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BT02-9783437225451.10001-8

10.1016/BT02-9783437225451.10001-8

T02-9783437225451

Wichtige Differenzialdiagnosen

Tab. T2-1
Fragestellung Bildgebung Kommentar
Akut durch Trauma(› Kap. T13 „Trauma des muskuloskelettalen Systems“) Fraktur bzw. Luxation Rö. 2 Ebenen Weiterführend MRT/CT bei Diskrepanz von Klinik und Röntgen und bei TherapierelevanzBesonderheit: typisches Alter, Röntgen in den ersten Tagen oft negativ
Sonderform: Toddler-Fraktur Rö. Unterschenkel 2 Ebenen
Gelenkbinnenschaden/Sehnen-/Muskelverletzung MRT/US
Akut ohne Traumaanamnese Coxitis fugax US Bei ausbleibender klinischer Besserung nach 10–14 Tagen US-KontrolleBei konstantem Erguss dann MRT erforderlichBei primär negativer Hüftsonografie auch Kniegelenk untersuchen
Epiphyseolysis capitis femoris Rö. Beckenübersicht und Aufnahme nach Lauenstein MRT bei negativem Röntgen
Morbus Perthes Rö. Beckenübersicht und Aufnahme nach Lauenstein, MRT Cave: Rö. in der Frühphase oft negativ! (s. Leitlinie „Morbus Perthes“, AWMF-Registernr. 033–047)
Nichtinfektiöse Arthritis, rheumatische Erkrankungen US (Erguss, Intervention)MRT (Synovitis, Osteitis) Ggf. Rö.Ggf. GK-MRT (› Kap. T12 „Ganzkörper-Magnetresonanztomografie“)
Bakterielle Arthritis US/MRT v. a. zum Ausschluss einer Beteiligung des Gelenkknorpels oder -knochens Punktion ultraschallgestützt
Akut ohne Traumaanamnese (Forts.) Osteomyelitis MRT Ergänzend US auch zur Verlaufskontrolle (v. a. bei Säuglingen)Rö. in der Frühphase oft negativ; Ergänzung zum MRT
Pyomyositis MRT/US
Hämarthros bei Gerinnungsstörung US Ggf. MRT/Rö.
Chronisch Nichtbakterielle Osteitis MRT (evtl. Rö. gezielt) Ganzkörper-MRT zur Beurteilung der Multifokalität und Differenzialdiagnostik (› Kap. T12 „Ganzkörper-Magnetresonanztomografie“); Synonyme: CNO, CRMO, SAPHO
Rheumatische Erkrankungen US (Erguss, Intervention)MRT (Synovitis, Osteitis) Ggf. Ganzkörper-MRT (› Kap. T12 „Ganzkörper-Magnetresonanztomografie“)Ggf. Rö. bei Knochendestruktion
Osteo-/Chondronekrosen Rö./MRT Ggf. Ganzkörper-MRT bei therapieassoziierten Osteonekrosen (› Kap. T12 „Ganzkörper-Magnetresonanztomografie“)Ggf. US
Stressfraktur Rö./MRT (wenn Rö. negativ) Ggf. Rö.-Verlaufskontrolle nach 2 WochenCave: Ausgeprägtes Ödem im MRT kann Tumor vortäuschen!
Tumor/Metastasen Rö. und MRT Ggf. CTSiehe Leitlinien (z. B. Protokolle GPOH)
Metabolische Erkrankungen Rö. Weiterführend MRT
Myopathie/-dystrophie US/MRT
Dermatomyositis MRT Becken und untere Extremitäten Ggf. Ganzkörper-MRT (› Kap. T12 „Ganzkörper-Magnetresonanztomografie“)

Bewegungseinschränkung – Bildgebende Diagnostik

Vorbemerkung

BewegungseinschränkungBewegungseinschränkungen bei Kindern eröffnen eine Vielzahl von Differenzialdiagnosen. Anamnese und klinische Untersuchung erlauben über eine Verdachtsdiagnose die Auswahl des angemessenen Untersuchungsverfahrens. Weil Bagatelltraumata häufig vorkommen, ist bei Kindern unbedingt zu beachten, dass der Verdacht auf eine Verletzungsfolge oft in den Vordergrund gestellt wird, obwohl eine andere Erkrankung (z. B. entzündlich, neurologisch, onkologisch) zugrunde liegt. Differenzialdiagnostisch ist v. a. bei Kindern mit akut aufgetretenem Hinken auch an eine abdominelle oder retroperitoneale Ursache (z. B. Appendizitis, inkarzerierte Hernie) zu denken (› Kap. T5 „Bauchschmerz“). Im Gegensatz dazu kann insbesondere bei kleinen Kindern ein relevantes Trauma auch unbeobachtet geschehen und daher unerwähnt bleiben.
› Tab. T2-1 enthält wichtige Differenzialdiagnosen am muskuloskelettalen System, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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