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B978-3-437-58745-0.00006-9

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978-3-437-58745-0

Für eine i. c.-Injektion benötigte Utensilien.

Das Punktionsareal desinfizieren.

Die Handschuhe anziehen.

Die Haut spannen und im flachen Winkel von 10° mit dem Anschliff nach oben in die Haut einstechen.

Das Medikament injizieren und die Quaddelbildung beobachten.

Nach erfolgter Injektion Tupfer bereitlegen und die Kanüle entfernen.

Die Punktionsstelle leicht komprimieren.

Die Injektionskanüle im Sharps Container entsorgen.

Tab. 6.1
Komplikation Maßnahmen
Schmerzen während der Injektion
  • Bei Verletzung des Hautnervs Injektion abbrechen

  • Ansonsten Kanüle zügig in die Haut einstechen und das Medikament langsam applizieren

Brennen am Injektionsort Desinfektionsmittel vollständig trocknen lassen
Nachblutung
  • Punktionsstelle komprimieren

  • Steriles Pflaster aufkleben

  • Injektionsareal kontrollieren

Hämatombildung
  • Injektionsort wechseln

  • Gegebenenfalls mit Umschlägen kühlen

Allergische Reaktion (selten)
  • Injektion stoppen

  • Notruf absetzen

  • Großlumigen periphervenösen Zugang legen

  • Nacl 0,9 % 1.000 ml oder Ringer-Lösung und 1 Ampulle Tavegil i. v. applizieren

  • Falls vorhanden Sauerstoff verabreichen

Verhärtung an der Punktionsstelle Injektionsort wechseln
Lokale Infektion
  • Injektionsort wechseln

  • Gegebenenfalls beim Arzt vorstellen

Intrakutane Injektion

  • 6.1

    Anwendungsbereiche und Applikationsorte43

  • 6.2

    Kontraindikationen43

  • 6.3

    Vorbereitung43

  • 6.4

    Durchführung43

  • 6.5

    Komplikationen und Maßnahmen45

intrakutane Injektion Injektion i.c.-Injektion

HINWEIS PRÜFUNG

Die i. c.-Injektion wird im mündlich-praktischen Teil der Heilpraktikerüberprüfung eher selten abgefragt. Die Demonstration erfolgt ggf. am Phantomarm.

Anwendungsbereiche und Applikationsorte

Die i. c.-Injektion, auch intradermale Injektion genannt, ist eine Spritztechnik, die es ermöglicht, kleine Medikamentenmengen direkt unter die Haut zu applizieren.
Anwendungsbereiche
  • intrakutane Injektion:Anwendungsbereiche„Quaddeln“ in der Neuraltherapie

  • Durchführung von Sensibilisierungstests, z. B. bei Allergien

  • Verabreichung von Impfstoffen

Applikationsorte
  • intrakutane Injektion:ApplikationsorteAußenseite des Oberschenkels im proximalen Abschnitt

  • Streckseite des Oberarms

  • Oberer Abschnitt der Beugeseite des Unterarms

Kontraindikationen

intrakutane Injektion:KontraindikationenVor der geplanten intrakutanen Injektion empfiehlt es sich, den betroffenen Hautbereich genau zu inspizieren. Folgende Kriterien bzw. Erkrankungen stellen eine Kontraindikation für die intrakutane Injektion dar:
  • Entzündliche und sonstige Hautveränderungen, inkl. Narbenbildung, Tätowierung und Schwellung

  • Paretische Gleidmaße

  • Bekannte allergische Reaktion gegen das zu applizierende Medikament

  • Keine Zulassung des Medikaments für i. c.-Injektionen

  • Fehlendes Einverständnis des Patienten

Vorbereitung

intrakutane Injektion:VorbereitungVor der geplanten Injektion sollten die Vorbereitungsmaßnahmen sowohl am Patienten als auch im Hinblick auf die Zusammenstellung der Materialien getroffen worden sein. Folgendes Schema kann zum Einsatz kommen:
  • Zunächst die Injektionsanamnese erheben (2.1.4).

  • Ferner den Patienten über Wirkungen, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen des Medikaments informieren und sein Einverständnis zur Injektion einholen.

  • Die kontaminierten Gegenstände wie Abwurf und Kanülenabwurfbehälter (Medibox oder Sharp Container) in Reichweite, aber nicht auf der desinfizierten Ablagefläche bereitstellen.

  • Danach erfolgt die Händedesinfektion.

  • Auf einem desinfizierten Ablagetablett Folgendes bereitlegen (Abb. 6.1):Materialien:i.c.-Injektion

    • Aufziehkanüle

    • Sterile Applikationskanülen

    • Sterile Einmalspritze

    • Sterilisierte Tupfer

    • Hautdesinfektionsmittel

    • Handschuhe

    • Medikament zur Applikation

    • Pflaster

Durchführung

intrakutane Injektion:DurchführungNachfolgend werden die Technik und der Ablauf der i. c.-Injektion beschrieben. Die Injektion wird am Unterarm dargestellt. Es empfiehlt sich, den gesamten Ablauf konzentriert und ohne Ablenkung durchzuführen.
  • Vorbereitetes Material am Arbeitsplatz abstellen.

  • Medikament mit Aufziehkanüle aufziehen, Spritze entlüften, Aufziehkanüle abziehen und verwerfen, danach die Injektionskanüle aufsetzen (2.2.2). Hier empfiehlt es sich, die Kappe der Aufziehkanüle nicht zu verwerfen, weil sie zur Markierung des Injektionspunktes verwendet werden kann.

  • Die Punktionsstelle desinfizieren und die Einwirkzeit von mindestens 30 Sekunden abwarten (Abb. 6.2a). Die Punktionsstelle dann nicht mehr nachtasten.

  • In der Zwischenzeit die Handschuhe überziehen (Abb. 6.2b).

  • Mit Daumen und Zeigefinger ca. 4 mm der Haut fassen und diese straff spannen. Im flachen Winkel von 10° mit nach oben gerichteter Nadelöffnung in die Haut einstechen (Abb. 6.2c).

  • Ca. 0,1 ml der Flüssigkeitsmenge injizieren und die Quaddelbildung beobachten (Abb. 6.2d). Fehlt die Quaddelbildung, ist die Kanüle nicht in der Lederhaut, sondern in der Subkutis platziert.

  • Nach erfolgter Injektion Tupfer bereitlegen und die Injektionsnadel herausziehen (Abb. 6.2e). Erst dann mit dem Tupfer die Punktionsstelle leicht komprimieren, aber nicht drücken und keine kreisenden Bewegungen durchführen (Abb. 6.2f).

  • Die Kanüle ohne Recapping im Abwurfbehälter entsorgen (Abb. 6.2g).

  • Gegebenenfalls ein Pflaster auf die Punktionsstelle kleben.

  • Die Injektion dokumentieren.

Tipps und Tricks
  • Es darf nur eine Quaddel pro sterile Nadel gesetzt werden.

  • Bei fehlender Quaddelbildung ist das Medikament subkutan gespritzt worden; die Injektion muss wiederholt werden.

Bildstrecke intrakutane Injektion

Komplikationen und Maßnahmen

intrakutane Injektion:Komplikationen Tab. 6.1
Notizen

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