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B978-3-437-56865-7.00020-3

10.1016/B978-3-437-56865-7.00020-3

978-3-437-56865-7

Homöopathika U

Uranium nitricum
AllgemeinesEine Arznei bei Glykurie und vermehrter Harnausscheidung. Übermäßiger Durst, Übelkeit, Erbrechen, übermäßiger Appetit; Diabetes mellitus und insipidus. Große Abmagerung. Erschöpfung, Schwäche; Neigung zu Aszites und generalisiertem Ödem. Nephritis. Bluthochdruck. Brennen im Magen; Magengeschwüre. Harninkontinenz. Brennen in der Harnröhre beim Wasserlassen. Impotenz, mit nächtlichen Pollutionen. Ausbleiben der Menstruation während des diabetischen Anfalls (Komas).
SchlimmerNachts. [Tiefatmen].
BesserTiefatmen [?]1

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Dies gibt Clarke als allgemeine Modalität an. Es ist jedoch kein einziges Symptom mit Besserung beim Tiefatmen zu finden, wohl aber: „Schmerz am unteren Winkel des rechten Schulterblatts, schlimmer durch einen tiefen Atemzug“ (Hering, Guiding Symptoms, und Clarke, Dictionary).

  • Uranylnitrat, UO2(NO3)2; ein aus der Pechblende hergestelltes Uranylsalz.

  • Prüfung von Blake (AE, Band 10, vgl. auch die ausführliche Darstellung in Hales New Remedies); die meisten Symptome scheinen jedoch toxikologischen (Nierenschädigung) oder klinischen Ursprungs zu sein.

Urtica urens
AllgemeinesWie der Trivialname ‚Brennnessel‘ bereits andeutet, erzeugt diese Arznei stechend-brennende oder auch stechende Schmerzen. Greift die Brustdrüsen an; auch die Harn- und Geschlechtsorgane; ferner Leber und Milz. Uringeruch des Körpers. Harnsaure Diathese. Urticaria; in Verbindung oder im Wechsel mit Rheumatismus. Blutungen. Üble Folgen von: Verbrennungen; Bienenstichen; Verzehr von Schalen- und Krustentieren; ausbleibender Milchsekretion; unterdrückten Nesselausschlägen. Quincke-Ödem.
SchlimmerSchneeluft; feuchtkalte Luft.2

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Ebenso auch Verschlimmerung, wenn man danach wieder in die Wärme kommt, etwa in folgendem, bei Clarke referiertem Fall: „Draußen in der nasskalten Schneeluft wurden Hände, Füße und Gesicht blaurot, aufgedunsen und stachen vor Kälte; kam er ins warme Zimmer, so verstärkte sich die Schwellung noch, mit Stechen und Jucken überall, besonders an Händen und Gesicht.“

Kühles Baden. Jährlich [zur gleichen Jahreszeit]. Berührung. Liegen auf dem Arm [Armschmerzen].
KopfKopfweh, mit Stechen in der Milz.
Magen, AbdomenStühle: klein, schmerzhaft, bestehend aus Schleim vermischt mit einer weißen Masse, die an gekochtes Eiweiß erinnert. Starkes Afterjucken; aufgrund von Madenwürmern. Erbrechen, nach Unterdrückung eines Nesselausschlags.
HarnwegeScharfer Urin, der Juckreiz erzeugt. Harngrieß. Urämie. Anurie.
Männliche GenitalienJucken und Brennen der Geschlechtsteile, speziell des Hodensacks; hält ihn die ganze Nacht wach.
Weibliche GenitalienSchamjucken; Jucken und Stechen, mit Ödem der äußeren Geschlechtsteile. Verminderte Milchsekretion, nach der Entbindung. Anschwellen der Brüste [oder einer Brust]; mit stechend brennenden Schmerzen. Stoppt den Milchfluss nach dem Abstillen.
AtemwegeHämoptyse; nach starker Anstrengung der Lungen.
ExtremitätenBeständiger Schmerz im (rechten) Deltamuskel, schlimmer bei Innenrotation des Arms; konnte sich nicht ohne Hilfe den Mantel anziehen. Akute Gicht.
HautJuckende, erhabene rote Flecke. Nesselausschlag; schlimmer jedes Jahr zur gleichen Jahreszeit. Prickelnde Hitze der Haut. Urticaria: Hauterhebungen, Quaddeln; bei Rheumatismus; nach Genuss von Schalen- oder Krustentieren; bei Helminthiasis. Bläschen. Verbrennungen und Verbrühungen ersten Grades, mit starkem Brennen und Jucken; lokal anzuwenden [in Nesselaufguss getauchte Tücher oder Verbände; auch unterstützend innerlich zu geben].
FieberAllgemeiner Schweiß. Fiebrig: nachts; mit Schwindelgefühl und Schlagen aller Pulse.
VerwandtFormica rufa; Natrium muriaticum; Ocimum canum.

  • Die Kleine Brennnessel.

  • Prüfungen: Coxe und Shaw, von Neidhard geleitet (Hale, New Remedies, sowie AE, Band 10); ein Bericht über eine starke Reaktion auf Trinken zweier Tassen Brennnesseltee (u. a. abgedruckt in AfH, Band 19).

Ustilago maydis
AllgemeinesDer auf dem Mais parasitierende Pilz greift die weiblichen Sexualorgane an, außerdem Haut, Haar und Nägel. Hyperämie und passive, langsame, anhaltende Blutungen, auch mit Gerinnseln. Dunkle Blutungen; dunkel, aber wässrig, dünn. Gefühl wie zu einem Knoten zusammengezogen: im Uterus, in den Därmen, im Hals usw. Ausfallen der Haare und der Nägel. Erschöpfung infolge von [zwanghaftem] Masturbieren. Passt auf große, dünne, ausgezehrte Frauen; in den Wechseljahren.
SchlimmerKlimakterium. Berührung. Bewegung.
Geist und GemütGroße Niedergeschlagenheit. Sehr traurig, weint oft.
KopfKlebriges Sekret auf der Kopfhaut, das die Haare verfilzen lässt. Milchschorf. Schwindel: mit weißen Flecken vor den Augen [die alles andere, was man sieht, auslöschen]; in den Wechseljahren; bei starken Menstruations- bzw. Uterusblutungen. Nervöse Kopfschmerzen infolge von Unregelmäßigkeiten des weiblichen Zyklus.
AbdomenSchmerz, als ob die Därme in Knoten zusammengeschnürt wären. Kolikartiger Bauchschmerz, der durch Ausscheidung harter, verstopfter Stühle gelindert wird.
Männliche GenitalienUnwiderstehliches Verlangen zu masturbieren. Erotische Phantasien. Pollutionen: jede Nacht; Ejakulation schon, wenn er mit3

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Bei Hering heißt es: „Ejakulation schon beim Sprechen über Frauen.“

einer Frau nur spricht.
Weibliche GenitalienAnstelle der Menstruation vikariierende Blutungen aus den Lungen oder dem Darm. Uterusblutung: halb flüssiges, halb geronnenes Blut; selbst von hellroter Farbe; schwallartiger Abgang beim geringsten Anlass [Aufstehen, Erschrecken usw.]. Menorrhagien und starke Metrorrhagien: in den Wechseljahren; nach einer Fehlgeburt. Anhaltende Sickerblutungen dunklen Blutes; auch mit Coagula, die gelegentlich lange schwarze Schnüre bilden. Zervix schwammig und leicht blutend. Akuter Eierstockschmerz (linksseitig). Beschwerliches Brennen in den Eierstöcken (rechte Seite). Schmerz und Druckempfindlichkeit von Uterus und Ovar (linksseitig); Schmerzen, die die Oberschenkel hinab schießen. Übel riechender, gelber oder brauner Ausfluss. Schmerz unter der linken Mamma, am Rippenbogen, zwischen den Monatsblutungen; gleich bleibend, beständig. Hypertrophie des Uterus; Subinvolutio uteri. Gefühl, als wäre der Uterus zu einem Knoten zusammengezogen [bei zu starkem Wochenfluss]. Herabdrängende Schmerzen, während das Kind saugt. Myome. Es wird berichtet, dass Tumoren [im Bereich von Uterus und Ovarien] nach Anwendung von Ustilago verschwunden sind. Ausbleiben der Menstruation, ohne erkennbaren Grund, mit Begleitsymptomen [etwa: Husten, Brustschmerzen, Nachtschweiß, Appetitlosigkeit, Ovarschmerzen, Schwäche, Kopfweh, Ausfluss, Bleichsucht].
Äußerer Hals und RückenEmpfindung, als ob kochendes Wasser den Rücken entlangliefe.
ExtremitätenMuskelkontraktionen; der unteren Extremitäten.
HautTrocken und heiß.
VerwandtAsa foetida; Bovista; Secale.

  • Der Maisbrand (englisch: corn smut), ein Pilz, der auf dem Mais parasitiert.

  • Prüfungen von Burt und Hoyne (AE, Band 10; Hale, New Remedies); die Symptome an den weiblichen Genitalien stammen durchweg aus klinischer Erfahrung.

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