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B978-3-437-22345-7.50013-8

10.1016/B978-3-437-22345-7.50013-8

978-3-437-22345-7

Empfehlungen zur Erstvorstellung Frühgeborener in kinderärztlicher Praxis/Nachsorgeeinrichtung/SPZ

Tabelle R9-1
Untersuchungsgang Spezifische Symptome, mögliche Instrumente, Konsequenzen Mögliche weiterführende Maβnahmen
Allgemeine Anamnese
Information über den perinatalen Verlauf und spezifische Probleme Schwangerschaftsvorsorgeheft, Entlassungsbericht der Klinik, Vorabvernetzung der Beteiligten (Neonatologie und sozialpädiatrische Nachsorgende) Rücksprache mit der Klinik*
Elternzufriedenheit/Wahrnehmung der kindlichen Entwicklung durch die Eltern Elternzentriertes Anamnese- und Aufklärungsgespräch Gegebenenfalls ergänzt durch Austausch mit externen Helfern, Dolmetschern, Klinik, Hebammen, sozialmedizinische Nachsorge, KJGD*
Elterlicher Verarbeitungsprozess
  • Bewältigungsprozess

  • Traumaerfahrung

  • Ängste durch drohende Behinderung des Kindes

  • Emotionale Befindlichkeit der Eltern

  • Familiäre Ressourcen

  • Elterliche Arbeitsteilung

  • Zusätzliche familiäre Belastungen

    • Besondere soziale Belastungen

    • Besondere psychische Belastungen

    • Adaptation an die häuslichen Möglichkeiten

Spezifische persönliche Anamnese und Beratung
  • Gezielte Sozialanamnese

  • Beurteilung der familiären Reserven und der Qualität von evtl. erfolgten Interaktionen mit externen frühen Hilfen

Professionelle psychotherapeutische/psychologische/pädagogische Behandlung und Beratung
  • Professionell geleitete Elterngruppen*

  • Regionale Selbsthilfegruppenangebote*

  • Kontakt zu sozialmedizinischer Nachsorge*

  • Anbindung der Familie an Maßnahmen des öffentlichen Gesundheitsdienstes*

  • Gezielte Entlastungsmaßnahmen (Familienhebammen, Familienhilfen, Frühförderung, Kinderkrankenschwestern u.a.)*

Sozioemotionale Entwicklung
Sicherheit der Eltern im Handling
nteraktions-/Kommunikationsanamnese und
Beobachtung der Interaktion/Kommunikation
  • Beurteilungskriterien: z.B. angemessene Körpersprache, Einfühlungsvermögen (Anspannung, Entspannung, Ruhelosigkeit, Teilnahmslosigkeit), Blickkontakt, deutliche/undeutliche Signale

  • Elterliche Beratung im Handling, der Kommunikation und der Versorgung anhand der angebotenen Situation

  • Angebot weiterer Kontakte und Förderung

Spezielle psychologische/psychotherapeutische Behandlung (ambulant/teilstationär/stationär), Frühförderung
Kontakt zu sozialmedizinischer Nachsorge*
Frühkindliche Regulationsprobleme
  • Irritierbarkeit des Kindes

  • Elterliche Responsivität

Störungsspezifische Diagnostik und Beratung
  • Unkomplizierte oder isolierte Regulationsstörung

  • Beurteilung der Leitsymptome:

  • Exzessives Schreien

  • Schlafstörungen

  • Fütterstörung (organisch und nichtorganisch/mit und ohne Gedeihstörung)

Fachspezifische ambulante/teilstationäre/stationäre Mitbehandlung
  • Psychologen

  • Psychotherapeuten

  • Vorstellung in Spezialsprechstunden

Ernährung/Nahrungsaufnahme
Überprüfung des altersentsprechenden Nahrungsangebots
  • Aufklärung/Ernährungsberatung

  • Beratung in der Fortführung des Stillens, zur Umstellung auf die altersadäquate Formulaernährung und altersgerechter Nahrungszusätze (Fluorid, Vitamin D)

  • Aushändigung eines Ernährungsplans für das 1. Lebensjahr (10)

  • Spezielle Ernährungsberatung bei Frühgeborenen, gegebenenfalls Kalorienberechnung

  • Fachspezifische Mitbehandlung

  • Weiterführende Informationen (s. Kap. N31 “Allergieprävention” [1])

  • Separate Stillberatung, z.B. durch Familien-hebamme, gegebenenfalls mit Erstellung eines detaillierten Ernährungsplans

  • Zusammenarbeit mit Spezialambulanzen hinsichtlich Sondenernährung oder Sondenteiler-nährung; Sondenentwöhnung; Elterninformationsbroschüre (7)

Spezifische (Behandlungs-)Anamnese vorbestehender Probleme • Pulmonal Überprüfung des Behandlungskonzepts
  • Bei Diagnose BPD: Therapie bei bronchopulmonaler Dysplasie

  • (Prävention und) Therapie der BPD Frühgeborener: Sauerstoff-, medikamentöse und Inhalationstherapie

  • RSV-Prophylaxe nach AWMF-Leitlinie

  • Mitbetreuung durch Kinderkardiologie

  • Fachspezifische Überweisung

  • Kardial

  • Bei persistierendem Ductus arteriosus, VSD, ASD, bekannter pulmonal bedingter Rechtsherzbelastung, schwerer BPD

  • Bei Zustand nach PDA-Ligatur: Stridor? Stimmbandparese? Skolioseentwicklung?

  • Gastrointestinal

  • Gegebenenfalls spezifische Diagnostik und Beratung hins. gastrointestinaler Transportstörungen, gegebenenfalls mit Kurzdarmsyndrom, AP-Versorgung, Resorptionsstörung, Cholestase

  • Frage der Notwendigkeit einer PEG; Zusammenarbeit mit spezialisierten Zentren; mit kinderchirurgischen Kliniken

  • Renal

  • Bei vorbeschriebener Nephrokalzinose oder hoher zusätzlicher Substitution von Kalzium und Phosphat nach Entlassung: Sonographische Kontrolle

  • Fachspezifische Überweisung

  • Infektiologisch

  • Fragen der immunologischen Kompetenz

  • Entsprechende Impfplanung nach chronologischem Alter gemäβ STIKO-Empfehlung mit gegebenenfalls stationärer Aufnahme nach den Richtlinien (8,11)

  • Neurologisch

  • Berücksichtigung sensibler, sensorischer, motorischer Befunde

  • Anfallsproblematik

  • Zusammenarbeit mit neurochirurgisch-neuro-pädiatrischer Spezialambulanz

  • Neurochirurgisch

  • Beispielsweise Hydrozephalie

  • Zusammenarbeit mit neuropädiatrischer Ambulanz oder Sozialpädiatrischem Zentrum

  • Medikation

  • Anamnese, gegebenenfalls Laborkontrolle

  • Weiterführung gezielter Substitutionen (Ca, PO4, Fe, Fluorid)

• Bedarfsgerechte Variation
  • Überprüfung bei häuslichem Monitoring

  • Alarmanamnese

  • Heilmittel

  • Indikationsüberprüfung

  • Zusammenarbeit mit Spezialsprechstunde

  • Veranlassung therapeutischer Maβnahmen, z.B. im Sozialpädiatrischen Zentrum

  • Weitere ambulante fachärztliche Untersuchungen (z.B. augenärztlich, pädaudiologisch, orthopädisch)

  • Mitbehandlung einleiten und koordinieren

  • Facharztüberweisung

Somatischer Befund
Körpermaβe (z.B. Mikro-/Makrozephalie) Übernahme geeigneter Perzentilen (Korrektur nach Gestationsalter)
Herz/Kreislauf Kolorit, Zyanose, Pulsqualität, -frequenz, Herzgeräusch
Lunge/Atmung Tachydyspnoe, O2-Bedarf, BPD- Hinweis
Magen/Darm Dystrophie, Hepatosplenomegalie, Ikterus Vorstellung in Fachambulanz oder mitbetreuender Klinik
Nieren, Genitalstatus Miktion, Risiken (Nephrokalzinose, Reflux), Testes
Hernien Bruchpforte, Hydrozele
Haut
  • Hämangiome, Hämatome, Pflegezustand

  • Verletzungshinweise

  • Fachspezifische Überweisung an Pädiater, Kinderchirurgen oder Dermatologen mit Erfahrung in der Hämangiomtherapie

  • Diagnostik evtl. Vernachlässigung/Misshandlung

Morphologie Dysmorphien, Dysplasien, Malformationen Klinischer Genetiker
Augen Fixieren, Katarakt, Strabismus, Kontrolle ROP Ophthalmologe, Sinnesfrühförderung
Gehör (z.B. Hörstörung) Hörreaktion, Überprüfung des Hörscreenings (OAE), Qualität des Lautierens Pädaudiologe, Sinnesfrühförderung
Neurologisch-orthopädischer Befund
Zentrales Nervensystem
  • Vigilanz

  • Motorik

  • Muskeltonus

  • Kontaktverhalten, Reagibilität, Schläfrigkeit

  • General movements, Prädiktoren für CP

  • Asymmetrie, Tonuswechsel

  • Hirndruckzeichen

Neuropädiater; gegebenenfalls weitere organspezifische Fachgebiete
  • Gezielter Heilmitteleinsatz

  • Neurochirurgische Mitbehandlung

Peripheres Nervensystem/Muskulatur Reflexstatus; Plexusparesen, Atrophien
Skelettsystem Kontrakturen, Hypoplasien
  • Frühzeitig Neuroorthopäde

  • Beratung zur Prophylaxe der Plagiozephalie

Entwicklungsdiagnostik
Einsetzende motorische und kommunikative Entwicklung des Kindes
  • Beobachtung

  • Erhebung des Entwicklungsstands und elterliche Beratung

  • Spezielle therapeutische Behandlung, pädagogische Förderung, Frühförderung gemäβ den regionalen Gegebenheiten

  • Einleitung therapeutischer Fördermaβnahmen

Prävention
Ernährung
  • Prospektive Ernährungsberatung

  • Gewichtskontrollen

Orientierung an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (9), des Forschungsinstituts für Kinderernährung (10) und des Konsensus-papiers “Empfehlungen zur Säuglingsernährung” (13)
  • Motorische Förderung

  • Exploration/Interaktion

  • Professionelle Beratung zur motorischen Entwicklung

  • Handlingeinweisung

  • Informationen über feinfühlige und umfassende Ansprache der Sinne

  • Verhaltens-/Interaktionsanamnese, -beobachtung und -beratung

  • Beurteilung der Eltern-Kind-Interaktion

Frühförderung gemäβ den regionalen Bedingungen
Alltagsbewältigung/Dauerbelastung
  • Anamnese zur Erfassung von elterlichen Erschöpfungs-symptomen

  • Vermeidung von Chronifizierung der Überlastung/Erschöpfung

  • Entlastende Maβnahmen, Arbeitsteilung, Empfehlungen zur Tagesstruktur

  • Einleitung entlastender Maβnahmen

  • Selbsthilfegruppen

  • Regionale Unterstützungsangebote (ehrenamtliche Hilfen: Gemeindedienst, Groβelterndienste o.Ä.)

  • Haushaltshilfe

  • Einleitung professioneller Maβnahmen des Sozialgesetzbuches und weitere Maβnahmen, z.B.:

    • Familienhilfe, Tagesmutter, betreutes Wohnen

    • Häusliche Kinderkrankenpflege*

    • Casemanagement, sozialmedizinische Nachsorge

    • Leistungen der Pflegekasse

Beziehungs- und Bindungsqualität Psychologische/psychotherapeutische/pädagogische
Beratung
Psychologische/psychotherapeutische/pädagogische Behandlung
Kindeswohl Risikoerfassung (2) Kinderschutznetzwerk

Empfehlungen zur Vorstellung Frühgeborener im Alter von 6 Monaten in kinderärztlicher Praxis/Nachsorgeeinrichtung/SPZ

Tabelle R9-2
Untersuchungsgang Spezifische Symptome, mögliche Instrumente, Konsequenzen Mögliche weiterführende Maβnahmen
Allgemeine Anamnese
  • Elternzufriedenheit

  • Wahrnehmung der kindlichen Entwicklung durch die Eltern

  • Elternzentriertes Anamnese- und Aufklärungsgespräch

  • Erfragen der elterlicher Perspektive

Elterlicher Verarbeitungsprozess
  • Bewältigungsprozess

  • Traumaerfahrung

  • Ängste durch drohende Behinderung des Kindes

  • Emotionale Befindlichkeit der Eltern

Spezifische Anamnese und Beratung Professionelle psychotherapeutische/psychologische Behandlung
  • Ärztliche, psychologische/psychotherapeutische/pädagogische Beratung

  • Professionell geleitete Elterngruppen

  • Regionale Selbsthilfegruppenangebote

Frühkindliche Regulationsprobleme
  • Irritierbarkeit des Kindes

  • Elterliche Responsivität

Störungsspezifische Diagnostik und Beratung
  • Beurteilung der Leitsymptome (z.B. unkomplizierte oder isolierte Regulationsstörung):

  • Exzessives Schreien

  • Schlafstörungen

  • Fütterstörung (organisch und nichtorganisch – mit und ohne Gedeihstörung)

Fachspezifische ambulante/teilstationäre/stationäre Mitbehandlung
  • Psychologen

  • Psychotherapeuten

  • Vorstellung in Spezialsprechstunden

Ernährung/Nahrungsaufnahme
  • Ernährungsanamnese/Verdauung

  • Überprüfung des altersentsprechenden Nahrungsangebots

Aufklärung/Ernährungsberatung
  • Hinweise zur Umstellung auf die Beikost, später optimierte Mischkost

  • Aushändigung eines Ernährungsplans für das 1. Lebensjahr

  • Spezielle Ernährungsberatung bei Frühgeborenen

Fachspezifische Mitbehandlung
  • Mund-Ess-Therapie (z.B. Castillo Morales) (14,15)

  • Sondenernährung

  • Dauersondenlegung/-ernährung

  • Verordnung von Hausbesuchen durch eine Hebamme oder Kinderkrankenschwester zur Unterstützung bei der Beikosteinführung/Nahrungsumstellung

Spezifische Behandlungsanamnese
  • Medikation

  • Heilmittel, pädagogische Maβnahmen

  • Weitere ambulante fachärztliche Untersuchungen (z.B. augenärztlich, pädaudiologisch, orthopädisch)

  • Impfstatus

Überprüfung des Behandlungskonzepts • Mitbehandlung einleiten und koordinieren
  • Veranlassung therapeutischer Maβnahmen, z.B. im Sozialpädiatrischen Zentrum

  • Facharztüberweisung

  • Impfberatung gemäβ STIKO (19)

Somatischer Befund
Körpermaβe (z.B. Mikro-/Makrozephalie)
Übernahme geeigneter Perzentilen (Korrektur nach Gestationsalter), biometrische Kopfmessung bei Plagiozephalus
Herz/Kreislauf Kolorit, Zyanose, Pulsqualität, -frequenz, Herzgeräusch
Lunge/Atmung Tachydyspnoe, Obstruktion, O2-Bedarf, BPD-Hinweis/RSV-Risiko Vorstellung in Fachambulanz oder mitbetreuender Klinik
Magen/Darm Dystrophie, Hepatosplenomegalie, Ikterus
Nieren, Genitalstatus Miktion, Risiken (vorbestehende Nephrokalzinose, Reflux), Testes
Hernien Bruchpforte, Hydrozele
Haut
  • Hämangiome, Hämatome, Pflegezustand

  • Verletzungshinweise

  • Fachspezifische Überweisung an Pädiater, Kinderchirurgen oder Dermatologen mit Erfahrung in der Hämangiomtherapie

  • Diagnostik evtl. Vernachlässigung/Misshandlung

Morphologie Dysmorphien, Dysplasien, Malformationen Klinischer Genetiker
Augen Visueller Kontakt, Augenbewegungsstörung, Strabismus Ophthalmologe, Sinnesfrühförderung
Gehör (z.B. Hörstörung) Akustischer Kontakt, Hörreaktion Pädaudiologe, Sinnesfrühförderung
Neurologisch-orthopädischer Befund
Zentrales Nervensystem
  • Vigilanz

  • Motorik

  • Muskeltonus

  • Kontaktverhalten, Reagibilität

  • Bewegungsmuster, Prädiktoren für CP

  • Asymmetrie, Tonuswechsel

  • Hirndruckzeichen

Neuropädiater, gegebenenfalls weitere organspezifische Fachgebiete
  • Gezielter Heilmitteleinsatz

  • Neurochirurgische Mitbehandlung

Peripheres Nervensystem/Muskulatur Reflexstatus, Atrophien, Kraft
Skelettsystem
  • Hüftdysplasiehinweise

  • Beratung/Handling bei lagebedingtem Plagiozephalus

  • Kinderorthopäde

  • Weiterführende Versorgung und gegebenenfalls Intervention bei Plagiozephalus

Entwicklungsdiagnostischer Befund
Entwicklungsspezifische Anamnese, Beobachtung und Untersuchung Registrierung entwicklungsrelevanter Sinnesleistungen Pädagogische und/oder heilpädagogische Förderung
Kognition Elterliche Beratung
Vorsprachliche Entwicklung Orofaziale Therapie (z.B. Castillo Morales)
Motorische Entwicklung Motorisches Entwicklungsalter (Qualität der Vertikalisie-rungsbestrebung und Lokomotion, Harmonie der Bewegungsübergänge, Handkoordination und Greifmotorik) Physiotherapie
Sozioemotionale Entwicklung
Eltern-Kind-Interaktion und -Kommunikation Beurteilung und Beobachtung der familiären Interaktion/Kommunikation
  • Beurteilungskriterien sind z.B. kindliche Körpersprache (Anspannung, Entspannung, Übererregbarkeit, Teilnahmslosigkeit), Blickkontakt, deutliche/undeutliche Signale, Reaktion auf Signale

  • Beratung bzgl. Kontakte, Handling, Förderung

Spezielle psychologische/psychotherapeutische Behandlung (ambulant/teilstationär/stationär), Frühförderung
Prävention
Ernährung Prospektive Ernährungsberatung Verlaufskontrollen, Gewichtskontrollen
Motorische Förderung
  • Professionelle Beratung zur motorischen Entwicklung

  • Handlingeinweisung, Aufklärung negativer Einflüsse durch Babygeräte wie Babyhopser, Gehfrei u.a.

  • Informationen über Krabbelgruppen, Eltern-Kind-Gruppen, Risiken des Babyschwimmens

  • Besuch von Eltern-Kind-Angeboten

Exploration/Interaktion
  • Verhaltens-/Interaktionsanamnese, -beobachtung und -beratung

  • Beurteilung der Eltern-Kind-Interaktion

  • Frühförderung

Alltagsbewältigung/Dauerbelastung
  • Anamnese zur Erfassung von elterlichen Erschöpfungs-symptomen

  • Vermeidung von Chronifizierung der Überlastung/Erschöpfung

  • Entlastende Maβnahmen, Tagesstruktur

  • Einleitung entlastender Maβnahmen:

    • Kurmaβnahmen

    • Krabbelgruppen/Spielgruppen

    • Selbsthilfegruppen

    • Ehrenamtliche Maβnahmen

    • Regionale Unterstützungsangebote (Gemeinde, Groβelterndienste o.Ä.)

    • Haushaltshilfe

    • Gegebenenfalls weiterführende psychologische Beratung

  • Einleitung professioneller Maβnahmen nach SGB VIII und weitere Maβnahmen:

    • Familienhilfe

    • Sozialpädagogische Familienhilfe

    • Betreutes Wohnen

    • Tagesmutter

    • Häusliche Kinderkrankenpflege

Beziehungs- und Bindungsqualität Psychologische/psychotherapeutische/pädagogische
Beratung
  • Psychologische/psychotherapeutische/pädagogische Behandlung

  • Frühförderung

Kindeswohl Risikoerfassung (2) Kinderschutznetzwerk

Empfehlungen zur Vorstellung Frühgeborener im Alter von 12 Monaten in kinderärztlicher Praxis/Nachsorgeeinrichtung/SPZ

Tabelle R9-3
Untersuchungsgang Spezifische Symptome, mögliche Instrumente, Konsequenzen Mögliche weiterführende Maβnahmen
Allgemeine Anamnese
Elternzufriedenheit Elternzentriertes Anamnesegespräch
Elterlicher Verarbeitungsprozess
  • Bewältigungsprozess

  • Traumaerfahrung

  • Ängste durch drohende Behinderung

    des Kindes

  • Compliance

Spezifische Anamnese und Beratung
  • Professionelle psychotherapeutische/psychologische Behandlung

  • Psychologische/psychotherapeutische/pädagogische Beratung

  • Professionell geleitete Elterngruppen

  • Regionale Selbsthilfegruppenangebote

  • Spezielle psychotherapeutische/psychologische Beratung

  • Familiensituation

  • Soziale Integration

  • Fremdbetreuung

  • Familienzentriertes Anamnesegespräch

  • Erhebung von Belastungsfaktoren

Siehe hierzu unten Rubrik “Prävention”
Selbstregulationsfähigkeit des Kindes
  • Störungsspezifische Diagnostik und Beratung

  • Beispielsweise unkomplizierte, isolierte oder lang andauernde Regulationsstörung

  • Exzessives Schreien

  • Schlafstörung

  • Fütterstörung (organisch oder nichtorganisch, mit oder ohne Gedeihstörung)

  • Vorstellung in Spezialsprechstunden

  • Ambulante/teilstationäre/stationäre Behandlung

Ernährung/Nahrungsaufnahme
Überprüfung des altersentsprechenden Nahrungsangebots und Darreichungsform
Ernährungsberatung
Hinweise zur Umstellung auf die optimierte Mischkost
Spezielle Ernährungsberatung bei Frühgeborenen entsprechend den regionalen Angebotsstrukturen
Spezifische Behandlungsanamnese
  • Medikation

  • Hilfsmittel

  • Heilmittel, pädiatrische Maβnahmen

  • Weitere ambulante fachärztliche Untersuchungen (z.B. augenärztlich, pädaudiologisch, orthopädisch)

  • Impfstatus

Überprüfung des Behandlungskonzepts • Mitbehandlung einleiten und koordinieren
  • Veranlassung therapeutischer Maβnahmen, z.B. im Sozialpädiatrischen Zentrum

  • Facharztüberweisung

  • Impfberatung gemäβ STIKO (19)

Somatischer Befund
Körpermaβe (z.B. Mikro-/Makrozephalie) Übernahme geeigneter Perzentilen (Korrektur nach Gestationsalter)
Lunge/Atmung Obstruktion, Infektanfälligkeit Vorstellung in Fachambulanz oder mitbetreuender Klinik
Magen/Darm Dystrophie, Ernährungsstörung, Obstipation
Genitalstatus Testes
Haut Hämatome, Pflegezustand, Verletzungshinweise Diagnostik evtl. Vernachlässigung/Misshandlung
Morphologie Dysmorphien, Dysplasien, Malformationen Klinischer Genetiker
Augen Differenzierte visuelle Reaktionsfähigkeit, Augenbewegungsstörung, Strabismus Ophthalmologe, Sinnesfrühförderung
Gehör (z.B. Hörstörung) Rezeptive und expressive Sprachentwicklung Pädaudiologische Abklärung bei geringstem Zweifel, Sinnesfrühförderung
Neurologisch-orthopädischer Befund
Zentrales Nervensystem
  • Perzeption

  • Motorik (z.B. CP)

  • Muskeltonus

  • Kontakt- und Spielverhalten, Exploration

  • Bewegungsmuster

  • Asymmetrie, Spastik, Rigor, muskuläre Hypotonie

Neuropädiater; gegebenenfalls weitere organspezifische Fachgebiete • Gezielter Heil- und Hilfsmitteleinsatz
Peripheres Nervensystem/Muskulatur Reflexstatus, Atrophien, Kraft
Skelettsystem Kontrakturen, Hüftdysplasiehinweise Kinderorthopäde
Entwicklungsdiagnostischer Befund
Entwicklungsspezifische Anamnese, Beobachtung und Untersuchung
  • Kognition

  • Kommunikative Entwicklung

  • Motorische Entwicklung

Erhebung des Entwicklungsstandes mittels Entwicklungstests (z.B. MFED, Griffith, Bayley II, evtl. Bayley III) und Sprachentwicklungsuntersuchungen (z.B. ELFRA1), elterliche Beratung
  • Motorisches Entwicklungsalter (Qualität der Vertikalisie-rungsbestrebung und Lokomotion, Harmonie der Bewegungsübergänge, Handkoordination und Greifmotorik)

Pädagogische und/oder heilpädagogische Förderung
  • Orofaziale Therapie

  • Physiotherapie

Sozioemotionale Entwicklung
Eltern-Kind-Interaktion und -Kommunikation
  • Interaktions-/Kommunikationsanamnese und -beobachtung

  • Spiel-/Verhaltensbeobachtung

  • Beobachtung der Kontaktaufnahme

  • Spezielle psychologische/psychotherapeutische/pädagogische Behandlung

  • Frühförderung

Prävention
Ernährung
  • Prospektive Ernährungsberatung

  • Umstellung auf Mischkost und ihre orofazialen Auswirkungen

Kindliche Entwicklung und Förderung
  • Exploration/Interaktion/Spielverhalten

  • Handlungsausdauer

  • Motorische Förderung

  • Visuelle, akustische, sprachliche Förderung

  • Beurteilung der Eltern-Kind-Interaktion

  • Verhaltensanamnese und gegebenenfalls Beobachtung

  • Aufklärung, Beratung über altersangemessene Spielangebote und Interaktionen

  • Beratung zu motorischen Spiel- und Förderangeboten

  • Aufklärung negativer Einflüsse durch Babygeräte wie Babyhopser, Gehfrei u.a.

  • Fachspezifische Beratung

  • Beratung zur Förderung der Sprachentwicklung

  • Frühförderung

  • Kinderkrippe (als Integrations-/Inklusionsmaβ-nahme) als Option einer adäquaten psychosozialen und sprachlichen Förderung

  • Beratung zu negativen Einflüssen des TV-Konsums und anderen nicht altersgerechten visuellen und akustischen Reizen etc.

  • Besuch von Eltern-Kind-Gruppen

Alltagsbewältigung/Dauerbelastung
  • Anamnese zur Erfassung von elterlichen Erschöpfungssymptomen

  • Beratung über entlastende Maβnahmen und Tagesstruktur

  • Einleitung entlastender Maβnahmen:

    • Kurmaβnahmen

    • Krabbelgruppen/Spielgruppen

    • Selbsthilfegruppen

    • Ehrenamtliche Maβnahmen

    • Regionale Unterstützungsangebote (Gemeinde, Groβelterndienste o.Ä.)

    • Haushaltshilfe

  • Gegebenenfalls werterführende psychologische Beratung Einleitung professioneller Maβnahmen nach SGB VIII und weitere Maβnahmen:

    • Familienhilfe

    • Sozialpädagogische Familienhilfe

    • Betreutes Wohnen

    • Tagesmutter

    • Häusliche Kinderkrankenpflege

Beziehungs- und Bindungsqualität
  • Beziehungs- und bindungsspezifische Anamnese

  • Psychologische/psychotherapeutische/pädagogische Beratung

Einleitung weiterer Maβnahmen, Abstimmung mit bereits bestehenden Interventions- und Fördermaβnahmen
Kindeswohl Risikoerfassung (2) Kinderschutznetzwerk

Empfehlungen zur Vorstellung Frühgeborener im Alter von 2 Jahren in kinderärztlicher Praxis/Nachsorgeeinrichtung/SPZ

Tabelle R9-4
Untersuchungsgang Spezifische Symptome, mögliche Instrumente, Konsequenzen Mögliche weiterführende Maβnahmen
Allgemeine Anamnese
  • Elternzufriedenheit/Wahrnehmung der kindlichen Entwicklung

  • Schlaf-wach-Rhythmus

  • Ernährung/Nahrungsaufnahme

  • Eltern-Kind-Interaktion

  • Familiäre Situation (Belastung, Ressourcen)

  • Qualität der Interaktion mit externen Helfern

  • Facharztbesuche

  • Laufende Therapien

  • Interkurrente Erkrankungen

  • Impfstatus

Aufklärung und Beratung
  • Regulationsstörungen – spezielle Behandlung

  • Gegebenenfalls Spezialambulanz

  • Spezifische Beratung und Behandlung bei Ess-/Fütterstörung

  • Anbindung der Familie an Maβnahmen des öffentlichen Gesundheitsdienstes, gezielte Entlastungsmaβnahmen (Familienhilfen, Frühförderung u.a.)

  • Ergänzung gemäβ STIKO (19)

Somatischer Befund
Körpermaβe (z.B. Minderwuchs) Kinderendokrinologe
Lunge/Atmung (z.B. BPD, Obstruktive Bronchitis) Kinderpulmonologe – BPD Spezifische Maβnahmen im Rahmen des Fachgebiets
Magen/Darm (z.B. Dystrophie) Kindergastroenterologe
Morphologie Klinischer Genetiker
Augen (z.B. Sehstörung, Strabismus) Ophthalmologe
Gehör (z.B. Hörstörung) Pädaudiologe
Neurologisch-orthopädischer Befund
Zentrales Nervensystem
  • Vigilanz

  • Motorik (z.B. CP)

  • Muskeltonus

Neuropädiater, Kinderorthopäde
  • Physiotherapie, Ergotherapie, spezifische Therapien (z.B. Botulinumtoxin)

  • CP-Netzwerk

Peripheres Nervensystem
Skelettsystem (z.B. Kontrakturen, Hüftdysplasie) Neuropädiater, Kinderorthopäde Orthesenversorgung, Hilfsmittel
Entwicklungsdiagnostik
  • Spezielle Anamnese, Beobachtung und Untersuchung

  • Motorischer Entwicklungsstand

  • Meilensteine

  • Kognition/Spielentwicklung

  • Sprache (rezeptiv – expressiv)

  • Interaktion

  • Verhalten

  • Selbstständigkeit

  • Beispielsweise ELFRA II, ELAN

  • Bayley II, evtl. Bayley III gemäβ G-BA

  • Kombinierte Diagnostik bei spezifischen Auffälligkeiten, z.B. ELFRA II, SETK 2

  • Pädagogische und/oder heilpädagogische Förderung

  • Physiotherapie

  • Ergotherapie

  • Logopädie, Orofaziale Therapie, spezielle Elternanleitung, z.B. Heidelberger Elterntraining

  • Psychologische, pädagogische Beratung und/oder Intervention, Frühförderung

Prävention
  • Elternbefindlichkeit

  • Sensomotorische Entwicklung

  • Umgang mit Medien

  • Sprach- und Spielentwicklung

  • Soziale Entwicklung

Aufklärung und Beratung
  • Psychotherapeutische Intervention z.B. professionell geleitete Elterngruppen

  • Pädagogische/heilpädagogische Fördermaβnahmen einleiten

  • Kinderkrippe (als Integrationsmaβnahme) als Option einer adäquaten psychosozialen und sprachlichen Förderung

  • Kindergartenanbahnung

Ernährung Ernährungsberatung und Hinweise zu Kariesprophylaxe, Zahnhygiene und Schnuller Zahnarztbesuche empfehlen
Impfungen Impfberatung Gemäβ STIKO (19)
Kindeswohl Risikoerfassung (2) Kinderschutznetzwerk

Empfehlungen zur Vorstellung Frühgeborener im Alter von 3 Jahren in kinderärztlicher Praxis/Nachsorgeeinrichtung/SPZ

Tabelle R9-5
Untersuchungsgang Spezifische Symptome, mögliche Instrumente, Konsequenzen Mögliche weiterführende Maβnahmen
Allgemeine Anamnese
  • Elternzufriedenheit/Wahrnehmung der kindlichen Entwicklung

  • Schlaf-Wach-Rhythmus

  • Ernährung

  • Eltern-Kind-Interaktion

  • Familiäre Situation (Belastung, Ressourcen)

Aufklärung und Beratung
  • Spezifische Beratung und Behandlung bei Ess-/Fütterstörung

  • Anbindung der Familie an Maβnahmen des öffentlichen Gesundheitsdienstes, gezielte Entlastungsmaβnahmen (Familienhilfen, Frühförderung u.a.)

  • Psychologische Beratung und/oder Intervention

  • Qualität der Interaktion mit externen Helfern

  • Kindergarten

  • Facharztbesuche

  • Laufende Therapien

  • Interkurrente Erkrankungen

Somatischer Befund
Körpermaβe (z.B. Minderwuchs) Kinderendokrinologe Spezifische Maβnahmen im Rahmen des Fachgebiets
Lunge/Atmung (z.B. BPD, Obstruktive Bronchitis) Kinderpulmonologe – BPD
Magen/Darm (z.B. Dystrophie) Kindergastroenterologe
Morphologie Klinischer Genetiker
Augen (z.B. Sehstörung, Strabismus) Ophthalmologe
Gehör (z.B. Hörstörung) Pädaudiologe
Neurologisch-orthopädischer Befund
Zentrales Nervensystem
  • Vigilanz

  • Motorik (z.B. CP)

  • Muskeltonus

Neuropädiater, Kinderorthopäde
  • Physiotherapie, Ergotherapie, spezifische Therapien (z.B. Botulinumtoxin, Baclofen intrathekal) (6)

  • CP-Netzwerk

Peripheres Nervensystem Klassifizierung des Schweregrads der CP nach GMFCS (12)
Skelettsystem (z.B. Kontrakturen, Hüftdysplasie) Neuropädiater, Kinderorthopäde Orthesenversorgung, Hilfsmittel
Entwicklungsdiagnostik
  • Spezielle Anamnese, Beobachtung und Untersuchung

  • Motorischer Entwicklungsstand

  • Meilensteine

  • Kognition/Spielentwicklung

  • Sprache (rezeptiv – expressiv)

  • Interaktion

  • Verhalten

  • Selbstständigkeit

  • Entwicklungstest bei zuvor festgestellten Entwicklungsauffälligkeiten, z.B. mit Bayley II, evtl. Bayley III oder K-ABC, SON-R

  • Beispielsweise SETK 3-5

  • Beispielsweise VBV, CBCL

  • Pädagogische und/oder heilpädagogische Förderung

  • Psychomotorik, Physiotherapie

  • Ergotherapie

  • Logopädie, Orofaziale Therapie, Elterntraining, Beratung über Möglichkeiten der “Unterstützten Kommunikation”

  • Psychologische, pädagogische Beratung und/oder Intervention, Frühförderung

  • Kindergarten (Integration/Inklusion) entsprechend der regionalen Angebotsstruktur

Prävention
Elternbefindlichkeit Aufklärung und Beratung Psychotherapeutische Intervention z.B. professionell geleitete Elterngruppen
Sensomotorische Entwicklung Gegebenenfalls pädagogische/heilpädagogische Fördermaβnahmen einleiten
Umgang mit Medien
Sprach- und Spielentwicklung
Soziale Entwicklung
Ernährung Ernährungsberatung und Hinweise zu Kariesprophylaxe, Zahnhygiene und Schnuller Zahnarztbesuche empfehlen
Kindeswohl Risikoerfassung (2) Kinderschutznetzwerk

Empfehlungen zur Vorstellung Frühgeborener im Alter von 5 Jahren in kinderärztlicher Praxis/Nachsorgeeinrichtung/SPZ

Tabelle R9-6
Untersuchungsgang Spezifische Symptome, mögliche Instrumente, Konsequenzen Mögliche weiterführende Maβnahmen
Allgemeine Anamnese
  • Elternzufriedenheit/Wahrnehmung der kindlichen Entwicklung

  • Soziale Beziehungen

  • Kindergarten

  • Eltern-Kind-Interaktion

  • Familiäre Situation (Belastung, Ressourcen)

Aufklärung und Beratung
  • Spezifische Beratung und Behandlung, z.B. Interaktionsstörung

  • Psychologische Beratung und/oder Intervention

  • Qualität der Interaktion mit externen Helfern

  • Facharztbesuche

  • Laufende Therapien

  • Interkurrente Erkrankungen

Somatischer Befund
Körpermaβe (z.B. Minderwuchs) Pädiatrischer Endokrinologe Evaluation der Indikation einer möglichen Wachstumshormonbehandlung, falls nicht zuvor indiziert und eingeleitet
Interner Status Spezifische Behandlungen im Rahmen des Fachgebiets
Augen
HNO
Ophthalmologe
Neurologisch-orthopädischer Befund
Zentrales Nervensystem
  • Vigilanz

  • Motorik (z.B. CP)

  • Muskeltonus

  • Physiotherapie, Ergotherapie

  • Spezifische Therapien (z.B. Botulinumtoxin, Baclofen intrathekal) (6)

Peripheres Nervensystem Neuropädiater, Kinderorthopäde
  • CP-Netzwerk

  • Klassifizierung des Schweregrads der CP nach GMFCS (12)

Skelettsystem (z.B. Kontrakturen, Hüftdysplasie) Neuropädiater, Kinderorthopäde Orthesenversorgung, Hilfsmittel
Entwicklungsdiagnostik
  • Spezielle Anamnese, Beobachtung und Untersuchung

  • Motorischer Entwicklungsstand

  • Kognitive Entwicklung

  • Schullaufbahnberatung

  • Sprache (rezeptiv – expressiv)

  • Interaktion

  • Verhalten

  • Selbstständigkeit

  • M-ABC

  • Beispielsweise K-ABC, WPPSI-III

  • Beispielsweise SETK 3-5

  • Beispielsweise VBV, CBCL, SDQ, DISYPS FBB-ADHS-V

  • Psychomotorik, Physiotherapie, Ergotherapie

  • Psychologische Diagnostik und Beratung

  • Logopädie, Orofaziale Therapie, Beratung über Möglichkeiten der “Unterstützten Kommunikation”

  • Verhaltenstherapeutisch orientierte Gruppentherapie

  • Psychologische, (heil-)pädagogische Beratung und/oder Intervention

Prävention
  • Elternbefindlichkeit

  • Sensomotorische Entwicklung, z.B. Sportverein

  • Umgang mit Medien

  • Sprach- und Spielentwicklung

  • Prosoziale Entwicklung, Autonomie

Aufklärung und Beratung
  • Psychotherapeutische Intervention z.B. professionell geleitete Elterngruppen

  • Gegebenenfalls pädagogische/heilpädagogische Fördermaβnahmen einleiten

Ernährung Ernährungsberatung und Hinweise zu Kariesprophylaxe, Zahnhygiene Gegebenenfalls Zahnarztbesuche empfehlen
Kindeswohl Risikoerfassung (2) Kinderschutznetzwerk

Sozialpädiatrische Nachsorge extrem unreifer Frühgeborener mit einem Geburtsgewicht unter 1000 Gramm (S2k)

M. Schulz

EINLEITUNG

Die Fortschritte in der Geburtshilfe und Neonatologie der letzten drei Jahrzehnte haben dazu geführt, dass die Mortalität von Frühgeborenen mit extrem niedrigen Geburtsgewicht < 1000 g bzw. mit extremer Unreife < 28 Schwangerschaftswochen (SSW) kontinuierlich abgenommen hat. Während noch Ende der 1970er-Jahre die Überlebensraten unter 30% lagen, stiegen sie auf über 70% in den 1990er-Jahren und liegen heute bei fast 80% (bib20, bib23).
Mit dem Rückgang der Mortalität wuchs die Sorge, dass gleichzeitig ein Anstieg der Langzeitmorbidität, insbesondere in Bezug auf die neurologische Entwicklung auftreten könnte. Insbesondere bei den ehemaligen Frühgeborenen mit einem Gestationsalter < 26 SSW und noch mehr bei den Frühgeborenen an der Grenze der Lebensfähigkeit (< 24 SSW) besteht ein hohes Risiko einschneidender Behinderungen. Die Diagnosen der infantilen Zerebralparese und der geistigen Behinderung als die beiden häufigsten Formen der Behinderung treten mit einer Häufigkeit von 8–15% bzw. 10–25% bei Kindern < 28 SSW auf. Hochgradige Seh- und Hörstörungen erwartet man in dieser Reifeklasse bei je 1–3%. Mit zunehmender Unreife steigt auch das Risiko des Auftretens somatischer, kognitiver und psychosozialer Störungen (5, 16, 17, 21, 22).
Aber nicht nur die häufigen schwerwiegenden Folgen der extremen Frühgeburtlichkeit sollen erkannt und behandelt werden. Auch auf kognitive Teilleistungsstörungen und auf seltenere Komplikationen mit somatischen Folgen soll in der Nachsorgeuntersuchung geachtet werden. Besondere Aufmerksamkeit wird in zunehmendem Maße den Interaktionsstörungen zwischen den ehemaligen Frühgeborenen und ihren Eltern und den Verhaltensauffälligkeiten der Kinder gewidmet.
Entwicklungsneurologische und psychologische Nachuntersuchungen der extrem unreifen Frühgeborenen sind notwendig, um sowohl die motorischen und sensorischen als auch die kognitiven und psychischen Auffälligkeiten möglichst früh und umfassend zu erkennen, damit rechtzeitig geeignete Fördermaßnahmen eingeleitet werden. Die vorliegende Leitlinie richtet sich auf die Versorgung der extrem unreifen Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht von unter 1000 Gramm, ist aber auch für die reiferen, aber kompliziert erkrankten und daher mit Risikofaktoren behafteten Kinder zu empfehlen. Bis zur Veröffentlichung weiterer ergänzender Leitlinien für die Frühgeborenen-Nachsorgeuntersuchungen spezifischer Patientengruppen eignen sich die vorliegenden Leitlinien ebenso für frühgeborene Kinder mit weitgehend unkomplizierten Diagnosestellungen in der Neonatalzeit, um mögliche Entwicklungsrisiken und spätere Auffälligkeiten frühzeitig identifizieren zu können.
Die Leitlinie richtet sich an alle mit der Nachsorge betrauten Ärzte, also an die niedergelassenen Kinder- und Jugendärzte und Kinder- und Jugendärzte in den Kliniken und den Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ). Ziel der Leitlinie soll die Vernetzung von Kompetenz zum Wohle der frühgeborenen Kinder unter der Führung der verantwortlichen niedergelassenen Pädiater sein. Die SPZ oder entsprechend qualifizierte Einrichtungen sollen hierzu ihre speziellen Ressourcen und Erfahrungen in Entwicklungsneurologie und -psychologie sowie hinsichtlich Diagnostik und Therapieplanung beitragen.

Hinweis zur Benutzung der Leitlinie

Der tabellarische Aufbau der Leitlinie umfasst 6 Altersstufen:
  • Erstvorstellung

  • 6 Monate

  • 12 Monate

  • 2 Jahre

  • 3 Jahre

  • 5 Jahre

Die Terminierung ist abhängig von regionalen Gegebenheiten (s. Abschnitt „Nachsorgeuntersuchung mit 5 Jahren“).
Er gliedert sich jeweils in den altersspezifischen „Untersuchungsgang” (Anamnese, Befund, Prävention) verbunden mit jeweils dazugehörigen „Symptomen, Instrumenten zur Erfassung und empfohlenen Konsequenzen” sowie „weiterführenden Maßnahmen”. Auf diese Weise soll es den Nachuntersuchern möglich gemacht werden, einen schnellen Überblick über die altersspezifische Problematik und die notwendigen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen zu erhalten.

ERSTUNTERSUCHUNG IN DER KINDERÄRZTLICHEN PRAXIS

Die vorliegende tabellarische Darstellung ist als Empfehlung gedacht und hat zum Ziel, durch eine strukturierte Anamneseerhebung und Untersuchung, Diagnostik- und Dokumentationsmöglichkeiten der Frühgeborenen-Nachsorgeuntersuchung aufzuzeigen.
Bei der Erstvorstellung der Eltern mit ihrem frühgeborenen Kind soll neben einer ersten körperlichen Untersuchung besonders die Wahrnehmung des elterlichen Anpassungsprozesses an die neue Lebenssituation und die Beobachtung der kindlichen Reaktionen im Fokus stehen. Eine früh einsetzende Unterstützung der Eltern und gegebenenfalls eine Intervention können präventiv wirksam sein (18). Insbesondere sind die Kooperation mit anderen Fachdisziplinen, die Information der Eltern und die Einleitung erster Fördermaßnahmen von Bedeutung. Maßnahmen, die nachfolgend mit * versehen sind, können bereits im Rahmen des Entlassungsmanagements der primär behandelnden Klinik eingeleitet oder koordiniert werden.
Die „Überleitung in eine strukturierte entwicklungsneurologische, diagnostische und gegebenenfalls therapeutische Betreuung (z.B. in Sozialpädiatrische Zentren) unter Einbeziehung aller an der Versorgung Beteiligten” wird durch die geplante G-BA-Richtlinie „Maßnahmen zur Qualitätssicherung der Versorgung von Früh- und Reifgeborenen” geregelt und ermöglicht eine Terminvereinbarung bereits vor der Entlassung aus der stationären Behandlung.
Eine Überleitung und Übergabe eines extrem Frühgeborenen durch die primär behandelnde neonatologische Klinik an die nachsorgenden Ärzte ist essenziell und sollte möglichst bereits während des stationären Aufenthalts oder bei der Erstvorstellung in der Nachsorgeeinrichtung im persönlichen Kontakt erfolgen (Tab. R9-1).

NACHSORGEUNTERSUCHUNG MIT 6 LEBENSMONATEN

Analog zur Erstuntersuchung finden sich bei den Empfehlungen für die 6-Monats-Nachsorgeuntersuchung die Schwerpunkte Anamnese, spezielle Befunde, sozioemotionale Entwicklung und präventive Aspekte wieder (Tab. R9-2). Eine Differenzierung transitorischer Symptome von persistierenden Befunden ist nun deutlicher erfassbar. Neben der somatischen und der entwicklungsneurologischen Untersuchung soll die Beurteilung der Hör- und Sehfähigkeit erfolgen.
Entsprechend den regionalen Gegebenheiten sollte eine multiprofessionelle Betreuung durch unterschiedliche Disziplinen und Einrichtungen erfolgen, um das Kind in der körperlichen, kognitiven und seelischen Entwicklung sowie auch seine Familie zu unterstützen.

NACHSORGEUNTERSUCHUNG MIT 12 LEBENSMONATEN

Mit dem Erreichen des 2. Lebensjahres sollen notwendige therapeutische Maßnahmen eingeleitet sein (Tab. R9-3). Eine kontinuierliche Anpassung bestehender und gegebenenfalls ergänzender Fördermaßnahmen an den Entwicklungsprozess des Frühgeborenen soll unter Berücksichtigung der kind- und familienzentrierten Bedürfnisse reflektiert werden.
Wenn die Bewältigung der alltäglichen Lebens- und Versorgungssituation wie Ernährung, Pflege und Interaktion eine fortwährende Belastung der Eltern darstellen, sollten entsprechende Hilfen angeboten werden.

NACHSORGEUNTERSUCHUNG MIT 2 JAHREN

Zusätzlich zu den Bereichen der somatischen, entwicklungsneurologischen und sprachlichen Beurteilung spielt in der Altersgruppe der korrigiert Zweijährigen die Beratung über den Einsatz von Medien und die Beratung zur Betreuung durch andere Personen (z.B. durch Großeltern, Tagesmütter, Kinderkrippe) eine bedeutsame Rolle. Der Sprachentwicklung kommt hinsichtlich der kognitiven Entwicklung eine hohe Relevanz zu. Zur aussagekräftigen Beurteilung sollen Testverfahren eingesetzt werden, die die erforderlichen Testgütekriterien erfüllen (Tab. R9-4). Die Untersucher benötigen eine entsprechende Ausbildung.

NACHSORGEUNTERSUCHUNG MIT 3 JAHREN

Auch wenn im Alter von korrigiert 3 Lebensjahren offensichtliche Probleme bereits diagnostiziert oder ausgeschlossen werden konnten, ist eine erneute ausführliche Anamnese und Diagnostik wichtig (Tab. R9-5). In den Fokus rücken nun zunehmend die sprachliche und die kognitive Entwicklung, deren Problematik oft erst jetzt deutlich wird, sowie die wirksame Begleitung einer dem Entwicklungsprofil des Kindes gemäßen Eingliederung, z.B. in den Kindergarten. Notwendige Fördermaßnahmen sollten eingeleitet und auf ihre individuelle Wirksamkeit überprüft werden.

NACHSORGEUNTERSUCHUNG MIT 5 JAHREN

Entsprechend der Persönlichkeit, den Fähigkeiten und gegebenenfalls den Einschränkungen des Kindes ist nun die schulische Perspektive zu entwerfen (Tab. R9-6). Die „5-Jahres-Untersuchung” soll unter Berücksichtigung der regionalen Bedingungen und der Möglichkeiten der Inklusion rechtzeitig vor der Einschulung erfolgen, um frühzeitig Unterstützungsbedarfe festzustellen. Dementsprechend vielfältig und individuell soll die Analyse von Sprache, Kognition, Verhalten und sozialer Kompetenz sein. Standardisierte neuropsychologische Tests können für die Entscheidungsfindung eine wichtige Hilfe sein. Sie sind auch Grundlage für die Ermittlung des erforderlichen Therapiebedarfs. Besonderes Augenmerk sollte in dieser Phase auf die emotionale Entwicklung, auf psychische Befindlichkeit und Stabilität wie auch das Sozialverhalten des Kindes gelegt werden. Bezüglich der motorischen Entwicklung gilt die besondere Beachtung den fein- und graphomotorischen Fähigkeiten.
Mitglieder der Leitliniengruppe
Christoph Hertzberg, Berlin (DGSPJ); Claudia Roll, Datteln (DGNPI); Wolfgang Voss, Hannover; Michael Wachtendorf, Hannover (DGSPJ); Anette Weißbrodt, Kassel (Bundesverband „Das frühgeborene Kind e. V.“, EFCNI); Bernd Wilken, Kassel (DGSPJ, DGKJ)
Beteiligte Gesellschaften und Institutionen
  • Berufsverband Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ)

  • Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP)

  • Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)

  • Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin (GNPI)

  • Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ)

  • Bundesverband „Das frühgeborene Kind” e.V.

  • European Foundation for the Care of Newborn Infants (EFCNI)

Erstellungsdatum: 11/2013
Nächste Überprüfung geplant: 11/2017

LITERATUR

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2

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3

AWMF-Leitlinie Prävention und Therapie der bronchopulmonalen Dysplasie Frühgeborener http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/024-014_S2_Praevention_und_Therapie_der_bronchopulmonalen_Dysplasie_Fruehgeborener_06-2009_06-2014_01.pdf 2009 (04.03.2013)

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AWMF-Leitlinie Prophylaxe von schweren RSV-Erkrankungen bei Risikokindern mit Palivizumab http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/048-012l_S2k_Prophylaxe_von_schweren_RSV-Erkrankungen_bei_Risikokindern_07-2012-12-2016.pdf 2012 (20.11.2012)

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Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V., ed. Überwachung der Atemfrequenz bei ehemaligen Frühgeborenen (<28Schwangerschaftswochen) im Rahmen der Grundimmunisierung. Stellungnahme http://www.gnpi.de/pdf/IK_SN_Apnoen_Endversion_250708.pdf.2008 (20.11.2012).

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Deutsche Gesellschaft für Ernährung, ed. Aktuelle Ernährungsempfehlungen aus der S3-Leitlinie Allergieprävention http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=932 (01.10.2012).

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Forschungsinstitut für Kinderernährung, ed. Ernährungsplan für das erste Lebensjahr http://www.fke-do.de/content.php?seite=seiten/inhalt.php&details=60 (01.10.2012).

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