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B978-3-437-56474-1.00007-6

10.1016/B978-3-437-56474-1.00007-6

978-3-437-56474-1

Ausgangsposition in Bauchlage.

Bilaterale Koordination mit Betonung der geraden Myofaszialketten.

Ausgangsposition in Bauchlage.

Unilaterale Koordination mit Betonung der geraden Myofaszialketten.

Unilaterale Koordination der Myofaszialketten in Innenrotation und Adduktion der unteren Extremität.

Unilaterale Koordination der Myofaszialketten mit Außenrotation und Abduktion der unteren Extremität.

Ausgangsposition in Rückenlage.

Bilaterale Koordination mit Betonung der geraden Myofaszialketten.

Unilaterale Koordination mit Betonung der kreuzenden Myofaszialketten in Rückenlage.

Unilaterale Koordination mit Betonung der kreuzenden Myofaszialketten und zusätzlich Steigerung durch Anhebung eines Arms.

Bilaterale Koordination in der Flexion mit Betonung der geraden Myofaszialketten.

Bilaterale Koordination in der Extension mit Betonung der geraden Myofaszialketten.

Unilaterale Koordination in Flexion mit Betonung der geraden Myofaszialketten und Stabilisationsbrett.

Unilaterale Koordination in Extension mit Betonung der geraden Myofaszialketten und Stabilisationsbrett.

Aufbau der rechten kreuzenden anterioren Myofaszialkette.

Aufbau der linken kreuzenden posterioren Myofaszialkette.

Übungen zur besseren Koordination der Myofaszialketten

Nachdem die ursächlichenMyofaszialkettenÜbungen, verbesserte Koordination Faktoren beseitigt und Spannungen im Gewebe und in den Gelenken gelöst sind, ist es sinnvoll, die Myofaszialketten zu trainieren. Der Körper sollte erneut fein aufeinander abgestimmte Bewegungsabläufe einüben und ihnen den Weg ins Gehirn bahnen. Mit diesen Übungen werden die faszialen Gleitflächen zusätzlich aktiv trainiert.

Mit diesem Teil der Behandlung sollte erst in den letzten Behandlungssitzungen begonnen werden, wenn sich der Patient wieder schmerzfrei und in vollem Umfang bewegen kann. Der Autor weist darauf hin, dass hier natürlich auch Übungen nach dem PNF-Prinzip (propriozeptive neuromuskuläre Fazilitierung oder Kabat-Methode) sehr sinnvoll sein können.

Nachfolgend werden einige Beispiele für Übungen vorgestellt, bei denen die Betonung weniger auf Maximalkraft oder Schnelligkeit liegt als auf der Koordination zwischen den verschiedenen Myofaszialketten. In diesem weit fortgeschrittenen Stadium der Behandlung ist es nicht mehr so wichtig, welche Muskelpartie gerade konzentrisch oder exzentrisch arbeitet. Viel wichtiger ist, eine Stabilisation und harmonische Zusammenarbeit der Myofaszialketten zu erreichen.

Übungen in Bauchlage

Bilaterale Koordination mit Betonung der geraden Myofaszialketten

Patient: in Bauchlage, aufMyofaszialkettengerade, ÜbungenMyofaszialkettenKoordinationbilaterale einer Matte am Boden, die Fußrücken auf einem Gymnastikball abgestützt, die Arme parallel zum Körper auf dem Boden (Abb. 7.1).
Ausführung:
  • Den Patienten bitten, sich auf den Unterarmen abzustützen und das Becken zu heben (Abb. 7.2).

  • Als Steigerung den Patienten eventuell bitten, die Knie dabei zu beugen und anschließend wieder zu strecken, ohne den Boden zu berühren.

  • Während der gesamten Übung darauf achten, dass der Patient kein Hohlkreuz macht (in der Lendenwirbelsäule durchknickt).

Bewertung: Hier müssen vor allem gerade anteriore (GAM, Kap. 2.1.5.4) und gerade posteriore Myofaszialketten (GPM, Kap. 2.1.5.5) bilateral zusammenarbeiten, um einen fließenden Bewegungsablauf zu ermöglichen. Die Patienten sollten während der Übung einen leichten Rundrücken im Lendenbereich beibehalten. Unter Umständen ist es sinnvoll, zuvor Beckenkippungen (Anteversion-Retroversion) einzuüben.

Unilaterale Koordination mit Betonung der geraden Myofaszialketten

Anmerkung: Bei dieser ÜbungMyofaszialkettengerade, ÜbungenMyofaszialkettenKoordinationunilaterale mit Betonung auf den geraden Myofaszialketten geht es um die zusätzliche Stabilisationsarbeit der kreuzenden Myofaszialketten.
Patient: in Bauchlage, auf einer Matte am Boden, den linken Fußrücken auf einem Gymnastikball abgestützt, die Unterarme liegen seitlich neben dem Körper am Boden (Abb. 7.3)
Ausführung:
  • Den Patienten bitten, sich auf den Unterarmen abzustützen und das Becken zu heben.

  • Als Steigerung den Patienten bitten, das linke Knie dabei gebeugt anzuziehen und anschließend wieder zu strecken, ohne den Boden zu berühren (Abb. 7.4).

  • Unbedingt darauf achten, dass der Patient während der ganzen Übung einen leichten Rundrücken im Lendenbereich beibehält.

Unilaterale Koordination mit Betonung der kreuzenden Myofaszialketten

Patient: in Bauchlage, auf einer MatteMyofaszialkettenkreuzendeÜbungenMyofaszialkettenKoordinationunilaterale am Boden, den rechten Fußrücken auf einem Gymnastikball abgestützt (Abb. 7.5)
Ausführung:
  • Den Patienten bitten, sich auf den Unterarmen abzustützen und das Becken zu heben.

  • Während das Becken oben bleibt und die LWS nicht lordosiert wird, sollte der Patient das rechte Bein abwechselnd nach innen (Abb. 7.5) und außen rotieren (Abb. 7.6).

  • Als Steigerung den Patienten eventuell das rechte Knie bei der Außenrotation beugen und abduzieren bzw. bei der Innenrotation strecken und adduzieren lassen.

  • Unbedingt darauf achten, dass der Patient während der gesamten Übung einen leichten Rundrücken im Lendenbereich beibehält.

Übungen in Rückenlage

Bilaterale Koordination mit Betonung der geraden Myofaszialketten

Patient: in Rückenlage, auf einerMyofaszialkettenKoordinationbilaterale MatteMyofaszialkettengerade, Übungen am Boden, beide Füße auf einem Gymnastikball abgestützt (Abb. 7.7)
Ausführung:
  • Den Patienten bitten, das Becken zu heben (Abb. 7.8).

  • Zur Intensivierung des Muskelaufbaus den Patienten eventuell bitten, beide Knie zu beugen, um den Ball auf diese Art näher zum Becken zu bringen.

  • Das Becken darf während dieser Übung nicht den Boden berühren.

Die Übung kann natürlich auch unilateral ausgeführt werden, allerdings ist sie dann erheblich schwieriger.

Bilaterale Koordination mit Betonung der kreuzenden Myofaszialketten

Patient: in Rückenlage, aufMyofaszialkettenKoordinationbilaterale einer MatteMyofaszialkettenkreuzendeÜbungen am Boden, beide Füße auf einem Gymnastikball abgestützt (Abb. 7.7)
Ausführung:
  • Den Patienten bitten, das Becken zu heben.

  • Anschließend soll er ein Bein abwechselnd nach innen und außen rotieren (Abb. 7.9).

  • Als Steigerung ist es möglich, dass der Patienten ein Bein gestreckt lässt und das andere Bein im Knie beugt, um den Ball näher zum Becken zu bringen. Auch kann er zusätzlich die Arme anheben (Abb. 7.10).

  • Das Becken darf auch während dieser Übung nicht den Boden berühren.

Übungen mit „Beinpresse“

Bilaterale Koordination mit Betonung der geraden Myofaszialketten

Patient:
  • In Bauchlage aufBeinpresse, Übungen einerMyofaszialkettenKoordinationbilaterale LiegeMyofaszialkettengerade, Übungen mit Beinpresse, die Schultern liegen auf Polstern und der Kopf ist zwischen diesen Schulterpolstern eingeklemmt.

  • Die Unterarme sind aufgestützt und die Füße berühren die Bodenplatte (Abb. 7.11), die Knie sind nicht abgestützt.

Ausführung:
  • Den Patienten bitten, die Beine zu strecken und dabei das zuvor eingestellte Gewicht der Bodenplatte wegzudrücken (Abb. 7.12).

  • Diese Übung kann auch unilateral ausgeführt werden.

Unilaterale Koordination mit Betonung der geraden Myofaszialketten

Anmerkung: AusgangspositionMyofaszialkettengerade, Übungen undMyofaszialkettenKoordinationunilaterale Ausführung wie in Kap. 7.3.1 beschrieben (Abb. 7.13, Abb. 7.14)
Die zuvor beschriebene Übung (Kap. 7.3.1) kann erheblich erschwert werden, indem sie unilateral ausgeführt wird und ein Stabilisationsbrett unter dem rechten Fuß zum Einsatz kommt. Auf diesem Brett befindet sich der rechte Fuß in einer instabilen Position und um dieses eine Bein zu strecken, müssen die Myofaszialketten der rechten unteren Extremität erhebliche Koordinationsarbeit leisten.

Übung mit „Torso Twist“

Aufbau mit Betonung der kreuzenden Myofaszialketten

Aufbau der kreuzenden anterioren Myofaszialkette
Anmerkung: Bei diesemTorso Twist Beispiel wirdMyofaszialkettenkreuzendeAufbau die rechte kreuzende anteriore Myofaszialkette (KAM, Kap. 2.1.5.6) durch eine Rotation nach links aufgebaut.
Patient: auf dem Torso Twist sitzend
Ausführung: Den Patienten den Rumpf vorwärts beugen und nach links bzw. nach rechts drehen lassen (Abb. 7.15)
Aufbau der kreuzenden posterioren Myofaszialkette
Anmerkung: Bei diesem BeispielMyofaszialkettenkreuzendeAufbau wird die linke kreuzende posteriore Myofaszialkette (KPM, Kap. 2.1.5.7) durch eine Rotation nach links posterior aufgebaut.
Patient: auf dem Torso Twist sitzend
Ausführung: Den Patienten den Rumpf rückwärts nach links bzw. nach rechts drehen lassen (Abb. 7.16).

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