© 2022 by Elsevier GmbH

Bitte nutzen Sie das untenstehende Formular um uns Kritik, Fragen oder Anregungen zukommen zu lassen.

Willkommen

Mehr Informationen
Kapitel 11: Affektive Störungen

Erhaltungstherapie: Depressive Störungen

30.06.2021 EBM Untersucht wurde, inwieweit sich Patienten, die über mindestens 6 Monate mit einem Antidepressivum behandelt wurden, nach Absetzen der Medikation von weiterhin medikamentös behandelten Patienten hinsichtlich ihrer Rückfallraten unterscheiden. Berücksichtigt wurden 28 Studien mit depressiven Patienten und 4 Studien mit Angstpatienten. Abruptes und ausschleichendes Absetzen der antidepressiven Medikation (in der Regel über maximal 4 Wochen) ging mit einer erhöhten Rückfallwahrscheinlichkeit der Erkrankung einher (Evidenzstufe Ia: van Leeuwen et al. 2021). Kritisch anzumerken ist, dass wegen der relativ kurzen Absetzzeit in den Studien nicht zwischen einem Rückfall und Absetzeffekten unterschieden wurde. Wurde das Ausschleichen der Medikation mit präventiver psychotherapeutischer Begleitung (3 Studien: präventive KVT, MBCT) kombiniert, ergaben sich, verglichen mit Patienten, die weiterhin ihre antidepressive Medikation erhielten, keine oder nur geringfügig erhöhte Rückfallraten.

Pharmakotherapie der behandlungsresistenten Depression

11.01.2020 EBM Patienten, die auf eine antidepressive Monotherapie nicht ansprechen, profitieren von einer Quetiapin-Augmentierung (Evidenzstufe Ia: Davies et al. 2019). Basierend auf jeweils nur einer Studie, gibt es erste Hinweise, dass sich auch durch eine Augmentation mit Ziprasidon oder Cariprazin die depressive Symptomatik reduzieren lässt. Dieser Benefit geht jedoch mit mehr unerwünschten Nebenwirkungen und einer höherer Abbruchrate einher. Ebenfalls auf nur einer Studie basierend, scheint auch eine Zugabe von Mianserin bei guter Verträglichkeit mit einer Reduktion der depressiven Symptomatik einherzugehen.

Therapie der akuten Manie

11.01.2020 EBM Valproat ist effektiver als Placebo und scheint vergleichbar wirksam zu sein wie eine Behandlung mit Lithium oder Olanzapin (Evidenzstufe Ia: Jochim et al. 2019), wobei der Befund für die Olanzapinstudien jedoch auf nur zwei mit methodischen Mängeln behafteten Studien beruht. Hinsichtlich Verträglichkeit ergaben sich für den Vergleich von Lithium und Valproat keine empirisch abzusichernden Unterschiede, aber weniger Nebenwirkungen als unter Olanzapin. Bei Adoleszenten ergaben sich keine Evidenzen für eine Wirksamkeit.

Holen Sie sich die neue Medizinwelten-App!

Schließen