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B978-3-437-26803-8.00020-8

10.1016/B978-3-437-26803-8.00020-8

978-3-437-26803-8

Abb. 20.1

[T077]

Entwicklung des KeimentwicklungKeimes von der Zygote über das Zweizellenstadium bis zur Blastozyste.

Abb. 20.2

[E581]

Übersicht über die EmbryonalentwicklungEmbryonalentwicklungEmbryonalentwicklung. Nach nur acht Wochen hat der Embryo eindeutig menschliche Züge. Noch komplizierter sind die von außen nicht sichtbaren Vorgänge – innerhalb weniger Wochen werden alle wichtigen Organsysteme angelegt. SSL = Scheitel-Steiß-Länge.

Abb. 20.3

EmbryoEmbryo:4.SSW am 26. Entwicklungstag (4. SSW p. c.). Das Neuralrohr ist schon geschlossen, Herzanlage, Lungenknospen und Darmanlage vorhanden.

Abb. 20.5

Einnistung der BlastozysteBlastozyste:Einnistung und Ausbildung von Amnionhöhle, Dottersack und Chorionhöhle. Schon zehn Tage nach der Befruchtung (p. c. = post conceptionem) ist die Schleimhaut wieder geschlossen.

Abb. 20.4

[E337]

5½ Wochen alter EmbryoEmbryo:5.SSW. Bei dem in Wirklichkeit nur etwa 1 cm großen Embryo zeichnen sich bereits die Finger ab!

Abb. 20.6

Entwicklung des Embryos bzw. FetusFetus:Entwicklung und der PlazentaentwicklungPlazentaentwicklungPlazenta.

Abb. 20.7

Aufbau der Plazenta:AufbauPlazenta. Oben: Übersicht, unten im Detail. Die kindlichen Gefäße treten (hier von unten) in die Plazenta ein. Die mütterlichen Gefäße münden (hier von oben) in den Zwischenzottenraum.

Abb. 20.8

[E745]

Ca. elf Wochen alter FetusFetus:Entwicklung. Der Fetus beginnt, Fruchtwasser zu trinken, Urin auszuscheiden und sich zu bewegen.

Abb. 20.9

Links schematische Darstellung des fetalen Blutkreislaufs. Kreislauf:fetalerNährstoff- und sauerstoffreiches Blut fließt über die Nabelvene zum rechten Vorhof des Kindes. Der größere Anteil gelangt durch das Foramen ovale in den linken Vorhof, von dort in die linke Kammer und in den Körperkreislauf. Der übrige Teil erreicht über die rechte Kammer den Truncus pulmonalis. Da das Lungengewebe noch kaum durchblutet wird, fließt das Blut vom Truncus pulmonalis hauptsächlich über den Ductus arteriosus Botalli in die Aorta.

Rechts Umstellung des Blutkreislauf:Geburt, UmstellungBlutkreislaufs nach der Geburt (Nabelschnur abgebunden). Mit dem ersten Atemzug füllt sich die Lunge mit Luft. Die veränderten Druckverhältnisse schließen das Foramen ovale und den Ductus arteriosus Botalli. Die Nabelschnurgefäße ziehen sich zusammen und thrombosieren, der Ductus venosus Arantii wird zu einem bindegewebigen Strang, dem Lig. venosum der Leber. Die genannten Verschlüsse sind zunächst nur funktionell. Erst nach Wochen bis Monaten verschließen sich die Umgehungen auch anatomisch.

Abb. 20.10

Gebärmutter:Wachstum in der SchwangerschaftGebärmutterwachstum. Der höchste Stand wird in der 36. SSW erreicht. Danach senkt sich die Gebärmutter wieder etwas, weil der vorangehende Kindsteil in das kleine Becken der Mutter eintritt.

Abb. 20.11

[J787]

SchwangerschaftsbedingteSchwangerschaft:Veränderungen des mütterlichen Organismus Veränderungen des mütterlichen Organismus.

Abb. 20.12

[E745]

Etwa 17 Wochen alter FetusFetus:17. SSW. Der Fetus sieht fast aus wie ein schlafendes Baby.

Abb. 20.13

[T192]

Unauffälliges Sonografiebild eines EmbryosEmbryo:Sonografiebild in der zwölften Schwangerschaftswoche beim ersten Ultraschallscreening. Scheitel-Steiß-Länge = SSL = 4,9 cm (zwischen den +).

Abb. 20.14

Links Aufdehnung des Gebärmutterhals, EröffnungsperiodeGebärmutterhalses während der Eröffnungsperiode. Das Fortschreiten der Geburt erkennt man am Weiterwerden des Muttermundes. Rechts: Das Kind tritt mit dem Kopf in den Geburtskanal ein.

Abb. 20.15

Eintritt des Kindes in der EröffnungsphaseEröffnungsphase, Geburt:Eintritt des Kindes und Durchtritt des Kindes durch den Geburtskanal in der Austreibungsphase bei der vorderen Hinterhauptlage.

Abb. 20.16

Die sechs Stadien der normal verlaufenden AustreibungsphaseAustreibungsphase:Geburt.

Abb. 20.17

LageanomalienGeburt:Lageanomalie. Bei der BeckenendlageBeckenendlage ist eine vaginale Geburt prinzipiell möglich, aber mit höherem Risiko verbunden. Quer- und Schräglage zwingen zum Kaiserschnitt.

Abb. 20.18

[J787]

Plazenta nach der Geburt. Die Plazenta:NachgeburtPlazenta wird von der mütterlichen und von der kindlichen Seite (hier im Bild) auf Vollständigkeit geprüft.

Abb. 20.19

[J787]

Geschafft! Jetzt dürfen sich Mutter und Kind erholen und kennenlernen.

Abb. 20.20

UterusrückbildungUterusrückbildung und Wochenfluss.

Abb. 20.21

Hormonelle Steuerung der BrustdrüsenentwicklungBrustdrüsenentwicklung, der MilchbildungMilchbildung und der MilchentleerungMilchentleerungMilchentleerung.

Tabellarische Darstellung der Entwicklungsschritte während der FetalperiodeFetalperiode:Entwicklungsschritte.

Tab. 20.1
Schwangerschaftswoche (p.m.) Größe in cm Gewicht in g Merkmale
Ende 12.  9 10–45
  • Alle Organe sind angelegt

  • Die Gesichtsentwicklung ist weitgehend abgeschlossen

Ende 16. 16 60–200
  • Die Plazenta produziert jetzt genügend Progesteron, um die Schwangerschaft zu erhalten

Ende 20. 25 250–450
  • Die Mutter nimmt die Kindsbewegungen deutlich wahr

  • Lanugohaare, Haupthaare und Augenbrauen sind sichtbar

Ende 24. 30 500–820
  • Die Haut ist rötlich gefärbt

  • Wegen des fehlenden Unterhautfettgewebes ist die Haut noch runzelig und der Fetus noch mager

  • Die Grenze der Lebensfähigkeit ist erreicht

Ende 28. 35 1.000–1.500
  • Ein Frühgeborenes ist jetzt in der Regel lebensfähig, da Lungen und Zentralnervensystem genügend ausgebildet sind

Ende 32. 40 1.500–2.100
  • Finger- und Zehennägel sind nun vorhanden, die Augen geöffnet

  • Das Kind wächst und nimmt zu

Ende 36. 45 2.200–2.900
  • Das Kind wächst und nimmt zu, es hat jetzt eine glatte Haut

Ende 40. 50 3.000–3.800
  • Auch die Geschlechtsmerkmale sind voll ausgebildet, die Hoden sind in der Regel im Hodensack

  • Das Kind ist geburtsreif (38.–42. SSW)

Entwicklung, Schwangerschaft und Geburt

Lernzielübersicht

Von der Befruchtung bis zur Einnistung

  • Bei der Befruchtung vereinigen sich Ei- und Samenzelle zur Zygote.

  • Durch Zellteilungen entsteht erst eine Zellkugel (Morula), dann eine Hohlkugel (Blastozyste), die etwa fünf Tage nach der Befruchtung mit der Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut beginnt.

  • Die Blastozyste enthält eine Verdickung mit dem Embryoblasten, der eigentlichen Keimanlage.

  • Früh wird das Hormon Choriongonadotropin (HCG) produziert, das zum Schwangerschaftsnachweis genutzt wird.

  • Bei Befruchtung zweier Eizellen oder sehr früher Trennung der Fruchtanlage entstehen Zwillinge.

Die Entwicklung des Embryos

  • EmbryoDer Embryoblast beginnt in der dritten Woche der Schwangerschaft mit der Bildung der drei Keimblätter Ektoderm, Mesoderm und Entoderm.

  • In den ersten acht Wochen nach der Befruchtung gehen aus diesen Keimblättern alle Organanlagen hervor.

  • Der Embryo liegt von mehreren Häuten umgeben geschützt in der fruchtwassergefüllten Amnionhöhle.

  • Die Ernährung erfolgt durch die Plazenta, die aus einem mütterlichen und einem kindlichen Teil besteht. Kindliches und mütterliches Blut mischen sich dabei nicht.

  • Das Kind ist durch die Gefäße der Nabelschnur mit der Plazenta verbunden.

Die Entwicklung des Fetus

  • FetusAb der 9. Schwangerschaftswoche p. c. (= nach der Befruchtung) bzw. der 11. Schwangerschaftswoche p. m. (= nach dem ersten Tag der letzten Regelblutung) wird der Embryo „Fetus” genannt.

  • Der Fetus wächst bis zur Geburt auf etwa 50 cm und 3.500 g heran und die Organe nehmen zunehmend ihre Funktion auf.

  • Der fetale Blutkreislauf weist im Vergleich zum Blutkreislauf nach der Geburt einige Besonderheiten auf: Parallelauswurf beider Herzhälften in den großen Kreislauf, weitgehende Umgehung von Lunge und Leber durch Kurzschlüsse (Ductus venosus Arantii, Foramen ovale, Ductus arteriosus Botalli), Nabelarterien und -venen.

  • Über die Nabelarterien gelangt sauerstoffarmes Blut in die Plazenta, über die Nabelvenen wird sauerstoffreiches Blut wieder zum Fetus zurückgeleitet.

  • Durch viele Faktoren (z. B. Medikamente, Infektionen, Genussgifte) kann es zu Entwicklungsstörungen des Ungeborenen kommen (Embryo- bzw. Fetopathien).

Die Schwangerschaft

  • SchwangerschaftSchwangerschaftDie Schwangerschaft wird in drei etwas unterschiedlich lange Abschnitte gegliedert: Das erste Trimenon wird oft von Übelkeit und Stimmungsschwankungen begleitet. Im zweiten Trimenon besteht meist Wohlbefinden, Bauchumfang und Brustgröße nehmen zu. Das dritte Trimenon wird von den meisten Frauen als mühsam und anstrengend erlebt.

Geburt und Wochenbett

  • Etwa nach 40 Schwangerschaftswochen erfolgt die Geburt, eingeleitet u. a. durch das wehenauslösende Hormon Oxytocin und durch Prostaglandine.

  • Die Geburt beginnt mit der Eröffnungsphase, an deren Ende es zum Blasensprung kommt.

  • Es folgt die etwa eine Stunde dauernde Austreibungsphase, bei der das Kind – meist mit dem Kopf voran – austritt. Wichtig ist hierbei der Dammschutz.

  • Binnen weniger Minuten muss sich das Neugeborene an das Leben außerhalb des Mutterleibs anpassen und vor allem Atem- und Herz-Kreislauf-Funktion selbst übernehmen. Als Nachgeburt wird die Plazenta ausgestoßen.

  • Im Wochenbett kommt es zur Rückbildung des Uterus und zum Wochenfluss. Viele Frauen erleben in dieser Zeit eine depressive Phase.

Die Entwicklung eines Menschen aus einer einzigen Zelle ist ein komplizierter Vorgang, der nicht mit der Geburt, sondern erst mit dem Tod abgeschlossen ist.

Man unterscheidet zwischen der pränatalen Entwicklung vor der Geburt und der postnatalen Entwicklung nach der Geburt.

Die pränatale Entwicklung lässt sich grob in drei Abschnitte unterteilen:

  • Die erste Phase dauert von der Befruchtung bis zur Einnistung der befruchteten Eizelle (etwa am zehnten Tag nach der Befruchtung)

  • Im EmbryonalstadiumEmbryonalstadium von der 2.–8. Woche nach der Befruchtung werden fast alle Organe des Embryos angelegt

  • Das FetalstadiumFetalstadium ab der neunten Woche nach der Befruchtung dauert bis zur Geburt. In dieser Phase reifen die Organe aus und der Fetus nimmt erheblich an Gewicht zu.

Merke

Es gibt, zunächst etwas verwirrend, zwei „Zählweisen“ der Schwangerschaft:DauerSchwangerschaftsdauer:

  • Die eine geht vom (unbekannten) Zeitpunkt der Befruchtung aus. Dies ist die Schwangerschaftsdauer post conceptionem = p. c. Nach dieser Zählweise dauert die Schwangerschaft 38 Wochen. Sie wird häufig von Wissenschaftlern benutzt, um die Entwicklung der Frucht zu Beginn der Schwangerschaft zu beschreiben

  • Die zweite, in Klinik und Praxis übliche Zählweise, geht vom ersten Tag der letzten Menstruation aus. Dieser ist in aller Regel bekannt. Die Schwangerschaftsdauer, so angegeben, ist die Schwangerschaftsdauer post menstruationem = p. m., die Schwangerschaftsdauer beträgt hier 40 Wochen.

Wenn die Frau das Ausbleiben der Menstruation bemerkt, befindet sie sich am Anfang der 3. SSW p. c. (SSW = Schwangerschaftswoche) oder der 5. SSW p. m.

Ist nichts anderes angegeben, beziehen sich die folgenden Angaben auf SSW p. m. Geschrieben wird z. B. 4 + 2 (vier vollendete Schwangerschaftswochen plus zwei Tage).

Die früher übliche Angabe der Schwangerschaftsdauer in Kalender- oder Mondmonaten wird nicht mehr verwendet.

Von der Befruchtung bis zur Einnistung

Beim Eisprung gelangt eine reife Eizelle vom Eierstock in den Eileiter. Trifft sie bei ihrer Wanderung zur Gebärmutter auf befruchtungsfähige Spermien, kann es zur Verschmelzung beider Keimzellen und damit zur BefruchtungBefruchtung (KonzeptionKonzeption, EmpfängnisEmpfängnis) kommen.
Die Eizelle ist nur einen Tag befruchtungsfähig, Spermien mehrere Tage.
Die Befruchtung
Nach dem Samenerguss des Mannes wandern die Spermien von der Scheide in die Eileiter. Dabei werden die Spermien durch das Milieu im weiblichen Genitaltrakt verändert und dadurch erst befruchtungsfähig. Dieser Reifungsprozess heißt KapazitationKapazitation.
Bei Kontakt mit der Zona pellucida der Eizelle lösen sich Teile der Akrosom-Membran in der AkrosomreaktionAkrosomreaktion auf und das Spermium kann die Zona pellucida durchdringen. Meist treffen mehrere Spermien fast gleichzeitig auf die Eizelle, jedoch kann nur das erste Spermium in die Eizelle eindringen. Unmittelbar danach verändert sich die Zona pellucida (19.2.2) und wird für nachfolgende Spermien unpassierbar. In der Eizelle bleibt der Spermienkopf in der Nähe des weiblichen Kernes liegen; der Schwanz wird abgestoßen. Die Eizelle vollendet die zweite Reifeteilung (3.7.3, 19.2.2) und die Zellkerne von Eizelle und Spermium schwellen zu den VorkerneVorkernen an, die dann miteinander verschmelzen. Die neue Zelle, die ZygoteZygote, enthält wie jede normale Körperzelle alle 23 Chromosomen (4.1) in doppelter (diploider) Ausführung: je 23 vom Vater (bzw. dem Spermium) und 23 von der Mutter (bzw. der Eizelle).
Die ersten Zellteilungen (Furchung)
ZellteilungWenige Stunden später beginnen die ersten Zellteilungen, die FurchungsteilungFurchungsteilungen.
Aus der Zygote werden zunächst zwei BlastomereBlastomere (hier: Tochterzellen), dann vier, acht, sechzehn usw., bis sich eine Zellkugel bildet, die mikroskopisch einer Beere ähnelt und deshalb Morula heißt (Abb. 20.1). Die MorulaMorula wandert durch den Eileiter und erreicht nach 3–4 Tagen die Gebärmutter. Bis dahin hat sie sich in einen hohlen Zellball verwandelt, die Blastozyste (KeimblaseKeimblase). Die Aushöhlung heißt BlastozystenhöhleBlastozystenhöhleBlastozystenhöhle.
Die BlastozysteBlastozyste hat eine Verdickung, die die eigentliche Fruchtanlage enthält, den EmbryoblastEmbryoblast (Abb. 20.1, Abb. 20.5). Die Zellwand der umgebenden Blase, der TrophoblastTrophoblastTrophoblast, dient nach der Einnistung zusammen mit mütterlichem Gewebe der Ernährung des Embryos (20.2.3).
Die Einnistung (Nidation)
EinnistungAm 5.–6. Tag nach der NidationBefruchtung lagert sich die Blastozyste an die Gebärmutterschleimhaut an. Die Trophoblastzellen produzieren Enzyme, die das Eindringen in die Schleimhaut ermöglichen. Außerdem bildet der Trophoblast nun das Schwangerschaftshormon humanes Choriongonadotropin, humanes (HCG)Choriongonadotropin (HCG), das in den ersten Wochen der Schwangerschaft die Funktion des Gelbkörpers aufrechterhält. Ansonsten würde das Endometrium abgestoßen, ein FrühabortFrühabort (frühe Fehlgeburt:früheFehlgeburt) wäre die Folge. Der Nachweis von HCG wird als Schwangerschaftstest eingesetzt.

Medizin

Nistet sich die Blastozyste schon im Eileiter ein, kommt es zur EileiterschwangerschaftEileiterschwangerschaft, der häufigsten ExtrauteringraviditätExtrauteringraviditätExtrauteringravidität (Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter). Die Fruchtanlage stirbt nach kurzer Zeit ab, auch die Frau ist gefährdet.

Wandert hingegen die Blastozyste zu weit, sitzt die Plazenta (der Mutterkuchen, 20.2.3) später zu nah am Muttermund oder überdeckt ihn sogar (Placenta Placenta praeviapraevia). Die daraus resultierenden Blutungen in der Spätschwangerschaft sind für Mutter und Kind lebensbedrohlich.

Die Entstehung von Zwillingen
Bis nach Einnistung der Blastozyste können sich die Fruchtanlagen vollständig trennen und sich unabhängig voneinander zwei genetisch identische Individuen entwickeln: eineiige ZwillingeZwillinge.
Etwa doppelt so häufig sind zweieiige Zwillinge. Hier sind zwei Eizellen herangereift und durch zwei Spermien befruchtet worden. Zweieiige Zwillinge sind sich nicht ähnlicher als Geschwister unterschiedlichen Alters.

Die Entwicklung des Embryos

Die Keimblätter

Embryo:EntwicklungKeimblätterEtwa acht Tage nach der Befruchtung differenziert sich der Embryoblast in die zweiblättrige Keimscheibe. Zwischen Embryoblast und Trophoblast bildet sich ein weiterer Hohlraum, die AmnionhöhleAmnionhöhleAmnionhöhle (Abb. 20.5). Die Blastozystenhöhle wird zum (primären) DottersackDottersackDottersack.
Anfang der dritten Woche entsteht durch Zellwanderung eine dritte Schicht. Nachfolgend bilden sich die drei Keimblätter, aus denen alle Organe hervorgehen:
  • Aus dem äußeren Keimblatt (EktodermEktoderm) entwickeln sich vor allem das Nervensystem, die Sinnesorgane und die Haut

  • Aus dem mittleren Keimblatt (MesodermMesoderm) formieren sich in erster Linie das Herz und andere Muskeln, die meisten Binde- und Stützgewebe (5.3), die Geschlechtsorgane, die Blutkörperchen, die Nieren, viele lymphatischen Organe und die Unterhaut

  • Aus dem inneren Keimblatt (EntodermEntoderm) entstehen hauptsächlich die Epithelien der Atmungs- und Verdauungsorgane, die ableitenden Harnwege, Schilddrüse, Leber und Pankreas.

Die Organentwicklung

OrganentwicklungDie Entwicklung schreitet unglaublich rasch voran (Abb. 20.2, Abb. 20.3, Abb. 20.4). In der 3.–8. SSW p. c. werden alle Organe angelegt (OrganogeneseOrganogenese):
  • In der 3. SSW p. c. bildet sich in der Längsachse der Keimscheibe der PrimitivstreifenPrimitivstreifen. Unmittelbar darauf entwickeln sich hier die Chorda dorsalisChorda dorsalis, ein primitives Achsenorgan, sowie NeuralrinneNeuralrinne und NeuralplatteNeuralplatte, aus denen später Gehirn und Rückenmark hervorgehen. Eine noch schlauchförmige HerzanlageHerzanlage ist ebenso vorhanden wie erste Blutgefäße

  • In der 4. SSW p. c. formt sich die Gehirn-, kurz darauf die Rückenmarkanlage. Der Embryo nimmt durch ungleiches Wachstum eine C-förmig gekrümmte Form an. Gegen Ende dieser Woche sind Arm- und oft auch BeinknospenBeinknospen, OhrgrübchenOhrgrübchen, Nasengrube und – gerade eben – LinsenplakodenLinsenplakoden (verdickte Bezirke) am Ort der späteren Augenlinse erkennbar. Erste Herzkontraktionen beginnen. Durch seitliche Abfaltung (Abb. 20.3) entwickelt sich die Darmanlage, kurz darauf erfolgen erste Ausknospungen zur Entwicklung der (unteren) Luftwege, auch die Leber- und die erste ZwerchfellanlageZwerchfellanlage sind vorhanden

  • In der 5. SSW p. c. entwickeln sich Gehirn, Gesicht und Extremitäten rasch weiter. Die Herzscheidewand beginnt sich zu bilden, LungenknospenLungenknospen sprossen aus. Die UrogenitalleisteUrogenitalleiste wird sichtbar, die Entwicklung der (bleibenden) Nieren beginnt

  • In der 6. SSW p. c. imponiert von außen v. a. das Wachstum der unteren Extremität und der Ohranlagen. Die ersten bindegewebigen Skelettanlagen werden zu hyalinem Knorpel

  • Bereits in der 7. Woche p. c. sind die Augenlider erkennbar. Da die Bauchhöhle für den sich entwickelnden Darm zu klein ist, wölbt sich der Darm in die Nabelschnur vor (physiologischer Nabelbruch:physiologischerNabelbruch). Der bis dahin gemeinsame Endteil von Urogenital- und Darmtrakt wird in einen vorderen Harn- und hinteren Darmbereich getrennt. Etwa in dieser Zeit beginnt auch die Differenzierung der Geschlechtsorgane

  • Gegen Ende der 8. Woche p. c. sind neben dem Kopf auch Hals und Nacken sowie alle Extremitätenbereiche erkennbar. Die Verknöcherung der Knorpelstäbe beginnt, Harn- und Darmtrakt haben sich zur Körperoberfläche geöffnet. Der Embryo ist zu diesem Zeitpunkt gerade 3 cm groß und 10 g schwer!

Die Ernährung des Embryos

Der Trophoblast
Als Reaktion auf die Blastozyste wandelt sich das Endometrium zur Dezidua um. Die Zellen lagern Glykogen und Lipide zur Ernährung der Blastozyste ein.
Schon kurz darauf Embryo:Ernährungreicht die Ernährung aus der Umgebung jedoch nicht mehr. Der Trophoblast (20.1) Trophoblast:Teilungteilt sich nun in zwei Schichten:
  • Den ZytotrophoblastZytotrophoblasten, der den Embryoblasten weiterhin umgibt und ständig neue Zellen bildet

  • Den SynzytiotrophoblastSynzytiotrophoblasten, eine durch Verschmelzung von Trophoblastzellen entstandene, vielkernige „Riesenzelle“, der weit in das Endometrium hineinwächst (Abb. 20.5).

Die Plazentaentwicklung
Der wachsende Synzytiotrophoblast bekommt Hohlräume, die zu Lakunen zusammenfließen. Er eröffnet Kapillaren in der Dezidua, sodass das Lakunennetz mit mütterlichem Blut und Sekreten aus den Uterusdrüsen gefüllt ist.
Aus dem Zytotrophoblasten wachsen ab dem 13. Tag nach der Befruchtung zottenförmige Fortsätze in den Synzytiotrophoblasten (Abb. 20.5). Der Trophoblast wird zum ChorionChorionChorion (ZottenhautZottenhaut), das den Keim vollkommen umgibt. In den Zotten entwickeln sich Bindegewebe und Kapillaren, die an den embryonalen Kreislauf angeschlossen sind. Wegen der besseren Ernährungsbedingungen auf der dem Endometrium zugewandten Seite wachsen die ChorionzottenChorionzotten auf dieser Seite weiter, während sich die Zotten auf der Seite der Uterushöhle zurückbilden und ein zottenloses Chorion zurückbleibt (Abb. 20.6): Dadurch teilt sich das Chorion in eine zottenreiche ChorionplatteChorionplatte (Chorion:frondosum/laeveChorion frondosum) und eine zottenlose Chorionhaut (Chorion laeve) an der gegenüberliegenden Seite. Die Chorionplatte mit den Zottenbäumchen stellt den kindlichen Teil der PlazentaPlazenta (MutterkuchenMutterkuchen) dar, wobei jede Zotte kindliche Kapillargefäße enthält.
Der mütterliche Anteil der Plazenta besteht aus der erwähnten Dezidua, die im Bereich der Chorionplatte als Basalplatte, PlazentaBasalplatte (Decidua basalisDecidua basalis) bezeichnet wird.
Die Plazenta (Abb. 20.6, Abb. 20.7) ermöglicht für das Ungeborene den lebensnotwendigen Stoffaustausch zwischen kindlichem und mütterlichem Organismus.
Die Blutversorgung des Kindes
Blutversorgung:EmbryoDas für die Versorgung des Embryo:BlutversorgungEmbryos benötigte Blut der Mutter kommt aus spiralförmigen Arterien der Gebärmutter, fließt in die ZwischenzottenräumeZwischenzottenräume und umspült so die Zotten.
Venen:NabelArterien:NabelDas sauerstoffarme kindliche Blut wird vom embryonalen/fetalen Herzen über zwei NabelarterienNabelarterienNabelarterien (Aa. Arteria(-ae):umbilicalesArteria(-ae):umbilicalesumbilicales) in die Blutgefäße der Zottenbäumchen gepumpt. Dort werden Stoffwechsel„abfall“produkte des Kindes gegen „frische“ Nährstoffe und Sauerstoff der Mutter ausgetauscht. Das sauerstoff- und nährstoffreiche kindliche Blut sammelt sich dann in kleineren Venen, die in der Chorionplatte verlaufen, und fließt dann über die NabelveneNabelveneNabelvene (V. Vena(-ae):umbilicalisumbilicalis) zurück zum Fetus (Abb. 20.7).
Die Plazentarschranke
Zwischen dem mütterlichen Blut in den Zwischenzottenräumen und dem kindlichen Blut in den Kapillaren der Zotten liegt eine trennende Gewebeschicht. Über diese Plazentarschranke erfolgt nicht nur der Gasaustausch, sondern auch die Passage von Nährstoffen, Elektrolyten und IgG-Antikörpern (13.5.3). Auch Alkohol, Nikotin, etliche Medikamente und bestimmte Mikroorganismen, insbesondere Viren (z. B. Rötelnviren), können die PlazentaschrankePlazentarschranke passieren.

Merke

Die Plazenta hat nicht nur Ernährungs-, Ausscheidungs-, Wärmeaustausch- und Schutzfunktion. Sie ist auch der Ort der immunologischen Toleranz des für die Mutter „halbfremden“ kindlichen Organismus, die bis heute nicht im Detail geklärt ist.

Außerdem produziert die Plazenta zahlreiche Eiweiße und Hormone, insbesondere HCG, Östrogene, Progesteron und HPL (humanes Plazentalaktogen)HPL (humanes Plazentalaktogen, HCS, menschliches Chorion-Somatotropin, humanesChorion-Somatotropin), das durch mütterliche Stoffwechselveränderungen und Förderung des Brustwachstums letztlich der kindlichen Versorgung dient.

Die reife Plazenta
Zum Zeitpunkt der Geburt ist die Plazenta:reifePlazentaPlazenta:reife ein scheibenförmiges Organ von ca. 18 cm Durchmesser, 2 cm Dicke, 500 g Gewicht und 16 m2 Austauschfläche! Sie wird nach der Geburt des Kindes als Nachgeburt ausgestoßen (20.5.1).

Die Fruchtblasen und Eihäute

Wie erwähnt entstehen bis zum achten Tag der Entwicklung zwei geschlossene Hohlräume (Abb. 20.3, Abb. 20.5, Abb. 20.6):
  • Die Blastozystenhöhle, die sich zunächst zum Dottersack vergrößert, aber bis zur 11. SSW verkümmert

  • Die Amnionhöhle als zunächst kleinerer Hohlraum.

Wenige Tage später bildet der Trophoblast Spalten, die sich zu einem dritten Hohlraum vereinigen, der ChorionhöhleChorionhöhle (Abb. 20.5). Die Chorionhöhle umschließt den ganzen Embryo einschließlich der noch kleinen Amnionhöhle bis auf eine kleine „Brücke“, den HaftstielHaftstiel (Abb. 20.6).
Am achten Tag beginnt das Amnionepithel, Flüssigkeit (AmnionflüssigkeitAmnionflüssigkeit) in die Höhle hinein abzugeben. Dadurch wird die Amnionhöhle zur FruchtblaseFruchtblase, die den Embryo schließlich vollständig umgibt und diesen wie eine Art Wasserkissen gegen Stöße und vor Austrocknung schützt. Die Amnionhöhle verdrängt durch Wachstum Zug um Zug die Chorionhöhle, bis diese verschwindet (Abb. 20.6). Die AmnionhautAmnionhaut (kurz Amnion) als äußere Begrenzung der Amnionhöhle stößt dadurch an die ChorionhautChorionhaut (kurz Chorion) und beide bilden dann die Chorion-Amnion-HautChorion-Amnion-Haut. Amnion- und Chorionhaut zusammen werden als EihäuteEihäute bezeichnet.
Die Amnionflüssigkeit, nun Fruchtwasser genannt, wird innerhalb von drei Stunden vollständig ausgetauscht. Den Austausch übernimmt der Fetus zunehmend selbst. Das FruchtwasserFruchtwasserFruchtwasser wird in der späteren Schwangerschaft vor allem von den fetalen Nieren produziert und als fetaler Urin in die Fruchtblase abgegeben. Ein Teil davon wird wieder geschluckt, ein Teil auch über die Eihäute und die kindliche Lunge resorbiert.
In der 20. Schwangerschaftswoche (SSW) p. m. beträgt die Fruchtwassermenge ca. 500 ml, gegen Ende der Schwangerschaft ungefähr 1 Liter.

Die Nabelschnur

Im Chorion entstehen Gefäße; einige von ihnen sprießen in die Chorionzotten ein, andere ziehen über den Haftstiel zum Embryo, wo sie sich mit den vom Embryo gebildeten Gefäßanlagen vereinigen. Diese Gefäße dienen dem Transport von Blutgasen und Nährstoffen von der Mutter zum Kind und wieder zurück. Der Haftstiel verlängert sich im Verlauf der Schwangerschaft, windet sich stark und wird zur NabelschnurNabelschnur, die das Kind mit der Plazenta verbindet. Sie enthält zwei Arterien, in denen Blut vom Kind zur Plazenta fließt, und eine Vene, die Blut von der Plazenta zum Kind leitet. Die Nabelschnur wird von Amnion überzogen.

Die Entwicklung des Fetus

Die Leistungen der fetalen Organe
Schwangerschaft:FruchtentwicklungNach etwa der 8. Schwangerschaftswoche p. c. (10. SSW p. m.) sind alle Organsysteme angelegt. Ab der 9. SSW p. c. (11. SSW p. m.) wird der Embryo Fetus:EntwicklungFetus (FötusFötus, Fet) genannt.
In der FetalperiodeFetalperiode nehmen Länge und Gewicht der Leibesfrucht schnell zu, die Organe reifen aus und beginnen, ihre Funktion aufzunehmen (Tab. 20.1, Abb. 20.8, Abb. 20.10).
Die Grenze der Lebensfähigkeit liegt etwa bei der 23.–24. SSW p. m., entsprechend einem Geburtsgewicht von 500 g. Allerdings ist das Risiko schwerer Komplikationen und/oder bleibender Schaden für diese sehr kleinen Frühgeborenen nach wie vor hoch.
Der fetale Blutkreislauf
Weil die Aufgaben der Lungen und teilweise auch der Leber bis zur Geburt durch die Plazenta wahrgenommen werden, hat der Blutkreislauf des Fetus einige Besonderheiten im Vergleich zu Blutkreislauf:fetalerBlutkreislauf:fetalerFetus:Blutkreislaufdem des geborenen Kindes (Abb. 20.9):
  • Das sauerstoffreiche Blut des Fetus, das über die Nabelvene aus der Plazenta kommt, fließt zum größten Teil unter Umgehung der Leber über den Ductus venosus Ductus(-us):venosus ArantiiArantii direkt in die V. cava inferior (untere Hohlvene) und von dort in den rechten Herzvorhof

  • In der Vorhofscheidewand befindet sich beim Fetus ein ovales Loch, das Foramen ovale. Das relativ sauerstoffreiche Blut aus der V. cava inferior fließt überwiegend durch das Foramen Foramen(-ina):ovaleovale vom rechten in den linken Vorhof und damit in den Körperkreislauf und gibt dort als Erstes die Kopfarterien ab (Gehirnversorgung!). Dieser „Kurzschluss“ ist sinnvoll, weil die Lungen des Fetus den Gasaustausch noch gar nicht aufnehmen können; die Lungenpassage wäre nur ein Umweg

  • Der übrige Teil des sauerstoffreichen Blutes aus der V. cava inferior mischt sich mit dem sauerstoffarmen Blut aus der V. cava superior (oberen Hohlvene) und gelangt über die rechte Kammer in den Truncus pulmonalis. Von dort aus fließt es bis auf einen kleinen Teil über einen weiteren Kurzschluss, den Ductus arteriosus Ductus(-us):arteriosus BotalliBotalli, unter Umgehung der Lungen in die Aorta (unterhalb des Abgangs der Kopfarterien)

  • Am Ende der Aa. iliacae communes zweigen zwei kräftige Arterien ab, die als Nabelarterien (Aa. umbilicales) mit „verbrauchtem“ Blut die Plazenta erreichen. Dort wird das Blut mit „frischem“ Sauerstoff und Nährstoffen angereichert.

Die Entwicklungsstörungen
Die überaus rasche und parallel verlaufende Entwicklung der Organe erklärt die hohe Empfindlichkeit des Embryos gegenüber schädigenden Einflüssen. Entwicklungsstörungen
Entwicklungsstörungen haben zahlreiche, im Einzelfall oft unbekannte Ursachen, z. B. genetische Faktoren, Infektionen, Röntgen- und ionisierende Strahlung oder Alkohol. Für die Ausprägung der Störung ist vor allem der Zeitpunkt der Schädigung entscheidend:
  • Schädigungen vor und während der Befruchtung heißen GametopathieGametopathien (z. B. numerische Chromosomenaberrationen 4.6.1), Schädigungen bis zum 18. Tag nach der Befruchtung BlastopathieBlastopathien. Beide führen meist zum Keimtod. Betroffene mit Chromosomenanomalien zeigen überwiegend komplexe und für die jeweilige Anomalie typische Fehlbildungsmuster

  • EmbryopathieEmbryopathien (Schädigung bis zu 10. SSW p. m.) zeigen sich meist durch gröbere Fehlbildungen

  • FetopathieFetopathien ab der 11. SSW haben weniger ausgeprägte Fehlbildungen, Wachstums- und Ausreifungsstörungen mit funktionellen Defekten sehr unterschiedlicher Schwere zur Folge.

Die Schwangerschaft

Die Schwangerschaft wird in drei Abschnitte gegliedert:
  • Das erste TrimenonTrimenon (FrühschwangerschaftFrühschwangerschaft, erstes Schwangerschaftsdrittel) bis zur vollendeten 12. Woche (p. m.)

  • Das vergleichsweise „stabile“ zweite Trimenon (Mitte der Schwangerschaft, zweites Schwangerschaftsdrittel) von der 13. bis zur vollendeten 24. SSW

  • Das letzte dritte Trimenon (SpätschwangerschaftSpätschwangerschaft, letztes Schwangerschaftsdrittel) von der 25. SSW bis zur Geburt.

Die Grenze zwischen zweitem und drittem Trimenon ist allerdings nicht genau definiert (Ende 24. bis 28. SSW).
Der voraussichtliche GeburtsterminGeburtstermin kann nach der Naegele-RegelNaegele-Regel errechnet werden, sofern der erste Tag der letzten Menstruation bekannt ist:

Medizin

ErrechneterGeburtstermin=1.TagderletztenRegel+1Jahr+7Tage-3Monate±XX=AbweichungVom28-tägigenZyklusinTagen

Das erste Trimenon
Im ersten Trimenon werden alle Organe des Kindes angelegt. Vonseiten der Mutter kann man diese Zeit als Anpassungs- und Umstellungsphase bezeichnen. Infolge der starken Hormonausschüttungen kommt es nicht selten zu Müdigkeit und Übelkeit sowie zu depressiven Verstimmungen. Erbrechen führt evtl. zu anfänglichem Gewichtsverlust.
Das zweite Trimenon
In den Folgemonaten geht es der Schwangeren meist viel besser. Die körperlichen Veränderungen sind jetzt erkennbar: Die Brüste werden voller, der Bauch wächst (Abb. 20.10), und die Schwangere nimmt pro Monat 1–1,5 kg zu.
Blut:SchwangerschaftBlutvolumen, Atem- und Herz-Kreislauf-Tätigkeit steigen, um das Ungeborene zu versorgen. Ein verminderter Tonus der glatten Muskulatur in Magen-Darm-Trakt, Gefäßen und Harnwegen durch die Hormonumstellung machen die Schwangere anfällig für Verstopfung, Sodbrennen, Krampfadern der Beine und Harnwegsinfekte (Abb. 20.11).
Das dritte Trimenon
Die letzten Monate der Schwangerschaft erleben die meisten Frauen aufgrund des erhöhten Leibesumfangs als anstrengend und mühsam. Sie ermüden wieder schneller, viele haben Luftnot. Der Gesetzgeber lässt deshalb den Mutterschutz sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin beginnen. Während des MutterschutzMutterschutzes ist die Schwangere von der Erwerbstätigkeit befreit.
Insgesamt liegt die Gewichtszunahme:SchwangerschaftGewichtszunahme während der Schwangerschaft bei 8–12,5 kg:
Kind
Fruchtwasser
Plazenta
Uterus
Blutvolumenzunahme
Wassereinlagerung, Zunahme Fettgewebe
3,5 kg
1,0 kg
0,5 kg
1,0 kg
1,5 kg
3,5 kg
Summe11 kg

Prävention

Insbesondere Frauen, die ihr erstes Kind erwarten, fühlen sich oft unsicher.Ernährung:SchwangerschaftSchwangerschaft:Ernährung

  • Beste Ernährungsform ist eine ausgewogene Mischkost mit viel Obst, Gemüse, Salat, Milch (bzw. Milchprodukten) und Seefisch. Der Kalorienmehrbedarf beträgt im zweiten Schwangerschaftsdrittel 250 kcal/Tag und im dritten 500 kcal/Tag. Auf rohes Fleisch, rohen Fisch, rohe Milch und rohe Eier sowie daraus hergestellte Produkte sollte die Mutter wegen der Gefahr einer kindlichen Infektion verzichten

  • Empfehlenswert sind die Einnahme von 100–200 μg Jodid während der ganzen Schwangerschaft zur Vorbeugung einer Schilddrüsenunterfunktion bei Mutter und Kind sowie 400 μg Folsäure täglich im ersten Schwangerschaftsdrittel (zur Vorbeugung vor Neuralrohrdefekten)

  • Bei Alkohol, Nikotin und Drogen gilt ein absolutes Nein. Einen „unteren Grenzwert“ für die Dosis gibt es nicht! Es wird geschätzt, dass jedes 300. Neugeborene in Deutschland eine deutliche AlkoholembryofetopathieAlkoholembryofetopathie mit Fehlbildungen, Entwicklungsstörungen und Verhaltenauffälligkeiten hat. Leichtere, oft nicht als solche erkannte Formen sollen sogar 0,5–1 % der Neugeborenen betreffen!

  • Die Schwangere soll keine Medikamente eigenmächtig nehmen, da viele Medikamente über die Plazenta zum Kind gelangen und ihm teilweise schaden

  • Sport ist erwünscht, jedoch nicht bis an die Grenze der Belastbarkeit und keine Sportarten, die nicht abgebrochen werden können oder mit erhöhter Sturzgefahr einhergehen

  • Jede Schwangere hat Anspruch auf mindestens zehn SchwangerenvorsorgeuntersuchungSchwangerenvorsorgeuntersuchungen mit Anamnese und Untersuchung sowie Blut-, Urin- und Ultraschalluntersuchungen (Abb. 20.13) in bestimmten Abständen. So sollen Risiken für Mutter und Kind rechtzeitig erkannt und ggf. behandelt werden können.

Die pränatale Diagnostik
Weiterführende, gezielte Pränataldiagnostikpränatale Diagnostik bezeichnet in erster Linie:
  • Spezielle Ultraschalluntersuchungen zur Fehlbildungsdiagnostik

  • Mütterliche Blutuntersuchungen (Hormonbestimmungen, Analyse kindlicher DNA-Bruchstücke) zur Suche nach kindlichen Chromosomenstörungen

  • Untersuchung kindlicher Zellen auf Chromosomenstörungen. Bei der Amniozentese Amniozentesewird, meist in der 15.–17. Schwangerschaftswoche, durch die Bauchdecke der Mutter Fruchtwasser entnommen. Seltener wird durch ChorionzottenbiopsieChorion:Zottenbiopsie Chorionzotten-Gewebe in der 8.–11. SSW entnommen. Beide Verfahren bergen das Risiko einer Fehlgeburt.

Wegen ihrer Konsequenzen (z. B. Frage eines Schwangerschaftsabbruchs) sollten solche Untersuchungen nur nach vorheriger umfassender Beratung der Schwangeren durch den Arzt durchgeführt werden.

Geburt und Wochenbett

Bereits während der Schwangerschaft bereiten die hohen Östrogenspiegel im mütterlichen Blut die Gebärmutter auf die Wirkung von OxytocinOxytocinOxytocin vor, dem wehenauslösenden Hormon aus dem Hypophysenhinterlappen (11.2.1, 20.5.3). In den letzten Schwangerschaftsmonaten treten vereinzelt WehenWehenWehen auf, die jedoch noch nicht geburtswirksam sind. Mit diesen ÜbungswehenÜbungswehen trainiert die Gebärmutter gewissermaßen. In den letzten vier Wochen drücken SenkwehenSenkwehen das Kind in den mütterlichen Beckeneingang. Der Bauch der Schwangeren senkt sich, viele Frauen bekommen wieder besser Luft. Das Ungeborene liegt physiologischerweise in LängslageLängslage (d. h., seine Längsachse entspricht der des Uterus) mit dem Kopf nach unten (SchädellageSchädellage).
Durch Prostaglandine, die im letzten Drittel der Schwangerschaft vermehrt produziert werden, wird der Muttermund aufgeweicht (ZervixreifungZervixreifung), sodass er sich unter den Wehen öffnen kann.
Ausgelöst durch den Fetus selbst, kommt es im Regelfall 252 bis 283 Tage nach der Befruchtung (= 38.–42. SSW) zu regelmäßigen, geburtswirksamen Kontraktionen der Gebärmutter – die Geburt beginnt.

Die Geburt

Die Eröffnungsphase
Mit dem Einsetzen regelmäßiger Wehen beginnt die Eröffnungsphase der Geburt. GeburtEröffnungswehenEröffnungswehen erweitern den unteren Teil der Gebärmutter und dehnen den Muttermund (Abb. 20.14). Die Eröffnungsphase Eröffnungsphase, Geburtdauert bei der Erstgebärenden ca. 10–12 Stunden, bei Zweit- oder Mehrgebärenden meist weniger als fünf Stunden und endet mit der vollständigen Öffnung des Muttermundes. Am Ende der Eröffnungsphase, evtl. schon vorher, zerreißt die Fruchtblase (Blasensprung),Blasensprung und das Fruchtwasser fließt nach außen ab.
Die Austreibungsphase
Die AustreibungsphaseAustreibungsphase (Abb. 20.15, Abb. 20.16) beginnt mit der vollständigen Öffnung des Muttermundes und endet mit der Geburt des Kindes. Sie dauert etwa 30–60 Minuten, bei Erstgebärenden bis zwei Stunden. Während der AustreibungsphaseAustreibungsphase:Geburt nehmen sowohl die Stärke als auch die Häufigkeit der Wehen, nun Austreibungswehen genannt, erheblich zu.
Beim Menschen ist der Kopf des Kindes groß im Verhältnis zum mütterlichen Becken. Querstand des kindlichen Kopfes im Beckeneingang, Hinterhauptlage sowie Drehung und Beugung des Kopfes während des Tiefertretens dienen dazu, den Platz möglichst gut „auszunutzen“.
Hat der vorangehende Teil des Kindes – in der Regel der Kopf – den Beckenboden erreicht, soll die Gebärende die PresswehenPresswehen und die Austreibung des Kindes durch aktives Pressen unterstützen. Diese Pressphase Pressphasedauert etwa 20–30 Minuten. Nun sind unterstützende Maßnahmen der Hebamme besonders wichtig, z. B. die Korrektur der Haltung der Gebärenden und der Dammschutz, Dammschutzum zu verhindern, dass der Kopf zu schnell durchtritt und der Damm reißt. Nach der Geburt von Kopf und Schulter wird der Rest des Körpers oft in einer einzigen Wehe geboren.
Die Betreuung unter der Geburt
Die Geburt ist für Mutter und Kind anstrengend. Viele Gebärende empfinden es als beruhigend, wenn neben professionellen Helfern auch eine vertraute Person dabei ist, meist der Vater. Geburtserleichternd und schmerzlindernd wirken u. a. Atem- und Entspannungstechniken, außerdem gibt es verschiedene Möglichkeiten der medikamentösen Schmerzlinderung. Das kindliche Befinden wird kontinuierlich überwacht, z. B. durch Aufzeichnung der kindlichen Herztöne und der Wehen mittels CTG (Cardiotokografie)Cardiotokografie (CTG)CTG (Cardiotokografie).
Der Kaiserschnitt
Etwa jede dritte Schwangere in Deutschland entbindet heute nicht vaginal, sondern durch Kaiserschnitt (KaiserschnittSectio caesarea).Sectio caesarea Ursachen sind u. a. Lageanomalien, GeburtLageanomalien des Kindes (Abb. 20.17), ein Geburtsstillstand, eine viel zu frühe Geburt oder Mehrlinge.
Die postpartale Adaptation des Neugeborenen
Sofort nach der Geburt des Körpers beginnt die postpartale Adaptation (Adaptation:postpartalenachgeburtliche Anpassung, Näheres 21.2.1).
Einige Sekunden nach der Geburt beginnt das Neugeborene, selbst zu atmen. Ausgelöst durch die zunehmende Sauerstoffsättigung und die Abkühlung des Blutes in der Nabelschnur ziehen sich die Nabelschnurgefäße zusammen und thrombosieren (12.4). Die jetzt funktionslose Nabelschnur kann durchgeschnitten werden. Das Neugeborene wird abgenabelt.
Die Nachgeburtsphase
Wenige Minuten Nachgeburtsphasenach der Geburt des Kindes setzen NachgeburtswehenNachgeburtswehen ein, die zur Ablösung und Ausstoßung der Plazenta und der Eihäute führen. Die große Plazenta-Haftfläche, aus der es kurz zuvor noch heftig geblutet hat, wird durch Gerinnung abgedichtet. Unterstützend zieht sich die Gebärmutter zusammen, wodurch sich die Wundfläche verkleinert. Die Plazenta wird untersucht, um sicherzugehen, dass Plazenta und Eihäute vollständig ausgestoßen worden sind (Abb. 20.18).
Neugeborenes und Mutter sollten sich jetzt von den Anstrengungen erholen dürfen, am besten zusammen. Fast von alleine sucht das Kind die mütterlichen Brustwarzen. Such-, Saug- und Schluckreflex des Kindes sind zu dieser Zeit sehr intensiv (Abb. 20.19).

Das Wochenbett

Wochenbett bezeichnet die ersten 6–8 Wochen nach der Geburt, in der sich die schwangerschafts- und geburtsbedingten Veränderungen bei der Mutter wieder zurückbilden.
Der Wochenfluss
Unterstützt durch weitere, oft schmerzhafte WochenbettNachwehen Nachwehenbildet sich die Gebärmutter rasch zurück. Durch den Gewebeabbau entsteht der Wochenfluss (WochenflussLochien),Lochien zunächst blutige, dann immer blassere Sekrete, die nach ca. 4–6 Wochen versiegen (Abb. 20.20). Der Wochenfluss ist durch Aufsteigen von Bakterien aus der Vulva stark keimhaltig und darf wegen der Gefahr einer Brustdrüsenentzündung (20.5.3) nicht mit den Brüsten in Berührung kommen.

Pflege

Durch die hormonelle Umstellung tritt bei etwa der Hälfte der Frauen innerhalb der ersten Woche nach der Geburt eine Postpartale Verstimmungpostpartale Verstimmung (BabybluesBabyblues, HeultageHeultage) auf. Die Frauen sind erschöpft und weinerlich und haben Ängste und Zweifel, ob sie der Verantwortung gegenüber dem Neugeborenen gerecht werden können. Mit Aufklä- rung über das Phänomen und Unterstützung durch Pflegende Depression:postpartaleund Partner geht diese Verstimmung rasch wieder vorüber, sie hat keinen Krankheitswert. Bei länger dauernden Beschwerden sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.

Ernsthafte psychische Erkrankungen im Wochenbett sind weitaus seltener, bedürfen aber der umgehenden Behandlung.

Die Eierstocktätigkeit
In Eierstock:nach Schwangerschaftden ersten 4–5 Wochen nach der Geburt kommt es in aller Regel weder zum Eisprung noch zur Menstruation.
Stillt die Mutter nicht, nehmen die Eierstöcke etwa in der vierten Woche nach der Geburt die Tätigkeit wieder auf. Stillt die Mutter, so hemmt das Stillen diese Vorgänge, sofern das Kind häufig und lange angelegt wird und somit hohe Prolaktinspiegel erreicht werden. Verlass ist darauf allerdings nicht, sodass während der Stillphase trotzdem verhütet werden muss, wobei aber nicht alle Verhütungsmethoden infrage kommen.

Milcheinschuss und Stillen

Während der Schwangerschaft nimmt das Brustdrüsengewebe und damit die Brust an Größe zu, ohne dass eine nennenswerte Milchabsonderung stattfindet.
Nach der Geburt sinken die sehr hohen Progesteron- und Östrogenspiegel (19.2.5) im mütterlichen Blut rasch ab, da mit dem Abstoßen der Plazenta eine wichtige Produktionsstätte dieser Hormone wegfällt. Nach etwa drei Tagen entfaltet sich die Wirkung des Hormons Prolaktin (Abb. 20.21).
Das Prolaktin
ProlaktinProlaktinProlaktin wird vom Hypophysenvorderlappen ausgeschüttet. Es hat bereits in der Schwangerschaft das Brustdrüsenwachstum stimuliert. Prolaktin setzt nun in den Brustdrüsen die MilchsyntheseMilchsynthese in Gang und führt um den dritten Tag zum MilcheinschussMilcheinschussMilcheinschuss (Details zur Muttermilch 21.2.2). Das Saugen an der durch Nervenendigungen sehr sensiblen Brustwarze beim Stillen Stillenführt zu weiterer Prolaktinfreisetzung, wodurch die Milchproduktion aufrechterhalten wird (Abb. 20.21).
Das Oxytocin
Die Milchentleerung (MilchejektionMilchejektion) wird von einem anderen Hormon, dem Oxytocin, vermittelt: Oxytocin wird vom Hypophysenhinterlappen ausgeschüttet, jedoch im Rahmen der Neurosekretion vom Hypothalamus synthetisiert (Abb. 11.6).
Oxytocin führt zu einer Kontraktion der Muskulatur in den Milchausführungsgängen der Brustdrüse und ermöglicht so die Milchentleerung. Außerdem verstärkt es die Nachwehen und fördert dadurch die Gebärmutterrückbildung, weshalb häufiges Anlegen des Kindes die Gebärmutterrückbildung erleichtert.
Die Mastitis
Als Folge der mechanischen Belastung von Brustwarze und Warzenvorhof während des Stillens kommt es nicht selten zu kleinsten Hauteinrissen (Rhagaden). Über diese Risse können Bakterien eindringen und zu einer Brustdrüse:EntzündungBrustdrüsenentzündung (Mastitis) MastitisMastitisführen. Begünstigend wirkt hier ein MilchstauMilchstauMilchstau, der vor allem bei Erstgebärenden zu Beginn der Stillzeit häufig auftritt.

Pflege

Vorbeugend zeigen die Pflegenden der jungen Mutter, wie sie das Kind richtig anlegt und die Brust gepflegt wird, damit sich keine Hauteinrisse bilden. Sie weisen sie außerdem darauf hin, dass der Wochenfluss nicht mit der Brust in Berührung kommen darf. Entstandene Rhagaden der Brustwarzen werden z. B. mit Bepanthen®-Salbe behandelt.

Ist es dennoch zu einem Milchstau oder gar einer Mastitis gekommen, helfen gute Brustentleerung (häufiges Anlegen, ggf. Abpumpen der Milch), Kühlung (durch kühlende Umschläge oder Eisbeutel) sowie Ruhigstellen der Brust (z. B. durch einen festen BH).

Wiederholungsfragen

  • 1.

    Welche zwei Möglichkeiten gibt es, die Dauer einer Schwangerschaft anzugeben? (Kapitelanfang)

  • 2.

    Wie heißt die Zelle, die aus der Verschmelzung von Samen- und Eizellkern entsteht? (20.1)

  • 3.

    Wie ist die Blastozyste aufgebaut? (20.1)

  • 4.

    Wie heißen die drei Keimblätter, aus denen sich die kindlichen Organe entwickeln? (20.2.1)

  • 5.

    Wie wird die wachsende Frucht ernährt? (20.2.3)

  • 6.

    Welche Substanzen können die Plazentarschranke passieren? (20.2.3)

  • 7.

    Was versteht man unter der Fruchtblase, was unter den Eihäuten? (20.2.4)

  • 8.

    Stellen Sie die Entwicklung des Ungeborenen in ihren Grundzügen dar. (20.2.2, 20.3)

  • 9.

    Über welche beiden „Abkürzungen“ umgeht der fetale Kreislauf die Lunge? (20.3)

  • 10.

    Was geschieht in den einzelnen Schwangerschaftsabschnitten bei der Frau? (20.4)

  • 11.

    Wie verläuft eine normale Geburt? (20.5.1)

  • 12.

    Welche Veränderungen vollziehen sich im kindlichen Körper unmittelbar nach der Geburt? (20.5.1)

  • 13.

    Welche Hormone sind am Milcheinschuss und am Stillen beteiligt, welche Aufgaben haben sie? (20.5.3)

  • 14.

    Welche Probleme ergeben sich häufig im Wochenbett? (20.5.2, 20.5.3)

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