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Welche Aussage ist richtig? Ein HIV-Antikörpernachweis beim Kind einer HIV-infizierten Mutter

  • ist beweisend für eine HIV-Infektion des Kindes.
  • ist beweisend für eine HIV-Infektion des Kindes > 18–24 Monate.
  • weist das HIV-Genom nach.
  • hat prognostische Bedeutung.
  • wird zur Therapiekontrolle verwandt.

Welche Aussage zu Therapieempfehlungen Rahmenbedingungen der Medikation ist richtig?

  • Es wird eine Monotherapie empfohlen.
  • Es wird eine kombinierte Therapie empfohlen.
  • Toxizitäten sind nicht zu erwarten.
  • Adhärenzprobleme sind nicht zu erwarten.
  • Resistenzprüfungen sind nicht notwendig.

Welche Aussage ist falsch? Opportunistische Infektionen sind

  • Folge der HIV-Infektion.
  • sind AIDS-definierend.
  • treten ohne Immunschwäche auf.
  • sind lebensbedrohend.
  • bedingt durch Erreger, die einem immunkompetenten Wirt nicht schaden.

Welche Aussage ist falsch? Die Infektionswege beim Kind sind

  • Übertragung des Virus während der Schwangerschaft.
  • Übertragung des Virus durch Stillen.
  • Übertragung des Virus durch sozialen Kontakt.
  • durch Transfusion.
  • durch kontaminierte Spritzen.

Welche Aussage ist falsch? Die Verhinderung der Mutter-Kind-Übertragung während der Schwangerschaft wird reduziert

  • durch Kaiserschnittentbindung am wehenfreien Uterus.
  • durch antiretrovirale Behandlung der Mutter.
  • durch antiretrovirale Behandlung von Mutter und Kind.
  • durch ART von Mutter und Kind und Kaiserschnittentbindung.
  • durch Infusion von Zidovudin vor der geplanten Kaiserschnittentbindung.

Welche der folgenden Aussagen ist falsch?

  • Die AIDS-Enzephalopathie ist eine primäre chronische Neuromanifestation der HIV-Infektion.
  • Epileptische Anfälle gehören zur obligaten Symptomatik der AIDS-Enzephalopathie.
  • Das Elektroenzephalogramm ist bei der AIDS-Enzephalopathie verlangsamt.
  • Die neurologische Eignung der Anti-HIV-Medikamente hängt u.a. von ihrer Liquorgängigkeit ab.
  • Die AIDS-Enzephalopathie lässt sich durch eine geeignete Therapie verbessern.

Welche Aussage trifft nicht zu? Die ZNS-Toxoplasmose bei AIDS

  • entwickelt sich in der Regel subakut.
  • tritt in 5–20% aller AIDS-Fälle auf.
  • tritt in der Regel nur bei fortgeschrittenem Immundefekt auf.
  • ist durch ihr pathognomonisches Bild in der kranialen Kernspintomographie leicht vom primären zerebralen Non-Hodgkin-Lymphom abgrenzbar.
  • kann durch eine Kombination von Pyrimethamin und einem Sulfonamid erfolgreich behandelt werden.

Welche der folgenden Aussagen ist richtig?

  • Kryptokokken gelangen über die Lunge in den Menschen.
  • Ganciclovir spricht vergleichbar gut bei CMV-Retinitis und CMV-Enzephalitis an.
  • HSV-Enzephalitiden werden bei HIV-Patienten grundsätzlich anders behandelt als bei Immunkompetenten.
  • Treponema pallidum kann bei HIV-Patienten unter Anti-HIV-Therapie keine Neurolues hervorrufen.
  • Die progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) bei AIDS-Patienten ist mit Antibiotika gut behandelbar.

Welche der folgenden Aussagen ist richtig?

  • HIV-Infizierte reagieren auf Psychopharmaka empfindlicher als gesunde Probanden.
  • Ein Delir tritt bei HIV-Infizierten eher selten auf.
  • Mittel der Wahl bei der Behandlung der so genannten AIDS-Demenz sind Acetylcholinesterase-Hemmer.
  • Prinzipiell sollte die Therapie psychotischer Symptome mit den so genannten typischen Neuroleptika erfolgen.
  • Die Inzidenz psychischer Störungen im Laufe einer HIV-Infektion ist eher gering.

Welche der folgenden Aussagen ist falsch?

  • Die Schmerzbehandlung HIV-Infizierter ist mit der von Karzinompatienten vergleichbar.
  • SSRI und SNRI sind Mittel der Wahl bei der Behandlung depressiver Störungen im Rahmen einer HIV-Infektion.
  • Im fortgeschrittenen Stadium einer HIV-Infektion finden wir bei psychischen Störungen in der Regel Mischbilder aus reaktiven, organischen, aber auch endogenen und persönlichkeitsbedingten Anteilen.
  • Bei HIV-Infizierten sind Psychopharmaka eher niedriger als üblich zu dosieren.
  • Gerade eine psychotherapeutische Behandlung kann die Prognose von HIV-Infektionen verbessern.

Welche Aussage ist falsch?

  • Die Diagnostik von Helminthiasen erfolgt durch den parasitologischen Erregernachweis und mittels Immundiagnostik.
  • Insbesondere Larvalstadien von Helminthen sind nur schwer nachweisbar.
  • Mittel der Wahl zur Behandlung intestinaler Nematodeninfektionen sind die Benzimidazolcarbamate Mebendazol und Albendazol.
  • Die Therapie von Helminthiasen mit Mebendazol und Albendazol ist meist ausgesprochen problematisch.
  • Bei einer Strongyloidiasis muss mit einer kontinuierlichen Autoinfektion gerechnet werden.

Welche Aussage ist falsch?

  • Die Therapie larvaler Nematodeninfektionen (Trichinose, Toxocariasis) ist häufig problematisch, da nur die Adultstadien unmittelbar nach der Infektion oder Larven im Migrationsstadium erfasst werden.
  • Das einzige Mittel zur Behandlung der lymphatischen Filariosen ist Diethylcarbamazin.
  • Praziquantel ist das Mittel der Wahl bei Trematodeninfektionen.
  • Bei akuter Schistosomiasis (Katayama-Syndrom) ist Praziquantel häufig ungenügend wirksam, sodass eine Wiederholung der Behandlung erforderlich ist.
  • Bei der Therapie einer Schistosomiasis mit Praziquantel besteht die Möglichkeit einer Zustandsverschlechterung oder von zerebralen Krampfanfällen.

Welche Aussage ist falsch?

  • Auch bei der Behandlung intestinaler Zestodeninfektionen ist Albendazol das Mittel der Wahl.
  • Eine Fasciolose kann mit Triclabendazol behandelt werden.
  • Bei der zystischen Echinokokkose stehen chirurgische, chemotherapeutische und interventionelle Behandlungsmethoden zur Verfügung, deren Einsatz und gegebenenfalls Kombination individuell abgewogen werden sollte.
  • Bei der chirurgischen oder minimal-invasiven Zystenentfernung muss besonders auf die Gefahr einer Sekundärechinokokkose geachtet werden.
  • Bei alveolärer Echinokokkose ist ein hoher Prozentsatz der Patienten zum Zeitpunkt der Diagnosestellung nicht oder nicht radikal operabel.

Welche Aussage ist falsch?

    Helminthiasen werden verursacht durch Nematoden (Rund- oder Fadenwürmer), Trematoden (Saugwürmer, Egel), Zestoden (Bandwürmer).
  • Bei Helminthiasen ist der Mensch mit Ausnahme der larvalen Zestodeninfektionen und einigen larvalen Nematodeninfektionen als Endwirt infiziert.
  • Bei gewebeinvasiven Wurminfektionen liegen häufig eine Bluteosinophilie und ein erhöhter Serum-IgE-Spiegel vor.
  • Selbst wenn signifikante Antikörper-Titer gegen Helminthen bei reisenden Europäern nachgewiesen werden, kann auf eine weitere parasitologische Diagnostik auf keinen Fall verzichtet werden.
  • Bei Bewohnern von Endemiegebieten sind Antikörper gegen Helminthen aufgrund der langjährigen Exposition weit weniger hilfreich.

Welche Aussage ist falsch?

  • Bei der Chagas-Krankheit kann es nach Jahren bis Jahrzehnten zu den Manifestationen des chronischen Krankheitsstadiums kommen.
  • Hauptmanifestationen der chronischen Chagas-Krankheit sind vor allem Kardiomyopathie und gastrointestinale Dilatationen (Megaösophagus, Megakolon).
  • Mittel der Wahl im akuten Krankheitsstadium der Chagas-Krankheit sind Benznidazol und Nifurtimox.
  • Die Schlafkrankheit verläuft in Stadien: dem akuten Trypanosomenschanker folgt ein hämatolymphatisches Stadium, das schließlich – nach variabler Latenzzeit – in ein meningoenzephalitisches Stadium übergeht.
  • Die Prognose der Chagas-Krankheit ist auch ohne Behandlung sehr gut.

Welche Aussage ist falsch?

  • Bei der Schlafkrankheit ist ein möglichst frühzeitiger Therapiebeginn von großer Bedeutung.
  • Mittel der Wahl zur Therapie der Schlafkrankheit im hämatolymphatischen Stadium sind Pentamidin und Suramin.
  • Bei T.-gambiense-Infektion im meningoenzephalitischen Stadium wird Pentamidin als Mittel der ersten Wahl eingesetzt.
  • Mittel der Wahl zur Therapie bei Infektion mit T. rhodesiense ist Melarsoprol.
  • Melarsoprol führt bei bis zu 10% der behandelten Patienten zur Enzephalopathie.

Welche Aussage ist falsch?

  • Die afrikanische Hautleishmaniasis heilt ohne Therapie nicht aus.
  • Bei der amerikanischen Hautleishmaniasis ist der Verlauf typischerweise über Jahre persistierend.
  • Bei der amerikanischen Hautleishmaniasis kann es durch Aussaat zum Übergang in eine mukokutane Leishmaniasis kommen.
  • Bei der afrikanischen Hautleishmaniasis ist eine zurückhaltende Therapie angezeigt (Kryotherapie, Paromomycin-Salbe, intraläsionale Behandlung mit Natriumstibogluconat).
  • Bei der amerikanischen Hautleishmaniasis wird zur Therapie mit systemischer Chemotherapie geraten (Miltefosine, Amphotericin B, Antimonpräparate).

Welche Aussage ist falsch?

  • In der Therapie der mukokutanen Leishmaniasis sollten liposomales Amphotericin B oder Miltefosine vor Antimonpräparaten bevorzugt werden, da sie bei gleicher Effektivität eine geringere Toxizität aufweisen.
  • Die viszerale Leishmaniasis tritt bei AIDS-Kranken nicht gehäuft auf.
  • Mittel der Wahl bei viszeraler Leishmaniasis sind Miltefosine oder Amphotericin B.
  • Rezidive der viszeralen Leishmaniasis sind noch nach Monaten möglich.
  • Leishmanien werden durch Stiche von Phlebotomen (Schmetterlingsmücken, engl. sand flys) übertragen.

Welche Aussage ist falsch?

  • Beim Nachweis von Skabies und Filzläusen sollte das mögliche Vorliegen anderer sexuell übertragbarer Krankheiten abgeklärt werden.
  • Bei Skabies und Läusebefall besteht Meldepflicht beim Auftreten in Gemeinschaftseinrichtungen.
  • Schulbesuch ist auch bei Skabies und Läusebefall vorgeschrieben.
  • Die Therapie der Skabies erfolgt primär mit topisch anwendbaren Antiskabiosa (Benzylbenzoat, Crotamiton, Lindan oder Allethrin in Kombination mit Piperonylbutoxid).
  • Zur Therapie von Kopf- und Filzläusen geeignet sind Crotamiton, Lindan oder Pyrethroide.

Welche Aussage ist falsch?

  • Flohstiche werden symptomatisch behandelt.
  • Die entscheidende Maßnahme bei Floh- und Wanzenstichen ist die Entwesung der befallenen Räume.
  • Zecken sollten so schnell wie möglich vorsichtig vollständig entfernt werden.
  • Die Möglichkeit der Übertragung des Hepatitis-B-Virus durch Wanzen gilt als unwahrscheinlich.
  • Nach einem Zeckenstich ist auf das Auftreten eines Erythema migrans als Hinweis auf eine Borrelieninfektion zu achten.
  • Therapie-Handbuch – CME-Fragen zur 13. Nachlieferung Fragen zu Kapitel S Infektionskrankheiten und Schutzimpfungen ((zu den Beiträgen S3.7, S3.12 und S3.19 aus Folgelieferung THB 13)) Es ist immer nur eine Antwort pro Frage zutreffend. Einsendeschluss ist der 15.12.2011. Wenn Sie mindestens 70% der Fragen korrekt beantwortet haben, erhalten Sie 2 CME-Punkte. Bei richtiger Beantwortung von 100% der Fragen bekommen Sie 3 CME-Punkte.

Bei Kindern mit Katzenkratzkrankheit

  • wird als Erreger ein neues felines Bocavirus angenommen.
  • sollte die Diagnose immer histologisch gesichert werden.
  • ist eine chirurgische Therapie in der Regel sinnvoll.
  • kann die Diagnose in der Regel mit Hilfe der Serologie gestellt werden.
  • sind β-Laktam-Antibiotika Mittel der Wahl.

Typische und häufige Befunde bzw. Symptome der Katzenkratzkrankheit sind?

  • Arthritis und Arthralgien.
  • Urethritis und Schmerzen beim Wasserlassen.
  • Pneumonie und Hautausschlag.
  • Fieber und lokalisierte Lymphknotenschwellung.
  • Weichteilabszesse und fistelnde Wunden.

Bei Kindern mit protrahiertem Fieber und Lymphknotenschwellung muss welcher Infektionserreger in Erwägung gezogen werden?

  • Bartonella henselae.
  • Leishmania infantum.
  • Mycoplasma pneumoniae.
  • Anaplasma phagocytophilum.
  • Borrelia burgdorferi s. l.

Der Nahrungsmittelbotulismus zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Es handelt sich um eine lebensmittelübertragene Infektionskrankheit des Dickdarms durch Clostridium difficile.
  • Ein erhöhtes Erkrankungsrisiko entsteht (typischerweise im Sommer) bei Verzehr von rohen Eiern, Eierspeisen oder Softeis.
  • Bei Auftreten in Gemeinschaftseinrichtungen besteht ein hohes Übertragungsrisiko.
  • Die Diagnose kann in der Regel einfach durch den direkten kulturellen Erregernachweis im Stuhl erfolgen.
  • Der Erreger vermehrt sich typischerweise in verunreinigten Nahrungsmitteln, die Erkrankung selbst ist eine Intoxikation.

Für die Therapie des Nahrungsmittelbotulismus gelten folgende Aussagen:

  • Die unmittelbare anaerobierwirksame Antibiotikatherapie ist lebensrettend.
  • Eine Magenspülung muss immer, unabhängig von der Dauer der zurückliegenden Einnahme des potenziell kontaminierten Lebensmittels, durchgeführt werden.
  • Die Antitoxingabe wirkt auch noch in der Spätphase der Erkrankung auf bereits synaptisch gebundenes und neurologisch wirkendes Toxin.
  • Supportive intensivmedizinsche Maßnahmen sind nur in besonders schweren Fällen zu erwägen.
  • Bei dem verfügbaren heterologen Antiserum sind schwere allergische Reaktionen zu bedenken.

Für den Wundbotulismus gelten folgende Aussagen:

  • Das klinische Bild entspricht dem des Nahrungsmittelbotulismus einschließlich der gastrointestinalen Symptome.
  • Da es sich um eine Toxin-Erkrankung handelt, ist eine antibiotische Therapie nicht indiziert.
  • Um weitere traumatische Schäden im Gewebe zu vermeiden, sollten chirugische Maßnahmen auf ein Minimum reduziert werden.
  • Die kausale Therapie besteht in der Verabreichung von IgM-angereicherten Plasma-Immunglobulinen.
  • Nekrose oder anaerobe Mischinfektionen begünstigen die Vermehrung des Erregers.

Für den Gasbrand gelten folgende Aussagen:

  • Es gibt klare Evidenz für die Wirksamkeit der hyperbaren Sauerstofftherapie.
  • Eine Wundrevision ist nur indiziert bei Ischämie der Extremitäten.
  • Neben der lokalen Gewebszerstörung durch das Toxin droht ein septisches Krankheitsbild mit Multiorganversagen.
  • Da es sich um eine Toxinerkrankung handelt, ist eine bakteriologische Untersuchung des infizierten Wundgebiets nicht diagnoseweisend.
  • Der postoperative Gasbrand kommt in der Regel nur nach offenen, äußerst selten nur nach minimal-invasiven Eingriffen vor.

Typische Symptome und Befunde bei Gasbrand sind:

  • interstitielle Pneumonie.
  • Hämolyse.
  • hämorrhagische Colitis.
  • Muskellähmungen.
  • Pankreatitis.

Die neurologischen Symptome des Tetanus sind u.a. gekennzeichnet durch

  • tonische zerebrale Krampfanfälle.
  • klonische zerebrale Krampfanfälle.
  • fokale zerebrale Krampfanfälle.
  • schwere Bewusstseinsstörungen.
  • paroxysmale Dysregulationen des autonomen Nervensystems.

Zu den Säulen der Therapie des Tetanus zählen nicht

  • die antibiotische Therapie.
  • Tetanus-Antitoxin.
  • das chirurgische Débridement.
  • die hyperbare Sauerstofftherapie.
  • die intensivmedizinsche Überwachung und Behandlung.
  • Therapie-Handbuch – CME-Fragen zur 10. Nachlieferung Fragen zu Kapitel S Infektionskrankheiten und Schutzimpfungen Es ist immer nur eine Antwort pro Frage zutreffend. Einsendeschluss ist der 13.12.2010. Wenn Sie mindestens 70% der Fragen korrekt beantwortet haben, erhalten Sie 2 CME-Punkte. Bei richtiger Beantwortung von 100% der Fragen bekommen Sie 3 CME-Punkte.

Welche Aussage zur Aspergillose ist richtig?

  • Von den pathogenen Aspergillen werden am häufigsten A. fumigatus, A. rubrum und A. alba isoliert.
  • Eine kulturelle Untersuchung ist bei der Diagnostik nicht notwendig.
  • Der Antigen-Nachweis kann diagnostisch hilfreich sein.
  • Die Antikörper-Testung gilt als zuverlässigste Methode.
  • Bei manifester Aspergillose sind Blutkulturen meist positiv.

Welche Aussage zur Aspergillose ist falsch?

  • Die allergische bronchopulmonale Aspergillose (ABPA) ist keine Infektionskrankheit, sondern beruht auf einer Hypersensitivitätsreaktion.
  • Ein Aspergillom kann sich aus einer Aspergillen-Pneumonie entwickeln oder entsteht sekundär durch Besiedelung einer Kaverne bei Tuberkulose oder malignen Prozessen der Lunge.
  • Für die Therapie der invasiven Aspergillose werden Amphotericin B, Itraconazol oder Voriconazol empfohlen.
  • Eine Sekundärprophylaxe sollten alle Patienten erhalten, die einer weiteren Chemotherapie oder einer Knochenmarktransplantation mit der Gefahr einer neuerlichen Neutropenie unterzogen werden müssen.
  • Das Aspergillom kann zuverlässig durch eine systemische antimykotische Therapie behandelt werden.

Welche Aussage zu Mukormykosen ist falsch?

  • Im Gegensatz zu Aspergillen sind die Mukoraceen nicht ubiquitär, sondern kommen nur in wenigen Nahrungsmitteln vor.
  • Die wichtigste Form ist die rhinozerebrale Mukormykose, die meist von einer Infektion der Nebenhöhlen ihren Ausgang nimmt.
  • Serologische Tests spielen keine Rolle.
  • Therapeutisch gilt es zunächst, die zugrunde liegende Störung zu korrigieren, also meist eine gute Einstellung des Diabetes mellitus zu erreichen.
  • Auf die chirurgische Herdausräumung kann keinesfalls verzichtet werden.

Welche Aussage zur Aspergillose ist richtig?

  • Für die Diagnose entscheidend ist der serologische Nachweis.
  • Ein wichtiger Risikofaktor für die Disseminierung einer Candidainfektion ist die Neutropenie.
  • Bei der chronisch mukokutanen Candidiasis liegt wie bei AIDS ein T-Zell-Defekt zugrunde, weshalb die Krankheit auch meist auf die inneren Organe beschränkt bleibt.
  • Die chronische disseminierte Candidiasis betrifft vor allem Diabetiker.
  • Blutkulturen sind für die Diagnostik entscheidend.

Welche Aussage zur Therapie der Aspergillose ist falsch?

  • Für eine Katheterfungämie bei einem ansonsten nicht besonders gefährdeten Patienten kann zwar die Entfernung des Katheters als therapeutische Maßnahme ausreichend sein, in keinem Fall kann aber eine Organabsiedelung mit allen möglichen Folgen schnell und sicher ausgeschlossen werden.
  • Bei neutropenischen Patienten soll die antimykotische Therapie mindestens bis zur Erholung der Neutrophilen fortgesetzt werden.
  • Bei einer Candidämie ohne Hinweis auf eine Organbeteiligung kann sowohl Fluconazol, als auch liposomales Amphotericin B eingesetzt werden.
  • Bei einer Candida-Sepsis oder akuten disseminierten Candidiasis, also bei Hinweis auf Organabsiedelungen, ist insbesondere bei neutropenischen Patienten die Gabe von Fluconazol zu empfehlen.
  • Eine Therapiealternative ist Caspofungin.

Welche Aussage zur Aspergillose ist falsch?

  • Bei der Candida-Endokarditis wird heute meist ein früher Klappenersatz angestrebt.
  • Bei der Candida-Stomatitis sollte stets systemisch mit Amphotericin B behandelt werden.
  • Bei der Candida-Vaginitis empfiehlt sich die Mitbehandlung des Partners. In 85–95% der Fälle wird damit ein Erfolg erzielt.
  • Die symptomlose Candidurie ist häufig nach Antibiotika oder nach Blasenkatheter.
  • Bei der Candida-Peritonitis muss der Katheter entfernt werden, wenn nach 4–7 Tagen keine Besserung erreicht ist.

Welche Aussage zur Kryptokokkose ist falsch?

  • Hohe Konzentrationen von Kryptokokken finden sich im Taubenmist.
  • Eine schnelle Diagnose gelingt bei der Meningoenzephalitis in der Hälfte der Fälle oft schon durch Mikroskopie eines Tuschepräparats des Liquors.
  • Im Liquor zeigen sich keine Veränderungen.
  • Bei einer Meningoenzephalitis ohne AIDS-Hintergrund sollte eine Kombinationsbehandlung mit liposomalem AmB und 5-FC eingeleitet werden.
  • Für die pulmonale Kryptokokkkose gilt: ist der Zustand stabil und ergibt sich kein Hinweis auf Disseminierung, kann der Patient abwartend beobachtet werden.

Welche Aussage zum Amphotericin B ist falsch?

  • Amphotericin B kann fungistatisch und fungizid wirken.
  • AmB weist eine Nephrotoxizität auf.
  • Die liposomale Form von AmB weist deutlich geringere nephrotoxische Effekte auf.
  • Die Nephrotoxizität von AmB wird durch Volumen- und Kochsalzzufuhr nicht gemindert.
  • Bis zu einer kumulativen Dosis von 3–5 g AmB ist der nephrotoxische Efekt meist reversibel.

Welche Aussage zu den Azolen ist falsch?

  • Azole wirken fungizid durch Hemmung der Ergosterolsynthese und damit Störung des Zellmembranaufbaus.
  • Ketoconazol steht nur in oraler Form zur Verfügung.
  • Ketoconazol sollte wegen fehlender Resorption nicht zusammen mit Antazida gegeben werden.
  • Fluconazol ist derzeit das einzige Azol, das in oraler und in parenteraler Zubereitung vorliegt.
  • Fluconazol hat eine gute Liquorgängigkeit.

Welche Aussage zu den Azolen ist richtig?

  • Fluconazol weist allgemein eine schlechte Verträglichkeit auf.
  • Itraconazol wird im Serum kaum an Protein gebunden und hat dadurch eine sehr gute Liquorgängigkeit.
  • Voriconazol hat ein eingeschränktes Wirkungsspektrum gegen Aspergillus spp.
  • Posaconazol wird sehr schnell resorbiert und eliminiert.
  • Voriconazol wird rasch resorbiert, die Bioverfügbarkeit liegt bei 90%.

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