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Kapitel 11: Affektive Störungen

Pharmakotherapie der behandlungsresistenten Depression

11.01.2020 EBM Patienten, die auf eine antidepressive Monotherapie nicht ansprechen, profitieren von einer Quetiapin-Augmentierung (Evidenzstufe Ia: Davies et al. 2019). Basierend auf jeweils nur einer Studie, gibt es erste Hinweise, dass sich auch durch eine Augmentation mit Ziprasidon oder Cariprazin die depressive Symptomatik reduzieren lässt. Dieser Benefit geht jedoch mit mehr unerwünschten Nebenwirkungen und einer höherer Abbruchrate einher. Ebenfalls auf nur einer Studie basierend, scheint auch eine Zugabe von Mianserin bei guter Verträglichkeit mit einer Reduktion der depressiven Symptomatik einherzugehen.

Therapie der akuten Manie

11.01.2020 EBM Valproat ist effektiver als Placebo und scheint vergleichbar wirksam zu sein wie eine Behandlung mit Lithium oder Olanzapin (Evidenzstufe Ia: Jochim et al. 2019), wobei der Befund für die Olanzapinstudien jedoch auf nur zwei mit methodischen Mängeln behafteten Studien beruht. Hinsichtlich Verträglichkeit ergaben sich für den Vergleich von Lithium und Valproat keine empirisch abzusichernden Unterschiede, aber weniger Nebenwirkungen als unter Olanzapin. Bei Adoleszenten ergaben sich keine Evidenzen für eine Wirksamkeit.

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