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B978-3-437-56865-7.00023-9

10.1016/B978-3-437-56865-7.00023-9

978-3-437-56865-7

Homöopathika Z

Zincum arsenicosum
AllgemeinesWirkt besonders auf die Lumbalregion und die unteren Extremitäten. Chorea. Tiefe Erschöpfung von geringfügiger Anstrengung. Hinterkopfschmerz. Blausehen. Brennen in der Blase. Erst rechter, dann linker Arm gefühllos, besser durch Schreiben. [?] Lumbago: schlimmer durch Anstrengung; beim Sitzen; bei Erschütterung; im Stehen. Wehtun der Fußsohlen bei Ermüdung, besser durch Druck.
Schlimmer10 und 15 Uhr. Schon geringfügige Anstrengung.

  • Zinksalz der arsenigen Säure.

  • Wird in Boerickes Pocket Book erwähnt (als Vergleichsmittel unter Zincum metallicum).

Zincum chromatum
AllgemeinesWirkt auf Ohren, Nase, Hals und die linke Körperhälfte. Schmerzen: drückend, nagend, mahlend; wandernd; stoß- oder ruckweise; Stichschmerzen, die die Beweglichkeit beeinträchtigen, als ob sich etwas finge.
SchlimmerBewegung. Rückenlage. Waschen des Kopfes.
Geist und GemütAbneigung gegen Arbeit; bringt es nicht über sich zu arbeiten.
KopfDruck von außen nach innen; an einer kleinen Stelle. Klopfen in den Schläfen.
AugenSchwankendes Sehen.
OhrenKlopfen hinter den Ohren.
NaseÜbler Geruch in der Nase. Ausschneuzen von Eiter, Blut und Schorf.
MundMetallischer Mundgeschmack.
MagenUnbestimmtes Verlangen, weiß nicht, worauf. Ekel beim Gedanken an Essen.
AbdomenKann es nicht ertragen, wenn ihre Hände den Bauch berühren.
Weibliche GenitalienTrockenheit der Vagina mit aufkommender Übelkeit; 10–12 Uhr.
AtemwegeHusten von Kitzel im Halsgrübchen. Auswurf: süßlich schmeckend; locker, muss aber trotzdem heruntergeschluckt werden, oder auch zäh, mit andauerndem Ausspucken in Anfällen. Schießender Schmerz vom Kehlkopf (linke Seite) nach oben, durch die Mandeln bis ins Ohr.
HerzSchneidender Schmerz an der Herzspitze; nachts.
Äußerer Hals und RückenNagender und mahlender Schmerz unter und über dem linken Schulterblatt.
ExtremitätenWunde Füße. Krämpfe, nagend und mahlend schmerzend; in den Zehen; nachts.
VerwandtPulsatilla.

Zinkchromat, das Zinksalz der Chromiumsäure.

Zincum iodatum
AllgemeinesDas Herz wird angegriffen, speziell die Herzklappen, ferner die Nerven. Zucken und Zusammenfahren; Schmerzen wie von einem Splitter. Empfindung von Schweben oder Treiben. Wellenartige Schmerzen.
SchlimmerLiegen auf der linken Seite. Hitze.
Geist und GemütKann sich nur schwer daran erinnern, was er liest.
KopfSchwindel, schlimmer beim Liegen auf der linken Seite.
NaseVerstopft; nachts. Ausschneuzen dicker, gelber Klumpen. Nase heiß, trocken.
HalsStruma, innerlich drückend. Schmerz wie von einem Splitter im Hals.
MagenKälte in Magen und Darm mit Schweißneigung.
AtemwegeKitzel im Hals mit Husten; je mehr er hustet, desto stärker wird der Kitzelreiz. Wellenartiger Schmerz vom Rand der rechten falschen Rippen [zur dritten Rippe derselben Seite hin].
HerzHerzklopfen im Liegen auf der linken Seite. Erschöpfung des Herzmuskels.
ExtremitätenGefühl, als schwebten die Beine in der Luft; schlimmer beim Liegen auf der linken Seite. Krämpfe in den Waden und Knöcheln, besser, wenn man die Fußsohlen gegen den Boden presst.
VerwandtSticta pulmonaria.

  • Zinkjodid, ZnI2.

  • Prüfung verschiedener amerikanischer Ärzte (Mohr, Rodes). Nachzulesen bei Clarke, Dictionary.

Zincum metallicum
AllgemeinesDie Wirkung dieser Arznei entspricht einer Vergiftung der Nerven und des Gehirns. Gehirn und Nerven sind erschöpft, d. h. die Gewebe werden schneller verbraucht, als sie ersetzt bzw. repariert werden können; es kommt zu [physischer und psychischer] Depression und Enervation. Der Organismus ist nicht in der Lage, das Problem abzuschütteln oder nach draußen zu bringen1

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Der Organismus „wird vergiftet durch Abfallstoffe“ (Clarke), weil die Produkte des Gewebeabbaus nicht herausgebracht werden. „Unfähig, Ausschläge an die Körperoberfläche zu bringen“ (Kent).

; schafft es nicht, Exantheme oder Absonderungen zu entwickeln. Selbstvergiftung durch Unterdrückung von Absonderungen und Hautausschlägen. Depressionsperiode in der Krankheit. Ausgeprägte Anämie; zunehmende Schwäche; Verschlimmerung durch Essen; Unruhe. Isolierte Symptome: Ameisenlaufen an einzelnen Stellen; ein Teil gefühllos, der andere überempfindlich; ein Teil heiß, der andere kalt; Schmerz an einzelnen kleinen Stellen. „Die Schmerzen von Zink scheinen zuweilen zwischen Haut und Fleisch zu sein.“ Zittern; auch inneres. Krampfhaftes Zucken oder Rucken, besonders nachts im Schlaf. [Rucke durch den ganzen Körper im Nacht- und Mittagsschlaf.] Krämpfe, nach Rückgratverletzungen.2

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Etwa: „Schwaches und empfindliches Rückgrat, nach Verletzungen zurückbleibend; Berührung der Wirbelsäule ruft Schmerzen hervor, und als ihr ein Kind auf den Rücken klopfte, verfiel sie in einen stundenlangen tonischen Krampf“ (Hering, Guiding Symptoms).

Unruhige, zappelige Füße; auch andere automatische Bewegungen, etwa von Mund, [Kopf], Armen und Händen. Taubheitsgefühl am ganzen Körper beim Hinlegen [mit Furcht vor Schlaganfall]. Neuralgie nach Gürtelrose, Schmerz besser durch Berührung. Transversal verlaufende Schmerzen [der Extremitäten]; Schmerz schießend, scharf stechend. Absteigende Lähmung. Knochenschmerzen, mit Beeinträchtigung der Beweglichkeit. Frostbeulen; Blaufärbung der Körperoberfläche. Blutige Sekrete. Üble Folgen von: Kummer; Zorn; Schreck; Nachtwachen; Operationen; übermäßigem Lernen; Gehirnerschütterung. Chorea nach Schreck oder infolge der Unterdrückung eines Ausschlags, schlimmer im Schlaf, die Füße sind am meisten betroffen.
SchlimmerErschöpfung, geistig oder körperlich. Geräusch. Berührung. Wein. Nach Erhitzung. Unterdrückung oder Zurücktreten von Ausschlägen; Ausbleiben der Menstruation; von Absonderungen. Süßigkeiten. Milch. Nach Essen.
BesserBewegung. Harter Druck. Warme, freie Luft. Ungehemmt fließende Ausscheidungen: Menstruationsblutung usw. Reiben, Kratzen. Essen.
Geist und GemütWiederholt jede Frage, bevor er sie beantwortet. Echolalie.3

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Zum Beispiel: „Kind wiederholt jede Frage so lange und in ein und demselben, fast singenden Tone, bis man eine zweite Frage tut.“ Oder: „Patienten wiederholen in eintöniger, singender Sprechweise Worte und Sätze ihrer Nachbarn, ohne sich dessen bewusst zu sein“ (beides geheilte Fälle bei Hering). Das Symptom ist bei Phatak unter „Mund“ aufgeführt.

„Angst beschlich sie, vor Gericht gezogen zu werden, denn man glaube, sie habe etwas Böses begangen.“ Verdrossen, ärgerlich, grämlich; (Kinder) weinen, wenn sie sich ärgern oder wenn sie bewegt werden; weinen auch im Schlaf. Anfällig für äußere Einflüsse; leicht zu erschrecken und aufzuregen, schnell betrunken. Vergesslich. Schreit vor Schmerzen [selbst im Stupor]. Abneigung gegen Konversation; gegen Arbeit. Überempfindlich gegen das Sprechen anderer sowie gegen jedes Geräusch. Stierer Blick, furchtsam, wie erschreckt, beim Erwachen; rollt den Kopf von einer Seite auf die andere. Verwirrtheit, verwirrtes Gefühl im Kopf. Geistige Erschöpfung, Hirnermüdung. Weint vor Zorn. Teilnahmslos. „Ruhige Sterbegedanken, abends, bei Ermattung.“
KopfHeftiger Schwindel mit Betäubung oder Ohnmacht. Kopfschmerzen wechselnder Intensität. Drückender Schmerz: auf dem Scheitel; an der Nasenwurzel, bis in die Augen; mit Schwäche des Sehvermögens; schlimmer durch Wärme [und im Zimmer]; besser durch festen Druck [mit beiden Händen auf die Kopfseiten] und im Freien, „in der Luft“. Schwer drückender Schmerz in den Schläfen, schlimmer durch Zusammenbeißen der Zähne. Schmerz wie von Herabzerren oder Herabdrängen den Rücken hinunter, vom Hinterkopf aus; Gefühl wie von einem Schlag auf den Hinterkopf; dann schwache Beine. Rollt den Kopf; bohrt ihn in die Kissen; knirscht mit den Zähnen. Hinterkopf heiß, Stirn kalt. Haarausfall am Scheitel. Kahler Scheitel mit Wundheitsgefühl der Kopfhaut. Haar spröde, berührungsempfindlich; „Gefühl wie von Sträuben der Haare“. Gehirnlähmung.4

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Zum Beispiel bei Scharlach: „Was aber die Wirkungssphäre desselben deutlich anzeigt, sind die Einwirkungen auf das Gehirn, es ist in diesen Symptomen ein Anfang der Gehirnlähmung mit allen dieselbe begleitenden Erscheinungen, als: unwillkürlicher Abgang der Faeces und des Urins, gesunkene Temperatur der Haut, schneller Puls, Zittern oder lähmungsartiger Zustand der Extremitäten, nicht zu verkennen“ (Elb, AHZ; zitiert nach Rückert, Klinische Erfahrungen 4:68).

Kopfschmerzen: überanstrengter Schulkinder; oder von Trinken einer geringen Menge Wein. Kopfschmerz: mit dichtem Nebel vor den Augen [kann nicht einmal große Gegenstände erkennen]; schlimmer in der Wärme. Meningitis. Hydrozephalus nach Cholera infantum oder Diarrhö in der Säuglingszeit.
AugenJucken und Wundheitsgefühl der Lider und der inneren Augenwinkel. Konjunktivitis, besonders im Bereich der inneren Canthi. [Häufige Schwindelanfälle, denen scharfes Drücken in der Nasenwurzel vorausgeht, und ein] Gefühl, als würden die Augen zusammengezogen wie mit einer Schnur. Tränen der Augen beim Essen. Pterygium. Hin- und Herrollen der Augen; Strabismus. Nach Operationen: Sehen von leuchtenden Körpern [feurigen Flocken], oder auch starkes Brennen der Augen.
OhrenHäufiges scharfes Stechen in den Ohren; bei Kindern (besonders Jungen). Otorrhö stinkenden Eiters. Jucken im Ohr, durch Bohren darin getilgt. „Klirren im Ohr, beim Einschlafen, [als zerspringe eine Glasscheibe].“5

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Bei Phatak unter „Kopf“ aufgeführt.

NaseGeschwulst der Nase. Druck auf der Nasenwurzel [als sollte sie in den Kopf hineingedrückt werden]. Trocken in der Nase; „wunde Empfindlichkeit der inneren Nase“.
GesichtBlass; auch abwechselnd mit Röte. Bläulich; elendes Aussehen. Lippen: klebrig; oder trocken, aufgesprungen.
MundZähneknirschen. Zahnfleischbluten. Herpesbläschen oder Geschwürchen im Mund vom Baden im Meer. Bitterer oder Blutgeschmack im Mund.
HalsBeim Schlucken Halsweh, mehr äußerlich in den Muskeln. Schmerz im Rachen beim Gähnen. Bitterer Geschmack im Schlund.
MagenHeißhunger gegen 11 Uhr. Sodbrennen, besonders nach Zuckergenuss. Große Hast beim Essen oder Trinken; kann gar nicht hastig genug schlingen. Appetitlosigkeit mit sauberer Zunge. Gefühl wie von einem Wurm, der von der Magengrube in den Hals hinauf kriecht, was zum Husten reizt. Süßliches Aufsteigen in den Hals, süßer Geschmack im Mund. Globus hystericus, Gefühl einer von der Magengrube aufsteigenden Kugel. Abneigung gegen Fleisch, besonders Kalbfleisch; gegen Süßigkeiten; gegen gekochte, warme Speisen. „Wein erhöht sehr fast alle Beschwerden.“ Flüssigkeiten werden unmittelbar nach dem Trinken erbrochen.
AbdomenAnhäufung von Blähungen, mehr im Unterbauch. Leber vergrößert, hart, schmerzhaft empfindlich. Reflexsymptome von Wanderniere. Gefühl wie von einem Klumpen oder Tumor in der Leber- oder Nabelgegend.6

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Bei Hahnemann gibt es das Symptom: „Stumpfer Druck auf einer kleinen Stelle unter dem Nabel, wie von innerer Verhärtung.“ Vor allem aber finden sich in einem Bericht von Popoff über die Beschwerden eines Mannes, der 12 Jahre lang als Messinggießer beschäftigt war, unter anderem folgende Symptome (zitiert nach AE): „Der Pylorus, hypertrophiert, abgesunken und verschieblich, bildete eine tastbare Geschwulst, mal rechts und mal links des Nabels. Unter den rechten falschen Rippen fand sich schließlich eine weitere harte Geschwulst.“ Ähnliche Symptome mit tastbaren Geschwülsten finden sich bei Hering, hier auf die Leber bezogen.

Hämorrhoiden, die heraustreten; besser durch Wärme, schlimmer beim Gehen. Stühle: dick geformt, trocken, schwierig; nach dem mühsamen Stuhlgang unwillkürlicher Harnabgang. Jucken am After, beim Stuhlgang. Ulzeration der Hämorrhoiden. Cholera-ähnliche Diarrhö bei Säuglingen. Nervöse Diarrhö. Affektionen des Gehirns nach plötzlichem Aufhören eines Durchfalls. Stuhlverstopfung der Neugeborenen. Heiße, faulig stinkende Winde. Neuralgien: der Milz; Interkostalneuralgie. Zucken von den Leisten zum Penis hin.
HarnwegeHeftiger Harndrang, kann aber Wasser nur in seltsamen Körperhaltungen lassen: beim hintenüber gebeugten Sitzen [oder Sitzen mit gespreizten Knien]. [Starker Druck des Harns auf die Blase; sitzt mit übereinander geschlagenen Beinen da, und obwohl die Blase sich voll anfühlt, geht kein Urin ab.]7

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Nach Hering, Guiding Symptoms. Phatak schreibt: „Kann Wasser nur in seltsamen Positionen lassen: hintenübergebeugt, Übereinanderschlagen der Beine usw.“ Letzteres war in der Materia Medica nicht zu belegen, wohl aber das zitierte Symptom von Hering; etwas Ähnliches findet sich bei Clarke.

Hysterische Harnverhaltung. [Harnverhaltung, wenn er harnen will.] Blutausfluss aus der Harnröhre nach dem Urinieren. Drücken oder Schneiden in der Nierengegend. Kann den Urin nur dann halten, wenn die Füße in pausenloser Bewegung sind. Wanderniere. „Unaufhaltbarkeit des Harnes beim Husten, Niesen und Gehen.“ Vikariierende Hämaturie bei Ausbleiben der Menstruation.
Männliche GenitalienGerät leicht in Erregung; beim Koitus zu schnelle Ejakulation, oder auch „schwieriger und fast unmöglicher Abgang des Samens“. Abgang von Prostatasekret. Greift nach den Geschlechtsteilen; beim Husten usw. Ausfallen der Schamhaare. Traurigkeit nach Pollution. „Heraufgezogenheit des rechten oder des linken Hodens, mit etwas Schmerz und Geschwulst.“ Neuralgie der Hoden, schlimmer durch Gehen.
Weibliche GenitalienVermehrtes Sexualverlangen. Drang zum Masturbieren; während der Menstruation. Nymphomanie der Wöchnerinnen; infolge von Unterdrückung des Wochenflusses. Starke Menstruationsblutung, mit Abgang ganzer Stücke geronnenen Blutes. Monatsblutung stärker nachts. Schamjucken während der Menstruation; führt zur Masturbation. Varizen in der Schwangerschaft. Brüste schmerzhaft, Brustwarzen wund schmerzend. Alle Beschwerden besser während der Menstruationsblutung. [Sie fühlt sich immer am besten, während das Monatliche fließt.] Schmerz im (linken) Eierstock. Unruhe, Traurigkeit, Kälte des Körpers, Empfindlichkeit des Rückgrats, unruhige Füße. Brüste und Geschlechtsteile schmerzhaft, bei Ausbleiben der Menstruation.
AtemwegeDyspnoe: infolge von Blähungen; besser durch Expektoration8

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„Bei Asthma kann der Patient nichts auswerfen, aber sobald er dazu in der Lage ist, geht es ihm besser“ (Nash).

. Ermattender Krampfhusten, schlimmer durch Essen von Süßigkeiten. Zusammenschnürung der Brust. Trockener Husten, vor und während der Menstruation. Greifen nach den Geschlechtsteilen beim Husten (besonders Kinder).
HerzGefühl wie von einer Kappe über dem Herzen. Harter Herzschlag. Unregelmäßige, krampfhafte Bewegungen des Herzens; gelegentlich tut es einen einzelnen heftigen Schlag. Starkes Klopfen durch den ganzen Körper, während der fliegenden Hitze.
Äußerer Hals und RückenMattigkeits- und Ermüdungsgefühl des Nackens nach Schreiben oder sonstiger, auch geistiger Anstrengung. Lahmheitsgefühl des Genicks, dann Stupor. Brennen entlang der ganzen Wirbelsäule, schlimmer im Sitzen. Schmerz in der Wirbelsäule; Kreuzschmerz, schlimmer beim Umdrehen im Bett, im Sitzen, beim Hinsetzen und beim Bücken. Empfindlichkeit der Wirbelsäule, kann Berührung dort nicht vertragen. Schneidender Schmerz in der Gegend zwischen den Schulterblättern, besser durch Aufstoßen. Dumpfer Schmerz in der Gegend des letzten Brust- und ersten Lendenwirbels. Schwäche in der Lumbalregion, schlimmer beim Stehen.
ExtremitätenGliederschmerzen, „am schlimmsten nach jeder Erhitzung im Sitzen“. Schwäche und Zittern der Hände: beim Schreiben; während der Menstruation. Ekzem an den Händen. [Gelenksteifheit, mit scharf stechenden Schmerzen oberhalb der Gelenke], die Schmerzen verlaufen immer transversal und niemals längs des Gliedes; besonders in den oberen Extremitäten. Kann die Füße und Beine nicht stillhalten; Krämpfe, wenn sie kalt sind. Zehen: wie geschwollen; wie wund schmerzend; schmerzende Zehenspitzen. Empfindliche Fußsohlen. Gefühl, als wären die Fußknochen gebrochen oder als sollten sie brechen. Stolpernder, spastischer Gang; schwankt beim Gehen, besonders im Dunkeln und bei geschlossenen Augen. Schmerzhafte Varikose; auch chronisch. Die blitzähnlichen Schmerzen der lokomotorischen Ataxie (Tabes dorsalis). Fußschweiß; „die Zehen schmerzen, als wären sie wund gegangen“. Ameisenlaufen in Füßen und Beinen, als ob Käfer über die Haut krabbelten, am Einschlafen hindernd, besser durch Reiben und Drücken. Hysterische Kontrakturen der Finger, die diese ganz aus der Form ziehen. Brennschmerz am Schienbein. Lähmung der Füße. Geschwürschmerz in den Fersen, schlimmer im Gehen. Schmerz in den Deltamuskeln, durch Heben der Arme vermehrt.
HautJucken der Oberschenkel und Kniekehlen. Ekzem: bei anämischen und nervenkranken Personen; an den Händen. Varizen der Beine und Geschlechtsteile. Gefühl, als ob Käfer bis zu den Knien hinauf krabbelten, kann darum stundenlang nicht einschlafen.
SchlafUnterbrochen, nicht erquickend. Lautes Aufschreien im Schlaf, „ohne davon zu wissen“. Zucken und Zusammenfahren beim Einschlafen. Schlafwandeln nach unterdrückten Gemütsbewegungen.
FieberSchaudern den Rücken hinab, als ob Fieber kommen sollte. Extremitäten werden kalt, bis zu den Ellbogen und Knien. Starker Nachtschweiß. Schweißfüße.
KomplementärPulsatilla; Sepia; Sulfur.
VerwandtHepar sulfuris; Ignatia; Kali phosphoricum; Lachesis; Picricum acidum.

  • Das Metall Zink.

  • Hahnemann, Chronische Krankheiten, Band 5, sowie eine große Zahl anderer Prüfungen. Ferner Vergiftungssymptome, vor allem solche chronischer Art, etwa von Wasserleitungen oder vom Arbeiten in einer Messinggießerei (in AE).

Zincum phosphoricum
AllgemeinesEine Arznei bei Niedergeschlagenheit; bei Müdigkeitsgefühl [mit Abneigung gegen jede geistige Anstrengung]; bei geistiger Erschöpfung, besonders von Geschäftsleuten9

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„Sie werden dünn, blass, können nicht mehr schlafen und leiden unter Depressionen und grundlosen Sorgen“ (Hale, New Remedies).

. Sexuelle Erregung mit Schlaflosigkeit [nach 3 Uhr morgens]. Nervosität. Paralyse. Epilepsie. Abusus von Brompräparaten [als Schlafmittel]. Vergesslich; faul; ängstlich, schlimmer nachmittags und nachts. Ameisenlaufen über den ganzen Körper. Nervöser Schwindel, besser im Liegen.

  • Zinkphosphid, Zn3P2.

  • Eine Prüfung gibt es nicht; die Symptome stammen aus klinischen Fällen (bei Hale, New Remedies, und Clarke, Dictionary) sowie von Kent.

Zincum sulfuricum
AllgemeinesKann Hornhauttrübungen beseitigen. Zittern und Krämpfe.

  • Zinkvitriol, Zinksulfat; das Zinksalz der Schwefelsäure.

  • Einige Vergiftungsfälle (vgl. AE, Band 10).

Zincum valerianicum
AllgemeinesGreift die Nerven, die Ovarien und das Rückgrat an. Schmerzhafte Nervenleiden; Neuralgien. Überempfindlich, nervös und schlaflos. Hysterie. Hartnäckiger Schluckauf. Epilepsie ohne Aura.
BesserReiben.
Geist und GemütErregbar. Durcheinander, in psychischen Nöten. Grundlose Ängste.
KopfHeftige neuralgische Kopfschmerzen, intermittierend.
OhrenKitzel über dem linken Ohr.
GesichtProsopalgie.
MundSaurer Mundgeschmack morgens. Erstickungsgefühl beim Versuch zu essen.
AbdomenKrampfartige Schmerzen bei Blähungen; im Hypogastrium. Colica mucosa.
Weibliche GenitalienOvaralgie: der Schmerz schießt vom Bauch in die Beine, ja selbst bis in die Füße; während und nach der Menstruation. Dysmenorrhö, mit Schmerz die Schenkel herab.
Äußerer Hals und RückenSchmerz den Rücken hinauf.
FieberFröste nach Aufregung oder Anstrengung. Kalt gewordene Körperteile brennen beim Aufwärmen.

  • Das Zinksalz der Pentansäure oder Valeriansäure.

  • Es existiert eine Prüfung von Finney (bei Clarke, Dictionary); die meisten Symptome sind jedoch klinischen Ursprungs (besonders in Hales New Remedies zu finden).

Zingiber
AllgemeinesGreift den Verdauungstrakt an. Beschwerden vom Essen von Melonen oder vom Trinken verunreinigten Wassers [Durchfall, Koliken]. Asthma: gastrischen Ursprungs; Anfälle [nachts und] besonders gegen Morgen; trotz der Schwere der Attacke kein Angstgefühl. Totale Anurie bei Typhus-Rekonvaleszenten. Husten: trocken, nur morgens mit viel Auswurf; besonders morgens, mit viel Auswurf, [der geschluckt werden muss]. Schwächegefühl aller Gelenke. „Wenn er lange steht, tun die Fersen weh.“

  • Ingwer.

  • Prüfungsfragment von Franz (AfH, Band 15) sowie von Gundelach (AE, Band 10; Hering, Guiding Symptoms).

Zizia
AllgemeinesKrampfhafte Bewegungen der Muskeln des Gesichts und der Extremitäten. Veitstanzartige Zuckungen im Schlaf. Hypochondrie; fast immer beständiger Hang zum Suizid.

  • Der Wiesen-Pastinak, Thaspium aureum, ein amerikanischer Doldenblütler.

  • Prüfung von Marcy (bei AE und in Hales New Remedies sowie in Possarts Homöopathischer Arzneimittellehre).

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