© 2019 by Elsevier GmbH

Bitte nutzen Sie das untenstehende Formular um uns Kritik, Fragen oder Anregungen zukommen zu lassen.

Willkommen

Mehr Informationen

B978-3-437-58930-0.00019-2

10.1016/B978-3-437-58930-0.00019-2

978-3-437-58930-0

Verschieben von myofaszialen und osteofibrösen Strukturen gegenüber den spinalen Meningen

Abheben des M. erector spinae in vornüber gebeugter Haltung

Lösen von Fixierungen zwischen Wirbelsäule und spinalen Meningen mit Recoils

Verschieben der spinalen Meningen in kranialer Richtung – mit Elevation der unteren Extremität

Verschieben der spinalen Meningen in kranialer Richtung – mit Anterior-Posterior-Kippung des Beckens

Verschieben der spinalen Meningen in kranialer Richtung – mit Rotation des Beckens

Segmentales Verschieben der spinalen Meningen in kranialer Richtung

Verschieben der spinalen Meningen in kaudaler Richtung – mit Flexion der HWS

Verschieben der spinalen Meningen in kaudaler Richtung – mit Extension der HWS

Verschieben der spinalen Meningen in kaudaler Richtung – mit Seitneigung oder Rotation des Brustkorbs

Segmentales Verschieben der spinalen Meningen in kaudaler Richtung

Kraniokaudale Straffung und Dehnung der Falx cerebri und Falx cerebelli ohne Vordehnung der spinalen Meningen

Alternative Handhaltung zur kraniokaudalen Straffung und Dehnung der Falx cerebri und Falx cerebelli ohne Vordehnung der spinalen Meningen

Kraniokaudale Entspannung der Falx cerebri und Falx cerebelli

Dorsoventrale Straffung und Dehnung der Falx cerebri und Falx cerebelli ohne Vordehnung der spinalen Meningen

Laterolaterale Straffung und Dehnung der Falx cerebri und Falx cerebelli ohne Vordehnung der spinalen Meningen

Dorsoventrale Straffung und Dehnung des Tentorium cerebelli ohne Vordehnung der spinalen Meningen

Kraniokaudale Straffung, Dehnung und Entspannung der spinalen Meningen

Kraniokaudale Straffung, Dehnung und Entspannung der Falx cerebri und Falx cerebelli mit Vordehnung der spinalen Meningen

Steigerung der kraniokaudalen Straffung, Dehnung und Entspannung der Falx cerebri und Falx cerebelli mit Vordehnung der spinalen Meningen

Dorsoventrale Straffung, Dehnung und Entspannung der Falx cerebri und Falx cerebelli mit Vordehnung der spinalen Meningen

Steigerung der dorsoventralen Straffung, Dehnung und Entspannung der Falx cerebri und Falx cerebelli mit Vordehnung der spinalen Meningen

Laterolaterale Straffung, Dehnung und Entspannung des Tentorium cerebelli mit Vordehnung der spinalen Meningen

Steigerung der laterolateralen Straffung, Dehnung und Entspannung des Tentorium cerebelli mit Vordehnung der spinalen Meningen

Dorsoventrale Straffung, Dehnung und Entspannung des Tentorium cerebelli mit Vordehnung der spinalen Meningen

Steigerung der dorsoventralen Straffung, Dehnung und Entspannung des Tentorium cerebelli mit Vordehnung der spinalen Meningen

Aktive kraniokaudale Straffung, Dehnung und Entspannung der spinalen Meningen mit gebeugten Knien, lordosierter LWS und extendierter HWS

Aktive kraniokaudale Straffung, Dehnung und Entspannung der spinalen Meningen mit gestreckten Knien, kyphosierter LWS, flektierter HWS und dorsalextendierten Füßen

Aktive kraniokaudale Straffung, Dehnung und Entspannung der hinteren myofaszialen und osteofibrösen Umgebungsgewebe der Meningen

Steigerung der aktiven kraniokaudalen Straffung, Dehnung und Entspannung der hinteren myofaszialen und osteofibrösen Gewebe in Umgebung der Meningen

Aktive kraniokaudale Straffung, Dehnung und Entspannung der vorderen myofaszialen und osteofibrösen Umgebungsgewebe der Meningen

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im Bereich des Foramen ischiadicum majus

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im ischiokruralen und poplitealen Bereich

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im medialen Unterschenkel- und plantaren Fußbereich links

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im lateralen Unterschenkel und plantaren Fußbereich rechts

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im ventralen Unterschenkel- und Fußbereich links

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im Bereich der Leiste und des Canalis adductorius

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im supraklavikulären Bereich mit Vordehnung der KAM

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im supraklavikulären Bereich mit Vordehnung der KPM

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im pektoralen Bereich mit Vordehnung der KAM

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im pektoralen Bereich mit Vordehnung der KPM

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im Bereich des Epicondylus medialis

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im Bereich des Epicondylus lateralis

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im Bereich der Flexorenloge des Unterarms und der Handinnenfläche

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im Bereich der Extensorenloge des Unterarms und des Handrückens

Untersuchung und Behandlung der Meningen

Einleitung

Die Biomechanik der Meningen wird in der Literatur sehr kontrovers diskutiert (Kap. 9.6). Spannungen im duralen System können sich sehr stark auf das kraniosakrale System und das Gehirn auswirken. Da die kranialen Meningen:kranialeMeningen beispielsweise die Sinus durae matris aufbauen, haben durale Spannungen demzufolge Einfluss auf den venösen Abfluss des Gehirns!
Die spinalen Meningen:spinaleMeningen verfügen über etliche Verbindungen zu den Myofaszialketten, besonders den Posterioren Myofaszialketten, und über meningovertebrale Ligamente auch zum Vertebralkanal und den Foramina intervertebralia (Kap. 9.4). Weil sich einerseits die spinalen Meningen im Peri- und Epineurium fortsetzen und andererseits das periphere und das zentrale Nervensystem einen kontinuierlichen Gewebetrakt bilden, können auch Verklebungen der peripheren Nerven die Mobilität der Meningen:MobilitätMeningen beeinflussen.
Bei der Untersuchung und Behandlung der Schädelstrukturen sollten demzufolge auch folgende Faktoren berücksichtigt werden:
  • Verschieblichkeit des osteofibrösen und myofaszialen Nachbargewebes gegenüber dem neuralen und meningealen System

  • Straffung und Dehnbarkeit des myofaszialen und osteofibrösen Gewebes in Umgebung der neuralen und meningealen Strukturen

  • Straffung und Dehnbarkeit der neuralen und meningealen Strukturen (Kap. 9)

  • Intraossäre Beweglichkeit der Schädelknochen und der Schädelsuturen (Kap. 16 und Kap. 17Kap. 16Kap. 17).

  • Verschiebung von venolymphatischen und zerebrospinalen Flüssigkeiten (Kap. 7 und Kap. 18Kap. 7Kap. 18)

Techniken:meningeale Stauungskopfschmerzen:meningeale Techniken Schädel-Hirn-Blutungen:Kontraindikationen radikuläre Symptome:meningeale Techniken pseudoradikuläre Symptome:meningeale Techniken neurologische Zeichen:Kontraindikationen Gleichgewichtsstörungen:meningeale Techniken Bandscheibenprobleme:meningeale Techniken

Indikationen und Kontraindikationen

Die meningealen Techniken sind besonders bei Bandscheibenproblemen, radikulären und pseudoradikulären Symptomen, Stauungskopfschmerzen, Tinnitus, Gleichgewichtsstörungen und auch aus präventiver Sicht gut geeignet!

Sie sind absolut kontraindiziert bei akuten Traumata und Blutungen im Schädel-Hirn-Bereich.

Damit keine neurologischen Zeichen während der Anwendung der Techniken übersehen werden, sollten vorher neurologische Tests (Kraft, Sensibilität und Reflexe) durchgeführt werden.

Bei Verdacht auf eine neurologische Pathologie muss der Patient zum Neurologen überwiesen werden.

Verklebungen im Verklebungen:epidurales Fettgewebeepiduralen Fettgewebe können meiner Meinung nach zu Fixierungen und Reizungen der Meningen undMeningen:FixierungenMeningen:Reizungen Nervenwurzeln führen. Hypothetisch können sie durch Stauungsphänomene, Medikamente, Ernährungsfehler (einseitige Ernährung), Bewegungsmangel, Wirbelblockierungen etc. ausgelöst werden. Wissenschaftliche Untersuchungen zu diesen Themen wären dringend erforderlich.

Verschieben von myofaszialen und osteofibrösen Strukturen gegenüber den spinalen Meningen

Verschieben des M. erector spinae gegenüber den spinalen Meningen

Indikation: z. B. Verklebungen auf der linken Seite.
Ausgangsposition: Die Patientin befindet sich in Bauchlage, mit einer Rolle unter den Füßen. Der Therapeut steht heterolateral (z. B. rechts) neben ihr.
Ausführung: Der Therapeut überkreuzt die Hände und legt den Handballen oder den Hypothenar der kaudalen (linken) Hand auf die heterolateralen (rechten) Processus transversi von zwei Wirbeln. Dann führt er diese (rechten) Processus transversi nach ventral (Linksrotation der Wirbel). Mit dem Thenar der anderen (rechten) Hand schiebt er gleichzeitig den homolateralen (linken) M. erector spinae lateralwärts (nach links) weg, um Verklebungen zwischen dem M. erector spinae und der spinalen Dura mater zu Dura mater:spinalelösen (Abb. 19.1).
Der Therapeut untersucht und behandelt den kompletten Wirbelsäulenbereich vom Sakrum bis zum Kopfansatz.

Abheben des M. erector spinae gegenüber den spinalen Meningen

Ausgangsposition: Die Patientin steht vornüber gebeugt (mit submaximaler Dehnung) und stützt sich mit den Unterarmen auf der Liege ab. Der Therapeut steht hinter oder neben der Patientin.
Ausführung: Der Therapeut umgreift bilateral mit beiden Handballen den M. erector spinae, hebt beide Muskelpakete dorsalwärts (Richtung Decke) ab und hält sie da (Abb. 19.2).
Die Patientin wird dazu aufgefordert, die Wirbelsäule langsam zu lordosieren und anschließend zu kyphosieren, während ihre HWS in neutraler Position gehalten wird. Dann soll die Patientin, in neutraler Position der lumbalen und thorakalen Wirbelsäule, ihre HWS undHWS-ExtensionHWS-Flexion den Kopf langsam in eine Flexion und anschließend in eine Extension führen.
Der Therapeut beginnt im lumbalen Bereich, die paravertebrale Muskulatur bilateral abzuheben, und wiederholt diesen Vorgang, während er allmählich nach thorakal und zervikal hoch wandert.
Hinweise: Im zervikalen Bereich wird die paravertebrale Muskulatur paravertebrale Muskulatur:Abhebennicht mit den Handballen, sondern mit den Fingern abgehoben. Im thorakalen Bereich lässt sich die paravertebrale Muskulatur oft Muskulatur:paravertebraleschwierig greifen. Deswegen verwende ich oft Schröpfgläser, um die thorakale paravertebrale Muskulatur abzuheben.

Lösen von Fixierungen zwischen Wirbelsäule und spinalen Meningen durch Recoils

Ausgangsposition: Die Patientin befindet sich in Bauchlage, mit einer Rolle unter den Füßen. Der Therapeut steht (rechts) neben der Patientin.
Ausführung: Der Therapeut überkreuzt seine Arme und legt eine Hand auf den Processus transversus eines Wirbels und die andere Hand auf den anderen Processus transversus des gleichen Wirbels (Abb. 19.3).
  • Rotationstechnik: DerRotationstechnik:Processus transversus Therapeut führt rhythmisch wechselnd erst den einen, dann den anderen Processus transversus nach ventral, damit eine rhythmische Links-Rechts-Rotationsbewegung des Wirbels entsteht. Dann löst er den Ventraldruck am Processus transversus plötzlich, damit der Wirbel in die Neutralposition zurückfedert (Recoil).

  • Recoil:Rotationstechnik Seitneigungstechnik: DerSeitneigungstechnik:Processus transversus Therapeut führt rhythmisch wechselnd einen Processus transversus des Wirbels nach kranial und den anderen Processus transversus gleichzeitig nach kaudal. Dadurch entsteht eine rhythmische Seitneigungsbewegung des Wirbels nach links-rechts. Dann löst er den Druck auf beide Processus transversi plötzlich, damit der Wirbel in die Neutralposition zurückfedert (Recoil).

  • Recoil:Seitneigungstechnik Flexions-Extensionstechnik: DerFlexions-Extensionstechnik:Processus transversus Therapeut führt beide Processus transversi eines Wirbels rhythmisch nach kranial und wieder nach kaudal. Dadurch entsteht eine rhythmische Flexions- Extensionsbewegung des Wirbels. Dann löst er den Druck auf beide Processus transversi plötzlich, damit der Wirbel in die Neutralposition zurückfedert (Recoil).

Recoil:Flexions-ExtensionstechnikDurch die plötzlichen Erschütterungen versucht man zu erreichen, dass sich Verklebungen Verklebungen:zwischen Spinalkanal und Dura materzwischen dem osteofibrösen Spinalkanal und der spinalen Dura mater lösen. Der Therapeut beginnt im lumbalen Bereich und wiederholt diesen Vorgang, während er allmählich nach thorakal und zervikal hoch steigt.

Verschieben von spinalen Meningen gegenüber myofaszialen und osteofibrösen Strukturen in kranialer Richtung

Spinale Meningen kranialwärts verschieben – mit Elevation der unteren Extremität

Ausgangsposition: Die Patientin befindet sich in Rückenlage. Der Therapeut sitzt am Kopfende der Liege.
Ausführung: Der Therapeut setzt die Fingerspitzen beider Hände unter dem Os occipitale auf und folgt den Atembewegungen der Patientin.
Während der (biomechanischen) Extensionsbewegung der HWS (meistens bei der Einatmung) schiebt er Zeige- und Mittelfinger tiefer in die Nackenmuskulatur hinein und hakt sie am Os occipitale ein.
  • Phase 1: Während der (biomechanischen) Flexionsbewegung der HWS (meistens bei der Ausatmung) übt er eine Traktion nach kranial am Os occipitale aus und fixiert es dann in dieser Stellung. Er achtet auf die Reaktion des subokzipitalen Gewebes undGewebereaktion:subokzipitale wartet ab, bis sich das Gewebe entspannt.

  • Phase 2: Die Patientin soll entspannt weiteratmen, ein Bein anheben und Beinheben:subokzipitale Entspannunges durchstrecken. Der Therapeut achtet auf die Reaktion des Gewebes und bittet die Patientin, das Knie langsam rhythmisch zu beugen und zu strecken, bis sich subokzipital eine spürbare Lockerheit und Entspannung einstellt (Abb. 19.4).

  • Phase 3: Danach wird die Patientin gebeten, das Bein zu Beinheben:subokzipitale Entspannungheben, zu strecken und in dieser Position zu halten. In dieser Beinhaltung soll die Patientin ihren Fuß langsam rhythmisch in eine Dorsalextension und Plantarflexion bewegen. Der Therapeut achtet auf die Reaktion des subokzipitalen Gewebes und bittet die Patientin, mit der Fußbewegung weiterzumachen, bis sich subokzipital eine spürbare Lockerheit und Entspannung einstellt.

Dasselbe Vorgehen wird anschließend mit dem anderen Bein wiederholt.
Hinweis: Manchmal ist es sinnvoll, die Haltung beizubehalten, in der die Spannung am geringsten oder am stärksten ist, um auf die Entspannung des subokzipitales Gewebe zu subokzipitales Gewebe:Entspannungwarten.

Spinale Meningen kranialwärts verschieben – mit Anterior-Posterior-Kippung des Beckens

Ausgangsposition: Die Patientin hat in Rückenlage die Beine angewinkelt und die Füße auf der Liege abgestützt. Der Therapeut sitzt am Kopfende der Liege.
Ausführung: Der Therapeut setzt die Fingerspitzen beider Hände unter dem Os occipitale auf und folgt den Atembewegungen der Patientin.
Während der (biomechanischen) Extensionsbewegung der HWS (meistens bei der Einatmung) schiebt er Zeige- und Mittelfinger tiefer in die Nackenmuskulatur hinein und hakt sie am Os occipitale ein.
  • Phase 1: Während der (biomechanischen) Flexionsbewegung der HWS (meistens bei der Ausatmung) übt er eine Traktion nach kranial am Os occipitale aus und fixiert es in dieser Stellung. Der Therapeut achtet auf die Reaktion des subokzipitalen Gewebes undGewebereaktion:subokzipitale wartet, bis sich das Gewebe entspannt.

  • Phase 2: Die Patientin wird gebeten, entspannt weiterzuatmen und das Becken Beckenkippung:RetroversionBeckenkippung:Anteversionabwechselnd in eine Anteversion bzw. Retroversion zu kippen (Abb. 19.5). Der Therapeut achtet auf die Reaktion des Gewebes.

subokzipitales Gewebe:EntspannungHinweis: Manchmal ist es sinnvoll, die Haltung beizubehalten, in der die Spannung am geringsten oder am stärksten ist, um auf die Entspannung des subokzipitalen Gewebes zu warten.

Spinale Meningen kranialwärts verschieben – mit Rotation bzw. Seitneigung des Beckens

Ausgangsposition: Die Patientin hat in Rückenlage die Beine angewinkelt und die Füße auf der Liege abgestützt. Der Therapeut sitzt am Kopfende der Liege.
Ausführung: Der Therapeut setzt die Fingerspitzen beider Hände unter dem Os occipitale auf und folgt den Atembewegungen der Patientin.
Während der (biomechanischen) Extensionsbewegung der HWS (meistens bei der Einatmung) schiebt er Zeige- und Mittelfinger tiefer in die Nackenmuskulatur hinein und hakt sie am Os occipitale ein.
  • Phase 1: Während der (biomechanischen) Flexionsbewegung der HWS (meistens bei der Ausatmung) übt er eine Traktion nach kranial am Os occipitale aus und fixiert es in dieser Stellung. Der Therapeut achtet auf die Reaktion des subokziptalen Gewebes undGewebereaktion:subokzipitale wartet, bis sich das Gewebe entspannt.

  • Phase 2: Die Patientin wird gebeten, entspannt weiterzuatmen und beide Beine Beindrehung:zur Seitegemeinsam auf eine Seite zu drehen bzw. das Becken in Beckenkippung:seitlicheSeitneigung zu kippen (oder ein Bein länger zu machen), bis die Bewegung subokzipital ankommt (Abb. 19.6). Der Therapeut achtet auf die Reaktion des subokzipitalen Gewebes und subokzipitales Gewebe:Entspannungbittet die Patientin, ihre beiden Beine rhythmisch wechselnd zwischen der neutralen Position und der maximalen Rotationsposition langsam auf und ab zu bewegen, bis sich subokzipital eine spürbare Lockerheit und Entspannung einstellt.

Segmentales Verschieben der spinalen Meningen in kranialer Richtung

Ausgangsposition: Die Patientin befindet sich in Rückenlage, mit einer Rolle unter den Beinen. Der Therapeut sitzt am Kopfende der Liege.
Ausführung: Der Therapeut setzt die Fingerspitzen beider Hände unter dem Os occipitale auf und folgt den Atembewegungen der Patientin. Zeige- und Mittelfinger schiebt er tiefer in die Nackenmuskulatur hinein und hakt sie am Os occipitale ein.
Dann baut er äußerst langsam eine Traktion auf Traktion:Wirbelsäulensegmenteund weitet sie von einem Segment der Wirbelsäule zum nächsten kaudalwärts aus (Abb. 19.7). Wenn Restriktionen spürbar sind, erhält er diesen Zug aufrecht und bittet die Patientin, tief ein- und auszuatmen, bis sich eine Entspannung im subokzipitalen Gewebe subokzipitales Gewebe:Entspannungeinstellt.
Der Therapeut wartet, bis sich der Geweberhythmus Geweberhythmuserneut durchsetzt, und verstärkt ihn unter Beibehaltung der Traktion bis zum betroffenen Wirbelsäulensegment, damit Spannungen und Spannungen:lösenVerklebungen im Gewebe sozusagen weggespült und gelöst werden.
Danach versucht er die Traktion Traktion:kaudalwärts ausdehnenweiter kaudalwärts auszudehnen. Falls das nicht geht, muss das betroffene Segment genauer untersucht und behandelt werden.

Verschieben von spinalen Meningen gegenüber myofaszialen und osteofibrösen Strukturen in kaudaler Richtung

Spinale Meningen kaudalwärts verschieben – mit Elevation, Seitneigung oder Rotation des Kopfes

Ausgangsposition: Die Patientin befindet sich in Rückenlage, mit einer Rolle unter den Beinen. Der Therapeut steht (rechts) neben ihr.
Ausführung: Der Therapeut legt eine (linke) Hand flach unter das Sakrum der Sakrum:AtembewegungenPatientin und folgt den Atembewegungen des Atembewegungen:SakrumSakrums.
  • Phase 1: Während der (biomechanischen) Einatmungsbewegung der LWS mit Posteriorisierung des Sakrums übt Posteriorisierung des Sakrumser eine Traktion nach kaudal am Sakrum aus und fixiert es in dieser Stellung. Er achtet auf die Reaktion des lumbosakralen Gewebes undGewebereaktion:lumbosakrale wartet, bis sich das Gewebe entspannt.

  • Phase 2: Die Patientin entspannt sich lumbal. Dann wird sie aufgefordert, entspannt weiterzuatmen und langsam rhythmisch den Kopf so weit nach vorn zu beugen und wieder zu strecken bzw. seitlich zu neigen oder zu drehen, bis die Bewegung lumbosakral ankommt (Abb. 19.8 und Abb. 19.9). Der Therapeut übt in dieser Position erneut eine Traktion nach kaudal am Sakrum aus, achtet wieder auf die Reaktion des lumbosakralen Gewebes und lumbosakrales Gewebe:Entspannungwartet darauf, dass sich das Gewebe entspannt.

Spinale Meningen kaudalwärts verschieben – mit Seitneigung oder Rotation des Brustkorbs

Ausgangsposition: Die Patientin befindet sich in Rückenlage, mit einer Rolle unter den Beinen, und hat eventuell die Arme vor der Brust gekreuzt. Der Therapeut steht (links) neben ihr.
Ausführung: Der Therapeut legt eine (linke) Hand flach unter das Sakrum der Sakrum:AtembewegungenPatientin und folgt den Atembewegungen des Sakrums.
  • Atembewegungen des SakrumsPhase 1: Während der (biomechanischen) Einatmungsbewegung der LWS mit Posteriorisierung des Sakrums übt Posteriorisierung des Sakrumser eine leichte Traktion nach kaudal am Sakrum aus und fixiert es in dieser Stellung. Er achtet auf die Reaktion des lumbosakralen Gewebes undGewebereaktion:lumbosakrale wartet, bis sich das Gewebe entspannt.

  • Phase 2: Die Patientin wird gebeten, entspannt weiterzuatmen und den Brustkorb Brustkorb:seitliche Neigung/Drehunglangsam rhythmisch leicht seitlich zu neigen oder zu drehen, bis die Bewegung lumbosakral ankommt (Abb. 19.10). Der Therapeut übt erneut eine Traktion nachTraktion:kaudale Sakrum kaudal am Sakrum aus, achtet wieder auf die Reaktion des lumbosakralen Gewebes und lumbosakrales Gewebe:Entspannungwartet darauf, dass sich das Gewebe entspannt.

Segmentales Verschieben der spinalen Meningen in kaudaler Richtung

Ausgangsposition: Die Patientin befindet sich in Rückenlage, mit einer Rolle unter den Beinen. Der Therapeut sitzt neben ihr.
Ausführung: Der Therapeut legt eine Hand flach unter das Sakrum der Patientin und baut sehr behutsam und langsam eine kaudale Traktion am Sakrum auf, die er von einem Segment der Wirbelsäule zum nächsten zunehmend kranialwärts ausweitet (Abb. 19.11). Wenn Restriktionen spürbar sind, erhält er diesen Zug aufrecht und bittet die Patientin, tief ein- und auszuatmen, bis sich eine Entspannung einstellt.
Er wartet, bis sich der Geweberhythmus Geweberhythmuserneut durchsetzt, und verstärkt ihn unter Beibehaltung der Traktion bis Traktion:Wirbelsäulensegmentezum betroffenen Wirbelsäulensegment, damit Spannungen und Verklebungen im Gewebe sozusagen weggespült und gelöst werden.
Dann versucht er, die Traktion weiter kranialwärts auszudehnen. Falls das nicht geht, muss das betroffene Segment genauer untersucht und behandelt werden.

Straffen, Dehnen und Entspannen der Meningen

Kraniokaudale Straffung, Dehnung und Entspannung der Falx cerebri und Falx cerebelli ohne Vordehnung der spinalen Meningen

Ausgangsposition: Die Patientin befindet sich in Rückenlage, mit einer Rolle unter den Beinen. Der Therapeut sitzt am Kopfende der Liege.
Handposition: Der Therapeut hält die Ossa parietalia bilateral mit den Fingerspitzen der Zeige-, Mittel-, Ring- und Kleinfinger, und die Daumen stützen sich gegenseitig ohne Kontakt mit dem Schädel (Abb. 19.12).
Alternative Handposition: Beide Handballen werden bilateral auf die Ossa parietalia gelegt, die Finger sind nach kranial gerichtet und ineinander verhakt (Abb. 19.13).
Ausführung: Der Therapeut nimmt den Geweberhythmus oderGeweberhythmus Kraniosakralrhythmus auf und fordert die Patientin auf, tief ein- und auszuatmen.
  • Während der Ausatmung oder Abschwellphase (Extension des Kraniosakralrhythmus) übt Abschwellphase (Extension des Kraniosakralrhythmus):medianer Drucker bilateral langsam Druck nach median aus, um die beiden Ossa parietalia sozusagen zu komprimieren und den Schädel viskoelastisch zu verformen (laterolaterale Kompressions-Traktions-Spannung). Kompressions-Traktions-Spannung:laterolateraleUnter Beibehaltung des medianen Drucks baut er nun sehr behutsam und langsam einen kranialwärts gerichteten Zug auf und erhält diese Traktion mehrere Atemzyklen lang aufrecht.

    • Er achtet zunächst auf die Reaktion der Ossa parietalia bei der laterolateralen Kompression, dann auf die Gewebereaktion auf die kranialwärts gerichtete Traktion. Kompression und Traktion werden solange angepasst, bis eine behutsame kraniokaudale Straffung und Dehnung der Falx cerebri und Falx cerebelli wahrnehmbar ist.

    • Der Therapeut versucht, die Stelle zu visualisieren und zu ertasten, an der sich die Fixierung oder Spannung befinden könnte, und zentriert die Traktion dann auf diesen Bereich.

    • Anschließend baut er die Traktion langsam ab und legt eine Hand auf den Kopf, mit dem Mittelfinger im Verlauf der Sutura sagittalis (Abb. 19.14).

  • Während der Einatmung oder Anschwellphase (Flexion des Kraniosakralrhythmus) Anschwellphase (Flexion des Kraniosakralrhythmus):kaudaler Druckkomprimiert der Therapeut die Medianlinie des Schädels in kaudaler Richtung und gibt damit der Falx cerebri und Falx cerebelli mehrere Atemzyklen lang die Möglichkeit, sich wieder zu entspannen und Entspannung:Falx cerebriEntspannung:Falx cerebellizu entwirren.

Dorsoventrale Straffung, Dehnung und Entspannung der Falx cerebri und Falx cerebelli ohne Vordehnung der spinalen Meningen

Ausgangsposition: Die Patientin befindet sich in Rückenlage, mit einer Rolle unter den Beinen. Der Therapeut sitzt am Kopfende der Liege.
Ausführung: Der Therapeut hakt seine beiden Handballen am dorsalen Rand der Processus zygomatici des Os frontale ein und legt die Finger gegeneinander (Abb. 19.15). Er nimmt den Geweberhythmus oderGeweberhythmus Kraniosakralrhythmus auf und fordert die Patientin auf, tief ein- und auszuatmen.
  • Während der Ausatmung oder Abschwellphase (Extension des Kraniosakralrhythmus) übt Abschwellphase (Extension des Kraniosakralrhythmus):medianer Drucker bilateral langsam kriechend Druck nach median aus, um das Os frontale sozusagen zu komprimieren und den Schädel viskoelastisch zu verformen (laterolaterale Kompressions-Traktions-Spannung). Kompressions-Traktions-Spannung:laterolateraleUnter Beibehaltung des medianen Drucks baut er nun sehr behutsam und langsam einen ventralwärts gerichteten Zug auf und erhält diese Traktion Traktion:ventralemehrere Atemzyklen lang aufrecht.

    • Er achtet zunächst auf die Reaktion des Os frontale bei der laterolateralen Kompression und dann auf die Gewebereaktion auf die ventralwärts gerichtete Traktion. Kompression und Traktion werden solange angepasst, bis eine behutsame dorsoventrale Straffung und Dehnung der Falx cerebri und Falx cerebelli wahrzunehmen ist.

    • Der Therapeut versucht die Stelle zu visualisieren und zu ertasten, an der sich die Fixierung oder Spannung befinden könnte, und zentriert die Traktion genau auf diesen Bereich.

    • Anschließend baut er die Traktion langsam ab und legt den Mittelfinger im Verlauf der Sutura metopica auf.

  • Während der Einatmung oder Anschwellphase (Flexion des Kraniosakralrhythmus) Anschwellphase (Flexion des Kraniosakralrhythmus):dorsale Kompressionkomprimiert der Therapeut die Medianlinie des Schädels in dorsaler Richtung und gibt der Falx cerebri und Falx cerebelli so die Möglichkeit, sich wieder zu entspannen und Entspannung:Falx cerebriEntspannung:Falx cerebellizu entwirren.

Laterolaterale Straffung, Dehnung und Entspannung des Tentorium cerebelli ohne Vordehnung der spinalen Meningen

Ausgangsposition: Die Patientin befindet sich in Rückenlage, mit einer Rolle unter den Beinen. Der Therapeut sitzt am Kopfende der Liege.
Handposition: Der Therapeut steckt beide Daumen bilateral in den äußeren Gehörgang der Patientin. Die mittlere Phalanx des Zeigefingers liegt jeweils hinter den Ohrläppchen, möglichst nah am Os temporale, Daumen und Zeigefinger umgreifen bilateral den Antitragus und das Ohrläppchen (Abb. 19.16).
Ausführung: Der Therapeut nimmt den Geweberhythmus oder den Kraniosakralrhythmus auf und fordert die Patientin auf, tief ein- und auszuatmen.
  • Während der Einatmung oder Anschwellphase (Flexion des Kraniosakralrhythmus) übt Anschwellphase (Flexion des Kraniosakralrhythmus):laterale Traktioner bilateral einen langsam zunehmenden Zug nach lateral aus, um sozusagen die Ossa temporalia auseinanderzuziehen und den Schädel viskoelastisch zu verformen (laterolaterale Kompressions-Traktions-Spannung).

    • Er achtet auf die Reaktion der Ossa temporalia und des Gewebes auf die lateralwärts gerichtete Traktion. DieTraktion:Ossa temporalia Traktion wird solange angepasst, bis eine behutsame laterolaterale Straffung und Dehnung des Tentorium cerebelli wahrzunehmen ist.

    • Der Therapeut versucht die Stelle zu visualisieren und zu ertasten, an der sich die Fixierung oder Spannung befinden könnte, und zentriert die Traktion genau auf diesen Bereich. Anschließend baut er die Traktion langsam ab.

  • Während der Ausatmung oder Abschwellphase (Extension des Kraniosakralrhythmus) Abschwellphase (Extension des Kraniosakralrhythmus)führt er die Ossa parietalia zur Medianlinie und gibt damit dem Tentorium cerebelli mehrere Atemzyklen lang die Möglichkeit, sich wieder zu entspannen und Entspannung:Tentorium cerebellizu entwirren.

Dorsoventrale Straffung, Dehnung und Entspannung des Tentorium cerebelli ohne Vordehnung der spinalen Meningen

Ausgangsposition: Die Patientin befindet sich in Rückenlage, mit einer Rolle unter den Beinen. Der Therapeut sitzt am Kopfende der Liege.
Ausführung: Der Therapeut legt die Mittelfinger bilateral auf die Alae majores ossis sphenoidalis, und die beiden Daumen stützen sich gegenseitig (Abb. 19.17). Er nimmt den Geweberhythmus oderGeweberhythmus den Kraniosakralrhythmus auf und fordert die Patientin auf, tief ein- und auszuatmen.
  • Während der Ausatmung oder Abschwellphase (Extension des Kraniosakralrhythmus) übt Abschwellphase (Extension des Kraniosakralrhythmus):medianer Drucker bilateral langsam zunehmend Druck nach median aus, um das Os sphenoidale sozusagen zu komprimieren und den Schädel viskoelastisch zu verformen (laterolaterale Kompressions-Traktions-Spannung). Kompressions-Traktions-Spannung:laterolateraleUnter Beibehaltung des medianen Drucks baut er nun sehr behutsam und langsam einen ventralwärts gerichteten Zug auf.

    • Er achtet zuerst auf die Reaktion der Alae majores ossis sphenoidalis bei der laterolateralen Kompression und dann auf die Gewebereaktion auf die ventralwärts gerichtete Traktion. Traktion:Alae majores (Os sphenoidale)Kompression und Traktion werden so lange angepasst, bis eine behutsame dorsoventrale Straffung und Dehnung des Tentorium cerebelli wahrnehmbar ist. Diese Spannung wird mehrere Atemzyklen lang aufrechterhalten.

    • Der Therapeut versucht die Stelle zu visualisieren und zu ertasten, an der sich die Fixierung oder Spannung befinden könnte, und zentriert die Traktion genau auf diesen Bereich. Anschließend baut er die Traktion langsam wieder ab.

  • Während der Einatmung oder Anschwellphase (Flexion des Kraniosakralrhythmus) Anschwellphase (Flexion des Kraniosakralrhythmus)führt er die beiden Alae majores nun nach dorsal und gibt damit dem Tentorium cerebelli mehrere Atemzyklen lang die Möglichkeit, sich wieder zu entspannen und Entspannung Tentorium cerebellizu entwirren.

Kraniokaudale Straffung, Dehnung und Entspannung der spinalen Meningen

Ausgangsposition: Die Patientin befindet sich in Rückenlage, mit einer Rolle unter den Beinen. Der Therapeut streckt die Wirbelsäule der Patientin durch eine kranialwärts gerichtete Traktion an beiden Armen und eine kaudalwärts gerichtete Traktion an beiden Beinen. Dann stellt er sich (links) neben die Patientin.
Ausführung: Der Therapeut legt eine Hand unter das Os occipitale und die andere Hand unter das Sakrum der Patientin (Abb. 19.18). Er nimmt den Geweberhythmus oderGeweberhythmus den Kraniosakralrhythmus auf und fordert die Patientin auf, tief ein- und auszuatmen.
  • Während der Einatmung oder Anschwellphase (Flexion des Kraniosakralrhythmus) Anschwellphase (Flexion des Kraniosakralrhythmus):kraniokaudale Dehnungführt er langsam aufbauend beide Hände in kraniokaudaler Richtung auseinander, um die spinalen Meningen sozusagen viskoelastisch zu dehnen (kraniokaudale Kompressions-Traktions-Spannung).

    • Kompressions-Traktions-Spannung:kraniokaudale Er achtet auf die Gewebereaktion und passt die Traktion solange an, bis eine behutsame kraniokaudale Straffung und Dehnung der spinalen Meningen wahrzunehmen ist.

    • Der Therapeut versucht die Stelle zu visualisieren und zu ertasten, an der sich die Fixierung oder Spannung befinden könnte, und zentriert die Traktion mehrere Atemzyklen lang auf diesen Bereich. Anschließend baut er die Traktion langsam wieder ab.

  • Während der Ausatmung oder Abschwellphase (Extension des Kraniosakralrhythmus) Abschwellphase (Extension des Kraniosakralrhythmus)führt er beide Hände zueinander und gibt den spinalen Meningen damit mehrere Atemzyklen lang die Möglichkeit, sich wieder zu entspannen und Entspannung:spinale Meningenzu entwirren.

Danach baut er erneut die Traktion auf und behält sie bei, während er beide Hände langsam und behutsam kranial- bzw. kaudalwärts verschiebt.

Kraniokaudale Straffung, Dehnung und Entspannung der Falx cerebri und Falx cerebelli mit Vordehnung der spinalen Meningen

Vordehnung:spinale MeningenAusgangsposition: Die Patientin sitzt mit gestreckten Beinen und lehnt sich mit dem Oberkörper gegen den Therapeuten. Der Therapeut steht hinter der Patientin.
Ausführung: Der Therapeut hält die Ossa parietalia bilateral mit den Handballen (Abb. 19.19). Er nimmt den Geweberhythmus oderGeweberhythmus Kraniosakralrhythmus auf und fordert die Patientin auf, tief ein- und auszuatmen.
  • Während der Ausatmung oder Abschwellphase (Extension des Kraniosakralrhythmus) übt Abschwellphase (Extension des Kraniosakralrhythmus):medianer Drucker bilateral langsam zunehmend Druck nach median aus, um sozusagen die beiden Ossa parietalia zu komprimieren und den Schädel viskoelastisch zu verformen (laterolaterale Kompressions-Traktions-Spannung). Kompressions-Traktions-Spannung:laterolateraleUnter Beibehaltung des medianen Drucks baut er nun sehr behutsam und langsam einen kranialwärts gerichteten Zug auf. Die Patientin kann eventuell zusätzlich ihr Becken Beckenkippung:Anteversion/Retroversionlangsam rhythmisch in eine Anteversion-Retroversion bewegen und/oder die Knie rhythmisch beugen und strecken und/oder die Füße in eine Plantarflexion-Dorsalextension führen.

  • Der Therapeut achtet zuerst auf die Reaktion der Ossa parietalia auf die laterolaterale Kompression und dann auf die Gewebereaktion auf die kranialwärts gerichtete Traktion. Kompression und Traktion werden solange angepasst, bis sich eine behutsame kraniokaudale Straffung und Dehnung der Falx cerebri und Falx cerebelli wahrnehmen lässt.

  • Der Therapeut versucht die Stelle zu visualisieren und zu ertasten, an der sich die Fixierung oder Spannung befinden könnte, und zentriert die Traktion mehrere Atemzyklen lang auf diesen Bereich.

Steigerung der kraniokaudalen Straffung, Dehnung und Entspannung der Falx cerebri und Falx cerebelli durch starke Vordehnung der spinalen Meningen
Die Vordehnung:spinale MeningenPatientin wird nun gebeten, sich (so weit wie möglich) vornüber zu beugen, das Kinn auf die Brust zu drücken und die Knie leicht gebeugt zu halten.
Der Therapeut steht jetzt neben ihr, den Blick kranialwärts gerichtet, und umgreift die Ossa parietalia bilateral mit den Fingern. Er übt erneut, wie oben beschrieben, eine Straffung und Dehnung der Falx cerebri und Falx cerebelli in kranialer Richtung aus (Abb. 19.20).
Unter Beibehaltung der Straffung und Straffung:kraniale MeningenDehnung der kranialen Meningen kann die Patientin zusätzlich ihre Knie Kniebeugung:und -streckungrhythmisch und langsam durchstrecken und wieder langsam beugen sowie die Füße Füße:Dorsalextension/Plantarflexionrhythmisch und langsam in eine Dorsalextension und Plantarflexion führen.

Dorsoventrale Straffung, Dehnung und Entspannung der Falx cerebri und Falx cerebelli mit Vordehnung der spinalen Meningen

Vordehnung:spinale MeningenAusgangsposition: Die Patientin sitzt mit leicht gebeugten Beinen und hat den Oberkörper am Therapeuten angelehnt. Der Therapeut steht hinter der Patientin.
Ausführung: Der Therapeut hakt beide Daumenballen bilateral am dorsalen Rand der Processus zygomatici des Os frontale ein. Die anderen Finger sind vor dem Gesicht der Patientin gegeneinander gelegt (Abb. 19.21). Er nimmt den Geweberhythmus oderGeweberhythmus Kraniosakralrhythmus auf und fordert die Patientin auf, tief ein- und auszuatmen.
  • Während der Ausatmung oder Abschwellphase (Extension des Kraniosakralrhythmus) übt Abschwellphase (Extension des Kraniosakralrhythmus):medianer Drucker bilateral langsam aufbauend Druck nach median aus, um damit sozusagen das Os frontale zu komprimieren und den Schädel viskoelastisch zu verformen (laterolaterale Kompressions-Traktions-Spannung). Kompressions-Traktions-Spannung:laterolateraleUnter Beibehaltung des medianen Drucks baut er nun sehr behutsam und langsam einen ventralwärts gerichteten Zug auf.

    • Er achtet zuerst auf die Reaktion des Os frontale bei der laterolateralen Kompression und dann auf die Gewebereaktion bei der ventralwärts gerichteten Traktion. Kompression und Traktion werden solange angepasst, bis eine behutsame dorsoventrale Straffung und Dehnung der Falx cerebri und Falx cerebelli wahrzunehmen ist.

    • Der Therapeut versucht die Stelle zu visualisieren und zu ertasten, an der sich die Fixierung oder Spannung befinden könnte, und zentriert die Traktion mehrere Atemzyklen lang auf diesen Bereich. Zusätzlich kann die Patientin noch ihre Knie durchstrecken und die Füße in KniestreckungFüße:Dorsalextensioneine Dorsalextension führen. Danach beurteilt der Therapeut erneut die Gewebereaktion. Anschließend baut er die Traktion langsam ab.

  • Während der Einatmung oder Anschwellphase (Flexion des Kraniosakralrhythmus) Anschwellphase (Flexion des Kraniosakralrhythmus)führt er nun das Os frontale nach dorsal zurück und gibt damit der Falx cerebri und Falx cerebelli die Möglichkeit, sich mehrere Atemzyklen lang wieder zu entspannen und Entspannung:Falx cerebriEntspannung:Falx cerebellizu entwirren.

Steigerung der dorsoventralen Straffung, Dehnung und Entspannung der Falx cerebri und Falx cerebelli durch starke Vordehnung der spinalen Meningen
Die Vordehnung:spinale MeningenPatientin wird nun gebeten, sich (so weit wie möglich) vornüber zu beugen, ihr Kinn auf die Brust zu drücken und die Knie leicht zu beugen. Der Therapeut steht nun neben der Patientin und hält das Os frontale mit den Zeige- und Mittelfingern beider Hände bilateral am dorsalen Rand der Processus zygomatici (Abb. 19.22). Er übt erneut, wie oben beschrieben, eine Straffung und Dehnung der Falx cerebri und Falx cerebelli in ventraler Richtung aus.
Unter Beibehaltung der Straffung und Dehnung der kranialen Meningen kann die Patientin zusätzlich aufgefordert werden, ihre Knie Kniebeugung:und Kniestreckungrhythmisch und langsam zu strecken und zu beugen sowie die Füße Füße:Dorsalextension/Plantarflexionrhythmisch und langsam in eine Dorsalextension und Plantarflexion zu führen.

Laterolaterale Straffung, Dehnung und Entspannung des Tentorium cerebelli mit Vordehnung der spinalen Meningen

Vordehnung:spinale MeningenAusgangsposition: Die Patientin sitzt mit gestreckten Beinen und hat den Oberkörper am Therapeuten angelehnt. Der Therapeut steht hinter der Patientin.
Handposition: Der Therapeut steckt beide Daumen bilateral in den äußeren Gehörgang. Die mittlere Phalanx beider Zeigefinger liegt jeweils hinter den Ohrläppchen, möglichst nah am Os temporale, und Daumen und Zeigefinger umgreifen bilateral den Antitragus und das Ohrläppchen (Abb. 19.23).
Ausführung: Der Therapeut nimmt den Geweberhythmus oderGeweberhythmus Kraniosakralrhythmus auf und fordert die Patientin auf, tief ein- und auszuatmen.
  • Während der Einatmung oder Anschwellphase (Flexion des Kraniosakralrhythmus) übt er bilateral langsam kriechend einen Zug nach lateral aus, um damit sozusagen die Ossa temporalia auseinanderzuziehen und den Schädel viskoelastisch zu verformen (laterolaterale Kompressions-Traktions-Spannung).

    • Kompressions-Traktions-Spannung:laterolaterale Er achtet auf die Reaktion der Ossa temporalia und des Gewebes auf die lateralwärts gerichtete Traktion. Die Traktion wird solange angepasst, bis eine behutsame laterolaterale Straffung und Dehnung des Tentorium cerebelli wahrnehmbar ist.

    • Der Therapeut versucht die Stelle zu visualisieren und zu ertasten, an der sich die Fixierung oder Spannung befinden könnte, und zentriert die Traktion mehrere Atemzyklen lang auf diesen Bereich. Anschließend baut er die Traktion langsam wieder ab.

  • Während der Ausatmung oder Abschwellphase (Extension des Kraniosakralrhythmus) Abschwellphase (Extension des Kraniosakralrhythmus)führt er die Ossa parietalia zur Medianlinie und gibt dem Tentorium cerebelli damit die Möglichkeit, sich mehrere Atemzyklen lang wieder zu entspannen und Entspannung:Tentorium cerebellizu entwirren.

Steigerung der laterolateralen Straffung, Dehnung und Entspannung des Tentorium cerebelli durch starke Vordehnung der spinalen Meningen
Die Vordehnung:spinale MeningenPatientin wird nun gebeten, sich (so weit wie möglich) vornüber zu beugen und das Kinn auf die Brust zu drücken (Abb. 19.24). Der Therapeut steht jetzt neben ihr und übt erneut, wie oben beschrieben, eine lateralwärts gerichtete Straffung und Dehnung des Tentorium cerebelli aus. Unter Beibehaltung der Straffung und Dehnung kann die Patientin zusätzlich aufgefordert werden, rhythmisch und langsam ihre Knie zu Kniebeugung:und Kniestreckungstrecken und zu beugen sowie die Füße in Füße:Dorsalextension/Plantarflexioneine Dorsalextension und Plantarflexion zu führen.

Dorsoventrale Straffung, Dehnung und Entspannung des Tentorium cerebelli mit Vordehnung der spinalen Meningen

Vordehnung:spinale MeningenAusgangsposition: Die Patientin sitzt mit gestreckten Beinen und hat den Oberkörper am Therapeuten angelehnt. Der Therapeut steht (rechts) neben der Patientin.
Ausführung: Der Therapeut legt Daumen und Mittelfinger einer (rechten) Hand von ventral bilateral auf die Alae majores ossis sphenoidalis und umgreift mit Daumen und Fingern der anderen (linken) Hand von dorsal das Os occipitale (Abb. 19.25). Der Therapeut nimmt den Geweberhythmus oderGeweberhythmus Kraniosakralrhythmus auf und fordert die Patienten auf, tief ein- und auszuatmen.
  • Während der Ausatmung oder Abschwellphase (Extension des Kraniosakralrhythmus) übt Abschwellphase (Extension des Kraniosakralrhythmus):medianer Drucker bilateral langsam aufbauend Druck nach median aus, um damit sozusagen die Alae majores ossis sphenoidalis zu komprimieren und den Schädel viskoelastisch zu verformen (laterolaterale Kompressions-Traktions-Spannung). Kompressions-Traktions-Spannung:laterolateraleUnter Beibehaltung des medianen Drucks baut er nun sehr behutsam und langsam einen ventralwärts gerichteten Zug an den Alae majores und Processus clinoidei auf.

    • Er achtet zuerst auf die Reaktion der Alae majores bei der laterolateralen Kompression und dann auf die Gewebereaktion bei der ventralwärts gerichteten Traktion. Kompression und Traktion werden solange angepasst, bis eine behutsame dorsoventrale Straffung und Dehnung des Tentorium cerebelli wahrnehmbar ist.

    • Der Therapeut versucht die Stelle zu visualisieren und zu ertasten, an der sich die Fixierung oder Spannung befinden könnte, und zentriert die Traktion mehrere Atemzyklen lang auf diesen Bereich. Anschließend baut er die Traktion langsam wieder ab.

  • Während der Einatmung oder Anschwellphase (Flexion des Kraniosakralrhythmus) Anschwellphase (Flexion des Kraniosakralrhythmus)führt er nun die beiden Alae majores nach dorsal und gibt damit dem Tentorium cerebelli die Möglichkeit, sich mehrere Atemzyklen lang wieder zu entspannen und Entspannung:Tentorium cerebellizu entwirren.

Steigerung der dorsoventralen Straffung, Dehnung und Entspannung des Tentorium cerebelli durch starke Vordehnung der spinalen Meningen
Die Vordehnung:spinale MeningenPatientin wird nun gebeten, sich (so weit wie möglich) vornüber zu beugen und das Kinn auf die Brust zu drücken (Abb. 19.26). Der Therapeut übt erneut, wie oben beschrieben, eine ventralwärts gerichtete Straffung und Dehnung des Tentorium cerebelli aus. Unter Beibehaltung dieser Straffung und Dehnung kann die Patientin zusätzlich aufgefordert werden, rhythmisch und langsam ihre Knie zu Kniebeugung:und Kniestreckungstrecken und zu beugen sowie die Füße in Füße:Dorsalextension/Plantarflexioneine Dorsalextension und Plantarflexion zu führen.

Aktive kraniokaudale Straffung, Dehnung und Entspannung der spinalen Meningen

Ausgangsposition: Die Patientin steht mit leicht gebeugten Beinen vornüber gebeugt und stützt sich mit den Unterarmen auf der Liege ab. Die Liege wird so weit abgesenkt, bis die Patientin eine Dehnung in den hinteren Beinmuskelketten spürt. Der Therapeut steht neben der Patientin.
Ausführung:
  • Phase 1: Der Therapeut legt eine Hand flach (zuerst) auf die BWS der Patientin und dann die andere Hand im okzipitalen Bereich der Patientin auf (Abb. 19.27). Die Patientin wird gebeten, ihr Kinn langsam zur Brust zu senken, die Knie Kniestreckungdurchzustrecken und die Füße in Füße:Dorsalextensioneine Dorsalextension zu führen. Der Therapeut führt gleichzeitig die HWS in eine Flexion, das Os occipitale kranialwärts und die BWS kaudalwärts (Abb. 19.28). Das wird öfter wiederholt, bis die Patientin merkt, dass die Bewegung leichter abläuft.

  • Phase 2: Der Therapeut legt nun eine Hand flach (zuerst) auf die LWS und die andere Hand im okzipitalen Bereich der Patientin auf. Dann werden die Bewegungen wie oben in Phase 1 beschrieben wiederholt und das Os occipitale und die LWS auseinander gedehnt.

Straffen, Dehnen und Entspannen der myofaszialen und osteofibrösen Umgebungsgewebe der Meningen

Aktive kraniokaudale Straffung, Dehnung und Entspannung der hinteren Umgebungsgewebe der Meningen

Ausgangsposition: Die Patientin hat in Rückenlage die Beine angewinkelt und die Unterschenkel auf einem Würfel abgestützt. Der Therapeut sitzt am Kopfende.
Ausführung: Der Therapeut umgreift mit den Fingern beider Hände das Os occipitale der Patientin und bittet sie, die gebeugten Beine nochBeine:zur Brust hochziehen weiter anzuziehen und zur Brust zu führen, bis die Bewegung subokzipital ankommt.
  • Daraufhin übt er eine äußerst leichte kranialwärts gerichtete Traktion am Os occipitale aus (Abb. 19.29). Er achtet auf die Gewebereaktion bei Gewebereaktion:subokzipitaleder Traktion. Er versucht die Stelle zu visualisieren und zu ertasten, an der sich eine Fixierung oder Spannung befinden könnte, und zentriert die Traktion mehrere Atemzyklen lang auf diesen Bereich. Anschließend baut er die Traktion langsam wieder ab und bittet den Patienten, die Beine jetzt abzulegen.

  • Der Therapeut führt dann das Os occipitale kaudalwärts und gibt damit den spinalen Meningen und myofaszialen Strukturen die Möglichkeit, sich wieder zu entspannen und Entspannung:spinale MeningenEntspannung:myofasziale Strukturenzu entwirren.

Es kann sinnvoll sein, den Durchgang mehrmals hintereinander zu wiederholen, bis sich Spannungen und Verklebungen lösen.
Steigerung der aktiven kraniokaudalen Straffung und Dehnung der hinteren Umgebungsgewebe der Meningen durch starke Vordehnung der myofaszialen Strukturen
Die Vordehnung:myofasziale Strukturenmyofasziale Strukturen:VordehnungPatientin wird nun gebeten, die Beine Beine:über den Kopf streckengestreckt über den Kopf zu heben, bis die Bewegung subokzipital ankommt. Mit den Händen sollte sie sich zur Sicherheit am Rand der Liege stabilisieren (Abb. 19.30).
Der Therapeut führt erneut über eine kraniale Traktion, wieTraktion:kraniale oben beschrieben, eine zentrierte Straffung Straffung:spinale MeningenundStraffung:myofasziales Gewebe, hinteresStraffung:osteofibröses Gewebe, hinteres Dehnung der spinalen Meningen herbei. Unter Beibehaltung der Straffung und Dehnung der hinteren myofaszialen und osteofibrösen Umgebungsgewebe kann die Patientin zusätzlich aufgefordert werden, rhythmisch und langsam ihre Knie zu strecken und zu beugen und die Füße in eine Dorsalextension und Plantarflexion zu führen.
Die Füße können auch an einer Wand abgestützt werden.

Aktive kraniokaudale Straffung, Dehnung und Entspannung der vorderen Umgebungsgewebe der Meningen

Ausgangsposition: Die Patientin befindet sich in Rückenlage auf der Liege (oder auf einem Pezzi-Ball), sodass die Beine leicht gebeugt über den Rand hängen und die Füße am Boden abstützt sind. Der Therapeut sitzt am Kopfende.
Ausführung: Der Therapeut umgreift mit den Fingern beider Hände das Os occipitale der Patientin und bittet sie, ihre Knie bei Kniebeugunggestreckten Hüften zu beugen, bis die Bewegung subokzipital ankommt.
  • Daraufhin übt er eine äußerst leichte kranialwärts gerichtete Traktion am Os occipitale aus (Abb. 19.31). Er achtet auf die Gewebereaktion bei der Traktion. Er versucht die Stelle zu visualisieren und zu ertasten, an der sich eine Fixierung oder Spannung befinden könnte, und zentriert die Traktion mehrere Atemzyklen lang auf diesen Bereich. Anschließend baut er die Traktion langsam ab und bittet die Patientin, die Beine wieder auszustrecken.

  • Der Therapeut führt dann das Okziput kaudalwärts und gibt damit den spinalen Meningen und vorderen myofaszialen Strukturen die Möglichkeit, sich wieder zu entspannen und Entspannung:spinale MeningenEntspannung:myofasziale Strukturen, vorderezu entwirren.

Es kann sinnvoll sein, den Durchgang mehrmals hintereinander zu wiederholen, bis sich Spannungen und Verklebungen lösen.

Lösen der myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im Bereich der peripheren Nerven (in Gleitschichten und Epineurium)

Sowohl das zentrale und das periphere Nervensystem als auch die arterielle und venolymphatische Leitungsbahnen bilden kontinuierliche Gewebetrakte, die von einer Gleit- und Schutzschicht umgeben sind. Aus praktisch-klinischer Sicht erscheint es sehr sinnvoll, diese Gleitschichten auf Gleitschichten:periphere NervenGleitschichten:Gefäßeihre Beweglichkeit zu testen und zu behandeln. Es würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen, Test- und Behandlungsmöglichkeiten für die Gleitschichten aller peripheren Nerven und Gefäße zu beschreiben. Hierzu sei auch auf Arbeiten von Butler (1995), Barral und Croibier (2005 und 2008) sowie Scheuerer (voraussichtlich 2013) verwiesen.
Ich werde mich hier auf einige von mir entwickelte Untersuchungs- und Behandlungstechniken für Behandlungstechniken:Leitungsbahnendie größeren Leitungsbahnen beschränken. Besonders die Mobilität im Mobilität:FulkrumpunkteBereich der sogenannten Fulkrumpunkte istFulkrumpunkte:Mobilität hierbei wichtig (Kap. 9.7).
Besonders geeignet sind zusätzlich venolymphatische Techniken, die ich in meinem vorigen Buch für die untere und obere Extremität beschrieben habe (Meert 2007).

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im Bereich des Foramen ischiadicum majus, im ischiokruralen und poplitealen Bereich

Ausgangsposition: Die Patientin steht mit gestreckten Beinen vornüber gebeugt und stützt sich mit den Unterarmen auf der Liege ab. Die Liege wird so weit abgesenkt, bis die Patientin eine Dehnung in den hinteren Beinmuskelketten spürt. Der Therapeut steht neben der Patientin.
Die Patientin wird gebeten, zuerst den Kopf in den Nacken zu legen (Extension der HWS) und die Knie leicht zu beugen.
Lösen von Verklebungen im Bereich des Foramen ischiadicum majus
Ausführung (Abb. 19.32): Der Therapeut tastet behutsam den suprapiriformen und infrapiriformen Bereich ab und testet die Verschieblichkeit der vorhandenen Strukturen.
  • Falls Lösen:Verklebungen im Bereich des Foramen ischiadicum majusSpannungen und Verklebungen Verklebungen:supra- und infrapiriformevorliegen, wird die Patientin gebeten, langsam das Kinn auf die Brust zu senken, die Knie ganz durchzustrecken und die Hüften in Innenrotation zu drehen. Währenddessen verschiebt der Therapeut das Gewebe mit den Leitungsbahnen (N. Leitungsbahnen:Foramen ischiadicumischiadicus, A. und V. gluteae superior und inferior, Nn. glutei superior und inferior, A. und V. pudenda interna, N. pudendus, N. cutaneus femoris posterior und Lymphgefäße) in kaudaler und mediolateraler Richtung.

  • Dann wird die Patientin gebeten, erneut den Kopf in den Nacken zu legen und die Knie leicht zu beugen und die Hüften in Außenrotation zu drehen. Währenddessen verschiebt der Therapeut das Gewebe und die Leitungsbahnen nun in kranialer und mediolateraler Richtung.

Es kann sinnvoll sein, den Durchgang mehrmals hintereinander zu wiederholen, bis sich die Spannungen und Verklebungen lösen.
Lösen von Verklebungen im ischiokruralen und poplitealen Bereich
Ausführung (Abb. 19.33): Der Therapeut tastet behutsam den poplitealen und ischiokruralen Bereich ab und testet die Verschieblichkeit der vorhandenen Strukturen.
  • Falls Spannungen und Verklebungen Verklebungen:poplitealeVerklebungen:ischiokruralevorliegen, wird die Patientin gebeten, langsam das Kinn auf die Brust zu senken und die Knie ganz durchzustrecken und die Hüften in Innenrotation zu drehen. Währenddessen verschiebt der Therapeut das Gewebe mit den Leitungsbahnen (N. tibialis, N. fibularis communis, A. poplitea, V. poplitea und Lymphgefäße) in kaudaler und mediolateraler Richtung.

  • Dann wird die Patientin gebeten, erneut den Kopf in den Nacken zu legen und die Knie leicht zu beugen und die Hüften in Außenrotation zu drehen. Währenddessen verschiebt der Therapeut das Gewebe und die Leitungsbahnen nun in kranialer und mediolateraler Richtung.

Es kann sinnvoll sein, den Durchgang mehrmals hintereinander zu wiederholen, bis sich die Spannungen und Verklebungen lösen.

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im medialen und lateralen Unterschenkel- und Fußbereich

Ausgangsposition: Die Patientin befindet sich Rückenlage. Der Therapeut steht am Fußende (links) neben der Patientin und hält das gebeugte (linke) Bein in Elevation.
Lösen von Verklebungen im medialen Unterschenkel- und plantaren Fußbereich
Ausführung (Abb. 19.34): Der Therapeut stützt das homolaterale (linke) Bein der Patientin mit einer Hand und eventuell mit der Brust ab. Mit der anderen Hand tastet er behutsam den Bereich dorsal des Malleolus medialis und den medialen Bereich der Fußsohle ab Fußsohle:medialer Bereichund testet die Verschieblichkeit der vorhandenen Strukturen.
  • Falls Spannungen und Verklebungen Verklebungen:medialer UnterschenkelbereichVerklebungen:Fußsohlenbereichvorliegen, wird die Patientin gebeten, langsam das Knie ganz durchzustrecken, den Fuß in Dorsalextension und Pronation zu führen und die Hüfte in Innenrotation zu drehen. Währenddessen verschiebt der Therapeut das Gewebe mit den Leitungsbahnen (Leitungsbahnen:medialer UnterschenkelSehnen des M. flexor hallucis longus, des M. tibialis posterior und des M. flexor digitorum longus, A. und V. tibialis posterior, N. tibialis und Lymphgefäße) in kranialer und mediolateraler Richtung.

  • Dann wird die Patientin gebeten, erneut das Knie leicht zu beugen, den Fuß in Plantarflexion und Supination zu führen und die Hüfte in Außenrotation zu drehen. Währenddessen verschiebt der Therapeut das Gewebe und die Leitungsbahnen nun in kaudaler und mediolateraler Richtung.

Es kann sinnvoll sein, den Durchgang mehrmals hintereinander zu wiederholen, bis sich die Spannungen und Verklebungen lösen.
Lösen von Verklebungen im lateralen Unterschenkel- und plantaren Fußbereich
Lösen:von Verklebungen im medialen Unterschenkel- und FußsohlenbereichAusführung (Abb. 19.35): Der Therapeut stützt das homolaterale (rechte) Bein der Patientin mit einer Hand und eventuell mit der Brust ab. Mit der anderen Hand tastet er behutsam den Bereich dorsal des Malleolus lateralis und den lateralen Bereich der Fußsohle ab Fußsohle:lateraler Bereichund testet die Verschieblichkeit der vorhandenen Strukturen.
  • Falls Spannungen und Verklebungen Verklebungen:lateraler Unterschenkel- und Fußsohlenbereichvorliegen, wird die Patientin gebeten, langsam das Knie ganz durchzustrecken, den Fuß in eine Dorsalextension und Supination zu führen und die Hüfte in Innenrotation zu drehen. Währenddessen verschiebt der Therapeut das Gewebe mit den Leitungsbahnen (Leitungsbahnen:lateraler UnterschenkelbereichSehnen des M. peroneus longus und des M. peroneus brevis, A. und V. fibularis sowie Lymphgefäße) in kranialer und mediolateraler Richtung.

  • Dann wird die Patientin gebeten, erneut das Knie leicht zu beugen, den Fuß in Plantarflexion und Pronation zu führen und die Hüfte in Außenrotation zu drehen. Währenddessen verschiebt der Therapeut das Gewebe und die Leitungsbahnen nun in kaudaler und mediolateraler Richtung.

Es kann sinnvoll sein, den Durchgang mehrmals hintereinander zu wiederholen, bis sich die Spannungen und Verklebungen lösen.

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im ventralen Unterschenkel- und Fußbereich

Ausgangsposition: Die Patientin befindet sich in Bauchlage. Der Therapeut steht am Fußende (rechts) neben der Patientin.
Ausführung (Abb. 19.36): Der Therapeut beugt das homolaterale (linke) Knie der Patientin und hält ihren Fuß mit einer Hand. Mit den Fingern der anderen Hand tastet er behutsam den Fußrücken und Fußrückenden Unterschenkelbereich Unterschenkelbereich:ventralerventral der Malleoli und lateral der Tibia ab und testet die Verschieblichkeit der vorhandenen Strukturen.
  • Falls Spannungen und Verklebungen Verklebungen:ventraler UnterschenkelbereichVerklebungen:Fußrückenbereichvorliegen, wird die Patientin gebeten, langsam das Knie weiter zu beugen und den Fuß in Plantarflexion zu führen. Währenddessen verschiebt der Therapeut das ventrale Gewebe mit den Leitungsbahnen (Leitungsbahnen:ventraler UnterschenkelbereichSehnen des M. extensor hallucis longus, des M. tibialis anterior und des M. extensor digitorum longus, N. fibularis profundus, A. und V. tibialis anterior sowie Lymphgefäße) in kranialer und mediolateraler Richtung.

  • Dann wird die Patientin gebeten, erneut das Knie leicht zu strecken und den Fuß in Dorsalextension zu führen. Währenddessen verschiebt der Therapeut das ventrale Gewebe und die Leitungsbahnen nun in kaudaler und mediolateraler Richtung.

Es kann sinnvoll sein, den Durchgang mehrmals hintereinander zu wiederholen, bis sich die Spannungen und Verklebungen lösen.

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im Bereich der Leiste und des Canalis adductorius

Ausgangsposition: Die Patientin befindet sich in Rückenlage. Der Therapeut steht homolateral (links) neben der Patientin.
Ausführung (Abb. 19.37): Der Therapeut führt das homolaterale (linke) gestreckte Bein der Patientin mit einer (linken) Hand in eine Abduktion und Extension der Hüfte. Mit den Fingern der anderen (rechten) Hand tastet er behutsam die Leistenregion und Leistenregionden Bereich des Canalis Canalis:adductoriusadductorius ab und testet die Verschieblichkeit der vorhandenen Strukturen.
  • Falls Spannungen und Verklebungen Verklebungen:im Leistenbereichvorliegen, wird die Patientin gebeten, langsam das (linke) Bein weiter zu abduzieren und nach innen zu rotieren sowie das Knie zu beugen und den Fuß in Plantarflexion und Pronation zu führen. Währenddessen verschiebt der Therapeut das Gewebe im Canalis adductorius mit den Leitungsbahnen (N. Leitungsbahnen:Canalis adductoriusfemoralis, N. obturatorius, A. und V. femoralis und Lymphgefäße) in kranialer und mediolateraler Richtung.

  • Dann wird die Patientin gebeten, das (linke) Bein erneut in eine Adduktion und Außenrotation zu bewegen, das Knie zu strecken und den Fuß in eine Dorsalextension und Supination zu führen. Währenddessen verschiebt der Therapeut das Gewebe im Canalis adductorius und die Leitungsbahnen nun in kaudaler und mediolateraler Richtung.

Es kann sinnvoll sein, den Durchgang mehrmals hintereinander zu wiederholen, bis sich die Spannungen und Verklebungen lösen.

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im supraklavikulären Bereich

Skalenuslücken und Leitungsbahnen:
  • Leitungsbahnen:SkalenuslückenDurch die vordere Skalenuslücke (zwischen M. sternocleidomastoideus und M. scalenus anterior) ziehen: V. subclavia, A. carotis communis, V. jugularis interna, A. transversa cervicis, A. suprascapularis, A. cervicalis ascendens, N. phrenicus, N. vagus, Ductus thoracicus und Lymphgefäße.

  • Durch die mittlere Skalenuslücke (zwischen M. scalenus anterior und M. scalenus medius) ziehen: Plexus brachialis, A. subclavia, Truncus sympathicus und Lymphgefäße.

  • Durch die hintere Skalenuslücke (zwischen M. scalenus medius und M. scalenus posterior) ziehen: N. thoracicus longus und Lymphgefäße.

Ausgangsposition: Die Patientin befindet sich in Rückenlage, mit einer Rolle unter den Beinen. Der Therapeut sitzt (rechts) neben der Patientin.
Phase 1 – Lösen von Verklebungen im supraklavikulären Bereich mit Vordehnung der KAM
Ausführung (Abb. 19.38):
  • Vordehnung: Der Therapeut hält mit einer (rechten) Hand und seinem Oberschenkel den homolateralen (rechten) Arm der Patientin in einer Retroflexion und Außenrotation, mit Depression der Schulter, Supination und leichter Extension des Unterarms und leichter Extension der Hand und Finger. Dadurch werden die Epicondylus-medialis-Muskeln der KAM (Kreuzende Anteriore Myofaszialkette) imMyofaszialkette:kreuzende anteriore\t\"Siehe KAM Unterarm vorgedehnt.

  • Die Patientin wird gebeten, den Kopf und die HWS zur heterolateralen (linken) Seite zu neigen. Währenddessen tastet der Therapeut behutsam die verschiedenen Skalenuslücken ab Skalenuslücken:Verschieblichkeit der Strukturenund testet die Verschieblichkeit der dort vorhandenen Strukturen.

  • Falls Spannungen und Verklebungen Verklebungen:im supraklavikulären Bereichvorliegen, wird die Patientin gebeten, die HWS langsam weiter seitwärts (links) zu neigen, den homolateralen (rechten) Ellenbogen maximal zu strecken sowie Hand und Finger so weit wie möglich in Extension zu führen. Währenddessen verschiebt der Therapeut das Gewebe im supraklavikulären Bereich und supraklavikulärer Bereich:Verklebungendie Leitungsbahnen in kranialer und mediolateraler Richtung.

  • Dann wird die Patientin gebeten, die HWS und den Kopf wieder zurück in die Neutralposition zu führen. Währenddessen verschiebt der Therapeut das Gewebe im supraklavikulären Bereich und die Leitungsbahnen nun in kaudaler und mediolateraler Richtung.

Es kann sinnvoll sein, den Durchgang mehrmals hintereinander zu wiederholen, bis sich die Spannungen und Verklebungen lösen.
Phase 2 – Lösen von Verklebungen im supraklavikulären Bereich mit Vordehnung der KPM
Ausführung (Abb. 19.39):
  • Vordehnung: DerVordehnung:KPM im Unterarm Therapeut hält mit einer Hand und seinem Oberschenkel den Arm der Patientin in einer Retroflexion und Innenrotation, mit Depression der Schulter, Pronation und leichter Extension des Unterarms und leichter Flexion der Hand und Finger. Dadurch werden die Epicondylus-lateralis-Muskeln der KPM (Kreuzende Posteriore Myofaszialkette) imMyofaszialkette:kreuzende posteriore\t\"Siehe KPM Unterarm vorgedehnt.

  • Die Patientin wird gebeten, den Kopf und die HWS zur heterolateralen (linken) Seite zu neigen, den Ellenbogen maximal zu strecken und die Hand und Finger noch weiter in eine Flexion zu führen. Währenddessen tastet der Therapeut behutsam die verschiedenen Skalenuslücken ab Skalenuslücken:Verschieblichkeit der Strukturenund testet erneut die Verschieblichkeit der dort vorhandenen Strukturen.

  • Falls Spannungen und Verklebungen Verklebungen:supraklavikulärer Bereichvorliegen, wird die Patientin gebeten, die HWS langsam weiter seitwärts (links) zu neigen, den homolateralen (rechten) Ellenbogen komplett zu strecken sowie Hand und Finger so weit wie möglich in Flexion zu führen. Währenddessen verschiebt der Therapeut das Gewebe im supraklavikulären Bereich und supraklavikulärer Bereich:Verklebungendie Leitungsbahnen in kranialer und mediolateraler Richtung.

  • Dann wird die Patientin gebeten, die HWS und den Kopf wieder zurück in die Neutralposition zu führen. Währenddessen verschiebt der Therapeut das Gewebe im supraklavikulären Bereich und die Leitungsbahnen nun in kaudaler und mediolateraler Richtung.

Es kann sinnvoll sein, den Durchgang mehrmals hintereinander zu wiederholen, bis sich die Spannungen und Verklebungen lösen.

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im pektoralen Bereich

Ausgangsposition: Die Patientin befindet sich in Rückenlage, mit einer Rolle unter den Knien, und hat ihren Kopf und die HWS zur heterolateralen (linken) Seite geneigt. Der Therapeut sitzt homolateral (rechts) neben der Patientin.
Phase1 – Lösen von Verklebungen im pektoralen Bereich mit Vordehnung der KAM
Ausführung (Abb. 19.40):
  • Der Therapeut hält mit einer Hand und seinem Oberschenkel den homolateralen (rechten) Arm der Patientin in einer horizontalen Abduktion, die Schulter in Depression, den Unterarm in Supination und leichter Extension und die Hand und Finger in leichter Extension. Er tastet behutsam den Bereich Pektoralbereich:Verschieblichkeit der Strukturenzwischen und unter den Sehnen der Mm. pectorales ab und testet die Verschieblichkeit der vorhandenen Strukturen (Nerven des Plexus brachialis, A. und V. axillaris sowie Lymphgefäße).

  • Falls Spannungen und Verklebungen Verklebungen:pektoralevorliegen, wird die Patientin gebeten, langsam den (rechten) Ellenbogen durchzustrecken, den Arm weiter in eine horizontale Abduktion und Außenrotation zu führen, den Unterarm weiter in Supination und maximale Extension zu bewegen sowie die Hand und Finger so weit wie möglich zu strecken, um die KAM vorzudehnen. Vordehnung:KAMWährenddessen verschiebt der Therapeut das pektorale Gewebe und die vorhandenen Leitungsbahnen in kranialer und mediolateraler Richtung.

  • Dann wird die Patientin gebeten, Arm, Unterarm, Hand und Finger wieder in die Ausgangsposition zurückzuführen. Währenddessen verschiebt der Therapeut das pektorale Gewebe und die Leitungsbahnen nun in kaudaler und mediolateraler Richtung.

Es kann sinnvoll sein, den Durchgang mehrmals hintereinander zu wiederholen, bis sich die Spannungen und Verklebungen lösen.
Phase 2 – Lösen von Verklebungen im pektoralen Bereich mit Vordehnung der KPM
Ausführung (Abb. 19.41): Der Therapeut hält mit einer Hand und seinem Oberschenkel den Arm der Patientin in einer horizontalen Abduktion, die Schulter in Depression, den Unterarm in Pronation und leichter Extension und die Hand und Finger in leichter Extension.
  • Falls Spannungen und Verklebungen Verklebungen:pektoralevorliegen, wird die Patientin nun aber gebeten, langsam den Ellenbogen durchzustrecken, den Arm weiter in horizontaler Abduktion und Innenrotation zu führen, den Unterarm weiter in eine Pronation und maximale Extension zu bewegen sowie die Hand und Finger so weit wie möglich zu beugen, um die KPM zu dehnen. Vordehnung:KPMWährenddessen verschiebt der Therapeut das pektorale Gewebe und die vorhandenen Leitungsbahnen in kranialer und mediolateraler Richtung.

  • Dann wird die Patientin gebeten, Arm, Unterarm, Hand und Finger wieder in die Ausgangsposition zurückzuführen. Währenddessen verschiebt der Therapeut das Latissimus-Gewebe und die Leitungsbahnen nun in kaudaler und mediolateraler Richtung.

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im Bereich des Epicondylus medialis

Ausgangsposition: Die Patientin befindet sich in Rückenlage, mit einer Rolle unter den Beinen und hat den Kopf und die HWS zur heterolateralen (linken) Seite geneigt. Der Therapeut steht homolateral (rechts) neben der Patientin.
Ausführung: Der Therapeut hält mit einer Hand und seinem Oberschenkel den homolateralen (rechten) Arm der Patientin in einer horizontalen Abduktion und die Schulter in Depression, den Unterarm in Supination und leichter Streckung sowie die Hand und Finger leicht gestreckt. Mit der anderen Hand tastet er behutsam den Bereich zwischen den Muskelsehnen am Epicondylus medialis und Epicondylus-medialis-Bereich:Verschieblichkeit der Strukturenmedialen Unterarm ab Unterarm:medialerund testet die Verschieblichkeit der vorhandenen Strukturen (N. ulnaris, N. medianus, A. und V. ulnaris sowie Lymphgefäße).
  • Falls Spannungen und Verklebungen Verklebungen:medialer Unterarmbereichvorliegen, wird die Patientin gebeten, langsam ihren Ellenbogen maximal durchzustrecken und in Supination zu führen, den Arm weiter in eine horizontale Abduktion und Außenrotation zu führen sowie die Hand und Finger so weit wie möglich zu strecken, um die KAM zu dehnen (Abb. 19.42). Währenddessen verschiebt der Therapeut das Gewebe im Bereich des Epicondylus medialis mit den Leitungsbahnen in Leitungsbahnen:Epicondylus medialiskranialer und mediolateraler Richtung.

  • Dann wird die Patientin gebeten, Arm, Hand und Finger wieder in die Ausgangsposition zurückzuführen. Währenddessen verschiebt der Therapeut das Gewebe im Bereich des Epicondylus medialis und die Leitungsbahnen nun in kaudaler und mediolateraler Richtung.

Es kann sinnvoll sein, den Durchgang mehrmals hintereinander zu wiederholen, bis sich die Spannungen und Verklebungen lösen.

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im Bereich des Epicondylus lateralis

Ausgangsposition: Die Patientin befindet sich in Rückenlage, mit einer Rolle unter den Beinen, und hat ihren Kopf und die HWS zur heterolateralen (linken) Seite geneigt. Der Therapeut steht homolateral (rechts) neben der Patientin.
Ausführung: Der Therapeut hält mit einer Hand und seinem Oberschenkel den homolateralen (rechten) Arm der Patientin in einer horizontalen Abduktion und die Schulter in Depression, den Unterarm in leichter Pronation und Extension sowie die Finger und Hand in leichter Flexion. Mit der anderen Hand tastet er behutsam den Bereich zwischen den Muskelsehnen am Epicondylus lateralis und Epicondylus-lateralis-Bereich:Verschieblichkeit der Strukturenlateralen Unterarm ab Unterarm:lateralerund testet die Verschieblichkeit der vorhandenen Strukturen (N. radialis, A. und V. radialis, Lymphgefäße).
  • Falls Spannungen und Verklebungen Verklebungen:lateraler UnterarmVerklebungen:lateraler Epicondylus-lateralis-Bereichvorliegen, wird die Patientin gebeten, langsam ihren (rechten) Ellenbogen durchzustrecken, den Arm weiter in eine horizontale Abduktion und Innenrotation zu führen, den Unterarm maximal in Pronation und Extension zu bewegen sowie die Hand und Finger so weit wie möglich zu beugen, um die KPM zu dehnen (Dehnung:KPMAbb. 19.43). Währenddessen verschiebt der Therapeut das Gewebe im Bereich des Epicondylus lateralis mit den Leitungsbahnen in kranialer und mediolateraler Richtung.

  • Dann wird die Patientin gebeten, Arm, Unterarm, Hand und Finger wieder in die Ausgangsposition zurückzuführen. Währenddessen verschiebt der Therapeut das Gewebe im Bereich des Epicondylus lateralis und die Leitungsbahnen nun in kaudaler und mediolateraler Richtung.

Es kann sinnvoll sein, den Durchgang mehrmals hintereinander zu wiederholen, bis sich die Spannungen und Verklebungen lösen.

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im Bereich der Flexorenloge und der Handinnenfläche

Verklebungen:im Bereich der FlexorenlogeAusgangsposition: Die Patientin befindet sich in Rückenlage, mit einer Rolle unter den Beinen, und hat ihren Kopf und die HWS zur heterolateralen Seite geneigt. Der Therapeut sitzt homolateral (rechts) neben der Patientin.
Ausführung: Der Therapeut führt mit einer Hand und seinem Oberschenkel den homolateralen (rechten) Arm der Patientin in eine horizontale Abduktion, die Schulter in Depression, den Unterarm in leichter Supination und Extension, und umgreift die homolaterale (rechte) Hand der Patientin. Mit den Fingern der anderen Hand tastet er behutsam den Bereich zwischen den Muskelsehnen am Epicondylus medialis und den palmaren Handstrukturen ab und testet die Verschieblichkeit der vorhandenen Strukturen (Aponeurosis palmaris, Retinaculum Retinaculum:mm. flexorummusculorum flexorum, N. ulnaris, N. medianus, A. und V. ulnaris, Lymphgefäße).
  • Falls Spannungen und Verklebungen vorliegen, werden die homolaterale (rechte) Hand und Finger der Patientin langsam weiter in Extension, der Unterarm maximal in Supination und Extension und der Arm noch weiter in eine horizontale Abduktion und Außenrotation geführt (Abb. 19.44). Währenddessen verschiebt der Therapeut das Gewebe der Aponeurosis Aponeurosis:palmarispalmaris, die faszialen Schichten am medialen Unterarm und die vorhandenen Leitungsbahnen mit den Fingern der anderen Hand in kranialer und mediolateraler Richtung.

  • Dann werden Arm, Unteram, Hand und Finger wieder in die Ausgangsposition zurückgeführt. Währenddessen ver

  • schiebt der Therapeut das Gewebe und die Leitungsbahnen erneut in kaudaler und mediolateraler Richtung.

Es kann sinnvoll sein, den Durchgang mehrmals hintereinander zu wiederholen, bis sich die Spannungen und Verklebungen lösen.

Lösen von myofaszialen und osteofibrösen Verklebungen im Bereich der Extensorenloge und des Handrückens

Verklebungen:im Bereich der ExtensorenlogeAusgangsposition: Die Patientin befindet sich in Rückenlage, mit einer Rolle unter den Beinen, und hat ihren Kopf und die HWS zur heterolateralen Seite geneigt. Der Therapeut sitzt homolateral (rechts) neben der Patientin.
Ausführung: Der Therapeut führt mit einer Hand und seinem Oberschenkel den homolateralen (rechten) Arm der Patientin in eine horizontale Abduktion, die Schulter in Depression und den Unterarm in eine leichte Pronation und Extension. Er umgreift die homolaterale (rechte) Hand der Patientin und hält Hand und Finger in Flexion. Mit den Fingern der anderen Hand tastet er behutsam den Bereich zwischen den Muskelsehnen am Epicondylus lateralis und den palmaren Handstrukturen ab und testet die Verschieblichkeit der vorhandenen Strukturen (Retinaculum musculorum extensorum, A. und V. radialis, Äste des N. radialis und Lymphgefäße).
  • Falls Spannungen und Verklebungen Verklebungen:Handrückenvorliegen, werden die homolaterale (rechte) Hand und die Finger der Patientin langsam noch weiter in Flexion, der Unterarm maximal in Pronation und Extension und der Arm noch weiter in eine horizontale Abduktion und Innenrotation geführt (Abb. 19.45). Währenddessen verschiebt der Therapeut mit den Fingern der anderen Hand das Gewebe am Handrücken der Patientin, die faszialen Schichten an ihrem lateralen Unterarm und die Leitungsbahnen in kranialer und mediolateraler Richtung.

  • Dann werden Arm, Unterarm, Hand und Finger wieder in die Ausgangsposition zurückgeführt. Währenddessen verschiebt der Therapeut das Gewebe und die Leitungsbahnen nun in kaudaler und mediolateraler Richtung.

Es kann sinnvoll sein, den Durchgang mehrmals hintereinander zu wiederholen, bis sich die Spannungen und Verklebungen lösen.

Holen Sie sich die neue Medizinwelten-App!

Schließen