© 2019 by Elsevier GmbH

Bitte nutzen Sie das untenstehende Formular um uns Kritik, Fragen oder Anregungen zukommen zu lassen.

Willkommen

Mehr Informationen

Welche Aussage zur Epidemiologie von NET ist korrekt?

  • Seit Jahren zeigt sich eine stabile Inzidenz.
  • Aufgrund des in der Regel benignen Verhaltens beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate mehr als 80%.
  • NET werden häufig in einem Stadium diagnostiziert, in dem eine kurative Therapie nicht mehr möglich ist
  • Aufgrund der verbesserten therapeutischen Möglichkeiten hat sich in den letzten Jahren eine stetige Verbesserung der 5-Jahres-Überlebensraten gezeigt.
  • Neuroendokrine Tumoren entstehen meist im Rahmen hereditärer Tumorsyndrome wie der multiplen Endokrinen Neoplasie Typ 1 (MEN-1).

Welche Aussage zur allgemeinen Diagnostik von NET ist falsch?

  • Eine genaue histologische Klassifikation von NET, die neben dem Tumorstadium auch den Differenzierungsgrad sowie ein Grading-System basierend auf dem Proliferationsindex beinhaltet, ist sowohl für die Abschätzung der Prognose als auch die weitere Therapieentscheidung unabdingbar.
  • Als allgemeiner biochemischer Tumormarker für NET eignet sich besonders Chromogranin A für die Verlaufskontrolle.
  • Die Höhe des Chromogranin-A-Spiegels korreliert bei GEP-NET in der Regel gut mit der Tumormasse und ist bei Patienten mit klassischen neuroendokrinen Karzinomen des Dünndarms ein unabhängiger Prädiktor für die Mortalität.
  • Da Chromogranin A eine hohe Spezifität aufweist, eignet es sich generell auch für die Primärdiagnostik von NET.
  • Falsch hohe Chromogranin-A-Spiegel können unter PPI-Therapie, bei chronisch atrophischer Gastritis oder eingeschränkter Nierenfunktion gemessen werden.

Welche Aussage zur bildgebenden Diagnostik von NET ist falsch?

  • Für pankreatische neuroendokrine Tumoren weist die Endosonographie die höchste Sensitivität unter den bildgebenden Verfahren auf.
  • Die bildgebende Diagnostik mittels CT oder MRT sollte, wenn möglich, mit Kontrastmittel durchgeführt werden und eine früh-arterielle Phase beinhalten.
  • Die funktionelle Bildgebung mittels Octreotid-Szintigraphie oder Ga68-DOTATOC/PET eignet sich nur für hormonaktive NET.
  • Die bildgebende Diagnostik mittels 18F-markierter Deoxyglukose (FDG-PET) hat, wenn überhaupt, lediglich bei der Diagnostik von niedrig differenzierten, hoch-proliferativen NET einen Stellenwert.
  • Der kombinierte Einsatz von Octreotid-Szintigraphie bzw. 68Ga-DOTATOC-PET in Kombination mit einem CT oder MRT ist dem alleinigen Einsatz nur eines der beiden Verfahren hinsichtlich der diagnostischen Wertigkeit überlegen.

Welche Aussage zur Chemotherapie von NET ist falsch?

  • Hoch differenzierte und in der Regel langsam wachsende GEP-NET gelten allgemein als chemotherapiesensibel.
  • Ausnahmen für den Einsatz einer Chemotherapie stellen gut bis mäßig differenzierte pankreatische NET dar sowie niedrig differenzierte rasch proliferative NET.
  • Chemotherapeutika der Wahl für gut und mäßig differenzierte NET pankreatischen Ursprungs sind Streptozotocin-haltige Schemata oder andere methylierende Zytostatika der neueren Generation (z.B. Temozolomid).
  • Bei pankreatischen NET kann mit einem objektiven Therapieansprechen auf eine Kombinationschemotherapie mit Streptozotocin und 5-FU oder Doxorubicin in ca. 30–40% der Fälle gerechnet werden.
  • Niedrig differenzierte neuroendokrine Karzinome sollten frühzeitig und aggressiv mit einer Platin-basierten Polychemotherapie (z.B. Cisplatin/Etoposid) behandelt werden.

Welche Aussage zur Strahlentherapie Neuroendokriner Tumoren ist richtig?

  • Neuroendokrine Tumoren weisen in der Regel eine hohe Strahlensensitivität auf und eignen sich gut für eine Radiotherapie.
  • Insbesondere bei gastrointestinal gelegenen NET erlauben die vergleichsweise hohen Toleranzdosen der umliegenden Organe eine hoch dosierte perkutane Radiotherapie mit einer meist guten lokalen Tumorkontrolle.
  • Eine sinnvolle Indikation zur Radiotherapie kann bei symptomatischen Metastasen zur lokalen Kontrolle des Tumorwachstums gegeben sein, insbesondere bei Knochen- oder Hirnmetastasen.
  • Aufgrund der guten Ansprechraten der Radiotherapie sollte diese bereits frühzeitig in Kombination mit anderen Therapieoptionen wie der Chemotherapie eingesetzt werden.
  • Wegen der guten Ansprechraten der Radiotherapie sollte hier auch eine intermittierende Verschlechterung der Lebensqualität in Kauf genommen werden.

Welche Aussage ist falsch? Für die Behandlung eines hoch differenzierten metastasierten neuroendokrinen Tumors des Dünndarms mit Karzinoid-Syndrom kommen folgende Therapieoptionen in Frage:

  • Somatostatinanaloga.
  • Resektion des Primärtumors.
  • Resektion der Lebermetastasen.
  • primäre Chemotherapie.
  • Interferontherapie.

Welche Substanzen werden klassischerweise für die symptomatische Therapie bei neuroendokrinen Tumoren eingesetzt? 1 Diazoxid. 2 Protonenpumpeninhibitoren. 3 Somatostatinanaloga. 4 Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer. 5 Interferon.

  • Nur 3 ist richtig.
  • Alle sind richtig.
  • 1–3 sind richtig.
  • Nur 3 und 4 sind richtig.
  • Nur 1, 2, 3 und 5 sind richtig.

Vorraussetzung für eine Radiorezeptorligandentherapie bei metastaseirten Neuroendokrinen Tumoren sind 1 eine Hormonaktivität des neuroendokrinen Tumors, 2 eine normale Nierenfunktion, 3 eine sehr gute Speicherung im Octreo-Scan, 4 hypervaskularisierte Metastasen.

  • Nur 2 ist richtig.
  • Alle sind richtig.
  • 1–3 sind richtig.
  • Nur 2 und 3 sind richtig.
  • Nur 3 ist richtig.

Welche Aussage ist falsch? Etabliertes, lokal ablatives Therapieverfahren bei hepatisch metastasierten neurendokrinen Tumoren ist

  • TACE (transarterielle Chemoembolisation).
  • TAE (transartielle Embolisation).
  • Hyperthermie.
  • Radiofrequenzablation.
  • SIRT selektive interne Radiotherapie.

Für folgende molekular zielgerichtete Substanzen wurde in großen kontrollierten Studien bei fortgeschrittenen, metastasierten hochdifferenzierten neuroendokrinen Tumoren ein signifikanter Effekt gezeigt: 1 Sunitinib. 2 Imatinib. 3 Everolimus. 4 Erlotinib.

  • Nur 2 ist richtig.
  • Alle sind richtig.
  • 1–3 sind richtig.
  • Nur 1 und 3 sind richtig.
  • Nur 3 ist richtig.

Holen Sie sich die neue Medizinwelten-App!

Schließen