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B978-3-437-21833-0.00038-3

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978-3-437-21833-0

Suggestive und übende Verfahren

Walter Bongartz

  • 38.1

    Hypnose und Hypnotherapie445

    • 38.1.1

      Subjektive und physiologische Veränderungen in Hypnose445

    • 38.1.2

      Hypnotherapeutische Interventionen447

    • 38.1.3

      Wirksamkeit der Hypnotherapie bei der Behandlung psychosomatischer Störungen447

  • 38.2

    Übende Verfahren und katathymes Bilderleben448

    • 38.2.1

      Autogenes Training448

    • 38.2.2

      Progressive Muskelrelaxation449

    • 38.2.3

      Katathymes Bilderleben449

Hypnose und Hypnotherapie

Psychosomatische Erkrankungensuggestive und übende VerfahrenDa sich die mit Hypnose/HypnotherapieHypnose erzielten Psychotherapiesuggestive Verfahrensubjektiven und physiologischen Veränderungen auch mit anderen Verfahren erzielen lassen, wird im Folgenden der Begriff Hypnose nicht zur Kennzeichnung eines besonderen Bewusstseinszustands verwendet, sondern als Bezeichnung für eine Methode eingeführt. Mit dieser Methode kann – wie etwa mit dem autogenen Training auch – ein veränderter Bewusstseinszustand induziert werden, der als TranceTrance bezeichnet werden kann. Hypnotherapie unterscheidet sich aber vom Vorgehen anderer Verfahren bei der klinischen Nutzung der Trance.
Die Erzeugung eines Trancezustands durch Hypnose verläuft in der Regel wie folgt: Hypnose/HypnotherapieTranceinduktion
  • 1.

    Einengung der Aufmerksamkeit des PatientenAufmerksamkeitseinengung, Hypnose über Fokussierung seiner Aufmerksamkeit auf äußere (z. B. auf einen Punkt, Farben, Töne) oder „innere“ Wahrnehmungen (Vorstellungen, Körperempfindungen) und

  • 2.

    Veränderung der Körperwahrnehmung (KörperwahrnehmungHypnoseEntspannung oder positive Spannung [Stärke]). Nach der eigentlichen Tranceinduktion (1 und 2) folgt dann

  • 3.

    die Nutzung der Trance.

Vor der therapeutischen Nutzung der Hypnose müssen dem Therapeuten nicht nur die Problemsituation und deren Abbildung auf den Systemebenen bekannt sein, sondern auch die Ressourcen des PatientenHypnose/HypnotherapieRessourcen des Pat., die neben direkten und indirekten Suggestionen ein wesentlicher Bestandteil hypnotherapeutischer Interventionen sind. Im engeren Sinne handelt es sich bei Ressourcen um ein emotionales Erleben, das dem Problemerleben diametral gegenübersteht (zum Umgang mit Ressourcen Kap. 38.1.2). Nach der Phase der Trancenutzung erfolgt die Rücknahme der Trance, bei der der Patient sich mit geöffneten Augen wieder im „Hier und Jetzt“ einfinden soll.

Subjektive und physiologische Veränderungen in Hypnose

Subjektive Veränderungen
Hypnose/Hypnotherapiesubjektive VeränderungenVersuchspersonen berichten nach einer Hypnose oft, dass störende Geräusche nicht wahrgenommen wurden. Diese Einengung der Aufmerksamkeitseinengung, HypnoseAufmerksamkeit lässt sich auch experimentell belegen wie etwa in der Arbeit von Grond et al. (1995), die bei Untersuchung des regionalen Glukosestoffwechsels im Gehirn von hypnotisierten, hoch suggestiblen Probanden mittels PET zeigen konnten, dass die „Bereitschaft“ zur Reizverarbeitung in primären visuellen und akustischen Zentren reduziert ist.
Neben der Einengung der Aufmerksamkeit berichten Personen in Hypnose auch über spontane, d. h. nicht suggerierte Veränderungen in der KörperwahrnehmungHypnoseKörperwahrnehmung: Während einer längeren Hypnose kann es geschehen, dass etwa Beine und Arme als länger oder kürzer wahrgenommen werden oder sich andere Teile des Körpers scheinbar verändern, dass sich z. B. die Lippen ausweiten oder der Kopf größer als normal erscheint. Spontan können auch ein Schweregefühl oder eine als angenehm empfundene Leichtigkeit auftreten, die von einem Gefühl muskulärer Entspannung begleitet ist, die sich im Elektromyogramm objektivieren lässt (Bryant und Kapur 2006).
Als weiteres Kennzeichen des hypnotischen Erlebens gilt die TrancelogikHypnose/HypnotherapieTrancelogikTrancelogik, d. h. die Toleranz gegenüber logischen Widersprüchen in Hypnose/Hypnotherapie: Wird z. B. hoch suggestiblen Versuchspersonen suggeriert, dass sich außer ihnen und dem Versuchsleiter nichts im Versuchsraum befindet, und werden sie aufgefordert, sich im Raum zu bewegen, so umgehen sie den Stuhl, den sie „eigentlich“ nicht wahrnehmen dürften (Orne 1962). Gering suggestible Versuchspersonen hingegen, die den hypnotischen Zustand nur simulieren sollen, stoßen gegen den Stuhl in der Meinung, dass sich auch hoch suggestible Versuchspersonen logisch verhalten würden.
Nach einer Hypnose sind Versuchspersonen oft über die Lebendigkeit der Vorstellungen verblüfft, die ihnen suggeriert wurden. Hoch suggestible Versuchspersonen, denen z. B. das Erleben einer Szene aus der Schulzeit suggeriert wurde, kommentieren das Erleben der entsprechenden Vorstellungen manchmal mit den Worten: „Es war so, als wenn ich dort gewesen wäre.“ Derartige Berichte haben dazu geführt, die im Vergleich zum Wachzustand verbesserte Bildung visueller Vorstellungen als kennzeichnend für den hypnotischen Zustand aufzufassen (Sadler und Woody 2006).
Ein weiteres Kennzeichen der hypnotischen Erfahrung ist die verzerrte Zeitwahrnehmung in Hypnose. Sowohl klinische als auch experimentelle Untersuchungen belegen, dass Patienten und Versuchspersonen die in Hypnose verbrachte Zeit oft deutlich unterschätzen (Naish 2007); diese Unterschätzungen können sogar um 80 % betragen, d. h., die Dauer einer 1-stündigen Hypnose wird vom Probanden mit 10 Minuten angegeben.
Neben der erhöhten Suggestibilität, HypnoseSuggestibilität in Trance ist in der hypnotherapeutischen Arbeit immer wieder zu beobachten, dass emotionale Reaktionen in Hypnose leichter zu evozieren und zu bearbeiten sind. So lassen sich Angstzustände in Hypnose deutlich reduzieren (emotional numbing; Sebastiani et al. 2007).
Trance gilt auch als ein Zustand, der dissoziative Prozesse erleichtert (Spiegel und Vermetten 1994). Hypnose/Hypnotherapiedissoziative ProzesseDissoziationHypnoseDissoziation kann sich z. B. auf das Ausblenden äußerer Reize beziehen, wie es etwa bei hypnotischer Analgesie der Fall ist, wobei starke äußere Reize bei chirurgischen Eingriffen (z. B. Kaiserschnitt, Blinddarmoperation etc., Zahnextraktion oder sogar eine Gallenblasenoperation) nur mit Selbsthypnose als Anästhetikum nicht zu einer Schmerzwahrnehmung führen (Chaves 1989).
Neben den oben berichteten hypnotisch bewirkten subjektiven Änderungen der Wahrnehmung zeigt gerade die hypnotische AnalgesieAnalgesiehypnotische, dass über Hypnose die Konstruktion der „Wirklichkeit“ – bei gleicher Reizlage – beeinflusst wird. Dies lässt sich auch mit der Unterscheidung zwischen den kognitiven Prozessen „Merken“ und „Bedeutungserteilung“, zwischen denen der Funktionskreis unterscheidet, präzisieren. Es ist die „Bedeutungserteilung“, also die Interpretation von Reizen, die mit Hypnose beeinflusst wird, und nicht das „Merken“, d. h. die Aufnahme von Sinneseindrücken, „die noch nichts mit einem bewussten Wahrnehmen … zu tun haben“. Experimentell wird diese Trennung von Rainville et al. (1997) belegt, die in einer PET-Studie einen Einfluss der hypnotischen Analgesie auf Hirnareale gefunden haben, welche die Interpretation (Bedeutungserteilung) von Reizen vermitteln, nicht aber auf Areale, welche die Registrierung (Merken) von Reizen betreffen.
Physiologische Veränderungen
  • Hirnphysiologische Maße: Während die Alpha-Hypnose/Hypnotherapiephysiologische VeränderungenHypnose/Hypnotherapiehirnphysiologische MaßeAktivität nicht bzw. nur unzuverlässig zwischen hoch und gering suggestiblen Probanden trennt (Perlini und Spanos 1991), ist dies für den Theta-Frequenzbereich nachgewiesen. Ein Anstieg von Theta wird u. a. mit der Ausblendung äußerer Reize in Verbindung gebracht. Einige Arbeiten zeigen, dass bei hoch suggestiblen Personen das Niveau der Theta-Power höher ist als bei gering suggestiblen (Graffin et al. 1995).

    Es liegen auch Befunde zur hirnphysiologischen Aktivität bei Hypnose vor, die mit bildgebenden Verfahren gewonnen wurden (Burgess 2007). Dabei ist die hirnphysiologische Aktivität von den vorgegebenen Tranceinhalten abhängig: Wie Rainville et al. (1999) In einer PET-Studie zeigen konnten, ist bei einer Ruhehypnose die regionale Durchblutung des visuellen Kortex erhöht, bei hypnotischer Analgesie nimmt dagegen die regionale Durchblutung des frontalen Kortex (insb. links) zu. Werden Schmerzen in Hypnose suggeriert, zeigt die funktionelle MRT eine Hirnaktivität, die dem Aktivierungsmuster bei physisch zugefügtem Schmerz entspricht (Derbyshire et al. 2004).

  • Veränderung autonomer Funktionen: In zahlreichen Experimenten wurde die Hypnose/Hypnotherapieautonome Funktionen, veränderteBeeinflussung autonomer Reaktionen mittels Hypnose nachgewiesen (Übersicht in Kossak 2004). Die in Hypnose erlebte EntspannungEntspannungsübungen/-verfahrenHypnose geht mit einer Dämpfung des sympathischen Erregungsniveaus einher und führt damit z. B. zur Abnahme von Atemfrequenz, Herzfrequenz und systolischem Blutdruck. Der Einfluss von Hypnose auf weitere autonome Reaktionen betrifft z. B. die spontane Erhöhung der Körpertemperatur, die Abnahme der spontanen elektrodermalen Reaktion sowie die Senkung der im Elektromyogramm erfassten elektrischen Muskelaktivität.

    Die Veränderung der erwähnten autonomen Reaktionen betrifft allerdings nur die Hypnose/HypnotherapieEntspannungEntspannung mit Hypnose. Hypnose ist aber nicht ausschließlich durch den Zustand der körperlichen Entspannung definiert. Bei der Verarbeitung von belastenden Gefühlen in Hypnose wie Angst oder Wut ist mit einem Anstieg der autonomen Reaktionen zu rechnen. So steigt die Herzfrequenz an, wenn etwa Emotionen wie Furcht suggeriert werden (Bryant und Kapur 2006; Sebastiani et al. 2007).

  • Endokrinologische Parameter: Endokrinologische Hypnose/Hypnotherapieendokrinologische ParameterParameter wurden in der Hypnoseforschung nur in wenigen Arbeiten berücksichtigt. Beim Vergleich einer Hypnosebedingung mit einer Belastungsbedingung (Stroop-Stroop-Test, HypnoseTest mit verzögerter akustischer Rückmeldung) und einer Kontrollbedingung (ruhiges Sitzen und Lesen) wurden Plasma-Adrenalin und -Noradrenalin jeweils vor, unmittelbar und 90 Minuten nach den Bedingungen bestimmt (Bongartz 1996, Experiment II). Dabei zeigte sich am Ende der Hypnosebedingung ein deutliches Absinken von Adrenalin und Noradrenalin im Vergleich zur Belastungsbedingung, in der eine Zunahme der Katecholamine auftrat, die signifikant höher war als in der Kontrollbedingung (ruhiges Sitzen und Lesen). Für eine längerfristige Anwendung von SelbsthypnoseSelbsthypnose über einen Zeitraum von 6 Monaten fanden Johansson und Unestahl (2006) ein signifikantes Absinken des Plasma-Kortisols.

  • Hämatologische Veränderungen: Auch das Blutbild verändert sich nach Hypnose/Hypnotherapiehämatologische VeränderungenHypnose (Bongartz 1996; Keresztes et al. 2007): So kommt es zu einer Abnahme der Leukozytenzahl um ca. 20 % (Bongartz 1986). Dieser Vorgang wird über die schon erwähnte Abnahme der Katecholamine gesteuert, die zu einer vermehrten Haftung (Adhärenz) der Leukozyten am Gefäßendothel führt. Dadurch befinden sich weniger Leukozyten in der Zirkulation und damit auch weniger in der (venösen wie kapillären) Blutprobe.

Hypnotherapeutische Interventionen

Die therapeutische Arbeit mit HypnoseHypnose/Hypnotherapietherapeutische Interventionen soll in Anlehnung an das SituationskreiskonzeptSituationskreismodellHypnotherapie von Uexküll und Wesiack skizziert werden, das sich zur Strukturierung der therapeutischen Anwendung von Hypnose gut eignet. Dieses Konzept sieht die Beschreibung psychosomatischer Erkrankungen auf den drei Systemebenen „Physiologische Vorgänge, Psychische Vorgänge, Soziale Vorgänge“ vor und betont dabei die Interdependenz dieser Vorgänge, die als Bedeutungskopplungen zwischen den Ebenen verstanden wird und die „Aufwärtseffekte“ von „unten“ (Physiologische Vorgänge) nach „oben“ (Soziale Vorgänge) bzw. von „oben“ nach „unten“ als „Abwärtseffekte“ beinhaltet.
Überdies wird die Interdependenz der Ebenen nicht als eine lineare Kausalkette, sondern als zirkuläres System verstanden, das in Bezug auf psychosomatische Erkrankungen als ein Circulus vitiosus beschrieben ist (Kap. 66.3.4).
Diagnostischer Teil
Aus den Angaben zur Problemsituation ordnet der Hypnose/Hypnotherapiediagnostischer TeilTherapeut die verschiedenen Aspekte der vorgegebenen psychosomatischen Belastung den drei Systemebenen (körperliche, psychische und soziale Vorgänge) zu. Zur Diagnosestellung gehört auch die Erfassung der Ressourcen des PatientenHypnose/HypnotherapieRessourcen des Pat.. Gelingt es, den Patienten in Trance mit seinen Ressourcen in Kontakt zu bringen, wird damit ein Erlebnisraum eröffnet, in dem der Patient sich (wieder) in allen Aspekten als „gesund“ erleben kann. Im Erleben seiner Ressourcen könnte er dann auch die Ziele erreichen bzw. die Aktivitäten wieder aufnehmen, die ihm aufgrund seiner momentanen Symptomatik nicht zur Verfügung stehen (Kap. 38.1).
Therapeutischer Teil
Bei der Hypnose/Hypnotherapietherapeutische Interventionenpsychotherapeutischen Arbeit, die sich am Situationskreiskonzept orientiert, unterscheiden Uexküll und Wesiack zwei grundlegende Schritte: Im ersten Schritt ist dem Patienten der Zusammenhang zwischen seinen Symptomen und seiner Gesamtsituation in einer „Aufwärtsbewegung“ über die Systemebenen zu erklären; im zweiten sind dann die Störungen auf den jeweils betroffenen Systemebenen zu modifizieren.
  • Bedeutungskopplung: Die Arbeit mit Hypnose/HypnotherapieAffektbrückeHypnose eröffnet über die sog. „Affektbrücke“ (Watkins 1971AffektbrückeHypnose) sowohl für den Patienten als auch den Therapeuten einen besonderen Zugang zu Lebenserfahrungen der Kindheit oder Jugend, die womöglich mit der Entstehung der aktuellen Symptomatik in Zusammenhang stehen. Durch diese „Brücke“ lässt sich die zudem die aktuelle Problemsituation als Geschehen erlebbar machen, in dem die körperlich-physiologische Ebene mit der psychischen und sozialen Ebene bedeutungsmäßig gekoppelt ist.

  • Behandlung auf der körperlichen Ebene: Hypnose/HypnotherapieBehandlungIn Trance werden dem Patienten Erfahrungen im Erleben des eigenen Leibes vermittelt, mit denen er in Problemsituationen typische Belastungsreaktionen (z. B. muskuläre Anspannung, Druck im Magen, Enge in der Brust etc.) reduzieren kann. Dazu dienen zunächst einmal einfache Entspannungstrancen mit symptomorientierten direkten und indirekten Suggestionen (z. B.: „Sie spüren deutlich den Unterschied zwischen der kühlen Einatem- und der warmen und feuchten Ausatemluft“), die der Patient auch in Selbsthypnose zu Hause fortführen soll.

  • Behandlung auf der sozialen Ebene: Bei der therapeutischen Arbeit zur Veränderung von sozialen Verhaltensweisen des Patienten wird in Trance zuerst eine passende Ressource, z. B. das Bewältigen einer ähnlichen Problemsituation, wachgerufen und dann versucht, diese frühere Kompetenz in die aktuelle belastende soziale Situation zu übertragen. Erfolgreich ist dieser Transfer von Kompetenz aus einer früheren in die aktuelle Situation nur dann, wenn sie nicht nur in Trance, sondern auch im Alltag funktioniert.

  • Behandlung auf der psychischen Ebene: Unter der Annahme, dass sich eine überdauernde Disposition zum Erleben negativer Emotionen (Angst, Unsicherheit etc.) auf negative Interaktionen mit den wichtigen Personen der Kindheit zurückführen lässt, besteht die therapeutische Modifikation darin, dass in der hypnotischen Altersregression emotional belastende Schlüsselszenen der Vergangenheit durchgearbeitet und wenn möglich zu einem weniger belastenden Schluss geführt werden.

Wirksamkeit der Hypnotherapie bei der Behandlung psychosomatischer Störungen

Psychosomatische ErkrankungenHypnoseHypnose/HypnotherapieWirksamkeitHypnose gilt als wirksames Instrument zur Behandlung von psychosomatischen Störungen (Pinnell und Covino 2000); ihr breites Anwendungsspektrum ist durch eine Fülle von klinischen Studien und Fallberichten belegt.
Zur Überprüfung ihrer Wirksamkeit (efficacy) führten Flammer und Alladin (2007) eine Metaanalyse durch, in der sie ausschließlich RCTs zur hypnotherapeutischen Behandlung von Störungsbildern berücksichtigten, die den ICD-10-Kategorien F45 (Somatoforme Störungen) und F54 (Psychologische oder Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Störungen und Krankheiten) entsprechen. 22 Studien konnten in die Metaanalyse aufgenommen werden. Eine Intervention wurde dann der klassischen Hypnose zugerechnet, wenn direkte Suggestionen (z. B.: „Sie werden jetzt ganz ruhig!“) zum Einsatz kamen. Wenn hingegen Metaphern und indirekte Suggestionen (z. B.: „Vielleicht mögen Sie sich vorstellen, Sie könnten aus größerer Distanz auf diese Szene schauen …?“) benutzt wurden, wurde die Intervention der modernen Hypnose zugeordnet. Studien, die gleichermaßen sowohl klassische wie moderne Interventionsformen verwendeten, wurden der Kategorie „gemischt“ zugeordnet.
Hypnose/HypnotherapieEffektstärkenFür alle abhängigen Variablen (z. B. Blutdruck, Schmerzscore) einer Studie wurden die Effektstärken (Differenz der Mittelwerte der Behandlungs- und der Kontrollgruppe dividiert durch die gemeinsame Standardabweichung) berechnet und daraus unter Berücksichtigung der Stichprobengröße die mittlere Effektstärke einer Studie ermittelt.
Bei einer mittleren Behandlungsdauer von ca. 6,7 Sitzungen (von drei Studien liegen keine Angaben vor) ergibt die Metaanalyse von Flammer und Alladin eine mittlere Effektstärke von d = 0,61. Entsprechend der Einteilung von Cohen (1988; d = 0,20–0,50: schwacher Effekt; d = 0,50–0,80: mittlerer Effekt; d > 0,80: starker Effekt) ist damit von einer mittleren Wirksamkeit der hypnotherapeutischen Behandlung von psychosomatischen Störungen auszugehen. Der Wirksamkeitsgrad liegt damit in dem Bereich, den Bongartz et al. (2002) in ihrer Metaanalyse zur Wirksamkeit der Hypnotherapie für eine größere Bandbreite psychologischer Störungen berichten (d = 0,60).
Aus dem Wert von d = 0,61, den Flammer und Alladin (2007) fanden, kann die sog. binomiale Effektstärke berechnet werden:

Ohne Behandlung können 36 % der psychosomatischen Patienten eine Besserung erwarten, mit hypnotherapeutischer Behandlung 65 % der Patienten.

Nach der Arbeit von Flammer und Alladin (2007), die Studien mit sehr heterogenen psychosomatischen Störungsbildern in eine Metaanalyse integrierte, sind bis heute im Wesentlichen nur zwei weitere Metaanalysen erschienen: Schaefert et al. (2014), die sich nur auf ein Störungsbild beschränkten, führten eine Metaanalyse zur Wirksamkeit von Hypnotherapie bei Colon irritabileReizdarmsyndromHypnotherapie durch. Dazu wählten sie acht randomisierte Studien aus, in denen insgesamt 464 Patienten in 8,5 Hypnosesitzungen (Median) über einen Zeitraum von ca. 12 Wochen behandelt wurden. Dabei ergab die hypnotherapeutische Behandlung im Kontrollgruppenvergleich unmittelbar nach Behandlung eine signifikante Symptomreduktion, die auch bei längeren Katamnesen für 54 % der Patienten bestehen blieb.
In einer japanischen Arbeit (Adachi et al. 2014) wurde die Wirksamkeit von Hypnose bei chronischem SchmerzChronischer SchmerzHypnotherapie metaanalytisch bestimmt. Dazu wurden aus 473 Studien 12 Studien (6 RCTs, 6 kontrollierte klinische Studien) mit sehr unterschiedlichen Schmerzformen für die Metaanalyse ausgewählt (Spannungskopfschmerz, Migräne, temporomandibuläre Dysfunktion, Fibromyalgie, Arthritis, orofaziales Syndrom etc.). Die Behandlung der Patienten umfasste zwischen 3 und 12 Sitzungen. Im Vergleich zu Standardbehandlungen (keine Behandlung, Treatment as Usual, Wartekontrollgruppe) fanden die Autoren einen signifikanten Behandlungseffekt für Hypnose (g = .60; „g“ entspricht Cohens d für kleine Stichproben) von mittlerer Stärke. Beim Vergleich von Hypnotherapie mit anderen Behandlungsansätzen (Guided Imagery, PMR, autogenes Training) trifft dies ebenfalls zu. Auch hier zeigt sich ein moderater, aber signifikanter Vorteil für die hypnotherapeutische Behandlung (g = .46); dies allerdings nur für den Vergleich mit Studien, in denen keine Kopfschmerzen behandelt wurden („nonheadache groups“).

Resümee

Die Autoren aller drei Metaanalysen schließen aus ihren Daten, dass Hypnotherapie eine wirksame Methode zur Behandlung psychosomatischer Störungen ist. Angesichts der z. T. großen Heterogenität der Studien (bzgl. der Störungsbilder, der sehr unterschiedlichen Kontrollgruppen, der Dauer der Behandlung etc.) zeichnen die berichteten Ergebnisse vermutlich nur ein verschwommenes Bild des therapeutischen Potenzials der Hypnotherapie für die Behandlung psychosomatischer Störungen. Es wird noch vieler weiterer Einzelstudien bedürfen, um ein realistisches Bild der Wirksamkeit der Hypnotherapie bei psychosomatischen Störungen zu erhalten.

Insbesondere wäre es wünschenswert, wenn Metaanalysen für einzelne eng umschriebene Störungen durchgeführt würden, um auch die differenzielle Wirksamkeit der Hypnotherapie in Abhängigkeit vom psychosomatischen Störungsbild beurteilen zu können.

Übende Verfahren und katathymes Bilderleben

Psychotherapieübende VerfahrenDie im Folgenden aus Platzgründen nur summarisch dargestellten Verfahren sind zum einen das autogene Training und die progressive Muskelrelaxation, also Verfahren zur Beeinflussung des Erlebens des eigenen Körpers, die der Patient – nach entsprechender Einführung – auch „autogen“ durchführen, d. h. selbst üben kann. Zum anderen wird das katathyme Bilderleben beschrieben, das es dem Patienten (nur unter Anleitung eines Therapeuten) ermöglicht, über die Begegnung mit Symbolen in der Imagination, aber auch mit imaginierten Realsituationen neue Erlebens- und Verhaltensmuster zu erarbeiten.

Autogenes Training

Das Autogene Training (Autogenes TrainingAT) wurde von Schultz (1932) mit dem Ziel eingeführt, ein leicht erlernbares und in der Selbstanwendung durchführbares EntspannungsverfahrenEntspannungsübungen/-verfahrenautogenes Training zur Verfügung zu stellen, das über Entspannung hinaus auch als „Basistherapeutikum“ (Binder 1962) für die Anwendung auf psychosomatische und psychotherapeutische Problemstellungen relevant sein sollte.
In der sog. Grundstufe des AT lernen die Patienten über eine Folge von körperbezogenen Übungen eine „organismische“ Gesamtumschaltung zu erreichen, d. h. einen Zustand der körperlichen Entspannung und seelischen Ruhe, der sich auch physiologisch objektivieren lässt. So tritt – wie bei der hypnotischen Entspannung – auch beim AT eine Zunahme der Theta-Power im EEG auf (Dierks et al. 1989).
Zur Vorbereitung der praktischen Übung legt sich der Patient hin, setzt sich in einen bequemen Sessel oder nimmt die Droschkenkutscherhaltung (Aufstützen der Unterarme auf die gespreizten Oberschenkel mit nach vorn fallendem Kopf) ein. Bei geschlossenen Augen konzentriert sich der Patient auf bestimmte Körperbereiche, die er mit bestimmten Vorstellungen verbindet („Der rechte Arm ist ganz schwer“) und die er auch „innerlich“ spricht.
Die Übungen der Grundstufe des AT bestehen aus folgenden Schritten (Schultz 1956; s. auch Binder und Binder 1998):
  • Schwereübung („Arme [Beine] sind schwer“)

  • Wärmeerlebnis („Arme [Beine] sind warm“)

  • Herzregulierung („Herz schlägt ganz ruhig und kräftig“)

  • Atemeinstellung („Atmung ganz ruhig“)

  • Regulierung der Bauchorgane („Sonnengeflecht strömend warm“)

  • Einstellung des Kopfgebietes („Die Stirn ist angenehm kühl“)

AT hat sich nicht nur als Entspannungsverfahren (u. a. mit Einsatz von autosuggestiven Vorsatzbildungen) bei der Behandlung von psychosomatischen Störungen, sondern auch bei der Therapie von ÄngstenAngst(störungen)autogenes Training und DepressionenDepression/depressive Störungenautogenes Training bewährt (Stetter 1999); es lässt sich auch mit anderen Therapieverfahren kombinieren: Beckelmann (1996) schildert die Kombination von AT mit analytischer Fokaltherapie.

Die Wirksamkeit des AT ist gut belegt. Grawe et. al. (1994) bewerten AT im Vergleich zu Hypnose und progressiver Muskelrelaxation zwar als geringer wirksam, stützen ihre Metaanalyse allerdings nur auf 14 bis 1983/84 veröffentlichte Studien. Stetter und Kupper (1998) schlossen 64 Studien in eine qualitative Metaanalyse ein, welche die Bandbreite der Anwendungsmöglichkeit des AT und seine Wirksamkeit belegt. Dies wird auch in einer quantitativen Metaanalyse (Stetter 1999) sowie in zwei Studien für den Einsatz von AT im Klinikalltag (Ashihara 2007; Bühler 2005) belegt.

Progressive Muskelrelaxation

Entspannungsübungen/-verfahrenMuskelrelaxation, progressiveBei der von Muskelrelaxation, progressive nach JacobsonJacobson bereits 1909 eingeführten Entspannungsmethode der Progressiven Progressive Muskelrelaxation nach JacobsonMuskelrelaxation (PMR; Jacobson und Höfler 1999) achten die Patienten zunächst auf die Wahrnehmungen, die durch eine willkürliche An- und Entspannung einzelner Muskelpartien (Arme, Kopf, Oberkörper, Rumpf und Beine) ausgelöst werden. Hat der Patient genügend Übung und erreicht eine tiefe körperliche Entspannung, kann er lernen, die Entspannung allein durch „Vergegenwärtigung“ zu erreichen (Bernstein und Borkovec 1987). Dabei „vergegenwärtigt“ sich der Patient die Empfindung der Entspannung aus den vorausgehenden Übungen, um über den „Abruf“ dieser Empfindung die Entspannung zu erzielen, ohne dass ein aktives An- und Entspannen stattfinden müsste. Anders als in Hypnose führt die Entspannung mittels PMR nicht zu einer verzerrten Zeitwahrnehmung (von Kirchenheim und Persinger 1991).

Die PMR ist ein in der Verhaltenstherapie häufig eingesetztes Verfahren, das aber auch als alleinige Interventionsmethode Anwendung findet. Die Metaanalyse von 66 Studien zur PMR von Grawe et al. (1994) belegt die breite Anwendungsmöglichkeit der PMR und ihre Effektivität. McCallie et al. (2006) betonen insbesondere die Anwendbarkeit der PMR bei psychosomatischen Problemen.

Katathymes Bilderleben

Entspannungsübungen/-verfahrenkatathymes BilderlebenBei dem von Leuner ab 1948 Katathymes Bilderlebenentwickelten und zuerst 1955 publizierten „katathymen Bilderleben“ (Leuner 1955) handelt es sich um eine tiefenpsychologisch orientierte Kurzzeittherapie, die nicht nur in Europa, sondern auch in den USA (im angelsächsischen Sprachbereich unter der Bezeichnung Guided Affective Imagery) Guided Affective Imageryverbreitet ist.
Katathymes Bilderleben (KB) ist ein imaginatives Verfahren. Dem Patienten werden vom Therapeuten sog. Standardmotive vorgegeben, die sich der Patient, der mit geschlossenen Augen bequem sitzt oder liegt, in einer leichten Entspannung vorstellen soll. Die Entspannung kann über die ersten beiden Übungen des autogenen Trainings eingeleitet werden; oft reicht aber auch die Bitte des Therapeuten, ein vorgegebenes Motiv zu imaginieren. Der Patient ist gehalten, über die vom imaginierten Motiv ausgelösten inneren (emotionalen) Erlebnisse zu berichten. Der Therapeut ist bemüht, die Spontaneität des imaginativen Geschehens möglichst wenig zu beeinflussen, fragt aber nach Einzelheiten, gibt Anregungen über den Vorstellungsverlauf oder schlägt vor, in der imaginierten Welt bestimmte Handlungen durchzuführen, die den sog. Regieprinzipien folgen. Die Art der Regieprinzipien wie der vorgegebenen Standardmotive, die immer wieder durch neue erweitert werden (Gerber und Sedlak 1994) sind dem Therapieablauf angepasst, der eine Grund-, Mittel- und Oberstufe des KB vorsieht:
  • Auf der Grundstufe (mit den Standardmotiven Wiese, Bachlauf, Berg, Haus, Waldrand) sind es die Prinzipien „Versöhnen“ (z. B. angstauslösende Symbolgestalten durch Berührung etc. versöhnlich stimmen) und „Nähren“ (z. B. feindselige Symbolgestalten werden zum Essen angehalten, bis sie friedfertig sind).

  • Auf der Mittelstufe (mit den Standardmotiven Beziehungsperson, Rosenbusch bzw. Autostopp, Löwe) sind die Regieprinzipien der „Schrittmacher“ (der Patient vertraut sich einem Führer an, z. B. einer Fee oder einem Tier) und die „Symbolkonfrontation“ (mithilfe des Therapeuten überwindet der Patient die Angst vor einer bedrohlichen Symbolgestalt).

  • Auf der Oberstufe (mit den Standardmotiven Höhle, Sumpfloch, Vulkan, Folianten) sind es die Regieprinzipien „Erschöpfen und Mindern“ (der Patient lebt seine aggressiven Tendenzen aus, indem er eine feindselige Symbolgestalt so lange jagt, bis sie erschöpft ist und stirbt) und „Magische Flüssigkeiten“ (zur Behandlung z. B. von psychosomatischen Symptomen badet der Patient in einem Bergsee, trinkt aus einer magischen Quelle etc.).

Über die affektive Begegnung mit den imaginierten Standardmotiven und den vom Therapeuten geleiteten Umgang mit dem Symbol kann die Projektion unbewusster Konflikte angeregt und der Umgang mit ihnen erleichtert werden, da ihr Bedeutungsgehalt über das Symbol maskiert ist: Der Patient kann auf der „imaginativen Bühne“ Konflikte symbolisch lösen; er kann unbefriedigte archaische Bedürfnisse über den Umgang mit den Symbolen befriedigen, woraus sich eine Ich-Stärkung ergeben kann; es können therapeutisch wertvolle kathartische Abreaktionen auftreten.

Die Anleitung zum Umgang mit den imaginativen Inhalten, die nach Vorgabe eines Standardmotivs entstehen, ist eine wesentliche therapeutische Maßnahme des KB. Daneben werden aber auch Techniken wie die imaginative Bearbeitung von Nachtträumen, bildhaftes Assoziieren, Introspektion des imaginierten Körperinneren eingesetzt, um nur einige zu nennen. Auch der Einsatz von Musik und das Malen von Symbolen gehören zum therapeutischen Instrumentarium des KB. Die Übertragungsanalyse hingegen spielt im KB – trotz des tiefenpsychologisch orientierten theoretischen Hintergrunds – nur eine geringe Rolle. Der Hauptgrund dafür liegt in der Kürze der Therapie (bis zu 30 Sitzungen), die eine fundierte Bearbeitung der Beziehung zwischen Therapeut und Patient nicht zulässt.
Das KB hat einen breiten Anwendungsbereich und ist bei allen Formen neurotischer Entwicklungen und psychosomatischer Erkrankungen anwendbar. Als Kontraindikationen gelten mangelnde Intelligenz (IQ < 85), akute und chronische Psychosen, schwere Depression und Hysterie. Eine Effektivitätsstudie, die allerdings einen geplanten Vergleich zwischen Behandlungs- und Wartekontrollgruppe bei randomisierter Zuteilung der Patienten nicht verwirklichen konnte, ergab für eine Reihe von Variablen Effektstärken von d = 0,80 (von Wietersheim 2003).

Literaturauswahl

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T. Adachi H. Fijino A. Nakae A meta-analysis of hypnosis for chronic pain problems: a comparison between hypnosis, standard care, and other psychological interventions Int J Clin Exp Hyp 62 2014 1 28

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W. Bongartz B. Bongartz Hypnosetherapie 2. Aufl. 2000 Hogrefe Göttingen

Bongartz et al., 2002

W. Bongartz E. Flammer R. Schwonke Effektivität der Hypnose. Eine meta-analytische Studie Psychotherapeut 47 2002 67 76

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E. Flammer A. Alladin The efficacy of hypnotherapy in the treatment of psychosomatic disorders: meta-analytical evidence Int J Clin Exp Hypn 55 2007 251 274

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Leuner, 1955

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Schaefert et al., 2014

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J.H. Schultz Das Autogene Training 1932 Thieme Leipzig

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F. Stetter S. Kupper Autogenes TrainingQualitative Meta-Analyse kontrollierter klinischer Studien und Beziehungen zur Naturheilkunde Forschende Komplementärmedizin 5 1998 211 223

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J. Von Wietersheim E. Wilke M. Röser G. Meder Ergebnisse der Katathym-imaginativen Psychotherapie. Die Effektivität der Katathym-imaginativen Psychotherapie in einer ambulanten Längsschnittstudie Psychotherapeut 48 2003 173 178

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