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B978-3-437-56313-3.00013-3

10.1016/B978-3-437-56313-3.00013-3

978-3-437-56313-3

Organotrope Arzneien #BelladonnaMukoviszidose#DroseraMukoviszidose#PhosphorusMukoviszidose#IpecacuanhaMukoviszidose#Antimonium tartaricumMukoviszidose#Antimonium carbonicumMukoviszidose#Corallium rubrumMukoviszidose#BelladonnaMukoviszidose#Cuprum metallicumMukoviszidose#Coccus cactiMukoviszidose#Hepar sulfurisMukoviszidose#Ammonium carbonicumMukoviszidose#Kalium bichromicumMukoviszidose#Coccus cactiMukoviszidose#Senega aureusMukoviszidose#Acidum phosphoricumMukoviszidose#Calcium phosphoricumMukoviszidose#SiliceaMukoviszidose#Stannum metallicumMukoviszidose#China officinalisMukoviszidose#Arsenicum albumMukoviszidose#China officinalisMukoviszidose#PhosphorusMukoviszidose#Arsenicum albumMukoviszidose#Pulsatilla pratensisMukoviszidose#Mercurius solubilisMukoviszidose#PhosphorusMukoviszidose#Iris versicolorMukoviszidose#CausticumMukoviszidose#PhosphorusMukoviszidose#Okoubaka aubrevilleiMukoviszidose

Tab. 13.1
Art/Beschaffenheit Homöopathisches Arzneimittel Symptome
Lunge – Husten (13.4 Husten und Bronchitis, 13.5 Pneumonie)
Trocken Belladonna Bellender Husten, sobald er sich hinlegt
Drosera < nachts, Hustenattacken bis zum Erbrechen
Phosphorus Hohler Husten, blutiges Sekret, < Sprechen, Essen
Schleimig Ipecacuanha Grobes Rasseln, Husten mit Erbrechen, Zunge frei
Antimonium tartaricum Feines Rasseln, Erbrechen, Zunge weiß belegt
Ammonium carbonicum Husten mit großer Schwäche bis Kollaps
Anfallsweise Corallium rubrum Plötzliche Hustenanfälle wie Maschinengewehr
Drosera Nächtliche Hustenattacken, dass das Kind kaum atmen kann
Cuprum metallicum Krampfartige Hustenattacken mit Schleimrasseln
Auswurf
Reichlich Coccus cacti Zähes Sekret, < morgens nach dem Erwachen
Hepar sulfuris Schleimiger Husten, Husten nachts im Schlaf
Ammonium carbonicum Schleimrasseln, > frische Luft
Zäh Kalium bichromicum Husten hart, schwerlöslich, fadenziehend
Coccus cacti Reichlich fadenziehendes Sekret, bis zum Erbrechen
Senega Trockener Husten mit mühsamen Auswerfen zähen Schleims
Klumpig Calcium sulfuricum Anhaltend gelber Auswurf in Klumpen
Silicea Anhaltender Husten, starkes Rasseln, kälteempfindlich
Stannum Auswurf gelb-grün, süßlich schmeckend, wenig Kraft
Verdauungstrakt
Reichlich Acidum phosphoricum Durchfälle schmerzlos, wenig schwächend
China Schwächende Durchfälle, stark geblähtes Abdomen
Arsenicum album Große Schwäche, viel Durst auf kleine Mengen
Unverdaut China Schwächender Durchfall nach Obst mit vielen Blähungen
Phosphorus Stuhl schleimig wie Froschlaich, große Erschöpfung
Arsenicum album Völlige Erschöpfung, Stuhl scharf, wund machend
Schleimig Pulsatilla Wechselnde Stühle, mild, Völlegefühl nach Fett und süß
Mercurius solubilis Reichlich Schleim, scharf, anhaltender Stuhldrang
Phosphorus Großer Durst auf kalte Getränke, will nachts essen
Fettig (Pankreas) Iris versicolor Ständige Übelkeit und Erbrechen, reichliche Stühle
Causticum < Kälte, Darandenken, > feuchtes Wetter
Phosphorus Essen bessert, saures Erbrechen, wie wund im Magen
Darmregulation, Regulation der Darmflora Okoubaka (= westafrikanische Baumrinde) Verschiedene Stuhlauffälligkeiten bei gestörter Darmflora und Schwäche der Verdauung
Entzündliche, toxische oder allergische Veränderungen des Darms
Folge von Diätfehlern, gastrointestinale Folgen von Medikamenten, z. B. antibiotischer Therapie

Erkrankungen des Respirationstraktes

Anna Koller-Wilmking

Sigrid Kruse

Andrea Schweiger-Kabesch

Atemwegserkrankungen aus homöopathischer Sicht

Anna Koller-Wilmking
AtemwegserkrankungenAtemwegserkrankungen bestimmen insbesondere in den Wintermonaten einen Großteil der Arbeit sowohl in der schulmedizinischen als auch in der homöopathischen, pädiatrischen Praxis. Aus homöopathischer Sicht stellen sie häufig erhebliche Herausforderungen dar, zumal es nicht immer einfach ist, den Husten, insbesondere bei Kleinkindern, in seiner Gesamtheit, Individualität und seinen charakteristischen Modalitäten zu erfassen. Und wie oft tun die Kinder dem Homöopathen nicht den Gefallen, während der Konsultation zu husten, sodass er lediglich auf die mehr oder weniger genauen Beschreibungen seiner kleinen Patienten und deren Eltern angewiesen ist.
In der homöopathischen Behandlung werden drei wesentliche Verschreibungen unterschieden:
  • Konstitutionelle Verschreibung

  • Situationelle Verschreibung

  • Miasmatische Verschreibung

Konstitutionelle Verschreibung bei ähnlicher Erkrankung

In diesem Fall wird die konstitutionelle Behandlung langfristig auch die Anfälligkeit für Atemwegserkrankungen reduzieren (dies gilt natürlich auch für andere Erkrankungen), immer unter der Voraussetzung, dass eine gut gewählte Arznei verordnet wurde

Kasuistik

Husten (Anna Koller-Wilmking)

Anamnese

Der achtjährige, neu zugezogene, Junge, ist seit zwei Wochen erkältet, er hat kein Fieber. Der Husten ist trocken, krampfhaft, manchmal würgend und bis zum Erbrechen führend, < nach körperlicher Anstrengung, im Liegen und beim Eintreten von draußen ins warme Zimmer. Dabei besteht eher großer Durst.
Auf die Bitte, einige charakteristische Eigenheiten des Kindes darzustellen, berichtete die Mutter, es sei meist zurückhaltend, zurückgezogen, eher ein Einzelgänger, eher auf Erwachsene bezogen, schnell beleidigt, sehr ordentlich, und was ihr sonst noch auffalle, sei, dass es immer sehr großes Salzverlangen habe.

Verordnung und Verlauf

Aufgrund der Hustenmodalitäten, der Gemütssymptome und des spontanen Berichtes über das vermehrte Salzverlangen wurde eine Gabe Natrium muriaticum C200 verordnet.
Nach einer Woche teilte die Mutter kurz mit, dass das Kind seit der Verabreichung der Globuli „keinen einzigen Husterer mehr getan habe“. Nach sechs Wochen erneuter Bericht der Mutter, das Kind sei viel offener geworden, nehme sehr viel mehr Kontakt zu Schulkameraden auf, ziehe sich nicht mehr so schnell zurück, worüber sie sehr glücklich sei. Seither weitere Behandlung nur mit der gleichen Arznei in großen Abständen. Dieser Fall zeigt deutlich, dass die akute Verschreibung auch der tiefgreifenden, chronischen Arznei entsprach.
Treten während einer gut laufenden konstitutionellen Behandlung respiratorische Symptome auf, sind diese durch die chronische Arznei gedeckt und der Patient befindet sich nicht in einem gravierenden Zustand, so kann dieselbe Arznei in einer niedrigen Potenz (z. B. C12) für einige Tage wiederholt werden. Diese Behandlungsweise stammt ursprünglich von Georgos Vithoulkas. Sie hat sich in vielen Fällen bewährt. Dazu evtl. noch einige „Hausmittel“ wie Brustwickel und entsprechende Kräutertees.

Situationelle Verschreibung

Sind die akuten Symptome durch die chronische Arznei nicht gedeckt, der Patient befindet sich in einem Zustand, für den wir eine Verordnung nötig erachten, so erfordert dies eine situationelle Verschreibung. Diese besteht meist in einer komplementären Arznei. Oder es ist eine epidemische Verordnung (1.5.1) erforderlich, wie es nicht selten während starker Grippewellen vorkommt („Genius epidemicus“ 7.6). Siehe hierzu Organon, § 100–102.

Miasmatische Verschreibung

Können immer wiederkehrende Erkrankungen durch obige Verschreibungen langfristig nicht gebessert werden, waren entweder unsere Arzneien nicht richtig gewählt oder diese wurden z. B. im Falle eines kleinen Patienten, dessen Mutter ohne das Wissen der Autorin täglich mehrere „Transpulmin®-Wickel“ machte, antidotiert oder es ist eine miasmatische Behandlung in Form von Nosoden angezeigt. Nicht selten findet sich bei genauer Nachfrage in der Familienanamnese eine Belastung mit z. B. Tuberkulose, Krätze oder Geschlechtserkrankungen, die entsprechende Anfälligkeiten bei den Nachfahren hinterlassen. Im Falle von Atemwegserkrankungen sind häufige Nosoden Tuberculinum und Bacillinum.
Literatur (13.5)

Laryngitis und Krupp-Syndrom

Anna Koller-Wilmking

Grundlagen

LaryngitisKrupp-SyndromIst lediglich der Larynx betroffen, spricht man von Laryngitis, ist die Trachea mitbeteiligt von LaryngotracheitisLaryngotracheitis s. Krupp-Syndrom (Pseudokrupp). Die Übergänge sind fließend, im Weiteren wird auf letztere Bezug genommen.
Ursächlich sind Virusinfekte. Unter den häufigsten Erregern finden sich Parainfluenza-, Influenza-, Adeno-, RS- und Rhinoviren. Umweltfaktoren wurden immer wieder diskutiert, als zusätzlicher Faktor scheinen sie eine kleine Rolle zu spielen. Eine konstitutionelle Disposition ist anzunehmen. Der Häufigkeitsgipfel liegt im Herbst. Betroffen sind hauptsächlich Kleinkinder unter sechs Jahren. Die Erreger bewirken eine entzündliche Schleimhautschwellung im Bereich des Larynx und der oberen Trachea mit den typischen klinischen Symptomen Heiserkeit, bellender Husten und intermittierender, inspiratorischer Stridor. Meist besteht kein oder nur mäßiges Fieber.

Allgemeinmaßnahmen und konventionelle Therapie

Allgemeine Maßnahmen: Beruhigung des Kindes, da Aufregung den Stridor verschlimmern kann. Außerdem empfiehlt sich feuchte Luft (z. B. Aufdrehen des Duschhahnes im Badezimmer), Nebel oder Frischluft.
Konventionelle Therapie: Wenn die allgemeinen Maßnahmen nicht ausreichen, Inhalation mit Epinephrinrazemat (Micronephrin®), Epinephrin kann auch in Form von Suprarenin-Ampullen inhaliert werden. Durch die α-adrenerge Wirkung soll in der Schleimhaut eine Vasokonstriktion und damit Abschwellung und Minderung der Obstruktion erzielt werden.
Bei starkem Stridor zusätzlich Steroide in Form von Rektalzäpfchen (z. B. Rectodelt®) oder als Dosieraerosol einsetzen.

Homöopathische Behandlung: Repertoriumsrubriken und Arzneimittel

RepertoriumsrubrikenKrupp-SyndromRepertoriumsrubrikenLaryngitisBei der Behandlung des Krupp-Syndroms handelt es sich meist um eine akute situationelle Verschreibung. Die erste und wichtigste Arznei ist Aconitum. Infrage kommen auch Arsencium album, Belladonna, Hepar sulfuris, Spongia.
Die bei den Arzneimitteln angegebenen Repertoriumsrubriken sind (falls nicht anders angegeben) dem Synthesis bzw. Radar 8.0 entnommen. Aufgeführt sind möglichst kleine und damit für die Arznei typische Rubriken. Zu weiteren Arzneien, die selten beim Krupp-Syndrom vorkommen können, wie z. B. Phosphorus 13.5.
Aconitum napellus
#Aconitum napellusKrupp-SyndromEntspricht doch das plötzliche Auftreten bei dieser Arznei dem typischen Beginn aus dem Schlaf heraus ohne vorherige Anzeichen. Das Kind ist äußerst ängstlich, unruhig, wirft sich herum. Der Husten eigentümlich heiser, trocken, bellend, hart („Schafshusten“). Vorausgegangen ist oft ein Aufenthalt in kaltem, trockenem Wind. Erstickungsgefühl. Meist kein Auswurf, außer gelegentlich etwas Blut. Aconitum wirkt meist nur zu Beginn der Erkrankung. Zu weiteren Symptomen und Rubriken 13.5.
Arsenicum album
#Arsenicum albumKrupp-SyndromÄngstliche Unruhe (acon), jedoch ohne Kongestion, starke körperliche Erschöpfung und Schwäche, viel Durst, jedoch nur auf kleine Schlucke. Trockener, bellender Husten nach Mitternacht, < kalte Luft, extrem empfindlich gegen Kälte, > warme Getränke und warme Anwendungen.
→Gemüt – Angst – nachts – Mitternacht – nach (31): acon, ars, calc, graph, hep, ign, nat-m, nux-v, spong, …
→Gemüt – qualvolle Angst – treibt von einer Stelle zur anderen – Ruhelosigkeit, mit (5): acon, ars, aur, bell, op, …
→Magen – Durst – kleine Mengen, auf – oft, und (56): ars, calc, caps, hep, lyc, chin, hell, lach, rhus-t, sulph, tub, verat, …
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – Luft – kalter Luft, in (10): arg-n, ars, lob, nux-v,
→Husten – kruppartig – nachts – Mitternacht – nach (1): ars
→Husten – warm – Flüssigkeiten, durch warme – amel.
→Allgemeines – Baden, Waschen – heißes Baden – amel. (17): anac, ars, hep, rhus-t, sil, thuj, …
→Allgemeines – Wärme – Ofen, am warmen – amel (46): ars, caps, caust, dulc hep, ign, kali-c, lach, mag-c, mag-p, nux-v, rhus-t, sil, stront-c, sulph, tub, …
Belladonna
#BelladonnaKrupp-SyndromDiese Arznei wird ausführlich im Kapitel Pneumonie (13.5) besprochen und wird deshalb hier nur kurz erwähnt. Charakteristisch sind folgende Symptome: Hitze und Röte des Kopfes bei Kälte der Extremitäten, plötzlicher Beginn, hohes Fieber, < Wärme, später Abend.
Hepar sulfuris
#Hepar sulfurisKrupp-SyndromFolgt häufig auf Aconitum oder Spongia (s. u.). Wie bei Aconitum Folge von kalter, trockener Luft. Das Kind ist fröstelig, jedoch weniger ängstlich. > Wärme, < Entblößen eines Körperteiles (nux-v, rhus-t, rumx), < Einatmen von kalter Luft (rumx). Husten trocken, bellend, erstickend, meist abends bis Mitternacht, morgens eher gelöst. Im Gegensatz zu Spongia aber insgesamt häufiger Auftreten nach Mitternacht oder in den frühen Morgenstunden, „in der Morgenkühle“ (Spinedi). Die Kinder weinen häufig vor und während des Hustens, aber auch danach.
→Gemüt – Weinen – Husten – vor (7): arn, ant-t, bell, bor, bry, hep, phos
→Gemüt – Weinen – Husten – während (21): ant-t, arn, ars, caust, bad, bell, cina, cham, hep, ph-ac, sep, sil, spong, sulph, verat, …
→Gemüt – Weinen – Husten – nach (7): arn. bell. calc-caps. cina. hep. op
→Husten – anfallsweise – abends – Mitternacht, bis (13): bar-c, carb-v, hep, mag-c, nit-ac, puls, rhus-t, sep, stann, …
→Husten – bellend (34): bell, brom, caps, coc-c, cor-r, dros, dulc, hep, kali-bi, lac-c, nit-ac, spong, stann, stram, sulph, verat, …
→Husten – Entblößen – Hände, durch Entblößen der (4): bar-c, hep, rhus-t, sil,
→Husten – heiser – abends – Mitternacht, bis (1): hep
→Husten – kalt – Abkühlung, Kaltwerden, durch – einzelner Teile (4): bar-c, hep, rhus-t, sil
→Husten – Luft – trockener Luft, in – kalter, trockener, in (4): acon, cham, hep, spong
→Husten – trocken – abends – gelöst, morgens (70): bry, calc, hep, hyos, ph-ac, phos, puls, sep, sil, squil, …
→Husten – Wind, bei – kaltem Wind, bei – trockenem, bei (4): hep, lyc, …
→Allgemeines – nachts – Mitternacht – nach – 4:00 Uhr – 4:00–8:00 Uhr (15): bry, hep, nat-m, nux-v, podo, rumx, …
Spongia tosta
#Spongia tostaKrupp-SyndromHusten trocken, bellend, erstickend, krampfhaft, spasmodisch nachts und auch tagsüber, erwacht aus dem Schlaf, hauptsächlich vor und um Mitternacht. Die Atmung wird oft als sägend beschrieben. Große Ängstlichkeit, verstärkt durch Atemnot, fast panische Zustände, das Kind sucht Körperkontakt und Schutz bei der Mutter, die oft heftig umklammert wird (Festsaugen des Schwammes). Eine andere Schwammsignatur ist „Atmen wie durch einen Schwamm“. Ständiger Hustenreiz im Kehlkopf. Atmung erschwert. < Sprechen, Singen (phos), Liegen, trockene, kalte Luft (acon, hep), > Essen und Trinken.
→Atmung – rau – sägend (10): alum-sil, ant-t, brom, con, iod, lac-ac, lac-c, samb, sang, spong
→Husten – bellend – Tag und Nacht (1): spong
→Husten – Hustenreiz – Kehlkopf, im – Mitternacht, vor (1): spong
→Husten – krampfhaft, spasmodisch – nachts – Mitternacht – vor (4): mur-ac, rhus-t, sabad, spong
→Husten – Liegen, beim – nachts – Mitternacht – vor (2): aral, spong
→Husten – Sprechen, beim (106): caust, cupr, dros, hep, lach, merc, phos, rumx, sanic, sil, spong, …
→Husten – trocken – Essen, – agg. (11): aeth, agar, all-s, ferr-ma, hyos, kali-c, nux-v, sang, sep, sulph, ter
→Husten – trocken – Trinken – amel. (9): brom, bry, caust, coc-c, iod, kali-c, mang-p, op, spong
Literatur (13.5)

Epiglottitis

Anna Koller-Wilmking
EpiglottitisAls Differenzialdiagnose zum Krupp-Syndrom sollte auch immer an die Epiglottitis gedacht werden.

Grundlagen

Im Gegensatz zum Krupp-Syndrom besteht hier meist hohes Fieber zwischen 39 °C und 40 °C, das plötzlich beginnt, starker Speichelfluss, Schluckstörung, kaum Heiserkeit, deutliche Schwellung des Halses, Sprache kloßig. Foudroyanter, schwer zu beeinflussender Verlauf. Es gibt keine jahreszeitliche Häufung, die Kinder sind schwer krank, die Atmung eher karchelnd mit starker Dyspnoe.
Auslösendes Agens meist Haemophilus influenzae BHiB-Infektion. Seit Einführung der HiB-Impfung ist die Epiglottitis selten geworden. Die rechtzeitige Unterscheidung der beiden Krankheitsbilder kann für das Kind von vitaler Bedeutung sein.
Bei geringstem Verdacht Transport mit Notarzt in die Intensivstation, da durch die Verlegung der Atemwege sehr schnell ein Herzkreislaufstillstand stattfinden kann. Cave Racheninspektion! Inspektion der Epiglottis und evtl. Intubation, möglichst durch Anästhesisten unter Reanimationsbereitschaft, meist keine Beatmung erforderlich. Antibiotische Behandlung mit Cefotaxim. Extubation normalerweise nach 48 Stunden möglich. Wegen der Schwere und des hohen Risikos der Erkrankung darf auf keinen Fall eine ausschließliche homöopathische Behandlung erfolgen. Es ist jedoch möglich, die Zeit bis zum Eintreffen auf der Intensivstation zu nutzen und auf Grund vorhandener Gemüts-, Lokal-, Allgemein- oder evtl. vorhandener „absonderlicher“ (Organon, § 153) Symptome eine passende Arznei auszuwählen.

Homöopathische Behandlung

Repertoriumsrubriken
RepertoriumsrubrikenEpiglottisEs kommen folgende Rubriken infrage.
→Gemüt – Ruhelosigkeit – Hitze – während (86): acon, ars, bar-c, bell, cham, eup-per, ferr, gels, lach op, ph-ac, puls, pyrog, ran-b, rhus-t, …
→Gesicht – Farbe – blass/bläulich/rot/
→Gesicht – Farbe – zyanotisch (24): ant-t, ars, cupr, nat-m, …
→Innerer Hals – Farbe – rot – Rachen (44): acon, apis merc-c, merc-i-f, merc, nat-m sulph, …
→Innerer Hals – Schlucken – schwierig (263): am-c, am-m, apis, bapt, bar-c, bell, brom, coc-c, crot-c, lac-c, lach, merc-c, merc-i-r, merc, nit-ac, nux-v, phyt rhus-t, sep, sil, stram, sul-ac, …
→Äußerer Hals – Schwellung (43): am-c, apis, bell, lyc, merc, rhus-t, spong, tarent, …
→Kehlkopf und Trachea – Entzündung – Kehlkopf (128): acon, ant-t, apis bell, brom, calc, dros, gels, hep, kali-bi, lach, led, phos, samb, sulph, …
→Kehlkopf und Trachea – Ödem der Glottis (22): apis, crot-h, kali-bi, lach, sang, stram, …
→Kehlkopf und Trachea – Zusammenschnürung – Kehlkopf (114): acon, ant-c, bell, lyc, brom, cor-r, cupr, dros, iod, ip, kali-c, lach lob, nux-v, phos, phyt, puls, stram, …
→Atmung – angehalten, versetzt, unterbrochen (137): brom, bry, calc-p, calc, caust, cupr, lach, lyc, op, samb, sec, verat, …
→Atmung – Asphyxie (28): am-c, ant-t, ars, camph, op, …
→Atmung – stridulös (23): bell, gels, ign, kali-bi, lach, laur, mosch, nux-v, op, samb, …
Homöopathische Arzneimittel
Je nach vorhandenen Symptomen kommen Arzneien wie Belladonna, Mercurius (13.5), Arsenicum (s. o.), Lachesis, aber auch Apis und Opium in die engere Wahl und müssen entsprechend differenziert werden.
Apis mellifica
#Apis mellificaEpiglottitisGesicht rot, gedunsen, ödematöse Schwellung speziell um die Augen. Brennende, stechende Schmerzen im Rachen, > Kälte, < Wärme (lach). Durstlosigkeit. Verlangen nach Abkühlung. Unverträglichkeit von Wärme, Berührung und Druck (lach). Ödematöse Schwellung des Rachens und der Uvula, dies kann jedoch bei Epiglottitis nicht herangezogen werden, da Racheninspektion obsolet.
Lachesis muta
#Lachesis mutaEpiglottitisStarke Erregung, Misstrauen, Überempfindlichkeit gegen Berührung, insbesondere am Hals, bläuliche Farbe der Haut. < Wärme, Schlaf, Ruhe, < am Morgen, > frische Luft und Bewegung.
Opium
#OpiumEpiglottitisAuf der Gemütsebene meist stuporöser Zustand, tiefe Betäubung mit ausgeprägter Schmerzunempfindlichkeit. Röchelnde, schnarchende, rasselnde, schließlich puffende Atmung. Ängstlichkeit und Schreckhaftigkeit, ohne richtig zu erwachen. Gesicht gedunsen, dunkelrot, kann aber auch blass und fahl sein. Völle der Blutgefäße. Hitzegefühl und Schweiß am Kopf, dabei kalte Extremitäten (bell). < Wärme, während und nach Schlaf (lach).
Literatur (13.5)

Husten und Bronchitis

Anna Koller-Wilmking

Grundlagen

BronchitisHustenDie Bronchitis (fließende Übergänge von der Tracheitis über Tracheobronchitis zur Bronchitis) ist eine akute Erkrankung der sich von der Trachea verzweigenden Bronchien mit Schleimhautschwellung und mehr oder weniger starker Sekretproduktion. Sie ist die häufigste Erkrankung der Atemwege bei Kleinkindern. Auslöser sind überwiegend Viren (Influenza, Parainfluenza, RS), nur in seltenen Fällen findet sich eine bakterielle Superinfektion mit Staphylokokken, Streptokokken, Hämophilus oder Mykoplasmen. Es besteht, wenn überhaupt, nur leichtes Fieber. Übergänge zu obstruktiver Bronchitis oder Bronchopneumonie sind möglich. Diagnosestellung klinisch.

Konventionelle Therapie und unterstützende Maßnahmen

Konventionelle Therapie: Freihaltung der Nasenatmung, schleimlösende Medikamente wie Acetylcystein oder Ambroxol, die Wirkung ist jedoch fragwürdig. Bei starken Hustenattacken evtl. auch hustendämpfende Medikamente wie Codein (jedoch niemals in Kombination).
Unterstützende Maßnahmen Inhalationstherapie mit Meersalz oder Sole, Frischluft, Vermeidung von trockener Heizungsluft (Luftionisator oder Aufhängen von feuchten Tüchern), ausreichend Flüssigkeit in Form von Tees (Thymian, Efeublätter), Brusteinreibung mit Lavendelöl, Brustwickel mit Quark, Zitrone, Kartoffel oder Schweineschmalz.

Homöopathische Behandlung

Entscheidend für die Auswahl aus den zahlreichen „Hustenarzneien“ ist nicht die Diagnose Laryngitis, Tracheitis oder Bronchitis, relevant sind vielmehr die Qualität des Hustens sowie die entsprechenden Modalitäten und das Verhalten des Kindes. Wie bereits oben erwähnt (s. o. „Einleitung“), kann der akute Infekt nicht selten durch die chronische Arznei geheilt werden. Die Einteilung des Hustens in eher trocken, schleimig oder obstruktiv dient lediglich als Versuch einer Ordnung, sie darf nicht als allzu starres Schema betrachtet werden, da es Arzneien gibt, bei denen der Husten z. B. zu verschiedenen Tageszeiten unterschiedliche Qualitäten haben oder sich im Verlauf des Infektes verändern kann.
Homöopathische Arzneimittel und Repertoriumsrubriken: trockener Husten
RepertoriumsrubrikenHustenRepertoriumsrubrikenBronchitisZusätzlich zu den unter Krupp-Syndrom und Pneumonie beschriebenen Arzneien Aconitum, Arsenicum, Belladonna, Bryonia, Ferrum phosphoricum, Hepar sulfuris, Kalium carbonicum, Spongia, Sulphur sind auch die folgenden homöopathischen Arzneimittel angezeigt.
Bromum
#BromumHusten, trockenerInsgesamt sehr starke Erkältungsneigung mit Unverträglichkeit von Kälte. Heiserkeit, Rauheit und Kratzen im Kehlkopf, trockener, krampfartiger Husten mit Erstickungsanfällen. > am Meer (aq-mar, med, nat-mur, tub), durch Bewegung (kali-i, rhus-t), Trinken von kaltem Wasser (caust, cocc-c, cupr, tub), < Überhitzung. Organotrope Beziehung auch zu Drüsen und Lymphknoten. Linksseitigkeit.
→Atmung – Asthma, asthmatische Atmung – Seeleuten, sobald sie an Land gehen (1): brom, kali br
→Atmung – Asthma, asthmatische Atmung – Meer amel. (4): brom, carc, med, syc
→Husten – anfallsweise – Erstickungsgefühl beim Schlucken, plötzlich (1): brom
→Husten – kalt – Getränke, durch kalte – amel. (25): bor, brom, caps, caust, coc-c, cupr, ip, kali-c, kali-s, onos, op, sulph, verat, …
→Husten – Freien, im – amel. (37): brom, bry, coc-c, dulc, nat-s, puls, …
→Allgemeines – Bewegung – amel. – heftige Bewegung – amel. (16): ars, brom, sep, sulf ac, …
→Allgemeines – Schwellung – Drüsen, der – hart (45): brom con, iod, phyt, puls, rhus-t, sil, spong, …
Zur Illustration eines wichtigen Bromaspektes dient die folgende Kasuistik.

Kasuistik

Chronischer Husten (Anna Koller-Wilmking)

Anamnese

Der achtjähriger Junge leidet seit vielen Jahren an Asthma, das sich überwiegend durch chronischen Husten äußert. Zahlreiche Arzneien blieben ohne Erfolg. Wegen einer deutlichen Verbesserung am Meer und seines verschlossenen, zurückgezogenen Wesens bekam er zuletzt eine Gabe Natrium muriaticum, das ihn sehr viel offener und zugänglicher werden ließ, jedoch ohne wesentliche Änderung auf der körperlichen Ebene.
Beim letzten Follow-up berichtete mir der Junge spontan, dass es ihm immer gut gehe, wenn er mit seinen Eltern auf dem Segelboot am Meer sei (die Eltern sind begeisterte Segler) und sofort schlechter, wenn er wieder nach Hause käme.

Verordnung und Verlauf

Da ich Natrium muriaticum wegen der Besserung auf der seelischen Ebene nicht so schnell verlassen wollte, gab ich versuchsweise Natrium bromatum#Natrium bromatumHusten C200.
Seit nun mehr neun Monaten hat sich das Asthma deutlich gebessert (durch Lungenfunktionsuntersuchung verifiziert). Die Beobachtungszeit ist natürlich noch sehr kurz. Der Fall diene lediglich als Denkanstoß bezüglich der Bromkomponente. Natürlich muss in einem derartigen Fall die Materia medica für diese zusammengesetzte Arznei genau studiert werden, ob sie auch insgesamt den Fall abdeckt. Es wäre sicherlich zu einfach, nur die Symptome beider Arzneien zu addieren.
Causticum
#CausticumHusten, trockener#CausticumBronchitisTrockener, wunder, schmerzhafter Husten mit Heiserkeit. Erschöpfung und Kraftlosigkeit. Gefühl von Schleim in der Brust, der nur schwer abgehustet werden kann. Bedürfnis, sich zu räuspern. Urinabgang beim Husten (apis, nat-mur, nux-v, phos, puls, rumx, sep, squil), < Erregung, trockene Kälte, Liegen, > Trinken von kaltem Wasser (brom, cupr, sulph), > bei feuchtem Wetter.
→Husten – Bett – warmen, im – Warmwerden im Bett agg. oder bei Erregung, beim (13): caust, cham, dros, nux-v, puls, verat, …
→Husten – Beugen, beim – vorne, nach – agg. (2): caust, dig
→Husten – Liegen, beim – agg. (132): caust, dros, dulc, hyos, kali-c, lyc, puls, rhus-t, rumx, seneg, sep, sil, spong, …
→Husten – Schlaf – weckt aus dem Schlaf (55): caust, coc-c, lach, phos, sep, sil, …
→Husten – erschöpfend – nachts (6): caust, hyos, nat-c, puls, rhod, tarent
→Husten – tief, aus der Tiefe kommend – nicht tief genug husten, um den Schleim abzulösen, Gefühl, er könne (8): ars, bell, caust, dros, lach, med, mez, rumx,
→Husten – kalt – Getränke, durch kalte – amel. (25): caust, coc-c, op, tub, verat, …
→Blase – Urinieren – unwillkürlich – Husten, beim – agg. (71): caps, caust, nat-m, phos, puls, sep, spong, thuj, verat, …
Corallium rubrum
#Corallium rubrumHusten, trockener#Corallium rubrumBronchitisHustenstöße folgen so rasch aufeinander, dass sich der Terminus der Maschinengewehrsalven in den Arzneimittellehren durchgesetzt hat. Blutandrang zum Kopf mit rotem Gesicht, Kopf wie hohl und leer. Kopfschmerzen > Nasenbluten. Insgesamt besteht eine deutliche Blutungsneigung, die dem Patienten als bedrohlich erscheint. Auf der geistig-seelischen Ebene starke Unsicherheit nach außen, Streitsucht und Jammern zu Hause. Gutes Pertussismittel.
→Gemüt – Jammern (75): acon, anac, bell, brom, bry, calc, cor-r, nat-c, nat-m, nux-v, op, puls, verat, …
→Gesicht – Farbe – rot – Husten – während (39): bell, cor-r, cupr, dros, kali-c, nit-ac, …
→Nase – Nasenbluten – Keuchhusten (13): arn, bry, dros, led, merc, nux-v, …
→Atmung – Schnappen nach Luft – Husten – während – agg. (18): cor-r, cupr, dros, dulc, hyos, verat, …
→Husten – anfallsweise – Anfälle folgen schnell aufeinander (12): agar, cor-r, dros, ip, …
→Husten – Schüsse, kurzes Hüsteln, wie schnell aufeinanderfolgende (1): cor-r
→Husten – Einatmen – krächzender, heftiger, krampfartiger Husten – beginnt mit Schnappen nach Luft – gefolgt von wiederholtem, krächzendem Einatmen – Gesicht schwarz oder purpurn wird und der Patient erschöpft ist, bis das – nachts und nach einer Mahlzeit agg. (1): cor-r.
Drosera
#DroseraHusten, trockener#DroseraBronchitisHustenanfälle folgen sehr schnell aufeinander, sodass der Patient dazwischen kaum atmen kann (cor-r). Krampfhafter Husten nachts, < nach Mitternacht (ars), durch Liegen, führt oft zu Erbrechen (coc-c, cupr, ip) von Schleim und Essen. Starke Schmerzen in der Brust, diese muss mit den Händen gehalten werden (bry, eupat, phos), > Druck auf die Magengrube. Gelegentlich Nasenbluten beim Husten. < Sprechen (rumx, spong), < Trinken (anders bei spong). Gelegentlich Nasenbluten beim Husten (puls, sulph). Häufig Tuberkulose in der Familienanamnese.
→Atmung – Schnappen nach Luft – Husten – während (47): acon, am-c, ant-t, apis, ars, dros, lyc, med, merc, spong, stram, thuj, …
→Husten – anfallsweise – nachts – Mitternacht – nach – 2:00 Uhr (1): dros
→Husten – anfallsweise – Anfälle folgen schnell aufeinander (11): agar, ant-t, cina, cor-r, dros, hep, ip, merc, sep, …
→Husten – begleitet von – Nasenbluten (43): dros, ign, led, puls, sulph, …
→Husten – Liegen, beim – nachts – Kissen berührt, sobald der Kopf das (4): caps, con, dros, sil, …
→Husten – Liegen, beim – Hinlegen agg. (35): ars, dros, nux-v, rumx, …
→Husten – Sprechen, beim – agg. (106): calc-s, caust, dros, euphr, hep, rumx, sanic, sil, spong, stann, …
→Husten – Trinken – nach – agg. (50): ars, dros, hep, lach psor, …
→Husten – Unfähigkeit zu husten – Schmerzen, vor – Druck der Hand auf die Magengrube amel. (1): dros
→Brust – Schmerz – hält sich beim Husten die Brust mit den Händen – wund schmerzend (13): arn, bry, dros, nat-s, phos, sep, …
→Brust – Zusammenschnürung – Husten – während – agg. (19): cupr, dros, hell, phos, puls, …
→Magen – Erbrechen – Husten agg. (101): alum, ant-t, bry, dros, hep, ip, kali-c, …
Eupatorium perfoliatum
#Eupatorium perfoliatumHusten, trockener#Eupatorium perfoliatumBronchitisHusten so schmerzhaft, dass er die Brust festhalten muss (bry, dros, phos), wundmachendes Gefühl in der Brust. Zerschlagenheitsgefühl am ganzen Körper sowie ausgeprägte Knochen- und Gliederschmerzen. Beim Husten oft Kopfschmerz, als würde der Kopf zerspringen (bry).
Durst auf kalte Getränke trotz Frostigkeit. Oft Hitzegefühl im Kopf, insbesondere am Scheitel.
→Gemüt – Stöhnen – Schmerzen, durch (20): cham, eup-per, merc, nux-v, thuj, …
→Kopf – Hitze – Scheitel (44): acon, calc, calc-s, con, graph, lach, med, nat-c, nat-m, nat-p, nat-s, ph-ac, sulph, …
→Kopf – Schmerz – Hitze – während der (97): apis arn, bapt, chin, eup-per lach, nat-m, nux-v, puls, thuj, …
→Brust – Schmerz – hält sich beim Husten die Brust mit den Händen – wundschmerzend (13): arn, borx, bry, dros, eup-per, kreos, merc, nat-m, nat-s, phos, sep, …
→Extremitäten – Schmerz – Knochen – Frost, während – Wehtun (13): arn, ars, arum-t, chin, eup-per, ferr, ip, puls, rhus-t, …
→Extremitäten – Schmerz – zerbrochen, wie (11): cocc, eup-per, ip, …
→Allgemeines – Speisen und Getränke – kalte Getränke, kaltes Wasser – Verlangen (270): agar-bry, cham, eup-per, merc-c, merc, nat-s, phos, verat, …

Kasuistik

Sehr schmerzhafter Husten (Anna Koller-Wilmking)

Anamnese

Das zehnjährige Mädchen leidet seit zwei Tagen an Fieber und an folgenden Symptomen: starke Schmerzen in der Brust, Atmung rau, beim Husten extreme Schmerzen hinter dem Sternum, sodass beim Husten die Brust mit den Händen festgehalten werden musste. Gefühl der Zerschlagenheit in den Gliedern, als wären die Knochen zerbrochen. Außerdem Kopfschmerzen. Sehr fröstelig, trotzdem Verlangen nach kalten Getränken.

Verordnung und Verlauf

Eine Gabe Eupatorium perfoliatum C 200. Am nächsten Tag Entfieberung, die Kopfschmerzen waren vollkommen verschwunden, der Husten um ca. 80 % gebessert, auch die Schmerzen in der Brust bestanden nicht mehr.
Hyoscyamus niger
#Hyoscyamus nigerHusten, trockener#Hyoscyamus nigerBronchitisKrampfhafter, trockener Husten, immer beim Niederlegen, meist schon beim ersten Hinlegen (ars, dros, nux-v, rumx), muss sich aufsetzen, < sowohl durch Sprechen (dros, rumx) als auch Essen (nux-v, kali-bi, umgekehrt spong).
Auf der Gemütsebene Geschwätzigkeit, Ruhelosigkeit, Misstrauen, macht Gesten (Hände), z. B. Zupfen an der Bettdecke, große Eifersucht, albernes Benehmen, häufig sexuelle Aktivitäten.
→Gemüt – Beschwerden durch – Eifersucht (5): apis, hyos, nux-v, phos, puls
→Gemüt – Bett – heraus, möchte aus dem Bett (11): bapt, bry, camph, hyos, lac-c merc, verat, …
→Gemüt – Gesten, Gebärden, macht – Hände, unwillkürliche Bewegungen der – Greifen (62): ant-t, calc, hell, hyos, stram, verat, …
→Gemüt – Gesten, Gebärden, macht – Hände, unwillkürliche Bewegungen der – zupft – Bettwäsche, an der (44): ars, bell, cina, hyos, kali-br, lyc, nat-m, op, ph-ac, phos, psor, stram, …
→Gemüt – Gesten, Gebärden, macht – lächerlich oder albern (14): bell, cic, croc, cupr, hyos, ign, lach, merc, mosch, nux-m, op, sep, stram, verat
→Gemüt – nackt sein, möchte (10): bell, camph, cham, Hyos, merc, merc-c, phos, phyt, sec, stram
→Gemüt – Possen, spielt – Kindern, bei (8): bell, cupr, hyos, lact, op, phos, plb, stram
→Husten – nachts (22:00–6:00 Uhr) – erwacht durch den Husten (27): bell, calc, caust, hyos, kali-c, puls, sep, nux, psor, rumx, …
→Husten – anhaltend – Liegen – agg. und Aufsetzen amel. (6): hyos, laur, puls, rhus-t, sang, sep
→Allgemeines – Kälte – Luft, kalte – Einatmen kalter Luft – agg. (19): am-c, caust, hyos, ign, merc, nux-v, rumx, …
→Allgemeines – Berührung – agg. (138): agar, bry, caps, cham, chin, cupr, hep, hyos, kali-ar, kali-bi, kali-c, lach, sabin, sep, sil, staph, stram, verat, …
→Husten – trocken – Essen – agg. (11): hyos, kali-c, sep, …
→Husten – trocken – Sprechen – agg. (11): hep, hyos, rumx, …
→Männliche Genitalien – fasst sich an die Genitalien – Öffentlichkeit, in der (1): hyos
→Weibliche Genitalien – sexuelles Verlangen – vermehrt – Kindern, bei (18): hyos, lach, merc, phos, …

Kasuistik

Obstruktiver Husten (Anna Koller-Wilmking)

Anamnese

Der siebenjährige Junge, der wegen massiver sozialer Probleme noch nicht eingeschult ist, kommt wegen immer wiederkehrenden Hustens, gelegentlich auch mit starker Obstruktion. Der Husten war immer < abends, hauptsächlich im Liegen, < Sprechen, häufiges Erwachen nachts durch den Husten.
Nachts nässt er noch ein. Auf Fragen antwortete er oft mit völlig anderen, nicht zur Sache gehörenden Inhalten, erfand neue, zum Teil nicht verständliche Worte. Zu Hause würde er sehr viel grimassieren, sich mit Händen über das Gesicht fahren. In zwei Kindergärten war er wegen seines Sozialverhaltens nicht tragbar. Er habe laut Aussagen der Mutter immer etwas Exhibitionistisches an sich, z. B. hätte er im Kindergarten häufig die Hose runtergelassen und kleinere Mädchen angepinkelt. Zu Hause bestehe eine starke Eifersucht auf seine ältere Schwester.

Verordnung und Verlauf

Die Arzneidiagnose war ziemlich klar. Er bekam Hyoscyamus#Hyoscyamus nigerHusten in aufsteigenden Potenzen. Die Hustenattacken waren bereits nach einigen Wochen fast vollkommen verschwunden. Wenn sie auftraten, waren sie nur von sehr kurzer Dauer und von geringerer Intensität. Der Junge konnte in eine normale Schule eingeschult werden, ohne dass weiterhin irgendwelche seiner alten Probleme aufgetreten wären. Wenn sich in großen Abständen mal wieder ein leichter Husten einstellt, wirkt eine Gabe seiner Arznei immer prompt.

Beurteilung

Dieser Fall zeigt erneut, wie die akute Krankheit jeweils mit der chronischen Arznei behandelt werden kann und sich damit Symptome sowohl der akuten als auch der chronischen Krankheit bessern.
Ignatia amara
#Ignatia amaraHusten, trockener#Ignatia amaraBronchitisTypisch für die Arznei ist ein trockener, krampfhafter Husten mit Kitzeln im Hals. Der Hustenreiz wird umso größer, je mehr gehustet wird. Neigung zu Hysterie. Seufzende Atmung. Häufig wechselnde Stimmungslagen. Kummer oder Enttäuschung kann vorausgegangen sein.
→Gemüt – Beschwerden durch – Enttäuschung – neue, vor kurzem erlebte (1): ign
→Gemüt – Stimmung, Laune – wechselnd, wechselhaft (133): bell, bov ferr, graph, ign, lyc, naja nat-m, sul-ac, sulph, tub, …
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – Kränkung, nach (1): ign
→Atmung – seufzend (133): bry, calc-p, caust, ign, ip, op, phos, sec, spong, stram, …
→Husten – Hustenreiz – steigt an, je mehr man hustet (8): bell, cist, cocc, hep, ign, squil, teucr
→Husten – anfallsweise – unwiderstehliche, nicht zu unterdrückende Anfälle, ohne andere Erkrankung (1): ign
→Allgemeines – Widersprüchliche und abwechselnde Zustände (39): carc, ign, nat-m, puls, sep, staph, thuj, tub, …
Nux vomica
#CausticumHusten, trockener#CausticumBronchitisTrockener, wunder Husten mit Tendenz zum Würgen, vorangegangener Schnupfen kann nach unten wandern, bis zur Pneumonie. < nach Mitternacht bis Tagesanbruch. Husten häufig assoziiert mit Kopfschmerzen, deshalb wird der Kopf beim Husten festgehalten. Extreme Frostigkeit (hep, rhus-t, tub) bereits bei der geringsten Bewegung (ars, bry, stann) oder durch Abdecken. Starke Empfindsamkeit gegen äußere Reize (Licht, Lärm, Geruch, Zugluft) sowie Reizbarkeit.
→Gemüt – Zorn – leicht, schnell zornig, wird (76): caps, cham, dulc, ferr, gels, lyc, nux-v, thuj, …
→Husten – nachts (22:00–6:00 Uhr) – Mitternacht – nach – Tagesanbruch, bis zum (1): nux-v
→Husten – anfallsweise – morgens – Bett, im (3): coc-c, ferr, nux-v
→Husten – Bewegung – Brust, der (14): chin, lach, nux-v, phos, stann, …
→Husten – Essen – agg. (89): anac, ant-t, calc, coc-c, cupr, hep, kali-bi nit-ac, nux-v, thuj
→Kopf – Hände – hält den Kopf mit den Händen – Husten; agg. beim (7): bry. nux-c, caps, nat-s, …
→Husten – Rohheit – Kehlkopf erregt Husten, Rohheit im (20): bry, coc-c, hep, nux-v, phos, sulph
→Husten – warm – Zimmer, im warmen – Eintreten aus dem Freien in ein warmes Zimmer, beim (30): ant-c, brom, bry, nat-c, nat-m, nux-v, puls, …
→Frost – Bett – Herausstrecken der Hand aus dem Bett, beim (9): bar-c, hep, nux-v, rhus-t, tub
→Frost – Bett – Herumdrehen im Bett, beim (16): bry, nux-v, puls, stram, …
→Frost – Frösteln – Bewegung der Bettwäsche, geringste (7): arn, calc, nux-v, …
→Frost – Zugluft, Luftzug, geringste Zugluft (41): ars, calc-p, calc, caps, merc, nux-v, …
→Frost – warm – Zimmer, im warmen – amel. – nicht amel. im warmen Zimmer, auch nicht am warmen Ofen (72): acon, anac, ant-c, apis bry, dulc, nat-m, nux-v, phos, podo, puls, sil, spong, verat, …
Phosphorus (13.5)
Pulsatilla pratensis
#Pulsatilla pratensisHusten, trockener#Pulsatilla pratensisBronchitisHusten trocken abends, locker morgens, stört den Schlaf bzw. verhindert das Einschlafen. < Im Liegen, in warmen, stickigen Räumen, durch Anstrengung. > Frischluft, möchte Fenster und Türen geöffnet haben (sulph, tub). Durstlosigkeit. Harnabgang beim Husten (caust, nat-m). Herzliches Wesen, aber oft weinerliche Stimmung, Launenhaftigkeit.
→Gemüt – Weinen – Kleinigkeiten, über – lacht oder weint bei jeder Gelegenheit (4): caust, puls, sep, staph
→Gemüt – Weinen – leicht (48): calc, caust, kali-br nat-m, puls, sep, …
→Magen – durstlos – begleitet von – Zunge, Trockenheit der (9): puls, nat-m, calc-nat-c, phos, …
→Husten – anhaltend – Liegen – agg. und Aufsetzen amel. (6): hyos, puls, sep, …
→Husten – Anstrengung, bei – heftiger, bei (48): brom, ferr, puls, …
→Husten – Luft – Freien, im – amel. (37): brom, bry, coc-c, dulc, kali-s, mag-p, nat-s, puls, …
→Husten – Schlaf – stört den Schlaf – Kindern, bei (25): puls, sulph, …
→Husten – trocken – abends – gelöst, morgens (70): bry, calc hep, ph-ac, phos, puls, rheum rhod, rhus-t, seneg, sep, sil, spong, squil, stann, staph, stram, stront-c, sul-ac, sulph, verat, zinc, …
→Husten – warm – Zimmer, im warmen – Eintreten aus dem Freien in ein warmes Zimmer, beim (30): ant-c, brom, bry, nat-c, nat-m, nux-v, puls, …
→Blase – Urinieren – unwillkürlich – Husten; agg. beim (71): alet apis, calc, caps, caust, lyc, nat-m, nit-ac, phos, puls, sep, spong, squil, thuj, …
→Allgemeines – Luft – Freien, im – Verlangen nach Aufenthalt im – Zugluft agg., aber (33): bry, calc-s, kali-c, kali-s, lach, lyc, nat-c, nat-m, puls, …
Rumex crispus
#Rumex crispusHusten, trockener#Rumex crispusBronchitisHusten durch Einatmen kalter Luft (phos), typischerweise beim Gehen aus dem warmen Zimmer an die kalte Luft. Reizhusten immer wieder, alle paar Minuten oder paar Mal in der Minute. Können vor lauter Husten gar nicht richtig sprechen. Bedeckt sich oft den Mund mit Hand oder Schal etc. (hep, sabad). Gelegentlich Urinabgang beim Husten (caust, nat-m, puls), < 23:00 Uhr, < meist nach dem ersten Hinlegen (dros, hyos, nux-v) auch beim Erwachen, > Wärme. Anfangs trockener, spasmodischer Husten, später zäher, festsitzender Schleim, meist im Kehlkopf, Versuch des Abhustens bringt keine Erleichterung.
→Husten – anfallsweise – morgens – Erwachen, nach dem agg. (5): agar, ambr, con, rumx, thuj
→Husten – anfallsweise – nachts – Mitternacht – vor – 23:00 Uhr (6): ant-t, rumx, spong, …
→Husten – Entblößen – agg. (12): hep, kali-bi, rhus-t, rumx, sil, …
→Husten – warm Zimmer, im warmen – agg. – kalte oder umgekehrt, beim Gehen vom Warmen ins (2): phos, rumx
→Husten – Sprechen, beim – unmöglich ist (9): cimic, cupr, lach, merc, rumx
→Husten – Hustenreiz – Halsgrube, in der (21): dros, ign, rumx, sang, sil
→Brust – Schmerz – Seiten – Bewegung – agg., bei stechend (20): bry, rumx, bad, calc, sulph, phos, …
→Brust – Schmerz – wund schmerzend – Brustbein – unter dem (10): calc-p, dros, kreos, rumx, …
→Blase – Urinieren – unwillkürlich – Husten agg., beim (71): alet, apis, caust, nat-m, nux-v, phos, puls, rumx, sep, spong, squil, thuj, …
Squilla maritima
#Squilla maritimaHusten, trockener#Squilla maritimaBronchitisHusten tagsüber und speziell abends trocken, Auswurf morgens, Auswurf wie Rost (acon, bry, lyc, phos). Husten mit Tränenfluss, Niesen beim und nach dem Husten, Abgang von Urin und manchmal sogar Stuhl (phos, sulph). Wundmachende Nasenabsonderungen morgens. < Entblößen.
→Auge – Tränenfluss – Husten, mit (52): bell, euphr, nat-m, puls, squil, …
→Nase – Absonderung – wundfressend – morgens (2): ars-met, squil
→Nase – Niesen – Husten – beim (6): agar, bad, bell, just, psor, squil
→Äußerer Hals – Entblößen des Halses – agg. (17): hep, kali-c, nux-v, phos, rhus-t, rumx, sil, spong, squil, thuj, zinc, …
→Rektum – unwillkürlicher Stuhl – Husten oder Niesen, beim (9): phos, rumx, spong, squil, sulph, …
→Blase – Urinieren – spritzender Strahl – Husten, beim (5): caust, squil, staph, …
→Husten – trocken – abends – gelöst, morgens (70): am-c, calc, hep, hyos, iphos, puls, sil, squil, stront-c, …
→Auswurf – Rost, wie (16): bry, lyc, squil, …
→Brust – Schmerz – Seiten – Einatmen agg. – stechend (73): bar-c, bry calc, nat-m, rumx, squil, sulph, …
→Fieber – Entblößen – Abneigung gegen (76): bell, mag-c, mag-m, nux-v, psor, puls, rhus-t, samb, squil, stram, tub, …
Sticta pulmonaria
#Sticta pulmonariaHusten, trockener#Sticta pulmonariaBronchitisBeginn mit Schnupfen, zähe, krustenbildende Absonderungen (kali-bi, lyc), Druck in Stirn und Nasenwurzel, anschließend Befall des Rachens und schließlich der Bronchien (wandert nach unten). Hartnäckiger, schlafraubender Husten, < beim Liegen. Nervöse, hysterische Zustände können vorkommen. Husten, der die Masern begleitet (dros, puls, spong).
→Gemüt – Hysterie – Schlaflosigkeit, mit (36): carc, croc, kali-br, mosch, senec, stict, …
→Nase – Absonderung – Krusten, Schorfe in der Nase – elastische Pfropfen (3): kali-bi, lyc, stict
→Nase – Verstopfung – Schneuzen der Nase – nicht amel. durch (1): stict
→Nase – Völlegefühl – Nasenwurzel (15): gels, kali-bi, lac-c, stict, …
→Husten – Hüsteln – Kitzeln im Kehlkopf, durch (45): all-c, coc-c, dros, lac-c, lach, nat-m, phos, stict
→Husten – trocken – abends – Liegen – agg. (22): kali-c, ph-ac, puls, sang, sep, stann, stict, sulph, tub, …
→Husten – Masern – während (16): acon, kali-bi, puls, stict, …
→Schlaf – Schlaflosigkeit – Husten, durch (38): hep, kali-bi, nit-ac, nux-v, phos, stict, tub, …
Homöopathische Arzneimittel und Repertoriumsrubriken: schleimiger Husten
Ammonium carbonicum
RepertoriumsrubrikenBronchitisRepertoriumsrubrikenHusten#Ammonium carbonicumHusten, schleimiger#Ammonium carbonicumBronchitisGroße Schwäche und Müdigkeit, starke Empfindlichkeit auf Kälte und Nässe, wodurch auch eine Verschlechterung eintritt. Trotzdem wird Wärme nicht ertragen. Bläuliche oder violette Lippen (ant-t, lach). Schleimiges Rasseln auf der Brust (ähnlich ant-t, jedoch eher etwas grobblasiger). Husten ständig, eher trocken, nur mit großer Mühe kann etwas Schleim abgehustet werden (ant-t kann vor Schwäche keinen Schleim mehr hochbringen). < 3:00 Uhr morgens (Kalisalze), > frische Luft. Brennen und Wundsein auf der Brust. Abneigung gegen Gewaschenwerden (Kälte). Insgesamt große Ähnlichkeit mit Antimonium tartaricum (s. u.).
→Gemüt – Waschen – Abneigung dagegen, sich zu waschen, zu baden (22): am-c, ant-c, clem, rhus-t, sulph, …
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – warm – Zimmer, im warmen – leichenblass und muss unbewegt bleiben, wird (1): am-c
→Atmung – röchelnd, stertorös (101): am-c, carb-v, hep, led, lob-p, loxo-lae, lyc, merl, naja nat-c, nat-sal, nit-ac, op, spong, stram, …
→Husten – nachts (22:00–6:00 Uhr) – Mitternacht – nach – 3:00 Uhr – 3:00–4:00 Uhr (8): am-c, bufo, kali-c, rumx, …
→Husten – trocken – Auswurf – morgens, nur (29): am-c, bry, calc, carb-v, hep, nat-m, squil, …
→Brust – Entzündung – Lungen – vernachlässigt (31): am-c, lyc, sang, sep, sil, sulph, …
→Allgemeines – nass – Anwendungen, nasse – kalte, nasse Anwendungen – agg. (45): am-c, calc, lyc, merc, sep, sil, stront-c, sulph, …
→Allgemeines – Schwäche – Reaktionsmangel, mit (7): am-c, op, sulph, valer, …
Coccus cacti
#Coccus cactiHusten, schleimiger#Coccus cactiBronchitisHusten anfallsartig, vor Mitternacht und morgens, Gesicht dabei rot oder bläulich mit anschließendem Hochwürgen oder Erbrechen reichlicher Mengen zähen Schleims. < Im warmen Zimmer, durch lautes Sprechen (phos, tub). > Kalte, frische Luft. Muss sich aufsetzen. > Trinken von kaltem Wasser.
→Gesicht – Farbe – bläulich – Husten, beim (19): acon, apis bell, caust, cina coc-c, dros, ip, verat, …
→Gesicht – Farbe – rot – Husten – während (39): bell, coc-c, cupr, dros, kali-c, nit-ac, …
→Magen – Brechreiz, Würgen – Auswurf, beim (3): arg-n, coc-c, par
→Magen – Erbrechen – Husten – nach (7): cupr, kali-br, kali-c, …
→Husten – morgens (6:00–9:00 Uhr) – 6:00 Uhr – 6:00–7:00 Uhr (4): arum-t, calc-p, coc-c, mez, …
→Husten – anfallsweise – nachts – Mitternacht – vor – 23:30 Uhr (6): ant-t, bell, lach, rumx, spong, squil
→Husten – anfallsweise – gefolgt von reichlichem Schleim (10): agar, alumn, anan, arg-n, coc-c, kali-bi, kali-c, seneg, stann, sulph
→Husten – aufsetzen, muss sich – beginnt, sobald der Husten (9): ars, bry, coc-c, con, …
→Husten – bellend – Wasser, beim Trinken von – kaltes Wasser amel. (2): caust, coc-c
→Husten – kalt – Luft, kalte – amel. (5): calc-s, coc-c, kali-s, mag-p, …
→Husten – Sprechen, beim – lautem, bei (8): coc-c, phos, tub, …
Dulcamara
#DulcamaraHusten, schleimiger#DulcamaraBronchitisBei dieser Arznei sind für die Verordnung die Modalitäten ausschlaggebend. Husten hervorgerufen durch nasses, kaltes Wetter (nat-s, rhus-t, thuj), Folge von Durchnässung, Sitzen auf kaltem Boden, bei Wetterwechsel, insbesondere von warm zu kalt. < Nach 3:00 Uhr morgens. Allgemeines Frostgefühl, > Wärme. Stimmung ungeduldig, streitsüchtig, ruhelos.
→Gemüt – Launenhaftigkeit, launisch – weist Dinge zurück, die er haben wollte, sobald er sie bekommt (19): cham, cina dulc, ip, puls, rheum staph, …
→Gemüt – Zorn – leicht, schnell zornig, wird (74): caps, cham, dulc, ferr, lyc, nux-v, thuj, zinc, …
→Nase – Schmerz – Nasenwurzel – drückend – Nasenbluten, gefolgt von (4): bry, dulc, kali-bi, ruta
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – Wetter – kaltem Wetter, bei – nasskaltem, bei (3): ars, dulc, mang, sil
→Husten – Wetter – nassem Wetter, bei – agg. (15): bar-c, calc-dulc, nat-s, sep, sil, spong.
→Husten – Nasswerden agg. (13): ant-c, calc-s, calc, dulc, lach, nit-ac, nux-m, psor, puls, rhus-t, sep, sulph, tub, …
→Auswurf – blutig – hellrot (44): acal, acon, bell, calc, dulc, hyos, kali-bi, phos, sabin, sec, zinc, …
→Schlaf – ruhelos – nachts – Mitternacht – nach – 3:00 Uhr – nach (4): ars, bapt, dulc, sulph
→Allgemeines – Wetter – Wetterwechsel – warm – kalt agg., von warm nach (21): caust, dulc, merc, nux-v, sil, stront-c, verat, …
Ipecacuanha (13.5)
Kalium bichromicum
#Kalium bichromicumHusten, schleimiger#Kalium bichromicumBronchitisAlle Absonderungen aus den Schleimhäuten sind zäh, klebrig, festsitzend, gelb oder gelb-grün. Der Schleim lässt sich wie Kaugummi in lange Fäden ziehen, er kann auch blutig tingiert sein, oder es bilden sich „elastische Pfröpfe“ (stict, lyc). Bildung von schwer ablösbaren, immer wieder neu auftretenden Krusten und wie ausgestanzt wirkenden Geschwüren. Große Erkältlichkeit, viel Frösteln (hep, nux-v) > Wärme. Husten hart, zäh, schwer löslich, < 2:00–5:00 Uhr morgens, durch Hinlegen. Husten durch Gefühl eines Haares im Kehlkopf. Schmerz an kleinen Stellen, von stechender Qualität, kommt und geht schnell. Erschöpfung und Schwäche.
→Nase – Absonderung – Krusten, Schorfe in der Nase – abgelöst, wenn – bilden sich neu (5): ars, borx, kali-bi, lac-c, psor
→Nase – Absonderung – zäh – Choanen, aus den (21): caps, hydr, kali-bi, nat-ar, nat-p, phyt, …
→Innerer Hals – Haares, Gefühl eines (33): arg-n, kali-bi, sil, …
→Husten – nachts (22:00–6:00 Uhr) – Mitternacht – nach – 2:00 Uhr – 2:00–3:00 Uhr (3): am-c, kali-bi, kali-c
→Husten – Bett – warmen, im – amel. (2): cham, kali-bi
→Husten – Entblößen – agg. (12): hep, kali-bi, rhus-t, rumx, sil, squil, …
→Husten – kalt – Abkühlung, Kaltwerden, agg. (46): ars, calc, coc-c, dulc, hep, kali-bi, kali-c, lach, nux-v, phos, psor, puls, sep, sil, tub, …
→Auswurf – fadenziehend (21): ant-t, coc-c, kali-bi, lach, lob, med, merc, nat-s, …
→Auswurf – schwierig – klebt am inneren Hals, an den Zähnen und Lippen fest (1): kali-bi
→Brust – Schmerz – Brustbein – hinter dem – Husten, beim – agg. (19): bry, caust, chel, kali-bi, phos, sang, …
→Allgemeines – Schmerz – erscheinend, plötzlich – verschwindend, und – plötzlich (60): arg-n, bell, kali-bi, nit-ac, phyt, rhus-t, …
→Allgemeines – Schmerz – wund schmerzend – Stellen, an kleinen (31): aloe arn, kali-bi, nux-v, ran-b, sabad, …
Kalium iodatum
#Kalium iodatumHusten, schleimiger#Kalium iodatumBronchitisDie Arznei ist angezeigt, „wenn nach einer schweren Erkältung oder auch nach einer Lungenentzündung ein langwieriger Husten folgt, Der Patient scheint der Schwindsucht entgegenzugehen“ (Nash). Zäher, dicker, grüner Auswurf von tief unten in der Brust (sang, stann), mit salzigem Geschmack, < Wärme (iod), aber gleichzeitig Kälteempfindlichkeit (kali), insbesondere auf nasse Kälte. < nachts, 2:00–5:00 Uhr, > Bewegung (brom, rhus-t).
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – warm – Zimmer, im warmen (30): apis carb-v, kali-i, kali-s, lil-t, lyc, puls, sulph, …
→Husten – Bewegung – amel. (32): ars, dulc, kali-bi, kali-i, puls, rhus-t, …
→Brust – Schmerz – Brustbein – Husten, beim – agg. (30): am-c. ars. bell. beryl. bry. kali-bi. kali-c. kali-i. kali-n. kreos. ph-ac. phos. phyt. psor. rumx. sang. sep. sil. staph. sulph. thuj, …
→Allgemeines – Abmagerung – Heißhunger mit Abmagerung – Kindern, bei – Kleinkindern, bei (20): abrot, calc-p, calc, cina iod, lyc, mag-c, nat-m, sil, …
→Allgemeines – Wärme – Baden; warmes – agg. – heißes Bad – agg. (20): apis, gels, iod, kali-i, lach, nat-m, …
→Allgemeines – Freien, im – Verlangen nach Aufenthalt im (170): aur-m, aur-s, aur, carb-v, kali-i, lyc, puls, sulph, tub, …
→Allgemeines – Schleimhautabsonderung – salziger Geschmack (28): bar-c, kali-i, lyc, merc, nat-c, sep, sil, …
→Allgemeines – Wärme – Ofen, am warmen – agg. (32): ant-c, kali-i, merc, puls
Kreosotum
#KreosotumHusten, schleimiger#KreosotumBronchitisSchleimhäute neigen zu eitrigen, blutigen, scharfen, wund machenden Absonderungen, die sehr übel riechen. Tendenz zu Geschwüren und Gangrän. Husten tief, krampfhaft mit reichlich gräulicher, fast stinkender Expektoration. Husten bei Lagewechsel im Bett. Starkes Brennen in der Brust. Fortgeschrittene Krankheitszustände. Kleine Wunden bluten leicht. Verlangen nach Geräuchertem (caust, tub).
→Gemüt – Zorn – wirft mit Gegenständen (20): coloc, kreos, staph, tarent, tub, …
→Brust – Gangrän der Lunge, Lungengangrän (25): arn, ars, carb-v, kreos, lach, phos
→Brust – Schmerz – Husten agg. – wundschmerzend – durch (91): abrom-a, acon, alum-p, alum-sil, alum, am-c, ambr, ant-s-aur, apis, arn, bell, bry, calc-s, carb-v, dros, eup-per, ferr-ar, ferr-m, ferr-p, kali-bi, kreos, nux-v, phos, spong, stann.
→Husten – Bett – Veränderung der Lage, bei (3): ars, con, kreos
→Allgemeines – Körpergeruch – übelriechend – entzündete Teile (1): kreos
→Allgemeines – Schleimhautabsonderung – übelriechend, stinkend (78): ars, bapt, kreos, lach, nat-c, nit-ac, psor, pyrog, sulph, …
→Allgemeines – Schleimhäute – Exkoriation (1): kreos
→Allgemeines – Speisen und Getränke – Geräuchertes – Verlangen (17): calc-p, carc, caust, kreos, tub, …
→Allgemeines – Warmwerden – amel. (82): ars, bar-c, calc, caps, graph, kali-c, kreos, lyc, nux-v, phos, rhus-t, thuj, verat, …
→Allgemeines – Wunden – bluten reichlich (70): bell, hydr, kreos, lach, nit-ac, nux-v, ph-ac, phos, staph, sulph, …
Natrium sulfuricum
#Natrium sulfuricumHusten, schleimiger#Natrium sulfuricumBronchitisCharakteristisch ist ein lockerer Husten mit Wundheit und Schmerz in der unteren linken Brustseite. Die gleiche Lokalisation findet sich auch bei Pneumonien, die diese Arznei erfordern. Der Patient muss sich im Bett bewegen, da der Husten so schmerzt (umgekehrt bry, kali-i). Die Hände werden gegen die schmerzhafte Seite gepresst (bry). Verschlechterung durch nasskaltes Wetter (dulc, rhus-t), > frische Luft, Aufsetzen. Auf der psychischen Ebene Missmut, Melancholie, Musik greift sehr an. < 4:00–5:00 Uhr morgens.
→Gemüt – empfindlich – Geräusche, gegen – Stimmen, gegen (38): ars, cocc, coff, con, kali-c, lyss, mag-m, nat-c, nat-s, nit-ac, nux-v, sil, zinc, …
→Gemüt – empfindlich – Musik, gegen (69): calc, nat-c, nat-s, nux-v, sep, …
→Gemüt – Traurigkeit – Musik – agg. (25): graph, kreos, nat-c, nat-m, nat-s, thuj, …
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – offen – Türen und Fenster offen sind, will, dass (22): acon, aeth, apis, arg-n, ars-i, aspar, bapt, cann-s, carb-v, chel, chinin-ar, cist, crat, dig, grin, ip, lach, nat-s, petr-ra, plb, puls, sulph, …
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – Wetter – nassem Wetter, bei (13): dulc, ip, kali-c, nat-m, nat-s, sil, …
→Husten – Halten, Festhalten – Brust mit beiden Händen halten, muss beim Husten die (20): arn, bry, dros, nat-s, …
→Brust – Schmerz – Druck – amel. wund schmerzend (5): bry, dros, eup-per, nat-m, nat-s
→Brust – Schmerz – Sitzen, beim – aufrechtem, bei – amel. wund schmerzend (3): bry, nat-c, nat-s
→Allgemeines – nachts – Nachtluft agg. (10): carb-v, merc, nat-s, nit-ac, …
→Allgemeines – nass – Nasswerden – Zimmer, durch feuchte (29): ars, kali-c, nat-s, pulst thuj, …
→Allgemeines – Veränderung, Wechsel – Lage, der – amel. (28): dulc, ferr, ign, nat-s, rhus-t, …
Rhus toxicodendron
#Rhus toxicodendronHusten, schleimiger#Rhus toxicodendronBronchitisDer Husten kann sowohl trocken, quälend, krampfhaft als auch gelöst mit Auswurf sein, ausgelöst durch Kälte. Das Entblößen eines Körperteiles reicht aus, um Husten auszulösen (hep, nux-v, rumx) < feuchte Kälte (nat-s, dulc, thuj). Starke Ruhelosigkeit (acon, ars). > Fortgesetzte Bewegung. Die Aufregung ist jedoch nicht so ausgeprägt wie bei Aconitum, die Erschöpfung nicht so stark wie bei Arsenicum, die Schmerzen, die die Unruhe veranlassen, nicht so quälend wie bei den anderen beiden Arzneien. Erkältung bei erhitztem Körper. > Wärme. Gerötete Zungenspitze (nicht obligatorisch).
→Gemüt – Ruhelosigkeit – Bett – aus einem Bett zum anderen gehen, will (16): ars, calc, rhus-t, tarent, …
→Gemüt – Ruhelosigkeit – bewegen – muss sich ständig (42): ars, kali-br, kreos, rhus-t, tub, …
→Gemüt – Zorn – Atmung, mit schwieriger (12): cham, cupr, ign, med, rhus-t, staph, thuj, …
→Mund – Farbe – Zunge – rot – Zungenspitze – dreieckig (3): arg-n, rhus-t, sep
→Husten – Entblößen – Hände, Entblößen der agg. (4): bar-c, hep, rhus-t, sil
→Husten – kalt – Abkühlung, Kaltwerden, durch – einzelner Teile (4): bar-c, hep, rhus-t, sil, …
→Husten – warm – Getränke – amel. (13): ars, bry, lyc, nux-v, rhus-t, sil, spong, …
→Auswurf – Rost, wie (16): ars, bry, lyc, phos, pyrog, rhus-t, sang, squil, …
→Brust – Schmerz – Seiten – Berührung aggg, – wund schmerzend – bei (16): carb-v, con, puls, ran-b, …
→Allgemeines – Anstrengung, körperliche – amel. (56): hep, lil-t, mag-m, rhus-t, sep, tarent, …
→Allgemeines – Baden, Waschen – heißes Baden amel. (17): anac, ars, hep, rhus-t, sil, thuj, …
→Allgemeines – Bewegung – fortgesetzte Bewegung – amel. (70): caps, con, cycl, dros, ferr, fl-ac, puls, rhus-t, …
→Allgemeines – Bewegung – nach Bewegung, agg. (39): bell, bry, led, merc, nux-v, rhus-t, sil sulph, zinc, …
Sanguinaria canadensis (13.5)
Stannum metallicum
#Stannum metallicumHusten, schleimiger#Stannum metallicumBronchitisGelöster Husten mit viel grünem, süßlich schmeckendem Auswurf. Großes Schwächegefühl in der Brust (arg-met), insbesondere beim Sprechen. Der Husten kann ausgelöst werden durch Lachen (bry, chin, phos), lautes Lesen (dros, nux-v, phos, tub), Singen (dros, phos) und Sprechen (dros, phos, rumx, sanic, spong, tub). Leeregefühl in der Brust. Größte allgemeine Schwäche, mit Verlangen, sich zu setzen. Schmerzen nehmen allmählich zu und auch allmählich wieder ab (plat).
→Husten – Bewegung – Brust, der (14): chin, nux-v, stann, …
→Husten – Lachen agg. (51): bry, caust, hep, phos, stann
→Husten – Lesen lautes; agg. (34): caust, dros, hep, nux-v, phos, stann, tub
→Husten – Schleim, durch – Trachea, in der – Gefühl von Schleim in der Trachea, durch (2): kali-c, stann
→Husten – Sprechen, beim (106): caust, dros, rumx, sanic, sil, spong, stann, …
→Auswurf – Geschmack – süßlich (81): calc, kali-c, puls, stann, …
→Auswurf – grünlich – morgens (15): ferr, lyc, nit-ac, psor, sil, stann, …
→Auswurf – Kugeln, kugelförmig, in (21): bad, coc-c, kali-c, stann, thuj, …
→Brust – Schwäche – Auswurf, nach (1): stann
→Brust – Schwäche – Husten, durch – hindert am Husten, Schwäche (1): stann
→Allgemeines – Schleimhautabsonderung – schimmeliger, moderiger Geruch (2): borx, carb-v
→Allgemeines – Schmerz – erscheinend, allmählich – verschwindend, und – allmählich (15): nat-m, phos, plat, puls, stann, sul-ac, …
→Allgemeines – Schwäche – Liegen, beim – amel. (18): sep, stann
→Allgemeines – Schwäche – setzen, Verlangen sich zu (37): cocc, lil-t, stann, …
Homöopathische Arzneimittel und Repertoriumsrubriken: Husten mit Tendenz zur Obstruktion
Antimonium tartaricum (13.5)
Aralia racemosa
#Aralia racemosaHusten, obstruktiver#Aralia racemosaBronchitisRepertoriumsrubrikenBronchitisRepertoriumsrubrikenHustenHusten mit Obstruktion, hauptsächlich beim Hinlegen und nach dem ersten Schlaf (vor und um Mitternacht). Rauheit und Brennen hinter dem Brustbein. Starke Empfindlichkeit gegen Zugluft. Häufiges Niesen. < Insbesondere 23:00 Uhr (ant-t, bell, coc-c, rumx).
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – Sitzen, beim – gebeugtem, bei – vorne, nach – amel. (14): acon-f, aral, ars, aur, kali-bi, kali-c, lach, spong, …
→Atmung – pfeifend – Einatmen agg. (9): aral, graph, kali-c, …
→Atmung – Giemen, keuchend pfeifendes Atmen – abends – Hinlegen, beim (2): aral, ars
→Husten – Liegen, beim – nachts – Mitternacht – vor (2): aral, spong
→Husten – anfallsweise – nachts – Mitternacht – vor – 23:00 Uhr – Schlaf agg. (2): aral, lach
→Husten – Schlaf – weckt aus dem Schlaf (55): caust, coc-c, lach, phos, sulph, …
→Brust – Schmerz – Stellen, an einzelnen – brennend – (9): am-c, am-m, aral, led
→Allgemeines – Wärme – Einhüllen, warmes – amel. (40): aral, aur, hep, mag-m, nat-m, nux-m, nux-v, sep, sil, …
Arsenicum album (13.1)
Cuprum arsenicosum
#Cuprum arsenicosumHusten, obstruktiver#Cuprum arsenicosumBronchitisDiese Arznei ist gegenüber Cuprum metallicum zu bevorzugen, wenn zusätzlich zu den Cuprum-Symptomen (s. o.) eine noch stärkere Atemnot mit Angst- und Panikzuständen, Unruhe und Schlaflosigkeit vorhanden sind. Daneben besteht Eiseskälte des gesamten Körpers, kalter, klammer Schweiß mit Kollapsneigung. In den Repertorien finden sich nur wenige charakteristische Symptome.
Cuprum metallicum
#Cuprum metallicumHusten, obstruktiver#Cuprum metallicumBronchitisKrampfhafter, erstickender Husten, Krämpfe der glatten Muskulatur (Bronchien), heftiges und plötzliches Einsetzen der Hustenanfälle, auch wieder plötzliches Sistieren, können jedoch einige Stunden andauern. Starkes Schleimrasseln. Bei großer Atemnot können die Daumen in die Handflächen eingeschlagen werden, gelegentlich leicht zyanotisches Gesicht. < Berührung, kalte Luft, nachts, durch Schreck. > Kaltes Trinken. Metallischer Geschmack des Auswurfes. Ruhelosigkeit, bisweilen Tobsuchtsanfälle:
→Gemüt – Furcht – Näherkommen, Annäherung von, vor – anderen, von – Kinder können es nicht ertragen, dass ihnen jemand nahekommt (11): ambr, ant-c, arn, bell, cina cupr, ign, kali-c, lach, stram, valer, …
→Atmung – Asthma, asthmatische Atmung – nachts – Mitternacht – nach – 3:00 Uhr (7): chin, cupr, kali-bi, kali-c, kali-n, nat-m, …
→Atmung – Schnappen nach Luft – Husten – während – agg. (18): cina cor-r, cupr, dros, dulc, hyos, verat, …
→Husten – anfallsweise – besteht aus – langen Hustenstößen (8): alum, ambr, carb-v, cupr, dros, ip, lob, rumx
→Husten – anfallsweise – ununterbrochene Anfälle (1): cupr
→Husten – erstickend – bei Kindern – steif und blau im Gesicht, Kind wird (2): cupr, ip
→Husten – kalt – Getränke, durch kalte – amel. (25): caust, coc-c, cupr, euphr, op, …
→Husten – Sprechen, beim – unmöglich; ist (9): am-m, cupr, lach, merc, rumx, …
→Husten – Wind, bei – Meer, am (2): cupr, mag-m
→Auswurf – Geschmack – metallisch (30): calc, cupr, ferr, merc rhus-t, …
Lobelia inflata
#Lobelia inflataHusten, obstruktiver#Lobelia inflataBronchitisDyspnoe durch Einschnürung der Brust, verlängertes Exspirium, Spasmen in den Bronchien, begleitet von Aufstoßen. Gelegentlich hysterische Komponente. < morgens, durch Kälte, durch Bewegung. Lähmungsgefühl in der Brust. Vor den Hustenanfällen oft Prickeln der Haut bis in Finger und Zehen. Hustenreiz im Epigastrium, > tiefes Atmen. Urin mit rotem Sediment (lyc).
→Gemüt – Furcht – Ersticken, vor dem (63): acon, lob, phos, puls, rob, samb, seneg, sil, spig, spong, staph, stram, sulph, …
→Urin – Sediment – Sand – rot (83): benz-ac, berb caust, chel, coloc, dig, lob, lyc, merc-c, nat-m, nat-s, phos, psor, sep, …
→Atmung – Anstrengung, nach (19): ars, calc, lach, lob, lyc, lycps-v, nat-m, spong, stann, staph, …
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – hysterisch (8): ars, cedr, ign, lac-ac, lob
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – Luft – kalter Luft agg. (19): act-sp, all-c, alum, apis aral, ars, aur, graph, kali-bi, lob, lyc, merc, nux-v, petr, puls, sel, seneg, spong, sulph
→Husten – anfallsweise – besteht aus – langen Hustenstößen (8): cupr, lob, rumx, …
→Husten – Aufstoßen – erregt Husten, Aufstoßen (7): ambr, bar-c, lac-ac, lob, …
→Brust – Lähmung – Lunge – Gefühl von (1): lob
→Brust – Zusammenschnürung – Band, wie durch ein (32): anac, arg-n, ars, cact, lob, lyc, nux-v, op, phos, puls, …
→Haut – Prickeln, Kribbeln (79): apis, colch, lob, lyc, plat, rhus-t, sulph, …
Thuja occidentalis
#Thuja occidentalisHusten, obstruktiver#Thuja occidentalisBronchitisAn diese Arznei sollte gedacht werden, wenn der Husten in Zusammenhang mit einer Impfung auftritt oder in der Familie eine Belastung mit Gonorrhö besteht, was häufig nicht so leicht zu eruieren ist. Neben Medorrhinum ist Thuja die wichtigste Arznei der Sykosis mit folgenden Symptomen und Modalitäten: Dicke, grüne, schleimige Absonderungen (nat-s), sehr viel Schleim in der Brust, was zu Kurzatmigkeit führen kann. Starke Frostigkeit, < feuchte Kälte (nat-s, rhus-t) und Nebel, Sturm und Wetterwechsel, trotzdem > frische Luft. Ausgeprägte Schweiße (süßlich), an unbedeckten Stellen, können die Wäsche färben. Bevorzugt Linksseitigkeit. Warzen und Papillome. < 15:00 Uhr und 3:00 Uhr morgens (Kalisalze, am-c).
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – Frost, während (26): apis nat-m, thuj, …
→Husten – Gonorrhö, nach unterdrückter (4): benz-ac, med, sel, thuj
→Husten – Impfung, nach (3): carc, sil, thuj
→Husten – Liegen, beim – Seite, auf der – linken, auf der agg. – Drehen auf die rechte Seite amel. (7): ars, kali-c, phos, rumx, sep, sulph, thuj
→Schweiß – färbt die Wäsche – gelb (32): calc, lach, lyc, merc, nux-v, sel, …
→Schweiß – Unbedeckten Teilen, an (3): bell, puls, thuj
→Allgemeines – nachmittags (13:00–18:00 Uhr) – 15:00 Uhr (32): apis bell, calc-met, calc-p, calc-sil, calc, thuj, …
→Allgemeines – nachts – Mitternacht – nach – 3:00 Uhr (76): am-c, bry, cupr, kali-bi, kali-c, kali-m, kali-met, psor, rhus-t, thuj, …
→Allgemeines – Kälte – Abkühlung, Kaltwerden, durch – Teil des Körpers agg. – Extremitäten (10): hep, nat-m, rhus-t, sil, thuj,
→Allgemeines – nass – Nasswerden – Zimmer, durch feuchte (11): dulc, nat-s, puls, stram, thuj, …
→Allgemeines – Wetter – kaltes Wetter – nasskaltes – agg. (138): ars, calc-p, calc-s, calc-sil, calc, dulc, med, nat-s, rhus-t, thuj, tub, …
→Allgemeines – Wetter – nebliges Wetter – agg. (35): gels, nat-s, rhus-t, sep, thuj, …
Literatur (13.5)

Pneumonie

Anna Koller-Wilmking

Grundlagen

PneumonieBei primär infektbedingten Pneumonien Pneumonieinfektbedingtesind folgende Formen zu unterscheiden: Bronchopneumonie, Lobärpneumonie, interstitielle und primär atypische Pneumonien.
  • Die BronchopneumonieBronchopneumonie kommt in allen Altersgruppen am häufigsten vor, Übergänge zwischen Bronchitis, Bronchiolitis und Pneumonie sind fließend. Ursächlich sind Viren (RS und andere) und Bakterien (Superinfektion). Der Husten ist anfangs trocken, später produktiv, Fieber eher mittelhoch, meist weder Zyanose noch Atemnot. Der Auskultationsbefund ist sehr variabel: Rasselgeräusche, bei Säuglingen verstärktes Bronchialatmen.

  • Die LobärpneumonieLobärpneumonie ist wesentlich seltener. Husten oft pertussiform, gelegentlich Atemnot und Zyanose, bei der Auskultation Knistern und feinblasige Rasselgeräusche über bestimmtem Lungenareal sowie lokale Dämpfung bei der Perkussion. Fieber oft sehr hoch. Auslösend sind Bakterien, je nach Altersgruppe unterschiedlich, z. B. Pneumokokken, Streptokokken (besonders bei Neugeborenen), Staphylokokken (Säuglinge und Kleinkinder, selten ältere), Hämophilus, Pseudomonas (meist nur bei Risikogruppen), Chlamydien (Neugeborene).

  • Interstitielle PneumonienPneumonieinterstitielle sind im Kindesalter selten. Eine genaue Abklärung ist erforderlich, da auch nichtinfektiöse Genese möglich. Dies hat insbesondere für die schulmedizinische Behandlung therapeutische Konsequenzen. Trockene, kurze Hustenattacken, Zyanose und Atemnot möglich, stark erhöhte Atemfrequenz. Fieber je nach Ätiologie. Vermindertes, leises Atemgeräusch, feinblasige Rasselgeräusche. Auslöser sind immunologische (Kollagenosen, Speicherkrankheiten, Allergien), toxische Substanzen, Viren und Bakterien.

  • Primär atypische PneumonienPneumonieprimär atypische sind häufig verursacht durch Mykoplasmen, treten überwiegend im Schulalter auf. Geringe Kontagiosität. Meist hohes Fieber, kaum Husten, oft kein Auskultationsbefund. Hohes CRP.

  • Sekundäre symptomatische PneumonienPneumoniesekundär symptomatische kommen vor nach Aspiration, bei CF, Asthma, kardialen Vitien, Aids etc.

Konventionelle Therapie und unterstützende Maßnahmen

Konventionelle Therapie:
  • AntibiotikaAntibiotikaPneumonie, je nach Erregerspektrum in verschiedenen Altersgruppen, bei Neugeborenen und Säuglingen bis zum dritten Monat wie bei Sepsis. Bei viralen Pneumonien nur bei vermuteter Superinfektion.

  • Bettruhe. Sekretolytika sind umstritten.

  • Antitussiva nur anfangs, bei sehr schmerzhaftem Husten. Cave: Sekretretention! NaCl-Inhalationen.

  • Bei nichtinfektiösen Pneumonien Behandlung der Grunderkrankung.

Unterstützende Maßnahmen: Brustwickel mit QuarkWickelPneumonie oder gekochten Kartoffeln, Frischluft, Kochsalzinhalationen, viel Flüssigkeit, Thymiantee sowie HydrotherapieHydrotherapie, Pneumonie (zur Verhinderung von Blutstase bzw. zur Durchblutungsförderung), z. B. auch in Form von Wadenwickeln oder feuchten Socken.
Hahnemann selbst spricht im letzten Paragraph des „Organon“ (§ 291) über die hilfreiche Wirkung von Wasserbädern: „Eben so erweisen sich die kalten Wasserbäder von 10 bis 6° R, bei der Reconvalescenz, arzneilich von chronischen Krankheiten hergestellter Personen, bei deren Mangel an Lebenswärme, als homöopathische Beihilfe durch augenblickliche und später, bei öfter wiederholten Eintauchungen, als palliative Wiederherstellung des Tons der erschlafften Faser, zu welcher Absicht solche Bäder von mehr als augenblicklicher, selbst minutenlanger Dauer und von immer niedrigerer Temperatur anzuwenden sind; ein Palliativ, welches, weil es nur physisch wirkt, nicht mit dem Nachtheile eines hintendrein zu befürchtenden Gegentheils verbunden ist, wie bei dynamisch arzneilichen Palliativen stattfindet“.

Homöopathische Behandlung

Prinzipiell lassen sich Pneumonien ausschließlich homöopathisch behandeln, unter der Prämisse, dass die jeweiligen Arzneien auf die Symptome des Patienten genau abgestimmt sind. Dies ist nicht immer einfach und erfordert eine äußerst präzise Beobachtung des Kindes von Seiten der Eltern und des Therapeuten, eine engmaschige Zusammenarbeit zwischen beiden sowie hinreichende Arzneimittelkenntnisse. Um die negativen Auswirkungen einer unterdrückenden antibiotischen Therapie zu vermeiden, sollte auf jeden Fall eine ausschließlich homöopathische Behandlung versucht werden.

Info

Dem Anfänger oder weniger Erfahrenen sei jedoch zur Vorsicht geraten und in Risikofällen bzw. bei deutlicher Verschlechterung des Kindes trotzdem eine antibiotische Behandlung nahegelegt. Die homöopathische Behandlung kann auf jeden Fall begleitend stattfinden. Jeder sollte entsprechend seinem Kenntnisstand bzw. seiner Erfahrung seiner Verantwortung als Arzt gerecht werden.

In ca. 50 % der Fälle ist die akute Arznei auch die chronische, d. h. dass häufig die Arznei, welche die Pneumonie heilen kann, auch der chronischen entspricht bzw. falls bereits eine chronische Arznei bekannt ist, diese auch in der Lage ist, die akute Erkrankung zu heilen. Hahnemann spricht in diesem Fall von „ähnlicher Erkrankung.“ Die andere Hälfte erfordert eine akute, meist komplementäre Arznei. In diesem Fall handelt es sich um eine „unähnliche Erkrankung“. (Organon §§ 34–40)
Nicht immer gelingt die Behandlung mit einer einzigen Arznei, sondern es sind je nach Stadium mehrere Arzneien hintereinander erforderlich.
  • Wichtigste Mittel im ersten Stadium (Anschoppung) sind acon, bell, ferr-p, verat-v. Der Husten in diesem Stadium typischerweise trocken.

  • Häufige Arzneien für das zweite Stadium (rote Hepatisation): bry, phos, ipec, lyc, kali-c, sulph. Der Husten in diesem Stadium eher produktiv.

  • Im dritten Stadium (graue Hepatisation) ist der Patient bereits sehr geschwächt, das Fieber niedriger, weniger Husten und Auswurf. Wichtige Arzneien: ars, ant-t, carb-v, kali-c, lyc, sep, sil, sulph.

  • Viertes Stadium (gelbe Hepatisation mit Lösung): Rekonvaleszenz, Patient für lange Zeit sehr schwach. Vorrangige Arzneien: ars, ant-t, carb-v, kali-c, sulph.

Praxistipp

Wird das passende Arzneimittel früh genug gegeben, werden die weiteren Stadien nicht auftreten. Wenn also das klinische Bild klar ist, sollte so früh wie möglich verschrieben werden. Ist es nicht klar, empfiehlt es sich zuzuwarten, bis die Symptome sich deutlicher zeigen.

Nach Erfahrung der Autorin ist je nach Schwere der Erkrankung eine häufigere Arzneimittelwiederholung erforderlich (am besten in aufgelöster Form), und zwar dann, wenn die Besserung nicht mehr fortschreitet oder erneut eine Verschlechterung eintritt. Dies wird z. B. bestätigt durch Margret Tyler, die folgendes sagt: „Bei der Behandlung von Pneumonien ist es wichtig, dass man nicht annimmt, die Krankheit sei geheilt, nur weil die Temperatur auf einen fast normalen Wert gefallen ist, Freuen Sie sich erst, wenn der Patient 48 Stunden lang eine normale oder fast normale Temperatur aufweist, Man kann nur in Anfangsstadien und bei Patienten, die zuvor gesund waren, annehmen, dass die erste Verschreibung den Fall gänzlich heilt, Es kann erforderlich sein, die Symptomatik erneut aufzunehmen, um eine weitere Verschreibung vorzunehmen.“. Auch namhafte zeitgenössische Homöopathen wie z. B. Alfons Geukens und André Saine betonen immer wieder die Notwendigkeit der Mittelwiederholung bei schweren akuten Erkrankungen, am besten in aufgelöster Form.
Wichtigste Überwachungsparameter: Körpertemperatur, Pulsfrequenz, Atemfrequenz (bei Kindern Normalwert je nach Alter ca. 30/Min). In schweren Fällen kann die Atemfrequenz zwei- bis dreimal so hoch sein. Eine langsame Normalisierung spricht für eine gute Mittelwahl. Ein engmaschiges Monitoring ist unabdingbar. Bei erneutem Anstieg einer der Parameter müssen die Symptome nochmals zusammengetragen und dann entweder die gleiche oder eine Folgearznei verordnet werden. Die Arzneiwirkung muss innerhalb weniger Stunden erkennbar sein.

Repertoriumsrubriken

RepertoriumsrubrikenPneumonieDie Rubriken bezüglich der Stadieneinteilung im Repertorium von Zandvoort (Complete Repertory) dienen der Orientierung, sie sind nach Meinung der Autorin jedoch nicht ganz zuverlässig.
Stadien der Pneumonie
Die Rubriken sind dem Complete entnommen.
→Brust – Entzündung – Lungen, Pneumonie – Stadien – kongestiv (9): acon, ferr-p, iod, verat-v, aesc, bell, …
→Brust – Entzündung – Lungen, Pneumonie – Stadien – Hepatisation (8): bry, iod, phos, ant-t, kali-i, kali-m, …
→Brust – Entzündung – Lungen, Pneumonie – Stadien – Invasion (8): acon, bry, phos, sulph, chin, lach, …
→Brust – Entzündung – Lungen, Pneumonie – Stadien – Lösung, gelbe Hepatisation (16): ant-t, hep, kali-i, lyc, phos, sang, …
→Brust – Entzündung – Lungen, Pneumonie, Stadien, rote Hepatisation (7): sulph, ant-t, ferr-p, phos, ant-ar, lach, …
Ätiologisch begründete Rubriken und Arzneimittel
Ätiologie beachtenRepertoriumsrubrikenPneumonie, z. B. wie war das Wetter bei Beginn der Erkrankung, evtl. kalter, trockener Wind (acon), nass-kaltes, nebliges Wetter (nat-s) etc.
  • Physisches oder psychisches Trauma: Schreck, Wut, Ärger

  • Lokalisation der Pneumonie, Repertoriumsrubriken (Complete Repertory):

    →Brust – Entzündung – Lungen, Pneumonie – rechts (18): bry, bell, brom, carb-an, chel, kali-c, lyc, merc, phos, sang, calc, elaps, iod, kali-i, squil, stram, tub, tub-a

    →Brust – Entzündung – Lungen, Pneumonie – links (16): acon, calc, lach, nat-s, ox-ac, sang, anth, asc-t, chel, myos, myrt-c, phos, phys, sulph, tub, tub-a

    →Brust – Entzündung – Lungen, Pneumonie – oben – rechts (3): calc, chel, tub-a

    →Brust – Entzündung – Lungen, Pneumonie – oben, links (7): acon, myrt-c, phys, tub-a

    →Brust – Entzündung – Lungen, Pneumonie – unten, rechts (5): kali-c, merc, phos, brom, iod

    →Brust – Entzündung – Lungen, Pneumonie – unten, links (7): chel, nat-s, asc-t, myos, ox-ac, sulph, tub

  • Beginn der Erkrankung: schnell (acon, bell), langsam (merc, bry)

  • Atmung schmerzhaft: ja (acon, bry) oder nein, Lokalisation des Schmerzes

Begleit- und Gemütssymptome
Begleitsymptome können für die Mittelwahl bedeutend sein, z. B. Diarrhö bei Pneumonie (ant-t), Epistaxis bei Fieber (phos, ferr-p), Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerz etc.
  • „Mental state“: Die Gemütssymptome können wahlanzeigend sein, Beispiele:

    • Ist das Kind normalerweise mild, jetzt aber reizbar oder umgekehrt, besteht Angst, Ruhelosigkeit (acon) oder ist es eher stumpf (bell)?

    • Will es Gesellschaft und gestreichelt werden (phos) oder möchte es lieber seine Ruhe haben (bry, nux-v)?

    • Will es nicht angesehen werden, ist es fröhlich und will spielen?

  • Durst: groß, große (bry, nat-m, phos, sulph) oder kleine Schlucke (ars, lyc), kalte (acon, bry, eupat-p, phos) oder warme Getränke (ars, chel, lyc) oder eher Durstlosigkeit (chel, dulc, puls).

  • Besondere Nahrungsmittelverlangen, die normalerweise nicht vorhanden sind (z. B. Eisverlangen bei phos).

  • Schweiß vorhanden oder abwesend.

  • Zeiten von Fieber oder Frost, z. B. bell 15:00 Uhr, bry 21:00 Uhr, ars um und nach Mitternacht.

  • Empfindlichkeit gegenüber Lärm (acon, bell, kali-c, nux-v, tub), Geruch (caust, nux-v), Bewegung (bry, carb-v, kali-c, nux-v, phos, stann), Zugluft (bell, kali-c, lyc, nux-v, puls, rhus-t, sulph), Licht (bell, nux-v, phos), Raumtemperatur.

  • Will das Kind ab- oder zugedeckt sein?

Physiognomische Zeichen
Gesichtsausdruck, z. B.: ängstlich, starrend, stumpf (op, gels, ip, ph-ac), traurig, schnelles Erröten im Gesicht (z. B.: ferr, ferr-p), dunkelrot (z. B. bapt), eher blasses Gesicht (lyc), Repertoriumsrubriken (Complete Repertory).
→Gemüt – Stirnrunzeln, Neigung zum: cham, equis, hell, hyos, lyc, mang, nux-v, plb, rheum, rumx, sanic, sep, stram, sulph, verat, viol-o
Lycopodium runzelt die Stirn bei schweren Atemproblemen, Stramonium aus Angst, Chamomilla aus Reizbarkeit.
→Gesicht – Schwellung – allgemein (214): acon, apis, ars, bell, bov, bry, calc, cham, ferr, hep, lyc, merc, nat-m, op, …
→Gesicht – Schwellung – allgemein – Augen – Umgebung (38): apis, kali-c, rhus-t, am-be, ars, ferr, phos, …
→Gesicht – Schwellung – allgemein – Augen – über den (10): kali-c, lyc, nat-ar, aur-m-n, cench, chin, …
→Gesicht – Schwellung – allgemein – Augen – zwischen den (5): fl-ac, kali-c, lyc, sel, sil
→Gesicht – Schwellung – allgemein – Augen – unter den (41): apis, ars, kali-c, aur, calc-ar, fl-ac, …
Körperliche Untersuchung und Befunde
  • Position des Patienten, z. B. Vornüberbeugen (chel), Kopf niedrig (verat-v).

  • Geschmack und Geruch des Sputums, z. B. salzig, süßlich.

  • Urinbefund bei Fieber, z. B. blutig, sandig, rot (lob, lyc), Geruch etc.

  • Temperatur bestimmter Körperteile.

Homöopathische Arzneimittel

Aconitum napellus
#Aconitum napellusPneumonieAconitum gehört in der Behandlung von Pneumonien zu den Arzneien des ersten Stadiums. Rechtzeitig verabreicht, kann es das Auftreten weiterer Stadien verhindern. Betroffen ist meist der linke Oberlappen.
Der Beginn ist plötzlich, heftig, das Kind war vorher oft trockenem, kaltem Wind ausgesetzt. Das Fieber erscheint ebenso plötzlich und steigt sehr hoch an, oft verbunden mit Frieren und Schüttelfrost. Rotes Gesicht. Die Hitze ist trocken; sobald Schweiß erscheint, ist Aconitum eher nicht mehr angezeigt. Kennzeichnend ist große Ruhelosigkeit mit starker Angst, das Kind wirft sich hin und her (ars: Ruhelosigkeit mit Bewegungsdrang, Patient ist jedoch meist zu schwach dazu). Heftiges Herzklopfen mit vollem, hartem Puls. Großer Durst auf kalte Getränke (ars, kleine Schlucke). Überempfindlichkeit der Sinne (Licht, Geräusche, Berührung). Geringe Mengen von Auswurf, dieser kann blutig oder rostig sein. Plötzliche, scharfe, stechende Schmerzen bei der Atmung. Liegt auf dem Rücken. < abends und nachts, eher vor Mitternacht (ars < nach Mitternacht). > Auftreten von Schweiß.
→Gemüt – Angst – Husten, beim (18): acon, adam, ars, brom, cina, coff, cupr, hep, iod, ip, kali-c, meli, mez, nux-v, rhus-t, stram, …
→Gemüt – Ruhelosigkeit – Bett – Herumwerfen, im (167): acon, apis, ars, cupr, ferr, gels, kali-ar, lach, lyc, puls, ran-s, sep, staph, stram, sulph, tarent, …
→Gemüt – Schreien – Fieber, während (14): acon, bell, bry, caps, cham, coff, cupr, ip, lyc, op, plat, puls, stram, verat
→Atmung – schmerzhaft (33): acon, arn, bry, ran-b, …
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – offen – Türen und Fenster offen sind, will, dass (22): acon, carb-v, lach, nat-s, puls, sulph, …
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – Trinken – beim (13): anac, apis, arg-n, bell, cimx, kali-c, kali-n, lim, meph, nat-m, plb, squil, thuj
→Brust – Entzündung – Lungen – Kindern, bei – Kleinkindern, bei (17): acon, calc, carc, cham, hep, lyc, phos, tub, …
→Brust – Entzündung – Lungen – links – Oberlappen (3): acon, ferr-p, sulph
→Brust – Entzündung – Lungen – Liegen – Rücken, auf dem – amel. (3): acon, phos, sulph
→Husten – bellend – laut (7): acon, aur-m, kali-bi, kali-chl, lyc, stann, verat
→Husten – heiser (96): acon, bell, brom, caust, dros, hep, kali-bi, lac-c, lach, lyc, rhus-t, rumx, spong, stann, …
→Husten – Wind, bei – kaltem Wind, bei – trockenem, bei (7): acon, caust, cham, cupr, hep, samb, spong
→Magen – Durst – große Mengen, auf – oft, und (25): acon, bell, bry, eup-per, nat-m, …
→Magen – Durst – Hitze – während (132): acon, bell, bry, eup-per, lach, merc, nat-c, nat-m, nux-v, tub, …
Antimonium tartaricum
#Antimonium tartaricumPneumoniePneumonien, die diese Arznei erfordern, sind meist schwer, es bestehen ausgeprägte Schwäche, kalter Schweiß, oft Atemnot. Wie auch bei Ipecacuanha lassen sich Übelkeit und Reizbarkeit beobachten. Während Ipecacuanha eher blass ist, wird Antimonium tartaricum leicht zyanotisch. Die Lunge ist voll von Schleim, jedoch keinerlei Auswurf, da wegen der Schwäche der Schleim nicht hochgebracht werden kann. Große Erschöpfung (Stadium 2–3), ausgeprägtes Nasenflügeln (lyc, phos), anstoßende, abdominelle Atmung. Bewegung bessert. Im Gegensatz zu Ipecacuanha erleichtert Erbrechen die Übelkeit. Oft kräftezehrende Durchfälle. Husten < morgens, durch Hinlegen, > Aufsetzen, durch Auswurf. Das bereits mit bloßem Ohr hörbare Rasseln ist feinblasiger als bei Ipecacuanha, feinblasiges Knisterrasseln, häufig verbunden mit Obstruktion. Der Befund entspricht oft dem einer Bronchiolitis. Zunge meist dick belegt.
→Gemüt – Furcht – Ersticken, vor dem – nachts (17): ant-t. lyc. puls. spong. sulph, …
→Nase – Bewegung der Nasenflügel – Fächer, wie ein – Pneumonie, bei (7): ant-t. lyc. phos. sulph
→Atmung – Asphyxie (28): ant-t. ars. camph. carb-v. op, …
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – Kindern, bei (12): ambr, ant-t, calc-p, calc-ip, lyc, med, nat-s, op, puls, samb, thuj
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – Liegen – unmöglich (35): ant-t, hep, kali-c, stann, sulph, tub, …
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – Muskeln zum Atmen, benutzt zusätzlich die (7): ant-t, ars, bell, bry, cann-s, cupr, spong
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – Schleim, durch – Trachea, in der (15): ant-t, ars, camph, ip, thuj, …
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – Sitzen, beim – aufrechtes Sitzen amel. (34): ant-t, bry, kali-c, lach, laur, lyc, nat-m, nux-v, …
→Atmung – Giemen, keuchend pfeifendes Atmen – Schlaf, im – Kindern, bei (3): ant-t, kali-bi, kali-s
→Atmung – Bauchatmung (13): ant-t, phos, spong, stram, …
→Atmung – rasselnd – Auswurf – ohne (25): ant-t, dig, ip, seneg, tub, …

Kasuistik

Pneumonie bei allgemeiner Infektanfälligkeit (Anna Koller-Wilmking)

Anamnese

Der 14 Monate alte Junge ist immer offen, fröhlich, furchtlos und zeigt im Hinblick auf seine Entwicklung eine frühnormale Reifung, in der Vorge-
schichte lassen sich mehrfache Bronchitiden beobachten. Die Infektanfälligkeit begann mit drei Monaten, hatte sich aber bereits unter Sulphur und Tuberculinum (wegen mehrfacher familiärer Belastung) gebessert. Nun sind folgende Symptome aufgetreten: Fieber seit zwei Tagen, seit einem Tag Husten, der sich zunehmend verschlechterte und gleichzeitig eine beginnende Dyspnoe. Zudem Inappetenz, absolute Durstlosigkeit. Bei der klinischen Untersuchung fand sich ein deutlich reduzierter Allgemeinzustand, Nasenflügeln, anstoßende, abdominelle Atmung sowie interkostale Einziehungen. Diskrete Zyanose. Mit bloßem Ohr hörbares Knistern, bei der Auskultation Giemen und feinblasige Rasselgeräusche über beiden Lungen.

Verordnung und Verlauf

Antimonium tartaricum#Antimonium tartaricumPneumonie XM. Ich bat die Mutter, mit dem Kind noch etwa eine halbe Stunde in der Praxis zu verweilen, um die Reaktion auf die Arznei abzuschätzen, da bei Nichtansprechen eine Klinikeinweisung angezeigt gewesen wäre.
Nach etwa 15 Minuten wurde das Kind deutlich ruhiger, die Atmung war weniger angestrengt. Bei meinem abendlichen Anruf war das Kind bereits ohne Probleme eingeschlafen, zwar noch mit leichtem Giemen, die Dyspnoe jedoch fast verschwunden, das Hautkolorit rosig. Bis zur vollständigen Genesung nach drei Tagen waren noch zwei Gaben der Arznei erforderlich. Die weitere Behandlung erfolgte konstitutionell bzw. miasmatisch.
Belladonna
#BelladonnaPneumonieBelladonna folgt oft auf Aconitum, gehört aber auch noch zu den Arzneien des ersten Stadiums. Betroffen ist meist die rechte Lungenseite.
Belladonna-Zustände sind sehr heftig. Heißes, rotes, meist schweißiges Gesicht, Kongestion des Kopfes, klopfende Karotiden, Extremitäten kalt. Das Kind hat hohes Fieber, < abends und nachts, > morgens. Häufig delirante Zustände, Albträume, kann schwer einschlafen, oft Zuckungen (hyos). Dumpfheit, Stupor, Aufschreien im Schlaf. Kopf meist tief ins Kissen gebohrt. Überempfindlichkeit der Sinne, besonders gegen Berührung. Es können Schmerzen im Thorax bestehen, die sich jedoch bei der Atmung nicht (!) verschlechtern. < Liegen auf der schmerzhaften Seite (kali-c, umgekehrt bry).
Heiße, rote Haut, dabei Frostgefühl mit großem Durst, typischerweise starke Schweiße, die bessern. < Kälte, Zugluft und Abdecken, < Sinneseindrücke. Husten trocken, krampfartig, hohl. Kind weint vor dem Husten.
→Gemüt – Auffahren, Zusammenfahren – Schlaf – Einschlafen, beim (77): ars, bell, calc, hep, lyc, nat-ar, nat-c, nat-m, nat-s, sulph, …
→Gemüt – Delirium – Fieber – während (85): bapt, bell, calc, hell, hep, nat-m, ph-ac, puls, rhus-t, …
→Gemüt – Delirium – Zähneknirschen, mit (1): Bell
→Gemüt – empfindlich – Berührung, gegen (37): acon, bell, lach, …
→Gemüt – empfindlich – licht, gegen (35): acon, bell, nux-v, phos, …
→Gemüt – erschreckt leicht – Fieber, während (15): bell, calc, nat-m, verat
→Gemüt – Stumpfheit – Hitze – während (35): acon, ars, bapt, bell, phos, puls, sep, verat, …
→Gemüt – Verwirrung, geistige – Hitze, während (39): bapt, bell, caps, hyos, nux-v, …
→Kopf – bohrt den Kopf in das Kissen – Schlaf, im (11): bell, cupr, hell, hep, lach, …
→Kopf – Hitze – Kälte – Extremitäten, mit Kälte der (36): arn, bell, ferr, …
→Brust – Entzündung – Lungen – rechts (22): brom, bry, carb-an, kali-c, lyc, merc, petr, phos, sang
→Brust – Schmerz – Liegen, beim – Seite, auf der – erkrankten Seite, auf der (9): ant-t, bell, calc, kali-c, …
→Brust – Schmerz – stechend – Husten, beim – agg. (44): arn, ars, bry, kali-c, lyc, merc, …
→Husten – bellend (70): acon, bell, coc-c, dros, hep, rumx, spong, stram, …
→Husten – folternd, qualvoll (82): bell, caust, cupr, dros, ip, kali-c, nat-ar, nat-m, squil, stann, sulph, …
→Husten – heiser (96): acon, bell, brom, caust, dros, hep, kali-bi, lac-c, lach, lyc, rhus-t, rumx, spong, stann, …
→Husten – krampfhaft, spasmodisch – nachts (46): bell, dros, hep, ip, mag-c, mag-m, mag-p, phos, puls, …
→Gemüt – Weinen – Husten – vor (6): ant-t, arn, bell, borx, bry, hep, phos
Bryonia alba
#Bryonia albaPneumonieBryonia ist eine Arznei für das zweite Stadium, es folgt häufig auf Aconitum. Wenn Bryonia von Anfang an angezeigt ist, ist der Beginn der Erkrankung eher langsam.
Es bestehen scharfe, stechende Schmerzen, die sich bei Bewegung verschlechtern. Deshalb versucht der Patient, sich absolut ruhig zu halten, um dadurch die Schmerzen zu reduzieren (acon wirft sich herum). Er liegt auf der schmerzhaften Seite, da Druck bessert. Er hält sich beim Husten den Thorax mit den Händen, häufig stechende Schmerzen hinter dem Sternum oder auf der betroffenen Seite. Es besteht ausgeprägtes Fieber, jedoch nicht ganz so heftig wie bei acon und bell, Rotes Gesicht, trockene Schleimhäute.
Großer Durst auf große Mengen, bevorzugt kalt, in großen Abständen (vermeidet Bewegung). Häufig findet sich eine Pleuritis, die Arznei hat eine starke Beziehung zu den serösen Häuten. Der Gemütszustand ist eher ärgerlich und reizbar, das Kind will in Ruhe gelassen werden (nux-v). Verschlimmerung abends ab 21:00 Uhr, nachts bis morgens, im warmen Zimmer, Besserung des Hustens durch frische Luft (puls, sulph, tub). Meist rechte Seite betroffen.
→Gemüt – näherkommen, auf ihn zukommen von Perso-nen – Abneigung gegen (29): ant-c, bry, cham, lyc, thuj, …
→Gemüt – Reizbarkeit, Gereiztheit – Hitze – während (43): bry, nat-c, nat-m, nux-v, psor, …
→Gemüt – still sein, seine Ruhe haben, möchte – Frost, während (69): acon, bry, gels, kali-c, …
→Magen – Durst – begleitet von – Zunge – Trockenheit der Zunge (5): bry, dulc, …
→Magen – Durst – große Mengen, auf – großen Abständen, in (8): bry, sulph, verat, …
→Brust – Entzündung – Lungen – rechts (22): brom, bry, carb-an, kali-c, lyc, merc, phos, sang, …
→Brust – Entzündung – Lungen – Pleuropneumonie (20): ant-t, bry, calc, lach, phos, sulph, tub, …
→Brust – Schmerz – Atmen, beim (89): bell, dros, hep, ip, mag-c, mag-m, mag-p, phos, puls, …
→Brust – Schmerz – Bewegung, bei – agg. (79): bell, bry, calc, graph, hep, merc, naja phos, …
→Brust – Schmerz – Druck – amel. (22): borx, bry, dros, nat-s, …
→Brust – Schmerz – Brustbein – hinter dem – Husten, beim (19): bry, caust, kali-bi, phos, rumx, sang, …
→Brust – Schmerz – stechend – Liegen, beim – Seite, auf der – schmerzhaften Seite, auf der – amel. (2): bry, calad, …
→Husten – Atmen – tiefes Atmen (76): bell, bry, kali-bi, kali-c, lac-c, lyc, puls, …
→Husten – Halten, Festhalten – Brust mit beiden Händen halten, muss beim Husten die (20): arn, bry, dros, eup-per, nat-s, phos, sep, …
→Husten Freien, im – amel. (36): brom, bry, coc-c, dulc, nat-s, puls, …
→Husten – trocken – Fieber, während (50): acon, bry, ip, kali-c, nat-m, nux-v, phos, …
→Husten – warm – Zimmer, im warmen – Eintreten aus dem Freien in ein warmes Zimmer, bei (30): ant-c, bry, nat-c, nat-m, nux-v, puls, …
→Allgemeines – abends – 21:00 Uhr (41): bov, bry, gels, …
→Allgemeines – langsame Manifestation von Beschwerden (11): bry, calc-sil, con, lyc, …
→Allgemeines – Speisen und Getränke – kalte Getränke, kaltes Wasser – Verlangen (270): acon, ars, bry, calc-s, calc, caust, cham, chin, cina eup-per, med, merc nat-p, nat-s, phos, thuj, verat, …
Calcium carbonicum
#Calcium carbonicumPneumonieFür die Verordnung dieser Arznei bei Pneumonien ist meist der Konstitutionstyp bestimmend. Als Lokalisation findet sich typischerweise der rechte Oberlappen.
Viele, säuerlich riechende Schweiße, speziell am Kopf. In der Anamnese meist eher adipöse Kinder, teigige Gewebekonsistenz, langsame Entwicklung, schwierige Zahnung, gutmütige, aber auch sture Kinder. Viele Ängste.

Kasuistik

Parotisfistel und Pneumonie (Anna Koller-Wilmking)

Anamnese

Der siebenjährige Junge ist seit eineinhalb Jahren in Behandlung wegen einer Parotisschwellung links, die operiert worden war und zu einer nicht heilenden Fistel geführt hatte. In der Vorgeschichte bestanden häufig Pseudokruppanfälle. Der Junge war zurückhaltend, schüchtern, verschmust und hatte viele Ängste. Die Fistel war nach einigen Gaben Calcium carbonicum in aufsteigenden Potenzen innerhalb kurzer Zeit zugegangen. Acht Monate nach der letzten Gabe starker Husten seit einigen Tagen, Fieber zwischen 38,5 °C und 39 °C, starkes Schwitzen am Kopf. Noch relativ guter Allgemeinzustand. Der Hausarzt diagnostizierte eine Pneumonie des rechten Oberlappens und verordnete Antibiotika. Da die Familie sehr weit entfernt wohnte, sodass ich das Kind nicht sehen konnte, vereinbarten wir einen homöopathischen Versuch telefonisch, jedoch nur bis zum nächsten Tag.

Verordnung und Verlauf

Eine Dosis Calcium carbonicum#Calcium carbonicumPneumonie XM ließ das Kind bis zum nächsten Tag vollkommen entfiebern, nachdem es nachts extrem viel geschwitzt hatte. Auch der Husten war nach einem Tag deutlich gebessert, das Kind nach nur drei Tagen völlig gesund. Auch in diesem Fall hatte die bereits bekannte, chronische Arznei die akute Krankheit geheilt.
Carbo vegetabilis
#Carbo vegetabilisPneumonie„Der homöopathische Reanimator“ (Tyler). Carbo vegetabilis wird meist in einem späten und ernsthaften Stadium der Pneumonie benötigt. Es handelt sich um sehr schwere, bereits kollaptische Zustände mit Atemnot, Lippen- und Fingerzyanose, extreme Kälte des Körpers, speziell Unterschenkel, Knie und Nasenspitze. Kalter Schweiß an der Stirn, sinkende Lebenskraft, schwache und kurze Atmung, dabei starkes Verlangen nach Luft, möchte angefächelt werden. Atem kalt, Lunge wie gelähmt. Brennen in der Brust wie von glühenden Kohlen. Übelriechendes Sputum. Keine Ängste, keine besonderen Gemütssymptome. Puls sehr schwach, manchmal unmöglich zu tasten. Durstlosigkeit.
→Gemüt – Bewusstlosigkeit – partiell, teilweise bei Bewusstsein (15): carb-v, stram, verat, …
→Gemüt – Gleichgültigkeit, Apathie – allem, gegenüber (115): carb-v, cina, gels, lyc, merc, ph-ac, phos, puls, staph, …
→Nase – Kälte
→Gesicht – Farbe – bläulich (145): bapt, bell, bry, carb-v, con, lach, op, staph, stram, …
→Gesicht – hippokratisches Gesicht (58): ars, carb-v, nux-v, ph-ac, phos, …
→Gesicht – Schweiß – kalt (86): ars, camph, carb-v, dros nux-v, op, stram, verat, …
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – angefächelt werden, möchte (18): carb-v, ferr, med, sulph, …
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – offen – Türen und Fenster offen sind, will, dass (22): lach, puls, sulph, …
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – warm – Zimmer, im warmen agg. (30): apis kali-s, …
→Brust – Schwäche – morgens – Erwachen, beim (2): carb-v, dig
→Extremitäten – Farbe – blau (28): carb-v, crot-c, lach, merc, op, …
→Extremitäten – Kälte – Knie – Frost, während (5): apis, carb-v, ign, phos, sil,
→Extremitäten – Kälte – Unterschenkel (135): calc, carb-v, lac-c, lach, rhus-t sec, sep, sil, stram, tub, verat, …
→Frost – eisige Kälte des Körpers – Haut, der – ganzen Körpers, des – kaltem Atem, mit (3): amph, carb-v, verat
→Allgemeines – Hitze – Lebenswärme, Mangel an – bedeckt, zugedeckt zu werden, aber Abneigung (5): camph, carb-c, cor-r, sanic, sec
→Allgemeines – Ohnmacht – Aufstehen – nach agg. (4): carb-v, iod, op, phyt
→Allgemeines – Schwäche – Kälte – durch (3): ars, carb-v, verat
→Allgemeines – Schwäche – Schweiß – mit Schweiß, Schwäche – kalter Schweiß (7): camph, carb-v, cupr, merc, ph-ac, ter, verat, …
Chelidonium majus
#Chelidonium majusPneumonieChelidonium ist eine rechtsseitige Arznei, es besteht wie bei Lycopodium eine starke Beziehung zur Leber. Bezüglich der Lokalisation bei Pneumonien ist meist der rechte Oberlappen betroffen (calc), gelegentlich auch der linke Unterlappen.
Schlüsselsymptom ist der Schmerz unterhalb des rechten Schulterblattes, sowie die Besserung durch Beugen nach vorne. Dies findet sich bei Lycopodium nicht. Oft sieht man einseitig eine rote Wange. Die Skleren sowie die Zunge können eine Gelbfärbung aufweisen. Der Patient ist ärgerlich, gereizt, kann wegen Kleinigkeiten in Zorn ausbrechen (lyc, bry, nux-v), besser, wenn allein (anders phos).
Die Schmerzen haben scharfen, stechenden Charakter (bry, kali-c): und erstrecken sich von vorne nach hinten. Es besteht Durst auf große Mengen warmer Getränke. (bry kalt) < Liegen auf der betroffenen Seite, < Berührung. Der Husten < morgens beim Aufstehen (lyc nachmittags), Hitze der Hände erstreckt sich über den ganzen Körper.
→Gesicht – Farbe – rot – eine Seite (47): cham, chel, ign, nat-m, phos, puls, …
→Auge – Farbe – gelb – Skleren (18): chel, chin, kali-bi, lach, podo, …
→Mund – Farbe – Zunge – gelb – schmutzig (41): bapt, bry, carb-v, chel, kali-bi, merc, nat-s, …
→Brust – Entzündung – Lungen – rechts – Oberlappen (5): aeth, bell, calc, chel, iod
→Brust – Entzündung – Lungen – links – Unterlappen (9): bry, chel, nat-s, phos, stram, sulph, …
→Brust – Schmerz – Lungen – rechts – erstreckt sich zu – Rücken (1): chel
→Brust – Schmerz – Beugen, beim muss sich – vorne – stechend (1): chel
→Brust – Schmerz – Seiten – erstreckt sich zu – Schulterblatt stechend (7): chel, nat-m, sulph, …
→Husten – morgens (6:00–9:00 Uhr): – Aufstehen, agg. (53): ars, cina, ferr, nat-m, …
→Extremitäten – Hitze – Hände – Handfläche – breitet sich von dort aus (1): chel.
Ferrum phosphoricum
#Ferrum phosphoricumPneumonieWie Aconitum und Belladonna ist Ferrum phosphoricum eine Arznei für das Anfangsstadium. Während bei ersteren die Krankheitszustände sehr heftig sind, zeichnet sich diese Arznei eher durch Schwäche und Erschöpfung aus, jedoch besteht im Gegensatz zu Gelsemium (Benommenheit und Lähmung) durchaus geistige Aktivität ohne das Auftreten von Angst und Ruhelosigkeit (anders acon).
Der Beginn ist ebenfalls plötzlich. Der Patient ist sehr leicht erkältlich. Das Gesicht kann blass, aber auch rot sein, hierbei handelt es sich im Gegensatz zu Aconitum und Belladonna um eine passive Kongestion (Dilatation der Blutgefäße bei Schwäche). Das Erröten tritt meist bei Erregung, starken Emotionen und Schmerzzuständen auf. Die Temperatur kann rasch auf hohe Werte ansteigen. Der Puls ist eher weich und komprimierbar. Trockenheit der Schleimhäute mit Durstgefühl. Scharfe Schmerzen können in der Brust bestehen, die sich bei der Atmung verschlimmern. Gelegentlich hellroter Auswurf.
Nasenbluten bei Pneumonien nicht selten (phos), Modalitäten: > leichte Bewegung und kalte Anwendungen. Ansonsten zeichnet sich die Arznei häufig durch die Abwesenheit von ausgeprägten Symptomen aus. Viele der klinischen Symptome sind nur schlecht in den Repertorien vertreten und nur in der Materia medica zu finden (vgl. Reference Works).
→Gesicht – Farbe – blass (337):
→Gesicht – Farbe – rot – Erregung, bei (33): ferr-p, ferr, puls, stram, …
→Mund – Trockenheit (343)
→Nase – Nasenbluten – Fieber, während – agg. (29): ferr-p, ferr, ham, ign, meli, ph-ac, phos, …
→Magen – Durst – große Mengen, auf (79): bry, eup-per, ferr-p, nat-m, phos, stram, sulph, …
→Brust – Entzündung – Lungen – Kindern, bei – Kleinkindern, bei (22): ferr-p, ip, kali-br, kali-c, lob, lyc, merc, phos, …
→Brust – Schmerz – Atmen, beim – tiefem – agg. (95): borx, bry, ferr-p, kali-bi, kali-c, nat-m, phos, …
→Auswurf – blutig (205)
→Allgemeines – Bewegung amel – langsame Bewegung – (40): ferr-p, ferr, mag-m, puls, …
→Allgemeines – Erkältung – Erkältungsneigung – Anfangsstadium (2): all-c. ferr-p.
→Allgemeines – Puls – beschleunigt (445)
→Allgemeines – Puls – weich (169)
→Allgemeines – Schwäche – Fieber, während (94): ars, bry, cupr, eup-per, ferr-p, nux-v, phos, stann, tub, verat, …
→Fieber – Symptomen, ohne andere (4): chinin-s, ferr-p, mur-ac, nat-m

Kasuistik

Rezidivierende Pneumonien (Anna Koller-Wilmking)

Anamnese

Das siebenjährige Mädchen war bereits an einigen Pneumonien in der frühen Kleinkindzeit erkrankt, die sehr schwer verliefen und einen Klinikaufenthalt erforderlich machten. Seit zwei Jahren konstitutionelle Behandlung mit Sulphur, ohne jegliche Erkältungen.
Eines Abends plötzlicher Beginn mit hohem Fieber, Dyspnoe und leichter Zyanose, sodass sich die Mutter aufgrund vorheriger Erfahrungen sofort an die Klinik wandte, zumal die Familie auch sehr weit von der Praxis entfernt wohnte. Die Sauerstoffsättigung betrug lediglich 88 %. Behandlung mit Antibiotika, Steroiden und Inhalationstherapie. Nach zwei Tagen hilfesuchender Anruf der Mutter, der Zustand des Kindes sei trotz maximaler schulmedizinischer Behandlung weiterhin sehr schlecht, es bestehe Sauerstoffbedarf, bisher keine Besserung. Ihr Anliegen war eine zusätzliche homöopathische Behandlung. Als Symptome berichtete sie lediglich über eine große Schwäche, einen roten Kopf bei Erregung, weiterhin leichte Atemnot, Trockenheit des Mundes mit großem Durst. Die Pneumonie sei beidseitig, Leukozyten und CRP mit 13,5/nl bzw. 2,1 mg/l jeweils nur mäßig erhöht.

Verordnung und Verlauf

Aufgrund dieser Symptome bzw. der Abwesenheit wahlanzeigender Symptome, die zu einer anderen Arznei hätten führen können, wurde Ferrum phosphoricum#Ferrum phosphoricumPneumonie XM alle vier Stunden aufgelöst verabreicht, dazwischen wegen der ernsthaften Situation symptomatisch Laurocerasus#LaurocerasusPneumonie D6, um die Sauerstoffsättigung zu verbessern (Doppelverordnung nur in extremen Ausnahmefällen).
Nach zwölf Stunden konnte die Sauerstoffzufuhr bzw. die Verabreichung von Laurocerasus beendet werden, ab dem nächsten Tag waren eine deutliche Besserung und Entfieberung zu beobachten. Ob nun wirklich die homöopathische Behandlung die Wende gebracht hat, sei durchaus kritisch betrachtet, laut Aussagen der Mutter war es jedoch eindeutig, zumal bei den vorhergehenden Pneumonien die Verläufe ebenfalls sehr protrahiert waren. Ob Ferrum phosphoricum evtl. auch weiterhin angezeigt ist, wird die Zukunft zeigen. Danach wegen einer erst später eruierten familiären Tuberkulosebelastung und einiger entsprechender Symptome Weiterbehandlung mit Bacillinum. Rubrik (Complete Repertory): →Brust – Entzündung – Lunge – wiederkehrend: bac.

Anmerkung

Leitsymptome für Laurocerasus sind pulmonale Dyspnoe, Zyanose und Reizhusten. Das Mittel hat sich symptomatisch bei vielen Zyanosezuständen bei Kindern und Säuglingen bewährt, entweder bei schweren pulmonalen Affektionen mit Zyanose als auch bei zyanotischen Herzfehlern, indem sie eindeutig die Sauerstoffsättigung verbessert.
Ipecacuanha
#IpecacuanhaPneumonieIpecacuanha ist häufig erforderlich bei der Behandlung kindlicher Pneumonien (zweites Stadium): und oft nicht ganz leicht zu differenzieren von Antimonium tartaricum. Bei beiden Arzneien besteht Durstlosigkeit, Übelkeit, starke Schwäche, kalter Schweiß, Reizbarkeit und Verschlechterung durch Ärger.
Bei Ipecacuanha ist die Lunge voller Schleim, das Kind versucht mit großer Anstrengung abzuhusten, jedoch nur wenig Auswurf. Husten krampfhaft, erstickend, sehr angestrengt mit Würgen und Erbrechen. Um den Schleim besser hochzuwürgen, stecken Säuglinge und Kleinkinder oft den Finger bzw. die ganze Hand in den Mund. Die Übelkeit wird durch Erbrechen nicht gelindert. Blasses Hautkolorit, eher stumpfer Gesichtsausdruck, grobblasige Rasselgeräusche. Bevorzugt Ruhe, < jegliche Bewegung. Saubere Zunge (Conditio sine qua non):
→Gemüt – Beschwerden durch – Zorn (145): acon, aur, cham, ign, ip, nux-v, op, staph, …
→Gemüt – Gesten, Gebärden, macht – Finger – Mund, Kinder stecken die Finger in den (23): calc, ip, …
→Gemüt – Launenhaftigkeit, launisch – weist Dinge zurück, die er haben wollte, sobald er sie bekommt (19): cham, cina dulc, hep, ign, ip, puls, staph, …
→Gemüt – Ungeduld – Hitze, während (15): cham, ip, merc, nat-m, nux-v, …
→Mund – Faust in den Mund, Kinder stecken die (1): ip
→Magen – Erbrechen – Husten agg. (110): alum, ant-t, bry, dros, hep, ip, kali-c, lach, nat-m, nux-v, …
→Magen – Übelkeit – Erbrechen – amel. – nicht amel. durch Erbrechen (4): dig, ip, sang, tab
→Magen – Übelkeit – Husten, beim; agg. (71): calc, ip, puls, sep, …
→Atmung – Giemen, keuchend pfeifendes Atmen (153): ars, bell, carb-v, dros, ip, thuj, …
→Atmung – rasselnd (198)
→Brust – Entzündung – Lungen – Kindern, bei – Kleinkindern, bei (22): acon, ant-c, ant-t, bell, bry, calc, carc, ferr-p, ip, kali-br, kali-c, lob, lyc, merc, nux-v, op, phos, samb, sulph, tub
→Husten – rasselnd (91): ant-t, caust, ip, kali-s, sep, …
→Husten – würgend (31): coc-c, kali-bi, kali-c, lach, puls, …

Kasuistik

Pneumonie mit würgendem Husten (Anna Koller-Wilmking)

Pneumonie

Das 13-Monate alte Mädchen hat bisher wenige Gaben von Calcium carbonicum erhalten, seit zwei Tagen sind Fieber und Husten aufgetreten ohne besondere Modalitäten. Eine Wiederholung des chronischen Mittels brachte keine Änderung. Am darauffolgenden Tag sah ich das Kind mit lockerem, würgendem, angestrengtem Husten, Faust im Mund (was sonst nie vorkommt), sie war jammerig und gereizt, nur auf dem Schoss der Mutter liegend. Die Nacht zuvor hatte sie zweimal im Rahmen des Hustens erbrochen. Klinische Untersuchung: deutlich reduzierter Allgemeinzustand, Kurzatmigkeit, diskretes Giemen und zahlreiche grobblasige Rasselgeräusche über beiden Lungen. Zunge nicht belegt.

Verordnung und Verlauf

Ipecacuanha#IpecacuanhaPneumonie M als Globuli und abends bei Bedarf zum Auflösen. Nach sechs Stunden war die Temperatur von 39,5 °C auf 38,7 °C gesunken, am nächsten Tag Fieberfreiheit, Husten noch da, aber weniger würgend, Allgemeinzustand deutlich gebessert.
Kalium carbonicum
#Kalium carbonicumPneumonieLokalisation meist rechter Unterlappen, jedoch keine so starke Seitenbeziehung wie z. B. bei Lycopodium. Husten sehr trocken und hart, krampfhaft mit Würgen (ipec).
Typisch sind stechende Schmerzen, die unabhängig von Bewegung auftreten (anders bry) und die sich zum Rücken erstrecken. < 3:00 Uhr morgens, > Aufsetzen, > Beugen nach vorne (chel), < beim Liegen auf der erkrankten Seite (anders bry). Es bestehen große Schwäche und Kälteempfindlichkeit. < Trinken, bei Bewegung (bry, nux-v), > Schaukeln. Liegen nahezu unmöglich. Ödematöse Schwellung der Oberlider. Kitzelige Füße.
→Brust – Entzündung – Lungen – rechts – Unterlappen (8): chel, kali-c, lyc, merc, phos, sulph, …
→Brust – Entzündung – Lungen – Liegen – rechten Seite agg. (2): kali-c, merc
→Brust – Entzündung – Lungen – Masern, nach (1): kali-c
→Brust – Schmerz – stechend – Liegen, beim – Seite, auf der – erkrankten Seite, auf der (3): calc, kali-c, sabad
→Brust – Schmerz – stechend – Seiten – Husten, beim (44): arn, ars, bry, kali-c, lyc, merc, …
→Brust – Schmerz – stechend – Seiten – kalt – Luft, in kalter (1): kali-c
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – Beugen, beim – vorne, nach – amel. (9): arg-n, ars, kali-bi, kali-c, lach, spong, …
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – Sitzen, beim – aufrechtes Sitzen amel. (34): bry, kali-c, nat-m, nux-v, …
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – Sitzen, beim – gebeugtem, bei – vorne, nach – amel. – Ellenbogen, mit auf die Knie gestützten (1): kali-c
→Husten – nachts (22:00–6:00 Uhr): – Mitternacht – nach – 3:00 Uhr (23): ars, kali-ar, kali-c, …
→Husten – Bewegung – agg. (66): calc, carb-v, ferr, kali-c, stann, …
→Husten – kalt – Abkühlung, Kaltwerden – agg. (46): ars, kali-c, nux-v, phos, sep, sil, tub, …
→Gemüt – Berührtwerden – Abneigung berührt zu werden – Kitzeligkeit (14): kali-c, phos

Kasuistik

Pneumonie mit Pleuraerguss (Anna Koller-Wilmking)

Anamnese

Der elfjähriger Junge hat seit zwei Tagen hohes Fieber mit Husten und Stechen in der Brust. Er mochte sich nicht bewegen, wollte in Ruhe gelassen werden, die Stimmung war unleidig. Es bestand viel Durst, egal ob kalt oder warm. Über eine bevorzugte Position konnte leider keine genaue Auskunft gegeben werden. Die klinische Untersuchung ergab eine leichte Dämpfung sowie abgeschwächtes Atemgeräusch auf der rechten Seite, keine Rasselgeräusche hörbar. Keine weiteren Modalitäten.

Verordnung und Verlauf

Wegen der stechenden Schmerzen, des großen Durstes, der bevorzugten Ruhe sowie der mürrischen Stimmung vermutete ich Bryonia#Bryonia albaPneumonie als angezeigte Arznei. Diese brachte auch nach einigen Gaben keine Änderung. Am nächsten Morgen berichtete die Mutter, ihr Sohn habe nachts kaum liegen können, habe sich immer wieder aufgesetzt. Wegen des zunehmend schlechteren Zustandes sowie des auch sonografisch nachweisbaren Pleuraergusses vereinbarten wir einen kurzfristigen Versuch mit einer zweiten Arznei; wenn jedoch bis in vier bis sechs Stunden keine Besserung eintreten sollte, wollten wir mit einer antibiotischen Behandlung beginnen. Kalium carbonicum#Kalium carbonicumPneumonie XM brachte innerhalb einiger Stunden die Wende. Nach mehrfachen Gaben bei Bedarf war nach zwei Tagen definitive Entfieberung eingetreten. Deutliche Besserung des Allgemeinzustandes, der Pleuraerguss war nach fünf Tagen nicht mehr nachweisbar.
Lycopodium clavatum
#Lycopodium clavatumPneumonieLycopodium findet sich in der Rubrik „Pneumonie vernachlässigt“ und wird folglich im zweiten bzw. auch dritten Stadium benötigt.
Das Kind runzelt die Stirn, ist reizbar, launisch, weinerlich, will nicht sprechen. Man sieht deutliches Nasenflügeln. Verschlechterung ab 16:00 Uhr, ohne diese Modalität ist Lycopodium eher unwahrscheinlich. Trockener Mund, kein intensiver Durst, Verlangen nach warmen Getränken. Gelegentlich Schmerzen in der Lebergegend. Differenzialdiagnostisch sollte immer an Chelidonium und Natrium sulfuricum gedacht werden.
→Gemüt – mürrisch – Frost, während (32): bry, calc, con, lyc thuj, …
→Gemüt – Reizbarkeit, Gereiztheit – Frost, während (57): calc, caps, con, nat-m, nit-ac, rheum, …
→Gemüt – Reizbarkeit, Gereiztheit – Kindern, bei – krank, wenn (2): lyc, puls
→Gemüt – Weinen – Frost – während (27): bell, calc, cham, lyc, puls, …
→Nase – Bewegung der Nasenflügel – Fächer, wie ein – Pneumonie, bei (7): ammc, ant-t, chel, kreos, lyc, phos, sulph
→Gesicht – Gerunzelt – Stirn, Stirnrunzeln – Brust, bei Beschwerden der (1): lyc
→Abdomen – Schmerz – Hypochondrien – rechts – Einatmen, beim – tiefem Einatmen, agg. (1): lyc
→Brust – Entzündung – Lungen – rechts (22): bell, brom, bry, chel, kali-c, lyc, merc, phos, …
→Brust – Entzündung – Lungen – vernachlässigt (31): lach, lyc, phos, sep, sil, sulph, …
→Brust – Schmerz – Seiten – nachmittags – 16:00 Uhr (1): lyc
→Husten – warm – Getränke – agg. (9): ambr, ant-t, caps, coc-c, ign, laur, mez, phos, stann

Kasuistik

Pneumonie (Anna Koller-Wilmking)

Anamnese

Der siebenjährige Junge hat seit drei Tagen Fieber bis 40 °C, etwas Kopfschmerzen, Bauchweh, mäßigen Husten, er trinkt gut. Er ist äußerst mürrisch, launisch, mag seine kleine Schwester nicht sehen, möchte in Ruhe gelassen werden. „Der Papa nervt“. Bei der klinischen Untersuchung fand sich Nasenflügeln, eine anstoßende Atmung. Der Allgemeinzustand war deutlich reduziert, die Lunge perkutorisch und auskultatorisch unauffällig. Aufgrund der klinischen Situation war die Diagnose Pneumonie jedoch unzweifelhaft.

Verordnung und Verlauf

Lycopodium XM. Da am späten Nachmittag nach anfänglichem Sinken der Temperatur diese wieder anstieg, Wiederholung der Dosis in aufgelöster Form. Am nächsten Tag war das Kind fieberfrei, der Gemütszustand hatte sich deutlich gebessert. Es war keine weitere Behandlung erforderlich.
Mercurius solubilis
#Mercurius solubilisPneumonieMercurius ist bei Pneumonien eher nicht so häufig indiziert wie die vorher beschriebenen Arzneien, meist treten diese in Vergesellschaftung mit Erkrankungen der Schleimhäute, Tonsillen oder Lymphknoten auf.
Wahlanzeigende Symptome für Mercurius sind übelriechende, klebrige Schweiße, welche die Wäsche färben und keine Linderung verschaffen, die Verschlechterung nachts (Syphilis): und in der Bettwärme, übler Mundgeruch und Speichelfluss. Weder Kälte noch Wärme werden ertragen. Scharfe, aber auch schleimig-eitrige Absonderungen. Auswurf grünlich. Zittern der Hände. Große Schwäche mit Kräfteverlust. Auf der Gemütsebene Gereiztheit, mürrisches Wesen, Ausbrüche von gewalttätigem Verhalten können vorkommen. Husten heftig, gewaltsam, < nachts. Betroffen überwiegend der rechte Unterlappen, wobei Liegen auf der rechten Seite verschlechtert. Zahneindrücke auf der Zunge.
→Gemüt – Abneigung – Familienangehörige, gegen (33): calc, merc, nat-c, sep, …
→Gemüt – mürrisch (378): aur-m, aur, bell, calc, kali-bi, kali-br, kali-c, lach, merc, nux-v, puls, rhus-t, sil, …
→Gemüt – Ruhelosigkeit – Kindern, bei (68): acon, calc, cham, merc, rhus-t, …
→Gemüt – unzufrieden – allem, mit (135): cham, hep, merc, nat-m, puls, sep, …
→Mund – eingedellt – Zunge (57): dulc, merc-d, merc-sul, merc, nat-p, rhus-t, sep, …
→Mund – Geruch – übelriechend (200): ars, carb-v, kreos, lach, merc-c, merc, nit-ac, sulph, …
→Mund – Speichel – stinkend (32): dulc, merc, nit-ac, …
→Mund – Speichelfluss – Schlaf, im – agg. (50): lyc, merc puls, rhus-t, …
→Husten – nachts (22:00–6:00 Uhr): – Schweiß, mit (11): kali-bi, lyc, merc, nat-c, nit-ac, psor, sulph, …
→Brust – Entzündung – Lungen – rechts – Unterlappen (8): bell, bry, chel, kali-c, lyc, merc, phos, sulph
→Brust – Schmerz – Liegen, beim – Seite, auf der – rechten Seite, auf der, agg (6): acon, canth, con, heroin, hydr, ran-b
→Fieber – nachts (22:00–6:00 Uhr): – Schweiß, mit (38): bell, merc, …
→Schweiß – nachts (22:00–6:00 Uhr): – anhaltend, die ganze Nacht – ohne Linderung (4): hep, kali-c, meny, merc
→Schweiß – färbt die Wäsche – gelb (32): graph, lach, lyc, merc, thuj, …
→Schweiß – Geruch – übelriechend – nachts (22): ferr, lyc, merc, sep, staph, tell, …
→Allgemeines – Hitze – Lebenswärme, Mangel an – Wärme agg., und (48): bry, lyc, merc, puls, …
→Allgemeines – Kälte – Luft, kalte – agg. (266): bar-c, calc, caust, dulc, hep, kali-bi, kali-c, lyc, merc, sil, …
→Allgemeines – Kälte – Hitze und Kälte (64): lach, lyc, merc, tub, …

Kasuistik

Pneumonie (Anna Koller-Wilmking)

Anamnese

Der dreijährige Junge, der seit dem Säuglingsalter mit Lycopodium in großen Abständen behandelt wurde, hatte bisher keine ernsthaften Erkrankungen. Die Arznei wurde aufgrund von Gemütssymptomen immer wiederholt, wenn er anfing, seine Mutter im Befehlston herumzukommandieren. Die letzte Verordnung lag etwa vier Monate zurück. Nun litt er seit zwei Tagen an Fieber, hartem, keuchendem, bellendem Husten, < nachts, grünlichem Nasensekret, eitriger Konjunktivitis. Laut Angaben der Mutter habe er Probleme beim Schlucken. Bei der klinischen Untersuchung fand sich eine beginnende Angina mit vereinzelten Stippchen auf den Tonsillen. Die Lunge ohne Befund, er fröstelte und bevorzugte warme Getränke.

Verordnung und Verlauf I

Aufgrund dieser Symptome wurde eine Gabe Hepar sulfuris#Hepar sulfurisPneumonie M verabreicht, die jedoch keinerlei Besserung brachte. Am nächsten Tag war das Fieber noch gestiegen, der Husten nachts schlafraubend. Außerdem habe das Kind nachts extrem stark geschwitzt. Bei der Konsultation am nächsten Tag meinte die Mutter, das Kind rieche unerträglich, was auch glaubhaft nachempfunden werden konnte. Die Konjunktivitis und die Angina waren leicht gebessert, bei der Auskultation konnten zahlreiche feinblasige Rasselgeräusche über dem rechten Unterfeld ausgemacht werden. Übelriechender Mundgeruch.

Verordnung und Verlauf II

Nun war eindeutig Mercurius#Mercurius solubilisPneumonie angezeigt. Eine Gabe XM, am Abend aufgelöst nochmals wiederholt, ließ das Kind ruhig schlafen. Ab 3:00 Uhr morgens kein Husten mehr. Allgemeinzustand besser, Entfieberung.
Telefonat nach einer Woche, es bestehe wieder Husten bei körperlicher Anstrengung, nachts ruhiger Schlaf, Hustenanfälle nach dem Aufwachen, in die er sich furchtbar hineinsteigere. Außerdem starke Reizbarkeit. Eine Gabe seines chronischen Mittels Lycopodium#Lycopodium clavatumPneumonie brachte schließlich den Fall innerhalb eines weiteren Tages zum Abschluss.
Nicht selten kommt es bei schweren, „unähnlichen Erkrankungen“ vor, dass nach der Gabe eines akuten Mittels noch das chronische zur endgültigen Heilung benötigt wird.
Phosphorus
#PhosphorusPneumonieDie Phosphorus-Konstitution hat eine sehr starke Erkältungsneigung. Typischerweise wandern Infekte des oberen Respirationstraktes sehr schnell nach unten in Bronchien und Lungen. Es entwickelt sich rasch Husten. Phosphorus kann in allen Stadien vorkommen und heilen.
Die Phosphorus-Pneumonie spielt sich meist im rechten Unterlappen ab. Es besteht Nasenflügeln, Kurzatmigkeit, unter der das Kind stark leidet. Außerdem finden sich häufig Thoraxschmerzen, die sich bei tiefer Atmung verstärken. Schmerz < beim Liegen auf der linken Seite, als auch < auf der erkrankten Seite, > Rückenlage. In seltenen Fällen kann es auch umgekehrt sein. Meist besteht sehr großer Durst auf eiskalte Getränke, die jedoch oft wieder erbrochen werden. Nur in Ausnahmen besteht Durstlosigkeit. Das Kind ist eher unruhig, nervös, ängstlich, < beim Alleinsein, will immer jemanden um sich haben, der sich um es kümmert und streichelt. Der Husten selbst ist trocken, erschöpfend, quälend, schmerzhaft, sodass die Brust mit den Händen festgehalten wird (bry, eupat). Gelegentlich Zittern beim Husten. Husten < Lachen (bry, chin, stann), Sprechen (dros, rumx, spong, tub), lautes Lesen (dros, nux-v, stann, tub), Auswurf kann blutig oder rostig sein (acon, bry, lyc, rhus-t, sang). Oft relativ guter Appetit im Fieber.
→Gemüt – Furcht – allein zu sein (140): ars, kali-c, lyc, phos, …
→Gemüt – Gesellschaft – Verlangen nach – allein, agg. wenn (87): ars, hep, kali-br, kali-c, phos, stram, …
→Gemüt – magnetisiert – Verlangen, magnetisiert zu werden (12): calc, lach, limen-b-c, phos, sil, …
→Gemüt – Mitleid anderer Menschen – Verlangen nach Mitleid (16): phos, puls, sep, …
→Nase – Bewegung der Nasenflügel – Fächer, wie ein – Pneumonie, bei (7): ammc, ant-t, chel, kreos, lyc, phos, sulph,
→Magen – Appetit – vermehrt – Fieber, während (8): chin, cina, phos, …
→Magen – Durst – extrem – Fieber, mit. (4): alumn, ant-c. cham. phos.
→Brust – Entzündung – Lungen – rechts – Unterlappen (8): chel, kali-c, merc, phos, sulph, …
→Brust – Entzündung – Lungen – Liegen – Rücken, auf dem – amel. (3): acon, phos, sulph
→Brust – Entzündung – Lungen – vernachlässigt (31): ant-t, lach, lyc, phos, sep, sil, sulph, …
→Brust – Hepatisation der Lungen – Liegen, beim – linken Seite agg., auf der (1): phos
→Brust – Hepatisation der Lungen – Liegen, beim – rechten Seite, auf der – amel. (1): phos
→Brust – Schmerz – Atmen, beim – tiefem, agg. (95): borx, bry, kali-bi, kali-c, nat-m, phos, …
→Brust – Schmerz – Druck – amel. (22): borx, bry dros, phos, …
→Brust – Schmerz – Husten, beim (91): carb-v, dros, nat-c, nat-m, nat-s, nit-ac, phos, staph, …
→Atmung – Bauchatmung (13): ant-t, stram, …
→Husten – aufsetzen, muss sich (44): bry, con, kali-bi, phos, puls, sep, …
→Husten – Abkühlung, Kaltwerden, durch (43): ars, hep, kali-c, nux-v, phos, psor, puls, rhus-t, rumx, sabad, sep, sil, tub, …
→Husten – warm – Zimmer, im warmen – kalte oder umgekehrt, beim Gehen vom warmen Zimmer ins – agg. (17): lach. nat-c. nat-m. nux-v. phos. rumx. sep. tub, …
→Husten – abends (18:00–22:00 Uhr): – Mitternacht, bis (23): bar-c, phos, sep,

Kasuistik

Pneumonie (Anna Koller-Wilmking)

Anamnese

Der fünfjährige Junge hat seit vier Tagen Husten, Halsweh beim Husten, seit einem Tag Fieber bis 39 °C. Er war vor fünf Tagen in kaltes Wasser gefallen und hatte sich dabei erkältet. Seither ist er apathisch, schläft viel, hat wenig Appetit und mag nur kalte Sachen. Der Durst ist mäßig. Mag nicht gerne alleine sein, legt sich zur Mutter in die Küche auf den Fußboden, liegt dabei auf dem Rücken, möchte dauernd von ihr gestreichelt werden. Es fand sich deutliches Nasenflügeln, eine ausgeprägte abdominelle Atmung, bei der Auskultation bestanden pneumonische Rasselgeräusche im rechten Unterfeld.

Verordnung und Verlauf

Eine Gabe Phosphorus#PhosphorusPneumonie XM und gab der Mutter noch einige Globuli zum Auflösen mit nach Hause, die sie jedoch nicht mehr benötigte. Das Kind hatte am nächsten Tag entfiebert, die Nacht war gut. Der Husten besserte sich von Tag zu Tag. Bei erneuter Auskultation nach vier Tagen war die Lunge ohne Befund. Die Mutter rief mich nach ca. sechs Wochen erneut an, um mir zu berichten, dass das Kind seit der Pneumonie nachts nicht mehr eingenässt hätte (vorher fast jede Nacht), und auch seine Ängste, insbesondere vor dem Alleinsein, als auch vor der Dunkelheit deutlich gebessert wären.
In diesem Fall konnte über die akute Erkrankung das chronische Mittel gefunden werden. Untypisch war in der Situation der mäßige Durst. Auch gelingt es nicht immer, wie hier die Heilung nur mit einer einzigen Gabe zu erreichen.

Kasuistik

Pneumonie (Anna Koller-Wilmking)

Anamnese

Das sechsjährige Mädchen, das bisher in großen Abständen mit Calcium carbonicum behandelt wurde, kam etwa vier Monate nach der letzten Gabe mit eher trockenem Husten, der schon ca. zehn Tage bestand und berichtete zudem von Fieber, das immer am Nachmittag stark anstieg. Es hatte das Bedürfnis nach Wärme, schwitzte stark am Kopf, sodass das Kissen feucht war. Der Schweiß roch säuerlich. Das Mädchen verlangte nach Gesellschaft, es war durstlos. Der Husten war > im Liegen und < beim Aufsetzen. Die Atmung war oberflächlich, bei der Auskultation fanden sich eindeutige pneumonische Rasselgeräusche im rechten Oberfeld (calc!).

Verordnung und Verlauf I

Da bisher Calcium carbonicum#Calcium carbonicumPneumonie sehr gut gewirkt hatte und auch jetzt viele Symptome für diese Arznei sprachen, verabreichte ich mehrere Gaben in aufsteigenden Potenzen ohne jeglichen Erfolg. Nach eineinhalb Tagen sah ich das Kind erneut. Nun waren Rasselgeräusche über der gesamten rechten Lunge hörbar, Allgemeinzustand noch relativ gut. Die Mutter berichtete, dass das Kind seit letzter Nacht Nasenbluten habe, was sonst sehr selten vorkomme. Außerdem trinke es nach wie vor wenig, wenn, dann aber nur kalt.

Verordnung und Verlauf II

Diese letzten Symptome zusammen mit den vorherigen wiesen nun eindeutig auf Phosphorus hin. Es wurde eine Gabe XM verordnet, am nächsten und übernächsten Tag bei Bedarf nochmals aufgelöst. Nach weiteren zwei Tagen war das Kind fieberfrei, Allgemeinzustand und Husten besser, jedoch blieb in der Folge noch eine deutliche Schwäche, die sich nicht zum Besseren wandte. Aus diesem Grund erhielt es abschließend noch eine Gabe Sulphur#SulphurPneumonie XM, worauf nach erneuten zwei Tagen vollständige Gesundung eingetreten war.
Wenn eine Pneumonie mit einer gut gewählten Arznei nicht vollständig geheilt werden kann, bringt oft eine Gabe Sulphur den Fall zur Lösung. Die bisherige gute Behandlung des Kindes mit Calcium carbonicum, die Lokalisation der Pneumonie, die Durstlosigkeit, der Kopfschweiß hatten mich auf diese falsche Fährte geführt. Schließlich produzierte der Körper klare Symptome, die auf die richtige Arznei hinwiesen.
Sanguinaria canadensis
#Sanguinaria canadensisPneumonieKent schreibt über diese Arznei: „Wir haben einen Kranken vor uns, der sich plötzlich mit Erkältung zu Bett legen muss, mit Brennen in der Brust, Anzeichen von Lungenentzündung, rostigem Auswurf, heftigem Husten, Jeder Hustenstoß wird als Erschütterung an der Luftröhrenbifurkation empfunden; schneidende Schmerzen und Zerrungsgefühl beim Husten, Nach dem Husten lautes, leeres Aufstoßen, Kein anderes Mittel hat dieses Symptom“.
> Aufstoßen, Abgang von Blähungen. Aufsteigen von übelriechender Atemluft beim Husten. Auswurf blutig, rostig. Umschriebene Gesichtsröte auf der Seite der betroffenen Lunge (phos, tub), meist eher rechts. Brennende Füße nachts, die aus dem Bett gestreckt werden (med, puls, sulph). Zunge rot und brennend. Große Schwäche und Erschöpfung.
Beschwerden steigen und fallen mit der Sonne. < Kälte und Zugluft. Wichtige Arznei, wenn sich Kinder nur sehr langsam von Pertussis erholen und noch lange Zeit danach husten.
→Gesicht – Farbe – rot – eine Seite (47): cham, ign, nat-m, phos, puls, rhus-t, …
→Gesicht – Verfärbung – rot, einseitig, Lungenbeschwerden, auf derselben Seite, bei (Complete Repertory):
→Mund – Schmerz – Zunge – verbrannt, wie (93): ars, lyc, nux-v, phos, phyt, puls, sang, verat-v, …
→Husten – Aufstoßen – amel. (4): ambr, ang, ant-t, sang
→Husten – Flatus, Abgang von – amel. (1): sang
→Husten – Fremdkörpers, Gefühl eines – Trachea, in der (6): hyos, kali-c, sang, …
→Husten – Hüsteln – abends – Hinlegen, nach dem; agg. (9): caps, ign, kali-bi, phyt, rhus-t, rumx, sang, sep, sil, …
→Husten – kalt – warm – Kalte, beim Gehen vom Warmen ins (2): phos, rumx
→Husten – krampfhaft, spasmodisch – Keuchhusten, nach (1): sang
→Husten – Kribbeln, Krabbeln, Gefühl von – Halsgrube (4): apis, kreos, mag-m, sang
→Husten – Liegen, beim – abends – aufsetzen, muss sich (5): ars, con, puls, sang, sep
→Husten – trocken – Gas geht nach oben und unten ab, was amel., muss sich aufsetzen und (1): sang
→Brust – Schmerz – Brustbein – hinter dem – Husten, beim – agg. (19): bry, caust, chel, kali-bi, phos, sang
→Brust – Schmerz – Schlüsselbein – unter dem – morgens – Erwachen, beim (1): sang.
→Brust – Schmerz – Seiten – rechts – erstreckt sich zu – Schulter (7): chinin-s, kreos, lob, phos, phyt, plb, sang
→Extremitäten – Hitze – Füße – Entblößen des Fußes, mit (22): med, nat-m, puls, ribo, sang, staph, …
→Allgemeines – mittags – steigen bis mittags an und nehmen dann ab, Symptome (10): arg-n, sang, stann, …
→Allgemeines – Genesung, Rekonvaleszenz, Beschwerden während der – Keuchhusten, nach (3): carc, sang, tub
Sulphur
#SulphurPneumonieSulphur wird bei Pneumonien meist erst im zweiten oder dritten Stadium benötigt, bzw. komplementiert es Fälle, die bereits vorher mit anderen Arzneien in früheren Stadien behandelt wurden (Kasuistik unter „Phosphorus“). Wenn Sulphur auch der chronischen Arznei entspricht, wird es meist den Fall von Anfang an alleine heilen. Betroffen ist bevorzugt der linke Unterlappen.
Es handelt sich um offene, pfiffige, kraftvolle, kontaktfreudige Kinder, die kaum Ängste haben, eher zu Dominanz neigen (23.2). Meist rote Lippen, Rötung der Körperöffnungen, Neigung zu Durchfällen. Viel Durst, heiße Füße nachts. Husten meist nachts, erstickend, will frische Luft haben (puls, tub): Brennen in der Brust. Verschlechterungszeit 11:00 Uhr vormittags.
→Magen – Durst – große Mengen, auf (73): ars, bry, eup-per, ferr-p, nat-m, phos, stram, sulph, …
→Atmung – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – offen – Türen und Fenster offen sind, will, dass (22): bapt, carb-v, ip, lach, nat-s, puls, sulph, …
→Husten – nachts (22:00–6:00 Uhr): – erwacht durch den Husten (26): bell, calc, caust, hyos, kali-c, puls, sep, sulph, …
→Husten – heftig – Schlaf, im (4): apis cham, cycl, sulph
→Husten – Schlaf – vor (4): coc-c, lyc, merc, sulph
→Brust – Entzündung – Lungen – vernachlässigt (32): ant-t, lach, lob, lyc, phos, sep, sil, sulph, …
→Brust – Hitze – brennend (20): acon, ars, carb-v, phos, sulph, tub, …
→Extremitäten – Hitze – Füße – Fußsohle – entblößt sie (13): calc, cham, phos, puls, sulph, …
→Extremitäten – Hitze – Füße – Fußsohle – Fieber, während (8): ferr, lach, sulph, …
→Schweiß – reichlich – morgens – Erwachen, nach dem (4): ferr, sep, sulph, …

Kasuistik

Pneumonie (Anna Koller-Wilmking)

Anamnese

Das vierjährige Mädchen war bisher, abgesehen von einigen, leichten Otitiden, relativ gesund. Es ist lustig, offen, kontaktfreudig, immer zu Späßen aufgelegt, hat wenig Ängste, vertritt den eigenen Willen vehement, spielt gern mit größeren Kindern, die sie auch bisweilen herumkommandiert, liebt deftige Speisen, und es hat immer viel Durst. Bisher hatte sie einzelne Gaben Sulphur erhalten, die letzte Gabe lag schon Monate zurück. Seit einigen Tagen leidet das Mädchen an folgenden Symptomen: Fieber bis 39 °C, gelegentlich etwas Ohrweh, starker Husten, hauptsächlich nachts, wodurch es immer wieder aufwacht. Möchte die Fenster geöffnet haben. Viel Durst, besonders nachts. Der Allgemeinzustand ist relativ gut, tagsüber würde man dem Kind gar nicht so viel anmerken. Bei der Auskultation zeigen sich zahlreiche fein- bis mittelblasige Rasselgeräusche beidseits basal, links > rechts. Typisch für Sulphur-Kinder ist, dass sie oft auch bei schweren Erkrankungen relativ wenig beeinträchtigt erscheinen.

Verordnung und Verlauf

Da die Symptome übereinstimmten, war für die akute Situation die chronische Arznei indiziert. Sulphur#SulphurPneumonie M in einigen Gaben bewirkte eine rasche Heilung. Bereits nach zwei Tagen war die Lunge ohne Befund, der Husten deutlich gebessert.
Tuberculinum
#TuberculinumPneumonieNosodenTuberculinumTuberculinum kann sowohl als akute, konstitutionelle als auch miasmatische Verordnung erforderlich sein, letztere dann, wenn gut gewählte Arzneien nicht entsprechende Wirkungen zeigen und einige wenige Symptome auf Tuberculinum hinweisen. Bei genauem Nachforschen findet sich sehr häufig in der Familie eine Tuberkulosebelastung. Die Arznei heilt langwierigen, immer wiederkehrenden Husten und Pneumonien bei entsprechender Vorgeschichte.
Wichtige Symptome sind ausgeprägte Erkältungsneigung, Müdigkeit, harter trockener Husten mit Verlangen nach frischer Luft und kaltem Wind. Erstickungsgefühl im warmen Zimmer. Nachtschweiße. Verlangen nach kalter Milch, geräuchertem Schinken, Salami, Furcht vor Hunden, große Ruhelosigkeit, Verlangen nach Veränderung. Oft heftige Wutausbrüche. Zarte, schwächliche Kinder mit langen Wimpern und vermehrter Körperbehaarung. Zähneknirschen nachts, Schlaflage häufig genupektoral. Da die Arznei sehr ausführlich in den Repertorien vertreten ist, kann sie gut durch das Studium hochwertiger Rubriken erfasst und verstanden werden:
→Gemüt – Amüsement, Vergnügen – Verlangen nach (50): lach, med, phos, sep, sulph, tub, …
→Gemüt – Angst – nachts – Kindern, bei (29): ars, borx, calc, cina kali-br, stram, tub, …
→Gemüt – Beschimpfen, beleidigen, schmähen – Kinder – Eltern, Kinder beschimpfen ihre (16): lyc, nat-m, plat, tub, …
→Gemüt – boshaft (145): anac, ars, cham, lac-c, ly, nux-v, ph-ac, stram, …
→Gemüt – Destruktivität, Zerstörungswut – Kindern, bei (10): bufo carc. cupr. hyos. iod. lach. phos. stram. tarent. Tub
→Gemüt – Eigensinnig, starrköpfig, dickköpfig – Kinder (36): ant-c, caps, psor, tub, …
→Gemüt – Erregung – Verlangen nach (9): med, plat, tub, …
→Gemüt – Furcht – Hunden, vor (1): stram
→Gemüt – Furcht – Katzen, vor (15): bac, tub, …
→Gemüt – Impulse, Triebe, krankhafte – laufen, zu (23): calc, stram, tub, …
→Gemüt – Reisen – Verlangen nach (56): calc-p, carc, ign, merc, phos, tub, …
→Gemüt – Reizbarkeit, Gereiztheit – Kindern, bei (50): calc-p, calc, cham, cina, mag-c, staph, tub, …
→Gemüt – Ruhelosigkeit – bewegen – muss sich ständig (37): ars, kali-br, kreos, rhus-t, tub, …
→Gemüt – Schlagen – sich, schlägt – schlägt seinen Kopf gegen die Wand und gegen Gegenstände (20): bell, phos, tub, …
→Gemüt – Schreien – Kindern, bei – Schlaf, im (31): ign, kali-br, psor, puls sulph, tub, …
→Gemüt – Veränderungen – Verlangen nach – Leben, im (9): carc, tub, …
→Gemüt – wirft mit Gegenständen um sich – Personen, nach (15): staph, tub, …
→Gemüt – zerbricht Dinge – Verlangen, Dinge zu zerbrechen (13): nux-v, stram, tarent, tub, …
→Kopf – Bewegungen des Kopfes – Rollen des Kopfes (48): lyc, med, merc, stram, sulph, tarent, tub, …
→Auge – Haare – Wimpern – feine Wimpern (3): calc-p, phos, tub
→Zähne – Zähneknirschen – Schlaf, im (68): ars, bac, bell, cina, ign, kali-br, kali-c, lyc, stram, tub, …
→Zähne – Zahnung – langsam (21): bac, calc-p, calc, sil, tub, …
→Äußerer Hals – Verhärtung der Halsdrüsen (16): brom, spong, tub,
→Husten – Abkühlung, Kaltwerden – agg. (46): hep, kali-c, nux-v, phos, psor, puls, rhus-t, rumx, sep, sil, tub, …
→Rücken – Haar – Haarwuchs – Wirbelsäule, entlang der – Kindern, dunkles oder langes, feines Haar am Rücken von (1): tub
→Schlaf – Lage – Knie-Brust; liegt auf Knien und Brust (15): calc-p, carc, lyc, med, phos, sep, stram, tub, …
→Frost – Bett – Herausstrecken der Hand aus dem Bett, beim (16): bar-c, canth, hep, nux-v, phos, rhus-t, sil, tarent, tub, …
→Frost – Frösteln – Schweiß, mit (32): calc, caps, eup-per, nat-m, nux-v, tub, …
→Fieber – Schauder, mit – Entblößen mit agg. (19): nux-v, psor, puls, rhus-t, tarent, tub, …
→Allgemeines – Abmagerung – schwächlichen, kränklichen Knaben, bei (1): tub
→Allgemeines – Genesung, Rekonvaleszenz, Beschwerden während der (64): caust, chin, nat-m, sil, tub, …
→Allgemeines – Freien, im – Verlangen nach Aufenthalt im Freien (170): arn, aur-m, aur-s, aur, graph, kali-s, mag-c, mag-m, nat-m, puls, tub, …
→Allgemeines – Speisen und Getränke – Fleisch – Verlangen – geräuchertes (10): calc-p, carc, caust, tub, …
→Allgemeines – Speisen und Getränke – Speck – Verlangen (26): ars, calc-n, calc-p, calc, carc, caustsanic, tub, …
→Allgemeines – Wind – Verlangen, sich im Wind aufzuhalten (5): androc, aq-mar, heroin, hydrog, tub
Ist Tuberculinum (bovinum Kent): trotz eindeutiger Indikation nicht wirksam, sollte in Ausnahmefällen auch an andere Tuberkuline gedacht werden, z. B. Bacillinum Burnett (hergestellt aus menschlichem tuberkulösem Sputum): Laut Candegabe ist bei Pulsatilla-ähnlichem Persönlichkeitsbild Bacillinum vorzuziehen.

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R v Zandvoort Complete Repertory, deutsch und englisch. Mac Repertory v. 5.6.1.Roger van Zandvoort 2000 Kent Homeopathic Associates Inc. San Rafael

Mukoviszidose, zystische Fibrose

Sigrid Kruse

Andrea Schweiger-Kabesch

Grundlagen

MukoviszidoseMukoviszidose oder zystische Fibrosezystische Fibrose (CF) ist mit einer Inzidenz von 1: 3300 Lebendgeburten die häufigste autosomal rezessiv vererbte Stoffwechselerkrankung in Deutschland, an der nur die homozygoten Merkmalsträger erkranken. Einer von 20–30 Bundesbürgern ist ein asymptomatischer heterozygoter Genträger. Sind beide Eltern Genträger, erkrankt ihr Kind mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:4. So werden jährlich etwa 200 Kinder mit Mukoviszidose geboren. Insgesamt gib es in Deutschland ca. 8000 Mukoviszidose-Patienten.
Die durchschnittliche Lebenserwartung der Patienten mit Mukoviszidose betrug 1960 nur vier Jahre. Durch effektive und umfassende Behandlung der Betroffenen in Spezialambulanzen stieg der Median der Überlebenswahrscheinlichkeit in Deutschland bis zum Jahr 2012 auf über 40 Jahre. Der Anteil erwachsener Mukoviszidose-Patienten hat sich auf über 50 % stetig erhöht (Sens 2012). Nur 59 % der Patienten in Deutschland wurden bisher im ersten Lebensjahr und 6,8 % erst mit 18 Jahren oder später diagnostiziert (Sens 2012). Da eine optimale Prognose von einer frühzeitigen und sicheren Diagnosestellung sowie der raschen Einleitung einer adäquaten Therapie abhängt (Dankert-Roelse 2005), wurde in Deutschland ab dem 1.9.2016 (G-BA Beschluss vom 18.8.2016) ein bundesweites Neugeborenen-Screening auf Mukoviszidose eingeführt.

Ätiologie

Ursache der komplexen Krankheit ist ein Defekt des Chloridkanals in den Epithelzellen, genannt CFTR (= Cystic fibrosis transmembrane conductance regulator).
  • Dadurch kommt es zu einem fehlerhaften Transport von Chlorid durch die Zellmembran, was zu einer Dehydrierung des epithelialen Flüssigkeitsfilms in den betroffenen Organen führt und zu einer zäheren Konsistenz des Sekrets.

  • Mittlerweile sind in der „Cystic Fibrosis Mutation Database“ (http://www.gent.sickkids.on.ca/cftr/app) an die 2000 Mutationen gelistet, die insgesamt sechs verschiedenen Klassen zuzuordnen sind. Die Einteilung erfolgt anhand der funktionellen Störungen, die sie verursachen. Bei der in Mittel- und Nordeuropa mit 70–75 % häufigsten Mutation fehlt an Position 508 die Kodierung für Phenylalanin (F508del). Genmutation, MukoviszidoseMukoviszidoseGenmutation

Typische Manifestationen betreffen alle Organe, die CFTR exprimieren, wie Nasennebenhöhlen, Lunge, Pankreas, Leber, Darm und Geschlechtsorgane (Ratjen 2003). Die generalisierte Dysfunktion exokriner Drüsen führt zu vermehrter Produktion und erhöhter Viskosität des Sekrets der mukösen Drüsen, v. a. des Atmungs- und Verdauungstrakts.
Häufige KomplikationenMukoviszidoseKomplikationen finden sich im Bereich der Atemwege (Polyposis nasi, bakterielle Fehlbesiedelung, rezidivierende Pneumonie, Lungendestruktion mit sekundärer Zystenbildung), des Pankreas (zystisch-fibrotische Veränderungen mit Pankreasinsuffizienz, Diabetes mellitus), der Leber (fokale biliäre Zirrhose, portale Hypertension), des Verdauungstrakts (Mekoniumileus, Maldigestion und -absorption) und der Geschlechtsorgane (obstruktive Azoospermie mit Infertilität). Außerdem kann es durch den erhöhten Elektrolytgehalt der (Schweiß-)Drüsen zu Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten kommen (Reinhardt 2001).

Pathogenese

Der Teufelskreis aus Infektion und Inflammation bestimmt den Verlauf der pulmonalen Manifestation der zystischen Fibrose. Gefürchtete Keime sind u. a. Pseudomonas aeruginosa und Staphylococcus aureus, die multiple Resistenzen gegenüber Antibiotika entwickeln können. Es kommt zu strukturellen Veränderungen der Lunge mit Zerstörung der Bronchialwand, Entwicklung von Bronchiektasen, Parenchymveränderungen, Emphysem und interstitielle Fibrose (Paul et al. 2001).

Klinik

MukoviszidoseKlinikDie klassische Symptomenkonstellation einer zystischen Fibrose sind fetthaltige Diarrhö, Gedeihstörung und therapieresistenter produktiver Husten. Immer wieder findet sich jedoch nur eines der Symptome, das bei längerem Bestehen unbedingt zu weiterer Diagnostik führen sollte. Abhängig davon, an welchem Organ sich die zystische Fibrose manifestiert, verändert sich die Symptomatik, wie im Folgenden dargestellt wird.

Merke

Tritt bei einem Säugling ein Mekoniumileus auf, sollte ab dem Alter von vier Wochen ein Schweißtest durchgeführt werden. Weitere Hinweise auf eine zystischen Fibrose beim Säugling sind Icterus prolongatus, neonatale Cholestase, Rektumprolaps, Atemwegserkrankungen und Elektrolytstörungen im Sinne eines Salzverlustsyndroms mit hypochlorämischer Alkalose. Auffällig ist der salzige Geschmack der Haut.

Pulmonale Manifestationen
MukoviszidoseLungeMeistens führt die pulmonale Symptomatik zur Diagnosestellung der zystischen Fibrose. Typische Zeichen sind chronischer Husten (> 3 Monate), bronchiale Obstruktion, Tachypnoe und rezidivierende Pneumonien. Klinisch fallen frühzeitig ein vergrößerter Thoraxdurchmesser und Trommelschlegelfinger auf.
  • Zeichen des fortschreitenden Schweregrades sind starker, krampfartiger Husten mit Auswurf, Einziehungen, ständige Rasselgeräusche, Giemen und Brummen, ausgeprägte Thoraxdeformitäten, Kyphoskoliose und Belastungshypoxie. Exazerbationen zeigen sich durch Zunahme des Sputums und dessen typische grün-gelbe Verfärbung, (sub)febrile Temperaturen, Gewichtsverlust, mangelnde Belastbarkeit und Abgeschlagenheit.

  • Im Spätstadium der Erkrankung treten Belastungs- und Ruhehypoxie auf sowie Tachykardie, Zyanose und Hyperkapnie mit Kopfschmerzen, Thoraxschmerzen, Ödeme, Ruhe- und Orthopnoe. Gefürchtete Komplikationen sind Pneumothorax, Hämoptysen, Atelektasen, Bronchiektasen und die allergisch bronchopulmonale Aspergillose, die bei 8 % der über 18-Jährigen auftritt (Paul et al. 2001).

Bedeutsam für die Beurteilung der pulmonalen Manifestationen der zystischen Fibrose sind die Lungenfunktionsdiagnostik und die Bildgebung wie Röntgen und Computertomografie, zunehmend auch ein MRT der Lunge.
Manifestationen am Pankreas
MukoviszidosePankreas85 % der CF-Patienten haben eine exokrine Pankreasinsuffizienz. Klinisch ist sie erkennbar an chronisch massigen, fettglänzenden, übelriechenden Stühlen. Häufig findet sich eine Hypalbuminämie mit oder ohne Ödeme. Außerdem kommt es aufgrund der Resorptionsstörung zu Vitaminmangelzuständen (Vitamin A, D, E, K) und ihren Folgen. Diagnostisch ist die exokrine Pankreasinsuffizienz durch die verminderte Pankreas-Elastase im Stuhl nachweisbar.
Nicht selten entwickelt sich auch eine endokrine Pankreasinsuffizienz, die zu einem Diabetes mellitus mit seinen Komplikationen führen kann.
Manifestationen an Leber und Galle
MukoviszidoseLeberHepatobiliäre Komplikationen finden sich an der Gallenblase (Mikrogallenblase, Atresie des Ductus cysticus), an den Gallenwegen (Gallensteine, Stenose des Ductus choledochus, sklerosierende Cholangitis und Cholangiokarzinom) und an der Leber (Fettleber, Leberzirrhose und portale Hypertension mit Komplikationen wie Ösophagusvarizenblutung und Hämorrhoidalblutung).
Gastrointestinale Manifestationen
Mukoviszidosegastrointetsinale ManifestationenDie intestinalen Manifestationen der Zystischen Fibrose sind beginnend mit dem Ösophagus der gastroösophageale Reflux und die Ösophagitis (klinisch: Sodbrennen, Dysphagie, Regurgitationen, Gewichtsverlust und Anorexie). Im Bereich des Dünndarms sind die beiden wichtigsten Komplikationen der Mekoniumileus des Neugeborenen und das distale intestinale Obstruktionssyndrom (DIOS) im terminalen Ileum und proximalen Kolon durch eingedickten Darminhalt.
Klinische Zeichen sind schwere Bauchkoliken, Erbrechen, geblähtes Abdomen, peritonitische Abwehrspannung. Als akuter Notfall kann auch eine Invagination auftreten.
Weitere Manifestationen der Zystischen Fibrose sind der Rektumprolaps und die fibrosierende Kolonopathie, die sich klinisch mit Bauchschmerzen ohne Durchfall, mit rektalem Blutabgang oder mit chylösem Aszites äußert. Ebenfalls gefürchtet ist die Pankolitis durch Clostridium difficile, die mit schweren, wässrigen Durchfällen, Bauchschmerzen und schlechtem Allgemeinzustand einhergeht (Lentze 2001).
Azoospermie im Erwachsenenalter
Die obstruktive Azoospermie mit Infertilität ist eine häufige Komplikation bei erwachsenen Mukoviszidosepatienten.

Diagnostik

Bei positivem Neugeborenen Screening oder klinischem Verdacht auf eine Mukoviszdose steht zur Diagnosesicherung der Schweißtest aufgrund der guten Verfügbarkeit, der altersunabhängigen Durchführbarkeit und der Kosteneffizienz bei hoher Sensitivität und Spezifität an erster Stelle. Er wird als Pilokarpin-Iontophorese gemäß der Leitlinie des Clinical and Laboratory Standards Institute durchgeführt (De Boeck 2006, Farrell 2008).
Bei Chlorid-Konzentrationswerten > 60 mmol/l dient die molekulargenetische Diagnostik der Diagnosesicherung und ermöglicht eine gezielte Untersuchung weiterer Familienmitglieder. Bei der genetischen Untersuchung werden zunächst die für das Herkunftsland häufigsten Mutationen gescreent. Sollte dadurch die Diagnose nicht gesichert werden können, erfolgen die komplette Sequenzierung des CFTR-Gens und gegebenenfalls noch weitere, genetische Spezialuntersuchungen.
Bei Patienten, die nach Schweißtest und genetischer Untersuchung noch nicht eindeutig in die Kategorien „Mukoviszidose“ oder „Mukoviszidose unwahrscheinlich“ zugeordnet werden können, ist eine elektrophysiologische Messung der CFTR-Chloridkanalfunktion mittels nasaler Potentialdifferenz (NPD) (Knowles 1981) oder intestinaler Kurzschlussstrom-Messung (ICM) (De Jonge 2005) zur weiteren Eingrenzung der Diagnose sinnvoll. Informationen über durchführende Zentren in Deutschland sind bei Bedarf beim Mukoviszidose e. V. (http://www.muko.info) erhältlich.
Bei Verdacht auf zystische Fibrose sollte zunächst die Pankreaselastase im Stuhl untersucht werden. Danach ist ein Schweißtest durchzuführen, d. h. die quantitative Schweißanalyse nach Pilocarpinstimulation. Es folgt die Routine-Genanalyse auf die häufigsten 31 Mutationen, die meist zur Diagnose führt. In Zweifelsfällen kann zusätzlich eine nasale Potenzialdifferenzmessung, eine Biopsie der Rektumschleimhaut und die vollständige Genomsequenzierung notwendig sein (Lindemann et al. 2001). Als Verlaufsparameter der Zystischen Fibrose haben sich regelmäßige Wachstums- und Gewichtsmessungen, bakteriologische Untersuchung des Sputums oder Rachenabstrichs und die Lungenfunktionsdiagnostik (Forciertes Einsekunden-Volumen FEV1) bewährt.

Prognose

MukoviszidosePrognoseDie sehr komplexe Erkrankung Zystische Fibrose hat einen sehr variablen Verlauf, der beim einzelnen Kind nicht voraussagbar ist. Obwohl über 1000 Mutationen nachgewiesen wurden, konnte bisher keine eindeutige Korrelation zwischen Genotyp und Phänotyp gefunden werden. Daher lässt sich bei keinem Kind der Verlauf der Zystischen Fibrose vorhersagen. Das erschwert auch die Einschätzung der Wirkung einer langfristigen homöopathischen Begleittherapie auf den Verlauf einer Zystischen Fibrose. In Planung (2016) ist eine Vergleichsstudie in der großen Christiane-Herzog-Ambulanz für Mukoviszidose an der LMU (Dr. von Haunersches Kinderspital) in München, um eine fundiertere Aussage zu diesem Thema abgeben zu können.
Als Komplikationen können z. B. gastrointestinale und pulmonologische Erkrankungen auftreten: Mekoniumileus, Cholelithiasis, Leberzirrhose mit Ösophagusvarizen, Diabetes mellitus, Pneumothorax, respiratorische Insuffizienz bei Lungendestruktion bis hin zur Lungentransplantation bei Destruktion der Lunge.

Konventionelle Therapie

Die zystische Fibrose ist ein sehr komplexes und schweres Krankheitsbild, das verschiedene Organsysteme in unterschiedlichem Ausmaß betrifft. Der Verlauf der Erkrankung ist im Einzelfall nicht vorhersagbar, jedoch konnte aufgrund der Verbesserung der Therapieoptionen die Lebenserwartung der Kinder um ein Vielfaches gesteigert werden (Reinhardt 2001). Daher ist es ganz wichtig, dass Kinder mit zystischer Fibrose in einer Spezialambulanz von einem erfahrenen, interdisziplinären Therapeutenteam aus Ärzten, Krankenschwestern, Physiotherapeuten, Ernährungsberatern, Sozialpädagogen und Psychologen intensiv betreut werden.
Abhängig vom Schweregrad der Erkrankung, von bestehenden Sonderproblemen, individuellen Patienteneigenschaften etc. ist eine entsprechende individuell angepasste Therapie indiziert. Hier soll auf einige Hauptelemente der CF-Therapie verwiesen werden.

Medikamentöse Therapie

Pulmonale Manifestation
Mukoviszidosemedikamentöse TherapieDie Inhalation hat bei der therapeutischen Behandlung von Mukoviszidose-Patienten einen hohen Stellenwert. Sie dient zum einen dazu, den zähen Schleim in den Atemwegen zu lösen, zum anderen, um lungenwirksame Medikamente zu verabreichen.
  • Schleimlösende Substanzen: Dazu gehören v. a. rhDNAse (Pulmozyme, für Patienten ab einem Alter von sechs Jahren), Kochsalzlösung (0,9 % und 3–7 %), N-Acetylcystein, Ambroxol und Mannitol.

  • Bronchienerweiternde Substanzen: Bei Mukoviszidose-Patienten setzt man ß-Sympathomimetika in akuten Fällen oder langzeitig bei einer Verengung der Bronchien ein, oder auch als unmittelbare Vorbereitung einer Inhalationstherapie, um die Atemwege für die zu inhalierenden Substanzen zu „öffnen“.

  • Entzündungshemmende Substanzen: z. B. inhalative Steroide

  • Inhalative Antibiotika: zur Behandlung bakterieller Infektionen der Lunge. Durch die Inhalation gelangt eine sehr hohe Antibiotika-Dosis in die Lunge, ohne den gesamten Organismus zu belasten (Heijerman 2009)

  • Orale Therapie bzw. Substitution:

    • Staphylokokkus-wirksames Antibiotikum, z. B. Cephalexin, intermittierend oder als Dauerantibiotikum

    • Pseudomonas aeruginosa-wirksame Antibiotika: je nach Präparat intermittierend oder als Dauerantibiotikum

    • Antiobstruktive Medikamente

    • Sekretolytische Medikamente

    • Pankreasenzyme (Kreon)

    • Vitamine (v. a. fettlösliche Vitamine A, D, E, K)

    • Hepatoprotektive Therapie: Ursodesoxycholsäure bei Leberbeteiligung

    • Andere Medikamente wie Steroide, Antidiabetika, Pilzmittel, Kardiaka, harnsäurebeeinflussende Mittel.

  • Intravenöse Therapien: Bei der intravenösen Therapie handelt es sich v. a. um die Verabreichung von Antibiotika. Hier ist besonders auf die für CF-Patienten typische hohe Dosis zu achten – mit Berücksichtigung des Körpergewichtes und der Nierenfunktion besonders bei der Gabe von Aminoglykosiden. Ein Hörtest vor der Gabe von Aminoglykosiden ist sinnvoll. Während der Therapie mit einem Aminoglykosid (bevorzugt Tobramycin) sollte eine Blutspiegelkontrolle erfolgen. Die intravenösen Therapien werden inzwischen auch oft ambulant durchgeführt.

  • Mutationsspezifische Medikamente:

    • Die Behandlung der Mukoviszidose beschränkte sich in den letzten Jahrzehnten allein auf die symptomatische Therapie. Seit 2012 wurde mit dem Potentiator Ivacaftor (Kalydeco™) das erste mutationsspezifische CF-Medikament auf den Markt gebracht. Der oral bioverfügbare Arzneistoff stimuliert bei Patienten mit mindestens einem G551D-CFTR-Allel die Öffnung des mutierten CFTR-Ionenkanals unabhängig von ATP. Unter der Einnahme verbesserte sich die Lungenfunktion. Die Patienten zeigten eine signifikante Zunahme des Gewichtes. Besonders bedeutsam war die Halbierung der Rate an akuten Exazerbationen. Da jede Exazerbation mit Defektheilungen einhergehen kann, ist die Exazerbationsrate ein wichtiger Prognosefaktor (Ramsey).

    • Seit November 2015 ist für Patienten ab einem Alter über 12 Jahre, die homozygot sind für F508del, auch die mutationsspezifische Therapie mit dem Potentiator Ivacaftor und dem Korrektor Lumacaftor (Orkambi) zugelassen. Studienergebnisse zeigen eine zwar geringe, aber signifikante Verbesserung der Lungenfunktion. (Wainwright et al.)

Exokrine Pankreasinsuffizienz
  • Enzymersatztherapie mit Gabe von Lipase (z. B. Kreon®). Die Dosierung richtet sich nach dem Fettgehalt der Nahrung, das heißt, je fetter eine Mahlzeit, desto mehr Enzyme werden benötigt: pro Gramm Nahrungsfett rund 1.000–3.000 IE Lipase (fettspaltendes Enzym).

  • Gabe von Vitamin A und E, evtl. Vitamin D und K.

Physikalische Therapie

Diese ist angezeigt bei der pulmonalen Mukoviszidose zur Sekretolyse und besseren Atemmechanik:
  • Physiotherapeutische Maßnahmen, insbesondere Atemtherapie, autogene Drainage

  • Hilfsmittel wie Trampolin, Pezzi-Ball oder Ergometer sowie Atemtherapiegeräte (z. B. Flutter, PEP-System, RC Cornet), die eine aktive Atmung unterstützen

  • Schulung von Kind und Eltern

Ernährungstherapie

Bei exokriner Pankreasinsuffizienz sollte eine vollwertige Mischkost bevorzugt werden. Zu empfehlen sind auch eine hochkalorische Zusatznahrung und Fett.

Sonstige Unterstützung

  • Psychosoziale Begleitung der Eltern und des Kindes. Dies ist eine wichtige Säule in der Therapie, da die Familie größtmögliche Hilfe im sozialen Bereich braucht, z. B. Reha-Maßnahmen, Angebote für Geschwisterkinder. Bedeutend ist eine professionelle psychologische Unterstützung für die ganze Familie, die in jedem Mukoviszidose-Zentrum angeboten wird. Dadurch kann diese lebensverändernde und lebenslange Erkrankung bestmöglichst in den Alltag integriert werden, um ein annähernd normales Leben zu ermöglichen.

  • Sportliche Betätigung: Mukoviszidose-Betroffene profitieren von Sport und körperlicher Aktivität. Auch wissenschaftliche Untersuchungen widmen sich immer häufiger der Frage, inwieweit durch sportliche Aktivitäten das Fortschreiten der Lungenschädigung verlangsamt werden kann. In einigen Trainingsstudien konnte gezeigt werden, dass sich während eines konsequenten körperlichen Trainings die Lungenfunktionswerte weniger verschlechterten als bei Patienten, die im selben Zeitraum nicht trainiert hatten. Sport hat nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit und die Lungenfunktion verbessert, sondern wirkte sich auch positiv auf das Selbstwertgefühl der von Mukoviszidose Betroffenen aus. Das wichtigste ist: Spaß am Sport.

Homöopathische Behandlung

Die homöopathische Therapie kann begleitend bei Kindern mit Mukoviszidose eingesetzt werden und hat sich im Dr. von Haunerschen Kinderspital in München bei zahlreichen Kindern sehr bewährt. Sie sollte immer ergänzend zum oben beschriebenem Therapieplan angewendet werden, in Absprache mit den Ärzten des interdisziplinären Teams der Spezialambulanz, die den Verlauf der Mukoviszidose mit regelmäßiger Kontrolle von Lungenfunktion, Länge und Gewicht begleiten.

Info

Es ist unabdingbar, zusätzlich zur Homöopathie die physikalische Therapie wie Atemtherapie und Inhalationen regelmäßig durchzuführen und auf eine ausgewogene Ernährung zu achten (vollwertige, hochkalorische Mischkost und bei Bedarf Enzymsubstitution mit Lipase). Bei Auftreten einer Pneumonie ist eine antibiotische Therapie indiziert, um Destruktionen der Lunge vorzubeugen.

Die Mukoviszidose ist eine chronische Erkrankung, die verschiedene Organsysteme in ganz unterschiedlichem Ausmaß betrifft. Daher ist eine individuelle, konstitutionelle Therapie des kranken Kindes notwendig unter Berücksichtigung der jeweiligen Diathese. Zunächst wird eine ausführliche homöopathische Anamnese erhoben. Anschließend wird das Kind körperlich untersucht, um es mit allen Sinnen wahrzunehmen und klinische Auffälligkeiten zu erkennen. Für die Arzneimittelbestimmung ist die Natur der Störung (= spezifische Pathologie) sehr wichtig, aber auch die Konstitution und Diathese (4) sowie seine auffallenden Symptome, die repertorisiert werden können. Ganz entscheidend ist die Gewichtung der Symptome und Zeichen, wobei die Hauptbeschwerden des Kindes für die Arzneimittelfindung besonders berücksichtigt werden.
Neben der konstitutionellen Therapie gibt es die Möglichkeit der organotropen Verordnung. Nach Dorcsi ist dabei die sog. „Bewährte Indikation“ für die tägliche Praxis sehr hilfreich, d. h. die Verordnung von Arzneien, die sich bei bestimmten Krankheitserscheinungen aufgrund der Erfahrung von Generationen von Ärzten sehr bewährt haben. Sie werden v. a. nach den Lokalsymptomen und Modalitäten verordnet.
Diese Ausführungen zur begleitenden homöopathischen Therapie bei Kindern mit Mukoviszidose zeigen Möglichkeiten zur Therapieerweiterung auf.

Repertoriumsrubriken

RepertoriumsrubrikenMukoviszidoseNach Dorcsi können folgende Rubriken herangezogen werden.
→Entzündung – fibrinöse (3): bry, iod, kali-ch
→Entzündung – proliferierende (8): aur, calc, calc-f, calc-p, plat, sil, stront-met, thal-met
→Entzündung – destruktive (5): fl-ac, hydr, kali-bi, kreos, nit-ac
→Entzündung – narbige (5): berb, calc-f, kali-ch, puls, sil
→Lunge – Bronchitis (27): am-c, ars-i, bals-p, carb-an, hydr, kali-bi, kali-i, kreos, pix, seneg, stann-i, sul-i, tub-k, …
→Lunge – Pneumonie (14): acon, am-c, ant-t, bell, bry, carb-v, chel, ip, laur, phos, sang, …
→Pankreas – Entzündung (18): ars, bar-i, carb-v, eich-c, iris, iod, jab, kal-jod, lyc, mandr, uran-n, …
→Absonderungen – wenig (12): asaf, cupr, fl-ac, op, psor, puls, sil, stram, sulph, thuj, tub-k, zinc
→Absonderungen – blutig (36): acal, am-c, arg-n, aran, arn, aspar, bufo, calc-f, carb-an, chin, crot-h, ferr-p, hydr, jod, kreos, lach, murx, nit-ac, phos, sul-ac, …
→Absonderungen – schwarz (4): arn, bell, elaps, lyc
→Absonderungen – fadenziehend (10): hydr, kali-bi, kreos, lyss, …
→Absonderungen – trocken (28): acal, alum, am-c, ars, arum-t, bell, borx, brom, bry, calc, caust, dros, eucal, eup-p, guaj, hydr, jod, kali-br, merc, napht, nit-ac, petr, psor, seneg, spong, stict, sulph, tere, …
→Absonderungen – zäh (10): alum, borx, croc, hydr, kali-bi, kreos, nit-ac, samb, stann-i, …
→Konstitution – blass – destruktiv (92): acet-ac, acid mur, ant-t, ail, alum, am-c, anh, anthraci, ars, bapt, bar-c, cad-met, calc-f, carc, carb-an, cocc, cond, con, diph, fluor-ac, gink-b, graph, guaj, hell, hydr, hydro-ac, hyos, kali-chl, kreos, lyc, merc, nat-f, nit-ac, petr, pix, phos, plat, plb, pyrog, sep, syph, tell, thal, visc, zinc, …

Homöopathische Arzneimittel

Im Folgenden werden einige häufig auftretende Beschwerden bei Kindern mit Mukoviszidose und deren organotrope Arzneienhomöopathische Arzneimittelorganotrope genannt und charakterisiert (Tab. 13.1). Dabei werden jeweils drei bewährte Arzneien angegeben; zur weiteren Differenzialdiagnose wird auf die entsprechenden Kapitel in diesem Buch verwiesen.

Kasuistik

Kasuistik

Mukoviszidose (Sigrid Kruse)

Anamnese

Bei dem zweijährigen Mädchen war im Alter von 16 Monaten war eine Mukoviszidose diagnostiziert worden. Das Hauptproblem sind rezidivierende Bauchschmerzen seit Geburt. Das Mädchen schreit fast jede Nacht aus dem Schlaf heraus, oft stundenlang. Meist erwacht sie zwischen 1:00–3:00 Uhr, zieht die Beinchen an, schläft wieder ein, dann schreit sie wieder aus dem Schlaf heraus auf. Sie ist nur schwer zu beruhigen. Bei Vollmond und während der Zahnung ist es noch schlimmer.
Der Stuhl des Kindes war immer breiig, fettig, sie hatte 5–6 × pro Tag Stuhlgang. Seit Gabe von Kreon® (= Lipase) als Enzymersatztherapie hat das Kind nur noch alle drei bis vier Tage Stuhlgang, der geformt, eher fest und schwer zu entleeren ist. Es weint beim Stuhlgang. Auffallend ist ein ständiger Blähbauch.
Eine weitere Sorge ist der rezidivierende Schnupfen mit Verschleimung im Nasen-Rachen-Bereich. Alle vier Wochen hat das Mädchen einen Infekt, besonders im Frühjahr und Herbst. Meist hält der Schnupfen zehn Tage an, ist grün und wund machend.
Geboren wurde das Kind termingerecht mit einem Geburtsgewicht von 3120 g. Postpartal trat ein mäßiger Icterus neonatorum auf, ansonsten gab es keine Auffälligkeiten.
Im Alter von dreieinhalb Monaten hatte die kleine Patientin eine Pneumonie, später erkrankte sie an einer obstruktiven Bronchitis. Der Appetit ist mäßig. Nachts trinkt das Kind eine Flasche Milch, ansonsten hat es eine Vorliebe für deftige Kost und liebt gekochte Eier. Gemüse findet sich meist unverdaut im Stuhlgang. Viel Durst. Im Geist- und Gemütsbereich fällt die Schüchternheit des Mädchens auf. Außerdem hat sie eine ausgeprägte Angst vor Fremden. Sie schmust gerne und ist sehr anhänglich, besonders, wenn sie krank ist.

Verordnung und Verlauf

Das Kind erhielt zunächst konstitutionell eine Einzelgabe Calcium carbonicum#Calcium carbonicumMukosviszidose C 200. Folgende Symptome waren wahlanzeigend: Bauchkoliken nachts, geblähtes Abdomen, harter Stuhl (nach Substitution mit Lipase), Verschlechterung bei Vollmond, bei Zahnung, häufige Infekte der oberen Luftwege, Verlangen nach gekochten Eiern, schüchtern, Angst vor Fremden, schmust gern. Danach schlief es nachts deutlich besser, es traten keine Bauchschmerzen mehr auf.
Nach drei Wochen begannen erneut Bauchkoliken nachts. Die Therapie wurde fortgesetzt mit Calcium carbonicum C 12 jeden Tag 2 × 3 Globuli. Nach fünf Wochen fast ohne Beschwerden entwickelte sich ein Schnupfen mit gelblichem Sekret, schleimig, mild. Daraufhin wurde die Therapie umgestellt auf Pulsatilla C 6, jeden Tag 3 × 3 Globuli. Der Schnupfen verschwand rasch.
Im weiteren Verlauf wurden folgende Arzneien nacheinander eingesetzt: Tuberculinum C 200, Silicea C 12, Calcium carbonicum C 30, Pulsatilla C 12, Natrium muriaticum C 200. Darunter stabilisierte sich das Kind zunehmend. Bauchkoliken traten nicht mehr auf. Auch die Infekte wurden seltener und leichter im Verlauf.

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