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B978-3-437-58303-2.00018-2

10.1016/B978-3-437-58303-2.00018-2

978-3-437-58303-2

ICD-10ICD-10Schlafstörungen, nichtorganisch bedingte-Klassifikation der nichtorganisch bedingten Schlafstörungen (F51) Schlafstörungennichtorganisch bedingteSchlafstörungenKlassifikation nach ICD-10DyssomnienParasomnien

Tab. 18.1
Dyssomnien Parasomnien
Nichtorganische Insomnie (F51.0) Schlafwandeln (Somnambulismus) (F51.3)
Nichtorganische Hypersomnie (F51.1) Pavor nocturnus (F51.4)
Nichtorganische Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus (F51.2) Albträume (Angstträume) (F51.5)

Symptomatik von Schlafstörungen nach der ICD-10 V SomnambulismusSchlafwandelnSchlaf-Wach-RhythmusstörungennichtorganischePavor nocturnusParasomnienSchlaf-Wach-RhythmusstörungennichtorganischeNichtorganische InsomnieNichtorganische HypersomnieInsomnienichtorganischeHypnagoge HalluzinationenHypersomnie, nichtorganischeHalluzinationenhypnagogeDyssomnienAngstträumeAlbträumeF51

Tab. 18.2
Schlafstörung Beispiele
Dyssomnien Nichtorganische Insomnie (F51.0)
  • Beeinträchtigung der Dauer oder Qualität des Schlafs über einen beträchtlichen Zeitraum (mindestens 3-mal pro Woche, mindestens 1 Monat lang)

  • Klagen über Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen oder eine schlechte Schlafqualität

  • Überwiegendes Beschäftigtsein mit der Schlafstörung

  • Nachts und während des Tages eine übertriebene Sorge über deren negative Konsequenzen auf z. B. Alltagsaktivitäten

  • Leidensdruck aufgrund von unbefriedigender Schlafdauer oder Schlafqualität

Nichtorganische Hypersomnie (F51.1)
  • Übermäßige Schlafneigung oder Schlafanfälle während des Tages, nicht erklärbar durch eine unzureichende Schlafdauer oder einen verlängerten Übergang zum vollen Wachzustand (Schlaftrunkenheit)

  • Schlafstörung länger als 1 Monat oder in wiederkehrenden Perioden kürzerer Dauer

  • Deutliche Erschöpfung oder Beeinträchtigung der Alltagsaktivitäten

  • Keine zusätzlichen Symptome einer Narkolepsie (Kataplexie, Wachanfälle, hypnagoge Halluzinationen) und keine klinischen Hinweise für Schlafapnoe (nächtliche Atempausen, Schnarchgeräusche)

  • Fehlen eines neurologischen oder internistischen Zustandsbildes, für das die Somnolenz während des Tages symptomatisch sein kann

Nichtorganische Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus (F51.2)
  • Klagen über Schlaflosigkeit und Hypersomnie

  • Das individuelle Schlaf-Wach-Muster verläuft nicht synchron mit dem Schlaf-Wach-Rhythmus, der für eine bestimmte Gesellschaft normal ist

  • Schlaflosigkeit während der Hauptschlafperiode und Hypersomnie während der Wachperiode, fast täglich mindestens 1 Monat lang oder wiederkehrend für kürzere Zeiträume

  • Ungenügende Schlafdauer, Schlafqualität und ungewöhnlicher Zeitpunkt des Schlafs

  • Deutliche Erschöpfung oder Beeinträchtigungen der Alltagsaktivitäten

Parasomnien Schlafwandeln (Somnambulismus) (F51.3)
  • Ein- oder mehrmaliges Verlassen des Bettes und Umhergehen meist während des ersten Drittels des Nachtschlafs

  • Leerer, starrer Gesichtsausdruck des Betroffenen während des Schlafwandelns

  • Betroffener reagiert verhältnismäßig wenig auf die Bemühung anderer, das Geschehen zu beeinflussen oder mit ihm Kontakt aufzunehmen, und ist schwer aufzuwecken

  • Keine Erinnerung an die Episode nach dem Erwachen

  • Keine Beeinträchtigung der psychischen Aktivität oder des Verhaltens innerhalb weniger Minuten nach dem Aufwachen, obgleich anfänglich eine kurze Phase der Verwirrung und Desorientiertheit auftreten kann

  • Kein Hinweis auf eine organisch bedingte psychische Störung wie z. B. Demenz oder eine körperliche Störung wie z. B. Epilepsie

Pavor nocturnus (F51.4)
  • Als vorherrschendes Symptom ein- oder mehrmalige Episoden von Erwachen aus dem Schlaf, die mit einem Panikschrei beginnen und charakterisiert sind durch heftige Angst, Körperbewegungen und vegetative Übererregbarkeit wie Tachykardie, schnelle Atmung, Pupillenerweiterung und Schweißausbruch

  • Dauer der wiederholten Episoden ca. 1–10 Minuten meist während des ersten Drittels des Nachtschlafs

  • Relative Unzugänglichkeit gegenüber den Bemühungen anderer, den Pavor nocturnus zu beeinflussen

  • Einige Minuten Desorientiertheit und perseverierende Bewegungen

  • Erinnerung an das Geschehen ist gewöhnlich auf ein oder zwei fragmentarische Vorstellungen begrenzt oder fehlt völlig

  • Fehlen eines Hinweises auf eine körperliche Krankheit wie z. B. Hirntumor oder Epilepsie

Albträume bzw. Angstträume (F51.5)
  • Aufwachen aus dem Nachtschlaf oder nach kurzem Schlafen mit detaillierter und lebhafter Erinnerung an heftige Angstträume, meist mit Bedrohung des Lebens, der Sicherheit oder der Selbstachtung

  • Zeitunabhängiges Aufwachen meist während der zweiten Hälfte des Nachtschlafs

  • Nach dem Aufwachen aus ängstigenden Träumen wird die betroffene Person rasch orientiert und munter

  • Deutlicher Leidensdruck aufgrund des Traumerlebnisses und der daraus resultierenden Schlafstörung

Schlafstörungen

  • 18.1

    Definition254

  • 18.2

    Klassifikation nach ICD-10254

  • 18.3

    Symptomatik255

  • 18.4

    Ätiologie256

  • 18.5

    Diagnostik und Therapie256

Kapitelübersicht

SchlafstörungenSchlafstörungen können organisch oder nichtorganisch bedingt sein. Bei den Schlafstörungen handelt es sich um jene Erkrankungen, die den Betroffenen ein gesundes und reguläres Schlafverhalten vorenthalten. Der Schlaf ist dann entweder in seiner Qualität oder in seiner Quantität beeinträchtigt. Die organisch bedingten Schlafstörungenorganisch bedingteOrganische SchlafstörungenSchlafstörungen sind in der ICD-10 unter Kapitel VI (G47) und die nichtorganisch bedingten Schlafstörungen in Kapitel V (F51) gelistet. Die nichtorganischen Schlafstörungen sind vorwiegend durch emotionale Ursachen bedingt; sie werden unterteilt in Dyssomnien und Parasomnien (Ofenstein 2012: 185 ff.).

Bei den DyssomnienDyssomnien handelt es sich um psychogene Zustandsbilder mit einer Störung der Dauer (akute, d. h. kurzfristige, oder chronische, d. h. langfristige), der Qualität oder des Zeitpunkts des Schlafs, d. h., der Betroffene leidet entweder unter zu wenig Schlaf (dazu zählen die Ein- und Durchschlafstörungen) oder unter zu viel Schlaf. Parasomnien bezeichnen Aufwachstörungen, d. h., der Schlafprozess wird unterbrochen und die Erholsamkeit durch den Schlaf dadurch reduziert. Zu den häufigsten Parasomnien zählen Schlaftrunkenheit, Schlafwandeln (SomnambulismusSomnambulismus)Schlafwandeln und SchlafterrorSchlafterror (Pavor nocturnus). Meist treten bei den Parasomnien auffällige Verhaltensweisen wie Schreien, unkontrollierte Bewegungen etc. auf; allerdings sind diese Verhaltensweisen in den meisten Fällen ungefährlich, sodass es nur sehr selten zu körperlichen Verletzungen kommt. Gewöhnlich kommen Parasomnien am häufigsten bei Kindern vor, wobei hier meist keine psychischen Störungen vorliegen. Leidet das Kind z. B. unter Stress, Erschöpfung, Übermüdung oder an einer körperlichen Erkrankung wie z. B. Fieber, dann können Parasomnien verstärkt vorkommen. Sobald Parasomnien wiederholt auftreten und die psychische und gesundheitliche Verfassung des Betroffenen beeinträchtigen, sollten eine gründliche Untersuchung sowie eine Abklärung der Ursachen auf der emotional-psychischen Ebene erfolgen, denn Schlafstörungen gehen oftmals mit psychiatrischen Krankheitsbildern einher.

Definition

SchlafstörungenDefinitionSchlafstörungen können sowohl organisch als auch nichtorganisch bedingt sein. Dabei handelt es sich um Erkrankungen, die sich dadurch auszeichnen, dass den Betroffenen ein gesundes, reguläres Schlafverhalten fehlt und dass der Schlaf entweder in seiner Qualität oder Quantität beeinträchtigt ist.
Im Laufe des gewöhnlichen und gesunden Nachtschlafs wechseln sich verschiedene Schlafphasen 3- bis 5-mal ab. Während der Nacht nehmen die TiefschlafphasenTiefschlafphasen ab, die REM-REM-SchlafPhasen dagegen an Dauer und Intensität zu. In den REM-Phasen ist das Träumen charakteristisch. Folgende Schlafphasen lassen sich mittels Elektroenzephalografie (EEG) feststellen (hier nach dem renommierten Psychiater Theo R. Payk dargestellt):
  • 1.

    Wachzustand (bei geschlossenen Augen): Alpha-Aktivität

  • 2.

    Einschlafstadium: Zerfall der Alpha-Aktivität mit Frequenzinstabilität

  • 3.

    Leichtschlafstadium: Theta-Aktivität mit Schlafspindeln

  • 4.

    Mitteltiefes Schlafstadium: hohe Delta-Wellen mit K-Komplexen und Spindeln

  • 5.

    Tiefschlafstadium: hochamplitudige Delta-Wellen

  • 6.

    Paradoxer (REM-)Schlaf: wie Einschlafstadium

Klassifikation nach ICD-10

In Kapitel V der ICD-10 ist die Gruppe der nichtorganischen Schlafstörungen unter F51 gelistet (Tab. 18.1). Sie umfasst einerseits die Dyssomnien und andererseits die Parasomnien. Bei den DyssomnienDyssomnien handelt es sich um primär psychogene Störungen hinsichtlich Dauer, Qualität oder Zeitpunkt des Schlafs. Dazu zählen die nichtorganische Insomnie, die nichtorganische Hypersomnie und Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus. Als ParasomnienParasomnien bezeichnet man abnorme Episoden, die während des Schlafs auftreten. Am häufigsten sind Schlafwandeln, Pavor nocturnus und Albträume. Weiterhin ist in vielen Fällen die Schlafstörung ein Symptom einer anderen psychischen oder physischen Erkrankung.

Symptomatik

In Tab. 18.2 sind die einzelnen Schlafstörungen mit ihren Symptomen nach der ICD-10 V F51 dargestellt. SchlafstörungenSymptomatik

Ätiologie

Nichtorganische SchlafstörungenÄtiologieSchlafstörungen zählen sicherlich zu den häufigsten psychischen Störungen und betreffen fast die gesamte Menschheit. Die Ätiologie der Schlafstörungen ist vielfältig:
  • Ungünstige äußere Bedingungen: u. a. Geräusche, ungenügend abgedunkelter Schlafraum, unbequemes Bett, unpassende bzw. falsche Bettwäsche (Kissen, Decke) und Matratze, zu hohe oder zu niedrige Raumtemperatur (optimal wären 16–18 °C), Schnarchen des Partners, Schichtarbeit sowie häufige Reisen mit Zeitzonenwechsel (Jetlag).

  • Verhaltensweisen des Betroffenen, die sich negativ auf den Schlaf auswirken: z. B. koffeinhaltige Getränke nach 16 Uhr, größere Mahlzeiten nach 20 Uhr, übermäßiger Alkoholkonsum vor dem Schlafengehen (ein „Schlummertrunk“ kann zwar das Einschlafen durchaus fördern, aber sobald die Alkoholwirkung nachlässt, kommt es trotzdem zum Erwachen). Fernsehen oder andere geistig anregende und anstrengende Beschäftigungen vor dem Schlafengehen sollten ebenfalls gemieden werden.

  • Vorübergehende psychosoziale Belastungssituationen (Beziehungsprobleme, Stress, Prüfungsangst) oder psychiatrische Erkrankungen (z. B. Schizophrenie/schizophrene StörungenSchlafstörungenDepression/depressive EpisodeSchlafstörungenDemenzSchlafstörungenDemenz, Sucht, Entzug, Schizophrenie, Depression, Angsterkrankung)

  • Organische Erkrankungen: z. B. chronische Schmerzen, Schilddrüsenüberfunktion, Herzerkrankungen (z. B. Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz), Lungenerkrankungen (z. B. chronisch-obstruktive Atemwegserkrankung), Atemaussetzer im Schlaf (Schlafapnoe), Restless-Legs-Syndrom, Durchblutungsstörungen im Gehirn

  • Nebenwirkungen von Medikamenten (z. B. Antidepressiva, koffeinhaltige Schmerzmittel, harntreibende Mittel, Medikamente gegen ADHS)

  • Verändertes Schlafmuster im Alter (Verkürzung von Rhythmus und Schlafzeiten)

Fall

SchlafstörungenFallbeispielEin 50-jähriger, bei einem Unternehmen angestellter Abteilungsleiter stellt sich auf Anraten seiner Hausärztin in der Schlafambulanz vor. Er beklagt, dass er seit etwa 7 Jahren große Schwierigkeiten mit dem Schlafen habe: Er liege vor dem Einschlafen stundenlang grübelnd wach, schlafe dann nur oberflächlich und mit vielen Unterbrechungen. Tagsüber fühle er sich müde und zerschlagen und könne sich nur mit Mühe auf seine Arbeit konzentrieren. In der Mittagspause müsse er sich für eine Stunde zum Schlafen hinlegen, sonst überstehe er den Tag nicht. In den vergangenen Monaten seien ihm bei der Arbeit vermehrt Fehler unterlaufen, und er könne sein gewohntes Pensum nicht mehr leisten; deshalb stelle er sich jetzt vor. Die Einnahme baldrianhaltiger Präparate sowie auch die kurzzeitige Anwendung eines Benzodiazepin-Präparats hätten nur eine vorübergehende Besserung erbracht. Abends vor dem Fernseher und beim autogenen Training, das er erlernt habe, schlafe er regelmäßig ein, nicht aber im Bett. Er gehe schon voller Anspannung und mit der Befürchtung, wieder nicht genug schlafen zu können, zu Bett.

Er habe schon immer einen leichten Schlaf gehabt, was ihn aber bis zu seiner Beförderung vor 7 Jahren nicht sonderlich gestört habe. Damals habe er aufgrund des neuen Verantwortungsbereichs viel von der Arbeit „gedanklich mit nach Hause genommen“ und im Bett darüber nachgegrübelt. Obwohl er sich schnell in sein neues Gebiet eingearbeitet habe, seien die Schlafschwierigkeiten irgendwie „hängen geblieben“. Seine Stimmung sei nicht schlecht, er fühle sich nur oft müde. Er trinke morgens zwei Tassen Kaffee, keinen Alkohol und ist normalgewichtig. Bei Kopfschmerzen nehme er etwa einmal im Vierteljahr eine Tablette Paracetamol ein. Es bestünden keine körperlichen Erkrankungen. Seine Mutter habe ebenfalls einen leichten Schlaf gehabt, ansonsten gebe es in der Familie keine Schlafstörungen. Seine Frau berichtet, er schnarche gelegentlich, aber ohne auffällige Atempausen [19].

Diagnostik und Therapie

Zunächst muss die körperliche Verfassung des Patienten fachärztlich abgeklärt werden. Viele Symptome – auch die der SchlafstörungenDiagnostikSchlafstörung – können durchaus psychosomatische Nebenerscheinungen sein, um jedoch ganz sicher zu sein, ist eine organische Untersuchung durch einen Facharzt unerlässlich. Erst wenn eine organische Ursache ausgeschlossen werden kann oder ein organisches Leiden durch einen Facharzt behandelt wird, darf der Heilpraktiker für Psychotherapie mit einer psychotherapeutischen Behandlung beginnen.
Anschließend erfolgen die Erhebung des psychopathologischen Befunds und die SchlafanamneseSchlafanamnese. Eine apparative Diagnostik (EKG, Röntgen-Thorax, PolysomnografiePolysomnografie im Schlaflabor)Schlaflabor durch einen Facharzt kann die Anamnese der Schlafstörung ergänzen.
SchlafstörungenTherapieAus therapeutischer Sicht ist es wichtig, den Patienten mit Informationen über einen „normalen“, gesunden Schlaf aufzuklären. Viele Menschen nehmen fälschlicherweise an, dass man erst ab einer Schlafdauer von 8–9 Stunden ausgeschlafen und richtig fit sei. Die meisten Patienten versuchen, den vermeintlich fehlenden Schlaf tagsüber durch Nickerchen nachzuholen. Doch meist liegen sie dann nachts wach im Bett und können nicht schlafen: Es entsteht ein Teufelskreis.
Als Hilfestellung für einen gesunden Schlaf werden mit dem Patienten Regeln der SchlafhygieneSchlafhygiene näher erarbeitet und besprochen. Für gute Schlafgewohnheiten kann man sich an verschiedenen Regeln orientieren, die sich im Allgemeinen auf die SchlafzeitSchlafstörungenSchlafzeit, die Schlafumgebung und das nächtliche Ess- und Trinkverhalten beziehen. Die Psychiater Jürgen Margraf und Franz Müller-Spahn empfehlen folgende Regeln der Schlafhygiene, die erfahrungsgemäß einen guten Schlaf begünstigen:
  • In Bezug auf die Schlafzeit:

    • Jeden Morgen zur gleichen Zeit aufstehen, unabhängig von der Dauer und Güte des Nachtschlafs.

    • Den Tag entspannt ausklingen lassen. Vor dem Schlafengehen keinen anstrengenden geistigen oder körperlichen Tätigkeiten nachgehen.

    • Beim Zubettgehen das Licht bewusst mit der Absicht einzuschlafen ausschalten. Nachts sollte man nicht wach im Bett liegen bleiben, sondern besser aufstehen, in einen anderen Raum gehen und sich mit leichter Beschäftigung (jedoch kein Fernsehen) ablenken und, sobald Schläfrigkeit eintritt, wieder ins Bett gehen und versuchen einzuschlafen.

    • Keinen Mittagsschlaf halten.

  • Im Hinblick auf die SchlafumgebungSchlafstörungenSchlafumgebung:

    • Die Schlafumgebung so gestalten, dass sie den Schlaf fördert (z. B. angenehm kühle Zimmertemperatur oder wenig Lichteinflüsse).

    • Das Zubettgehen mit einem Ritual verbinden, z. B. Abendspaziergang, Entspannungsübung.

    • Schlafzimmer und Bett nur zum Schlafen nutzen, nicht zum Lesen (ausgenommen: sexuelle Aktivitäten).

    • Im eigenen Bett mit gewohnter Matratze schlafen.

    • Nachts nicht auf die Uhr sehen.

  • Bezüglich Essen, Trinken und SchlafstörungenEssen, Trinken und RauchenRauchen:

    • Nicht hungrig, aber auch nicht mit vollem Magen ins Bett gehen.

    • Spätestens 4 Stunden vor dem Zubettgehen keine aufputschenden Substanzen mehr konsumieren (z. B. Alkohol, Kaffee, Schwarztee, Cola).

    • Einige Stunden vor dem Zubettgehen nicht mehr rauchen.

Weiterhin sind für einen gesunden Schlaf auch Entspannungsübungen wie autogenes Training und progressive Muskelrelaxation förderlich.
Medikamentös könnten zunächst SchlafstörungenPhytopharmakaPhytopharmaka, SchlafstörungenPhytopharmaka wie z. B. Baldrian, Hopfen, Melisse oder Passionsblume eingenommen werden, ehe durch einen Facharzt Psychopharmaka wie z. B. sedierende SchlafstörungenAntidepressivaAntidepressivaSchlafstörungenAntidepressiva oder schwachpotente Antipsychotika verschrieben werden; passager zur Schlafeinleitung helfen auch SchlafstörungenBenzodiazepineBenzodiazepineSchlafstörungenBenzodiazepine (diese sollten nur in Absprache mit einem Facharzt und nicht länger als 2 bis maximal 4 Wochen eingenommen werden) [20].Schlafstörungen

Verständnisfragen

  • Was sind Schlafstörungen?

  • Welche Schlafstörungen gibt es?

  • Wie kommt es zu Schlafstörungen?

  • Was ist bei der Diagnose von Schlafstörungen zu beachten?

  • Dürfen Heilpraktiker für Psychotherapie Schlafstörungen behandeln?

  • Wie lassen sich Schlafstörungen therapieren?

  • Was kann man für die Schlafhygiene tun? Welche Regeln gilt es dabei zu beachten?

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