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B978-3-437-26914-1.00007-1

10.1016/B978-3-437-26914-1.00007-1

978-3-437-26914-1

Wirkstoffe zur Wundantiseptik

Tab. 7.1
Wirkstoff Vorteile Nachteile
Octenidin
  • Wirksam gegen Bakterien, Pilze, einige Viren

  • Keine Resistenzbildung

  • Nicht zytotoxisch

  • Gering allergen

  • Keine Resorption

  • Wirkeintritt innerhalb 60 Sek.

  • Für Säuglinge und Frühgeborene geeignet

  • Nicht anwenden bei Spülungen in der Bauchhöhle, Harnblase, Nase, nicht am Trommelfell

  • Knorpeltoxisch, nicht zur Gelenkspülung geeignet

  • Teilweise Schmerzen

  • Achtung: nicht unter Druck injizieren, Abfluss muss gewährleistet sein

Polyhexanid
  • Wirksam gegen Bakterien, Pilze

  • Keine Resistenzbildung

  • Nicht zytotoxisch

  • Gering allergen

  • Keine Resorption

  • Wirkungseintritt nach 10–20 Min.

  • Knorpeltoxisch, nicht zur Gelenkspülung geeignet

  • Nicht geeignet für Anwendungen an ZNS, Mittel-, Außenohr, Innenauge

  • Nicht anwenden während der ersten 4 Schwangerschaftsmonate

Povidon-Jod
  • Wirksam gegen Bakterien, Pilze, Protozoen, sporozid

  • Keine Resistenzbildung

  • Nicht zytotoxisch

  • Wirkeintritt innerhalb 30 Sek.

  • Kurzzeitige Anwendung bei Infektionen oder verschmutzten, traumatischen Wunden

  • Nicht anwenden bei

    • Schilddrüsenerkrankungen, Lithiumtherapie

    • Vor und nach Radiojodanwendung

    • Frühgeborenen < 1500 g

  • Strenge Indikation bei Säuglingen

  • Resorption

  • Braunfärbung der Wunde

  • Allergien, Schmerzen

  • Achtung: nur bedingt zur Anwendung bei chronischen Wunden geeignet

Entbehrliche und obsolete Wirkstoffe zur Wundantiseptik

Tab. 7.2
Substanz Empfehlung
8-Chinolinol (Chinosol®) Entbehrlich
Chlorhexidin Entbehrlich
Ethacridinlactat (Rivanol®) Obsolet
Farbstoffe Obsolet
Nitrofural Entbehrlich
Organische Quecksilberverbindungen Obsolet
Quartäre Ammoniumverbindungen, z.B. Benzalkoniumchlorid Entbehrlich
Silbersulfadiazin (z.B. Flammazine®) Entbehrlich
H2O2 3% (Wasserstoffperoxid) Entbehrlich

Wundversorgung und Verbände

Claudia Schatz

(Vorauflage: Kerstin Protz)
  • 7.1

    Wunde, Wundheilung368

    • 7.1.1

      Wundeinteilung368

    • 7.1.2

      Physiologie der Wundheilung368

  • 7.2

    Verbandwechsel369

  • 7.3

    Wundreinigung und Wundspülung372

    • 7.3.1

      Wundreinigung372

    • 7.3.2

      Wundspülung374

  • 7.4

    Wundverbände377

    • 7.4.1

      Wundauflagen der konventionellen Wundversorgung377

    • 7.4.2

      Moderne Wundversorgung379

    • 7.4.3

      Versorgung spezieller Wunden383

    • 7.4.4

      Zusätzliche Maßnahmen bei Wundtherapie386

  • 7.5

    Wunddokumentation387

    • 7.5.1

      Wundanamnese387

    • 7.5.2

      Kriterien der Wunddokumentation388

  • 7.6

    Rechtliche Aspekte in der Wundversorgung389

Wunde, Wundheilung

Eine Wunde entsteht durch die Durchtrennung verschiedener Gewebsschichten infolge äußerer oder innerer Ursachen. Dabei können neben den Hautschichten der Epidermis, Dermis oder Subkutis auch tiefer gelegene Strukturen wie Bänder, Sehnen oder Knochen geschädigt werden.

Wundeinteilung

Einteilung nach Entstehungsursache
Akute Wunde
Eine akute Wunde entsteht unmittelbar durch äußere Einflüsse (mechanische, thermische, chemische, strahlenbedingte, iatrogene Wunden). Akute Wunden heilen in der Regel primär und ohne Komplikationen ab.
Chronische Wunde
Von einer chronischen Wunde wird gesprochen, wenn die Wunde trotz kausaler und lokaler Behandlung nach 4–12 Wochen keine Heilungstendenz zeigt. Chronische Wunden entstehen oft in pathologisch verändertem Gewebe (z. B. Ulcus cruris, Dekubitus).
Einteilung nach dem Kontaminationsgrad
Aseptische Wunde
Durch einen aseptischen Eingriff entstandene Wunde, die keine Entzündungszeichen aufweist, z. B. nach Osteosynthesen.
Kontaminierte Wunde
Es sind Mikroorganismen in der Wunde vorhanden, sie vermehren sich aber nicht. Dazu gehören alle offen behandelten Wunden, z. B. Verbrennungswunden, chronische Wunden, Drainageaustrittsstellen.
Kolonisierte Wunden
Die vorhandenen Mikroorganismen vermehren sich, zeigen aber noch keine Wirtsreaktion.
Kritisch kolonisierte Wunden
Die Keimlast steigt und die Wundheilung ist verzögert.
Infizierte Wunden
Sichtbare Wirtsreaktion und typische Infektionszeichen zeigen sich (Rubor, Calor, Dolor, Tumor, Functio laesa).

Physiologie der Wundheilung

Die Wundheilung ist ein komplexer biologisch-chemischer Vorgang. Sie verläuft in mehreren sich überlappenden Phasen. Ziel ist die morphologische und funktionelle Wiederherstellung von zerstörtem Gewebe.
Phasen der Wundheilung
Die Wundheilung verläuft in drei ineinander übergreifenden Phasen:
  • Reinigungs- oder Exsudationsphase: Blutstillung durch Engstellung der Gefäße und Gerinnungsfaktoren, Abwehrzellen (Leukozyten, insbesondere Makrophagen) wandern ein und bauen Bakterien und Gewebenekrosen ab

  • Proliferations- oder Granulationsphase: Einwanderung von Fibroblasten und Aufbau eines Gerüsts für die Gewebeneubildung, Anlagerung von Endothelzellen, Verfestigung durch Kollagenfasern, Einsprießen von Kapillaren, Ausbildung von gefäßreichem Granulationsgewebe

  • Reparations- oder Epithelisierungsphase: Wundkontraktion durch Abgabe von Wasser und Gefäßrückbildung im Granulationsgewebe, Einwanderung der Epithelzellen vom Wundrand, Ausbildung von faserreichem Narbengewebe, Verschluss durch Verdickung der Zellschicht.

Primäre Wundheilung
Eine primäre Wundheilung ist möglich bei infektionsfreien akuten Wunden ohne Substanzverlust, eng aneinanderliegenden, gut durchbluteten Wundrändern. Sie erfolgt unter weitgehender Wiederherstellung der normalen Strukturen und es bleibt nur eine minimale Vernarbung zurück.
Sekundäre Wundheilung
Die sekundäre Wundheilung erfolgt bei klaffenden und/oder bakteriell kontaminierten/kolonisierten, infizierten, großflächigen oder chronischen Wunden. Sie erfolgt offen, mit verzögertem Heilungsverlauf und unter ausgeprägter Narbenbildung.
Wundheilungsbeeinflussende Faktoren
Lokal hemmende Faktoren
Diese gehen direkt von der Wunde aus, z. B. Fremdkörper, Infektionen, vorgeschädigtes Gewebe, Hämatome, Nekrosen, Beläge, Druck.
Systemisch hemmende Faktoren
Diese gehen vom Körper aus (durch den gesamten Organismus belastende Faktoren), z. B. hohes Alter, Malnutrition, Medikamente (Kortikosteroide, Chemotherapeutika, Antibiotika u. a.), psychische Verfassung, Immobilität.

Verbandwechsel

Jede Wunde ist aseptisch zu behandeln, da Keime eine Wundheilung behindern oder unmöglich machen. Ziel der Wundbehandlung ist die primäre Wundheilung. Verbände werden postoperativ deshalb standardisiert unter strenger Einhaltung aseptischer Grundsätze gewechselt, damit es nicht zu einer nosokomialen Wundinfektion mit nachfolgender sekundärer Wundheilung kommt.

Ziele des Verbandwechsels
  • Wundkontrolle

  • Wundbeurteilung und evtl. Therapieanpassung

  • Verhinderung der Einschleppung von Keimen

  • Bekämpfung einer bereits bestehenden oder beginnenden Infektion.

Hygienischer Verbandwechsel bei Wunden
Verbandwagen
Verbandwechsel:hygienischerNach Benutzung werden die Flächen des Verbandwagens gereinigt und desinfiziert, alle Materialien aufgefüllt und die gebrauchten Instrumente zur Sterilisation gegeben. Eine Routinereinigung und Überprüfung auf Vollständigkeit und Verfallsdatum erfolgt einmal wöchentlich. Die fr00FCher übliche Unterscheidung zwischen einem Verbandwagen für aseptische und einem für infizierte Wunden ist nicht erforderlich, wenn der Wagen vor Kontamination geschützt und desinfizierend gereinigt wird. Gemäß den RKI-Empfehlungen (2007) können Verbandwechsel mit Verbandwagen oder mit Tablettsystem durchgeführt werden.
Vorbereitung
  • Adäquate Schmerzmedikation, Wirkeintritt abwarten

  • Patienten über geplante Maßnahmen informieren, Verbandwechsel in den Tagesablauf einplanen

  • Händedesinfektion

  • Benötigte Utensilien auf dem Verbandwagen vorbereiten

  • Fenster und Türen schließen. Dafür sorgen, dass keine anderen Tätigkeiten während des Verbandwechsels im Patientenzimmer ausgeführt werden (z. B. Putzarbeiten, Bettenmachen) und dass keine Besucher ins Zimmer kommen → Intimsphäre des Patienten wahren

  • Verbandwagen oder Tablettsystem verwenden, bei Nutzung des Tablettsystems Utensilien auf einem desinfizierten Tablett ins Zimmer bringen, Abwurfbehälter bereitstellen

  • Sorgfältige Planung der Durchführung; Vollständigkeit des Materials überprüfen

  • Arbeitsfläche im Zimmer schaffen (z. B. Patientenklapptisch), per Wischdesinfektion (Kap. 2) reinigen, alle benötigten Utensilien darauf bereitstellen

  • !

    Keine Materialien im Patientenbett ablegen

  • Sterile Materialien immer patientenfern, unsterile patientennah ablegen

  • Patientenbett auf Arbeitshöhe bringen, Patienten entsprechend lagern, Bettschutz unterlegen, auf gute Beleuchtung achten

  • Einmalschürze anlegen, hygienische Händedesinfektion durchführen und keimarme Einmalhandschuhe anziehen, evtl. Mund-Nasen-Schutz anlegen.

Durchführung

Non-Touch-Technik

Non-touch-PrinzipBeim Verbandwechsel findet immer die Non-Touch-Technik Anwendung, d. h., die Wunde wird nur mit sterilen Instrumenten, Materialien bzw. sterilen Handschuhen berührt, nie mit bloßen Händen („non-touch“).

Achtung

Mit bereits kontaminierten Handschuhen keine Gegenstände anfassen, die andere Personen mit den Händen wieder berühren, auch keine Türklinke, um vergessenes Material zu holen!

  • Aufwendige Verbandwechsel zu zweit planen, ggf. im separaten Zimmer durchführen

  • Alten Verband mit keimarmen Einmalhandschuhen abnehmen, Verkrustungen zuvor durch Anfeuchten mit Ringer-Lösung oder NaCl 0,9 % lösen

  • !

    Inspektion der Wundauflage: Wundexsudat, Qualität, Quantität → Wundauflage im bereitgestellten Abwurfbehälter entsorgen

  • Handschuhwechsel und hygienische Händedesinfektion (Kap. 2) durchführen

  • Wundreinigung aseptischer Wunden: immer von innen nach außen. Dazu gehören auch alle offen heilenden (kontaminierten und kolonisierten) Wunden

  • Wundumgebung nicht tupfen, sondern wischen, pro Wischgang eine neue sterile Kompresse oder sterilen Tupfer verwenden

  • Gebrauchtes Material sofort entsorgen (nicht zwischenlagern!)

  • !

    Inspektion der Wunde

  • Einmalhandschuhe wechseln und hygienische Händedesinfektion durchführen

  • Wundversorgung erfolgt nach ärztlicher Anordnung

  • Verband fixieren, bei Verwendung von Fixiervliesen auf falten- und spannungsfreie Applikation achten

  • Einmalhandschuhe ausziehen, entsorgen, hygienische Händedesinfektion durchführen.

Nachbereitung
  • Patienten fragen, ob der Verband bequem sitzt

  • Patienten informieren, sich zu melden, wenn er Veränderungen am Verband feststellt, z. B. Schwellungen, Schmerzen

  • Patienten bei der gewünschten bzw. erforderlichen Lagerung unterstützen

  • Arbeitsfläche desinfizieren, Abwurfbeutel verschließen und außerhalb des Zimmers entsorgen, hygienische Händedesinfektion durchführen

  • Verbandwechsel einschließlich der Wundbeobachtungen in der Patientenakte dokumentieren.

Verbandwechsel bei infizierten Wunden
Die Durchführung des Verbandwechsel:septischerVerbandwechsels bei infizierten Wunden entspricht in vielen Punkten der eines Verbandwechsels bei kontaminierten/kolonisierten Wunden. Abweichend gilt:
  • Infizierte Wunden immer von außen nach innen reinigen

  • Wundreinigung und -versorgung ggf. mit Antiseptika und antiinfektiven Wundauflagen nach ärztl. AO durchführen

  • Bei mehreren infizierten Wunden immer die mit speziellen Problemkeimen (z. B. MRSA Kap. 2) zuletzt verbinden

  • Bei speziellen Wundkeimen (z. B. MRSA Kap. 2) Schutzkleidung nach Hygienerichtlinien.

Bei klinischen Zeichen einer Infektion, bei Durchfeuchtung, Verschmutzung oder Lageverschiebung muss der Verband sofort gewechselt werden!

Verbandwechsel bei OP-Wunden
Die meisten operativ bzw. im Rahmen von invasiven Eingriffen gesetzten Inzisionen werden intraoperativ bzw. am Ende des Eingriffs primär verschlossen und mit einer geeigneten sterilen Wundauflage geschützt.
Aufgabe der Wundauflage
  • Aufnahme von Wundsekret

  • Schutz vor mechanischen Einflüssen

  • Schutz vor Verunreinigungen, Mikroorganismen.

Verbandwechsel
  • !

    Der erste Verbandwechsel ist aus hygienischer Sicht frühestens nach 24–48 h sinnvoll. Kürzere Zeitspannen erhöhen das Risiko der Verletzung des Fibrinnetzes

  • Durchgeblutete oder feuchte Wundabdeckungen werden sofort gewechselt

  • Nach 48 h ist in der Regel kein weiterer Verband nötig. Ein weiterer Wundverband ist teilweise sinnvoll als Schutz vor mechanischen Irritationen

  • Eine antiseptische Behandlung der Wunde ist nur bei infizierten Wunden indiziert und erfolgt nach ärztlicher Anordnung

  • Der postoperative Verbandwechsel erfolgt nach der gleichen Vorgehensweise wie oben beschrieben.

Wundreinigung und Wundspülung

Durch Wundreinigung und -spülung werden avitales Gewebe, Fremdkörper, Beläge und Wundexsudat entfernt. Erst nach erfolgter Wundreinigung ist eine adäquate Wundbeurteilung möglich. Bei einer sekundär heilenden oder chronischen Wunde wird die Reinigungsphase mittels DebridementDébridement unterstützt.

Wundreinigung

Débridement

Das medizinische Vorgehen zur Entfernung von avitalem Gewebe.
Débridementarten
Mechanisches Débridement
  • Auswischen oder Ausspülen von Belägen, Zelltrümmern, Verbandresten und Abfallstoffen mit geeigneten Lösungen unter Zuhilfenahme von Spritzen, Knopfkanülen oder Spülkathetern und sterilen Kompressen

  • !

    Schmerzhafte Methode aufgrund der Reibung, des Drucks und der damit einhergehenden Oberflächenreizung der Wunde. Zudem kann sie zur Traumatisierung von frischem Gewebe wie Granulation und Epithelisierung führen.

Eine schonendere Alternative zum Auswischen ist das wiederholte Auflegen steriler, angefeuchteter Kompressen mit leichtem Andruck auf die Wunde. Beim Abnehmen bleibt etwas Belag an der Kompresse haften. Dieser Vorgang wird mit jeweils einer neuen Kompresse wiederholt, bis keine Rückstände mehr haften bleiben.

Chirurgisches Débridement
  • Radikale Abtragung von avitalem Gewebe, Nekrosen, Belägen und/oder Entfernung von Fremdkörpern mit Skalpell, scharfem Löffel, Ringkürette bis in intakte Strukturen

  • Schnellste und effektivste Möglichkeit der Wundreinigung, jedoch invasiv und nicht gewebeschonend

  • Da eine Wundinfektion zu einer Osteitis führen kann, ist mitunter eine Knochenresektion Bestandteil des chirurgischen Débridements

  • Die Durchführung erfolgt wenn notwendig in Lokalanästhesie (z. B. EMLA®-Creme) oder Narkose.

Achtung

Chirurgisches Débridement wird nur von qualifizierten Ärzten durchgeführt. Wenn der Zustand des Patienten keine Narkose zulässt, finden alternative Maßnahmen Anwendung. Gerinnungsstörungen sowie die Einnahme von Gerinnungshemmern sind vorab abzuklären.

Autolytisches Débridement
  • Schonendste, aber auch zeitintensive Débridementform

  • Nutzt die physikalische Wirkung von Flüssigkeit auf Beläge, indem Hydrogele in Gelform, die zu 60–95 % aus Wasser bestehen, aufgebracht werden, oder Alginate, Hydrofaser als Primärauflage verwendet werden. Sie weichen durch ihre Feuchtigkeit Nekrosen und Beläge auf; dies kann auch durch die permanente Abgabe von Feuchtigkeit einer speziellen Wundauflage zur Nasstherapie erreicht werden

  • Nutzt zudem die Wirkung körpereigener proteolytischer Enzyme im eingeschlossenen Wundexsudat auf abgestorbenes Gewebe

  • Fördert durch die zugeführte Feuchtigkeit zudem das Zellwachstum. Nekrosen und Beläge verlieren durch Rehydration ihre innere Festigkeit und lösen sich vom Wundgrund. Danach sind sie leicht aus der Wunde zu spülen.

Weitere Arten der Wundsäuberung
Biochirurgisches Débridement
  • Steril gezüchtete Maden (Lucilia sericata) werden im Polyesternetz (Biobag) auf die Wundfläche gesetzt

  • Die im Madenspeichel enthaltenen eiweißaufspaltenden Enzyme verflüssigen Nekrosen und Beläge

  • Zusätzlich antibakterielle Wirkung durch Stoffe in den Ausscheidungen der Maden.

Enzymatisches Débridement
  • Biosynthetische hergestellte proteolytische Enzyme werden zum Abbau von avitalem Gewebe genutzt

  • Enzyme verflüssigen in Wechselwirkung mit körpereigenen Eiweißen Nekrosen und Beläge.

Ultraschalldébridement
  • Fibrinbeläge, Zelltrümmer und Keime werden mittels niederfrequenten Leistungs-Ultraschalls in Kombination mit einer Spüllösung aus der Wunde ausgespült. Die Spüllösung gelangt durch den Ultraschallimpuls bis in die tieferen Wundregionen und wirkt dort durch Kavitation (zyklisch sich bildende und wieder zusammenfallende Mikrogasblasen) reinigend sowie bakterien- und pilztötend

  • Wirkungen sind Förderung der Granulation, Anregung der Proliferation der Fibroblasten und Stimulation der Kollagensynthese.

Achtung

Einige Patienten empfinden, obwohl diese Débridementart schonend ist, Schmerzen, weshalb sich vorab eine Lokalanästhesie mit z. B. EMLA®-Creme empfiehlt.

Wundspülung

WundspülungVerbandwechsel:WundspülungErgänzend zum Débridement kommt insbesondere in der Reinigungsphase eine Wundspülung zum Einsatz, um Restbeläge, Zelltrümmer, Verbandstoffreste und Bakterien aus der Wunde zu entfernen.
Wundspüllösungen
Kriterien
Kriterien einer zeitgemäßen Wundspüllösung sind:
  • Steril

  • Physiologisch

  • Nicht reizend/schmerzerzeugend

  • Ohne resorbierbare Bestandteile

  • Farblos.

Geeignete Wundspüllösungen
  • Wundspülung:LösungenUnkonservierte Lösungen: NaCl 0,9 %, Ringer-Lösung

  • Wirkstoffhaltige, konservierte Lösungen mit Octenidin oder Polyhexanid

  • !

    Leitungswasser zum Ausduschen der Wunde ausschließlich mit endständigen Wasserfiltern (Wundspüllösungen müssen steril sein)

  • !

    Aus hygienischen Gründen kein Einsatz von Wundbädern, da hier die Infektionsgefahr steigt.

Als Biofilm wird eine komplexe mikrobielle Gemeinschaft bezeichnet. Diese bilden eine schützende Schleimmatrix. Biofilme auf der Wunde sind nicht einfach zu erkennen. Hinweise ergeben sich, wenn Wunden trotz beherrschter Grunderkrankung nicht heilen.

Biofilme behindern die Wundheilung!

Zur Entfernung des Biofilms sollte möglichst ein chirurgisches Débridement oder Ultraschalldébridement eingesetzt werden. Falls dies nicht möglich ist → Einsatz von Antiseptika.

Antiseptika
  • AntiseptikaAntiseptika werden bei infektgefährdeten oder infizierten Wunden eingesetzt

  • !

    Antiseptika sind Arzneimittel.

Kriterien
Kriterien eines zeitgemäßen Antiseptikums (Tab. 7.1) sind:
  • Ohne Lücken im Spektrum

  • Kein Eiweißfehler

  • Keine Resistenzbildung

  • Farblos

  • Schmerzarm/-frei

  • Nicht allergen

  • Ohne resorbierbare Bestandteile.

Geeignete Wirkstoffe zur Wundantiseptik
Ungeeignete Wirkstoffe zur Wundantiseptik

Entbehrliche und obsolete Wirkstoffe und Wundantiseptik

Laut der Konsensus-Empfehlung zur Auswahl von Wirkstoffen für die Wundantiseptik sind die in Tab. 7.2 zusammengefassten Wirkstoffe für die Wundbehandlung obsolet oder entbehrlich.
Verwendbarkeit
Verwendbarkeit von Wundspüllösungen nach Anbruch:
  • !

    Unkonservierte Lösungen wie Ringer- und NaCl-0,9 %-Lösung sind direkt nach Anbruch zu verwerfen

  • Bei konservierten Lösungen und Antiseptika ist die Verwendbarkeitsdauer laut Hersteller zu beachten.

Wundspüllösungen richtig anwenden

Wundspüllösungen sollten grundsätzlich erwärmt werden, um unnötige Schmerzen zu vermeiden und die Wundheilung nicht negativ zu beeinflussen.

Zum Anwärmen von Wundspüllösungen/Antiseptika eignen sich z. B.

  • Trocken-/Wärmeschränke oder temperiertes Wasserbad

  • Kleinere Behältnisse unter laufendem Warmwasserhahn entsprechend anwärmen

  • !

    Kein Erwärmen in der Mikrowelle → Temperatur kann innerhalb des Behältnisses sehr unterschiedlich sein.

Unzeitgemäße Produkte zur Wundbehandlung
Lebensmittel
  • Wundspülung:unzeitgemäßeBeispiele: Haushaltshonig, Zucker, Quark, Kohlblätter

  • Sind für die Wundversorgung weder zugelassene Medizinprodukte (1.4.8) noch Arzneimittel

  • Sie erfüllen nicht die erforderlichen hygienischen Voraussetzungen → deshalb ist ihr Einsatz in der Wundversorgung nicht zulässig.

Lokalantibiotika
  • Wirken nur oberflächlich und sind wundheilungshemmend

  • Haben substratspezifische Lücken im Wirkspektrum

  • Fördern Resistenzentwicklungen und Kontaktallergien.

Farbstoffe
  • Durch Verfärbung keine Wundbeurteilung möglich

  • Gerben und trocknen die Wunde aus → Abtötung bereits bestehender oder frischer Zellen (zelltoxisch) → ggf. unterstellbarer Tatbestand der vorsätzlichen Körperverletzung

  • Wirken nur mäßig bakterizid, enthalten z. T. Schwermetalle → hohe Belastung für menschlichen Organismus und Umwelt.

Wundverbände

Wundauflagen der konventionellen Wundversorgung

Aufgaben
  • Polsterfunktion

  • Schutz gegen äußere Einflüsse

  • Aufsaugen von Wundexsudat

  • Träger für Arzneimittel

  • Als Tupfer/Kompresse zur Wund- bzw. Wundrandreinigung zu verwenden

  • Sekundärverband.

Überblick über konventionelle Wundauflagen
Mullkompressen
Eigenschaften
  • MullkompressenMehrlagiges Baumwollgewebe (16- bis 32-fach), fein oder grob gewirkt

  • Saugen Wundexsudat bei Kontakt mit dem Wundgrund auf.

Anwendung
  • Werden in der Wundreinigung zum Auswischen der Wunde und zur Säuberung des Wundrands genutzt

  • Erstabdeckung von postoperativen Wunden

  • Bei häufigen Verbandwechseln stark exsudierender Wunden in der Reinigungsphase.

Kontraindikationen
Als Primärverband bei sekundär heilenden, granulierenden und epithelisierenden Wunden besteht Verklebungsgefahr.
Vlieskompressen
Eigenschaften
  • VlieskompresseWerden durch Verfestigung von Viskose, Baumwolle oder synthetischen Fasern hergestellt

  • Sind weich, anschmiegsam.

Anwendung/Kontraindikationen
Wie Mullkompressen.
Saugkompressen
Eigenschaften
  • SaugkompressenHülle: Vliesstoff (meist wasserabweisende, hydrophobe Fasern), der im direkten Kontakt zum Wundgrund steht

  • Innen: hydrophile Materialien, z. B. Zellwolle, Watte zur Resorption von Wundexsudat

  • Hohes Aufnahmevermögen.

Anwendung
  • Postoperative Wunden (Erstabdeckung)

  • Stark sezernierende Wunden in der Reinigungsphase (bei häufigen VW).

Kontraindikationen
Als Primärabdeckung bei:
  • Tiefen/unterminierten Wunden

  • Schwach nässenden Wunden

  • Wunden in der Granulations-/Epithelisierungsphase.

Wundschnellverbände
Eigenschaften
  • Haushaltsübliches Pflaster: haftendes Trägermaterial, Innenseite saugende Auflage

  • Zeitsparende Fixierung.

Anwendung
  • Primär heilende postoperative Wunden

  • Erstversorgung kleinerer akuter Wunden (Bagatellverletzungen)

  • !

    Achtung: Klebefläche muss Saugschicht umschließen, sonst keine gute Abschirmung gegen Keimbefall.

Kontraindikationen
Tiefe und sekundär heilende Wunden.
Beschichtete Wundgaze
Eigenschaften
Wundgaze, beschichteteBeschichtete WundgazeGrobmaschiges Netz, je nach Produkt aus natürlichen oder Kunstfasern, dessen Beschichtung mit hydrophober Salbe wie Vaseline/Paraffin ein Verkleben mit dem Wundgrund verhindern soll.
Anwendung
  • Bei oberflächlichen Schürf- und Risswunden, Meshgraftplastiken, exulzerierenden Tumorwunden, Verbrennungen etc. → um ein schmerzhaftes Verkleben mit Kompressen zu vermeiden

  • !

    Beschichtete Gaze immer mit Kompresse zur Aufnahme des Wundexsudats abdecken.

Achtung

  • Einige Produkte verkleben bei geringer Exsudatmenge mit dem Wundgrund

  • Gefahr der feuchten Kammer, wenn Produkte doppelt gelegt werden. Hier besteht dann das Risiko eines Wundinfekts

  • Fetthaltige Salben können Poren der Haut verkleben, Gasaustausch behindern, zur Mazeration der Umgebungshaut führen.

Wunddistanzgitter
Eigenschaften
  • Fein gewobene Netze, die eine gute Alternative zu den herkömmlichen beschichteten Wunddistanzgittern darstellen

  • Sehr unterschiedlich aufgebaut, z. B. Silikonbeschichtung, Hydrokolloidpartikel

  • Verzichten auf eine alleinige Beschichtung mit besonders fetthaltigen Salben

  • Die Feinporigkeit mindert zusätzlich das Verklebungsrisiko mit dem Wundgrund.

Anwendung
Siehe Beschichtete Wundgaze.
Nachteile der konventionellen Wundversorgung
  • Durch starken Saugreiz erfolgt eine Austrocknung der gesamten Wunde → trockener, harter Wundschorf bis hin zur Nekrose → Abheilung wird blockiert

  • Kaum Schutz vor Infektionen oder Feuchtigkeit von außen, z. B. bei inkontinenten Patienten

  • Neue Kapillaren wachsen in den Verband → frisch einsprießendes Gewebe wird regelrecht abgerissen → „Wundpeeling“

  • Schmerzintensiver Verbandwechsel bei Verklebung

  • Keine Wärmeisolation → eine Kompresse kann nur Temperaturen entsprechend der vorherrschenden Zimmertemperatur gewährleisten. Da die Mitose erst ab 28 °C stattfindet, sind auch Temperaturen ab dieser Stufe bei einer Wundauflage wünschenswert → Kälte verzögert den Heilungsprozess, insbesondere das Zellwachstum.

Konventionelle Wundverbände sind geeignet für die primär heilende Wunde. Sie ist durch eine Naht geschlossen. Der Wundverband ist hauptsächlich als Schutzfunktion vorhanden.

Moderne Wundversorgungsprodukte sind nicht nötig und wirtschaftlich nicht sinnvoll!

Moderne Wundversorgung

Moderne WundversorgungsprodukteWundversorgung:moderneWundversorgung:hydroaktive erhalten ein feuchtwarmes Klima in der Wunde. Dies gilt für alle sekundär heilenden Wunden mit erforderlichem Gewebeaufbau als Standardtherapie und wird auch als hydroaktive Wundversorgung bezeichnet. Aktive Wundversorgung umfasst Wundauflagen, die zusätzlich Substanzen benutzen, die die Wundheilung fördern, z. B. Kollagen, Wachstumsfaktoren.
Kriterien des idealen Wundverbands nach T. D. Turner (1979)
  • Aufrechterhaltung eines feuchten Milieus im Wundverband:AnforderungenWundbereich

  • Entfernung von überschüssigem Exsudat und toxischen Bestandteilen

  • Gewährleistung des Gasaustauschs

  • Thermische Isolierung der Wunde

  • Schutz vor Sekundärinfektion durch Undurchlässigkeit für Mikroorganismen von außen

  • Ermöglichung eines atraumatischen Verbandwechsels

  • Keine Abgabe von Fasern oder anderer Fremdstoffe.

Voraussetzungen
Der ideale Wundverband allein bedingt noch keine zügige Wundheilung. Erst nach entsprechender Diagnostik und im Zusammenhang mit der Kausaltherapie unter Behandlung und Ausschaltung der Ursachen ist es möglich, den Heilungsprozess adäquat zu initiieren, z. B.:
  • Dekubitus: Minimierung/Ausschaltung von Druck-, Reibe- und Scherkräften gehen der Behandlung dieses Krankheitsbilds voran

  • Ulcus cruris venosum: eine adäquate Kompression ist zusätzlich zur Wundversorgung unerlässlich

  • Arterielle Durchblutungsstörung: Bevor eine angepasste Wundversorgung erfolgreich zum Einsatz kommt, muss zunächst eine Revaskularisation erfolgen, z. B. durch eine Gefäßdilatation oder Bypass-OP (8.3.3).

Eine adäquate Wundversorgung wird phasengerecht auf die Abläufe und Zustände innerhalb der Wunde angepasst. Zu Beginn der Behandlung steht immer die Wundreinigung (7.3).

Auswahl der Wundauflage
Die Auswahl der Wundauflagen:AuswahlkriterienWundauflage ist abhängig von:
  • Wundheilungsphase

  • Wundgrund, z. B. Nekrose, freiliegende Sehne, Granulation

  • !

    Möglichen Infektionszeichen oder bestehender Infektion

  • Exsudatmenge

  • !

    Zustand des Wundrands und der Wundumgebung

  • Schmerzen, Patientenbedürfnissen und Akzeptanz der Wundauflage durch den Patienten

  • Handhabbarkeit und Wirtschaftlichkeit

  • Wechselintervall: abhängig vom Abheilungszustand der Wunde bzw. der Exsudation und den jeweiligen Herstellerangaben.

Moderne Wundauflagen
Die nachfolgenden Produktnennungen sind ohne Anspruch auf Vollständigkeit! Die Beschreibung der Materialien und der Anwendung ist absichtlich kurz gehalten, um die Übersichtlichkeit zu gewährleisten. Maßgeblich sind immer die Anwenderhinweise des Herstellers.

Achtung

Zum Einsatz bei Nekrosen, WundversorgungNekrosen/Belägen:

  • Vor Behandlung einer Nekrose unbedingt Klärung der Durchblutungssituation

  • Trockene Nekrosen bei einer pAVK dürfen erst im Anschluss an eine erfolgreiche Revaskularisation behandelt werden

  • !

    Bis dahin erfolgen lediglich trockene/konventionelle Verbandwechsel.

Hydrogele in Gelform
Eigenschaften
  • Hydrogele in GelformEnthalten 60–95 % gebundenes Wasser, sind aber selbst nicht in Wasser löslich, z. T. sind Alginate, Carboxymethyl- und Hydroxyethylcellulose, Propylenglykol und Natriumchlorid enthalten

  • Durch Abgabe von Feuchtigkeit schonendes Aufweichen von Nekrosen und Belägen.

Anwendung
  • Zum Feuchthalten trockener Wunden sowie freiliegender Strukturen (Muskel-, Knochen-, Sehnengewebe)

  • Dickes Auftragen erforderlich; je nach Belagdicke ca. 0,3–0,5 cm

  • Sekundärabdeckung erforderlich

  • Verweildauer: bis zu 3 Tagen.

Bei trockenen Belägen → semipermeable Transparentfolie, bei eher feuchten Belägen → feinporigen Polyurethanschaum zur Exsudataufnahme einsetzen.

  • Bei Infektion Einsatz von konservierten Hydrogelen (Zusatz von Octenidin oder Polyhexanid)

  • !

    Gefahr der Mazeration des Wundrands → Wundrandschutz (z. B. Hautschutzfilm).

Indikation
  • Fibrinbelegte Wunden

  • Trockene, schwach sezernierende Wunden

  • Nekrose.

Alginate
Eigenschaften
  • AlginateWerden aus marinen Braunalgen hergestellt

  • Geben initiiert durch Kontakt mit dem Wundexsudat Kalziumionen an die Wunde ab und nehmen gleichzeitig Natriumionen auf → Quellvorgang beginnt

  • Anlagerung von Zelltrümmern/Abfallstoffen/Keimen im aufgequollenen Alginat → Reinigungsfunktion (nur bei ausreichend feucht exsudierenden Wunden möglich, da sonst die notwendige Gelumwandlung nicht stattfinden kann)

  • Können große Exsudatmengen in ihre Struktur aufnehmen, geben sie jedoch unter Druck nahezu vollständig wieder ab → Mazerationsgefahr

  • Wirken durch enthaltenes Kalzium zusätzlich blutstillend

  • Granulationsfördernd.

Anwendung
  • Als Kompresse und Tamponade erhältlich

  • Sekundärabdeckung erforderlich

  • Verweildauer: je nach Exsudation bis zu 4 Tagen.

Achtung

Gefahr der Mazeration des Wundrands → Wundrandschutz (z. B. Hautschutzfilm).

Indikation
  • Mäßig-stark sezernierende Wunden

  • Tiefe Wundtaschen, Wundhöhlen

  • Blutende Wunden

  • Infizierte Wunden.

Schaumverbände/Hydropolymerverbände
Eigenschaften
  • PolyurethanschaumverbandHydropolymerverbändeFeinporige PolyurethanschaumverbändeBestehen aus einem fein/grobporigen Polyurethanschaumkissen, z. T. mit Superabsorbern, zur Aufnahme besonders großer Exsudatmengen

  • Zusätzlich sind speziell den Anforderungen der mäßig feuchten Wunde angepasste Schäume (dünn/„light“-Produkte) erhältlich, die die Wunde nicht austrocknen

  • Mit/ohne Klebefläche (für problematische Umgebungshaut) und als Cavity-Produkte zum Austamponieren tiefer Wunden/Wundhöhlen erhältlich

  • Nehmen große Exsudatmengen in ihre Struktur auf, binden Zelltrümmer und Bakterien

  • Granulationsfördernd.

Anwendung
  • Einsatz unter begleitender Kompressionstherapie möglich

  • Bei Cavity-Schäumen Sekundärabdeckung erforderlich.

Indikation
  • Mäßig-stark sezernierende Wunden

  • Alle Phasen der Wundheilung.

Hydrokolloidverbände
Eigenschaften
  • Semiokklusive Wundauflage bestehend aus einer wasserabweisenden Polymermatrix, in der hydrophile Teilchen wie Gelatine, Zellulosederivate und Pektin eingelagert sind

  • Bilden bei Kontakt mit dem Wundexsudat ein gelbes Gel (kein Eiter!)

  • Können oberflächliche Beläge aufweichen/verflüssigen

  • Wirken granulationsfördernd.

Anwendung
Körperwarm anmodellieren.
Indikation
Schwach-mäßig stark exsudierende Wunden.
Hydrofasern
Eigenschaften
  • HydrofaserBestehen aus Natriumcarboxymethylzellulose

  • Verfügen über ein hohes Aufnahmevermögen für Wundexsudat

  • Wandeln sich unter Aufnahme von Wundexsudat in ein transparentes Gel um, das sich nur vertikal (nach oben) ausdehnt

  • Als Kompressen und Tamponaden erhältlich.

Anwendung
  • Sekundärabdeckung erforderlich

  • Bei eher trockenen Wunden Anfeuchtung des Verbands.

Indikation
Mäßig-stark exsudierende Wunden.
Semipermeable Transparentfolien
Eigenschaften
  • Bestehen aus einer semipermeablen Polyurethanfolie

  • Transparenz gewährleistet eine gute Wundbeobachtung

  • Können kleine Feuchtigkeitsmengen abdunsten, aber kein Exsudat aufnehmen.

Anwendung
  • Sind als primäre oder sekundäre Wundabdeckung geeignet

  • Zum Fixieren von Wundauflagen auch unsteril erhältlich.

Indikation
  • Abdeckung von epithelisierenden Wunden

  • Trockene primär heilende Wunden

  • Fixation von Wundauflagen.

Versorgung spezieller Wunden

Infizierte Wunden
  • Wunde:infizierte, VersorgungWundversorgung:infizierte WundeSymptome einer Wundinfektion: Rötung, Schwellung, Schmerz, Überwärmung, Eiter, Funktionseinschränkung

  • Zusätzliche Merkmale: starke und ggf. eitrige Exsudation, Geruch, erhöhte Keimanzahl (über 105 koloniebildenden Einheiten pro Gramm/Gewebe).

Silberhaltige Wundauflagen
Wundauflage:silberhaltige Silberhaltige Wundauflagen

Achtung

Aufmerksame Lektüre der Beipackzettel ist vor Anwendung unerlässlich! Manche Auflagen sind nur für infektgefährdete Wunden indiziert, andere müssen mit speziellen Lösungen vorab angefeuchtet werden, manche benötigen eine Sekundärabdeckung etc.

Eigenschaften
  • Sind je nach Produkt sehr unterschiedlich aufgebaut: in Kombination mit Alginaten, Hydrofaser, Schaumverbände etc.

  • Nutzen die bakterizide Wirkung des Silbers, um Bakterien, aber auch Viren und Pilze erfolgreich abzutöten

  • Silber wird in die Wunde abgegeben oder verbleibt im Verband.

Anwendung
  • !

    Da die Produkte sehr unterschiedlich sind, Herstellerangaben beachten!

  • Je nach Produkt Sekundärabdeckung erforderlich.

Adäquate Anwendung von Silberprodukten

Empfehlung der Expertengruppe wounds international (www.woundsinternational.com).

  • Anwendung nur bei infizierten Wunden

  • Ausnahme: Anzeichen für hohes Infektionsrisiko

  • Dauer der Anwendung max. 2 Wochen

  • Vorsicht bei Kindern und sehr großen Wunden.

Indikation
Infizierte Wunden.
Wirkstofffreie Wundauflage mit hydrophober Wechselwirkung
Eigenschaften
  • Bindet und inaktiviert Keime nach dem Prinzip der hydrophoben Wechselwirkung und kommt ohne die Verwendung chemischer Zusätze aus

  • Als Kompressen, Tamponaden, Tupfer erhältlich.

Anwendung
Je nach Produkt Sekundärabdeckung erforderlich
Indikation
  • Infizierte Wunden

  • Zur Prophylaxe bei infektanfälligen Wunden.

Wunden mit Geruchsbildung
Wundversorgung:GeruchsbekämpfungInsbesondere bei infizierten und exulzerierenden Tumorwunden können Gerüche auftreten, die sowohl für den Patienten/Angehörige als auch für das versorgende Personal unangenehm sind.
Aktivkohlekompressen
  • AktivkohlekompressenJe nach Produkt sehr unterschiedlicher, mehrschichtiger Aufbau

  • Binden durch die enthaltene Aktivkohle Gerüche und Toxine.

Anwendung
Da die Produkte sehr unterschiedlich sind, Herstellerangaben beachten!
Unterminierte Wunden
Wunde:unterminierteWundversorgung:unterminierte WundenEine Wundauflage benötigt immer Kontakt zum Wundgrund, deshalb müssen Taschenbildungen sowie Fistelungen/Gänge grundsätzlich vorab aufgefüllt werden. So wird ein verfrühtes Verschließen der Wunde von „oben“ vermieden, während sich darunter noch ein infektgefährdeter Hohlraum befindet.
Geeignete Wundauflagen sind u. a.:
  • Alginate

  • Hydrofaser

  • Cavity-Polyurethanschäume

  • Produkte mit hydrophober Wechselwirkung.

Verbrennungswunden
  • Verbrennungswunden können sehr unterschiedlich sein. Die lokale Behandlung richtet sich nach der Verbrennungstiefe

  • Verbrennungsnekrosen sind ein idealer Nährboden für Keime und müssen deshalb abgetragen werden

  • Die Wundreinigung erfolgt mit antiseptischen Lösungen, um Infektionen vorzubeugen

  • Einsatz von Wundgazen/Wunddistanzgitter, um Verklebungen zu vermeiden

  • Bei großflächigen Wunden und große Exsudatmengen Einsatz von Superabsorbern

  • Es gelten die Prinzipien der modernen feuchten Wundversorgung.

Wunden mit sehr großen Exsudatmengen
Große Exsudatmengen sind für den Patienten sehr belastend und für die Wundheilung ungünstig, wenn die Wunde zu nass ist.
Superabsorber
Eigenschaften
  • Absorbieren große Exsudatmengen

  • Wundexsudat verbleibt in der Auflage, auch unter Kompression → Mazerationsschutz.

Anwendung
Vorsicht bei großen Wundauflagen, diese können sehr schwer werden und evtl. Druck auf die Wunde ausüben.

Spezielle Wundauflagen

Es gibt noch eine Vielzahl an weiteren Wundauflagen, besonders in der aktiven Wundversorgung, z. B. Hyaluronsäure, Kollagen. Diese werden hauptsächlich bei chronischen Wunden eingesetzt.

Lokale Unterdrucktherapie/Vakuumtherapie
VakuumtherapieUnterdrucktherapieBei großflächigen Defektwunden, unterminierten Wunden, Wundhöhlen und -taschen ist eine spezielle Form der Wundversorgung – die sog. lokale Unterdrucktherapie – eine zusätzliche Versorgungsoption. Unter Verwendung von Wundfüller, Schlauchsystem und Pumpe wird lokal in der Wunde ein Unterdruck erzeugt. Aufbauend auf diesem Prinzip, bietet der Markt unterschiedliche Materialien an.
Indikationen
  • Traumatische Wunden, z. B. offene Frakturen, Kompartmentsyndrom

  • Akute Wunden

  • Chronische Wunden, z. B. Dekubitus, Ulcus cruris, diabetisches Fußsyndrom

  • Stark exsudierende Wunden

  • Lappenplastiken und Gewebetransplantate (Grafts)

  • Oberflächliche Verbrennungen

  • Dehiszente Wunden, Platzbauch.

Kontraindikationen
  • Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber dem Produkt oder seinen Bestandteilen

  • Vorliegen von nekrotischem Gewebe/Schorf

  • Unbehandelte Osteomyelitis

  • Maligne Tumorwunden

  • Direktes Auflegen über freiliegenden vulnerablen oder sensitiven Strukturen (Bänder, Sehnen, Blutgefäßen, Anastomosestellen, freiliegende Organe, Nerven)

  • Nicht enterokutane oder nicht untersuchte Fisteln.

Achtung

  • Faszienlücken (durch den Unterdruck kann z. B. der Darm geschädigt bzw. perforiert werden; ggf. zur Vermeidung vorher Silikonnetz auflegen)

  • !

    Patienten mit aktiven Blutungen/erhöhter Blutungsneigung oder Patienten, die Antikoagulanzien einnehmen.

Eigenschaften
  • Wundkonditionierung/Wundreinigung

  • Abtransport von Toxinen/Reduzierung von Keimbesiedlung

  • Exsudatmanagement

  • Vermeidung von Kreuzinfektion durch geschlossenes System

  • Stimulation von Gewebeneubildung/Granulationsförderung

  • Verbesserung der Durchblutung im Wundgebiet

  • Reduktion des Wundödems.

Anwendungshinweise
  • Aufwendige Therapieform, spezielle Anwendererfahrungen sind erforderlich

  • Vakuum ist kontinuierlich zu überwachen

  • Einweisung durch Medizinprodukteberater ist vorab erforderlich.

Die Vakuumtherapie darf nur unter Vorsichtsmaßnahmen angewendet werden bei:

  • Patienten mit Gerinnungsstörungen, während einer Antikoagulanzientherapie, bei aktiven Blutungen oder schwerwiegender Hämostase im Wundbett

  • Klinisch infizierten Wunden: engmaschige Kontrollen; Verbandwechsel nach ärztl. Anordnung ggf. alle 24–48 h; bei infizierten Wunden nicht als alleinige Therapiemaßnahme zu nutzen

  • Ischämischen Wunden: besondere Beobachtung notwendig, um eine adäquate Durchblutung der Wunde zu gewährleisten

  • Instabilen Strukturen, z. B. Knochenfragmenten in der Wunde, können durch die Therapie beeinträchtigt werden

  • Patienten mit bestrahlten oder genähten Blutgefäßen oder Organen

  • Patienten mit fehlender Adhärenz/Compliance.

Komplikationen
  • Allergische Reaktionen auf Bestandteile der Produkte

  • Rötungen, Mazerationen, Hautabschürfungen an den Wundrändern durch unzureichende Vorbereitung/Schutz, auslaufende Versorgung oder Gaze auf der Haut

  • Hypergranulation durch zu lange Behandlungsdauer

  • Drainage durch zähflüssiges Wundexsudat blockiert → keine Saugkraft

  • Druckstellen durch Drainageschläuche

  • Bildung einer feuchten Kammer bei unbemerktem Sogausfall → hohes Infektionsrisiko, Gefahr der Sepsis

  • Blutungsgefahr durch Schädigung der Gefäßwand beim Versiegeln von freiliegenden Gefäßen im Wundgebiet

  • Anfängliche Schmerzen.

Zusätzliche Maßnahmen bei Wundtherapie

Wundversorgung:ZusatzmaßnahmenNur wenn der Patient die Notwendigkeit zur Mitarbeit erfassen kann und ausreichend Antrieb hat, ist die Grundlage für den Erfolg der Behandlung gelegt.
Psyche
  • Eine stabile Psyche wirkt sich positiv auf den Heilungsprozess aus

  • Häufig wird beobachtet, dass sich der gesundheitliche Zustand von Patienten infolge einer drastischen Änderung der Lebensumstände verschlechtert → ggf. Eigenmanipulation an der Wunde

  • Depressive Patienten benötigen Zuspruch und Motivation.

Hautschutz
  • Hautpflege:WundversorgungBesonderes Augenmerk auf Pflege und Schutz der umgebenden Haut (3.5.3) bei der Wundversorgung legen

  • Wundrandschutz mit transparenten Hautschutzfilmen mittels Applikator oder Spray als Mazerationsschutz bei exsudierenden Wunden

  • Bei Stuhlinkontinenz → Einsatz spezieller Hilfsmittel, z. B. Stuhldrainagesysteme Fäkalkollektoren (3.7.1) oder Analtampons

  • !

    Analtampons regelmäßig bzw. mind. 3× tgl. wechseln → ansonsten Ileusgefahr.

Salben werden zwar häufig als Hautschutz verwendet, wirken aber bei der feuchten Wundversorgung störend:

  • Verbände haften nicht

  • Verkleben die Poren

  • Vermischen sich mit dem Wundexsudat

  • Undurchsichtige Salbe verhindert die Wundbeobachtung

  • !

    Am Wundrand nur zugelassene, sterile Medizinprodukte verwenden.

Ernährung
  • Ernährung:WundversorgungAusgewogen und angepasst

  • Eiweißreiche Kost mit ausreichend Vitamin C und Zink, ggf. auch hochkalorische Kost

  • Auf ausreichend Flüssigkeit achten (6.3).

Mobilisation
  • Mobilisation:WundversorgungSorgt maßgeblich für eine gute Durchblutung des Körpers → eine ausreichende Sauerstoffzufuhr wird gewährleistet und wirkt sich entscheidend auf die Wundheilung aus

  • Patienten so weit möglich zu Bewegungsübungen motivieren.

Schmerzen
  • Schmerzen:WundversorgungBeeinflussen und hemmen die Wundheilung

  • Führen zu einer reduzierten Beweglichkeit und Mobilität des Patienten und wirken sich negativ auf die Stimmungslage aus → Patient lehnt bewusst/unbewusst geeignete Therapiemaßnahmen ab, z. B. Verbandwechsel, Mobilisation, Lagerung

  • Schmerzen werden immer individuell empfunden und sollten regelmäßig mittels Schmerzskala (10.1) abgefragt werden

  • Beim Verbandwechsel Schmerzen minimieren, z. B. vorheriges Anwärmen der Spüllösung oder Vermeiden unnötigen Berührens der Wunde/Wundumgebung.

Wunddokumentation

Wundanamnese

Die Grundlage jeder Wundversorgung ist die pflegerische Anamnese. Besondere Aufmerksamkeit benötigen chronische Wunden, da sie oft schon sehr lange bestehen. Nach dem Expertenstandard „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“ sind folgende Kriterien wichtig:
  • Erfassung von Patienten-/Angehörigenwissen zur Wunde

  • Erfassung von wund- und therapiebedingten Einschränkungen

  • Erfassung von wundbezogenen Hilfsmitteln

  • Erfassung der Selbstmanagementkompetenzen des Patienten/Angehörigen.

Kriterien der Wunddokumentation

Eine WunddokumentationWunddokumentation verdeutlicht den geleisteten Behandlungsprozess sowie den Heilungsverlauf bzw. den aktuellen Wundzustand. Sie ist die Grundlage für eine koordinierte Therapie mehrerer Berufsgruppen und wesentlicher Bestandteil des Qualitätsmanagements. Für chronische Wunden sind laut Expertenstandard „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“ folgende Kriterien notwendig:
  • Medizinische Wunddiagnose

  • Wundlokalisation

  • Wunddauer, Rezidivzahl

  • Wundgrund/häufigste Gewebeart

  • Exsudat

  • Wundgeruch

  • Wundrand, Wundumgebung

  • Infektionszeichen

  • Wund- bzw. wundnaher Schmerz.

Fotodokumentation
Wunde:FotodokumentationWunddokumentation:FotoDie Einwilligung des Patienten oder ggf. seiner Angehörigen, z. B. Betreuer, ist die Grundvoraussetzung für die Fotodokumentation (vgl. StGB § 201a Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen).

Fotodokumentation auf der Intensivstation

Die Fotodokumentation kann Bestandteil des Behandlungsvertrags sein. Sie ist im Rahmen der Intensivtherapie analog einer Röntgenaufnahme vergleichbar und ausschließlich in der Patientenakte abzulegen.
Es empfiehlt sich, einen einrichtungsinternen Standard über die Anforderungen an die jeweiligen Kriterien zur Fotoaufnahme zu erstellen.
Eine Fotodokumentation dient lediglich der visuellen Unterstützung, ersetzt aber nicht die schriftliche Wunddokumentation. Diese sollte nur alle 7–14 Tage und zusätzlich bei gravierenden Veränderungen der Wundsituation erfolgen. Bei der Erstellung eines Wundfotos sind diverse Aspekte zu berücksichtigen:
  • Aufklärung und Information über die Fotoerstellung und den Verbleib

  • Einholen der Zustimmung des Patienten oder gesetzlichen Betreuers und schriftliche Fixierung in der Akte. Die Zustimmung kann jederzeit widerrufen werden

  • Das Foto muss dem jeweiligen Patienten eindeutig zuzuordnen sein: Vor- und Nachname, Geburtsdatum oder Patientencode und Erstellungsdatum sind auf dem Foto zu vermerken.

Häufigkeit der Dokumentation
Jeder Verbandwechsel ist in der Dokumentation festzuhalten, Veränderungen zum Vorzustand werden vermerkt. Nur durch eine regelmäßige Dokumentation kann eine koordinierte Vorgehensweise aller an der Wundversorgung beteiligten Personen stattfinden. Die Dokumentation ist eine stets zu beachtende Pflichtaufgabe (Grundsatzurteil des Bundesgerichtshof 1978).

Rechtliche Aspekte in der Wundversorgung

Die Wundbehandlung gehört zur sog. Behandlungspflege. Dem Arzt obliegen die Diagnosestellung, die Beurteilung des Heilungsverlaufs sowie die Therapieverordnung. Tätigkeiten, die kein spezifisches ärztliches Können und Wissen erfordern, können vom Arzt an das Pflegepersonal delegiert werden, z. B. Verbandwechsel. Die Durchführungsverantwortung liegt bei der Pflegefachkraft. Jede Wundversorgung ist nach den Hygienerichtlinien des Robert Koch-Instituts durchzuführen. Bei Bedenklichkeit der Anordnungen ist es die Pflicht den Arzt darauf hinzuweisen (Remonstration).

Literatur

Adäquate Anwendung von Silberprodukten in Wunden, 2016

Adäquate Anwendung von Silberprodukten in Wunden: www.woundsinternational.com/other-resources/view/international-consensus-appropriate-use-of-silver-dressings-in-wounds/de (letzter Zugriff: 24.2.2016).

Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP), 2009

Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) Expertenstandard Pflege von Menschen mit chronischen Wunden Osnabrück 2009

Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut (RKI), 2007

Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut (RKI) Prävention postoperativer Infektionen im Operationsgebiet, Bundesgesundheitsbl – Gesundheitsforsch – Gesundheitsschutz Springer 50 2007 377 393

Lavasept

Lavasept® Konzentrat. Wundantiseptik. Braun. www.wundheilung.bbraun.de/documents/Services/Lavasept_Prospekt_d_03_09_9998215.pdf (letzter Zugriff: 1.9.2015).

Lokaltherapie chronischer Wunden bei Patienten mit den Risiken periphere arterielle Verschlusskrankheit, 2016

Lokaltherapie chronischer Wunden bei Patienten mit den Risiken periphere arterielle Verschlusskrankheit Diabetes mellitus, chronische venöse Insuffizienz www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/091-001l_S3_Lokaltherapie_chronischer_Wunden_2012-06.pdf (letzter Zugriff: 24.2.2016)

Octenisept

Octenisept® Präparate – Information Wund- und Schleimhautantiseptik. Schülke www.schuelke.com/download/pdf/cde_lde_octenisept1__prod.pdf (letzter Zugriff: 1.9.2015).

Lösung, 2015

PVP-Jod AL Lösung. Aliud Pharma. http://fachinformation.srz.de/pdf/aliudpharma/pvp-jodall%C3%B6sung.pdf (letzter Zugriff: am 1.9.2015).

Sellmer

W. Sellmer Die zeitgemäße Versorgung chronischer Wunden www.werner-sellmer.de/Downloads/Handout/Handout%20Version%2001.08.2013.pdf (letzter Zugriff: 24.2.2016)

Wunddebridement, 2015

Wunddebridement. www.enzyklopaedie-dermatologie.de/artikel?id=16278 (letzter Zugriff: 31.8.2015).

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