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B978-3-437-58755-9.00001-X

10.1016/B978-3-437-58755-9.00001-X

978-3-437-58755-9

Prüfungstermin Oktober 2011

1?

Welche der folgenden Befunde/Angaben sind Risikofaktoren für einen Schlaganfall?

  • 1.

    Diabetes mellitus

  • 2.

    Mäßiger Alkoholkonsum

  • 3.

    Arterielle Hypertonie (Bluthochdruck) seit 20 Jahren

  • 4.

    Transitorisch ischämische Attacke (TIA) vor 1 Jahr

  • 5.

    Hohes HDL-Cholesterin

Antwort A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.

1!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Diabetes mellitus ist ein wichtiger Risikofaktor für die Apoplexie.

zu Antwort B

Starker Alkoholkonsum gilt als ein Risikofaktor für einen Apoplex, mäßiger Alkoholkonsum scheint sogar protektiv zu wirken.

zu Antwort C

Die arterielle Hypertonie ist der wichtigste Risikofaktor für Schlaganfälle.

zu Antwort D

Transitorisch ischämische Attacken (TIA) können als „Vorboten“ eines Apoplexes gesehen werden und gelten selbstverständlich als ein Risikofaktor. Die TIA ist durch neurologische Defizite gekennzeichnet, die nach max. 24 h voll reversibel sind. Die TIA kann sich u. a. als flüchtige Parese, Sehstörung, Sprachstörung bemerkbar machen. Eine TIA sollte dringend behandelt werden, will man Komplikationen in Form eines Schlaganfalls vermeiden.

zu Antwort E

Hohes HDL-Cholesterin hat protektive Eigenschaften. Hohe LDL-Spiegel sind Risikofaktoren der Arteriosklerose.

2?

Welche der folgenden Aussagen zur chronisch-obstruktiven Bronchitis (COPD) treffen zu?

  • 1.

    Die COPD ist eine Erkrankung, die zum Tod führen kann.

  • 2.

    Als Kardinalsymptome gelten Husten, Auswurf und Belastungsdyspnoe.

  • 3.

    Bei der Auskultation hört man typischerweise einen inspiratorischen Stridor.

  • 4.

    Als häufige Ursache für eine COPD gelten Antikörpermangelsyndrome (z. B. IgA-Mangel).

  • 5.

    Im Verlauf der Erkrankung kommt es häufig zu den Spätkomplikationen einer respiratorischen Insuffizienz und Cor pulmonale.

Antwort A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort E Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

2!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Die COPD kann zum Tode führen. Die lebenslimitierenden Komplikationen sind das Emphysem und Cor pulmonale. Andere Komplikationen sind Pneumothorax, rezidivierende Pneumonien oder Bronchiektasen.

zu Antwort B

Die COPD ist meist auf das Rauchen zurückzuführen. Charakteristisch ist die narbige Umwandlung des Bronchus mit Obstruktion, die die Ausatmung behindert.

Von einer chronischen Bronchitis spricht man (nach WHO-Definition) dann, wenn die Patienten in zwei aufeinander folgenden Jahren über 3 Monate, ebenfalls aufeinander folgend, Husten und Auswurf haben.

zu Antwort C

In der Auskultation ist typischerweise exspiratorisches Giemen zu hören. Inspiratorischer Stridor ist typisch bei Erkrankungen der oberen Atemwege, z. B. beim Pseudokrupp.

zu Antwort D

Die COPD ist meist auf das Rauchen zurückzuführen. Ig A-Mangel oder auch ein α1-Antitrypsinmangel sind seltene Ursachen der COPD.

zu Antwort E

Die COPD kann zum Cor pulmonale führen (Rechtsherzinsuffizienz durch eine Lungenkrankheit).

3?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Die Behandlung der oberflächlichen Thrombophlebitis besteht u. a. in:

  • 1.

    strenger Bettruhe,

  • 2.

    lokaler Anwendung heparinhaltiger Salben,

  • 3.

    Mobilisierung,

  • 4.

    Lysetherapie z. B. mit Streptokinase,

  • 5.

    Kompressionsverband.

Antwort A Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

Antwort E Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.

3!

Antwort D ist richtig.

Die Thrombophlebitits ist eine oberflächliche Entzündung eines Venenstranges. Sie findet sich meist an varikös veränderten Gefäßen an den Beinen. Typisch sind Schwellung, Rötung, Überwärmung und Schmerzen im betroffenen Gefäß, die als entzündlicher Venenstrang imponieren. Das umgebende Gewebe ist intakt.

zu Antwort A

Strenge Bettruhe ist wegen der potenziellen Bildung von Thromben in den tiefen Beinvenen kontraindiziert. Die Patienten sollten rasch mobilisiert werden.

zu Antwort B

Die Anwendung heparinhaltiger Salben ist indiziert.

zu Antwort C

Die rasche Mobilisierung der Patienten ist richtig und vorrangig.

zu Antwort D

Die Therapie der Wahl bei der Thrombophlebitis ist ein lokaler Kompressionsverband, kühlende Umschläge oder ggf. Umschläge mit heparinhaltigen Substanzen, rasche Mobilisierung und die Behebung der Ursachen. Die Fibrinolyse ist bei der tiefen Beinvenenthrombose indiziert.

zu Antwort E

Ein Kompressionsverband ist bei der Thrombophlebitis indiziert.

4?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Typische Ursachen einer Vitamin-B 12 -Mangelanämie sind:

Antwort A Streng vegane Kost

Antwort B Zustand nach Magenresektion (Entfernung des Magens)

Antwort C Divertikel (Aussackungen) des Dickdarms

Antwort D Verminderte Lichtexposition

Antwort E Operativ entfernte Gallenblase

4!

Antworten A und B sind richtig.

Vitamin B 12 (Cobalamin) findet sich v. a. in Fleisch, Milch, Eiern und Fisch und wird zur DNA- und RNA- Synthese benötigt. Es muss im Magen an den Intrinsic-Faktor gebunden werden, der aus den Belegzellen des Magen stammt, um im terminalen Ileum aufgenommen werden zu können. Die häufigsten Mangelsymptome sind eine megaloblastäre Anämie, Polyneuropathie oder eine Demenz.

zu Antwort A

Eine streng vegane Kost kann Vitamin-B 12 -Mangelzustände hervorrufen.

zu Antwort B

Nach einer Magenentfernung oder im Rahmen der Typ A-Gastritis fehlt der Intrinsic-Faktor. Die Folge können Vitamin-B 12 -Mangelzustände sein.

zu Antwort C

Divertikel des Darmes führen nicht zu Vitamin-B 12 -Mangelzuständen. Divertikel können u. a. entzündliche Schübe, Blutungen, Ileussymptome hervorrufen.

zu Antwort D

Eine verminderte Lichtexposition kann die Ursache eines Vitamin D-Mangels sein.

zu Antwort E

Die operativ entfernte Gallenblase kann die Ursache für Fettstühle sein, die sich aus der mangelnden Emulgierung der Fette ergeben.

Bei einem 60-jährigen Mann wurde eine ausgeprägte Divertikulose des Sigmas festgestellt. Er möchte mit Ihnen über die Komplikationsmöglichkeiten sprechen.

5?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

  • 1.

    Die Entzündung von Divertikeln kann die Symptome einer sog. Linksappendizitis verursachen.

  • 2.

    Auf dem Boden einer Divertikulose entstehen häufig Karzinome.

  • 3.

    Die Divertikulose kann bedrohliche Darmblutungen auslösen.

  • 4.

    Eine divertikulitische Stenose (Engstelle durch entzündete Divertikel) kann ein Sigmakarzinom vortäuschen.

  • 5.

    Divertikel können frei oder gedeckt perforieren.

Antwort A Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen sind richtig.

5!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Die Divertikulitis geht mit Schmerzen im linken Unterbauch („Linksappendizitis“), Fieber und Stuhlunregelmäßigkeiten einher. Die Komplikationen sind Perforation mit Peritonitis, Sepsis, Fistelbildung in die Blase und maligne Entartung.

zu Antwort B

Kolonkarzinome entstehen selten auf dem Boden einer Divertikulose. Häufiger bei kolorektalen Adenomen.

zu Antwort C

Im Rahmen der Divertikulose, noch häufiger aber bei der Divertikulitis, können starke Blutungen auftreten.

zu Antwort D

Eine divertikulitische Stenose kann Sigmakarzinom-Symptome bieten, u. a. als Wechsel zwischen Obstipation und Diarrhö, dünnkalibrige Stühle („Bleistiftstühle“) oder Blutbeimengungen.

zu Antwort E

Von gedeckten Perforationen spricht man dann, wenn durch vorherige Erkrankungen Vernarbungen oder Verwachsungen im Bauchraum entstanden sind, die die Weiterausbreitung der Entzündung oder Eiter/Kotmasse im Abdomen behindern. Bei einer freien Perforation ergießt sich der Lumeninhalt in die Bauchhöhle.

6?

Welche Wahnform ist typisch bei der Manie?

Antwort A Verfolgungswahn

Antwort B Größenwahn

Antwort C Schuldwahn

Antwort D Verarmungswahn

Antwort E Eifersuchtswahn

6!

Antwort B ist richtig.

Die Manie zählt zu den affektiven Psychosen. Die reinen Manien sind im Vergleich zu den Depressionen und den bipolaren Störungen eher selten. Die Symptome sind

  • Antriebssteigerung, vermindertes Schlafbedürfnis, euphorische Stimmung

  • Ideenflucht, Größenwahn

  • Lautes und schnelles Sprechen (Logorrhö), gesteigerte sexuelle Aktivität

  • Missbrauch von legalen (Alkohol) und illegalen (Drogen) Substanzen

  • Reizbarkeit bis hin zum aggressiven Verhalten, fehlende Krankheitseinsicht

zu Antwort A

Verfolgungswahn ist typisch für das Krankheitsbild der Schizophrenie.

zu Antwort B

Der Größenwahn ist typisch für die Manie.

zu Antwort C

Der Schuldwahn ist typisch für das Krankheitsbild der Depression.

zu Antwort D

Der Verarmungswahn ist typisch für das Krankheitsbild der Depression.

zu Antwort E

Eifersuchtswahn gibt es eher im Rahmen der Schizophrenie, selten bei Alkoholkrankheit.

7?

Welches der folgenden Vitamine spielt für die Blutgerinnung eine besondere Rolle?

Antwort A Vitamin A

Antwort B Vitamin B 12

Antwort C Vitamin C

Antwort D Vitamin K

Antwort E Vitamin D

7!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Das Vitamin A wird als Provitamin oder als aktives Vitamin A aufgenommen. Vitamin A hat antioxidative Eigenschaften und ist von essenzieller Bedeutung u. a. für den Sehprozess. Mangelerscheinungen können als Nachtblindheit, Hyperkeratosen, Bronchitis oder Tracheitis auftreten.

zu Antwort B

Das Vitamin B 12 wird zur Teilung kernhaltiger Zellen im Organismus benötigt. Ein Cobalamin-Mangel kann u. a. eine megaloblastäre Anämie, Polyneuropathie oder Demenz hervorrufen.

zu Antwort C

Das Vitamin C wird u. a. für die Bildung kollagener Fasern, Eisenresorption und die intakte Immunität benötigt. Der Vitamin C-Mangel kann mit Müdigkeit, Reizbarkeit, Blutungsneigung oder Haarausfall einhergeht (Skorbut).

zu Antwort D

Das Vitamin K wird für die Synthese der Gerinnungsfaktoren II, VII, IX und X benötigt. Ein Mangel führt zu einer Blutungsneigung.

zu Antwort E

Das Vitamin D wird im Körper zur Knochenmineralisierung benötigt. Ein Mangel kann die Rachitis bzw. Osteomalazie hervorrufen.

8?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Als Risikofaktoren für die Entstehung eines Mammakarzinoms gelten:

  • 1.

    Lange Stillzeit

  • 2.

    Multipara (Vielgebärende)

  • 3.

    Frühe Menarche

  • 4.

    Späte Menopause

  • 5.

    Genetische Disposition

Antwort A Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen sind richtig.

8!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Eine lange Stillzeit scheint ein protektiver Faktor im Hinblick auf die Entstehung des Mammakarzinoms zu sein.

zu Antwort B

Die Multiparität gilt als ein protektiver Faktor im Hinblick auf die Entstehung des Mammakarzinoms.

zu Antwort C

Die frühe Menarche und die späte Menopause gehen mit einer höheren Östrogenexpositionszeit einher und gelten als Risikofaktoren für die Entstehung der Mammakarzinome.

zu Antwort D

Frühe Menarche und die späte Menopause gehen mit einer höheren Östrogenexpositionszeit einher und gelten als Risikofaktoren für die Entstehung der Mammakarzinome.

zu Antwort E

Die genetische Disposition ist ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung des Mammakarzinoms. Mutationen im BRCA1 (Breast-Cancer Gen) und BRCA2 weisen das höchste Risiko der Erkrankung auf. Andere Risikofaktoren sind Makromastie, Tumore der anderen Brust, Nikotin- und Alkoholabusus.

9?

Welche der Aussagen zur Refluxösophagitis treffen zu?

  • 1.

    Ein ständiger gastro-ösophagealer Reflux kann zu einem Ösophaguskarzinom führen.

  • 2.

    Zur medikamentösen Behandlung einer Refluxösophagitis werden Nikotinpräparate empfohlen.

  • 3.

    Eine medikamentöse Therapie ist bei einer Refluxösophagitis nicht sinnvoll.

  • 4.

    Bei therapieresistenten Beschwerden oder Komplikationen einer Refluxösophagitis ist eine Operation möglich.

  • 5.

    Übergewicht gilt als begünstigender Faktor für die Entwicklung einer Refluxösophagitis.

Antwort A Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen sind richtig.

9!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Der langjährige Magenreflux kann im unteren Ösophagusabschnitt zur Metaplasie (Umwandlung von Platten- in Zylinderepithel) und Barrett-Ösophagus (fakultative Präkanzerose) führen, der ein Adenokarzinom des Ösophagus bilden kann.

zu Antwort B

In der medikamentösen Therapie werden v. a. Protonenpumpeninhibitoren eingesetzt. Sie drosseln die Säurebildung im Magen.

zu Antwort C

Neben den konservativen Maßnahmen (Gewichtsreduktion, Meidung von spätabendlichen Mahlzeiten, Nikotin, Alkohol, Kaffee und anderen Noxen und Schlafen mit erhöhtem Oberkörper) ist der Einsatz von Medikamenten, v. a. Protonenpumpeninhibitoren, meist erforderlich.

zu Antwort D

Bei therapieresistenten Beschwerden oder Komplikationen, wie z. B. Aspiration, Medikamentenunverträglichkeit, kann eine operative Maßnahme indiziert sein. Dabei wird meist ein Teil des Fundus um den unteren Teil der Speiseröhre manschettenartig geschlungen (Fundoplicatio).

zu Antwort E

Adipositas ist ein Risikofaktor für die Entstehung der Refluxösophagitis.

10?

Welche der folgenden Symptome sind für eine akute Nervenwurzelreizung der Segmente LWK4/5 oder LWK5/SWK1 typisch?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort A Obstipation

Antwort B Einseitige radikuläre Schmerzausstrahlung mit Verstärkung beim Husten

Antwort C Isolierter Rückenschmerz bei Lasègueprüfung

Antwort D Schmerzausstrahlung ins Bein (Ischialgie) bei Lasègueprüfung

Antwort E Kopfschmerzen

10!

Antworten B und D sind richtig

zu Antwort A

Die Obstipation kann sehr unterschiedliche Gründe haben, ist aber kein typisches Symptom im Rahmen der Nervenwurzelreizung im Lenden- und/oder Sakralbereich.

zu Antwort B

Einseitige radikuläre Schmerzen (radikuläre Schmerzen = einschießende Schmerzen, die über die Kniekehle bis zum Endversorgungsgebiet ausstrahlen) sind typische Symptome einer Wurzelreizung. Die Schmerzen verstärken sich beim Husten, Pressen oder Lachen.

zu Antwort C

Das Lasègue-Zeichen wird am liegenden Patienten geprüft. Durch die passive Dehnung des Nervus ischiadicus bei Anheben des gestreckten Beines wird die erkrankte Wurzel (noch mehr) irritiert und der Patient äußert Schmerzen im Rücken und im Verlauf des Beines. Das Ergebnis wird in Winkelgraden dokumentiert.

zu Antwort D

Bei der Lasègue-Prüfung ziehen die Schmerzen in das betroffene Bein.

zu Antwort E

Kopfschmerzen sind kein typisches Symptom im Rahmen der Nervenwurzelreizung im Lenden- und/oder Sakralbereich.

Sie vermuten bei einem Patienten eine akute Hepatitis.

11?

Welche der folgenden Laborparameter stützen Ihren Verdacht?

  • 1.

    Gamma-GT 20 U/l

  • 2.

    GOT (ASAT) 640 U/I

  • 3.

    Glukose 110 mg/dl

  • 4.

    GPT (ALAT) 920 U/I

  • 5.

    Bilirubin 12 mg/dl

Antwort A Nur die Aussage 2 und 5 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort E Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.

11!

Antwort E ist richtig.

zu Antwort A

Die Gamma-GT ist mit 20 U/l im Normbereich und kein Hinweis auf ein akut-entzündliches Geschehen. Hohe Enzymwerte sprechen für akute Hepatitis.

zu Antwort B

Die GOT und auch die GPT ist im Rahmen einer akuten Hepatitis deutlich erhöht, wobei typischerweise die GPT-Erhöhung deutlicher ist als die GOT-Erhöhung. Der De-Ritis-Quotient GOT/GPT ist <1.

zu Antwort C

Die Glukose von 110 mg/dl ist im Normbereich, bzw. leicht erhöht, wenn man den Wert im Nüchternzustand betrachtet. Die Glukose ist aber kein Parameter, um eine akute Hepatitis in der Diagnose zu stützen.

zu Antwort D

Die GPT ist ein leberspezifisches Enzym und ist stark erhöht. Das Ausmaß der Erhöhung hängt vom Umfang des Leberzellzerfalls ab. Die GPT-Erhöhung ist deutlicher als die GOT-Erhöhung. Der De-Ritis-Quotient GOT/GPT ist <1.

zu Antwort E

Das Bilirubin von 12 mg/dl ist deutlich erhöht. Die akute Hepatitis wird bei dem Umfang der Bilirubinerhöhung ikterisch verlaufen.

12?

Welche Aussage zum Suizid bzw. zur Suizidgefahr bei einem depressiven Patienten trifft am ehesten zu?

Antwort A Wer nicht über Suizid redet, wird ihn nicht begehen.

Antwort B Wer eine Suizidhandlung begeht, will sich unbedingt das Leben nehmen.

Antwort C Bei einem Patienten darf eine vermutete Suizidalität auf keinen Fall angesprochen werden, um das Suizidrisiko nicht zu erhöhen.

Antwort D Versteckte Suiziddrohungen sprechen für ein erhöhtes Suizidrisiko.

Antwort E Fehlende suizidale Handlungen in der Verwandtschaft schließen ein Suizidrisiko nahezu aus.

12!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Einige Suizide werden begangen, ohne dass die Patienten jemals darüber gesprochen haben.

zu Antwort B

Die Motive der Suizidhandlungen sind sehr unterschiedlich und müssen herausgefunden werden. Einige Patienten äußern den Wunsch nach Ruhe und in einigen Fällen ist es ein Ruf nach Zuwendung. Es sei allerdings an dieser Stelle vor voreiligen Schlüssen bezüglich der Motive oder vor einer Kategorisierung in „ernsthafte“ und „weniger ernsthafte“ Suizidversuche gewarnt.

zu Antwort C

Eine vermutete Suizidalität darf angesprochen werden. Häufig reagieren die Patienten mit einer seelischen Entlastung und teilen die Motive mit.

zu Antwort D

Versteckte Suiziddrohungen können ein erhöhtes Suizidrisiko darstellen. Die Drohungen haben in den meisten Fällen einen appellativen Charakter.

zu Antwort E

Fehlende suizidale Handlungen in der Verwandtschaft schließen ein Suizidrisiko nicht aus. Die genetische Determinante ist bei der Suizidalität, wie bei anderen psychiatrischen Erkrankungen auch, vorhanden.

13?

Welche der Aussagen zur Leberzirrhose treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort A Leberzirrhose ist die typische Folge einer Hepatitis A.

Antwort B In der Regel ist die Leberzirrhose reversibel.

Antwort C Varizenblutungen in der Speiseröhre sind eine Komplikation der Leberzirrhose.

Antwort D Bei Leberzirrhose ist auf eine strenge eiweißfreie und kalorienarme Diät zu achten.

Antwort E Eine gefürchtete Folge der Leberzirrhose ist die hepatische Enzephalopathie.

13!

Antworten C und E sind richtig.

zu Antwort A

Die Leberzirrhose ist die Folge der chronischen Hepatitiden B und C, insbesondere bei gleichzeitigem Alkoholkonsum. Die Hepatitis A verläuft in der Regel akut und chronifiziert nicht, kann also auch keine Leberzirrhose zur Folge haben.

zu Antwort B

Die Leberzirrhose ist eine irreversible, narbige Umwandlung des Leberparenchyms und geht mit einem Funktionsverlust einher.

zu Antwort C

Die Ösophagusvarizenblutung ist eine Komplikation der Leberzirrhose, die ca. 30 % der Patienten betrifft.

zu Antwort D

Bei der Leberzirrhose ohne eine hepatische Enzephalopathie ist auf eine ausreichende Eiweißzufuhr und normokalorische Ernährung zu achten. Im Falle einer hepatischen Enzephalopathie reduziert sich der Eiweißanteil auf 0,5–0,8 g/kg KG.

zu Antwort E

Die hepatische Enzephalopathie entsteht durch mangelnde Entgiftungsleistung der Leber. Als Folge wird der Organismus mit toxischen Stoffen (wie z. B. Ammoniak, Phenolen oder γ-Aminobuttersäure) überschwemmt.

Ein Ihnen bekannter 58-jähriger Patient, der seit 8 Jahren an einem insulinpflichtigen Diabetes mellitus leidet, wird in Ihrer Praxis bewusstlos. Die Kreislaufparameter sind stabil (Puls, Blutdruck).

14?

Wie handeln Sie bis zum Eintreffen des Notarztes korrekt?

Antwort A Ich flöße ihm ein zuckerhaltiges Getränk (z. B. Limonade oder Fruchtsaft) ein.

Antwort B Falls eine sofortige Blutzuckermessung nicht möglich ist, verabreiche ich ihm Glukose i. v.

Antwort C Falls eine sofortige Blutzuckermessung nicht möglich ist, verabreiche ich ihm Insulin.

Antwort D Ich messe den Blutzuckerspiegel, veranlasse aber bis zum Eintreffen des Notarztes keine weiteren Maßnahmen.

Antwort E Ich lagere ihn in der Kopf-Tieflage und kontrolliere Puls und Blutdruck alle 5 Minuten.

14!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Eine perorale Gabe von Getränken ist bei bewusstlosen Personen absolut kontraindiziert. Die Patienten verfügen über keinerlei Schutzreflexe und die Wahrscheinlichkeit der Aspiration ist sehr hoch.

zu Antwort B

Für den Fall, dass eine Blutzuckermessung nicht möglich ist, bekommt der Patient eine Glukoselösung intravenös appliziert.

zu Antwort C

Für den Fall, dass eine Blutzuckermessung nicht möglich ist, darf der Patient unter gar keinen Umständen Insulin erhalten. Falls sich der Patient im Zustand der Hypoglykämie befindet und noch zusätzlich Insulin appliziert bekommt, sinken die Serumglukosewerte noch weiter und somit auch die Überlebenswahrscheinlichkeit.

zu Antwort D

Im Fall einer Hyperglykämie sollte der Patient eine Ringerlaktat ® -Lösung i. v. erhalten. Im Fall der Hypoglykämie eine Glukoselösung.

zu Antwort E

Bewusstlose Patienten werden nicht in eine Kopf-Tief-Lage, sondern in die stabile Seitenlage gebracht.

15?

Welche Aussage trifft zu?

Ursache für ein postrenales Nierenversagen kann sein:

Antwort A Hämolytisches-urämisches Syndrom (HUS)

Antwort B Akute Glomerulonephritis

Antwort C i. v. Gabe eines Röntgenkontrastmittels

Antwort D Septischer Schock

Antwort E Prostataadenom

15!

Antwort E ist richtig.

zu Antwort A

Das HUS kann die Ursache eines intrarenalen Nierenversagens sein.

zu Antwort B

Die Glomerulonephritis kann ein intrarenales Nierenversagen hervorrufen.

zu Antwort C

Die Gabe von Röntgenkontrastmitteln kann die Ursache eines intrarenalen Nierenversagens sein.

zu Antwort D

Der septische Schock geht mit Abnahme des systemischen Volumens einher, ist also Ursache des prärenalen Nierenversagens.

zu Antwort E

Das Prostataadenom kann je nach Größe zur Obstruktion in den ableitenden Harnwegen führen und damit zum postrenalen Nierenversagen.

16?

Welche der folgenden Aussagen zur Mukoviszidose (zystische Fibrose) treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort A Die Krankheitszeichen treten nur im Bereich der Atmungsorgane auf.

Antwort B Die Lebenserwartung der Patienten ist deutlich eingeschränkt.

Antwort C Ist in einer Familie ein Kind an Mukoviszidose erkrankt, ist das Erkrankungsrisiko für ein weiteres Kind nicht erhöht.

Antwort D Bei Mukoviszidose produzieren die exokrinen Drüsen ein abnorm zähes Sekret.

Antwort E Bösartige Neubildungen sind bei dieser Erkrankung entscheidend für die Prognose.

16!

Antworten B und D sind richtig.

zu Antwort A

Bei der Mukoviszidose sind alle exokrinen Organe betroffen, wobei die Lungensymptome im Vordergrund stehen. Leitsymptom ist die Bildung von zähem Schleim, der schwer spontan abhustbar ist und zur rezidivierenden Pneumonien führt. Die Komplikation ist eine Emphysembildung und Cor pulmonale.

zu Antwort B

Die Lebenserwartung ist eingeschränkt. Die meisten Mukoviszidosepatienten erreichen das Erwachsenenalter, die Prognose hängt maßgeblich von der kardiopulmonalen Situation ab.

zu Antwort C

Wenn in einer Familie ein Mitglied an Mukoviszidose erkrankt, ist davon auszugehen, dass beide Eltern Konduktoren (Überträger der Krankheit, aber selber nicht krank) sind. Das Erkrankungsrisiko für die weiteren Kinder beträgt 25 %. Die Wahrscheinlichkeit ein gesundes Kind zu bekommen liegt ebenfalls bei 25 %.

zu Antwort D

Die exokrinen Drüsen produzieren ein abnorm zähes Sekret.

zu Antwort E

Nicht bösartige Erkrankungen, sondern die pulmonale Situation ist lebenslimitierend.

17?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Blut im Auswurf kann verursacht sein durch ein/eine

  • 1.

    Bronchialkarzinom

  • 2.

    Lungenembolie

  • 3.

    Lungenabszess

  • 4.

    Bronchiektasie

  • 5.

    Interkostalneuralgie

Antwort A Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen sind richtig.

17!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Blutiges Sputum kann ein Hinweis auf ein Bronchialkarzinom sein und muss dahingehend untersucht werden.

zu Antwort B

Im Rahmen der Lungenembolie kann das Sputum blutig sein.

zu Antwort C

Bei Lungenabszessen kann das Sputum blutig sein.

zu Antwort D

Bei Bronchiektasen kann es blutige Beimengungen geben. Der typische Auswurf bei den Bronchiektasen ist „dreischichtig“ und besteht aus Eiter, Schleim und Schaum.

zu Antwort E

Die Interkostalneuralgie kann heftige Thoraxschmerzen hervorrufen, blutiges Sputum ist allerdings kein Symptom.

18?

Welche der folgenden Körperstellen werden von einer Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte) bevorzugt befallen?

  • 1.

    Streckseiten der Knie

  • 2.

    Streckseiten der Ellenbogen

  • 3.

    Beugeseiten der Knie

  • 4.

    Beugeseiten der Ellenbogen

  • 5.

    Behaarte Kopfhaut

Antwort A Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.

Antwort E Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.

18!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Die Streckseiten der Knie sind typische Prädilektionsstellen der Psoriasis.

zu Antwort B

Die Streckseiten der Ellenbogen sind typische Prädilektionsstellen der Psoriasis.

zu Antwort C

Die Beugeseiten der Knie sind typische Prädilektionsstellen der Neurodermitis, nicht aber der Psoriasis.

zu Antwort D

Die Beugeseiten der Ellenbogen sind typische Prädilektionsstellen der Neurodermitis, nicht aber der Psoriasis.

zu Antwort E

Die behaarte Kopfhaut, insbesondere der okzipitale Haaransatz, ist eine typische Prädilektionsstelle der Psoriasis.

19?

Welche der Aussagen zur Proteinurie trifft zu?

Antwort A Proteinnachweis im Urin ist immer pathologisch.

Antwort B Eine Mikroalbuminurie weist auf ein nephrotisches Syndrom hin.

Antwort C Eine Proteinurie muss mit Erhöhung der Trinkmenge behandelt werden.

Antwort D Eine Mikroalbuminurie kann Folge einer langjährigen Hypertonie sein.

Antwort E Proteinnachweis im Urin während einer fieberhaften Erkrankung ist ein sicherer Hinweis auf eine behandlungsbedürftige Nierenerkrankung.

19!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Eine Proteinurie ist nicht immer pathologisch. Proteine können durch Ausfluss (Fluor) bei Frauen verursacht sein oder nach körperlicher Belastung v. a. bei jungen Männern (orthostatische Proteinurie) auftreten.

zu Antwort B

Eine Mikroalbuminurie ist definiert als eine Proteinausscheidung 30–300 mg/Tag und ist ein Hinweis auf eine beginnende diabetische oder hypertensive Nephropathie. Beim nephrotischen Syndrom ist das Protein mit >3 g/Tag sehr hoch.

zu Antwort C

Die Proteinurie muss nach Möglichkeit kausal behandelt werden.

zu Antwort D

Die Mikroalbuminurie ist definiert als eine Proteinausscheidung 30–300 mg/Tag und kann die Folge einer langjährigen Hypertonie sein.

zu Antwort E

Proteinnachweis im Urin während einer fieberhaften Erkrankung ist relativ häufig. Der Proteinnachweis im Urin nach Ausheilung der primären Erkrankung muss an eine immunologische Zweitreaktion am Glomerulum denken lassen, z. B. bei einer Poststreptokokken-GN.

20?

Welche der folgenden Situationen/Belastungen können typischerweise bei Asthmatikern Asthmaanfälle auslösen?

  • 1.

    Respiratorische Virusinfekte

  • 2.

    Birkenpollen

  • 3.

    Körperliche Anstrengung

  • 4.

    Acetylsalicylsäure (ASS)

  • 5.

    Kalte Luft

Antwort A Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen sind richtig.

20!

Antwort E ist richtig.

zu Antwort A

Respiratorische Virusinfekte können Auslöser eines Asthmaanfalls sein.

zu Antwort B

Birkenpollen oder auch andere Pollen können Asthmaanfälle hervorrufen.

zu Antwort C

Körperliche Anstrengung kann einen Asthmaanfall hervorrufen.

zu Antwort D

ASS – als Hemmer der Prostaglandinsynthese kann durchaus einen Asthmaanfall triggern („Aspirin-Asthma“). Durch die Drosselung der Prostaglandinsynthese werden vermehrt Leukotrine gebildet. Diese Substanzen haben eine starke bronchokonstriktorische Wirkung.

zu Antwort E

Kalte Luft kann Asthmaanfälle hervorrufen.

21?

Welche Aussage zur Lymphogranulomatose (M. Hodgkin) trifft zu?

Antwort A Sie ist eine gutartige Erkrankung der Lymphknoten.

Antwort B Sie wird in erster Linie operativ behandelt.

Antwort C Die Lymphogranulomatose ist infektiös.

Antwort D Sie wird radio- und/oder chemotherapeutisch behandelt.

Antwort E Sie heilt in der Regel durch körperliche Schonung aus.

21!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Der M. Hodgkin ist eine bösartige Erkrankung des Lymphsystems (B-Zellen). Histologisch sind Sternberg-Reed-Zellen und/oder Hodgkin-Zellen kennzeichnend. In den frühen Stadien der Erkrankung ist es noch eine lokale Lymphknotenerkrankung und wird mit der Progredienz zur systemischen Erkrankung.

zu Antwort B

Die Hodgkin-Erkrankung wird je nach Stadium der Erkrankung mit einer Radio- und/oder Chemotherapie behandelt.

zu Antwort C

Der M. Hodgkin ist eine neoplastische Erkrankung des Lymphsystems (B-Zellen).

zu Antwort D

Die Hodgkin-Erkrankung wird je nach Stadium der Erkrankung mit einer Radio- und/oder Chemotherapie behandelt.

zu Antwort E

Die Erkrankung heilt selbst unter körperlicher Schonung nicht aus.

22?

Welche Aussage trifft zu?

Beim Karpaltunnelsyndrom (CTS) kommt es zur Kompression des

Antwort A Nervus radialis

Antwort B Nervus ulnaris

Antwort C Nervus medianus

Antwort D Nervus fibularis

Antwort E Nervus femoralis

22!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Die Läsion des N. radialis kann u. a. Sensibilitätsstörungen im Bereich der ersten drei Finger auf der Dorsalseite der Hand hervorrufen und die „Fallhand“ durch Ausfall der Handgelenkstrecker.

zu Antwort B

Die Läsion des N. ulnaris führt u. a. zu Sensibilitätsstörungen volar und dorsal an den Fingern 4 und 5 und der „Krallenhand“.

zu Antwort C

Das CTS kommt zustande durch Kompression des N. medianus meist im Lig. carpi transversum. Die Symptome sind u. a. Parästhesien im Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger, besonders in der Nacht, die durch Händeschütteln gebessert werden, Atrophie der Daumenballen-Muskulatur und die Unfähigkeit zum kompletten Faustschluss („Schwurhand“).

zu Antwort D

Die Läsion des N. fibularis führt u. a. zum Sensibilitätsausfall im Bereich des Fußrückens und zum „Steppergang“, der sich aus dem Ausfall der Zehen- und Fußextensoren herleitet.

zu Antwort E

Bei Läsion des N. femoralis fallen alle Kniestrecker aus, der Patellarsehnenreflex ist erloschen. Eine Sensibilitätsstörung findet sich v. a. an der Vorderseite des Oberschenkels.

23?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Als Risikofaktoren für kolorektale Karzinome gelten:

  • 1.

    Adipositas

  • 2.

    Genetische Faktoren

  • 3.

    Langjährig chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

  • 4.

    Ballaststoffarme Kost

  • 5.

    Vitamin-C-reiche Kost

Antwort A Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 1, 2, 3, und 4 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen sind richtig.

23!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Die Adipositas ist ein Risikofaktor für die Entstehung der Kolonkarzinome.

zu Antwort B

Ein kleiner Teil der kolorektalen Karzinome ist auf genetische Erkrankungen, wie die familiäre Polyposis coli oder das Lynch-Syndrom, zurückzuführen.

zu Antwort C

Langjährig persistierende chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, insbesondere die Colitis ulcerosa sind ein Risikofaktor für die Entstehung des Kolonkarzinoms.

zu Antwort D

Ballaststoffarme Kost ist ein Risikofaktor des Kolonkarzinoms. Andere Risikofaktoren sind Alkohol- und Nikotinabusus, fettreiche und fleischreiche Ernährung.

zu Antwort E

Vitamin C-reiche Kost hat protektive Eigenschaften im Hinblick auf die Entstehung des Kolonkarzinoms. Andere protektive Faktoren für die Darmneubildungen sind u. a. ballaststoffreiche, fleischarme und fettarme Kost, Acetylsalicylsäure und regelmäßige körperliche Bewegung.

24?

Welche Aussage trifft zu?

Eine 27-jährige Patientin, von der Sie wissen, dass sie unter Bulimia nervosa leidet, berichtet Ihnen von gelegentlichem Herzstolpern sowie von einer Obstipationsneigung.

Sie vermuten eine/einen

Antwort A Hyperkaliämie

Antwort B Divertikulitis

Antwort C Endokarditis

Antwort D Hypokaliämie

Antwort E Herzneurose

24!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Die Hyperkaliämie geht u. a. mit Muskelfaszikulationen oder Muskelkrämpfen und Diarrhöen einher. Herzrhythmusstörungen können auftreten.

zu Antwort B

Die Symptome der Divertikulitis sind Schmerzen im linken Unterbauch, Fieber, Schüttelfrost und Stuhlunregelmäßigkeiten (Diarrhö, Obstipation, Blut im Stuhl).

zu Antwort C

Die Endokarditis hat bakterielle oder rheumatische Ursachen. Symptome sind schweres Krankheitsgefühl, Herzrhythmusstörungen und ein neu aufgetretenes Herzgeräusch.

zu Antwort D

Die Bulimie zählt zu den Essstörungen. Neben Brechattacken besteht häufig ein gleichzeitiger Laxanzien- und Diuretikaabusus, schädlicher Alkoholkonsum und Nikotinkonsum. Laxanzien und Diuretika erhöhen die Kaliumausscheidung über die Niere und über den Darm. Die Symptome der Hypokaliämie können sich als Herzrhythmusstörungen, Obstipation und Muskalparese darstellen.

zu Antwort E

Die Herzneurose ist eine Erkrankung ohne organischen Befund, die mit rezidivierenden thorakalen Schmerzen, Krankheitsgefühl, Tachykardien, Paniksymptomen, Schwitzen und Tremor einhergehen.

25?

Welche der folgenden Aussagen zum Mittelohr treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort A Das Mittelohr ist durch das Trommelfell vom äußeren Gehörgang abgegrenzt.

Antwort B Im Mittelohr liegt das Gleichgewichtsorgan.

Antwort C Das Mittelohr entspricht der Gehörschnecke.

Antwort D Im Mittelohr befinden sich drei Gehörknöchelchen.

Antwort E Bei Entzündungen des Mittelohrs kommt es in der Regel zu Schwindelgefühl.

25!

Antwort A und D sind richtig.

zu Antwort A

Das Mittelohr ist vom äußeren Gehörgang durch das Trommelfell getrennt.

zu Antwort B

Das Gleichgewichtsorgan liegt im Innenohr.

zu Antwort C

Das Mittelohr ist ein lufthaltiger Raum, der die drei Gehörknöchelchen beherbergt. Das Mittelohr dient der Schallleitung. Die Gehörschnecke ist ein Teil des Innenohrs und dient der Perzeption der akustischen Reize.

zu Antwort D

Im Mittelohr befinden sich drei Gehörknöchelchen, Hammer, Amboss und Steigbügel. Der Hammergriff ist im Trommelfell eingelassen, die Steigbügelplatte ist mit dem ovalen Fenster verbunden. Die Gehörknöchelchen sind miteinander gelenkig verbunden. Sie dienen der Schallweiterleitung.

zu Antwort E

Innenohrprozesse gehen häufig mit (rotatorischem) Schwindel einher. Entzündungen des Mittelohrs kommen häufig bei Kindern vor und verursachen hohes Fieber mit Schüttelfrost, Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen und eine Schallleitungsschwerhörigkeit. Das Trommelfell ist entzündlich verändert. Im Blut sind Zeichen systemischer Infektion nachweisbar, wie eine Leukozytose, CRP-Erhöhung und auch eine BSG Erhöhung.

26?

Welche Aussage zum sog. Fibromyalgiesyndrom (FMS) trifft zu?

Antwort A Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen.

Antwort B Der Erkrankungsbeginn liegt meist im Grundschulalter.

Antwort C Als Ursache wird eine Gluten-Unverträglichkeit angenommen.

Antwort D Die Laborwerte BKS und Rheumafaktoren sind typischerweise nicht erhöht bzw. nicht nachweisbar.

Antwort E Therapeutisch wird eine dauerhafte, niedrig dosierte Medikation mit Cortison als Basistherapie empfohlen.

26!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Frauen leiden deutlich häufiger an Fibromyalgie als Männer.

zu Antwort B

Der Erkrankungsbeginn liegt zwischen dem 30.–60. Lebensjahr.

zu Antwort C

Die Ursachen der Fibromyalgie sind unklar. Eine genetische und psychosoziale Komponente wird vermutet, ferner findet sich eine Häufung bei rheumatischen Erkrankungen.

zu Antwort D

Die Fibromyalgie ist gekennzeichnet durch Schmerzen, die an bestimmten Körperpunkten (Sehnenansätzen) getriggert werden können. Begleitend zu den Schmerzen können eine depressive Verstimmung, Tremor, funktionelle Herzbeschwerden oder Atembeschwerden und Schlaflosigkeit auftreten. Die laborchemischen und apparativen Untersuchungen sind ohne Befund.

zu Antwort E

Therapeutisch wird eine Kombination aus Allgemeinmaßnahmen und medikamentöser Therapie (Schmerzmittel und/oder Antidepressiva) angestrebt. Niedrig dosierte Kortisonpräparate werden nicht empfohlen.

27?

Für welche Substanzgruppe bei Medikamenten ist Reizhusten eine häufig (in etwa 5–10 % der Fälle) beschriebene Nebenwirkung?

Antwort A Morphine

Antwort B ACE-Hemmer (Hemmstoffe der Angiotensin-converting-Enzyme)

Antwort C Antiepileptika

Antwort D Diuretika

Antwort E Schmerzmittel vom Typ NSAR (Nicht-steroidale Antirheumatika)

27!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Morphine haben eine hustenstillende Wirkung. Nebenwirkungen der Morphine sind u. a. Sedierung, Obstipation, Übelkeit, Hypotonie, Atemdepression und Toleranzentwicklung.

zu Antwort B

ACE-Hemmer werden v. a. in der Behandlung der Hypertonie und der Herzinsuffizienz eingesetzt. Die wichtigste Nebenwirkung ist der Reizhusten, der bei 5–10 % der Patienten auftritt, gefolgt von Kopfschmerzen, Schwindel, Hyperkaliämie, Übelkeit und Erbrechen.

zu Antwort C

Antiepileptika (Antikonvulsiva) sind eine heterogene Gruppe von Stoffen mit sedierender Wirkung. Gängige NW sind Schwindel, Ataxie, Allergien, Erbrechen.

zu Antwort D

Diuretika sind eine heterogene Substanzgruppe. Sie erhöhen die Harnmenge und führen zu einem erhöhten Verlust an Elektrolyten (Kalium und Natrium). Diuretika werden bei Nieren- und Herzerkrankungen und Hypertonie eingesetzt.

zu Antwort E

Schmerzmittel vom NSAR-Typ können als NW Magenulzera (insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Glukokortikoiden), allergische Reaktionen, Wasserretention, Kopfschmerzen und Schwindel hervorrufen.

28?

Welche der folgenden Infektionskrankheiten wird (werden) in der Regel auf dem Blutweg oder durch Geschlechtsverkehr übertragen?

  • 1.

    Gelbfieber

  • 2.

    Hepatitis B

  • 3.

    Salmonellose

  • 4.

    AIDS

  • 5.

    Norovirus-Infektion

Antwort A Nur die Aussage 4 ist richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.

Antwort E Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

28!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Gelbfieber wird über Vektoren (Aedes egypti-Mücke) übertragen.

zu Antwort B

Die Hepatitis B ist sexuell und über Blut und Blutprodukte übertragbar.

zu Antwort C

Die Salmonellose wird über kontaminierte Lebensmittel, v. a. über nicht genügend erhitzte Eier, Eierprodukte und Fleisch übertragen.

zu Antwort D

AIDS (acquired immunodeficiency virus) wird v. a. sexuell und über Blut und Blutprodukte übertragen.

zu Antwort E

Noroviren werden fäkal-oral und auch, wenn auch seltener, über Tröpfchen übertragen.

29?

Welche Aussage trifft zu?

Ein 48-jähriger Patient klagt über gehäufte Kopfschmerzen und gelegentliches Nasenbluten. Im Urinstreifentest sei Eiweiß in Spuren nachgewiesen worden.

Sie vermuten am ehesten ein/eine/einen

Antwort A Nierenzyste

Antwort B Akutes Nierenversagen

Antwort C Arterielle Hypertonie

Antwort D Nephrotisches Syndrom

Antwort E Harnwegsinfekt

29!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Nierenzysten können einzeln, multipel oder beidseitig vorkommen. Meist sind die Zysten asymptomatisch (Zufallsbefunde). Große Zysten können Kompressionserscheinungen zeigen und äußern sich z. B. als Bauch- oder Rückenschmerzen.

zu Antwort B

Das akute Nierenversagen ist definiert als ein rascher Funktionsverlust der Niere. Leitsymptome sind Anurie, Hypertonie, Ödeme und Anstieg der harnpflichtigen Substanzen.

zu Antwort C

Die Hypertonie kann mit (okzipitalen) Kopfschmerzen, v. a. am Morgen und Nasenbluten einhergehen. Folgeerscheinung ist die hypertensive Nephropathie. Das wichtigste Frühsymptom ist die Mikroalbuminurie, die als Proteinausscheidung von 30–300 mg/Tag definiert ist.

zu Antwort D

Leitsymptome des nephrotischen Syndroms sind ausgeprägte Proteinurie von >3,5 g/Tag, Hypoproteinämie, Ödementwicklung und die Hyperlipoproteinämie.

zu Antwort E

Harnwegsinfekte sind meist durch eine aufsteigende (aszendierende) Infektion bedingt. Der häufigste Erreger sind E. coli oder Enterokokken. Leitsymptome sind u. a. Dysurie, Pollakisurie, Algurie und blutiger Urin.

30?

Welche Aussage zur Schizophrenie trifft zu?

Antwort A Der Krankheitsbeginn ist meist nach dem 40. Lebensjahr.

Antwort B Die Prognose der Erkrankung ist bei schleichendem Beginn besser als bei akut einsetzenden psychotischen Symptomen.

Antwort C Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an Schizophrenie zu erkranken, liegt bei 1 %.

Antwort D Männer erkranken in einem deutlich späteren Alter als Frauen.

Antwort E Der Verwandtschaftsgrad zu einem an Schizophrenie-Erkrankten spielt für das Erkrankungsrisiko keine Rolle.

30!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Der Krankheitsbeginn bei der Schizophrenie liegt in den meisten Fällen vor dem Erreichen des 30. Lebensjahres.

zu Antwort B

Die Prognose der Schizophrenie ist bei schleichendem Beginn schlechter als bei akut einsetzenden psychotischen Symptomen.

zu Antwort C

Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an Schizophrenie zu erkranken, liegt bei 1 % (Lebenszeitprävalenz).

zu Antwort D

Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen, wobei Männer um das 20. Lebensjahr erkranken, Frauen um das 25. Lebensjahr.

zu Antwort E

Das Risiko an Schizophrenie zu erkranken bei positiver Familienanamnese ist deutlich höher. Bei Angehörigen 1. Grades liegt die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung bei ca. 10 %. Bei Verwandten 2. Grades halbiert sich das Risiko.

31?

Welche Aussage trifft zu?

Ein bisher gesunder 26-jähriger Mann sucht Sie in Ihrer Praxis wegen Übelkeit und Brechreiz sowie einem leichten Druckgefühl im Oberbauch auf. Es fällt eine Gelbfärbung der Haut und der Skleren auf. Auf Nachfrage berichtet er von einem Türkei-Urlaub vor vier Wochen.

Sie vermuten am ehesten ein/eine

Antwort A Akute Cholezystitis

Antwort B Akute Hepatitis A

Antwort C Gallengangkarzinom

Antwort D Akute Hepatitis B

Antwort E Malaria

31!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Die Cholezystitis ist eine Entzündung der Gallenblase. Die Symptome sind Fieber, OB-Schmerzen, Ikterus, Unverträglichkeiten von z. B. Kaffee, gebratenen oder fetten Speisen. Das Murphy-Zeichen ist positiv.

zu Antwort B

Die Hepatitis A hat eine Inkubationszeit von ca. 2–6 Wochen, das Virus wird über kontaminierte Lebensmittel übertragen. Im Mittelmeerraum ist die Erkrankung endemisch. Die Symptome sind grippale Symptome, die von gastrointestinalen (Übelkeit, Appetitlosigkeit) und hepatischen Symptomen (Druck im rechten Oberbauch, Ikterus) ergänzt werden.

zu Antwort C

Gallengangkarzinome gehen u. a. mit Ikterus, Oberbauchschmerzen, Übelkeit und B-Symptomen einher und betreffen v. a. ältere Patienten. Die Gallenblase kann vergrößert und prall-elastisch tastbar (pos. Courvoisier-Zeichen) sein.

zu Antwort D

Die akute Hepatitis B ist wegen der Inkubationszeit von ca. 2–6 Monaten äußerst unwahrscheinlich.

zu Antwort E

Die Malaria ist unwahrscheinlich. Die Türkei zählt nicht zu den Malariagebieten.

32?

Welche der folgenden Aussagen zur hypertensiven Krise treffen zu?

  • 1.

    Bei einer hypertensiven Krise sollte der Blutdruck möglichst schnell auf Werte unter 150/95 mmHg gesenkt werden.

  • 2.

    Ein diastolischer Blutdruck von ständig über 120 mmHg wird als hypertensive Krise bezeichnet.

  • 3.

    Im Rahmen einer hypertensiven Krise kann Nasenbluten auftreten.

  • 4.

    Eine hypertensive Krise kann durch ein Phäochromozytom ausgelöst werden.

  • 5.

    Eine mögliche Komplikation der hypertensiven Krise ist das Auftreten eines Lungenödems.

Antwort A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen sind richtig.

32!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Die hypertensive Krise ist definiert als ein Blutdruckanstieg von > 230 systolisch und > 130 diastolisch ohne einen Endorganschaden. Der Blutdruck sollte bei der hypertensiven Krise langsam gesenkt werden, um eine Organischämie zu vermeiden.

zu Antwort B

Blutdruckwerte von >120 diastolisch werden unter der malignen Hypertonie subsumiert.

zu Antwort C

Im Rahmen der hypertensiven Krise kann Nasenbluten auftreten. Andere Symptome können u. a. (okzipitale) Kopfschmerzen, Tinnitus oder Nervosität sein.

zu Antwort D

Eine hypertensive Krise kann durch ein Phäochromozytom ausgelöst werden. Ein Phäochromozytom ist ein Katecholamin produzierender Tumor, der durch die Hormonwirkung (Adrenalin und Noradrenalin) eine Dauerhypertonie oder Hochdruckkrisen auslösen kann.

zu Antwort E

Die Komplikation der hypertensiven Krise kann u. a. eine akute Linksherzinsuffizienz sein, die mit einem Lungenödem, Gehirnblutung, Angina pectoris oder Herzinfarkt einhergeht.

33?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Typische Symptome einer Influenza sind:

  • 1.

    Fieber über 38,5 °C

  • 2.

    Trockener Husten

  • 3.

    Tastbare Milzvergrößerung

  • 4.

    Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen

  • 5.

    Neigung zu Kreislaufhypotonie

Antwort A Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen sind richtig.

33!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Fieber über 38,5 °C und starkes Krankheitsgefühl sind typische Symptome der Influenza.

zu Antwort B

Trockener Husten ist ein typisches Symptom der Influenza.

zu Antwort C

Tastbare Milzschwellung ist kein typisches Symptom der Influenza. Eine Milzschwellung ist eher typisch u. a. für die infektiöse Mononukleose oder andere Infektionskrankheiten wie Typhus abdominalis oder Malaria.

zu Antwort D

Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen sind typische Symptome der Influenza.

zu Antwort E

Eine Neigung zur Kreislaufhypotonie ist ebenfalls typisch für die Influenza. Komplikationen sind v. a. sekundäre bakterielle Infektion und Myokarditis.

34?

Welche der folgenden Parameter kann man mit dem üblichen Streifen-Schnelltest (z. B. Combur-test ® ) im Urin bestimmen?

  • 1.

    Kreatinin

  • 2.

    Leukozyten

  • 3.

    Nitrit

  • 4.

    Glukose

  • 5.

    Harnstoff

Antwort A Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

Antwort E Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.

34!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Kreatinin kann im Teststreifen nicht bestimmt werden. Kreatininspiegel erfasst man aus dem Blut oder im Rahmen der Kreatinin-Clearance aus dem 24 h-Sammelurin.

zu Antwort B

Leukozyten können mit dem Streifentest untersucht werden. Positive Befunde finden sich v. a. bei bakteriellen Erkrankungen der ableitenden Harnwege wie z. B. bei der Zystitis oder Pyelonephritis.

zu Antwort C

Nitrit kann mit dem Streifentest bestimmt werden. Positive Befunde sprechen für Infektionen der ableitenden Harnwege mit nitritbildenden Bakterien wie z. B. E. coli. Negative Nitritbefunde schließen allerdings eine Infektion der ableitenden Wege nicht aus.

zu Antwort D

Die Glukose kann mit dem Teststreifen im Urin untersucht werden. Positive Befunde finden sich im Rahmen des Diabetes mellitus, wobei die Nierenschwelle einer gesunden Niere bei 160–180 mg/dl liegt.

zu Antwort E

Harnstoff ist ein Abbauprodukt des Aminosäurestoffwechsels. Er wird über die Nieren ausgeschieden, kann aber im Streifentest nicht bestimmt werden.

35?

Welche der folgenden anatomischen „Höhlen“ rechnet man den Nasennebenhöhlen zu?

  • 1.

    Paukenhöhle

  • 2.

    Kieferhöhle

  • 3.

    Stirnhöhle

  • 4.

    Keilbeinhöhle

  • 5.

    Augenhöhle

Antwort A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort E Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

35!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Die Paukenhöhle zählt zum Mittelohr und beherbergt die Gehörknöchelchenkette, bestehend aus Hammer, Amboss und Steigbügel.

zu Antwort B

Die Kieferhöhle (Sinus maxillaris) zählt zu den Nasennebenhöhlen.

zu Antwort C

Die Stirnhöhle (Sinus frontalis) zählt zu den Nasennebenhöhlen.

zu Antwort D

Die Keilbeinhöhle (Sinus sphenoidalis) zählt zu den Nasennebenhöhlen.

zu Antwort E

Die Augenhöhle (Orbita) zählt nicht zu den Nasennebenhöhlen. Die Orbita beherbergt das Auge, retroorbitales Fettgewebe, die okulomotorischen Muskeln und Nerven und den Nervus opticus.

36?

Was gehört zum Großhirn?

Antwort A Hirnanhangsdrüse (Hypophyse)

Antwort B Hypothalamus

Antwort C Brücke (Pons)

Antwort D Zirbeldrüse (Epiphyse)

Antwort E Schläfenlappen (Lobus temporalis)

36!

Antwort E ist richtig.

zu Antwort A

Die Hypophyse ist ein Teil des Zwischenhirns.

zu Antwort B

Der Hypothalamus ist ein Teil des Zwischenhirns.

zu Antwort C

Die Epiphyse ist ein Teil des Zwischenhirns.

zu Antwort D

Der Pons ist ein Teil des Stammhirns.

zu Antwort E

Der Stirnlappen ist ein Teil des Großhirns, der u. a. das motorische Zentrum darstellt. Andere Anteile des Großhirns sind der Parietallappen (sensibles Zentrum), Temporallappen (Hörzentrum) und Okzipitallapppen (Sehzentrum).

37?

Welche der folgenden Aussagen zum REM-Schlaf (REM = rapid eye movement) treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort A Beim Erwachsenen nimmt der REM-Schlaf etwa 90 % des Schlafes ein.

Antwort B Der REM-Schlaf ist die traumlose Phase des Schlafes.

Antwort C Eine Störung der REM-Phase vermindert den Erholungswert des Schlafes.

Antwort D Der REM-Schlaf fehlt beim gesunden Erwachsenen.

Antwort E Im REM-Schlaf werden Puls und Atmung schneller.

37!

Antworten C und E sind richtig.

zu Antwort A

Der REM-Schlaf nimmt beim Erwachsenen ca. 20–25 % des Schlafes ein.

zu Antwort B

In der Phase des REM-Schlafs träumt der Mensch am meisten.

zu Antwort C

Eine Störung der REM-Phase vermindert den Erholungswert des Schlafes.

zu Antwort D

Der REM-Schlaf oder auch paradoxer Schlaf fehlt bei Erwachsenen nicht und macht ca. 20–25 % der gesamten Schlafdauer aus.

zu Antwort E

Im REM-Schlaf werden Puls und Atmung schneller. Die Augenbewegungen werden schneller, der Muskeltonus erschlafft. Der gesamte Gehirnstoffwechsel nimmt in dieser Phase zu.

38?

Welche der folgenden Aussagen zur glutensensitiven Enteropathie (einheimische Sprue) trifft (treffen) zu?

  • 1.

    Es handelt sich um eine Erkrankung, die bevorzugt bei alten Menschen auftritt.

  • 2.

    Es besteht primär eine Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker

  • 3.

    Geeignete Lebensmittel sind Vollkornprodukte

  • 4.

    Klinische Symptome sind Schmerzen in den Fingergrund- und Mittelgelenken.

  • 5.

    Unter glutenfreier Diät kommt es zur Besserung der Symptome.

Antwort A Nur die Aussage 5 ist richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort E Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

38!

Antwort A ist richtig.

zu Antwort A

Die einheimische Sprue manifestiert sich am häufigsten im Säuglingsalter und zwischen dem 30.–40. Lebensjahr.

zu Antwort B

Bei der einheimischen Sprue besteht primär eine Unverträglichkeit gegenüber dem Gliadin (Glutenprotein). Eine sekundäre Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker (Laktoseunverträglichkeit durch ein Laktasemangel) kann vorhanden sein.

zu Antwort C

Vollkornprodukte sind keine geeigneten Lebensmittel, weil sie in der Regel glutenhaltig sind.

zu Antwort D

Leitsymptome der Sprue sind Durchfälle, Gewichtsabnahme, Blähungen, voluminöse Stühle. Mangelerscheinungen, z. B. in Form von Eisenmangelanämie, Osteoporose und bei Säuglingen und Kleinkindern eine Gedeihstörung, können auftreten.

Schmerzhafte Grund- und Mittelgelenke sind typische Symptome der rheumatoiden Arthritis.

zu Antwort E

Unter einer Glutenkarenz bessern sich die Symptome. Glutenhaltig sind v. a. Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Grünkern und Kamut. Glutenfreie Produkte sind Reis, Mais, Kartoffeln, Hirse, Buchweizen, Soja.

39?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Mögliche Auslöser eines epileptischen Anfalls sind:

  • 1.

    Alkoholentzug

  • 2.

    Schlafentzug

  • 3.

    Hypoglykämie

  • 4.

    Alkoholexzesse

  • 5.

    Flackerlicht

Antwort A Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 1, 3, und 5 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen sind richtig.

39!

Antwort E ist richtig.

zu Antwort A

Alkoholentzug kann epileptische Anfälle auslösen.

zu Antwort B

Schlafentzug zählt zu den Auslösern von epileptischen Anfällen.

zu Antwort C

Hypoglykämien können epileptische Anfälle auslösen.

zu Antwort D

Alkoholexzesse können epileptische Anfälle auslösen.

zu Antwort E

Flackerlicht kann Auslöser von epileptischen Anfällen sein.

40?

Welche der folgenden Vitamine zählen zu den fettlöslichen Vitaminen?

  • 1.

    Vitamin A

  • 2.

    Vitamin B 12

  • 3.

    Vitamin C

  • 4.

    Vitamin D

  • 5.

    Vitamin E

Antwort A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.

Antwort E Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.

40!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Das Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin und wird über pflanzliche Nahrungsmittel als Provitamin A zugeführt oder aus tierischen Nahrungsmitteln aufgenommen. Es ist am Skelett- und Epithelwachstum beteiligt und unabdingbar für den Sehvorgang.

zu Antwort B

Das Vitamin B 12 ist ein wasserlösliches Vitamin und wird für die Teilung der kernhaltigen Zellen benötigt. Die Resorption im terminalen Ileum ist an die Anwesenheit des Intrinsic Faktors gebunden, der in den Belegzellen des Magens gebildet wird.

zu Antwort C

Das Vitamin C ist ein wasserlösliches Vitamin. Die Ascorbinsäure wird im Körper u. a. für die Kollagenbiosynthese und die Eisenresorption benötigt.

zu Antwort D

Das Vitamin D zählt zu den fettlöslichen Vitaminen und ist essenziell für die Knochenmineralisierung. Das Vitamin D kann vom Körper selbst hergestellt werden oder wird über tierische Nahrungsmittel zugeführt.

zu Antwort E

Das Vitamin E zählt zu den fettlöslichen Vitaminen und hat starke antioxidative Wirkungen.

41?

Die Krankheitszeichen eines 2-jährigen Kindes lassen auf einen Pseudokrupp schließen.

Welche Maßnahmen sind in der Regel indiziert?

  • 1.

    Beruhigung des Kindes durch einen Elternteil

  • 2.

    Kühle, feuchte Luft z. B. durch Öffnen des Fensters

  • 3.

    Gabe eines Antibiotikums

  • 4.

    Sofortige Intubation

  • 5.

    Gabe von Glukokortikoiden (je nach Ausprägung und Verlauf)

Antwort A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

Antwort E Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.

41!

Antwort B ist richtig.

Die Ursache des Pseudokrupps ist meist viral oder allergisch bedingt. Typischerweise sind Kinder im Alter zwischen dem 1. und dem 3. Jahr betroffen. Die typischen Symptome sind ein nächtlicher bellender Husten, Heiserkeit und ein inspiratorischer Stridor. Die Temperatur kann mäßig erhöht sein, Rezidive sind häufig.

zu Antwort A

Zu den ersten Maßnahmen zählen die Beruhigung der kleinen Patienten und der Eltern.

zu Antwort B

Kühle, feuchte Luft ist indiziert und begünstigt die Abschwellung des subglottischen Raums.

zu Antwort C

Der Pseudokrupp wird meist durch Allergene oder virale Infekte hervorgerufen. Eine antibiotische Gabe ist weder wirksam noch indiziert.

zu Antwort D

Die Atemwege sind beim Pseudokrupp in der Regel nicht massiv verengt, sodass eine sofortige Intubation beim Pseudokrupp meist nicht indiziert ist.

zu Antwort E

Die Gabe von Glukokortikoiden kann indiziert sein. Glukokortikoide haben eine abschwellende Wirkung auch im subglottischen Raum, die Symptome gehen dann rasch zurück.

42?

Ein Patient kommt mit einer Hautrötung am linken Unterschenkel in Ihre Sprechstunde. Der Hautbezirk reicht vom Knöchel bis knapp unterhalb des Knies. Er hat Fieber (39,2 °C).

Sie stellen die Verdachtsdiagnose Erysipel (Wundrose) aufgrund folgender Befunde:

  • 1.

    Der Patient klagt über allgemeine Schwäche.

  • 2.

    Der betroffene Hautbezirk ist überwärmt.

  • 3.

    Die Berührung ist auffallend schmerzlos.

  • 4.

    Die Rötung ist scharf begrenzt.

  • 5.

    Die Rötung ist unscharf begrenzt.

Antwort A Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort E Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

42!

Antwort A ist richtig.

zu Antwort A

Typisch für das Erysipel sind systemische Entzündungszeichen wie Fieber mit Schüttelfrost, ausgeprägtes Krankheitsgefühl, Lymphknotenschwellung. Im Serum sind erhöhte Entzündungsparameter (Leukozytose, BSG-Erhöhung, CRP-Erhöhung) nachweisbar. Gelegentlich kann eine Blasenbildung auftreten oder eine Nekrose des betroffenen Gewebes.

zu Antwort B

Der betroffene Hautbezirk ist überwärmt, stark gerötet und sehr schmerzhaft.

zu Antwort C

Berührung oder Druck an den entzündeten Stellen ist extrem schmerzhaft.

zu Antwort D

Die Rötung ist scharf begrenzt, leicht erhaben und zeigt häufig zungenförmige Ausläufer.

zu Antwort E

Die Rötung ist scharf begrenzt, leicht erhaben und zeigt häufig zungenförmige Ausläufer.

43?

Welche Aussage zur Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) trifft zu?

Antwort A Die Hauterscheinungen sind bereits bei der Geburt deutlich sichtbar.

Antwort B Bei Patienten mit Vitiligo ist das Hautkrebsrisiko vermindert.

Antwort C Die nicht pigmentierten weißen Hautareale sind besonders schmerzempfindlich.

Antwort D Die Hauterscheinungen treten meist erst nach dem 70. Lebensjahr auf.

Antwort E Bereits sehr kurze intensive Sonnenbestrahlungen (etwa 10 Minuten) können an den weißen Hautstellen heftige Sonnenbrände auslösen.

43!

Antwort E ist richtig.

zu Antwort A

Die Vitiligo ist durch depigmentierte scharf begrenzte Hautherde gekennzeichnet, die im jugendlichen und jungen Erwachsenenalter auftreten.

zu Antwort B

Bei Patienten mit Vitiligo ist das Hautkrebsrisiko erhöht.

zu Antwort C

Die depigmentierten Hautareale sind nicht besonders schmerzempfindlich, es zeigt sich sogar eine herabgesetzte Empfindlichkeit gegen Schmerz (Hypästhesie).

zu Antwort D

Die Hauterscheinungen treten am häufigsten zwischen dem 10.–30. Lebensjahr auf. Die Prädilektionsstellen sind Hände, Gesicht, Kopfhaut und der Genitalbereich. Die Erkrankung ist auf eine autoimmune Zerstörung der Melanozyten zurückzuführen. Eine genetische Häufung ist vorhanden.

zu Antwort E

Die depigmentierten Hautareale sind extrem sonnenempfindlich. Kurze (minutenlange), intensive Sonnenbestrahlungen können heftige Sonnenbrände auslösen.

44?

Welche Aussage trifft zu?

Ein BMI (Body-Mass-Index) von 23 kg/m 2 bei einem erwachsenen Mann spricht für:

Antwort A Extremes Untergewicht

Antwort B Leichtes Untergewicht

Antwort C Normalgewicht

Antwort D Leichtes Übergewicht

Antwort E Extremes Übergewicht

44!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Ein BMI (Body-Mass-Index) von 23 kg/m 2 bei einem erwachsenen Mann liegt in der Norm. Zwischen 18,5–24,9 kg/m 2 spricht man von Normalgewichtigkeit, Werte kleiner 16 kg/m 2 sprechen für extremes Untergewicht.

zu Antwort B

Ein BMI (Body-Mass-Index) von 23 kg/m 2 bei einem erwachsenen Mann liegt in der Norm. Zwischen 18,5–24,9 kg/m 2 spricht man von Normalgewichtigkeit, zwischen <18,5 und >17 kg/m 2 von leichtem Untergewicht. Werte zwischen 16–17 kg/m 2 sprechen für mäßiges Untergewicht.

zu Antwort C

Ein BMI (Body-Mass-Index) von 23 kg/m 2 bei einem erwachsenen Mann liegt in der Norm. Die Werte der Normalgewichtigkeit liegen zwischen 18,5–24,9 kg/m 2 .

zu Antwort D

Ein BMI (Body-Mass-Index) von 23 kg/m 2 bei einem erwachsenen Mann liegt in der Norm. Werte zwischen 25–29 sprechen für ein leichtes bis mäßiges Übergewicht, ab 30 kg/m 2 spricht man von der Adipositas.

zu Antwort E

Ein BMI (Body-Mass-Index) von 23 kg/m 2 bei einem erwachsenen Mann liegt in der Norm. Werte von über 40 kg/m 2 sprechen für ein extremes Übergewicht.

Bei der körperlichen Untersuchung eines Patienten fallen Ihnen „Gefäßspinnen“ (Naevus araneus, Spider naevi) der Haut, überwiegend im Bereich des Oberkörpers und des Gesichtes auf. Außerdem beobachten Sie eine Hautrötung der Handinnenfläche und der Fußsohle (Palmar- und Plantarerythem).

45?

Auf welche Erkrankungsart weisen diese zunächst hin?

Antwort A Nierenerkrankung

Antwort B Herzerkrankung

Antwort C Lungenerkrankung

Antwort D Lebererkrankung

Antwort E Neurologische Erkrankung

45!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Nierenerkrankungen können u. a. mit Juckreiz, Kratzspuren, blasser Haut, Ödemen und einem Foetor urämicus einhergehen. Spider naevi, Palmar- und Plantarerythem sind für eine Nierenerkrankung nicht typisch, sie sind Kennzeichen der Leberkrankheiten.

zu Antwort B

Herzerkrankungen können u. a. mit Zyanose, Mitralbäckchen einhergehen.

zu Antwort C

Lungenerkrankungen können u. a. mit Zyanose, Dyspnoe, Auswurf einhergehen.

zu Antwort D

Spider naevi, Palmar- und Plantarerythem sind typische Zeichen einer Lebererkrankung. Andere Leberhautzeichen sind Lacklippen, Lackzunge, Geldscheinhaut (Hautatrophie), Teleangiektasien, Juckreiz. Uhrglasnägel können auftreten, sind aber für die Leberzirrhose nicht spezifisch, ebenso eine Dupuytren-Kontraktur.

zu Antwort E

Neurologische Erkrankungen können u. a. mit sensiblen, motorischen Defiziten, Gleichgewichtsstörungen, epileptischen Anfällen oder Bewusstseinsstörungen einhergehen.

46?

Welche Aussage zur Sterilisation trifft zu?

Antwort A Die Heißluftsterilisation ist der Dampfsterilisation in jedem Fall vorzuziehen.

Antwort B Bei trockener Hitze (Heißluftsterilisation) erfolgt die Wärmeübertragung auf das Sterilisiergut schneller als bei feuchter Hitze (Dampfsterilisation).

Antwort C Bei der Dampfsterilisation ist eine Mindesteinwirkzeit zu beachten.

Antwort D Für die Dampfsterilisation müssen die zu sterilisierenden Instrumente stets in feuchtem Zustand in den Sterilisator eingelegt werden.

Antwort E Bei der Heißluftsterilisation ist ein Betriebsdruck von mehr als 5bar erforderlich.

46!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Die Dampfsterilisation ist der Heißluftsterilisation in jedem Fall vorzuziehen.

zu Antwort B

Bei der Dampfsterilisation erfolgt die Wärmeübertragung auf das Sterilgut schneller als bei trockener Hitze.

zu Antwort C

Bei der Dampfsterilisation ist eine Mindesteinwirkzeit zu beachten.

zu Antwort D

Voraussetzungen zur Sterilisation:

  • Sterilisationsgut muss frei von grober Verschmutzung und trocken sein

  • Sterilisationsgut muss desinfiziert und frei von Salzresten sein (letzte Spülung mit sterilem Wasser)

  • Geräte müssen so weit wie möglich zerlegt sein

  • Sterilgut-Container dürfen nicht überfüllt sein

  • Es sollten kleine Verpackungseinheiten hergestellt werden

zu Antwort E

Die Dampfsterilisation arbeitet mit Drücken zwischen 2–3 bar.

47?

Als Folge welcher der genannten Krankheiten kann eine Arthritis auftreten?

  • 1.

    Lyme-Borreliose

  • 2.

    Hyperurikämie

  • 3.

    Hypertonie

  • 4.

    Streptokokken-Infektion

  • 5.

    Neurodermitis

Antwort A Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen sind richtig.

47!

Antwort A ist richtig.

zu Antwort A

Die Lyme-Borreliose kann mit einer Arthritis einhergehen, meist im Stadium II. Andere Symptome sind das Bannwarth-Syndrom (Polymeningoradikulitis), periphere Fazialisparese, Myokarditis, Muskelschmerzen, LK-Schwellungen, Hepatitis usw.

zu Antwort B

Die Hyperurikämie kann mit einer Gelenkbeteiligung einhergehen. Der akute Gichtanfall manifestiert sich bevorzugt am Großzehengrundgelenk (Podagra). Die betroffenen Gelenke sind maximal schmerzempfindlich, gerötet, geschwollen und überwärmt.

zu Antwort C

Die Hypertonie und die Arthritis stehen nicht im kausalen Zusammenhang.

zu Antwort D

Das rheumatische Fieber ist eine allergische Zweiterkrankung nach Kontakt mit β-hämolysierenden Streptokokken der Gruppe A. Die Symptome sind eine wandernde Arthritis der großen Gelenke, Karditis, Erythema anulare und Chorea minor.

zu Antwort E

Die Neurodermitis betrifft v. a. die Beugeseiten. Die Hautherde sind gerötet, nässend und stark juckend. Eine Gelenkbeteiligung ist untypisch.

48?

Welche der genannten Parameter erhärten Ihren Verdacht, dass der Patient unter einem metabolischen Syndrom leidet?

  • 1.

    Hämatokrit 42 %

  • 2.

    Kreatinin 0,8 mg/dl

  • 3.

    LDL-Cholesterin 220 mg/dl

  • 4.

    HbA1c 8 %

  • 5.

    HDL-Cholesterin 85 mg/dl

Antwort A Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig.

Antwort E Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.

48!

Antwort C ist richtig.

Das metabolische Syndrom ist ein häufiges Syndrom (Wohlstandssyndrom) das mit der stammbetonten Adipositas, Dyslipoproteinämie (hohe LDL-Werte, niedrige HDL-Werte, hohe Triglyzeridwerte), Hyperurikämie, arterieller Hypertonie und Diabetes mellitus Typ II einhergeht.

zu Antwort A

Der Hämatokrit kann zur Anämiediagnostik herangezogen werden.

zu Antwort B

Kreatinin ist ein Abbauprodukt des Muskeleiweißes Kreatin und gibt Auskunft über die Nierenfunktion.

zu Antwort C

Das LDL von 220 mg/dl ist erhöht. Der Referenzwert liegt bei <160 mg/dl und bei artherosklerotischen Veränderungen wie der KHK liegt der Referenzwert <100 mg/dl. Das LDL ist ein Messparameter des metabolischen Syndroms.

zu Antwort D

Ein HbA1c ist ein „Blutzucker-Langzeitparameter“, der eine Beurteilung des Stoffwechsels in den letzten 8 Wochen erlaubt. Das HbA1c ist ein Messparameter des metabolischen Syndroms.

zu Antwort E

Niedrige HDL-Cholesterinwerte <40 mg/dl sind Hinweise auf ein metabolisches Syndrom.

Bei einer 55-jährigen übergewichtigen Patientin fallen seit kurzer Zeit leicht erhöhte Blutzuckerwerte auf, die diätetisch bzw. durch Lebensstiländerung behandelt werden sollen.

49?

Welche der folgenden Ratschläge geben Sie?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort A Sie sollte etwa 3.500–4.000 kcal/Tag zu sich nehmen.

Antwort B Der Energiebedarf sollte zu 50–60 % durch Eiweiß, zu ca. 20 % durch Fett und zu 20–25 % durch Kohlenhydrate gedeckt werden.

Antwort C Der Energiebedarf sollte zu 10–15 % durch Eiweiß, zu ca. 30 % durch Fett und zu 50–60 % durch Kohlenhydrate gedeckt werden.

Antwort D Sie sollte die tägliche Flüssigkeitszufuhr auf max. 500–1.000 ml beschränken

Antwort E Regelmäßige körperliche Aktivität wird empfohlen.

49!

Antworten C und E sind richtig.

zu Antwort A

Die tägliche Kalorienzufuhr richtet sich nach dem Ausgangsgewicht und Alter und sollte unter 2.000 kcal/Tag, aber mehr als 1.000 kcal, betragen. Grundsätzlich sollte die Patientin auf schnell verfügbare Kohlenhydrate zugunsten der langkettigen Kohlenhydrate verzichten.

zu Antwort B

Der Energiebedarf sollte zu 50–60 % durch Kohlenhydrate, zu 30 % durch Fett und zu 10–15 % durch Eiweiß gedeckt werden.

zu Antwort C

Der Energiebedarf sollte zu 50–60 % durch Kohlenhydrate, zu 30 % durch Fett und zu 10–15 % durch Eiweiß gedeckt werden.

zu Antwort D

Die Trinkmenge sollte bei 2–2,5 l/Tag liegen.

zu Antwort E

Regelmäßige körperliche Aktivität ist von essenzieller Bedeutung, um das Gewicht und die erhöhten Blutzuckerwerte zu normalisieren.

50?

Welche der folgenden Aussagen zum Hydrozephalus (Wasserkopf) treffen zu?

  • 1.

    Die Liquorräume sind erweitert.

  • 2.

    Als Ursache kann eine erhöhte Liquorproduktion vorliegen.

  • 3.

    Eine Störung des Liquor-Abflusses kann die Ursache sein.

  • 4.

    Die allgemeine Entwicklung betroffener Kinder kann verlangsamt sein.

  • 5.

    Kopfschmerzen und Schwindel können auftreten.

Antwort A Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen sind richtig.

50!

Antwort E ist richtig.

zu Antwort A

Der Hydrozephalus geht mit erweiterten inneren und äußeren Ventrikelräumen einher. Ursachen können eine erhöhte Produktion von Liquor oder Abflusshindernisse sein.

zu Antwort B

Ursachen können eine erhöhte Produktion von Liquor oder Abflusshindernisse sein.

zu Antwort C

Ursachen können eine erhöhte Produktion von Liquor oder Abflusshindernisse sein.

zu Antwort D

Bei Kindern kann die Entwicklung verzögert sein. Bei frühkindlichen Formen ist das Hauptkennzeichen der abnorm große Kopf und vorgewölbte Fontanellen. Unbehandelt führt der Hydrozephalus zu Krampfanfällen, Demenz und Tod.

zu Antwort E

Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Erbrechen ohne Übelkeit können auftreten. Ferner können Hirndrucksymptome erhoben werden mit Symptomen wie z. B. Lähmungserscheinungen, organischem Psychosyndrom, Atemstörungen, Kreislaufstörungen und Bewusstseinsstörungen.

Bei einem 42-jährigen Patienten ist schon seit mehreren Jahren eine langsam fortschreitende chronische Nierenerkrankung bekannt. Nun klagt er über deutliche Lidödeme, die vor einigen Tagen aufgetreten seien.

51?

Welche der Befunde lassen an ein nephrotisches Syndrom denken?

  • 1.

    Eiweißnachweis im Urin

  • 2.

    Erhöhte Blutungsneigung bei Bagatellverletzungen

  • 3.

    Gewichtszunahme

  • 4.

    Hohe Blutfette

  • 5.

    Gynäkomastie

Antwort A Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen sind richtig.

51!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Die Proteinurie >3,5 g/Tag ist eines der Leitsymptome des nephrotischen Syndroms. Die anderen Symptome sind Hypoproteinämie, Ödeme und die Hyperlipoproteinämie.

zu Antwort B

Eine erhöhte Blutungsneigung kann als Folge von Gefäßerkrankungen und/oder Thrombozytenerkrankungen und/oder Leberfunktionsstörungen auftreten.

zu Antwort C

Eine Gewichtszunahme ist durch die Ödembildung bedingt und für das nephrotische Syndrom typisch.

zu Antwort D

Die Hyperlipoproteinämie ist ein typisches Symptom des nephrotischen Syndroms.

zu Antwort E

Die Gynäkomastie ist kein Symptom des nephrotischen Syndroms.

Unter Gynäkomastie versteht man eine Brustvergrößerung beim Mann. Sie kann einseitig oder beidseitig vorkommen. Ursachen sind u. a. hormonelle Schwankungen, Alkoholmissbrauch, Mammakarzinome oder Hodentumore.

52?

Für welche der folgenden Krankheiten gilt Adipositas als Risikofaktor?

  • 1.

    Fettleber

  • 2.

    Kniegelenksarthrose

  • 3.

    Apoplektischer Insult

  • 4.

    Hypertonie

  • 5.

    Diabetes mellitus Typ I

Antwort A Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen sind richtig.

52!

Antwort C ist richtig.

Von einer Adipositas spricht man ab einem BMI von 30 kg/m 2 . Die Adipositas kann in primäre (Überernährung, Inaktivität oder genetische Prädisposition) und sekundäre (u. a. hormonelle Erkrankungen wie Hypothyreose, Cushing-Syndrom usw.) Adipositas eingeteilt werden. Die Erkrankung nimmt dramatische Ausmaße an und kann als eine Zivilisationserscheinung angesehen werden, die Zweiterkrankungen nach sich zieht, wie z. B. metabolisches Syndrom, Fettleber, Arthrose, Schlafapnoesyndrom, depressive Zustände.

zu Antwort A

Die Fettleber ist eine typische Begleiterscheinung der Adipositas.

zu Antwort B

Die Kniegelenksarthrose ist eine häufige und typische Folge der Adipositas.

zu Antwort C

Die Adipositas ist ein Risikofaktor für Apoplexe.

zu Antwort D

Die arterielle Hypertonie ist eine häufige Begleiterscheinung der Adipositas.

zu Antwort E

Der Typ-2-Diabetes ist mit der Adipositas assoziiert. Der Typ-1-Diabetes entsteht aus einer immunologischen Zerstörung der Langerhans-Inseln.

53?

Welche der folgenden Symptome können Hinweise auf eine Alkoholkrankheit sein?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort A Schlafstörungen

Antwort B Tüpfelung der Nägel

Antwort C ASR beidseits auslösbar, PSR beidseits fehlend

Antwort D Chronische Gastritis

Antwort E Gallensteine

53!

Antworten A und D sind richtig.

zu Antwort A

Die Alkoholkrankheit kann neben Schlafstörungen andere Erkrankungen hervorrufen, u. a. Gastritis, Pankreatitis, Leberzirrhose, Kardiomyopathie, Durchfälle, Mangelernährung, Hyperurikämie, Erhöhung der Triglyzeride, Hypoglykämien, neurologische Störungen, wie z. B. das Entzugssyndrom, Wernicke-Korsakow-Syndrom, Polyneuropathie.

zu Antwort B

Tüpfelnägel, Krümelnägel und Ölflecke sind Symptome der Nagelpsoriasis.

zu Antwort C

Im Falle einer alkoholischen Polyneuropathie sind zunächst erloschene Achillessehnenreflexe bds. und gleichzeitig noch erhaltene Patellarsehnenreflexe bds. typisch. Im Verlauf der Erkrankung fehlen auch die Patellarsehnenreflexe beidseitig.

zu Antwort D

Die chronische Gastritis ist eine typische Folge der Alkoholkrankheit.

zu Antwort E

Gallensteine zählen nicht zu den typischen alkoholassoziierten Erkrankungen. Risikofaktoren sind u. a. weibliches Geschlecht, hohe Östrogenspiegel, Alter, Adipositas, familiäre Belastung, ballststoffarme und cholesterinreiche Ernährung.

En 17-jähriger Patient, der Sie wegen psychischer Probleme aufsucht, berichtet im Rahmen der Anamnese, dass er von seinem Arzt Ritalin ® (Methylphenidat) verordnet bekommen habe.

54?

Für welche Erkrankung spricht diese Behandlung am ehesten?

Antwort A Politoxikomanie

Antwort B Depression

Antwort C Schizophrenie

Antwort D ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung)

Antwort E Angststörung

54!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Die Polytoxikomanie ist gekennzeichnet durch Abhängigkeit von vielen unterschiedlichen Substanzen.

zu Antwort B

Im Rahmen der Depression werden Antidepressiva eingesetzt.

zu Antwort C

Im Rahmen der Schizophrenie werden Neuroleptika eingesetzt.

zu Antwort D

Methylphenidat wird in der Behandlung des ADHS/ADS eingesetzt. Es erhöht die Aufmerksamkeit und verbessert das Sozialverhalten. Die Nebenwirkungen sind Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme, Blutdruckerhöhung und Tachykardien.

zu Antwort E

Bei Angststörungen werden zum einen Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie und Entspannungsverfahren eingesetzt, zum anderen auch Antidepressiva oder Sedativa (Benzodiazepine).

55?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Eine Perikarditis kann ausgelöst werden durch:

  • 1.

    Strahlentherapie

  • 2.

    Virusinfektion

  • 3.

    Rheumatisches Fieber

  • 4.

    Herzinfarkt

  • 5.

    Tumorerkrankungen (z. B. Bronchialkarzinom)

Antwort A Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen sind richtig.

55!

Antwort E ist richtig.

Die Perikarditis ist die Entzündung des Herzbeutels. Die Ursachen sind u. a. Infektionen mit Coxsackie-, CM- oder HI-Viren, Mykobakterium tuberculosis, Urämie, Tumorerkrankungen, nach Infarkten, rheumatische Erkrankungen oder nach einer Strahlentherapie.

Die trockene Perikarditis ist durch retrosternale Schmerzen, in der Auskultation schabende, atemunabhängige Geräusche gekennzeichnet. Die feuchte Perikarditis , die mit einem Erguss zwischen den beiden Perikardblättern einhergeht, verläuft meist ohne Schmerzen, das Reibegeräusch verschwindet, die Herzgeräusche sind nur sehr leise hörbar.

zu Antwort A

Eine Perikarditis kann durch eine Strahlentherapie ausgelöst werden.

zu Antwort B

Virusinfektionen können eine Perikarditis auslösen.

zu Antwort C

Das rheumatische Fieber kann mit einer Perikarditis einhergehen.

zu Antwort D

Nach einem Herzinfarkt kann sich eine Perikarditis entwickeln.

zu Antwort E

Tumorerkrankungen können mit einer Perikarditis einhergehen.

56?

Welche Aussage zum Herz-Kreislauf-System trifft zu?

Antwort A Das sauerstoffarme Blut fließt von der rechten Herzkammer in die Arteria pulmonalis.

Antwort B Das sauerstoffarme Blut fließt über die Lungenvenen in den rechten Vorhof des Herzens.

Antwort C Das sauerstoffreiche Blut fließt über die Lungenvenen in den rechten Vorhof des Herzens.

Antwort D Das sauerstoffarme Blut fließt von der rechten Herzkammer in die Aorta.

Antwort E Das sauerstoffreiche Blut fließt über die obere und untere Hohlvene in die linke Herzkammer.

56!

Antwort A ist richtig.

zu Antwort A

Das sauerstoffarme Blut fließt aus der rechten Kammer über die Pulmonalklappe (Taschenklappe) in den Truncus pulmonalis und dann in die beiden Aa. pulmonales.

zu Antwort B

Lungenvenen münden in den linken Vorhof und führen sauerstoffreiches Blut. Im rechten Vorhof münden die Vv. cavae superior et inferior, die sauerstoffarmes Blut führen.

zu Antwort C

Lungenvenen münden im linken Vorhof und führen sauerstoffreiches Blut. Im rechten Vorhof münden die Vv. cavae superior et inferior, die sauerstoffarmes Blut führen.

zu Antwort D

Das sauerstoffarme Blut fließt von der rechten Kammer über den Truncus pulmonalis in die beiden Aa. pulmonales. Aus der linken Kammer fließt das sauerstoffreiche Blut in die Aorta.

zu Antwort E

Die obere und die untere Hohlvene münden in den rechten Vorhof. Sie befördern sauerstoffarmes Blut.

57?

Welche Aussage zum Betreuungsrecht trifft zu?

Antwort A Als gesetzliche Betreuer können sowohl Angehörige als auch fremde Menschen eingesetzt werden.

Antwort B Als Nachbar eines Betreuungsbedürftigen darf man keinen Antrag auf Betreuung stellen, das ist Fachpersonal oder Angehörigen vorbehalten.

Antwort C Wenn eine Betreuung eingerichtet wurde, ist der Betreute automatisch auch geschäftsunfähig.

Antwort D Gegen die Einrichtung einer Betreuung kann man sich nicht zur Wehr setzen.

Antwort E Wird eine Betreuung eingerichtet, ist das eine endgültige Entscheidung.

57!

Antwort A ist richtig.

zu Antwort A

Als Betreuer können Familienmitglieder oder fremde Menschen für die Teilbereiche des Lebens, die der Patient nicht selber verrichten kann, bestellt werden. Wichtig ist ein Vertrauensverhältnis beider Seiten.

zu Antwort B

Jeder, also auch der Nachbar eines Betreuungsbedürftigen, darf eine Betreuung anregen. Die Anregung kann beim zuständigen Rechtspfleger des Betreuungsgerichts am Aufenthaltsort des Betroffenen erfolgen.

zu Antwort C

Wenn eine Betreuung eingerichtet wurde, bleibt der Betreute in der Regel geschäftsfähig. Das bedeutet, dass der Patient z. B. Kaufverträge unterschreiben kann. Wenn die Geschäftsfähigkeit angezweifelt wird, kann der sog. Einwilligungsvorbehalt angeordnet werden.

zu Antwort D

Gegen die Einrichtung einer Betreuung kann der betroffene Mensch eine Beschwerde einlegen, einen Wechsel des Betreuers bzw. Aufhebung der Betreuung anregen.

zu Antwort E

Eine Betreuung wird nur solange aufrechterhalten wie es nötig ist. Spätestens nach 7 Jahren wird die Betreuung überprüft.

58?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Ein Patient klagt über Schmerzen im Brustbereich linksbetont. Als Ursachen sind differenzialdiagnostisch in Betracht zu ziehen:

  • 1.

    Lungenembolie

  • 2.

    Herzinfarkt

  • 3.

    Rippenbruch

  • 4.

    Gürtelrose (Zoster)

  • 5.

    Roemheld-Syndrom (Gastrokardialer Symptomkomplex)

Antwort A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen sind richtig.

58!

Antwort E ist richtig.

DD Thoraxschmerzen

zu Antwort A

Die Lungenembolie kann eine Ursache linksthorakaler Schmerzen sein.

zu Antwort B

Der Herzinfarkt muss differenzialdiagnostisch miteinbezogen werden, zumal die Ausstrahlung in die linke Thoraxseite am häufigsten ist.

zu Antwort C

Rippenfrakturen können linksthorakalen Schmerz hervorrufen.

zu Antwort D

Die Zosterneuralgie findet sich am häufigsten im thorakalen Bereich und muss differenzialdiagnostisch miteinbezogen werden.

zu Antwort E

Das Roemheld-Syndrom kann linksthorakale Schmerzen hervorrufen.

59?

Bei welchen der folgenden Infektionskrankheiten ist mit einem erhöhten Auftreten von Krebserkrankungen zu rechnen?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort A Gastroenteritis durch Noroviren

Antwort B Chronische Hepatitis B

Antwort C Chronische Hepatitis C

Antwort D Hepatitis A

Antwort E Keuchhusten

59!

Antworten B und C sind richtig.

zu Antwort A

Noroviren sind kein Risikofaktor für die Tumorentstehung.

zu Antwort B

Die virale Belastung im Rahmen der chronischen Hepatitis B ist ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung des Leberzellkarzinoms, insbesondere bei gleichzeitig vorhandenem Alkoholabusus.

zu Antwort C

Die virale Belastung im Rahmen der chronischen Hepatitis C ist ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung des Leberzellkarzinoms, insbesondere bei gleichzeitig vorhandenem Alkoholabusus.

zu Antwort D

Die Hepatitis A ist kein Risikofaktor für die Entstehung von Tumoren. Die Hepatitis A-Viren vermehren sich zwar in der Leber, schädigen diese auch, die Erkrankung zeigt allerdings keine chronischen Verläufe.

zu Antwort E

Keuchhusten ist kein Risikofaktor für die Entstehung der Tumore.

60?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Zu den formalen Denkstörungen zählen:

  • 1.

    Denkhemmung

  • 2.

    Zerfahrenheit

  • 3.

    Gedankenabreißen

  • 4.

    Konfabulation

  • 5.

    Beziehungswahn

Antwort A Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.

Antwort B Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.

Antwort C Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort D Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort E Alle Aussagen sind richtig.

60!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Denkhemmung zählt zu den formalen Denkstörungen. Hier ist der Denkablauf schleppend, mühsam langsam. Die Denkhemmung ist ein häufiges Symptom bei der Depression.

zu Antwort B

Die Denkzerfahrenheit (inkohärentes Denken) zählt zu den formalen Denkstörungen. Der Gedankengang ist sprunghaft, ungeordnet und für Außenstehende unlogisch und nicht nachvollziehbar. Die Maximalvariante ist der sog. „Wortsalat“. Hier werden beliebige Worte aneinander gereiht.

zu Antwort C

Gedankenabreißen zählt zu den formalen Denkstörungen, dabei bricht ein Gedanke plötzlich ab.

zu Antwort D

Unter Konfabulationen versteht man das Ausfüllen von Erinnerungslücken durch phantasierte Vorgänge. Dabei sind die Patienten von dem Gesagten überzeugt und auch nicht korrigierbar. Konfabulationen können bei organischen Hirnerkrankungen oder der Korsakow-Psychose auftreten. Konfabulationen zählen zu den Gedächtnisstörungen.

zu Antwort E

Das wahnhafte Denken zählt zu den inhaltlichen Störungen.

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