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BL06c-9783437223853.10001-8

10.1016/BL06c-9783437223853.10001-8

L06c-9783437223853

WHO-Klassifikation

Tab. L6c-1
Subependymom (Grad I) D43 M9383/1
Myxopapilläres Ependymom (Grad I) D43 M9394/1
Ependymom (Grad II)
  • Papilläres Ependymom

  • Klarzelliges Ependymom

  • Tanyzytisches Ependymom

C71 M9391/3
Ependymom, RELA-Fusion positiv C71 M9396/3
Anaplastisches Ependymom (Grad III) C71 M9392/3

Ependymome

B. Timmermann

Definition und Basisinformation

EpendymomeEpendymom setzen sich vorwiegend aus neoplastischen Ependymzellen zusammen. Diese gehen nach heutigem Verständnis aus radialen Gliazellen hervor (1). Sie treten am häufigsten in der ersten Lebensdekade auf. Unter den primären intrakraniellen Tumoren sind die Ependymome mit einer Häufigkeit von 10 % im Kindesalter vertreten und sind somit die dritthäufigste Entität von ZNS-Tumoren im Kindes- und Jugendalter. Die Inzidenz beträgt zirka 0,2/100.000 Kinder jährlich (2–4). Ependymome wachsen überwiegend im Bereich der Wand der Ventrikel oder des Spinalkanals. Sie sind in allen Hirnkammern, dem Aquädukt und dem Spinalkanal anzutreffen. Supratentoriell sind sie häufig außerhalb der Ventrikel lokalisiert. Etwa ⅔ der im Kindes- und Jugendalter auftretenden Ependymome sind in der hinteren Schädelgrube lokalisiert. Prädilektionsstelle ist der IV. Ventrikel, häufig mit Ausbreitung in den Kleinhirnbrückenwinkel, den Hirnstamm mit z.T. Ummauerung der kaudalen Hirnnerven und bis zum oberen Halsmark. Histopathologisch lassen sich Ependymome anhand ihrer Malignitätskriterien in WHO-Grad-II- bzw. WHO-Grad-III-Tumoren einteilen. Subependymome (WHO Grad I) treten im Kindesalter nicht oder nur sehr selten auf und sind als separate Gruppe zu betrachten. Zusätzlich zur histopathologischen Einteilung rückt die biologische Charakterisierung der Tumoren zunehmend in den Vordergrund (s. u. Abschnitt „Biologie“). Eine Metastasierung zum Zeitpunkt der initialen Diagnose ist selten. Therapeutisch hat sich in zahlreichen klinischen Serien eine möglichst vollständige Resektion als wichtigster prognostischer Einflussfaktor für die langfristige Krankheitskontrolle erwiesen.
Klinisch und auf molekularer Ebene sind die spinalen Ependymome von den intrakraniell lokalisierten Ependymomen abzugrenzen. Das mittlere Alter bei Diagnosestellung ist mit etwa 14 Jahren deutlich älter als bei intrakraniell lokalisierten Ependymomen (5). Es lassen sich spinale Ependymome (WHO-Grad II oder III), myxopapilläre Ependymome (WHO-Grad I) und Subependymome (WHO-Grad I) unterscheiden, wobei Subependymome nur bei erwachsenen Patienten beschrieben sind. Für spinale Ependymome besteht eine Assoziation zur Neurofibromatose Typ 2 (6). Myxopapilläre Ependymome zeigen meist eine charakteristische Lokalisation extramedullär im Bereich des unteren Thorakal- und oberen Lumbalmarks (Filum terminale) und neigen in Abgrenzung zu den übrigen spinalen Ependymomen häufiger (in ca. ⅓ der Patienten) (7) zu metastasierendem Wachstum (8–11).

Klassifikation und Stadieneinteilung

EpendymomKlassifikationDie Malignitätsskala erstreckt sich von differenzierten, langsam wachsenden Tumoren der WHO-Grade I und II bis hin zur anaplastischen Variante (WHO-Grad III).
EpendymomStadieneinteilungEine TMN-Stadien-Einteilung ist in Deutschland nur eingeschränkt gebräuchlich und wurde von Chang et al. für ZNS-Tumoren angepasst (12). Prognostisch bedeutsam ist der Nachweis eines Resttumors nach der Primäroperation mittels früh postoperativ durchgeführtem MRT. Dies sollte innerhalb von 48 h (bis 72 h) postoperativ durchgeführt werden, jedoch nicht am Operationstag selbst (13).
Die Frequenz der initialen Metastasierung wurde mit 5%–20% beschrieben (14, 15). Zum Ausschluss einer mikroskopischen Metastasierung (M1) sollte, sofern keine Kontraindikationen bestehen (erhöhter Hirndruck), eine Untersuchung von postoperativ lumbal gewonnenem Liquor erfolgen. Sollte eine präoperative Liquorentnahme erwogen werden, muss eine Einklemmungsgefahr ausgeschlossen werden können. Bei einem Nachweis von atypischen oder malignen Einzelzellen oder Verbänden innerhalb der ersten 14 Tage postoperativ sollte eine Kontrolle ab Tag 15 postoperativ durchgeführt werden, um eine operativ bedingte Kontamination auszuschließen. Zum Ausschluss einer intrakraniell (M2) oder intraspinal (M3) lokalisierten, makroskopischen leptomeningealen Metastasierung sollte unabhängig von der Lokalisation ein kraniospinales MRT unter Einbeziehung der kaudalen Anteile des Rückenmarkkanals durchgeführt werden. Der Nachweis einer Metastasierung ist mit einer schlechteren Prognose assoziiert. Eine Metastasierung außerhalb des ZNS (M4) kommt in sehr seltenen Fällen bei massiv verschleppter Diagnose oder bei einem wiederholten Rezidiv vor.

Klassifikation

EpendymomKlassifikationKlassifikation gemäß der revidierten WHO-Klassifikation 2016 (16), ICD-10-Code und ICD-O-3-M-Code (› Tab. L6c-1):

Biologie

Die molekularen und klinischen Eigenschaften der Tumoren unterscheiden sich je nach Lokalisation des Ependymoms. Bei einem großen Teil der supratentoriell lokalisierten Ependymome liegt eine Fusion des RELA-Gens mit dem C11ORF95-Gen vor (ST-EPN-RELA), was zur Ausbildung eines Fusionsproteins führt, das eine Aktivierung des NFkB-Signalwegs hervorruft (17, 18). Diese Subgruppe wurde in der WHO-Klassifikation von 2016 als eigenständige Tumorentität implementiert (16). Als weiterer molekularer Subtyp von supratentoriell lokalisierten Ependymomen wurden das Ependymom mit YAP1/MAMLD1-Fusion beschrieben (ST-EPN-YAP), das selten auftritt und mit einem sehr jungen Alter der Kinder assoziiert ist (19). Das Ependymom der hinteren Schädelgrube Subtyp A (PF-EPN-A) tritt häufig bei jungen Kindern auf, zeigt ein balanciertes Genom und ist durch eine Hypermethylierung von CpG-Inseln charakterisiert. Das Ependymom der hinteren Schädelgrube Subtyp B (PF-EPN-B), das erst bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auftritt, zeigt häufig zahlreiche numerische chromosomale Aberrationen und ist möglicherweise mit einem klinisch weniger aggressiven Verhalten assoziiert (19–21).

Leitsymptome

EpendymomLeitsymptomeSiehe › Kap. L6a „Leitsymptome und Diagnostik der ZNS-Tumoren im Kindes- und Jugendalter“ (AWMF-Leitlinie, Register-Nr. 025/022).

Diagnostik

EpendymomDiagnostikSiehe › Kap. L6a „Leitsymptome und Diagnostik der ZNS-Tumoren im Kindes- und Jugendalter“ (AWMF-Leitlinie, Register-Nr. 025/022).

Histopathologische Diagnostik

Makroskopisch imponieren Ependymome als gräuliches, weiches Gewebe mit oder auch ohne Zysten, Nekrosen oder Einblutungen. Die histopathologische Diagnose wird vom Neuropathologen oder Pathologen gestellt. Es werden die Richtlinien der WHO-Klassifikation und Gradierung von Tumoren des Zentralen Nervensystems zugrunde gelegt (16). Ependymome von niedriger Malignität (WHO-Grad II) sind differenziert und regulär aufgebaut. Ein histologisches Charakteristikum stellen perivaskuläre Pseudorosetten dar. Beim anaplastischen Ependymom (WHO-Grad III) sind Zelldichte und Mitoseaktivität deutlich erhöht. Die histopathologische Diagnostik beinhaltet eine Immunphänotypisierung des Tumorgewebes, um biologische Subtypen von supratentoriellen Ependymomen (Ependymom mit RELA-Fusion [18]) und Ependymomen der hinteren Schädelgrube (22) zu differenzieren und insbesondere um andere morphologisch ähnliche Tumoren wie z.B. Astroblastome, rosettenbildende glioneuronale Tumoren und weitere Entitäten differenzialdiagnostisch abzugrenzen (16).
Die Einteilung von Ependymomen basierend auf histologischen Kriterien in Grad II oder III ist herausfordernd (23). Zu einer Therapiestratifizierung sollte deshalb die histologische Gradierung nicht außerhalb von kontrollierten, prospektiven Studien eingesetzt werden. In der aktuell rekrutierenden europäischen SIOP-Ependymoma-II-Studie wird auf die Stratifizierung basierend auf den WHO-Kriterien Grad II und III verzichtet.
Die klinische Wertigkeit von prognostischen Markern muss in prospektiven Therapiestudien überprüft werden (20, 24).
Eine zentrale Beurteilung durch das Hirntumorreferenzzentrum der Deutschen Gesellschaft für Neuropathologie (DGNN) oder im Rahmen einer studienbezogenen Referenzdiagnostik ist nützlich und in den Therapiestudien notwendig.

Molekulare Diagnostik

Die Analyse bezüglich des Vorliegens einer RELA-Fusion ist bei supratentoriellen Ependymomen durch die Definition als eigene Entität diagnostisch notwendig.
Eine molekulare Charakterisierung hinsichtlich der oben beschriebenen weiteren molekularen Subgruppen – supratentorielle Ependymome mit YAP1-Fusion (ST-EPN-YAP), Ependymome der hinteren Schädelgrube (PF-EPN-A, PF-EPN-B) – sollte zumindest bei allen Patienten erfolgen, die in eine klinische Studie eingeschlossen werden.
Der Nachweis eines Zugewinns des Chromosomenarms 1q wurde als unabhängiger prognostischer Marker in unabhängigen Kohorten gezeigt (25, 26). Darüber hinaus wurden weitere Biomarker beschrieben, die eine mögliche prognostische Wertigkeit besitzen, u.a. der Verlust des CDKN2A-Gens und die Expression von Tenascin-C (26, 27). Die subgruppenabhängige Relevanz dieser Marker und die Untersuchung weiterer Biomarker ist Gegenstand aktueller Untersuchungen.
Im Rahmen der molekularen Diagnostik sollte ebenfalls eine DNA-Methylierungsanalyse (Illumina) zur weiteren diagnostischen Sicherung durchgeführt werden (28).

Therapie

Grundsätze

EpendymomTherapieEpendymome unterschiedlicher Lokalisation unterscheiden sich hinsichtlich ihrer molekularen und klinischen Eigenschaften (s.o.). Dabei sind insbesondere die intraspinal wachsenden Ependymome klinisch und therapeutisch eindeutig von den intrakraniell wachsenden Ependymomen zu differenzieren.
Die wichtigste therapeutische Intervention ist die primäre Tumorchirurgie. Sowohl bei intrakraniellen als auch bei intraspinal wachsenden Ependymomen sollte initial eine möglichst vollständige Tumorresektion angestrebt werden. Bei spinalen Ependymomen im Rahmen einer Neurofibromatose Typ 2 ist hingegen eine Beobachtung empfohlen, solange keine klinischen Symptome vorliegen, die eine Therapie erfordern (6, 29). Die Mehrzahl dieser Ependymome ist stationär oder über Jahre extrem langsam progredient. Nur die wenigsten werden symptomatisch und erfordern eine therapeutische Intervention.
Da der Rückfallort nach Therapie meist die primäre Tumorregion ist (30–32), kommt der lokalen Tumorkontrolle eine besondere Bedeutung zu. In den beschriebenen klinischen Serien war ein postoperativ verbliebener Tumorrest, sowohl bei intrakraniell lokalisierten Ependymomen (15, 33–36) als auch bei spinalen Ependymomen (37, 38), ein hochsignifikant negativ prädiktiver Faktor.
Bei intrakraniellen, nichtmetastasierten Ependymomen im Kindes- und Jugendalter ist eine primäre postoperative Lokalbestrahlung der Therapiestandard. Die adjuvante Chemotherapie wurde in nichtrandomisierten klinischen Studien untersucht (15, 36, 39, 40). Der mögliche Nutzen einer zusätzlichen Chemotherapie ist weiterhin nicht abschließend zu bewerten und bleibt Inhalt von Therapiestudien.
Für sehr junge Kinder, die aufgrund ihres Alters nicht mit einer primären Radiotherapie behandelt wurden, wurde die Effektivität einer Chemotherapie zur Verzögerung bzw. Vermeidung einer Radiotherapie untersucht (41, 42). Die Ergebnisse hinsichtlich der Krankheitskontrolle waren in allen Studien ungünstiger als bei Durchführung einer primären lokalen Radiotherapie, bei gleichzeitig vergleichbaren Ergebnissen hinsichtlich der posttherapeutischen kognitiven Leistungen (43). Daher wurde die untere Altersgrenze für die primäre lokale Radiotherapie innerhalb der aktuellen international rekrutierenden Studien auf das vollendete 1. Lebensjahr herabgesetzt. Außerhalb prospektiver Studien sollte eine frühe Radiotherapie nicht vor dem Alter von 1,5 Jahren und nur durch erfahrene Radiotherapeuten erfolgen.
Bei Patienten mit spinalem Ependymom existiert bisher kein eindeutiger Therapiestandard (44). Beim Vorliegen eines myxopapillären Ependymoms scheint bei Patienten mit postoperativ verbliebenem Resttumor eine adjuvante lokale Radiotherapie vorteilhaft zu sein (8, 10, 45, 46). Bei Patienten mit nichtmyxopapillären spinalen Ependymomen vom WHO-Grad II und III wurde in verschiedenen Serien v.a. bei Patienten mit postoperativ verbliebenem Resttumor eine adjuvante Therapie mit Radiotherapie mit/ohne Chemotherapie eingesetzt (37, 44, 47, 48). Nutzen und optimaler Zeitpunkt einer adjuvanten Therapie sind jedoch weiterhin unklar.
Grundsätzlich sollten alle Kinder und Jugendliche mit Ependymomen in pädiatrisch-onkologischen Zentren im Rahmen von Therapieoptimierungsstudien zur Erfassung und Bewertung der entsprechenden klinischen Daten zu Krankheitskontrolle und Therapiefolgen behandelt werden.

Neurochirurgische Tumorresektion

Aufgrund einer schlechteren Prognose nach inkompletter Tumorresektion sollte eine komplette Resektion angestrebt werden. Dennoch gilt der Grundsatz, so aggressiv wie nötig und so schonend wie möglich vorzugehen, um Langzeitschäden zu minimieren. Lautet die Diagnose im Schnellschnitt Ependymom, ist allerdings besondere Sorgfalt auf eine vollständige Resektion, gegebenenfalls auch in einem Zweiteingriff, zu legen. Bei eloquenter Lage (z.B. nahe der Pyramidenbahn bei supratentoriellen Tumoren) sollten die Möglichkeiten des funktionellen intraoperativen Neuromonitorings und der intraoperativen Bildgebung mit Ultraschall oder IMRT voll ausgeschöpft werden, um das Ziel der vollständigen Resektion bei erhaltener Funktion zu erreichen.
In der hinteren Schädelgrube ist eine operationsmikroskopisch vollständige Resektion beim Ependymom oft schwierig, da Ependymome häufiger nach lateral in die perimedulläre Zisterne und den Kleinhirnbrückenwinkel ausgebreitet sind und dort die kaudalen Hirnnerven affektieren. Eine große chirurgische Erfahrung in dieser Region inklusive des Neuromonitorings ist notwendig, um die Tumoren komplett zu entfernen und die Funktion der Hirnnerven wie die Integrität der hirnstammversorgenden Gefäße bewahren zu können.
Falls sich in der früh postoperativen MRT-Kontrolle ein erkennbarer Resttumor zeigt, sollte wegen der prognostisch ungünstigen Ausgangssituation eine Nachresektion vor Beginn der adjuvanten Therapiemaßnahmen erwogen werden. Im Zweifelsfall sollte die Möglichkeit der Mitbeurteilung durch das kinderneurochirurgische Referenzpanel des HIT-Netzwerks im Rahmen der aktuellen Therapiestudien genutzt werden.
Sind die lokalen Voraussetzungen in Bezug auf intraoperatives Monitoring, intraoperative Bildgebung oder Erfahrung in der spezifischen Region nicht optimal, sollte die Verlegung in ein entsprechend erfahrenes Zentrum für eine frühe Nachresektion erwogen werden. Die besten Chancen für eine vollständige Resektion bestehen erfahrungsgemäß vor Einleitung einer Strahlen- oder Chemotherapie, da beide Verfahren die chirurgische Präparierbarkeit und Abgrenzbarkeit des Resttumors insbesondere in den Zisternen verschlechtern.
Auch bei den intramedullären Ependymomen ist dank der zunehmenden Verfeinerungen der Operationstechniken und unter Verwendung des intraoperativen Neuromonitorings meist eine vollständige Resektion möglich, da Ependymome in der Regel gut abgrenzbar sind.
Eine wichtige zusätzliche Aufgabe der pädiatrischen Neurochirurgie besteht darin, intraoperativ für die Gewinnung von ausreichendem Untersuchungsmaterial zu sorgen, nicht nur zur Durchführung der histopathologischen Diagnostik und der sich daran anschließenden molekulargenetischen Panelanalyse, sondern auch für die Asservierung von frisch eingefrorenem Tumormaterial bei –80 °C in Flüssigstickstoff. Dies geschieht idealerweise im Verbund mit den beteiligten Onkologen und Neuropathologen. Im Rezidivfall kann dann dieses Material für eine molekulargenetische Targetsuche, z.B. im Rahmen des INFORM-Programms, genutzt werden. Zudem ist möglicherweise bei Ependymomen zukünftig die Einsendung von frisch gefrorenem Material die Voraussetzung für einen Einschluss in Therapiestudien.

Nichtchirurgische Therapie

Strahlentherapie
Die Strahlenbehandlung gehört unverzichtbar zur adjuvanten Therapie der intrakraniellen Ependymome (49, 50). Mit einer kompletten Resektion und Nachbestrahlung wird ein progressionsfreies Überleben (PFÜ) zwischen 60% und 85% nach 5 Jahren und zwischen 50% und 70% nach 10 Jahren erzielt (33, 34).
Zielvolumen
Früher wurden wegen der vermuteten Gefahr der ZNS-Disseminierung sowohl Kranium als auch Spinalkanal bestrahlt (die sog. „kraniospinale Achse“). Später wurden nur anaplastische Ependymome infratentorieller Lokalisation kraniospinal bestrahlt, wobei ein Vorteil gegenüber der lokalen Strahlentherapie nicht belegt werden konnte (51). Heute wird bei allen nichtmetastasierten Ependymomen eine Lokalbehandlung durchgeführt, nachdem unabhängig von Histologie, Lokalisation und Bestrahlungsvolumen nahezu ausschließlich Lokalrezidive auftraten (15, 35). Die damit verbundene Senkung von Spätfolgen der Behandlung bezüglich physischer, mentaler und psychosozialer Entwicklung ermutigt zusätzlich (52).
Dosis
Bei den Ependymomen ist in der Vergangenheit eine eindeutige Dosisabhängigkeit der Therapieergebnisse festgestellt worden. Tumordosen von über 50 Gy ergaben dabei signifikant bessere Überlebensraten als niedrigere Tumordosen. Meist werden heute Tumordosen von 54 bis 60 Gy empfohlen (53). Im Kleinkindesalter wurde in der Vergangenheit die Dosis meist auf 54 Gy beschränkt, wobei in aktuellen Konzepten wegen der besseren Ergebnisse auch bei Kindern im Alter von über 12 Monaten höhere Dosen appliziert werden. Eine Neuroachsenbehandlung bei metastasierten Tumoren erfordert altersabhängig Dosen um 36–40 Gy. Die Bestrahlung erfolgt meist einmal täglich mit Einzeldosen zwischen 1,6 Gy und 1,8 Gy. Spinale Metastasen sollten aufgesättigt werden.
Konzept der lokalen Tumorbettaufsättigung
Aktuell wird daher bei allen nichtmetastasierten Tumoren eine lokale Strahlentherapie empfohlen – unter Einbeziehung des Tumors bzw. des postoperativen Tumorbetts und eines Sicherheitssaumes von 0,5 bis 1,0 cm. Die Strahlentherapie sollte konformal unter den Bedingungen einer 3-D-Planung mit modernen Lagerungstechniken und Bestrahlungsgeräten durchgeführt werden. Hier finden auch zunehmend Protonen zur Schonung des Normalgewebes Einsatz (54). Die Verträglichkeit der Tumorbettbehandlung und die neurokognitive Entwicklung hat sich dabei auch bei jungen Kindern als sehr erfreulich erwiesen (53). Bei persistierendem Resttumor, der gegen Ende der Radiatio mittels MRT oder CT evaluiert werden kann, kann neben der Re-Operation auch eine Dosissteigerung im Restgewebe gegebenenfalls durch eine stereotaktische Aufsättigung erwogen werden. Diskutiert und aktuell in Studien geprüft wird der Nutzen so einer zusätzlichen kleinvolumigen Dosiserhöhung bei Vorliegen eines inoperablen Resttumors (36). Hierbei ist die Behandlung in erfahrenen Zentren vorzuziehen.
Chemotherapie
Eine Chemotherapie sollte bei Kindern mit Ependymom nur im Rahmen von Therapiestudien erfolgen, da der Nutzen noch nicht ausreichend belegt ist.
Die Applikation einer Erhaltungschemotherapie nach der Bestrahlung wurde in mehreren einarmigen Serien evaluiert. Dabei wurde die Chemotherapie zur Therapieintensivierung bei Kindern mit postoperativem Resttumor bzw. bei Kindern mit anaplastischem Ependymom eingesetzt (33, 36, 39, 40, 55). Eingesetzte Zytostatika waren dabei Cisplatin, Vincristin, Carboplatin, Etoposid und Cyclophosphamid. Verschiedene internationale Studien untersuchen weiter die Rolle der Chemotherapie (34, 56, 57).
Bei sehr jungen Kindern wird die Chemotherapie eingesetzt, um den Beginn der Radiotherapie zu verzögern bzw. eine primäre Bestrahlung zu vermeiden (58). Nach einer alleinigen Chemotherapie hatten 20–40% der jungen Kinder ein ereignisfreies Überleben ohne Radiotherapie (41, 42). Ein Vorteil einer Hochdosischemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation konnte bei kleinen publizierten Fallzahlen bisher weder in der Primär- noch Rezidivtherapie gezeigt werden (59, 60).
Bei Patienten mit spinalen Ependymomen gibt es keine Evidenz für die Indikation einer Chemotherapie (5). Bei fehlenden lokaltherapeutischen Optionen kann diese aber im Einzelfall bei Tumorprogress oder -disseminierung erwogen werden.

Begleittherapien

Die Begleitmedikation erfolgt überwiegend symptomorientiert. Eine Steroidtherapie zur Behandlung bei initialen, postoperativen oder die Bestrahlung begleitenden Zeichen eines erhöhten Hirndrucks sollte, wenn immer möglich, so niedrig dosiert und so kurz wie möglich eingesetzt werden, um akute und chronische Nebenwirkungen dieser Therapie zu vermeiden, v.a. da sich bei anderen ZNS-Tumoren eine Steroidtherapie als prognostisch ungünstig erwiesen hat (61).

Nachsorge

Siehe Leitlinie › Kap. L (S. 37–50) „Nachsorge von krebskranken Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen – Erkennen, Vermeiden und Behandeln von Spätfolgen“ sowie die Nachsorgepläne in den Fachinformationen der GPOH auf www.kinderkrebsinfo.de (www.kinderkrebsinfo.de/fachinformationen/nachsorge/nachsorgeplaene/index_ger.html).

Prognose

EpendymomPrognoseIn Abhängigkeit vom initialen Stadium der Metastasierung (M0 versus M+), der Tumorlokalisation und von einem postoperativen Tumorrest unterscheidet sich die Prognose erheblich. Eine primäre Metastasierung ist selten und mit einer ungünstigen Prognose verbunden (15). Bei Patienten mit lokalisierter Erkrankung ist eine komplette Tumorresektion ein wichtiger prognostischer Faktor, der in zahlreichen klinischen Studien bestätigt wurde (15, 33–35, 41). Das rezidivfreie Überleben für Patienten mit intrakraniell lokalisiertem Ependymom, kompletter Resektion und einer Lokalbestrahlung im Rahmen der Primärtherapie betrug zwischen 65% und 82% nach 5 Jahren. Die Raten für das Gesamtüberleben betrugen 80% bis 93% nach 5 Jahren (33, 34, 53, 62). Ependymome mit einer Fusion des RELA-Gens mit dem C11ORF95-Gen, die 70% der intrazerebral lokalisierten Ependymome zeigen, haben eine intermediäre Prognose, wobei hier weiterführende Daten ausstehen.
Die Prognose für Patienten mit postoperativ verbliebenem Resttumor ist deutlich ungünstiger. Das rezidiv- bzw. progressionsfreie Überleben nach 5 Jahren betrug in den berichteten klinischen Studien 35% bis 56%, das Gesamtüberleben 50% bis 71% (33, 34, 40, 62). Untersuchungen zum Langzeitüberleben haben gezeigt, dass späte Todesfälle nicht ungewöhnlich sind, und das Gesamtüberleben bei Patienten mit Ependymom auch nach 5 bis 10 Jahren noch weiter absinkt (eigene Daten) (63).
Die Prognose für Patienten mit spinalen Ependymomen ist insgesamt günstiger als für Patienten mit intrakraniell lokalisierten Ependymomen, mit einem rezidiv- bzw. progressionsfreien Überleben nach 5 Jahren von 50% bis 85% und einem Gesamtüberleben nach 5 Jahren von 80% bis 95% (10, 37, 38, 47). Als reproduzierbare Parameter für eine ungünstige Prognose bei Studien mit Erwachsenen mit spinalen Ependymomen wurden lediglich die inkomplette Resektion und das Alter identifiziert (10, 64). Myxopapilläre Ependymome haben gegenüber den anderen histologischen Subtypen eine deutlich höhere Rezidivrate, vor allem im Kindesalter (45). Die Daten zum prognostischen Einfluss des histologischen Gradings (WHO-Grad II vs. WHO-Grad III) und der Applikation von postoperativer Radiotherapie lassen aufgrund der klinischen Konstellationen mit häufiger Assoziation verschiedener negativ prognostischer Faktoren keine klare subgruppenübergreifende Aussage zu und bedürfen weiterer prospektiver Studien.

Fragestellungen und Zielsetzungen für die Zukunft

  • Aufrechterhaltung und Gewährleistung eines hohen Qualitätsstandards in der initialen Diagnostik durch eine konsequente Referenzbeurteilung der neuropathologischen und referenzradiologischen Befunde.

  • Implementation einer zeitnahen postoperativen molekularen Charakterisierung.

  • Definition und präklinische Evaluation von zielgerichteten bzw. subgruppenspezifischen Therapien.

  • Prätherapeutische Qualitätskontrolle der Radiotherapiepläne.

  • Evaluation der Effektivität einer zusätzlichen Chemotherapie nach der Radiotherapie für Patienten mit komplett reseziertem intrakraniellen Ependymom.

  • Evaluation subgruppenabhängiger Unterschiede in der chemotherapieassoziierten Effektivität.

  • Definition von Patientengruppen, bei denen postoperativ eine Watch-and-Wait-Strategie prospektiv evaluiert werden kann.

Verfahren der Konsensbildung

Im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) erstellt durch die Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) unter der Federführung der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Radioonkologie (APRO).
Autor
Beate Timmermann, Essen
Expertengruppe
Brigitte Bison, Würzburg (DGNR); Gudrun Fleischhack, Essen (GPOH); Peter Hau (NOA); Rolf-Dieter Kortmann, Leipzig (DEGRO, APRO, NOA); Katja von Hoff (GPOH); Stefan Rutkowski, Hamburg (GPOH); Martin Schumann (DGNC); Beate Timmermann, Essen (APRO, DEGRO); Torsten Pietsch, Bonn (DGNN); Hendrik Witt (GPOH); Ulrich Schüller (DGNN); Martin Benesch (GPOH)
Leitlinienkoordinatoren
Ursula Creutzig, Hannover
Thomas Lehrnbecher, Frankfurt
Die Leitlinie wurde mit folgenden Fachgesellschaften, Arbeitsgemeinschaften und kooperierenden Institutionen abgestimmt:
  • Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Radioonkologie (APRO)

  • Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO)

  • Deutsche Gesellschaft für Neuropathologie und Neuroanatomie (DGNN)

  • Deutsche Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR)

  • Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC)

  • Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH)

  • Neuroonkologische Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (NOA)

Aktualisierung: 04/2018
Letzte Aktualisierung: 12/2010
Nächste Aktualisierung geplant: 04/2023

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