© 2019 by Elsevier GmbH

Bitte nutzen Sie das untenstehende Formular um uns Kritik, Fragen oder Anregungen zukommen zu lassen.

Willkommen

Mehr Informationen

B978-3-437-58376-6.00004-2

10.1016/B978-3-437-58376-6.00004-2

978-3-437-58376-6

Abb. 4.1

Störungen durch psychotrope Psychotrope SubstanzenSubstanzen (2003–2013)

Abb. 4.2

Psychische Störungen durch Alkoholabhängigkeitpsychische StörungenAlkohol

Welche der folgenden Aussagen zu Benzodiazepinen und illegalen Drogen sind zutreffend? Drogen, illegaleBenzodiazepine

Tab. 4.1
Richtig Falsch
1. Benzodiazepine (Tranquilizer) machen innerhalb von 4–6 Wochen körperlich abhängig.
2. Bei kurz dauernden, situativ bedingten Schlafstörungen ist die Indikation von Tranquilizern sinnvoll.
3. Bei Abhängigkeit von Benzodiazepinen sollte der Entzug abrupt durchgeführt werden.
4. Die Entzugssymptome (quälende Schlaflosigkeit, Ängste, Reizbarkeit, depressive Verstimmungen) dauern nach Absetzen i. d. R. mindestens 4 Wochen an und sind ambulant schwer beherrschbar.
5. LSD bewirkt illusionäre Verkennungen.
6. Beim Entzug von LSD kommt es meist zu massiven vegetativen Entzugssymptomen.
7. Bei einer Kokain-Intoxikation sind die Pupillen verengt.
8. Ein abrupter Entzug von Kokain führt i. d. R. zu einer deliranten Psychose.
9. Bei einer Opiat-Intoxikation besteht die Gefahr einer Atemdepression.
10. An chronischen Opiatkonsum ist zu denken bei engen Pupillen, Abmagerung und schlechten Zähnen.
11. Bei Entzug von Heroin kommt es zu einer Gier nach der Droge, die als „Craving“ bezeichnet wird.
12. Die Entzugserscheinungen bei Opiatabhängigkeit erreichen ihr Maximum 24–48 Stunden nach Absetzen der Mittel und bestehen u. a. in Verstopfung, Miosis, Temperatur- und Blutdruckabfall sowie Schläfrigkeit.
13. Bei längerem Missbrauch von Cannabis stellt sich körperliche Abhängigkeit ein, es kommt zur Dosissteigerung.
14. Bei Überdosierung oder längerem Missbrauch von Cannabis können Wahn und Halluzinationen auftreten.
15. Ein häufiges Symptom bei einem Cannabisrausch ist die sog. „konjunktivale Injektion“.

Alkoholdelir und AlkoholhalluzinoseAlkoholhalluzinosevs. Delirium tremens im Vergleich.AlkoholhalluzinoseAlkoholdelirvs. Alkoholhalluzinose

Tab. 4.2
Alkoholdelir Alkoholhalluzinose
Optische Halluzinationen Akustische Halluzinationen
Bewusstseinstrübung Bewusstseinsklar
Orientierungsstörungen Voll orientiert
Vegetative Störungen Kaum vegetative Symptome
Lebensbedrohlich Nicht lebensbedrohlich

Störungen durch psychotrope Substanzen (F1)

In den Jahren 2006–2016 gab es 54 Fragen zu psychischen Störungen als Folge von Alkohol, Medikamenten oder illegalen Drogen (Abb. 4.1). Darunter war mit 32 Fragen (= 60 %) der Themenbereich Alkohol am häufigsten vertreten, gefolgt von Kombifragen nach dem Muster: „Welche der folgenden Aussagen zu Drogen- und Medikamentenmissbrauch treffen zu?“. Bei diesem Fragentyp kamen auch ansonsten selten gefragte illegale Drogen wie Kokain, Heroin oder Cannabis zum Zuge.

Weniger häufig, aber vor allem in den letzten Prüfungen mehrmals gefragt, waren die Themen „Abhängigkeitssyndrom“, „Benzodiazepine“ und „Cannabis“. Auch wenn sie – statistisch gesehen – nicht in jeder schriftlichen Prüfung vorkommen, sollten Sie sich gut damit auskennen, denn im Mündlichen werden Sie ziemlich sicher danach gefragt werden. Am wichtigsten aus dem Bereich „psychotrope Substanzen“ ist allerdings das Thema Alkohol.

Tipp

Für Ihr Lernprogramm bedeutet das: Fragen über Alkoholabhängigkeit und die möglichen Folgeerkrankungen von Alkoholismus sollten auf Ihrer Lernliste weit oben stehen.

Abhängigkeit oder schädlicher Gebrauch von psychotropen Substanzen

In den letzten Jahren tauchten im Schriftlichen des Öfteren Fragen auf, die sich auf psychotrope Substanzen verschiedenster Art bezogen. Wichtig war den Prüfern vor allem die Unterscheidung zwischen Missbrauch/schädlichem Gebrauch (F1x.1) und den typischen Merkmalen für Abhängigkeit (F1x.2: Abhängigkeitssyndrom). Hin und wieder wurde auch danach gefragt, welche Symptome typisch sind für körperliche Abhängigkeit.
Typische Prüfungsfragen
Frage 4.1.1Aussagenkombination
Im Rahmen der Abhängigkeit von psychotropen Substanzen zählen zu den diagnostischen Kriterien des Abhängigkeitssyndroms nach ICD-10: Abhängigkeitssyndromdiagnostische Kriterien
  • 1.

    Craving

  • 2.

    Toleranzentwicklung gegenüber den Wirkungen der Substanz

  • 3.

    Wiederkehrende Probleme mit dem Gesetz als Folge des Substanzmissbrauchs

  • 4.

    Wiederholtes Fernbleiben von der Schule oder von der Arbeit als Folge des Konsums

  • 5.

    Anhaltender Substanzgebrauch trotz eindeutiger schädlicher körperlicher oder psychischer Folgen

□ A: Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 4.1.2Aussagenkombination
Welche Merkmale sprechen dafür, dass jemand von einer Substanz X (z. B. Barbituraten, Benzodiazepinen, Opioiden, Alkohol usw.) abhängig ist? AbhängigkeitssyndromSymptome
  • 1.

    Verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Beginns, der Beendigung und der Menge des Konsums

  • 2.

    Körperliche Entzugssymptome bei Beendigung oder Reduktion des Konsums

  • 3.

    Fortschreitende Vernachlässigung von Interessen und Vergnügungen zugunsten des Substanzkonsums

  • 4.

    Mangelnde Verantwortung bei der Arbeit, in der Schule oder im Haushalt

  • 5.

    Fortgesetzter Substanzmissbrauch trotz wiederholter sozialer oder zwischenmenschlicher Probleme (z. B. Streit mit dem Partner, körperliche Auseinandersetzungen, Verlust des Arbeitsplatzes usw.)

□ A: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 4.1.3Aussagenkombination
Was ist kennzeichnend für eine körperliche Abhängigkeit von psychotropen Psychotrope Substanzenkörperliche AbhängigkeitSubstanzen?
  • 1.

    Verminderte Kontrolle über die Dauer und Menge des Konsums.

  • 2.

    Konflikte im Familienkreis.

  • 3.

    Akute Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung).

  • 4.

    Vermehrtes Schlafbedürfnis.

  • 5.

    Die Entzugssymptome verschlechtern sich typischerweise durch die erneute Zufuhr der Substanz.

□ A: Nur Aussage 1 ist richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.

Alkoholbedingte psychische Störungen

Wie in der Einleitung schon erwähnt, erscheinen in nahezu jeder Prüfung ein bis zwei Fragen zu alkoholbedingten Störungen, aber auch zur Alkoholerkrankung ganz allgemein. Eine ganz spezielle Frage zum Thema Alkohol gab es im Frühjahr 2011: Offensichtlich gehen die Prüfer davon aus, dass ein Heilpraktiker für Psychotherapie auch genau über den Alkoholgehalt einer Maß Bier Bescheid wissen sollte – warum, das haben sich viele Prüflinge gefragt und seitdem das Prozentrechnen ihrer Schulzeit reaktiviert. Näheres hierzu in der folgenden Prüfungsfrage:
Psychische und körperliche Störungen durch Alkohol
Frage 4.2.1Einfachauswahl
Ein Patient, der gern auf Volksfesten Bier trinkt, bittet Sie um eine Beratung zur Alkoholmenge. Welche Aussage zur Alkoholmenge in Gramm von Bier trifft zu?
1 Mass (1 Liter) Bier mit einem normalen AlkoholgehaltAlkoholgehalt (von ca. 5 Vol.-%) enthält etwa:
□ A: 4 g Alkohol
□ B: 10 g Alkohol
□ C: 40 g Alkohol
□ D: 100 g Alkohol
□ E: 400 g Alkohol
Frage 4.2.2Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zur Alkoholerkrankung treffen zu? Alkoholabhängigkeit
  • 1.

    Etwa 3–5 % der männlichen Patienten in psychiatrischen Krankenhäusern sind alkoholabhängig.

  • 2.

    Bei erwachsenen Frauen gilt ein dauernder Alkoholkonsum von über 60 g am Tag als schädlich.

  • 3.

    Kinder von Alkoholikern sind weniger gefährdet, selbst an Alkoholismus zu erkranken, als Kinder von Nicht-Alkoholikern.

  • 4.

    Die Alkoholabhängigkeit zählt zu den organischen psychischen Störungen.

  • 5.

    Die Einteilung der Alkoholkranken nach Jellinek bezieht sich auf das Verhalten des Betroffenen bei Alkoholentzug.

□ A: Keine der Aussagen ist richtig.
□ B: Nur Aussage 1 ist richtig.
□ C: Nur Aussage 4 ist richtig.
□ D: Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.
Frage 4.2.3Prüfung aktuell (2017–1). Aussagenkombination
Typisch für eine AlkoholabhängigkeitAlkoholabhängigkeittypische Merkmale sind:
  • 1.

    Craving

  • 2.

    Hyperarousal

  • 3.

    Dissoziation

  • 4.

    Kontrollverlust

  • 5.

    Toleranzentwicklung

□ A: Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 4.2.4Aussagenkombination
Welche der folgenden Symptome bzw. Erkrankungen sind typisch für chronischen Alkoholismus? AlkoholabhängigkeitSymptome
  • 1.

    Mangelernährung

  • 2.

    Gerinnungsstörung

  • 3.

    Unkontrollierte Gewichtszunahme

  • 4.

    Polyneuropathie

  • 5.

    Pankreatitis

□ A: Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
Frage 4.2.4AlkoholabhängigkeitEntzug(sphasen)Einfachauswahl
Die Behandlung von Alkoholikern läuft in verschiedenen Phasen ab. Welche Aussage trifft zu?
□ A: In der Motivationsphase werden nach erfolgter Entwöhnung die Grundlagen für eine dauerhafte Abstinenz erarbeitet.
□ B: Die Entwöhnungsphase wird auch als Entgiftungsphase bezeichnet.
□ C: Die Reihenfolge der Behandlungsphasen ist: Motivation – Entwöhnung – Entgiftung – Rehabilitation.
□ D: In der Rehabilitationsphase ist die Gabe von Medikamenten entscheidend für die Langzeitstabilität.
□ E: In der Entgiftungsphase können lebensbedrohliche Symptome auftreten.
Psychische Störungen durch Alkohol im Überblick
Von den Störungen aufgrund von Alkoholmissbrauch oder Alkoholabhängigkeit gab es in den ersten 9 Jahren in nahezu jeder Prüfung eine Frage zum Alkoholdelir. In den letzten Jahren haben sich die Gewichtungen verändert, die Prüfer unterscheiden nun deutlicher zwischen dem AlkoholentzugssyndromAlkoholentzugssyndrommit Delir siehe Alkoholdelir (Alkoholentzugssyndromohne Delirohne AlkoholdelirDelir) und dem Delirium tremensDelirium tremens. Überdies ist bei der Suche nach Alternativfragen zum Thema Alkohol die AlkoholhalluzinoseAlkoholhalluzinose des Öfteren im Schriftlichen aufgetaucht. Von den Langzeitfolgen war das Korsakow-SyndromKorsakow-SyndromPrüfungsrelevanz Lieblingsthema der ersten 15–20 Prüfungen, dann wurde den Prüfern offensichtlich klar, dass das Korsakow-Syndrom wohl nie im Praxisalltag eines Heilpraktikers für Psychotherapie auftauchen wird. Trotzdem erschien das Korsakow-Syndrom in neuerer Zeit mehrmals wieder im Schriftlichen, allerdings nun unter der in der ICD-10 aufgelisteten Bezeichnung „amnestisches Syndrom“ (alkoholbedingtAmnestisches Syndromalkoholbedingtes siehe Korsakow-Syndrom).
Als Merkhilfe für die verschiedenen Störungen ist die in Abb. 4.2 grafisch dargestellte Dreiteilung hilfreich: Störungen durch akute Intoxikation (Rausch oder pathologischer Rausch); psychische Erkrankungen, die bei Entzug von Alkohol auftreten; und schließlich die Langzeitfolgen von Alkoholabhängigkeit: die Alkoholhalluzinose, das Korsakow-Syndrom und – in der Prüfung 2011–1 erstmalig im Schriftlichen – die Wernicke-Wernicke-EnzephalopathieEnzephalopathie.
Typische Prüfungsfragen
Alkoholrausch und Trinkverhalten
Der AlkoholrauschAlkoholrausch heißt in der ICD-10 „Akute Alkoholintoxikation, akuteAlkoholintoxikation“. Davon zu unterscheiden ist der sehr selten vorkommende pathologische Rausch, pathologischerRausch, der hin und wieder mit einer Frage in der Prüfung vertreten war. In den ersten Jahren der Prüfung gab es relativ häufig Fragen zu den verschiedenen Typen von Trinkern nach Jellinek. Inzwischen gibt es hierzu kaum noch Fragen, weil diese Einteilung in fünf Trinkertypen von Fachleuten als zu statisch angesehen wird (es gibt zahlreiche Übergangs- und Mischformen) und die Einteilung für die Therapieentscheidung nur begrenzt hilfreich ist.
Frage 4.2.5Mehrfachauswahl
Welche der folgenden Aussagen zur Symptomatik einer akuten Alkoholintoxikation treffen zu? Alkoholintoxikation, akuteWählen sie zwei Antworten.
□ A: Ein pathologischer Rausch, pathologischerRausch tritt – meist bei Menschen mit Vorschädigung des Gehirns – bereits nach geringen Alkoholmengen auf.
□ B: Typische Symptome des pathologischen Rauschs sind optische Halluzinationen und lange Dauer.
□ C: Ein einfacher Rausch verändert zwar die Stimmung, die Kontrolle über die Körperfunktion ist jedoch nicht eingeschränkt.
□ D: Als Symptome eines schweren Alkoholrauschs können Amnesie, Erregung und Angst sowie Bewusstseinseintrübungen auftreten.
□ E: Einen pathologischen Rausch haben in erster Linie junge, gesunde Männer, die noch nicht in Berührung mit Alkohol gekommen sind.
Frage 4.2.6Einfachauswahl
Kennzeichnend für den „pathologischen Rausch“ ist: Rausch, pathologischer
□ A: Rausch durch pathologisch gesteigerte Trinkmenge.
□ B: Rausch durch illegale Drogen mit dem Erscheinungsbild eines üblichen Alkoholrauschs.
□ C: Auftreten psychopathologischer Symptome wie z. B. Situationsverkennung.
□ D: Der Rausch geht im Regelfall über in ein manifestes Alkoholdelir.
□ E: Alkoholrausch mit dem üblichen Erscheinungsbild, jedoch verursacht durch unverhältnismäßig geringe Alkoholtrinkmenge.
Frage 4.2.7Einfachauswahl
Bei welcher der folgenden Formen des Alkoholismus (nach Jellinek) fehlt die Fähigkeit zur Abstinenz, obwohl kein Kontrollverlust besteht? AlkoholabhängigkeitTypen nach Jellinek
□ A: Alpha-Alkoholismus
□ B: Beta-Alkoholismus
□ C: Gamma-Alkoholismus
□ D: Delta-Alkoholismus
□ E: Epsilon-Alkoholismus
Alkoholentzug
Frage 4.2.8Optische HalluzinationenEinfachauswahl
An welche Erkrankung bzw. welchen Zustand ist in erster Linie bei einem Alkoholkranken zu denken, der optische Halluzinationen beschreibt?
□ A: Korsakow-Syndrom
□ B: Einfacher Rausch
□ C: Delirium tremens
□ D: Alkoholhalluzinose
□ E: Wernicke-Enzephalopathie
Frage 4.2.9Aussagenkombination
Welche der folgenden Symptome sind verdächtig auf ein Alkohol-AlkoholdelirMerkmale/SymptomeEntzugssyndrom (Delirium tremens)?
  • 1.

    Illusionen

  • 2.

    Schleichender Beginn der Symptomatik

  • 3.

    Grobschlägiger Tremor

  • 4.

    Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus

  • 5.

    Alkoholgeruch

□ A: Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.
Frage 4.2.10Vorsicht Falle! Aussagenkombination
Im Delirium tremens finden sich typischerweise
  • 1.

    Vermehrte Suggestibilität

  • 2.

    Bewusstlosigkeit

  • 3.

    Vegetative Störungen

  • 4.

    Akustische Halluzinationen

  • 5.

    Systematisierter Wahn

□ A: Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 4.2.11Mehrfachauswahl
Welche der folgenden Aussagen für Delirdelirante Syndrome treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.
□ A: Sie beginnen schleichend (Wochen).
□ B: Typisch ist eine Orientierungsstörung bei klarem Bewusstsein.
□ C: Wahnvorstellungen schließen ein Delirium tremens aus.
□ D: Beim Alkoholentzugsdelir können Halluzinationen jeglicher Wahrnehmungsqualität auftreten.
□ E: Krampfanfälle können Vorboten eines nahenden Delirs sein.
Frage 4.2.12Aussagenkombination
Jemand hat OrientierungsstörungenDifferenzialdiagnoseOrientierungsstörungen und optische Optische HalluzinationenDifferenzialdiagnoseHalluzinationenoptischeHalluzinationen. Was kommt differenzialdiagnostisch infrage?
  • 1.

    Alkoholdelir

  • 2.

    Durchgangssyndrom

  • 3.

    Paranoide Schizophrenie

  • 4.

    Hirntumor

  • 5.

    Entzug von Halluzinogenen

□ A: Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, und 3 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Langzeitfolgen von Alkoholmissbrauch
Frage 4.2.13Aussagenkombination
Zu den diagnostischen Leitlinien der Alkoholabhängigkeitdiagnostische LeitlinienAlkoholabhängigkeit nach ICD-10 zählen:
  • 1.

    Verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich Beginn, Beendigung und Menge des Konsums

  • 2.

    Dauerhafte Organschäden, z. B. der Leber

  • 3.

    Ein körperliches Entzugssyndrom bei Beendigung oder Reduktion des Konsums

  • 4.

    Nachweis einer Toleranz

  • 5.

    Fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügen oder Interessen zugunsten des Substanzkonsums

□ A: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
Frage 4.2.14Mehrfachauswahl
Welche der folgenden psychischen Störungen können am ehesten Folgen einer langjährigen Alkoholkrankheit sein? Wählen Sie zwei Antworten.
□ A: Hebephrenie
□ B: Amnestisches Syndrom
□ C: Autismus
□ D: Anorexia nervosa
□ E: Akustische Halluzinose
Frage 4.2.15Aussagenkombination
Welche der folgenden Symptome ordnen Sie einem amnestischen Syndrom (Korsakow-Syndrom) zu? Korsakow-SyndromMerkmale/Symptome
  • 1.

    Zönästhesien

  • 2.

    Bewusstseinsstörung

  • 3.

    Anterograde Amnesie

  • 4.

    Gedankenausbreitung

  • 5.

    Störung des Kurzzeitgedächtnisses

□ A: Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
Frage 4.2.16Aussagenkombination
Das Korsakow-Syndrom kann auftreten …
  • 1.

    bei chronischem Alkoholismus.

  • 2.

    nach schweren gedeckten Schädel-Hirn-Traumen.

  • 3.

    als Folge eines Schlaganfalls.

  • 4.

    nach Kohlenmonoxid Vergiftungen.

  • 5.

    bei demenziellen Erkrankungen.

□ A: Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 4.2.17Mehrfachauswahl Alkoholhalluzinose
Welche der folgenden Aussagen zur psychotischen Störung Alkoholhalluzinose treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.
□ A: Die Alkoholhalluzinose ist typischerweise durch akustische Halluzinationen gekennzeichnet.
□ B: Charakteristisch sind ausgeprägte vegetative Begleiterscheinungen.
□ C: Psychomotorische Störungen wie z. B. Erregung können auftreten.
□ D: Wahnideen sprechen gegen eine Alkoholhalluzinose.
□ E: Bewusstseinstrübung ist ein Hauptmerkmal bei der Alkoholhalluzinose.
Frage 4.2.18Aussagenkombination
Bei welchen der folgenden Erkrankungen treten typischerweise akustische HalluzinationenakustischeAkustische HalluzinationenHalluzinationen auf?
  • 1.

    Paranoide Schizophrenie

  • 2.

    Manie mit psychotischen Symptomen

  • 3.

    Delirium tremens

  • 4.

    Korsakow-Syndrom

  • 5.

    Alkoholhalluzinose

□ A: Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 4.2.19Vorsicht Falle! Alkoholhalluzinosevs. AlkoholdelirAlkoholdelirvs. AlkoholhalluzinoseAussagenkombination
Die Alkoholhalluzinose unterscheidet sich vom Alkoholdelir durch
  • 1.

    das häufigere Auftreten von optischen Halluzinationen bei der Alkoholhalluzinose.

  • 2.

    das wesentlich geringere Auftreten vegetativer Symptome bei der Alkoholhalluzinose.

  • 3.

    das rasche Abklingen der Alkoholhalluzinose bei sinkendem Alkoholspiegel.

  • 4.

    das Fehlen von Bewusstseins- und Orientierungsstörungen bei der Alkoholhalluzinose.

□ A: Nur Aussage 1 ist richtig.
□ B: Nur Aussage 2 ist richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
Frage 4.2.20Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen über die Wernicke-Wernicke-EnzephalopathieEnzephalopathie treffen zu?
  • 1.

    Ursache ist ein Thiaminmangel (Vitamin B1), der z. B. durch langjährigen Alkoholkonsum ausgelöst werden kann.

  • 2.

    Die Wernicke-Enzephalopathie kann tödlich verlaufen.

  • 3.

    Ein wichtiges Frühsymptom sind Konfabulationen.

  • 4.

    Die Wernicke-Enzephalopathie geht mit Augenmuskellähmungen, Ataxie und organischem Psychosyndrom einher.

  • 5.

    Bei der Wernicke-Enzephalopathie treten typischerweise keine Orientierungsstörungen auf.

□ A: Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.
Frage 4.2.21Aussagenkombination
Ein Mann kommt in die Praxis, weil er seit einigen Wochen mehrere Leute, die er nicht kenne, über sich sprechen hört. Die Stimmen beschuldigen ihn, dass er ein schlechter Mensch und obendrein gefährlich sei. Der Mann ist von der Realität der Stimmen felsenfest überzeugt und wundert sich nur, dass er sie überall hört. Er macht einen ungepflegten Eindruck; seine Hände zittern, sein Hemd ist durchgeschwitzt, die Haut stark gerötet. Auf Ihre Fragen hin ergibt sich, dass er bewusstseinsklar und voll orientiert ist. – Was sind Ihre Gedanken zu diesem Fall?
  • 1.

    Differenzialdiagnostisch ist eine SchizophrenieSchizophrenie in Betracht zu ziehen.

  • 2.

    Differenzialdiagnostisch ist eine Wernicke-Enzephalopathie in Betracht zu ziehen.

  • 3.

    Eine Zuführung zu einer klinischen Behandlung ist sinnvoll.

  • 4.

    Die Anzeichen deuten auf eine AlkoholhalluzinoseAlkoholhalluzinose hin.

□ A: Nur Aussage1 ist richtig.
□ B: Nur Aussage 4 ist richtig.
□ C: Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.

Störungen durch Medikamente und illegale Drogen

Wie eingangs erwähnt, spielen illegale Drogen, illegaleDrogen im Vergleich zum Alkohol eine untergeordnete Rolle. Fragen zu HeroinabhängigkeitHeroin gab es in den ersten Jahren zwar in nahezu jeder Prüfung; in den letzten 10 Jahren allerdings tauchte das Thema Heroin- bzw. Morphin(abhängigkeit)Morphinabhängigkeit nur ein einziges Mal als Prüfungsfrage auf, fand sich allerdings mehrmals in „gemischten“ Fragen zu verschiedenen Drogen und Medikamenten. Fragen zu Benzodiazepinen hingegen waren in den letzten 10 Prüfungen viermal vertreten, kommen in Abständen immer wieder und sind v. a. im Mündlichen ein wichtiges Thema. Alle anderen psychotropen Substanzen waren eher selten gefragt.
Richtig oder falsch?
Typische Prüfungsfragen
Frage 4.3.1Aussagenkombination BenzodiazepineAbhängigkeit, Symptomatik
Mit welchen Symptomen ist nach abruptem Absetzen der Benzodiazepinmedikation bei langjähriger Benzodiazepinabhängigkeit zu rechnen?
  • 1.

    Hypersomnie

  • 2.

    Wahrnehmungsstörungen

  • 3.

    Krampfanfälle

  • 4.

    Tremor

  • 5.

    Dysphorie

□ A: Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 4.3.2Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zu TranquilizerTranquilizern/AnxiolytikaAnxiolytika trifft/treffen zu?
  • 1.

    Der therapeutische Nutzen bei Angststörungen ist erwiesen.

  • 2.

    Bei niedriger Dosierung ist die Gefahr einer Abhängigkeit nicht gegeben.

  • 3.

    Ältere Patienten können paradox auf Tranquilizer reagieren.

  • 4.

    Eine ambulante Entzugsbehandlung ist bei Benzodiazepinen nicht möglich.

  • 5.

    Bei längerfristiger Anwendung kann es zu Vergesslichkeit, Appetitlosigkeit und Muskelschwäche kommen.

□ A: Nur Aussage 1 ist richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig.
Frage 4.3.3Aussagenkombination Halluzinogene
Welche der folgenden Aussagen zu Halluzinogenen bzw. den durch Halluzinogene verursachten Störungen treffen zu?
  • 1.

    Ein wichtiger Vertreter dieser Gruppe ist LSD (Lysergsäurediethylamid).

  • 2.

    Es kommt üblicherweise zu keiner körperlichen Abhängigkeit.

  • 3.

    Zur typischen Symptomatik gehören u. a. tief greifende Wahrnehmungsveränderungen, Veränderungen des Denkens und Desorientiertheit.

  • 4.

    Nachhallzustände (Flashbacks) sind untypisch bei einer Einnahme von Halluzinogenen.

  • 5.

    Gefährlich sind „Horrortrips“ oder selbstgefährdende Handlungen.

□ A: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
Frage 4.3.4Mehrfachauswahl
Welche drei Aussagen zum Cannabis-Cannabis/CannabinoideMissbrauchMissbrauch treffen zu?
□ A: Cannabis steigert die Konzentrationsfähigkeit und das logische Denkvermögen.
□ B: Als Folge eines Cannabis-Rauschs sind Einschlaf- oder Durchschlafstörungen typisch.
□ C: Im einfachen Rausch findet man häufig eine Intensivierung von akustischen Wahrnehmungen.
□ D: Nach längerem Missbrauch sind Flashbacks ein häufig zu beobachtendes Phänomen.
□ E: Bei Überdosierung von Cannabis können Psychosen ausgelöst werden.
Frage 4.3.5Aussagenkombination
Welche der folgenden Symptome sind typisch für Kokain(abhängigkeit)Kokainabhängigkeit?
  • 1.

    Entwicklung einer starken psychischen Abhängigkeit

  • 2.

    Gewichtszunahme

  • 3.

    Ein apathisch-antriebsarmes Syndrom

  • 4.

    Psychosen mit Halluzinationen

  • 5.

    Euphorie und maniforme Verhaltensweisen

□ A: Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 4.3.6Vorsicht Falle! Aussagenkombination Morphin(abhängigkeit)
Chronische Morphinabhängigkeit ist gekennzeichnet durch
  • 1.

    Optische Halluzinationen

  • 2.

    Echopsychosen

  • 3.

    Depravation

  • 4.

    Diarrhö

  • 5.

    Deutliche Gewichtszunahme

□ A: Nur Aussage 1 ist richtig.
□ B: Nur Aussage 3 ist richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
Frage 4.3.7Aussagenkombination
Häufige Phänomene beim Opiat-Opiat-EntzugssyndromEntzugssyndrom sind:
  • 1.

    Pupillenverengung (Miosis)

  • 2.

    Verfolgungswahn

  • 3.

    Craving

  • 4.

    Bauch- und Muskelkrämpfe

  • 5.

    Atemdepression

□ A: Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 4.3.8Aussagenkombination
Bei welchen der folgenden Substanzen ist bei regelmäßiger Einnahme mit körperlicher AbhängigkeitSubstanzenAbhängigkeit zu rechnen?
  • 1.

    Bei Sedativa

  • 2.

    Bei Nikotin

  • 3.

    Bei Codeinpräparaten

  • 4.

    Bei „Schnüffelstoffen“, organischen Lösungsmitteln

  • 5.

    Bei Halluzinogenen

□ A: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 4.3.9Aussagenkombination
Bei einer drogeninduzierten PsychosedrogeninduzierteDrogeninduzierte PsychosePsychose können folgende Symptome auftreten:
  • 1.

    Starke Angst

  • 2.

    Leibmissempfindungen

  • 3.

    Verfolgungserleben/Verworrenheit

  • 4.

    Ekstase

  • 5.

    Dranghafte Geschäftigkeit

□ A: Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 4.3.10Prüfung aktuell (2017–1)
Mehrfachauswahl: Wählen Sie zwei Antworten.
Ein Patient mit bekannter Abhängigkeitserkrankung befindet sich in Ihrer regelmäßigen psychotherapeutischen Behandlung. Beim aktuellen Gesprächstermin zeigt er ein verändertes Verhalten. Zusätzlich fallen Ihnen sehr weite Pupillen (Mydriasis) auf. – Im Rahmen der Differenzialdiagnose spricht dies am ehesten für die Einnahme von:
□ A: Kokain
□ B: Morphin
□ C: Buprenorphin (z. B. Subutex®)
□ D: Methamphetamin
□ E: Heroin

Lösungen mit Kommentaren

Lösung 4.1.1A: Nur 1, 2 und 5 sind richtig. Abhängigkeitssyndromdiagnostische Kriterien
  • Zu 1: Richtig! Unter CravingCraving versteht man das unwiderstehliche Verlangen, die Substanz zu konsumieren (ICD-4: Kriterium A.1).

  • Zu 2: Richtig! ToleranzentwicklungToleranzentwicklung gegenüber den Wirkungen der Substanz. Die Folge: Dosiserhöhung.

  • Zu 3: Falsch! Wiederkehrende Probleme mit dem Gesetz – z. B. eine Anzeige wegen Körperverletzung – müssen nicht notwendigerweise durch Abhängigkeit von Alkohol oder Drogen verursacht sein; Probleme mit dem Gesetz können auch eine Folge von Alkohol- oder Drogenmissbrauch sein (ICD-10: Schädlicher GebrauchPsychotrope Substanzenschädlicher Gebrauch).

  • Zu 4: Falsch! Wiederholtes Fernbleiben von der Schule oder von der Arbeit ist häufig eine Folge von Alkohol- oder Drogenmissbrauch und besagt noch nicht, dass jemand von einer Substanz abhängig ist.

  • Zu 5: Richtig! Wichtig ist hier das Wort „anhaltend“, d. h., jemand konsumiert über einen längeren Zeitraum ohne Unterbrechung (= lang anhaltendPsychotrope SubstanzenAbhängigkeit) Alkohol, Drogen oder Medikamente, obwohl er weiß, dass der Substanzgebrauch bereits zu körperlichen oder psychischen Erkrankungen geführt hat. Beispiel: Jemand mit Lungenkrebs kann nicht aufhören zu rauchen; ein Alkoholkranker trinkt weiterhin Alkohol, obwohl er weiß, dass er dadurch verstärkt an Depressionen leidet; ein Heroinsüchtiger spritzt sich weiterhin Heroin, obwohl ihm bewusst ist, dass er sich dadurch mit HIV oder Hepatitis B oder C infizieren kann.

Nicht verwechseln

Aussage 5 findet sich in der ICD-10 zum einen als Diagnosekriterium für Abhängigkeit (Punkt 6 der typischen MerkmalePsychotrope SubstanzenAbhängigkeit); andererseits aber auch als Merkmal eines „schädlichen Gebrauchs“ (Psychotrope Substanzenschädlicher GebrauchF10.1). Um die Diagnose „Abhängigkeitssyndrom“ zu rechtfertigen, müssen zwei weitere Merkmale des Abhängigkeitssyndroms (z. B. Craving; Toleranzentwicklung; körperliches Entzugssyndrom) hinzukommen.

Lösung 4.1.2A: Nur 1, 2 und 3 sind richtig. AbhängigkeitssyndromSymptome
  • Kommentar: Die Aussagen 1–3 sind richtig und stehen so in der ICD-10. Die Aussagen 4 und 5 können zwar auch bei Abhängigkeit auftreten, genauso gut aber auch bei Missbrauch (schädlichem Gebrauch).

Lösung 4.1.3A: Nur 1 ist richtig. Psychotrope Substanzenkörperliche AbhängigkeitKörperliche AbhängigkeitAbhängigkeit
  • Zu 1: Richtig! Verminderte Kontrolle über die Dauer und Menge des Konsums (→ ICD-10, A1).

  • Zu 2: Falsch! Konflikte im Familienkreis können schon bei häufigerem Freizeitgebrauch oder Substanzmissbrauch auftreten. Auf keinen Fall sind sie typisch für körperliche Abhängigkeit.

  • Zu 3: Falsch! Eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung kann auch als Folge von Gallensteinen, einer Viruserkrankung oder ohne erkennbare Ursache auftreten und ist kein Hinweis auf körperliche Abhängigkeit.

  • Zu 4: Falsch! Ein vermehrtes Schlafbedürfnis ist kein Kriterium für Abhängigkeit.

  • Zu 5: Falsch! Die Entzugssymptome verringern sich durch die erneute Zufuhr der Substanz.

Lösung 4.2.1C: 40 g AlkoholgehaltAlkohol.
  • Kommentar: 1 Liter = 1.000 g, 5 % davon = 50 g. Da Alkohol leichter als Wasser ist: 50 g × 0,72 = 40 g. – Warum das ein Psychotherapeut oder Heilpraktiker für Psychotherapie wissen muss, soll hier nicht diskutiert werden. Die Frage findet sich jedenfalls in der Prüfung 2011–1.

Lösung 4.2.2A: Keine der Aussagen ist richtig. Alkoholabhängigkeit
  • Zu 1: Falsch! Laut Möller-Laux sind 30–40 % alkoholabhängig, manche sprechen sogar von 50 %. Die Zahl gilt für psychiatrische Kliniken (nicht normale Krankenhäuser).

  • Zu 2: Falsch! Schädlich sind über 20 g bei Frauen (= 0,5 l Bier oder ¼ l Wein), über 30 g bei Männern.

  • Zu 3: Falsch! Kinder von Alkoholikern sind stärker gefährdet, selbst an Alkoholismus zu erkranken.

  • Zu 4: Falsch! Die Alkoholabhängigkeit zählt nicht zu F0, sondern zu F1: „Störungen durch psychotrope Substanzen“.

  • Zu 5: Falsch! Die Einteilung der Alkoholkranken nach Jellinek in Alpha-, Beta-, Gamma-, Delta- und Epsilon-Trinker bezieht sich auf das TrinkverhaltenTrinkverhalten, nicht auf das Verhalten der Betroffenen bei Alkoholentzug.

Lösung 4.2.3D: Nur 1, 4 und 5 sind richtig. Alkoholabhängigkeittypische Merkmale
  • Zu 1, 4 und 5: Richtig! Typisch für Alkoholabhängigkeit sind u. a. Craving (= unwiderstehliches Verlangen nach der Droge Alkohol); Kontrollverlust über die Menge oder Beendigung des Konsums (z. B. Weitertrinken nach dem 1. Glas); ToleranzentwicklungToleranzentwicklung gegenüber der Wirkung des Alkohols, dadurch Dosiserhöhung.

  • Zu 2 und 3: Falsch! Erhöhte Vigilanz (Hyperarousal) und Dissoziation wären typisch für die posttraumatische Belastungsstörung Posttraumatische Belastungsstörung Symptome

Lösung 4.2.4D: Nur 1, 2, 4 und 5 sind richtig. AlkoholabhängigkeitSymptome
  • Kommentar: Bei dieser Frage geht es nicht um das Abhängigkeitssyndrom, sondern um die körperlichen Folgen von chronischem AlkoholismusAlkoholabhängigkeitkörperliche Folgen. Hier sind alle Aussagen richtig bis auf 3: Bei lang anhaltendem Alkoholkonsum kommt es zu einer Störung der Nahrungsaufnahme im Darm (Resorptionsstörung) und damit zu Mangelernährung (→ 1) und Gewichtsverlust. Bei etwa 20 % der Alkoholkranken treten infolge der Schädigung der peripheren Nerven Polyneuropathien auf (= Taubheitsgefühle, „Ameisenkribbeln“) in den Gliedmaßen (→ 4). Auch eine Störung der Blutgerinnung (blaue Flecken) und eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis → 5) können durch langjährigen Alkoholmissbrauch verursacht werden.

Lösung 4.2.4Richtig ist E: In der EntgiftungsphaseEntgiftungsphase können lebensbedrohliche Symptome auftreten. AlkoholabhängigkeitEntzug(sphasen)

Merke

Die vier Phasen des Entzugs und der Entwöhnung bei Alkoholikern: AlkoholabhängigkeitEntzug(sphasen)

  • 1.

    Kontakt- und Motivationsphase

  • 2.

    Entgiftungsphase (Entzugsphase)

  • 3.

    Entwöhnungsphase

  • 4.

    Nachsorgephase

Lösung 4.2.5Richtig sind A und D. Alkoholintoxikation, akute
  • Zu B: Falsch! Typisch für den pathologischen Rausch Rausch, pathologischersind: kurze Dauer; Bewusstseinsstörung; Situationsverkennung; wesensfremde Handlungen, aber: i. d. R. keine Halluzinationen.

  • Zu C: Falsch! Schon bei geringen Alkoholmengen ist z. B. das Reaktionsvermögen im Straßenverkehr eingeschränkt.

  • Zu E: Falsch! Es muss (gleich welchen Alters) eine Vorschädigung des Gehirns vorliegen.

Lösung 4.2.6Richtig ist C. Rausch, pathologischer
  • Zu A: Falsch! Typisch ist die geringe Trinkmenge.

  • Zu B: Falsch! Kein Drogenrausch!

  • Zu C: Richtig! Auftreten psychopathologischer Symptome.

  • Zu D: Falsch! Der Rausch geht über in einen kurzen, nicht erholsamen Terminalschlaf.

  • Zu E: Falsch! Vorsicht Falle! Der zweite Teil der Aussage stimmt, das Erscheinungsbild ist jedoch ganz anders als bei einem normalen Rausch.

Lösung 4.2.7Richtig ist D: Delta-Alkoholismus. AlkoholabhängigkeitTypen nach Jellinek
  • Kommentar: Der Delta-Delta-AlkoholismusAlkoholiker (SpiegeltrinkerSpiegeltrinker) trinkt immer gerade so viel, wie nötig ist, um den Alkoholpegel aufrechtzuerhalten (= kein Kontrollverlust), er kann jedoch nicht den Konsum reduzieren oder gar aufhören zu trinken. Zur Wiederholung → Merke-Kasten zu den fünf Typen des Alkoholismus nach Jellinek.

Merke

Die 5 Typen des Alkoholismus nach Jellinek

  • 1.

    Alkoholabhängigkeit Typen nach Jellinek Alpha- Alpha-Alkoholismus Alkoholismus:

    • Konflikttrinker (trinken bei Stress, bei depressiven Verstimmungen usw.);

    • Keine körperliche Abhängigkeit, kein „Kontrollverlust“ über das Trinkverhalten

  • 2.

    Beta- Beta-Alkoholismus Alkoholismus:

    • Gelegenheitstrinker.

    • Die Betroffenen nutzen jede Gelegenheit zum z. T. exzessiven Trinken (Betriebsfest, Geburtstagsfeier, Stammtisch, Ausgehen mit Freunden usw.)

  • 3.

    Gamma-Gamma-AlkoholismusAlkoholismus: Der abhängige Alkoholiker, der die Kontrolle über sein Trinken verloren hat

  • 4.

    Delta- Delta-Alkoholismus Alkoholismus:

    • Kein Kontrollverlust.

    • Der SpiegeltrinkerSpiegeltrinker trinkt immer gerade so viel, wie nötig ist, um den Alkoholpegel aufrechtzuerhalten.

  • 5.

    Epsilon-Epsilon-AlkoholismusAlkoholismus: Der „episodische Trinker“ („Quartalssäufer“), der monatelang abstinent sein kann und sich dann – oft mehrere Tage lang – bis zur Besinnungslosigkeit betrinkt.

Lösung 4.2.8C: Delirium tremens (Alkoholentzugsdelir)Optische HalluzinationenDelirAlkoholdelirHalluzinationen
  • Zu A und B: Falsch! Beim Korsakow-SyndromKorsakow-SyndromMerkmale/Symptome (ICD-10: „Amnestisches Syndrom“) stehen Störungen der Merkfähigkeit im Vordergrund. Die Betroffenen haben keine Halluzinationen. Dasselbe gilt für den einfachen Rausch.

  • Zu D: Falsch! Nicht verwechseln: Typisch für die AlkoholhalluzinoseAlkoholhalluzinose sind akustische (nicht optische) HalluzinationenakustischeAkustische HalluzinationenVorkommenHalluzinationen.

  • Zu E: Falsch! Die Wernicke-Wernicke-EnzephalopathieEnzephalopathie ist eine schwere, lebensbedrohliche Erkrankung mit Symptomen wie Nystagmus, Doppelbilder, Ataxie und Sprechstörungen, aber: keine Halluzinationen!

Lösung 4.2.9D: Nur 1, 3 und 4 sind richtig.
  • Zu 1: Richtig! Illusionen = illusionäre Illusionäre VerkennungVerkennungen (z. B. Personenverkennung) sind ebenso typisch wie optische Halluzinationen.

  • Zu 2: Falsch! Das Delirium AlkoholdelirBeginntremens beginnt abrupt, innerhalb von 2–3 Tagen nach Absetzen des Alkohols!

  • Zu 3: Richtig! Nicht verwechseln mit dem feinen Zittern der Hände beim Entzug.

  • Zu 4: Richtig! Eine Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus ist typisch für das Delir.

  • Zu 5: Falsch! Vorsicht Falle! Die Betroffenen sind auf Entzug, riechen also nicht oder kaum nach Alkohol.

Lösung 4.2.10B: Nur 1 und 3 sind richtig. AlkoholdelirMerkmale/Symptome
  • Zu 1: Richtig! Die Betroffenen lesen z. B. auf Aufforderung von einem leeren Blatt Papier oder machen einen Knoten in einen nicht vorhandenen Faden.

  • Zu 2: Falsch! Nicht verwechseln mit Bewusstseinstrübung! Jemand mit deliranten Symptomen ist nicht bewusstlos!

  • Zu 3: Richtig! Häufig finden sich Störungen des autonomen Nervensystems (Zittern, Schwitzen, Herzrasen, Bluthochdruck usw.).

  • Zu 4: Falsch! Typisch sind optische Halluzinationen.

  • Zu 5: Falsch! Ein systematisierter WahnsystematisierterWahn bildet sich im Verlauf von Wochen oder Monaten heraus; das Delir dauert nur wenige Tage! Kurz andauernde Wahneinfälle können allerdings vorkommen.

Lösung 4.2.11Richtig sind D und E. DelirSymptome
  • Zu A: Falsch! Die deliranten Symptome beginnen abrupt (2–3 Tage).

  • Zu B: Falsch! Die Betroffenen sind bewusstseinsgetrübt und haben Orientierungsstörungen.

  • Zu C: Falsch! Kurzzeitige Wahneinfälle können vorkommen.

  • Zu D: Richtig! Optische HalluzinationenOptische HalluzinationenDelir sind typisch, andere Halluzinationen können vorkommen (→ ICD-10, B.9).

  • Zu E: Richtig! Entzugskrämpfe können zwar auch bei einem AlkoholentzugssyndromAlkoholentzugssyndromohne Delir ohne Delir auftreten, häufig jedoch sind sie ein Hinweis auf ein nahendes Delir.

Lösung 4.2.12B: Nur 1, 2 und 4 sind richtig.
  • Zu 1: Richtig! (→ Frage 4.2.11 [B]) OrientierungsstörungenDifferenzialdiagnose

  • Zu 2: Richtig! Gemeint ist das postoperative DelirpostoperativesDelir, das auch Durchgangssyndromals Durchgangssyndrom bezeichnet wird.

  • Zu 3: Falsch! Keine Orientierungsstörungen bei der Schizophrenie! Und: Typisch sind eher akustische Halluzinationen!

  • Zu 4: Richtig! Bei einem HirntumorHirntumor oder schweren Hirnverletzungen können optische Halluzinationen, Orientierungsstörungen, Bewusstseinsstörungen und Hirnkrämpfe auftreten.

  • Zu 5: Falsch! Im Halluzinogenrausch haben die Betroffenen optische Halluzinationen, nicht jedoch beim Entzug! HalluzinogeneHalluzinogene machen nicht körperlich abhängig, deshalb: keine Orientierungsstörungen, keine Bewusstseinstrübung, keine vegetativen Störungen beim Entzug!

Lösung 4.2.13D: Nur 1, 3, 4 und 5 sind richtig. Alkoholabhängigkeitdiagnostische Leitlinien
  • Kommentar: Die diagnostischen Leitlinien für Abhängigkeit von Alkohol (F10.2) sind dieselben wie die für das Abhängigkeitssyndrom allgemein. Das heißt: Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind zutreffend. Körperliche Organschäden (Leber, Magen, Speiseröhre) sind zwar eine häufige Folgeerscheinung, können aber auch anderweitig verursacht sein.

Lösung 4.2.14Richtig sind B und E. Alkoholabhängigkeitpsychische Störungen
  • Zu A: Falsch! Die Hebephrene SchizophrenieHebephrenie ist eine Unterform der Schizophreniehebephrene siehe HebephrenieSchizophrenie, die u. a. durch eine genetische Disposition verursacht wird.

  • Zu B: Richtig! Das amnestische Korsakow-SyndromUrsachenSyndrom hieß früher Korsakow-Syndrom. Eine mögliche Ursache ist langjähriger Alkoholmissbrauch.

  • Zu C: Falsch! Autismusbei SchizophrenieAutismus wird in zwei Bedeutungen verwendet: entweder als „frühkindlicher Autismus“ oder als Negativsymptom der Schizophrenie. Beide Bedeutungen passen nicht zum Alkoholismus.

  • Zu D: Falsch! Alkoholiker magern zwar ab, das ist jedoch eine Folge der Resorptionsstörung (mangelnde Nahrungsaufnahme des Darms), nicht eine Folge bewussten Hungerns.

  • Zu E: Richtig! Die akustische Halluzinose steht in der ICD-10 unter „Psychotische Störungen“ – eine andere Bezeichnung dafür ist „Alkoholhalluzinose“. Die AlkoholhalluzinoseAlkoholhalluzinose tritt nach langjährigem Alkoholmissbrauch auf.

Lösung 4.2.15A: Nur 3 und 5 sind richtig. Korsakow-SyndromMerkmale/Symptome
  • Zu 1: Falsch! ZönästhesienZönästhesien sind bizarre LeibhalluzinationenLeibhalluzinationen. Sie finden sich bei bestimmten Formen der Schizophrenie.

  • Zu 2: Falsch! Die Betroffenen haben zwar Gedächtnis- und Orientierungsstörungen, sind jedoch bewusstseinsklar.

  • Zu 3: Richtig! Die Patienten können sich an Ereignisse nach dem Unfall, dem Hirnschlag oder einem Schädel-Hirn-Trauma nicht erinnern, sie haben also eine anterograde Anterograde AmnesieAmnesieanterogradeAmnesie. Auch das Langzeitgedächtnis (= Ereignisse vor dem Unfall) ist meist beeinträchtigt, dies bezeichnet man als retrograde Retrograde AmnesieAmnesieretrogradeAmnesie. Bei einem alkoholbedingten amnestischen Korsakow-SyndromMerkmale/SymptomeSyndrom ist zwar kein fester Zeitpunkt für die Hirnschädigung festzumachen, aber auch hier gilt: Neues wird schnell vergessen, das Altzeitgedächtnis ist oft weniger stark beeinträchtigt.

  • Zu 4: Falsch! Die GedankenausbreitungGedankenausbreitung gehört zu den Erstrangsymptomen der SchizophrenieErstrangsymptomeSchizophrenie.

  • Zu 5: Richtig! Besonders betroffen ist das Kurzzeitgedächtnis (die Patienten fragen 100-mal dasselbe), das Immediatgedächtnis ist i. d. R. nicht beeinträchtigt.

Lösung 4.2.16C: Nur 1, 2, 3 und 4 sind richtig.
  • Kommentar: Das Korsakow-Korsakow-SyndromUrsachenSyndrom = amnestisches Amnestisches SyndromorganischesSyndrom findet sich in der ICD-10 an zwei Stellen: unter F04 als „organisches amnestisches Syndrom, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt“; und unter F10.6. „alkoholbedingtes amnestisches Syndrom“. Beide Formen des Korsakow-Syndroms sind in dieser Fragestellung enthalten, 1–4 sind also richtig.

  • Zu 5: Falsch! Das „amnestische Syndrom“ ist eine isolierte Störung des Gedächtnisses, während für die Diagnose einer Demenz(ielle Erkrankungen)SymptomeDemenz zusätzlich weitere Störungen vorliegen müssen (Aphasie, Apraxie, eingeschränkte Alltagskompetenz, Vergröberung des Sozialverhaltens usw.)

Lösung 4.2.17AlkoholhalluzinoseRichtig sind A und C.
  • Zu A: Richtig! Nicht verwechseln: Typisch sind akustische Halluzinationen; optische Halluzinationen treten beim Alkoholentzugssyndrom auf.

  • Zu B: Falsch! Im Gegensatz zum Alkoholdelir gibt es bei der Alkoholhalluzinose kaum oder nur gering ausgeprägte vegetative Begleitsymptome.

  • Zu C: Richtig! In der ICD-10 findet sich die Alkoholhalluzinose unter „F10.5: Psychotische Störung“ als Folge von Substanzmissbrauch (hier: Alkohol). Hier heißt es: „Die Störung ist durch Halluzinationen …, Wahnideen, psychomotorische Störungen (Erregung oder Stupor) sowie abnorme Affekte gekennzeichnet …“.

  • Zu D: Falsch! → Kommentar zu C. Oft haben die Betroffenen intensive Angst, die sich bis zum Bedrohungs- oder Verfolgungswahn steigern kann.

  • Zu E: Falsch! Keine ausgeprägte Bewusstseinsstörung. Hauptmerkmal sind die akustischen Halluzinationen.

Lösung 4.2.18C: Nur 1, 2 und 5 sind richtig.
  • Zu 1, 2 und 5: Richtig! Bei der paranoiden SchizophrenieparanoideSchizophrenie hören die Betroffenen oft kommentierende oder dialogische Stimmen. Bei der Manie/manische EpisodeManie mit psychotischen Symptomen sind Stimmen in Du-Form typisch („Du bist der Größte“, „Du bist dazu bestimmt, die Welt zu retten“ usw.); bei der AlkoholhalluzinoseAlkoholhalluzinose (→ 5) hört der Patient Stimmen (oft im Chor), die ihn bedrohen und ihm große Angst machen.

  • Zu 3: Falsch! Typisch für das Delirium AlkoholdelirMerkmale/Symptometremens sind optische Halluzinationen.

  • Zu 4: Falsch! Beim Korsakow-Korsakow-SyndromSyndrom finden sich weder optische noch akustische Halluzinationen.

Lösung 4.2.19D: Nur 2 und 4 sind richtig. Alkoholhalluzinosevs. AlkoholdelirAlkoholdelirvs. Alkoholhalluzinose
  • Kommentar: Bei der Alkoholhalluzinose haben wir – ähnlich wie bei der organischen Halluzinose – vorwiegend akustische Halluzinationen. Im Gegensatz zum Delir finden sich keine ausgeprägten vegetativen Symptome und keine oder nur gering ausgeprägte Bewusstseins- und Orientierungsstörungen ( Tab. 4.2 ).

  • Zu 3: Falsch! Die Alkoholhalluzinose klingt rasch ab, wenn die Betroffenen aufhören zu trinken, nicht jedoch, wenn sie bloß ihre Trinkmenge reduzieren (= sinkender Alkoholspiegel).

Lösung 4.2.20C: Nur 1, 2 und 4 sind richtig.
  • Zu 1: Richtig! Auch als Folge massiver Unterernährung (z. B. in Entwicklungsländern, bei langjähriger Anorexia nervosa) kann eine Wernicke-Enzephalopathie auftreten.

  • Zu 2: Richtig! Die Wernicke-Wernicke-EnzephalopathieEnzephalopathie ist eine lebensgefährliche Erkrankung und kann auch bei Behandlung mit Vitamin B1 (Thiamin) tödlich verlaufen.

  • Zu 3: Falsch! Frühsymptome sind Augenmuskellähmungen, Nystagmus („Augenzittern“), Doppelbilder und Ataxien. KonfabulationenKonfabulationen sind typisch für das Korsakow-Syndrom.

  • Zu 4: Richtig!

  • Zu 5: Falsch! Die Betroffenen haben massive OrientierungsstörungenOrientierungsstörungen.

Lösung 4.2.21D: Nur 1, 3 und 4 sind richtig. Schizophrenie
  • Kommentar: Die Symptome (StimmenhörenStimmen(hören); Bewusstseinsklarheit; Zittern, Schwitzen, gerötete Haut) sind ein mehr als deutlicher Hinweis auf eine Alkoholhalluzinose. Die Diagnose „Wernicke-Enzephalopathie“ ist also falsch.

  • Zu 1: Richtig! Um ganz sicherzugehen, dass der Patient nicht an Schizophrenie leidet (Stimmenhören!) und gleichzeitig ein Alkoholproblem hat, muss in Fällen wie diesen differenzialdiagnostisch eine schizophrene Erkrankung durch entsprechende Fragen ausgeschlossen werden. (War eine Falle! Wurde von vielen Prüflingen falsch beantwortet!)

Lösung Tab. 4.1Richtig oder falsch? Drogen, illegale
  • Zu 1: Richtig!

  • Zu 2: Richtig! BenzodiazepineBenzodiazepine sollten allerdings in der niedrigstmöglichen Dosierung über den kürzestmöglichen Zeitraum und insgesamt nicht länger als wenige Wochen gegeben werden.

  • Zu 3: Falsch! Bei Benzodiazepinen erfolgt der Entzug fraktioniert, das bedeutet: Die Dosis wird schrittweise reduziert.

  • Zu 4: Richtig! Oft dauert der Entzug wesentlich länger. Als Faustregel gilt: Der Entzug dauert in Monaten in etwa so lange, wie der Konsum in Jahren erfolgte. Bei einer Abhängigkeit von 6 Jahren dauert der Entzug 6 Monate.

  • Zu 5: Richtig! Bei einem LSDLSD-Rausch sind Halluzinationen und illusionäre Verkennungen (v. a. optischer Art) typisch.

  • Zu 6: Falsch! LSD macht nicht körperlich abhängig, deshalb gibt es kein körperliches Entzugssyndrom.

  • Zu 7: Falsch! Bei den meisten Drogen sind im Rausch die Pupillen erweitert, auch bei Kokain. Ausnahme: Drogen vom Morphin-Typ (z. B. HeroinabhängigkeitHeroin).

  • Zu 8: Falsch! Kokain(abhängigkeit)Kokain macht kaum körperlich abhängig, deshalb kommt es bei einem abrupten Entzug auch nicht zu einem Delir. Allerdings leiden die Betroffenen als Folge des Entzugs unter dysphorischer Stimmung, Müdigkeit, bizarren Träumen und psychomotorischer Verlangsamung oder Unruhe.

  • Zu 9: Richtig! Bei Überdosierung von Heroin (wenn sich jemand z. B. den „goldenen Schuss“ gibt) kann es zum Atemstillstand (= Atemdepression) kommen.

  • Zu 10: Richtig! Im Drogenrausch sind die Pupillen verengt. Bei langjährigem Konsum kommt es zu Abmagerung (typisch: die eingefallenen Wangen) und zu schlechten Zähnen. Der Grund für die Zahnschäden: Durch die Mundtrockenheit und die damit verbundene mangelhafte Speichelbildung wird einerseits das Zahnfleisch anfälliger für Erkrankungen (→ Ausfallen der Zähne); andererseits wird die Remineralisierung der Zähne extrem reduziert, die Zähne trocknen aus und zerfallen.

  • Zu 11: Richtig! Bei Heroin ist das starke Verlangen (CravingCraving) nach der Droge besonders hoch.

  • Zu 12: Falsch! Die Zeitangabe (24–48 Stunden) stimmt zwar, was hier allerdings beschrieben wird, ist die Symptomatik beim Morphinrausch, nicht beim Entzug!

  • Zu 13: Falsch! Cannabis macht kaum körperlich abhängig, wegen der langen Halbwertszeit ist keine Dosissteigerung notwendig.

  • Zu 14: Richtig! Halluzinationen und Illusionen sind häufig, aber auch wahnhaftes Erleben (z. B. Verfolgungs- oder Vergiftungswahn) kann vorkommen.

  • Zu 15: Richtig! Durch die trockenen Schleimhäute kommt es zu einer Entzündung und Rötung der Bindehaut (Konjunktiva). Das Wort „Konjunktivale InjektionInjektion“ bedeutet eigentlich „Einspritzung“, hier: Anreicherung von Blut in den Blutgefäßen, die sich deshalb rot verfärben.

Lösung 4.3.1D: Nur 2, 3, 4 und 5 sind richtig. BenzodiazepineAbhängigkeit, Symptomatik
  • Zu 1: Falsch! HypersomnieHypersomnie bedeutet: übergroßes Schlafbedürfnis. Das Gegenteil ist der Fall!

  • Zu 2–5: Richtig! Optische Optische HalluzinationenBenzodiazepinabhängigkeitHalluzinationenoptischeHalluzinationen und Illusionen (= WahrnehmungsstörungenWahrnehmungsstörungen) sind typisch, ebenso oft schwere depressive Verstimmungen, Zittern und zerebrale Krampfanfälle.

Lösung 4.3.2C: Nur 1, 3 und 5 sind richtig.
  • Zu 1: Richtig! Bei einer PanikattackePanikattacke z. B. gibt der herbeigerufene Arzt oft eine Spritze mit einem beruhigenden, angstlösenden Benzodiazepin.

  • Zu 2: Falsch! Eine bei niedriger Dosierung auftretende Abhängigkeit heißt in der Fachsprache low dose Low dose dependencydependence/dependency (NiedrigdosisNiedrigdosisabhängigkeitabhängigkeit).

  • Zu 3: Richtig! Manchmal, insbesondere im höheren Lebensalter, reagieren die Betroffenen auf die eigentlich beruhigenden, entspannenden, schlafanstoßenden TranquilizerTranquilizer (Benzodiazepine) paradox: Sie fühlen sich plötzlich voll Energie („paradoxe Paradoxe EuphorisierungEuphorisierung“) oder auch aggressiv und reizbar. Diskutiert wird als Ursache eine Senkung der im Alter ohnehin verminderten Durchblutung des Gehirns durch die beruhigende Wirkung der Tranquilizer.

  • Zu 4: Falsch! Bei langjähriger Abhängigkeit und hoher Dosierung der Tranquilizer wird der Entzug i. d. R. in Spezialkliniken durchgeführt. Aus Kostengründen kann bei leichteren Fällen ein ambulanter Entzug durchgeführt werden.

  • Zu 5: Richtig! Durch die sedierende, muskelentspannende Wirkung kann es bei höherer Dosierung und längerfristiger Anwendung zu den hier aufgeführten Symptomen kommen.

Lösung 4.3.3B: Nur 1, 2, 3 und 5 sind richtig.
  • Kommentar: HalluzinogeneHalluzinogene wie LSD bewirken tief greifende Wahrnehmungsveränderungen (Halluzinationen; Illusionen), eine Veränderung des Denkens und in manchen Fällen auch Orientierungsstörungen („Wo bin ich eigentlich?“). Bei entsprechender Stimmungslage kann es zu Horrortrips oder selbstgefährdenden Handlungen kommen („Ich kann fliegen!“). Da sich die Substanzen im Fettgewebe einlagern, kann es noch Wochen nach der letzten Einnahme zu EchopsychoseEchopsychosen (Nachhallzuständen/Flashbacks) kommen.

Wichtig zu wissen

Halluzinogene (LSD, Mescalin, halluzinogene Pilze) und Cannabis machen nicht körperlich abhängig.

Lösung 4.3.4Richtig sind C, D und E.
  • Zu A: Falsch! Cannabis/CannabinoideCannabinoide hemmen die Kommunikation zwischen den Nervenzellen, bei häufigem Konsum kommt es deshalb zu Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie Beeinträchtigungen des logischen Denkens.

  • Zu B: Falsch! Cannabis wirkt entspannend und wird häufig als „Einschlafhilfe“ verwendet.

  • Zu C: Richtig! Cannabis bewirkt eine Intensivierung der Wahrnehmung: Geschmack von Speisen, Gerüche, visuelle Eindrücke und natürlich auch akustische Sinneseindrücke werden stärker als normal wahrgenommen.

  • Zu D: Richtig! Da sich der Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) im Fettgewebe einlagert, kann es z. B. durch körperliche Anstrengung noch Wochen nach der letzten Einnahme zu EchopsychoseEchopsychosen (Flashbacks) kommen.

  • Zu E: Richtig! Bei Überdosierung von Cannabis können kurzfristig Wahnvorstellungen und optische Halluzinationen auftreten. Bei entsprechender Veranlagung kann durch Überdosierung oder lang anhaltenden Konsum von Cannabis auch eine schizophrene Psychose ausgelöst werden.

Lösung 4.3.5C: Nur 1, 4 und 5 sind richtig.
  • Zu 1: Richtig! Bei regelmäßigem Konsum von Kokain(abhängigkeit)Kokain kommt es zu einer extremen psychischen Abhängigkeit, die körperliche Abhängigkeit ist jedoch gering (kaum körperliche Entzugserscheinungen beim Entzug).

  • Zu 2: Falsch! Die stimulierende Wirkung von Kokain führt zu Appetitlosigkeit, als Folge davon zu Gewichtsverlust.

  • Zu 3: Falsch! Typisch für die Wirkung von Kokain sind maniforme Symptome wie Euphorie, gesteigerte Energie und „grandiose Überzeugungen oder Aktionen“ (→ 5 – das Gegenteil eines „apathisch-antriebsarmen Syndroms“, das typisch ist für Cannabis-Missbrauch).

  • Zu 4: Richtig! Im Rausch und bei häufigem Konsum von Kokain kann es zu Wahnvorstellungen, Halluzinationen und optischen oder taktilen Illusionen kommen (besonders typisch: das Gefühl, dass winzige Tierchen sich auf der Haut bewegen und einen ständigen Juckreiz auslösen).

  • Zu 5: Richtig! (→ 3).

Lösung 4.3.6B: Nur 3 ist richtig.
  • Zu 1: Falsch! Keine Halluzinationen – weder optisch noch akustisch – bei chronischem Morphin- Morphin(abhängigkeit) Missbrauch (z. B. Heroin).

  • Zu 2: Falsch! Echopsychosen sind typisch für LSD und Cannabis, nicht für Heroin, Opium oder Morphium.

  • Zu 3: Richtig! DepravationDepravation (nicht verwechseln mit „Deprivation“) kommt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich „Verderbnis“, „Entartung“. Im psychiatrischen Sprachgebrauch versteht man darunter eine Veränderung der Persönlichkeit als Folge des Drogenkonsums mit dem Verlust von sittlichen und gesellschaftlichen Normen.

  • Zu 4: Falsch! Diarrhö in Verbindung mit Übelkeit und Erbrechen haben wir beim Entzug von Opiaten. Typisch für langjährigen Konsum sind Darmträgheit und Verstopfung.

  • Zu 5: Falsch! Durch den Mangel an Appetit kommt es zur Abmagerung (eingefallene Wangen, bleiche Haut usw.).

Lösung 4.3.7B: Nur 3 und 4 sind richtig. Opiat-Entzugssyndrom
  • Zu 1: Falsch! Die Pupillen sind verengt im Rausch, erweitert beim Entzug.

  • Zu 2: Falsch! Beim Entzug stehen die körperlichen Entzugssymptome im Vordergrund (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauch- und Muskelkrämpfe, tränende Augen, laufende Nase usw.). Wahn und Halluzinationen treten i. d. R. nur als Folge anderer – gleichzeitig konsumierter – Suchtstoffe auf (z. B. bei gleichzeitigem Entzug von BenzodiazepineEntzug(sdelir/-syndrom)Benzodiazepinen).

  • Zu 3: Richtig! CravingCraving = intensives, kaum zu kontrollierendes Verlangen nach der Droge.

  • Zu 4: Richtig! (→ 2).

  • Zu 5: Falsch! Ein Atemstillstand (= AtemdepressionAtemdepression) kann als Folge einer Überdosierung auftreten, nicht jedoch beim Entzug.

Lösung 4.3.8A: Nur 1, 2 und 3 sind richtig.
  • Kommentar: Körperlich abhängig machen TranquilizerTranquilizer (SedativaSedativa), Nikotin und Heroin. CodeinCodein zählt – wie Heroin – zur Suchtgruppe der Opiate und wird von Heroinabhängigen oft als Ersatzstoff verwendet. Im Gegensatz dazu machen Halluzinogene nicht körperlich abhängig, ebenso wenig die stark toxischen Schnüffeldrogen (Aceton, Kleber usw.), die nur kurz inhaliert werden und so nicht zu einer Toleranzentwicklung mit Dosissteigerung und körperlichen Entzugssymptomen führen.

Lösung 4.3.9E: Alle Aussagen sind richtig.
  • Kommentar: Bei Missbrauch oder Überdosierung von HalluzinogeneHalluzinogenen kommt es manchmal zu psychotischem Erleben mit panikartiger Angst, Verworrenheit und Verfolgungswahn („Horrortrip“). In manchen Fällen – vor allem bei Konsum von „Wunderpilzen“ (Psilocybin) – kann eine schizophrene Psychose ausgelöst werden, bei der auch bizarre Leibmissempfindungen (ZönästhesienZönästhesien) vorkommen können. In anderen Fällen – z. B. nach dem Konsum von AmphetamineAmphetaminen oder Kokain(abhängigkeit)Kokain – können maniforme Psychosen mit ekstatischen Zuständen, Größenideen und „dranghafter Geschäftigkeit“ auftreten.

Lösung 4.3.10Richtig sind A und D.
  • Kommentar: Das „veränderte Verhalten“ ist wohl auf eine Intoxikation durch Drogen zurückzuführen; Hinweise auf Entzug sind im Text nicht gegeben. Da bei Heroin und Morphium/Morphin die Pupillen verengt sind, bleiben im Ausschlussverfahren nur Kokain und Methamphetamin (Crystal Meth) übrig. Bei beiden Substanzen sind im Rausch die Pupillen stark erweitert (Mydriasis Mydriasis ). Buprenorphin (man beachte die Endung „-orphin“) ist ein starkes Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide, das ähnlich wie Opium, Morphium und Heroin bei der Intoxikation enge Pupillen („Stecknadelpupillen“) verursacht.

Holen Sie sich die neue Medizinwelten-App!

Schließen