© 2019 by Elsevier GmbH

Bitte nutzen Sie das untenstehende Formular um uns Kritik, Fragen oder Anregungen zukommen zu lassen.

Willkommen

Mehr Informationen

B978343722839100032X

10.1016/B978343722839100032X

9783437228391

Adjuvante Chemotherapie bei Weichteilsarkomen des Erwachsenen – Ergebnisse der Metaanalyse für die Kombination mit Doxorubicin und Ifosfamid (9).

Tabelle B.18-1
Parameter „hazard ratio“ p-Wert Absoluter Vorteil nach 10 Jahren
Lokalrezidivfreies Überleben 0,75 0,12 5%
Fernmetastasenfreies Überleben 0,61 0,02 10%
Rezidivfreies Überleben (gesamt) 0,61 0,02 12%
Gesamtüberleben 0,56 0,01 11%

Ergebnisse der adjuvanten Chemotherapie bei Extremitäten-WTS.

Tabelle B.18-2
Pervaiz, 2008 (9) (n = 1953) Frustaci et al. 2001 (10) (n = 104) Eilber et al. 2004 (11)**
hazard ratio Vorteil absolut hazard ratio absolut (4 J.) Vorteil Vorteil absolut (4 J.)
DFS 0,61 12%* 0,59 13% 21%*
DMFS 0,61 10%* n.a. n.s. 19%*
OS 0,56 11%* 0,52 19%* n.a.

DFS, krankheitsfreies Überleben; DMFS, fernmetastasenfreies Überleben; OS, Gesamtüberleben

*

signifikant (p < 0,05)

**

retrospektive Analyse betr. Synovialsarkomen mit (n = 68) bzw. ohne (n = 33) ifosfamid-haltige adjuvante Chemotherapie (n = 101)

Sarkomsubtypen mit möglicherweise präferentieller Sensitivität für antitumorale Substanzen (Empfehlungsgrad B/C).

Tabelle B.18-3
Tumortyp Substanz(en) mit fraglich präferentieller Aktivität
Synovialsarkom Ifosfamid
Liposarkom Adriamycin, Trabectedin
Uterine Leiomyosarkome Gemcitabin (+ Docetaxel), DTIC + Adriamycin, Trabectedin
Rhabdomyosarkome (Kinder/Adoleszente) Topoisomerase-I-Inhibitoren (+ Oxazophosphorin)
Endometriale Stromasarkome (low grade) Antihormonelle Therapie (Aromataseinhibitoren, Gestagene, LHRH-Analoga)
Gastrointestinale Stromatumoren Imatinib/Sunitinib/Regorafenib
Dermatofibrosarcoma protuberans Imatinib
Angiosarkome (Haut/Kopf) Paclitaxel, +/− Gemcitabin
PVNS Imatinib
Riesenzelltumor des Knochens Denosumab
ASPS Sunitinib, Cediranib, mTOR-Inhibitoren
Solitäre fibröse Tumoren/Hämangioperizytome VEGFR-TKI, VEGF-AK + Temozolomid
Inflammatorische myofibroblastische Tumoren Crizotinib

Histopathologische/prognostische Klassifikation der GIST (nach [37]).

Tabelle B.18-4
Tumorparameter Patienten mit progressiver Erkrankung unter dauerhafter FU-Gabe (in %) und Metastasierungsrisiko
Gruppe Größe in cm Mitoserate Magen und Ileum Jejunum Duodenum Rektum
1 ≤ 2 ≤ 5 pro 50 HPFs 0 keines 0 keines 0 keines 0 keines
2 > 2 ≤ 5 ≤ 5 pro 50 HPFs 1,9 sehr niedrig 4,3 niedrig 8,3 niedrig 8,5 niedrig
3a > 5 ≤ 10 ≤ 5 pro 50 HPFs 3,6 niedrig 24 moderat
3b > 10 ≤ 5 pro 50 HPFs 12 moderat 52 hoch 34 hoch 57 hoch
4 ≤ 2 > 5 pro 50 HPFs 0 50 § 54 hoch
5 > 2 ≤ 5 > 5 pro 50 HPFs 16 moderat 73 hoch 50 hoch 52 hoch
6a > 2 ≤ 5 > 5 pro 50 HPFs 55 hoch 85 hoch
6b > 10 > 5 pro 50 HPFs 86 hoch 90 hoch 86 hoch 71 hoch
HPF: High Power Field

§

Aufgrund der geringen Inzidenz wurden keine Tumoren dieser Größe in die Studie eingeschlossen. Bei der Beratung sollte aber die schlechte Prognose intestinaler GIST berücksichtigt werden.

Die Gruppen 3a und 3b sowie 6a und 6b wurden für duodenale und rektale GIST aufgrund der geringen Fallzahlen kombiniert.

Weichteilsarkome des Erwachsenen

Sebastian Bauer (DGHO), Essen

Jörg T. Hartmann (GDHO), Kiel

Lars Lindner (DGHO), München

Peter Reichardt (DGHO), Bad Saarow

Peter M. Schlag (DGHO), Berlin

Jochen Schütte (DGHO), Düsseldorf

  • 18.1

    Rhabdomyosarkome (25)6

  • 18.2

    Uterussarkome (26–35)6

  • 18.3

    Gastrointestinale Stromatumoren (GIST) (1, 2, 36–40, 50–51)7

Stand Dezember 2012

Definition und Basisinformation (1, 2)
  • Inzidenz: 2–3/105/Jahr.

  • Geschlechtsprädisposition: keine.

  • Altersverteilung: Kindes- bis hohes Erwachsenenalter; Kinder: 7–10% aller malignen Neoplasien (53% Rhabdomyosarkome, vorwiegend im Alter von 13–60 Monaten); Erw.: alle Altersdekaden, 1% aller malignen Tumoren).

  • Ätiologie: weitgehend ungeklärt; selten nach Strahlentherapie; gehäuft bei Li-Fraumeni-Syndrom, Neurofibromatose Typ I, Gardner-Syndrom, tuberöser Sklerose, intestinaler Polyposis.

  • Lokalisationen: etwa 15% an den oberen Extremitäten, 45% an den unteren Extremitäten; 30% am Körperstamm, 10% im Kopf-Hals-Bereich.

Diagnostik (1, 2)
Lokal-bildgebend:
  • Sonographie

  • MRT

  • CT (bei ossärer Destruktion oder Kontraindikation zum MRT).

Systemisch-bildgebend:
  • CT des Thorax

  • CT des Abdomens/Beckens

  • Skelettszintigraphie.

Histologische Sicherung des Primärtumors:
  • Schnittbildgebung vor Punktion obligat

  • sonographisch navigierte Stanzbiopsie, besser sonographisch navigierte Vakuumsaugbiopsie

  • offene Inzisionsbiopsie (falls Stanz- oder Saugbiopsie unzureichend hinsichtlich Grading und Typisierung oder inhomogener Tumor im MRT).

Histologische Sicherung des Lokalrezidivs:
  • sonographisch navigierte Stanzbiopsie meist ausreichend bei vorausgegangener Diagnostik des Primärtumors.

Planung und Durchführung der Biopsie nach Abschluss der bildgebenden Diagnostik (Planung und Durchführung durch onkologisch erfahrenen Operateur) auf kürzestem Weg (Cave: Kontamination zusätzlicher Kompartimente), unter Berücksichtigung des später notwendigen chirurgischen Eingriffs; Tätowierung/Markierung des Biopsiekanals.
Histologie
  • Weichteilsarkome umfassen > 50 unterschiedliche Tumorentitäten.

  • Entstehung aus Gewebestrukturen mesodermaler, selten (neuro-)ektodermaler Herkunft.

  • Spezifische zytogenetische Aberrationen nachweisbar bei Klarzellsarkom, Alveolarzellsarkom, Synovialsarkom, Liposarkom, Rhabdomyosarkom, Neurofibrosarkom, Fibrosarkom, Leiomyosarkom, Hämangioperizytom.

  • Für Prognose und Therapiestrategie erforderlich sind:

    • die histopathologische Typisierung im Zweifelsfall immer Bestätigung durch einen Referenzpathologen

    • die Bestimmung des Malignitätsgrades (s.u.)

    • die immunhistochemische Bestimmung der c-KIT(CD 117)-Expression bei intraabdominellen/gastrointestinalen Sarkomen spindelzelliger oder epitheloider Differenzierung zur therapeutisch relevanten Abgrenzung des gastrointestinalen Stromatumors (GIST)

    • die exakte histopathologische Aufarbeitung mit Bestimmung der Sicherheitsabstände.

Stadieneinteilung (gemäß UICC/AJCC 2010)
TNM-Klassifikation
T Primärtumor*
T1 Tumordurchmesser ≤ 5 cm
T1a oberflächlich
T1b tief* (s.u.)
T2 Tumordurchmesser > 5 cm
T2a oberflächlich
T2b tief N regionäre Lymphknoten
N1 regionäre Lymphknotenmetastasen
M Fernmetastasen

*

Ein oberflächlicher Tumor ist vollständig oberhalb der oberflächlichen Faszie lokalisiert und infiltriert diese nicht. Ein tiefer Tumor ist entweder ausschließlich unterhalb der oberflächlichen Faszie lokalisiert oder oberhalb der Faszie mit Infiltration der oder durch die Faszie. Retroperitoneale, mediastinale und Weichteilsarkome des Beckens werden als tiefe Tumoren klassifiziert.

Stadieneinteilung
Stadium
IA G1 T1a/b N0 M0
IB G1 T2a/b N0 M0
IIA G2–3 T1a/b N0 M0
IIB G2–3 T2a N0 M0
III G2–3 T2b N0 M0
G2–3 jedes T N1 M0
IV jedes G jedes T N1 M0
jedes G jedes T jedes N M1
Histopathologisches Grading
Es existieren verschiedene Grading-Klassifikationen. In Europa ist das Grading-System der French Federation of Anticancer Centers (FNCLCC) mit den Graden 1 bis 3 verbreitet (3); die aktuelle TNM-Klassifikation verwendet nur noch „low-grade“ und „high grade“.
TNM aktuell Dreistufiges Gradingsystem
niedriggradig Grad 1
hochgradig Grad 2
Grad 3
Sonderfälle:
Für die Stadieneinteilung bei GIST sollte die Risikoklassifikation von Miettinen und Lasota verwendet werden (37), da diese, im Gegensatz zur neu eingeführten UICC-Klassifikation für GIST, den hohen prognostischen Stellenwert der anatomischen Lokalisation berücksichtigt.
Therapie (1, 2)
Eine optimale Behandlungsstrategie für Weichteilsarkome erfordert die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche bereits bei Diagnosestellung. Sie hat zwei Ziele: die lokoregionale Tumorkontrolle und die Prävention der Fernmetastasierung. Die Behandlungsstrategie wird vom histopathologischen Subtyp, vom Tumorstadium und den Prognosefaktoren (Grading, Größe, Lokalisation) bestimmt.
Chirurgische Therapie
Die chirurgische Therapie steht im Vordergrund der lokalen Tumorkontrolle. Die Behandlungsstrategie wird vom Tumorstadium und der Lokalisation bestimmt. Ziel ist die R0-Resektion. Eine Amputation ist nur nach Ausschöpfung aller multimodalen Therapieoptionen und nach Einholung einer Zweitmeinung zu rechtfertigen. Vor der operativen Lokaltherapie hat die histologische Sicherung zu erfolgen. Ausnahmen stellen oberflächlich lokalisierte Tumoren, die einen Längsdurchmesser von maximal 3 cm aufweisen, dar. Diese kleinen Tumoren können primär ohne funktionelle Einschränkungen weit reseziert werden.
Sarkome der Extremitäten
Unter kurativer Zielstellung ist unabhängig vom Resektionsverfahren die R0-Situation anzustreben.
Intrakompartmental lokalisierte Weichteilsarkome der Extremitäten werden als Kompartmentresektion oder häufiger – kompartmentorientiert – reseziert. Die Resektion erfolgt unter Mitnahme des Biopsiekanals und der Drainageausleitung. Eine Kompartmentresektion, d.h. Resektion des Muskels/der Muskelgruppe vom Ursprung bis Ansatz ist nur bei einer Tumorkontamination des gesamten Kompartments notwendig. Liegen Ursprung und Ansatz des Muskels weit vom Tumor entfernt, können sie erhalten bleiben und für die Rekonstruktion unter funktionellen Aspekten verwandt werden. Ein onkologisches Benefit der Kompartmentresektion im Vergleich zur kompartmentorientierten Resektion ist nicht belegt (Empfehlungsgrad B).
Extrakompartmental lokalisierte Weichteilsarkome werden weit reseziert. Auch hier ist ein Sicherheitsabstand von 2–3 cm gefordert, der jedoch häufig zur Faszie, dem Knochen als auch zu Gefäß- und Nervenstrukturen nicht realisiert werden kann. Unter Ausnutzung additiver (z.B. isolierte hypertherme Extremitätenperfusion mit TNF-alpha und Melphalan, Radiotherapie, systemische Chemotherapie) Therapieverfahren kann durch die Mitresektion gesunder Hüllschichten (z.B. Muskelfaszie, Periost, Knochenlamelle, Epineurektomie, Gefäßadventitia) eine R0-Resektion erreicht werden. Liegen Gefäßinfiltrationen vor, so ist eine Mitresektion mit anschließender Rekonstruktion (autolog/Prothesen) obligat. Gleiches gilt für funktionell wichtige Nerven. Hier sind Rekonstruktionen (N. ischiadicus, N. femoralis) nur selten (z.B. Suralisinterponat) möglich (Empfehlungsgrad B).
Häufig resultieren ausgedehnte Defekte nach Resektion von Weichteilsarkomen der Extremitäten. Derzeit ist bei ca. einem Viertel aller Patienten mit Extremitätensarkomen eine plastische Rekonstruktion erforderlich. Diese reicht von freien über lokoregionäre Lappenplastiken, Meshgraft, Gefäßersatz, Nerveninterponat bis hin zur Tumorendoprothetik. Neben der rein weichgeweblichen Defektrekonstruktion kann auch eine Verbesserung der Funktionalität resultieren.
Die Indikation zur Amputation kann unter kurativer und palliativer Intention gegeben sein. Sie liegt unter kurativer Intention vor, wenn auch unter Einbeziehung additiver Therapieoptionen (Radiatio, Extremitätenperfusion, systemische Chemotherapie) eine R0-Resektion nicht zu erreichen ist. Ursächlich können Tumorinfiltrationen von Gelenken, mehrerer Kompartmente, Nerven etc. sein, die nach der R0-Resektion eine funktionslose Extremität/Extremitätenabschnitt hinterlassen würden. Unter palliativer Intention kann die Amputation bei Tumorexulzeration, nicht beherrschbarer Tumorblutung, drohender Sepsis und Verbesserung der Pflege/Lebensqualität gerechtfertigt sein.
Marginale (entlang der Pseudotumorkapsel) oder gar intraläsionale Resektionen sind onkologisch inadäquat und durch additive Therapieverfahren in der Regel nicht zu kompensieren.
Sarkome am Übergang zum Körperstamm
Sie können primär operationstechnische Probleme darstellen. Gerade bei diesen Tumorlokalisationen ist eine neoadjuvante Therapie (Strahlentherapie, Chemo-/Strahlentherapie) mit dem Ziel der lokalen Remission des Tumors zu erwägen. Die Anwendung der plastisch-rekonstruktiven Maßnahmen gilt hier im Besonderen.
Sarkome der Thorax- und Bauchwand
Es gelten die gleichen chirurgisch-onkologischen Prinzipien wie im Bereich der Extremitäten. Diese Tumoren erfordern häufig eine Resektion der Thoraxwand (inkl. Rippen) oder der Bauchdecke, ggf. unter Mitnahme der Pleura/Peritoneum und einer sich anschließenden Rekonstruktion (Lappenplastiken, Goretex®-Patch etc.). Bei primär nicht R0-resektablen Tumoren ist eine neoadjuvante Therapie obligat (Empfehlungsgrad B).
Sarkome des Retroperitoneums
Die prätherapeutische histologische Sicherung ist zum Ausschluss eines lymphogen metastasierten Keimzelltumors oder eines Lymphoms anzustreben. Auch bei retroperitonealen Sarkomen kann eine Kuration nur durch eine R0-Resektion erreicht werden. Diese ist meist nur durch eine multiviszerale Resektion zu realisieren. Liegt primär keine Resektabilität vor, so sind neoadjuvante Therapiekonzepte indiziert (Empfehlungsgrad B).
Metastasenchirurgie
Lymphknotenmetastasen: Lymphknotenmetastasen sind selten (< 3%). Bei einzelnen Entitäten, wie dem Synovialsarkom, Rhabdomyosarkom, Epitheloidzellsarkom kommen sie häufiger vor (5–15%). Eine generelle Dissektion des lokoregionären Lymphabstromgebiets kann nicht empfohlen werden (Empfehlungsgrad B). Perspektivisch ist bei den o.g. Tumorentitäten die prätherapeutische Durchführung einer SN-(Sentinel-node-)Biopsie bei negativem klinischem und sonographischem Lymphknotenstatus im Sinne eines Superstagings zu empfehlen.
Lungenmetastasen: Die operative Therapie von syn- oder metachronen singulären Lungenmetastasen auch nach einem Ansprechen von multiplen Metastasen auf eine präoperative Chemotherapie ist ein fester Bestandteil der multimodalen Behandlung (Empfehlungsgrad B). Eine günstige Prognose geht mit einem langen symptomfreien Intervall und einer geringen Zahl von Lungenmetastasen einher. Überlebensraten von etwa 30% nach kombinierter Therapie stützen dieses Vorgehen. Bei Befall von extrapulmonalen Organen sowie zwei und mehr Organsystemen sollte die Indikation zur Metastasektomie aufgrund der ungünstigen Prognose sehr zurückhaltend gestellt werden.
Therapieoptionen bei Lokalrezidiven
Siehe unten („Chemotherapie – Therapieoptionen bei Lokalrezidiven“).
Strahlentherapie
Die Strahlentherapie hat im multimodalen Therapiekonzept einen wesentlichen Stellenwert (1, 2, 4, 5). Sie erlaubt z.B. eine extremitätenerhaltende Operation, wobei mithilfe der Strahlentherapie in bis zu 90% der Fälle eine lokale Kontrolle zu erzielen ist. Auf diese Weise können radikalchirurgische Maßnahmen wie Amputation oder Kompartmentresektion, die in der Regel mit einer Funktionseinbuße bzw. Mutilation verbunden sind, vermieden werden.
Postoperative Strahlentherapie
Standardverfahren ist die perkutane Bestrahlung mit hoch energetischen Photonen (6 MV) eines Linearbeschleunigers, die bei R0-resezierten Tumoren lokale 5-Jahres-Kontrollraten von 72–90% erzielt.
Indikationen (Empfehlungsgrad B):
  • G1-Tumoren: nach intraläsionaler Resektion (falls keine R0-Nachresektion möglich ist)

  • G2-/G3-Tumoren:

    • nach intraläsionaler Resektion (R2; vorherige Nachresektion erforderlich*)

    • nach R1-Resektion (vorherige Nachresektion erwünscht, falls möglich*) [* Schlechtere lokale Kontrollraten nach R1/2-Resektion vs. R0-Resektion!] (6)

  • nach weiterer Resektion (R0); Lokalrezidivrate nach weiter Exzision plus postop. Radiotherapie vergleichbar mit radikaler Resektion ohne postoperative Radiotherapie (≤ 15–20%)

  • Beginn innerhalb 6 Wochen postoperativ

  • Strahlendosis: 60–70 Gy in konventioneller Fraktionierung.

Im Rahmen der Primär-/Rezidiv-Therapiestrategie kommen in Einzelfällen zum Einsatz:
Präoperative Strahlentherapie
Bei nicht sicher zu erwartender R0-Resektion und/oder ausgedehnter Feldgröße kann einer präoperativen Bestrahlung der Vorzug gegenüber der postoperativen Bestrahlung gegeben werden (Empfehlungsgrad B). Bei lokal fortgeschrittenen, primär nicht R0-resektablen Tumoren sind dabei die Indikationen zu multimodalen Konzepten zu prüfen: Hyperthermie (in Studien); kombinierte Chemo-/Strahlentherapie, ILP. An der unteren Extremität ist mit einer höheren Rate an Wundkomplikationen zu rechnen; dies erfordert spezielle OP-Techniken des Wundverschlusses. Langfristig ist die präoperative Strahlentherapie – bei häufig geringerer Feldgröße und Strahlendosis – mit einer geringeren Fibroserate assoziiert. Hinsichtlich Lokalrezidivrate und progressionsfreiem Überleben sind die prä- und postoperative Strahlentherapie von Extremitätensarkomen vergleichbar (Empfehlungsgrad B; 5).
Intraoperative Strahlentherapie [IORT]
Indikationen: Tumorlokalisationen (z.B. Retroperitoneum), die keine weite Resektion erlauben und bei denen eine hoch dosierte perkutane Bestrahlung wegen benachbarter Risikoorgane zu toxisch wäre. Einzeldosis 15–20 Gy (kleinvolumiger Boost); Dosisaufsättigung durch prä- oder postoperative Strahlentherapie. Vorteil der IORT hinsichtlich der langfristigen Gesamtüberlebensrate nicht gesichert.
Alleinige Strahlentherapie
Selten indiziert bei aus internistisch-anästhesiologischer Sicht inoperablen Tumoren, falls eine multimodale Therapie nicht durchführbar ist. Mit Photonen (≥ 70 Gy in konventioneller Fraktionierung) werden in Abhängigkeit von der Tumorgröße lokale Kontrollraten von 33–88% erzielt (Empfehlungsgrad B/C).
Hyperthermie (RHT)
Eine regionale Hyperthermie verbessert die Remissionsrate und das disease-free survival einer alleinigen Chemotherapie mit Ifosfamid, Doxorubicin und Etoposid (EORTC 62961/ESHO RHT-95-Protokoll) bei Patienten mit lokalisierten, großen Weichteilsarkomen (T2-Tumoren). Das Gesamtüberleben ist unbeeinflusst. Die regionale Hyperthermie kann unter dem Aspekt der lokalen Tumorkontrolle somit an geeigneten Zentren als zusätzliche oder alternative Option erwogen werden. Bei lokal fortgeschrittener Erkrankung bzw. fehlender Resektabilität müssen die Vorteile und Risiken von neoadjuvanter Strahlentherapie, Chemo-/Strahlentherapie oder isolierter Extremitätenperfusion (ILP) gegeneinander abgewogen werden. Von einer Ganzkörperhyperthermie ist aufgrund fehlender Daten außerhalb von Studien abzuraten (7, 8).
Chemotherapie
Präoperative (neoadjuvante) Chemotherapie
  • Alleinige präoperative Chemotherapie bei nicht-resektabler Erkrankung und Kontraindikationen gegen Strahlentherapie

  • präoperative, kombinierte Chemo- plus Strahlentherapie bei nicht sicher im Gesunden resezierbaren Sarkomen (in Zentren; siehe unten: www.iaws-weichteilsarkome-dkg.de/studien.html und unter lokal fortgeschrittene/rezidivierte Weichteilsarkome) (Empfehlungsgrad C).

Postoperative (adjuvante) Chemotherapie
Eine auf individuellen Patientendaten (n = 1953) beruhende Metaanalyse beschreibt eine Risikoreduktion hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit von Lokalrezidiven (34%), dem Auftreten von Fernmetastasen (39%) sowie dem Gesamtüberleben (44%) für eine adjuvante Chemotherapie mit einer Kombination aus Doxorubicin und Ifosfamid (Tab. B.18-1 und B.18-2). Diese führt zu einer absoluten Risikoreduktion von 11% hinsichtlich des Gesamtüberlebens. Angesichts der Heterogenität der vorliegenden Studiendaten besteht weiterhin Unsicherheit über den Stellenwert einer Chemotherapie (Empfehlungsgrad B). Eine adjuvante Therapie kann erwogen werden bei Patienten im Stadium III; die Patienten sollten ggf. in das Register der IAWS (Interdisziplinäre AG Weichteilsarkome) eingebracht werden (www.iaws-weichteilsarkome-dkg.de/studien.html).
Weitere Therapieoptionen bei lokal fortgeschrittenen oder rezidivierten Weichteilsarkomen
  • Isolierte hypertherme Extremitätenperfusion mit TNF-α und Melphalan (Empfehlungsgrad B; 12, 13)

  • präoperative Chemo-/Strahlentherapie (Empfehlungsgrad C; 8, 14, 15, 16).

Diese Verfahren, die eine enge interdisziplinäre Kooperation voraussetzen, können nur an spezialisierten Zentren durchgeführt werden. Sie können auch in lokal fortgeschrittenen Stadien noch lokale Kontrollraten von > 75% erzielen.
Therapieoptionen bei Lokalrezidiven
Die Rezidivtherapie erfordert eine interdisziplinäre Kooperation von Chirurgen, Radioonkologen und medizinischen Onkologen. Im Vergleich zu Lokalrezidivraten von 10–28% an den Extremitäten sind Lokalrezidive am Rumpf mit 40% bzw. retroperitoneal mit bis zu 50% wegen technisch insuffizienter Primärtumorresektion (R1/2) häufiger. Die meisten Rezidive (60–80%) sind einer erneuten funktionserhaltenden Tumorresektion mit oder ohne plastisch-rekonstruktiven Maßnahmen zugänglich, die bei tumorfreien Resektionsrändern Überlebensraten von 46–70% ermöglichen. Zusätzlich zur Tumorresektion („salvage resection“) muss individuell abgestimmt die prä-, intra- oder postoperative Strahlentherapie in Kombination mit einer Chemotherapie oder Hyperthermie eingesetzt werden. Bei Extremitätensarkomen sind die Indikationen zu einer ILP zu prüfen. Die Auswahl der Therapiemodalität hängt letztlich von den apparativen Möglichkeiten und individuellen Gegebenheiten des Rezidivs (Größe, Lokalisation und Beziehung zu umliegenden anatomischen Strukturen) ab (17–19).
Palliative Chemotherapie bei disseminierter Erkrankung
Aufgrund der weiterhin unzureichenden Daten zur Therapie fortgeschrittener WTS sollten Patienten innerhalb von Studien behandelt werden. Siehe hierzu die mit den Studien der EORTC abgestimmten Studien der AIO-Weichteilsarkomgruppe (aktuelle Studien siehe unter AIO-Arbeitsgruppe Weichteilsarkome www.aio-portal.de bzw. auf den Internet-Homepages der Zentren) (Empfehlungsgrad A; 1, 2, 20).
  • Wirksamste Einzelsubstanzen in der Erstlinienbehandlung sind Adriamycin, Ifosfamid, und DTIC (in Kombination) mit Remissionsraten von ca. 15–30%.

  • Ausreichend dosierte Monotherapien erzielten in großen multizentrischen Studien meist vergleichbare Remissionsraten und Überlebenszeiten wie Kombinationstherapien.

  • Für Ifosfamid wurde eine signifikante Dosis-Wirkungs-Beziehung nachgewiesen. Die anzustrebende Gesamtdosis pro Zyklus beträgt 9–12 g/m2 und über wird 3 bis 5 Tage als tägliche 2-bis-4-h-Infusion aufgeteilt.

  • In monoinstitutionellen, kleineren Studien wurden mit Kombinationstherapien (ADM + IFO ± DTIC) oft höhere Remissionsraten (30–50%) beschrieben als mit Monotherapien zu erwarten sind. Komplette Remissionen (CR) sind bei ≤ 15%, anhaltende CR bei ≤ 5% der Patienten erreichbar. Bei rascher Tumorprogression sowie potenziell sekundär resektablen Tumoren ist eine Kombinationschemotherapie zu erwägen (s. neoadjuvante Chemotherapie).

  • Bei Kontraindikationen gegen Ifosfamid (Niereninsuffizienz, Neurotoxizität etc.) kommt ersatzweise eine Kombination aus Doxorubicin und DTIC in Betracht.

  • Meist palliative Therapieindikation mit Ziel des Erreichens eines Progressionsarrests (PA = CR + PR + NC).

  • In der Primärtherapie kann ein PA mit Adriamycin allein oder in Kombination mit Ifosfamid bei 50–75% der Patienten erzielt werden. Bei einer sequenziellen Monotherapie sollte mit einem Anthrazyklin begonnen werden, da höher dosiertes Ifosfamid in der Sekundärtherapie noch Remissionsraten von bis zu 20–30% erzielt (Empfehlungsgrad B). Bei älteren Patienten und/oder schlechtem AZ sowie nach zuvor dokumentiertem Tumoransprechen auf Ifosfamid, kann auch mit oralem Trofosfamid bei einem Teil der Patienten ein PA, in Einzelfällen ein objektives Tumoransprechen erreicht werden (Empfehlungsgrad C/B).

Außerhalb von Studien:
Monotherapie (Empfehlungsgrad A):
  • Adriamycin: 75 mg/m2 i.v., Tag 1; Wh. nach 3 Wochen

  • Ifosfamid: 9–12 g/m2 pro Zyklus

    z.B. 1,8–2,4 g/m2 als 2-bis-4-h-Infusion, Tag 1–5 (+ Mesna Std. 0, 4, 8); Wh. nach 3 Wochen (10–12 g/m2 pro Zyklus);

    oder

    3 g/m2 als 2-bis-4-h-Infusion, Tag 1–3 (+ Mesna Std. 0, 4, 8); Wh. nach 3 Wochen (9 g/m2 pro Zyklus)

  • DTIC: 350–400 mg/m2 i.v., Tag 1–3, oder

    1000–1200 mg/m2 i.v., Tag 1; Wh. nach 3 Wochen.

Dosisintensive Kombinationsregime zur Induktionschemotherapie bei potenziell sekundär resektablen WTS oder rasch progredienten WTS mit drohenden Komplikationen (Empfehlungsgrad B), z.B.:
  • Adriamycin 60 mg/m2 i.v., Tag 1 plus

    Ifosfamid 1,8–2,0 g/m2 als 4-h-Infusion, Tag 1–5 (+ Mesna Std. 0, 4, 8)

    [± G-CSF] Wh. nach 3 Wochen

  • Adriamycin 25 mg/m2 i.v., Tag 1–3 plus

    Ifosfamid 2,5 g/m2 als 4-h-Infusion, Tag 1–4 (+ Mesna Std. 0, 4, 8)

    [+G-CSF] Wh. nach 3 Wochen

    (im Rahmen der EORTC-Studie 62012).

Neuere Zytostatika/experimentelle Therapien/Zweitlinientherapien bei anthrazyklin- und/oder ifosfamidrefraktären Sarkomen (1, 2, 20–24, 41–44, 49; Tab. B.18-3)
Für Gemcitabine (allein und in Kombination mit Docetaxel) und Trabectedin wurden Remissionsraten von 5–18% beschrieben. Insbesondere bei Leiomyosarkomen und Liposarkomen könnten mit Trabectedin hohe Tumorkontrollraten (50%) erreicht werden (Empfehlungsgrad B).
Taxane haben als Monotherapie bislang keinen Stellenwert, wobei jedoch in kleineren Behandlungsserien hohe Remissionsraten mit Paclitaxel bei Angiosarkomen gezeigt wurden, die jedoch häufig nur eine geringe Dauer aufweisen.
Die Hinzunahme von Docetaxel zu Gemcitabine führte zu einer Verbesserung der Remissionsrate und kann insbesondere bei uterinen Leiomyosarkomen sinnvoll sein (Empfehlungsgrad B). Eine Verbesserung der Tumorkontrolle als auch des Gesamtüberlebens konnte zudem für die Kombination Gemcitabin mit DTIC im Vergleich zu einer Monotherapie mit Gemcitabin gezeigt werden (Empfehlungsgrad B).
Für pegyliertes liposomales Adriamycin (50 mg/m2 alle 4 Wochen) wurde eine vergleichbare Remissionsrate wie für Adriamycin (75 mg/m2 alle 3 Wochen) beobachtet (Empfehlungsgrad A).
Bei Patienten, die auf eine Ifosfamid-haltige Therapie in der Erstlinie angesprochen haben (PR oder NC) oder diese adjuvant erhalten haben, kann bei adäquatem Allgemeinzustand auch eine erneute Behandlung mit Ifosfamid-haltigen Therapien erwogen werden (Empfehlungsgrad C).
Pazopanib, ein selektiver Inhibitor von VEGFR, c-KIT und PDGFR, führt zu einem Progressionsarrest bei 67% von Patienten mit Weichteilsarkomen (keine Liposarkome, keine GIST) bei Progress nach Vortherapie (bis zu 4 Medikamenten) und zu einer medianen Verbesserung des progressionsfreien Überlebens von 3 Monaten im Vergleich zu Plazebo (Empfehlungsgrad A).
Ridaforolimus, ein Inhibitor von mTOR, führt als Erhaltungstherapie nach Therapieansprechen in der Erst- bis Drittlinientherapie (CR, PR oder NC) zu einer signifikanten Verbesserung des PFS um 3 Wochen, in Subgruppen bis 9 Wochen (49).
  • Leiomyosarkome/Liposarkome:

    • Gemcitabin (ggf. als „fixed dose rate“-Infusion) (21–23)

    • Gemcitabin + Taxotere (s.u.)

    • Trabectedin 1,5 mg/m2 alle 3 Wochen

    • Pazopanib 800 mg jeden Tag

  • uterine Leiomyosarkome (23):

    • Gemcitabin 900 mg/m2 T 1 + 8 + Docetaxel 100 mg/m2 T8 + G-CSF T9-15 alle 3 Wochen

    • Trabectedin

    • Pazopanib

    • Rechallenge

  • Angiosarkome:

    • Paclitaxel oder Gemcitabin + Paclitaxel

    • Pazopanib

    • Prednison und Cyclophosphamid (oral) bei postradiogenen Angiosarkomen (53)

  • Dermatofibrosarcoma protuberans (DFSP) (48): Imatinib bei fehlender Resektabilität oder hoher Morbidität durch Operation

  • pigmentierte villonoduläre Synovitis (PVNS, Riesenzelltumor der Weichteile) (54–55): Imatinib oder Nilotinib bei fehlender Resektabilität oder hoher Morbidität

  • Riesenzelltumoren des Knochens (Giant cell tumor of bone) (47): Denosumab (Studienteilnahme empfohlen)

  • alveoläre Weichteilsarkome (44, 45)

    • VEGFR-TKI (Sunitinib, Cediranib; Studienteilnahme empfohlen)

    • mTOR-Inhibitoren (Studienteilnahme empfohlen)

  • inflammatorische myofibroblastische Tumoren (IMT) (46): Bei Nachweis einer aktivierenden ALK-Translokation oder Amplifikation Crizotinib (Studienteilnahme empfohlen)

  • Hochdosischemotherapie: bisher ohne gesicherten Nutzen hinsichtlich Überlebenszeit; Prüfung in klinischen Studien.

Nachsorge
Die medianen Latenzzeiten bis zum Auftreten von Lokalrezidiven und Fernmetastasen liegen zwischen 1 und 1½ Jahren. Spätrezidive wurden in einzelnen Serien mit 5–15% nach 5 Jahren beschrieben. Nach kurativer Therapie mit Erreichen eines „NED“- oder CR-Status während der ersten 2 Jahre ca. 2- bis 3-monatliche Kontrollen (Anamnese, körperliche Untersuchung) inkl. Lokalbefundkontrolle und Röntgenthorax, im 3.–5. Jahr ca. 4- bis 6-monatliche Kontrollen; anschließend 6- bis 12-monatlich.

Rhabdomyosarkome (25)

Embryonale und alveoläre Rhabdomyosarkome werden innerhalb oder analog der pädiatrisch-onkologischen Therapieprotokolle behandelt (beispielsweise CWS-2002P). Patienten bis zu einem Alter von 21 Jahren sollten in entsprechende Protokolle eingeschlossen werden. Bei Patienten bis ca. 40 Jahre wird eine Therapie analog dieser Protokolle empfohlen (Empfehlungsgrad C; 25). Ob eine Therapie mit Adriamycin/Ifosfamid – entsprechend den Behandlungsempfehlungen für Erwachsene (siehe oben) – vergleichbare Ergebnisse erzielt, ist bislang nicht geprüft.
Pleomorphe Rhabdomyosarkome treten bei Kindern nur ausnahmsweise auf, weswegen hinreichende Erfahrungen auch aus pädiatrischen Therapieprotokollen nicht vorliegen. Erwachsene Patienten können entsprechend der o.a. Therapieprotokolle für Erwachsene oder gemäß den pädiatrischen Protokollen behandelt werden.

Uterussarkome (26–35)

Pathologie
  • Leiomyosarkome (LMS)

  • endometriale Stromasarkome (ESS; definitionsgemäß von geringem Malignitätsgrad; „low grade“)

  • undifferenzierte Sarkome (hoher Malignitätsgrad; inkl. undifferenzierte endometriale Stromasarkome oder heterologe Sarkome)

  • Karzinosarkome.

Stadieneinteilung
Sarkome: entsprechend TNM-Klassifikation für Weichteilsarkome (s.o.).
Karzinosarkome: entsprechend Uterus-/Endometriumkarzinomen.
Therapie
Primärtherapie:
  • operabel: TAH +/− BSO (Stellenwert BSO nicht gesichert) +/− Lymphadenektomie

    • inoperabel: Strahlentherapie und/oder Chemo- oder antihormonelle Therapie

Postoperative Therapie (Empfehlungsgrad B/C):
  • Stadien I und II (TNM entspr. Uteruskarzinomen)

    • ESS: therapiefreie Nachsorge

    • undifferenzierte Sarkome, LMS, MMT: Radiotherapie +/− Brachytherapie (verbessert lokale Tumorkontrolle, kein gesicherter Einfluss auf Gesamtüberleben)

  • Stadium III (TNM entspr. Uteruskarzinomen):

    • ESS: antihormonelle Therapie +/− Radiotherapie

    • undifferenzierte Sarkome, LMS, MMT: Strahlentherapie und/oder Chemotherapie.

Hormonelle Therapie (Empfehlungsgrad B/C):
  • ESS: Gestagene, Aromatase-Inhibitoren, LHRH-Agonisten.

Chemotherapie (Empfehlungsgrad B): wirksame Substanzen/Kombinationen sind:
  • Adriamycin/Ifosfamid

  • Adriamycin

  • Ifosfamid

  • Pazopanib

  • bei LMS auch Gemcitabin/Taxotere, Adriamycin/Dacarbazin oder Trabectedin.

Gastrointestinale Stromatumoren (GIST) (1, 2, 36–40, 50–51)

Epidemiologie
  • Inzidenz:1,5/100.000 und Jahr

  • Alter: 58 Jahre (Bereich: 16–94 Jahre)

  • Geschlechtsverteilung: m/w = 59/41%

  • Lokalisationen: Magen: 50%; Dünndarm 25%; Kolon 6%; Rektum 9%; Ösophagus 2%; Omentum/Mesenterium 5% (Tab. B.18-4).

Pathologie
  • Histologie: spindelzellig/epitheloid/gemischtzellig

  • Immunhistochemie: CD117 (c-KIT)-positiv: ≥ 95%/CD34-positiv 60–70%, DOG1 ≥ 95% (35% in KIT-negativen GIST)

  • Genotyp/Mutationstyp: c-KIT: Exon 11: ca. 70%; Exon 9: ca. 10%, Exon 13: 1%, Exon 17: 1% PFGDR (Exon 18 und 12): ca. 4–8%; Mutationen in der Succinat-Dehydrogenase A, B, C und D bei KIT und PDGFRA WT-GIST.

Tumorausdehnung bei Diagnose
  • lokal: < 5 cm: 30% / > 5 cm: > 70%

  • lokoregional: 50%

  • metastasiert: 50%.

Metastasen bei Diagnosestellung:
  • intraabdominell: 90% (Leber 50–65%/Peritoneum ± Leber 20–35%, LK 5%)

    • extraabdominell: 10% (Knochen 6%/Lunge 2%/andere 1–2%).

Stadieneinteilung
  • lokoregional – resektabel (R0)

  • lokoregional – nicht resektabel

  • metastasiert – resektabel/nicht resektabel

Diagnostik
  • obere/untere Intestinoskopie

  • Endosonographie

  • CT-Abdomen/Becken

  • CT-Thorax

  • Knochenszintigramm.

Therapie (Empfehlungsgrad A)
Behandlungsprinzipien
  • lokal/lokoregional – resektabel: ⥵ Resektion.

  • lokal/lokoregional – nicht resektabel: ⥵ neoadjuvante/Induktionstherapie mit Imatinib.

  • Metastasiert – nicht resektabel: ⥵ (Induktions-) Therapie mit Imatinib, Überprüfung der Resektabilität bei Ansprechen.

Therapie mit Imatinib
Adjuvant (50, 51)
Bei Patienten mit hohem und mittlerem Rückfallrisiko nach Miettinen-Klassifikation 3 Jahre Imatinib 400 mg (Empfehlungsgrad A), keine Therapie bei Patienten mit PDGFRA-D842V-Mutation. Patienten mit lokalisierten Tumoren, bei denen im Rahmen der Resektion eine Tumorruptur aufgetreten ist, entwickeln nahezu immer eine peritoneale Metastasierung. Daher ist eine kontinuierliche Imatinib-Therapie analog der Behandlung bei metastasierter Erkrankung zu empfehlen.
Patienten mit irresektabler, metastasierter Erkrankung
  • Behandlung mit einer initialen Imatinib-Dosis von 400 mg/Tag. CR-Raten von bis zu 5%, PR-Raten von ca. 40–45%, NC-Raten von ca. 35%, entsprechend einer Progressionsarrestrate von 75–90%. Die 2-JÜR beträgt 80–85%, verglichen mit 20% mit klassischer Chemotherapie (Empfehlungsgrad A). Bei ca. 10–15% der Patienten langfristige Tumorkontrolle > 8 Jahre.

  • Patienten mit Exon-9-Mutation (häufig bei Dünndarm-GIST) weisen mit einer Dosierung von 400 mg/Tag ein geringeres progressionsfreies Überleben auf als mit einer Imatinib-Dosis von 800 mg. Inwieweit dies für das Gesamtüberleben relevant ist, ist derzeit noch nicht geklärt.

  • Patienten mit PDGFR-D842V-Mutation sprechen nicht auf Imatinib an, unter Sunitinib und Dasatinib Krankheitsstabilisierung (56). Frühzeitige Vorstellung im Zentrum (Studien mit spezifischen PDGFR-Inhibitoren).

  • Bei Tumorprogression unter 400 mg ist die Dosis auf 800 mg Imatinib/Tag (2 × 400 mg/Tag) zu erhöhen (Empfehlungsgrad A; 38).

  • Bei isolierter Progression von Einzelherden sind zusätzlich lokal-ablative Therapieverfahren unter gleichzeitiger Fortführung der Imatinib-Therapie in erhöhter Dosierung zu erwägen.

  • Bei generalisierter Tumorprogression unter fortlaufender Imatinib-Therapie (bis 800 mg/Tag) sowie bei Imatinib-Unverträglichkeit sind eine Behandlung mit Sunitinib (50 mg/Tag Woche 1–4, 2 Wochen Pause) indiziert (Empfehlungsgrad A).

  • Bei Therapieversagen unter Sunitinib-Therapie Umstellung der Therapie auf Regorafenib (52) (FDA-Zulassung 4/2012, EMEA-Zulassung noch ausstehend).

  • Frühzeitige Zentrumsanbindung/Studieneinschluss für alle Patienten empfohlen.

Patienten mit sekundärer Resektabilität nach neoadjuvanter Imatinib-Therapie
Die Resektabilität ist bei einer Tumorremission alle 3 bis 4 Monate zu prüfen. Bei Resektabilität sollte die Operation nicht verzögert werden, da die Resektionschancen und die Prognose bei sekundärer Resistenz und nachfolgender Tumorprogression geringer zu sein scheinen als bei Resektion während anhaltender Tumorremission. Postoperativ ist die Imatinib-Therapie fortzusetzen (Empfehlungsgrad B).
Zweitlinientherapie bei Progression unter oder Unverträglichkeit von Imatinib
Bei Progression unter der Dosierung von 800 mg Imatinib oder bei medikamentös nicht kontrollierbarer Unverträglichkeit ist eine Folgetherapie mit Sunitinib indiziert.
Bildgebende Diagnostik für das Therapiemonitoring
Das Therapiemonitoring erfolgt mit CT und umfasst Größen- und Dichtemessung. Eine Größenabnahme > 10–20% und eine Dichteabnahme > 15–25% (der Ausgangs-HU-Werte) korrelieren signifikant mit einem PET-Ansprechen und der Prognose und gelten als Kriterien einer Tumorremission (Empfehlungsgrad B).
Nachsorge
Nach R0-Resektion von Primärtumoren langfristige Nachsorge: Innerhalb der ersten 3 Jahre alle 3 bis 4 Monate; im 4. und 5. Jahr, ggf. längerfristig, alle 6 Monate; später jährlich. Die Nachsorge umfasst die klinische Untersuchung sowie eine CT des Abdomens/Beckens und Laborkontrollen. Die weitergehende Diagnostik ist abhängig vom Sitz des Primärtumors und der klinischen Symptomatik.

Literatur

1.

SchütteJStuschkeMWeichteilsarkome SeeberSSchütteJ Therapiekonzepte Onkologie 2002 S. 1124 1162 4. Aufl., Berlin-Heidelberg-New York: Springer

2.

IsselsRDManual Knochentumoren und Weichteilsarkome. Empfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge MünchenTumorzentrum 2004 4. Aufl. Germering: W. Zuckschwerdt

3.

CoindreJMBinh BuiNBonichonFHistopathologic grading in spindle cell soft tissue sarcomasCancer611988 2305 2309

4.

KhanfirKAlzieuLTerrierPDoes adjuvant radiation therapy increase loco-regional control after optimal resection of soft-tissue sarcoma of the extremities?Eur J Cancer392003 1872 1880

5.

O'SullivanBDavisAMTurcotteRPreoperative versus postoperative radiotherapy in soft-tissue sarcoma of the limbs: a randomised trialLancet3592002 2235 2241

6.

SadoskiCSuitHDRosenbergAPreoperative radiation, surgical margins, and local control of extremity sarcomas of soft tissuesJ Surg Oncol521993 223 230

7.

WendtnerCMAbdel-RahmanSKrychMResponse to neoadjuvant chemotherapy combined with regional hyperthermia predicts long-term survival for adult patients with retroperitoneal and visceral high-risk soft tissue sarcomasJ Clin Oncol202002 3156 3164

8.

IsselsRDLindnerLHVerweijJNeo-adjuvant chemotherapy alone or with regional hyperthermia for localised high-risk soft-tissue sarcoma: a randomised phase 3 multicentre studyLancet Oncol116Jun 2010 561 570

9.

PervaizNColterjohnNFarrokhyarFA systematic meta-analysis of randomized controlled trials of adjuvant chemotherapy for localized resectable soft-tissue sarcomaCancer1133Aug 1 2008 573 581

10.

FrustaciSGherlinzoniFDe PaoliAAdjuvant chemotherapy for adult soft tissue sarcomas of the extremities and girdles: results of the Italian randomized cooperative trialJ Clin Oncol192001 1238 1247

11.

EilberFCImpact of ifosfamide-based chemotherapy on survival in patients with primary extremity synovial sarcoma. ProcAm Soc Clin Oncol232004 (abstr. 9017)

12.

LejeuneFJKroonBBDi FilippoFIsolated limb perfusion: the European experienceSurg Oncol Clin N Am102001 821 832

13.

TaegerGRuchholtzSNiebelWIsolated extremity perfusion with TNF-alpha and melphalan in unresectable soft tissue sarcoma. Indications, principles and techniqueUnfallchirurg10772004 619 923

14.

EilberFCRosenGEckardtJTreatment-induced pathologic necrosis: a predictor of local recurrence and survival sarcomasJ Clin Oncol192001 3203 3209

15.

HartmannJTOechsleKBruggerWPhase II of neoadjuvant dose-intensive chemotherapy with adriamycin and ifosfamide followed by high-dose ICE in locally advanced soft tissue sarcomasAnn Oncol15suppl. 32004 198 199 (abstr. 752)

16.

YoungMMKinsellaTJMiserJSTreatment of sarcomas of the chest wall using intensive combined modality therapyInt J Radiat Oncol Biol Phys161989 49 57

17.

BudachVStuschkeMBudachWLocal recurrences of soft tissue sarcomas-A therapeutic challengeRec Res Cancer Res1381995 95 108

18.

LawrenceW Jr.DoneganWLNatarajanNAdult soft tissue sarcomas. A pattern of care survey of the American College of SurgeonsAnn Surg2051987 349 359

19.

SingerSAntmanKCorsonJMEberleinTJLong-term salvageability for patients with locally recurrent soft-tissue sarcomasArch Surg1271992 548 553

20.

HartmannJTPatelSRecent developments in salvage chemotherapy for patients with metastatic soft tissue sarcomaDrugs652005 167 178

21.

PatelSRGandhiVJenkinsJPhase II clinical investigation of gemcitabine in advanced soft tissue sarcomas and window evaluation of dose rate on gemcitabine triphosphate accumulationJ Clin Oncol192001 3483 3489

22.

BauerSSeeberSSchutteJGemcitabine in the treatment of soft tissue sarcomasOnkologie2722004 180 186

23.

MakiRGWathenJKPatelSRRandomized phase II study of gemcitabine and docetaxel compared with gemcitabine alone in patients with metastatic soft tissue sarcomas: results of sarcoma alliance for research through collaboration study 002J Clin Oncol2519Jul 1 2007 2755 2763

24.

DemetriGDChawlaSPvon MehrenMEfficacy and safety of trabectedin in patients with advanced or metastatic liposarcoma or leiomyosarcoma after failure of prior anthracyclines and ifosfamide: results of a randomized phase II study of two different schedulesJ Clin Oncol2725Sep 1 2009 4188 4196

25.

FerrariARhabdomyosarcoma in adults. A retrospective analysis of 171 patients treated at a single institutionCancer982003 571 580

26.

LeunenMBreugelmansMDe SutterPLow-grade endometrial stromal sarcoma treated with the aromatase inhibitor letrozoleGynecol Oncol953Dec 2004 769 771

27.

ChuMCMorGLimCLow-grade endometrial stromal sarcoma: hormonal aspectsGynecol Oncol9012003 170 176

28.

BurkeCHickeyKTreatment of endometrial stromal sarcoma with a gonadotropin-releasing hormone analogueObstet Gynecol1045 Pt 22004 1182 1184

29.

SpanoJPSoriaJCKambouchnerMLong-term survival of patients given hormonal therapy for metastatic endometrial stromal sarcomaMed Oncol2012003 87 93

30.

ChristensenBAnnweilerHSchütteJSchindlerAMaligne Müllersche Mischtumoren-Prognose, Verlauf und chemotherapeutische Möglichkeiten bei fortgeschrittenen Tumoren und RezidivenTumordiagn u. Ther151994 53 56

31.

SuttonGBrunettoVLKilgoreLA phase III trial of ifosfamide with or without cisplatin in carcinosarcoma of the uterus: A Gynecologic Oncology Group StudyGynecol Oncol7922000 147 153

32.

van RijswijkREVermorkenJBReedNCisplatin, doxorubicin and ifosfamide in carcinosarcoma of the female genital trac. A phase II study of the European Organization for Research and Treatment of Cancer Gynaecological Cancer Group (EORTC 55923)Eur J Cancer3942003 481 487

33.

CurtinJPBlessingJASoperJTDeGeestKPaclitaxel in the treatment of carcinosarcoma of the uterus: a gynecologic oncology group studyGynecol Oncol8322001 268 270

34.

CamposSMMatulonisUAPensonRTPhase II study of liposomal doxorubicin and weekly paclitaxel for recurrent Müllerian tumorsGynecol Oncol9032003 610 618

35.

MatulonisUCamposSDuskaL Gynecologic Oncology Research Program at Dana Farber/Partners Cancer Care; Dana Farber-Harvard Cancer Care A phase II trial of three sequential doublets for the treatment of advanced müllerian malignanciesGynecol Oncol9122003 293 298

36.

FletcherCDBermanJJCorlessCDiagnosis of gastrointestinal stromal tumors: A consensus approachHum Pathol332002 459 465

37.

MiettinenMLasotaJGastrointestinal stromal tumors: pathology and prognosis at different sitesSemin Diagn Pathol232May 2006 70 83 Review

38.

VerweijJCasaliPGZalcbergJProgression-free survival in gastrointestinal stromal tumours with high-dose imatinib: randomised trialLancet3642004 1127 1134

39.

BauerSHartmannJTde WitMResection of residual disease in patients with metastatic gastrointestinal stromal tumors responding to treatment with imatinibInt J Cancer1172005 316 325

40.

AntochGKanjaJBauerSComparison of PET, CT, and dual-modality PET/CT imaging for monitoring of imatinib (STI571) therapy in patients with gastrointestinal stromal tumorsNucl Med452004 357 365

41.

García-Del-MuroXLópez-PousaAMaurelJRandomized phase II study comparing gemcitabine plus dacarbazine versus dacarbazine alone in patients with previously treated soft tissue sarcoma: a Spanish Group for Research on Sarcomas studyJ Clin Oncol2918Jun 20 2011 2528 2533

42.

HoiczykMKuschelPGrabellusFRechallenge with ifosfamide-containing regimen as salvage option for patients with metastatic soft tissue sarcomas progressing after multiple pretreatmentsJ Clin Oncol30suppl2012 (abstr 10046)

43.

Van Der GraafWTBlayJChawlaSPPALETTE: A randomized, double-blind, phase III trial of pazopanib versus placebo in patients (pts) with soft-tissue sarcoma (STS) whose disease has progressed during or following prior chemotherapy-An EORTC STBSG Global Network Study (EORTC 62072)J Clin Oncol29suppl2011 (abstr LBA10002)

44.

StacchiottiSNegriTZaffaroniNSunitinib in advanced alveolar soft part sarcoma: evidence of a direct antitumor effectAnn Oncol227Jul 2011 1682 1690 Epub 2011 Jan 17

45.

RichterSPinkDHohenbergerPMulticenter, triple-arm, single-stage, phase II trial to determine the efficacy and safety of everolimus (RAD001) in patients with refractory bone or soft tissue sarcomas including GISTJ Clin Oncol2815s2010 (suppl; abstr 10038)

46.

ButrynskiJED'AdamoDRHornickJLCrizotinib in ALK-rearranged inflammatory myofibroblastic tumorN Engl J Med36318Oct 28 2010 1727 1733

47.

ThomasDHenshawRSkubitzKDenosumab in patients with giant-cell tumour of bone: an open-label, phase 2 studyLancet Oncol113Mar 2010 275 280

48.

RutkowskiPVan GlabbekeMRankinCJImatinib mesylate in advanced dermatofibrosarcoma protuberans: pooled analysis of two phase II clinical trialsJ Clin Oncol2810Apr 1 2010 1772 1779 Epub 2010 Mar 1

49.

ChawlaSPBlayJRay-CoquardILResults of the phase III, placebo-controlled trial (SUCCEED) evaluating the mTOR inhibitor ridaforolimus (R) as maintenance therapy in advanced sarcoma patients (pts) following clinical benefit from prior standard cytotoxic chemotherapy (CT)J Clin Oncol29suppl2011 (abstr 10005)

50.

DematteoRPBallmanKVAntonescuCRAdjuvant imatinib mesylate after resection of localised, primary gastrointestinal stromal tumour: a randomised, double-blind, placebo-controlled trialLancet3739669Mar 28 2009 1097 1104 Epub 2009 Mar 18

51.

JoensuuHErikssonMSundby HallKOne vs three years of adjuvant imatinib for operable gastrointestinal stromal tumor: a randomized trialJAMA30712Mar 28 2012 1265 1272

52.

DemetriGDReichardtP KangY-K Randomized phase III trial of regorafenib in patients (pts) with metastatic and/or unresectable gastrointestinal stromal tumor (GIST) progressing despite prior treatment with at least imatinib (IM) and sunitinib (SU): GRID trialJ Clin Oncol30suppl2012 (abstr LBA10008)

53.

MirODomontJCioffiAFeasibility of metronomic oral cyclophosphamide plus prednisolone in elderly patients with inoperable or metastatic soft tissue sarcomaEur J Cancer474Mar 2011 515 519

54.

CassierPAGelderblomHStacchiottiSEfficacy of imatinib mesylate for the treatment of locally advanced and/or metastatic tenosynovial giant cell tumor/pigmented villonodular synovitisCancer1186Mar 15 2012 1649 1655 doi: 10.1002/cncr.26409

55.

Ray-CoquardIGelderblomHChevreauCAn open-label international multicentric phase II study of nilotinib in progressive pigmented villo-nodular synovitis (PVNS) not amenable to a conservative surgical treatmentJ Clin Oncol30suppl2012 (abstr 10006)

56.

DewaeleBWasagBCoolsJActivity of dasatinib, a dual SRC/ABL kinase inhibitor, and IPI-504, a heat shock protein 90 inhibitor, against gastrointestinal stromal tumor-associated PDGFRAD842V mutationClin Cancer Res1418Sep 15 2008 5749 5758
Autorenadressen
PD Dr. med. Sebastian Bauer
Innere Klinik (Tumorforschung)
Universitätsklinikum Essen
Hufelandstr. 55
45122 Essen
Prof. Dr. med. Jörg T. Hartmann
Klinik für Innere Medizin II –
Hämatologie und Onkologie
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein –
Campus Kiel
Sarkomzentrum
Christian-Albrechts-Universität
Arnold-Heller-Str. 3
24105 Kiel
PD Dr. med. Lars Lindner
Medizinische Klinik
Klinikum der Universität München – Großhadern
Marchioninstr. 15
81377 München
PD Dr. med. Peter Reichardt
Klinik für Innere Medizin III/Hämatologie,
Onkologie und Palliativmedizin
Sarkomzentrum Berlin-Brandenburg
HELIOS Klinikum Bad Saarow
Pieskower Str. 33
15526 Bad Saarow
Prof. Dr. med. Peter M. Schlag
Klinik für Chirurgie und chirurgische Onkologie
Robert-Rössle-Klinik
Charité – Campus Berlin-Buch
13125 Berlin
Prof. Dr. med. Jochen Schütte
Klinik für Onkologie/Hämatologie/Palliativmedizin
Interdisziplinäres Onkologisches Zentrum/
Sarkom-Schwerpunkt
Marien Hospital Düsseldorf
Rochusstr. 2
40479 Düsseldorf

Holen Sie sich die neue Medizinwelten-App!

Schließen