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B978-3-437-42836-4.00038-2

10.1016/B978-3-437-42836-4.00038-2

978-3-437-42836-4

Abb. 38.1

[G577]

Einteilung Pilze nach Wachstum

Abb. 38.2

[L231]

Septierte (a) und coenozytische (b) Hyphen

Pilze

Krankheiten, die von Pilzen verursacht werden, bezeichnet man als MykosenMykosenPilze. Gegen Pilze kann sich das Immunsystem aber i. d. R. sehr gut zur Wehr setzen, sodass es, wenn überhaupt, nur zu lokalen Infektionen (z. B. „Fußpilz“) kommt. Ist das Immunsystem dagegen geschwächt, können Pilze dem Körper auch stärker zusetzen. Es kommt zu einer systemischen Infektion, die tödlich enden kann. Da der Pilz dabei eine sich bietende Gelegenheit (die Schwächung des Immunsystems) nutzt, spricht man auch von einer opportunistischen Infektion.

Aufbau

Pilze gehören zu den Eukaryonten, besitzen also einen Zellkern (und auch Mitochondrien). Auch wenn man einige aufgrund ihrer Erscheinung den Pflanzen zuordnen möchte, können sie keine Photosynthese betreiben, sind heterotrophe Organismen und bilden innerhalb der Eukaryonten neben Tieren und Pflanzen ein eigenes Reich.

Pilze besitzen neben einer Zellmembran auch eine Zellwand aus Polysacchariden (unter anderem Chitin). Die Zellmembran enthält anstelle von Cholesterin ein verwandtes Lipid namens Ergosterin.

Beide Strukturen können im Rahmen einer antimykotischen Therapie als Ziele fungieren.

Systematik

Pilze werden aufgrund ihrer Morphologie u. a. in Faden- und Sprosspilze unterteilt (Abb. 38.1).
FadenFadenpilzepilzeVielzellige Pilze, die aus mehreren Zellfäden bestehen, heißen Fadenpilze. Die Zellfäden werden dabei als Hyphen und das ganze Gebilde als Myzel bezeichnet. Sind die Hyphen durch Zellwände getrennt (die allerdings über große Poren verfügen), spricht man von septierten Hyphen. Fehlen die Septen und das Zytoplasma erstreckt sich ununterbrochen über das gesamte Myzel, ist von coenozytischen Hyphen die Rede (Abb. 38.2).
Viele Fadenpilze bilden zur Vermehrung Sporen, von denen manche über einen haploiden und andere über einen diploiden Chromosomensatz verfügen. Die Vermehrung erfolgt also entweder geschlechtlich oder ungeschlechtlich.
Als wichtiges Beispiel für Fadenpilze solltet ihr euch die Aspergillen (Singular: Aspergillus), eine Gattung der Schimmelpilze, einprägen.
SprossSprosspilzepilzeBei den Sprosspilzen handelt es sich um Einzeller. Diese vermehren sich durch Sprossung. Dabei stülpt sich die Tochterzelle aus der Ursprungszelle aus und schnürt sich ab. Schnürt sich die Zelle nicht vollständig ab, bleibt eine Verbindung bestehen. Das entstehende Gebilde sieht den Fadenpilzen ähnlich, weshalb man es als Pseudomyzel bezeichnet. Zu den Sprosspilzen gehören u. a. die Hefen, von denen ihr euch Candida albicans als humanpathogenen Vertreter merken solltet.

Zusammenfassung

  • Pilze sind Eukaryonten. Einige Arten verursachen Mykosen.

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