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B978-3-437-57631-7.00006-2

10.1016/B978-3-437-57631-7.00006-2

978-3-437-57631-7

Struktur der homöopathischen AnamneseAnamnese

Tab. 6.1
Vorbericht
  • Stammdaten (Name, Geburtsdatum, Adresse, Familienstand, Versicherung usw.)

  • Vorbefunde (Arztbriefe, Laborwerte, Röntgenbilder usw.)

  • Bisherige Diagnosen

  • Medikamente

  • Familienanamnese

  • Zuweisung

Spontanbericht Spontan geschilderte Symptome, ohne Nachfragen des Arztes
Gelenkter Bericht Durch Nachfragen des Arztes vertiefte Anamnese
Kopf-zu-Fuß-Schema Systematisches Abfragen aller Körperregionen
Objektive Symptome Vom Arzt beobachtete, unveränderliche Symptome
Körperliche Untersuchung Physikalische Krankenuntersuchung nach üblichem medizinischen Standard
Fremdanamnese Befragung anderer Personen (Angehörige, nahe stehende Bekannte und Freunde) über die Beschwerden des Patienten

Beispiele für wertvolle objektive SymptomeSymptomeobjektive im Repertorium

Tab. 6.2
Symptom Rubrik im Repertorium
Gesichtsröte bei Aufregung Gesicht – Farbe – rot – Erregung, bei
Sommersprossen Gesicht – Sommersprossen
Arcus senilis Auge – Trübung – Hornhaut, der – Arcus senilis
Aniosokorie Auge – Pupillen – ungleich
Allopecia areata Kopf – Haare – Haarausfall – Stellen, an kleinen
Fettige Haare Kopf – Haare – fettig
Eingewachsene Nägel Extremitäten – Nägel – Beschwerden der – eingewachsene Zehennägel
Gebeugte Haltung Allgemeines – gebeugte Haltung

Gegenüberstellung von geschlossenen und offenen FragenAnamneseFragestil

Tab. 6.3
Geschlossene Frage, Suggestivfrage Offene Frage
Leiden Sie unter Kopfschmerzen? Unter welchen Beschwerden leiden Sie?
Haben Sie klopfende oder stechende Kopfschmerzen? Können Sie den Schmerz näher beschreiben?
Sind die Schmerzen schlimmer bei Bewegung? Wodurch verschlimmern sich die Schmerzen?
Haben Sie die Schmerzen besonders bei Wetterwechsel? Sind die Schmerzen abhängig von Wettereinflüssen?
Werden Ihre Schmerzen durch Drücken gegen die Schläfen erleichtert? Durch welche Maßnahmen können Sie sich Linderung verschaffen?
Leiden Sie während der Kopfschmerzen auch unter Sehstörungen oder Übelkeit? Gibt es Beschwerden, die immer dann auftreten, wenn Sie auch Ihre Kopfschmerzen haben?
Sind Sie während der Kopfschmerzen besonders reizbar oder deprimiert? Wie geht es Ihnen psychisch während der Kopfschmerzen? Wie ist Ihre Stimmungslage? Was macht der Schmerz mit Ihnen?
Fühlen Sie sich besonders schlapp, wenn Sie die Kopfschmerzen haben? Wie ist Ihr Allgemeinbefinden während der Kopfschmerzen?

Die Aufnahme eines vollständigen KrankheitsbildesKrankheitsbild, vollständiges nach Bönninghausen

Tab. 6.4
Bönninghausen-Original Spätere Erweiterungen
Quis? Wer? Persönlichkeit, Individualität des Kranken Geistes- und Gemütssymptome
Quid? Was? Krankheit, deren Natur und Eigenthümlichkeit Art der Beschwerden
Ubi? Wo? Sitz der Krankheit Ort und Ausdehnung der Beschwerden
Quibus auxiliis? Was noch? Begleitende Symptome Begleitsymptome
Cur? Weshalb? Krankheitsursachen Auslösende Ursachen, Ätiologie
Quomodo? Wie? Modificationen (Verschlimmerung oder Besserung) der Beschwerden Häufigkeit, Intensität, Qualität, Modalitäten
Quando? Wann? Zeit des Auftretens der Beschwerden Zeitpunkt, Beginn, Dauer, Ende, Tageszeit, Periodizität der Beschwerden

Checkliste akute Erkrankungen

Tab. 6.5
Aktuelle Beschwerden Quis – Quid – Ubi – Quibus auxiliis – Cur – Quomodo – Quando (Tab. 6.4, 7.4.2)
Ätiologie Auslösende Faktoren
Allgemeinbefinden
  • Frösteln, Kälte, Wärme, Bettwärme, Zimmerwärme

  • Extremitäten warm oder kalt

  • Appetit, Heißhunger, Verlangen, Abneigungen (Nahrungsmittel)

  • Vedauung, Stuhlgang

  • Durst, Menge, welche Getränke

  • Einfluss von körperlicher Bewegung

  • Ängste, Reaktion auf Alleinsein und Gesellschaft

  • Schweiß; Körpergeruch

  • Gesichtsfarbe

  • Aussehen der Zunge

  • Einfluss von Körperstellungen (Sitzen, Liegen, Stehen)

  • Einfluss von Zugluft, Licht, Druck; Lärm, Gerüche

Schlaf Einschlafen, Durchschlafen, Position, Schweiß, Sprechen, Zähneknirschen, Träume
Fieber Muster, Verlaufsform; Schüttelfrost, Schweiß, Durst, Delirium

Gegensatzpaare konstitutioneller Merkmale (nach Dorcsi)

Tab. 6.6
Groß Klein Mitfühlend Egoistisch
Rot Blass Mitleidig Hartherzig
Warm Kalt Abweisend Anlehnungsbedürftig
Trocken Feucht Einordnend Herrschend
Kräftig Schwach Trost verlangend Trost ablehnend
Ruhig Unruhig Gottergeben Anführer
Straff Schlaff Fleißig Faul
Jungendlich Alt aussehend Pedantisch Oberflächlich
Froh Still Arbeitslust Unlust
Heiter Ernst Aktiv Inaktiv
Lustig Traurig Sprachen Mathematik
Gesellig Verschlossen Appetit Appetitlos
Lachen Weinen Durstig Durstlos
Optimistisch Pessimistisch Süß Sauer
Ängstlich Furchtlos Verstopfung Durchfall
Lebensangst Existenzangst Schwitzen Schweißlos
Erfolgsangst Zukunftsangst Schlaf Schlaflos
Gutgläubig Misstrauisch Schönträume Albträume
Gutmütig Bösartig Hypomenorrhoe Hypermenorrhoe
Mild Zornig Hypersexuell Hyposexuell
Nachgiebig Nachtragend Morgenmensch Abendmensch

Die homöopathische Anamnese

Christian Lucae

  • 6.1

    Voraussetzungen70

    • 6.1.1

      Begegnung zwischen Patient und Arzt70

    • 6.1.2

      Äußere Bedingungen71

  • 6.2

    Struktur71

    • 6.2.1

      Vorbericht72

    • 6.2.2

      Spontanbericht72

    • 6.2.3

      Gelenkter Bericht73

    • 6.2.4

      Kopf-zu-Fuß-Schema73

    • 6.2.5

      Objektive Symptome73

    • 6.2.6

      Körperliche Untersuchung74

    • 6.2.7

      Fremdanamnese74

  • 6.3

    Anamnesetechnik74

    • 6.3.1

      Fragestil75

    • 6.3.2

      Vollständiges Symptom75

    • 6.3.3

      Fragebögen76

    • 6.3.4

      Checklisten76

    • 6.3.5

      Gegensatzpaare78

  • 6.4

    Dokumentation78

    • 6.4.1

      Schriftliche Aufzeichnung78

    • 6.4.2

      Computerdokumentation78

  • 6.5

    Besondere Situationen79

    • 6.5.1

      Pädiatrie79

    • 6.5.2

      Psychiatrie und Psychosomatik80

    • 6.5.3

      Geriatrie80

    • 6.5.4

      Intensivmedizin81

  • 6.6

    Ganzheitliche Wahrnehmung82

  • 6.7

    Abschluss der Anamnese82

AnamneseEine ausführliche homöopathische Anamnese steht am Anfang jeder Behandlung und ist ein wesentlicher Baustein der gesamten Therapie. Sie wird gegliedert in Vorbericht, Spontanbericht, Lenkbericht und weitere Bereiche. Mithilfe des Kopf-zu-Fuß-Schemas können alle körperlichen Bereiche durchgegangen werden, um keine Symptome zu übersehen. Die Anamnesetechnik beinhaltet einen speziellen Fragestil, der insbesondere eine offene Haltung des Arztes und die Vermeidung geschlossener Fragen erfordert. Fragebögen und Checklisten können die Anamnese unterstützen. Alle Symptome des Patienten werden sorgfältig aufgezeichnet. Die homöopathische Anamnese muss aber immer flexibel gestaltet werden: Je nach Patient – Säugling, Kleinkind, Erwachsener; offener oder verschlossener Mensch; psychisch Kranker usw. – müssen einige Besonderheiten berücksichtigt werden. Immer sollte die zwischenmenschliche Begegnung im Vordergrund stehen. Ziel jeder Anamnese sollte es sein, ein umfassendes Bild des Patienten zu erhalten – gemäß der von Mathias Dorcsi geprägten Frage: „Was ist das für ein Mensch?“

Voraussetzungen

Die homöopathische Anamnese hat einen besonderen Stellenwert in der homöopathischen Therapie: Sie steht nicht nur ganz am Anfang der Behandlung und stellt damit wichtige Weichen für das weitere Vorgehen, sondern weist für die homöopathische Mittelfindung entscheidende, methodische Besonderheiten auf. Vor allem aber ist sie die unverzichtbare Basis für eine vertrauensvolle Begegnung mit dem Patienten.
Der Begriff „Anamnese“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Erinnerung“: Der Kranke soll alle für die Entstehung der aktuellen Krankheit wichtigen Faktoren aus dem Gedächtnis zurückholen und dem Arzt berichten.

Begegnung zwischen Patient und Arzt

Arzt-Patient-BeziehungVielfach wird die homöopathische Anamnese als „Fallaufnahme“ oder auch als „Interview“ bezeichnet. Der Ausdruck „Fallaufnahme“ (engl. „case taking“) weist auf eine eher technokratische Herangehensweise hin: Der Patient wird zum „Fall“, und der Arzt zum den „Fall“ Aufzeichnenden – damit wird die Wichtigkeit einer genauen Befragung und Dokumentation betont. Beim „Interview“ fungiert der Arzt als Fragesteller und der Patient als Berichterstatter, der alle Fragen möglichst genau beantworten soll.
Die homöopathische Anamnese geht aber über diese sachliche Ebene des Informationsaustausches hinaus. Die Begegnung zwischen homöopathischem Arzt und Patienten enthält die vielfältigen Facetten einer zwischenmenschlichen Beziehung, die als Grundlage der Therapie im Idealfall eines zum Ziel haben sollte: Die „schnelle, sanfte, dauerhafte Wiederherstellung der Gesundheit“ (Organon § 2).
Die homöopathische Anamnese sollte von gegenseitigem Vertrauen und Respekt zwischen Arzt und Patient geprägt sein. Vonseiten des Arztes ist es wichtig, dem Kranken zunächst einmal möglichst unbefangen und vorurteilsfrei gegenüberzustehen und dessen Bericht mit „gesunden Sinnen“ zu folgen (Organon, § 83).
Das einfache, aufmerksame Zuhören ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit und setzt eine gute Konzentrationsfähigkeit voraus. Man könnte sich den Arzt als eine „Tabula rasa“ vorstellen: offen, vorurteilsfrei, den Patienten mit seinen Äußerungen und seiner Gestik einfach nur wahrnehmend – während der Patient frei sprechend seine Symptome schildert. Der Arzt sollte die einzelnen Aussagen zunächst nicht werten und möglichst neutral beobachten.
Hahnemann forderte ausdrücklich, jegliche Interpretationen oder Spekulationen über mögliche Gründe der Erkrankung zu unterlassen, um ausschließlich die durch die Sinne erkennbaren „Veränderungen im Befinden des Leibes und der Seele, Krankheitszeichen, Zufälle, Symptome“ (Organon, § 6) des Patienten wahrzunehmen: „Ein vorurteilsloser Beobachter kennt die Nichtigkeit übersinnlicher Ergrübelungen, die sich in der Erfahrung nicht nachweisen lassen. Auch der Scharfsinnigste nimmt an jeder einzelnen Krankheit nur Veränderungen im Befinden des Leibes und der Seele, Krankheitszeichen, Zufälle, Symptome wahr, die äußerlich durch die Sinne erkennbar sind. Das sind Abweichungen vom ehemaligen gesunden Zustand des Kranken, die dieser selbst fühlt, die die Umstehenden an ihm wahrnehmen und die der Arzt an ihm beobachtet. Diese wahrnehmbaren Zeichen repräsentieren die Krankheit in ihrem ganzen Umfang. Sie bilden zusammen ihre wahre und einzig denkbare Gestalt“ (ebd.).
Aus dem bisher Gesagten ergibt sich von selbst, dass die homöopathische Anamnese eine sehr individuelle und individualisierendeIndividualisierung Methode ist: Jeder einzelne Patient wird – unter Berücksichtigung aller ihm innewohnenden Besonderheiten und Eigenheiten – genau und exakt zu seinen Beschwerden, Problemen und Sorgen befragt: „Die individualisierende Untersuchung eines Krankheits-Falls verlangt vom Heilkünstler nur Unbefangenheit und gesunde Sinne, Aufmerksamkeit im Beobachten und Treue im Aufzeichnen des Bildes der Krankheit […]“ (Organon, § 83).

Äußere Bedingungen

Für die Durchführung einer sogenannten homöopathischen ErstanamneseErstanamnese sollte ausreichend Zeit eingeplant werden. In der Regel dauert eine Erstanamnese mindestens 60 Minuten, wenn nicht nur alle aktuellen Beschwerden, sondern auch der gesamte bisherige Verlauf einschließlich der Biografie des Patienten besprochen werden soll. Häufig sind aber auch 1,5–2 Stunden nötig, bis alle wichtigen Dinge zur Sprache gekommen sind. Je nach den äußeren Umständen und der Kondition der Patienten kann es notwendig sein, die Anamnese auf mehrere Sitzungen zu verteilen. Bereits Hahnemann hat diese Möglichkeit in Betracht gezogen: „Erst dann versucht der Arzt in mehreren Unterredungen, das Krankheits-Bild des Leidenden […] so vollständig wie möglich zu entwerfen, um die auffallendsten und sonderbarsten (charakteristischsten) Symptome auszeichnen zu können“ (Organon, § 209).
Wichtige Voraussetzungen sind außerdem eine ruhige Umgebung und eine angenehme Atmosphäre. Es sollte dafür gesorgt sein, dass das Anamnesegespräch nicht durch ständige Unterbrechungen gestört wird, sei es durch eingehende Telefonate oder Fragen der Mitarbeiter. Aus Patientenbefragungen ist bekannt, dass ein störungsfreies Gespräch mit dem Arzt eines der wesentlichen Argumente für die positive Beurteilung der Behandlung ist (Felder-Puig 2006).
Mit der Zeit wird jeder homöopathische Arzt seinen persönlichen Stil bei der Anamnese entwickeln – abhängig von den eigenen Erfahrungen, der Auswahl der Patienten und den Arbeitsbedingungen.
Auch die Persönlichkeit des ArztesArzt-Patient-BeziehungAnamnese und seine Empathie spielt eine große Rolle bei der Anamnese: Ist die eigene Zugangsweise zum Patienten grundsätzlich eher analytisch geprägt (mit Neigung zur Zergliederung der Symptome) oder mehr synthetisch (mit besonderer Begabung für die Wahrnehmung der Konstitution des Patienten)?
Im Folgenden werden die Eckpfeiler erläutert, die unabhängig von den genannten Einflussfaktoren Elemente einer erfolgreichen homöopathischen Anamnese sind.

Struktur

Die homöopathische Anamnese kann in mehrere Abschnitte gegliedert werden (Tab. 6.1):
  • Vorbericht (6.2.1),

  • Spontanbericht (6.2.2),

  • Gelenkter Bericht (6.2.3),

  • Kopf-zu-Fuß-Schema (6.2.4).

Die Beobachtung objektiver SymptomeSymptomeobjektive und eine körperliche Untersuchung sind wichtig, um die Anamnese zu vervollständigen. Wenn eine Anamnese mit dem Patienten selbst (Eigenanamnese) schwierig oder gar unmöglich ist, hat die FremdanamneseFremdanamnese eine herausragende Bedeutung (z. B. Kinder, schwere psychische Erkrankungen, bewusstlose Patienten).
Dass bereits HahnemannHahnemann, Samuel großen Wert auf eine gründliche Anamnese legte, dokumentieren die 54 von ihm erhalten gebliebenen Krankenjournale, in denen akribisch und detailliert alle Beschwerden seiner Patienten festgehalten wurden. Im „Organon“ widmet Hahnemann die Paragrafen 83–104 der Befragung des Patienten und gibt exakte Anweisungen zu den verschiedenen Anamneseabschnitten. Diese Paragrafen lassen sich wie folgt ordnen: Spontanbericht – offene Fragen zum bisher Gesagten – offene Fragen zu bisher unerwähnten Dingen – geschlossene Fragen – Eigenbeobachtung – Medikamentenanamnese (Wischner 2001).
Im homöopathischen Sprachgebrauch werden im Zusammenhang mit dem Anamneseaufbau folgende Begriffe häufig verwendet:
  • ErstanamneseErstanamnese: Dieser Begriff beschreibt die eigentliche homöopathische Anamnese. Der erstmalige Kontakt zwischen homöopathischem Arzt und Patient sollte eine umfangreiche Befragung zu allen Lebensbereichen umfassen. Der Zeitaufwand für eine solche „Bestandsaufnahme“ beträgt in der Regel mindestens 1 Stunde.

  • FolgekonsultationFolgekonsultation (FolgeanamneseFolgeanamnese): Nach erfolgter Erstanamnese umfasst die folgende Konsultation die Therapie- und Verlaufskontrolle. Bei länger bestehenden, chronischen Krankheiten wird die erste Folgeanamnese meist 4–6 Wochen nach der Erstanamnese eingeplant.

  • AkutanamneseAkutanamnese: Bei akuten ErkrankungenKrankheit, akuteAnamnese ist der Zeitbedarf geringer, da hier nur die aktuellen, akuten Beschwerden (z. B. Symptome einer akuten Bronchitis) erhoben werden müssen.

Vorbericht

Vorbericht, AnamneseAnamneseVorberichtZu Beginn der Anamnese müssen zunächst die StammdatenPatient, Stammdaten des Patienten aufgenommen werden (Tab. 6.1). Anschließend werden mitgebrachte Berichte über frühere Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte und sonstige medizinische Befunde gesichtet. Eine solche medizinische Basisanamnese ist unabdingbar, da je nach Diagnose eventuell auch konventionelle Maßnahmen eingeleitet werden müssen. Außerdem können sich entscheidende Hinweise auf die Prognose und den zu erwartenden Krankheitsverlauf gewinnen lassen, die auch für die Beurteilung des homöopathischen Behandlungsverlaufs als Grundlage dienen.
Ergänzend sollte nach den aktuell eingenommenen Medikamenten gefragt werden. Eine FamilienanamneseFamilienanamnese kann bereits zu Beginn erfolgen oder später zu einem geeigneten Zeitpunkt eingeflochten werden. Es empfiehlt sich, immer nach der Zuweisung zu fragen, da sich daraus bereits interessante Informationen gewinnen lassen: Wird der Patient von einem Kollegen/einer Kollegin geschickt, oder hat er eine Empfehlung von Bekannten erhalten, kommt er womöglich nur auf Drängen des Ehepartners usw.
Um der homöopathischen Anamnese nicht die Spontaneität zu nehmen, wenn längere Arztbriefe bzw. Vorbefunde vorliegen, kann der Vorbericht flexibel gehandhabt und beispielsweise auch in die weitere Anamnese beim LenkberichtLenkbericht (6.2.3) eingebaut werden.

Spontanbericht

Spontanbericht, AnamneseAnamneseSpontanberichtNachdem der Vorbericht aufgenommen worden ist, beginnt die eigentliche homöopathische Anamnese: Der Arzt sollte beim Spontanbericht des Patienten besonders aufmerksam zuhören, alle Details am Patienten wahrnehmen und die Symptome sorgfältig aufzeichnen.
Als einleitende Frage bietet sich eine möglichst offene Aufforderung oder Frage an, z. B. „Bitte schildern Sie mir nun Ihre Beschwerden“ oder „Welche Sorgen und Beschwerden haben Sie?“ (Dorcsi). Der Patient soll ermuntert werden, möglichst spontan von seinen Beschwerden und Problemen zu berichten (Organon § 84).
Dabei ist es ganz entscheidend, dem Patienten einen möglichst großen Freiraum zu gewähren, damit er alle Symptome geradeheraus, frei und unverstellt hervorbringen kann. Der Arzt sollte eine aufmerksame, neutrale Haltung einnehmen und zunächst einfach nur zuhörenArzt-Patient-BeziehungSpontanbericht. Keinesfalls sollte der Spontanbericht des Patienten durch zu voreiliges Nachfragen unterbrochen werden. Die Symptome, die ganz spontan berichtet werden, ohne dass weiter nachgeforscht werden muss, gelten als die wertvollsten Angaben bei der späteren Bewertung der Symptome (7.2).

Es empfiehlt sich, besonderes Augenmerk auf den ersten Satz bzw. die ersten SymptomeSymptomeSpontanbericht zu legen und diese möglichst wörtlich zu notieren. In vielen Fällen ergeben sich daraus weiterführende Überlegungen: Was liegt dem Patienten am meisten am Herzen? Was hält er selbst für am wichtigsten an seiner Erkrankung? Von welchen Beschwerden ist er am stärksten beeinträchtigt?

Gelenkter Bericht

LenkberichtAnamneseLenkberichtBericht, gelenkterArzt-Patient-BeziehungLenkberichtSobald der Patient bei der Schilderung seiner Beschwerden ins Stocken gerät oder eine längere Pause macht, kann der Arzt mit ersten Fragen behutsam den weiteren Verlauf der Anamnese lenken (Organon § 86).
Der Übergang von Spontanbericht zu gelenktem Bericht kann dabei durchaus fließend sein: Bei einer ersten Nachfrage des Arztes kann der Patient zunächst ermutigt werden, noch weitere Einzelheiten zu einem bestimmten Problem zu schildern; dann kann er aufgefordert werden, nochmals eine längere, spontane Schilderung folgen zu lassen.
Im Anschluss wird die Befragung weiter vertieft, indem zu den bisher erwähnten Beschwerden weitere Details in Erfahrung gebracht werden. Der Arzt fragt nach Lokalisation, Modalitäten, Ausdehnung der Beschwerden usw. Jedes Symptom sollte möglichst vollständig erhoben werden (6.3). Durch offene FragenAnamneseFragen, offene – möglichst ohne Verwendung eines starren Frageschemas – wird der Patient ermutigt, weitere Einzelheiten unverstellt und spontan zu schildern. Wenn das Gespräch geschickt gelenkt wird, kommen in der Regel alle wichtigen Dinge von ganz allein zur Sprache.

Kopf-zu-Fuß-Schema

Kopf-zu-Fuß-SchemaAnamneseAnamneseKopf-zu-Fuß-SchemaWenn die Anamnese an einen Punkt kommt, an dem der Patient keine weiteren Beschwerden mehr zu schildern hat und im gelenkten Bereicht bereits alle wichtigen Themen abgeklopft wurden, kann man anhand des Kopf-zu-Fuß-Schemas nochmals alle Körperregionen durchgehen. Dies ist besonders dann empfehlenswert, wenn die bisherige Anamnese eher spärliche Symptome hervorgebracht hat – was bei verschlossenen Patienten meist die Regel ist (Organon § 88).
Ebenso sollten Symptome des Geistes und des Gemüts gezielt abgefragt werden, da die spontane Schilderung vielen Patienten zu schwer fällt oder ihnen entsprechende Symptome vorher nicht eingefallen sind.
Um eine zuverlässige Befragung zu gewährleisten, können die einzelnen Körperregionen anhand einer Checkliste durchgegangen werden (6.3.4). Mit zunehmender Übung und Routine wird eine solche Checkliste bei der Anamnese weniger wichtig werden.

Objektive Symptome

SymptomeobjektiveDorcsi hat in seinen Vorträgen zur Anamnese stets betont: „Die Anamnese beginnt schon, wenn der Patient zur Tür hereinkommt“:
  • Ist sein Händedruck weich oder fest, hat er warme, trockene oder kalte, feuchte Hände?

  • Blickt er uns in die Augen, oder meidet er den Blickkontakt?

  • Läuft er aufrecht oder gebückt?

  • Sieht er fröhlich oder deprimiert aus, wirkt er eher gelassen oder eher gehetzt etc.?

Bei jeder Anamnese ist es wichtig, „zwischen den Zeilen zu lesen“:
  • Wie genau schildert der Patient seine Beschwerden, wie sind dabei seine Haltung, seine Gestik, seine Mimik?

  • Mit welchen Unter- und Zwischentönen schildert er die Symptome?

  • Wie ist seine innere Beteiligung dabei?

Die sogenannten objektiven Symptome definiert bereits Hahnemann in den §§ 90 und 220 des „Organon“: Der Arzt soll genau beobachten, „was er selbst an dem Kranken wahrnimmt […]. Z. B. Wie sich der Kranke bei seinem Besuch gebärdet, ob er verdrießlich, zänkisch, hastig, weinerlich, ängstlich, verzweifelt oder traurig, oder getrost, gelassen etc., ob er schlaftrunken oder überhaupt unbesinnlich ist? […]“ usw. „Ergänzt man noch den Geistes- und Gemüts-Zustand, der von den Angehörigen und dem Arzt genau beobachtet wurde, so ist das vollständige Krankheitsbild zusammengesetzt.“ Viele objektive Symptome lassen sich auch gut repertorisieren (Tab. 6.2).

Körperliche Untersuchung

Untersuchung, körperlicheAnamneseUntersuchung, körperlicheIm Anschluss an die homöopathische Anamnese empfiehlt sich die Durchführung einer physikalischen Krankenuntersuchung nach den üblichen medizinischen Gesichtspunkten. Je nach Anforderungen bzw. vorliegenden körperlichen Symptomen können hierbei Schwerpunkte gesetzt werden. Über die generelle Notwendigkeit einer körperlichen Untersuchung hinaus lassen sich für die Arzneimitteldiagnose wichtige, sonst nicht zu beobachtende Lokalsymptome finden, z. B. Haut- oder Nagelveränderungen.

Fremdanamnese

FremdanamneseFalls sich die homöopathische Anamnese mit dem Patienten (Eigenanamnese) als schwierig erweist und die erhobenen Symptome keine Arzneiverordnung zulassen, kann eine Fremdanamnese weiterhelfen. Hierzu können Familienangehörige, Freunde oder wichtige Bezugspersonen – möglichst mit Einverständnis des Patienten – wichtige Informationen liefern. Bei Kindern etwa bis zum 12. Lebensjahr ist die Befragung der Eltern in der Regel unerlässlich. In besonderen Situationen, z. B. bei bewusstlosen Patienten auf der Intensivstation oder bei Demenz, ist die Fremdanamnese – außer der eigenen Beobachtung – die einzige Möglichkeit für den Arzt, Informationen über den Patienten zu erhalten (6.5).

Anamnesetechnik

Wie oben erläutert (6.1.1), ist die homöopathische Anamnese weit mehr als nur eine bestimmte Fragetechnik. Allerdings kann die Kenntnis einiger technischer Aspekte äußerst hilfreich sein, um die Anamnese noch erfolgreicher zu gestalten. Schließlich steht und fällt die homöopathische Arzneimitteldiagnose mit dem exakten Erfragen, der genauen Wahrnehmung und Aufzeichnung der Symptome des Patienten.

Fragestil

AnamneseFragestilGrundsätzlich ist es empfehlenswert, alle Fragen möglichst offen zu formulieren. Da der Wortlaut des Patienten eine große Rolle spielt, können bereits kleine, vom Arzt vorgegebene Formulierungen von Symptomen die Anamnese in eine ungewollte Richtung lenken: Plötzlich entstehen Symptome, die der Patient von sich aus nie so formuliert hätte. SuggestivfragenSuggestivfrage, Anamnese, die dem Patienten gar fertige Formulierungen in den Mund legen, sollten unbedingt vermieden werden (Organon § 87).
Was sich für den Spontanbericht (6.2.2) noch konsequent einhalten lässt, ist spätestens ab den ersten lenkenden Fragen (6.2.3) des Arztes schon nichtmehr ohne Weiteres möglich, und spätestens ab der Abfrage nach dem Kopf-zu-Fuß-Schema (6.2.4) müssen naturgemäß auch geschlossene Fragen gestellt werden. Wie sich Suggestivfragen dennoch weitgehend vermeiden lassen, erläutern die folgenden Fragen in Tab. 6.3 am Beispiel von Kopfschmerzen.
Wenn der Patient auf offene Fragen wie „Können Sie den Schmerz näher beschreiben?“ nicht zu antworten weiß, kann sich der Arzt mit der Auflistung verschiedener Möglichkeiten behelfen, anstatt eine Suggestivfrage zu stellen, z. B.: „Sind Ihre Schmerzen eher stechend, drückend, pochend?“ Während im 19. Jahrhundert die genaue sprachliche Differenzierung der Symptome noch allgemein üblich war, fällt es heute den meisten Patienten schwer, beispielsweise die Art der Schmerzen zu beschreiben. Eine Auflistung kann Ideen liefern, die Frage aber dennoch relativ offen lassen.

Vollständiges Symptom

SymptomevollständigeJedes vom Patienten geschilderte Symptom sollte im Lenkbericht (6.2.3) genauer hinterfragt werden. Zur vollständigen Erfassung aller Symptomenteile sind meist mehrere, gezielte Fragen notwendig.
Bereits BönninghausenBönninghausen, Clemens von hatte anhand seiner Erfahrungen aus den Anamnesegesprächen mit einer Systematisierung von Symptomen begonnen: In seinen Krankenjournalen teilte er die Beschwerden in Haupt- und Nebensymptome ein, um die Übersichtlichkeit zu verbessern. Dabei versuchte er, die Beschwerden der Patienten als vollständiges Symptom – inkl. Empfindungen, Modalitäten, Begleitsymptomen usw. – zu erheben. In seinem 1860 in der „Allgemeinen Homöopathischen Zeitung“ erschienenen Aufsatz „Ein Beitrag zur Beurtheilung des charakteristischen Werths der Symptome“ erklärt er seine Vorgehensweise (Tab. 6.4, 7.4.2).
Einen besonderen Stellenwert hat die Ätiologie einer bestimmten Beschwerde. In der Homöopathie ist damit die auslösende Ursache gemeint: Eine enttäuschte Liebe führt zu anhaltendem Kummer, ein Sturz zu chronischen Rückenschmerzen, Wetterwechsel zu Migräneanfällen usw. Die kausale Erklärung der Ursache hat dabei – anders als in der konventionellen Medizin – nur eine untergeordnete Bedeutung. So ist es beispielsweise für die homöopathische Arzneiwahl nicht wichtig, ob für Gliederschmerzen ein Coxsackievirus verantwortlich ist, sondern der Auslöser, z. B. eine Durchnässung mit nachfolgender Zugluft (Organon § 93).

Fragebögen

AnamneseFragebogenFragebogen, AnamneseZur Vorbereitung auf die ErstanamneseErstanamnese besteht die Möglichkeit, den Patienten vorab einen mehr oder weniger umfangreichen Fragebogen ausfüllen zu lassen. Dies kann den Vorteil haben, dass ein in der Homöopathie völlig unerfahrener Patient bereits die typischen Fragen der homöopathischen Anamnese kennenlernt. Allerdings kann genau dieser Umstand die geforderte Ursprünglichkeit der Erstanamnese beeinträchtigen, weshalb von der Verwendung von Fragebögen eher abzuraten ist. Die Intensität eines Symptoms ist ohnehin auf diese Weise nicht beurteilbar. Allenfalls können Fragen zur allgemeinen medizinischen Vorgeschichte (Operationen, Vorerkrankungen, Familienanamnese usw.) schriftlich gestellt werden. Ob daraus schließlich ein Zeitvorteil beim ärztlichen Gespräch resultiert, muss jeder für sich selbst herausfinden.
Fragebögen haben in der Homöopathie bereits eine längere Tradition. Am bekanntesten ist wohl der „Kleine Fragebogen nach Kent“, den Jost Künzli von Fimmelsberg (1985)Künzli von Fimmelsberg, Jost populär gemacht hat.
Eine Sonderrolle nehmen die Fragebögen ein, die im Rahmen der Polaritätsanalyse verwendet werden (7.4.2) Diese sind gezielt auf das „Therapeutische Taschenbuch“ Bönninghausens abgestimmt und können die Arzneifindung wesentlich erleichtern.

Checklisten

Checkliste, AnamneseAnamneseChecklisteDer Einsatz von Checklisten kann hilfreich sein, damit keine wesentlichen Teile der Anamnese übergangen oder vergessen werden. Der Arzt kann beispielsweise eine Checkliste auf Papier bereithalten, auf der alle wesentlichen Punkte aufgeführt sind. Falls die Anamnesedaten direkt in den Computer eingegeben werden, kann diese Liste auch direkt als Eingabemaske – und somit als digitalisierter Anamnesebogen – in einem Textverarbeitungsprogramm verwendet werden, wobei nicht vorhandene Symptome einfach gelöscht werden. Diese einheitliche Struktur bietet sich besonders für die Verwendung in Gemeinschaftspraxen oder in der Klinik an, wenn mehrere Kollegen an den Anamnesen arbeiten und einen raschen Überblick wünschen.
Die Verwendung einer Checkliste für den eigenen Gebrauch sollte – wenn überhaupt – möglichst gegen Ende der Anamnese erfolgen. Dann können die diversen Stichworte überflogen werden, um die Vollständigkeit der Anamnese zu überprüfen (Lucae, 2003).
Bei akuten ErkrankungenKrankheit, akuteAnamnese ist eine vollständige ErstanamneseErstanamnese in der Regel nicht angebracht. Der Schwerpunkt liegt auf den akuten Beschwerden des Patienten, die in deutlich kürzerer Zeit erfragt werden können. Eine Checkliste (Tab. 6.5) kann als Vorlage für die AkutanamneseAkutanamneseCheckliste – z. B. bei einer akuten, fieberhaften Infektion – dienen.
Keinesfalls sollten die einzelnen Punkte schematisch von oben nach unten abgefragt werden, da dies der Anamnese die Spontaneität nimmt. Unbedingt sollte die natürliche Entwicklung des Gesprächs im Vordergrund stehen. Dennoch kann eine Checkliste – insbesondere bei knapp bemessener Zeit – die Anamnese vervollständigen helfen und die homöopathische Behandlung noch gründlicher und erfolgreicher gestalten.

Gegensatzpaare

Gegensatzpaare, AnamneseAnamneseGegensatzpaareGelegentlich gibt es Patienten, die mit offenen Fragen (Tab. 6.3) nicht viel anfangen können. In diesem Fall können Gegensatzpaare weiterhelfen, um dem Patienten mehrere Auswahlmöglichkeiten anzubieten. Wenn beispielsweise die Frage „Wodurch verschlimmern sich die Schmerzen?“ nur mit einem Schulterzucken beantwortet wird, kann behutsam fortgefahren werden: „Verändern sich die Schmerzen durch Bewegung oder Ruhe? Wärme oder Kälte?“ usw. Dorcsi hat die Technik der Gegensatzpaare konsequent eingesetzt, um eine Zuordnung der konstitutionellen MerkmaleKonstitution des Patienten zu erleichtern (Tab. 6.6).

Dokumentation

Schriftliche Aufzeichnung

AnamneseDokumentationDokumentationAnamneseDie PraxisdokumentationPraxisdokumentation ist für jeden behandelnden Arzt eine Selbstverständlichkeit. Während in der konventionellen Praxis oftmals kurze Kommentare oder auch Kürzel der Dokumentationspflicht genügen, erfordert die homöopathische Anamnese eine weitaus detailliertere schriftliche Aufzeichnung.
Bereits Hahnemann hatte genaue Vorstellungen von der homöopathischen Dokumentation. Zum Beispiel empfahl er, jedes Symptom mit einer neuen Zeile zu beginnen, um später noch Ergänzungen einfügen zu können (Organon, § 85).
Dabei war es ihm besonders wichtig, die Symptome des Patienten möglichst im Originalwortlaut niederzuschreiben, damit die Symptome im Sinne des Spontanberichts (6.2.2) festgehalten und nicht durch die Interpretation des Arztes verändert werden. Keinesfalls sollten bereits fertige Repertoriumsrubriken notiert werden, da dadurch die Individualität der Formulierung völlig verloren gehen würde.

Computerdokumentation

DokumentationdigitaleEine vollständige, digitale Dokumentation der homöopathischen Anamnese setzt voraus, dass der homöopathische Arzt schnell – möglichst blind mit dem Zehnfingersystem – schreiben kann. Sinnvoll sind der Einsatz einer geräuscharmen Tastatur und ein dezenter Bildschirm, damit zwischen Arzt und Patient keine Barriere steht.
Die digitale Dokumentation hat viele Vorteile: stets gute Lesbarkeit, Einsatz von Suchfunktionen, einfache, platzsparende Archivierung etc. Sie bietet sich nicht nur in der Einzelpraxis, sondern besonders auch in Gemeinschaftspraxen oder in Kliniken an, wenn mehrere Kollegen abwechselnd an den Anamnesen arbeiten.
Welches Textverarbeitungs- und Archivierungssystem für die jeweilige Situation am besten geeignet ist, sollte vorab in einem Testlauf herausgefunden werden. Nach der Implementierung eines geeigneten Systems werden dann alle Anamnesen in einem einheitlichen Format gesammelt und gespeichert.
Ob der Computer bereits während der Anamnese zur Repertorisation eingesetzt werden kann, um am Ende Zeit einzusparen, hängt vom Können und der Erfahrung des Behandlers ab. Grundsätzlich sollte jedoch die Auswertung der Anamnese mit Hierarchisierung und Repertorisation erst im Anschluss stattfinden. Allerdings kann das Aufsuchen einzelner Rubriken im Computerrepertorium bei bereits fortgeschrittener Anamnese zur Differenzierung einzelner Arzneimittel hilfreich sein.

Besondere Situationen

Bei den bisher geschilderten Anweisungen für die homöopathische Anamnese wird vorausgesetzt, dass ein erwachsener Patient einem homöopathischen Arzt im Rahmen eines Vieraugengespräches gegenübersitzt. Dies ist aber nicht immer so: Bei der Anamnese mit Säuglingen und Kleinkindern, mit Behinderten, alten – möglicherweise dementen – Menschen oder gar bewusstlosen Patienten auf einer Intensivstation muss die Anamneseerhebung flexibel gehandhabt werden.

Pädiatrie

PädiatrieAnamneseArzt-Patient-BeziehungAnamneseHahnemannHahnemann, Samuel hat, obwohl er viele Kinder in seiner eigenen Praxis behandelte, keine besonderen Anweisungen für die pädiatrische Anamneseführung hinterlassen. Erst im 20. Jahrhundert gab es ausführlichere Anleitungen zur homöopathischen Anamnese bei Kindern (Lucae, 2012). Der englische Kinderarzt Donald M. FoubisterFoubister, Donald M. (1902–1988) widmete sich in einem Aufsatz diesem Thema ausführlich (Foubister 1962).
Verschiedene Konstellationen sind je nach Alter des Patienten möglich:
  • Bei kleinen Kindern steht die FremdanamneseFremdanamneseFremdanamnesePädiatrie im Mittelpunkt. In der Regel ist ein Elternteil anwesend und berichtet über die Beschwerden des Kindes.

  • Ab dem Alter von 3–4 Jahren werden erste, einfache Gespräche mit dem Kind selbst möglich.

  • Erst im Schulalter kann eine genauere Anamnese mit dem Kind durchgeführt werden.

  • Ab dem Alter von etwa 13 Jahren sollte das Gespräch mit dem Patienten selbst stärker in den Vordergrund rücken.

Während der Anamnese bei Kindern ist der Arzt in besonderer Weise gefordert, Symptome, die das Verhalten betreffen, wahrzunehmen und zu dokumentieren (6.3.4): Wie verhält sich das Kind? Welche Interaktionen bestehen zwischen Eltern und Kind oder zwischen Kind und (möglicherweise anwesenden) Geschwistern? Ist das Kind eher leise, schüchtern, versteckt sich gar hinter der Mutter, oder ist es frech, fordernd und laut? Ist Eifersucht zu beobachten? Etc.
Prinzipiell kann nun, wie in 6.2 geschildert, vorgegangen werden: Spontanbericht – Lenkbericht – Kopf-zu-Fuß-Schema – objektive Symptome – körperliche Untersuchung. Bei Säuglingen und Kleinkindern empfiehlt es sich, die SchwangerschaftsSchwangerschaftsanamnese- und GeburtsanamneseGeburtsanamnese besonders genau zu erheben, außerdem die kindliche Entwicklung, Vorerkrankungen, Impfungen und die bisherige Diagnostik und Therapie ausführlich zu berücksichtigen. Es macht beispielsweise einen großen Unterschied, ob die Geburt rasch und problemlos oder protrahiert mit Nabelschnurumschlingung verlief. Für die Zeit nach der Geburt sind Atmung, Muskeltonus, Hautkolorit, Trinkverhalten, Reflexverhalten und die Art des Schreiens beim Neugeborenen zu beurteilen und ggf. bei der Wahl der homöopathischen Arznei zu berücksichtigen.
Vor allem bei Säuglingen, aber auch bei Kleinkindern und Jugendlichen kann die Beurteilung der Konstitution eine wichtige Rolle spielen. Deren Bedeutung im Kindesalter hat Dorcsi beschrieben. Die KonstitutionKonstitution ist definiert als „angeborene und durch die Umwelt wandelbare leib-seelische Verfassung des Individuums“ (Dorcsi). Den kindlichen Entwicklungsphasen werden dabei bestimmte homöopathische Arzneien zugeordnet, die der jeweiligen Konstitution entsprechen. Die Beschreibung von Körperhaltung, Hautfarbe, Gesichtsausdruck, Sprache, Stimme, Kopfbewegungen, Gesten, Turgor etc. spielt dabei eine wichtige Rolle.
Objektive SymptomeSymptomeobjektive können manchmal auch direkt auf ein Arzneimittel hinweisen. Beispiele hierfür sind ein dicker Bauch und dünne Extremitäten (z. B. Lycopodium), weicher, schlaffer Händedruck (z. B. Calcium carbonicumCalcium carbonicumKonstitution), saurer Schweißgeruch (z. B. RheumRheum, Konstitution, Hepar sulfurisHepar sulfurisKonstitution), gerunzelte Stirn (z. B. Nux vomicaNux vomicaKonstitution, LycopodiumLycopodium, Konstitution), rötliche Haare (z. B. PhosphorusPhosphorus, Konstitution, Calcium phosphoricumCalcium phosphoricum, Konstitution) u. a.
Die Beurteilung der Geistes- und GemütssymptomeGeistes- und Gemütssymptome ist bei Säuglingen sehr schwierig. Erst bei Kleinkindern lassen sich deutliche Symptome sicherer beschreiben (z. B. Ängste, Eifersucht etc.). Geistes- und Gemütssymptome sollten nur dann für die Mittelwahl herangezogen werden, wenn sie deutlich erkennbar und eindeutig sind.
Es hat sich sehr bewährt, die Eltern konkret nach ihren Zielen der homöopathischen Behandlung zu fragen: Was wünschen sie sich? Welche Symptome oder Beschwerden stehen für die Eltern im Vordergrund? Wie rasch wird eine Besserung erwartet? Welche Erwartungen gibt es bezüglich einer Heilung?

Psychiatrie und Psychosomatik

PsychiatrieAnamneseAnamnesePsychiatrieAnamnesePsychosomatikPsychosomatik, AnamneseIn der Anamnese psychisch Kranker ist das Gespräch von zentraler Bedeutung, weil es nicht nur der Beschreibung der Beschwerden dient, sondern selbst unmittelbar die psychische Verfassung ausdrückt. Nicht nur, was der Kranke sagt, sondern auch, wie er es sagt, wie er sich ausdrückt und wie er sich verhält, kann Wesentliches über sein verändertes Erleben im Rahmen der psychischen Erkrankung vermitteln und bekommt damit Symptomcharakter. Gerade die aktuellen und die schon seit Langem bestehenden Zeichen krankhafter Veränderungen, v. a. wenn sie auffällig sind, sowie die Empfindungen verdienen besondere Beachtung. Darüber hinaus sollte in der Anamnese und aus ihr heraus die Krankheitsdiagnose gestellt werden, da bei psychischen Erkrankungen das Gespräch immer noch die wichtigste Möglichkeit ist, um eine genaue Zuordnung vorzunehmen und damit Schwere und Prognose einzuschätzen. Die Anamnese stellt hier also zudem die direkte Untersuchung der Krankheitssymptome dar.
Das setzt voraus, dass der Behandler über grundlegende Qualifikationen und Erfahrung im Umgang mit psychisch Kranken verfügt:
  • Erfahrung in psychotherapeutischer und psychodiagnostischer Anamnese- und Gesprächstechnik (Exploration).

  • Kenntnis der zu behandelnden Krankheitsbilder und Diagnosen.

  • Kenntnis der verschiedenen Verlaufsmöglichkeiten.

  • Kenntnisse der Psychopharmakologie, da sich viele Patienten mit vorbestehender Medikation vorstellen, die man einschätzen können sollte.

  • Urteilsvermögen für die Einschätzung, wann weitere stützende Maßnahmen oder eine Psychotherapie eingeleitet werden sollten.

Viele psychische Störungen können mit einer Einschränkung der Kommunikations- und Ausdrucksfähigkeit einhergehen. Dinge werden vergessen, aus Scham oder Angst zurückgehalten oder entziehen sich durch die Art des Erlebens einer nachvollziehbaren Darstellung. Hier ist neben einem empathischen Einfühlungsvermögen oftmals viel Intuition erforderlich, um den Raum für die Schilderung der Beschwerden zu schaffen und Unverständliches erfassbar zu machen. Dazu kann ein genaues Beobachten der KörperspracheKörpersprache, Anamnese sehr hilfreich sein, z. B. wann sich die Gesichtsfarbe des Patienten verändert (Blässe, Rötung), wann der Patient kurz eine Anspannung der Gesichtsmuskeln erkennen lässt oder das Gesagte mit verstärkender oder widersprüchlicher Gestik und Mimik untermalt. Das sind oft Momente, die ein sensibleres und genaueres Nachfragen erfordern als bei der Befunderhebung körperlicher Beschwerden. Psychische Erkrankungen sind meist die Folge langer und komplexer Entwicklungen, Traumata und belastender Einflüsse, sodass ein tiefes Verständnis der zur Krankheit führenden Vorgänge und des Krankheitsprozesses oftmals erst den Schlüssel zur heilenden Arznei liefern. Das ist gerade bei schweren Störungsbildern häufig nicht in nur einer einzigen Anamnesesitzung zu erreichen, sei es, weil das Durchhaltevermögen des Patienten begrenzt ist oder der Vertrauensaufbau mehr Zeit benötigt. Auch ist oft eine Fremdanamnese (6.2.7) erforderlich, um eine Einschätzung verschiedener geschilderter Situationen zu bekommen und Vergessenes, besonders in biografischer Hinsicht, zu ergänzen. Auf psychischer Ebene sollten Veränderungen des Denkens, Fühlens und Wollens, der grundlegenden Empfindungen und Motive, die Hauptsymptomatik repräsentierend, bestmöglich erfasst werden.

Geriatrie

GeriatrieAnamneseAnamneseGeriatrieGrundsätzlich gelten für alte und hochbetagte Patienten die gleichen Regeln der Anamnesetechnik wie für alle anderen Patienten. Gerade in den letzten Lebensjahren liegen jedoch häufig schwere Organpathologien als Endstrecke der individuellen Krankheitsbiografie vor. Manchmal wird eine sprachliche Kommunikation oder die genaue Beschreibung der individuellen Symptomatik durch eine schwere Erkrankung, Sprachstörungen oder auch kognitive Defizite eingeschränkt.
In diesen Situationen sind – ähnlich wie in der Pädiatrie – die genaue Beobachtung und die Untersuchung des Patienten besonders wichtig.
Gerade die bestehenden OrganpathologienAnamneseOrganpathologie können wegweisend für die Arzneiwahl sein, wenn diese insbesondere nach Seiten, Auslöser (Causa), Tageszeiten, klimatische Faktoren und Modalitäten individuell differenziert werden können. In diesen Fällen kann die Arzneifindung sogar sicherer und schneller als bei jungen Menschen erfolgen, da die wichtigsten Symptome als organische Krankheiten direkt beobachtbar und Interpretationen und Hypothesen kaum notwendig sind. Geriatrische Patienten sollten deshalb stets gründlich körperlich untersucht werden. Auch das moderne, geriatrische Assessment (diagnostische Vorgehensweise, z. B. bestimmte Testverfahren) erweist sich häufig als hilfreich, um Defizite und Probleme des Patienten aufzudecken.
Kritisch sollte bei älteren Patienten mit FremdanamnesenFremdanamneseGeriatrie umgegangen werden, insbesondere wenn sie von betreuenden Familienangehörigen oder Pflegekräften stammen. Häufig sind die Pflegenden bei einer komplizierten Krankheit selbst sehr angespannt und interpretieren die Beschwerden des Patienten ausgesprochen subjektiv. Bei dementen Patienten oder Patienten mit Sprachstörungen ist eine Fremdanamnese jedoch in der Regel unverzichtbar.
Eine wichtige Rolle bei der Arzneiwahl spielen SchlüsselsymptomeIndikation, bewährteAnamnese im Sinne „Bewährter Indikationen“. Diese ergeben sich häufig aus der direkten klinischen Beobachtung und Untersuchung. Zur Behandlung von Organpathologien auf Basis des klinischen Befundes finden sich insbesondere in den Arzneimittellehren von Mezger, Stauffer und Farrington zahlreiche hilfreiche Arzneibeschreibungen.

Intensivmedizin

Intensivmedizin, AnamneseAnamneseIntensivmedizinIm Krankenhaus gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine verlässliche Fremdanamnese über den Patienten einzuholen: Krankenschwestern und -pfleger, aber auch die ärztlichen Kollegen sind gefragt, möglichst viele Details und Beobachtungen mitzuteilen. Bei sedierten, beatmeten oder komatösen Patienten auf der Intensivstation sind die genauen Beobachtungen des betreuenden Pflegepersonals äußerst hilfreich und können zur korrekten Arznei führen. In diesen Fällen stehen objektive Symptome im Vordergrund. Dazu zählen nicht nur unmittelbar am Patienten wahrnehmbare SymptomeSymptomeobjektive (Hautfarbe, Turgor, Schweiß etc.), sondern auch Messdaten (Puls, Sauerstoffbedarf etc.). Sogar Labordaten können als verlässliche homöopathische Verlaufsparameter dienen.

Ganzheitliche Wahrnehmung

GanzheitlichkeitArzt-Patient-BeziehungWahrnehmung, ganzheitlicheDie homöopathische Anamnese ist eine Begegnung zwischen Arzt und Patient. Dabei benötigt der Arzt nicht nur Kenntnisse in der Gesprächsführung (Anamnesetechnik), sondern auch Ressourcen wie Authentizität, Empathie, Offenheit, Unvoreingenommenheit, Respekt, Wertschätzung und Fähigkeit zur Selbstkritik. „Man muss wissen, was der Patient braucht“, hat DorcsiDorcsi, Mathias gelehrt. Der Arzt muss ein Gespür dafür entwickeln, muss in der Lage sein zu erkennen, worunter der Patienten besonders leidet, was ihm besonders zu schaffen macht, in welchen Bereichen man ihn besonders unterstützen muss.

Der Patient soll sich während der Anamnese in seinem Leiden stets ernst genommen und respektiert fühlen – dies entspricht unserer ärztlichen Grundhaltung.

Am Schluss des Gesprächs hat der Arzt nicht nur alle körperlichen Symptome genau aufgezeichnet und die für die homöopathische Arzneimittelfindung wichtigen Charakteristika herausgearbeitet, sondern sich auch ein umfassendes Bild über den Patienten gemacht:
  • Welche besonderen Charaktereigenschaften hat er?

  • Was hat er für Vorlieben und Abneigungen?

  • Was hat er für eine Geschichte?

  • Welche Sorgen, Ängste, Hoffnungen hat er?

  • Was bewegt ihn in seinem Innersten?

Dorcsi brachte diese GanzheitlichkeitGanzheitlichkeit mit der berühmten Frage auf den Punkt: „Was ist das für ein Mensch?“ (personotrope MedizinMedizinpersonotrope).

Abschluss der Anamnese

Am Ende des Anamnesegesprächs kann der Arzt in einer kurzen Zusammenschau erläutern, welche Schwerpunkte und Problembereiche sich herauskristallisiert haben. Oft lässt sich ein roter Faden durch die gesamte Krankengeschichte verfolgen, der dem Patienten aufgezeigt werden kann. Abschließend sollte der Arzt eine PrognosePrognoseAnamnesegespräch geben, was von der nun folgenden Behandlung zu erwarten ist und welche Besonderheiten der Patient berücksichtigen sollte. Es ist sinnvoll, konkrete Vereinbarungen zu treffen:
  • In welchen zeitlichen Abständen soll sich der Patient zur Verlaufskontrolle wieder melden?

  • Was ist bei möglichen Reaktionen auf die Arzneigabe zu beachten?

  • Was soll im Hinblick auf die Ernährung beachtet werden?

  • Sollen andere Therapiemaßnahmen begonnen, weitergeführt oder abgesetzt werden?

  • Wie ist bei akuten Erkrankungen vorzugehen?

  • Wann wird der nächste Termin stattfinden?

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