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B978-3-437-56353-9.00015-3

10.1016/B978-3-437-56353-9.00015-3

978-3-437-56353-9

Nieren und ableitende Harnwege

Ulrich Zenker

  • 15.1

    Infektbedingte Erkrankungen350

    • 15.1.1

      Akute und rezidivierende Zystitis350

    • 15.1.2

      Pyelonephritis354

  • 15.2

    Nierensteine, Nierenkolik357

Infektbedingte Erkrankungen

Akute und rezidivierende Zystitis

Zystitis Blasenentzündung s. Zystitis

Definition: Aszendierende, meist bakterielle Infektion (80–90 % E. coli). Frauen häufiger betroffen (leichtere Keimaszension wegen kürzerer weiblicher Harnröhre).

Symptomatik: Schmerzen bei der Miktion, gehäufter, u. U. zwingender Harndrang. Gelegentlich sichtbares Blut im Urin. Selten Fieber oder andere Allgemeinsymptome.

Therapeutische Strategie
Zystitiden erzeugen meist wegen der Intensität der Lokalsymptomatik großen Leidensdruck. Unabhängig davon, dass es sich oft um unkomplizierte Entzündungen handelt, sieht der Arzt i. d. R. einen stark fordernden Patienten vor sich, was wiederum den Handlungsdruck auf den Arzt erhöht.
Ist die alleinige homöopathische Therapie nicht erfolgreich, so ist – um die Einnahme von Antibiotika zu vermeiden – ein Behandlungsversuch mit bewährten naturheilkundlichen Mitteln (s. u.) gerechtfertigt.
Bei den therapeutischen Überlegungen muss primär zwischen der unkomplizierten, der komplizierten und der rezidivierenden Zystitis unterschieden werden.
Unkomplizierte Zystitis
Bei unkomplizierter Zystitis führt die homöopathische Behandlung bei richtiger Mittelwahl rasch zur Beschwerdefreiheit. Zu beachten ist allerdings, dass zwar oft die Beschwerden verschwinden, der Infekt jedoch u. U. noch in der Urinkultur laborchemisch nachweisbar ist. Es droht dann evtl. ein Rückfall oder eine Chronifizierung. Es ist deshalb meist sinnvoll, der Behandlung einer akuten, unkomplizierten Zystitis (v. a. im Rezidivfall) eine homöopathische Konstitutionstherapie folgen zu lassen.
Komplizierte Zystitis
  • ZystitisZystitis beim Mann.

  • Fieberhafte Zystitis.

  • Zystitis mit Blasenentleerungsstörung, insbesondere Restharnbildung.

  • Zystitis bei liegendem Fremdkörper in der Blase.

  • Zystitis mit Harnstauungsniere, Zystitis mit gleichzeitiger Steinerkrankung (Infektsteine).

Bei komplizierten Zystitiden ist die Kooperation des erfahrenen Homöopathen mit dem Urologen selbstverständlich. Eine fachärztliche diagnostische Abklärung zum Ausschluss anderer Erkrankungen (Prostataadenom, Blasentumor o. Ä.), ist in jedem Fall anzuraten. Ist der Blaseninfekt z. B. das Symptom eines Prostataadenoms (16.3.2), so kann die homöopathische Behandlung des Adenoms zur Infektfreiheit führen.
Rezidivierende Zystitis
Bei rezidivierender Zystitis ist eine fachärztliche Abklärung ebenfalls erforderlich. Wird keine organische Ursache gefunden, ergibt sich eine gute Indikation für eine homöopathische Konstitutionstherapie.
Homöopathische Behandlung
Erfahrungsgemäß gelingt die Behandlung der akuten, subjektiven Beschwerden leichter als die tatsächliche Ausheilung des Infektes, unter Umständen sind weiterhin Bakterien, Blut, Leukozyten etc. im Urin nachweisbar. Treten die Symptome nach kurzzeitiger Beschwerdefreiheit erneut auf, muss nach klassisch homöopathischen Gesichtspunkten ein neues Mittel gesucht werden, ebenso wenn die Symptome sich nicht innerhalb der ersten zwölf Stunden eindeutig bessern, da zumindest bei unkomplizierter Zystitis von einem guten und eindeutigen Ansprechen des Organismus auf das richtige homöopathische Medikament ausgegangen werden kann.
Wahl der Symptome
SymptomenwahlZystitisDie Leitsymptome der Erkrankung (Dysurie, Pollakisurie, Algurie) sind zur Mittelfindung nur bedingt geeignet, da die entsprechenden Rubriken in den Repertorien zu groß sind. Selbst die Berücksichtigung der SchmerzenZystitisSchmerzqualität (meist brennend, drückend oder schneidend) hilft ohne nähere Charakterisierung meist nicht weiter. Die Urinbeschaffenheit mag in manchen Fällen auf ein Mittel hindeuten (z. B. rotes Ziegelmehlsediment bei Lycopodium), da sie aber stark von der Trinkmenge abhängt, wird die Urinsymptomatik allenfalls zur Bestätigung eines Mittels und weniger als Hilfe bei der Mittelsuche empfohlen.
Nützlicher bei der Symptomenwahl sind:
  • Schmerzort: z. B. Blase, Unterbauch, Harnröhre, Vagina, Blasenhals.

  • Schmerzausstrahlung: Diese kann ausschlaggebend für die Mittelwahl sein, z. B. von der Blase zu Niere, Harnröhre, Hoden, Mammae, Oberschenkel, Steißbein.

  • Zeitpunkt des Auftretens des Schmerzes: z. B. vor, während, gegen Ende oder nach der Miktion oder auch zu bestimmten Tages- oder Nachtzeiten.

  • Blutungen aus Harnröhre: mit ihrer genauen Differenzierung, z. B. während oder nach der Miktion, im Urin gelöst oder als einzelner Tropfen.

  • Kalorik des Patienten: allgemein verfrorene oder überwärmte Patienten, evtl. Besserung durch warme Anwendungen.

  • Missempfindungen der Blase bzw. Harnröhre: z. B. Kälte, Hitze, Kribbeln, Pulsieren.

  • Kausalität: z. B. nach Verkühlung, Durchnässung, Geschlechtsverkehr.

Gerade bei monoformen Krankheitsbildern wie z. B. der Zystitis kann ein auffallendes, charakteristisches Symptom, evtl. sogar aus einem anderen Bereich als der Blase, die Arzneiwahl entscheiden.

Miasmatische Zuordnung
Die einfache akute Blasenentzündung ist psorischer Natur. Aashafter, fauliger oder muffiger Uringeruch ist ein Hinweis auf die Tuberkulinie. Scharfer, brennender, wund machender Urin ist sykotisch. Da rezidivierende Blasenentzündungen auch im Rahmen von schwereren Grunderkrankungen vorkommen, ist in diesen Fällen von einer multimiasmatischen Belastung auszugehen.
Repertorium
RepertorisationZystitisErkrankungsrelevante Hauptsymptome beziehen sich im Repertorium auf die Blasenentleerung, auf die begleitende Schmerzsymptomatik sowie auf die veränderten Urinqualitäten.
Bei rezidivierender Zystitis treten die Akutsymptome eher in den Hintergrund. Wesentlich hilfreicher sind Rubriken zur Kausalität, zur Kalorik, zu begleitenden Gemütssymptomen oder zu Allgemeinsymptomen.

Diagnosebezogene Rubriken

Blase – Schmerz // Urinieren – während/nach
Blase – Harndrang // häufig
Blase – Schmerz (mit Unterrubriken zu Schmerzqualität, Modalitäten, Ausstrahlung)
Harnröhre – Schmerz (mit Unterrubriken zu Schmerzqualität, Modalitäten, Ausstrahlung)
Urin // blutig – letzter Teil // gallertartig, klumpig
Urin – Geruch // übel riechend // faulig //säuerlich //scharf //intensiv – nach Urin/wie Pferdeharn etc.
Urin – Sediment // rot // ziegelfarben

Weitere Rubriken

Blase // Harnentleerung – Dysurie – entzündlich // Harnretention – entzündlich // Schmerzen – Drücken, Druck in der – Zystitis, bei
Blase – Entzündung (151) // Blasenhals // chronisch // Entbindung, nach der // Fieber, mit // Frauen – frisch verheiratet // Gonorrhoe, durch // Kopfschmerzen, mit // Menses – vor und während der // Menses – während der, amel. // Menses – Unterdrückung der – nach // Operationen, nach // rezidivierend // Schmerz – mit heftigem, und fast reinem Blut // Schwangerschaft, während der // Verkühlung, durch // Entzündung – Verletzungen, nach
Dosierung, Verlaufsbeurteilung, Prognose
Zur Dosierung 6.2, 6.3, 6.4, 6.5.
Die richtige Verordnung führt bei akuter, unkomplizierter Zystitis zur zügigen Ausheilung des Infekts. Die entscheidenden Verlaufsparameter sind dabei zu Beginn die subjektiven, dominierenden Symptome des Patienten (z. B. Dysurie, Pollakisurie). Im weiteren Verlauf wird sich zeigen, ob sich auch Urinbakteriologie und Urinstix normalisieren. Ist dies trotz Beschwerdefreiheit auch noch nach einigen Tagen nicht der Fall, muss ein weiteres Mittel verordnet werden.

Sollten im Verlauf der akuten Zystitis Schüttelfrost, Fieber, Nieren- bzw. Rückenschmerzen auftreten, dürfen diese auf keinen Fall als mögliche Erstverschlechterung fehlgedeutet werden. Wegen drohender Komplikation (Pyelonephritis) muss sofort neu verordnet werden.

Rezidivierende Harnwegsinfekte können gemäß den Prinzipien zur Behandlung chronischer Krankheiten mehrere Mittel erforderlich machen. Dabei kann bzw. muss die konstitutionell homöopathische Therapie im Falle eines zwischenzeitlich auftretenden Rezidivs durch eine Akuttherapie unterbrochen werden. Wichtig bei rezidivierenden Zystitiden ist, dass auch bei korrekter homöopathischer Behandlung nicht sofort mit einem vollständigen Verschwinden der Blasenentzündungen zu rechnen ist. Schon das seltenere Auftreten und/oder der kürzere und leichtere Verlauf weisen auf die richtige homöopathische Behandlung hin. In solchen Fällen hat sich die Gabe von Q-Potenzen bewährt.
Insgesamt ist die Prognose bezüglich einer kompletten Heilung sehr günstig und sollte je nach bisheriger Erkrankungsdauer in einigen Wochen bis Monaten abgeschlossen sein. Allerdings ist der Weg zum Simillimum nicht immer ganz einfach. Mit schnellen Verordnungen „nach bewährten Indikationen“ erreicht man evtl. Symptomfreiheit, aber keine Infektfreiheit (= Heilung).
Unterstützende Maßnahmen
Eine sinnvolle Ergänzung zur homöopathischen Behandlung ist die Verordnung von pflanzlichen Harnwegsdesinfizienzien (z. B. Bärentraubenblätter- oder Meerrettichextrakt) und Aquaretika (z. B. Goldrute, Birkenblätter, Hauhechel) sowie die Durchführung von Zinnkrautsitz- oder Dampfbädern.
Wichtige homöopathische Arzneimittel und ihre Differenzierung

!!! Acon., Apis., Bell., Berb., Cann-s., Canth., Dulc., Puls., Sars., Sep.
!! Cop., Equis-h., Lyc., Nit-ac., Nux-v., Petros., Staph., Tub., Benz-ac.
! Arn., Dig., Hep., Ter.

Causa
  • Zystitiden nach Verkühlung oder Durchnässung erfordern häufig Aconitum, Apis, Dulcamara, Pulsatilla oder Sarsaparilla, wobei Aconitum Fieber und einen raschen Krankheitsverlauf entwickelt. Apis zeigt zum Fieber große Unruhe und kann kaum sitzen, oft ist der Urin blutig in Klumpen. Auch bei Kindern ist häufig Apis angezeigt, v. a. bei gleichzeitigem Harnverhalt.

  • Pulsatilla#PulsatillaZystitis zeigt ein Hitzegefühl in der Blase, häufig tritt die Blasenentzündung vor, während oder nach den Menses auf.

  • Dulcamara#DulcamaraZystitis ist oft begleitet von tropfenweiser Inkontinenz.

  • Bei Sarsaparilla besteht ein Kältegefühl in der Blase, was zu einer Verkrampfung führt, so dass trotz Harndrang der Urin zunächst nur verzögert abgeht. Typischerweise bestehen Schmerzen am Ende und nach der Miktion.

  • Entzündungen nach Geschlechtsverkehr, Operationen oder Entbindung verlangen Staphisagria, in zweiter Linie Arnica.

Schmerzcharakteristika
  • Werden die Schmerzen in der Blase angegeben, so kommen u. a. Lycopodium, Sepia oder Berberis infrage, während Cantharis, Pulsatilla, Nux vomica und Cannabis sativa (Urethra empfindlich auf Druck, kann nur breitbeinig gehen) häufiger bei Schmerzen in der Harnröhre oder dem Blasenhals angezeigt sind. Dabei zeigt Berberis eine häufige und typische Verschlechterung bei Bewegung, was auf Lycopodium und Sepia nicht zutrifft.

  • Cantharis#CantharisZystitis gibt man typischerweise bei heftigsten, brennenden Schmerzen vor und während der Miktion, die in die Harnröhre ausstrahlen. Es besteht auch ein Hitzegefühl der Harnröhre und Blase mit Einschnürung der Harnröhre. Die Schmerzen sind so intensiv, dass sogar Angst davor besteht, die Blase zu entleeren (auch Aconitum, Digitalis, Borax). Auch bei Pulsatilla#PulsatillaZystitis besteht Hitzegefühl, die Schmerzausstrahlung erfolgt aber Richtung Becken und Oberschenkel (wie auch bei Berberis). Während der Miktion tritt ein Gefühl der Zusammenschnürung in der Harnröhre auf.

  • Nux vomica#Nux vomicaZystitis hat viele Beschwerden nachts oder morgens, die Beschwerden werden eher in der ganzen Harnröhre und vom Charakter als wund oder juckend empfunden, dabei besteht das Verlangen nach warmen Anwendungen.

Missempfindungen
  • Kribbeln, Ameisenlaufen, Schweregefühl bei Lycopodium und Sepia, dazu bei Sepia die Empfindung einer Kugel und das Gefühl, die Blase fällt auf die Seite, auf der man liegt. Dies trifft auch auf Pulsatilla zu, hier wird die Blase eher als geschwollen empfunden.

  • Eine typische Missempfindung von Thuja#ThujaZystitis ist die einer Schnur in der Harnröhre.

  • Bei Petroselinum#PetroselinumZystitis findet sich ein heftiges Beißen und Jucken in der Harnröhre, sodass das Verlangen besteht, die Harnröhre mit einem rauen Gegenstand zu reiben.

  • Equisetum hyemale#Equisetum hyemaleZystitis hat neben den gängigen Zystitisbeschwerden das auffällige Symptom, dass sich die Beschwerden der Blase bessern, je voller die Blase ist.

  • Krampf, Kontraktion oder Einschnürungsgefühl findet man bei vielen Mitteln, allen voran bei Berberis, Nux vomica und Cantharis.

  • Ein Pulsieren der Blase findet sich u. a. bei Belladonna (mit Hitze und kalten Extremitäten) und bei Digitalis (mit Schwellungs- und Auftreibungsgefühl, vergeblichem oder spärlichem Harndrang mit Fieber und Schweiß). Dazu kommt bei Digitalis die Empfindung eines in der Harnröhre festsitzenden Strohhalms oder Holzstückes.

Urinveränderungen
  • Bei blutiger Zystitis denke man zunächst wieder an Cantharis und Sarsaparilla, aber auch an Pulsatilla oder Ipecacuanha (nach Erkältung, mit Druck in der Blase beim Husten).

  • Für Nitricum acidum#Nitricum acidumZystitis und Benzoicum acidum#Nitricum acidumZystitis ist der intensive Uringeruch („kräftig“, „faulig“, wie Pferdeharn) charakteristisch.

  • Uringeruch nach Veilchen findet sich bei Copaiva#CopaivaZystitis und Terebinthiniae#TerebinthiniaeZystitis.

  • Blutiger Urin findet sich besonders bei Pulsatilla#PulsatillaZystitis, Sarsaparilla#SarsaparillaZystitis (Blut gemischt mit Eiter) und Hepar sulfuris#Hepar sulfurisZystitis (der letzte Teil des Urins ist blutig oder nach dem Urinieren fließt reines Blut aus der Harnröhre).

Pyelonephritis

Pyelonephritis Nierenbeckenentzündung

Definition: Nierenbecken- und Nierenentzündung, als akute Pyelonephritis entwickelt sie sich meist durch das Aufsteigen von bakteriellen Erregern (meist E. coli) einer Blasenentzündung in das Nierenbecken.

Symptomatik: stark beeinträchtigtes Allgemeinbefinden, Fieber > 38 °C, Übelkeit und Erbrechen, Rücken- oder Flankenschmerzen, evtl. paralytischer Ileus.

Therapeutische Strategie
Die akute Pyelonephritis ist eine schwere Erkrankung mit starker allgemeiner Beeinträchtigung (Schmerzen, Fieber etc.). Aus schulmedizinischer Sicht ist sie antibiotikapflichtig. Eine eitrige Nierenbeckenentzündung kann aber auch mit homöopathischen Medikamenten behandelt werden. Dies sollte aber ausschließlich dem erfahrenen Behandler vorbehalten bleiben.
Ziel der homöopathischen Behandlung ist die Ausheilung des Infektes, welcher i. d. R. von der Blase aszendiert ist. Auch hier gilt wie bei der Zystitis (15.1.1): Wenn der Patient nach Behandlung beschwerdefrei, aber noch nicht infektfrei ist, d. h. immer noch Bakterien im Urin nachweisbar sind, war das ursprüngliche Mittel noch nicht das beste. Die weitere „Akuttherapie“ gestaltet sich dann zwar wegen fehlender Symptome vonseiten der Niere oft schwierig, es kann aber rasch auf homöopathische Konstitutionstherapie unter Berücksichtigung anderer anamnestischer Daten des Patienten ausgewichen werden.

Die fachärztlich urologische Untersuchung zur Diagnosesicherung und Ursachenabklärung ist in jedem Fall notwendig, v. a. um komplizierende und infektunterhaltende Ursachen wie beispielsweise Steine oder Harnstauungsniere, auszuschließen.

Homöopathische Behandlung
Bei hochakuter PyelonephritisAkuttherapiePyelonephritis genügt es nicht, die Lokalsymptome (Schmerzen, Urinveränderungen) zur Mittelfindung heranzuziehen. Da oft die Allgemeinsymptome einer fieberhaften Infektion (Schmerzen, Fieber, Frost, Abgeschlagenheit etc.) im Vordergrund stehen, muss der gesamte Zustand des Patienten erfasst und mögliche Ursachen eruiert werden. Ist ein passendes Arzneimittel gefunden und verabreicht, sollte davon ausgegangen werden, dass diesem noch weitere nachfolgen müssen, um eine komplette Ausheilung zu erreichen. Dabei können auch kleine Veränderungen im Symptomenbild des Patienten ausschlaggebend sein.
Wahl der Symptome
SymptomenwahlPyelonephritisDie Wahl der Symptome stützt sich ähnlich wie bei der Behandlung der akuten Zystitis (15.1.1) auf Causa, Miktionsauffälligkeiten (z. B. Schmerzen, Blutung), Missempfindungen der Blase.
Zusätzlich müssen folgende Punkte besonders beachtet werden:
  • Allgemein- und Begleitsymptome: der meist hoch fieberhaften Erkrankung wie Frost, Fieber, Schweiß, evtl. Delirium, Apathie oder andere, psychische Auffälligkeiten, auffälliges Trink- oder Essverhalten, Übelkeit, Diarrhoe, Erbrechen, Gliederschmerzen.

  • SchmerzenPyelonephritisSchmerzqualitäten und -modalitäten: falls diese auffällig sind, z. B. Liegen auf der schmerzhaften Seite bessert, Druck bessert, Bewegung bessert oder verschlechtert, kalte oder warme Umschläge werden verlangt.

  • Schmerzlokalisation und -ausdehnung: z. B. Nierenschmerz links- oder rechtsseitig, Schmerzen erstrecken sich von der Niere in das Abdomen, die Hüfte, die Leiste, die Oberschenkel.

Miasmatische Zuordnung
Die meisten Nierenbeschwerden entstehen auf einer tuberkulinischen Grundlage. Entzündungen der Blasenschleimhaut sind Hinweis auf eine Sykosis II (3.4.2) oder eine Verbindung von Sykosis und Tuberkulinie. Bei bindegewebigen Veränderungen der Nieren liegt fast immer eine Sykosis zugrunde.
Repertorium
RepertorisationPyelonephritisIm Repertorium finden sich etliche Rubriken zur Nierenentzündung, die jedoch nur teilweise zielführend sind, z. B. Nieren – Entzündung. Zur genauen Arzneimitteldiagnostik sollten neben den Rubriken zu fieberhaften Erkrankungen unbedingt die Rubriken zur Zystitisbehandlung berücksichtigt werden. Besonders wichtig sind die Rubriken zur Schmerzsymptomatik.
Wichtig: Viele der möglichen Modalitäten oder die Schmerzausstrahlung sind nicht im Kapitel „Niere“ unter „Schmerzen“ aufgeführt. Findet sich eine entsprechende Rubrik bei „Rücken – Schmerz“ (am besten Lumbalregion), kann diese synonym verwendet werden. Für die Behandlung müssen auch die Rubriken zu den Allgemeinsymptomen (z. B. Fieber, Frost, Schweiß, Schwäche, Verlangen nach oder Abneigungen gegen Getränke oder Speisen) sowie auffällige psychische Symptome berücksichtigt werden (z. B. Delirium, Apathie). Auch die Begleitsymptome, die sich in den entsprechenden Rubriken finden (z. B. Kopf, Magen, Rektum) können wahlanzeigend sein, wenn sie auffallend sind (z. B. bestimmte Kopfschmerzen, Übelkeit, Diarrhoe).

Nieren – Entzündung // Ausdehnung zu den Beinen // blutig, tintenartig, mit eiweißhaltigem Urin // Bronchitis, mit // Durchnässung, durch // Eiterung, durch // eitrig // Erbrechen, mit // hämorrhagisch // Hautausschlägen, nach // Herz- und Leberbeschwerden, mit // Hydrops, mit // Krankheit, nach akuter // langsam // Nephritis, bei // parenchymatös – chronisch // Pneumonie, mit // Pyelonephritis – chronisch // Pyelonephritis // rechts // rezidivierend // Rheumatismus, mit // Scharlach, durch // Schwangerschaft, während der // urämischen Symptomen, mit // Verkühlung, durch // Verletzung, durch

Nieren – Schmerz // rechts/links // begleitet von Erbrechen // Bewegung agg. // Husten, beim // reißend – ausstrahlend // Schmerz – begleitet von – Steifheit der Oberschenkel

Dosierung, Verlaufsbeurteilung, Prognose
Zur Dosierung 6.2, 6.3, 6.4, 6.5.
Im hochakuten Stadium der Pyelonephritis orientiert sich die Verlaufsbeurteilung hauptsächlich am Lokalbefund (Schmerzen) und den Allgemeinsymptomen (Fieber, Schwäche etc.). Dabei ist zu beachten, dass einer Besserung des psychischen Zustands i. d. R. eine Besserung der Allgemeinsymptome und der Schmerzen folgen wird. Solange eine Besserung nach einer homöopathischen Mittelgabe anhält ist es wichtig, diese nicht zu wiederholen. Q-Potenzen können den Heilungsverlauf begünstigen.

Im Behandlungsverlauf der Pyelonephritis ist mit Arzneimittelwechseln zu rechnen, das bedeutet, Veränderungen in der Symptomatik sollten aufmerksam verfolgt werden. Ein Wechsel sollte jedoch erst erfolgen, wenn über einen angemessenen Zeitraum (bei hochakuten Zuständen z. B. mehrere Stunden) keine weitere Verbesserung einsetzt oder wenn sich der Zustand des Patienten wieder verschlechtert.

Nach Abklingen der heftigen Krankheitserscheinungen und subjektiver Restitutio ad integrum sollten unbedingt die Laborparameter kontrolliert werden. Persistiert z. B. die Bakteriurie, sollte – im Rahmen einer homöopathischen Konstitutionstherapie – die homöopathische Behandlung bis zur vollständigen Heilung fortgesetzt werden.
Prognose: Im Gegensatz zur schulmedizinischen Meinung sind hochentzündliche Erkrankungen (z. B. auch Pneumonie, 10.1.2) sehr gut homöopathisch behandelbar. Bei korrekter Handhabung sind die Heilungsverläufe ähnlich schnell wie mit Antibiotika, und die Ausheilung gelingt vollständig. Die Voraussetzung hierfür ist eine umfangreiche Kenntnis der Methode. Besteht bezüglich des Vorgehens Unsicherheit, sollte die akute Pyelonephritis zum Wohle des Patienten antibiotisch behandelt werden.
Unterstützende Maßnahmen
Wie bei der Zystitis haben auch hier Phytopharmaka mit desinfizierender und diuretischer Wirkung große Bedeutung; zudem ist auf Schonung und Ruhe (u. U. Bettruhe !) zu achten, um einen positiven Heilverlauf zu gewährleisten.
Wichtige homöopathische Arzneimittel und ihre Differenzierung
Wie oben erwähnt, soll die Beschreibung einiger häufig bei Pyelonephritis angezeigter Arzneimittel nicht dazu verleiten, eitrige Nierenbeckenentzündungen ohne das entsprechende Grundwissen „anzubehandeln“. Es handelt sich im Folgenden um eine Übersicht zur Veranschaulichung der therapeutischen Möglichkeiten und Vielfalt.

!! Apis., Ars., Benz-ac., Berb., Dulc., Nux-v., Par., Senec., Ter.

Causa
Nierenentzündung durch Erkältung verlangt nach Apis, Dulcamara, Kalium carbonicum oder Terebinthinae.
Seitenbezug
  • Apis#ApisPyelonephritis zeigt eine rechtsseitige Entzündung mit Schmerzen entlang des Harnleiters, agg. beim Bücken.

  • Kalium carbonicum #Kalium carbonicumPyelonephritishat linksseitige Entzündung mit Frösteln, v. a. morgens.

  • Ebenfalls linksseitige Symptome zeigt Benzoicum acidum#Benzoicum acidumPyelonephritis, das am ehesten bei chronischer Pyelonephritis angezeigt ist.

Modalitäten
  • Terebinthiniae#TerebinthiniaePyelonephritis ist angezeigt, wenn sich die Beschwerden durch Bewegung bessern und die Infektion nach Erkrankung der Atemwege auftritt; unter Umständen ist der Urin blutig.

  • Verschlechterung der Schmerzen beim Husten oder Niesen kann ein Hinweis auf Arsenicum sein, begleitendes Erbrechen weist am ehesten auf Nux vomica, v. a. bei Erstreckung der Schmerzen bis in die Oberschenkel.

  • Belladonna ist Mittel der Wahl bei hochakuter Entzündung mit Schmerzverschlimmerung durch jede Erschütterung oder Niesen.

  • Berberis#BerberisPyelonephritis kommt ebenfalls bei Verschlechterung im Liegen infrage, aber auch bei Bewegung und bei Erschütterung, die Schmerzausstrahlung geht oft in alle Richtungen (Abdomen, Harnleiter, Blase, Oberschenkel, Knie, Wade); Besserung tritt ein in Knie-Ellenbogen-Lage und im Stehen. Ähnliche Modalitäten zeigt auch Pareira#PareiraPyelonephritis, was v. a. bei linksseitiger, chronischer Pyelonephritis angezeigt ist (bei rechtsseitiger chronischer Pyelonephritis Senecio aureus).

PolychrestePolychrestPyelonephritis wie Aurum, Sulfur, Silicea, Lycopodium, auch Hepar sulfuris oder Mercurius, die häufig bei entzündlichen Erkrankungen zum Einsatz kommen, zeigen im Bereich der Niere wenig repräsentative Symptome und können daher allenfalls bei chronischen Leiden empfohlen werden, wenn andere Auffälligkeiten auf eines dieser Mittel hinweisen.

Nierensteine, Nierenkolik

Definition: Urolithiasis, Nephrolithiasis, Steinbildung im Hohlsystem der Nieren und ableitenden Harnwege, die z. B. durch folgende Faktoren begünstigt wird: Bakterien, Harntransportstörungen (Ureterabgangsenge, Restharnbildung), Hyperurikämie oder ein primärer Hyperparathyreoidismus.

Symptomatik: Häufig symptomlos (solange die Steine sich nicht bewegen); starke bis stärkste, kolikartige Schmerzen (bei Steinmobilisation), u. U. mit Erbrechen, Stuhl- und Windverhalten.

Therapeutische Strategie
Die Behandlung der häufig sehr heftigen SchmerzenSchmerzenNierenkolik ist sowohl in der schulmedizinischen als auch homöopathischen Therapie die Erstmaßnahme bei symptomatischer Nieren- bzw. Harnleitersteinerkrankung. Erstes Ziel ist der spontane Abgang des die Kolik verursachenden Konkrements. Daran schließt sich die Metaphylaxe an, d. h. Maßnahmen zur Verhinderung eines erneuten Auftretens von Nierensteinen. Dies kann auch mittels einer homöopathischen Behandlung erfolgen.
Sollte die Schmerzfreiheit mit Homöopathika nicht erreicht werden, ist es sinnvoller, Analgetika und Spasmolytika zu geben. Unabhängig davon, wie die Schmerzfreiheit erreicht wurde, sollte sich an die abgelaufene Kolik eine homöopathische Konstitutionstherapie anschließen (auch bei bisher asymptomatischen Steinleiden). Aus homöopathischer Sicht kann dabei auf chirurgische oder medikamentöse Maßnahmen zur Steinentfernung bzw. Auflösung verzichtet werden. Zu beachten ist allerdings, dass ein über längere Zeit nicht abgehendes Konkrement eine Nierenfunktionsstörung, unter Umständen eine „stumme Niere“ mit irreversiblem Verlust der Nierenfunktion zur Folge haben kann. Da dies auch passieren kann, ohne dass erneut Beschwerden auftreten, ist eine engmaschige fachärztliche Begleitung unerlässlich.
Homöopathische Behandlung
Die alleinige homöopathische Behandlung einer akuten Nierenkolik erfordert einen schnellen und sicheren Blick für die im homöopathischen Sinne auffallenden Symptome und die gute Kenntnis der dafür infrage kommenden Mittel.

Die SchmerzenSchmerzenNierenkolik bei einer heftigen Nierenkolik gehören zu den stärksten überhaupt und erfordern rasches Handeln.

Wahl der Symptome
SymptomenwahlNierenkolikDie Wahl der Symptome stützt sich in erster Linie auf die dominierenden Lokalsymptome (Schmerzen mit Modalitäten, Lateralität, Schmerzausstrahlung, evtl. Urinbefund), die psychische Reaktion des Patienten (z. B. Unruhe, Angst, Zorn, Weinen, Delirium) und auf Begleitsymptome wie Übelkeit, Erbrechen, Zittern usw. Wenn eindeutig eruierbar, kann auch die Causa eine entscheidende Rolle bei der Arzneiwahl spielen.
Miasmatische Zuordnung
Nieren- und Blasensteine weisen auf die Sykosis hin.
Repertorium
RepertorisationNierenkolikDie Hauptrubrik für die Nierenkolik findet sich im Kapitel „Niere“: Nieren – Schmerzen – allgemein – Kolik (59) mit den entsprechenden Unterrubriken.
Im Kapitel „Urin“ unter dem Stichwort „Sediment“ finden sich weitere Rubriken, welche die jeweiligen Konkremente genauer beschreiben, was im Akutfall wenig hilfreich ist, für die konstitutionelle Behandlung aber durchaus große Bedeutung hat.
Besonders wichtig für die Verschreibung sind die Rubriken zu Schmerzlokalisation, -ausbreitung und -modalität. Diese finden sich im Kapitel „Niere“ unter der Rubrik „Schmerz“. Wie bei der Pyelonephritis muss bei Nierenkolik immer daran gedacht werden, dass entsprechende Modalitäten oder die Schmerzausstrahlung, sofern sie im Kapitel „Niere“ nicht auffindbar sind, evtl. im Kapitel „Rücken – Schmerz“ gefunden werden können.
Im Repertorium finden sich weit verstreut viele Rubriken für Begleitsymptome bei Kolik, die auch bei einer Nierenkolik verwendet werden können.

Diagnosebezogene Rubriken

Nieren – Schmerzen – allgemein – Kolik // links //rechts // Schmerzen – allgemein – Kolik – Erbrechen, mit // Glans, drücken, amel. // Gliederschmerzen, mit // Grieß // Hämaturie, mit // Harnentleerung, reichliche, amel. // Intervallbehandlung zwischen den Anfällen // Kindern, bei
Urin – Sediment // Kalziumoxalat // Phosphate // Sand

Schmerzlokalisation, -ausbreitung und -modalität

Niere – Schmerz // rechts // links // erstreckt sich – Blase // erstreckt sich – Hoden // erstreckt sich – Hüfte // erstreckt sich – Oberschenkel // Bewegung, agg. // Husten, beim

Begleitsymptome

Gemüt – Weinen – Kolik, bei
Gesicht – Verfärbung – rot – Kolik, während
Magen – Erbrechen – allgemein – Krämpfen, Kolik, mit
Abdomen – Angstgefühl im – Kolik, bei – bei Kindern
Brust – Herzklopfen – Kolik, bei
Allgemeines – Kälte – Krämpfe, Kolik, bei
Dosierung, Verlaufsbeurteilung, Prognose
Zur Dosierung 6.2, 6.3, 6.4, 6.5.
Koliken lassen sich oft mit Homöopathika gut beeinflussen. Bei der hochakuten Nierenkolik sollte eine Besserung innerhalb weniger Minuten evident sein. Bleibt eine Besserung aus, ist das Mittel falsch gewählt. Eine zweite Verschreibung ist gerechtfertigt, falls die Symptomatik nicht zu stark ist (sonst müssen Spasmolytika gegeben werden).
Bei Dauerschmerzen sollte eine Vorstellung beim Facharzt erfolgen, um eine Nierenbeckenruptur auszuschließen.
Die Steindiathese ist als chronische Krankheit zu interpretieren und erfordert eine langfristige homöopathische Behandlung, deren Verlaufsbeurteilung den im Theorieteil des Buches dargestellten Richtlinien folgt (7.3).
Prognose: Die Erfolgsaussichten einer homöopathischen Behandlung bei Nierenkolik sind im Allgemeinen gut. Selbst wenn die akute Nierenkolik nur schulmedizinisch beherrschbar war, sind Folgekoliken unter richtiger Mittelwahl meist nicht mehr so stark. Der Patient sollte seine homöopathische Notfallapotheke mit den passenden Medikamenten immer bei sich haben.
Unterstützende Maßnahmen
Wichtigste ergänzende Maßnahme bei abgehendem Harnleiterstein ist die Zufuhr einer hohen bis sehr hohen Trinkmenge (mind. 3 l tgl.). Zur Metaphylaxe ist die tägliche Zufuhr von 2–3 l Flüssigkeit unbedingt einzuhalten.
Wichtige homöopathische Arzneimittel und ihre Differenzierung

!!! Coloc., Nux-v., Oci.
!! Berb., Lyc., Sars.
! Canth., Coc-c., Pareir.

Seitenbezug
  • Bei rechtsseitiger Kolik kommen Lycopodium, Nux vomica, Ocimum canum oder Sarsaparilla infrage.

    • Dabei zeigt Lycopodium eher subakute Schmerzen mit Besserung nach der Miktion, begleitet von Dysurie mit dunklem Urin, typischerweise mit rötlichem Sediment.

    • Berührungsempfindlichkeit, Schweiß, Frösteln, starke Gereiztheit und Ungeduld – schon das Ansprechen macht den Patienten noch reizbarer – sind Hinweise auf Nux vomica.

    • Besteht Berührungsempfindlichkeit und Erbrechen, so denke man an Ocimum canum.

    • Sarsaparilla#SarsaparillaNierenkolik findet Einsatz bei sehr heftigen Koliken, verbunden mit Zittern, Angst und großer Unruhe; unter Umständen ist der Urin blutig, es besteht Dysurie.

  • Linksseitigkeit zeigen Berberis, Cantharis oder Pareira.

Modalitäten
Verschlechterung durch Bewegung und Schmerzausstrahlung in alle Richtungen, sogar auf die Gegenseite (beides sehr ungewöhnlich für Koliken!), sind Symptome von Berberis.
Schmerzcharakteristika
  • Schlimmste Schmerzen – der Patient glaubt zu sterben – können auf Cantharis#CantharisNierenkolik hinweisen, besonders wenn gleichzeitig eine heftige Dysurie besteht, der Stein also schon im tiefen Harnleiter steckt.

  • Dysurie (i. S. von stechenden oder schneidenden Schmerzen in der Harnröhre), krankhafter Harndrang verbunden mit Schmerzen im Harnleiterverlauf bis ins Bein ziehend, können Hinweise auf Coccus cacti#Coccus cactiNierenkolik sein.

  • Krümmt sich der Patient oder bringt Bauchlage bzw. Knie-Ellenbogen-Lage eine Verbesserung, so kommt Pareira#PareiraNierenkolik in Betracht. Ähnliche Modalitäten zeigt auch Colocynthis: der Patient beklagt sich, lamentiert und wird äußerst ärgerlich und zornig, wenn ihm nicht sofort und unverzüglich geholfen wird.

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