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B978-3-437-22532-1.00057-4

10.1016/B978-3-437-22532-1.00057-4

978-3-437-22532-1

Abb. 57.1

Reifes Neugeborenes mit ÖsophagusatresieÖsophagusatresie Typ Illb: Im oberen Blindsack umgeschlagene Magensonde, liegender Trachealtubus, luftgefüllter Magen-Darm-Trakt durch die untere Ösophagotrachealfistel.

Abb. 57.2

Seltene Fehlbildung einer ausgeprägten MikrogastrieMikrogastrie bei einem 2 Monate alten Knaben.

Abb. 57.3

Klinisch durch die Bauchwand sichtbare retroperistaltische Wellen bei einem 4 Wochen alten Säugling mit hypertrophischer Pylorusstenose.

Abb. 57.4

Typischer Ultraschallbefund einer hypertrophischen Pylorusstenose mit verlängertem Canalis egestoricus und deutlich verdickter Pylorusmuskulatur. ErbrechenSonografie

Abb. 57.5

Kontrastmittelaussparung im Ösophagus durch einen im Ösophagus steckengebliebenen, nicht röntgendichten „Legostein“.

Abb. 57.6

Klassischer endoskopischer Befund eines sog. Gänsehautmagens, einer lymphatischen nodulären Hyperplasie des Magenantrums durch eine Helicobacter-pylori-positive Gastritis bei einem 14 Jahre alten Mädchen. ErbrechenEndoskopie

Ursachen für chronisch rekurrierendes Erbrechen und komplett symptomfreies IntervallErbrechenchronischesUrsachen

Tab. 57.1
  • Stoffwechseldefekte (z. B. Harnstoffzyklus, Organoazidurien)

  • gastrointestinale Motilitätsstörungen

  • peptische Leiden

  • zerebrale Krampfanfälle, familiäre Dysautonomie

  • obstruktive Uropathie

  • rekurrierende Pankreatitis

  • Malrotation mit duodenalen Briden, Volvulus, Duplikaturen

  • Nebennierenrindeninsuffizienz

  • Diabetes mellitus

ScreeningverfahrenErbrechenScreeningverfahren

Tab. 57.2
  • komplettes Differenzialblutbild mit Thrombozyten

  • Serumelektrolyte

  • Blutgase und Blutzucker

  • Urin: Zählkammer, Stix inkl. Ketonkörper; Urikult; reduzierende Substanzen (Clinitest)

  • Haemoccult-Test, Laktoferrin oder Calprotectin im Stuhl

  • Stuhl auf Parasiten, Wurmeier

  • Ultraschall Abdomen (Computersonografie)

Speziellere Tests bei V. a. Stoffwechselstörung. Diese Tests müssen unbedingt im Rahmen einer Stoffwechselkrise durchgeführt und asserviert werden, bevor therapeutische Maßnahmen das Bild durch Verdünnung pathologischer Metaboliten verschleiern können! ErbrechenBasisdiagnostik

Tab. 57.3
Basis-Screening
  • Differenzialblutbild, vakuolisierte Lymphozyten

  • Blutgase inkl. Bikarbonat („Anionenlücke“!)

  • Elektrolyte, Harnstoff, Blutzucker

  • Transaminasen, Kreatinkinase

  • Blutgerinnung

  • Ammoniak

  • Laktat, Pyruvat; Laktat/Pyruvat-Ratio

  • Harnsäure, Kreatinin

  • Cholesterin, Triglyzeride

  • Urinstatus (inkl. Ketonkörper, Clinitest)

  • Medikamenten- und Drogen-Screening im Urin

speziellere Tests
  • Carnitin und Acylcarnitin

  • Aminosäuren im Urin und Plasma

  • organische Säuren im Urin

  • Acylglycin im Urin

  • extra Plasma, Serum und Urin einfrieren!

  • isoelektrische Fokussierung des Transferrins (CDG-Diagnostik)

  • molekulare Diagnostik

  • Computersonografie

Indikationen für Röntgenuntersuchungen mit und ohne Kontrastmittel bei Kindern mit Erbrechen und mögliche DiagnosenErbrechenRöntgenuntersuchung

Tab. 57.4
Abdomenübersicht aufrecht/in Rücken- und linker Seitenlage a. p. (bei Neugeborenen und Säuglingen mit Einschluss des Thorax!)
  • Ileus (Atresie, Mekoniumileus, Volvulus, Briden)

  • Mekoniumperitonitis (Verkalkungen)

  • NEC (Pneumatosis intestinalis, Pneumoportogramm)

  • gastrointestinale Perforation (freie Luft unter dem Zwerchfell bzw. zwischen Leber und Bauchwand in Seitlage)

  • Ösophagusatresie mit schattengebender Sonde/0,5 ml wasserlösliches Kontrastmittel (Absaugen!) (Abb. 57.1)

  • Duodenalstenose/-atresie („double bubble“) oder tiefere Stenose/Atresie

  • Obstipation (z. B. bei Autismus)

  • gastrointestinaler Transit mit röntgendichten Markern

Magen-Darm-Passage
  • Hiatusgleithernie, Schatzki-Ring

  • Achalasie

  • Mikrogastrie (Abb. 57.2)

  • Duodenalobstruktion (Atresie, Membran, Stenose, Volvulus, Briden)

  • Briden-Subileus, Duplikaturen, Malrotation

  • Morbus Crohn

Kolon-Kontrasteinlauf
  • Morbus Hirschsprung

  • Duplikaturen

  • Fisteln

  • Stenosen (z. B. nach NEC)

MR-Cholangiogramm (MRCP), evtl. ERCP für Interventionen
  • rezidivierende Pankreatitis

  • Ganganomalien im Mündungsbereich von D. pancreaticus und choledochus

  • Konkremente in den Gangsystemen

Computersonografie mit KM (evtl. i. v. Pyelogramm und Miktionszysturogramm)
  • obstruktive Uropathie

  • vesikoureterorenale Refluxe

Magnetresonanztomografie (MR-Enteroklysma) oder Cpmputertomografie
  • spezielle Fragestellungen, wie z. B. Raumforderungen

Szintigraphische Magenentleerungsstudien

Akutes und chronisches Erbrechen

Klaus-Michael Keller

Symptombeschreibung

ErbrechenErbrechenakutesErbrechenchronischesErbrechenSymptome erfolgt mit und ohne Einschaltung des zentralnervösen Brechreflexes, der Übelkeit, Kontraktionen des Zwerchfells sowie der interkostalen und vorderen Bauchwandmuskeln zum propulsiven Ausstoßen des Mageninhalts hervorruft. Manche Autoren unterscheiden dies als Reflux- bzw. Reflexerbrechen.
Unter Übelkeit (aus dem griechischen „nautia“, Nausea) versteht man nicht nur die Seekrankheit (wie die Griechen), sondern das Gefühl, erbrechen zu müssen. Daher wird diese unangenehme Empfindung von den Betroffenen meist dem Magen zugeordnet (Benninga et al. 2016; Hyams et al. 2016).
Beim Würgen werden dieselben kräftigen gastrointestinalen Bemühungen beobachtet wie beim Erbrechen, aber es wird kein Mageninhalt nach außen befördert.
Regurgitieren ist das leichte Hochkommen von Nahrungsbestandteilen aus dem Ösophagus in den Hypopharynx als funktionelles Problem oder infolge von Reflux, Motilitätsstörung oder mechanischer Obstruktion (Benninga et al. 2016).
Beim Ruminieren als Variante des Regurgitierens wird vorher verschluckte Nahrung aus dem Magen hochgewürgt und wieder verschluckt (Wiederkäuen), was jedoch nicht im Schlaf oder bei Interaktionen mit anderen Personen vorkommt (Benninga et al. 2016).
Für die Pathophysiologie von Übelkeit und Erbrechen ist das Netzwerk zentralnervöser Verschaltungen der elektrischen und kontraktilen Magenaktivitäten über parasympathische und sympathische Afferenzen und Efferenzen verantwortlich, wodurch das enterische Nervensystem und eine Reihe von Hormonen beeinflusst werden. So lassen sich z. B. in Experimenten zur Seekrankheit, aber auch bei Schwangerschaftserbrechen, diabetischer Gastropathie oder peptischem Ulkus mit dem klassischen Symptom Übelkeit charakteristische gastrische Dysrhythmien ableiten (4–9 statt 3 Zyklen/min) und zentralnervös vermehrt ausgeschüttete Vasopressinspiegel messen. Durch Chemotherapeutika (wie z. B. Cisplatin) freigesetztes 5-Hydroxytryptamin aus den enterochromaffinen Zellen des Duodenums können zentralnervöse Rezeptoren irritiert werden und Übelkeit und Erbrechen auslösen. Andere ZNS-Mechanismen, die Übelkeit und Erbrechen verursachen können, sind Stimulationen der Gleichgewichtsorgane und der Meningen durch virale, bakterielle und fungale Erreger oder Tumoren (Hirndrucksteigerung), ferner Gefäßprozesse (Arteriendilatation bei Migräne, Hirnkompression durch Aneurysmen oder Blutungen) und Krampfanfälle (Orenstein 1996; Sondheimer 2004).
Sinneswahrnehmungen (Sehen, Schmecken, Riechen) können Übelkeit und Erbrechen triggern. Die Area postrema, außerhalb der Blut-Hirn-Schranke am Boden des 4. Ventrikels gelegen, ist das zentrale Chemorezeptororgan für Neurotransmitter, Toxine und chemische Substanzen. Die gastrointestinal motorischen Abläufe werden durch den Vagus koordiniert.

Rationelle Diagnostik

Anamnese

Erbrechen ist ein Symptom. Eine für die differenzialdiagnostischen Maßnahmen wichtige ätiologische Zuordnung ist meist schon durch eine exakte und gezielte Anamnese möglich. Je nach Alter des betroffenen Kindes müssen die richtigen Fragen nach Zusatzsymptomen gestellt werden:
  • Die Frage nach der Dauer des Erbrechens differenziert hinsichtlich einer akuten oder chronischen Symptomatik.

  • Liegen zusätzlich Bauch- oder KopfschmerzenErbrechenBauchschmerzen ErbrechenKopfschmerzenvor? Diese Schmerzen müssen in Qualität und Quantität, Häufigkeit und Zeitdauer und hinsichtlich ihrer Auslöser bzw. erleichternder Faktoren genau eruiert werden (Fütterungs- und Essgewohnheiten, Fasten, Hitze, Licht, Bewegung, Medikamente, Drogen, Alkohol, Stress, Menstruation, Schwangerschaft etc.).

  • Gibt es Intervalle mit völliger Symptomfreiheit und unauffälligen Untersuchungsbefunden dazwischen (Tab. 57.1)?

  • Liegt Fieber oder DurchfallErbrechenFieberErbrechenDurchfall (blutiger?) vor? Gibt es ähnliche Symptome in der Umgebung (Familie, Kindergarten, Schule)? Auslandsaufenthalt? Haustiere? Diese Fragen zielen auf Infektionen innerhalb oder außerhalb des Gastrointestinaltrakts ab (Harnwegsinfekt, Pyelonephritis, Pneumonie, Sepsis, Otitis, Mastoiditis, Osteomyelitis).

  • Wurden neue Lebensmittel in die Ernährung eingeführt (z. B. fruktosehaltiges Gemüse oder Obst bei Säuglingen)?

  • Wie sieht das Erbrochene aus? Verdaut, unverdaut, gallig, blutig fäkulent, putride? Galliges ErbrechenErbrechengalliges bei Neugeborenen oder Säuglingen ist z. B. eine dringliche Indikation für radiologische Untersuchungen, um mechanische Obstruktionen wie einen Volvulus oder andere intestinale Obstruktionen nicht zu übersehen.

  • Werden Übelkeit und Erbrechen durch Nahrungsaufnahme besser oder schlechter? Im ersteren Fall trifft man eher peptische Läsionen an, im zweiten Fall eher mechanische Obstruktionen, Motilitätsstörungen, eine Cholezystitis oder Pankreatitis.

  • Gewichts- und Leistungsverlust? Sodbrennen? Frühes Sättigungsgefühl? Hinweise für Reizdarmsyndrom? ErbrechenMigräneMigräne, ReizdarmsyndromErbrechenReizdarmsyndrom in der Familie? Frühere Operationen am Gastrointestinaltrakt? Wie sind der Bewusstseinszustand und der Muskeltonus beim Erbrechen?

Körperliche Untersuchung

Erbrechen ist selten ein singuläres Symptom. Meist sind weitere Zeichen und klinische Befunde assoziiert (Vandenplas 2009). Jedes Kind muss komplett internistisch-pädiatrisch und detailliert neurologisch (inkl. Augenfundus) untersucht werden. Ist es schwer krank oder kaum beeinträchtigt? Das Registrieren des Bewusstseinszustands, des Muskeltonus und der psychomotorischen Entwicklung ist wichtig. Ein Vergleich der somatischen Parameter mit früheren Daten in den Perzentilenkurven ist obligat. Liegt eine akute DehydratationErbrechenDehydratation, akute vor oder eine chronische MalnutritionErbrechenMalnutrition, chronische („Tabaksbeutelgesäß“, Haar- und Nagelwachstum, Schnittfrequenz)? Hautfarbe (Ikterus? Zyanose? Blässe? Hämatome?).
Der Foetor eines Patienten kann wegweisend sein: Geruch nach Aceton (Diabetes mellitus, ketoazidotische Krise), Foetor hepaticus (Leberinsuffizienz), Foetor uraemicus (Niereninsuffizienz), Geruch nach ranzigem Fett (Organoazidurien) etc. Welcher Atemtyp liegt vor (Kußmaul-Azidoseatmung oder z. B. Bradypnoe zur respiratorischen Korrektur einer hypochlorämischen Alkalose infolge Erbrechens bei hypertrophischer Pylorusstenose)? Gibt es Hinweise für InfektionenErbrechenInfektionen der oberen und unteren Luftwege (z. B. Sinusitis), Meningitis, Harnwegsinfekt, Pyelonephritis, Osteomyelitis, Sepsis etc.?
Eine zentrale Bedeutung hat die exakte klinische Beurteilung des Abdomens: ErbrechenBeurteilung d. Abdomens
  • Ist es livide verfärbt, vorgewölbt oder eingefallen und leer?

  • Besteht Meteorismus?

  • Liegt ein Aszites vor?

  • Sind Darmgeräusche vorhanden, fehlen sie oder sind sie verstärkt?

  • Kann man spritzende Stenosegeräusche auskultieren?

  • Gibt es eine diffuse oder umschriebene Abwehrspannung?

  • Zeigt der Patient die „Jagdhundstellung?“

  • Ist das Abdomen weich und tief palpabel?

  • Ist Einbeinhüpfen möglich oder nicht?

  • Liegen Hernien oder Narben vor?

  • Wie sind die Nierenlager?

  • Wie groß sind Leber und Milz?

  • Gibt es eine pathologische Resistenz?

  • Ist die anogenitale Inspektion auffällig (Rhagaden, Marisken, Tanner-Stadium)?

Folgende Fragen sind zum behutsam erhobenen rektal-digitalen Befund zu stellen:
  • Welchen Inhalt hat der Enddarm (Obstipation, Blut; leer)?

  • Wie ist die Dehnbarkeit des Analkanals und der Ampulle?

  • Besteht eine Raumforderung?

  • Gibt es Schmerzpunkte im kleinen Becken?

Klinisch-chemische Untersuchungen

In Tab. 57.2 sind Screeningverfahren und in Tab. 57.3 speziellere Tests aufgelistet.

Technische Untersuchungen

Einen hohen Stellenwert beim Erbrechen im Kindesalter infolge gastrointestinaler Obstruktionen, aber auch bei Krankheiten des Urogenitalsystems und der Leber-, Galle- und Pankreasregion sowie des Magen-Ösophagus-Übergangs hat die Sonografie des Abdomens, am besten mit der modernen Technik der ComputersonografieErbrechenComputersonografie durchgeführt. Alle akuten und chronisch rezidivierenden unklaren Bauchbeschwerden mit und ohne Erbrechen sind eine Indikation für eine Ultraschalluntersuchung im Anschluss an die klinische Untersuchung und kleines Labor (Tab. 57.2 und Tab. 57.3).
Auch das Röntgen mit und ohne Kontrastmittel hat, insbesondere bei angeborenen Anomalien und V. a. Ösophaguserkrankungen oder gastrointestinale Obstruktionen, d. h. bei V. a. chirurgische Erkrankungen, einen vorderen Platz in der Reihenfolge diagnostischer Maßnahmen (Tab. 57.4).

Besondere Hinweise

Erbrechen ist im Kindesalter ein sehr häufiges Ereignis, meist nur transient und trivialer Natur. Es kann viel seltener aber auch Ausdruck einer lebensbedrohlichen Erkrankung und selbst für den Erfahrenen ein „Pitfall“ sein. Zwischen diesen beiden Möglichkeiten zu differenzieren und eine adäquate Diagnostik und Therapie einzuleiten ist die entscheidende Aufgabe des primär hinzugezogenen Kinder- und Jugendarztes. Dazu gehören sehr viel klinische Erfahrung, eine exakte Anamnese, die Beachtung des Alters des Kindes, die Berücksichtigung von meist vorhandenen Zusatzsymptomen und eine subtile klinische Untersuchung. Hilfreich ist dann der abgestufte Einsatz einer Basisdiagnostik wie Labor, Ultraschall, Röntgen etc., um zu entscheiden, ob die weitere Abklärung eher unter den Gesichtspunkten des Gastroenterologen, Kinderchirurgen, Stoffwechselexperten oder Neurologen/Psychiaters zu erfolgen hat. Warnsignale wie blutiges oder galliges Erbrechen, Nüchternerbrechen, begleitende Bewusstseinsstörungen oder symptomfreie Intervalle bei intermittierendem Erbrechen können richtungweisend sein. Die Medikamentenanamnese darf nicht vergessen werden. Daher sind die Tabellen zu den Differenzialdiagnosen in 3 Altersgruppen gegliedert:
  • Neugeborene und Säuglinge bis 3 Monate

  • Ältere Säuglinge und Kinder

  • Schulkinder

Zusätzlich wurde versucht, die infrage kommenden Krankheitsbilder in akutes und chronisch-rezidivierendes Erbrechen aufzuteilen, wobei natürlich Überlappungen vorkommen und chronische Krankheiten mit Erbrechen akut beginnen können.

Differenzialdiagnostische Tabellen

Differenzialdiagnose: akutes Erbrechen bei Neugeborenen und Säuglingen bis 3 Monate Erbrechenakutesb. Neugeborenen u. Säuglingen

Tab. 57.5
Charakterisierung des Hauptsymptoms weiterführende Nebenbefunde Verdachtsdiagnosen Bestätigung der Diagnose
Erbrechen von Fruchtwasser vitales eupnoisches Neugeborenes verschlucktes Fruchtwasser Verlauf
Erbrechen (atonisch) von unverdauter Nahrung, Spucken, Speien gedeihender Säugling Kardiainsuffizienz Verlauf, Reaktion auf Hoch- und Rechtslagerung
Erbrechen von Schleim und Speichel Polyhydramnion, intermittierende Dyspnoe Ösophagusatresie Magensonde nicht vorzuschieben, Röntgen (Abb. 57.1)
Erbrechen von Blut, Hämatin vitales NG, Hb stabil, stabiler Kreislauf Verschlucken mütterlichen Blutes Verlauf, Apt-Test
blass, kreislaufinstabil, Hb-Abfall schwere Ösophagitis, kongenitales Ulkus Endoskopie, Röntgen
Erbrechen von Galle (atonisch) Hyponatriämie, Hyperkaliämie, intersexuelles bzw. virilisiertes Genitale adrenogenitales Syndrom 17α-HO-Progesteron, Blutdruck
Molekulargenetik:
CYP21
Erbrechen von Speichel, Nahrung (atonisch) Hyperexzitabilität, muskuläre Hypotonie/Hypertonie, Krampfanfälle zerebrales Erbrechen (postasphyktisch, Hirnblutung, Hydro-zephalus, Hirntumor) Neurostatus, Verlauf, Ultraschall Kopf, EEG, MRT (CT) Kopf
Tachydyspnoe beim Trinken Choanalatresie Nase nicht sondierbar
Erbechen von unverdauter Nahrung (atonisch) Tachydyspnoe beim Trinken, u. U. Zyanose, Schwitzen Vitium cordis Röntgen-Thorax, EKG, Echokardiografie
Erbrechen von unverdauter Nahrung Dysphagie Dysphagia lusoria Röntgen (Breischluck)
Erbrechen von Nahrung im Schwall hungriger Säugling, faltige Stirn, tastbare „Olive“, sichtbare Peristaltik (Abb. 57.3) hypertrophische Pylorusstenose Ultraschall (Abb. 57.4)
inadäquate Nahrung bzw. Nahrungsmenge, Obstsäfte! Fütterungsfehler, Fruktose-Malabsorption Reaktion auf Nahrungsumstellung
Erbrechen von Galle im Schwall persistierendes Erbrechen, Gewichtsabnahme intestinale Obstruktion, Volvulus Ultraschall, Röntgen, Röntgen mit KM
Erbrechen von Galle oder Blut im Schwall geblähtes Abdomen, blutige Stühle Volvulus, NEC Ultraschall, Röntgen
Erbrechen von unverdauter Nahrung/Galle im Schwall geblähtes Abdomen, leeres Rektum, spritzender Stuhl nach digitaler Untersuchung Morbus Hirschsprung Rektumbiopsie, Röntgen-KE ohne Vorbereitung
blass, tastbare Resistenz, blutiger Stuhl rektal am Fingerling Invagination (z. B. durch Meckel-Divertikel) Ultraschall, rektale Luftinsufflation unter Durchleuchtung oder Ultraschall
Erbrechen von verdauter oder unverdauter Nahrung (meist im Schwall) blutige, schleimige, wässrige Stühle, Umgebungsanamnese infektiöse Gastroenteritis Stuhlkultur, Haemoccult, Verlauf
schlechter AZ, Fieber, Apathie, Hypotonie Sepsis, Harnwegsinfekt, Meningitis, Pneumonie Blutkultur, Urin, BB-Diff., Liquorbefund
schlechter AZ, Apathie Stoffwechseldefekt Tab. 57.3
Ikterus, Gerinnungsstörung Galaktosämie, hereditäre Fruktose-intoleranz, Tyrosinämie Tab. 57.3 inkl. Molekulargenetik: ALDO B
u. U. blutiger Durchfall auf neu eingeführte Kost, Kost der Stillenden? Nahrungsmittelallergie (auch muttermilchassoziiert) evtl. IgE oder Prick, ECP im Serum, Elimination, Provokation, Mukosa-Eosinophilie
Erbrechen von verdauter Nahrung im Schwall fehlender oder verzögerter Mekoniumabgang (> 24 h) Mekoniumileus, zystische Fibrose Röntgen, Ultraschall, Schweißtest
Pankreaselastase im Stuhl, Molekulargenetik der CF: ΔF 508 und > 1500 andere
empfindliches Abdomen, Abwehr Appendizitis Ultraschall, Operation
fehlender Stuhlgang, inguinale Resistenz inkarzerierte Hernie, torquiertes Ovar, Mesenterialzyste Ultraschall, Operation

Differenzialdiagnose: chronisch rezidivierendes Erbrechen bei jungen Säuglingen Erbrechenchronisch rezidivierendesb. jungen Säuglingen

Tab. 57.6
Charakterisierung des Hauptsymptoms weiterführende Nebenbefunde Verdachtsdiagnosen Bestätigung der Diagnose
Spucken von Nahrung (atonisch) gedeihendes Kind Kardiainsuffizienz Verlauf
Erbrechen von unverdauter Nahrung, u. U. Hämatin (oft atonisch) Gedeihstörung, Anämie gastroösophagealer Reflux, Hiatusgleithernie, eosinophile Ösophagitis Ultraschall, pH-Metrie, Endoskopie
Erbrechen von Nahrung (atonisch) Dyspnoe, Dysphagie Duplikatur, H-Fistel, Ösophagusstenose, vaskulärer Ring, Brachyösophagus Breischluck, Ultraschall, Röntgen-Thorax, Thorax-MRT (CT), Endoskopie
Erbrechen von Nahrung (atonisch) abnorme Haltung, Torticollis, Skoliose Sandifer-Syndrom pH-Metrie, Breischluck
rezidivierende Infekte, Gedeihstörung Immundefekt Immunglobuline, Spezialtests, inkl. Molekulargenetik
häufiger Magensondenwechsel bei FG posttraumatische Pseudodivertikel Röntgen mit KM
Tachydyspnoe beim Trinken, Schwitzen, u. U. Zyanose Vitium cordis Röntgen-Thorax, EKG, Echokardiografie
Erbrechen von Nahrung und Galle (atonisch) Gedeihstörung, Elektrolytstörung, intersexuelles bzw. virilisiertes Genitale adrenogenitales Syndrom 17α-HO-Progesteron, Blutdruck
Molekulargenetik:
CYP21
Nüchternerbrechen ohne Anstrengung (atonisch) Kopfschmerzen, Berührungsempfindlichkeit, Makrozephalus Hydrozephalus, Hirntumor Ultraschall, MRT (CT)
Erbrechen von verdauter Nahrung im Schwall inadäquate Nahrung bzw. Nahrungsmenge, Obstsäfte! Fütterungsfehler, Fruktose-Malabsorption Reaktion auf Nahrungsumstellung
keine Genetik bei Fruktosemalabsorption
unklares Fieber Harnwegsinfekt, obstruktive Uropathie Urin, Ultraschall, MCU, i. v. Pyelogramm
tastbare Olive, hypochlorämische Alkalose, Bradypnoe hypertrophische Pylorusstenose Ultraschall, selten Röntgen mit KM
Erbrechen im Schwall Gedeihstörung, u. U. Urtikaria, atopische Dermatitis, selten Asthma gastrointestinale Form der Kuhmilchallergie, eosinophile Ösophagitis Endoskopie (ÖGD) mit Biopsie, Elimination, Gedeihen auf hochgradige Hydrolysate oder Aminosäurennahrung
intermittierende Apathie, muskuläre Hypotonie Stoffwechseldefekt Tab. 57.3
Erbrechen von Nahrung meist im Schwall Gedeihstörung, Anämie, vorgewölbtes Abdomen Zöliakie, zystische Fibrose Transglutaminase-IgA-, Endomysium-IgA-AK (Gesamt-IgA!), Genetik: HLA DQ2, DQ8, Dünndarmbiopsie; Schweißtest, Pankreaselastase im Stuhl, Molekulargenetik der CF: ΔF 508 etc.
Erbrechen von Nahrung im Schwall Gedeihstörung, häufiges Füttern Mikrogastrie Röntgen mit KM (Abb. 57.2)

Differenzialdiagnose: akutes Erbrechen bei älteren Säuglingen und Kleinkindern Erbrechenakutesb. älteren Säuglingen u. Kleinkindern

Tab. 57.7
Charakterisierung des Hauptsymptoms weiterführende Nebenbefunde Verdachtsdiagnosen Bestätigung der Diagnose
Speichelfluss, Erbrechen (atonisch) Dysphagie, Husten, u. U. Atemnot Bolus, Fremdkörper, Ingestionsunfall Endoskopie, Röntgen nativ oder mit KM (Abb. 57.5)
Erbrechen von Nahrung im Schwall Fieber, Durchfall Gastroenteritis Verlauf, Erregernachweis
Fieber mit/ohne respiratorische Symptome Otitis, Mastoiditis, Pneumonie, Angina, Harnwegsinfekt, Meningitis BB-Diff., Urin, Liquor, klinische Untersuchung, Röntgen-Thorax
vorausgehender Durchfall, Blässe, Oligurie hämolytisch urämisches Syndrom Fragmentozyten
heftige diffuse Abdominalschmerzen nach dem Essen mesenteriale Ischämie (z. B. bei Vitium cordis) Doppler-Sonografie, Angiografie, Operation
Erbrechen von Galle im Schwall krankes Kind, gespanntes Abdomen, rektal: Blut am Fingerling Invagination, Volvulus, intestinale Obstruktion, Mesenterialzyste Ultraschall, Röntgen
Erbrechen von Blut/Hämatin Abdominalschmerzen Ösophagitis, Gastritis, Ulkus Endoskopie (ÖGD)
Erbrechen von Blut im Schwall Hepatosplenomegalie mit/ohne Ikterus Ösophagus-/Fundusvarizen Endoskopie (ÖGD)
Erbrechen von verdauter Nahrung im Schwall Abdominalschmerzen mit/ohne Ikterus Cholelithiasis, Choledochuszyste, Pankreatitis, Hepatitis, Nierenstein entspr. Labor, Ultraschall, MRCP, ERCP, Leberbiopsie
Abdominalschmerzen Appendizitis Ultraschall, Operation
fehlender Stuhlabgang, inguinale Resistenz inkarzerierte Hernie, torquierter Hoden bzw. Ovar Ultraschall, Operation
Erbrechen von verdauter Nahrung im Schwall Apathie, Bewusstseinsstörung, Hypoglykämie, Azidose, Ikterus Stoffwechselerkrankung Tab. 57.3
Erbrechen von neuer Nahrung im Schwall akuter Durchfall, u. U. Atemnot, Urtikaria Nahrungsmittelallergie, eosinophile Ösophagitis Elimination, Provokation, Prick-Test, spezif. IgE, ECP; evtl. Endoskopie (ÖGD) mit Biospien
Erbrechen von Nahrung/u. U. Blut im Schwall Hautblutungen und Schwellungen der unteren Extremitäten Purpura Schoenlein-Henoch Verlauf

Differenzialdiagnose: chronisch rezidivierendes Erbrechen bei älteren Säuglingen und KindernErbrechenchronisch rezidivierendesb. älteren Säuglingen u. Kindern

Tab. 57.8
Charakterisierung des Hauptsymptoms weiterführende Nebenbefunde Verdachtsdiagnosen Bestätigung der Diagnose
Erbrechen von Nahrung, evtl. Blut (atonisch) Gedeihstörung gastroösophagealer Reflux, Hiatusgleithernie, Achalasie Ultraschall, Endoskopie (ÖGD), pH-Metrie, Röntgenbreischluck
Nüchternerbrechen ohne Anstrengung Kopfschmerzen, Makrozephalus, Anfälle Hirndruck, Hydro-zephalus, Anfallsleiden Ultraschall, MRT (CT) Kopf, EEG, Augenhintergrund
Erbrechen von Nahrung (atonisch) Dysphagie, früher rekurrierendes Erbrechen, Ingestionsunfall Ösophagusstenose peptisch – nach Ingestionsunfall, eosinophile Ösophagitis („small-caliber esophagus“) Endoskopie (ÖGD), Röntgen, Röntgenbreischluck
Erbrechen von Nahrung im Schwall mit/ohne Fieber Harnwegsinfekte, obstruktive Uropathie Urin, Ultraschall u. U. mit KM, MCU, i. v. Pyelogramm
mit/ohne Fieber Mastoiditis BB-Diff., HNO-Konsil, Röntgen, MRT
Obstipation oder stinkende, u. U. blutige Stühle Motilitätsstörung, Morbus Hirschsprung Rektumbiopsie, Manometrie, Röntgen, GI-Transit mit röntgendichten Markern
chronische Durchfälle, geblähtes Abdomen bakterielle Dünndarmüberwucherung, Fruktose-, Laktosemalabsorption H2-Atemtest, Folsäureanstieg
chronische Durchfälle, geblähtes Abdomen, Gedeihstörung, pulmonale Symptome Zöliakie, zystische Fibrose Transglutaminase-, Endomysium-IgA-AK (Gesamt-IgA!), Genetik: HLA DQ2, DQ8, Endoskopie (ÖGD) mit Dünndarmbiopsie; Schweißtest, Pankreaselastase im Stuhl, Molekulargenetik der CF: ΔF 508 etc.
Erbrechen von Nahrung im Schwall Abdominalschmerzen mit/ohne Ikterus Choledochuszyste, Cholelithiasis, Pankreatitis, Hepatitis Ultraschall, MRCP, ERCP, entsprech. Labor
Erbrechen von Nahrung, u. U. gallig oder fäkulent Voroperationen, Abdominalschmerzen Briden, Adhäsionen, Ileus Ultraschall, Röntgen
Erbrechen im Schwall Bewusstseinsstörung, Apathie, intermittierend symptomfreies Intervall Stoffwechseldefekt Tab. 57.3, CDG-Diagnostik inkl. molekulargenetischer Diagnostik
Erbrechen von bestimmter Nahrung mit intermittierenden Durchfällen Nahrungsmittelallergie Elimination, Provokation; evtl. H2-Atemtests

Differenzialdiagnose: akutes Erbrechen bei SchulkindernErbrechenakutesb. Schulkindern

Tab. 57.9
Charakterisierung des Hauptsymptoms weiterführende Nebenbefunde Verdachtsdiagnosen Bestätigung der Diagnose
Nüchternerbrechen ohne Anstrengung Kopfschmerzen Migräne, Anfallsleiden, Hirntumor, Insolation EEG, Röntgen, MRT, (CT)
weibliche Jugendliche Schwangerschaft Schwangerschaftstest
Erbrechen von Speichel (atonisch) Dysphagie Fremdkörper, Bolus Endoskopie
Erbrechen von Nahrung (oft atonisch) veränderte Persönlichkeit Alkoholintoxikation, Medikamentenintoxikation, Drogenmissbrauch Labor, Urin-Screening, Verlauf
Erbrechen von Nahrung im Schwall Fieber und Durchfall Gastroenteritis Verlauf, Stuhlmikrobiologie
Übelkeit, Durchfall akute Nahrungsmittelintoxikation Verlauf
Fieber, Abdominalschmerzen, respiratorische Symptome Pneumonie, Meningitis, Pyelonephritis, Nierenstein entsprech. Labor, Ultraschall, Röntgen
Abdominalschmerzen, mit/ohne Ikterus, mit/ohne Fieber Hepatitis, Pankreatitis, Cholelithiasis, Cholezystitis entsprech. Labor, Ultraschall, MRCP, ERCP, u. U. auch Endosonografie
Abdominalschmerzen Appendizitis Ultraschall, Operation
akute Bauchschmerzen, neurologische Symptome, Assoziation mit Medikamenten Porphyrie Porphobilinogen und Aminolävulinsäure im Urin ↑, Porphobilinogen-Deaminase in Erythrozyten ↓
Erbrechen von Nahrung/u. U. Hämatin Oberbauchschmerzen (u. U. nachts) Ösophagitis, Gastritis, Ulkus mit und ohne Helicobacter pylori Endoskopie (Abb. 57.6)
Erbrechen von Nahrung/Blut Hepatosplenomegalie Ösophagus-/Fundusvarizen Endoskopie (ÖGD)
Erbrechen von Galle im Schwall Abdominalschmerzen, geblähtes Abdomen intestinale Obstruktion Ultraschall, Röntgen

Differenzialdiagnose: chronisch rezidivierendes Erbrechen bei Schulkindern Erbrechenchronisch rezidivierendesb. Schulkindern

Tab. 57.10
Charakterisierung des Hauptsymptoms weiterführende Nebenbefunde Verdachtsdiagnosen Bestätigung der Diagnose
Erbrechen von Nahrung Übelkeit, Schwindel bei Bewegung Bewegungskrankheit, „Seekrankheit“ typische Anamnese
Nüchternerbrechen ohne Anstrengung, im Schwall Kopfschmerzen, Sehstörungen Hirntumor MRT, CT, Augenfundus
Erbrechen von Nahrung oder nüchtern weibliche Jugendliche Schwangerschaft Schwangerschaftstest
Medikamentenanamnese, Persönlichkeitsveränderung Nebenwirkung von Medikamenten, Drogen, Alkohol Elimination, Drogen-Screening
Immundefekt Soorösophagitis, CMV-Infektion Endoskopie
Erbrechen von unverdauter Nahrung (atonisch) Dysphagie Ösophagusstenose, Achalasie, Sklerodermie, eosinophile Ösophagitis Endoskopie (ÖGD), Röntgen, Manometrie
Erbrechen von Nahrung/u. U. Hämatin im Schwall Abdominalschmerzen (auch nachts) Ösophagitis, Gastritis, Ulkus Endoskopie (ÖGD), pH-Metrie
Abdominalschmerzen, Gewichtsverlust, Durchfälle Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Morbus Behçet Laktoferrin/Calprotectin im Stuhl; Sonografie, Endoskopie (ÖGD und Ileokoloskopie mit Biospien)
Erbrechen von Nahrung chronische Durchfälle, Bauchschmerzen, geblähtes Abdomen bakterielle Dünndarmüberwucherung, Laktose-/Fruktose-/Sorbitmalabsorption H2-Atemtests
Erbrechen von Nahrung oder Galle im Schwall Untergewicht Arteria-mesenterica-Syndrom Doppler-Sonografie, MRT mit KM, u. U. Röntgen mit KM
Untergewicht ohne Entzündungsparameter Anorexia nervosa, Bulimie psychologische Exploration
symptomloses Intervall Stoffwechseldefekt Tab. 57.3
symptomloses Intervall zyklisches Erbrechen i. S. eines Migräneäquivalents Migräne in der Familie, Verlauf unter Frühintervention mit z. B. Ibuprofen (Ausschlussdiagnose)
Erbrechen von verdauter Nahrung Stunden nach dem Essen u. U. verzögerter Stuhlabgang Magenparese (z. B. bei Diabetes, CMV-Infektion), Pseudoobstruktion Röntgen, Elektrogastrografie, szintigraphische Magenleerungsstudie
Erbrechen von Schleim und Eiter (oft morgens) unspezifische Bauchschmerzen, chronischer Schnupfen Sinusitis Röntgen, CT NNH

Literatur

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