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Kapitel 10: Schizophrenien und andere psychotische Störungen

Frühintervention bei psychotischen Störungen

08.01.2020 EBM Trotz beträchtlichem Forschungsaufwand lassen sich keine empirisch gut abgesicherten Aussagen über die Wirksamkeit pharmakologischer oder psychotherapeutischer Interventionen bei Risikoprobanden (Prodromalsymptome, genetische Belastung) machen. So wiesen 8% der mit KVT plus supportiver Therapie behandelten Risikoprobanden nach 18 Monaten psychotische Symptome auf (2 Studien), während Probanden, die nur supportive Therapie erhielten, eine doppelt so hohe Erkrankungsrate aufwiesen (Evidenzstufe Ia: Kuharic et al. 2019). Allerdings ließ sich dieser positive Effekt für den Langzeitverlauf (1 Studie) nicht mehr statistisch absichern. Zur Wirksamkeit von Antipsychotika (auch in Kombination mit supportiver Therapie) oder alternativen Interventionen wie Omega-3-Fettsäuren liegen nur Einzelstudien mit teilweise gravierenden methodischen Defiziten vor.

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