss sollte eine antibiotische Behandlung über drei Wochen erfolgen.

Antwort BEine schwerwiegende, durch Zecken übertragbare Erkrankung ist die Brucellose.

Antwort CDie FSME-Impfung schützt vor Borreliose.

Antwort DDas Risiko einer Borrelieninfektion steigt mit der Saugdauer der Zecke.

Antwort EDas Erythema migrans ist das bleibende Spätstadium einer Borrelieninfektion.

103!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Die antibiotische Therapie ist bei manifester Infektion indiziert, z. B. bei Vorhandensein des Erythema migrans.

zu Antwort B

Zecken übertragen u. a. die Borreliose und die FSME. Die Brucellose wird über direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder alimentär über infizierte Milch übertragen.

zu Antwort C

Eine Impfung ist spezifisch und verleiht eine Immunität gegen ein bestimmtes Antigen, in dem Fall gegen das FSME-Virus. Es schützt also nicht gleichzeitig vor der Borreliose.

zu Antwort D

Das Risiko einer Borrelieninfektion steigt mit der Saugdauer der Zecke.

zu Antwort E

Das Erythema migrans ist eine Hauterscheinung, die Tage bis Wochen nach dem Zeckenstich entstehen kann (Früherscheinung). Zunächst entwickelt sich eine Papel, die dann in eine zentrifugal wachsende Rötung übergeht und zentral wieder abblasst. Die Hauterscheinung kann auch völlig fehlen.

104?

Welche der Aussagen treffen zu?

Mögliche Ursachen für Pruritus ani (Afterjucken) sind:

  • 1.

    Hämorrhoiden

  • 2.

    Tumore

  • 3.

    Analfistel

  • 4.

    Kontaktallergien

  • 5.

    Madenwurmbefall

Antwort ANur die Aussagen 1 und 4 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

104!

Antwort E ist richtig.

Der Pruritus ani (Afterjucken) betrifft ca. 1–5 % der Bevölkerung, wobei die Dunkelziffer sehr hoch ist. Die Ursachen sind sehr unterschiedlich, und in der Hälfte der Fälle sind die Ursachen unbekannt. Zu den bekannten Ursachen zählen:

  • Anus- und Darmerkrankungen, z. B. Hämorrhoiden, Analfissuren, Analfisteln, Abszesse, chronische entzündliche Darmerkrankungen oder auch Karzinomkrankheiten

  • Hauterkrankungen, z. B. die Psoriasis, allergische oder toxische Ekzeme der Analhaut, Candidosen oder HPV-Infektionen (Condylomata acuminata)

  • Andere Erkrankungen, z. B. Wurminfektionen, Diabetes, chronische Niereninsuffizienz, Lymphome, psychiatrische Erkrankungen und selten mangelnde Hygiene.

zu Antwort A

Hämorrhoiden gehen häufig mit Pruritus ani einher.

zu Antwort B

Tumore können Juckreiz am After hervorrufen.

zu Antwort C

Analfisteln können mit Afterjuckreiz einhergehen.

zu Antwort D

Kontaktallergien können mit Afterjuckreiz einhergehen.

zu Antwort E

Ein Madenwurmbefall kann, insbesondere bei Kindern, mit Afterjucken einhergehen.

105?

Welche der folgenden Aussagen zum Magen-Darm-Trakt treffen zu?

  • 1.

    Die Resorption der Nahrungsbestandteile findet im Wesentlichen im Dünndarm statt.

  • 2.

    Der Wurmfortsatz (Appendix) entspringt einem Abschnitt des Dickdarms.

  • 3.

    Der Nahrungsbrei wird vom Ileum in das Duodenum transportiert.

  • 4.

    Beim Dünndarm unterscheidet man einen aufsteigenden Abschnitt, einen quer verlaufenden und schließlich einen absteigenden Abschnitt.

  • 5.

    Der Pylorus befindet sich am Magenausgang.

Antwort ANur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.

105!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Die Resorption der mit der Nahrung zugeführten Nährstoffe wird v. a. im Dünndarm resorbiert.

zu Antwort B

Der Appendix entspringt aus dem Zäkum (Blinddarm). Das Zäkum ist ein Dickdarmabschnitt.

zu Antwort C

Der Nahrungsbrei wird vom Ileum über die Bauhin-Klappe in den Dickdarm transportiert.

zu Antwort D

Der Dünndarm besteht aus drei Abschnitten:

  • Duodenum (Zwölffingerdarm)

  • Jejunum (Leerdarm) und

  • Ileum (Krummdarm)

Der Dickdarm (Colon) besteht aus dem:

  • Colon ascendens (aufsteigender Dickdarm)

  • Colon transversum (querverlaufender Dickdarm)

  • Colon descendens (absteigender Dickdarm)

  • Sigma (S-förmiger Darm) und Rektum (Mastdarm)

zu Antwort E

Der Pylorus (Pförtner) befindet sich am Magenausgang.

106?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Ein inspiratorischer Stridor spricht für ein/eine

Antwort AChronisch-obstruktive Lungenerkrankung

Antwort BTrachealstenose

Antwort CAsthma bronchiale

Antwort DGlottisödem

Antwort ESpastische Bronchitis

106!

Antworten B und D sind richtig.

zu Antwort A

Eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung geht mit einem exspiratorischen Stridor einher.

zu Antwort B

Die Trachealstenose geht mit einem inspiratorischen Stridor einher.

zu Antwort C

Das Asthma bronchiale geht mit einem exspiratorischen Stridor einher.

zu Antwort D

Das Glottisödem verursacht einen inspiratorischen Stridor.

zu Antwort E

Die spastische Bronchitis kann einen exspiratorischen Stridor hervorrufen.

107?

Welche der folgenden Aussagen zur Dupuytren-Kontraktur treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ATypisch ist eine Beugehemmung in den Grund- und Mittelgelenken des 4. und 5. Fingers.

Antwort BGehäuftes Auftreten bei alkoholbedingter Lebererkrankung.

Antwort CGehäuftes Auftreten bei Diabetes mellitus.

Antwort DGehäuftes Auftreten beim Fibromyalgiesyndrom.

Antwort ERezidive treten nach operativer Therapie nicht auf.

107!

Antworten B und C sind richtig.

Die Dupuytren-Kontraktur ist ein Krankheitsbild, das sich aus einer Schrumpfung der Palmaraponeurose ergibt. Die Ursache ist unbekannt. Betroffen sind die Finger II-V, aber nicht der Daumen, weil die Sehnen der Daumenmuskulatur nicht in der Palmaraponeurose liegen. Sie beginnt mit einer Knötchenbildung im Bereich der Hohlhand und führt später zu einer Beugekontraktur der Finger. Gehäuft findet sich die Dupuytren-Kontraktur bei Leberleiden und Diabetes mellitus. Die Therapie ist operativer Natur.

zu Antwort A

Typisch ist eine Beugekontraktur und Streckhemmung der betroffenen Finger.

zu Antwort B

Die Dupuytren-Kontraktur kommt bei alkoholbedingten Lebererkrankungen gehäuft vor.

zu Antwort C

Die Dupuytren-Kontraktur kommt bei Diabetes mellitus gehäuft vor.

zu Antwort D

Bei der Fibromyalgie ist das Auftreten der Dupuytren-Kontraktur nicht gehäuft.

zu Antwort E

Auch nach operativer Therapie ist in ca. 50 % der Fälle mit Rezidiven zu rechnen.

108?

Welche der folgenden Aufgaben erfüllt die Gallenblase?

  • 1.

    Produktion von Verdauungsenzymen

  • 2.

    Speicherung von Gallensäuren

  • 3.

    Produktion von Gallensäuren

  • 4.

    Speicherung von Insulin

  • 5.

    Eindickung der Galle

Antwort ANur die Aussage 1 ist richtig.

Antwort BNur die Aussage 2 ist richtig.

Antwort CNur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2 und 5 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.

108!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Verdauungsenzyme werden v. a. im Magen und im Pankreas gebildet, nicht in der Gallenblase.

zu Antwort B

Die in der Leber produzierten Gallensäuren werden mit dem Gallensaft entlassen und z. T. in der Gallenblase gespeichert.

zu Antwort C

Die Produktion der Gallensäuren erfolgt in der Leber.

zu Antwort D

Insulin wird in den β-Zellen der Langerhans Inseln des Pankreas produziert und mahlzeitenabhängig und mahlzeitenunabhängig ausgeschüttet. Insulin wirkt an peripheren Zellen und schleust die Glukose in die Zelle, senkt also den Blutzuckerspiegel. Im Anschluss wird das Insulin abgebaut. Insulin wird nicht gespeichert.

zu Antwort E

In der Gallenblase wird die Gallenflüssigkeit eingedickt.

109?

Welche der folgenden Aussagen trifft zu?

Die Symptome Fieber, Tonsillitis, Lymphknotenschwellung bei einem 20-jährigen, bisher gesunden Mann sind am ehesten typisch für:

Antwort AToxoplasmose

Antwort BMononucleosis infectiosa (Pfeiffer-Drüsenfieber)

Antwort CLymphogranulomatose (Morbus Hodgkin)

Antwort DChronisch-lymphatische Leukämie

Antwort EMumps

109!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Toxoplasmose verläuft bei immunkompetenten Menschen meist inapparent, selten treten LK-Schwellungen, Fieber und grippale Symptome auf. Bei immunsupprimierten Menschen können neurologische Symptome oder ein septisches Krankheitsbild auftreten.

zu Antwort B

Die Symptome Fieber, Tonsillitis, Lymphknotenschwellung bei einem 20-jährigen, bisher gesunden Mann sprechen am ehesten für die infektiöse Mononukleose (Epstein-Barr-Virus). Andere Symptome sind Milzschwellung, Hepatitis und ein masernähnliches Exanthem.

zu Antwort C

Der Morbus Hodgkin ist eine bösartige Erkrankung des Lymphsystems (B-Zellen). Histologisch sind Sternberg-Reed-Zellen und/oder Hodgkin-Zellen kennzeichnend. Symptome sind Leistungsknick, B-Symptome, Juckreiz und Schmerzhaftigkeit der Lymphknoten nach Alkoholgenuss (selten). Der Verlauf ist chronisch.

zu Antwort D

Typisch für die CLL sind hohes Alter, B-Symptome und die indolente Lymphknotenschwellung.

zu Antwort E

Bei Mumps findet man neben einer unspezifischen viralen Tonsillitis v. a. eine schmerzhafte Schwellung der Glandula parotis.

110?

Welche der folgenden Grundsätze sind bei der Behandlung von Wunden zu beachten?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AEine Überprüfung des Tetanus-Impfschutzes ist nur bei tiefen Wunden erforderlich.

Antwort BWunden durch Tierbisse sollten sofort genäht werden.

Antwort CBei Wunden an den Extremitäten sollte distal der Wunde die Durchblutung, Motorik und Sensibilität geprüft werden.

Antwort DEiweiß- oder Vitamin-C-Mangel kann zu Wundheilungsstörungen führen.

Antwort EVerschmutzte Wunden sollten primär mit einem Salbenverband verschlossen werden.

110!

Antworten C und D sind richtig.

zu Antwort A

Der Tetanusschutz sollte auch bei oberflächlichen Wunden überprüft werden, ggf. sollte eine Auffrischimpfung erfolgen.

zu Antwort B

Wunden durch Tierbisse sind als extrem kontaminiert anzusehen und bleiben offen. Der Wundbereich muss täglich kontrolliert und mit antiseptischen Lösungen gespült werden. Nekrotische Bereiche werden exzidiert.

zu Antwort C

Bei Wunden an den Extremitäten sollte distal der Wunde die Durchblutung, Motorik und Sensibilität geprüft werden.

zu Antwort D

Eiweiß- oder Vitamin-C-Mangel können zu Wundheilungsstörungen führen. Vitamin C wird im Körper für die Bildung von kollagenen Fasern benötigt (Narbengewebe). Ein Vitamin-C-Mangel führt zu einer Funktionseinschränkung der Fibroblasten.

zu Antwort E

Verschmutzte Wunden werden gereinigt, desinfiziert und dann weiter behandelt. Je nach Wundart, Lokalisation und abgelaufener Zeit seit der Wundentstehung wird eine primäre oder sekundäre Wundnaht oder gar keine Wundnaht angelegt.

111?

Welche der folgenden Aussagen zur klinischen Untersuchung der Lunge treffen zu?

  • 1.

    Ein fassförmiger Thorax ist ein typisches Zeichen eines Lungenemphysems.

  • 2.

    Typisch für ein Asthma bronchiale ist Giemen bei der Auskultation.

  • 3.

    Ein verstärkter Stimmfremitus weist auf eine Infiltration der Lunge hin.

  • 4.

    Typisch für die Lungenblähung ist ein lauter, hypersonorer Klopfschall.

  • 5.

    Beim Pneumothorax bestehen ein gedämpfter Klopfschall und ein verschärftes Atemgeräusch.

Antwort ANur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.

111!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Ein fassförmiger Thorax ist für das Emphysem typisch. Andere Symptome des Emphysems sind:

  • Horizontal stehende Rippen, geblähte Schlüsselbeingruben („Emphysemkissen“)

  • Zyanose, Dyspnoe mit exspiratorischer Atembehinderung, Trommelschlegelfinger, Uhrglasnägel

  • Stimmfremitus reduziert, Atemexkursionen reduziert

  • Hypersonorer Klopfschall und ein allgemein abgeschwächtes Atemgeräusch

zu Antwort B

Typisch für den Asthma bronchiale-Anfall sind Giemen, Brummen und Pfeifen in der Auskultation. Der Stimmfremitus ist reduziert, der Klopfschall hypersonor.

zu Antwort C

Ein verstärkter Stimmfremitus ist ein Hinweis auf Infiltrationen in der Lunge.

zu Antwort D

Ein hypersonorer Klopfschall ist für die Überblähung der Lunge typisch.

zu Antwort E

Beim Pneumothorax ist der Stimmfremitus über dem betroffenen Areal reduziert oder ganz aufgehoben, der Klopfschall hypersonor, die Atemgeräusche sind entweder stark reduziert oder fehlen völlig.

112?

Welche der folgenden Untersuchungsbefunde sind bei Verdacht auf eine Meniskusschädigung hilfreich zur Diagnosestellung?

  • 1.

    Kompression der Wade (Meyer-Druckpunkte)

  • 2.

    Rotation des Unterschenkels bei gebeugtem Knie (Steinmann-Zeichen)

  • 3.

    Innen- und Außenrotation des Unterschenkels bei gebeugtem Knie in Bauchlage unter Zug und Druck (Apley-Zeichen)

  • 4.

    Im Schneidersitz Druck auf das Knie von oben (Payr-Zeichen)

  • 5.

    Druck auf die Mitte der Fußsohle

Antwort ANur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 4 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

112!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Die Meyer-Druckpunkte sind, neben dem Payr-Zeichen, Homanns-Zeichen und Rielander-Zeichen, typische Punkte, die bei der tiefen Beinvenenthrombose schmerzhaft positiv sind.

zu Antwort B

Das Steinmann-Zeichen dient der Prüfung der Menisken. Dabei wird der Unterschenkel gegen den Oberschenkel, bei gebeugtem Knie, vorsichtig gedreht und ist im Falle der Meniskusläsion schmerzhaft.

zu Antwort C

Das Apley-Zeichen ist ein Funktionstest, um Meniskusläsionen aufzuspüren. Er kann in Bauchlage durchgeführt werden, wobei der Unterschenkel bei gebeugtem Knie unter Zug und Druck innen- und außenrotiert wird und im Falle einer Meniskusläsion schmerzhaft ist.

zu Antwort D

Das Payr-Zeichen ist ein Funktionstest, um Meniskusläsionen aufzuspüren. Der Patient sitzt im Schneidersitz. Dabei wird von oben Druck auf das Kniegelenk ausgeübt. Schmerzen am medialen Gelenkspalt sprechen für eine Meniskusläsion.

zu Antwort E

Der Druck auf die Mitte der Fußsohle wird auch Payr-Zeichen genannt und ist bei der tiefen Beinvenenthrombose positiv ist.

113?

Bei welcher Zustandsbeschreibung liegt ein „Sopor“ vor?

Antwort ATiefste, nicht zu unterbrechende Bewusstseinsstörung; nicht erweckbar

Antwort BAuffassungsstörung und Verlangsamung des Denkens

Antwort CVerwirrtheit und Desorientiertheit

Antwort DReaktionen nur durch stärkste Reize auslösbar, durch äußere Reize nicht mehr voll erweckbar

Antwort ESchläfrig, benommen, aber leicht erweckbar

113!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Tiefste, nicht zu unterbrechende Bewusstseinsstörung ist mit dem Koma gleichzusetzen. Das Koma zählt zu den Vigilanzstörungen.

zu Antwort B

Auffassungsstörung und Verlangsamung des Denkens können bei hirnorganischen Erkrankungen auftreten. Sie muss mit einer Vigilanzstörung nicht gekoppelt sein.

zu Antwort C

Verwirrtheitszustände und Desorientiertheit können sich auf eine zeitliche, örtliche, situative oder personelle Qualität beziehen. Dabei können die Patienten wach und ansprechbar sein, haben also keine Vigilanzstörung.

zu Antwort D

Im Sopor sind Reaktionen nur durch stärkste Reize auslösbar. Durch äußere Reize sind die Patienten nicht mehr voll erweckbar. Sopor zählt zu den Vigilanzstörungen.

zu Antwort E

Schläfrigkeit und Benommenheit, aber z. B. auf Schmerzreize oder Ansprache leicht erweckbar, wird Somnolenz genannt. Somnolenz zählt zu den Vigilanzstörungen.

114?

Welche Aussage trifft zu?

Sie untersuchen einen 28-jährigen Patienten und finden an der Streckseite der großen Gelenke scharf begrenzte, rundliche Plaques mit groblamellärer, silbrig glänzender Schuppung von ca. 2–3 cm Durchmesser. Es besteht kein Juckreiz.

Sie vermuten ein/eine

Antwort AAkne vulgaris

Antwort BKeloid

Antwort CPsoriasis

Antwort DAtopisches Ekzem/Neurodermitis

Antwort EUrtikaria

114!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Akne vulgaris ist eine entzündliche Erkrankung des Haarfollikels, die mit Seborrhö und bakterieller Fehlbesiedelung und in talgreichen Arealen, v. a. im Gesicht, oberen Rücken- und Schulterpartien vorkommt. Hauterscheinungen sind Komedonen, Papeln, Pusteln und Knoten, die in Abszesse und Fisteln übergehen können.

zu Antwort B

Keloide zählen zu Wundheilungsstörungen und stellen bindegewebige Wucherungen dar. Sie entstehen meist Wochen nach einer Verletzung, gehen über den Narbenrand hinaus.

zu Antwort C

Die Psoriasis ist eine häufige Hautkrankheit, die mit Entzündung, Schuppung und einer Hyperproliferation der Epidermis einhergeht. Prädilektionsstellen sind Streckseiten, Okzipitum und die Analfalte.

zu Antwort D

Die Neurodermitis ist eine entzündliche Hauterkrankung, die mit Rötungen, Juckreiz, Nässen einhergehen. Betroffen sind die Beugeseiten.

zu Antwort E

Die Urtikaria ist eine Hautkrankheit, die mit juckenden Quaddeln (Urticae), durch Histaminausschüttung einhergeht. Die Quaddeln sind flüchtig.

115?

Welche Erkrankung kann durch einen Mangel an Vitamin D bedingt sein?

Antwort ARachitis

Antwort BMukoviszidose

Antwort CMorbus Crohn

Antwort DSkorbut

Antwort EGürtelrose

115!

Antwort A ist richtig.

zu Antwort A

Die Rachitis entsteht durch einen Mangel an Vitamin D, das essenziell für die Knochenmineralisierung ist. Es kann mit der Nahrung zugeführt werden, oder im Körper hergestellt werden. Vitamin D reguliert den Kalzium- und Phosphatspiegel. Die Serumkalzium- und Serumphosphatspiegel steigen durch eine erhöhte Aufnahme aus dem Darm.

zu Antwort B

Die Mukoviszidose ist eine genetisch übertragbare Krankheit (autosomal-rezessiv). Die Erkrankung geht mit einer Dysfunktion der exokrinen Drüse einer, wobei eines der wichtigsten Symptome das zähe Sekret ist.

zu Antwort C

Der M. Crohn zählt zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Sie steht mit dem Vitamin-D-Mangel nicht im kausalen Zusammenhang.

zu Antwort D

Skorbut entsteht durch einen Vitamin-C-Mangel. Die Symptome sind Blutungsneigung der Haut und der Schleimhäute, raue und rissige Haut, Veränderungen im Knochenwachstum.

zu Antwort E

Die Gürtelrose (Herpes Zoster) ist eine Zweiterkrankung mit Varizella-Zoster-Viren. Die Symptome sind Schmerzen, Rötung, Bläschenbildung, meist einseitig, v. a. in thorakalen Dermatomen.

116?

Welche der folgenden Aufgaben erfüllt die Leber bei einem gesunden erwachsenen Menschen?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ABildung von Gallensäuren

Antwort BBlutbildung

Antwort CGlukoneogenese

Antwort DAbwehr bakterieller Infekte

Antwort EInsulinproduktion

116!

Antworten A und C sind richtig.

Die Leber ist die größte Drüse und das größte Stoffwechselorgan/Entgiftungsorgan. Aufgaben der Leber sind:

  • Stoffwechselfunktion

  • Synthesefunktion (Gerinnungsfaktoren, Albumine, Harnstoff, Gallensaft, Cholesterin)

  • Entgiftungsfunktion (Ammoniak, Alkohol, Medikamente)

  • Speicherungsfunktion (Vitamin B12 und K, Spurenelemente, wie z. B. Eisen und Kupfer), Blut

  • Abbau von Erythrozyten

zu Antwort A

Die Bildung von Gallensäuren erfolgt in der Leber.

zu Antwort B

Die Blutbildung beim gesunden Erwachsenen findet im roten Knochenmark statt.

zu Antwort C

Die Glukoneogenese (Glukosebildung aus Aminosäuren) findet in der Leber statt.

zu Antwort D

Für die Abwehr bakterieller Infekte sind neutrophile Granulozyten und Makrophagen zuständig.

zu Antwort E

Insulin wird in den β-Zellen der Langerhans Inseln des Pankreas produziert.

117?

Ein 2-jähriges Kind leidet seit 2 Tagen an Husten und Schnupfen. Die Körpertemperatur ist nicht erhöht. Den Eltern fallen nachts bellender Husten und pfeifende Geräusche beim Einatmen auf.

Für welches Krankheitsbild ist diese Symptomatik am ehesten typisch?

Antwort APseudokrupp

Antwort BAsthma bronchiale

Antwort CPneumonie

Antwort DSpastische Bronchitis

Antwort ESinusitis

117!

Antwort A ist richtig.

zu Antwort A

Die Symptome des Pseudokrupps sind nächtlicher, bellender Husten, Heiserkeit, inspiratorischer Stridor und subfebrile Temperaturen. Rezidive sind häufig. Ursachen sind meist allergische oder virale Entzündung des subglottischen Raums. Es sind Kinder zwischen dem 1.–3. Lj. betroffen.

zu Antwort B

Die Symptome des Asthmas sind anfallsweise Dyspnoe, Hustenattacken mit zähem Schleim, exspiratorischer Stridor und ein verlängertes Exspirium durch den erhöhten Atemwiderstand.

zu Antwort C

Symptome der (typischen) Pneumonie sind ein plötzlicher Beginn mit hohem Fieber, Schüttelfrost und einem heftigen Krankheitsgefühl, Husten und rotbraunes Sputum, Dyspnoe, bei Kindern als „Nasenflügeln“ erkennbar.

zu Antwort D

Die Symptome der spastischen Bronchitis sind exspiratorisches Giemen, Husten (nicht auf die Nacht beschränkt), Fieber und schlechtes Allgemeinbefinden.

zu Antwort E

Die Sinusitis ist gekennzeichnet durch Fieber, Kopfschmerzen, Weichteilschwellung, eitrige Sekretion aus Nase und Rachen.

118?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Striae distensae (Hautdehnungsstreifen) treten typischerweise auf:

  • 1.

    In der Schwangerschaft

  • 2.

    Bei rascher Gewichtszunahme

  • 3.

    Im Rahmen der Kortikoidtherapie

  • 4.

    Im Frühstadium eines Diabetes mellitus

  • 5.

    Im Verlauf einer chronischen Pankreatitis

Antwort ANur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

118!

Antwort A ist richtig.

zu Antwort A

Striae distensae können in der Schwangerschaft auftreten. Dabei sind die Streifen zunächst bläulich-rötlich, später werden sie weiß-gelb. In der Schwangerschaft treten sie meist am Bauch, in der maximalen Dehnungszone auf.

zu Antwort B

Bei rascher Gewichtszunahme können Striae distensae auftreten. Bevorzugt treten Sie am Gesäß, Bauch, Hüften und Brüsten auf.

zu Antwort C

Im Rahmen einer Glukokortikoidtherapie können Striae auftreten. Bevorzugt treten sie am Gesäß, Bauch, Hüften, Brüsten, aber auch an Oberarmen oder Oberschenkeln auf.

zu Antwort D

Striae distensea sind keine typischen Frühsymptome des Diabetes mellitus. Zu den Frühsymptomen des Diabetes mellitus zählen u. a. Müdigkeit, Leistungsknick, Heißhunger, Polyurie, Polydypsie, Durst, nächtliche Wadenkrämpfe, Sehstörungen, Juckreiz, Potenzstörungen, Amenorrhö.

zu Antwort E

Die chronische Pankreatitis ist eine entzündliche Erkrankung zunächst des exokrinen Pankreas, später kann auch die endokrine Funktion ausbleiben. Das Auftreten der Striae distensae eher untypisch.

119?

Eine 45-jährige Patientin fiel Ihnen wegen übermäßiger Müdigkeit, Leistungsverminderung und einer blassen Hautfarbe auf. Daher veranlassen Sie eine Blutuntersuchung, die folgendes Ergebnis zeigte:

Hämoglobin 9,8 g/dl (Normwert 12,0–16,0 g/dl)

MCV (mittleres korpuskuläres Volumen) 102 fl (Normwert 85–98 fl)

MCH (mittlerer korpuskulärer Hämoglobingehalt) 38 pg (Normwert 28–34 pg)

Für welche der folgenden Diagnosen ist das Laborergebnis typisch?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AEisenmangelanämie

Antwort BNierenerkrankung

Antwort CFolsäuremangel

Antwort DTumoranämie

Antwort EVitamin-B12-Mangel

119!

Antworten C und E sind richtig.

zu Antwort A

Bei der Eisenmangelanämie finden sich mikrozytäre und hypochrome Erythrozyten. Ferritin ist reduziert, das freie Eisen ebenfalls, das Transferrin erhöht.

zu Antwort B

Bei Nierenerkrankungen ist die Bildung von Erythropoetin reduziert, die Erythrozyten sind normochrom und normozytär.

zu Antwort C

Beschrieben ist die makrozytäre, hyperchrome Anämie. Ursache kann ein Folsäuremangel sein, der zu einer verzögerten und insgesamt reduzierten Teilung der kernhaltigen Vorstufen im Knochenmark führt. Die Folge sind makrozytäre und hyperchrome Erythrozyten.

zu Antwort D

Eine Tumoranämie ist mikrozytär und hypochrom. Der Ferritinspiegel ist hoch, das Transferrin niedrig und das freie Eisen ebenfalls erniedrigt.

zu Antwort E

Beschrieben ist die makrozytäre, hyperchrome Anämie. Die Ursache kann, neben Folsäuremangel, ein Vitamin-B12-Mangel sein, der zu einer verzögerten und reduzierten Teilung der kernhaltigen Vorstufen im Knochenmark führt. Die Folge sind makrozytäre und hyperchrome Erythrozyten.

120?

Im Rahmen der jährlichen Krebsvorsorgeuntersuchung von Nicht-Risikogruppen ab dem 50. Lebensjahr wird u. a. ein Test auf okkultes (verstecktes) Blut im Stuhl (Hämoccult-Test) durchgeführt.

Welche der folgenden Aussagen zu diesem Verfahren treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AEin negatives Testergebnis schließt eine Tumorerkrankung des Magen-Darm-Trakts aus.

Antwort BEin positives Testergebnis kann durch die Nahrungsaufnahme (z. B. rohes Fleisch) bedingt sein.

Antwort CBei einem positiven Testergebnis ist eine bösartige Erkrankung des Magen-Darm-Trakts nachgewiesen.

Antwort DBei einem positiven Testergebnis sollte eine weitere internistische Abklärung unter Einsatz endoskopischer Verfahren (Darmspiegelung) durchgeführt werden.

Antwort EBei jeder sichtbaren Darmblutung muss einer weiterführenden Diagnostik der Test auf okkultes Blut vorgeschaltet werden.

120!

Antworten B und D sind richtig.

zu Antwort A

Ein negatives Testergebnis schließt eine Tumorerkrankung des Magen-Darm-Trakts nicht aus. Nicht jeder Tumor muss bluten.

zu Antwort B

Ein positives Testergebnis kann durch die Nahrungsaufnahme (z. B. rohes Fleisch) bedingt sein.

zu Antwort C

Bei einem positiven Testergebnis muss keine bösartige Erkrankung des Magen-Darm-Trakts vorliegen. Falsch positive Befunde finden sich beim Verzehr vom rohen Fleisch, können bei Kontamination mit Menstrualblut, Hämorrhoidalblut oder unter Medikamenteneinnahme, z. B. ASS oder Kumarinderivate, auftreten.

zu Antwort D

Bei einem positiven Testergebnis sollte eine weitere internistische Abklärung unter Einsatz endoskopischer Verfahren (Darmspiegelung und Magenspiegelung) durchgeführt werden.

zu Antwort E

Bei jeder sichtbaren Darmblutung ist die Untersuchung auf okkultes Blut unsinnig, denn es ist ja schon sichtbar. In dem Fall ist eine Gastroskopie und Koloskopie indiziert.

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