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B978-3-437-56865-7.00006-9

10.1016/B978-3-437-56865-7.00006-9

978-3-437-56865-7

Homöopathika F

Fagopyrum
AllgemeinesDiese Arzneipflanze, unter dem Namen Buchweizen bekannt, wirkt auf Haut und Verdauungsorgane [sowie den Blutkreislauf]. Jucken ist ein ausgeprägtes Symptom, das an verschiedenen Teilen des Körpers auftritt: Augen, Choanen; After; tief im Inneren der Hände; an [Armen und] Beinen usw. Pruritus senilis. Sichtbares Pulsieren der Karotiden und anderer Arterien. Übel riechende Absonderungen. Schmerzen verlaufen strichweise [wie entlang der Schlagadern].
SchlimmerKratzen. Sonnenlicht. Bewegung.1

1

Häufiger scheint eine Besserung durch Bewegung zu sein, die bereits in der Prüfung auftrat: „Alle Symptome besser bei Bewegung“ (AE, Symptom 714). Vgl. auch die Verschlimmerungen in der Ruhe und nach dem Schlafengehen (Ausfluss, Juckreiz). Die Angabe „< Bewegung“ stammt von Clarke, der jedoch auch „> Bewegung“ aufführt.

BesserKälteanwendung. Druck. Kaffee. [Bewegung.]
Geist und GemütUnfähigkeit, zu lernen oder sich etwas zu merken. Niedergeschlagen. Reizbar. [Oder:] Euphorisch.
KopfSchmerzen tief im Kopf, mit einem Aufwärtsdrücken [das gewöhnlich als ein Gefühl wie Zerspringen des Schädels beschrieben wird]. Kopfweh mit ‚müdem Hals‘ [Kopf wie zu schwer], besser durch hintenüber Beugen [und schlimmer durch Vornüberbeugen].
AugenJucken der Augen. Empfindung, als würden die Augäpfel aus den Höhlen gepresst. Schmerz entlang des Tränengangs. Augen geschwollen, rot und heiß.
OhrenJucken in den Ohren und um sie herum.
NaseWund und rot. Fließschnupfen, mit Niesen; [später Vollheitsgefühl, Trockenheit, Borkenbildung].
HalsJucken in den Choanen. Retronasalkatarrh.
MagenBrennend heißes, saures Aufstoßen. Übelkeit, hartnäckig, besser durch Essen.
AbdomenJucken im After.
Weibliche GenitalienSchamjucken mit gelbem Ausfluss, schlimmer in der Ruhe. [Ausfluss wird beim Stillsitzen deutlicher bemerkt.]
HerzSchmerz in der Herzgegend, strahlt zur linken Schulter und zum linken Arm aus, besser in Rückenlage.
Äußerer Hals und RückenSteifheit und Zerschlagenheitsgefühl in den Halsmuskeln, mit einem Gefühl, als könnte der Hals den Kopf nicht tragen.
ExtremitätenSchmerz in den Schultern, [auch] mit Schmerz entlang der Finger [auf beiden Seiten, wie in den Schlagadern]. Jucken in Armen und Unterschenkeln. Jucken tief im Inneren der Hände. Füße taub, mit prickelndem Schmerz. Strichweise verlaufende Schmerzen in Armen und Unterschenkeln.
HautJucken, besser durch kühles Bad, schlimmer durch Kratzen, Berührung und nach dem Zubettgehen. Ekzem. Erythem [auch Sonnenbrand]. Intertrigo. ‚Blinde‘, nicht eiternde Furunkel.2

2

In einer Prüfung wird von einer hühnereigroßen Geschwulst im Nacken gesprochen, die sich nach Absetzen des Mittels ohne jedes Zeichen von Eiterung allmählich zurückbildete.

Haut heiß und geschwollen.
VerwandtPulsatilla.

  • Buchweizen, Fagopyrum esculentum Moench = Fagopyrum sagittatum Gilib. Kein Verwandter des Weizens, sondern ein Knöterichgewächs (Polygonaceae). Tinktur aus der ganzen Pflanze zur Zeit der Fruchtreife.

  • Prüfungen finden sich in AE, Band 4, zusammengefasst in Hales New Remedies, Band 1 und 2. Bei Anshutz, New, Old and Forgotten Remedies, ist ein Arzneibild von Perkins nachzulesen.

Ferrum iodatum
AllgemeinesEin nützliches Mittel bei Drüsenhypertrophien; auch bei Neoplasmen und Uterusverlagerungen, insbesondere Retroversio uteri. [Allgemeine] Schwäche nach Verausgabung der Lebenskräfte.
SchlimmerBewegung. Nachts. Berührung.
BesserIm Freien.
AugenExophthalmus und Struma; nach Ausbleiben der Menses.
OhrenBrausende Ohrgeräusche.
NaseDicke, geschwollene Nase.
MagenDas Gegessene scheint in den Hals hinaufzudrängen, so als ob es nicht ordentlich geschluckt worden wäre.
AbdomenGefühl wie voll gestopft, als könnte sie sich nicht vorbeugen. Kribbeln [Kitzeln] im Mastdarm. Gefühl wie von einer Schnur, die Nabel und After verbindet [mit schneidendem Schmerz jedes Mal beim Aufrichten aus gebückter Stellung].
HarnwegeKribbeln [Prickeln] in der Harnröhre. Urin: süßlich riechend. Dunkel gefärbter Harn, der einen weißen, ziemlich dicken Niederschlag absetzt.
Weibliche GenitalienStändiges Abwärtsdrängen. Gefühl, als würde etwas in der Scheide hinaufgepresst, beim Sitzen.3

3

Dieses aus Farringtons Prüfung stammende Symptom wird in den mir zugänglichen Prüfungsberichten ergänzt durch die Bemerkung: „Sie sagte, sie könne den Gebärmutterhals fühlen.“ In Farringtons Clinical Materia Medica heißt es: „als würde die Gebärmutter in die Höhe gedrängt“.

Retroversio uteri. Prolapsus uteri, hat Schwierigkeiten, das Wasser zu halten. Ausfluss: wie gekochte Stärke; beim Stuhlgang [ist die Absonderung fadenziehend].4

4

Nach Farringtons Prüfung ergänzt. Es ist weder aus Hughes' noch aus Herings Bericht klar ersichtlich, ob die fadenziehende Absonderung aus der Vagina oder dem After kommt. In beiden Fällen heißt es lediglich: „Leukorrhö, weiß, wie gekochte Stärke, bei Defäkation ist die Absonderung fadenziehend“ („when bowels move discharge is stringy“).

Menses: bleiben aus, mit Exophthalmus und Struma.

  • Eisen(II)jodid, FeI2.

  • Prüfungen von Müller, Gosewisch und Farrington, dazu einige Vergiftungssymptome von Boissière. Sie finden sich teilweise in AE, teilweise in Hughes' Cyclopedia, teilweise auch nur in Herings Guiding Symptoms.

Ferrum metallicum
AllgemeinesEisen ist in nicht unerheblicher Menge im Blut enthalten; auch in zahlreichen Lebensmitteln des täglichen Gebrauchs. Wirkt auf den Kreislauf und ruft ungleichmäßige Verteilung des Blutes im Körper hervor: Hyperämien, irregulären Blutandrang usw. und Pulsieren. [„Es steigt ihr stark nach dem Kopfe.“] Führt zu Erschlaffung der Blutgefäße und erzeugt daher Blutungen, die hellrot [und dünnflüssig] sind oder kleine Koagula enthalten, besonders bei schnell wachsenden jungen Leuten; Erweiterung der Blutgefäße, Anschwellen der Adern, etwa bei Neuralgien, während der Menstruation oder bei Fieber. Passt auf junge, anämische, pseudo-plethorische5

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„Die Blutarmut erscheint unter der Maske von Vollblütigkeit und Kongestionen, bei weißlicher Färbung der Schleimhäute …“ (Rückert, Versuch einer Verwertung des ab usu in morbis gewonnenen Heilmaterials).

Personen, die zwar kräftig wirken, aber effektiv so schwach sind, dass sie nicht einmal zum Sprechen oder Gehen in der Lage sind und immer nur liegen wollen. Anämie junger Leute mit roten Wangen, aber blassen Lippen; zarte Mädchen, verstopft, niedergeschlagen. Blässe der Haut und der Schleimhäute, abwechselnd mit Blutwallungen. Rote Körperteile [z. B. Lippen] werden blass. Trockenheit: des Mundes, Speisen wirken trocken; der Vagina usw. Muskeln schwabbelig, schlaff. Knochenerweichung. Wassersucht oder Lähmung nach Säfteverlust, etwa Blutungen usw. Rotgesichtige alte Männer. Rapide Abmagerung. Kachexie. Nächtliche Schmerzen, die zu Bewegung des schmerzenden Teils nötigen. Druckgefühle: auf der Brust, auf dem Magen usw. Reizbar an Geist und Körper. Gelenkknarren. Katalepsie. Basedow, nach Ausbleiben der Menstruation. Milz, Verdauungsapparat und linker M. deltoideus werden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.
SchlimmerNachts. Gemütsbewegungen; Zorn. Starke körperliche Anstrengung. Plötzliche Bewegung. Essen. Trinken. Eier. Tee. Säfteverluste; Schweiße. Hitze und Kälte. Heben der Arme.
Besser„Gelinde Bewegung.“ Geringfügige Blutungen. Anlehnen oder Auflegen des Kopfes.
Geist und GemütRechthaberei; empfindlich und erregbar, regt sich beim geringsten Widerspruch auf. Weint und lacht unmäßig. Nervös, hysterisch. Schon leise Geräusche [Zeitungsrascheln] sind unerträglich. Ängstlichkeit, als ob man etwas Böses begangen hätte. Niedergedrückt; nach der Menstruation.
KopfSchwindel: schlimmer beim plötzlichen Aufstehen, beim Überqueren einer Brücke, beim Anblick fließenden Wassers. Hirnermüdung. Pochendes, hämmerndes Kopfweh, das in den Schläfen beginnt und zum Hinterkopf zieht; schlimmer durch Husten, Bücken, treppab Gehen; besser durch Lösen der Haare. Vom Schreiben kommt das Kopfweh wieder. Plötzlicher Schmerz über dem linken Auge. Schwindel während der Kopfschmerzen. Kopf heiß, Füße kalt.
AugenKann nachts im Dunkeln sehen; bei Hysterikern. Anfälle von Blindheit [Schwarzwerden vor den Augen]. Buchstaben verlaufen ineinander beim Lesen oder Schreiben. Aufgedunsene, ödematöse Lider. Schmerz über den Augen (besonders links). Exophthalmus und Struma, nach Ausbleiben der Menstruation.
OhrenÜbermäßig geräuschempfindlich. Ohrensausen, besser durch Auflegen des Kopfes auf den Tisch. Singen vor den Ohren, schlimmer vor der Monatsblutung.
NaseNasenbluten; bei anämischen Patienten; im Wechsel mit Blut-Spucken.
Gesicht[Abwechselndes] Blasswerden und Erröten des Gesichts, es wird rot vor Schmerz, Gemütsbewegung oder Anstrengung, selbst wenn diese noch so geringfügig sind. Blühende Gesichtsfarbe; Gefühl wie gedunsen oder aufgebläht. Lippen blass. Neuralgische Gesichtsschmerzen infolge kalten Waschens nach Erhitzung; schlimmer im Liegen, besser durch Aufrichten.
MundZahnweh, [vorübergehend] besser durch Eiswasser. Mundgeschmack: süßlich, wie Blut; oder nach faulen Eiern. Mund trocken, Speisen kommen ihm zu trocken vor.6

6

„Derbe Speisen schmecken ihm alle so trocken, als wenn weder Saft noch Kraft darin wäre … die dünnen, warmen Speisen sind ihm lieber“ (Hahnemann, Reine Arzneimittellehre).

HalsEmpfindung, als rollte etwas im Hals herum und verschlösse ihn wie eine Klappe.7

7

Nach Farrington und Clarke. Ein Prüfungssymptom (von der amerikanischen Prüfergesellschaft) lautet so: „Klopfendes Gefühl im Magen, das die Speiseröhre hinaufzieht, als ob ein Nerv zitterte, manchmal mit einem Erstickungsgefühl verbunden, als ob etwas wie eine Klappe im Hals hochstiege …“

Struma mit Exophthalmus. Gefühl wie von einem Klumpen (linksseitig), schlimmer nur beim Leerschlucken [nicht beim Essen oder Trinken].
MagenAbwechselnd gesteigerter Appetit und Appetitlosigkeit. Magen verträgt keinerlei Nahrung, Auftreibung und Magendrücken sind die Folge, wenn man dennoch isst. Abneigungen: gegen Fleisch, Eier, saures Obst, den gewohnten Tabak, Bier. Verlangen nach Brot8

8

Bönninghausen schreibt: „Will nichts genießen als Butterbrot.“

, nach rohen Tomaten. Rülpst Mund voll die Speisen heraus [ohne Übelkeit oder Brechreiz]. Erbrechen: ohne Anstrengung, ohne Übelkeit; gleich nach dem Essen; unmittelbar nach Mitternacht; Schwangerschaftserbrechen. Erbrechen nach Eiergenuss. Brennen im Magen.
AbdomenHart, aufgetrieben, Schmerzhaftigkeit wie wund beim Gehen. Eingeweide tun weh wie zerschlagen beim Berühren des Unterleibs. Durchfall: schmerzlos; schlimmer während des Essens (der Versuch zu essen bringt Durchfall hervor); nachts; herausschießend, herausspritzend; unverdauter Speisen; im Wechsel mit Verstopfung; schlimmer, wenn man nervös oder müde ist. Sommerdurchfall. Harte, schwierige Stühle, gefolgt von Kreuzschmerz oder Krampfschmerz im Mastdarm; Analprolaps. Afterjucken infolge von Askaridenbefall; bei Kindern.
HarnwegeChronische Nephritis. Harninkontinenz: besonders wenn nur tagsüber auftretend; unwillkürlicher Harnabgang beim Stehen, bei plötzlichen Bewegungen, beim Gehen; bei Kindern. Proteinurie. Polyurie, begleitet von [äußerster] Nervosität. Urin brennt [„als wenn er heiß herausliefe“]; Harnbrennen bei Uterusblutungen.
Männliche GenitalienPollutionen: nachts; mit Rückenschmerzen; nach Überanstrengung.
Weibliche GenitalienVagina zu trocken; schmerzt wie roh; schmerzhaft oder unempfindlich beim Beischlaf. Monatsblutung: blass, wässrig; zu früh, zu stark, zu lang anhaltend; [zwei, drei Tage] aussetzend [und dann wiederkehrend]; mit wehenartigen Schmerzen. Ausfluss: wie Milchwasser, beißend; während der Pubertät. Neigung zu spontanen Fehlgeburten. Vaginalprolaps. Schamjucken.
AtemwegeStimme heiser, oder auch wechselhaft. Trockener Kitzelhusten, schlimmer bei Bewegung; besser im Liegen. Beim Husten Schmerz im Hinterkopf. Blutspucken; bei Onanisten oder Schwindsüchtigen. Drang des Blutes nach der Brust. Brustbeklemmung, wie zusammengeschnürt; oder fliegende Stiche in der Brust. Atemnot, besser beim langsamen Gehen oder Sprechen [schlimmer beim müßigen Sitzen und besonders beim Liegen]. Atem heiß. Verschleppte Pleuropneumonie; Exsudat wird resorbiert.
HerzHerzklopfen, schlimmer bei der geringsten Bewegung [oder aber] gebessert durch langsames Gehen; bei Onanisten; nach Säfteverlust. Klopfen in allen Blutgefäßen. Puls voll, weich, unterdrückbar.
Äußerer Hals und RückenHals und Schulter tun weh [beim Liegen auf der Seite], Omodynie. Lumbago die ganze Nacht hindurch, verschwindet beim Aufstehen.
ExtremitätenPlötzliche Krampfschmerzen oder reißende Schmerzen in den Gliedmaßen. Beim Schreiben zittern die Hände, bei schnellem Schreiben lässt das Zittern nach. Unwiderstehlicher Drang, den Arm zu beugen, was jedoch starke Schmerzen bereitet. Geschwollene Hände und Füße [bis an die Knie]. Schmerzen in den Fersen, schlimmer, wenn man auf dem Rücken liegt. Gelenkknarren. Krummziehen der Gliedmaßen [durch Krämpfe].
HautBlass, [aber] leichtes Erröten. Fingerdruck hinterlässt Dellen. [Scharf umschriebene] schwarze oder dunkelviolette Flecken auf der Haut.
SchlafSchläft ein vor Schwäche; beim Nähen, Sitzen, Lernen. Schlaflosigkeit.
FieberFieberfrost mit rotem Gesicht und Durst. Fieberhitze mit angeschwollenen Adern. Gliedmaßen kalt, Kopf und Gesicht heiß. Schweiß: klebrig; die Wäsche gelb färbend; kalt; scharf; ermattende Schweiße.
KomplementärChina.
VerwandtArnica; Manganum.

  • Eisen (Fe), inkl. Ferrum aceticum (Eisenacetat) und Ferrum carbonicum (Eisencarbonat, eisenhaltige Mineralwässer).

  • Prüfungen: Hahnemann, Reine Arzneimittellehre, Band 2; Löffler u. a., Franks Magazin, Band 4 (aus dem Umkreis der „Erfahrungsheilkunde“ oder Organopathie Rademachers); Alb und Laa, Zeitschrift des Vereins der homöopathischen Ärzte Österreichs, 1857, Band 2; zahlreiche wichtige Symptome aus einer Prüfung der „American Provers' Union“, nachzulesen in AE, Band 4. Es existiert auch eine frühe Sammlung „des ab usu in morbis gewonnenen Heilmaterials“ von Rückert.

Ferrum phosphoricum
AllgemeinesAuch das phosphorsaure Eisen wirkt, ebenso wie Ferrum metallicum, auf den venösen Blutkreislauf und erzeugt lokale, passive Hyperämien sowie Hyperämie-bedingte Blutungen; entsprechend sind die Sekrete blutgestreift oder sehen aus wie Fleischwasser. Passt auf nervöse, empfindliche, anämische (blonde) Personen. Sehr von Nutzen bei akuten Verschlimmerungen von Tuberkulose- oder Rheumatismusfällen usw. Abmagerung. Erkältet sich leicht. Gefühl wie wund und zerschlagen: Brust; Schultern; Muskeln. Rauheit [etwa des Halses oder der Vagina], mit Brennen. Anfangsstadien von fiebrigen Krankheiten und Entzündungen [bevor Eiterung einsetzt]. Entzündungen der weichen Teile. Üble Folgen von: unterdrücktem Schweiß [an warmen Sommertagen]; mechanischen Verletzungen. Große Erschöpfung und Schwäche, kaum in der Lage, umherzugehen.
SchlimmerNachts. 4–6 Uhr morgens. Bewegung. Geräusche. Erschütterung. Kalte Luft. Berührung. Schweißunterdrückung. Kalte Getränke und saure Speisen. Fleisch; Hering; Kaffee; Kuchen.
BesserKälteanwendung. Blutungen [Nasenbluten]. Liegen.
Geist und GemütSehr geschwätzig, heiter und [unnatürlich] aufgeregt. Zorn. [Ausgeprägter Zorn, bis zur Gewalttätigkeit.] Vorübergehende manische Anfälle aufgrund zerebraler Reizung.9

9

Eine Beobachtung von Schüßler an Schweinen: „Wenn Schweine ihre Jungen auffressen; eine vorübergehende Manie, von Hyperämie des Gehirns abhängig.“

Stillhalten. Gleichgültig gegen angenehme Dinge. Abneigung gegen Gesellschaft. Furcht, ins Gedränge zu gehen.10

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Aus Morgans Prüfung: „Gehen in ruhigen Straßen hat eine beruhigende Wirkung, doch diese hört auf, sobald man ins Gedränge der Hauptstraßen zurückkehrt.“

KopfKlopfendes Kopfweh mit Schmerzhaftigkeit der Kopfhaut. Kopfweh: stechend, oder dumpf vom Scheitel aus über die Kopfseiten herabdrückend; im Zusammenhang mit Ohrenschmerzen; erleichtert nach Nasenbluten oder durch kalte Umschläge. Üble Folgen von Sonnenhitze. Oft ein Gefühl, als würde der Kopf beim Gehen vorwärts gestoßen, mit Schwindel. Leeregefühl im Kopf, während der Menstruation.
AugenRot und entzündet, mit Brenngefühl. Empfindung wie von einem kleinen Körnchen im Oberlid. Gefühl, als befänden sich Sandkörner unter den Augenlidern. Tarsale Zysten [Hordeola]. Augen blutunterlaufen; kann beim Bücken nicht sehen [es ist ihr, als ob alles Blut in die Augen geflossen wäre].
OhrenHeftige Ohrenschmerzen; akute Mittelohrentzündung, wenn Belladonna versagt. Schwerhörigkeit: nach Erkältung; schlimmer während der Menstruation. Tinnitus; schlimmer im Liegen.
NaseNasenbluten: von hellrotem Blut; bei Kindern. Nach Operationen beugt die Arznei Blutungen vor und lindert Schmerzen.
GesichtWird abwechselnd blass und rot. Heiße Wangen bei Zahnweh.
MundHeiß. Zahnweh [mit Hitze der Wangen], gebessert durch Kaltes.
HalsTonsillen rot und geschwollen. Halsschmerzen, schlimmer beim Leerschlucken. Halsweh nach Operationen.
MagenErbrechen: des Gegessenen; zu unregelmäßigen Zeiten [zuweilen sogar aus dem Schlaf weckend]; unverdauter Speisen; grüner Massen. Bluterbrechen. Saures Aufstoßen. Abneigung gegen Fleisch und Milch. Verlangen nach Saurem [das jedoch verschlimmern kann].
AbdomenAufgetrieben; verträgt keinen Kleiderdruck [bzw. keine Berührung der Bettdecke] am Bauch. Chronischer Durchfall. Stühle: aus blutigem Wasser bestehend; oder aus gelblicher Flüssigkeit. Ruhr mit Fieber. Sommerdurchfälle.
HarnwegeHarninkontinenz tagsüber, besser im Liegen. Ausspritzen von Harn bei jedem Hustenstoß. Wasserlassen nach jedem Trinken. Harnverhaltung kleiner Kinder, die mit Fieber verbunden ist.
Weibliche GenitalienMenstruation: zu früh, alle drei Wochen; mit schwer drückendem, dumpfem Schmerz oben auf dem Kopf. Vagina trocken und heiß. Schmerzen in der Vagina beim Beischlaf; Vaginismus.
AtemwegeLaryngitis und Heiserkeit; [infolge von Überanstrengung der Stimmorgane, etwa] bei Sängern; Halsweh der Sänger. Husten: kurz, schmerzhaft, krampfhaft; Kitzelhusten; quälendes Hüsteln; schlimmer morgens und abends. Bluthusten: reinen Blutes; bei Lungenentzündung; nach Stoß oder Sturz. Schweregefühl, Schmerzhaftigkeit oder Blutstauung in der Brust. Pleuritis; stechender Schmerz, schlimmer beim Husten und Tiefatmen.
HerzHerzklopfen; beschleunigter Puls. Voller, weicher, fließender Puls.
Äußerer Hals und RückenHexenschuss im Nacken und Rücken.
ExtremitätenRheumatismus, der ein Gelenk nach dem anderen befällt; schlimmer durch die geringste Bewegung. Omodynie, Schmerz wie wund und zerschlagen in den Schultern, sich zum Thorax und zum
Handgelenk hin ausbreitend. Handgelenke tun weh, mit Kraftlosigkeit beim Zugreifen [und Schmerz an den Sehnen beim Händeschütteln]. Handflächen heiß; bei Kindern. Zucken in den Gliedern. [Anschwellung nach] Verrenkung des Ellbogens. Hände geschwollen und schmerzend.
HautMasern. Akne.
SchlafSchläfrigkeit. Unruhig und schlaflos.
FieberFieberfrost, mit Verlangen, sich zu strecken; [täglich] um 13 Uhr [wiederkehrend]. Fieberhitze mit schweißigen Händen. Febris continua; entzündliche Fieber; Pneumonie; Intermittens; Masern, auch hämorrhagische.
KomplementärKali muriaticum.
VerwandtGelsemium.

  • Phosphorsaures Eisen, Eisenphosphat.

  • Eines von Schüßlers „biochemischen“ Mitteln. Seine Indikationen und die klinischen Erfahrungen damit bilden die Grundlage des Mittelbilds. Schüßlers Präparat, das „weiße Eisenphosphat“ [Fe2(PO4)2] ist aber auch einer homöopathischen Prüfung unterzogen worden (unter Leitung von Moffat, zu finden nur in Hughes' Cyclopedia, Band 4). Ferner gibt es eine Prüfung des „normalen“ phosphorsauren Eisens (hauptsächlich aus FeHPO4 bestehend, in Clarkes Dictionary als „Ferrum phosphoricum hydricum“ bezeichnet) von Morgan, die in AE, Band 10 auftaucht (und auch bei Hughes, Cyclopedia, Band 2).

Ferrum picricum
AllgemeinesEine sehr nützliche Arznei bei Prostatahypertrophie alter Männer, mit häufigem nächtlichem Wasserlassen und Vollheitsgefühl und Druck im Mastdarm. Beißen am Blasenhals und am Penis. Harnverhaltung.

  • Eisenpikrat, das Eisensalz der Pikrinsäure, C6H2(NO2)3OFe.

  • Ungeprüft. Die angegebene Indikation stammt von Cooper und Dudley Wright (laut Clarkes Dictionary).

Fluoricum acidum
AllgemeinesDestruktivität ist der Schlüssel zum Arzneibild dieser Säure. Sie ruft schleichende, tief reichende zerstörerische Wirkungen hervor: Knochenkaries, besonders der Röhrenknochen; Ulzerationen, Dekubitus; Varizen. Passt auf Beschwerden alter oder vorzeitig gealterter Leute. Blasse, elende, kachektische, schlaffe Patienten mit zerrütteter Gesundheit. Ihnen ist es immer zu heiß; sie wollen sich mit kaltem Wasser waschen. Gewebe aufgedunsen, verhärtet, zu Fistelbildung neigend. Absonderungen dünnflüssig; faulig, beißend oder salzig, Juckreiz erregend. Ödeme. Wassersucht; mit oder ohne Taubheitsempfindung. Nagelgeschwür. Naevi; flach. Sekundärstadium der Syphilis. Erhöhte Fähigkeit zur Muskelanstrengung, ohne dass Erschöpfung eintritt; ohne Rücksicht selbst auf die ärgste Sommerhitze oder Winterkälte. Taubheitsgefühl: von Teilen, auf denen man nicht liegt; [auch] bei Erkrankungen des Gehirns oder Rückenmarks. Degenerative Veränderungen durch Kalkeinlagerung. Leidet unter Beschwerden, wenn dem Drang zur Ausscheidung [von Urin oder Stuhl] nicht augenblicklich nachgegeben wird [oder auch bei verzögerter Regelblutung]. Struma.
SchlimmerHitze; Zimmerwärme. Nachts. Alkohol (speziell Rotwein). Saure Speisen.
BesserKaltwaschen. Schnelle Bewegung. Nach kurzem Schlaf. Hintenüber Beugen des Kopfes. Essen.
Geist und GemütDrang zum Schnellgehen; muss immerfort in Bewegung sein. Abneigung: gegen die eigene Familie, gegen die sonst am meisten geliebten Menschen; entwickelt stattdessen ein Interesse an Fremden
und unterhält sich lebhaft mit ihnen. Unfähigkeit, Verantwortung wahrzunehmen. Niedergeschlagenheit. [Oder:] Hoch gestimmt und fröhlich. Steht auf der Straße herum und zieht vorüber kommende Frauen mit den Augen aus, so groß ist seine Lüsternheit. Sitzt stumm da und sagt kein einziges Wort, beantwortet Fragen nicht.
KopfBetäubende Kopfschmerzen, besser nach Wasserlassen. [Häufiger Harndrang; kann er den Harn nicht sofort entleeren, so entsteht ein drückender Schmerz auf dem Scheitel.] Druckgefühl im Hinterkopf. Schmerzen im Verlauf der Suturen. Region der Glabella aufgebläht. Haarausfall; nach fiebrigen Krankheiten. Haar spröde und verfilzt.
AugenGefühl, als [würden die Augenlider mit Gewalt geöffnet und als] bliese ein kühler Wind auf die Augen. Tränenfistel. Empfindung, als wäre etwas in den Augen, was man nicht11

11

In Herings Guiding Symptoms heißt es: „… was ausgerieben werden könnte“! In diesem Fall scheint Phataks Version jedoch logisch schlüssiger und sinnvoller.

durch Reiben beseitigen kann; muss blinzeln. Linkes Auge [und ganze linke Schädelhälfte] kleiner als das rechte.12

12

Dieses Symptom aus einem Fall in NAfH 3, 1:127 ist in folgendem Kontext beobachtet worden: Ein Knabe hatte ein Knochengeschwür am Felsenbein, das periodisch aufbrach, stinkenden Eiter entleerte und dann wieder vernarbte. Die ganze linke Schädelhälfte war im Wachstum zurückgeblieben, das linke Auge viel kleiner. Nach Fluoricum acidum stellte sich ein „schnellerer und heftiger Anfall“ ein, dann folgten keine Rezidive mehr; die linke Schädelhälfte wuchs nun auffallend schneller, der Unterschied zwischen den Schädelhälften begann abzunehmen.

OhrenSchwerhörigkeit, besser durch hintenüber Beugen des Kopfes.
NaseFließschnupfen; im Schlaf; [nach Rotweintrinken]. Niesen, mit Speichelzusammenlaufen.
GesichtHitze im Gesicht mit Verlangen nach Kaltwaschen. Blass.
MundZähne: verfallen schnell, besonders in der Nähe der Wurzeln; Wärmegefühl in den Zähnen13

13

Der Prüfer bemerkt dazu ausdrücklich, dass die Wärme in den Zähnen selbst empfunden wird, nicht im Zahnfleisch, den Alveolen oder Kieferfortsätzen.

. Zahnschmelz dünn. Zahnfistel. Späte Zahnung. Zunge: rissig, Risse in alle Richtungen verlaufend; tut weh beim Sprechen. Geschwüre an und unter der Zunge.
MagenVerlangen: nach scharfen, pikanten, stark gewürzten Speisen; nach kaltem Wasser; warme Getränke dagegen erzeugen Durchfall. Widerwille gegen Kaffee. Nagender Hunger, isst die ganze Zeit, was jeweils nur für kurze Zeit erleichtert. Fade schmeckendes Aufstoßen. Galleerbrechen nach dem geringsten Diätfehler. Magensymptome besser durch eng sitzende Kleidung.
AbdomenEmpfindlichkeit der Lebergegend. Warme Getränke und Lachsgenuss führen zu Durchfall. [Ohnmacht-artiges] Leeregefühl in der Nabelgegend, mit Neigung zum Tiefatmen; besser durch Bandagieren. Jucken und Brennen am After. Aszites: infolge von Leberstörungen; bei Verhärtung und Hypertrophie [der Leber]; mit Pfortaderstauung.
HarnwegeAufwärtsziehendes Gefühl in der Harnröhre. Harn: spärlich, dunkelfarbig. Flusssäure vermehrt die Harnausscheidung bei Wassersüchtigen.
Männliche GenitalienGesteigertes Sexualverlangen; bei alten Männern. Starke Erektionen nachts. „Das allerhöchste Entzücken und mehr Wollust während des Beischlafs und beim Entgehen des Samens …“ Steht auf der Straße herum und zieht vorüber kommende Frauen mit den Augen aus, so groß ist seine Lüsternheit. Ölige, penetrant riechende Ausdünstung an den Genitalien. Ödem des Hodensacks. Varikozele.
Weibliche GenitalienMenstruation: zu früh bzw. oft, reichlich, zu lang anhaltend. Uterusblutungen, verbunden mit Atembeschwerden. Reichlicher, wund machender Ausfluss. Nymphomanie. Brustwarzen wund, rissig. Ihr ist unwohl, wenn sich die Regel ein wenig verspätet.
AtemwegeBrustbeklemmung; zum hintenüber Beugen genötigt, „sonst kann er die Brust nicht voll nehmen“. Hydrothorax. Atembeschwerden, gemeinsam oder im Wechsel mit Uterusblutungen auftretend.
ExtremitätenNagelgeschwür. Gefühl wie von einem Splitter unter dem Nagel. [Unschmerzhaftes Herausfahren unter dem linken Daumennagel, als säße etwas darunter, was sich in Absätzen einen Weg unter dem Nagel herausmachte.] Nägel verformt, spröde; ungewöhnlich schnell wachsend. Ödeme der Gliedmaßen bei alten Leuten mit schwacher Konstitution. Gefühl, als läge ein Haar auf dem Rücken eines Fingers. Ungewöhnliche Röte der Hände, besonders der Handteller. Heiße, schweißige Handflächen. Geschwüre am Schienbein. Wund zwischen den Zehen. Schmerzhaftigkeit der Hühneraugen [wie geschwürig].
HautVarizen. Gefühl, als dränge ein brennender Dampf aus allen Poren. Trockene, raue Haut, juckend oder rissig. Narben: von Bläschen umgeben [oder bedeckt]; werden an den Rändern rot. Narbenkeloide.
SchlafGefühl des Eingeschlafenseins14

14

Phatak schreibt hier irrtümlich „as if sleeping on side not lain on“, also: als ob man auf der Seite schliefe, auf der man in Wirklichkeit nicht liegt. Dies ist eine Fehlinterpretation von Herings „Sensation of going to sleep on side not lain on“; das Symptom wurde daher nach Hering korrigiert. Gemeint sind z. B. Prüfungssymptome der Art: Rechte (linke) Hand morgens eingeschlafen, obwohl man doch auf der anderen Seite gelegen hat.

von Körperteilen der Seite, auf der man nicht gelegen hat.
FieberHitzewallungen bei Knochenschmerzen. Scharfer, die Haut anfressender Schweiß, der Juckreiz erregt. Schweiß an Händen und Füßen. Nächtliche Fieberanfälle, periodisch. Einseitiger Schweiß (linksseitig15

15

So in Herings Guiding Symptoms; Herings Prüfungen bieten aber nur rechtsseitigen Schweiß.

). Schwitzen des kranken Körperteils.
KomplementärSilicea.
VerwandtCalcarea sulfurica; Pulsatilla; Sulfuricum acidum.

  • Flusssäure, Fluorwasserstoff, HF.

  • Prüfungen von Hering und anderen, zuerst veröffentlicht in NAfH 2, 1:100. Mezger fasst diese Prüfung und neuere Beobachtungen in seiner Gesichteten Arzneimittellehre zusammen.

Formica rufa
AllgemeinesDie Tinktur wird aus den zerquetschten Körpern lebender roter Waldameisen zubereitet. Ein Mittel bei arthritischen Zuständen; bei plötzlichen Schmerzen rheumatischen oder gichtischen Charakters. Beschwerden vom Verheben. Verhütet die Bildung von Polypen. Atrophie nach Verletzungen. Erkältet sich leicht. Tuberkulose. Karzinom. Wirkt auf das Rückenmark; die Leber; die Nieren; die rechte Körperhälfte. Folgen von unterdrücktem Fußschweiß: Chorea.16

16

Vgl. Oehmes Übersetzung von Hales New Remedies: „Eine chronische, schlecht behandelte Chorea wurde besser, als der Fußschweiß, der unterdrückt worden war, dadurch wiederkehrte, dass man die Füße in einen Sack voll lebender Ameisen tat und mit heißen Steinen Dampf erzeugte.“

SchlimmerKälte; nasskalt. Bewegung. Vor Schneestürmen.
BesserReiben. Kämmen. Druck. Wärme. Nach Mitternacht.
Geist und GemütErheitert [wie nach Champagnergenuss]; nachdem ein [Kopf-]Schmerz nachgelassen hat. Vergesslich, abends. Mürrisch und furchtsam.
KopfGefühl, als wäre das Gehirn zu schwer und zu groß. Kopfweh, besser nach Kämmen. Gefühl wie von einer platzenden Blase in der Stirn.
AugenSchmerz in den Augen beim Erwachen, besser nach Waschen.
OhrenKnacken im [linken] Ohr, bei Kopfweh. Polypen. Umgebung des Ohrs wie geschwollen.
NaseSchnupfen und Gefühl, als wäre die Nase verstopft. Polypen.
MagenSchmerz in der Magengegend springt über zum Scheitel. Wasser schmeckt süßlich [und fade, trotz heftigen Durstes].
AbdomenZiehender Schmerz um den Nabel vor dem Stuhlgang. Hellfarbige, schaumige Stühle.
HarnwegeHarnmenge vermehrt; verdoppelt. Safranfarbener Urin.
Weibliche GenitalienOvarialzysten, die Wasser oder Blut enthalten.
AtemwegeNervöses Asthma. Husten hauptsächlich nachts.
Äußerer HalsSchmerz im Nacken beim Räuspern oder Gurgeln [den Arm herunter ausstrahlend]. Schmerz im äußeren Hals beim Kauen [zum Hinterkopf und hinters Ohr ausstrahlend], besonders beim Zusammenbeißen der Kiefer.
ExtremitätenPlötzliche rheumatische Schmerzen mit Unruhe [und Verlangen nach Bewegung, obwohl diese verschlimmert]. Schwäche der Untergliedmaßen. Paraplegie. Muskeln schmerzen wie überdehnt, als wollten sie von ihrer Ansatzstelle abreißen. Hände wie taub. Harte Knoten in der Umgebung der Gelenke, innerlich und äußerlich.
HautRot, juckend und brennend. Nesselausschlag, flache Schüppchen oder Plättchen. Atrophierende Wunden.
FieberStarkes Schwitzen, das keine Besserung bringt.
VerwandtRhus toxicodendron; Urtica urens.

  • Die Gewöhnliche oder Rote Waldameise (Formica rufa L.); das Arzneibild schließt Wirkungen der Ameisensäure (H-COOH) und einiger Derivate ein.

  • Prüfungen von Hering und anderen, zu finden in AE, Band 4 (teils Formica rufa, teils Ameisensäure, Ether derselben usw.). Ein Resümee von Hering ist in deutscher Übersetzung abgedruckt in Oehmes erweiterter Übersetzung von Hales New Remedies, 3. Aufl.

Fraxinus
AllgemeinesEin Tonikum für den Uterus; bei nervösen Frauen. Kann bei allen Arten von Lageanomalien des Uterus nützlich sein, auch bei Myomen. Wird [von Burnett] als das homöopathische Pessar bezeichnet.
SchlimmerVerletzungen. Verrenkungen. Heben.
Geist und GemütDepression mit nervöser Unruhe und Angst. Sprechzwang.
KopfHeiße Stelle oder Trockenheit auf dem Scheitel. Klopfender Schmerz im Hinterkopf [und Nacken].
Weibliche GenitalienSchweregefühl im Abdomen, mit Herabdrängen bis in die Oberschenkel herunter, oder mit Gefühl, als fiele alles heraus; bei Myomen. Hypertrophie des Uterus; Schweregefühl, Prolaps. Subinvolution. Dysmenorrhö. Starke Monatsblutung oder starker Ausfluss. Empfindlichkeit des (linken) Ovars.
ExtremitätenKrämpfe in den Füßen; nach Mitternacht.
FieberKälteüberlaufen und Hitzewallungen.
HautSäuglingsekzem.
Dosis10–15 Tropfen der Tinktur dreimal täglich.

  • Fraxinus americana L., Weiße oder Amerikanische Esche; verwendet wird die frische (innere) Rinde vom Stamm.

  • Eine sehr fragmentarische Prüfung von Wright (AE, Band 4); die Symptome der weiblichen Organe stammen durchweg aus empirischer Anwendung, insbesondere von Burnett.

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