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B978-3-437-58376-6.00002-9

10.1016/B978-3-437-58376-6.00002-9

978-3-437-58376-6

Abb. 2.1

Denkstörungen Denkstörungen

Abb. 2.2

Ich-StörungenIch-StörungenÜbersicht

Abb. 2.3

WahrnehmungsstörungenWahrnehmungsstörungen

Inhaltliche Denkstörung? Formale Denkstörung? Ich-Störung?

Setzen Sie hinter das Symptom den dazu passenden Buchstaben: A = inhaltliche Denkstörung; B = formale Denkstörung; C = Ich-Störung; D = andere Störung (nicht unter A–C einzuordnen).Inhaltliche DenkstörungenIch-StörungenFormale DenkstörungenDenkstörungeninhaltlicheDenkstörungenformale

Tab. 2.1
1. Zwangsgedanken 14. Neologismen
2. Gedankenlautwerden 15. Akoasmen
3. Gedankenabreißen 16. Depersonalisation
4. Denkzerfahrenheit 17. Grübelzwang
5. Verwirrtheitszustand 18. Konfabulation
6. Gedankenausbreitung 19. Wahnwahrnehmung
7. Personenverkennung 20. Illusion
8. Wahnhaftes Denken 21. Gefühl des Gemachten
9. Zwanghaftes Denken 22. Aphasien
10. Verlangsamtes Denken 23. Perseveration
11. Assoziativ gelockertes Denken 24. Ideenflucht
12. Halluzinatorisches Erleben 25. Inkohärenz
13. Wortfindungsstörungen 26. Paralogik

Lösung zu Tab. 2.1.PersonenverkennungPerseverationNeologismenInkohärenzIllusionIdeenfluchtIch-StörungenHalluzinatorisches ErlebenGrübelzwangGefühl des GemachtenGedankenlautwerdenGedankenausbreitungGedankenabreißenDepersonalisationDenkzerfahrenheitDenkenzwanghaftesDenkenwahnhaftesDenkenassoziativ gelockertesAssoziative LockerungAphasieAkoasmenZwanghaftes DenkenZwangsgedanken

Tab. 2.2
1. Zwangsgedanken A Zwang = inhaltliche Denkstörung 14. Neologismen B Wortneuschöpfungen, typisch für die Schizophrenie
2. Gedankenlautwerden C Andere können meine Gedanken mithören! Ich-Störung 15. Akoasmen D Akustische Geräusch-Halluzinationen, z. B. Zischen, Knacken, Flüstern
3. Gedankenabreißen B Formale Denkstörung, typisch für die Schizophrenie 16. Depersonalisation C Zählt zu den Störungen des (nicht schizophrenen) Ich-Erlebens
4. Denkzerfahrenheit B Formale Denkstörung, typisch für die Schizophrenie (= Inkohärenz) 17. Grübelzwang A Wichtig ist das Wort „-zwang“: inhaltliche Denkstörung
5. Verwirrtheitszustand D Symptom einer Bewusstseinsstörung/Bewusstseinstrübung 18. Konfabulation D Gedächtnislücken werden mit erfundenen Geschichten gefüllt. Sprache und Denken können hierbei klar und verständlich sein.
6. Gedankenausbreitung C Ich-Störung 19. Wahnwahrnehmung A Eine Form des Wahns = inhaltliche Denkstörung
7. Personenverkennung D Illusionäre Verkennung = Wahrnehmungsstörung 20. Illusion D Oder auch: illusionäre Verkennung: Wahrnehmungsstörung
8. Wahnhaftes Denken A Inhaltliche Denkstörung (Wahn) 21. Gefühl des Gemachten C Da wird etwas (gegen meinen Willen) mit mir gemacht = Ich-Störung
9. Zwanghaftes Denken A Zwanghaftes Denken = Zwangsgedanken = inhaltliche Denkstörung 22. Aphasien D Störung der Sprachproduktion aufgrund einer Schädigung der Sprachzentren in der Hirnrinde, keine Denk- oder Ich-Störung
10. Verlangsamtes Denken B Formale Denkstörung bei depressiven Störungen 23. Perseveration B Beharrliches, oft mechanisches Wiederholen von Wörtern oder Haften an bestimmten Themen
11. Assoziativ gelockertes Denken B Formale Denkstörung bei manischen Erkrankungen 24. Ideenflucht B Springen von einem Gedanken zum anderen: → Manie
12. Halluzinatorisches Erleben D Halluzinationen zählen zu den Wahrnehmungsstörungen 25. Inkohärenz B Zusammenhangloses Denken → Schizophrenie
13. Wortfindungsstörungen D Keine Denkstörung! Zählt zu den Aphasien = Störung der Sprache aufgrund einer Läsion (Schädigung) der Hirnrinde 26. Paralogik B Nicht logische Verknüpfung der Gedanken

Psychopathologischer Befund und Diagnostik

Schon in den Anfängen der Prüfung waren Fragen zu den wichtigsten Elementarfunktionen ein wesentlicher Bestandteil des „Schriftlichen“, ebenso auch Fallgeschichten zum Überprüfen der diagnostischen Fähigkeiten des Prüflings. Da sich seit 2006 die Art der Fragen zum psychopathologischen Psychopathologischer BefundBefund und zur Diagnostik verändert hat, beziehen sich die statistischen Angaben in Kap. 2.1 auf die letzten 10 Jahre (2006–2016).

Elementarfunktionen

ElementarfunktionenPsychische StörungenElementarfunktionenIn den letzten 20 Prüfungen gab es insgesamt 73 Fragen zum psychopathologischen Befund: 44 Fragen zu den Elementarfunktionen, 29 Fragen zur Diagnostik (meist anhand von kurzen Fallgeschichten, Kap. 2.2). In jeder Prüfung wurden also im Durchschnitt zwei bis drei Fragen zu den Elementarfunktionen gestellt, ergänzt durch eine oder zwei Fallgeschichten zur Diagnostik.
Bei den Elementarfunktionen finden sich besonders häufig Fragen zu den inhaltlichen und formalen DenkstörungenDenkstörungenformaleFormale Denkstörungen, gefolgt von den für die SchizophrenieSchizophrenieIch-Störungen typischen Ich-StörungenIch-StörungenSchizophrenie. Die weiteren Fragen zu den Elementarfunktionen beinhalten u. a. Wahrnehmungsstörungen, Antriebsstörungen, Wahn, WahnwahrnehmungWahnwahrnehmungen, affektive oder kognitive Störungen, hin und wieder auch Störungen des Bewusstseins, der Orientierung und des Antriebs. Des Öfteren finden sich zudem FallgeschichtenFallgeschichten mit dem Auftrag, die dort beschriebenen gestörten Elementarfunktionen zu erkennen.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Ihr Wissen über die Elementarfunktionen auf fünf verschiedene Arten abgefragt werden kann:
  • 1.

    Häufig gilt es, Elementarfunktionen zu definieren und voneinander zu unterscheiden. Typische Fragen lauten: „Zu den inhaltlichen Denkstörungen zählt/zählen …“; oder: „Zu den Sinnestäuschungen zählt man folgende Phänomene …“; „Welche der folgenden Symptome werden zu den Ich-Störungen gezählt?“ oder auch: „Was ist typisch für einen Wahn/wahnhaftes Erleben?“

  • 2.

    Manchmal sollen Sie bestimmte Elementarfunktionen anhand einer Beschreibung oder einer kurzen Fallgeschichte erkennen. Typische Fragen hierzu sind: „Ein Patient erklärt, sein Handeln werde durch andere gelenkt und beeinflusst. Psychopathologisch handelt es sich hierbei um …“ – oder: „Das Denken des Patienten ist verlangsamt und einfallsarm. Er möchte erzählen, aber trotz Anstrengung ist ihm das möglich. Bei dieser Störung des formalen Denkablaufs handelt es sich um …“ – oder auch: „Ein Patient behauptet, das Kreuz im Arztzimmer sei für ihn ein klarer Hinweis, dass er bald sterben werde. Bei diesem Phänomen handelt es sich um …“.

  • 3.

    Des Öfteren werden Sie dazu aufgefordert, einzelne Symptome (meist Störungen der Elementarfunktionen) einer bestimmten psychischen Erkrankung oder Störung zuzuordnen. Beispiele hierfür: „Bei welcher der folgenden Erkrankungen tritt die formale Denkstörung Ideenflucht am häufigsten auf?“ – oder: „StimmenStimmen(hören) in Du-Form können auftreten bei …“ – oder: „Bei einem Patienten bemerken Sie eine zunehmende Zerstreutheit und Vergesslichkeit. Welche der folgenden Ursachen kommt/kommen am ehesten in Betracht?“

  • 4.

    Im Zusammenhang mit den Elementarfunktionen stehen längere Fallgeschichten mit der Aufgabe, aufgrund der Symptome (z. T. Elementarfunktionen, aber auch andere Auffälligkeiten) eine Diagnose zu erstellen, die in diesem Fall am wahrscheinlichsten ist. In den letzten 13 Prüfungen gab es pro Prüfung mindestens eine Fallgeschichte dieser Art. Typische Beispiele zum Thema Diagnostik finden Sie in Kap. 2.2.

  • 5.

    Einige wenige Fragen bezogen sich auf die Erstellung des psychopathologischen Befunds ganz allgemein, mit denen wir diese Lerneinheit beginnen wollen.

Tipp

In den letzten Jahren gab es in jeder Prüfung zwei bis drei Fragen zu den Elementarfunktionen, überdies auch meist eine bis zwei Fallgeschichten zur Diagnostik. Der psychopathologische Befund (inkl. Diagnostik) sollte deshalb auf Ihrer Lernliste weit oben stehen!

Typische Prüfungsfragen
Frage 2.1.1Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen beschreiben Elemente des psychopathologischen Befunds? Psychopathologischer BefundElemente
  • 1.

    Bewusstseinslage

  • 2.

    Ich-Erleben

  • 3.

    Gestik und Mimik

  • 4.

    Formaler Gedankengang

  • 5.

    Suizidalität

□ A: Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 2.1.2Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zum psychopathologischen Befund sind zutreffend? Psychopathologischer BefundPrüfungsfragen
  • 1.

    Wenn einer realen Wahrnehmung eine abnorme Bedeutung mit Ich-Beziehung beigelegt wird, handelt es sich um eine Sinnestäuschung.

  • 2.

    Illusion ist eine vermeintliche Wahrnehmung ohne Sinneseindrücke.

  • 3.

    Unter „Orientierungsstörung“ versteht man eine mangelhafte Orientierung oder völlige Desorientierung in Bezug auf Ort, Zeit und eigene Person.

  • 4.

    „Doppelte Buchführung“ ist gleichzeitig „Orientierung“ in realer und wahnhafter Welt.

  • 5.

    Das Gefühl der Gefühllosigkeit zählt zu den Störungen der Affektivität.

□ A: Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 2.1.3AussagenkombinationPsychopathologischer BefundElemente
Ein Patient berichtet, er habe bemerkt, dass ihm seine Gedanken weggenommen würden. Er werde von jemandem dirigiert, z. B. müsse er gegen seinen Willen bestimmte Bewegungen ausführen. Man verursache, vermutlich durch Apparate, in seinem Körper elektrische Ströme, die in Wellen kämen. – Es handelt sich psychopathologisch um folgende Phänomene:
  • 1.

    Wahnwahrnehmung

  • 2.

    Sogenannte Willensbeeinflussung

  • 3.

    Gedankenentzug

  • 4.

    Leibliche Beeinflussungserlebnisse

  • 5.

    Wahnhafte Hypochondrie

□ A: Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 2.1.4Aussagenkombination
Die 45-jährige Bewohnerin einer sozialen Wohngruppe greift einen Mitbewohner mit ihrem Taschenmesser an und fügt ihm schwere Verletzungen zu. Anschließend berichtet sie, aus Notwehr gehandelt zu haben, da der Mitbewohner sie und ihre Familie seit vielen Jahren schädige. Er stehe mit dem Satan im Bund und habe über Jahre ihre Gedanken mitgehört. Dass er gerade sie als Opfer ausgewählt habe, hänge damit zusammen, dass sie die Mutter von Jesus sei. In einem anderen Leben sei sie Nofretete gewesen. – Welche der folgenden Symptome liegen vor?
  • 1.

    Depersonalisation

  • 2.

    Größenwahn

  • 3.

    Halluzinationen

  • 4.

    Verfolgungswahn

  • 5.

    Gedankenausbreitung

□ A: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.
Frage 2.1.5Einfachauswahl
Eine Patientin berichtet, sie habe am Straßenrand eine geknickte Blume gesehen. Diese Blume sei für sie ein Zeichen, dass ihre Ehe in die Brüche gehen werde. – Bei diesem Phänomen handelt es sich am ehesten um …
□ A: eine Illusion
□ B: eine Wahrnehmungsstörung
□ C: eine Wahnwahrnehmung
□ D: eine Gedankeneingebung
□ E: eine optische Halluzination
Frage 2.1.6Einfachauswahl
Wenn wirkliche Gegenstände für etwas anderes gehalten werden, handelt es sich um …
□ A: eine Halluzination
□ B: eine Wahnwahrnehmung
□ C: eine Pseudohalluzination
□ D: eine Gedankeneingebung
□ E: eine Illusion
Frage 2.1.7Prüfung aktuell (2017–1). Mehrfachauswahl
Welche der folgenden Störungen gehören zu den quantitativen Bewusstseinsstörungen? Wählen Sie zwei Antworten. Bewusstseinsstörungenquantitative
□ A: Benommenheit
□ B: Verwirrtheit
□ C: Sopor
□ D: Bewusstseinseinengung
□ E: Halluzinationen
Frage 2.1.8Prüfung aktuell (2016–2). Einfachauswahl
Das Verhalten eines Patienten erscheint Ihnen sonderbar, bizarr, gekünstelt, unnatürlich. Welcher psychopathologische Begriff trifft hierfür am ehesten zu?
□ A: Parathymie
□ B: Affektlabilität
□ C: Logorrhö
□ D: Manierismen
□ E: Mutismus
Inhaltliche und formale Denkstörungen
Übersicht Abb. 2.1 und Übung Tab. 2.1 Inhaltliche DenkstörungenDenkstörungeninhaltliche
Unterscheiden lernen

Tipp

Merken Sie sich die folgenden drei inhaltlichen Denkstörungen, die in einer Auflistung von formalen Denkstörungen dann relativ leicht ins Auge springen:

  • Wahn (wahnhaftes Denken)

  • Zwang (zwanghaftes Denken)

  • Überwertige Ideen

Typische Prüfungsfragen
Frage 2.1.9AussagenkombinationInhaltliche DenkstörungenDenkstörungeninhaltliche
Zu den inhaltlichen Denkstörungen zählen
  • 1.

    Paralogik

  • 2.

    Zwanghaftes Denken

  • 3.

    Dialogische Stimmen

  • 4.

    Primärer Wahn

  • 5.

    Logorrhö

□ A: Nur Aussage 4 ist richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.
Frage 2.1.10Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zu formalen Formale DenkstörungenDenkstörungenformaleDenkstörungen trifft (treffen) zu?
  • 1.

    Bei den formalen Denkstörungen ist das inhaltliche Ergebnis des Denkprozesses verzerrt oder verändert (z. B. glaubt jemand, das Wetter beeinflussen zu können).

  • 2.

    Formale Denkstörungen sind nicht krankheitsspezifisch.

  • 3.

    Neologismen Neologismensind WortneubildungenWortneuschöpfungen, die z. B. bei der Schizophrenie vorkommen.

  • 4.

    Gedankenabreißen kann auf eine Schizophrenie hinweisen.

  • 5.

    Bei Perseveration wird das Denken als mühsam, wie blockiert erlebt.

□ A: Nur Aussage 4 ist richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
Frage 2.1.11Aussagenkombination
Zu den formalen Formale DenkstörungenDenkstörungenformaleDenkstörungen gehören:
  • 1.

    Perseveration bei hirnorganischen Erkrankungen

  • 2.

    Denkhemmung bei depressiven Zuständen

  • 3.

    Ideenflucht bei manischen Erkrankungen

  • 4.

    Wahnhaftes Denken bei paranoiden Psychosen

  • 5.

    Zerfahrenes Denken bei Schizophrenie

□ A: Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 2.1.12Vorsicht Falle! (2014–1). Aussagenkombination
Wenn Sie einen Patienten bitten, das Sprichwort „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ zu erläutern,
  • 1.

    dann prüfen Sie das Abstraktionsvermögen;

  • 2.

    dann prüfen Sie eine wichtige kognitive Eigenschaft;

  • 3.

    können Sie dies – bei Nichterfassen des Zusammenhangs – mit dem psychopathologischen Begriff des „Vorbeiredens“ bezeichnen;

  • 4.

    können Sie dies – bei Nichterfassen des Zusammenhangs – mit dem psychopathologischen Begriff des „Konkretismus“ bezeichnen;

  • 5.

    kann dies – bei Nichterfassen des Zusammenhangs – ein Hinweis auf Schizophrenie sein.

□ A: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.

Nicht verwechseln

Manchmal finden sich in der Auflistung Ich-Ich-StörungenStörungen, die Sie auf eine falsche Fährte locken sollen! Ein typisches Beispiel hierfür ist Frage 2.1.13.

Frage 2.1.13Vorsicht Falle! Aussagenkombination Formale Denkstörungen Denkstörungen formale
Als formale Denkstörungen gelten:
  • 1.

    Gedankenausbreitung

  • 2.

    Gedankenabreißen

  • 3.

    Gedankendrängen

  • 4.

    Gedankenentzug

  • 5.

    Gedankenlautwerden

□ A: Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Ich-Störungen
Übersicht Abb. 2.2
Typische Prüfungsfragen
Frage 2.1.14Aussagenkombination
Welche der folgenden Symptome werden zu den Ich-Störungen gezählt? Ich-StörungenSymptome
  • 1.

    Gedankenentzug

  • 2.

    Wortfindungsstörungen

  • 3.

    Imperative Stimmen

  • 4.

    Derealisation

  • 5.

    Willensbeeinflussung

□ A: Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 2.1.15Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Zu den Ich-Störungen zählen:
  • 1.

    Depersonalisation

  • 2.

    Parathymie

  • 3.

    Gedankenausbreitung

  • 4.

    Negativismus

  • 5.

    Gedankenabreißen

□ A: Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 2.1.16Vorsicht Falle! Ich-StörungenSchizophrenieAussagenkombination
Schizophrene Störungen des Ich-Erlebens sind
  • 1.

    Gedankeneingebung

  • 2.

    Verfolgungswahn

  • 3.

    Gedankenlautwerden

  • 4.

    Imperative Stimmen

  • 5.

    Leibliche Beeinflussungserlebnisse

□ A: Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Wahrnehmungsstörungen
Im Vergleich zu den Denk- und Ich-Störungen kamen Fragen zu WahrnehmungsstörungenWahrnehmungsstörungen (SinnestäuschungenSinnestäuschungen) eher selten vor. Neben der Unterscheidung zwischen Halluzinationen und Illusionen tauchte in den Fragen des Öfteren die Wahnwahrnehmung auf, die – trotz ihrer (missverständlichen) Bezeichnung – nicht zu den Wahrnehmungsstörungen zählt, sondern eine Sonderform des Wahns darstellt. Abb. 2.3 zeigt die wichtigsten Wahrnehmungsstörungen im Überblick.
Typische Prüfungsfragen
Frage 2.1.17Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zu Wahrnehmungsstörungen treffen Wahrnehmungsstörungenzu?
  • 1.

    Illusion ist eine vermeintliche Wahrnehmung ohne Sinneseindrücke.

  • 2.

    Halluzination ist eine Missdeutung von Sinneseindrücken.

  • 3.

    Alle Sinneseindrücke können halluziniert werden: Gehör-, Gesichts-, Geruchs-, Geschmacks-, Tast- und Körperhalluzinationen.

  • 4.

    Die Wahnwahrnehmung ist eine Sonderform der illusionären Verkennung.

  • 5.

    Von der Illusion unterscheidet sich die Halluzination durch das Fehlen eines entsprechenden Sinnesreizes.

□ A: Nur Aussage 3 ist richtig.
□ B: Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.
Frage 2.1.18Aussagenkombination
Zu den SinnestäuschungenSinnestäuschungen zählt man folgende Phänomene:
  • 1.

    Einer realen Wahrnehmung wird eine abnorme Bedeutung mit Ich-Beziehung beigelegt.

  • 2.

    Ein real vorhandenes Wahrnehmungsobjekt wird, z. B. unter dem Einfluss starker Affekte, als etwas anderes verkannt.

  • 3.

    Es wird etwas gesehen, gehört, gerochen, geschmeckt, was objektiv nicht vorhanden ist.

  • 4.

    Vegetative Funktionsstörungen werden als Beweis erlebt, unheilbar krank zu sein.

  • 5.

    Im oder am Körper wird etwas – de facto nicht Vorhandenes – gespürt, was nach Meinung des Patienten von anderen durch Telepathie hervorgerufen wird.

□ A: Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 2.1.19Aussagenkombination
Folgende Phänomene können bei SinnestäuschungenSinnestäuschungen gegeben sein:
  • 1.

    Lokalisation der Halluzinationen durch den Patienten in den äußeren Raum

  • 2.

    Unmittelbare Realitätsgewissheit für den Patienten

  • 3.

    Unterbrechung des Gedankengangs des Patienten (z. B. bei akustischen Halluzinationen)

  • 4.

    Auswirkung auf das faktische Verhalten des Patienten

  • 5.

    Nachträgliche Erkennung durch den Patienten als Sinnestäuschung

□ A: Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 2.1.20Mehrfachauswahl
Welche der folgenden Aussagen zu WahrnehmungsstörungenWahrnehmungsstörungen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.
□ A: Eine Pseudohalluzination ist eine Fehlinterpretation eines realen Sinnesreizes.
□ B: Bei einer Illusion kann der Betroffene den Trugcharakter erkennen.
□ C: Halluzinationen sind Sinneswahrnehmungen ohne äußeren Reiz.
□ D: Halluzinationen sollten erfragt werden.
□ E: Körperhalluzinationen sind typisch für leichte bis mittelschwere Depressionen.
Wahn
Obwohl das Symptom „Wahn“ bei der Diagnose diverser psychotischer Erkrankungen eine extrem wichtige Rolle spielt, waren bisher Einzelfragen zur inhaltlichen DenkstörungDenkstörungeninhaltlicheInhaltliche Denkstörungen „Wahn“ äußerst selten. In der Folge finden Sie zwei Fragen hierzu: Die wichtigste ist die Definition von Wahn in Frage 2.1.21, die in vielen mündlichen Prüfungen thematisiert wird. Wahn
Typische Prüfungsfragen
Frage 2.1.21Aussagenkombination
Zu einem psychosebedingten WahnpsychosebedingterWahn gehören die folgenden Merkmale:
  • 1.

    Subjektive Gewissheit

  • 2.

    Unkorrigierbarkeit

  • 3.

    Extreme Ich-Bezogenheit des Standpunkts

  • 4.

    Unfähigkeit, das Bezugssystem zu wechseln

  • 5.

    Verhaltensweisen, die häufig im Gegensatz zum Verhalten der übrigen Menschen stehen

□ A: Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 2.1.22Aussagenkombination
Wahnhafte WahnVerhaltensweisenErlebnisse äußern sich in verschiedener Weise im Verhalten des Patienten. Welche der Aussagen hierfür ist/sind zutreffend?
  • 1.

    Um dem im Wahn erlebten drohenden Schicksal zu entgehen, können Kranke mit Verfolgungs- oder Schuldwahn Suizidversuche unternehmen.

  • 2.

    Wahnkranke begehen oft psychotisch motivierte Gewalttaten und sind deshalb für andere immer gefährlich.

  • 3.

    Wahnkranke im akuten Stadium fallen in ihrer Umgebung durch auffällige Verhaltensweisen auf.

  • 4.

    An Verfolgungswahn leidende Kranke suchen häufig Schutz und Hilfe bei der Polizei.

□ A: Nur Aussage 1 ist richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
□ D: Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.

Diagnostik

Psychische StörungenDiagnostikSeit 1994 finden sich in nahezu jeder Prüfung kurze oder längere FallgeschichtenDiagnostikFallgeschichten mit verschiedensten Fragestellungen: Bei einem Teil der Fragen geht es um das Erkennen von Elementarfunktionen, bei anderen sollen Sie anhand einer Kurzbeschreibung Ihr Wissen über Fachbegriffe aus der Lerntheorie, der Verhaltenstherapie oder der Psychoanalyse einbringen. Fallgeschichten dieser Art finden sich in den dazugehörigen Lerneinheiten (z. B. Kap. 13). Bei einem Großteil der Kurzfälle geht es allerdings nicht um das Klären von Fachbegriffen, sondern um Ihre Fähigkeit, anhand einer Beschreibung oder einer kurzen Fallbeschreibung die richtige Diagnose zu stellen. Dabei sollen Sie manchmal nur erkennen, welches Medikament Sie auf eine bestimmte Erkrankung aufmerksam macht („Ein Patient nimmt Lithium ein. An was denken Sie?“). In anderen Fällen finden Sie in einem Satz ein oder zwei Symptome und sollen eine dazu passende Diagnose abgeben. Häufig finden Sie auch längere Fallgeschichten, aus denen sich entweder relativ eindeutig eine Diagnose ableiten lässt oder Sie differenzialdiagnostisch zwei oder mehr dazu passende Erkrankungen erkennen sollen.
Die einzelnen Fragen dieser Lerneinheit sind bewusst nicht nach Themen geordnet, sodass Sie in der Folge – wie in der Prüfung – Ihr gesamtes Wissen über Symptome und dazu passende psychische Erkrankungen unter Beweis stellen können.
Typische Prüfungsfragen
Diagnostik anhand von Einzelsymptomen
Frage 2.2.1Prüfung aktuell (2016–2).Diagnostikanhand von EinzelsymptomenAntriebssteigerung Aussagenkombination
Antriebssteigerung ist ein typisches Symptom bei
  • 1.

    agitierter Depression

  • 2.

    hebephrener Schizophrenie

  • 3.

    Stimulanzieneinnahme

  • 4.

    manischer Episode

  • 5.

    Hypothyreose

□ A: Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 2.2.2Prüfung aktuell (2015–2).Antriebsminderung Aussagenkombination
Verminderter Antrieb ist ein typisches Symptom bei
  • 1.

    schizophrenem Residuum

  • 2.

    Hypothyreose

  • 3.

    Stimulanzieneinnahme

  • 4.

    manischer Episode

  • 5.

    depressiver Episode

□ A: Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 1,2, 4 und 5 sind richtig.
Frage 2.2.3EinfachauswahlZönästhesien
Welcher Erkrankung sind Zönästhesien am ehesten zuzuordnen?
□ A: Depression
□ B: Schizophrenie
□ C: Alkoholdelir
□ D: Posttraumatische Belastungsstörung
□ E: Somatoforme Schmerzstörung
Frage 2.2.4AussagenkombinationZerstreutheitVergesslichkeit
Bei einem Patienten bemerken Sie eine zunehmende Zerstreutheit und Vergesslichkeit. Welche der folgenden Ursachen kommt/kommen am ehesten in Betracht?
  • 1.

    Manie

  • 2.

    Depressive Störung

  • 3.

    Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)

  • 4.

    Delir

  • 5.

    Arteriosklerose

□ A: Nur Aussage 3 ist richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.
Frage 2.2.5Prüfung aktuell (2016–2).Gedächtnisstörungen Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zu Gedächtnisstörungen trifft (treffen) zu?
  • 1.

    Störungen des Kurzzeitgedächtnisses sprechen gegen eine alkoholbedingte Korsakow-Psychose.

  • 2.

    Störungen der Merkfähigkeit treten bei affektiven Störungen nicht auf.

  • 3.

    Eine retrograde Amnesie ist der Verlust der Erinnerung an den Zeitraum, der nach einem Ereignis (z. B. Unfall) lag.

  • 4.

    Bei Konfabulationen füllt ein Patient Erinnerungslücken mit Einfällen, die er selber für Erinnerungen hält.

  • 5.

    Paramnesien (Wahn- oder Trugerinnerungen) beinhalten das falsche Wiedererkennen von Situationen.

□ A: Nur Aussage 4 ist richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.
Frage 2.2.6Vorsicht Falle! WahnAussagenkombination
Bei welchen der folgenden Krankheiten kann es zu wahnhaftem Erleben kommen?
  • 1.

    Hypochondrie

  • 2.

    Posttraumatische Belastungsstörung

  • 3.

    Depressive Episode

  • 4.

    Paranoide Persönlichkeitsstörung

  • 5.

    Multiple Sklerose

□ A: Nur Aussage 3 ist richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.
Frage 2.2.7Prüfung aktuell (2016–1). Einfachauswahl
Welche der folgenden Aussagen eines Patienten entspricht einem Wahn?
□ A: Ich kann nicht gerade über die Straße gehen, sondern nur schräg, obwohl ich weiß, dass das unsinnig ist.
□ B: Seit meinem Unfall sehe ich nachts im Traum immer wieder die Unfallstelle und wache dann auf.
□ C: Mein Nachbar kontrolliert mich über Mikrofone, die in Elektrogeräten installiert sind.
□ D: Ich höre Stimmen der Engel, die über mich reden.
□ E: Der Anblick einer Spinne ruft in mir große Angst hervor.
Frage 2.2.8Aussagenkombination
Für welche der folgenden Erkrankungen sind akustische HalluzinationenakustischeAkustische HalluzinationenHalluzinationen typisch?
  • 1.

    Paranoide Schizophrenie

  • 2.

    Borderline-Persönlichkeitsstörung

  • 3.

    Paranoide Persönlichkeitsstörung

  • 4.

    Alkoholhalluzinose

  • 5.

    Benzodiazepin-Entzugssyndrom

□ A: Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.
Frage 2.2.9Aussagenkombination
Jemand hat Orientierungsstörungen und optische Halluzinationen. Was kommt differenzialdiagnostisch infrage?
  • 1.

    Delirium tremens

  • 2.

    Alkoholhalluzinose

  • 3.

    Benzodiazepin-Entzugsdelir

  • 4.

    Organisches amnestisches Syndrom

  • 5.

    Hirntumor

□ A: Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 2.2.10Einfachauswahl
Ein 60-jähriger Patient, der Sie wegen psychischer Probleme aufsucht, berichtet im Rahmen der Anamnese, dass er von seinem Arzt Lithium verordnet bekommen habe. Für welche Erkrankung spricht diese Behandlung am ehesten?
□ A: Alkoholkrankheit
□ B: Affektive Störung
□ C: Vaskuläre Demenz
□ D: Schizophrenie
□ E: Histrionische Persönlichkeitsstörung
Diagnostik anhand von Fallgeschichten
Frage 2.2.11Prüfung aktuell (2016–1).FallgeschichtenDiagnostikDiagnostikanhand von Fallgeschichten Einfachauswahl
Welche Aussage trifft zu?
Ein 60-jähriger Patient berichtet Ihnen von einer quälenden inneren Unruhe, verstärkt im Sitzen und Liegen, mit ausgeprägtem Bewegungsdrang, der den ganzen Körper betrifft. Während des Gesprächs ist er unfähig, still zu sitzen, tritt von einem Bein auf das andere oder wippt hin und her. Wofür spricht dies am ehesten? Für ein/eine:
□ A: Akathisie
□ B: Adynamie
□ C: Dissoziative Bewegungsstörung
□ D: Hypothyreose
□ E: Tourette-Syndrom
Frage 2.2.12Einfachauswahl
Eine 59-jährige Patientin legt seit mehreren Monaten das Fundament ihres Hauses auf ganzer Länge am Stück frei. Sie entfernt lose Steine, da dies ihrer Meinung nach den Beginn des Paradieses behindere. Der hinzugezogene Architekt warnt dringend vor dieser Maßnahme, da die Hausstatik gefährdet ist. Trotzdem unterstützt der Ehemann das Vorhaben seiner Frau vehement. Durch eine stationäre psychiatrische Behandlung der Patientin kommt es zur vorübergehenden Trennung der Ehepartner. In dieser Zeit distanziert sich der Mann deutlich von den Ideen seiner Frau. – Um welche Diagnose handelt es sich beim Ehemann am ehesten?
□ A: Reaktive Bindungsstörung
□ B: Schizoide Persönlichkeitsstörung
□ C: Abhängigkeitssyndrom
□ D: Induzierte wahnhafte Störung (Folie à deux)
□ E: Beziehungswahn
Frage 2.2.13FallgeschichtenDiagnostikDiagnostikanhand von FallgeschichtenEinfachauswahl
Ein 22-jähriger Mann berichtet Ihnen, außerhalb der Familienumgebung in kleinen Gruppen von dem Gedanken geplagt zu sein, von den anderen Menschen beobachtet zu werden. Er habe eine beständige Furcht, sein Auftreten sei unangemessen oder peinlich. In derartigen Gruppensituationen stehe er unter großem Stress und reagiere mit Erröten, Schwitzen und Händezittern. Daher versuche er, diese Situationen so gut wie möglich zu meiden. Um welche Störung handelt es sich hier am ehesten?
□ A: Anpassungsstörung
□ B: Panikstörung
□ C: Schizoide Persönlichkeitsstörung
□ D: Soziale Phobie
□ E: Zwangsstörung
Frage 2.2.14FallgeschichtenDiagnostikDiagnostikanhand von FallgeschichtenEinfachauswahl
Eine 64-jährige Witwe kommt nach einem Suizidversuch in Behandlung. Sie habe jegliche Freude verloren, sei appetitlos, könne kaum mehr schlafen und fühle sich völlig erschöpft und ausgebrannt. Vor 6 Monaten sei ihr Ehemann nach längerem Krebsleiden verstorben. Sie sei schuld an seinem Tod, denn sie habe ihm mehrmals eine Überdosis an Schmerzmitteln gegeben und ihn so umgebracht. Sie sei eine Mörderin, jeder sehe ihr das an. Sie befürchte, das werde bald über Radio und Fernsehen verbreitet. – Aufgrund des Gesamtbildes lautet die Diagnose am wahrscheinlichsten:
□ A: Symbiontischer Wahn
□ B: Posttraumatische Belastungsstörung
□ C: Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen
□ D: Ganser-Syndrom
□ E: Wahnhafte Störung
Frage 2.2.15FallgeschichtenDiagnostikDiagnostikanhand von FallgeschichtenEinfachauswahl
Ein 50-jähriger Mann wird von Angehörigen zu Ihnen gebracht. Er ist erregt, unruhig, angespannt, schwitzt und zittert. Er zeigt sich nicht orientiert. Sie vermuten halluzinatorisches Erleben. Auf welche Erkrankung weist dies hin?
□ A: Hebephrene Schizophrenie
□ B: Entzugssyndrom
□ C: Manie
□ D: Agitierte Depression
□ E: Dyskinesien bei Neuroleptikaeinnahme
Frage 2.2.16Einfachauswahl FallgeschichtenDiagnostikDiagnostikanhand von Fallgeschichten
Eine 38-jährige Büroangestellte berichtet Ihnen, seit etwa 5 Jahren sehr häufig unter einer trüben und traurigen Stimmung zu leiden. Sie fühle sich erschöpft und könne nachts schlecht schlafen. Sie würde vermehrt grübeln. Sie gehe stets zur Arbeit, aber ungern. – Welche Erkrankung oder Störung liegt hier wahrscheinlich vor?
□ A: Multiple Persönlichkeitsstörung
□ B: Somatisierungsstörung
□ C: Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen
□ D: Dysthymia
□ E: Zyklothymia
Frage 2.2.17Mehrfachauswahl
Ein 19-jähriger Schüler irrte nach einem Discobesuch umher. Er wurde verängstigt und zitternd auf die Akutstation einer psychiatrischen Klinik aufgenommen, wo er sich erleichtert und sicher vor Verfolgern fühlte. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.
□ A: Ein Drogenscreening ist überflüssig, da es sich um Verfolgungswahn handelt.
□ B: Das Symptom der örtlichen Desorientierung weist auf eine schizophrene Psychose hin.
□ C: Angst ist häufig ein führendes Symptom zu Beginn einer psychotischen Störung.
□ D: Eine Zwangsunterbringung kommt auf keinen Fall infrage, weil der Patient dankbar für die stationäre Aufnahme ist.
□ E: Die Angaben der Freunde zum Ablauf des Abends in der Disco können entscheidende Hinweise zur Diagnose geben.
Frage 2.2.18FallgeschichtenDiagnostikDiagnostikanhand von FallgeschichtenEinfachauswahl
Eine 30-jährige Verkäuferin, die vor 1 Monat ihre Arbeitsstelle verloren hat, berichtet Ihnen, dass ihre Nachbarn sie seit 2 Wochen ständig beobachten und bestrahlen. Der Geheimdienst habe dies veranlasst. Um sich zu schützen, habe sie ihre Wände mit Aluminiumfolien ausgekleidet. Sie können ihren Gedankengängen nur mit Mühe folgen. Zu welcher der im Folgenden genannten Erkrankungen passen diese Symptome am ehesten?
□ A: Affektive Störung
□ B: Hebephrene Schizophrenie
□ C: Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie
□ D: Katatone Schizophrenie
□ E: Anankastische Persönlichkeitsstörung
Frage 2.2.19FallgeschichtenDiagnostikDiagnostikanhand von FallgeschichtenEinfachauswahl
Ein bisher unauffälliger 25-jähriger – bewusstseinsklarer – Mann bittet Sie um Hilfe. Seit 3 Wochen sei er unruhig, leide an Schlaflosigkeit und könne sich schlecht konzentrieren. Er sei nicht mehr er selbst und finde sich in seiner Umgebung kaum zurecht. Er müsse sich jetzt auch oftmals am Tag die Hände waschen, aus Angst, Keime weiterzutragen, die dann die ganze Stadt verunreinigen könnten. Seine Hände hätten sich außerdem in der Form verändert: Sie kämen ihm sehr groß vor, die Finger schienen gegeneinander verschoben. Von den Händen gingen seltsame Stromgefühle aus, die sich im ganzen Körper ausbreiteten. – Welche der genannten Erkrankungen/Störungen kommt hier am wahrscheinlichsten in Betracht?
□ A: Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen
□ B: Somatisierungsstörung
□ C: Multiple Persönlichkeitsstörung
□ D: Zwangserkrankung
□ E: Beginnende schizophrene Störung
Frage 2.2.20FallgeschichtenDiagnostikDiagnostikanhand von FallgeschichtenEinfachauswahl
Eine 45-jährige Frau leidet seit mehreren Jahren unter anhaltenden, stark wechselnden Beschwerden wie Hautbrennen und Hautjucken, Herz- und Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit, Erbrechen, verbunden mit Unpässlichkeit, Gereiztheit und dem Auftreten interfamiliärer Spannungen. Eine körperliche Ursache war immer auszuschließen. Es handelt sich am wahrscheinlichsten um …
□ A: eine Somatisierungsstörung
□ B: eine somatoforme autonome Funktionsstörung
□ C: eine somatisierte Depression
□ D: eine depressive Episode mit somatischem Syndrom
□ E: eine hypochondrische Störung
Frage 2.2.21Mehrfachauswahl
Bei einem 65-jährigen Patienten bemerken Sie während des Gesprächs kauende, grimassierende Bewegungen im Zungen- und Mundbereich. Er berichtet Ihnen, dass er von seinem Arzt jahrelang mit dem Medikament Haloperidol (Haldol)Haloperidol (Haldol) behandelt worden sei. Welche zwei der folgenden Aussagen treffen zu?FallgeschichtenDiagnostikDiagnostikanhand von Fallgeschichten
□ A: Es handelt sich um eine Tic-Störung.
□ B: Die Medikamenteneinnahme spricht für eine Epilepsie.
□ C: Bei dem Patienten bestehen wahrscheinlich Spätdyskinesien.
□ D: Ein Zusammenhang zwischen den Bewegungen und der Medikamenteneinnahme ist äußerst unwahrscheinlich.
□ E: Haloperidol wird bei Schizophrenie eingesetzt.
Frage 2.2.22Prüfung aktuell (2016–2). Einfachauswahl
Ein 76-jähriger Patient klagt beim Hausarzt wiederholt über Symptome wie Erschöpfung, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und Verstopfung. Körperliche Erkrankungen konnten ausgeschlossen werden. Welche psychische Störung kommt am ehesten infrage
□ A: Sogenannte depressive Pseudodemenz
□ B: Dysthymie
□ C: Bipolare affektive Störung
□ D: Larvierte (maskierte) Depression
□ E: Histrionische Persönlichkeitsstörung

Lösungen mit Kommentaren

Lösung 2.1.1E: Alle Aussagen sind richtig.
  • Kommentar: Bewusstseinsstörungen, Ich-Störungen und formale Denkstörungen zählen zu den Elementarfunktionen. Der psychopathologische Befund beinhaltet allerdings auch allgemeine Beobachtungen wie Gestik, Mimik, Körperhaltung, Augenkontakt usw. Besonders wichtig sind überdies offene oder versteckte Hinweise auf Suizidalität.

Lösung 2.1.2C: Nur 3, 4 und 5 sind richtig.
  • Zu 1: Falsch! Beschrieben wird hier die WahnwahrnehmungenWahnwahrnehmung. Sie zählt zu den Formen des Wahns, nicht zu den Sinnestäuschungen/Wahrnehmungsstörungen.

  • Zu 2: Falsch! Dies wäre eine Halluzination. IllusionIllusion = illusionäre Verkennung von etwas real Vorhandenem.

  • Zu 3: Richtig!

  • Zu 4: Richtig! Der Begriff stammt von Bleuler. Typisches Beispiel: Der Straßenkehrer, der den Gehsteig fegt (= reale Welt) und gleichzeitig glaubt, er sei Napoleon (= wahnhafte Welt).

  • Zu 5: Richtig! Als „Gefühl der Gefühl der GefühllosigkeitGefühllosigkeit“ bezeichnete man früher die „mangelnde Fähigkeit, auf Ereignisse oder Aktivitäten emotional zu reagieren“ (Punkt 2 des „somatischen Syndroms“ bei einer depressiven Episode).

Lösung 2.1.3B: Nur 2, 3 und 4 sind richtig.
  • Zu 1: Falsch! In der Fallgeschichte findet sich keine wahnhafte Umdeutung von etwas real Vorhandenem → Frage 2.1.2 (Aussage 1).

  • Zu 2: Richtig! Er sagt, „er müsse gegen seinen Willen bestimmte Bewegungen ausführen“.

  • Zu 3: Richtig! „Er habe bemerkt, dass ihm seine Gedanken weggenommen würden.“

  • Zu 4: Richtig! „Man verursache … in seinem Körper elektrische Ströme …“

  • Zu 5: Falsch! Da wäre er der festen Überzeugung, an einer schweren Erkrankung zu leiden.

Lösung 2.1.4D: Nur 2, 4 und 5 sind richtig.
Lösung 2.1.5C: Wahnwahrnehmung.
Lösung 2.1.6E: Illusion (= illusionäre Verkennung).
Lösung 2.1.7Richtig sind A und C.
  • Zu B: Falsch! Verwirrtheitszustände sind typisch für die Bewusstseinstrübung. Die Bewusstseinstrübung zählt zu den qualitativen BewusstseinsstörungenBewusstseinsstörungenquantitative. Verwirrtheit(szustand)

  • Zu D: Falsch! GedankenlautwerdenDie Bewusstseinseinengung zählt wie die Bewusstseinserweiterung zu den qualitativen BewusstseinsstörungenBewusstseinsstörungenqualitative. Die Wachheit/Vigilanz der Betroffenen ist hierbei nicht beeinträchtigt.

  • Zu E: Falsch! Halluzinationen zählen zu den Wahrnehmungsstörungen. Wahrnehmungsstörungen

Lösung 2.1.8Richtig ist D: Manierismen.
Lösung Tab. 2.1Elementarfunktionen unterscheiden lernen: Tab. 2.2
Lösung 2.1.9B: Nur 2 und 4 sind richtig.
  • Zu 1: Falsch! ParalogikParalogik = verzerrte, nicht logische Argumentation = formale Denkstörung.

  • Zu 2: Richtig! Zwanghaftes DenkenzwanghaftesDenken = ZwangsgedankenZwangsgedanken = inhaltliche Denkstörung.

  • Zu 3: Falsch! Dialogische Stimmen(hören)dialogischeStimmen = akustische HalluzinationenakustischeHalluzinationen

  • Zu 4: Richtig! Einen primären WahnprimärerWahn haben wir z. B. bei einem plötzlichen Wahneinfall, ohne dass ein vorausgehendes Erlebnis dies erklären könnte: „Ich wachte auf und wusste: Gott hat mich auserwählt, um die Welt zu retten.“ Beispiel für einen sekundären Wahn: WahnsekundärerNach einem Schock oder als Folge von Stimmenhören entwickelt jemand „sekundär“ einen Verfolgungs- oder Größenwahn.

  • Zu 5: Falsch! LogorrhöLogorrhö = überschnelles Reden („Sprechdurchfall“).

Lösung 2.1.10D: Nur 2, 3 und 4 sind richtig.
  • Zu 1: Falsch! Wenn der Inhalt verzerrt oder verändert ist, handelt es sich um eine inhaltliche Inhaltliche DenkstörungenDenkstörungeninhaltlicheDenkstörung, z. B. einen Wahn.

  • Zu 2: Richtig! Formale Denkstörungen finden sich bei sehr vielen, ganz verschiedenen psychischen Störungen.

  • Zu 3: Richtig!

  • Zu 4: Richtig! GedankenabreißenGedankenabreißen ist eine für die Schizophrenie typische formale Denkstörung.

  • Zu 5: Falsch! PerseverationPerseveration ist zwar eine formale Denkstörung, typisch hierfür ist jedoch ein ständiges Wiederholen von Wörtern oder Klebenbleiben an bestimmten Themen. Beschrieben wird hier die DenkhemmungDenkhemmung bei depressiven Patienten.

Lösung 2.1.11B: Nur 1, 2, 3 und 5 sind richtig.
  • Zu 4: Falsch! Wahnhaftes Denken ist typisch für einen Wahn. Der Wahn ist eine inhaltliche DenkstörungWahnhaftes Denken

Lösung 2.1.12E: Nur 1, 2, 4 und 5 sind richtig. Konkretismus
  • Zu 1: Richtig! Abstrahieren bedeutet: aus dem Konkreten etwas Allgemeines erkennen. Wenn jemand z. B. antwortet: „Na klar, wenn der Apfel herunterfällt, landet er natürlich nicht weit vom Stamm“, kann die Person das Sprichwort nicht auf andere Bereiche übertragen.

  • Zu 2: Richtig! Abstrahieren zählt – ähnlich wie Erinnern, Problemlösen, Introspektion, Aufmerksamkeit usw. – zu den kognitiven Fähigkeiten des Menschen.

  • Zu 3: Falsch! Vorbeireden bedeutet: Auf gestellte Fragen wird nicht eingegangen, obwohl sie inhaltlich verstanden wurden. Dafür gibt es im vorliegenden Fallbeispiel keinen Hinweis.

  • Zu 4: Richtig! Konkretismus bedeutet: Jemand kann nur konkret denken und nicht verallgemeinern. Kleine Kinder denken beim Wort „Kreislaufprobleme“ z. B., jemand habe Probleme, im Kreis zu laufen. Erst später können sie das Wort im übertragenen Sinn verstehen.

  • Zu 5: Richtig! Konkretismus ist eine formale Denkstörung, die bei Schizophrenie und beim Asperger-Syndrom auftritt.

Lösung 2.1.13B: Nur 2 und 3 sind richtig.
  • Zu 1: Falsch! Gedankenausbreitung = Ich- Ich-Störungen Gedankenausbreitung Störung

  • Zu 2 und 3: Richtig! Gedankenabreißen und GedankendrängenGedankendrängen zählen zu den formalen DenkstörungenDenkstörungenformale. Gedankenabreißen

  • Zu 4: Falsch! Gedankenentzug ist eine Ich-Störung. Gedankenentzug

  • Zu 5: Falsch! GedankenlautwerdenGedankenlautwerden zählt zu den Ich-Störungen.

Lösung 2.1.14C: Nur 1, 4 und 5 sind richtig.
  • Zu 2: Falsch! WortfindungsstörungenWortfindungsstörungen zählen zu den AphasieAphasien = hirnorganisch bedingten Störungen der Sprache.

  • Zu 3: Falsch! Befehlende Stimmen(hören)imperativeStimmen sind akustische Halluzinationen.

  • Zu 4: Richtig! Die DerealisationDerealisation wie auch die Depersonalisation zählen zu den (nichtschizophrenen) Störungen des Ich-Ich-Erleben, StörungenErlebens.

Lösung 2.1.15A: Nur 1 und 3 sind richtig.
  • Zu 1: Richtig! Ähnlich wie die Derealisation zählt die Depersonalisation Depersonalisationzu den (nichtschizophrenen) Störungen des Ich-Erlebens.

  • Zu 2: Falsch! ParathymieParathymie bedeutet: Sprache, Gestik oder Mimik passen nicht zum Inhalt des Gesagten = Störung der Affektivität.

  • Zu 3: Richtig!

  • Zu 4: Falsch! Das Symptom „NegativismusNegativismus“ findet sich bei der katatonen SchizophreniekatatoneSchizophrenie und bedeutet: Jemand tut das Gegenteil von dem, was man ihm aufträgt.

  • Zu 5: Falsch! GedankenabreißenGedankenabreißen ist eine formale Denkstörung.

Lösung 2.1.16C: Nur 1, 3 und 5 sind richtig.
  • Zu 1, 3 und 5: Richtig!

  • Zu 2: Falsch! Der Verfolgungswahn ist eine inhaltliche Denkstörung, keine Ich-Störung. Verfolgungswahn

  • Zu 4: Falsch! Imperative (befehlende) StimmenStimmen(hören)imperative finden sich zwar häufig bei der Schizophrenie, zählen jedoch zu den akustischen Halluzinationen, nicht zu den Ich-Störungen.

Lösung 2.1.17B: Nur 3 und 5 sind richtig.
  • Zu1: Falsch! Die Beschreibung passt auf eine Halluzination.HalluzinationenZönästhesien

  • Zu 2: Falsch! Das wäre eine WahnwahrnehmungenWahnwahrnehmung.

  • Zu 4: Falsch! Die Wahnwahrnehmung ist eine Form des Wahns, keine Sinnestäuschung.

Lösung 2.1.18D: Nur 2, 3 und 5 sind richtig.
  • Zu 1: Falsch! Dies ist eine Wahnwahrnehmung.

  • Zu 2: Richtig! Dies ist eine IllusionIllusion.

  • Zu 3: Richtig! Dies ist eine HalluzinationenHalluzination.

  • Zu 4: Falsch! Dies wäre ein WahnWahn.

  • Zu 5: Richtig! = LeibhalluzinationenLeibhalluzination (meist in Kombination mit FremdbeeinflussungFremdbeeinflussung).

Lösung 2.1.19E: Alle Aussagen sind richtig. Stimmen(hören)
  • Zu 1: Man kann z. B. Stimmen im Kopf (= innen) hören oder von außen kommend = im äußeren Raum.

Lösung 2.1.20C und D sind richtigVerkennung, illusionäreIllusionäre Verkennung
  • Zu A: Falsch! Eine Pseudohalluzination ist eine Halluzination, die der Betroffene als solche erkennt. Eine „Fehlinterpretation eines realen Sinnesreizes“ wäre eine Wahnwahrnehmung.

  • Zu B: Falsch! Bei einer illusionären Verkennung kann der Betroffene nicht erkennen, dass es sich um eine Sinnestäuschung handelt.

  • Zu C: Richtig!

  • Zu D: Richtig! Da Außenstehende nicht erkennen können, ob die betroffene Person Stimmen hört oder etwas sieht, riecht, schmeckt oder spürt, was nicht vorhanden ist, muss der Untersucher dem Patienten entsprechende Fragen stellen.

  • Zu E: Falsch! Menschen mit Depressionen haben zwar oft somatische Begleitsymptome wie Appetitlosigkeit, Verdauungsprobleme, Muskelschmerzen usw., sie haben jedoch keinesfalls Leibhalluzinationen, wie sie z. B. für die Schizophrenie typisch sind. SchizophrenieSymptome

Lösung 2.1.21E: Alle Aussagen sind richtig.
  • Zu 5: Menschen mit einem VerfolgungswahnVerfolgungswahn verstecken sich z. B. oder suchen Hilfe bei der Polizei. Menschen mit einem SendungswahnSendungswahn predigen auf einem öffentlichen Platz.

Lösung 2.1.22D: Nur 1, 3 und 4 sind richtig.
  • Zu 2: „Oft“ … „immer“ stimmen auf keinen Fall. Gewalttaten von Wahnkranken kommen nur selten vor.

Lösung 2.2.1C: Nur 1, 3 und 4 sind richtig.
  • Zu 1: Richtig! Die agitierte DepressionDepression/depressive Episodeagitierte existiert in der ICD-10 nicht mehr als eigenständiges Krankheitsbild, das Symptom „Agitiertheit“ ist in den Diagnosekriterien einer depressiven Episode enthalten („psychomotorische HemmungHemmung, psychomotorische oder Agitiertheit“). Von den drei Kernsymptomen der depressiven Episode ist eines die „AntriebsminderungAntriebsminderung“. Dies würde den Schluss nahelegen, dass AgitiertheitAgitiertheit (zielloses Herumlaufen, ständiges Klagen, nichts „auf die Reihe bringen“) bei einer schweren Depression nicht mit Antriebssteigerung gleichzusetzen ist. Trotzdem wurde Aussage 1 von der Prüfungskommission als „richtig“ gewertet.

  • Zu 2: Falsch! Bei der HebephrenieHebephrenie stehen Negativsymptome wie Antriebsverlust und zielloses Verhalten im Vordergrund der Symptomatik.

  • Zu 5: Falsch! Bei der HypothyreoseHypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) ist der Antrieb vermindert.

Lösung 2.2.2C: 1, 2 und 5 sind richtig.
  • Zu 3 und 4: Falsch! Bei einer manischen Episode und nach Einnahme von Stimulanzien (z. B. Ecstasy, Kokain, Amphetamine, Crystal Meth) ist der Antrieb erhöht.

Lösung 2.2.3Richtig ist Lösung B.
  • Kommentar: Zönästhesien sind bizarre Leibmissempfindungen (z. B. „lavaartiges Hitzegefühl im Rücken“, „rieselndes Gefühl in den Gliedmaßen“, „Schrumpfen von Gesicht und Händen“ usw.). Zönästhesien sind typisch für schizophrene Erkrankungen.

Lösung 2.2.4D: Nur 2, 3 und 5 sind richtig.
  • Zu 1: Falsch! Maniker sind überwach, das Denken ist beschleunigt. Die Betroffenen sind also auf keinen Fall vergesslich.

  • Zu 2: Richtig! Bei Depression/depressive EpisodeSymptomeDepressionen kommt es zu einer Verlangsamung der DenkvorgängeVerlangsamtes DenkenDenkenverlangsamtes, in diesem Zusammenhang dann auch zu Störungen der KonzentrationsstörungenKonzentration und der MerkfähigkeitsstörungMerkfähigkeit.

  • Zu 3: Richtig! Bei einer SchilddrüseUnterfunktion (Hypothyreose)HypothyreoseSymptomeSchilddrüsenunterfunktion kann es zu einer depressiven Symptomatik (= organische Depression) mit den unter Punkt 2 beschriebenen Symptomen kommen; langfristig finden sich oft demenzielle Syndrome.

  • Zu 4: Falsch! Das DelirDelir dauert nur wenige Tage, die Betroffenen leiden unter einer oft abrupt einsetzenden Bewusstseinstrübung, Orientierungsstörungen, einem Wechsel zwischen Hypo- und Hyperaktivität usw. – da kann es nicht zu einer „zunehmenden“ (= sich langsam entwickelnden) Zerstreutheit und Vergesslichkeit kommen.

  • Zu 5: Richtig! ArterioskleroseArteriosklerose kann zu DurchblutungsstörungenDurchblutungsstörungen, evtl. auch zu Mini-Infarkten im Gehirn führen, damit auch zu einer zunehmenden ZerstreutheitZerstreutheit und VergesslichkeitVergesslichkeit.

Lösung 2.2.5C: Nur 4 und 5 sind richtig.
  • Zu 1: Falsch! Typisch für das Korsakow-Syndrom ist eine massive Störung des Kurzzeitgedächtnisses bei klarer Bewusstseinslage

  • Zu 2: Falsch! Störungen von KonzentrationKonzentrationsstörungen und GedächtnisGedächtnisstörungen sind bei DepressionenDepression/depressive EpisodeSymptome häufig.

  • Zu 3: Falsch! RetrogradeRetrograde Amnesie (nach rückwärts gerichtete) AmnesieAmnesieretrograde bedeutet: Verlust der Erinnerung an den Zeitraum vor einem bestimmten Ereignis (z. B. einen Unfall).

  • Zu 4: Richtig!

  • Zu 5: Richtig! Unter ParamnesienParamnesien versteht man ein Wiedererkennen von Situationen oder Personen, die man vorher nicht gekannt oder erlebt hat. Déjà-vu-ErlebnisseDéjà-vu-Erlebnis zählen z. B. zu den Paramnesien.

Lösung 2.2.6C: Nur 1, 3 und 5 sind richtig.
  • Zu 1: Richtig! Neben der „normalen“ Hypochondrie gibt es auch die „wahnhafte Hypochondrie“ im Zusammenhang mit einer schweren depressiven Episode oder einer anhaltenden wahnhaften Störung. Wahnhafte HypochondrieHypochondrie

  • Zu 2: Falsch! Die PTBS zählt zu den psychogenen Störungen, der Wahn ist typisch für eine Psychose. Eine PTBS mit Wahn gibt es nicht – dann wäre die Diagnose „Akute psychotische Episode“. Posttraumatische Belastungsstörung

  • Zu 3: Richtig! Bei der schweren depressiven Episode mit psychotischen Symptomen kann es zu wahnhaftem Erleben kommen. Früher hieß diese Störung „wahnhafte Depression“. Depression/depressive Episodepsychotische Symptome

  • Zu 4: Falsch! Kein WahnWahn bei Persönlichkeitsstörungen! „Paranoid“ bedeutet im Englischen auch: „extrem misstrauisch“. Dies ist die Bedeutung von „paranoid“ in der Zusammensetzung „paranoide PersönlichkeitsstörungParanoid, Wortbedeutung“. Bei Vorhandensein eines lang andauernden echten Wahns wäre die Diagnose: anhaltende wahnhafte Störung.

  • Zu 5: Richtig! Als Folge einer Autoimmunreaktion werden bei der multiplen Sklerose die isolierenden Nervenhüllen (Myelinscheiden) zerstört. Geschieht dies im Gehirn, kann es zu ausgeprägten affektiven oder psychotischen Symptomen kommen, z. B. zu einer schizophreniformen oder wahnhaften organischen Störung. Multiple Sklerose

Lösung 2.2.7C ist richtig.
  • Zu A: Falsch! Beschrieben wird hier eine Zwangsstörung.

  • Zu B: Falsch! Beschrieben werden hier Albträume und Flashbacks im Rahmen einer PTBS.

  • Zu C: Richtig! Beschrieben wird ein Kontroll- und Verfolgungswahn (typisch für die paranoide Schizophrenie Paranoide Schizophrenie Merkmale/Symptome ).

  • Zu D: Falsch! Dialogische Stimmen sind akustische Halluzinationen, kein Symptom von Wahn.

  • Zu E: Falsch! Beschrieben wird hier eine phobische Angstreaktion, kein Wahn.

Lösung 2.2.8A: Nur 1 und 4 sind richtig.
  • Zu 1: Richtig! Bei der paranoiden = paranoid-halluzinatorischen Paranoide SchizophrenieMerkmale/SymptomeSchizophrenie sind akustische HalluzinationenakustischeAkustische HalluzinationenHalluzinationen ein wichtiges Leitsymptom.

  • Zu 2: Falsch! In Krisenzeiten kann es bei „Borderline-PersönlichkeitsstörungBorderlinern“ zwar kurzzeitig zu psychotischen Symptomen (z. B. akustischen Halluzinationen) kommen, sie sind jedoch nicht „typisch“ (!!!) für die Erkrankung.

  • Zu 3: Falsch! Keine psychotischen Symptome (Halluzinationen, Wahn usw.) bei PersönlichkeitsstörungenparanoidePersönlichkeitsstörungen. Paranoid heißt in diesem Zusammenhang „extrem misstrauisch“.

  • Zu 4: Richtig! Oft sind es Stimmen im Chor, welche die Betroffenen bedrohen. Nicht zu verwechseln mit den optischen Halluzinationen beim Alkohol-Entzugsdelir.

  • Zu 5: Falsch! Beim Entzug von BenzodiazepineEntzug(sdelir/-syndrom)Benzodiazepinen sind optische (oft übergroße) Halluzinationen typisch.

Lösung 2.2.9D: Nur 1, 3 und 5 sind richtig.
  • Zu 1: Richtig! Bewusstseins- und Orientierungsstörungen zählen – ebenso wie optische Optische HalluzinationenVorkommenHalluzinationenoptischeHalluzinationen (meist in Form kleiner Tiere, Spinnweben, Staubwölkchen usw.) – zu den Leitsymptomen des Alkohol-Alkohol-Entzugsdelir/-syndromLeitsymptomeEntzugsdelirs.

  • Zu 2: Falsch! Typisch für die AlkoholhalluzinoseAlkoholhalluzinoseHalluzinosealkoholbedingt sind akustische Halluzinationen bei gleichzeitiger Bewusstseinsklarheit. In der ICD-10 finden Sie die Alkoholhalluzinose unter F10.52: Alkoholbedingte psychotische Störung, vorwiegend halluzinatorisch.

  • Zu 3: Richtig! Ähnlich wie beim Delirium tremens kommt es auch beim Benzodiazepin-BenzodiazepineEntzug(sdelir/-syndrom)Entzugsdelir zu Bewusstseinstrübung, Orientierungsstörungen und vorwiegend optischen Halluzinationen (meist eher große Gestalten oder Dinge).

  • Zu 4: Falsch! Beim organischen amnestischen Organisches amnestisches SyndromSyndrom (früher: Korsakow-Korsakow-SyndromMerkmale/SymptomeSyndrom) ist das Leitsymptom eine massive Beeinträchtigung des Kurz- und Langzeitgedächtnisses bei klarer Bewusstseinslage (z. B. Gedächtnisverlust nach schweren Schädel-Hirn-Trauma, Schlaganfall, Herzinfarkt oder langjähriger Alkoholkrankheit).

  • Zu 5: Richtig! Je nach Lage des HirntumorTumors kann es neben depressiven, maniformen oder schizophrenieähnlichen Symptomen auch zu Orientierungsstörungen und Halluzinationen kommen. Halluzinationen sind z. B. typisch für eine Schädigung des Schläfenlappens.

Lösung 2.2.10B: Affektive Störung.
  • Kommentar: LithiumLithium wird bei bipolaren Störungen eingesetzt – zur Rückfallprophylaxe und Verlängerung der gesunden Phasen. Daneben findet es Anwendung bei rezidivierenden Depressionen oder bei manischen Erkrankungen. Auch bei unipolaren Depressionen werden oft Lithiumsalze begleitend zu Antidepressiva eingesetzt, um die Wirkung des Antidepressivums zu verstärken.

Lösung 2.2.11Richtig ist A: Akathisie.
  • Kommentar: Die AkathisieAkathisie ist eine häufige Nebenwirkung von Neuroleptika. In manchen Fällen ist sie auch Folge einer neurologischen Erkrankung, insbesondere im frühen Stadium der Parkinson-Krankheit.

Lösung 2.2.12D: Induzierte wahnhafte Störung (Folie à deux).
  • Kommentar: Die induzierte wahnhafte Induzierte wahnhafte StörungStörung hieß früher „symbiontische Symbiontische PsychosePsychose“ oder auch „symbiontischer Wahn“. Es handelt sich um eine wahnhafte Störung bei zwei Personen mit einer engen emotionalen Bindung, von denen nur eine unter einer echten psychotischen Störung leidet. Die Wahnvorstellungen bei der zweiten Person sind übernommen und werden bei Trennung der beiden Personen meist aufgegeben. Die Bezeichnung „Folie à Folie à deuxdeux“ kommt aus dem Französischen und bedeutet „Verrücktsein/Psychose zu zweit“. – Der Fachausdruck „InduktionInduktion“ findet sich in der Elektrizitätslehre und bedeutet: Ein stromführender Draht oder ein elektromagnetisches Feld beeinflusst durch Induktion einen nicht stromführenden Draht, sodass z. B. ein Telefon in nächster Nähe einer Stromleitung brummt.

Lösung 2.2.13D: Soziale Soziale PhobiePhobiensozialePhobie.
  • Kommentar: Die Symptome Erröten, Schwitzen, Händezittern sind zusätzliche Angstsymptome, die typisch sind für die soziale Phobie.

Lösung 2.2.14C: Schwere depressive Episode mit psychotischen Depression/depressive Episodepsychotische SymptomeSymptomen.
  • Kommentar: Die in der Fallgeschichte anfangs aufgeführten Symptome verweisen auf eine schwere depressive Episode, die ergänzt werden durch die wahnhafte Vorstellung, eine Mörderin zu sein.

Lösung 2.2.15B: Entzugssyndrom.
  • Kommentar: Beschrieben werden hier die typischen Symptome eines Alkohol-Entzugssyndroms, evtl. auch eines beginnenden Delirium Alkohol-Entzugsdelir/-syndromtremens.

Lösung 2.2.16D: Dysthymia.Dysthymia
  • Kommentar: Die depressiven Symptome dauern seit 5 Jahren nahezu ununterbrochen an, sind aber nicht so schlimm, dass sie den Alltag (z. B. ihre Arbeit) stark beeinträchtigen. Die ICD-10 beschreibt die Dysthymia als chronische, wenigstens mehrere Jahre andauernde depressive Verstimmung, die weder hinreichend schwer noch hinsichtlich einzelner Episoden anhaltend genug ist, um die Kriterien einer leichten, mittelgradigen oder schweren depressiven Störung zu erfüllen. Die Mindestdauer beträgt 2 Jahre.

Lösung 2.2.17Richtig sind C und E.
  • Kommentar: Der Schüler leidet wahrscheinlich an einer drogeninduzierten Psychosen/psychotische StörungendrogeninduzierteDrogeninduzierte PsychosePsychose, deshalb sollte ein Drogenscreening durchgeführt und in Erfahrung gebracht werden, was in der Disco genau geschehen ist. Sollte als Folge der psychotischen Episode eine Selbst- oder Fremdgefährdung auftreten, könnte der Schüler auch gegen seinen Willen zwangsuntergebracht werden.

  • Zu B: Bei einer schizophrenen Schizophrene PsychosePsychosen/psychotische StörungenschizophrenePsychose treten keine Orientierungsstörungen auf; überdies müsste zur Diagnosestellung die Erkrankung mindestens 4 Wochen andauern.

Lösung 2.2.18C: Paranoid-halluzinatorische SchizophrenieparanoideParanoide SchizophrenieSchizophrenie.
  • Kommentar: Die wahnhafte Idee, von den Nachbarn beobachtet und bestrahlt zu werden, und die formale Denkstörung „InkohärenzInkohärenz/DenkzerfahrenheitDenkzerfahrenheit“ passen am ehesten zum Krankheitsbild der paranoiden Schizophrenie. Allerdings sind die produktiven Symptome erst seit 2 Wochen vorhanden, sodass man genau genommen von der Verdachtsdiagnose „beginnende Schizophrenie“ ausgehen müsste, außer es waren schon direkt nach dem Verlust des Arbeitsplatzes (vor 4 Wochen = Mindestdauer einer Schizophrenie) andere schizophrene Symptome vorhanden. Alle anderen Diagnosevorschläge passen nicht zur Symptomatik.

Lösung 2.2.19E: Beginnende schizophrene Beginnende schizophrene StörungStörung.
  • Kommentar: Der Mann ist bewusstseinsklar und leidet an Schlaflosigkeit, Konzentrations- und Zwangsstörungen. Das Gefühl, nicht mehr „er selbst“ zu sein, ist ein erster dezenter Hinweis auf eine Ich-Ich-StörungenStörung. Die körperlichen Veränderungen (die Finger scheinen gegeneinander verschoben, von den Händen gehen Stromgefühle aus) sind in jedem Fall nicht mit einer depressiven Störung oder einer Zwangserkrankung vereinbar. Es handelt sich hier um LeibhalluzinationenLeibhalluzinationen (ZönästhesienZönästhesien), wie sie für die SchizophrenieSymptomeSchizophrenie typisch sind. Da die Symptome noch nicht 4 Wochen vorhanden sind, kann noch keine endgültige Diagnose gestellt werden, deshalb der Vorschlag: „Beginnende schizophrene Störung“.

Lösung 2.2.20A: SomatisierungsstörungSomatisierungsstörung.
  • Kommentar: Die Dauer der Erkrankung (nach ICD-10: mindestens 2 Jahre) und die häufig wechselnden Beschwerden lassen eine Somatisierungsstörung vermuten.

Lösung 2.2.21Richtig sind C und E.
  • Kommentar: Haldol Haloperidol (Haldol)ist ein hochpotentes Neuroleptikum, das nach langjähriger Einnahme u. a. zu Bewegungsstörungen im Gesichtsbereich (Zuckungen, Schmatz- und Kaubewegungen) oder HyperkinesieHyperkinesen (unwillkürliche Bewegungsabläufe) der Gliedmaßen führen kann.

Lösung 2.2.22D: Larvierte Depression Larvierte Depression Depression/depressive Episode larvierte

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