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B978-3-437-58303-2.00015-7

10.1016/B978-3-437-58303-2.00015-7

978-3-437-58303-2

Beziehungen zwischen Gesundheit, biopsychosoziales ModellGesundheit und KrankheitskonzeptbiopsychosozialesKrankheit unter Integration verschiedener Modelle und Disziplinen

[R132–002; R132–003]

Symptome der HyperthyreoseSymptomeHyperthyreose

Tab. 15.1
Körperliche Symptome Psychische Symptome
  • Hervortreten der Augäpfel (Exophthalmus)

  • Große, feucht glänzende Augen („Glanzauge“)

  • Kropf (Struma)

  • Beschleunigter Puls, Herzklopfen, Herzjagen (Tachykardie)

  • Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck

  • Zittern (feinschlägiger Tremor)

  • Hyperhidrosis (häufiges und übermäßiges Schwitzen)

  • Gewichtsabnahme bei Heißhunger

  • Neigung zu Diarrhö

  • Wärmeempfindlichkeit

  • Schwächegefühl

  • Haarausfall

  • Übererregbarkeit und Nervosität

  • Motorische Unruhe

  • Schlaflosigkeit

  • Affektlabilität (z. B. unmotiviertes Weinen)

  • Konzentrationsschwierigkeiten

  • Neigung zu depressiven oder ängstlichen Verstimmungen, oft mit klaustrophoben Zügen (Angst vor geschlossenen, warmen Räumen)

Psychosomatische Störungen

  • 15.1

    Definition218

  • 15.2

    Psychosomatische Erkrankungen im eigentlichen Sinne – Psychosomatosen220

    • 15.2.1

      Definition220

    • 15.2.2

      Hyperthyreose220

    • 15.2.3

      Essenzielle Hypertonie (Bluthochdruck)221

    • 15.2.4

      Asthma bronchiale222

    • 15.2.5

      Rheumatoide Arthritis223

    • 15.2.6

      Neurodermitis224

    • 15.2.7

      Ulcus duodeni/ventriculi225

    • 15.2.8

      Colitis ulcerosa226

  • 15.3

    Diagnostik und Therapie psychosomatischer Störungen226

    • 15.3.1

      Diagnostik226

    • 15.3.2

      Therapie226

Kapitelübersicht

Nach der aktuellen Auffassung zählen zu den Psychosomatische Störungenpsychosomatischen Störungen all die Erkrankungen, deren Entstehung, Verlauf und Behandlung durch biopsychosoziale Vorgänge bestimmt sind. Das Spektrum dieser Erkrankungen reicht von rein psychogenen über klassische psychosomatische bis hin zu schweren körperlichen Krankheiten, die einen Einfluss auf das psychische Befinden haben. F. Alexander definierte mit den sog. „Holy SevenHoly Seven die klassischen PsychosomatosenPsychosomatosen. Die Organveränderungen sah er dabei als Folge von konflikthaftem Erleben oder psychischer Dauerspannung. Diese Vorstellung ist einem biopsychosozialen Integrationsmodell gewichen, bei dem psychologische Erscheinungen und biologische Abläufe über vegetative, endokrine und neuronale Funktionskreise miteinander in Beziehung stehen und über äußere Faktoren beeinflusst werden. Die Psychosomatik ist eine eigenständige medizinische Disziplin geworden, die von speziell geschulten Fachärzten vertreten wird. Sie ist eine personzentrierte Medizin, die den Klienten mit psychotherapeutischen Methoden behandelt und eng mit somatischen Fachärzten vernetzt ist. Im Vordergrund der Therapie steht häufig die Krankheitsbewältigung, also die von somatischen Veränderungen hervorgerufenen Begleiterscheinungen wie z. B. Schmerzen. Psychosomatische Störungen sind nicht als Einheit in der ICD-10 vertreten, sondern werden unter den jeweiligen internistischen, neurologischen oder psychiatrischen Gesichtspunkten erfasst.

Definition

Gut zu wissen Das Thema Psychosomatik war bzgl. der Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie bislang – laut Erfahrungswerten – zwar nicht prüfungsrelevant, soll zur Abrundung des Verständnisses der Psychiatrie und Psychotherapie im Folgenden aber dennoch kurz umrissen werden.

Psychosomatische StörungenDefinitionDer Begriff PsychosomatikPsychosomatik bezeichnet die Lehre von den Wechselwirkungen zwischen Körper (Soma)Soma (Körper)Körper (Soma) und Seele (Psyche)Seele (Psyche)Psyche (Seele), die bei der Entstehung, dem Verlauf und der Behandlung von Krankheiten von Bedeutung sind.

Gut zu wissen Der Begriff „psychosomatisch“ wurde 1818 erstmals von J. C. A. Heinroth, J. C. A.Heinroth erwähnt. Er beinhaltet die komplexen Einwirkungen seelischer Einflüsse auf die Entstehung und den Ablauf von Erkrankungen, die bei der Diagnostik und Therapie von Krankheiten berücksichtigt werden müssen.

Historisch betrachtet hat sich der Begriff der Psychosomatik stark gewandelt. Zunächst überwog das Verlangen, das Auftreten körperlicher Symptome oder Erkrankungen psychologisch zu erklären. Bestimmte Störungen wurden den klassischen psychosomatischen Erkrankungen zugeordnet, weil ihnen ein überzeugendes somatisches Entstehungsmodell fehlte und sich psychologische Erklärungsmodelle für ihr Zustandekommen anboten. Es wurde versucht, diese Hypothesen durch Experimente oder klinische Beobachtungen und Untersuchungen zu belegen. Einige dieser Überzeugungen konnten den Forschungsergebnissen und den fortschreitenden Therapiemethoden nicht standhalten. Diese rein auf die Pathogenese begrenzten Ansätze wurden inzwischen zugunsten von multifaktoriellen und integrativen Konzepten verlassen. Als Schaltstelle zwischen biologischen Abläufen einerseits und psychischen Erscheinungen andererseits gelten die vegetativen, zentralnervösen und endokrinen Funktionskreise. Entsprechend diesem biopsychosozialen Biopsychosoziales IntegrationsmodellIntegrationsmodell sind diagnostischer Zugang und therapeutische Strategien mehrdimensional: Sie umfassen sowohl körperliche als auch psychologische Methoden.

Merke

Die moderne Psychosomatik versteht sich als Lehre von den Wechselwirkungen zwischen Körper und Psyche, die bei der Entstehung, bei der Aufrechterhaltung, beim Verlauf und bei der Genesung von einer Störung eine entscheidende Rolle spielen (Abb. 15.1). Obwohl Krankheiten in der psychosomatischen Medizin als biopsychosoziale Vorgänge verstanden werden, steht der Mensch als Person im Mittelpunkt dieser Medizin.

Damit erweitert sich der Kreis der zu beachtenden Störungen von den rein psychogenen (z. B. Angst-, Ess- oder somatoforme Störungen) über die klassischen psychosomatischen Krankheiten („Holy Seven“) bis hin zu den Folgeerscheinungen schwerer und chronischer körperlicher Erkrankungen, die eine wesentliche Veränderung der Psyche verursachen können, z. B. Tumor- oder schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Psychosomatik ist also ein Bindeglied, das versucht, psychologische, soziale, biografische, genetische und somatische Aspekte einer erkrankten Person zueinander in Beziehung zu setzen und daraus eine integrative Therapie zu entwickeln.
Die Psychosomatik ist zu einem eigenständigen Fachbereich geworden, der von speziell geschulten Fachärzten vertreten wird, die weitreichende Erfahrungen in der somatischen Medizin und Psychologie erworben haben. Der psychosomatische FacharztFacharztfür Psychosomatische Medizin und Psychotherapie betreut seine Klienten mit entsprechenden psychotherapeutischen Methoden und arbeitet eng mit den sog. Körperärzten zusammen. Das Spektrum der Erkrankungen, die eine psychosomatische Behandlung erfahren, hat sich im Laufe der Jahre deutlich erweitert. Diese Erkrankungen werden in Konsiliartätigkeit von psychosomatischen Ärzten in bestimmten Kliniken mit versorgt oder in speziellen psychosomatischen Einrichtungen und Kliniken behandelt. Die Psychosomatik ist als Ganzes nicht in der ICD-10 repräsentiert, sondern die einzelnen Erkrankungen werden nach internistischen, neurologischen oder psychiatrischen Gesichtspunkten erfasst und dementsprechend codiert. Einzelne Störungen, die klassischerweise den psychosomatischen Störungen zugerechnet werden, finden sich im Kapitel „Neurotische und somatoforme Störungen“ (Kap. 13), die klassischen Psychosomatosen werden im Folgenden dargestellt.
Die psychosomatische Erkrankung stellt nach psychodynamischer Auffassung eine körperliche Konfliktlösung zur Vermeidung von unerwünschten Gefühlen und Ängsten dar. Dabei kann es sich um aus der Biografie des Patienten ableitbare chronische Belastungs- und Konfliktsituationen handeln, deren Einflüsse sich möglicherweise bis in die Kindheit zurückverfolgen lassen. Aus lernpsychologischer Sicht werden im Sinne des operanten Konditionierens physiologische Reaktionen an bestimmte Reize oder Situationen gekoppelt, die krankhafte Auswirkungen haben.
Im Gegensatz dazu wird bei den dissoziativen und Konversionsstörungen von fehlgeleiteten Versuchen, ein aktuelles Lebensproblem innerhalb einer bestimmten Persönlichkeitsstruktur zu lösen, ausgegangen.

Merke

Psychosomatische Erkrankungen entstehen vermutlich aus dem Zusammenspiel von Konstitution, Disposition und Adaptation. Dabei ist stets kritisch zu hinterfragen, welchen Einfluss die körperliche Erkrankung ihrerseits rückwirkend auf den Betroffenen hat: psychische Auffälligkeiten als Folge von chronischen körperlichen Krankheiten!

Zu den psychosomatische Störungen oder Krankheiten können im weitesten Sinne alle psychogenen Erkrankungen gezählt werden, die zu körperlichen Symptomen und/oder pathologischen anatomischen Veränderungen führen, welche dann durch einen organischen Befund nachweisbar sind. Davon zu unterscheiden sind körperliche Beschwerden, die nicht durch einen organischen Befund nachzuweisen sind, sog. Funktionelle Störungenfunktionelle oder rein somatoforme Störungensomatoforme Störungen.

Psychosomatische Erkrankungen im eigentlichen Sinne – Psychosomatosen

Definition

Die klassischen Psychosomatische StörungenDefinitionpsychosomatischen Erkrankungen, auch PsychosomatosenPsychosomatische Störungenklassische (Holy Seven) genannt, wurden erstmals von F. Alexander, FranzAlexander beschrieben und als „Holy SevenHoly Seven bezeichnet. Nach Alexanders Theorie sind die Organveränderungen durch spezifische psychische Vorgänge bedingt. Psychosomatosen sind demnach primär somatische Reaktionen auf konflikthaftes Erleben oder eine psychische Dauerspannung. Der Patient leidet in erster Linie körperlich.

Merke

Zu den „Holy SevenHoly Seven zählenPsychosomatische Störungenklassische (Holy Seven):

  • Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)

  • Essenzielle Hypertonie (Bluthochdruck ohne organische Ursache)

  • Asthma bronchiale

  • Neurodermitis

  • Rheumatoide Arthritis

  • Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür, Nähe Magenausgang), Ulcus ventriculi (Magengeschwür, zählt heute wegen ähnlicher Symptomatik meist dazu)

  • Colitis ulcerosa (Dickdarmentzündung, Nähe Enddarm)

Synonyme: OrganneurosenOrganneurosen, vegetative Vegetative NeurosenNeurosen/neurotische StörungenvegetativeNeurosen

Gut zu wissen Diese in den 1950er-Jahren vorgenommene Einteilung kann den bis heute gewonnenen Erkenntnissen der Medizin nicht immer standhalten. Die Entstehungsfaktoren der Erkrankungen sind weitgehend multifaktoriell und unterscheiden sich eher in der Gewichtung der somatischen und psychischen Einflussfaktoren. So lässt sich bei den Ulkuserkrankungen in der Regel eine BesiedelungUlkuserkrankungen, Helicobacter pylori der Schleimhaut mit Bakterien des Typs HelicobacterHelicobacter pylori, Ulkuserkrankungenpylori nachweisen. Werden die Erreger der Geschwüre mit einem entsprechenden Antibiotikum abgetötet (Eradikation), heilt das Geschwür aus. Die psychischen Einflussfaktoren spielen dabei eine untergeordnete Rolle.

Hyperthyreose

Funktion der Schilddrüse
Insbesondere aus Tierexperimenten Schilddrüsenfunktionist bekannt, dass die Hormonsekretion der Schilddrüse in HyperthyreoseLebenslagen, die vom Organismus besondere Leistungen verlangen, zunimmt. Mithilfe der Schilddrüsensekretion steigert oder senkt der Organismus seine Gesamtvitalität, und zwar grundsätzlich und langfristig.
Die Schilddrüsenhormone beschleunigen Herzschlag, Blutkreislauf, Atmung, Darmresorption, Gasaustausch und steigern den „Grundumsatz“ (d. h. beschleunigen die Verbrennung von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen). Sie erhöhen die Körpertemperatur, steigern die Nervenleitgeschwindigkeit und neuromuskuläre Erregbarkeit, verkürzen die Reflexzeit und steigern die Gesamtmotilität (d. h. die Bewegungen, die reflektorisch oder vegetativ reguliert werden). Der Gedankenablauf nimmt zu, die Aufmerksamkeit wird gesteigert.
Im pathologischen Fall ist diese Steigerung der Gesamtvitalität nicht mehr sinnvoll, die Anpassung stimmt nicht mehr mit den inneren oder äußeren Erfordernissen überein [12].
Der Begriff „Hyperthyreose“ setzt sich aus der griechischen Vorsilbe hyper („über“) und dem Wortstamm der medizinischen Bezeichnung für die Schilddrüse (Glandula thyreoidea) zusammen. Unter einer Hyperthyreose versteht man demnach die Überversorgung des Körpers mit den Schilddrüsenhormonen Thyroxin (Tetrajodthyronin, T4) und Trijodthyronin (T3). Die Schilddrüse produziert somit mehr Hormone, als der Körper benötigt. Die häufigsten Ursachen sind eine Überfunktion der Schilddrüse im Rahmen eines Morbus Basedow sowie eines autonomen Schilddrüsenadenoms.
Morbus Basedow
Der Amtsarzt der Basedow-SyndromStadt Merseburg, Karl A. von Basedow, beschrieb 1840 erstmals die später nach ihm benannte Erkrankung, die durch Hervortreten der Augäpfel, eine vergrößerte Schilddrüse sowie Herzrasen charakterisiert ist. Diese drei Symptome werden auch als Merseburger TriasMerseburger Trias, Basedow-Syndrom bezeichnet. Der Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung, also eine Erkrankung, die sich gegen körpereigenes Gewebe, in diesem Falle das Schilddrüsengewebe, richtet. Als Ursache dieser Autoimmunerkrankung werden eine genetische Disposition, Virusinfektionen sowie äußere Faktoren diskutiert.
Der Morbus Basedow tritt gehäuft bei Frauen im 3. und 4. Lebensjahrzehnt auf. Es sind aber auch Häufungen während der Pubertät und der Wechseljahre beschrieben.
Schilddrüsenautonomie
Die SchilddrüsenautonomieSchilddrüsenautonomie wurde bereits zu Beginn des 20. Jh. vom Morbus Basedow abgegrenzt. Autonomie (= Eigengesetzlichkeit, Unabhängigkeit von äußeren Einflüssen) bedeutet in diesem Fall die Abkoppelung der bedarfsgerechten Hormonproduktion von der Kontrolle durch die übergeordneten Zentren und deren Hormone in der Hypophyse und im Hypothalamus. Die Ursache für die Autonomie ist bisher ungeklärt. Ein Zusammenhang mit Jodmangel wird unterstellt.
Symptomatik und Therapie der Hyperthyreose
Die durch die Hyperthyreose hervorgerufenen Symptome sind Ausdruck der allgemeinen Steigerung des Stoffwechsels sowie einer gesteigerten Empfindlichkeit des Organismus gegenüber den Stresshormonen Adrenalin und Noradrenalin (Tab. 15.1). Die Schilddrüse ist nicht immer vergrößert. Das Hervortreten des Augapfels, umgangssprachlich auch als Glotz- oder GlanzaugeGlotz-/Glanzauge bezeichnet, tritt nur beim Morbus Basedow auf.
Die Behandlung der Hyperthyreose kann medikamentös, operativ oder durch Radiojodtherapie (Gabe von radioaktivem Jod) erfolgen. Sie wird von internistischen Fachärzten vorgenommen. Auf jeden Fall sollte das Behandlungskonzept individuell festgelegt werden.
Psychosomatische Erklärungsansätze
Psychodynamisch wurde die Entstehung der HyperthyreoseHyperthyreosepsychosomatische Erklärungsansätze als ständiger innerer Impuls oder Drang, Leistung erbringen zu müssen, gesehen. Biografisch sind oft Situationen erkennbar, in denen schon früh die Verantwortung für Geschwister, kranke Familienmitglieder oder andere Menschen im näheren Umfeld übernommen werden musste. Der Einfluss psychischer Faktoren auf Entstehung und Verlauf der Hyperthyreose konnte jedoch nie befriedigend gesichert werden, weshalb viele Autoren hier vom Psychosomatosen-Konzept abrücken (vgl. [13]).

Essenzielle Hypertonie (Bluthochdruck)

BluthochdruckWir unterscheiden Essenzielle HypertoniezwischenHypertonie, essenzielle der sog. primären und sekundären Hypertonie (griech. hyper, über; lat. Tonus, Spannung). Bei etwa 90 % der Patienten, die unter Bluthochdruck leiden, kann der Arzt keine körperliche Erkrankung feststellen, die als Ursache für den Hypertonus infrage kommt. Diese Art des Bluthochdrucks heißt „essenzielle“ oder „primäre“ Hypertonie. Im Gegensatz dazu lassen sich für die „sekundäre“ Hypertonie körperliche Ursachen bestimmen: z. B. Nierenerkrankung, Hormonstörung, Arteriosklerose.
Symptomatik und Therapie der Hypertonie
Patienten mit Hypertonie klagen klassischerweise über folgende Symptome: Hypertonie, essenzielleSymptome/Therapie
  • Kopfschmerzen

  • Angina pectoris (unklarer Brustschmerz)

  • Dyspnoe (Atemnot)

  • Schwindelgefühl

  • Nasenbluten

Der Schwerpunkt der Therapie liegt vorwiegend auf blutdrucksenkenden Medikamenten. Begleitende EntspannungsverfahrenEntspannungsverfahrenHypertonie, essenzielle können ebenfalls sinnvoll sein. PsychotherapiePsychotherapieHypertonie, essenzielle ist dann erfolgversprechend, wenn der Patient psychologische Einflussfaktoren für seine Erkrankung anerkennt und motiviert ist, diese Zusammenhänge aufzudecken.
Psychosomatische Erklärungsansätze
Hypertonie, essenziellepsychosomatische ErklärungsansätzeF. AlexanderAlexander, Franz fand bei Hypertonikern als gemeinsames Charakteristikum ein Unvermögen, eigene aggressive Impulse zum Ausdruck zu bringen. Dahinter steht die Angst, sie könnten die Zuwendung und Zuneigung ihrer Mitmenschen verlieren, wenn sie ihre feindlichen Gefühle nicht kontrollieren können. Bereits als Kinder schirmen sie daher ihre aggressiven Impulse gegen die Umwelt ab, um nicht die Liebe ihrer Eltern zu verlieren, und entwickeln sich häufig zu überangepassten Menschen, die in Beruf und Familie häufig die Rolle des „Packesels“ übernehmen. Die Unterdrückung von Ärger und Wut ist von einer chronischen Erregung des Sympathikus begleitet, die sich in einen stabilen Hypertonus verwandeln kann.
Laut Grace und Graham (1952) beginnt eine Hypertonie, wenn ein Patient in dauernder Erwartungsangst und -anspannung lebt. Der Psychiater David Graham forderte Patienten auf, Zeichnungen auszuwählen, die sie an erlebte Situationen und essenzielle Erfahrungen erinnern. Patienten mit Bluthochdruck wählten dabei auffällig oft Zeichnungen aus, die seine Annahme belegten, dass Hypertoniker sich ständig bedroht fühlen und meinen, vom Leben stark „gebeutelt“ zu sein.

Asthma bronchiale

AsthmaAsthma bronchiale bezeichnet eine akute Verengung der Atemwege (Bronchien) in der Ausatemphase und macht sich durch starke Atemnot bemerkbar, die durch eine gesteigerte und nicht physiologische Reaktion der tieferen Atemwege (Bronchiolen, Alveolen) auf Reize verursacht wird. Der Begriff entstammt dem Griechischen und bedeutet so viel wie Atemnot oder Kurzatmigkeit. Asthma bronchiale betrifft alle Altersgruppen. Mit ca. 15 % sind jedoch Kinder < 10 Jahren – vorwiegend Jungen – besonders stark vertreten. Es ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter. Bei erwachsenen Asthmakranken sind Frauen in der Überzahl. Je später das Asthma erstmals auftritt, desto wahrscheinlicher ist eine allergische Komponente im Krankheitsgeschehen.
Die Auslöser der Bronchialschwellung (entzündliches Ödem) sind vielfältig: Man unterscheidet entsprechend verschiedene Asthmaformen. In den meisten Fällen reagieren die Patienten aber auf mehrere Auslöser, und häufig liegen Mischformen der Erkrankung vor. Psychologische Faktoren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle: Einerseits beeinflussen sie das Ausmaß des Krankheitsgeschehens, andererseits haben sie eine Funktion bei der Bewältigung der Krankheit.

Gut zu wissen Schon der römische Arzt Galen beschrieb das Asthma. Er war jedoch der Ansicht, dass der abgehustete Schleim dem Hirn entstamme.

Allergisches Asthma
Verschiedene Allergene der Asthma bronchialeallergischesAllergisches AsthmaAtemluft, so z. B. Hausstaub bzw. Hausstaubmilben, Blütenpollen, Schimmelpilze, Vogelfedern, Tierhaare, Parfüme oder auch seltene Eiweißkörper in der Nahrung, rufen eine allergische Reaktion hervor.
Berufsbedingtes Asthma
Klassische Fälle sind hier die Asthma bronchialeberufsbedingtesMehlstauballergie des Bäckers, die Nickel- oder Pflegemittelallergie des Friseurs oder auch Allergien gegen Farb- und Lösungsmittel bei Druckereiarbeitern. Vielfach bewirken hier chemische Reizstoffe eine Irritation des Bronchialsystems. Ursache ist also nicht immer eine allergische Reaktion.
Infektasthma
Die durch Virusinfektionen derInfektasthma Asthma bronchialeinfektbedingtesAtemwege hervorgerufene Entzündung macht die Atemwege anfälliger für andere Reize. Obwohl auch bei jüngeren Kindern beobachtet, ist das Infektasthma eine Erkrankung des Erwachsenen. Bei Asthmaerkrankungen, die jenseits des 20. Lj. auftreten, ist in weniger als ⅕ der Fälle eine rein allergische Ursache nachweisbar. Vielmehr entwickelt sich die Erkrankung häufig im Anschluss an eine Infektion der Luftwege, oft auch der Nasennebenhöhlen, deren Folge ein überempfindlich reagierendes Bronchialsystem ist. Eine Veranlagung scheint wie bei den Allergien auch hier eine Rolle beim Ausbruch der Erkrankung zu spielen.
Arzneimittelasthma
Das Medikamentenasthma trittArzneimittelasthma Asthma bronchialearzneimittelinduziertesin der Regel in Kombination mit anderen, meist allergischen Asthmaformen auf (bei etwa 10–20 % aller Asthmatiker). Auslöser sind hauptsächlich Schmerzmittel (sog. saure Analgetika) und Entzündungshemmer, insbesondere Acetylsalicylsäure (ASS; Aspirin®). Bei dieser Form des Asthmas handelt es sich nicht um eine Allergie im eigentlichen Sinne, sondern um die Folge einer möglicherweise erblich bedingten Stoffwechselabweichung.
Belastungsasthma
Verbreitet bei Allergikern ist das Belastungs- oder BelastungsasthmaAsthma bronchialeanstrengungs-/belastungsbedingtesAnstrengungsasthmaAnstrengungsasthma, das in der Regel ebenfalls kombiniert mit anderen Asthmaformen auftritt. So leiden die meisten von allergischem Asthma betroffenen Kinder und etwa jeder dritte asthmakranke Erwachsene unter Atemnot während und nach körperlicher Belastung. Kalte, trockene Luft begünstigt den Anfall.

Gut zu wissen Asthma Asthma cardialecardiale („Herzasthma“)Herzasthma ist kein wirkliches Bronchialleiden. Es ähnelt in seiner Symptomatik aber dem Asthma und ist davon differenzialdiagnostisch abzugrenzen. Hierbei handelt es sich um besonders nachts im Liegen auftretende Anfälle von Atemnot, die durch eine Lungenstauung mit gleichzeitiger Verengung der Bronchien infolge einer Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche) hervorgerufen werden.

Symptomatik und Therapie des Asthma bronchiale
Folgende Beschwerden können auftreten:
  • Anfallsweise Atemnot und Kurzatmigkeit

  • Pfeifendes, zischendes Geräusch Asthma bronchialeSymptome/Therapiebeim Ausatmen (sog. Giemen)Giemen

  • Hustenanfälle, besonders während der Nacht mit Auswurf eines zähen glasigen Schleims

Im eigentlichen Asthmaanfall finden sich zusätzlich zur schweren Luftnot:
  • Bläulich oder blaugrau gefärbte Haut und schnappende Atmung

  • Aufgeblähter Brustkorb mit hochgezogenen Schultern und aufgestützten Armen

  • Erschöpfung bis hin zur Unfähigkeit zu sprechen

  • Panische Erstickungsangst, teilweise auch Verwirrtheit und Rastlosigkeit

Merke

Bei einigen Patienten entsteht ein Asthmaanfall, der entweder über längere Zeit anhält oder besonders nachts im Liegen auftritt. Anfälle von Atemnot, die immer wieder neu beginnen, nennt man „Status asthmaticus“.Status asthmaticus

Als Therapie der Wahl gilt heutzutage eine Kombination aus internistischer und psychosomatischer Therapie. Die Kenntnis über die der Erkrankung zugrunde liegenden Konfliktsituationen und der sinnvolle Umgang damit helfen dem Patienten, die Anfallshäufigkeit und die Medikamentendosis zu senken.
Psychosomatische Erklärungsansätze
Asthma bronchialepsychosomatische ErklärungsansätzeNach Alexander spielt eine ungelöste Mutterbindung das Hauptproblem bei den psychologischen Faktoren der Asthmaentstehung. Er diskutiert einen überfürsorglichen oder versagenden Erziehungsstil als prädisponierend für eine Asthmaerkrankung. Die Patienten schwanken zwischen Anklammerungstendenzen zu Bezugspersonen und der gleichzeitigen Angst, von der Nähe „erdrückt“ zu werdenMutter-Kind-BeziehungAsthma bronchiale. Dieser Nähe-Distanz-KonfliktNähe-Distanz-Konflikt, Asthma kann sich auch im Verhalten gegenüber dem behandelnden Arzt oder Therapeuten widerspiegeln. Die Unfähigkeit, Wünsche und Bedürfnisse adäquat mitzuteilen, ist dabei eine Hauptschwierigkeit der Erkrankten.
Lerntheoretische Ansätze zielen auf eine Konditionierung KonditionierungAsthma bronchialeAsthma bronchialeKonditionierungvon Asthmaanfällen bei Infektionen in der Kindheit ab. Der durch die Zuwendung der Mutter bedingte Verstärker sowie die Regression auf solche Verhaltensmuster in späteren Konfliktsituationen dienen als Erklärungsansätze für die Genese des Asthma bronchiale.

Fall

Asthma bronchiale – „Nur noch einen Kuss“

Der französische Schriftsteller Asthma bronchialeFallbeispielMarcel Proust litt seit dem 9. Lj. unter Asthmaanfällen. In seinem autobiografischen Werk „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ (Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2002) berichtet er über seine Kindheit: „Mein einziger Trost, wenn ich schlafen ging, war, dass Mama heraufkommen und mir einen Kuss geben würde, wenn ich bereits im Bett lag. Ich sehnte mich sehr nach diesem Gute-Nacht-Kuss, doch das Gute-Nacht-Sagen war meist so kurz, dass dieser Augenblick für mich immer mit Trauer und Schmerz verbunden war. Manchmal wollte ich sie beim Hinausgehen zurückrufen und ihr sagen: ‚Bitte, bitte, gib mir noch einen Kuss‘, aber ich wusste, dass sie mich dann streng und strafend anschauen würde, denn allein schon das Zugeständnis, vor dem Einschlafen zu mir heraufzukommen und mir einen kleinen Kuss zu geben, verdross jedes Mal meinen Vater, der diese Zeremonie übertrieben fand. Mit einem zweiten Kuss hätte sie das Ritual noch verlängert, wo es ihr doch eigentlich lieber gewesen wäre, ich hätte ganz darauf verzichtet.“
An Prousts Darstellung fällt auf, dass die Mutter ihm nur widerwillig Liebe und Zärtlichkeit zukommen lässt. Als sie bereits an der Tür steht, will Marcel sie aus Sehnsucht nach einem zweiten Kuss zurückrufen; aus Angst vor Zurückweisung und dem damit verbundenen Liebesentzug („strenger, strafender Blick“) unterdrückt er jedoch den „Ruf nach der Mutter“. Auf der körperlichen Ebene äußert sich dieses Zurückhalten in der für Asthmatiker typischen Schwierigkeit beim Ausatmen, denn ein Schrei oder flehender Ruf ist nur über die Ausatmung möglich. Beim Asthmaanfall jedoch wird die Ausatmung verhindert – durch eine Verkrampfung der Muskulatur im Bereich der feinen Verästelungen (Bronchiolen) und durch ein Anschwellen der entzündlich geschwollen Schleimhaut der Bronchien, verbunden mit einer vermehrten Absonderung zäher Sekrete. Marcel Proust hätte seine Mutter natürlich auch durch Weinen ans Bett zurückholen können, aber von Tränen ist in seiner Geschichte – wie in vielen anderen Fallgeschichten – nicht die Rede. Manche psychosomatischen Forscher schlussfolgern deshalb, das Asthma sei u. a. auch eine Art unterdrücktes Weinen, von dem nur noch ein „kleines Bruchstück“ zum Ausdruck gebracht wird. Äußerlich ähnelt besonders das Schluchzen der asthmatischen Atmung. In manchen Fällen kann ein Asthmaanfall auch als unterdrückter Protestschrei gegen die Mutter erklärt werden.
Im späteren Leben wird der ursprüngliche Konflikt (Wunsch nach Nähe bei gleichzeitiger Angst vor Nähe) meist auf nahe Bezugspersonen übertragen. Dies kann in Situationen körperlicher Nähe – etwa beim sexuellen Zusammensein – zu extremer Angst vor Zurückweisung führen und einen Asthmaanfall hervorrufen („Hochzeitsnacht-AsthmaHochzeitsnacht-Asthma“) (aus [14]).Asthma bronchiale

Rheumatoide Arthritis

Die rheumatoide Arthritis (RA) Rheumatoide ArthritisArthritis, rheumatoide– fachsprachlich früher auch als chronische Polyarthritis Polyarthritis, chronische(cP) bezeichnet – ist eine den gesamten Körper betreffende (systemische) chronische Erkrankung. Häufig wird sie vereinfacht auch als Rheuma bezeichnet. Im Gegensatz zur Arthrose, dem „Gelenkverschleiß“, sind meist die Gelenke beider Körperseiten betroffen. In Deutschland sind bis zu 800 000 Menschen an RA erkrankt, rund ⅔ davon sind Frauen. Weltweit kommt sie bei etwa 1 von 100 Personen vor.
Die genauen Ursachen der Erkrankung sind nicht eindeutig geklärt. Neben genetischen Faktoren könnten auch Infektionen, Umweltbedingungen und die Lebensweise eine Rolle spielen. Man nimmt an, dass der Entstehung eine Autoimmunreaktion zugrunde liegt, bei der das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift. Meist sind sog. Rheumafaktoren nachweisbar. Der Organismus bildet Antikörper gegen körpereigene Stoffe (Autoantikörper), betrachtet diese somit als Eindringlinge von außen (Antigene), was über die Antigen-Antikörper-Reaktion zu Entzündungen und Gewebeabstoßung führt. Bei der RA bezieht sich der Prozess auf die Gelenke. Dieser Autoimmunprozess wird möglicherweise zunächst von äußeren Einflüssen – vielleicht durch eine (virale) Infektion – in Gang gesetzt. Auch Stress (z. B. in traumatischen oder belastenden Lebenssituationen) scheint bei der Auslösung dieser Immunreaktion eine bedeutende Rolle zu spielen (vgl. [15]).
Symptomatik und Therapie der rheumatoiden Arthritis
Rheumatoide ArthritisSymptome/TherapieDie RA beginnt schleichend an der Gelenkinnenhaut, wo ein Immunprozess eine Entzündung der Gelenke verursacht. Die Gelenke schwellen an und werden druckempfindlich. Betroffen sind vor allem Finger, Hände, Knie- und Fußgelenke. Die typischen Entzündungszeichen sind:
  • Wärme

  • Rötung

  • Schwellung

  • Schmerz und Funktionseinschränkung

Gänslein-Zeichen, Gänslein-ZeichenKnopflochdeformitätKnopfloch- und Schwanenhalsdeformität Schwanenhalsdeformitätsind Begriffe, welche die typische Verformung der Finger durch die Gelenkzerstörung beschreiben. Als Ulnardeviation Ulnardeviationbezeichnet man die Achsabweichung der Hand zur Kleinfingerseite.
Langfristig verursacht die RA („Rheuma“) eine bleibende Schädigung oder Zerstörung der Gelenke mit körperlicher Behinderung. Von den Gelenken aus kann sich die Erkrankung auch auf die inneren Organe ausbreiten. Damit verbunden sind in vielen Fällen Fieber, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Hautknötchen als Zeichen der chronischen Entzündung sowie Blutwertveränderungen.
Für die Diagnose spielt neben der organischen Abklärung (klinische Untersuchung und Laborwerte, z. B. Entzündungsparameter: Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit, C-reaktives Protein [CRP], Rheumafaktor, antinukleäre Antikörper [ANA], antimitochondriale Antikörper [AMA]) auch die Erhebung der Familienanamnese sowie der biografischen und persönlichen Lebensumstände des Betroffenen eine maßgebliche Rolle. Die Behandlung erfolgt durch einen internistischen Facharzt, meist mit entzündungshemmenden und schmerzlindernden Medikamenten. Begleitend kann die Schmerzbewältigung mithilfe einer psychosomatischen Therapie gefördert werden.
Psychosomatische Erklärungsansätze
Rheumatoide Arthritispsychosomatische ErklärungsansätzeVon den psychologischen Erklärungsansätzen war zunächst der von F. Alexander (1977) wegweisend. Er ging davon aus, dass Rheumakranke es in der Kindheit mit gefühlskalten und ablehnenden Eltern zu tun hätten, die das Kind in seiner Motorik eingeschränkt oder stark kontrolliert hätten. Dadurch hätte das Kind frühzeitig gelernt, seine Affekte, insbesondere seine Aggressionen, zu unterdrücken. Im späteren Leben sei als Ausdruck für die Abwehr oft ein übergewissenhaftes, stark moralisches Verhalten zu beobachten. Eine weitere Form der Abwehr, speziell in späteren Lebensjahren, sei die einer liebevollen, aufopfernden Tyrannei über die Angehörigen und die Übernahme einer Märtyrerrolle. Alexander vermutete, Anspannung und Entspannung der Muskulatur veränderten sich parallel mit dem Gefühlserleben. Eine emotionale Anspannung, z. B. wenn aggressive Impulse die Abwehr durchbrechen, müsse dementsprechend eine Kontraktion der willkürlichen Muskulatur zur Folge haben. Einer emotionalen Gelöstheit folge analog auch eine Entspannung der Muskulatur (ebd.).
Dass die RA tatsächlich Folge eines dauerhaft erhöhten Tonus der willkürlichen Muskulatur ist, ließ sich nicht belegen. Ebenso war auch eine erhöhte Muskelanspannung unter Stress experimentell nicht nachweisbar.

Gut zu wissen Moderne Erklärungsansätze für die RA kommen aus dem Bereich der Psychoimmunologierheumatoide ArthritisPsychoimmunologie. Psychologische Faktoren scheinen einen Einfluss auf die Immunitätslage bei der RA zu nehmen. Diese Zusammenhänge sind Gegenstand aktueller Forschung.

Merke

Der entscheidende psychodynamische Faktor bei der RA ist die Wechselbeziehung zwischen Schmerz und Rheuma. Das subjektive Leiden ist dabei nicht an das Ausmaß der Gelenkveränderungen gekoppelt. Sozial aktive und zufriedene Patienten haben erwiesenermaßen weniger Schmerzen als solche mit starken körperbezogenen Ängsten. Im Fokus der Therapie steht somit die Vermittlung von Strategien zur Krankheitsbewältigung. Sie umfassen die Bewältigung von Schmerzen, sozialer Abhängigkeit und persönlichen Einschränkungen.

Neurodermitis

Die Neurodermitis Neurodermitis atopicaatopica ist eine Erkrankung des atopischen Formenkreises (griech. atopia, Ungewöhnlichkeit, Seltsamkeit); ebenfalls dazu gehören:
  • Allergisches Asthma bronchiale

  • „Heuschnupfen“Heuschnupfen (Rhinitis allergica) Rhinitis allergicaAllergische Rhinitis

  • Allergische Bindehautentzündung (allergische Konjunktivitis)Konjunktivitis, allergischeAllergische Konjunktivitis

Der Begriff „AtopieAtopie“ beschreibt hier die Veranlagung, auf eigentlich harmlose Einflüsse der Umwelt mit der Haut (Neurodermitis), der Nasenschleimhaut (Rhinitis), der Bindehaut (Konjunktivitis) oder der Lungenschleimhaut (allergisches Asthma) überempfindlich zu reagieren.
Über 3 Mio. Patienten in Deutschland leiden an Neurodermitis, die in Fachkreisen als atopische DermatitisAtopische DermatitisDermatitis, atopische, atopisches Ekzem Ekzem, atopisches/endogenesoder endogenes Ekzem bezeichnet wird. Bis zu 10 % der Kinder und jungen Erwachsenen sind von der Erkrankung betroffen. Zeitliche Übergänge im Laufe des Lebens sind häufig.
Die genaue Entstehung von Neurodermitis ist ungeklärt. Meistens leiden die Eltern auch an Neurodermitis, Heuschnupfen oder Asthma, sodass eine genetische Komponente bei der Entstehung der Erkrankung diskutiert wird. Trotzdem ist die Ausprägung von vielfältigen Faktoren wie z. B. Umwelt- und Klimafaktoren, Luftverschmutzung und Infekten abhängig. Diese Faktoren können Auslöser einer Neurodermitis sein oder die Beschwerden verschlimmern. Eine ebenso wichtige Rolle spielt das psychische Befinden. Innere Faktoren, die psychischen Stress bereiten, können den Ausbruch der Krankheit fördern und sie verschlimmern (aggravieren).
Auslöser für Neurodermitis können sein: Neurodermitis atopicaAuslöser
  • Nahrungsmittel und -zusatzstoffe

  • Tierhaare und -federn

  • Infektionen (z. B. bakterielle Infekte der Haut oder auch Mandelentzündungen)

  • Mechanische Hautirritationen (z. B. durch Kleidung, Kratzen, Reiben)

  • Umwelt- und Klimafaktoren (z. B. Schimmelpilze, Pollen, trockene Heizungsluft, Schwitzen, starke Temperaturschwankungen)

  • Psychische Faktoren (z. B. Wechsel von Bezugspersonen, Krisen in der Familie, Spannungen in Freundschaften, Probleme am Arbeitsplatz oder in der Schule)

Symptomatik und Therapie der Neurodermitis
Neurodermitis atopicaSymptome/TherapieDie Neurodermitis kann die gesamte Körperoberfläche befallen, allerdings sind am häufigsten Gesicht, Ellenbeugen, Kniekehlen und Hände betroffen. Je nach Alter der Patienten sind bestimmte Körperareale bevorzugt betroffen und können, je nach Dauer der Entzündung auf der Haut, unterschiedliche Veränderungen zeigen. Man unterscheidet hier v. a. zwischen akuten (erst seit Kurzem bestehenden) und chronischen (über Wochen und Monate bestehenden) Hautveränderungen.
Die wichtigsten Symptome, die sowohl bei akuter als auch chronischer Neurodermitis auftreten, sind:
  • Schwellung und Rötung sowie

  • Juckreiz und Brennen der betroffenen Hautstellen

Hinzu kommen:
  • Nässen oder Blasenbildung im akuten Entzündungsstadium

  • Trockene Schuppen im chronischen Entzündungsstadium

  • Kleine erhabene Pickelchen

Im späteren Verlauf sieht man infolge des ständigen Kratzens und Reibens oft zusätzlich eine Verdickung an den stark betroffenen Regionen.

Merke

Das größte Problem bei der Neurodermitis ist der Juckreiz. Dieser tritt zumeist periodisch auf und zwingt die Betroffenen oft dazu, sich ständig zu kratzen oder zu reiben.

Säuglingsekzem (Geburt bis 2. Lj.)
Bei der Mehrzahl der Säuglingsekzem/-neurodermitisPatienten treten die ersten Symptome einer Neurodermitis erstmals ab dem 3. Lebensmonat auf. Im Gesicht kommt es häufig zu nässenden Rötungen. Auf dem behaarten Kopf auftretende, an verbrannte Milch erinnernde Schuppenbeläge werden auch Milchschorf Milchschorfgenannt. Ab dem 2. Lj. kommt es in typischen Verläufen zu einer Änderung des Krankheitsbildes: Juckende, schuppende Rötungen, Knötchen und Hautvergröberungen treten vermehrt an Ellenbeugen und Kniekehlen sowie am Hals auf. Das Erscheinungsbild der eher „feuchten“ Säuglingsneurodermitis geht in die trockene Form der Neurodermitis über.
Neurodermitis im Kindesalter (3.–18. Lj.)
Bei ca. 80 % der Patienten tritt die Neurodermitis atopicaKindesalterErkrankung erstmalig vor dem 5. Lj. auf. In vielen Fällen verschwinden die Symptome bis zur Einschulung oder dem Ende der Pubertät von selbst oder werden mit zunehmendem Alter seltener und schwächer. Zumeist sind Gesicht, Hals sowie Hand- und Fußpartien betroffen. Das Ekzem kann bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aber an jeder Stelle des Körpers auftreten und in schweren Fällen auch die gesamte Hautoberfläche einnehmen.
Neurodermitis im Erwachsenenalter
Nach dem 30. Lj. leiden Neurodermitis atopicaErwachsenenalternur noch 3 % der Betroffenen unter Ekzemschüben. Ein Risiko für Rückfälle bleibt dennoch immer bestehen. Zudem behalten alle Patienten zeitlebens eine empfindliche Haut. In seltenen Fällen tritt eine Neurodermitis auch erst im hohen Erwachsenenalter auf.
Die Behandlung erfolgt mittels halbfetter und fetter (ggf. kortisonhaltiger) Salben und Cremes, Hydrotherapie (Öl- und Teerbäder), Klimatherapie (Meer und Gebirge), dosierte UV-Bestrahlung und Diät bei Überempfindlichkeit gegen Nahrungsmittel. Begleitend kann zur Krankheitsbewältigung (v. a. Juckreiz) und zur Selbstwertsteigerung eine Psychotherapie sinnvoll sein.
Psychosomatische Erklärungsansätze
Psychodynamische ErklärungsansätzeNeurodermitis atopicapsychodynamische Erklärungsansätze, die davon ausgehen, dass bei einer fehlenden mütterlichen Zuwendung der Körper bzw. die Haut zur Schau gestellt wird, um Aufmerksamkeit zu erregen, und gleichzeitig Schuldgefühle mit autoaggressivem Verhalten (exzessives Kratzen) auftreten, greifen zu kurz und lassen sich in dieser Form nicht belegenMutter-Kind-BeziehungNeurodermitis.
Neue Erklärungsansätze der Neurodermitis zielen wie bei der RA eher auf die PsychoimmunologieNeurodermitisPsychoimmunologie.

Merke

Psychische Belastungen entstehen für Neurodermitis-Patienten v. a. durch den unerträglichen Juckreiz und dadurch, dass sie häufig durch die Hauterscheinungen „gezeichnet“ sind. Dies kann in sozialen Situationen und bei der Beziehungsgestaltung bzw. Kontaktaufnahme sehr hinderlich sein und das Selbstbild der Betroffenen schwächen. Dementsprechend sollten auch hier das Erlernen von geeigneten Copingstrategien und die Stärkung des Selbstwertgefühls im Vordergrund einer psychosomatischen Therapie stehen.

Ulcus duodeni/ventriculi

An den Magen (lat. ventriculus) schließt sich direkt der Zwölffingerdarm (Duodenum) an. Dieser bezeichnet ein etwa 12 Finger langes (ca. 25–30 cm) Teilstück des Dünndarms. Ein Ulkus (lat., Geschwür) ist ein umschriebener Gewebedefekt der Magen- bzw. Darmschleimhaut.
Symptomatik und Therapie des Ulcus duodeni/ventriculi
Typische Symptome des Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür) und des Ulcus ventriculi (Magengeschwür) MagengeschwürZwölffingerdarmgeschwürsind: Ulcus duodeni/ventriculiSymptome/Therapie
  • Krampfartige Schmerzen, die sich innerhalb von ca. 15 Minuten steigern

  • Schmerzen klar lokalisierbar (im Epigastrium in der Mittellinie)

  • Auftreten innerhalb von 2 Stunden nach einer Mahlzeit

  • Schmerzlinderung durch Essen oder Antazida

  • Nachtschmerz (Nüchternsekretion zwischen Mitternacht und 3 Uhr)

  • Appetit häufig vorhanden

Die Therapie des Ulkus wird vom internistischen Facharzt oder Allgemeinmediziner durchgeführt. Dabei wird die Produktion der Magensäure medikamentös gedrosselt, der Schleimhautschutz verstärkt und eine etwaige bakterielle Besiedelung der Schleimhaut mit Antibiotika gehemmt. In der Regel führen diese Maßnahmen zur Rückbildung des Geschwürs, sodass psychosomatische Behandlungsansätze heutzutage kaum noch zum Tragen kommen.
Psychosomatische Erklärungsansätze
Ulcus duodeni/ventriculipsychosomatische ErklärungsansätzeF. Alexander postulierte für den Ulkuskranken einen ungelösten Konflikt zwischen infantilen Abhängigkeitswünschen und dem Bedürfnis nach Unabhängigkeit und Erfolg als „krank machend“. Diese Ambivalenz soll sich in der dauerhaften Hypermotilität und vermehrten Säureproduktion des Magens widerspiegeln.
Zwei „Ulkustypen“ Ulkustypenwerden aus psychosomatischer Sicht unterschieden:
  • Passiv-abhängiger Typ, der seine oralen Wünsche nach Abhängigkeit bewusst zu leben versucht, aber an der Realität scheitert

  • Pseudounabhängiger (auch: aktiver) Typ, der überaktive Macher, der seine Wünsche nach Abhängigkeit dadurch kompensiert, dass er sie ins Gegenteil verkehrt

Colitis ulcerosa

Der Begriff Kolitis istColitis ulcerosa von der anatomischen Bezeichnung für den Dickdarm (Kolon) abgeleitet und beschreibt eine Entzündung des Dickdarms. Unter Colitis ulcerosa wird eine in Schüben verlaufende chronisch-entzündliche Erkrankung des Dickdarms verstanden, die meist am Mastdarm beginnt, sich im weiteren Verlauf ausdehnt und oft mit der Entstehung von Geschwüren verbunden ist. In 90 % der Krankheitsfälle geht die Erkrankung auf das Rektum über.
Symptomatik und Therapie der Colitis ulcerosa
Colitis ulcerosaSymptome/TherapieTypische Beschwerden bei der Kolitis sind v. a. häufige, blutig-schleimige Durchfälle sowie ständiger Stuhldrang, begleitet von Unterbauchschmerzen und -krämpfen und einer allgemeinen körperlichen Schwäche. In schweren Fällen treten auch Fieber, Fehlernährung und Gewichtsverlust auf. Je weiter die Entzündung im Dickdarm entwickelt ist, desto ausgeprägter können die auftretenden Symptome sein und desto höher ist das Risiko von Komplikationen (z. B. Darmperforation, Entstehung eines Karzinoms). Manche Betroffene können über viele Monate und sogar Jahre hinweg ganz beschwerdefrei leben. Bei anderen flammt die Erkrankung häufiger auf, und sie benötigen viele Medikamente oder auch chirurgische Eingriffe, d. h., sie erhalten in erster Linie eine internistische Therapie. Eine ergänzende psychotherapeutische Behandlung kann hilfreich sein.
Psychosomatische Erklärungsansätze
Colitis ulcerosapsychosomatische ErklärungsansätzePsychodynamisch ist häufig eine symbiotische Abhängigkeit Symbiotische AbhängigkeitAbhängigkeitsymbiotischevon einem Elternteil – meist der Mutter – zu beobachten, der von den Patienten oft als dominant und kontrollierend beschrieben wird. Selbstzweifel und Minderwertigkeitsgefühle werden im Sinne einer Pseudounabhängigkeit verarbeitet. Aggressive Regungen gegenüber der Bezugsperson werden abgewehrt und als AutoaggressionAutoaggressionColitis ulcerosa gegen die eigene Person (den Darm) gerichtet. Manche Autoren vermuten, dass der Erkrankung der Verlust einer Schlüsselperson vorausgeht, zu der eine neurotisch-symbiotische Abhängigkeit besteht. Auslösefaktoren sind – ähnlich wie bei Ulkuserkrankungen – oft Erlebnisse, die im Sinne eines Geborgenheitsverlusts gedeutet werden können, z. B. Verlust einer geliebten Person oder der gewohnten Umgebung, oder Situationen, die mit größerer Selbstständigkeit einhergehen (Eintritt ins Berufsleben, Gründung einer Familie etc.).

Diagnostik und Therapie psychosomatischer Störungen

Diagnostik

Die Psychosomatik umfasst eine Psychosomatische StörungenDiagnostikVielzahl von theoretischen Konzepten und dementsprechend unterschiedliche praktisch-diagnostische und therapeutische Vorstellungen. Ziel sollte eine integrierte Medizin sein, die diese unterschiedlichen Ansätze bündelt und zueinander in Beziehung setzen kann, worauf schon bei der Diagnosefindung geachtet werden sollte. Zu ihr gehören:
  • Anamnese: Beschwerdeanalyse, -entwicklung, Vorerkrankungen und Familienanamnese

  • Ausführliche körperliche Untersuchung

  • Untersuchung persönlicher psychologischer und sozialer Charakteristika

    • Persönliche psychische Merkmale, Auffälligkeiten, Symptome, Vorerkrankungen

    • Symptomcharakterisierung

    • Persönliche Entwicklung

    • Psychosoziale Bedingungen in lebensgeschichtlicher Entwicklung

    • Aktuelle und frühere auslösende Konfliktkonstellationen

  • Analyse der Umgebung: Arbeitsplatz, Wohnverhältnisse, klimatische Verhältnisse

Therapeutische Praxis

Bei der Diagnostik ist bereits auf die Wechselwirkung der verschiedenen Ebenen zu achten. Es sollten hier bereits positive Kriterien gesucht und benannt werden, die aus psychodynamischer oder psychosozialer Sicht den Gesundungsprozess günstig beeinflussen können.

Therapie

Somatische Therapie
Die medikamentöse oder somatische Therapie Psychosomatische StörungenTherapieder neurologischen oder internistischen Erkrankung steht an erster Stelle und wird von den entsprechenden Fachärzten übernommen.
Psychotherapie
Allgemeine Therapierichtlinien zu Psychotherapiepsychosomatische StörungenBehandlungsbeginn sind:
  • Allgemeine und offene Gesprächsführung pflegen, d. h. offene Fragen stellen

  • Zeitlichen Rahmen (z. B. 30 Minuten) setzen und diesen mitteilen

  • Ungestörte Gesprächssituation schaffen

  • Dem Zuhören mehr Raum geben als dem Fragen; keine Monologe

  • Demonstrationsbedürfnis von körperlichen Beschwerden ernst nehmen

  • Gegenübertragung beachten (Fantasien, eigene Gefühle und Regungen)

  • Gesundheitsmotivation vorsichtig erspüren und diese Tendenz ggf. stärken

  • Fachbegriffe, Entwertungen und Schlagwörter vermeiden

  • Gemeinsame Verantwortung formulieren

  • Raum für Nachfragen geben

  • Zusammenfassung und Ausblick auf weiteres Vorgehen

Therapeutische Praxis

Kürzere und dafür häufigere Gesprächspsychotherapiepsychosomatische StörungenGesprächstermine haben sich für den Beziehungsaufbau in der Praxis besser bewährt als lange, aber seltene Termine. Sie dienen der klaren Struktur und zeigen Grenzen auf, bieten aber auch die Möglichkeit des wiederholten Kontakts. Somatisch erkrankte Patienten werden durch längere Termine in der Regel eher erschöpft und überfordert.

Begleitend können je nach Erkrankung und Behandlungsfokus die folgenden Therapieformen zum Einsatz kommen:
  • Psychodynamische TherapiePsychodynamische Therapiepsychosomatische Störungen

  • Kognitive Kognitive Verhaltenstherapiepsychosomatische StörungenVerhaltenstherapieVerhaltenstherapiepsychosomatische Störungen

  • Gesprächstherapie

  • Körperorientierte TherapieKörperorientierte Psychotherapie

  • HypnotherapieHypnose/Hypnotherapiepsychosomatische Störungen

Merke

Psychosomatische Erkrankungen werden primär von Fachärzten mit spezieller Gebietsbezeichnung (Internisten, Neurologen, Urologen etc.) und Fachärzten für Psychosomatische Medizin und Facharztfür Psychosomatische Medizin und PsychotherapiePsychotherapie behandelt. Ein Heilpraktiker für Psychotherapie kann in Absprache ggf. unterstützend tätig werden.

Verständnisfragen

  • Was ist „Psychosomatik“?

  • Wo werden die psychosomatischen Störungen in der ICD-10 repräsentiert?

  • Welche Entstehungsmodelle gibt es für eine psychosomatische Störung?

  • Wie können Sie psychosomatische Krankheitsbilder von Konversionsstörungen abgrenzen?

  • Was verstehen Sie unter den „Holy Seven“ der Psychosomatik?

  • Was ist eine Hyperthyreose, und welche Ursachen kennen Sie?

  • Welche Arten von Asthma gibt es, und wie erklären Sie seine Entstehung?

  • Welche Ursachen der Neurodermitis kennen Sie?

  • Welches sind die physiologischen Bedingungen, die eine Ulkuserkrankung (Ulcus ventriculi, Ulcus duodeni) begünstigen?

  • Nach aktuellem Stand der Wissenschaft gehört ein Patient mit Magenulkus eher in eine somatische Therapie als in psychologische Behandlung. Erklären Sie, warum!

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