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BT12-9783437223952.10001-8

10.1016/BT12-9783437223952.10001-8

T12-9783437223952

Mögliche Indikationen für eine GK-MRTGanzkörper-MagnetresonanztomografieIndikationen

Tab. T12-1
Diagnose Fragestellung
Maligne Tumoren Staging, Tumorausbreitung, Restaging und Follow-up
Langerhans-Zell-Histiozytose (LCH) Ausbreitungsdiagnostik, unifokal vs. multifokal, Therapiemonitoring
Avaskuläre Osteonekrose (AVN) Ausmaß und Schweregrad, Detektion von asymptomatischen Befunden
Chronisch nichtbakterielle Osteomyelitis (CNO/NBO/CRMO) Unifokal vs. multifokal, „silent lesion“, Therapiemonitoring, Weichteilaffektion
Rheumatische Erkrankungen (JIA, juvenile Spondylarthritis, Morbus Still)
Fiebersyndrome Fokus, Ausmaß der Veränderungen, Tumorausschluss
Syndrome bzw. genetische Prädisposition mit erhöhtem Tumorrisiko Ausmaß der Veränderungen, Tumorscreening
Battered-Child-Syndrom (Non Accidental Injury – NAI) Kein Standard; ergänzend zur Beurteilung des Ausmaßes der Verletzungen, insbesondere Weichteile und Organbeteiligung (› Kap. T11 „Verdacht auf Misshandlung – Bildgebende Diagnostik“)

Beispiel eines GK-MRT-Protokolls aus der pädiatrischen Radiologie der Universitätsklinik Tübingen (nach [6])

Tab. T12-2
Module Region Sequenztyp Orientierung und Phasen­kodier­richtung Basismatrix (ohne Interpolation in Ausleserichtung) Anmerkungen
Basismodul Ganzkörper 2D STIR TSE/FSE Koronal FH 384 Bei MSK-Fragestellungen Hände auf das Abdomen lagern
Kopf und Hals 2D STIR TSE/FSE TransversalAP 384 Kaudal bis Aortenbogen
Thorax 2D T2w TSE/FSEmit Fettsättigung mit Atemtrigger TransversalAP 384 Wenn möglich, radiales K-Raum-Sampling
Abdomen und Becken 2D T2 TSE/FSE mit Fettsättigung mit Atemtrigger Transversal AP 384 Wenn möglich, radiales K-Raum-Sampling
DWI Ganzkörper 2D EPI (SPAIR)2 b-Werte50 und 900 s/mm2 Transversal AP 128 Koronale MPR ADC-KarteKalkulation eines hohen b-Werts> 1.200 s/mm2
Kontrastmittel angehobene Sequenzen Ganzkörper 3D T1w GRE(VIBE) mit Fettsättigung oder Dixon Transversal AP 288–320 Wenn möglich, Aufnahmen in AtemstoppKoronale MPR
Optional weitere Sequenzen und lokale Bildgebung (Gehirn, Gesichtsschädel, Oberbauch-Organe, Wirbelsäule, Extremitäten) in Abhängigkeit der Fragestellung

DWI = Diffusion Weighted Image; STIR = Short T1 Inversion Recovery; TSE = Turbo Spin Echo; FSE = Fast Spin Echo; EPI = Echo Planar Imaging; GRE = Gradient Echo; VIBE = Volumetric Interpolated Breath-hold Examination; SPAIR = Spectral Attenuated Inversion Recovery; FH = Feet-Head; AP = anterior-posterior

Ganzkörper-Magnetresonanz­tomografie

Einleitung

1

Eine Publikation dieser Leitlinien erfolgt parallel in Fortschr Röntgenstr 2019; DOI: 10.1055/a-0832-2498.

Ganzkörper-MagnetresonanztomografieDie Ganzkörper-Magnetresonanztomografie (GK-MRT) ist eine bildgebende Methode, die unter Nutzung fortgeschrittener Verfahren moderner MRT-Geräte eine hochaufgelöste Darstellung des gesamten Körpers ermöglicht (1–5). Prinzipiell unterscheiden sich unter diesen Voraussetzungen weder Bildqualität noch Bildkontrast von Teilkörperuntersuchungen an Kopf und Körperstamm, wenn alters- und indikationsadaptierte Protokolle zusätzlich angewendet werden (1, 3–7). Einbußen in der Ortsauflösung im Bereich von peripheren Gelenken sind allerdings zu beachten. Eine GK-MR-Angiografie ist möglich (8). Eine GK-MRT ist sowohl bei einer Feldstärke von 1,5 als auch von 3 Tesla durchführbar (9). Die Untersuchungsdauer ist abhängig von der Anzahl der gewählten Bildkontraste sowie weiterer geräte- und messprotokollabhängiger Parameter und kann daher stark variieren. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen ist eine Anpassung des Protokolls an die Fragestellung zur Begrenzung der Untersuchungszeit erforderlich.
Bekanntermaßen ist die MRT bei soliden Tumoren im Kindes- und Jugendalter Methode der Wahl zur Beurteilung des Lokalbefunds. Sie wird aber zunehmend auch als GK-MRT im Rahmen der systemischen Ausbreitungsdiagnostik durchgeführt (3, 6, 7, 10–33). Insbesondere die osteomedullären Metastasen stehen hierbei im Fokus (22, 23, 26, 32, 34–37). Bei hereditären Syndromen mit erhöhter Tumorfrequenz wird die GK-MRT im Rahmen des Screenings zukünftig eine noch größere Rolle spielen (38–46). Neben den malignen soliden Tumoren bedürfen eine Reihe nicht maligner Erkrankungen z.B. aus dem rheumatischen Formenkreis einer systemischen Ausbreitungsdiagnostik mittels bildgebender Verfahren. Ziel ist es, mittels GK-MRT eine Differenzierung zwischen lokal begrenzter und fortgeschrittener systemischer Erkrankung sowie unter Umständen eine Detektion bisher klinisch stummer Regionen zu erreichen (47–56). Auch die Suche nach einem entzündlichen Fokus ist eine Indikation für die GK-MRT (57).
Die GK-MRT konkurriert mit anderen Verfahren der radiologischen Diagnostik, insbesondere mit der Computertomografie (CT), der Positronenemissionstomografie in Kombination mit der CT (PET/CT) oder MRT (PET/MRT) und der Szintigrafie, die alle mit einer relevanten Strahlenexposition einhergehen können. Generell gilt daher, dass die GK-MRT immer dann zur Anwendung kommen kann, wenn sich bei zumindest gleicher radiologischer Aussagekraft eines der genannten Verfahren einsparen lässt oder wenn die GK-MRT komplementäre Informationen liefert (7, 12, 14–17, 19, 20, 23, 27, 32, 35–37, 43, 47, 48, 50, 51, 53–56, 58–68).
In den letzten beiden Jahrzehnten wurde die diagnostische Genauigkeit der GK-MRT verschiedener pädiatrischer Erkrankungen in erster Linie im Vergleich zu anderen bildgebenden Verfahren untersucht und die Überlegenheit gegenüber konventionellen bildgebenden Methoden außerhalb der Lungenbildgebung gezeigt (15, 27, 32, 35, 36, 52, 54, 55, 64). Aufgrund des Mangels an großen prospektiven und randomisierten Studien liegt für die GK-MRT jedoch kein hoher Evidenzgrad vor.
Aus Sicht der Leitlinienkommission kann aufgrund der hohen Sensitivität der Methode die Gefahr einer Überdiagnostik insbesondere im Umgang mit Zufallsbefunden oder vermeintlichen Pathologien bestehen, wenn die Befunderstellung ohne ausreichende Erfahrung in der pädiatrischen Radiologie erfolgt. Da die GK-MRT in allen Altersstufen sinnvoll eingesetzt werden kann, sind umfangreiche Kenntnisse zur normalen Reifung der Organsysteme eine wesentliche Voraussetzung für eine optimale Befundqualität und Bewertung der erhobenen Befunde.
Ziel dieser Leitlinie ist es, Indikationen zu benennen, bei denen die GK-MRT im Kindes- und Jugendalter empfohlen werden kann, und dafür notwendige, technische Voraussetzungen zu beschreiben.

Schlüsselempfehlungen

Mit der Ganzkörper-Magnetresonanztomografie (GK-MRT) kann die Ausbreitung von systemischen malignen und nicht malignen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter untersucht werden.
Für eine klinisch verwertbare diagnostische Aussage der Methode sollten alters- und indikationsadaptierte Protokolle gewählt werden und die Befunderstellung durch in der pädiatrischen Radiologie erfahrene Untersucher erfolgen.
Zusätzliche Untersuchungen mit anderen bildgebenden Verfahren können indiziert sein.

Erläuterungen

Indikationen

Maligne Tumoren
Aufgrund der bisherigen Datenlage ergeben sich für eine Reihe von malignen Tumoren Indikationen für eine GK-MRT, die die weitere Bildgebung komplett ersetzen, einsparen oder ergänzen können. Allerdings ist die GK-MRT als Instrument zur Ausbreitungsdiagnostik bislang in Therapiestudien der onkologischen nationalen und internationalen Fachgesellschaften (GPOH, SIOP) in der Regel nicht vorgesehen. Es ist anzunehmen, dass die GK-MRT zukünftig Berücksichtigung in den Protokollen finden wird. Die Indikationen können an die vorhandenen Studienprotokolle adaptiert werden und die GK-MRT komplementär durchgeführt werden.
Für das Hodgkin-Lymphom (HL) ist die 18F-FDG-PET/CT sowohl im nodalen und extranodalen Staging als auch in der Therapiekontrolle vorgesehen. Die GK-MRT kann in dieser Phase ergänzend durchgeführt werden, insbesondere wenn im Rahmen der PET/CT keine diagnostische CT erfolgt (27). Die Minderung der Diffusionsrestriktion in der Diffusionswichtung (DWI) ist als Hinweis auf ein Therapieansprechen zu werten (28, 33). Allgemeingültige Kriterien zur Beurteilung der kompletten Remission bzw. Schwellenwerte für den Apparent Diffusion Coefficient (ADC) gibt es noch nicht. Darüber hinaus scheint das Ausmaß der Diffusionsrestriktion in der Interimskontrolle prognostische Bedeutung zu haben (28) und kennzeichnet die residuelle Tumorlast mit sehr hoher Sensitivität (33). Für Verlaufskontrollen nach abgeschlossener Therapie mit der Frage nach Rezidiv und zur Überwachung therapieassoziierter Folgen (z.B. Osteonekrosen) kann die GK-MRT empfohlen werden (58).
Wenn keine PET/CT durchgeführt wird, stellt das Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) grundsätzlich eine Indikation für die GK-MRT dar, insbesondere wenn höhere Stadien (Ann-Arbor-Klassifikation > 2) oder eine primär extranodale Manifestation (z.B. Knochen) oder eine ZNS-Beteiligung verdächtigt werden (11–13, 18, 31, 33, 69). Die Diffusionsrestriktion scheint beim aggressiven NHL stärker ausgeprägt zu sein als beim HL (70). Für das großzellige B-Zell-Lymphom konnte gezeigt werden, dass das Risiko für einen Tumorprogress oder für ein Rezidiv signifikant höher ist, wenn das MRT einen Knochenmarkbefall aufdeckt und dabei die ungezielte Biopsie negativ bleibt (14). Für die posttherapeutische Phase gelten im Übrigen die gleichen Empfehlungen wie für das HL.
Bei Weichteilsarkomen (z.B. Rhabdomyosarkome) sowie Osteo- und Ewing-Sarkomen kann die GK-MRT um die lokale MR-Bildgebung mit ergänzenden Sequenzen und Untersuchungsebenen entsprechend der GPOH-Studien-Vorgaben vervollständigt werden (7, 24). Bei metastasierten Tumoren kann in einer einzigen Untersuchung das Ansprechen auf die neoadjuvante Behandlung und der Primärtumor vor lokaler Behandlung erfasst werden. Für das metastasierte Ewing-Sarkom konnte in einer retrospektiven Auswertung gezeigt werden, dass die konsequente Bestrahlung aller primär mit der GK-MRT erfassten osteomedullären Metastasen ein signifikant höheres Überleben gegenüber einem vergleichbaren Kollektiv sichert (22). Während Knochen- bzw. Knochenmarkbefall im Vergleich zur Knochenszintigrafie mit höherer Treffsicherheit (23, 26, 36, 37) und Weichteilbefunde sowie Hirnmetastasen mit hoher Genauigkeit beurteilt werden können (20, 35), bleibt die Detektion von Lungenmetastasen mittels MRT umstritten (35). Die Indikation zur ergänzenden CT des Thorax soll in Abhängigkeit von der Tumorentität und Behandlungssituation gestellt werden.
Für das Neuroblastom gibt es Evidenz zur Ausbreitungsdiagnostik mittels GK-MRT (10, 15, 20, 21, 32, 71). Je nach Risikogruppe (niedrig, intermediär, hoch) und Stadium (INSS, International Neuroblastoma Staging System) ist die GK-MRT hilfreich und in jeder Phase der Erkrankung indiziert. Niedrige Stadien (lokal begrenztes Tumorwachstum) und fehlende chromosomale Aberrationen (Amplifikation des MYCN-Onkogens oder Deletionen des kurzen Arms von Chromosom 1) stellen in der Regel keine Indikation dar. Die GK-MRT ist additiv und/oder komplementär zur 123I-MIBG-Szintigrafie (Metaiodobenzylguanidin-Szintigrafie) zu sehen und ersetzt die bisher notwendige Skelettszintigrafie (21, 32). Prätherapeutisch kann die lokale Tumorausdehnung hinsichtlich der IDRFs (Image-defined Risk Factors) des INRGSS (International Neuroblastoma Risk Group Staging System) bei angepasstem Untersuchungsprotokoll beurteilt werden. Die GK-MRT ist v.a. für die Beurteilung der Multikompartiment-Ausdehnung und Detek­tion von Metastasen geeignet (6, 20). Zwischen der Abnahme der Diffusionsrestriktion und dem Therapieansprechen gibt es einen Zusammenhang (72). Bei okkulten Tumoren im Rahmen eines Opsoklonus-Myoklonus-Syndroms (OMS) kann die 123I-MIBG-Szintigrafie in bis zu 57% der Fälle negativ sein, wenn ein Ganglioneurom vorliegt (73). Die GK-MRT ist als Suchmethode zu favorisieren, nicht zuletzt auch wegen der fehlenden Strahlenexposition (10).
Langerhans-Zell-Histiozytose (LCH)
Langerhans-Zell-Histiozytose (LCH)Der multifokale und/oder multisystemische Herdnachweis hat für Therapie und Verlaufskontrollen erhebliche Konsequenzen. Die GK-MRT ist sensitiver für eine Knochenmarkinfiltration als die röntgenbasierten Verfahren oder die Skelettszintigrafie und die 18F-FDG-PET (52, 55, 56). Aufgrund des primären Befalls des Knochenmarks sowie einer in der Regel raschen Osteodestruktion lässt sich die reduzierte Sensitivität der Szintigrafie erklären. Die GK-MRT kann aufgrund der simultanen Erfassung der extraskelettalen Manifestationen einschließlich des ZNS-Befalls beim primären Staging vorteilhaft sein (52, 56). Die geringere Spezifität der MRT sollte in Abhängigkeit methodischer Aspekte bei der Beurteilung der Ausbreitung und des Therapieansprechens bedacht werden (52), auch um eine unnötige bzw. zu extensive Behandlung zu vermeiden.
Avaskuläre Osteonekrose (AVN)
Unter Steroidtherapie oder in Kombination mit einer Hochdosischemotherapie finden sich mehr avaskuläre Nekrosen als klinisch vermutet (58, 74, 75). Die konventionelle Bildgebung ist in frühen Stadien negativ (58, 74, 75). Der Schweregrad und die Lokalisation (z.B. subchondral) sind wichtige Kriterien für die Entscheidung zu einer notwendigen operativen Therapie (58, 74, 75). Bei entsprechender Risikokonstellation (z.B. nach Stammzelltransplantation) ergibt sich daher eine Indikation zur GK-MRT.
Chronische nichtbakterielle Osteomyelitis (CNO)
Osteomyelitischronische, nichtbakterielleDie GK-MRT kann mit hoher Sensitivität neben den symptomatischen auch die klinisch stummen Manifestationen z.B. an der Wirbelsäule in einer Untersuchung feststellen und beschleunigt so die Diagnose der Multifokalität aufgrund typischer Befunde (53, 62). Hierbei werden bis zu 45% mehr Herde detektiert als bei der klinischen Untersuchung (47, 49). Im Vergleich zur konventionellen radiologischen Diagnostik ergibt sich eine erheblich verbesserte Detektionsrate (54). Im Vergleich zur Skelettszintigrafie ist die GK-MRT bezogen auf symptomatische Regionen sogar signifikant sensitiver (64). Differenzialdiagnostische Erwägungen in der Abgrenzung zu malignen Prozessen können mittels der DWI vorgenommen werden (59). Darüber hinaus sind insbesondere Therapieansprechen sowie die gegebenenfalls notwendige Intensivierung der medikamentösen Therapie relevante Indikationen für die GK-MRT (49, 50).
Rheumatische Erkrankungen und Fiebersyndrome
rheumatische ErkrankungenGK-MRTDie MRT ist für rheumatische Erkrankungen Grundlage zur objektiven Beurteilung von Inflammationsaktivität und Gelenkdestruktion anhand von Scoringsystemen (76). Für den Einsatz der GK-MRT bei Erwachsenen mit rheumatischer Arthritis gibt es im Konsensusreport der Outcome Measures in Rheumatology (OMERACT) MRI Working Group, ein Scoringsystem für die GK-MRT (77). Für die juvenile Spondylarthritis wurden charakteristische Befunde für die GK-MRT beschrieben (60), zudem Objektivierung der Enthesitis und Informationen zu Wirbelsäule und Beckenskelett (Sakroiliitis) (78). Die Detektion extraskelettaler Befunde in Gehirn, Weichteilen und Muskulatur sind für autoinflammatorische Erkrankungen bedeutsam. Für die juvenile Dermatomyositis und Polymyositis wurde eine exzellente Korrelation zu klinischen Parametern und zum Therapieerfolg beschrieben (61). Fiebersyndrome ohne bekannten Fokus (FoF) und unklare Entzündungen, die für systemische Erkrankungen bzw. ein unbekanntes malignes Geschehen sprechen, sind Indikationen für die GK-MRT alternativ zur PET/CT (57).
Syndrome mit erhöhtem Tumorrisiko
Die GK-MRT ist grundsätzlich auch bei asymptomatischen Patienten mit hereditären Tumorsyndromen geeignet, um die Entwicklung eines soliden Tumors zu erfassen, wie bereits für das Li-Fraumeni-Syndrom (38, 40) gezeigt. Die GK-MRT wird auch für andere Syndrome empfohlen (39, 79–81). Bei der Neurofibromatose Typ 1 korreliert die in der GK-MRT detektierte Tumorlast von plexiformen Neurofibromen mit der Entwicklung eines malignen peripheren Nervenscheidentumors (MPNST) (42, 46).
Battered-Child-Syndrom/Non Accidental Injury
Battered-Child-SyndromWährend die Schädel-MRT die sensitivste Methode zur Beurteilung von Blutungen, Ischämien und axonalen Schädigungen im Rahmen eines nichtakzidentellen Traumas ist, kann die ­GK-MRT nicht als alleinige Bildgebung beim Battered-Child-Syndrom empfohlen werden. Dem großen Vorteil der umfassenden Diagnostik in einer einzigen Untersuchung (82) steht die nicht ausreichende Sensitivität und Spezifität der GK-MRT für typische Skelettbefunde an Rippen und Metaphysen insbesondere beim Säugling gegenüber ([83]; › Kap. T11 „Verdacht auf Misshandlung – Bildgebende Diagnostik“).

Technische Voraussetzungen

Grundvoraussetzung für die GK-MRT sind automatische Tischverschiebung, Anschluss multipler Array-Spulenelemente, die den Körper komplett abdecken und simultane Signalakquisi­tion durch unabhängige Empfangskanäle (1–4, 6). Ein großes Field of View (FOV) in Z-Richtung (z.B. 500 mm) einschließlich homogener Fettsättigung sind für die Erfassung des ­gewünschten Volumens von Relevanz. Die sich überlappenden koronalen Aufnahmen der einzelnen Köperregionen werden automatisch zu Ganzkörperschichtdarstellungen zusammengesetzt.

Vorgeschlagene Protokolle

Da die Aussagekraft der MRT von den gewählten Sequenzen und Sequenzparametern abhängig ist, aber gleichzeitig die Untersuchungsdauer den Patientenkomfort einschränkt, ist der modulare Aufbau eines Sequenzpools, bestehend aus einem Basismodul und erweiternden Sequenzen, essenziell (› Tab. T12-2, Beispiel eines GK-MRT-Protokolls aus der pädiatrischen Radiologie der Universitätsklinik Tübingen) (1–4, 6, 84). Das modulare Konzept gestattet eine Adaptation des Protokolls an die jeweilige Indikation. Gleichzeitig werden Reproduzierbarkeit und Vergleichbarkeit verbessert.
Eine Ganzkörperdarstellung mittels hochaufgelöster fettgesättigter T2-gewichteter Sequenzen (z.B. STIR) mit Schichtdicken von 3–4 mm in koronaler Orientierung sollte in jedem Fall akquiriert werden. Um mögliche Einschränkungen der diagnostischen Genauigkeit durch Partialvolumeneffekte zu vermeiden, sollten weitere Akquisitionen in transversaler Orientierung zum Beispiel mittels T2-gewichteter und fettgesättigter bzw. STIR-Sequenzen im Bereich von Kopf und Hals sowie Köperstamm erfolgen (1–4, 6, 84). Hierbei sind Sequenzen mit radialer K-Raum-Akquisition und/oder Atemnavigation zur Reduktion von Bewegungsartefakten im Bereich des Körperstamms empfehlenswert. Sagittal orientierte Sequenzen bzw. Reformationen sind bei Fragen zum Achsenskelett notwendig. Erweiterungen des Protokolls durch diffusionsgewichtete und/oder T1-gewichtete Sequenzen vor und nach Kontrastmittelgabe sind in Abwägung des Nutzens zu planen. Hier sind Dixon-Sequenzen vorteilhaft. Bei soliden Tumoren sind Verbesserungen der diagnostischen Sicherheit durch diese Ergänzung zu erwarten.
Unabhängig von Ganzkörperuntersuchungen können mittels der o.g. Voraussetzungen (› Tab. T12-1) aufgrund der Geräte und Spulenkonfiguration lokale Regionen ohne Einschränkung (Gehirn, Gesichtsschädel und Hals, Oberbauch und Beckenorgane, Wirbelsäule) untersucht werden (1–4, 6). Eine Verlängerung der Untersuchungszeit sollte in Relation zur Einsparung weiterer bildgebender Verfahren abgewogen werden (7). Die Sequenzparameter sind den verschiedenen Körpergrößen von Säugling über Kleinkind und Kind zu Jugendlichem anzupassen (84, 85).

Verfahren der Konsensusbildung

Erstveröffentlichung: 10/2018
Nächste Überprüfung geplant: 10/2021

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