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B978-3-437-26164-0.00023-8

10.1016/B978-3-437-26164-0.00023-8

978-3-437-26164-0

Laborwerte

Nicole Menche

Laborwerte

  • Sortierprinzip: alphabetisch (griechische Buchstaben und Ziffern ignorierend)

  • Berücksichtigt werden auch Werte, die einen 24 h-Sammelurin erfordern

  • Material: Angaben zu Probemenge und -transport. Bei Sammelurin immer 24 h-Menge messen, dokumentieren und mitteilen

  • Angabe der Enzymwerte für Messtemperatur 37 °C.

ALAT (Alaninaminotransferase) → ALT
Albumin
Albumin
Normwert Serum 60,6–68,6 % des Serumeiweißes bzw. 35–50 g/l. Liquor < 0,7 % des Serumalbumins. Sammelurin < 30 mg/24 h
Funktion Mengenmäßig bedeutendstes Bluteiweiß (Bindungs-, Transportprotein), erzeugt 80 % des kolloidosmotischen Drucks im Blut
(Serum) ↓ Hypoproteinämie (→ Gesamteiweiß)
(Serum) ↑ Hyperproteinämie (→ Gesamteiweiß)
Material 1 ml Serum/Heparinplasma, 1 ml Liquor oder 10 ml Sammelurin
Phosphatase, alkalische (AP)
Alkalische Phosphatase (AP)
Normwert ♀ < 105 U/l, ♂ < 130 U/l. Im Wachstumsalter bis 370 U/l
Funktion Enzym für Reaktionen mit organischen Phosphaten
Leber- und Gallenwegserkrankungen, v. a. solche mit Cholestase (z. B. Hepatitis, Verschlussikterus). Knochenerkrankungen, z. B. M. Paget, Osteomalazie, Akromegalie, Frakturen
Material 1 ml Serum/Heparinplasma
Alaninaminotransferase (ALAT, ALT)
ALT (ALAT, Alaninaminotransferase, früher GPT, Glutamat-Pyruvat-Transaminase)
Normwert ♀ < 35 U/l, ♂ < 50 U/l
Funktion Enzym im Aminosäurestoffwechsel
Lebererkrankungen (z. B. Hepatitis, toxische Leberschäden, Verschlussikterus, Leberzirrhose)
Material 1 ml Serum/Plasma
α-Amylase Alpha-Amylase
α-Amylase (Alpha-Amylase)
Normwert Methodenabhängig, meist Gesamt-α-Amylase < 107 U/l,
Pankreas-α-Amylase < 53 U/l
Funktion Stärke spaltendes Enzym aus Mund- und Bauchspeicheldrüse
Akute Pankreatitis oder Schub einer chronischen Pankreatitis, Pankreasbeteiligung bei anderen abdominalen Erkrankungen (z. B. akutes Abdomen), nach ERCP. Speicheldrüsenerkrankungen (nur Gesamt-α-Amylase)
Material 1 ml Serum/Heparinplasma
Antithrombin (AT)
Normwert 70–120 % (0,14–0,39 g/l)
Funktion Natürliche gerinnungshemmende Substanz
↓ (erhöhtes Thrombose­risiko) Familiärer AT-III-Mangel, Lebererkrankungen, nephrotisches Syndrom, Sepsis, Einnahme der „Pille“, nach großer OP oder Trauma
Material 1 ml Zitratplasma
AP → Alkalische Phosphatase
AST (ASAT, Aspartataminotransferase, früher GOT, Glutamat-Oxalazetat-Transaminase)
Normwert ♀ < 35 U/l, ♂ < 50 U/l
Funktion Enzym im Aminosäurestoffwechsel
Lebererkrankungen, v. a. mit Leberzellnekrosen (z. B. Hepatitis, Leberzirrhose, Verschlussikterus, toxische Leberschäden). Herz­infarkt. Skelettmuskelschädigungen
Material 1 ml Serum/Plasma
AT → Antithrombin
Aspartataminotransferase (AST, ASAT) Granulozyten basophile
Basophile Granulozyten
Normwert < 0,05/nl entsprechend 0–1 % der Leukos
Funktion Leukozytenuntergruppe, die bei Bedarf die Blutbahn verlässt und sich im Gewebe ansiedelt; beteiligt u. a. an der Parasitenabwehr und der allergischen Typ-I-Reaktion
Allergien, bestimmte Infektionen (z. B. parasitäre), einige Bluterkrankungen (myeloische Leukämie, myeloproliferative Syndrome) Schwangerschaft, Hypothyreose, nach Milzentfernung
Material 2 ml EDTA-Blut
Bilirubin
Bilirubin
Normwerte Gesamt-Bilirubin: < 1,1 mg/dl (18,8 µmol/l)
Direktes Bilirubin: < 0,3 mg/dl (5,1 µmol/l)
Indirektes Bilirubin (= Gesamt-Bili – direktes Bili): < 0,8 mg/dl (13,7 µmol/l)
Funktion Indirektes (unkonjugiertes) Bilirubin: Wasserunlösliches Abbauprodukt des Hämoglobins, im Blut an Albumin gebunden (bevor es in der Leber konjugiert wird)
Direktes (konjugiertes) Bilirubin: Durch Umwandlung (Konjugation) in der Leber wasserlösliches Abbauprodukt des Hämoglobin, wird sodann mit der Galle in den Darm ausgeschieden
Ikterus sichtbar, wenn Gesamt-Bili > 2 mg/dl (34 µmol/l). Im Urin nachweisbares Bilirubin ist immer direktes Bilirubin, da indirektes nicht nierengängig ist
Prähepatischer Ikterus: Hämolytische Anämie, bestimmte Infek­tionen, Hämatomresorption
Intrahepatischer Ikterus: Leberschäden (z. B. Virushepatitis, toxisch, Lebertumoren, Leberzirrhose), erbliche Störungen des Bilirubinstoffwechsels
Posthepatischer Ikterus: Gallenwegsverschluss (Verschlussikterus)
Material 1 ml Serum/Plasma (EDTA-, Heparin-)
Blutgasanalyse (BGA)
Blutgasanalyse (BGA)
Normwerte pH: 7,37–7,45
paO2: altersabhängig > 70 mmHg (9,5 kPa)
Sauerstoffsättigung: 95–98,5 %. Die Oxyhämoglobinfraktion (Anteil des oxygenierten Hämoglobins am Gesamt-Hb) liegt normalerweise ca. 1 % niedriger (mehr z. B. bei Rauchern)
paCO2: 32–46 mmHg (4,3–6,1 kPa)
Standardbikarbonat (HCO3-): 21–26 mmol/l
BE (Base excess, Basenüberschuss): −2 bis +3 mmol/l
Diagn. ­Funktion Erkennung von Störungen der Lungen, Nieren- und/oder Stoffwechselleistungen. Kontrolle bei maschinell beatmeten Patienten
Material 1–2 ml arterielles Blut, aufgezogen in zuvor mit Heparin benetzter Spritze oder speziellem Entnahmeröhrchen, ggf. auch arterialisiertes Kapillarblut (Kapillare vollständig und „blasenfrei“ füllen, beidseits verschließen). Analyse sofort, bei Kühlung innerhalb einer Stunde
Blutkörpersenkungsgeschwindigkeit (BSG, BKS, BSR)
Blutkörpersenkungsgeschwindigkeit (BSG, BKS, BSR)
Normwert Unter 50 Jahre: ♀ < 20 mm/1. h, ♂ < 15 mm/1. h
Über 50 Jahre: ♀ < 30 mm/1. h, ♂ < 20 mm/1. h
Diagn. ­Funktion Messung der Sedimentationsgeschwindigkeit von Erythrozyten zum Screening auf (systemische) Entzündungen
Polyglobulie, Polyzythämie
Infektionen (v. a. bakterielle), chronisch-entzündliche (z. B. rheumatische) Erkrankungen, Schock, Nekrosen, postoperativ, Anämie, (metastasierende) Tumoren, nephrotisches Syndrom, Schwangerschaft. Besonders stark erhöht beim Plasmozytom (Sturzsenkung)
Material 2 ml Zitratblut (0,4 ml Zitrat + 1,6 ml Blut)
BZ → Glukose
CDT (Carbohydrate-deficient Transferrin)
Normwert Methodenabhängig, z. B. < 2,7 % des Gesamt-Transferrins
Diagn. ­Funktion Transferrinformen mit weniger Kohlenhydraten als normal, bei (ausgeprägter und länger dauernder) Alkoholzufuhr verstärkt gebildet
Alkoholabusus (mindestens 50–80 g Alkohol über mindestens eine Woche). Eher selten andere Lebererkrankungen, genetische Varianten
Material 1 ml Serum
Chlorid (Cl-)
Chlorid (Cl)
Normwert Serum 95–105 mmol/l; Urin abhängig von Serumelektrolyten und Säure-Basen-Haushalt
Funktion Mengenelement, häufigstes Anion im Extrazellulärraum; entscheidend für die Wasserbilanz zwischen den Zellen. Veränderungen meist gleichsinnig mit Natrium
Im Wesentlichen → Hyponatriämie (Tab. 3.6)
Im Wesentlichen → Hypernatriämie (Tab. 3.6)
Material 1 ml Serum/Heparinplasma oder 5 ml Sammelurin
Cholesterin
Cholesterin
Normwert Normgrenze strittig, meist < 200 mg/dl (5,2 mmol/l)
Funktion Eines der Hauptblutfette, unterteilt in HDL- und LDL-Cholesterin
Primäre Fettstoffwechselstörungen, sekundäre Fettstoffwechselstörungen z. B. bei schlecht eingestelltem Diabetes mellitus, Hypothyreose, nephrotischem Syndrom
Material 1 ml Serum/Plasma
CK → Kreatinphosphokinase
C-reaktives Protein (CRP)
C-reaktives Protein (CRP)
Normwert CRP in der Entzündungsdiagnostik: < 5 mg/l
hs-CRP (high-sensitivity CRP, gemessen mit besonders empfindlichen Verfahren) zur Einschätzung des kardiovaskulären Risikos: < 1 mg/l geringes, > 3 mg/l hohes Risiko
Funktion Akute-Phase-Protein
Infektionen (bakterielle mehr als virale, ein normaler CRP-Wert schließt eine systemische bakterielle Infektion praktisch aus), nicht-infektiöse Entzündungen (z. B. rheumatische Erkrankungen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen), Tumoren, Gewebenekrosen.
Bei der Arteriosklerose und durch sie bedingte Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielt eine geringe, lokale Gefäßentzündung (low grade inflammation) eine Rolle, daher kann hs-CRP als Risikoindikator genutzt werden (falls keine entzündliche Erkrankung vorliegt!)
Material 1 ml Serum/Plasma
Cystatin C
Cystatin C
Normwert Methodenabhängig, z. B. < 1,2 mg/l
Funktion Eiweiß, das im Körper in relativ konstanter Menge produziert und über die Nieren ausgeschieden wird
Chronische Niereninsuffizienz, akutes Nierenversagen. Empfindlicher als Kreatinin
Material 1 ml Serum/Plasma (EDTA-, Heparin-)
D-Dimere → Fibrinspaltprodukte
Differenzialblutbild
Differenzialblutbild
Normwerte Neutrophile (segmentkernige) Granulozyten: 50–70 % der Leukos (3–5,8/nl)
Lymphozyten: 25–45 % der Leukos (1,5–3,0/nl)
Eosinophile Granulozyten: 1–4 % der Leukos (< 0,25/nl)
Basophile Granulozyten: < 1 % der Leukos (< 0,05/nl)
Monozyten: 3–7 % der Leukos (0,3–0,5/nl)
Material 2 ml EDTA-Blut
Granulozyten eosinophile
Eosinophile Granulozyten (Eos)
Normwert < 0,25/nl entsprechend 1–4 % der Leukos
Funktion Zur Phagozytose fähige Untergruppe der Leukozyten, die v. a. an Parasitenbekämpfung und Allergien beteiligt ist
Einige schwere akute Infektionen, Cushing-Syndrom, Glukokortikoidtherapie
Allergische und Parasitenerkrankungen, abklingende Infektionen, einige Autoimmunerkrankungen, Nebennierenrindeninsuffizienz, CML, M. Hodgkin
Material 2 ml EDTA-Blut
Erythrozyten
Erythrozyten (Erys)
Normwert ♀ 3,5–5,0/pl, ♂ 4,3–5,9/pl
Funktion O2-transportierende Blutzellen
Anämie, Hyperhydratation
Polyglobulie, Polyzythämie, Dehydratation
Material 1 ml EDTA-Blut oder 50 µl Kapillarblut
Erythrozyten-Indizes
Normwerte MCV = mittleres Erythrozytenvolumen: 81–96 fl (μm3)
MCH = mittlerer Hb-Gehalt des Erythrozyten: 27–34 pg (1,7–2,1 fmol)
MCHC = mittlere Hb-Konzentration des Erythrozyten: 32–36 g/dl Ery (19,9–22,3 mmol/l)
% HYPO = Prozentsatz hypochromer Erythrozyten (mit zu niedrigem MCH): 1–5 %
RDW = Erythrozytenverteilungsbreite = Maß für die Größenverteilung der Erythrozyten: < 15 %
Diagn. ­Funk­tion Errechnete Größen zur Einteilung von Anämien:
Normozytäre normochrome Anämie (MCV und MCH normal): akuter Blutverlust und Hämolyse, renale Anämie, Anämie bei Tumoren/chronischen Entzündungen, aplastische Anämie
Mikrozytäre hypochrome Anämie (MCV und MCH ↓): am häufigsten Eisenmangelanämie
Makrozytäre hyperchrome Anämie (MCV und MCH ↑): Vit.-B12- und Folsäuremangel-Anämie
RDW ↑= Anisozytose = sehr ungleich große Erythrozyten: Retikulozytose, Vit.-B12-, Eisenmangelanämie
Material 1 ml EDTA-Blut
Ferritin Eisen
Ferritin
Normwert Alters-, geschlechts- und methodenabhängig, z. B. ♀ 9–140 µg/l, ♂ 18–360 µg/l
Funktion Eisen speicherndes Protein, Akute-Phase-Protein
Eisenmangel
Eisenüberladung (z. B. Hämochromatose, viele Transfusionen), Eisenverteilungsstörung (z. B. chronische Entzündungen, Tumoren, Lebererkrankungen), Eisenverwertungsstörung (z. B. Vit.-B12- und Folsäuremangel-Anämie). Entzündungen
Material 1 ml Serum/Plasma
Fibrinogen
Fibrinogen
Normwert 1,8–4,0 g/l (stark methodenabhängig)
Funktion Faktor I der Blutgerinnungskaskade. Akute-Phase-Protein
Schwere Lebererkrankungen (verminderte Synthese), Verbrauchskoagulopathie (erhöhter Verbrauch), fibrinolytische Therapie (erhöhter Abbau)
Infektionen und nicht-infektiöse Entzündungen, Tumoren, postoperativ, nach Trauma. Kardiovaskulärer Risikoindikator
Material 1 ml Zitratplasma
Fibrin(ogen)spaltprodukte (FSP)
Fibrin(ogen)spaltprodukte (FSP) und D-Dimere
Normwert FSP: < 0,5 mg/l
D-Dimere: < 150 µg/l
Funktion Entstehen bei Spaltung von Fibrinogen und Fibrin (FSP) bzw. Fibrin (D-Dimere) durch Plasmin
Verbrauchskoagulopathie, tiefe Venenthrombose, Lungenembolie, Verlaufskontrolle bei Lysetherapie
Material 1 ml Zitratplasma
Folsäure
Folsäure
Normwert > 4 µg/l (Normgrenze strittig)
Funktion Coenzym v. a. im Protein- und DNA-Stoffwechsel (Blutzellbildung)
Vermehrter Bedarf (z. B. Schwangerschaft), Mangelernährung, Malabsorption, bestimmte Medikamente (z. B. Methotrexat)
Material 1–2 ml Serum/EDTA-Plasma
Eiweiß
Gesamteiweiß
Normwert Serum 66–83 g/l. Liquor < 400 mg/l. Sammelurin < 150 mg/24 h
↓ (Serum) Mangelernährung, Malabsorption, schwere Lebererkrankungen, erhöhte Verluste (z. B. bei nephrotischem Syndrom, chronischen Durchfällen)
↑ (Serum) Chronisch-entzündliche Erkrankungen (γ-Globulin-Erhöhung), Paraproteinämien
Material 1 ml Serum/Heparinplasma, 1 ml Liquor oder 10 ml Sammelurin
GGT → γ-Glutamyltransferase
α-Globuline Globuline
α-Globuline
Normwert α1-Globulin: 1,4–3,4 % des Gesamteiweißes im Serum
α2-Globulin: 4,2–7,6 % des Gesamteiweißes im Serum
Funktion Gemischte Eiweißfraktion; enthält u. a. Akute-Phase-Proteine
α1: Hypoproteinämie, α1-Antitrypsin-Mangel
α2: Hypoproteinämie
Akute Entzündung, Verschlussikterus, Tumoren
Material 1 ml Serum
β-Globuline
β-Globuline
Normwert 7,0–10,4 % des Gesamteiweißes im Serum
Funktion Gemischte Eiweißfraktion, enthält u. a. Transportproteine, Anti-Akute-Phase-Proteine, Proteine mit Wirkung auf die Blutgerinnung
Hypoproteinämie
Paraproteinämien, nephrotisches Syndrom, Verschlussikterus, Tumoren
Material 1 ml Serum
γ-Globuline
γ-Globuline
Normwert 12,1–17,7 % des Gesamteiweißes im Serum
Funktion Insbesondere Antikörper (IgG, IgM) enthaltende Eiweißfraktion
Hypoproteinämie, Antikörpermangelsyndrome
Monoklonale Gammopathien, z. B. Plasmozytom (schmalbasige, spitze Zacke). Spätphase akuter Entzündungen, chronische Entzündungen, Leberzirrhose (breitbasige Erhöhungen)
Material 1 ml Serum
Glukose
Glukose
Normwert Plasma nüchtern 70–100 mg/dl (3,8–5,6 mmol/l), Vollblut (kapillar, venös) gut 10 % weniger.
Urin < 150 mg/l (0,84 mmol/l), Teststreifen negativ
Funktion Wichtigster Energieträger des Körpers
↓ (Blut) Alkoholabusus, Insulinom, Nebennierenrindeninsuffizienz, schwere Leber- und Nierenschäden, große Tumoren, Sepsis, Überdosierung von Antidiabetika
↑ (Blut) Diabetes mellitus, Cushing-Syndrom, Medikamente (z. B. Diuretika, Glukokortikoide, „Pille“)
↑ (Urin) Hyperglykämie, wenn die Nierenschwelle (ca. 180 mg/dl) überschritten wird. Ohne erhöhte Blutglukose bei Nierenerkrankungen, evtl. Schwangerschaft
Material 1 ml Serum/Plasma, 10–50 µl Kapillarblut oder 5 ml Urin
γ-GT, GGT
γ-Glutamyltransferase (γ-GT, GGT)
Normwert ♀ < 40 U/l, ♂ < 60 U/l
Funktion Enzym im Aminosäurestoffwechsel
Cholestase, Alkoholabusus, Leberzellschäden (z. B. Hepatitis, Zirrhose, Tumoren, toxisch), bestimmte Medikamente (v. a. Antiepileptika)
Material 1 ml Serum/Plasma (Heparin-, EDTA-)
GOT (Glutamat-Oxalazetat-Transaminase) → AST
GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase) → ALT
Hämatokrit
Hämatokrit (Hkt)
Normwert ♀ 34–44 %, ♂ 36–48 %
Funktion Anteil der festen Bestandteile (Erythro-, Leuko-, Thrombozyten) im Blut
Anämien, Hyperhydratation
Polyglobulie, Polyzythämie, Dehydratation
Material 1 ml EDTA-Blut oder 50 µl Kapillarblut
Hämoglobin (Hb)
Hämoglobin (Hb)
Normwert ♀ 12–15 g/dl (7,5–9,3 mmol/l), ♂ 13,6–17,2 g/dl (8,4–10,7 mmol/l)
Funktion O2-bindendes und -transportierendes Protein im Erythrozyten
Anämien, Hyperhydratation
Polyglobulie, Polyzythämie, Dehydratation
Material 1 ml EDTA-Blut oder 50 µl Kapillarblut
Harnsäure
Harnsäure
Normwert ♀ < 6 mg/dl (357 µmol/l), ♂ < 7 mg/dl (416 µmol/l)
Funktion Endprodukt des Purinstoffwechsels
Gicht, Leukämien (erhöhter Zellabbau), Niereninsuffizienz, Fasten, Alkohol, Medikamente
Material 1 ml Serum/Heparinplasma
Harnstoff Urea
Harnstoff (Urea)
Normwert 10–50 mg/dl (1,7–8,3 mmol/l)
Funktion Harnpflichtiges Endprodukt des Eiweißstoffwechsels
Niereninsuffizienz (Anstieg erst bei 75-prozentiger Reduktion der Nierenfunktion), erhöhte Eiweißzufuhr/-abbau
Material 1 ml Serum/Plasma
HbA1c
HbA1c
Normwert Gesunde < 5,7 % (39 mmol/mol), HbA1c ≥ 6,5 % (48 mmol/mol) ­sichert Diabetesdiagnose. Zielwert bei Diabetikern < 6,5–7,5 % (48–58 mmol/mol, individuelle Festlegung)
Funktion Diagnostisch wichtigste Glykohämoglobin-Untergruppe. Glykohämoglobine = Hb mit irreversibel angelagerter Glukose
Diabetes mellitus
Material 1 ml EDTA-/Heparin-Blut
HBDH (Hydroxibutyratdehydrogenase, LDH1) → LDH
Cholesterin
HDL-Cholesterin
Normwert Normgrenzen strittig, mindestens > 40 mg/dl (1,0 mmol/l), besser > 60 mg/dl (1,6 mmol/l)
Funktion „Gutes“ Cholesterin, das von Proteinen mit hoher Dichte (high ­density lipoproteins) transportiert wird. Hohes HDL-Cholesterin hat Schutzeffekt vor Arteriosklerose
Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Material 1 ml Serum/Plasma (nüchtern)
INR (international normalized ratio) → Quick
Kalium
Kalium (K+)
Normwert Serum 3,7–5,1 mmol/l, Plasma 3,5–4,6
Funktion Häufigstes Mengenelement in den Zellen; entscheidend u. a. für die Erregbarkeit von Muskel- und Nervenzellen
Renale Verluste: Diuretika, Glukokortikoide, Cushing-Syndrom, HyperaldosteronismusEnterale Verluste: Diarrhö, Erbrechen, LaxanzienVerteilungsstörung: Alkalose, Initialbehandlung des diabetischen Komas
Verminderte renale Ausscheidung: Niereninsuffizienz, kaliumsparende Diuretika, Nebennierenrinden-InsuffizienzVerteilungsstörung: Azidose, massive Hämolyse, Zellzerfall
Material 1 ml Serum/Heparinplasma (hämolysefrei)
Kalzium
Kalzium (Ca2+, Gesamt-Kalzium)
Normwert 8,6–10,3 mg/dl (2,2–2,6 mmol/l)
Funktion Mengenelement, wichtig für Zahn- und Knochenaufbau sowie die neuromuskuläre Erregungsübertragung
Hypoparathyreoidismus, Niereninsuffizienz, nephrotisches Syndrom, Leberzirrhose, akute nekrotisierende Pankreatitis, Diuretika, Vit.-D-Mangel
Endokrin (v. a. primärer Hyperparathyreoidismus), Immobilisation, Sarkoidose, Vit.-D- oder -A-Überdosierung, Tumoren
Material 1 ml Serum/Heparinplasma
Kardiale Troponine (cTn)
Normwert Methodenabhängig, z. B. hs-cTnT (high sensitivity kardiales Troponin T) < 14 pg/ml (0,014 ng/ml), cTnI bislang nicht standardisiert
Funktion Nur im Herzmuskel vorkommende Unterformen der Troponine (Muskeleiweiße)
Herzinfarkt (Frühmarker, Anstieg nach 3–8 h) und andere Herzmuskelschädigungen
Material 1 ml Serum/Heparinplasma
Kreatinin (Krea)
Kreatinin (Krea)
Normwert ♀ < 0,8 mg/dl (71 µmol/l), ♂ < 1,1 mg/dl (97 µmol/l)
Funktion Harnpflichtiges Endprodukt des Muskelstoffwechsels
Chronische Niereninsuffizienz (erhöht erst bei 50-prozentiger Reduktion der Nierenfunktion), akutes Nierenversagen
Material 1 ml Serum/Plasma
Kreatinin-Clearance
Kreatinin-Clearance
Normwert 25-jähriger ♂ 95–140 ml/min × 1,73 m2 Körperoberfläche, 25-jährige ♀ 70–110 ml/min × 1,73 m2 Körperoberfläche, dann mit dem Alter abnehmend
Diagn. ­Funktion Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate
(Beginnende) Niereninsuffizienz. Bei Serum-Kreatinin > 3 mg/dl (260 mmol/l) wenig aussagekräftig
Material 1 ml Serum/Plasma und 5 ml Sammelurin (zusätzlich Gewicht und Größe des Patienten mitteilen)
Kreatinphosphokinase (CK)
Kreatinphosphokinase (Kreatinkinase, CK)
Normwert Gesamt-CK: ♀ < 170 U/l, ♂ < 190 U/l
CK-MB: < 10 µg/l
Funktion Enzym im Muskelstoffwechsel. Mehrere Isoenzyme mit den Untereinheiten M (muscle) und B (brain): CK-MM (v. a. im Muskel); CK-BB (v. a. im Gehirn); CK-MB (v. a. im Herzmuskel)
Herzmuskelschäden: Herzinfarkt (Frühmarker, Anstieg nach 4–8 h), entzündliche Herzerkrankung, Herzoperation, -massageSkelettmuskelschäden: i. m.-Injektion, körperliche Anstrengung, Operationen, Verletzungen, Muskelentzündungen, toxische Muskelschädigungen
Material 1 ml Serum/Heparinplasma
Laktatdehydrogenase (LDH)
LDH (Laktatdehydrogenase), LDH1 (Hydroxibutyratdehydrogenase, HBDH)
Normwerte LDH: < 250 U/l
LDH1: < 50 U/l
Funktion Enzym der Glykolyse. Mehrere Isoenzyme: LDH1 (= Hydroxybutyratdehydrogenase, HBDH) und LDH2 v. a. in Herzmuskel und Erythrozyten, LDH5 v. a. in Leber und Skelettmuskulatur
Herzinfarkt (Spätmarker), Herzmuskelentzündung, Skelettmuskel­erkrankungen, Hepatitis, toxische Leberschäden, Tumoren, Lungenembolie, megaloblastäre und hämolytische Anämien
Material 1 ml Serum/Plasma
Cholesterin
LDL-Cholesterin
Normwert Normgrenzen strittig, bei Gesunden meist < 130 mg/dl
(3,4 mmol/l), bei Risikofaktoren oder arteriosklerosebedingten Erkrankungen weniger
Funktion Cholesterin, das von Proteinen mit niedriger Dichte (low density lipoproteins) transportiert wird. Großteil des Gesamt-Cholesterins. Beschleunigt Arteriosklerose
Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Je höher das LDL-Cholesterin bzw. je größer der Quotient von LDL-Cholesterin zu HDL-Cholesterin, desto größer das kardiovaskuläre Risiko
Material 1 ml frisches Serum/Plasma (nüchtern)
Leukozyten Granulozyten neutrophile
Leukozyten (Leukos) und neutrophile (segmentkernige) Granulozyten
Normwerte (Gesamt-)Leukozyten: 4–10/nl
Neutrophile (segmentkernige) Granulozyten: 3–5/nl (50–70 % der Leukos)
Funktion der neutrophilen Granulozyten Phagozytose und Vernichtung von Mikroorganismen und Fremdantigenen. Veränderung der Gesamtleukozyten- und der neutrophilen Granulozytenzahl in der Regel gleichsinnig
Neutrophile ↓ Virusinfektionen, einige bakterielle Infektionen (z. B. Typhus), Medikamente, Knochenmarkschädigung (z. B. Zytostatika-, Strahlentherapie), systemischer Lupus erythematodes
Neutrophile ↑ Die meisten (bakteriellen) Infektionen, Sepsis, nichtinfektiöse Entzündungen (z. B. rheumatische Erkrankungen), Nekrosen, Glukokortikode, Stress, bestimmte Leukämien
Material 2 ml EDTA-Blut
Lipase
Lipase
Normwert Methodenabhängig, z. B. < 60 U/l
Funktion Triglyzeride spaltendes Enzym des Pankreas
Akute und chronische Pankreatitis, akutes Abdomen, nach ERCP
Material 1 ml Serum/Heparinplasma
Transferrinrezeptor, löslicher (sTfR)
Löslicher Transferrinrezeptor (sTfR)
Normwert Stark methodenabhängig, z. B. 0,8–1,8 mg/l
Funktion Molekül auf der Oberfläche v. a. von Erythrozyten-Vorläuferzellen, das in einem gewissen Ausmaß ständig ins Blut gelangt
Verminderte Erythrozytenbildung, z. B. aplastische, renale An­ämie
Gesteigerte Erythrozytenbildung, z. B. Polyzythämie, hämolytische Anämie, Eisenmangel (vor Auftreten einer Eisenmangelanämie, im Gegensatz zum Ferritin nicht durch Entzündungen beeinflusst)
Material 1 ml Serum/Plasma
Lymphozyten
Lymphozyten
Normwert 1,5–3,0/nl entsprechend 25–45 % der Leukos
Funktion Zweitgrößte Fraktion der Leukozyten mit Schlüsselstellung bei der spezifischen Abwehr
Strahlen-, Zytostatika-, Glukokortikoidtherapie, Urämie, HIV-Infektion/AIDS
Bestimmte Infektionskrankheiten (z. B. Keuchhusten), bestimmte Leukämien (ALL, CLL)
Material 2 ml EDTA-Blut
Magnesium
Magnesium (Mg2+)
Normwert 0,7–1 mmol/l (1,7–2,6 mg/dl)
Funktion Mengenelement, beteiligt an muskulärer Erregungsübertragung
Alkoholabusus, Diarrhö, Erbrechen, renale Verluste (z. B. bei ­Diuretikatherapie, Hyperaldosteronismus)
Niereninsuffizienz, Überdosierung magnesiumhaltiger Antazida oder „Substitutionspräparate“ v. a. bei Niereninsuffizienz
Material 1 ml Serum/Plasma
Monozyten
Monozyten
Normwert 0,3–0,5/nl entsprechend 3–7 % der Leukos
Funktion Phagozytosefähige Teilfraktion der Leukozyten, verlassen die Blutbahn und werden zu Gewebemakrophagen
Einige Infektionen und Autoimmunerkrankungen, Sarkoidose, nach Agranulozytose, bestimmte Leukämien
Material 2 ml EDTA-Blut
Natrium
Natrium (Na+)
Normwert 135–145 mmol/l
Funktion Häufigstes Mengenelement im Extrazellulärraum, entscheidend für dessen osmotischen Druck
Erbrechen, Durchfall, längere Magensaftabsaugung, Herz-, Niereninsuffizienz, Leberzirrhose, Nebennierenrindenunterfunktion, Medikamente (z. B. Diuretika)
Diarrhö, Fieber oder Schwitzen bei zu geringer Wasserzufuhr, Dia­betes insipidus, primäre (d. h. durch Störungen der Neben­nierenrinde bedingte) Aldosteronüberproduktion, bestimmte ­Medikamente
Material 1 ml Serum/Plasma
Neutrophile Granulozyten → Leukozyten
Thromboplastinzeit partielle
Partielle Thromboplastinzeit (PTT)
Normwert 28–40 s
Diagn. ­Funktion Maß für das endogene Gerinnungssystem
Hämophilie A und B, Verbrauchskoagulopathie, Heparintherapie (bei Vollheparinisierung ca. 1,5- bis 2-fache Verlängerung angestrebt)
Material 1 ml Zitratplasma
Phosphat
Phosphat (anorganisch)
Normwert 2,6–4,5 mg/dl (0,84–1,45 mmol/l)
Funktion Mengenelement, pH-Puffer im Blut, Baustein von ATP, Zellmem­bran und Knochen
Hyperparathyreoidismus, Vit.-D-Mangel, Alkoholabusus, Malabsorption, renaltubuläre Erkrankungen
Niereninsuffizienz, Hypoparathyreoidismus, Akromegalie
Material 1 ml Serum/Heparinplasma
Plasmathrombinzeit (PTZ) → Thrombinzeit
Prostataspezifisches Antigen (PSA)
PSA (Prostataspezifisches Antigen)
Normwert < 4 µg/l
Funktion Tumormarker des Prostatakarzinoms
Prostataadenom, Prostatakarzinom
Material 1 ml Serum/Plasma
PTT → Partielle Thromboplastinzeit
Quick Thromboplastinzeit INR
Quick (Prothrombinzeit, Thromboplastinzeit, TPZ) und INR (international normalized ratio)
Normwert Quick: 70–130 %
INR: 0,85–1,15
Diagn. ­Funk­tion Maß für das exogene System der Gerinnung. INR besser standardisiert
Mangel an Fibrinogen oder den Gerinnungsfaktoren II, V, VII, X, z. B. bei: Lebererkrankungen, Verbrauchskoagulopathie, Vit.-K-Mangel, orale Antikoagulation mit Vit.-K-Antagonisten (z. B. Marcumar®). Deshalb eingesetzt zur Kontrolle einer Marcumar®-Therapie (therapeutischer Bereich je nach Indikation Quick 15–30 % bzw. INR 2–3,5). Je stärker die Blutgerinnungshemmung, desto niedriger der Quick bzw. desto höher die INR
Material 1 ml Zitratplasma
Retikulozyten
Retikulozyten
Normwert 0,5–2 % der Erys
Funktion Junge, noch Reste von RNA tragende Erythrozyten
Erythrozytenbildungsstörung, z. B. bei aplastischer Anämie, Ery­thropoetinmangel
Erhöhte Erythrozytenbildung, z. B. bei hämolytischer Anämie, nach Blutverlust
Material 2 ml EDTA-Blut
Eiweiß Serum
Serumeiweißelektrophorese
Normwerte Albumin: 60,6–68,6 %
α1-Globuline: 1,4–3,4 %
α2-Globuline: 4,2–7,6 %
β-Globuline: 7,0–10,4 %
γ-Globuline: 12,1–17,7 %
Diagn. ­Funktion Elektrochemische Auftrennung der Bluteiweiße mit dem Ziel, durch Anteilsveränderungen oder zusätzliche pathologische Eiweißfraktionen (Paraproteine) differentialdiagnostische Hinweise zu bekommen
Material 1 ml Serum
Thrombinzeit
Thrombinzeit (Plasmathrombinzeit, PTZ, TZ)
Normwert 17–24 s
Diagn. ­Funktion Maß für „gemeinsame Endstrecke“ der Gerinnung
Fibrinogenmangel, Fibrinolyse, Heparintherapie (Ziel: 2- bis 3-fach verlängerte TZ)
Material 1 ml Zitratplasma
Thromboplastinzeit (TPZ) → Quick
Thrombozyten
Thrombozyten (Thrombos, Blutplättchen)
Normwert 150–400/nl
Funktion Leiten Blutgerinnung im endogenen System ein
Verbrauchskoagulopathie, toxisch (Alkohol, Medikamente, z. B. Zytostatika), immunologisch, Leukämie
Myeloproliferative Erkrankungen, nach Infektionen, Blutungen oder Milzentfernung
Material 1 ml EDTA-Blut oder 50 µl Kapillarblut
TSH
Thyreoidea stimulierendes Hormon (TSH)
Normwert 0,3–2,5 mU/l, Grauzone bis 4,2 mU/l
Funktion Hypophysenvorderlappen-Hormon, das die Schilddrüse stimuliert
Primäre Hyperthyreose, sekundäre Hypothyreose, Schilddrüsenhormonüberdosierung
Primäre Hypothyreose
Material 1 ml Serum/evtl. Plasma je nach Methode
Thyroxin (T4)
Thyroxin (T4)/Freies Thyroxin (fT4)
Normwerte Gesamt-Thyroxin (T4): 55–110 µg/l (71–141 nmol/l)
Freies Thyroxin (fT4): 8–22 ng/l (10–28 pmol/l)
Funktion Schilddrüsenhormon
Hypothyreose
Hyperthyreose
Material 1 ml Serum/evtl. Plasma je nach Methode
Eisen
Transferrinsättigung
Normwerte 15–45 %
Funktion Beladungszustand des Transferrins (Transportprotein für freies Eisen im Serum) mit Eisen, zur Beurteilung des Eisenhaushalts
TfS ↓ Eisenmangel, oft auch bei Eisenverteilungsstörung (z. B. bei Infektionen, chronischen Entzündungen, Tumoren)
TfS ↑ Hämolyse, Eisenüberladung, -verwertungsstörung z. B. bei bestimmten Anämieformen
Material 1 ml Serum/Plasma (ohne EDTA)
Triglyzeride (Neutralfette)
Normwert < 150 mg/dl (1,7 mmol/l)
Funktion Eines der Hauptblutfette
Primäre Fettstoffwechselstörungen, falsche Ernährung, Alkohol­abusus, Leber- und Nierenerkrankungen, Hypothyreose
Material 1 ml Serum/Plasma
Trijodthyronin (T3)
Trijodthyronin (T3)/Freies Trijodthyronin (fT3)
Normwerte Gesamt-Trijodthyronin (T3): 1–1,7 µg/l (1,5–2,6 nmol/l)
Freies Trijodthyronin (fT3): 3,2–7,8 ng/l (5–12 pmol/l)
Funktion Schilddrüsenhormon; entsteht im Blut durch Abspaltung eines Jod­anteils aus T4, schneller und stärker wirksam als T4
Hypothyreose, Umwandlungshemmung von T4 in T3, z. B. bei Schwerkranken oder bestimmten Arzneimitteln
Hyperthyreose
Material 1 ml Serum/evtl. Plasma je nach Methode
TSH →Thyreoidea stimulierendes Hormon
Vitamin B12
Vitamin B12
Normwert Methodenabhängig, z. B. > 250 ng/l, Grauzone 150–250 ng/l
Funktion Coenzym v. a. im Zellaufbau
Chronisch-atrophische Gastritis (sog. perniziöse Anämie), Mangel­ernährung, Malabsorption, nach Magenresektion
Material 1–2 ml Serum/Plasma

Literaturhinweise

Neumeister et al., 2015

B. Neumeister I. Besenthal B.O. Böhm Klinikleitfaden Labordiagnotik 5. A. 2015 Elsevier München

Thomas, 2012

L. Thomas Labor und Diagnose 8. A. 2012 TH-Books Frankfurt

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