© 2021 by Elsevier GmbH

Bitte nutzen Sie das untenstehende Formular um uns Kritik, Fragen oder Anregungen zukommen zu lassen.

Willkommen

Mehr Informationen

B978-3-437-58755-9.00003-3

10.1016/B978-3-437-58755-9.00003-3

978-3-437-58755-9

Prüfungstermin Oktober 2012

121?

Welche Aussage trifft zu?

Ein Patient berichtet Ihnen in der Praxis u. a. von Antriebsarmut, Kälteempfindlichkeit, trockener, teigiger Haut mit Schuppung, Obstipation sowie einer rauen, heiseren Stimme.

Sie vermuten am ehesten:

Antwort ACushing-Syndrom (Hyperkortisolismus)

Antwort BHypothyreose

Antwort CHypoparathyreoidismus

Antwort DPrimärer Hyperparathyreoidismus

Antwort EDiabetes insipidus

121!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Die Symptome des Cushing-Syndroms (Hyperkortisolismus) sind u. a. Stammfettsucht, Stiernacken, Vollmondgesicht durch Fettmobilisierung und Fettumverteilung im Körper zum Stamm hin, Muskelschwäche, Osteoporose, Hypertonie, diabetische Stoffwechsellage, Immunsuppression.

zu Antwort B

Die Symptome sprechen für die Hypothyreose. Ergänzend können Gewichtszunahme, depressive Verstimmung, Hypotonie, Bradykardie, erniedrigte Körperkerntemperatur, verlängerte Reflexzeiten (v. a. an der Achillessehne) auftreten. Die Ausbildung eines Myxödems ist möglich.

zu Antwort C

Der Hypoparathyreoidismus geht mit Hypokalziämie einher und ruft Parästhesien und Krämpfe im Mundbereich oder auch an den Händen, die dann als Pfötchenstellung bezeichnet wird, hervor.

zu Antwort D

Die Symptome des primären Hyperparathyreoidismus sind Hyperkalzämie, Hypophosphatämie, Knochenschmerzen, Steinbildung in der Niere, Magenulcera usw.

zu Antwort E

Die Symptome des Diabetes insipidus sind sehr hohe Urinmenge, Hypoosmolarität des Urins, Durst und eine Serumhyperosmolarität.

122?

Bei einer 40-jährigen Patientin bestehen eine Morgensteifigkeit und eine Schwellung der Fingergrund- und Fingermittelgelenke beider Hände. Der Händedruck ist schmerzhaft.

Gegen welche Erkrankungen sollte ein Kind bis zum 6. LebensFür welche Erkrankung spricht die Beschwerdesymptomatik?

Antwort ADupuytren-Kontraktur

Antwort BGicht

Antwort CRheumatoide Arthritis

Antwort DHeberden-Arthrose

Antwort ERheumatisches Fieber

122!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Die Dupuytren-Kontraktur resultiert aus der Schrumpfung der Palmaraponeurose. Betroffen sind die Finger II-V. In der Hohlhand ist zunächst ein Knötchen sichtbar, später kommt eine Beugekontraktur der Finger hinzu.

zu Antwort B

Der akute Gichtanfall manifestiert sich bevorzugt am Großzehengrundgelenk (Podagra), manchmal auch an Fingergelenken (Chiragra). Die Gelenke sind maximal schmerzempfindlich, gerötet, geschwollen und überwärmt.

zu Antwort C

Typisch für die rheumatoide Arthritis ist die Morgensteifigkeit, symmetrischer Befall der kleinen Gelenke (Fingergrund- und Fingermittelgelenke), Schwellung und das positive Gaenslen-Zeichen.

zu Antwort D

Die Heberden-Arthrose betrifft die Fingerendgelenke, die mit einer Verdickung und meist radialer Deviation einhergeht. Eine Schmerzhaftigkeit der Gelenke kann vorhanden sein.

zu Antwort E

Das rheumatische Fieber ist eine streptokokkenallergische Zweiterkrankung. Leitsymptome sind springende Arthritis der großen Gelenke, Karditis, Erythema anulare und Chorea minor.

123?

Welche Kombinationen an Symptomen sind typisch für eine intravenöse Heroinvergiftung?

Antwort AAtemdepression, Pupillendifferenz

Antwort BHyperventilation, weite Pupillen

Antwort CAtemdepression, enge Pupillen

Antwort DHyperventilation, enge Pupillen

Antwort EVermehrter Speichelfluss, enge Pupillen

123!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Die Atemdepression ist ein Symptom der Heroinintoxikation, eine Pupillendifferenz tritt nicht auf. Die Pupillen sind seitengleich sehr eng. Pupillendifferenzen sind ein Hinweis auf eine einseitige intrakranielle Raumforderung.

zu Antwort B

Hyperventilation und weite Pupillen deuten auf eine Kokainintoxikation hin. Andere Symptome sind Hypertonie, Tachykardie und Koronarspasmen, die zum Herzinfarkt führen können. Delirähnliche Symptome können auftreten.

zu Antwort C

Atemdepression, beidseitige Miosis und Bewusstlosigkeit sind die Trias einer Opiatintoxikation. Heroin ist ein Opiat. Weitere Symptome sind Zyanose, kalte Haut, Areflexie und Muskelatonie. Ohne intensivmedizinische Maßnahmen sind diese Patienten durch eine Atemdepression vital gefährdet.

zu Antwort D

Enge Pupillen sind typisch für eine Heroinintoxikation. Heroin drosselt den Atemantrieb. Eine Hypoventilation ist die Folge.

zu Antwort E

Vermehrter Speichelfluss und Miosis können ein Hinweis auf eine Alkylphosphatvergiftung (E605) sein. Andere Symptome sind Bradykardie, Bronchospasmus, Darmkoliken, Parästhesien und Koma.

124?

Welche der folgenden Befunde sprechen typischerweise für das Vorliegen einer Nierenbeckenentzündung?

  • 1.

    Fieber

  • 2.

    Leukozytenzylinder im Urin

  • 3.

    Teststreifen zeigt Ketone im Urin als positiv an

  • 4.

    Flankenschmerzen

  • 5.

    Erhöhung des C-reaktiven Proteins

Antwort ANur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.

124!

Antwort C ist richtig.

Die Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung) kann als akute oder chronische Form verlaufen.

zu Antwort A

Die akute Pyelonephritis geht mit Fieber und meist auch Schüttelfrost einher. Andere Symptome sind schweres Krankheitsgefühl mit Abgeschlagenheit, Fieber und Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen Flankenschmerzen, Dysurie, Oligurie, Kopfschmerzen und evtl. paralytischer Ileus.

zu Antwort B

Leukozytenzylinder sind für die akute Pyelonephritis typisch.

zu Antwort C

Eine Ketonurie ist für die Pyelonephritis nicht typisch. Ketone entstehen als Abbauprodukte von Fettsäuren und finden sich im Urin typischerweise bei Diabetes mellitus Typ I (starke Lipolyse) oder auch bei Fastenkuren.

zu Antwort D

Flankenschmerzen oder Rückenschmerzen sind typische Symptome der Nierenbeckenentzündung.

zu Antwort E

Das C-reaktive Protein ist als Ausdruck einer systemischen Infektion, neben der BSG-Erhöhung und der Leukozytose, erhöht.

125?

Sie auskultieren in Ihrer Sprechstunde das Herz eines Patienten. Dabei fällt ein diastolisches Geräusch auf.

Für welche der folgenden Diagnosen spricht dieser Befund?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AAortenklappenstenose

Antwort BMitralklappenstenose

Antwort CAortenklappeninsuffizienz

Antwort DMitralklappeninsuffizienz

Antwort EMitralklappenprolaps

125!

Antworten B und C sind richtig.

Taschenklappenstenosen und/oder Segelklappeninsuffizienzen verursachen organische Systolika. Taschenklappeninsuffizienzen und Segelklappenstenosen verursachen Diastolika.

Merke: Diastolika sind immer pathologisch, Systolika können einen organischen Ursprung haben oder funktionell sein, z. B. bei einer Anämie, oder zufällig vorkommen (akzidentelle Herzgeräusche).

zu Antwort A

Die Aortenklappenstenose verursacht ein Systolikum.

zu Antwort B

Die Mitralklappenstenose verursacht ein Diastolikum.

zu Antwort C

Eine Aortenklappeninsuffizienz verursacht ein Diastolikum.

zu Antwort D

Eine Insuffizienz der Mitralklappe verursacht ein Systolikum.

zu Antwort E

Beim Mitralklappenprolaps sind die Klappen übergroß und schlagen in der Ventrikelsystole in den linken Vorhof zurück. In der Auskultation können systolische Klicks gehört werden. Meist fehlen die Symptome, sodass es meist ein Zufallsbefund ist. Symptomatische Verläufe gehen u. a. mit Herzrhythmusstörungen, Palpitationen, Unruhezuständen oder Synkopen einher.

126?

Welche der folgenden Fragen zur chronisch-venösen Insuffizienz treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AUrsache einer chronisch-venösen Insuffizienz sind arteriosklerotische Gefäßwandveränderungen.

Antwort BDurch Engstellen bei der chronisch-venösen Insuffizienz muss der Patient beim Gehen nach einer bestimmten Gehstrecke stehen bleiben.

Antwort CIm fortgeschrittenen Stadium kommt es häufig zum Ulcus cruris venosum im Unterschenkelbereich.

Antwort DBei der Untersuchung fallen eine Pulsdifferenz und blasse kühle Füße auf.

Antwort EFür die Entstehung sind meist insuffiziente Venenklappen verantwortlich.

126!

Antworten C und E sind richtig.

zu Antwort A

Die chronisch-venöse Insuffizienz geht mit einem venösen Hypertonus einher. Symptome sind Hyperpigmentierung der Haut durch Hämosiderinablagerung, lokale Zyanose, Stauungsekzemen und Ulcus cruris venosum.

zu Antwort B

Patienten mit arteriosklerotischen Veränderungen im Zuge der pAVK müssen durch Minderdurchblutung und Minderernährung der Muskulatur und wegen der daraus resultierenden Schmerzen nach bestimmten Streckenabschnitten stehen bleiben. Das wird als Claudicatio intermittens oder Schaufensterkrankheit bezeichnet.

zu Antwort C

Im Zuge der chronisch-venösen Insuffizienz kann ein Ulcus cruris venosum entstehen. Er ist meist im Bereich des medialen Knöchels lokalisiert.

zu Antwort D

Blasse, kühle Füße sind typische Symptome arteriosklerotischer Veränderungen im Zuge der pAVK. Pulsdifferenzen können auftreten.

zu Antwort E

Für die Entstehung sind insuffiziente Klappen verantwortlich, die entweder durch eine Bindegewebsschwäche oder nach einer tiefen Beinvenenthrombose entstehen.

127?

Welche der genannten Befunde sprechen für ein Plasmozytom?

  • 1.

    Vermehrung des Gesamteiweißes im Serum

  • 2.

    Osteolytische Herde im Knochen

  • 3.

    Hoher Blutdruck an der oberen, niedriger Blutdruck an der unteren Körperhälfte

  • 4.

    Schmerzhafte Schwellung der Parotis

  • 5.

    Anämie

Antwort ANur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

127!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Das Gesamteiweiß im Serum ist typischerweise durch Überproduktion von Antikörperfragmanten erhöht.

zu Antwort B

Osteolytische Herde oder eine strähnige Osteoporose sind typische Befunde beim Plasmozytom. Andere Symptome sind Infektanfälligkeit, Durchblutungsstörungen, Hyperkalzämie, BSG-Beschleunigung, monoklonale Gammopathie und die Bence-Jones-Proteinurie.

zu Antwort C

Hoher Blutdruck an der oberen, niedriger Blutdruck an der unteren Extremität sind Symptome der postduktalen Aortenisthmusstenose.

zu Antwort D

Eine schmerzhafte Schwellung der Parotis kommt u. a. im Rahmen der Mumpsinfektion, bakterieller Infektionen oder bei Vorhandensein von Speichelsteinen vor.

zu Antwort E

Anämie ist ein typisches Symptom des Plasmozytoms. Sie ergibt sich aus dem verdrängenden Wachstum der Tumormasse im Knochenmark.

128?

Welche der folgenden Aussagen zum Ikterus trifft (treffen) zu?

  • 1.

    An den Skleren erkennt man in der Regel einen Ikterus ab einem Gesamtbilirubin im Serum von 2 mg/dl.

  • 2.

    Bei einem Verschlussikterus ist das indirekte Bilirubin im Serum stark erhöht.

  • 3.

    Bei einem hämolytischen Ikterus ist der Stuhl hell verfärbt.

  • 4.

    Der Icterus intermittens juvenilis (M. Meulengracht) wird durch tumoröse Veränderungen der Gallenwege verursacht.

  • 5.

    Ein Neugeborenenikterus entsteht u. a. durch die verkürzte Lebensdauer fetaler Erythrozyten.

Antwort ANur die Aussage 1 ist richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.

128!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Ab einem Bilirubinwert von 1,5–2,0 mg/dl sind die Skleren gelblich verfärbt.

zu Antwort B

Bei einem Verschlussikterus ist das direkte Bilirubin im Serum erhöht. Das indirekte (unkonjugierte) Bilirubin ist beim prähepatischen Ikterus im Serum erhöht.

zu Antwort C

Bei einem hämolytischen (prähepatischen) Ikterus ist die Stuhlfarbe (und die Urinfarbe) normal. Beim Verschlussikterus (posthepatischen Ikterus) ist der Stuhl entfärbt und der Urin bierbraun.

zu Antwort D

Der M. Meulengracht geht mit einer Störung der Konjugation in der Leber einher und wird autosomal-dominant übertragen. Die Aktivität der UDP-Glukuronyltransferase ist vermindert. Meist verläuft die Erkrankung symptomlos, u. U. können Kopfschmerzen, depressive Symptome und Verdauungsbeschwerden auftreten. Eine Therapie ist nicht notwendig.

zu Antwort E

Das Hämoglobin (Hb) des Erwachsenen besteht aus 2α und 2β Ketten. Das Hb des Neugeborenen besteht aus 2α und 2γ Ketten (fetales Hb), die eine kürzere Lebensdauer haben. Diese Erythrozyten zerfallen nach der Geburt, die Folge ist ein Neugeborenenikterus.

129?

Ein 57-jähriger Diabetiker klagt über Gefühlsstörungen im Bereich der unteren Extremitäten.

Welche der folgenden Angaben können Hinweise für eine diabetische Polyneuropathie sein?

  • 1.

    Symmetrisch sensible Ausfallerscheinungen

  • 2.

    Gesteigerte Achillessehnenreflexe

  • 3.

    Vermindertes Schmerzempfinden

  • 4.

    Vermindertes Temperaturempfinden

  • 5.

    Vermindertes Vibrationsempfinden

Antwort ANur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

129!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Symmetrische (zunächst sockenförmige, dann strumpfförmige), sensible Ausfallerscheinungen sind typische Symptome der diabetischen Polyneuropathie.

zu Antwort B

Die Achillessehnenreflexe sind bei der diabetischen Polyneuropathie wegen des Untergangs des 2. Motoneurons vermindert und im weiteren Verlauf erloschen. Bei Erkrankungen des ersten Motoneurons, u. a. nach Apoplexen, Tumoren oder Metastasen und MS, sind die Eigenreflexe gesteigert.

zu Antwort C

Das verminderte Schmerzempfinden ist ein typisches Symptom der Polyneuropathie.

zu Antwort D

Das verminderte Temperaturempfinden ist ein typisches Symptom der Polyneuropathie.

zu Antwort E

Das verminderte Vibrationsempfinden ist ein typisches Symptom der Polyneuropathie. Es kann mit einer Stimmgabel nach Rydel-Seiffer geprüft werden, wobei Werte < 6/8 für die Polyneuropathie typisch sind.

130?

Welche der folgenden Aussagen zur Demenz treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ADie Alzheimer-Krankheit ist bei älteren Menschen (über 80 Jahre) nur selten Ursache einer Demenz.

Antwort BVollwertige, ausgewogene Ernährung verhindert die Entstehung einer Demenz.

Antwort CIm Frühstadium der Demenz ist typischerweise das Neugedächtnis gestört und das Altgedächtnis erhalten.

Antwort DFür Heilpraktiker besteht bei Patienten mit Demenz bei Parkinson-Krankheit ein Behandlungsverbot.

Antwort EDie Demenzerkrankung führt langfristig bei vielen Patienten zur Geschäftsunfähigkeit.

130!

Antworten C und E sind richtig.

zu Antwort A

Die Alzheimer-Demenz ist eine degenerative Erkrankung des Gehirns, die häufig ist und ältere Menschen betrifft. Sie ist gekennzeichnet durch eine Störung des Gedächtnisses, der Orientierung und/oder der Urteilsfähigkeit sowie durch eine Einschränkung der Lebensführung.

Differenzialdiagnostisch muss ein Vitamin B12-Mangel, Hypothyreose, Neurolues/Neuroborreliose, Hirntumore oder andere Stoffwechselkrankheiten, ausgeschlossen werden.

zu Antwort B

Die Ursachen der Alzheimer-Demenz sind unklar. Eine vollwertige, ausgewogene Ernährung verhindert die Entstehung einer Demenz nicht.

zu Antwort C

Zu Beginn der Erkrankung ist das Neugedächtnis beeinträchtigt, das Altgedächtnis erhalten. Im Verlauf und der Progredienz der Erkrankung geht auch das Altgedächtnis verloren.

zu Antwort D

Für Heilpraktiker besteht bei Patienten mit Demenz bei Parkinson-Krankheit kein Behandlungsverbot.

zu Antwort E

Die Demenzerkrankung führt langfristig bei vielen Patienten durch den Verlust kognitiver Fähigkeiten zur Geschäftsunfähigkeit.

131?

Welche der folgenden Aussagen zu Hämorrhoiden treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ATeerstuhl ist ein Hinweis auf Hämorrhoiden.

Antwort BPerianaler Juckreiz kann durch Hämorrhoiden bedingt sein.

Antwort CDas Körpergewicht hat keinen Einfluss auf die Entstehung von Hämorrhoiden.

Antwort DBei Blutnachweis im Stuhl sollte auch bei sicher nachgewiesenen Hämorrhoiden eine Darmspiegelung erfolgen.

Antwort EFür Hämorrhoiden besteht ein hohes Entartungsrisiko.

131!

Antworten B und D sind richtig.

zu Antwort A

Hellrote Blutungen nach dem Stuhlgang oder Blutauflagerungen auf dem Stuhl können durch ein Hämorrhoidalleiden zustande kommen. Teerstuhl oder „Schwarzer Stuhl“ entsteht, wenn die Blutung Kontakt mit Salzsäure hat, wenn die Darmpassage extrem träge ist oder eisenhaltige Medikamente eingenommen werden.

zu Antwort B

Hämorrhoiden können mit perianalem Juckreiz einhergehen. Andere Symptome sind perianale Hautveränderungen, Druckgefühl oder Blutungen.

zu Antwort C

Die Ursachen des Hämorrhoidalleidens können z. B. eine Obstipation, eine Bindegewebsschwäche oder eine ballaststoffarme Ernährung sein. Hohes Gewicht begünstigt die Entstehung des Hämorrhoidalleidens.

zu Antwort D

Hämorrhoidalleiden und Kolonkarzinome können unabhängig voneinander auftreten. Beide Erkrankungen können blutige Beimengungen im Stuhl erzeugen. Ein Kolonkarzinom sollte dabei immer ausgeschlossen werden.

zu Antwort E

Hämorrhoiden gehen nicht mit einem Entartungsrisiko einher.

132?

Welche der folgenden Symptome sprechen bei einem langjährigen Alkoholiker für eine fortgeschrittene Lebererkrankung?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AGynäkomastie

Antwort BDiabetes mellitus

Antwort CPalmarerythem

Antwort DHypertonie

Antwort EAdipositas

132!

Antworten A und C sind richtig.

zu Antwort A

Die Gynäkomastie kann als ein Zeichen der fortgeschrittenen Lebererkrankung gelten.

zu Antwort B

Diabetes mellitus ist keine typische Begleiterkrankung bei der Leberzirrhose.

zu Antwort C

Das Palmarerythem (Hautrötung an den Handflächen) ist eine typische Erscheinung bei einer Lebererkrankung. Andere Leberhautzeichen bei einer fortgeschrittenen Lebererkrankung sind: das Plantarerythem (Rötungen an Fußsohlen), Bauchglatze, Spider naevi, Hautatrophie (Geldscheinhaut), Lackzunge, Lacklippen, Weißnägel und Ikterus.

zu Antwort D

Die Hypertonie ist keine typische Erscheinung bei einer fortgeschrittenen Lebererkrankung. Im Zuge der Leberzirrhose ist die Hypotonie häufig und typisch.

zu Antwort E

Adipositas ist keine Begleiterscheinung der fortgeschrittenen Lebererkrankung. Abnahme der Körpermasse ist häufig und typisch.

133?

Welche der folgenden Aussagen zum Schilddrüsenkarzinom treffen zu?

  • 1.

    Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen.

  • 2.

    Ionisierende Strahlung kann dieses Malignom verursachen.

  • 3.

    „Kalte Knoten“ bei der Szintigrafie sind nicht verdächtig, bösartig zu sein.

  • 4.

    Eine Radiojodtherapie kann eine therapeutische Maßnahme sein.

  • 5.

    Typisches Frühsymptom ist die obere Einflussstauung.

Antwort ANur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

133!

Antwort A ist richtig.

zu Antwort A

Frauen sind bei differenzierten Schilddrüsen-Karzinomen häufiger betroffen als Männer. Bei anaplastischen Karzinomen ist das Verhältnis ausgeglichen.

zu Antwort B

Neben genetischen Faktoren wirkt die Exposition gegenüber ionisierender Strahlung begünstigend auf die Entstehung von Schilddrüsenkarzinomen.

zu Antwort C

Kalte Knoten in der Szintigrafie zeigen kein Speicherungsverhalten und können eine Zyste oder Karzinom sein. Zur Klärung wird, meist vor der Szintigrafie, eine Sonografie und im Anschluss eine Feinnadelpunktion durchgeführt und das entnommene Material histologisch beurteilt.

zu Antwort D

Radiojodtherapie kann bei jodidspeichernden Tumoren eingesetzt werden. Meist erfolgt die Therapie postoperativ nach Entfernung des Tumors.

zu Antwort E

Die meisten Schilddrüsenkarzinome zeigen keine Frühsymptome. Im Verlauf können eine Struma (häufig einseitig, knotig und hart) und Halslymphknotenschwellung entstehen. Bei Infiltrationen in die Nachbarstrukturen können ein Horner-Syndrom, Heiserkeit, Armschmerzen und obere Einflussstauung auftreten.

134?

Welche der folgenden Aussagen zur Harnwegsinfektion trifft (treffen) zu?

  • 1.

    Die vordere Harnröhre ist physiologischerweise mit Keimen besiedelt.

  • 2.

    Begünstigende Faktoren sind u. a. Harnabflussstörungen und Schwangerschaft.

  • 3.

    Jede asymptomatische Bakteriurie sollte antibiotisch behandelt werden.

  • 4.

    Träger von Dauerkathetern haben ein erhöhtes Risiko für Harnwegsinfektionen.

  • 5.

    Es handelt sich meist um Infektionen durch Viren.

Antwort ANur die Aussage 4 ist richtig.

Antwort BNur de Aussagen 2 und 5 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

134!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Die vordere Urethra ist physiologischerweise mit Keimen besiedelt.

zu Antwort B

Harnabflussstörungen und Schwangerschaft zählen zu den begünstigenden Faktoren. Andere Risikofaktoren sind:

  • Frauen – durch die anatomisch kurze Harnröhre, sexuelle Aktivität („honeymoon Zystitis“) und die Zeit der Stillperiode

  • Anlagebedingte Fehlbildungen der ableitenden Harnwege, z. B. ein vesiko-ureterorenaler Reflux

  • Geringe Trinkmenge, Diabetes mellitus, Immunsuppression, Analgetikamissbrauch

zu Antwort C

Asymptomatische Bakteriurie ist ein Zufallsbefund. Therapie sollte bei Schwangeren, Patienten mit Obstruktionen in den unteren Harnwegen und bei immunsupprimierten Patienten erfolgen.

zu Antwort D

Träger von Dauerkathetern haben ein erhöhtes Risiko, eine Harnwegsinfektion zu erleiden.

zu Antwort E

Harnwegsinfekte werden durch Bakterien hervorgerufen, v. a. durch E. coli. oder Enterokokken. Andere relevante Keime sind Gonokokken, Mykoplasmen, Ureaplasmen, Staphylokokken, Chlamydien oder Pilze.

135?

Welche der folgenden Aussagen zum Pleuraerguss trifft (treffen) zu?

  • 1.

    Ursache kann ein nephrotisches Syndrom sein.

  • 2.

    Ursache kann eine Leberzirrhose sein.

  • 3.

    Langsam entstehende Pleuraergüsse werden durch Gewichtszunahme meist frühzeitig bemerkt.

  • 4.

    Ein Pleuraempyem entsteht meist aufgrund einer bösartigen Grunderkrankung.

  • 5.

    Der Klopfschall über dem Erguss ist wegen der Flüssigkeitsfortleitung verstärkt.

Antwort ANur die Aussage 4 ist richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1 und 3 sind richtig.

Antwort DNur die Aussage 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.

135!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Das nephrotische Syndrom (Eiweißverlustniere) wird von einem großen Proteinverlust begleitet. Die Folge ist eine Reduktion des kolloidalen Drucks, die Bildung von Ergüssen wird begünstigt.

zu Antwort B

Eine Leberzirrhose geht mit einer eingeschränkten Bildung von Albuminen einher, der kolloidale Druck sinkt, die Bildung von Ergüssen ist begünstigt.

zu Antwort C

Langsam entstehende Ergüsse werden spät symptomatisch als zunehmende Dyspnoe, Tachypnoe und Zyanose bemerkt. Schnell entstehende Ergüsse werden früher durch pulmonale Symptome, v. a. Dyspnoe, zunächst Belastungsdyspnoe, dann Ruhedyspnoe und Zyanose, bemerkt. Durch eine Gewichtszunahme werden Pleuraergüsse nicht frühzeitig erkannt.

zu Antwort D

Unter einem Empyem versteht man eine Eiteransammlung in einer präformierten Höhle. Das Pleuraempyem entsteht durch bakterielle Ursachen.

zu Antwort E

Der Klopfschall ist über dem Ergussareal gedämpft (hyposonor).

136?

Welche der folgenden Symptome sind charakteristisch für Cholera?

  • 1.

    Reiswasserstühle

  • 2.

    Erbsbreistühle

  • 3.

    Trockene, faltige Haut

  • 4.

    Hohes Fieber

  • 5.

    Tiefliegende Augen

Antwort ANur die Aussagen 1 und 4 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.

136!

Antwort D ist richtig.

Cholera wird durch das Bakterium Vibrio cholerae (Toxinproduzent) hervorgerufen. Die Übertragung erfolgt über kontaminiertes Wasser und Lebensmittel. Die IKZ reicht von Stunden bis Tagen.

Die Symptome sind:

  • Symptomarme Verläufe werden als Cholerine bezeichnet und gehen meist mit leichtem Durchfall einher

  • Schwere Verläufe mit starkem wässrigem Durchfall mit kleinen Schleimflocken (Reiswasserdurchfall) und Erbrechen, die zur Exsikkose und zu hypovolämischem Schock führen können

  • Toxische Cholera mit Herz-Kreislauf-Versagen durch Toxinwirkung.

zu Antwort A

Reiswasserstühle sind typische Symptome der Cholera.

zu Antwort B

Erbsbreiartige Stühle sind ein typischer Befund beim Typhus abdominalis.

zu Antwort C

Trockene, faltige Haut ist für Cholera typisch.

zu Antwort D

Bei der Cholera ist die Untertemperatur typisch.

zu Antwort E

Tiefliegende Augen sind Ausdruck des hohen Flüssigkeitsverlustes und für die Cholera typisch.

137?

Welche der folgenden Symptome sind für einen Morbus Parkinson typisch?

  • 1.

    Hyperkinesie

  • 2.

    Hypokinese

  • 3.

    Rigor

  • 4.

    Ruhetremor

  • 5.

    Lichtscheu

Antwort ANur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.

137!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Hyperkinesie ist kein Symptom des M. Parkinson. Hyperkinesie kann bei anderen Basalganglienerkrankungen, wie z. B. der Chorea Huntington, auftreten.

zu Antwort B

Hypokinesie ist ein typisches Symptom des M. Parkinson. Sie kann sich bis hin zur völligen Bewegungsstarre entwickeln.

zu Antwort C

Rigor zählt zu den typischen Symptomen des M. Parkinson.

zu Antwort D

Ruhetremor ist ein typisches Symptom der Parkinsonerkrankung.

zu Antwort E

Lichtscheu ist kein typisches Symptom des M. Parkinson. Lichtscheu kann im Rahmen von Augenerkrankungen, z. B. Konjunktivitis oder Iritis, oder bei entzündlichen Erkrankungen, wie z. B. der Meningitis, vorkommen.

138?

Welche der folgenden Aussagen zur Schwerhörigkeit treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ABei der Schallleitungsschwerhörigkeit liegt die Störung im Innenohr.

Antwort BDie Schallleitungsschwerhörigkeit entsteht im Mittelohr oder im äußeren Gehörgang.

Antwort CBei einer durch Hirntumoren verursachten Schwerhörigkeit liegt eine Schallleitungsschwerhörigkeit vor.

Antwort DDie Schallempfindungsschwerhörigkeit entsteht häufig im Innenohr.

Antwort ETypische Ursache einer Schallempfindungsschwerhörigkeit ist eine Mittelohrentzündung.

138!

Antworten B und D sind richtig.

Schwerhörigkeit geht mit einem reduzierten Hörvermögen einher. Die Ursachen sind vielfältig und können eingeteilt werden in:

  • Schallleitungsschwerhörigkeit, durch krankhafte Prozesse im äußeren Gehörgang oder Mittelohr

  • Schallempfindungsschwerhörigkeit durch Erkrankungen des Innenohrs oder des VIII. Hirnnervs; Hörminderung erfolgt meist zunächst bei höheren Frequenzen

zu Antwort A

Bei Schallleitungsschwerhörigkeit können die Ursachen im äußeren Gehörgang oder Mittelohr gefunden werden.

zu Antwort B

Die Ursachen der Schallleitungsschwerhörigkeit finden sich im äußeren Ohr, u. a. durch Zerumen oder eine Otitis media.

zu Antwort C

Hirntumore können eine Schallempfindungsschwerhörigkeit verursachen.

zu Antwort D

Die Ursachen der Schallempfindungsschwerhörigkeit sind im Innenohr zu suchen.

zu Antwort E

Typische Ursache einer Schallempfindungsschwerhörigkeit ist ein Hörsturz oder ein M. Menière. Eine Mittelohrentzündung führt zur Schallleitungsschwerhörigkeit.

139?

Welche der genannten Erkrankungen können als Spätfolge zu einer Leberzirrhose führen?

  • 1.

    Autoimmunhepatitis

  • 2.

    Alkoholabusus

  • 3.

    Solitäre Leberzysten

  • 4.

    Hämochromatose

  • 5.

    Chronische Rechtsherzinsuffizienz

Antwort ANur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

139!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Die Autoimmunhepatitis ist ein autoaggressiver, entzündlicher Prozess an der Leber, der in der Folge zu einem narbigen Umbau führen kann. Die Autoimmunhepatitis betrifft vorwiegend Frauen und tritt mit anderen Autoimmunerkrankungen, wie z. B. der rheumatoiden Arthritis oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, auf.

zu Antwort B

Alkoholabusus ist die häufigste Ursache der Leberzirrhose in der westlichen Welt, gefolgt von den chronischen Hepatitiden B und C.

zu Antwort C

Solitäre Leberzysten finden sich bei 4–5 % der Menschen nach dem 50. Lebensjahr. Sie kommen vereinzelt (solitär!) vor, sind meist ein Zufallsbefund und in der Regel asymptomatisch.

zu Antwort D

Die Hämochromatose ist eine autosomal-rezessive Eisenspeicherkrankheit, die im Verlauf eine Leberzirrhose verursachen kann.

zu Antwort E

Eine chronische Rechtsherzinsuffizienz kann durch eine chronische Blutstauung und eine Sauerstoffminderversorgung zum zirrhotischen Umbau führen (kardiale Zirrhose).

140?

Welche der folgenden Aussagen zur FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) treffen zu?

  • 1.

    In Endemiegebieten in Süddeutschland sind fast alle Zecken mit dem Erreger befallen.

  • 2.

    Der überwiegende Anteil der Infektionen verläuft ohne Symptome.

  • 3.

    Zur Verhinderung einer FSME sollte nach Zeckenbissen eine 4-wöchige Antibiotikatherapie erfolgen.

  • 4.

    Der Diagnose dienen neben Anamnese und klinischem Bild auch Blutuntersuchungen.

  • 5.

    Eine Übertragung des Erregers findet erst etwa 8 Stunden nach dem Zeckenbiss statt.

Antwort ANur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.

140!

Antwort A ist richtig.

zu Antwort A

In Endemiegebieten sind nach Angaben des Robert Koch Instituts (RKI) 0,5–5 % der Zecken vom FSME-Virus betroffen. Der Befall der Zecken mit Borrelien ist weit höher und wird von RKI mit bis zu 35 % beschrieben.

zu Antwort B

Die meisten FSME-Infektionen verlaufen inapparent.

zu Antwort C

Eine antibiotische Prophylaxe oder Therapie ist unsinnig, weil Antibiotika nicht gegen Viren wirksam sind. Eine präventive Maßnahme ist die FSME-Impfung für Personen in Endemiegebieten.

zu Antwort D

Wegweisend für die Diagnose sind neben der Anamnese und den klinischen Symptomen die Bestimmung von IgM und IgG im Serum. Im Falle einer frischen Infektion sind die IgM-Spiegel erhöht. Die Bestimmung der Immunglobulinspiegel muss dem Arzt überlassen werden. Nach § 24 IfSG besteht für den Heilpraktiker Behandlungsverbot und nach § 7, Abs. 1 IfSG unterliegt die FSME der namentlichen Meldepflicht.

zu Antwort E

Die Übertragung des Erregers findet ohne eine Zeitverzögerung statt. Bei der Borreliose steigt die Infektionswahrscheinlichkeit mit der Dauer des Saugaktes der Zecke.

141?

Welche Aussage zu Gelenkerkrankungen trifft zu?

Ein Symptom, das eher für ein degeneratives als für ein entzündlich-rheumatisches Geschehen spricht, ist:

Antwort ABefall aller Gelenke eines Fingers bei langjährig bestehender Psoriasis

Antwort BAnlauf- und Belastungsschmerz

Antwort CMorgensteifigkeit länger als 30 Minuten

Antwort DAllgemeinsymptome (z. B. Schwäche, Müdigkeit, Fieber, Appetitlosigkeit)

Antwort EEntzündungen der Sehnenscheiden, vor allem der Hände mit tastbarem Knirschen (Crepitatio) bei Bewegung

141!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Ein Befall aller Gelenke eines Fingers bei langjährig bestehender Psoriasis spricht für eine Psoriasis-Arthritis, die entzündlicher Natur ist. Der Befall aller Gelenke eines Fingers wird auch als Beteiligung „im Strahl“ oder als „Wurstfinger“ bezeichnet, oder im Fall einer Zehbeteiligung als „Wurstzehe“.

zu Antwort B

Anlauf- und Belastungsschmerzen (später Ruheschmerzen) sind typische Symptome degenerativer Erkrankungen.

zu Antwort C

Eine Morgensteifigkeit über 30 Minuten ist für entzündliche Gelenkerkrankungen typisch.

zu Antwort D

Allgemeinsymptome, wie z. B. Schwäche, Müdigkeit, Fieber und Appetitlosigkeit, sind Ausdruck eines systemischen entzündlichen Prozesses.

zu Antwort E

Entzündungen der Sehnenscheiden, vor allem der Hände mit tastbarem Knirschen (Crepitatio) bei Bewegung, sind, wie hier schon impliziert, auf ein entzündliches Geschehen zurückzuführen.

142?

Welche Aussage zur Lungenembolie trifft zu?

Antwort AUrsächlich für die Lungenembolie sind oft Thromben aus dem linken Vorhof.

Antwort BDie Lungenembolie ist eine der häufigsten plötzlichen Todesursachen.

Antwort CIm Vorfeld einer Lungenembolie treten gehäuft Angina pectoris-Anfälle auf.

Antwort DDyspnoe und Tachykardie kommen kaum vor.

Antwort EEine Röntgenaufnahme in zwei Ebenen bringt meist Klarheit.

142!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Ursache der Lungenembolie sind Thromben, die in den tiefen Beinvenen, Beckenvenen seltener in den Armvenen entstehen. Thromben aus dem linken Herzen können eine arterielle Embolie, z. B. Hirninfarkt, oder einen akuten Extremitätenverschluss hervorrufen.

zu Antwort B

Die Lungenembolie ist eine der häufigsten plötzlichen Todesursachen.

zu Antwort C

Die Lungenembolie ist ein plötzliches Geschehen. Gehäuft können im Vorfeld Symptome der tiefen Beinvenenthrombose (TVT) beobachtet werden. Angina pectoris-Anfälle treten im Vorfeld einer Lungenembolie nicht gehäuft auf.

zu Antwort D

Leitsymptome der Lungenembolie sind u. a. Thoraxschmerz, Dyspnoe, Zyanose, Husten und Schocksymptome. Lungenembolien können auch atypisch verlaufen und sich in unklaren Verwirrtheitszuständen, tachykarden Episoden, Schwindel oder Synkopen äußern.

zu Antwort E

Eine Röntgenaufnahme ist unzuverlässig und bringt in maximal der Hälfte der Fälle unsichere Zeichen. Sinnvoller und aufschlussreicher ist eine CT-Angiografie.

143?

Sie vermuten bei einem adipösen Patienten eine Fettstoffwechselstörung.

Welche der genannten Befunde stützen Ihren Verdacht?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ATophi am Ohr

Antwort BUhrglasnägel

Antwort CXanthelasmen

Antwort DRingförmige, weißliche Trübung der Hornhautperipherie

Antwort ETüpfelnägel

143!

Antworten C und D sind richtig.

zu Antwort A

Tophi am Ohr sind Symptome der chronischen Gicht, die durch eine Harnsäureablagerung an peripheren Körperanteilen entsteht.

zu Antwort B

Uhrglasnägel gehen mit starker Wölbung in Längs- und Querrichtung durch Schwellung des Nagelbetts einher. Sie treten gehäuft bei Lungenerkrankungen, Herzerkrankungen oder Colitis ulcerosa auf.

zu Antwort C

Xanthelasmen sind weiche gelbe Fettablagerungen in der Haut, die u. a. im Rahmen von Fettstoffwechselstörungen auftreten können. Die Prädilektionsstelle ist die periorbitale Region.

Neben Xanthelasmen können sich im Zuge der Fettstoffwechselstörung Xanthome an den Streckseiten der Gelenke ausbilden. Sie imponieren als weiche, knotige Gebilde.

zu Antwort D

Ringförmige, weißliche Trübung der Hornhautperipherie wird als Arcus senilis (Gerontoxon, Greisenring) bezeichnet. Die Erscheinung ist auf eine Fettablagerung in der Cornea zurückzuführen und kann Ausdruck einer Fettstoffwechselstörung sein.

zu Antwort E

Tüpfelnägel können im Zuge der Psoriasis, neben Ölflecken und Krümelnägel vorkommen.

144?

Welche der folgenden Aussagen zur angeborenen Hüftgelenksdysplasie treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ABei Männern kommt diese Fehlbildung etwa dreimal häufiger vor als bei Frauen.

Antwort BEs handelt sich um eine seltene Fehlbildung, die etwa bei einem von 5.000 Neugeborenen zu verzeichnen ist.

Antwort CDie Diagnose wird mit einer Ultraschalluntersuchung gesichert.

Antwort DEine Behandlungsmaßnahme sollte frühestens ab dem 9. Lebensmonat erfolgen.

Antwort EBei der konservativen Therapie wird eine Abspreizbehandlung (z. B. Spreizhose) durchgeführt

144!

Antworten C und E sind richtig.

zu Antwort A

Mädchen sind deutlich häufiger betroffen als Knaben. Symptome sind Faltenasymmetrie, Abspreizbehinderung der Beinchen beim Wickeln, das betroffene Bein wird kaum bewegt, Schnappen der Hüftgelenke.

zu Antwort B

Die Erkrankung ist mit 3–5 % die häufigste angeborene Fehlbildung.

zu Antwort C

Die Diagnose wird mit der Sonografie gesichert.

zu Antwort D

Eine Behandlung der Hüftgelenkdysplasie sollte ab der 6. Lebenswoche erfolgen. Eine späte Behandlung kann im Erwachsenenalter eine vorzeitige Coxarthrose zur Folge haben.

zu Antwort E

Bei der konservativen Therapie wird eine Abspreizbehandlung (z. B. Spreizhose) durchgeführt. Ferner ist der Einsatz der Pavlik-Bandage oder eines Gipsverbandes möglich.

145?

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?

Somatoforme Störungen

  • 1.

    können zu einem primären Krankheitsgewinn führen

  • 2.

    sind oft mit Missbrauch von Schmerzmitteln oder Alkohol verbunden

  • 3.

    sind meist Ausdruck einer körperlichen Erkrankung

  • 4.

    können sich in muskulärer Schwäche äußern

  • 5.

    haben auch bei später Diagnosestellung eine günstige Prognose

Antwort ANur die Aussage 3 ist richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

145!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Beim primären Krankheitsgewinn erlangt der Patient einen (seelischen) Benefit aus dem aktuellen Zustand. Bestimmte Konflikte können dadurch, meist unbewusst, vermieden werden.

Beim sekundären Krankheitsgewinn erlangt der erkrankte Patient durch seine Umgebung Zuspruch, Zuwendung und Mitgefühl. Das kann dazu führen, dass die Patienten möglicherweise die Erkrankung als dienlich beurteilen und eine potenzielle Genesung verzögern.

zu Antwort B

Ein Missbrauch von Beruhigungsmitteln, Schmerzmitteln und Alkohol ist häufig.

zu Antwort C

Die somatoforme Störung ist eine Störung, im Rahmen derer man die Beschwerden nicht durch körperliche Funktionsstörungen erklären kann. Psychische Einflüsse gelten als Ursache.

Körperliche Leiden wie chronisch entzündliche Erkrankungen, hormonelle Störungen usw. müssen ausgeschlossen werden.

zu Antwort D

Neben Schmerzzuständen zählen Schwächezustände ebenfalls zum Krankheitsbild.

zu Antwort E

Die Prognose ist meist problematisch und die Therapie schwierig. Präferiert werden v. a. verhaltenstherapeutische Maßnahmen. Antidepressiva können sinnvoll sein.

146?

Welche der folgenden Infektionserkrankungen werden durch Viren verursacht?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AScharlach

Antwort BWindpocken

Antwort CRingelröteln

Antwort DKeuchhusten

Antwort EDiphtherie

146!

Antworten B und C sind richtig.

zu Antwort A

Scharlach wird durch die Bakterien β-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A hervorgerufen.

zu Antwort B

Windpocken werden durch das Humane Herpesvirus Typ 3, Varizella-Zoster-Virus, hervorgerufen.

zu Antwort C

Ringelröteln werden durch das Parvovirus B19 hervorgerufen.

zu Antwort D

Keuchhusten wird durch das Bakterium Bordetella pertussis hervorgerufen.

zu Antwort E

Diphtherie wird durch das Bakterium Corynebacterium diphtheriae hervorgerufen.

147?

Welche der genannten Organe sind hauptsächlich am Vitamin-D-Stoffwechsel beteiligt?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort APankreas

Antwort BHaut

Antwort CMilz

Antwort DNebenniere

Antwort ELeber

147!

Antworten B und E sind richtig.

zu Antwort A

Das Pankreas ist eine exokrine und eine endokrine Drüse, die an Verdauungsprozessen und der Stoffwechselregulation, insbesondere an der Glukoseregulation, beteiligt sind.

zu Antwort B

Die Haut ist an der Bildung von Vitamin D beteiligt. Voraussetzung für die Bildung ist eine ausreichende Sonnenbestrahlung.

zu Antwort C

Die Milz gehört neben den Lymphknoten und den Peyer Plaques zu den sekundären lymphatischen Organen und dient hauptsächlich der Abwehr und der Reinigung des Blutes.

zu Antwort D

Die Nebennieren sitzen kappenartig am oberen Pol der Nieren. Sie werden in Nebennierenmark und Nebennierenrinde unterteilt. In den Nebennieren werden die Hormone Kortisol (Glukokortikoide), Aldosteron (Mineralkortikoide) und Androgene gebildet. Im Nebennierenmark werden Katecholamine (v. a. Noradrenalin und Adrenalin) gebildet.

zu Antwort E

Die Leber ist an der Vitamin-D-Synthese beteiligt.

148?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Das Lasègue-Zeichen

Antwort Awird am sitzenden Patienten geprüft

Antwort Bwird durch passives Anheben des Kopfes am liegenden Patienten ausgelöst

Antwort Ckann ein Hinweis für das Vorliegen einer Meningitis sein

Antwort Dist ein Hinweis auf Schädigung des Nervus peroneus

Antwort Ekann als Hinweis für einen Bandscheibenvorfall dienen

148!

Antworten C und E sind richtig.

zu Antwort A

Das Lasègue-Zeichen wird am liegenden Patienten geprüft. Durch passive Dehnung der Nerven und durch das Anheben des Beines wird (werden) die Wurzel/Meningen noch mehr irritiert, der Patient äußert Schmerzen im Verlauf des Beines. Das Ergebnis wird in Winkelgraden dokumentiert.

zu Antwort B

Das Brudzinski-Zeichen wird durch passives Anheben des Kopfes am liegenden Patienten ausgelöst.

zu Antwort C

Das Zeichen nach Lasègue ist ein Meningendehnungszeichen und kann bei Meningitis positiv sein.

zu Antwort D

Das positive Lasègue-Zeichen ist ein Hinweis auf einen Bandscheibenvorfall oder entzündliche meningeale Erkrankung. Eine Schädigung des N. peroneus kann sich u. a. als „Steppergang“ bemerkbar machen durch eine Lähmung der Fußextensoren.

zu Antwort E

Das Zeichen nach Lasègue kann Hinweise auf einen Prolaps geben. Beim Prolaps verschieben sich Teile der Bandscheibe meist nach lateral und komprimieren die Nervenwurzeln. Durch die passive Dehnung der Nerven wird die Wurzel noch mehr irritiert, und der Patient äußert Schmerzen im Verlauf des betroffenen Nervs.

149?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Gegen welche Erkrankungen sollte ein Kind bis zum 6. Lebensmonat bereits Impfungen erhalten haben?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ATetanus

Antwort BMasern

Antwort CRöteln

Antwort DKeuchhusten

Antwort EInfluenza

149!

Antworten A und D sind richtig.

zu Antwort A

Die Tetanusimpfung wird von der STIKO empfohlen und mit der 7-fach Impfung appliziert (nach dem vollendeten 2., 3., 4. Lebensmonat und dem 11.–14. Lebensmonat).

zu Antwort B

Die Masernimpfung ist eine von der STIKO empfohlene Impfung, aber nach dem vollendeten 1. Lebensjahr. Meist wird die Impfung mit Mumps, Röteln und evtl. Varizellen appliziert. Alle Impfstoffe sind Lebendimpfstoffe.

zu Antwort C

Die Rötelnimpfung ist eine von der STIKO empfohlene Impfung, aber nach dem vollendeten 1. Lebensjahr. Meist wird die Impfung mit Mumps, Masern und evtl. Varizellen appliziert.

zu Antwort D

Die Keuchhustenimpfung wird von der STIKO empfohlen und mit der 7-fach Impfung appliziert (nach dem vollendeten 2., 3., 4. Lebensmonat und dem 11.–14. Lebensmonat).

zu Antwort E

Die Influenza-Impfung ist für Säuglinge bis zum 6. Lebensmonat von der STIKO nicht empfohlen. Die Influenza-Impfung ist als Standardimpfung für Menschen nach dem 60. Lebensjahr als jährliche Impfung empfohlen.

150?

Welche der folgenden Aussagen zum Asthma bronchiale treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AKörperliche Anstrengung kann zu einem akuten Asthmaanfall führen.

Antwort BDas allergische Asthma beginnt überwiegend im späteren Erwachsenenalter (über 50 Jahre).

Antwort CMedikamente (z. B. Acetylsalicylsäure) können Asthmaanfälle auslösen.

Antwort DTypisch für einen akuten Asthmaanfall ist hohes Fieber.

Antwort EEs besteht eine irreversible Erweiterung der Lufträume distal der kleinen Bronchien.

150!

Antworten A und C sind richtig.

zu Antwort A

Körperliche Belastung kann einen Asthmaanfall hervorrufen. Andere Auslösefaktoren sind:

Kälte, virale Infekte, psychischer Stress, Allergenexposition

zu Antwort B

Das allergische Asthma dominiert bei Kindern, bei Erwachsenen dominiert das nicht-allergische (intrinsische) Asthma.

zu Antwort C

Acetylsalicylsäure oder die Einnahme von β-Blockern können Asthmaanfälle provozieren.

zu Antwort D

Typisch für den akuten Asthmaanfall sind Dyspnoe, Husten, zähes Sputum und ein exspiratorischer Stridor. Tachykardie, u. U. Zyanose, Angst und Kaltschweißigkeit sind typische Begleiterscheinungen. Hohes Fieber ist typisch für entzündliche Lungenprozesse, z. B. im Rahmen der Lobärpneumonie.

zu Antwort E

Das Emphysem ist definiert als eine irreversible Erweiterung der Lufträume distal der kleinen Bronchien. Es kann sich im Verlauf des Asthma bronchiale als Komplikation entwickeln.

151?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

EHEC-Erreger können übertragen werden durch:

  • 1.

    Tierkontakte

  • 2.

    Pflanzliche Lebensmittel

  • 3.

    Rohes Fleisch

  • 4.

    Rohe, nicht erhitzte Milch

  • 5.

    Schmierinfektion von Mensch zu Mensch

Antwort ANur die Aussagen 2 und 5 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

151!

Antwort E ist richtig.

Das EHEC-(entero-hämorrhagischer E. coli) Bakterium ist ein Diarrhö-Erreger (Toxinbildner). Die Übertragung erfolgt über kontaminierte Lebensmittel, von Mensch zu Mensch und über Tierkontakte. Nach der Inkubationszeit von 2–5 Tagen treten Bauchschmerzen und wässrige Durchfälle auf, die dann blutig werden. Als Komplikation kann sich das hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) entwickeln. Symptome sind hämolytische Anämie, glomeruläre Schädigung und die Thrombopenie. Die andere Komplikation des EHEC ist die thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (M. Moschkowitz), die v. a. Erwachsene betrifft und mit neurologischen Symptomen einhergeht.

zu Antwort A

EHEC kann über Tierkontakte übertragen werden.

zu Antwort B

EHEC kann auch über kontaminierte, pflanzliche Lebensmittel übertragen werden.

zu Antwort C

EHEC kann durch rohe Fleischprodukte übertragen werden.

zu Antwort D

EHEC kann über rohe Milch übertragen werden.

zu Antwort E

Über Schmierinfektionen von Mensch zu Mensch kann der EHEC ebenfalls übertragen werden.

152?

Welche der folgenden Aussagen zum Kreislauf und den Blutgefäßen treffen zu?

  • 1.

    Vom Aortenbogen gehen die linke und rechte Nierenarterie ab.

  • 2.

    Oberhalb des Zwerchfells befindet sich die Brustaorta, unterhalb des Zwerchfells die Bauchaorta.

  • 3.

    Die obere und untere Mesenterialarterie versorgen überwiegend den Darm.

  • 4.

    Die obere Hohlvene sammelt das Blut aus den Armen, dem Kopf, dem Hals und der Brust und führt es zum Herzen.

  • 5.

    Die Pfortader führt nährstoffarmes Blut zur Leber.

Antwort ANur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.

152!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Der Aortenbogen ist die Fortführung der A. ascendens. Aus diesem Teil gehen folgende drei Arterien ab: Truncus brachiocephalicus, A. carotis communis, A. subclavia sinistra.

Die rechte und linke Nierenarterie gehen von der A. abdominalis unterhalb der A. mesenterica superior ab.

zu Antwort B

Die A. descendens wird in die A. thoracica und in die A. abdominalis eingeteilt, wobei die Teilungsstelle das Zwerchfell ist.

zu Antwort C

Die Aa. mesenterica superior und inferior versorgen den Darm.

zu Antwort D

Die obere Hohlvene (V. cava superior) entsteht aus der Vereinigung der beiden Vv. brachiocephalicae (Arm-Kopf-Vene), die dann im rechten Vorhof mündet. Sie drainiert das Blut aus dem Kopf, Armen, Hals und Thorax.

zu Antwort E

Die V. portae (Pfortader) geht hinter dem Pankreaskopf aus dem Zusammenfluss der V. mesenterica superior (obere Darmvene) und der V. lienalis (Milzvene) hervor. Sie drainiert die unpaaren Bauchorgane und das sauerstoffarme, aber nährstoffreiche Blut.

153?

Welche der folgenden Aussagen über die Strukturen des zentralen Nervensystems trifft (treffen) zu?

  • 1.

    Zum Gehirn gehören Großhirn, Zwischenhirn, Hirnstamm und Kleinhirn.

  • 2.

    Im Hypothalamus werden Hormone gebildet.

  • 3.

    Das Sehzentrum liegt im Stirnlappen.

  • 4.

    Die Medulla oblongata enthält wichtige Steuerungszentren von Herz, Kreislauf und Atmung.

  • 5.

    Das limbische System ist ein wichtiges Zentrum zur Steuerung von unwillkürlichen Reflexen.

Antwort ANur die Aussage 4 ist richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.

153!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Das Gehirn wiegt ca. 1.400–1.700 g, wovon 85 % das Großhirn einnimmt. Es besteht von oben nach unten aus Großhirn, Zwischenhirn, Mittelhirn, Pons, Medulla oblongata und Kleinhirn.

zu Antwort B

Der Hypothalamus liegt im Zwischenhirn und dient als übergeordnetes Zentrum für alle vegetativen und endokrinen Vorgänge. Im Hypothalamus werden das ADH (Adiuretin oder Antidiuretisches Hormon) und das Oxytocin gebildet, im Hypophysenhinterlappen gespeichert und bei Bedarf ans Blut abgegeben.

zu Antwort C

Das primäre Sehzentrum liegt im Okzipitallappen. Der Stirnlappen (Lobus frontalis) liegt in der vorderen Schädelgrube und ist v. a. für die motorischen Funktionen zuständig.

zu Antwort D

Die Medulla oblongata zählt zum entwicklungsgeschichtlich ältesten Teil des Gehirns und enthält neben ab- und aufsteigenden Bahnen, Kerne mehrerer Hirnnerven und die Formatio reticularis, die für die Regulation des Kreislaufs, Atmung und Schutzreflexe zuständig ist.

zu Antwort E

Das limbische System ist ein funktionelles System. Es kann als Zentrum der Emotionen bezeichnet werden.

154?

Welche der folgenden Aussagen zum Bildungsort der Hormone treffen zu?

  • 1.

    Leber: Insulin

  • 2.

    Schilddrüse: Kalzitonin

  • 3.

    Hypothalamus: Adiuretin (ADH)

  • 4.

    Nebenschilddrüse: Parathormon (PTH)

  • 5.

    Hypophysenvorderlappen: Adrenalin

Antwort ANur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

154!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Insulin wird in β-Zellen der Langerhans Inseln im Pankreas produziert.

zu Antwort B

Das Kalzitonin wird in den C-Zellen der Schilddrüse gebildet.

zu Antwort C

Das Adiuretin (ADH oder Vasopressin) wird neben dem Oxytocin im Hypothalamus gebildet und im Hypophysenhinterlappen (Neurohypophyse) gespeichert und bei Bedarf ans Blut abgegeben.

zu Antwort D

Das Parathormon wird in der Nebenschilddrüse gebildet.

zu Antwort E

Im Hypophysenvorderlappen werden folgende Hormone gebildet:

  • TSH (thyreoideastimulierendes Hormon)

  • ACTH (adrenocorticotropes Hormon)

  • FSH (follikelstimulierendes Hormon)

  • LH (luteinisierendes Hormon)

  • STH (somatotropes Hormon)

  • MSH (melanozytenstimulierendes Hormon)

  • Prolaktin

Adrenalin wird im Nebennierenmark gebildet.

155?

Welche der folgenden Aussagen zu Alkohol bzw. alkoholbedingten Erkrankungen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ABei Frauen sind bei täglichen Trinkmengen von 100 g reinem Alkohol noch keine Leberschäden zu erwarten.

Antwort BDas Alkoholentzugsdelir beginnt in der Regel am 2.–3. Tag nach dem Entzug von Alkohol.

Antwort CNormale Transaminasen (GOT, GPT) schließen eine alkoholische Fettleber aus.

Antwort DDer Energiegehalt (je Gramm) von Alkohol entspricht etwa 7 kcal/g (ca. 30 kJ/g).

Antwort EEine fettreiche Mahlzeit zum Bier verhindert die Aufnahme von Alkohol ins Blut.

155!

Antworten B und D sind richtig.

zu Antwort A

Bei Frauen spricht man von riskantem Alkoholkonsum bereits ab einer Menge von 20 g/Tag. 100 g reinen Alkohols entsprechen 2–2,5 l Bier täglich.

zu Antwort B

Das Alkoholentzugssyndrom setzt Stunden bis wenige Tage in Abhängigkeit von der konsumierten Menge und Art der alkoholischen Getränke nach dem Absetzen der Noxe ein. Eine Komplikation des Entzugssyndroms, das Delirium tremens, beginnt meist am 2.–4. Tag. Dem Delir gehen häufig Alkoholentzugskrämpfe voraus.

zu Antwort C

Die Diagnose der Fettleber erfolgt in der Sonografie bzw. in der histologischen Untersuchung. Normale Transaminasen (GOT, GPT) schließen eine alkoholische Fettleber nicht aus.

zu Antwort D

Der Energiegehalt (je Gramm) von Alkohol entspricht etwa 7 kcal/g (ca. 30 kJ/g).

zu Antwort E

Fettreiche Mahlzeiten und Alkoholkonsum führen zur Veresterung beider Komponenten und verlangsamten Abgabe des Alkohols ins Blut. Die Verbindung verhindert die Aufnahme des Alkohols ins Blut nicht, weil sie im Zuge des Verdauungsprozesses wieder gespalten wird, die Resorption erfolgt aber langsamer.

156?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Zu den typischen Symptomen einer Manie zählen:

  • 1.

    Ein deutlich vermehrtes Redebedürfnis

  • 2.

    Man hält sich für deutlich qualifizierter und intelligenter als man tatsächlich ist

  • 3.

    Ein deutlich erhöhtes Schlafbedürfnis

  • 4.

    Formale Denkstörungen

  • 5.

    Vermindertes Selbstwertgefühl mit Zweifel an sich selbst

Antwort ANur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 3 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

156!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Ein deutlich vermehrtes Redebedürfnis ist für die Manie typisch und wird auch als Logorrhö bezeichnet.

zu Antwort B

Die Einschätzung der eigenen Möglichkeiten und Kapazitäten ist im Rahmen der Manie deutlich gestört, wobei die Patienten zu deutlicher Überschätzung und zu Omnipotenzgefühlen neigen.

zu Antwort C

Im Rahmen der Manie findet sich ein deutlich reduziertes Schlafbedürfnis. Die Patienten fühlen sich enorm belastbar, leistungsfähig und aktiv. Ein deutlich erhöhtes Schlafbedürfnis findet sich eher bei der Depression.

zu Antwort D

Formale Denkstörungen sind Störungen des Ablaufs, der Zielhaftigkeit und/oder der Geschwindigkeit des Denkens. Bei der Manie herrscht eine Ideenflucht vor, der Gedankengang ist beschleunigt und einfallsreich.

zu Antwort E

Selbstzweifel und vermindertes Selbstwertgefühl sind der Depression zuzuordnen. Patienten mit einer Manie sind der Überzeugung, omnipotent zu sein, wobei die eigenen Fähigkeiten deutlich überschätzt werden. Nicht selten geht die Erkrankung mit einem Größenwahn einher.

157?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Ein Patient mit Sprue (glutensensitive Enteropathie) fragt Sie bei einer Feier, welche Gerichte er vom Buffet essen darf.

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort APellkartoffeln

Antwort BNudelauflauf

Antwort CSojabohnenquark

Antwort DGrünkernlaibchen (Bratling aus Dinkel)

Antwort EZwiebelkuchen aus Hefeteig

157!

Antworten A und C sind richtig.

zu Antwort A

Kartoffeln sind glutenfrei und können bedenkenlos verzehrt werden. Andere glutenhaltige Lebensmittel sind Reis, Mais, Kartoffeln, Hirse, Buchweizen, Soja.

zu Antwort B

Nudeln werden meist aus Weizen hergestellt. Weizen ist glutenhaltig und kann hier nicht empfohlen werden. Maisnudeln, Glasnudeln (aus der Mungbohne) oder Reisnudeln sind glutenfei und können verzehrt werden.

zu Antwort C

Sojabohnenquark ist glutenfrei und kann empfohlen werden.

zu Antwort D

Grünkern gewinnt man aus dem unreifen Dinkel und dem anschließenden Röstvorgang. Grünkern und auch der reife Dinkel sind glutenhaltig und sollten gemieden werden.

zu Antwort E

Zwiebelkuchen mit Hefeteig wird auch meist aus Weizenmehl oder Roggenmehl hergestellt. Beide Getreidearten sind glutenhaltig, sollten also nicht verzehrt werden.

158?

Ein etwa 70-jähriger fußamputierter Mann wird bewusstlos in einem Rollstuhl sitzend aufgefunden.

Die Haut ist kalt und schweißig, am Bauch sind mehrere, von kleinen Hämatomen umgebene Einstiche zu sehen.

Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?

Antwort AEpileptischer Anfall

Antwort BHypoglykämie

Antwort CHeroinintoxikation

Antwort DAllergischer Schock

Antwort ESchlaganfall

158!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Epileptische Anfälle (Grand-mal-Anfälle) können mit einer Aura beginnen. Im Anschluss folgt die tonisch-klonische Phase, danach der postiktale Zustand, der mit Schläfrigkeit oder Verwirrtheitszuständen einhergehen kann.

zu Antwort B

Die o. g. Symptome sprechen für das Vorliegen einer Hypoglykämie, bei einem höchstwahrscheinlich insulinpflichtigen Patienten. Zu vermuten ist weiterhin ein lang bestehender Diabetes, der bereits Spätkomplikationen verursacht hat. Die Fußamputation ist möglicherweise auf eine fortgeschrittene pAVK zurückzuführen.

zu Antwort C

Die Heroinintoxikation geht mit den Trias Atemdepression, Miosis und Bewusstlosigkeit einher. Angaben über eine Atemdepression und Miosis finden sich nicht.

zu Antwort D

Der anaphylaktische Schock entwickelt sich als Maximalvariante der Typ-I-Reaktion und führt zu Degranulation von Mastzellen und unkontrollierten Histaminausschüttung.

zu Antwort E

Ein Schlaganfall kann als Spätkomplikation des Diabetes auftreten. Auffällig wäre ein hängender Mundwinkel oder eine Halbseitenparese, Drehung der Bulbi zum Herd.

159?

Welche der folgenden Aussagen zu einem vollständigen Ausfall des N. ulnaris treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ABei dem Ausfall sind sensible Hautbezirke von Ringfinger und Kleinfinger des angrenzenden Handrückens betroffen.

Antwort BDer Ausfall führt zur sog. „Krallenhand“.

Antwort CDer Ausfall führt zum Unvermögen, die Zeige- und Mittelfinger zu beugen.

Antwort DBei dem Ausfall sind sensible Hautbezirke von Daumen- und Zeigefinger betroffen.

Antwort EBeim Ausfall kommt es zu einem Ruhetremor.

159!

Antworten A und B sind richtig.

zu Antwort A

Die Läsion des N. ulnaris führt zu Sensibilitätsstörungen volar und dorsal an den Fingern 4 und 5. Die Beteiligung der motorischen Fasern führt zu einer Unfähigkeit, die Finger zu strecken („Krallenhand“). Die Ursache ist meist ein Trauma.

zu Antwort B

Die Beteiligung der motorischen Fasern des N. ulnaris führt zur Lähmung der Fingerstrecker, was als „Krallenhand“ imponiert.

zu Antwort C

Der Ausfall des N. medianus führt zum Unvermögen, die Zeige- und Mittelfinger (und auch Daumen) zu beugen. Beim Versuch, eine Faust zu machen, entsteht eine „Schwurhand“. Meist ist der N. medianus im Bereich des Lig. carpi transversum komprimiert (Karpaltunnelsyndrom).

zu Antwort D

Ein Sensibilitätsausfall von Daumen- und Zeigefinger volar und dorsal spricht für die Schädigung im C6 Dermatom (Segment).

zu Antwort E

Der Ruhetremor ist kein Symptom der Ulnarislähmung. Ruhetremor kann im Rahmen einer Stressreaktion, Hyperthyreose oder beim M. Parkinson auftreten.

160?

Bei welchen der genannten Wunden bestehen Bedenken gegen eine primäre Wundnaht?

  • 1.

    Tiefe, stark blutende Wunde

  • 2.

    Alte Wunden (12 Stunden überschritten)

  • 3.

    Glattrandige Wunden

  • 4.

    Verschmutzte Wunden

  • 5.

    Wunden mit Infektionszeichen

Antwort ANur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

160!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Tiefe, stark blutende Wunden können mit einer Primärnaht versorgt werden. Voraussetzung ist, dass der Verschluss innerhalb der ersten 6–8 Stunden nach dem Trauma erfolgt und die Wundränder glatt sind, die Wunde nicht infiziert und nicht verschmutzt ist.

zu Antwort B

Alte Wunden, die den Zeitraum der 12-Stunden-Grenze überschritten haben, dürfen nicht mehr mit einer primären Naht versorgt werden, sondern mit der Sekundärnaht oder der verzögerten primären Naht.

zu Antwort C

Glattrandige Wunden werden meist mit einer Primärnaht versorgt, vorausgesetzt der Verschluss erfolgt nicht später als 6–8 Stunden nach dem Trauma.

zu Antwort D

Verschmutzte Wunden dürfen nicht mit einer Primärnaht versorgt werden. Sie werden gesäubert, gespült und glattrandig exzidiert (Wundtoilette). Danach wird die Wunde feucht gehalten. Bei einer guten Heilungstendenz kann dann fakultativ eine Sekundärnaht angelegt werden.

zu Antwort E

Infizierte Wunden müssen zunächst einer Wundtoilette unterzogen werden und im Verlauf regelmäßig gespült, gereinigt und mit Antiseptika behandelt werden.

161?

Welche der folgenden Ursachen tragen am ehesten zur Entstehung einer tiefen Beinvenenthrombose bei?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AAlkoholkonsum

Antwort BImmobilisation

Antwort CDiabetes mellitus

Antwort DFettstoffwechselstörung

Antwort EExsikkose

161!

Antworten B und E sind richtig.

Zu den klassischen Risikofaktoren der tiefen Beinvenenthrombose gehören die Virchow-Trias.

  • Veränderung der Strömungsgeschwindigkeit durch z. B. Immobilität, lange Flugreisen

  • Endothelschäden durch Entzündungen, Operationen oder andere traumatische Geschehen

  • Veränderungen der Blutzusammensetzung zugunsten der festen Bestandteile begünstigen das Auftreten der TVT, z. B. durch eine Polycythämia vera, Diuretikatherapie

zu Antwort A

Alkoholkonsum ist ein Risikofaktor für die Entstehung von u. a. Leberzirrhose, akuter und chronischer Pankreatitis, akuter und chronischer Gastritis und Polyneuropathie.

zu Antwort B

Immobilität welcher Genese auch immer ist ein Risikofaktor für die Entstehung der TVT.

zu Antwort C

Diabetes mellitus ist ein Risikofaktor für die Entstehung der Arteriosklerose.

zu Antwort D

Fettstoffwechselstörungen, insbesondere die Erhöhung des LDL-Cholesterins und der Triglyzeride und die Erniedrigung des HDL-Cholesterins sind Risikofaktoren für die Entstehung der Arteriosklerose.

zu Antwort E

Exsikkosezustände erhöhen das Risiko der TVT.

162?

Welche Aussage zur Subduralblutung (Subduralhämatom) trifft zu?

Antwort ADie Blutung liegt zwischen Schädelknochen und harter Hirnhaut.

Antwort BDie Blutung liegt zwischen harter und weicher Hirnhaut.

Antwort CDas erste Symptom ist meist einseitiges Nasenbluten.

Antwort DEs handelt sich meist um eine Aneurysmabildung.

Antwort EUrsache ist meist ein entgleister Bluthochdruck.

162!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Eine Blutung zwischen Schädelknochen und harter Hirnhaut wird als epidurale Blutung bezeichnet. Sie ist arterieller Natur.

zu Antwort B

Subdurale Blutungen sind venös und finden zwischen harter und weicher Hirnhaut statt.

zu Antwort C

Das Subduralhämatom kann in akute und chronische Formen eingeteilt werden. Die Symptome sind die gleichen, die zeitliche Entwicklung ist unterschiedlich.

Die Symptome ergeben sich aus einer Hirndrucksteigerung:

  • Kopfschmerzen (am Morgen stärker) mit Erbrechen, Lähmungserscheinungen

  • Organisches Psychosyndrom

  • Pupillendifferenz (Anisokorie), Stauungspapille, Atemstörungen, Bradykardie, Hypertonie, epileptische Anfälle, Bewusstseinsstörung bis hin zum Koma

zu Antwort D

Aneurysmen bilden sich im Subarachnoidalraum und können bei Ruptur eine Subarachnoidalblutung hervorrufen. Aneurysmen sind in der Regel angeboren und rupturieren ohne äußere Einwirkung.

zu Antwort E

Ein entgleister Bluthochdruck kann Ursache für eine intrakranielle Blutung sein.

163?

Durch welche der folgenden Erkrankungen wird gehäuft ein Aszites verursacht?

  • 1.

    Nephrotisches Syndrom

  • 2.

    Rachitis

  • 3.

    Bösartige Tumore des Magen-Darm-Trakts

  • 4.

    Isolierte Linksherzinsuffizienz ohne Rechtsherzbeteiligung

  • 5.

    Isolierte Rechtsherzinsuffizienz ohne Linksherzbeteiligung

Antwort ANur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

163!

Antwort C ist richtig.

Aszites ist definiert als Ansammlung von Flüssigkeit in der freien Peritonealhöhle. Die Ursachen sind vielfältig:

  • Leberzirrhose (portaler Aszites)

  • Rechtsherzinsuffizienz (kardialer Aszites)

  • Tumore der Bauchhöhle (maligner Aszites)

  • Nephrotisches Syndrom (hypalbuminämischer Aszites)

  • Bakterielle Peritonitis (entzündlicher Aszites)

zu Antwort A

Das nephrotische Syndrom (Eiweißverlustniere) kann eine Ursache von Aszites sein.

zu Antwort B

Die Rachitis entsteht durch Mangel an Vitamin D. Eine Entwicklung von Aszites ist bei der Rachitis nicht zu erwarten.

zu Antwort C

Maligne Tumore können mit einer malignen Aszitesbildung einhergehen.

zu Antwort D

Die Symptome der isolierten Linksherzinsuffizienz sind Leistungsknick, Schwäche, Dyspnoe, Orthopnoe, Zyanose und im schlimmsten Fall zum Lungenödem.

zu Antwort E

Die Rechtsherzinsuffizienz kann einen kardialen Aszites hervorrufen.

164?

Welche der folgenden Aussagen zu einer schlafbezogenen Atmungsstörung treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AZur Behandlung werden bevorzugt Schlafmittel eingesetzt.

Antwort BDer Befund hat keinen Einfluss auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Antwort CDas Unfallrisiko der betreffenden Patienten ist erheblich erhöht.

Antwort DEine Verbesserung der Schlafhygiene kann sich auf das Beschwerdebild positiv auswirken.

Antwort EDie Diagnosestellung erfolgt über eine Lungenfunktionsprüfung.

164!

Antworten C und D sind richtig.

zu Antwort A

Zur Behandlung werden, neben der Verbesserung der Schlafhygiene, CPAP-Masken, Beißschienen usw. empfohlen. Eine operative Korrektur bei Obstruktionen ist möglich. Schlafmittel verstärken die Symptome in der Regel und werden nicht verwendet.

zu Antwort B

Schlafbezogene Atmungsstörungen können eine ganze Reihe an vaskulär bedingten Erkrankungen begünstigen, u. a. arterielle Hypertonie, pulmonale Hypertonie, KHK oder einen Apoplex.

zu Antwort C

Das Unfallrisiko ist durch eine Einschlafneigung am Tag ist erheblich erhöht.

zu Antwort D

Eine Verbesserung der Schlafhygiene kann sich positiv auswirken, u. a. durch:

  • Verzicht auf üppige Mahlzeiten am Abend, Alkoholkarenz, Verzicht auf Schlafmittel

  • Gewichtsabnahme

  • Beseitigung von störenden Einflüssen wie Lärm, Licht, Einhaltung regelmäßiger Schlafzeiten

zu Antwort E

Die Diagnose der schlafbezogenen Atmungsstörungen wird letztendlich im Schlaflabor gestellt. Vorab sollte eine Anamnese und körperliche Untersuchung, gefolgt von einer Lungenfunktionsprüfung, EKG und HNO-Konsil erfolgen.

165?

Bei welchen der folgenden Krankheiten besteht für einen Heilpraktiker ein Behandlungsverbot nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG)?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ARingelröteln

Antwort BFußpilz

Antwort CMadenwurmbefall

Antwort DKeuchhusten

Antwort EKrätze

165!

Antworten D und E sind richtig.

zu Antwort A

Die Ringelröteln sind im IfSG nicht erfasst, können also vom Heilpraktiker behandelt werden.

zu Antwort B

Fußpilzerkrankungen sind im IfSG nicht erfasst, die Behandlung von Fußpilz ist dem Heilpraktiker gestattet.

zu Antwort C

Madenwurminfektionen sind im IfSG nicht erfasst, die Behandlung ist dem Heilpraktiker gestattet.

zu Antwort D

Keuchhusten ist im § 34 und § 6 (seit 08/2013) Abs. 1 IfSG erfasst. Für den Heilpraktiker besteht Behandlungsverbot. Eine Meldung an das zuständige Gesundheitsamt muss nach § 6 erfolgen.

zu Antwort E

Krätze (Skabies) ist im § 34, Abs. 1 IfSG erfasst. Für den Heilpraktiker besteht Behandlungsverbot.

166?

Welche der folgenden Aussagen zur Meningeomen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AMeningeome sind schnell wachsende Tumore der Nervenzellen.

Antwort BDas Meningeom ist ein häufiger intrakranieller Tumor.

Antwort CAn Erstsymptom fallen meist Kopfschmerzen, psychische Veränderungen oder Krampfanfälle auf.

Antwort DMotorische Ausfälle treten bei einem Meningeom nicht auf.

Antwort EDie meisten Meningeome sind perkutorisch abgrenzbar.

166!

Antworten B und C sind richtig.

zu Antwort A

Meningeome sind gutartige Tumore, die langsam, aber verdrängend wachsen und von Zellen der Hirnhaut ausgehen. Selten können anaplastische Meningeome auch ein malignes Wachstum zeigen. Nervenzellen teilen sich nicht, können also nicht tumorös wuchern.

zu Antwort B

Das Meningeom ist ein häufiger intrakranieller Tumor, der insgesamt ¼ aller Hirntumore ausmacht. Am häufigsten tritt er im reifen Alter (>40. Lebensjahr) auf.

zu Antwort C

Die Symptome manifestieren sich, wenn der Hirndruck kritisch zunimmt. Symptome sind Kopfschmerzen mit Erbrechen, psychische Veränderungen oder Krampfanfälle. Im weiteren Verlauf können Lähmungserscheinungen (je nach Lokalisation des Tumors), Anisokorie, Atemstörungen und Bewusstseinsstörungen auftreten.

zu Antwort D

Motorische Störungen sind möglich.

zu Antwort E

Meningeome sind perkutorisch meist nicht abgrenzbar. Die Diagnose erfolgt in der Computertomografie oder noch besser in der Kernspintomografie des Schädels mit Kontrastmittel.

167?

Welche der genannten Nahrungsmittel enthalten Cholesterin?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ANüsse

Antwort BFisch

Antwort CÄpfel

Antwort DKuhmilch

Antwort EKartoffeln

167!

Antworten B und D sind richtig.

zu Antwort A

Nüsse sind cholesterinfrei. Pflanzen und Pilze synthetisieren kein Cholesterin.

zu Antwort B

Fisch enthält Cholesterin. Je nach Art enthalten Fische zwischen 20–80 mg/100 g Cholesterin.

zu Antwort C

Äpfel sind cholesterinfrei. Pflanzen und Pilze synthetisieren kein Cholesterin.

zu Antwort D

Kuhmilch enthält Cholesterin. Eine 3,5 % Milch beinhaltet 12 mg/100 ml Cholesterin.

zu Antwort E

Kartoffeln sind cholesterinfrei. Pflanzen und Pilze synthetisieren kein Cholesterin.

168?

Ein Patient berichtet, dass ihm sein Arzt wegen einer Hautveränderung Doxycyclin-Tabletten (Antibiotikum) verschrieben hat.

Für welche der folgenden Erkrankungen spricht diese Behandlung am ehesten?

Antwort AHautpilz

Antwort BMononukleose

Antwort CBorreliose

Antwort DPsoriasis

Antwort EAtopische Dermatitis

168!

Antworten C ist richtig.

zu Antwort A

Gegen Hautpilze verwendet man entweder topische oder systemische Antimykotika.

zu Antwort B

Die Mononukleose ist eine durch das Epstein-Barr-Virus hervorgerufene Erkrankung. Antibiotikagaben sind bei der Mononukleose unsinnig und nutzlos.

zu Antwort C

Antibiotika wirken gegen Bakterien. Die Borreliose wird von dem Bakterium Borrelia burgdorferi verursacht. Die Hautveränderung, die oben erwähnt ist, ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein Erythema migrans, das als Stadium I der Borreliose gilt. Im ersten Stadium ist auch die Gabe von Doxycyclin indiziert.

zu Antwort D

Die Psoriasis wird primär mit Vitamin D-Derivaten, UVA-Bestrahlung, Klimakuren oder Immunsuppressiva behandelt.

zu Antwort E

Zur Behandlung der atopischen Dermatitis werden topische Glukokortikoide und andere Immunsuppressiva eingesetzt. Im Falle einer sekundären bakteriellen Infektion werden topische Antibiotika eingesetzt.

169?

Welche der folgenden Aussagen zur Dupuytren-Kontraktur treffen zu?

  • 1.

    Typisch ist eine Streckstellung des Daumens.

  • 2.

    Gehäuftes Auftreten bei Alkoholkrankheit.

  • 3.

    Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

  • 4.

    Die Krankheit beginnt überwiegend im 5. Lebensjahrzehnt.

  • 5.

    Die Operation sollte bei zunehmendem Streckdefizit erfolgen.

Antwort ANur die Aussagen 1 und 3 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

169!

Antworten D ist richtig.

Die Dupuytren-Kontraktur ist ein Krankheitsbild, das sich aus einer Schrumpfung der Palmaraponeurose ergibt. Die Ursache ist unbekannt, eine Häufung findet sich bei Diabetes und Leberleiden. Betroffen sind die Finger II-V, aber nicht der Daumen, weil die Sehnen der Daumenmuskulatur nicht in der Palmaraponeurose liegen. Sie beginnt mit einer Knötchenbildung im Bereich der Hohlhand und führt später zu einer Beugekontraktur der Finger.

zu Antwort A

Der Daumen ist von der Dupuytren-Kontraktur nicht betroffen.

zu Antwort B

Eine Häufung der Erkrankung findet sich bei der Alkoholkrankheit (meist verbunden mit Leberleiden) und Diabetes mellitus.

zu Antwort C

Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

zu Antwort D

Die Erkrankung beginnt im 5. Jahrzehnt.

zu Antwort E

Eine operative Versorgung sollte bei zunehmendem Streckdefizit erfolgen. Rezidive können aber auch nach einer operativen Therapie auftreten.

170?

Ein 7-jähriges Kind wird von seiner Mutter wegen Schnupfen und Niesreiz in Ihre Praxis gebracht.

Welche der genannten Befunde sprechen am ehesten für eine allergische Ursache der Beschwerden?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ATemperatur rektal 38,5 °C

Antwort BGerötete, juckende Augen

Antwort CPeriorale Blässe

Antwort DGleichzeitige Erkrankung von mehreren Mitschülern mit ähnlichen Beschwerden

Antwort EAuftreten bzw. Verstärkung der Beschwerden bei Aufenthalt im Freien

170!

Antworten B und E sind richtig.

zu Antwort A

Im Rahmen einer Allergie können subfebrile Temperaturen gemessen werden. Fieber von 38,5 °C spricht eher für eine infektiöse Erkrankung.

zu Antwort B

Gerötete, juckende Augen sind typische Symptome einer allergischen Konjunktivitis. Weitere Symptome können sein:

  • Fließschnupfen mit Juckreiz, Brennen in der Nase und Niesattacken

  • Juckreiz am Gaumen und/oder Hals, Brennen

  • Asthmatische Anfälle bei Beteiligung der Bronchien

  • Urtikarielle Hauterscheinungen oder Quincke-Ödem

zu Antwort C

Die periorale Blässe ist ein typisches Symptom bei der Scharlacherkrankung.

zu Antwort D

Eine gleichzeitige Erkrankung von mehreren Mitschülern mit ähnlichen Beschwerden spricht gegen eine allergische und für eine infektiöse Ursache der Beschwerden.

zu Antwort E

Auftreten bzw. Verstärkung der Beschwerden bei Aufenthalt im Freien spricht für eine allergische Ursache. Symptomzunahme hängt meist mit Allergenexposition, v. a. Pollen zusammen.

171?

Welche der folgenden Symptome sprechen am ehesten für eine periphere arterielle Verschlusskrankheit?

  • 1.

    Pelzigkeitsgefühl vom Oberschenkel bis zur Fußaußenkante ziehend

  • 2.

    Am Fuß trockene, kalte Haut von blasser Farbe

  • 3.

    Nach einer Gehstrecke von 50 m ist schmerzbedingt eine Pause notwendig

  • 4.

    Gerötete, stark druckschmerzhaftes Großzehengrundgelenk

  • 5.

    Schwärzlich-verfärbte Kleinzehe

Antwort ANur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

171!

Antwort C ist richtig.

zu Antwort A

Pelzigkeitsgefühl vom Oberschenkel bis zur Fußaußenkante spricht eher für ein radikuläres Symptom.

zu Antwort B

Trockene, kühle und blasse Haut sind typische Symptome der pAVK. Alle genannten Symptome resultieren aus einer verminderten Durchblutung.

zu Antwort C

Die Einschränkung der Gehstrecke auf nur 50 m ist ein typisches Symptom des Stadium IIb.

zu Antwort D

Ein gerötetes, stark druckschmerzhaftes Großzehengrundgelenk ist ein typisches Symptom des Gichtanfalls.

zu Antwort E

Eine schwärzlich verfärbte Kleinzehe ist ein typisches Symptom des Stadium IV.

172?

Welche Symptome sprechen für einen Morbus Menière?

Antwort ADauerdrehschwindel mit Verstärkung bei Kopfdrehung, Fallneigung, beidseitige Hörminderung

Antwort BBeidseitige Hörminderung, hohes Fieber, Sprachstörungen

Antwort CDrehschwindelattacken, einseitige Kopfschmerzen, horizontaler Spontannystagmus zur gesunden Seite

Antwort DDrehschwindelattacken, einseitige Hörminderung (Tieftonbereich), Tinnitus, Ohrdruck

Antwort EFarbsehstörungen, Schwankschwindel, Taubheit

172!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Typisch für die Menière-Krankheit sind Drehschwindelattacken, Fallneigung zur kranken Seite, einseitige Hörminderung mit Ohrdruck. Dauerdrehschwindel ist nicht typisch, beidseitige Hörminderung ebenfalls nicht. Begleitet werden die Symptome von Übelkeit und Erbrechen, Schweißneigung. Während der Attacke zeigen die Patienten meist einen horizontalen Nystagmus.

zu Antwort B

Die Hörminderung ist i. d. R. einseitig, hohes Fieber ist nicht zu verzeichnen, Sprachstörungen sind ebenfalls untypisch.

zu Antwort C

Drehschwindelattacken, horizontaler Spontannystagmus zur gesunden Seite (und häufig im Verlauf zur kranken Seite) sprechen für das Vorliegen eines M. Menière. Einseitige Kopfschmerzen lassen sich mit dieser Erkrankung allerdings nicht vereinbaren.

zu Antwort D

Drehschwindelattacken, einseitige Hörminderung (Tieftonbereich), Tinnitus und Ohrdruck sind typische Symptome der Menière-Krankheit.

zu Antwort E

Die Symptome Farbsehstörungen, Schwankschwindel und Taubheit sprechen gegen die Diagnose des M. Menière.

173?

Welche der folgenden Aussagen zur Suizidalität treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ABei depressiven Patienten sollte man Fragen nach Suizidgedanken meiden, da diese das Suizidrisiko i. d. R. erhöhen.

Antwort BSuchtkranke Menschen sind in erhöhtem Maße suizidgefährdet.

Antwort CWenn suizidale Patienten nach vorheriger Verzweiflung plötzlich ruhig und gelöst wirken, ist dies ein Zeichen von Besserung, die Suizidgefahr lässt nach.

Antwort DNur wenige Patienten mit Suizidgedanken kündigen geplante Suizidhandlungen an.

Antwort EIn Deutschland sterben mehr Menschen an Suizid als im Verkehr.

173!

Antworten B und E sind richtig.

zu Antwort A

Suizidgefährdete Personen, z. B. Patienten mit psychiatrischen Vorerkrankungen, sollten auf eine mögliche Selbsttötung angesprochen werden. Häufig reagieren die Patienten erleichtert, teilen sich mit und nehmen die Hilfe dankbar an. Man beachte, dass eine adäquate Therapie nur dann eingeleitet werden kann, wenn man über die Motive des Patienten informiert ist.

zu Antwort B

Suchtkranke Patienten haben ein erhöhtes Suizidrisiko. Zu den Risikofaktoren gehören:

  • Psychiatrische Erkrankungen wie Manie, Depression, Schizophrenie

  • Single-Leben

  • Chronische Krankheiten

  • Vorangegangene Suizide

zu Antwort C

Eine Stimmungsänderung bei zuvor suizidgefährdeten, verzweifelten Patienten ist i. d. R. kein Anzeichen einer Besserung, sondern abgeschlossener Suizidplanungen.

zu Antwort D

Die meisten Patienten mit Suizidplanungen machen Andeutungen über eine mögliche Tat oder kündigen die Selbsttötung an. Meist geschieht das aber nicht offen, sondern sehr subtil.

zu Antwort E

Es sterben mehr Menschen durch Selbsttötung als im Verkehr.

174?

Welche Aussage zur Atmung trifft zu?

Antwort ADie normale Atemfrequenz eines Erwachsenen in Ruhe liegt bei 20–25 Atemzügen pro Minute.

Antwort BUnter einer Kussmaul-Atmung versteht man ein periodisches An- und Abschwellen der Atmung mit kurzen Pausen.

Antwort CEine Schnappatmung ist bei einem kurzzeitigen Aufenthalt in großer Höhe normal.

Antwort DBei starker Hyperventilation kommt es zu einer Abnahme des ionisierten Kalziums.

Antwort EEine Cheyne-Stokes-Atmung tritt bei metabolischer Azidose im Rahmen eines diabetischen Komas auf.

174!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Die normale Atemfrequenz des Erwachsenen beträgt etwa 12–18 Züge/min. Beim Neugeborenen sind es etwa 40–45 Atemzüge/min und beim Kind liegt die Atemfrequenz bei 16–25/min.

zu Antwort B

Die Kussmaulatmung ist eine vertiefte und beschleunigte Atmung und tritt im Rahmen einer metabolischen Azidose als Kompensationsatmung auf.

zu Antwort C

Eine Schnappatmung (agonale Atmung) ist eine Atmung, die kurz vor dem Tod auftritt. Ein Aufenthalt in großen Höhen kann mit einer Cheyne-Stokes-Atmung einhergehen.

zu Antwort D

Bei einer Hyperventilation verschiebt sich der pH-Wert in den alkalischen Bereich (respiratorische Alkalose). Im Rahmen der Alkalose erhöht sich die Bindungsfähigkeit des Kalziums an Albumin, sodass eine relative Hypokalziämie entsteht. Die Folgen sind Parästhesien und eine erhöhte Krampfneigung.

zu Antwort E

Die Cheyne-Stokes-Atmung ist gekennzeichnet durch ein periodisches An- und Abschwellen der Atemtiefe, gefolgt von kurzen Atempausen. Sie tritt u. a. im Rahmen einer Herzinsuffizienz oder zerebralen Schädigungen auf.

175?

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Überprüfen Sie die Richtigkeit der Zuordnung folgender Reflexe zum dazugehörigen Wurzelsegment:

Antwort ABizepssehnenreflex (BSR): Th1/Th2

Antwort BPatellarsehnenreflex (PSR): S1–S2

Antwort CAchillessehnenreflex (ASR): L2/L3

Antwort DBizepssehnenreflex (BSR): C5/C6

Antwort EPatellarsehnenreflex (PSR): L2–L4

175!

Antworten D und E sind richtig.

zu Antwort A

Der Bizepssehnenreflex wird nicht in den thorakalen Segmenten verschaltet, sondern im Wurzelsegment C5/C6.

zu Antwort B

Der Patellarsehnenreflex wird im L2-L4 Segment verschaltet.

zu Antwort C

Der Achillessehnenreflex wird im L5/S1 Segment verschaltet.

zu Antwort D

Der Bizepssehnenreflex wird im C5/C6 Segment verschaltet.

zu Antwort E

Der Patellarsehnenreflex wird im L2-L4 Segment verschaltet.

176?

Welche der folgenden Aussagen zur Schizophrenie treffen zu?

  • 1.

    Die erste psychotische Episode tritt meist zwischen dem 55. und 70. Lebensjahr auf.

  • 2.

    Es stehen u. a. Veränderungen des Denkens und der Wahrnehmung im Vordergrund des Krankheitsbildes.

  • 3.

    Sog. „negative Symptome“ wie auffällige Apathie, Sprachverarmung, verflachte oder inadäquate Affekte können bestehen.

  • 4.

    Denkstörungen des Schizophrenen können sich in Zerfahrenheit äußern.

  • 5.

    Die Erkrankung geht mit einer verminderten durchschnittlichen Lebenserwartung einher.

Antwort ANur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.

Antwort EAlle Aussagen sind richtig.

176!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Der Krankheitsbeginn liegt meist vor dem Erreichen des 30. Lj. Männer und Frauen erkranken mit der gleichen Häufigkeit, wobei Männer um das 20. Lj. erkranken, Frauen um das 25. Lj.

zu Antwort B

Veränderungen der Wahrnehmung und des Denkens sind typische Erscheinungen im Rahmen einer Schizophrenie.

zu Antwort C

Die Symptome können in „negative Symptome“ (Minussymptomatik) und „positive Symptome“ (Plussymptomatik) eingeteilt werden. Minussymptome sind u. a. Apathie, Sprachverarmung, sozialer Rückzug und Affektverflachung. Plussymptome sind z. B. Halluzinationen, Wahnerleben oder Ich-Störungen.

zu Antwort D

Die Denkzerfahrenheit zählt zu den formalen Denkstörungen und ist ein typisches Symptom der Schizophrenie.

zu Antwort E

Die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Schizophrenie reduziert sich, statistisch gesehen, um ca. 10 Jahre.

177?

Bei einem Hausbesuch öffnet der Patient nicht die Tür. Da sie unverschlossen ist, betreten Sie dennoch die Wohnung und finden den Patienten leblos auf dem Rücken liegend.

Welche der folgenden Aussagen sind sichere Zeichen dafür, dass Ihr Patient verstorben ist?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort ASie können keinen Puls tasten und nehmen keine Atembewegungen wahr.

Antwort BBeim Drehen des Körpers sehen Sie konfluierende blau-violette Flecken am Rücken und dorsal an den Beinen; die Aufliegebereiche sind ohne Flecken.

Antwort CDer Körper ist deutlich unterkühlt, beide Pupillen sind eng und reagieren nicht auf Licht.

Antwort DBei der Untersuchung fällt eine deutliche muskuläre Starre der Kiefer- und Kaumuskulatur auf, ebenso aller kleinen Gelenke und im Hals-Nackenbereich.

Antwort EEs finden sich deutliche Hinweise auf eine Einwirkung durch elektrischen Strom.

177!

Antworten B und D sind richtig.

zu Antwort A

Fehlende Puls und Atmung zählen zu den unsicheren Todeszeichen. Die Symptome können Ausdruck eines u. a. extrem reduzierten Stoffwechsels sein.

zu Antwort B

Die Ausbildung von Totenflecken (Livores) zählt zu den sicheren Todeszeichen. Sie sind an den tiefer gelegenen Körperpartien vorzufinden, nicht aber an den Auflageflächen. Sie sind zunächst wegdrückbar, später nicht mehr.

zu Antwort C

Unterkühlung zählt nicht zu den sicheren Todeszeichen. Enge Pupillen können bei einer Opiatintoxikation vorkommen, weite und reaktionslose Pupillen zählen zu den unsicheren Todeszeichen.

zu Antwort D

Die Totenstarre ist ein sicheres Todeszeichen. Sie beginnt im Gesicht und breitet sich, nach der Nysten Regel, nach kaudal aus. Sie löst sich wieder nach einiger Zeit in der gleichen Reihenfolge, in der sie begonnen hat. Andere sichere Todeszeichen sind Autolyse, nachgewiesener Hirntod und Verletzungen, die mit dem Leben nicht vereinbar sind.

zu Antwort E

Deutliche Hinweise auf eine Einwirkung durch elektrischen Strom beweisen den Tod nicht.

178?

Hoher Salzkonsum kann einen Bluthochdruck begünstigen.

Bei welchen der genannten Lebensmittel muss mit hohen Salzgehalten gerechnet werden?

Wählen Sie zwei Antworten!

Antwort AHaferflocken

Antwort BSchmelzkäse

Antwort CRoggenbrot

Antwort DÄpfel

Antwort EKartoffeln

178!

Antworten B und C sind richtig.

Salzreiche Lebensmittel sollten im Rahmen der Hypertonie gemieden werden oder nur sehr sparsam verwendet werden. Zu den salzreichen Lebensmitteln zählen:

  • Salzhering (>5000 mg/100 g), Matjeshering (>2500 mg/100 g), Kaviar (1.940 mg/100 g)

  • Fleischbrühe Extrakte (25.000 mg/100 g), geräuchertes Fleisch, Salami, Wiener Würstchen und andere Wurstsorten (fast alle Lebensmittel über 800 mg/100 g)

  • Salzstangen, Tomatenketchup (beide Lebensmittel >1300 mg/100 g)

  • Roquefortkäse, Edelpilzkäse und andere Käsesorten (fast alle Lebensmittel >900 mg/100 g)

zu Antwort A

Haferflocken sind salzarm.

zu Antwort B

Schmelzkäse ist mit >1200 mg/100 g sehr salzhaltig und bei Hypertonie in Maßen zu genießen.

zu Antwort C

Roggenbrot enthält nicht so viel Salz viel z. B. ein Matjeshering oder Lachs, gilt aber mit über 500 mg Natrium/100 g als salzreich.

zu Antwort D

Äpfel sind salzarm.

zu Antwort E

Kartoffeln sind salzarm.

179?

Ein bisher gesunder 28-jähriger Patient berichtet über seit ca. 4 Monaten immer wieder auftretende Bauchschmerzen mehr im linken Unterbauch sowie über zwischenzeitlich blutig-schleimige Durchfälle.

Welche Erkrankung vermuten Sie am ehesten?

Antwort ANorovirusinfektion

Antwort BColitis ulcerosa

Antwort CKolonkarzinom

Antwort DDivertikulitis

Antwort EParalytischer Ileus

179!

Antwort B ist richtig.

zu Antwort A

Norovirusinfektionen machen sich mit Erbrechen und wässrigem Durchfall bemerkbar. Die Erkrankung verläuft in den meisten Fällen akut, ein rezidivierender Verlauf über 4 Monate ist weder typisch noch häufig.

zu Antwort B

Die Angaben (junger Patient, rezidivierende Beschwerden des Unterbauches mit Abgang von blutig-schleimigen Stühlen) sprechen am ehesten für eine Colitis ulcerosa. Komplikationen sind massive Blutungen, das toxische Megakolon (das zur Darmperforation, Peritonitis und Sepsis führen kann) und eine maligne Entartung.

zu Antwort C

Das Kolonkarzinom kann nicht sicher ausgeschlossen werden, scheint aber unwahrscheinlich.

zu Antwort D

Symptome der Divertikulitis sind Schmerzen im linken Unterbauch mit Fieber und Stuhlunregelmäßigkeiten (Diarrhö, Obstipation, Blut im Stuhl). Betroffen sind meist ältere Menschen.

zu Antwort E

Der paralytische Ileus ist meist Folge von Vorerkrankungen und ist ein akutes Geschehen. Typische Symptome sind Wind- und Stuhlverhalt, Erbrechen und fehlende Darmgeräusche.

180?

Welche der folgenden Symptome, die Sie im Rahmen einer körperlichen Untersuchung feststellen, sprechen für ein Lungenemphysem?

  • 1.

    Hypersonorer Klopfschall

  • 2.

    Klopfschalldämpfung

  • 3.

    Leises Atemgeräusch

  • 4.

    Hoch stehende, erheblich verschiebliche Atemgrenzen

  • 5.

    Hinweise auf Zwerchfelltiefstand

Antwort ANur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.

Antwort BNur die Aussagen 3 und 5 sind richtig.

Antwort CNur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.

Antwort DNur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.

Antwort ENur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

180!

Antwort D ist richtig.

zu Antwort A

Der hypersonore Klopfschall ist typisch. Andere Befunde sind Fassthorax, horizontal stehende Rippen mit breiten Interkostalräumen, geblähte Schlüsselbeingruben („Emphysemkissen“), Zyanose, Dyspnoe mit exspiratorischer Atembehinderung, Trommelschlegelfinger, Uhrglasnägel und „Sahlischer Venenkranz“. Der Stimmfremitus ist reduziert.

zu Antwort B

Eine Klopfschalldämpfung (hyposonorer Klopfschall) findet sich über Infiltrationsarealen, z. B. bei der typischen Pneumonie oder beim Lungenödem (meist beidseits basal) oder beim Pleuraerguss.

zu Antwort C

Ein leises Atemgeräusch ist durch eine Reduktion des Lungengewebes beim Emphysem typisch.

zu Antwort D

Hoch stehende Lungengrenzen können bei Adipositas oder Schwangerschaft erhoben werden. Beim Emphysem nimmt das Lungenvolumen zu, die Lungengrenzen stehen maximal tief. Die Atemgrenzen sind wenig oder gar nicht verschieblich.

zu Antwort E

Ein Zwerchfelltiefstand ist ein typischer Befund des Emphysems. Die Atemgrenzen sind kaum oder gar nicht verschieblich.

Holen Sie sich die neue Medizinwelten-App!

Schließen