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B978-3-437-58755-9.00004-5

10.1016/B978-3-437-58755-9.00004-5

978-3-437-58755-9

Prüfungstermin März 2013

181?

Welche der folgenden Aussagen zu Spider naevi treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ASie treten bevorzugt an den Beinen auf.

Antwort BSie sind typisch für eine Nierenerkrankung.

Antwort CSie kommen in Verbindung mit Leberzirrhose vor.

Antwort DDie typische Lokalisation ist der Oberkörper und das Gesicht.

Antwort ESie sind ursächlich für einen Juckreiz.

181!

Antworten C und D sind richtig.

zu Antwort A

Spider naevi finden sich im Gesicht, an den Oberarmen und am Stamm meist nur bis zur Mammillarlinie. Eine Lokalisation an den Beinen ist nicht typisch.

zu Antwort B

Spider naevi sind Hauterscheinungen, die im Zuge der Leberzirrhose auftreten. Typische Hautzeichen im Rahmen der Niereninsuffizienz sind Cafe-au-lait-Flecken, Blässe und durch Juckreiz hervorgerufene Kratzexkoriationen.

zu Antwort C

Spider naevi sind typische Hautzeichen bei der Leberzirrhose. Andere Hautzeichen sind u. a. Ikterus, Palmar- und Plantarerythem, Hautatrophie, Weißnägel, Lackzunge und Lacklippen.

zu Antwort D

Typische Lokalisation ist das Gesicht, die Oberarme und der Oberkörper.

zu Antwort E

Spider naevi sind dilatierte arterielle Gefäße und verursachen keinen Juckreiz.

182?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Bei einer normalen Schwangerschaft

Antwort Aist der Eisenbedarf vermindert

Antwort Bbeträgt der Nüchternblutzucker ca. 200 mg/dl

Antwort Cbesteht ein zusätzlicher Energiebedarf von etwa 200 kcal pro Tag

Antwort Dist der Jodbedarf erhöht

Antwort Ebeträgt die Gewichtszunahme ca. 10–15 kg

182!

Antworten D und E sind richtig.

zu Antwort A

Der Eisenbedarf ist in der Schwangerschaft mit 30 mg am Tag erhöht. Bei nichtschwangeren Frauen liegt der Tagesbedarf bei 15 mg, bei Männern bei 12 mg.

zu Antwort B

Ein Nüchternblutzucker von ca. 200 mg/dl ist pathologisch und spricht für einen entweder vorbestehenden Diabetes oder in der Schwangerschaft entstandenen Diabetes mellitus (Gestationsdiabetes).

zu Antwort C

In der Schwangerschaft besteht ein zusätzlicher Energiebedarf von ca. 200–300 kcal pro Tag, allerdings erst in der zweiten Schwangerschaftshälfte.

zu Antwort D

Der Jodidbedarf ist in der Schwangerschaft mit 250–300 μg erhöht, weil der Fötus ab der 12. SSW. selbst Schilddrüsenhormone bildet und dafür eine ausreichende Jodidversorgung benötigt.

zu Antwort E

Die durchschnittliche Gewichtszunahme in der Schwangerschaft von 10–12 (15) kg ist als physiologisch anzusehen.

183?

Welche Aussage trifft zu?

Für einen Heilpraktiker mit allgemeiner Erlaubnis besteht ein Behandlungsverbot bei:

Antwort AMadenwurmbefall

Antwort BDornwarzen an der Fußsohle

Antwort CAkne vulgaris

Antwort DHerpes labialis

Antwort EMumps

183!

Antwort E ist richtig.

zu Antwort A

Die Behandlung von Madenwurmbefall (Oxyuriasis) ist dem Heilpraktiker gestattet.

zu Antwort B

Die Behandlung von Dornwarzen an der Fußsohle ist dem Heilpraktiker erlaubt.

zu Antwort C

Die Behandlung von Akne vulgaris ist dem Heilpraktiker erlaubt.

zu Antwort D

Die Behandlung von Herpes labialis ist dem Heilpraktiker erlaubt. Herpeserkrankungen in der Mundhöhle dürfen nach dem Zahnheilkundegesetz vom Heilpraktiker nicht behandelt werden.

zu Antwort E

Die Behandlung von Mumps ist dem Heilpraktiker nach § 24, in Verbindung mit § 6 und § 34 IfSG nicht gestattet. Nach § 6 IfSG ist bei Verdacht, Erkrankung und Tod die Erkrankung an das zuständige Gesundheitsamt namentlich, innerhalb von 24 h zu melden.

184?

Welche der folgenden Symptome sind typisch für einen anaphylaktischen Schock?

  • 1.

    Hypertensive Entgleisung

  • 2.

    Schwindel

  • 3.

    Hautreaktionen (wie Urtikaria, Flush etc.)

  • 4.

    Bradykardie

  • 5.

    Angst

Antwort ANur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

184!

Antwort E ist richtig.

Der anaphylaktische Schock stellt die Maximalvariante der Allergie Typ I dar und führt zur Degranulation von Mastzellen und generalisierter Histaminausschüttung. Histamin bewirkt Juckreiz, Urtikaria, Übelkeit, Schwindel, Hypotonie, Angst und durch die bronchiale Konstriktion Atemnot. Die primäre Maßnahme ist eine Unterbrechung der Allergenzufuhr, Prüfung der Vitalparameter, Patientenlagerung, Anlage eines venösen Zugangs und die Verständigung des Notarztes.

zu Antwort A

Typisch für den anaphylaktischen Schock ist ein Blutdruckabfall, der durch die histaminbedingte Weitstellung der Gefäße bedingt ist.

zu Antwort B

Schwindel ist ein typisches Symptom des anaphylaktischen Schocks.

zu Antwort C

Hauterscheinungen in Form von Urtikaria oder Flush sind histaminbedingt und typisch für den anaphylaktischen Schock.

zu Antwort D

Tachykardie und Hypotonie ist für ein Schockgeschehen typisch.

zu Antwort E

Angst ist ein typisches Symptom beim Schockgeschehen.

185?

Welche Aussage trifft zu?

In einem Seniorenheim erkrankten im Januar mehrere Bewohner und Pflegekräfte akut kurz hintereinander an schwallartigem Erbrechen, Übelkeit mit leichten Bauchschmerzen und wenig wässrigen Diarrhöen. Auch ohne Therapie klingen die Symptome nach zwei bis drei Tagen wieder ab.

Es handelt sich am ehesten um:

Antwort ABotulismus

Antwort BShigellenruhr

Antwort CNorovirusinfektion

Antwort DAmöbenruhr

Antwort EEHEC-Infektion

185!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Klassische Symptome des Botulismus sind schlaffe Lähmungen (Schluck- oder Sprachstörung), Doppeltsehen und Obstipation. Fieber, sensible Ausfälle und Bewusstseinsstörungen treten nicht auf.

zu Antwort B

Die Shigellenruhr ist eine häufige Erkrankung in den (Sub-)Tropen. Die Symptome sind v. a. Bauchschmerzen, blutig-schleimige Durchfälle und Fieber.

zu Antwort C

Norovirusinfektionen sind besonders in Gemeinschaftseinrichtungen häufig und bei Erwachsenen für die Hälfte der nicht bakteriellen Infektionen verantwortlich. Eine Häufung in den Wintermonaten ist typisch. Die Keime werden fäkal-oral/aerogen übertragen. Die typischen Symptome sind Übelkeit, Erbrechen im Schwall und wässrige Diarrhöen.

zu Antwort D

Die Amöbenruhr ist eine Durchfallerkrankung, die in den (Sub-)Tropen häufig ist. Die Diarrhöen sind blutig.

zu Antwort E

Das EHEC (entero-hämorrhagischer E. coli) Bakterium verursacht typischerweise Bauchschmerzen, wässrige Durchfälle, die dann blutig werden.

186?

Welcher Laborwert spricht am ehesten für eine Nierenerkrankung?

Antwort ALDL-Cholesterin 100 mg/dl

Antwort BHarnsäure 4,0 mg/dl

Antwort CBilirubin 1 mg/dl

Antwort DKreatinin 2 mg/dl

Antwort EBSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit) 10 mm nach der 1. Stunde

186!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

LDL (Low-Density-Lipoprotein) ist ein Fettstoffwechsel-Parameter. LDL von 100 mg/dl liegt im Normbereich, hohe LDL-Spiegel gelten als Risikofaktor für Arteriosklerose.

zu Antwort B

Die Harnsäure ist ein Abbauprodukt der Purine und eine nierenpflichtige Substanz. Harnsäurewerte von 4,0 mg/dl liegen im Normbereich und sprechen gegen eine Nierenfunktionsstörung.

zu Antwort C

Bilirubin ist das Abbauprodukt des Häms. Bilirubinwerte von 1 mg/dl liegen im oberen Normbereich. Erhöhte Werte finden sich bei Hämolyse, Lebererkrankungen und/oder Pankreas- oder Galleerkrankungen.

zu Antwort D

Kreatinin entsteht im Körper aus dem Keratin (Muskeleiweiß). Die Kreatinkinase (Enzym) wandelt das Kreatin in Kreatinin um, das glomerulär filtriert und über den Urin ausgeschieden wird. Der Normbereich liegt unter 1,1 mg/dl. Kreatinin von 2,0 mg/dl ist ein Hinweis auf eine Nierenfunktionsstörung.

zu Antwort E

Die BSG von 10 mm nach einer Stunde liegt im Normbereich und ist ein unspezifischer Entzündungsparameter.

187?

Ein übergewichtiger Patient fragt Sie zum Energiegehalt von Lebensmitteln.

Welches der folgenden Lebensmittel hat bezogen auf das Gewicht den niedrigsten Energiegehalt?

Antwort AKnäckebrot

Antwort BKartoffeln

Antwort CHaselnüsse

Antwort DButter

Antwort EHonig

187!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Knäckebrot hat pro 100 g ca. 360 kcal.

zu Antwort B

Kartoffeln haben pro 100 g ca. 70 kcal und somit den geringsten Energiegehalt.

zu Antwort C

Haselnüsse sind fettreich und damit sehr kalorienreich. 100 g Haselnüsse ohne Schale schlagen mit ca. 650 kcal zu Buche.

zu Antwort D

Butter besteht praktisch nur aus Fett, der Kaloriengehalt pro 100 g beläuft sich auf ca. 740.

zu Antwort E

Honig besteht vorwiegend aus Kohlenhydraten. Der Kaloriengehalt pro 100 g beträgt ca. 310.

188?

Eine 28-jährige Frau kommt zu Ihnen, weil sie seit einiger Zeit morgens ihre Finger kaum noch bewegen kann. So hat sie Schwierigkeiten, Knöpfe zu schließen bzw. die Tastatur ihres Computers zu bedienen. Die Steifigkeit hält manchmal 2–4 Stunden an. Sie fühlt sich müde und abgeschlagen, hat ungewollt 4 kg Gewicht verloren und schwitzt.

Welche Diagnose trifft am ehesten zu?

Antwort AGichtarthritis

Antwort BRhizarthrose

Antwort CRheumatoide Arthritis

Antwort DFingerpolyarthrose

Antwort ESklerodermie

188!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Im akuten Gichtanfall ist meist ein Gelenk betroffen (v. a. Großzehengrundgelenk). Die chronische Gichtarthritis ist an die chronische Harnsäureerhöhung gebunden und betrifft v. a. kleine Gelenke.

zu Antwort B

Die Rhizarthrose ist eine degenerative Erkrankung des Daumensattelgelenks. Typisch sind Schmerzen über der Tabatiere nach Belastung. Allgemeinsymptome sind untypisch.

zu Antwort C

Typisch für die rheumatoide Arthritis sind der langsame Beginn und der chronische Verlauf. Morgensteifigkeit, Schweißneigung, Gewichtsabnahme und Allgemeinerscheinungen sind typische Symptome. Ferner der symmetrische Befall der Grund- und Mittelgelenke, Muskelschmerzen und das positive Gaenslen-Zeichen.

zu Antwort D

Die Fingerpolyarthrose kann als Heberden-(Endgelenke) und/oder Bouchard-Arthrose (Mittelgelenke) auftreten. Beide Formen sind degenerativer Natur, Allgemeinsymptome sind untypisch.

zu Antwort E

Die Sklerodermie kann mit Arthritis der Grund- und Mittelgelenke einhergehen. Andere Symptome sind Rattenbissnekrosen, Puffy hands, Verkürzungsgefühl und Allgemeinsymptome.

189?

Sie messen den Blutdruck (nach Riva-Rocci) bei einem übergewichtigen Patienten, der einen erhöhten Oberarmumfang aufweist, mit einer üblichen Blutdruckmanschette.

Was müssen Sie bedenken?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ADer gemessene Wert ist niedriger als der tatsächliche Blutdruckwert.

Antwort BDer gemessene Wert ist höher als der tatsächliche Blutdruckwert.

Antwort CMan sollte eine breitere Blutdruckmanschette verwenden.

Antwort DMan sollte eine schmälere Blutdruckmanschette verwenden.

Antwort EMan sollte die Messung am Unterarm durchführen.

189!

Antworten B und C sind richtig.

zu Antwort A

Bei einer Blutdruckmessung mit einer zu schmalen Manschette oder einer zu locker angelegten Manschette werden falsch hohe systolische und diastolische Blutdruckwerte gemessen. Bei einer zu breiten Manschette werden zu niedrige Blutdruckwerte gemessen.

zu Antwort B

Der gemessene Wert ist höher als der tatsächliche Blutdruckwert.

zu Antwort C

Man sollte eine breitere Blutdruckmanschette verwenden.

zu Antwort D

Mit einer noch schmäleren Manschette werden noch höhere Drücke gemessen. Zu empfehlen ist eine breitere Manschette.

zu Antwort E

Die Messung des Blutdrucks am Unterarm eignet sich mit einer Blutdruckmanschette nicht. Der Unterarm, bzw. die A. radialis eignet sich sehr gut für eine blutige Blutdruckmessung, die auf Intensivstationen häufig Verwendung findet.

190?

Bei welchen der genannten Erkrankungen kann eine Augenbeteiligung auftreten?

  • 1.

    Tuberkulose

  • 2.

    Divertikulitis

  • 3.

    Toxoplasmose

  • 4.

    Arteriitis temporalis (Riesenzellarteriitis)

  • 5.

    Multiple Sklerose

Antwort ANur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

190!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Das Auge kann im Zuge der Tuberkulose im Sinne einer Uveitis (sehr selten) betroffen sein.

zu Antwort B

Die Divertikulitis ist eine entzündliche Erkrankung des Sigmas. Die Leitsymptome sind Schmerzen im linken Unterbauch, Fieber und Schüttelfrost, Stuhlveränderungen, inkl. blutigem Stuhl. Eine Augenbeteiligung tritt nicht auf.

zu Antwort C

Die Toxoplasmose kann eine Katarakt, Chorioretinitis beim Neugeborenen hervorrufen, insbesondere bei Erstinfektion in der Schwangerschaft. Ferner kann das Neugeborene einen Hydrozephalus, zerebrale Verkalkungen, Krampfanfälle und geistige Retardierung zeigen.

zu Antwort D

Die Arteriitis temporalis ist eine entzündliche Erkrankung der Gefäße, die zur Erblindung führen kann (Beteiligung der A. centralis retinae).

zu Antwort E

Die Multiple Sklerose ist eine demyelinisierende Erkrankung des ZNS. Sehstörungen durch eine N. opticus-Neuritis und Doppelbilder sind typische Symptome der Augenmanifestation.

191?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Typische Symptome der akuten Pankreatitis sind:

Antwort AMechanischer Ileus

Antwort BGürtelförmiger Hautausschlag am Oberbauch

Antwort CGürtelförmiger Oberbauchschmerz

Antwort DErbrechen

Antwort EHypertone Blutdruckwerte

191!

Antworten C und D sind richtig.

zu Antwort A

Ein paralytischer Ileus ist für die akute Pankreatitis (durch das entzündliche Ödem) typisch. Ein mechanischer Ileus kann z. B. im Zuge eines Tumorwachstums und Okklusion des Darmlumens auftreten.

zu Antwort B

Ein gürtelförmiger Hautausschlag könnte u. a. auf Herpes zoster zurückzuführen sein. Im Zuge der akuten Pankreatitis können das Grey- und das Cullen-Zeichen auftreten. Das Cullen-Zeichen ist ein periumbilikales Hämatom und das Grey-Zeichen ein Hämatom in den Flanken.

zu Antwort C

Der gürtelförmige, unscharf begrenzte Oberbauchschmerz ist für die akute Pankreatitis typisch.

zu Antwort D

Erbrechen und Übelkeit ist ein charakteristisches Symptom der akuten Pankreatitis.

zu Antwort E

Ein hypovolämischer Schock kann, durch Volumenverluste ins Retroperitoneum, bei der akuten Pankreatitis auftreten. Andere Komplikationen sind sekundäre bakterielle Infektionen und die Bildung von Abszessen und Pseudozysten.

192?

Welche Aussage beschreibt die Cheyne-Stokes-Atmung?

Antwort AEinzelne schnappende Atemzüge, die von längeren Pausen unterbrochen werden

Antwort BEine abnorm tiefe, aber regelmäßige Atmung mit normaler oder erniedrigter Atemfrequenz

Antwort CErschwerte Atmung, die der Patient durch aufrechte Haltung und Einsatz der Atemhilfsmuskulatur ausgeglichen kann

Antwort DPeriodisches An- und Abschwellen der Atmung mit kurzen Pausen

Antwort ERegelmäßige und gleichmäßige tiefe Atmung

192!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Einzelne schnappende Atemzüge, unterbrochen von Pausen sprechen für eine Schnappatmung. Sie tritt kurz vor dem Tod auf (agonale Atmung).

zu Antwort B

Eine abnorm tiefe, aber regelmäßige Atmung mit normaler oder erniedrigter Atemfrequenz spricht nicht für eine Cheyne-Stokes Atmung. Die Cheyne-Stokes Atmung ist unregelmäßig, an- und abschwellend mit kurzen Pausen.

zu Antwort C

Eine erschwerte Atmung, die der Patient durch aufrechte Haltung und Einsatz der Atemhilfsmuskulatur ausgleichen kann nennt man Dyspnoe. Bei der Orthopnoe kann die Atmung, durch den Einsatz der Atemhilfsmuskulatur nicht ausgeglichen werden.

zu Antwort D

Die Cheyne-Stokes-Atmung ist gekennzeichnet durch periodisches An- und Abschwellen der Atemtiefe gefolgt von kurzen Atempausen. Sie tritt u. a. bei Herzinsuffizienz oder Gehirnschäden auf.

zu Antwort E

Eine regelmäßige und gleichmäßige tiefe Atmung kann als physiologische Atmung (Eupnoe) bezeichnet werden. Die normale Atemfrequenz des Erwachsenen beträgt ca. 12–18 Züge/min.

193?

Welche der folgenden Aussagen zum Drogenkonsum trifft (treffen) zu?

  • 1.

    Typisch für eine Opiat-Intoxikation ist eine Mydriasis (weite Pupille).

  • 2.

    Die häufigste illegale Droge in Deutschland ist Cannabis.

  • 3.

    Halluzinogene führen zu einer sehr starken körperlichen Abhängigkeit.

  • 4.

    Amphetamine führen zu einer sehr starken körperlichen Abhängigkeit.

  • 5.

    Bei Konsum von Cannabis ist das Risiko, später zu harten Drogen zu greifen, nicht erhöht.

Antwort ANur die Aussage 2 ist richtig.

Antwort BNur die Aussagen 2 und 5 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

193!

Antwort A ist richtig.

zu Antwort A

Typisch für eine Opiatintoxikation ist eine Miosis. Kokain, Amphetamine und Halluzinogene bewirken eine Mydriasis.

zu Antwort B

Die häufigste illegale Droge in Deutschland ist Cannabis. Der Besitz (außer geringer Mengen), Anbau und Handel sind verboten.

zu Antwort C

Halluzinogene führen primär zu einer starken psychischen Abhängigkeit. Nach Absetzen von Halluzinogenen stehen die körperlichen Entzugssymptome im Hintergrund.

zu Antwort D

Amphetamine haben ein hohes körperliches/psychisches Abhängigkeitspotenzial. Nach Absetzen der Droge entwickelt sich v. a. ein psychisches Entzugssyndrom mit Symptomen wie z. B. Angst, depressive Verstimmung. Ein körperliches Entzugssyndrom mit u. a. Tachykardie, Hypertonie, Schwitzen, Diarrhöen usw. stellt sich ebenfalls ein, steht allerdings meist nicht im Vordergrund.

zu Antwort E

Der Cannabis-Konsum erhöht das Risiko, andere harte Drogen zu konsumieren und wird als „Einstiegsdroge“ bezeichnet.

194

Welche Aussage zur Myokarditis trifft zu?

Antwort AIn der Folge kommt es häufig zu einem sog. „Panzerherz“ (Pericarditis calcarea).

Antwort BUrsächlich ist meist eine langjährige arterielle Hypertonie.

Antwort CChronische Verläufe mit Übergang in eine dilatative Kardiomyopathie sind möglich.

Antwort DTypisch ist ein gespaltener zweiter Herzton bei der Auskultation.

Antwort EZur sicheren Diagnostik ist eine Darstellung der Herzkranzgefäße (Koronarangiografie) erforderlich.

194!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Die Pericarditis calcarea (Panzerherz) kann als Komplikation der chronischen konstriktiven Perikarditis auftreten. Dabei bilden sich am Herzbeutel Schwielen, die mit Kalkeinlagerungen durchzogen sind.

zu Antwort B

Ursache sind meist virale Infekte, u. a. mit Coxsackie-Viren, bakterielle Infektionen oder nicht-infektiöse Erkrankungen wie z. B. Vaskulitiden.

zu Antwort C

Chronische Verläufe mit Übergang in eine dilatative Kardiomyopathie mit Symptomen der Herzinsuffizienz sind möglich.

zu Antwort D

Die Auskultation ist meist ohne Befund. Es können systolische Geräusche hörbar sein, im Falle einer Herzinsuffizienz ein 3. Herzton, bei Beteiligung des Perikards schabende Geräusche.

zu Antwort E

Eine Koronarangiografie eignet sich zur Diagnostik der koronaren Herzkrankheit. Im Falle der Myokarditis eignet sich ein Langzeit EKG (Nachweis von Herzrhythmusstörungen) und MRT (Nachweis von Muskelentzündungen). Im Labor sind meist Entzündungsparameter erhöht, das Troponin T/I und CK, CK-MB können als Ausdruck von Zellnekrosen erhöht sein.

195?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Ein Patient bittet Sie um Informationen bezüglich seiner Varikosis-Erkrankung. Sie raten bzw. erklären ihm:

Antwort ABeine nach Möglichkeit immer tief lagern.

Antwort BHäufige Saunabesuche sind empfehlenswert.

Antwort CSitzen und Stehen ist schlecht, lieber laufen und liegen.

Antwort DWichtig ist eine Kompression mit elastischen Binden oder Kompressionsstrümpfen.

Antwort EDie Ursachen sind Gefäßwandablagerungen und Bluthochdruck.

195!

Antworten C und D sind richtig.

zu Antwort A

Die Beine sollten bei der Varikosis nach Möglichkeit hoch gelagert werden. Es fördert den venösen Rückstrom.

zu Antwort B

Wärme (warme Thermalbäder oder Saunagänge) dilatiert die Gefäße, behindert also den Rückfluss des Blutes aus den Venen. Wassertreten nach Kneipp tonisiert die Gefäße und ist bei dieser Erkrankung günstiger.

zu Antwort C

Durch Laufen wird die Muskelpumpe aktiviert und der Rückfluss des venösen Blutes gefördert. Im Liegen mit ausgestreckten Beinen wird der Fluss des Blutes zum Herzen ebenso gefördert.

Beim Sitzen und Stehen versackt das Blut in der Peripherie und kann weder über den Venenklappenschluss oder die Muskelpumpe suffizient zum Herzen transportiert werden.

zu Antwort D

Kompressionsstrümpfe sollten unabhängig von der Jahreszeit getragen werden, besonders aber in den Sommermonaten. Sie fördern den Rückfluss des venösen Blutes.

zu Antwort E

Die Ursache der Varikosis kann genetisch oder durch Erkrankung der tiefen Venen bedingt sein, u. a. im Zuge der chronisch-venösen Insuffizienz oder des postthrombotischen Syndroms.

196?

Was gilt als Risikofaktor für die Entstehung eines Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwürs?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AHoher Cholesterinspiegel

Antwort BRauchen

Antwort CDiabetes mellitus

Antwort DHelicobacter pylori-Infektion

Antwort EArterielle Hypertonie

196!

Antworten B und D sind richtig.

zu Antwort A

Hohe Cholesterinspiegel sind ein Risikofaktor für die Entstehung von Arteriosklerose und der damit assoziierten Erkrankungen wie z. B. KHK, Apoplex oder der pAVK.

zu Antwort B

Der Nikotinkonsum ist ein Risikofaktor für die Entstehung der Ulcera ventriculi und duodeni.

zu Antwort C

Diabetes mellitus ist ein Risikofaktor für die Entwicklung der Arteriosklerose und der Folgeerkrankungen, nicht aber für die Entstehung der Magen- und Duodenalulzera.

zu Antwort D

Helicobacter pylori-Infektionen gelten als Risikofaktor für die Entstehung von Magen- und Duodenalulzera. Andere Risikofaktoren sind u. a. Alkoholkonsum und die Einnahme von NSAR besonders in Kombination mit Kortison.

zu Antwort E

Die arterielle Hypertonie ist ein Risikofaktor für die Entstehung der Arteriosklerose und der Folgekrankheiten.

197?

Welche der folgenden Symptome sind bei einer unbehandelten, angeborenen Hypothyreose zu erwarten?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AÜberschießendes Körperwachstum

Antwort BHörstörung

Antwort CVergrößerung an Händen, Füßen und Schädel

Antwort DNiedrige Intelligenz

Antwort EStark vermehrte Körperbehaarung

197!

Antworten B und D sind richtig.

Die angeborene Hypothyreose ist ein seltenes Krankheitsbild, das durch eine Aplasie der Schilddrüse oder eine unzureichende Versorgung des Föten mit Iodid hervorgerufen wird. Die fetale Schilddrüse beginnt ab der 10–12 SSW. selber Hormone zu bilden, die für die fötale Entwicklung von essenzieller Bedeutung sind. Ein Hormonmangel führt zum Krankheitsbild des Kretinismus. Die Symptome sind u. a.

  • Icterus prolongatus, Trinkfaulheit, Neigung zur Nabelhernien, Obstipation

  • Kleinwuchs, Muskelhypotonie, Haarausfall, blasse Haut

  • Intelligenzminderung, Schwerhörigkeit

zu Antwort A

Das Körperwachstum ist reduziert.

zu Antwort B

Hörstörung im Sinne einer Schwerhörigkeit oder Taubheit zählt zu den typischen Symptomen.

zu Antwort C

Hände, Füße und Schädelgröße sind durch den Wachstumsrückstand vermindert.

zu Antwort D

Niedrige Intelligenz (Oligophrenie) zählt zu den typischen Symptomen.

zu Antwort E

Die Körperbehaarung ist reduziert, die Haare sind trocken und struppig.

198?

Im Hinblick auf ein akutes Nierenversagen unterteilt man die Krankheitsentstehung nach einer prärenalen, einer intrarenalen und einer postrenalen Ursache.

Welche Ursache ist als „prärenal“ zu bezeichnen?

Antwort AEntzündliche Erkrankungen der Niere

Antwort BNiereninfarkt

Antwort CSchock bei Dehydratation

Antwort DBeidseitiger Harnleiterverschluss durch Steine

Antwort EProstatahyperplasie

198!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Entzündliche Erkrankungen der Nieren, u. a. die Glomerulonephritis, rufen ein intrarenales Nierenversagen hervor. Die Ursache liegt in der Niere.

zu Antwort B

Der Niereninfarkt kann z. B. durch eine Vaskulitis oder Thromboembolie hervorgerufen werden und zählt zum intrarenalen Nierenversagen.

zu Antwort C

Im Rahmen eines Schocks kann es durch Volumenmangel und RR-Abfall zum akuten Nierenversagen kommen. Die Ursache liegt „vor“ der Niere, es handelt sich also um ein prärenales Nierenversagen.

zu Antwort D

Beim beidseitigen Harnleiterverschluss durch Steine handelt es sich um eine Ursache, die „hinter der Niere“ liegt, es handelt sich um ein postrenales Nierenversagen.

zu Antwort E

Die Prostatahyperplasie kann die Ursache eines postrenalen Nierenversagens sein. Dabei staut sich der Urin zurück über die Ureteren ins Nierenbecken. Wenn der Druck im Nierenbecken höher ist als in den zuführenden Arterien, werden diese komprimiert – eine Filtration und Versorgung der Tubuli mit O2 und Nährstoffen entfällt und die Niere verliert ihre Funktion.

199?

Ein 12-jähriger Junge klagt in der Nacht plötzlich über stärkste Schmerzen im rechten Hoden, die bis zur Leiste ziehen. Er leidet unter Übelkeit und Erbrechen. Die Schmerzen werden durch Anheben des Hodens verstärkt. Die Skrotalhaut ist geschwollen und gerötet.

Es handelt sich am wahrscheinlichsten um eine/n:

Antwort AVaricocele testis (Krampfaderbruch)

Antwort BHydrocele testis (Wasserbruch)

Antwort CEpididymitis (Nebenhodenentzündung)

Antwort DHodentorsion

Antwort EHodenhochstand

199!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Die Varikozele ruft meist keine stärksten Schmerzen hervor, das Auftreten ist eher subakut bis chronisch. Das Skrotum ist auch meist nicht gerötet, eine wurmartige Schwellung (durch Erweiterung von Gefäßen) ist sichtbar.

zu Antwort B

Eine Hydrocele testis ruft ein Schweregefühl hervor, aber keine stärksten Schmerzen. Sie kann angeboren oder als Begleitreaktion bei entzündlichen Erkrankungen des Hodens/Nebenhodens sein.

zu Antwort C

Die Orchitis ist eine entzündliche Erkrankung des Hodens. Sie entwickelt sich über Stunden und Tage. Bei Anheben des Hoden werden die Schmerzen gelindert (Prehn-Zeichen positiv).

zu Antwort D

Typisch für die Hodentorsion ist der plötzliche Beginn, mit starken Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Das Skrotum ist auf der betroffenen Seite gerötet und geschwollen, das Prehn-Zeichen ist negativ.

zu Antwort E

Ein Hodenhochstand ist ein Begleitsymptom der Hodentorsion und entsteht durch die Drehung des Hodens um die eigene Achse. Er kann auch angeboren sein und wird in Pendelhoden, Leistenhoden und Bauchhoden unterteilt.

200?

Welche der folgenden Aussagen zu Uterusmyomen treffen zu?

  • 1.

    Die Entstehung erfolgt erst nach der Menopause.

  • 2.

    Eine maligne Entartung ist selten.

  • 3.

    Symptome sind verstärkte, verlängerte und azyklische Blutungen.

  • 4.

    Ein operatives Entfernen der Gebärmutter ist in den meisten Fällen erforderlich.

  • 5.

    Uterusmyome treten fast nur solitär auf.

Antwort ANur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 3 und 4 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

200!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Myome entstehen in der Regel nach dem 30. Lebensjahr und betreffen ca. 25 % der Frauen. Das Wachstum oder Neubildung der Myome sistiert in der Menopause, weil auch die Östrogenkonzentration im Blut zurückgeht.

zu Antwort B

Eine maligne Entartung zum Myosarkom ist selten.

zu Antwort C

Myome können je nach Größe und Lokalisation Blutungsstörungen (verlängerte, schmerzhafte oder Dauerblutung), Unterbauchschmerzen, Miktionsstörungen oder Obstipation hervorrufen. Die Konzeption ist erschwert. Komplikationen können als Blutungsanämie, Harnstauung oder Stieldrehung auftreten.

zu Antwort D

Eine operative Therapie ist nicht zwingend nötig. Die Indikation sind z. B. große Myome oder Blutungsanämie. Kleine Myome, die a- oder oligosymptomatisch sind, müssen nicht unbedingt oder können mit Hormongaben behandelt werden.

zu Antwort E

Uterusmyome können solitär aber auch multipel auftreten.

201?

Welche der genannten Symptome bzw. Befunde lassen an eine Leberzirrhose denken?

  • 1.

    Verstärkte Blutungsneigung

  • 2.

    Potenzstörungen

  • 3.

    Aszites

  • 4.

    Abgeschwächte Fußpulse

  • 5.

    Radiäre Faltenbildung um den Mund

Antwort ANur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

201!

Antwort A ist richtig.

zu Antwort A

Eine verstärkte Blutungsneigung kann ein Hinweis auf eine Leberzirrhose geben. Der Grund ist der Gerinnungsfaktormangel und (durch die reaktiv vergrößerte Milz) auch ein Thrombozytenmangel.

zu Antwort B

Potenzstörungen können mit der Leberzirrhose einhergehen und ergeben sich aus einem relativen Östrogenüberschuss.

zu Antwort C

Aszites ist eine typische Begleiterscheinung bei der Leberzirrhose und resultiert aus dem erhöhten hydrostatischen Druck im portalen System und geringem Albumindruck.

zu Antwort D

Abgeschwächte Fußpulse sprechen eher für eine arterielle Lumeneinengung und sind eher mit der pAVK vereinbar. Bei der Leberzirrhose sind die Fußpulse erhalten.

zu Antwort E

Eine radiäre Faltenbildung um den Mund kann in der Menopause durch einen Östrogenmangel oder im Zuge der Sklerodermie als Tabaksbeutelmund auftreten. Sie ist kein typisches Symptom bei der Leberzirrhose.

202?

Welche der folgenden Aussagen zu Pleuritis bzw. Pleuraerguss treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ABeim Pleuraerguss ist die Untersuchung des Pleurapunktats wichtig für die Differenzialdiagnose.

Antwort BDer Klopfschall ist beim Pleuraerguss gedämpft.

Antwort CEin blutiger Pleuraerguss spricht in erster Linie für eine dekompensierte Linksherzinsuffizienz.

Antwort DDie trockene Pleuritis ist schmerzlos.

Antwort EDas Atemgeräusch ist im Bereich des Pleuraergusses verstärkt.

202!

Antworten A und B sind richtig.

zu Antwort A

Beim Pleuraerguss ist die Untersuchung des Pleurapunktats wichtig für die Differenzialdiagnose. Die Zusammensetzung des Punktats gibt Hinweise auf die Ursache des Ergusses. Wenig Eiweiß und Zellen und eine niedrige LDH-Aktivität sprechen für ein Transsudat. Zellreichtum, Eiweißreichtum und eine hohe LDH-Aktivität weisen auf ein Exsudat hin. Das Vorhandensein von Tumorzellen und evtl. Blut spricht für ein malignes Exsudat.

zu Antwort B

Der Klopfschall ist beim Pleuraerguss gedämpft. Der Stimmfremitus und Atemgeräusche sind abgeschwächt oder aufgehoben.

zu Antwort C

Ein blutiger Pleuraerguss spricht für ein malignes Geschehen an der Lunge/Pleura oder für entzündliche Erkrankungen. Bei der Linksherzinsuffizienz kann auch ein Pleuraerguss entstehen, typischerweise handelt es sich aber um ein Transsudat.

zu Antwort D

Die Pleuritis sicca geht mit stechenden, atemabhängigen Schmerzen einher.

zu Antwort E

Das Atemgeräusch ist im Bereich des Pleuraergusses abgeschwächt bzw. erloschen.

203?

Sie haben den Verdacht auf Suizidalität bei einem Ihrer Patienten.

Welche weiteren Symptome bzw. Kenntnisse zu dem Patienten stützen Ihren Verdacht?

  • 1.

    Suchtmittelkonsum

  • 2.

    Fehlen tragfähiger Bindungen

  • 3.

    Autoaggressivität

  • 4.

    Suizidandrohungen in der Vergangenheit

  • 5.

    Sozialer Rückzug

Antwort ANur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

203!

Antwort E ist richtig.

zu Antwort A

Suchtmittelkonsum stellt ein Risikofaktor für Suizidalität dar und stützt den Verdacht. Zu den anderen Risikofaktoren zählen u. a. bestehende psychiatrische Erkrankungen, alleinlebende oder chronisch kranke Menschen und Suizide in der Vergangenheit.

zu Antwort B

Das Fehlen tragfähiger Bindungen kann als Risikofaktor für Suizidalität eingestuft werden.

zu Antwort C

Die Autoaggressivität ist ein wichtiger/s Risikofaktor/Symptom des präsuizidalen Syndroms nach Ringel.

zu Antwort D

Suizidandrohungen in der Vergangenheit oder auch Suizidversuche erhöhen das Risiko für weitere Suizide.

zu Antwort E

Sozialer Rückzug und Isolation sind wichtige Risikofaktoren/Symptome des präsuizidalen Syndroms nach Ringel.

204?

Welche der folgenden Aussagen zum schizophrenen Residuum treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AKennzeichnend sind ausgeprägte Wahnvorstellungen.

Antwort BMeist plötzlicher Beginn.

Antwort CTypisch ist Gesprächigkeit und Geselligkeit.

Antwort DAntriebsminderung ist charakteristisch.

Antwort EVernachlässigung der Körperpflege ist ein mögliches Symptom.

204!

Antworten D und E sind richtig.

zu Antwort A

Zu den typischen Symptomen des schizophrenen Residuums zählen sog. Negativsymptome, wie z. B. psychomotorische Verlangsamung, Apathie, affektive Verflachung, Vernachlässigung der Körperpflege.

zu Antwort B

Das schizophrene Residuum stellt ein chronisches Stadium der Schizophrenie dar. Die Symptome treten langsam auf und müssen für die Diagnosestellung mindestens 12 Monate bestehen.

zu Antwort C

Typisch ist eher eine Sprachverarmung, Passivität und Minderung der sozialen Leistungsfähigkeit und Kompetenz.

zu Antwort D

Antriebsminderung ist ein typisches Symptom des schizophrenen Residuums.

zu Antwort E

Vernachlässigung der Körperpflege ist ein häufiges und typisches Symptom.

Durch die Prüfung der Lungenfunktion können obstruktive von restriktiven Atemwegserkrankungen unterschieden werden.

205?

Welche der folgenden Erkrankungen sind typische Ursachen für eine obstruktive Atemwegserkrankung?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AVerengung der Luftröhre, z. B. durch Tumor oder Struma

Antwort BLungenfibrose

Antwort CLungenresektion in der Vorgeschichte

Antwort DAusgedehnter Pleuraerguss

Antwort EAsthma bronchiale

205!

Antworten A und E sind richtig.

Obstruktive Lungenerkrankungen gehen mit Einengung des bronchialen Lumens einher. Restriktive Lungenerkrankungen gehen mit reduzierter Atemaustauschfläche einher.

zu Antwort A

Die Verlegung der Luftwege durch eine (mediastinale) Struma, einen Tumor oder Fremdkörper verursacht eine obstruktive Lungenerkrankung.

zu Antwort B

Die Lungenfibrose geht mit einer Vernarbung der Alveolen und dadurch mit einer Reduktion der Atemaustauschfläche einher. Sie wird zu den restriktiven Erkrankungen gezählt.

zu Antwort C

Eine Lungenresektion in der Vorgeschichte geht mit einem Verlust der Atemaustauschfläche einher und zählt zu den restriktiven Lungenerkrankungen.

zu Antwort D

Ein ausgedehnter Pleuraerguss komprimiert die angrenzenden Lungenanteile und reduziert die Atemaustauschfläche. Pleuraergüsse verursachen eine restriktive Lungenerkrankung.

zu Antwort E

Das Asthma bronchiale steht in Verbindung mit einer bronchialen Obstruktion (durch Schwellung der Mukosa, zähen Schleim und Bronchospasmus), sie wird zu den obstruktiven Lungenerkrankungen gezählt.

206?

Welche(s) der folgenden Symptome ist (sind) bei einer Pyramidenbahnschädigung zu erwarten?

  • 1.

    Riechstörung

  • 2.

    Babinski-Zeichen

  • 3.

    Gesteigerte Muskeleigenreflexe

  • 4.

    Intentionstremor

  • 5.

    Muskelrigor

Antwort ANur die Aussage 3 ist richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

206!

Antwort C ist richtig.

Läsionen der Pyramidenbahn (I. Motoneuron) haben zentrale (spastische) Lähmungen zur Folge. Die Pyramidenbahn führt zu 80 % hemmende Fasern und mündet am II. Motoneuron. Schädigung der zentralen Fasern führt zu Enthemmung in der Peripherie. Eigenreflexe sind gesteigert, pathologische Reflexe, z. B. Babinski-Reflex sind positiv. Ursachen sind z. B. Apoplex, Tumore oder MS.

zu Antwort A

Eine Riechstörung ist keine typische Folge der Läsion der Pyramidenbahn.

zu Antwort B

Das Babinski-Zeichen, Oppenheim- und Gordon-Zeichen zählen zu den pathologischen Reflexen und sind bei Schädigung der Pyramidenbahn positiv auslösbar.

zu Antwort C

Gesteigerte Muskeleigenreflexe, verbreitete Reflexzonen und Kloni zählen zu den typischen Symptomen einer Pyramidenbahnschädigung.

zu Antwort D

Ein Intentionstremor tritt typischerweise bei Kleinhirnschädigung, z. B. Multipler Sklerose auf.

zu Antwort E

Der Muskelrigor geht mit erhöhtem Muskeltonus einher und tritt typischerweise bei Erkrankungen der Basalganglien, z. B. bei M. Parkinson auf.

207?

Bei welchem Vitamin ist die Resorption nach einer Magenresektion typischerweise gestört?

Antwort AVitamin A

Antwort BVitamin B12

Antwort CVitamin E

Antwort DBiotin

Antwort EFolsäure

207!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Das Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin und wird im Jejunum zusammen mit Fettpartikeln aufgenommen. In der jejunalen Mukosazelle wird es über Chylomikronen in das lymphatische System entlassen.

zu Antwort B

Das Vitamin B12 ist ein wasserlösliches Vitamin und wird für die Teilung der kernhaltigen Zellen benötigt. Die Resorption im terminalen Ileum ist an die Anwesenheit des Intrinsic-Faktors gebunden, der in den Belegzellen des Magens gebildet wird.

zu Antwort C

Das Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin, das im Jejunum aufgenommen wird. Die Distribution über den Organismus erfolgt über Chylomikronen.

zu Antwort D

Biotin (Vitamin H oder B7) zählt zu den B-Vitaminen und wird im Jejunum aufgenommen.

zu Antwort E

Folsäure ist ein wasserlösliches Vitamin, das im Jejunum aufgenommen und für die Zellkernteilung benötigt wird. Eine besonders gute Versorgung sollten werdende Mütter im ersten Trimenon, bzw. schon präkonzeptionell erhalten (reduziert die Inzidenz der Spina bifida).

208?

Welche der folgenden Veränderungen des Auges bestehen häufig im Verlauf eines unbehandelten Glaukoms?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ASchädigung des Sehnervs

Antwort BErosion auf der Hornhaut

Antwort CTrübung der Linse

Antwort DVerschluss des Tränenkanals

Antwort EErhöhung des Augeninnendrucks

208!

Antworten A und E sind richtig.

zu Antwort A

Eine akute oder chronische intraokuläre Druckerhöhung kann eine Sehnervenschädigung nach sich ziehen. Die Folge ist eine Visusminderung oder ein kompletter Visusverlust.

zu Antwort B

Die Hornhaut kann im akuten Glaukomanfall trüb erscheinen. Erosionen sind meist Folgen eines mechanischen Traumas oder entzündlichen Erkrankungen, wie z. B. beim Zoster ophthalmicus.

zu Antwort C

Begünstigend für die Kataraktbildung ist ein Diabetes mellitus oder lokale oder systemische Glukokortikoidtherapie.

zu Antwort D

Ein Tränenkanalverschluss kann entweder angeboren oder erworben durch entzündliche Prozesse mit Vernarbung entstehen.

zu Antwort E

Das Glaukom geht mit intraokulärer Drucksteigerung einher. Wenn der intraokuläre Druck den arteriellen Druck in den netzhautversorgenden Arterien übersteigt, wird die Retina und der N. opticus ischämisch, was zur Visusminderung/Erblindung führt.

209?

Ein 65-jähriger Patient klagt über erstmals aufgetretene pochende Schläfenkopfschmerzen rechts mit Augenschmerzen und Sehstörungen. Auffällig ist eine verhärtete und druckschmerzhafte Schläfenarterie. Die Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BSG) ist stark erhöht.

Welche Aussage trifft zu?

Antwort AAls Ursache ist eine Verengung der Arteria carotis der rechten Seite wahrscheinlich.

Antwort BDie Symptome weisen auf die Erstsymptome einer Multiplen Sklerose hin.

Antwort CDie Symptome sind typisch für einen Spannungskopfschmerz.

Antwort DDie Symptome machen eine Gefäßentzündung wahrscheinlich.

Antwort EDie Beschreibung entspricht einem typischen Migräneanfall.

209!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Eine Stenose der A. carotis rechts kann zerebrale Ausfälle zur Folge haben, z. B. als eine TIA. Sehprobleme bis hin zum Sehverlust sind möglich, sie werden Amaurosis fugax genannt. Untypisch für die TIA ist der Augenschmerz, die verdickte und gerötete A. temporalis und die Sturzsenkung.

zu Antwort B

Die Multiple Sklerose betrifft junge Menschen und kann mit okulären Symptomen, wie z. B. Visuseinschränkung, Doppelbilder, einhergehen. Untypisch ist die verdickte und gerötete A. temporalis und die Sturzsenkung.

zu Antwort C

Der Spannungskopfschmerz zählt zu den primären Kopfschmerzen, die beidseitig vom Nacken zur Stirn ziehen. Die Qualität der Schmerzen ist ziehend-pochend. Eine Sturzsenkung oder sichtbare Veränderungen der A. temporalis kommen nicht vor.

zu Antwort D

Die angegebenen Symptome sind Leitsymptome der Arteriitis temporalis, die eine entzündliche Gefäßerkrankung ist.

zu Antwort E

Die Migräne geht mit anfallsartigen, einseitigen Kopfschmerzen einher. Neurologische Ausfälle sind möglich. Verdickung, Rötung der A. temporalis und die BSG-Erhöhung sind untypisch.

210?

Welche der folgenden Aussagen zum Erythema chronicum migrans treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AEs handelt sich um eine Hauterscheinung bei Wespenstichallergie.

Antwort BEs zeigt sich eine von der Stichstelle ausgehende Rötung, die ringförmig wandert und zentral abblasst.

Antwort CDie Veränderungen entstehen mehrere Monate nach einem Stich.

Antwort DBeim Nachweis ist eine lokale Kühlung als Therapie ausreichend.

Antwort EEine Therapie mit Antibiotika ist nach dem Auftreten erforderlich.

210!

Antworten B und E sind richtig.

zu Antwort A

Das Erythema chronicum migrans ist die Manifestation der Borreliose im Stadium I. Es handelt sich um ein Hauterythem, das zentrifugal wächst (Wanderröte) und zentral abblasst. Juckreiz kann begleitend auftreten.

Bei einer Wespenstichallergie tritt meist an der Stichstelle eine schmerzhaft-juckende, gerötete Schwellung. Systemische Reaktionen im Sinne einer Anaphylaxie können begleitend auftreten.

zu Antwort B

Das Erythema migrans zeigt sich durch eine von der Stichstelle ausgehende Rötung, die ringförmig wandert und zentral abblasst. Die entzündliche Rötung entsteht durch die bakterielle Vermehrung. Die Hauterscheinung kann auch völlig fehlen.

zu Antwort C

Das Erythema migrans entwickelt sich an der Eintrittspforte Tage bis Wochen nach dem Zeckenstich. Es persistiert meist über Tage bis wenige Wochen, in seltenen Fällen länger.

zu Antwort D

Eine antibiotische Therapie nötig. Eine Kühlung alleine eliminiert die Bakterien nicht.

zu Antwort E

Eine antibiotische Therapie ist notwendig.

211?

Welche der folgenden Zeichen sprechen für eine Osteoporose?

  • 1.

    Spontanfrakturen

  • 2.

    Muskulärer Schiefhals

  • 3.

    Tannenbaumartige Hautfalten am Rücken (Tannenbaumphänomen)

  • 4.

    Zunahme Kopfumfang (Hut passt nicht mehr)

  • 5.

    Rundrücken

Antwort ANur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

211!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Spontanfrakturen sind Knochenbrüche, die ohne ein adäquates Trauma auftreten. Sie können durch die verminderte Knochenmasse bei der Osteoporose auftreten.

zu Antwort B

Ein muskulärer Schiefhals (Torticollis) kann angeboren oder erworben sein. Der M. sternocleidomastoideus ist auf der betroffenen Seite verkürzt, der Kopf zur gleichen Seite geneigt und zur gegenüberliegenden Seite gedreht. Die Osteoporose ist keine Ursache für den muskulären Schiefhals.

zu Antwort C

Das Tannenbaumphänomen ist ein klassisches Symptom der Osteoporose. Dabei verlaufen die Hautfalten von den Proc. spinosus der Wirbelsäule nach laterokaudal und entstehen durch die Höhenminderung (Sinterung) der Wirbelkörper.

zu Antwort D

Die Zunahme des Kopfumfangs ist ein Symptom, das im Rahmen des M. Paget oder der Akromegalie entstehen kann, nicht aber der Osteoporose.

zu Antwort E

Der Rundrücken ist ein typisches Symptom der Osteoporose. Er entsteht durch Keilwirbelbildung.

212?

Welche Aussage trifft zu?

Eine entzündliche Dermatose des Haarfollikels und des umgebenden Gewebes mit Komedonen, Papeln, Pusteln mit Entzündungsreaktionen bei einem 17-jährigen spricht für:

Antwort ASeborrhoische Dermatitis

Antwort BUrtikaria

Antwort CAcne vulgaris

Antwort DPsoriasis

Antwort EKeloid

212!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Die seborrhoische Dermatitis tritt an talgdrüsenreichen Arealen auf und äußert sich als entzündliche Rötung mit fettigen, gelben Schuppen. Betroffen sind Säuglinge und Erwachsene. Komedonen treten nicht auf.

zu Antwort B

Die Urtikaria ist eine histaminvermittelte Hautkrankheit, die aus juckenden Quaddeln (Urticae) besteht. Ursachen können z. B. Medikamente, Lebensmittel, Wärme, Kälte sein.

zu Antwort C

Die Akne ist eine entzündliche Erkrankung des Haarfollikels, die mit Seborrhö und bakterieller Fehlbesiedelung einhergeht. Die Akne kommt in talgreichen Arealen, v. a. im Gesicht vor. Die Hauterscheinungen sind Komedonen, Papeln, Pusteln und Knoten, die in Abszesse und Fisteln übergehen können.

zu Antwort D

Die Psoriasis ist eine häufige Hautkrankheit, die mit Entzündung und Schuppung einhergeht. Die Prädilektionsstellen sind die Streckseiten der Extremitäten, der okzipitale Haaransatz und Pofalte.

zu Antwort E

Keloide sind bindegewebige Wucherungen, die nach Traumen entstehen und über den Narbenrand hinausgehen.

213?

Welche der genannten Befunde oder anamnestischen Hinweise bei einem Patienten mit Hautveränderungen stützen den Verdacht auf ein atopisches Ekzem?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ASchuppende Hautveränderungen in den Ellenbeugen

Antwort BBauchglatze

Antwort CPeriorale Blässe

Antwort DMilchschorf im Säuglingsalter

Antwort ETrommelschlegelfinger

213!

Antworten A und D sind richtig.

zu Antwort A

Schuppende Hautveränderungen in den Ellenbeugen sind Symptome der atopischen Dermatitis. Nässende, entzündliche Areale mit starkem Juckreiz kommen ebenfalls vor.

zu Antwort B

Die Bauchglatze ist ein Symptom der Leberzirrhose und geht mit einem Verlust der (männlichen) Behaarung durch ein Überangebot an Östrogenen einher.

zu Antwort C

Die periorale Blässe ist ein klassisches Symptom des Scharlachs. Begleitend tritt ein stecknadelkopfgroßes, dichtes Exanthem auf, das in den Leisten und Achseln beginnt und nach kranial zieht.

zu Antwort D

Milchschorf im Säuglingsalter ist ein häufiges Symptom der atopischen Dermatitis. Nicht alle Säuglinge allerdings, die einen Milchschorf haben, entwickeln auch eine Neurodermitis.

zu Antwort E

Trommelschlegelfinger sind rundliche Auftreibungen der Fingerendglieder durch eine Hypertrophie und Hyperplasie der Weichteile. Sie finden sich v. a. bei Erkrankungen, die mit einer chronischen Hypoxie einhergehen (z. B. Bronchiektasen, Lungenemphysem, Lungenfibrose).

214?

Unter einer Grünholzfraktur versteht man:

Antwort AAbriss eines Knochenfragments infolge von Zugkräften

Antwort BEine offene Fraktur nach Verletzung durch Kontakt mit Pflanzenmaterial

Antwort CEin Mehrfragmentbruch mit mehr als 6 Fragmenten

Antwort DFraktur im Kindesalter mit erhaltenem Periostschlauch (Knochenhaut) und durchbrochener Kortikalis (Knochenrinde)

Antwort EFraktur mit ausgedehnten Knochenzerstörungen

214!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Eine Fraktur, die als Folge von Zugkräften zum Abriss eines Knochenfragmentes führt, wird als Abrissfraktur bezeichnet, z. B. Olekranon- oder Patellafrakturen.

zu Antwort B

Eine offene Fraktur nach Verletzung durch Kontakt mit Pflanzenmaterial zählt – wie der Name sagt – zu den offenen Frakturen, verursacht eine Kontamination und kann je nach Schwere zu Osteomyelitis, Gelenkinfektion oder Sepsis führen.

zu Antwort C

Ein Mehrfragmetbruch mit mehr als 6 Fragmenten (röntgenologisch gesichert) wird als Trümmerfraktur bezeichnet.

zu Antwort D

Fraktur im Kindesalter mit erhaltenem Periostschlauch (Knochenhaut) und durchbrochener Kortikalis (Knochenrinde) wird als Grünholzfraktur bezeichnet.

zu Antwort E

Eine Fraktur mit ausgedehnten Knochenzerstörungen kann auch zu den Trümmerfrakturen gezählt werden.

215?

Welche der folgenden Symptome können in Verbindung mit einem M. Crohn auftreten?

  • 1.

    Bauchschmerzen mit Durchfällen

  • 2.

    Symptome wie einer Blinddarmentzündung

  • 3.

    Blähungen

  • 4.

    Arthritis

  • 5.

    Iritis

Antwort ANur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 3 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

215!

Antwort E ist richtig.

zu Antwort A

Krampfartige abdominale Schmerzen und schleimig-eitrige Durchfälle zählen zu den typischen Symptomen des M. Crohn.

zu Antwort B

Die Symptome des M. Crohn können eine Appendizitis imitieren, besonders bei Beteiligung des terminalen Ileums, das anatomisch in der Nachbarschaft der Appendix liegt. Häufig sind die typischen Appendizitis-Zeichen, wie z. B. Blumberg, McBurney und Lanz.

zu Antwort C

Meteorismus (Blähungen) zählen zu den klassischen Symptomen des M. Crohn.

zu Antwort D

Eine Arthritis kann auftreten und zählt zu den extraintestinalen Symptomen bei M. Crohn, insbesondere dann, wenn das HLA B27 positiv ist. Zu den betroffenen Gelenken zählen das Iliosakral-Gelenk und große Gelenke, wie z. B. Kniegelenke und Sprunggelenke.

zu Antwort E

Eine Augenbeteiligung im Sinne einer Iritis oder Uveitis ist ein typisches Begleitsymptom bei M. Crohn.

216?

Bei einem 10-jährigen Jungen treten 2 Wochen nach einem Infekt (mit Schluckbeschwerden und Ausschlag) erneut Temperaturerhöhung sowie Schmerzen, Schwellung und Überwärmung zunächst des rechten Kniegelenks, dann des linken Ellenbogengelenks auf.

Für welche Erkrankung spricht die Beschwerdesymptomatik am ehesten?

Antwort AChondropathia patellae

Antwort BGicht

Antwort CRheumatoide Arthritis

Antwort DHeberden-Arthrose

Antwort ERheumatisches Fieber

216!

Antwort E ist richtig.

zu Antwort A

Die Chondropathia patellae ist ein Schmerzsyndrom im Bereich der Kniescheibe, das vom Bandapparat ausgeht und auf mechanische Überbelastung zurückzuführen ist. Schwellung, Rötung, Fieber und ein springender Gelenkbefall spricht gegen die Diagnose.

zu Antwort B

Im Rahmen der Gicht ist in der Regel ein Gelenk betroffen, v. a. das Großzehengrundgelenk. Betroffen sind meist Menschen im reifen Alter.

zu Antwort C

Bei der rheumatoiden Arthritis sind die kleinen Gelenke symmetrisch betroffen, v. a. Grund- und Mittelgelenke. Der Verlauf ist chronisch.

zu Antwort D

Die Heberden-Arthrose ist eine chronische, degenerative Erkrankung der Fingerendgelenke. Symptome sind Verdickung, gelegentlich eine radiale Deviation der Gelenke. Im entzündlichen Schub kann eine Rötung auftreten.

zu Antwort E

Typisch für das rheumatische Fieber (allergische Zweiterkrankung nach Infektion mit Streptokokken) sind ein Infekt in der Vorgeschichte, die Latenzzeit von 2 Wochen und aktuell Fieber, Krankheitsgefühl und „springender“ Befall der großen Gelenke.

217?

Ein 65-jähriger Patient befindet sich seit einigen Wochen im Ruhestand. Seine Frau berichtet, dass er sich seither stark verändert habe. Er sei sehr zurückgezogen und wortkarg. Wenn er mit ihr spreche, äußere er nur Sorgen und Ängste.

Welche Diagnose trifft für die Beschreibung am ehesten zu?

Antwort APosttraumatische Belastungsstörung

Antwort BAnpassungsstörung

Antwort CSomatisierungsstörung

Antwort DAbhängige Persönlichkeitsstörung

Antwort EAngststörung

217!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Die PTBS tritt Wochen bis Monate nach einem seelischen Trauma ungewöhnlichen Ausmaßes, z. B. Naturkatastrophen, schwere Autounfälle, auf. Die typischen Symptome sind „flashbacks“, vegetative Symptome und depressive Verstimmung.

zu Antwort B

Die Anpassungsstörung hängt mit einem körperlichen und/oder seelischen Trauma zusammen, an das sich der Betroffene nicht anpassen kann, u. a. Berentung oder Scheidung. Die Symptome können länger als ein halbes Jahr andauern und äußern sich u. a. als Traurigkeit, Angst, Verzweiflung. Verdauungsprobleme oder Schmerzsyndrome können ebenfalls auftreten.

zu Antwort C

Eine Somatisierungsstörung ist ein psychosomatisches Krankheitsbild. Körperliche Symptome dominieren, u. a. Schmerzsymptome, gastrointestinale oder neurologische Symptome. Die Erkrankung tritt meist vor dem 30. Lebensjahr auf.

zu Antwort D

Die Kennzeichen der abhängigen Persönlichkeitsstörung sind u. a. Hilflosigkeit beim Alleinsein, Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für die eigene Person zu übernehmen, sowie Wunsch nach Zuwendung und Fürsorge für die eigene Person.

zu Antwort E

Zu Angststörungen zählen Phobien, Panikstörungen und die generalisierte Angststörung. Gemeinsame Symptome sind übermäßige Angst und körperliche Symptome, z. B. Herzrasen, Schwindel.

218?

Welche Aussage zu Tetanus trifft zu?

Antwort ADie Erreger des Tetanus sind empfindliche Bakterien, die in der Umwelt rasch absterben.

Antwort BBei einer Erkrankung kommt es rasch zum Bewusstseinsverlust.

Antwort CTodesfälle an Tetanus treten in Deutschland durch die Gabe von Antibiotika nicht mehr auf.

Antwort DTypisch für die Erkrankung sind rasch auftretende schlaffe Lähmungen.

Antwort EEine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch erfolgt nicht.

218!

Antwort E ist richtig.

zu Antwort A

Die Erreger des Tetanus sind obligat anaerobe Bakterien (Clostridium tetani), die sehr resistent gegenüber Umwelteinflüssen sind.

zu Antwort B

Die Leitsymptome des Tetanus sind muskuläre Krämpfe und generalisierte tonisch-klonische Krampfanfälle. Ein Bewusstseinsverlust tritt zunächst nicht auf, sie ist im Rahmen der Therapie auf eine iatrogene Behandlung mit sedierenden Substanzen, Analgetika, Antikonvulsiva und Muskelrelaxanzien zurückzuführen.

zu Antwort C

Todesfälle an Tetanus treten trotz Maximaltherapie immer noch auf.

zu Antwort D

Typisch für die Erkrankung sind muskuläre Krämpfe und generalisierte tonisch-klonische Krampfanfälle.

zu Antwort E

Die Übertragung der Bakterien erfolgt per Schmierinfektion über kontaminierte Wunden. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt.

219?

Welche Aussage zur Beurteilung des Urins mit bloßem Auge trifft zu?

Antwort AHeller Urin deutet auf eine Azidose hin.

Antwort BSchwarzer Urin deutet auf eine Entgleisung des Melatonin-Stoffwechsels hin.

Antwort CMilchig weißer Urin deutet auf Störung der Lymphproduktion und deren Verstoffwechselung der Leber hin.

Antwort DBierbrauner Urin deutet auf eine Störung im Leber- und Gallenbereich hin.

Antwort EWeißer Urin deutet auf eine Störung des Zuckerstoffwechsels hin.

219!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Heller Urin kann auf u. a. eine hohe Trinkmenge, Diabetes mellitus/insipidus hinweisen. Der pH-Wert des Urins ist physiologischerweise sauer und kann über Teststäbchen beurteilt werden.

zu Antwort B

Schwarzer Urin kann auf eine Hämaturie zurückzuführen sein, insbesondere dann, wenn der Urin eine gewisse Zeit steht. Melatonin ist ein Hormon der Zirbeldrüse, der u. a. für die Tag-Nacht-Regulation zuständig ist.

zu Antwort C

Milchig weißer Urin kann auf eine Eiterbeimengung hindeuten (Pyurie). Lymphe wird über den Urin nicht ausgeschieden.

zu Antwort D

Bierbrauner Urin deutet auf eine Störung im Leber- und Gallenbereich hin. Die bierbraune Farbe entsteht durch das direkte (konjugierte) Bilirubin, das über die Niere ausgeschieden wird.

zu Antwort E

Weißer Urin oder sehr heller Urin kann durch eine hohe Trinkmenge oder einen Diabetes insipidus entstehen. Veränderungen im Zuckerstoffwechsel können nur mit einem Urin-Teststreifen beurteilt werden, wenn die Nierenschwelle (160–180 mg/dl im Serum) überschritten ist.

220?

Welche Aussage trifft zu?

Ein dreijähriges Mädchen zeigt im Bereich der Oberlippe Bläschen, die platzen und unter Bildung honiggelber Krusten abheilen. Es besteht leichtes Fieber.

Es handelt sich am ehesten um:

Antwort AErysipel

Antwort BImpetigo contagiosa

Antwort CScharlach

Antwort DHerpes simplex-Infektion

Antwort ERingelröteln

220!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Das Erysipel ist eine (Leder-)Hautinfektion mit β-hämolysierenden Streptokokken. Leitsymptome sind scharf begrenzte Rötung, Schmerzen, hohes Fieber und systemische Entzündungszeichen.

zu Antwort B

Die Borkenflechte ist eine bakterielle Infektion (Staphylokokken und Streptokokken) der Haut, meist bei Kindern. Betroffen sind v. a. das Gesicht und die Extremitäten. Die Leitsymptome sind rote Flecken, Bläschenbildung und honiggelbe Krusten.

zu Antwort C

Leitsymptome des Scharlachs sind hohes Fieber, Halsschmerzen, LK-Schwellungen, Husten, Erbrechen und Bauchschmerzen, Angina mit abwischbaren Eiterstippchen, Erdbeer- und Himbeerzunge und periorale Blässe.

zu Antwort D

Herpes simplex-Infektionen gehen mit einer schmerzhaften Bläschenbildung einher, die nach Bläscheneruption Krusten bildet. An den Schleimhäuten können schmerzhafte Erosionen entstehen.

zu Antwort E

Ringelröteln (Parvovirus B19) rufen ein Schmetterlingserythem im Gesicht und ein girlandenartiges Exanthem an den Extremitäten und am Stamm hervor. Fieber kann auftreten.

221?

Welche Aussage zur Hepatitis A trifft zu?

Antwort ASie wird meist durch unsaubere Spritzen und Blutbestandteile übertragen.

Antwort BSie wird in der Regel mit Antibiotika behandelt.

Antwort CSie heilt fast regelmäßig vollständig aus.

Antwort DSie führt häufig zu einer Leberzirrhose.

Antwort ESie ist meist mit hohem Fieber verbunden.

221!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Die Hepatitis A wird fäkal-oral über kontaminierte Lebensmittel übertragen. Die Hepatitis C und (seltener) B kann durch unsaubere Spritzen und Blutbestandteile übertragen.

zu Antwort B

Die Hepatitis A wird durch Viren verursacht und wird symptomatisch behandelt. Antibiotika sind gegenüber Viren unwirksam, können also nicht eingesetzt werden.

zu Antwort C

Die Hepatitis A heilt fast regelmäßig vollständig aus, selten hat sie einen fulminanten Verlauf und endet tödlich.

zu Antwort D

Eine Leberzirrhose kann als Folge einer chronischen Hepatitis B, C und D (im Zusammenhang mit der Hepatitis B) entstehen. Die Hepatitis verläuft akut und chronifiziert nicht, kann also die Komplikation der Leberzirrhose nicht produzieren.

zu Antwort E

Hohes Fieber ist für die Hepatitis A untypisch. Subfebrile Temperaturen kommen eher vor. Andere Symptome sind grippale Erscheinungen, Druck im Oberbauch, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Diarrhöen und Ikterus.

222?

Welche der folgenden Aussagen zum Blut bzw. Blutbestandteilen beim gesunden Erwachsenen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ADie Erythrozyten haben einen Durchmesser von ca. 1 mm.

Antwort BDie Erythrozyten haben eine Kugelform.

Antwort CDie Erythrozyten bleiben durchschnittlich etwa 120 Tage im Blut.

Antwort DEtwa 10 % des Blutes besteht aus Leukozyten.

Antwort EDas Blutplasma besteht überwiegend aus Wasser.

222!

Antworten C und E sind richtig.

zu Antwort A

Erythrozyten sind bikonkave Scheibchen und haben einen Durchmesser von 7 μm. Die Hauptaufgabe der Erythrozyten ist der Sauerstofftransport.

zu Antwort B

Erythrozyten haben nur im Rahmen eines Gendefektes eine Kugelform (Kugelzellanämie), was eine vorzeitige Hämolyse in der Folge hat. Die physiologische Form der Erythrozyten ist ein zentral eingedelltes Scheibchen.

zu Antwort C

Die Erythrozyten bleiben durchschnittlich etwa 120 Tage im Blut. Nach dieser Zeit wird die Erythrozytenmembran unelastisch. Die Zellen werden in der Milz, Leber und im Knochenmark aussortiert (gemausert) und abgebaut.

zu Antwort D

Ca. 40–45 % des Blutes besteht aus korpuskulären Bestandteilen (Zellen). Dieser Teil wird Hämatokrit genannt. Der größte Anteil (>90 %) entfällt auf Erythrozyten, der kleinste auf Leukozyten.

zu Antwort E

Das Blutplasma besteht überwiegend aus Wasser. Im Plasma finden sich gelöste Stoffe, wie z. B. Proteine, Gerinnungsfaktoren, Vitamine, Elektrolyte, Enzyme, Hormone.

223?

Welche der folgenden Aussagen zu Halluzinationen treffen zu?

  • 1.

    Von der Illusion unterscheidet sich die Halluzination durch das Fehlen eines entsprechenden Sinnesreizes.

  • 2.

    Es handelt sich um eine Sinnestäuschung, bei welcher die Wahrnehmung kein reales Wahrnehmungsobjekt hat.

  • 3.

    Bei Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis kommen etwa gleich häufig akustische wie optische Halluzinationen vor.

  • 4.

    Ohne das Vorliegen von Halluzinationen kann die Diagnose einer Schizophrenie nicht gestellt werden.

  • 5.

    Die Feststellung einer Halluzination lässt noch keinen sicheren Schluss auf das Vorhandensein eines psychotischen Prozesses zu.

Antwort ANur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.

223!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Die Halluzination ist eine Wahrnehmung ohne entsprechende (objektivierbare) Sinnesreize. Bei der Illusion ist ein Reiz vorhanden, die Interpretation ist allerdings nicht adäquat.

zu Antwort B

Die Halluzination ist eine Sinnestäuschung, die kein reales Wahrnehmungsobjekt hat. Sie können als akustische, optische oder olfaktorische Halluzinationen auftreten.

zu Antwort C

Bei Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis überwiegen akustische Halluzinationen. Optische Halluzinationen sind z. B. typisch für das Delir.

zu Antwort D

Halluzinationen sind für die Diagnosestellung der Schizophrenie nicht obligat.

zu Antwort E

Halluzinationen beweisen psychotische Prozesse nicht.

224?

Bei welcher der folgenden Krankheiten kann regelmäßige Bewegung im Freien (Sonnenlichtexposition) am ehesten vorbeugend wirken?

Antwort ASkorbut

Antwort BGicht

Antwort CMalignes Melanom

Antwort DOsteoporose

Antwort EBasaliom

224!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Skorbut ist eine Vitamin C-Mangelerscheinung und kann durch ausreichende Zufuhr von Obst und Gemüse verhindert werden.

zu Antwort B

Vorbeugend gegen Gicht ist u. a. die Meidung purinreicher Lebensmittel, seltener/moderater Alkoholkonsum und der Verzicht auf Fastenkuren.

zu Antwort C

Chronische Sonnenlichtexposition ist ein Risikofaktor für die Entstehung von malignen Melanomen. Andere Risikofaktoren sind helle Haut und Exposition gegenüber z. B. Röntgenstrahlung.

zu Antwort D

Sonnenlichtexposition führt im Körper zur Bildung von Vitamin D, was eine protektive Eigenschaft im Hinblick auf die Entstehung von Osteoporose hat. Andere protektive Faktoren sind u. a. ausreichende Kalziumversorgung, regelmäßige Bewegung und Meidung von Nikotin und Alkohol.

zu Antwort E

Die chronische Sonnenlichtexposition ist ein Risikofaktor für die Entstehung von Basaliomen. Andere Risikofaktoren sind helle Haut, Arsenexposition und eine chronische Exposition gegenüber sonstiger Strahlungsbelastung.

225?

Welche der folgenden Aussagen treffen für ein Reizdarmsyndrom zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ADas Reizdarmsyndrom ist eine sehr seltene Ursache für Magen-Darm-Beschwerden.

Antwort BIn Deutschland sind überwiegend Frauen betroffen.

Antwort CAls Komplikation treten häufig Fisteln und Abszesse auf.

Antwort DDas Risiko für ein Kolonkarzinom ist nach einer langen Krankheitsdauer deutlich erhöht.

Antwort EDie Entzündungswerte sind meist im Normbereich.

225!

Antworten B und E sind richtig.

zu Antwort A

Das Reizdarmsyndrom ist inzwischen eine häufige Erkrankung.

zu Antwort B

In Deutschland sind mehr Frauen als Männer betroffen.

zu Antwort C

Fisteln und Abszesse sind typische Komplikationen des M. Crohn. Symptome des Reizdarms sind Bauschmerzen unterschiedlichster Qualität, Druckgefühl, Blähungen, Völlegefühl. Obstipation und Diarrhö. Die Beschwerdelinderung nach der Defäkation ist typisch.

zu Antwort D

Das Reizdarmsyndrom erhöht das Risiko für ein späteres Kolonkarzinom nicht.

zu Antwort E

Die Entzündungsparameter zeigen sehr häufig keine Auffälligkeiten.

226?

Welche der folgenden Maßnahmen ist (sind) im Notfall bei einer psychogenen Hyperventilationstetanie angezeigt?

  • 1.

    Kalzium intravenös

  • 2.

    Kalzium oral

  • 3.

    Beruhigende Maßnahmen

  • 4.

    Kurzfristige Tütenatmung

  • 5.

    Kortisonspray

Antwort ANur die Aussage 5 ist richtig.

Antwort BNur die Aussagen 3 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 3 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

226!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Eine intravenöse Kalziumgabe ist bei der psychogenen Hyperventilation nicht indiziert, weil bei diesem Zustand kein absoluter Mangel vorliegt, sondern durch die Verschiebung des Säure-Basen-Haushalts zugunsten der basischen Bestandteile (respiratorische Alkalose) ein relativer Kalziummangel durch Bindung von Kalziumionen an Albumin.

zu Antwort B

Eine orale Kalziumgabe ist bei der psychogenen Hyperventilation nutzlos.

zu Antwort C

Beruhigende Maßnahmen können sind günstig auf Patienten mit einer Hyperventilation auswirken, zumal der Grund für die Hyperventilation psychischer Stress ist.

zu Antwort D

Kurzfristige Tütenatmung erhöht das CO2 im Blut und trägt zur Normalisierung des Säure-Basen-Haushalts bei, kann also bei einer Hyperventilation eingesetzt werden.

zu Antwort E

Kortisonspray wirkt antientzündlich und abschwellend und kann bei allergischen Atemwegsproblemen, z. B. bei Asthma bronchiale, erfolgreich verwendet werden. Bei der Hyperventilation ist Kortison nutzlos.

227?

Welche der folgenden Aussagen zum Lungenemphysem treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ABei der klinischen Untersuchung fällt ein Zwerchfellhochstand auf.

Antwort BDer Unterschied des Brustkorbumfangs zwischen Inspiration und Exspiration ist vermindert.

Antwort CDer Klopfschall ist über allen Lungenabschnitten gedämpft.

Antwort DBei der Auskultation fällt ein verschärftes Atemgeräusch auf.

Antwort EEs kann eine angeborene Ursache für die Erkrankung vorliegen.

227!

Antworten B und E sind richtig.

zu Antwort A

Durch die maximale Dehnung des Thorax findet sich ein Zwerchfelltiefstand. Andere sichtbare Anzeichen eines Emphysems sind Fassthorax, horizontal stehende Rippen, geblähte Schlüsselbeingruben, weite Interkostalräume. Der epigastrische Winkel ist breit, am Rippenbogen kann eine Erweiterung der Hautvenen (Sahlischer Venenkranz) beobachtet werden.

zu Antwort B

Durch die maximale Dehnung des Thorax ist der Unterschied des Brustkorbumfangs zwischen Inspiration und Exspiration vermindert.

zu Antwort C

Der Klopfschall ist durch die Zunahme des lufthaltigen Raums hypersonor.

zu Antwort D

Bei der Auskultation ist das Atemgeräusch typischerweise vermindert, der Klopfschall hypersonor und der Stimmfremitus abgeschwächt.

zu Antwort E

Das Lungenemphysem wird als irreversible Erweiterung der Räume distal der Bronchioli terminales definiert, die mit einer Reduktion der Atemaustauschfläche einhergeht. Die Ursachen können z. B. Mukoviszidose (angeboren) oder Asthma bronchiale oder COPD sein (erworben).

228?

Welche Aussage trifft zu?

Die Befunde Fieber, Herzgeräusch, Splenomegalie, Embolien sprechen in erster Linie für:

Antwort AAortenklappenstenose

Antwort BInfektiöse bakterielle Endokarditis

Antwort CInfektiöse Mononukleose

Antwort DVentrikelseptumdefekt

Antwort EKoronare Herzkrankheit

228!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Die Aortenklappenstenose kann mit Dyspnoe, Synkopen und Angina pectoris-Anfällen symptomatisch werden. Ein Systolikum mit p. m. (punctum maximum) über dem 2 ICR rechts parasternal ist zu hören.

zu Antwort B

Die akute bakterielle Endokarditis ist ein sehr eindrückliches Krankheitsbild, bei dem die Blutbahn mit Bakterien überschwemmt wird. Leitsymptome sind Fieber, neu aufgetretenes Herzgeräusch, Herzinsuffizienz, Splenomegalie, Embolien, Osler-Knötchen, subunguale Blutungen und Petechien.

zu Antwort C

Fieber, Splenomegalie, generalisierte LK-Schwellung, Angina zählen zu den klassischen Symptomen der Mononukleose. Ein Herzgeräusch und Embolien sind keine typischen Symptome.

zu Antwort D

Der Ventrikelseptumdefekt kann je nach Größe asymptomatisch oder mit Symptomen der Herzinsuffizienz verlaufen. Ein Systolikum kann gehört werden.

zu Antwort E

Die KHK kann asymptomatisch oder als Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen, Angina pectoris, Herzinfarkt verlaufen. Fieber und Herzgeräusche sind nicht kennzeichnend.

229?

Welche der genannten Befunde sprechen am ehesten für eine Psoriasis?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ATophi am Ohr

Antwort BTüpfelnägel

Antwort CArthritis mit Befall der kleinen Gelenke von Fuß und Hand

Antwort DMilchschorf

Antwort EXanthelasmen

229!

Antworten B und C sind richtig.

zu Antwort A

Tophi am Ohr sind typische Symptome der chronischen Gicht.

zu Antwort B

Tüpfelnägel sind typische Veränderungen, die neben Ölflecken und Krümelnägeln bei der Psoriasis vorkommen. Sie sind gekennzeichnet durch kleine Substanzdefekte in der Nagelplatte.

zu Antwort C

Eine (symmetrische) Arthritis mit Befall der kleinen Gelenke von Fuß und Hand kann bei der Psoriasis arthropathica vorkommen (was allerdings selten ist), aber klassisch im Rahmen der rheumatoiden Arthritis auftritt. Der typische Gelenkbefall bei Psoriasis ist der Gelenkbefall im Strahl mit Beteiligung der Grund-, Mittel- und Endgelenke an einem Finger und/oder Zehe und wird deshalb auch Wurstfinger oder Wurstzehe genannt.

zu Antwort D

Unter Milchschorf versteht man schuppende Veränderungen auf der Kopfhaut bei Säuglingen. Milchschorf kann bei der atopischen Dermatitis auftreten.

zu Antwort E

Xanthelasmen sind periorbitale Lipideinlagerungen. Sie können auf Fettstoffwechselstörungen hinweisen.

230?

Welche Aussage zur nosokomialen Infektion trifft zu?

Antwort ANosokomiale Infektionen werden ausschließlich in der Chirurgie beobachtet.

Antwort BEine nosokomiale Infektion ist eine Infektion, die im zeitlichen Zusammenhang mit einer stationären oder ambulanten medizinischen Maßnahme steht, soweit die Infektion nicht vorher bestand.

Antwort CVoraussetzung für eine nosokomiale Infektion ist die Auslösung durch multiresistente Erreger.

Antwort DDie Harnwegsinfektionen zählen nicht zu den nosokomialen Infektionen.

Antwort EAllgemeinzustand und Vorerkrankungen des Patienten haben keinen Einfluss auf das Entstehen einer nosokomialen Infektion.

230!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Nosokomiale Infektionen werden auch in anderen Disziplinen (v. a. in der Intensivmedizin) beobachtet, nicht ausschließlich in der Chirurgie.

zu Antwort B

Eine nosokomiale Infektion ist eine Infektion, die im zeitlichen Zusammenhang mit einer stationären oder ambulanten medizinischen Maßnahme steht. Die Infektion darf nicht vorher bestanden haben, auch nicht in der Inkubationszeit.

zu Antwort C

Eine Infektion mit multiresistenten Erregern ist keine Voraussetzung, um die Kriterien der nosokomialen Infektion zu erfüllen.

zu Antwort D

Neben nosokomialen Pneumonien zählen Harnwegsinfektionen zu den häufigsten nosokomialen Infektionen.

zu Antwort E

Risikofaktoren für nosokomiale Infektionen sind das Alter, Gesundheitsstatus (Ernährungszustand, Vorerkrankungen) des Patienten, Behandlungsart (je invasiver, desto höher das Risiko) und Umgebungsfaktoren.

231?

Welche der folgenden Aussagen sind im Kontext einer Abhängigkeit von Benzodiazepinen richtig?

Antwort ABeim Absetzen von Benzodiazepinen kommt es ausschließlich zu körperlichen Entzugssymptomen.

Antwort BBeim Absetzen von Benzodiazepinen kommt es ausschließlich zu psychischen Entzugssymptomen.

Antwort CBeim Absetzen von Benzodiazepinen kann es zu körperlichen und psychischen Entzugssymptomen kommen.

Antwort DDas Entzugsdelir und epileptische Anfälle sind potenziell lebensbedrohliche Entzugssymptome beim Benzodiazepinentzug.

Antwort EEine ambulante Entzugsbehandlung ist bei Benzodiazepinen die Therapie der Wahl.

231!

Antworten C und D sind richtig.

zu Antwort A

Beim Absetzen von Benzodiazepinen kommt es zu körperlichen und psychischen Entzugssymptomen. Die Symptome sind: Tachykardie, Hypertonie, Angst, Schweißneigung, Schlafstörungen, depressive Zustände. Komplizierend können generalisierte Krampfanfälle auftreten.

zu Antwort B

Beim Absetzen von Benzodiazepinen kommt es zu körperlichen und psychischen Entzugssymptomen.

zu Antwort C

Beim Absetzen von Benzodiazepinen kommt es zu körperlichen und psychischen Entzugssymptomen.

zu Antwort D

Das Entzugsdelir und epileptische Anfälle sind potenziell lebensbedrohliche Entzugssymptome beim Benzodiazepinentzug. Eine stationäre Entzugsbehandlung ist indiziert.

zu Antwort E

Eine stationäre Entzugsbehandlung ist bei Benzodiazepinen die Therapie der Wahl. Ambulante Behandlungen sind in seltenen Fällen möglich.

232?

Ein 60-jähriger Patient kommt nach einer Herzoperation und anschließender stationärer Reha-Behandlung in Ihre Praxis. Er legt Ihnen einen Laborausdruck der Rehaklinik vor.

Der INR-Wert (International Normalized Ratio) ist erhöht, entsprechend ist der Quick-Wert vermindert.

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ADer Patient sollte bevorzugt Vitamin K-reiche Speisen essen.

Antwort BDas Blutungsrisiko ist erhöht.

Antwort CDer Patient nimmt vermutlich ein Cumarin-Derivat (z. B. Marcumar®) ein.

Antwort DDer Laborbefund spricht für die Einnahme von Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin®).

Antwort EDas Risiko einer Venenthrombose ist deutlich erhöht.

232!

Antworten B und C sind richtig.

zu Antwort A

Es ist anzunehmen, dass der Patient Marcumar (Vitamin K-Antagonist) einnimmt. Er sollte Vitamin K-reiche Speisen (grünes Gemüse) eher meiden.

zu Antwort B

Das Blutungsrisiko ist erhöht, banale Verletzungen können deutlich länger bluten.

zu Antwort C

Es ist anzunehmen, dass der Patient ein Cumarin-Derivat (z. B. Marcumar®) einnimmt.

zu Antwort D

Der Laborbefund spricht nicht für die Einnahme von Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin®). Acetylsalicylsäure hemmt die Thrombozytenaggregation und wirkt sich auf die Blutungszeit aus, nicht aber auf die Gerinnungszeit.

zu Antwort E

Das Risiko der Venenthrombose ist durch die verlängerte Gerinnungszeit deutlich reduziert.

233?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Inhabern einer allgemeinen Heilpraktikererlaubnis ist die Durchführung folgender Untersuchungsverfahren grundsätzlich gestattet:

  • 1.

    Kapillarblutentnahme

  • 2.

    Inspektion der Mundhöhle

  • 3.

    Blutentnahme bei Schwangeren

  • 4.

    Rektale Untersuchung

  • 5.

    Röntgenuntersuchung der Lunge

Antwort ANur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 3 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

233!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Die Kapillarblutentnahme, z. B. zur Bestimmung von Glukose, ist dem Heilpraktiker gestattet.

zu Antwort B

Die Inspektion der Mundhöhle ist dem Heilpraktiker gestattet. Die Behandlung von Mund-, Kiefer- oder Zahnerkrankungen ist dem Heilpraktiker nach dem Zahnheilkundegesetz nicht gestattet.

zu Antwort C

Eine Blutentnahme bei Schwangeren ist dem Heilpraktiker grundsätzlich gestattet. Die Geburtsbegleitung, außer im Notfall, ist dem Heilpraktiker nach dem Hebammengesetz nicht erlaubt.

zu Antwort D

Die rektale Untersuchung ist dem Heilpraktiker gestattet und gehört grundsätzlich zu jeder abdominalen Untersuchung.

zu Antwort E

Die Röntgenuntersuchung der Lungen ist dem Heilpraktiker nach der Röntgenschutzverordnung nicht gestattet.

234?

Welche der genannten Konstellationen beschreiben eine Risikoschwangerschaft?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ADie Schwester der Schwangeren hat seit Jahren unerfüllten Kinderwunsch.

Antwort BBekannte Uterusmyome.

Antwort CSchwangere leidet unter Acne vulgaris.

Antwort DGehäuft Sonnenbrände in der Schwangerschaft.

Antwort EZwillingsschwangerschaft.

234!

Antworten B und E sind richtig.

zu Antwort A

Die Kinderlosigkeit der Schwester der Schwangeren wirkt sich nicht im Sinne eines erhöhten Risikos aus. Kriterien der Risikoschwangerschaft sind z. B. junge oder alte Mütter, Querlage des Kindes, Mehrlingsschwangerschaften, Uterusmyome oder Placenta praevia.

zu Antwort B

Bekannte Uterusmyome bei einer Schwangeren erhöhen das Risiko der Frühgeburtlichkeit.

zu Antwort C

Acne vulgaris ist kein Kriterium für eine Risikoschwangerschaft.

zu Antwort D

Gehäufte Sonnenbrände in der Schwangerschaft sind keine Kriterien der Risikoschwangerschaft.

zu Antwort E

Mehrlingsschwangerschaften können unter Risikoschwangerschaft subsummiert werden.

235?

Welche der folgenden Aussagen zur euthyreoten Struma treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AEuthyreote Strumen entarten sehr häufig.

Antwort BDie Schilddrüsenvergrößerung ist erst behandlungsbedürftig, wenn sie sicht- und tastbar ist.

Antwort CTracheale Komplikationen treten nicht auf.

Antwort DDie Basisdiagnostik besteht aus Labor (TSH-basal) und Sonografie der Schilddrüse.

Antwort ETherapie ist meist konservativ mit Jodid-Substitution bzw. Kombinationstherapie mit Jodid und L-Thyroxin (LT4).

235!

Antworten D und E sind richtig.

zu Antwort A

Euthyreote Strumen entarten sehr selten.

zu Antwort B

Die Schilddrüsenvergrößerung sollte so früh wie möglich behandelt werden, nicht erst wenn sie sichtbar und tastbar ist.

zu Antwort C

Große Strumen können eine tracheale Kompression mit inspiratorischem Stridor zur Folge haben. Eine mediastinale Struma kann ebenfalls die Trachea komprimieren und äußert sich durch einen exspiratorischen Stridor.

zu Antwort D

Neben der Inspektion und Palpation (mit Prüfung der Verschieblichkeit) zählen zur Basisdiagnostik die laborchemische Bestimmung des TSH-basal und Sonografie der Schilddrüse. Bei auffälligen Befunden folgt dann eine Szintigrafie und ggf. die Feinnadelbiopsie der Schilddrüse.

zu Antwort E

Die Therapie der Struma erfolgt meist konservativ mit Jodid-Substitution bzw. Kombinationstherapie mit Jodid und L-Thyroxin (LT4). In seltenen Fällen, u. a. bei trachealer Kompression und anderen Verdrängungserscheinungen kann eine operative Therapie angedacht werden.

236?

Welche der folgenden Aussagen zur Gynäkomastie treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ASie kommt vorwiegend zwischen dem 20.–30. Lebensjahr vor.

Antwort BSie wird durch eine vermehrte Androgenwirkung verursacht.

Antwort CSie kann als Folge der Leberzirrhose auftreten.

Antwort DSie kann Folge einer medikamentösen Therapie sein.

Antwort EBei Auftreten in der Pubertät ist in der Regel eine operative Therapie erforderlich.

236!

Antworten C und D sind richtig.

zu Antwort A

Physiologisch tritt eine Gynäkomastie im Neugeborenenalter, in der Pubertät und im Alter auf. Im Alter zwischen 20–30 Jahren gilt eine Gynäkomastie als pathologisch.

zu Antwort B

Die Gynäkomastie entsteht durch ein Übergewicht an Östrogenen.

zu Antwort C

Im Rahmen der Leberzirrhose tritt eine Gynäkomastie regelmäßig auf und ist auf eine Erhöhung des freien Östrogens zurückzuführen.

zu Antwort D

Die Gynäkomastie kann als Medikamentennebenwirkung auftreten, z. B. bei Aldosteronantagonisten oder Antiandrogenen.

zu Antwort E

Eine Gynäkomastie in der Pubertät kann als physiologisch angesehen werden. Eine operative Therapie wird in der Regel nicht durchgeführt, außer die Brustvergrößerung ist stark, persistierend und psychisch belastend.

237?

Welche der folgenden Aussagen zum Störungsbild der sozialen Phobie treffen zu?

  • 1.

    Die Symptome treten in (fast) allen Lebensbereichen auf.

  • 2.

    Die Störung ist gekennzeichnet durch eine deutliche Furcht, sich in sozialen Situationen auf peinliche oder erniedrigende Weise zu verhalten.

  • 3.

    Typische hinzukommende Symptome sind Erröten, Zittern oder die Angst zu erbrechen.

  • 4.

    Patienten mit einer sozialen Phobie weisen nur selten ein niedriges Selbstwertgefühl auf.

  • 5.

    Die Ängste in sozialen Situationen werden als übertrieben bzw. Unvernünftig erlebt.

Antwort ANur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 3 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.

237!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Die Symptome bei der sozialen Phobie kommen in der Regel zum Vorschein, wenn die Menschen im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen.

zu Antwort B

Im Vordergrund steht die Angst, sich in sozialen Situationen peinlich oder beschämend zu verhalten.

zu Antwort C

Zu den Begleitsymptomen zählen: Erröten, Schwindel, Tremor, Übelkeit, Beklemmung, Dyspnoe und Tachykardie. Derealisation und Depersonalisation können ebenfalls auftreten.

zu Antwort D

Defizitäres Selbstwertgefühl ist eine häufige Begleiterscheinung bei der sozialen Angststörung.

zu Antwort E

Von den Patienten werden die Ängste oft als irrational und übertrieben erlebt.

238?

Welche der folgenden Infektionserkrankungen werden durch Bakterien verursacht?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AKinderlähmung

Antwort BHepatitis B

Antwort CTuberkulose

Antwort DRöteln

Antwort EKeuchhusten

238!

Antworten C und E sind richtig.

zu Antwort A

Kinderlähmung wird durch das Poliovirus (Enterovirus) hervorgerufen.

zu Antwort B

Die Hepatitis B wird durch das Hepadna-Virus hervorgerufen.

zu Antwort C

Die Tuberkulose wird durch das Bakterium Mykobacterium tuberculosis hervorgerufen.

zu Antwort D

Röteln werden durch das Rubella-Virus hervorgerufen.

zu Antwort E

Keuchhusten wird durch das Bakterium Bordetella pertussis hervorgerufen.

239?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Mit einem praxisüblichen Urinstreifentest werden folgenden Parameter erfasst:

Antwort AKreatinin

Antwort BHarnstoff

Antwort CLeukozyten

Antwort DPhosphat

Antwort EGlukose

239!

Antworten C und E sind richtig.

zu Antwort A

Kreatinin zählt zu den harnpflichtigen Substanzen, ist ein Abbauprodukt aus dem Muskelstoffwechsel und wird im üblichen Urinstreifentest nicht erfasst. Im Urin kann die Mengen an Kreatinin im 24 h-Sammelurin bestimmt werden.

zu Antwort B

Harnstoff zählt zu den harnpflichtigen Substanzen, ist ein Abbauprodukt des Aminosäurestoffwechsels, kann aber im Urinstreifentest nicht bestimmt werden.

zu Antwort C

Leukozyten können im Urinstreifentest erfasst werden. Positive Ergebnisse geben Hinweise auf eine Infektion der ableitenden Harnwege, z. B. bei der Zystitis oder Pyelonephritis.

zu Antwort D

Phosphat ist eine harnpflichtige Substanz, kann aber mit dem üblichen Urinstreifentest nicht erfasst werden. Anstiege im Serum können bei der Niereninsuffizienz vorkommen.

zu Antwort E

Glukose kann im Urinstreifentest erfasst werden. Eine erhöhte Glukoseausscheidung kann v. a. im Rahmen eines Diabetes mellitus vorkommen, wenn die Nierenschwelle von 160–180 mg/dl überschritten ist.

240?

Wozu dient die Lagerungsprobe nach Ratschow?

Antwort AZur Überprüfung der Durchgängigkeit der tiefen Beinvenen

Antwort BZur Überprüfung der Durchgängigkeit der oberflächlichen Beinvenen

Antwort CZur Diagnostik einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit

Antwort DZur Diagnostik einer Meningitis

Antwort EZum Nachweis einer Bandscheibenproblematik

240!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Zur Überprüfung der Durchgängigkeit der tiefen Beinvenen dient der Perthes- und Trendelenburg-Test.

zu Antwort B

Zur Prüfung der Durchgängigkeit der oberflächlichen Beinvenen bedient man sich des Perthes- und Trendelenburg-Tests.

zu Antwort C

Zur Diagnostik der pAVK wird der Ratschow-Test eingesetzt. Dabei nimmt der auf dem Rücken liegende Patient die Beine senkrecht hoch und kreist mit den Füßen. Durch die schlechte arterielle Versorgung ist das bei Patienten mit pAVK schmerzhaft. Im Anschluss wird der Patient aufgesetzt. Die physiologische Hyperämie der Füße tritt bei der pAVK verzögert auf, die Füße bleiben blass und schmerzen.

zu Antwort D

Zur Diagnostik einer Meningitis dienen die Brudzinski-, Lasègue-, Bragard- und Kernig-Zeichen.

zu Antwort E

Bei Bandscheibenproblematik können der Lasègue, Bragard und Kernig-Test durchgeführt werden, wobei die Höhe der Läsion nicht bestimmt werden kann. Bildgebende Verfahren, v. a. das MRT, geben Aufschluss über die Lokalisation und Art der Erkrankung.

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