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B978-3-437-56313-3.00003-0

10.1016/B978-3-437-56313-3.00003-0

978-3-437-56313-3

Abb. 3.1

[P329]

Patientenbogen zur Dokumentation des Verlaufs einer konstitutionellen Behandlung

Verlaufsbeurteilung und Folgeverordnung

Michael Drescher

Arzneimittelgabe und darauf folgende Reaktionen

VerlaufsbeurteilungAuf die Einnahme eines homöopathischen Mittels folgt die Beobachtung der Wirkungen unFolgeverordnungd des Verlaufs. Neben der Wirkung des Mittels auf die Symptomatik bestimmt auch die Gesamtreaktion des Patienten dann das weitere Vorgehen. Der Therapeut muss (selbst-)kritisch entscheiden, ob die beobachtete Wirkung als günstig zu beurteilen ist und der Fall eine gute Prognose verspricht oder ob bei negativen Verlaufskriterien entweder evtl. nur eine Antidotierung vorgelegen hat oder generell ein Wechsel des Mittels angezeigt ist. Der Behandler muss zudem das Phänomen der ErstverschlimmerungErstverschlimmerung richtig deuten und es von Prüfungssymptomen der verabreichten Arznei unterscheiden können. Schließlich muss der Zeitpunkt einer erneuten Gabe des homöopathischen Mittels bestimmt werden. Der Patient muss in kontinuierlichem Feedback sowohl durch seine akute als auch in ganz besonderer Weise durch die chronische Erkrankung geführt und begleitet werden.

Akutbehandlung

VerlaufsbeurteilungAkutbehandlungDie akute Behandlung ist dem Patienten in der Regel einfacher verständlich zu machen. Für Patienten, die ein konventionelles Therapieverständnis mitbringen, ist die Wirkung homöopathischer Mittel aufgrund des im idealen Fall prompten Effekts problemlos nachvollziehbar. Das richtig gewählte Akutmittel in der richtigen Potenz sollte die Geduld der Betroffenen nicht übermäßig strapazieren und z. B. bei Fieber-, Schmerz- und Entzündungssymptomen des Kindes spätestens nach 20–60 Minuten wirksam sein, nach Möglichkeit ohne den Umweg über eine Verunsicherung stiftende heftigere Erstverschlimmerung.

Reaktionen

AkutbehandlungReaktionenBleibt eine positive Reaktion aus, ist möglicherweise das Mittel nicht gut gewählt. Nach erneuter Überprüfung der Symptome sollte dann unverzüglich ein Wechsel auf ein besser passendes Mittel vorgenommen werden.
Ist die Wirkung gut, stellt sich evtl. die Frage nach einer Wiederholung der Dosis und des besten Zeitpunktes dafür.

Info

Bei der Gabe eines homöopathischen Mittels sollte immer folgendes bedacht werden:

  • Das Mittel einnehmen lassen, die Wirkung beobachten und warten, bis oder ob sich nach der erzielten Besserung wieder eine Verschlechterung abzeichnet.

  • Das Mittel nur dann wiederholen, wenn die gleichen Symptome wiederkehren – andernfalls ist eine erneute Repertorisation angezeigt. Bei anhaltender Besserung soll keine Wiederholung der Einnahme erfolgen.

  • Automatische Mittelgaben nach einem festen Einnahmeschema wie einmal oder dreimal täglich oder dergleichen sind nicht homöopathisch.

Wirkdauer

Die Abhängigkeit der Wirkdauer homöopathischer Mittel von der Höhe der verabreichten Potenz sollte man im Auge behalten. Eine D-4-Potenz eines gut gewählten Mittels wird vielleicht schon nach einer Stunde in ihrer Wirkung nachlassen, eine D-6-Potenz nach einigen Stunden, eine D12 nach einem halben Tag, eine D30 nach einem Tag. Nach den Erfahrungen des Autors ist der Heileffekt von C-Potenzen auch im Niedrigpotenzbereich von C4 bis C12 prompter und nachhaltiger als die entsprechenden D-Potenzen.
Beim Einsatz von Hochpotenzen ab C30 im Akutfall kann eine einzige Gabe des richtig gewählten Mittels die Erkrankung so schnell und tiefgreifend beeinflussen, dass eine Wiederholung nicht erforderlich ist. Eine leichte ErstverschlimmerungErstverschlimmerung in den ersten Stunden (3.5.4) ist bei einem gut passenden Mittel möglich, bevor eine dauerhafte Besserung folgt: „Diese kleine homöopathische Verschlimmerung, in den ersten Stunden – eine sehr gute Vorbedeutung, dass die akute Krankheit meist von der ersten Gabe beendigt sein wird – ist nicht selten, da die Arzneikrankheit natürlich um etwas stärker sein muss als das zu heilende Übel, wenn sie letzteres überstimmen und auslöschen soll; so wie auch eine ähnliche natürliche Krankheit, nur wenn sie stärker als die andere ist, dieselbe aufheben und vernichten kann“ (Organon, § 158).

Info

Wenn sich der akute Heilungsprozess hinzieht und die wahlanzeigenden Symptome wieder auftreten, kann auch eine Hochpotenz nach einem oder einigen Tagen nochmals gegeben werden, bei schweren Erkrankungen oder hochakuten und gefährlichen Verläufen auch schon nach Stunden oder noch früher.

Das Vorgehen im akuten Fall erfordert eine Krankenbeobachtung durch die Angehörigen und bei allen Fragen und Unsicherheiten eine Rücksprachemöglichkeit mit dem Behandler.

Chronische Behandlung

Verlaufsbeurteilungchronische Behandlungchronische BehandlungBei der konstitutionellen Behandlung chronischer Leiden bedarf es besonderer Erfahrung, um die Phänomene, welche die Einnahme des homöopathischen Mittels hervorgerufen hat, richtig zu deuten und die angemessenen Konsequenzen daraus abzuleiten. Die konstitutionelle Behandlung erstreckt sich in der Regel über Jahre. In dieser Zeit gilt es die Behandlung zu führen und in Abhängigkeit vom Krankheitsverlauf Zeitpunkt und Art der fälligen Mitteleinnahmen zu bestimmen. Um dies zu gewährleisten, ist es ratsam, die Patienten aufzufordern, sich etwa fünf bis sechs Wochen nach der Einnahme eines Konstitutionsmittels wieder beim Therapeuten zu melden, um den Verlauf zu besprechen. Danach wird der Einnahmezeitpunkt der nächsten Einnahme festgelegt.

Verlaufsparameter

Zur Erleichterung der Verlaufsbeobachtung gibt der Verfasser jedem Patienten ein vorbereitetes Blatt mit, in dem er seine Reaktionen eintragen kann. Abb. 3.1 zeigt das Beispiel eines Kleinkindes, das wegen chronisch-rezidivierender Bronchitiden und Pseudokrupp mit Phosphorus konstitutionell behandelt wurde.

„Wenn auch die erste Verordnung die wichtigste Entscheidung in der Homöopathie darstellt, so ist die zweite Verordnung sicherlich die schwierigste […] Viele Homöopathen sind durchaus in der Lage, beim ersten Mal das richtige Mittel zu finden; manch einer macht aber diesen Erfolg selbst zunichte, indem er das Mittel zum falschen Zeitpunkt wiederholt oder durch die Verschreibung eines weiteren Mittels den Fortgang der Heilung stört“

( Vithoulkas 2002 ).

Potenzstufen

C-PotenzenPotenzsstufenPotenzstufenDa die chronische Behandlung in der Regel mit Hochpotenzen ab der C30 oder C200 aufsteigend in größeren Abständen durchgeführt wird, stellt sich die Frage, in welcher Zeitspanne nach der Mitteleinnahme eine Verlaufsbeurteilung und eine Entscheidung über das weitere Einnehmen sinnvoll ist.

Info

Für die chronische Behandlung haben sich folgende Potenzstufen in aufsteigender Folge mit der jeweils angegebenen Mindestwirkdauer bewährt, die J. T. Kent nach vielen Jahren der Erprobung hauptsächlich verwendete. Dieses Schema wird auch als Kent-SkalaKent-Skala bezeichnet.

  • C30 mindestens 35 Tage

  • C200 mindestens 35 Tage

  • C1000 mindestens 35 Tage

  • C10000 mindestens 35 Tage

  • C100000 mindestens drei Monate

  • C1000000 mindestens ein Jahr

Das Besondere dabei ist, dass jede Potenzstufe einmal wiederholt wird, bevor zur nächsthöheren übergegangen wird. Nach zweimaliger Verabreichung der höchsten Potenzstufe (aus praktischen Gründen wird das in der Regel die 100 000 sein) kann man die Kent-Skala in gleicher Weise von vorne oder von einer mittleren Stufe aus erneut durchlaufen lassen.

Verklepperte Einnahme

PotenzenEinnahme, verklepperteverklepperte EinnahmeEinnahme, verklepperteStatt einer Einnahme der Arznei in Form der trockenen Globuli kann die Einnahme bzw. Wiederholung auch „verkleppert“ vorgenommen werden: Die Globuli der Einzeldosis werden in einem halben Glas Wasser aufgelöst und mit einem nicht metallischen Löffel kräftig verrührt. Der Patient nimmt einen Schluck aus dieser „Verklepperung“ in den Mund und belässt ihn eine Weile dort, bevor er herunterschluckt. Dies kann öfters wiederholt werden, wenn die Wirkung wieder nachlassen sollte, wobei vor jeder Einnahme das Gemisch wieder ein paar Mal kräftig umgerührt wird
Den Hauptvorteil dieser Methode kann man darin sehen, dass das Mittel vor jeder Einnahme ein klein wenig höher potenziert wird. Hahnemann nimmt zu diesen Fragen in den „Chronischen Krankheiten“ (CK) sowie bei der Besprechung der Q-Potenzen in der 6. Auflage des Organons (Organon, §§ 161, 246 ff.) explizit Stellung: „Jede, in einer Cur merklich fortschreitende und auffallend zunehmende Besserung ist ein Zustand der, so lange er anhält, jede Wiederholung irgend eines Arznei-Gebrauchs durchgängig ausschließt, weil alles Gute, was die genommene Arznei auszurichten fortfährt, hier seiner Vollendung zueilt. Dies ist in acuten Krankheiten nicht selten der Fall […]“ – also Wiederholung der Einnahme erst dann, wenn wieder eine Verschlechterung eintreten sollte –, „… doch mit der Vorsicht, dass der Potenz-Grad jeder Gabe von dem der vorgängigen und nachgängigen Gaben um Etwas abweiche, damit das, zur ähnlichen Arzneikrankheit umzustimmende Lebensprincip, nie zu widrigen Gegenwirkungen sich aufgeregt und empört fühlen könne, wie bei unmodificirt erneuerten Gaben […].(Organon, § 246)

Arzneimittelreaktionen und Folgeverordnungen

ArzneimittelreaktionenIn seinen Vorlesungen „Zur Theorie der Homöopathie“ über das „Organon“ befasst sich Kent in den drei Kapiteln „Die homöopathische Verschlimmerung“, „Prognose aus der Reaktion auf die erste Gabe“ und „Die zweite Verschreibung“ mit den verschiedenen möglichen Reaktionen auf eine Mitteleinnahme. Dort werden zwölf Reaktionstypen beschrieben, denen Künzli noch eine sogenannte Reaktion Null hinzugefügt hat. Vithoulkas unterscheidet in „Die wissenschaftliche Homöopathie“ 22 mögliche Verlaufsformen, wobei er seine Diagramme nach Gabe eines Konstitutionsmittels auffächert nach Energie und Tatkraft, geistig-emotionalem Befinden, körperlichen Hauptbeschwerden und neuen Symptomen.

Reaktion Null: keine Reaktion

  • Arzneimittelreaktionenkeine ReaktionCharakteristika: Der Patient gibt an, es sei überhaupt keine Reaktion eingetreten, weder im positiven wie negativen Sinne, weder bei speziellen Symptomen noch im Allgemeinbefinden. Es ist alles so geblieben, wie es vor der Einnahme schon war.

  • Mögliche Ursachen:

    • Das gegebene Mittel ist falsch gewählt und liegt sehr weit vom Simillimum entfernt:

      „Ist aber von den auszeichnenden (charakteristischen), sonderlichen, ungemeinen Symptomen des Krankheitsfalles, unter den Symptomen der gewählten Arznei, nichts in genauer Ähnlichkeit vorhanden und entspricht die der Krankheit nur in den allgemeinen, nicht näher bezeichneten, unbestimmten Zuständen (Übelkeit, Mattigkeit, Kopfweh usw.) und findet sich unter den gekannten Arzneien keine homöopathisch passendere, so hat der Heilkünstler sich keinen unmittelbar vortheilhaften Erfolg von der Anwendung dieser unhomöopathischen Arznei zu versprechen.“ (Organon, § 165)

    • Das Mittel war richtig, aber die Potenz falsch gewählt, entweder zu hoch (seltener) oder eben zu niedrig.

    • Das Mittel war richtig, aber es handelt sich um ein langsam wirkendes Mittel oder einen langsam reagierenden Patienten (z. B. Lycopodium, Natrium muriaticum, Silicea).

    • Das Mittel war richtig, wurde aber permanent antidotiert.

    • Das Mittel war evtl. richtig, der Heilungsverlauf ist aber in einem Stadium angekommen, in dem zuerst das Miasma des Patienten direkt mit einer Nosode behandelt werden muss, bevor das Konstitutionsmittel wieder gut wirken kann (4.7 Heilungshindernisse, 4.7.3 miasmatische Blockade).

  • Therapeutische Konsequenz: Man sollte prinzipiell ein Mittel nicht verlassen, bevor man nicht eine höhere Potenz davon gegeben hat. Schlägt auch das fehl, empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

    • Die gesamte Anamnese Punkt für Punkt überprüfen.

    • Eventuelle Antidotierungen eruieren.

    • Bei Verdacht auf langsame Reaktion → Mittel in der gleichen Potenz wiederholen.

    • Bei Verdacht auf falsche Potenz → Mittel in höherer Potenz wiederholen.

    • Mittel wie z. B. Hepar sulfuris entfalten ihre volle Wirkung im akuten wie chronischen Fall erst richtig effektiv ab der C1000.

    • Arnica, Aconitum, Apis wirken besonders günstig ab der C30 aufwärts, Belladonna bei akutem Scharlach ab der C200.

    • Sepia wirkt bei kleinen Mädchen gut ab der C200, bei erwachsenen Frauen sieht man mit dieser Potenz unter Umständen oft noch wenig, hier sollte man mit C10 000 beginnen.

    • Bei anderen Mitteln hat man unter Umständen bessere Wirkung mit niederen Potenzen, falls höhere nicht angeschlagen haben sollten. Dazu gehören z. B. Berberis, Solidago, Carduus marianus, Crategus, Blatta, Ornithogallum, Sabal serrulata, Apocynum, Okuobaka, Hamamelis, Secale, Borax, Symphytum, Spongia, Millefolium, Lespedeza, Coccus cacti, Calendula, Urtica urens, Terebinthina, Thlaspi.

Reaktion 1: lange Verschlimmerung mit nachfolgendem Zusammenbruch

  • ArzneimittelreaktionenVerschlimmerungCharakteristika: Lange, fortschreitende Verschlimmerung der pathologischen Symptome und schließlich Übergang in den Zusammenbruch.

  • Mögliche Ursache: Das gegebene Mittel ist das Simillimum, aber die Potenz war für den zu sehr geschwächten Organismus zu hoch.

  • Therapeutische Konsequenz: Versuch einer Antidotierung mit einem zum Mittel passenden Antidot. Bei sehr kranken und geschwächten Patienten generell Vorsicht mit Potenzen über C30 oder C200.

Reaktion 2: lange Verschlimmerung mit anschließender Besserung

  • ArzneimittelreaktionenVerschlimmerunglangeVerschlimmerungCharakteristika: Sehr lange Verschlimmerung, dann Besserung.

  • Mögliche Ursache:

    • Ähnlich wie bei der ersten Beobachtung ist der Patient zu schwach, um die Potenz in dieser Höhe zu ertragen, evtl. sind auch schon organische Schäden oder Gewebsläsionen vorhanden. Das Krankheitsstadium ist aber noch nicht so weit fortgeschritten wie bei der ersten Beobachtung, der Organismus ist noch in der Lage, sich wieder zu erholen und die positiven Impulse des Mittels aufzunehmen. Eine zunächst auch nur geringe Verbesserung des Gemütszustands oder wenigstens der Allgemeinsymptome ist am ehesten als positiver Verlaufsparameter geeignet, um auch schwierige Fälle zu beurteilen: „Unter den Zeichen die in allen, vorzüglich in den schnell entstandenen (acuten) Krankheiten, einen kleinen, nicht jedermann sichtbaren Anfang von Besserung oder Verschlimmerung zeigen, ist der Zustand des Gemüths und des ganzen Benehmens des Kranken das sicherste und einleuchtendste. Im Falle des, auch noch so kleinen Anfanges von Besserung – eine größere Behaglichkeit, eine zunehmende Gelassenheit, Freiheit des Geistes, erhöhter Muth, eine Art wiederkehrender Natürlichkeit.“ (Organon, § 253)

      Vithoulkas beschreibt diese Situation in seinen Fällen XX und XXI der Reaktionen nach der Einnahme. Wenn eine sehr lange Verschlimmerung der körperlichen Hauptbeschwerden einhergeht mit einer wenigstens leichten oder gar deutlichen Besserung auf der geistigen und emotionalen Ebene, z. B. der Lebensenergie, ist das Mittel richtig gewählt.

    • Langdauernde körperliche Verschlimmerungen findet man gehäuft bei Patienten, die regelmäßig unterdrückende allopathische Medikation eingenommen haben. Entsprechende der Hering-Regel (3.6), derzufolge die Heilung von innen nach außen erfolgt, lässt sich sogar sagen: Keine emotionale Verbesserung geschieht ohne gewisse körperliche Verschlimmerungen lokaler Symptome.

  • Therapeutische Konsequenz: Das Mittel war richtig, aber der Zeitpunkt und die Potenz einer erneuten Gabe will gut bedacht sein: Keinesfalls schon in der Besserungsphase weiter behandeln. Man sollte lange auf die Rückkehr der Symptome warten, bevor das Mittel wiedergegeben wird, dann evtl. in einer tieferen Potenz.

Reaktion 3: kurze Verschlimmerung mit anschließender Besserung

  • ArzneimittelreaktionenVerschlimmerungkurzeCharakteristika: Einer kurzen und heftigen Erstverschlimmerung folgt prompte Besserung und eine Phase von längerem Wohlbefinden.

  • Mögliche Ursachen: Eine sehr gute und erwünschte Reaktion. „Wo immer man eine Verschlimmerung beobachtet, die rasch kommt, kurz dauert und mehr oder wenig kräftig ist, findet man nachher langdauernde Besserung des Patienten […] die Reaktion des Körpers ist kräftig, nirgends eine Tendenz zu Strukturveränderungen in den lebenswichtigen Organen. Sind Strukturveränderungen da, so höchstens äußerliche, in nicht lebenswichtigen Organen. Es kann sein, dass Abszesse sich bilden; Lymphknoten, ohne welche man ebenfalls existieren kann, in Regionen, die nicht lebenswichtig sind, können eitern. Solche organischen Veränderungen sind aber alles nur oberflächliche Veränderungen und nicht zu vergleichen mit strukturellen Läsionen in lebenswichtigen Organen wie Leber, Nieren, Herz, Gehirn.“ (J. T. Kent).

Praxistipp

  • Vermehrte Absonderungen, übelriechende Schweiße, Leukorrhö, Diarrhö, Eiterungen nach einer Mittelgabe können Ausscheidungsreaktionen sein und sind als positiv zu werten, wenn das Gesamtbefinden des Patienten gut ist. Eine unterdrückende Behandlung ist hier kontraindiziert.

  • Bei dieser dritten Reaktion wird man niemals eine zu kurze Wirkzeit der Hochpotenz haben.

  • Therapeutische Konsequenz:

    • Wenn die Wirkung nach der Mindestwirkdauer (Kent-Skala 3.3.2) deutlich nachlässt, wird die Behandlung nach der Kent-Reihe fortgesetzt. Es sollte aber unbedingt der Mindestabstand von fünf Wochen zwischen den Potenzen eingehalten werden (3.5.7).

    • Hält die Wirkung sogar mehrere Monate über den Mindestabstand hinaus an, wiederholt man das Mittel – in der gleichen Potenz (!) ein weiteres Mal erst dann, wenn die zuvor behandelten Symptome wieder auftreten.

Reaktion 4: Besserung ohne Erstverschlimmerung

  • ArzneimittelreaktionenBesserungCharakteristika: Kurz nach der Einnahme kommt es zu einer Besserung, ohne dass irgendwelche Zeichen einer Verschlimmerung auftreten.

  • Mögliche Ursache: Sowohl das Mittel als auch die gewählte Potenz waren für den Krankheitszustand optimal.

  • Therapeutische Konsequenz: Nach Wiederauftreten der Symptome Fortsetzung des gleichen Mittels gemäß der Kent-Skala (3.3.2).

Reaktion 5: Besserung mit nachfolgender Verschlechterung

  • ArzneimittelreaktionenBesserungCharakteristika: Kurz nach der Einnahme kommt es zu einer vorübergehenden Besserung, der eine baldige Verschlechterung folgt.

  • Mögliche Ursachen:

    • Das Mittel ist kein SimillimumSimillimum und lindert nur einige oberflächliche Symptome palliativ, ohne eine Heilung zu bewirken.

    • Das Mittel ist das Simillimum, aber der Patient ist aufgrund fortgeschrittener organischer Schädigung nicht mehr heilbar.

  • Therapeutische Konsequenz: Nach einem besseren Mittel suchen. In den unheilbaren Fällen können wir auch homöopathisch nur palliativ einwirken, um das Leiden wenigstens zu lindern.

Reaktion 6: Besserung bei zu kurzer Arzneimittelwirkung

  • ArzneimittelreaktionenBesserungCharakteristika: Zu kurze Wirkung der Hochpotenzen. Liegt die positive Wirkzeit deutlich unter der oben angegebenen Mindestwirkzeit (Kent-Skala 3.3.2), und kommen die Symptome in gleicher Stärke zurück, können folgende Gründe vorliegen:

  • Mögliche Ursachen:

    • Das Mittel ist nicht das Simillimum, höchstens ein Simile.

    • Das Mittel ist durch ein Antidot in der Wirkung gestört worden (s. u.).

    • Das Mittel ist durch starke emotionale Belastungen wie Schreck, Trauer, Verlust von Bezugspersonen und Ähnlichem antidotiert worden.

    • Es liegen fortgeschrittene pathologische Veränderungen an wichtigen Organen vor.

Therapeutische Konsequenz:
  • Akutbehandlung: das Mittel wiederholen, evtl. in höherer Potenz.

    • Chronische Behandlung: Immer eine angemessene Zeit abwarten. Es könnte sich auch um eine vorübergehende Verschlimmerung handeln. Prinzipiell gilt immer die Pointe von Pierre Schmidt: „Moins on donne, mieux ca vaut – je weniger man gibt, desto besser wird es laufen“.

    • Wenn sich nach dem Ablauf der theoretischen Wirkspanne nichts bessert, erneut nach dem Simillimum suchen. Antidotierungen ausschließen. Bei fortgeschrittenen Organschädigungen nicht höher als mit C30 oder C200 beginnen.

Reaktion 7: Besserung nur auf die Symptome beschränkt

  • ArzneimittelreaktionenBesserungCharakteristika: Besserung der Symptome, dem Patienten geht es aber insgesamt nicht besser.

  • Mögliche Ursachen: Es konnte nur eine Palliation stattfinden, etwa bei Organschäden, die durch die Krankheit oder durch Operationen verursacht sind. Uterus-, Ovarial-, Schilddrüsen-, Nieren-, Herz-, Lungenoperationen, fibröse Narbenstrukturen, verminderte Lungenfunktion etc. können nur bis zu einem bestimmten Grad, aber nie vollständig geheilt werden. Eine gewisse Einschränkung wird immer bleiben, eine vollständige Harmonie der Person in all ihren Ebenen werden sie nicht mehr erleben können (Spinedi).

  • Therapeutische Konsequenz: Fortsetzung der Behandlung nach der Kent-Reihe.

Reaktion 8: Auftreten neuer Symptome

  • ArzneimittelreaktionenSymptomententwicklungneue SymptomeCharakteristika: Überempfindliche Patienten. Der Patient zeigt nach jeder Arzneimittelgabe neue Symptome.

  • Mögliche Ursache: Der Patient ist überempfindlich (idiosynkratisch) und macht mit jedem Mittel, das man ihm gibt, eine Arzneimittelprüfung durch, selbst bei seinem Simillimum. Es treten zahlreiche neue Symptome auf, die er vorher nie hatte. Nahezu jedes Mittel ergreift vollständig Besitz von ihm. Derartig empfindliche Patienten sind außerordentlich schwierig zu behandeln. Zum Glück kommen solche Fälle sehr selten vor.

  • Therapeutische Konsequenz: Ausweichen auf niedrige Potenzen (D/C12 oder Q1,2 etc.). Nicht über C30 oder C200 gehen, in der Hoffnung, dass die Prüfungssymptome nicht zu stark herauskommen.

Reaktion 9: Auftreten von Symptomen des Arzneimittels

  • ArzneimittelreaktionenSymptomententwicklungArzneimittelsymptomeCharakteristika: Es treten Symptome des verabreichten Arzneimittels auf:

  • Mögliche Ursachen:

    • Der Patient entwickelt Symptome des Mittels, welches er eingenommen hat. Das gleiche spielt sich ab bei einer Arzneimittelprüfung an Gesunden.

    • Besonders bei einer zu frühen Wiederholung des Mittels können sich auch Symptome des Mittels mit denen des Patienten mischen.

  • Therapeutische Konsequenz: Abwarten, bis sich das Bild wieder beruhigt hat. Wenn die Reaktionen zu stark oder zu unangenehm werden sollten, evtl. antidotieren und das entstehende Symptomenbild abwarten.

Reaktion 10: Auftreten neuer bedeutender Symptome

  • ArzneimittelreaktionenSymptomententwicklungneue SymptomeCharakteristika: Auftreten bedeutender neuer Symptome.

  • Nach Einnahme des Mittels treten zahlreiche neue Symptome auf, die nicht Symptome des gegebenen Mittels sind. Der Patient fühlt sich nicht wohler dabei. Dies kann durch das Erscheinen interkurrente, vorher nicht dagewesener Erkrankungen bedingt sein. Es zeigt an, dass das Mittel falsch ist.

  • Therapeutische Konsequenz: Das Mittel muss gewechselt werden. Die neu aufgetretenen Symptome weisen dabei oft auf das richtige Mittel hin.

Reaktion 11: Auftreten alter Symptome

  • ArzneimittelreaktionenSymptomententwicklungalte SymptomeCharakteristika: Rückkehr alter Symptome. Alte Symptome tauchen auf und verschwinden wieder in der umgekehrten Reihenfolge ihres ursprünglichen Entstehens. Dies ist der Hering-Regel entsprechen ein positives Zeichen (Hering-Regel 3.6)

  • Mögliche Ursachen: Die alten Symptome waren in der Krankheitsgeschichte des Patienten evtl. nur verschwunden, weil sie von neuen überlagert wurden. Jetzt kommen sie nach Heilung der in der Biografie zuletzt aufgetretenen Beschwerden zurück, um nach kurzem Verlauf ebenfalls abzuklingen. Wenn unter der homöopathischen Behandlung neue Symptome auftreten, muss der Patient unbedingt befragt werden, ob er diese früher schon einmal gehabt hat. Trifft das zu, sind das gegebene Mittel und der Verlauf in Ordnung. Trifft es aber nicht zu, liegt die Beobachtung 10 vor.

  • Therapeutische Konsequenz: Ein deutliches Signal für die Wiederholung des Mittels ist das Wiederauftreten der aktuellen Symptome, wegen derer der Patient in Behandlung kam, nach Ablauf der Mindestwirkzeit.

Reaktion 12: Symptomentwicklung in eine falsche Richtung

  • ArzneimittelreaktionenSymptomententwicklungfalsche RichtungCharakteristika: Falsche Richtung der Symptome.

  • Die Symptome nehmen nach der Einnahme einen der Hering-Regel entgegengesetzten Verlauf, etwa, wenn sich periphere Symptome wie z. B. Hautausschläge bessern, gleichzeitig aber sich zentralere Symptome oder das Gesamtbefinden des Patienten verschlimmern. Das Mittel ist falsch und wirkt lediglich palliativ.

  • Therapeutische Konsequenz: Nach erneutem Studium des Falls das passendere Mittel nach Ablauf der Mindestwirkzeit von fünf Wochen verordnen. Im äußersten Fall antidotieren.

Hering-Regel

Hering-RegelNach der Hering-Regel (Constantin Hering, *1800 in Oschatz/Sachsen, 1880 in Philadelphia) vollzieht sich die homöopathische Heilung wie folgt,
  • von oben nach unten sowie

  • von innen nach außen und dies

  • in der umgekehrten Reihenfolge ihrer chronologischen Entwicklung.

Info

  • Von einem passenden Konstitutionsmittel ist zu erwarten, dass es zuerst die Gesamtenergie, das Wohlbefinden und die Psyche positiv beeinflusst, noch vor der Besserung peripher gelegener Symptome.

  • Für eine korrekte homöopathische Heilung sollte mindestens eine Beobachtung nach Hering zutreffen.

Von oben nach unten

Ein Beispiel: Patient kommt u. a. wegen Schulterschmerzen zur Behandlung, die er seit Monaten hat. Bei der nächsten Konsultation hat er Rückenschmerzen. „Wie geht es Ihrer Schulter?“ „Da verspüre ich keine Schmerzen mehr.“ Das Krankheitsgeschehen hat sich nach unten verlagert. Drei Wochen später klagt er über Knieschmerzen. Der Rücken ist inzwischen beschwerdefrei. Später verlangt er ein Mittel für Knöchelschmerzen.
Gibt man nun für diesen Zustand in Unkenntnis der Heilungsgesetze und des Heilungsverlaufs ein neues Mittel, so ist der Patient nur für kurze Zeit beschwerdefrei. Der Heilungsablauf wird aber unterdrückt, und die alten Schulterschmerzen treten wieder auf.
Man muss den gesamten Verlauf der konstitutionellen Behandlung verfolgen. Die Beschwerden haben sich genau nach der Hering-Regel entwickelt, sie haben sich von oben nach unten verlagert. Wie bei seinen Rücken- und Knieschmerzen bekommt der Patient deshalb auch diesmal kein Mittel für den neuen akuten Zustand und nach einiger Zeit ist er auch von seinen Knöchelbeschwerden befreit.

Von innen nach außen

Die Heilung erfolgt vom Zentrum zur Peripherie, d. h. auch von den lebenswichtigeren Organen zu den weniger lebenswichtigen. Das Gemüt, die Psyche als „Innerstes“ eines Menschen bessert sich zuerst. Anschließend folgen die lebenswichtigen Organe wie Herz, Leber, Nieren, Lungen. Dann folgt der Bewegungsapparat.
Die Haut als äußerstes Organ heilt am Schluss. Als äußerste „Schicht“ hat sie auch eine Reinigungsfunktion. Deshalb können Hautbeschwerden sehr hartnäckig sein oder sich erst einmal verschlimmern.

In umgekehrter Reihenfolge des Entstehens

Symptome, die erst kürzlich aufgetreten sind, werden zuerst geheilt. Die Krankheitsgeschichte wird oft in umgekehrter Chronologie aufgerollt. Zuerst verschwinden Symptome, die erst kürzlich aufgetreten sind. Zuletzt gehen die weit in die Vergangenheit zurückreichenden Beschwerden zurück.
Ein Patient hat seit der Kindheit Kopfschmerzen, seit fünf Jahren Magenbeschwerden und seit einem Jahr leidet er an Asthma. Nach der Hering-Regel verschwindet zuerst das Asthma, dann bessern sich die Magenbeschwerden und zuletzt die Kopfschmerzen.
Therapeutische Konsequenz: Abwarten und beobachten. Das Auftreten eines älteren Symptoms ist zunächst keine Indikation für eine homöopathische Behandlung dieses Symptoms oder für eine Wiederholung des Konstitutionsmittels, da es in aller Regel ohne weiteres Zutun spontan wieder abklingen wird. Verschlimmerungen im Sinne der Reaktion 3 bei chronischen Krankheiten können erfahrungsgemäß sofort nach der Einnahme, am 12.–14. oder selten auch am 30.–35. Tag auftreten. Nur wenn sich ältere Symptome hartnäckig längere Zeit in unangenehmer Weise halten sollten, kann man mit der Mittelgabe nach der Kent-SkalaKent-Skala (3.3.2) fortfahren.

Heilungshindernisse

HeilungshindernisseHeilungshindernisse muss man auch vermuten, wenn ein offensichtlich gut gewähltes Mittel nicht die gewünschte oder keine ausreichend lange Wirkung zeigt. Es sind dies Einflüsse, die den Patienten längerfristig belasten und dadurch die erwartete Heilung nicht zum Durchbruch kommen lassen. In den „Chronischen Krankheiten“ (Bd. I) und an verschiedenen Stellen des „Organon“ (§§ 186, 252, 255, 259 f.) kommt Hahnemann auf Heilungshindernisse zu sprechen.

„Fände man aber beim Gebrauche der übrigen Arzneien, dass in der chronischen Krankheit die bestens homöopathisch gewählte Arznei, in der angemessenen (kleinsten) Gabe, die Besserung nicht förderte, so ist dieß ein gewisses Zeichen, dass die, die Krankheit unterhaltende Ursache noch fortwährt und dass sich in der Lebensordnung des Kranken oder in seinen Umgebungen, ein Umstand befindet, welcher abgeschaltet werden muss, wenn die Heilung dauerhaft zu Stande kommen soll.“

(Organon, § 252)

Gestörte Lebensordnung

HeilungshindernisseLebensordnung, gestörteDiese Hindernisse in der „Lebensordnung“ können, wie Hahnemann beobachtet hat, im Einzelnen folgende Gründe haben:
  • Ungünstige Lebensumstände, Umwelteinflüsse (Organon, §§ 4, 77, 94, 208)

  • Lebensordnung (Organon, §§ 259–261)

  • Falsche Ernährungsform (Organon, § 260 Fußnote; CK, Bd. I, Psora)

  • Langdauernde unterdrückende allopathische Vorbehandlung (Organon, §§ 41, 74–76, 185–205)

Pharmakologische Antidote

AntidotHeilungshindernisseAntidoteDie meisten Homöopathika können durch allopathische oder andere homöopathische Mittel antidotiert werden. Die mögliche Antidotierung durch Homöopathika ist der Literatur über Beziehungen zwischen homöopathischen Arzneimitteln zu entnehmen (Seider 1998, Miller, Kluncker 1995, Rehman 2000 u. a.).
  • Ein Universalantidot sind z. B. KampferKampfer, Antidot bzw. Camphora (z. B. in Erkältungspräparaten) und MentholMenthol, Antidot (Pfefferminzprodukte, Zahnpasten, Kosmetika), auch alle stark riechenden ätherischen Öle und Aromatika, z. B. in Kosmetika.

  • KoffeinKoffein, Antidot in Bohnenkaffee und Coca-Cola kann ein Antidot darstellen, besonders bei den Homöopathika, die durch Coffea spezifisch antidotiert werden (Lycopodium, Phosphorus, Sulphur).

  • EssigEssig, Antidot antidotiert Homöopathika, die sich auch durch Aceticum acidum antidotieren lassen (Hepar sulfuris, Hyoscyamus, Ignatia, Opium, Pulsatilla, Sepia, Stramonium u. a.).

  • Übermäßiger Genuss von schwarzem und grünem Tee und Kräutertee sowie ThermalbäderThermalbäder, Antidot können arzneiliche Wirkungen haben und unter Umständen antidotieren. Früchtetees ohne Pfefferminz sind harmlos.

  • Narkosen sowie LokalanästhetikaLokalanästhetika, Antido sind ebenfalls potenzielle Antidote.

Im Organon (Organon, §§ 74–76, 260, 266) sowie in den „Chronischen Krankheiten“ (Bd. I) geht Hahnemann detailliert auf verschiedene potenziell antidotierende Einflüsse ein. Mehrfach nennt er auch unterdrückende oder „zweckwidrige“ allopathische Behandlungen, welche die Kranken „[…] so sehr nahe und oft noch näher der Unheilbarkeit kommen […]“ lassen (CK, Bd. I).

Praxistipp

Nach einer potenziellen Antidotierung durch homöopathische Mittel wird man alternative homöopathische Mittel nicht vorzeitig einsetzen, sondern wenigstens die Mindestwirkzeit des zuletzt gegebenen abwarten.

Miasmen

MiasmenHeilungshindernisseHeilungshindernisseMiasmenAlle Miasmen verschlimmern sich durch Behandlungen, die im Sinne der Homöopathie eine unterdrückende Wirkung haben. Die PsoraPsora und TuberkulinieTuberkulinie sind speziell gegen allopathische medikamentöse Behandlung empfindlich, die SyphilinieSyphilinie in besonderer Weise auf chirurgische Eingriffe, die Sykose ebenso und zusätzlich auf Impfungen und Bluttransfusionen. (Laborde 1998). Nach Künzlis Erfahrung kann auch Sterilisation ein Heilungshindernis für das sykotische Miasma darstellen.
Miasmatische Wirkungsblockade: Es kann auch der Fall eintreten, dass ein Mittel, das dem Patienten mehrmals gut geholfen hat, plötzlich keine Wirkung mehr zeigt. Wenn dabei Symptome hartnäckig unter dem ursprünglich bewährten Mittel persistieren, muss man diese auf ihre miasmatische Natur überprüfen. So kann sich das zugrunde liegende Miasma zu erkennen geben (2). In einem solchen Fall sollte man miasmatische Belastungen aus der Familienanamnese und v. a. die miasmatischen Symptome des Patienten genau studieren. Dann kann das dem Miasma entsprechende Mittel – oft eine Erbnosode insbesondere, wenn sie auffallend häufig oder hochwertig auch in der Repertorisation erscheint – als Zwischenmittel eingesetzt werden. Dies sollte die miasmatischen Symptome zum Verschwinden bringen. Man kann die Nosode, solange sie dem Patienten guttut, in angemessenen Abständen gemäß der Kent-Skala (3.3.2) fortsetzen. Nach solchen Zwischengaben wird der Patient wieder von seinem alten Konstitutionsmittel profitieren, das nach der Gesamtheit seiner Symptome ausgewählt wurde.

Anhaltende psychische Belastung und schwere emotionale Störungen

Heilungshindernissepsychische BelastungDies nennt Hahnemann als gravierendstes Heilungshindernis: „[…] ja mit weit weniger Beeinträchtigung der Gesundheit kann der unschuldige Mensch 10 Jahre in der Bastille oder auf der Galeere körperlich qualvoll verleben, als etliche Monate, bei aller körperlichen Bequemlichkeit, in einer unglücklichen Ehe oder mit einem nagenden Gewissen […]. Doch die häufigste Aufregung der schlummernden Psora zu chronischer Krankheit, so wie die häufigste Verschlimmerung schon vorhandner chronischer Übel im Menschen-Leben entsteht von Gram und Verdruss.“ (CK, Bd. I, Psora). Auf die homöopathische Behandlung von Kindern übertragen, bedeutet dies, dass Kinder, bei denen ein spannungsgeladener oder gestörter familiärer Hintergrund besteht, außerordentlich schwer zu behandeln sind. Das konstitutionelle Mittel ist vielleicht aufgrund der beobachteten körperlichen und Gemütssymptome gut gewählt, die Beschwerden bessern sich auch eine Zeit lang – nicht selten mit ausgeprägten Erstverschlimmerungen –, um dann unvermittelt ohne erkennbare Kausalität wieder zurückzuschlagen. Dabei sind es in der Regel die gleichen Symptome, aufgrund derer das Mittel gewählt wurde.
Aufmerksam sollte man beobachten, wenn man zur Anamnese beide Elternteile und auch die Geschwister bestellt. Bei einer solchen Aufstellung offenbart sich die Familiendynamik oft in verblüffender Weise, und zwar desto mehr, je länger die Anamnese dauert und die erste Zurückhaltung verflogen ist. Stark widersprüchliche Aussagen von Vater und Mutter lassen besonders aufhorchen. Sie zeigen, wie weit die wichtigsten Bezugspersonen voneinander entfernt sind. Es ist dann nicht auszuschließen, dass das erkrankte Kind Symptomträger dieses Spannungsfeldes ist.
Die Situation ist oft so spannungsbelastet, dass ein homöopathisches Mittel sich nicht in vollem Ausmaß entfalten kann und die Konstitutionsbehandlung allein nicht genug auszurichten vermag. Hier muss man den Betroffenen unbedingt zunächst oder zusätzlich geeignete Therapien wie kinderpsychiatrische Behandlung oder Familientherapie zukommen lassen. Nach Hahnemann wird der Arzt „[…] auch hier um so mehr die Verpflichtung in sich fühlen, alles anzuwenden, was in dem Bereiche seines Einflusses auf den Kranken und seine Angehörigen und Umgebungen liegt, um Gram und Ärgerniß von seinem Kranken zu entfernen. Dieß wird, dieß muss ein Haupt-Gegenstand seiner Sorgfalt und Menschen-Liebe seyn […]. Sind aber des Kranken Verhältnisse hierin nicht zu bessern, […] so sage er sich lieber von der Behandlung der chronischen Krankheiten los und überlasse den Kranken seinem Schicksale, weil selbst durch die meisterhafteste Führung der Kur mit den ausgesuchtesten und dem Körper-Leiden angemessensten Heilmitteln nichts, gar nichts Gutes bei irgend einem chronischen Kranken unter fortwährendem Kummer und Verdrusse auszurichten ist, wo der Lebens-Haushalt durch stete Angriffe auf das Gemüth zerstört wird. Die Fortsetzung des schönsten Baues ist thöricht, wenn der Grund des Gebäudes täglich, obwohl nur allmählig von anspülenden Wellen untergraben wird.“ (CK, Bd. I, S. 171)
Man sollte Betroffene am besten schon vor Beginn der homöopathischen Behandlung über ihre Heilungshindernisse aufklären und ihnen Co-Therapien oder Alternativen zur Lösung ihrer Probleme aufzeigen. Eine günstige Wendung hat der Verfasser vereinzelt gesehen, wenn die Schlüsselfiguren des Konflikts sich ebenfalls in homöopathische Behandlung begeben haben. Kinder aus Beziehungen, die chronisch in Spannung oder Auflösung stehen, wirken wesentlich mehr belastet als solche nach einer vollzogenen Trennung.
In der Praxis sieht der Autor einerseits Störungen, die – wenn sie psychosomatisch mitverursacht sind – relativ gut auf eine homöopathische Behandlung ansprechen. Dazu gehören rezidivierende Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Nägelbeißen, Zähneknirschen, aber auch Asthma, Allergien und Urtikaria. Eine andere Gruppe macht erfahrungsgemäß größere Probleme in dem oben geschilderten Sinne. Dazu gehören Neurodermitis (9.1), ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-/Hyperaktivitäts-Syndrom, 5.12), Schul- und Leistungsverweigerung, Schulphobie (5.13), Enuresis (21.3), Enkopresis (21.4) sowie Ess- und andere ausgeprägte Verhaltensstörungen (21.5, 21.1, 21.11, 21.13).

Behandlung mit Q-Potenzen

Q-PotenzenHahnemann, der Zeit seines Lebens auf der Suche nach Perfektionierung und Verfeinerung seiner Methode war, hatte zwar schon im Februar 1842 den Entwurf für die 6. Auflage des „Organon der Heilkunst“ vollendet, zur Veröffentlichung kam es jedoch erst 1922 durch Richard Haehl. In den Paragraphen 270 ff. der 6. Auflage beschreibt er ausführlich seine „neuen Dynamisationen“, mit denen er in seinen letzten Lebensjahren in Paris 1840–1843 ausschließlich behandelte (1.9).
Ausführlicheres zu Dosierungsfragen der Q-Potenzen, ihre spezielle Wirkdynamik, Applikationsformen, die allmähliche Steigerung der Potenz, die individuelle Empfindlichkeit des Patienten und homöopathische Verschlimmerungen findet man in den §§ 272–285 der 6. Auflage von Hahnemanns Organon.

Charakteristika

LM-PotenzenCharakteristikaQ-PotenzenCharakteristikaQ- oder LM-Potenzen sind nach einem speziellen Verfahren in 1 : 50 000er Schritten hergestellte Hochpotenzen. Daraus leitet sich die Bezeichnung Quinquaginta Milia (QM) oder – orthographisch nicht ganz korrekt – LM-Potenzen ab. Diese Potenzen sind sowohl für die akute wie für die chronische Behandlung geeignet. Die Handhabung der Einnahme ist hierbei flexibler als bei den C-Hochpotenzen: Bei der Akutbehandlung kann das Mittel in kürzeren Abständen mehrmals täglich eingenommen werden, bei der chronischen Behandlung in der Regel einmal täglich, wobei je nach Reaktionslage auch eine individuelle Variation zwischen mehrmals täglich und einmal alle paar Tage möglich ist.

Vorteile der Behandlung mit Q-Potenzen

  • Q-PotenzenVorteileBei vorschriftsmäßiger Einnahme werden stärkere Erstreaktionen vermieden. Dies ist unerlässlich insbesondere bei der Behandlung von metastasierenden Karzinomen, bei Depressionen, bei Epilepsie, bei atopischer Dermatitis, bei schwerer Psoriasis, bei schweren rheumatischen Erkrankungen, bei schweren Allergien.

  • Bei gleichzeitig noch notwendiger konventioneller Therapie etwa mit Kortikoiden, Antikonvulsiva, Zytostatika, Immunsuppressiva, Antibiotika, Psychopharmaka, Bestrahlungen oder mit anderen palliativen Maßnahmen werden störende Einflüsse auf die homöopathische Mittelwirkung durch die tägliche Einnahme teilweise wieder ausgeglichen.

  • Q-Potenzen sind eine geeignete Methode, um in schwierigen Fällen anzutesten, ob ein Mittel richtig gewählt ist, ohne wie bei den C-Hochpotenzen nach der Kent-Skala 35 Tage bis zu einem Mittelwechsel warten zu müssen. Denn die Dynamik des Wirkungsabfalls ist bei Q-Potenzen eine andere. Hier baut sich die Wirkung durch fortlaufende Gaben in Schritt für Schritt ansteigenden Potenzen allmählich auf.

  • Q-Potenzen können, falls die Wirkung einen unerwünschten Verlauf zeigt, aufgrund ihrer anderen Dynamik von einem Tag auf den anderen gewechselt werden.

  • Q-Potenzen können den Patienten erst einmal in schonender Form und mit deutlich geringerem Risiko von Erstverschlimmerungen aus der schlimmsten Phase der Krankheit herausholen. Für die Dauerbehandlung kann man später problemlos auf C-Potenzen übergehen.

  • Q-Potenzen sind aufgrund ihres einschleichenden Wirkungseintritts und ihrer sehr flexiblen Dosierungsmöglichkeiten ideal geeignet auch für hochempfindliche Patienten und Schwerstkranke.

Praxistipp

  • Dosierung: Es empfiehlt sich, Q- oder LM-Potenzen nicht als trockene Globuli, sondern als Tropfen mit Wasser verdünnt einzunehmen.

  • Bei der Akutbehandlung kann man als Einzelgabe bis zu fünf Globuli oder Tropfen einer tiefen oder mittleren Q-Potenz in ca. 200 ml Wasser einrühren oder verschütteln und davon einen Schluck nehmen. Vor jeder erneuten Einnahme wieder zwei- bis dreimal umrühren, und wieder einen Schluck nehmen. Q-PotenzenDosierungLM-PotenzenDosierung

  • Bei der chronischen Behandlung beginnt man mit einer tiefen Potenz, Hahnemann empfiehlt sogar die Q1. Zwei Globuli in 150 ml Wasser in einer braunen Flasche auflösen. Die so angesetzte Flüssigkeit sollte dann außer beim Schlagen vor der jeweiligen Einnahme weder bewegt oder geschüttelt noch auf Reisen mitgenommen werden!

Spezielle Aufbereitung der Q-Potenzen

Q-Potenzenspezielle AufbereitungDosierungsanleitung: Jeden Abend vor dem Schlafengehen die Flasche fünfmal langsam und kräftig gegen eine federnde Oberfläche (z. B. Handfläche, Oberschenkel, Buchdeckel) schlagen, dann die Menge eines Suppenlöffels aus der Flasche entnehmen, in ein Glas Wasser eingeben und ca. 2–3-mal kräftig einrühren. Aus diesem Wasserglas einen Teelöffel entnehmen, im Mund eine Weile gut einspeicheln lassen und schließlich herunterschlucken. Den Rest des Wasserglases verwerfen.
Durch die Aufaddierung der Schüttelschläge wird bei jeder Einnahme ein leicht erhöhter Dynamisierungsgrad des Arzneimittels erzielt. Nach etwa 14 Tagen geht man auf die nächsthöhere Q-Potenz über und setzt eine neue Flasche an. Mit dieser allmählichen Potenzerhöhung wird die Kur über viele Wochen „so lange fortgesetzt, bis der Kranke bei allgemeinem Besserbefinden, anfängt, eine oder mehrere seiner alten, ursprünglichen Beschwerden aufs Neue in mäßigem Grade zu spüren. Dieß deutet bei einer so allmähligen Erhöhung der, jedes Mal durch Schütteln modificierten, sehr gemäßigten Gaben auf nahe Heilung, nämlich, darauf, dass nun das Lebens-Princip fast nicht mehr nötig habe, durch die ähnliche Arznei-Krankheit afficiert zu werden, um das Gefühl für die natürliche Krankheit zu verlieren, deutet an wie das nun von natürlicher Krankheit freiere Lebens-Princip anfängt bloß noch etwas an der jenigen homöopathischen Arzneikrankheit zu leiden, die sonst homöopathische Verschlimmerung genannt wird.“ (Organon, § 280).
Die Patienten werden angehalten, insbesondere bei Multimorbidität den Verlauf der Behandlung mit möglichst täglichen Notizen zur Stärke ihrer Hauptsymptome und zum Stand ihres Allgemeinbefindens zu dokumentieren.
Nach einer Anzahl von erfolgreichen Zyklen mit aufsteigenden Q-Potenzen kann der Punkt erreicht werden, den man homöopathische SpätverschlimmerungSpätverschlimmerung nennt. Sie stellt eine Arzneimittelreaktion durch „Übersättigung“ mit dem ähnlichsten Mittel dar, – d. h., wenn die Symptome der ursprünglichen Krankheit zurückkommen, nachdem es unter der fortlaufenden Behandlung zunächst immer besser geworden war. Jetzt unterbricht man die Einnahme des Mittels. Die Spätverschlimmerung wird dann über kurz oder lang wieder abklingen. Hahnemann gibt dafür einen Zeitraum von 8, 10, 15 Tagen an (Organon, § 281).
Nach Abklingen der Spätverschlimmerung wartet man im ausgeglichenen Zustand ohne Medikation weiter, lässt die zuletzt gegebene Q-Potenz noch vollständig auswirken, bis und ob vielleicht irgendwann erneut Symptome der ursprünglichen Krankheit zurückkommen. Dann kann man die Behandlung vorsichtig mit eher selteneren Gaben ansteigender Q-Potenzen (z. B: 1–2 × wöchentlich) fortsetzen oder auf C-Potenzen des ursprünglichen Mittels nach der Kent-Skala (3.3.2) umstellen.

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