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B978-3-437-42104-4.00014-8

10.1016/B978-3-437-42104-4.00014-8

978-3-437-42104-4

N

Nackensteifigkeit Meningismus

Neuralgie

Definition
Attackenweise auftretende Schmerzen im Ausbreitungsgebiet eines sensiblen oder gemischten Nervs. Projizierte Schmerzen, deren Ursache im Nerv selbst oder in seiner unmittelbaren Umgebung liegt.
Die Neuralgie im engeren Sinn verläuft ohne Sensibilitätsstörungen und hat keine nachweisbare Ursache.
Neuritis
Entzündliche, im weiteren Sinn auch degenerative, toxische oder posttraumatische Erkrankung eines peripheren oder Hirnnervs.

Ursachen

Idiopathisch
Neuralgie im engeren Sinn.
Symptomatisch
  • lokale Erkrankungen (Nase, Zähne, Ohren, Nasennebenhöhlen, Hirntumor, Syringobulbie)

  • Allgemeinerkrankungen wie multiple Sklerose (seltene Ursache einer Neuralgie)

  • Herpes zoster

Diagnoseweisende Begleitsymptome

  • kurze, blitzartige, einseitige Schmerzen, die nur einen oder zwei Äste (V2/V3) des N. trigeminus betreffen, ausgelöst durch Sprechen, Kauen, Kälte; schmerzfreies Intervall: idiopathische Trigeminusneuralgie

  • Schmerzen vom gleichen Charakter wie bei der Trigeminusneuralgie, jedoch weiter dorsal lokalisiert an Tonsillen, Zunge (hinteres Drittel), Mittelohr (ausgelöst durch Schlucken oder Phonation): idiopathische Glossopharyngeusneuralgie

  • dauernde oder anfallsweise sich verstärkende Schmerzen, Hypalgesie in begrenztem Gebiet, fehlender Kornealreflex; evtl. Zeichen weiterer Hirnnervenschädigungen: symptomatische Neuralgie

Diagnostik

Anamnese
  • Schmerz: isoliert, blitzartig, fortdauernd, anfallsweise

  • auslösende Umstände: Sprechen, Kälte, Kauen, Schlucken, Trigger-Zone

  • betroffenes Gebiet: Trigeminusbeteiligung, ein- oder (selten) beidseitiger Schmerz

  • Zeitdauer, Periodizität

  • Prodromi, Begleiterscheinungen (Schwindel, Rötung, Augentränen etc.)

Klinische Untersuchung
  • Prüfung von Sensibilität und Motorik im Bereich des Trigeminus

  • Prüfung benachbarter Hirnnerven: N. facialis, oculomotorius, statoacusticus, vestibularis (Lid- und Bulbusstellung, Nystagmus, Gehör)

  • Prüfung von Pyramiden- und Kleinhirnbahnen; vgl. Spastik, Schwindel, Ataxie

Weiterführende Untersuchungen
  • Radiologie: Schädel, Felsenbeine, Orbitae, Nasennebenhöhlen, Kiefergelenk

  • EMG

  • Liquoruntersuchungen

  • Vestibularisuntersuchungen: Drehstuhl etc.

  • Audiogramm etc.

  • evtl. zahnärztliche und ophthalmologische Untersuchungen (DD: akutes Glaukom)

Nykturie Polyurie

Nystagmus Augenmotilitätsstörungen

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