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B978-3-437-57631-7.00008-6

10.1016/B978-3-437-57631-7.00008-6

978-3-437-57631-7

Potenzwahl und Dosierung bei akuten ErkrankungenKrankheit, akutePotenzwahl

Tab. 8.1
Tiefpotenzen Hochpotenzen
Übliche Potenzen D6, C6, D12, C12 D30, C30, D200, C200
Arzneiform Dilution, Globuli, Tabletten Globuli, Auflösung in Wasser (Verkleppern)
Gabengröße 2–5 Trp., 2–5 Glob., 1–2 Tbl. 2–5 Glob., 1 TL (Plastik)
Häufigkeit D/C6: 3–5 × tgl.
D/C12: 1–3 × tgl.
1 × Globuli trocken in Mund, dann weiter Globuli oder Auflösung, mehrfach
Wiederholung Regelmäßig oder nach Bedarf Globuli und Auflösung nach Bedarf

Potenzwahl und Dosierung bei chronischen ErkrankungenKrankheit, chronischePotenzwahl

Tab. 8.2
Q- und LM-Potenzen Hochpotenzen
Übliche Potenzen Q1 bis Q30 D/C30, D/C200 und höher
Arzneiform Dilution, Auflösung in Wasser Globuli
Gabengröße 5–10 Trp., 1 TL 2–5 Glob.
Häufigkeit Alle 1–3 Tage Einzelgabe
Wiederholung Regelmäßig Nach Bedarf, aufsteigende Potenzen

Kent'sche ReiheReihe, Kent’sche (PotenzstufenPotenzstufe)

Tab. 8.3
Potenz Durchschnittliche Wirkdauer
(nach Schmidt 1985)
C30 Ca. 1–4 Wochen
C200 3–4 Wochen
CM (1.000) Mind. 4 Wochen
CXM (10.000) 5 Wochen
CLM (50.000) 50 Tage
CCM (100.000) 3 Monate
CDM (500.000) 6 Monate
CMM (1.000.000) 1 Jahr

Empfehlungen zur PotenzwahlPotenzwahl bei einzelnen Patientengruppen und Krankheitszuständen

Tab. 8.4
Kinder Alle Potenzreihen und -stufen werden gut vertragen (cave: Dilutionen mit Alkohol vermeiden)
Alte Menschen Keine hohen Potenzen bei Multimorbidität und breiter Begleitmedikation (bei guter Vitalität Hochpotenzen möglich)
Überempfindliche Menschen LM-/Q-Potenzen alternativ: Verkleppern, Mehrglasmethode (3.2.3)
Geistige und emotionale Erkrankungen/lokales Symptom Bei geistigen und emotionalen Beschwerden höhere, bei lokalen Prozessen niedrige Potenzen (damit ist aber keineswegs ausgeschlossen, dass Hochpotenzen auch auf lokale und Tiefpotenzen auf emotionale und geistige Prozesse wirken)
Interkurrente Erkrankung (9.3.2) Tiefe oder mittlere Potenzen (die Behandlung der chronischen Erkrankung wird möglichst wenig gestört)
Schwere oder unheilbare Erkrankung Tiefe Potenzen und seltene Wiederholungen, auch Q-Potenzen sind möglich
Krebserkrankung Q-Potenzen (Spinedi, Künzli), Plussing-Methode (Ramakrishnan, 8.5)

Alternative Dosierungsverfahren

Tab. 8.5
Wichtiger Vertreter Methode
Akute Erkrankungen
Q-Potenzen bei Akuterkrankungen
Chronische Erkrankungen
Tyler, Phatak, Desai Doppel-/Mehrfachgabe
Spezielle Indikation
Ramakrishnan Plussing bei Krebsbehandlung (häufige, 10 × tgl. Einnahme einer Hochpotenz-Auflösung, Mittelwechsel im wöchentlichen Rhythmus)

Arzneiverwendung von Hahnemann bis in die Gegenwart (in Anlehnung an Wischner 2000)

Tab. 8.6
Potenzstufe, Arzneimodifikation, Applikation Verwendung bei Hahnemann
(Zeitraum, Werk)
Hauptsächliche Verwendung heute
Urtinkturen, Arzneiverdünnungen, niedrige C-Potenzen, Tropfen, Globuli 1792–1824
ORG I–III, RA (Vorworte zu den Arzneien)
Tiefpotenzen
Akute Erkrankungen
C-Potenzen, Potenzkaskaden (z. B. C30–C24–C18) 1835–1843
CK, Bd. 1, S. 157 (2. Aufl.), S. 81 (3. Aufl.) (Sauerbeck 1990)
Hochpotenzen
Akute und chronische Erkrankungen
Hohe C- Potenzen, Tropfen, Globuli trocken 1810–1835
ORG V, § 284
Hohe C-Potenzen, Auflösung mit Verschütteln/Verrühren 1835–1843
CK, Bd. 1, S. 171/A (2. Aufl.), S. 89 (3. Aufl.)
CK, Bd. 3, S. V–XII, GKS S. 879–883
Verkleppern
Akute Erkrankungen
Q-Potenzen 1838–1843
ORG VI, § 248 (Oomen 1999)
Q-Potenzen
Chronische Erkrankungen
An der Arznei riechen lassen 1813–1843
ORG VI, § 284
Keine Bedeutung
Arznei äußerlich einreiben 1810–1843
ORG VI, §§ 284, 285
Keine Bedeutung

Potenzen und ihre korrekte Dosierung

Jörn Dahler

  • 8.1

    Praktische Anwendung136

  • 8.2

    Akute Erkrankung137

    • 8.2.1

      Tiefpotenzen137

    • 8.2.2

      Hochpotenzen138

  • 8.3

    Chronische Krankheit139

    • 8.3.1

      C-Potenzen (Kent'sche Reihe)140

    • 8.3.2

      Q-Potenzen141

  • 8.4

    Individuelle Verordnung143

  • 8.5

    „Alternative“ Dosierungsverfahren143

  • 8.6

    Geschichtliche Entwicklung der homöopathischen Dosierungsmethoden144

Bei einer homöopathischen Behandlung sind neben der Auswahl der homöopathischen Arznei auch die Wahl der Potenz und die Dosierung von Bedeutung.

Es stehen verschiedene Potenzreihen und Potenzstufen zur Verfügung, die sich in ihrer Wirkung unterscheiden. Die Wirkung der Arznei ist aber auch abhängig vom Zustand des Patienten, der behandelt wird. Dabei sind die Vitalität des Patienten, die Unterscheidung zwischen akuten und chronischen Krankheiten und die Reaktion des Patienten auf die Arznei zu berücksichtigen.

Einzelne Potenzen und Dosierungen haben sich zu „Standards“ für homöopathische Therapeuten entwickelt.

Bei akuten Erkrankungen werden mehrmals täglich tiefe Potenzen oder die C30 als Einmalgabe und danach als Auflösung in Wasser (Akutlösung) angewendet. Die gängigste Applikationsform sind Globuli, von denen 2–5 pro Einzelgabe verabreicht werden.

Bei chronischen Krankheiten sind Hochpotenzen ab C30 oder Q-Potenzen üblich. C-Potenzen werden in Form von Globuli als Einmalgabe verabreicht. Die Gabe wird in Abhängigkeit von der Entwicklung der Beschwerden wiederholt. Dabei wird die Potenzhöhe variiert. Q-Potenzen werden als Dilution in ansteigender Potenzhöhe täglich eingenommen. Bei bestimmten Indikationen (z. B. onkologisch oder palliativ) haben Q-Potenzen einen besonderen Stellenwert.

Neben den „Standards“ gibt es auch andere, davon abweichende Empfehlungen („alternative“ Verfahren). Ihre Kenntnis ist für Einsteiger in die Homöopathie nicht notwendig; bei ausreichender Erfahrung mit den Standards können die alternativen Verfahren für einzelne Patienten und Krankheitsbilder hilfreich sein.

Kenntnisse über die geschichtliche Entwicklung der Dosierung der homöopathischen Arzneipotenzen verbessern das Verständnis der gängigen Verfahren und zeigen, wann welche Ärzte und Strömungen vorherrschten. Starken Einfluss hatten die Ideen Samuel Hahnemanns, James Tyler Kents und der naturwissenschaftlich-kritischen Richtung. Die heutige Zeit ist pluralistisch geprägt mit der Tendenz, verschiedene Ideen zu integrieren.

Praktische Anwendung

Nach Anamnese (6), Hierarchisierung der Symptome, Repertorisation und Materia-medica-Abgleich (7) wurde eine Arznei ausgewählt. Nun wird eine für den Patienten angemessene Dosis und Potenz bestimmt.
Im Folgenden werden die Regeln für die Therapie akuter und chronischer Erkrankungen und die Unterschiede in der Behandlung dargestellt.

Potenz

PotenzBestimmungPotenzreihenPotenzreihe: D- und C-Potenzen unterscheiden sich in Wirkung und Anwendung von LM- und Q-Potenzen.
Potenzstufen Potenzstufe :
  • D/C1 bis D/C11: Tiefpotenz

  • D/C12 bis D/C29: mittlere Potenz

  • D/C30 und höher: Hochpotenz

Bei den LM-/Q-Potenzen sind Potenzstufen von LM/Q1 bis LM/Q30 üblich.

Merke

Höhere Potenzen wirken in der Regel schneller, stärker und tief greifender.

Dosis

DosierungArzneiDosierungArzneiGabengrößeGabengröße: Unter der Gabengröße versteht man die Anzahl und/oder Größe der verabreichten Globuli oder Tropfen (8.2, Tab. 8.1). Sie unterscheidet sich bei akuten und chronischen Erkrankungen nicht. Für die Mehrzahl der homöopathischen Therapeuten besitzt dieser Aspekt untergeordnete Bedeutung, 2–5 Globuli der Größe 3 sind gängige Praxis.1

1

Einzelne Autoren betonen in Anlehnung an Hahnemann die Notwendigkeit einer möglichst kleinen Gabengröße, um die Wahrscheinlichkeit einer verstärkten Erstverschlimmerung zu verringern (Dingler und Rissel 2011).

Gabe: So bezeichnet man die einmalige Einnahme der Arzneien in Form von Globuli, Tropfen oder Tabletten.
Gabenwiederholung: Die Häufigkeit der Arzneigabe unterscheidet sich bei akuten und chronischen Erkrankungen.

Merke

Die Häufigkeit der Gabe ist ein sehr wichtiger Aspekt der homöopathischen Arzneitherapie. In der Folge werden die gängigen Standards zu Gabengröße und Häufigkeit der Wiederholung dargestellt.

Akute Erkrankung

Krankheit, akutePotenzwahlAkutkrankheitBei richtiger Anwendung ist die Homöopathie eine nebenwirkungsarme Therapie akuter Krankheiten (10.2), die Krankheitsverläufe lindern und verkürzen kann. Auch ein Therapeut mit wenig Erfahrung kann innerhalb kurzer Zeit die häufigsten Arzneien für bestimmte Krankheitsbilder („bewährte Indikationen“ 7.7) erlernen und Akutkrankheiten erfolgreich behandeln.
Es werden zunächst Fallbeispiele vorgestellt, um häufig angewendete Potenzen kennenzulernen:
  • Tiefpotenzen: D/C6- oder D/C12-Potenz

  • Hochpotenzen: C30- und C200-Potenzen

Wichtig ist auch die Auflösung einer C-Potenz in Wasser („Verkleppern“, 8.2.2).

Tiefpotenzen

Tiefpotenzen Krankheit, akute Tiefpotenzen

Fallbeispiel 8.1: Trommelfellreizung (D12, Tiefpotenz)

FallbeispielTrommelfellreizungDreijähriger Junge mit fiebrigem Infekt. Seit dem Morgen zunehmend weinerlich und Ohrenschmerzen links. Temperatur: 38,5 °C.
Befund
Ohren: Trommelfell links gerötet, rechts ohne Befund. Nasensekret grünlich. Rachen und Lunge ohne Befund.
Verordnung nach „bewährter Indikation“ und „Leitsymptomen“
Pulsatilla ist für Mittelohrentzündungen neben anderen Arzneien wie Belladonna, Mercurius oder Ferrum phosphoricum eine bewährte Arznei. Gelbgrünes Sekret ist ebenso wie die weinerliche Stimmung ein Leitsymptom von Pulsatilla. D. h., die gesamte bestehende Symptomatik ist durch Pulsatilla abgedeckt.
Passende Rubriken im „Homöopathischen Repertorium“ von Phatak
  • Ohren – entzündet

  • Gelb, gelblich (u. a. Absonderungen) – grün

  • Nase – Absonderung – grün

  • Weint

Verordnung: PulsatillaPulsatillaTrommelfellreizung D12, 3 × tgl. 2 Glob.
Verlauf: Der Junge hat zunächst viel geschlafen, am nächsten Tag sind Ohrenschmerzen und Fieber verschwunden. Weitere Besserung im Verlauf.

Fallbeispiel 8.2: Halsentzündung rechte Seite (D12, Tiefpotenz)

FallbeispielHalsentzündung34-jährige Patientin. Seit einem Tag ist die Rachenmandel rechts geschwollen, rot und dick, die Halslymphknoten sind rechts deutlich vergrößert. Mund eher trocken, warme Getränke verstärken die Schmerzen, kühle Getränke lindern.
Verordnung nach „bewährter Indikation“ und „Leitsymptomen“
Mercurius iodatus flavusMercurius iodatus flavus, Halsentzündung ist eines der bewährten Mittel für rechtsseitige Halsentzündungen, u. a. auch Lycopodium. Leitsymptome für Mercurius iodatus flavus sind die begleitende rechtsseitige Halslymphknotenschwellung und die Verschlechterung durch warme Getränke.
Passende Rubriken im „Homöopathischen Repertorium“ von Phatak
  • Hals, innerer – rechts

  • Hals, innerer – kalt amel. (Hitze agg.)

  • Drüsen – zervikal, Halsdrüsen

  • Mandeln

  • Mandeln – vergrößert

Verordnung: Mercurius iodatus flavus D12, 3 × tgl. 2 Glob.
Verlauf: Schnelle Besserung innerhalb von 2 Tagen.
In den beiden beschriebenen Fällen wurde mit GlobuliGlobuli DosierungGlobuliArzneigabeGlobuli einer D12-Potenz behandelt. Diese Potenzstufe ist wie die D6-, C6- und die C12-Potenz „Standard“ bei der Behandlung akuter Erkrankungen. Globuli sind die häufigste Darreichungsform, Tropfen werden seltener gegeben. TablettenDosierungTabletten TablettenArzneigabeTabletten sind für ältere Menschen, die schlecht sehen können, besonders geeignet (3.4.4). Die Arzneigabe erfolgte in beiden Fällen regelmäßig dreimal täglich. Dieses Vorgehen ist bei Tiefpotenzen üblich und hat den Vorteil, dass ein Standardrezept ausgestellt werden kann. Die Wahrscheinlichkeit, Arzneiprüfungssymptome zu entwickeln, ist im Vergleich zur Einnahme von Hochpotenzen geringer. Alternativ kann „bei Bedarf“ wiederholt werden. Rücksprachen mit dem Patienten zur Verlaufsbeurteilung sind sehr zu empfehlen.

Hochpotenzen

Einzelgabe
HochpotenzenKrankheit, akuteHochpotenzenArzneiEinzelgabeEinzelgabe, ArzneiNach der Gabe einer D/C30- oder D/C200-Potenz (selten höher) wird die Wirkung abgewartet. Falls sich die Beschwerden kontinuierlich bessern, ist bis zur Ausheilung keine weitere Arzneigabe nötig.
Je akuter und heftiger das Krankheitsbild ist, umso schneller sollte der Patient auf die Arzneigabe reagieren.
Bei fehlender Besserung oder einer erneuten Verschlechterung nach zwischenzeitlicher Besserung wird die Arznei in Form der erneuten Gabe von Globuli der gleichen Potenzstufe oder durch die Gabe verklepperter Globuli wiederholt. Dies kann bei akuten Erkrankungen nach Minuten, Stunden oder Tagen der Fall sein. Bei der Verwendung von Hochpotenzen ist eine genaue Beobachtung des Patienten besonders wichtig. Tritt eine Besserung nach Ermessen des Verschreibers nicht schnell genug ein oder wurde die Arznei mehrfach ohne deutliche Wirkung gegeben, kann eine andere Arznei verordnet werden.
Verkleppern
VerkleppernArzneiVerkleppernPotenzierungVerkleppernBeim „Verkleppern“ (engl. „plussing“Plussing) wird die Arznei in Wasser aufgelöst und die Lösung vor jeder Einnahme gut umgerührt. Die Potenzstufe wird durch das Umrühren jedes Mal etwas verändert.
Vorgehen
2–5 Globuli der verabreichten Potenzstufe in einem Glas oder Becher mit 100 Milliliter Leitungs- oder stillem Quellwasser auflösen. Von dieser Lösung bei Bedarf einen Plastiklöffel (oder einen Schluck) einnehmen. Vor jeder Einnahme die Lösung mit dem Plastiklöffel gut verrühren.
Die Wiederholung erfolgt in Abhängigkeit von der Entwicklung des Gesundheitszustands des Patienten. Bei unverändertem Befinden wird die Arznei je nach Krankheitsintensität alle 1–6 Stunden verabreicht. Bei einer Besserung der Symptome oder Hinweisen auf eine Erstverschlimmerung wird mit der Einnahme pausiert. Eine ErstverschlimmerungErstverschlimmerung (9.2.1) ist gekennzeichnet durch eine Verstärkung bestehender Symptome bei Besserung des Allgemeinbefindens. Das Auftreten neuer Symptome bzw. die Verschlechterung von Allgemein- oder Geistes- und Gemütszustand sind Hinweise auf eine falsche Arzneiwahl (Organon, §§ 157–161).

Fallbeispiel 8.3: Schulterschmerzen (C30, Hochpotenz)

FallbeispielSchulterschmerzenKlinikaufenthalt einer 55-jährigen Patientin wegen einer Panikstörung. Seit dem Vorabend hat sie starke rechtsseitige Schulterschmerzen. Ein Trauma ist nicht erinnerlich, sie sei am Vortag wandern gewesen. Der Tag war sonnig, aber es wehte ein kalter Wind, und die Patientin hatte zeitweise ihr T-Shirt ausgezogen.
Ruheschmerz, Verschlechterung durch Bewegung und Druck. Die Patientin kann den Arm kaum bewegen. Die Beschwerden seien sehr schlimm. Schmerzgel und eine Wärmflasche haben nicht geholfen.
Passende Rubriken im „Homöopathischen Repertorium“ von Phatak
  • Abkühlung – erhitzt wenn, Schwitzen beim, agg.

  • Wind, Luft, Zugluft – agg.

  • Schultern

  • Schmerz – Reißen, heftiger, starker Schmerz

Als auslösende Ursache werden die Unterkühlung während des Schwitzens und der Wind repertorisiert. Anschließend aufgrund seiner Intensität der reißende Schmerz an der Schulter (Dominanz). Aconitum, Kalium carbonicum und Rhus toxicodendron decken alle Rubriken ab. In Phataks „Arzneimittellehre“ steht bei Aconitum „Erkältung oder Verkühlung, durch Einwirkung trockener Kälte, besonders während man schwitzt“. Die Panikstörung der Patientin, eine für Aconitum charakteristische Symptomatik, bestärkt in der Entscheidung für diese Arznei.
Verordnung: AconitumAconitumSchulterschmerzen C30, 2 Glob. um 13:30 Uhr, abends gegen 18 Uhr bereits deutliche Besserung.
Verlauf: In den folgenden Wochen noch einmaliges Auftreten der Schulterschmerzen, auf erneute Gabe wieder Besserung.

Fallbeispiel 8.4: Spastische Bronchitis (D6, Tiefpotenz, und C30, Hochpotenz, mit Verkleppern)

FallbeispielBronchitis10 Monate alter Junge: Husten mit Rasseln und Pfeifen in der Lunge seit Sonntag, von der Mutter wurde bereits erfolglos ein bronchienerweiterndes und schleimlösendes Medikament gegeben.
Lungenbefund: Grobblasige Rasselgeräusche.
Verordnung nach „bewährter Indikation“
Antimonium tartaricum hat sich bei Kindern mit einer Bronchitis mit lockerem Husten und groben Rasselgeräuschen durch starke Schleimansammlung sehr bewährt. Alternativ kommen v. a. Kalium sulfuricum und Ipecacuanha in Betracht.
Passende Rubriken im „Homöopathischen Repertorium“ von Phatak
  • Bronchitis

  • Brust – Rasseln

  • Brust – Rasseln – grobblasiges

  • Kinder – Säuglinge

Verordnung: Antimonium tartaricumAntimonium tartaricumBronchitis D6, 3 × tgl. 2 Glob.
Verlauf: 2 Tage später Hustenanfälle weniger oft und weniger stark, kein Würgen mehr beim Husten, hat in der Nacht auf Mittwoch durchgeschlafen. Lungenbefund: Beidseits noch grobblasige Rasselgeräusche exspiratorisch, Befund gebessert.
Verordnung: Antimonium tartaricum C30, 2 Glob., danach 2 Glob. in 100 ml Wasser verkleppert bei Bedarf.
Weiterer Verlauf: 5 Tage später besser, hustet noch gelegentlich. Lungenbefund: Vesikuläres Atemgeräusch. Allgemeinzustand wesentlich gebessert. Antimonium tartaricum C30 in Wasser verkleppert zuletzt am Vortag.
In 8.2.2, Fallbeispiel 8.3 erhielt die Patientin zwei Globuli einer C30-Potenz als einmalige Gabe. Daraufhin kam es zu einer ausreichenden Besserung, sodass eine weitere Behandlung nicht notwendig war. Bei ungenügender Wirkung ist oft ein weiterer Arzneireiz erforderlich.
In 8.2.2, Fallbeispiel 8.4 brachte die D6-Potenz bereits eine Verbesserung, der Abschluss der Behandlung erfolgte mit einer C30-Potenz, die einmalig in Form von Globuli trocken auf die Zunge und anschließend in Wasser aufgelöst verabreicht wurde.

Chronische Krankheit

Krankheit, chronischePotenzwahlDie homöopathische Behandlung einer chronischen Krankheit (Tab. 8.2) erfordert deutlich mehr Kenntnisse als die Behandlung akuter Erkrankungen (10.2). Sowohl die Arzneiwahl als auch die Verlaufsbeurteilung ist schwieriger.
Tiefe Potenzen werden seltener verwendet. Das gängige Verfahren für die Verwendung von Hochpotenzen ist die Kent'sche ReiheReihe, Kent’sche (Tab. 8.3). Dabei werden Hochpotenzen in ansteigender Potenzstufe und meist in längeren Abständen verabreicht. Alternativ kann nach Bönninghausen (7.4) mit Zwischen- und Folgemitteln gearbeitet werden. Eine weitere Therapieoption ist die Anwendung von Q-Potenzen.

Fallbeispiel 8.5: Konzentrationsschwierigkeiten

FallbeispielKonzentrationsschwierigkeitenNeunjähriges Mädchen mit Konzentrationsproblemen. Sie träume gern, fühle sich manchmal gar nicht angesprochen, möchte zeitweise nicht antworten. Stress oder Hektik könne sie gar nicht vertragen. Ihre Lehrerin sage, sie sitze in der Schule hinter einem Berg, den sie erst hochkrabbeln müsse, ehe sie antworte. Geburt mit Notsectio wegen Plazentalösung. Als Neugeborene schwere Darmoperation mit Dünndarmteilresektion. Wegen dieser beiden Ereignisse könnten die Eltern sie nicht loslassen und hätten panische Angst, dass etwas passiert. Alle Familienmitglieder wollten sie beschützen.
Nahrungsmittelverlangen: am liebsten Kartoffeln, Schnitzel, viel frisches Gemüse und Obst.
Repertorisation nach Kent (MacRepertory)
  • Gemüt – Abneigung – Antworten

  • Gemüt – Antworten – denkt lange nach

Die für ein Kind auffälligen Gemütssymptome „Abneigung“ und „langsames Antworten“ werden als die hochwertigsten Symptome zuerst repertorisiert. Diese beiden Rubriken werden abgedeckt von Acidum phosphoricum, Helleborus, Phosphorus, Anacardium, Cocculus, Cuprum und Alumina.
Repertorisiert man noch die zu den Allgemeinsymptomen zählenden Nahrungsvorlieben „Allgemeines – Verlangen – Kartoffeln, Fleisch, Gemüse, Obst“, schneiden bei der Repertorisation Acidum phosphoricum, Phosphorus und Alumina am besten ab.
Der Materia-medica-Abgleich spricht für Alumina. Charakteristisch ist die Langsamkeit, mit der Eindrücke von außen den Geist erreichen, und die Verschlechterung des Zustands durch Hektik. Mögliche Causa des Zustands könnte die Hemmung der Entwicklung des Kindes durch die Angst vonseiten der Familie sein. Die UnterdrückungUnterdrückung der eigenen Identität gilt für Sankaran als eines der Hauptzeichen bei Alumina (Sankaran 2000).
Verordnung: AluminaAluminaKonzentrationsschwierigkeiten C30.
Verlauf: Zu Hause und in der Schule wacher, antwortet auf Ansprache. Im Laufe des nächsten Jahres bei Sistieren der Besserung Wiederholung von Alumina-Gaben nach jeweils 2–3 Monaten (3 × C200, dann 1 × C1.000). Insgesamt deutlich interessierter, aufmerksamer, selbstbewusster. Jeweils nach Arzneigabe positive Veränderung.
Fallanalyse: Nach jeder Arzneigabe gab es für ca. 2–3 Monate eine deutliche und auch fortschreitende Besserung, dann verschlechterten sich die Symptome wieder. Anstatt gleich die C200 zu geben, hätte auch die C30 wiederholt werden können. Da auch nach der zweiten C200-Gabe eine deutliche Reaktion feststellbar war, erfolgte eine dritte Gabe einer C200. Um die Besserung zu forcieren, wurde auf C1.000 gewechselt, da ein Schulwechsel anstand.

C-Potenzen (Kent'sche Reihe)

C-PotenzenPotenzCReihe, Kent’scheJames Tyler KentKent, James Tyler (12.3.2) hat dieser VerschreibungsmethodeVerschreibungDosierung Potenzwahlihren Namen gegeben. Zu Beginn der Behandlung wird eine Gabe C30 oder höher eingenommen. Die Wahl der Potenzstufe hängt vom Alter und Gesundheitszustand des Patienten und von der Art der Erkrankung ab (Tab. 8.4).
Die Wirkung wird abgewartet. Wenn eine Besserung eintritt, wird während dieser Besserung nicht wiederholt. Es wird länger abgewartet als bei akuten Erkrankungen (Wochen bis Monate).
Eine mögliche Orientierungshilfe ist die durchschnittliche Wirkungsdauer der einzelnen PotenzstufenPotenzstufeWirkungsdauer (Tab. 8.3). In der Regel wirkt eine Arznei umso länger, je höher die Potenz gewählt wurde. Ausnahmen mit einer langen Wirkung niedriger Potenzen oder einer kurzen Wirkung hoher Potenzen bestätigen diese Regel. Der einzelne Patient, die Art der Erkrankung, äußere Störfaktoren und die unterschiedliche Wirkdauer der einzelnen Arzneimittel beeinflussen die Arzneimittelwirkung. Es ist also von entscheidender Bedeutung, die Arzneiwiederholung individuell zu bestimmen.

Wichtigste Regel zur Arzneiwiederholung bei Kent

Bei einer Besserung die Arznei auswirken lassen.2

2

P. Sankaran schreibt, dass er lange Zeit seinen Patienten die Empfehlung gab, die Besserung unbedingt abzuwarten. Er habe aber bemerkt, dass bei denjenigen Patienten, die seine Anweisung nicht befolgten und auch bei bestehender Besserung die Einnahme fortsetzten, ein besserer Verlauf festzustellen gewesen sei. Er habe dann in einer Klinik bei etwa 100 Patienten teils tägliche Wiederholungen auch mit hohen Potenzen wie der C1.000 und C100 000 praktiziert und dabei nur bei drei Patienten eine Verschlimmerung der Symptome festgestellt. Seine Schlussfolgerung: Wenn die Regel stimmt, dass man während einer Besserung nicht wiederholen darf, gibt es davon zumindest viele Ausnahmen. (Sankaran 2003)

Anwendungsregeln
(Kent 1903, 1905, 1911, 1912)
  • PotenzstufePotenzstufe abhängig von der Art der Erkrankung und vom Gesundheitszustand des Patienten bestimmen.

  • Eine Potenzstufe so lange wiederholen, bis die Wirkung aufhört, dann nächsthöhere Potenzstufe anwenden.

Kent hielt es für wichtig, das gesamte Spektrum der Potenzstufen zu nutzen. Aufgrund langjähriger klinischer Erfahrungen und möglicherweise auch durch Anregungen aus der Swedenborg'schen Philosophie entwickelte er die „Kent'sche Reihe“ mit bestimmten Potenzstufen, die nacheinander in ansteigenden Potenzen gegeben werden. Heutzutage sind die C30 und die C200 die am häufigsten verordneten Hochpotenzen. Potenzen ab C1 000 sollten nur von erfahrenen Therapeuten angewendet werden.

Q-Potenzen

Q-PotenzenPotenzQQ-Potenzen unterscheiden sich in ihrer Wirkung von Hochpotenzen (Dorcsi 1961, Tiedemann 1965). Ein Vorteil der Q-Potenzen gegenüber Hochpotenzen soll ihre mildere und weniger stürmische Wirkung sein. Sie sollen aber ebenso schnell wirken, und der Heilungsverlauf kann durch die regelmäßige Einnahme beschleunigt werden (Tiedemann 1965) (ORG VI, § 270/A 6 und 7). ErstverschlimmerungenErstverschlimmerung (9.2.1) treten seltener auf und können durch Einnahme in verdünnter Form leicht vermieden werden.
Statt zu Erstverschlimmerungen, wie sie bei Hochpotenzen öfter auftreten, kann es bei Q-Potenzen eher zu SpätverschlimmerungenSpätverschlimmerungQ-Potenzen kommen. Hierbei verstärken sich die bestehenden Symptome nach zwischenzeitlicher Besserung und bei bestehender Therapie. Die Dosis und die Einnahmehäufigkeit sollte reduziert werden, eine Einnahmepause ist zu erwägen.3

3

Handley zeigt, dass Hahnemann bis zuletzt auch flüssige C-Potenzen verwendet hat. Sie schließt daraus, dass der Paragraf 248 in der 6. Auflage des „Organon“ sich nicht, wie gemeinhin angenommen, ausschließlich auf Q-Potenzen, sondern auch auf flüssige C-Potenzen bezieht (Handley 2001, S. 79 f.)

Hahnemann beschreibt die Anwendung der Q-Potenzen in Paragraf 248 des „Organon“ (ORG VI). Seine Angaben über die Menge an Wasser, in der die Q-Potenzen aufgelöst werden, reichen von 8 bis 40 Esslöffel (100–500 ml) Wasser. Diese uneinheitlichen Angaben sorgten dafür, dass sich unterschiedliche Anwendungsformen entwickelt haben. Die hier dargestellte Methode ist gängig und leicht zu handhaben.
Vorgehen
Q-Potenzen werden in der Regel als DilutionDilution in 10- oder 15-Milliliter-Fläschchen angeboten. Einmal täglich oder seltener werden 5–10 Tropfen auf die Zunge gegeben; vor jeder Einnahme wird das Arzneifläschchen 10-mal gut geschüttelt (Tiedemann 1965).
Kommt es bei dieser Einnahmeart zu einer Verstärkung bestehender Symptome, ist die Dosis zu hoch. Dann werden 5–10 Tropfen der Dilution in ein Glas mit 100 Milliliter Leitungswasser oder stillem Mineralwasser gegeben. Aus dieser Auflösung wird nach 10-maligem Umrühren 1 Teelöffel (Plastik) eingenommen. Treten bei dieser Auflösung immer noch Verschlimmerungszeichen auf, kann 1 Teelöffel der ersten Auflösung in ein zweites Glas gegeben werden. Weiter wird wie oben beschrieben verfahren. Gegebenenfalls kann ein drittes Glas verwendet werden.
Ein Fläschchen mit 10 Milliliter Dilution reicht bei einer täglichen Einnahme von 10 Tropfen für knapp 4 Wochen. Begonnen wird mit der Q1, dann folgen die nächsten Potenzstufen Q2, Q3 etc.
Aufgrund der milderen Wirkung und ihrer durch die tägliche Einnahme guten Steuerbarkeit haben sich Q-Potenzen für bestimmte Indikationen als besonders hilfreich erwiesen (Dorcsi 1961, Tiedemann 1965, Lucae 2004).
Besondere Indikationen
  • Krebserkrankungen

  • Palliative Fälle

  • Schwere chronische Erkrankungen

  • Hauterkrankungen

  • Hochakute Fälle

Fallbeispiel 8.6: Hautausschlag

FallbeispielHautausschlag64-jähriger Mann, Hautausschlag seit 1 Jahr. Bereits dermatologische Therapie und Diagnostik ohne langfristige Besserung.
Allgemeinsymptome: Besserung bei Bewegung an frischer Luft, Abneigung gegen Milch, Verlangen nach Fisch.
Befund: Fleckartige Rötungen mit Pusteln, auffällige Symmetrie. Betroffen sind ausschließlich die Streckseiten beider Arme und Beine sowie der Rücken paravertebral. Die Symmetrie ist so auffällig (Dominanz), dass nur diese Rubrik verwendet wird. Alle darin vorkommenden Mittel werden ausgiebig studiert in Bezug auf das restliche Krankheitsbild.
Repertorisation (Phatak, „Homöopathisches Repertorium“)
  • Symmetrisch: Arnica, KaliumBehandlung, homöopathischeRisikenBehandlung, homöopathischeRisiken iodatum, Lac defloratum, Syphilinum, Thyreoidinum

In der „Cyclopeadia of Drug Pathogenesy“ von Hughes findet sich unter Kalium iodatum: Eitrig pustulöse, weit ausgebreitete Hautaffektionen, symmetrisch, v. a. Extensorenseiten.
Verordnung: Kalium iodatumKalium jodatum, Hautausschlag Q1, 10 Trp. morgens auf die Zunge.
Verlauf: Bei Wiedervorstellung nach 2 Monaten ist der Hautausschlag bis auf eine kleine Stelle am Bein verschwunden. Keine erneute Konsultation.

Fallbeispiel 8.7: Einschlafstörung

FallbeispielEinschlafstörungZehnjähriges Mädchen mit Einschlafproblemen seit ca. 7 Jahren. Sie stehe öfters auf, möchte Licht haben, tausend Gedanken gingen ihr durch den Kopf. Sie schlafe erst um 23 Uhr ein, was wegen der Schule zu spät sei. Denke bei Dunkelheit v. a. an Einbrecher, habe nachts immer die Tür auf. Besser, wenn die Eltern da seien. Müsse ständig auf die Toilette. Durchschlafen gut, schläft je nach Einschlafzeit auch bis 10 Uhr morgens.
Schwitzt im Bett schnell an Kopf und Haaren, weniger bei Anstrengung.
Eher ruhiges, introvertiertes Kind. Einmal im Monat Weinen ohne erkennbaren Grund (als ob die Welt untergehe), sage nicht, wieso. Ziehe sich dann in eine Ecke zurück, wolle keinen sprechen. Wisse nicht, warum.
Familienanamnese: Trennung der Eltern, als das Mädchen 3 Jahre alt war. Lebt bei der Mutter, guter Kontakt zum Vater.
Repertorisation nach Kent (MacRepertory)
  • Gemüt – Furcht – Einbrechern, vor

  • Gemüt – grundloses Weinen

  • Gemüt – Trost verschlechtert

  • Gemüt – Abneigung – Gesellschaft – Alleinsein bessert

  • Schlaf – gestört durch Angst vor Einbrechern

Die Angst vor Einbrechern mag für ein Kind nicht ungewöhnlich wirken, ist aber aufgrund der Intensität und vermutlich jahrelangen Dauer von zentraler Bedeutung für die Fallanalyse. Das grundlose Weinen und die deutliche Abneigung gegen Zuwendung sind ebenfalls auffallende Gemütssymptome. Natrium muriaticumNatrium muriaticumEinschlafstörung deckt die Rubriken ab, alternativ werden Sulfur und Ignatia erwogen. Bei Natrium muriaticum findet sich das folgende Originalsymptom: „Er erwacht Mitternachts von Furcht, glaubt es seyen Diebe im Zimmer und getraut sich nicht wieder ins Bett zu gehen (CK, Symptom 1268; Hahnemann 2007). Auch die restliche Symptomatik und die Trennung der Eltern als mögliche Ursache des für Natrium muriaticum charakteristischen chronischen Kummers bestärken in der Mittelwahl.
Verordnung: Natrium muriaticum (chloratum) Q1 (alkoholfreie Lösung), 10 Trp. morgens auf die Zunge.
Verlauf: In den folgenden Wochen deutliche Besserung. Hat so gut geschlafen wie nie zuvor. Sie geht jetzt um 20:30 Uhr ins Bett und schläft die Nacht durch. Verordnung: Natrium muriaticum Q2, danach Q3, 10 Trp. morgens auf die Zunge.
Weiterer Verlauf (5 Monate nach der ersten Verordnung): Zunächst sei es gut gelaufen, das Mittel habe geholfen. Seit zwei Wochen wieder Verschlechterung. Letzte Mitteleinnahme vor ca. sechs Wochen. Verordnung: Natrium muriaticum C200.
Verlauf (8 Monate nach der ersten Einnahme, telefonische Rückfrage bei der Mutter): Eigentlich gehe es gut, das Schlafen habe sich verbessert, ab und zu nächtliches Aufstehen.
Fallanalyse: Die Patientin erhielt täglich 10 Tropfen einer Q-Potenz auf die Zunge. Unter dem Mittel erfolgte eine schnelle Besserung, nach Ende der Einnahme wieder eine Verschlechterung, deshalb wurde die Einnahme in ansteigenden Potenzen mit Q2 und Q3 fortgesetzt. Später wegen einfacher Handhabung und bereits deutlich gebesserter Symptomatik Einzelgabe einer Hochpotenz. Darunter so weit Besserung, dass keine weitere Behandlung gewünscht wurde.

Individuelle Verordnung

Bei einzelnen Patientengruppen und Erkrankungen haben sich bestimmte Potenzstufen und Applikationsformen bewährt (Tab. 8.4).

„Alternative“ Dosierungsverfahren

Dosierungsverfahren, alternativeNeben den Standardmethoden gibt es andere Dosierungsverfahren, die sich teilweise einzelnen Homöopathen zuordnen lassen. Die Unterschiede zu den Standardverfahren reichen von leichten Modifikationen bis zu grundsätzlich anderen Ansätzen. Tab. 8.5 zeigt eine Auswahl.

Geschichtliche Entwicklung der homöopathischen Dosierungsmethoden

Tab. 8.6 gibt einen Überblick über die Ursprünge der oben besprochenen Anwendungen und Dosierungen. Es zeigt sich, dass fast alle Methoden letztlich auf Hahnemann zurückgehen. Ausnahmen: Die D-Potenzen und die hohen Potenzen der Kent'schen Reihe sind Weiterentwicklungen anderer Homöopathen.
Samuel Hahnemann (1755–1843)
Hahnemann, SamuelIm Laufe seiner pharmakologischen und ärztlichen Tätigkeit forschte Hahnemann unablässig nach der besten Methode, homöopathische Arzneien herzustellen und zu verabreichen. Zur Anwendung kamen unverdünnte Arzneien, Arzneiauflösungen, Potenzkaskaden, C- und schließlich Q-Potenzen.
Zu Beginn war sein Hauptanliegen, die toxikologische Wirkung der Arzneien und ErstverschlimmerungenErstverschlimmerung der Symptome als Reaktion der Patienten auf die Arzneigabe zu verringern. Dieses Ziel erreichte er durch eine Verdünnung der Arzneien, kleine Gabenmengen und die Herstellung der C-PotenzenC-PotenzenPotenzC. Die Höhe der gewählten Arzneipotenz war zunächst abhängig von Arznei und Patient. Um 1833 (ORG V) war die C30-Potenz die Normdosis. Die Verabreichung erfolgte oral (1–2 Globuli) oder indem man den Patienten daran riechen ließ.
Ein wichtiges Prinzip war das Auswirkenlassen der Arznei, solange eine Besserung anhielt. Gegebenenfalls wurden in der Zwischenzeit Placebos oder Zwischenmittel verabreicht.
In seinem Buch „Die chronischen Krankheiten“, das im Jahr 1835 veröffentlicht wurde, erwähnt Hahnemann erstmals die Anwendung von PotenzkaskadenPotenzkaskade (CK, Bd. 1, S. 157/A [2. Aufl.], S. 81/A [3. Aufl.]) und die Verabreichung einer Arzneiauflösung von C-Potenzen (CK, Bd. 1, S. 171/A [2. Aufl.], S. 89 [3. Aufl.]). Hahnemann ging von einer Wirkungsverstärkung durch die Auflösung aus. Die Verabreichung erfolgte täglich und nach Bedarf.
Als ein weiteres Prinzip wurde die Modifikation der Arzneiauflösung durch Umrühren empfohlen. Die Lebenskraft des Kranken könne so besser auf die veränderten Arzneireize reagieren.
Q-PotenzenQ-Potenzen PotenzQkamen erstmals 1838 zur Anwendung. Die Prinzipien der Auflösung, Modifikation und täglichen Verabreichung wurden beibehalten, die Arzneiherstellung wurde verändert. Zwischen 1842 und 1843 verwendete Hahnemann Q-Potenzen etwa 680-mal, davon allein 508-mal Sulfur, ca. 500-mal in der Q1- oder Q2-Potenz.
Hahnemann wechselte bis zuletzt zwischen Q- und C-Potenzen, setzte deutlich häufiger C-Potenzen ein und hatte nur eingeschränkte Erfahrungen mit den Q-Potenzen. Die Q-Potenzen waren also für Hahnemann nicht das „Ei des Kolumbus“, das alle Probleme der Praxis hätte lösen können. Er blieb bis zuletzt auf der Suche nach der besten Arzneianwendung und hinterließ mit den Q-Potenzen eine Anregung und Aufgabe, die von anderen Homöopathen erst mit erheblicher Verspätung (3.3.3) weiterverfolgt werden konnte. (Entwicklung der Arzneitherapie ausführlich bei Wischner 2000, Q-Potenz-Anwendung durch Hahnemann bei Oomen 1999.)
Anhänger der Hochpotenzen
HochpotenzenIm Jahr 1844 wurde erstmals von Julius Caspar JenichenJenichen, Julius Caspar berichtet, der sehr hohe handverschüttelte C-Potenzen von der C200 bis zur C16.000 herstellte (Tischner 1998). Diese damals als „Höchstpotenzen“ bezeichneten Arzneien wurden von den homöopathischen Ärzten sehr unterschiedlich aufgenommen. Einige Homöopathen lehnten sie grundsätzlich ab (s. u.), andere berichteten in der „Allgemeinen homöopathischen Zeitung“ über positive Erfahrungen, darunter HeringHering, Constantin (1851) und BönninghausenBönninghausen, Clemens von (1860).
Die Herstellung immer höherer C-Potenzen bis zur C1.000.000 und darüber hinaus setzte sich mit der Entwicklung von PotenziermaschinenPotenzierungmaschinelle fort, vor allem in den USA in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (3.2.3). Als bedeutendster Vertreter dieser Phase maschinell hergestellter Arzneien ist James Tyler KentKent, James Tyler (1849–1916) zu nennen. Ihm waren wie allen Homöopathen des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts die Q-PotenzenPotenzQ Q-Potenzennicht bekannt, da die 6. Auflage des „Organon der Heilkunst“, in der HahnemannHahnemann, Samuel ihre Herstellung beschreibt, bis 1921 von seinen Erben unter Verschluss gehalten wurde (3.3.3). Kent kannte die 5. Auflage des „Organon“, in der Hahnemann die Einmalgabe einer Hochpotenz (meist C 30) und das Auswirkenlassen der Arznei empfohlen hatte. Kent und seine Zeitgenossen orientierten sich daran, verwendeten jedoch auch die damals üblichen, deutlich höheren Potenzen. Die Wirkung der von ihnen verwendeten sehr hohen C-Potenzen wird als länger und intensiver beschrieben.
Kent entwickelte eine feste Abfolge von Potenzstufen (Kent'sche Reihe Tab. 8.3)Reihe, Kent’sche, die bei chronischen Erkrankungen durchlaufen wird. Die Höhe der Potenz zu Beginn, die Häufigkeit und der Abstand zwischen den Arzneiwiederholungen sind abhängig vom individuellen Patienten und von der Art der Erkrankung (8.3.1). In Europa erlebten sowohl die Hochpotenzen als auch die Q-Potenzen in den 1950er-Jahren durch die Schweizer Homöopathen SchmidtSchmidt, Pierre, KünzliKünzli von Fimmelsberg, Jost und VoegeliVoegeli, Adolf eine Renaissance, die bis heute anhält.
Die Anhänger Hahnemanns und der Hochpotenzen bezeichnet man als Vertreter der „klassischen“ oder „genuinen“ HomöopathieHomöopathieklassische. Sie berufen sich in der Regel auf ihre positiven Erfahrungen mit Hochpotenzen bei Mensch und Tier und halten dies für das entscheidende Kriterium, um ihre Anwendung zu rechtfertigen (u. a. Bönninghausen 1848, 1850, 1852, Hering 1851, Schmidt 1985, Voegeli 1988).
Anhänger der Tiefpotenzen
TiefpotenzenDie „Tiefpotenzler“ unter den Homöopathen lehnen die Verwendung von Hoch- und Höchstpotenzen ab. Die „freien Homöopathen“ der Hahnemann-Zeit um Moritz MüllerMüller, Moritz (1784–1849) und Ludwig GrießelichGrießelich, Ludwig (1804–1848), die ihr Sprachrohr in der Zeitschrift „Hygea“ hatten, akzeptierten noch die C30 und lehnten die höheren Potenzen (s. o.) grundsätzlich ab. Die Grenze der Ablehnung von Hochpotenzen verschob sich später, in den 1880er-Jahren, weiter nach unten in Richtung der tiefen D-Potenzen. Seit 1865 war die Loschmidt-KonstanteZahl, Loschmidt’sche bekannt, die deutlich gemacht hatte, dass in Potenzen über C12 oder D23 – wenn überhaupt – nur noch wenige Moleküle der AusgangssubstanzArzneiAusgangssubstanz vorhanden sein können.
Mit der Zunahme naturwissenschaftlicher Kenntnisse strebten Anhänger dieser Richtung nach einem pathophysiologischen Verständnis der Wirkung homöopathischer Arzneien und hegten den Wunsch nach einer Annäherung an die Schulmedizin und an die aufstrebenden Naturwissenschaften. Die Arzneiverordnung richtete sich v. a. nach organpathologischen Kriterien.
Der Einfluss dieser Sichtweise wurde in Deutschland ab 1840 stetig größer. Sie hatte ihre Blütezeit ab der Jahrhundertwende bis in die frühen 1950er-Jahre. Als wichtige Vertreter gelten Alfons StiegeleStiegele, Alfons (1871–1956), Julius MezgerMezger, Julius (1891–1976) und Hans WaplerWapler, Hans (1866–1951), der 1896 den Begriff der „naturwissenschaftlich-kritischen“ HomöopathieHomöopathienaturwissenschaftlich-kritische prägte. Eine ausführliche Übersicht über diese Richtung gibt Rudolf Tischner (1998), ein anschauliches Beispiel zur Stellung der „Tiefpotenzler“ zu Hochpotenzen findet sich bei Heinz Schoeler (1950).
Pluralismus der Gegenwart
Gegenwärtig werden alle oben beschriebenen Verfahren nebeneinander angewendet. Das homöopathische Therapiesystem wird immer verzweigter: Einzelne Homöopathie-Schulen bevorzugen bestimmte Verschreibungsformen, Fortgeschrittene wählen teilweise andere Potenzen als Anfänger oder Laien. Für die individuelle Behandlung des Patienten gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Arzneien, Potenzreihen und Potenzstufen.

Literatur

schwer,

Die z. T. schwer zugänglichen Artikel aus der älteren Literatur von Bönninghausen und Kent finden sich in den Sammelbänden von Gypser („Bönninghausens Kleine medizinische Schriften“, „Kent's Minor writings on homoeopathy“).

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M. Wischner Kleine Geschichte der Homöopathie 2004 KVC Essen

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