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B978-3-437-48043-0.00004-2

10.1016/B978-3-437-48043-0.00004-2

978-3-437-48043-0

Verschiedene BakterienFormenBakterienformen, die lichtmikroskopisch zu unterscheiden sind

[A400]

Infektionswege

[A400]

Hygienische Händedesinfektion, Standardeinreibeverfahren nach Euro-Norm 1500

[U120]

Beispiel eines kombinierten Hygiene- und Desinfektionsplans für den Rettungsdienst

[V519]

Beispiel eines kombinierten Hygiene- und Desinfektionsplans für den Rettungsdienst

[V519]

Beispiel eines kombinierten Hygiene- und Desinfektionsplans für den Rettungsdienst

[V519]

Beispiel eines kombinierten Hygiene- und Desinfektionsplans für den Rettungsdienst

[V519]

Beispiel eines kombinierten Hygiene- und Desinfektionsplans für den Rettungsdienst

[V519]

Vorschriften der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)

[K157]

Die vier großen Gruppen der für den Menschen bedeutenden WürmerProtozoenInsektenBakterienVirenPilzeKrankheitserreger

Tab. 4.1
Merkmale Beispiele
Bakterien Einzeller ohne Zellkern, das Erbgut liegt frei im Zytoplasma Salmonellen, Meningokokken, Tuberkelbakterien, Clostridien
Viren kleinste Krankheitserreger, nur aus Erbinformation (DNA oder RNA) bestehend, die in einer Hülle verpackt ist HIV, Hepatitisviren
Pilze pflanzenähnliche Mikroorganismen Candida albicans (Hefepilz), Aspergillus flavus (Schimmelpilz)
Parasiten
  • Protozoen

  • Würmer, Insekten

  • einzellige tierische Krankheitserreger

  • vielzellige tierische Krankheitserreger

  • Plasmodien (Malariaerreger)

  • Rinderbandwurm, Schweinebandwurm, Kopflaus, Krätzmilben

Infektionsquellen und ihre Bedeutung

Tab. 4.2
Erregerreservoir Träger (Auswahl) Beispiele
Mensch Patienten, Personal, Angehörige
  • Personal als Keimträger (z. B. von Staphylococcus aureus auf der Haut als Wundinfektionskeim)

  • Ausscheidungen während der Inkubationszeit (z. B. bei Salmonellenerkrankungen)

  • Infektiöse Patienten (z. B. Virusinfizierte, MRSA)

Geräte und Instrumente Inhalationsgeräte, Katheter, Schläuche, Spritzen, Stethoskope, Blutdruckmessgeräte, Laryngoskope, Beatmungszubehör
  • Ungenügend gereinigte, desinfizierte, sterilisierte Instrumente

  • Feuchtigkeit in Instrumenten und Geräten (Keimbrutstätten)

  • Fremdkörper (z. B. Katheter, Sonden, Drainagen) als Leitschiene für Mikroorganismen

  • Infektion des Rettungsfachpersonals durch kontaminierte Kanülen (sogenannte Nadelstichverletzung)

Medikamente Stechampullen, Infusionslösungen
  • Kontamination von Stechampullen durch unsachgemäßen Umgang

  • Kontamination beim Auflösen von Medikamenten oder Herstellen von Verdünnungen

Übertragungswege von Infektionen

Tab. 4.3
Art der Übertragung Übertragungsweg Beispiele
direkte Übertragung: Übertragung von der Infektionsquelle direkt auf den Empfänger Kontakt-, Schmierinfektion (fäkal, oral) Hepatitis A infolge unzureichender Händehygiene
Tröpfcheninfektion (aerogen) Tuberkulose durch beim Husten verbreitete Tuberkelbakterien
Nahrungsmittel und Wasser (alimentär) Gastroenteritis infolge Salmonellenübertragung über Ei- und Rohmilchprodukte
Blut (hämatogen) Hepatitis B infolge Verletzung mit infizierter Kanüle (Nadelstichverletzung)
indirekte Übertragung: Übertragung von der Infektionsquelle mittels „Übertragungsmedium“ auf den Empfänger Hände Pneumonie durch Darmbakterien des Rettungsfachpersonals bei ungenügender Händedesinfektion
Zwischenwirte durch Zecken übertragenes Frühsommer-Meningo-Enzephalitis-Virus
unbelebte Infektionsquellen Pneumonie nach Inhalationstherapie

Übersicht über die wichtigstenInfektionskrankheitBeispiele Infektionskrankheiten (außer MRSA, 4.3.2)

Tab. 4.4
Erkrankung Erreger Infektionsweg Ausscheidungen Klinik Vorkommen Desinfektion Besonderheiten
AIDS (acquired immune deficiency syndrome) HIV (human immunodeficiency virus) hämatogen, parenteral, Kontaktinfektion Blut und Sexualsekrete zunehmende Immunschwäche, Fieber, Exanthem, Leistungsabfall weltweit bei Menschen Routinemaßnahmen Todesursache oft Pneumonie
Enzephalitis (Gehirnentzündung) neurotrope Viren, Arboviren fäkal-oral, hämatogen Milch bei Tieren, Speicheldrüsen bei Insekten Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Erbrechen, Schläfrigkeit, Koma, neurogener Schock, Endokarditis weltweit bei Menschen und Tieren, insbes. Insekten Schlussdesinfektion nach § 18 IfSG Schutzimpfungen möglich (FSME)
Gonorrhö (Tripper) Neisseria gonorrhoeae (Bakterien) Geschlechtsverkehr eitriger Ausfluss aus der Harnröhre oder Scheide Eiterungen und Entzündungen an der Harnröhre, Brennen beim Wasserlassen weltweit bei Menschen Routinemaßnahmen
Hepatitis A Hepatitis-A-Virus (HAV) fäkal-oral, selten hämatogen Blut, Speichel, Sekret Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen, Ikterus, Krankheitsgefühl weltweit bei Menschen laufende Desinfektion, Routinemaßnahmen Impfung ist möglich (Einzelimpfung bzw. Kombinationsimpfung mit Hepatitis B)
Hepatitis B Hepatitis-B-Virus (HBV) hämatogen, parenteral, Kontaktinfektion Blut, Speichel, Sekret Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen, Ikterus, Krankheitsgefühl weltweit bei Menschen laufende Desinfektion, Routinemaßnahmen Impfung ist möglich (Einzelimpfung bzw. Kombinationsimpfung mit Hepatitis A)
Hepatitis C Hepatitis-C-Virus (HCV) hämatogen, parenteral, Kontaktinfektion Blut, Speichel, Sekret Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen, Ikterus, Krankheitsgefühl weltweit bei Menschen laufende Desinfektion, Routinemaßnahmen keine Impfung möglich, hohe Durchseuchungsrate bei Dialysepatienten
Tollwut (Rabies, Lyssa) neurotrope Viren, Rhabdoviren hämatogen Speichel Fieber, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit, Krämpfe und Lähmungen Hund, Katze; in Europa v. a. bei Fuchs, Dachs, Iltis, Marder Schlussdesinfektion nach § 18 IfSG auch noch über tote Tiere Infektion möglich, Schutzimpfungen für gefährdete Personengruppen möglich, Infektionsschutz tragen, Patienten zusätzlich Schutzmaske mit Ausatemventil aufsetzen
offene Lungentuberkulose Mycobacterium tuberculosis (Bakterien) Tröpfcheninfektion (Mensch zu Mensch), fäkal-oral (Tier zu Mensch) Bronchialsekret, Sputum Schwäche, Fieber, Leistungsschwäche, Bluthusten weltweit bei Menschen und Tieren Schlussdesinfektion nach § 18 IfSG bakteriologische Superinfektion bei AIDS

Definition von 3MRGN und 4MRGN nach Resistenzen gegen Leitsubstanz

Tab. 4.5
Leitsubstanz Enterobakterien Pseudomonas aeruginosa Acinetobacter baumanii
3MRGN 4MRGN 3MRGN 4MRGN 3MRGN 4MRGN
Piperacillin R R R R R
Cefotaxim und/oder Ceftazidim R R R R R
Ciprofloxacin R R R R R
Imipenem und/oder Meropenem S R R S R

R = resistent, S = sensibel

Übersicht über die meldepflichtigen Erkrankungen nach §§ 6 und 7 IfSG

Tab. 4.6
Meldepflichtige Erkrankungen
Meldepflicht bei Krankheitsverdacht, Erkrankung, Tod
  • Botulismus

  • Cholera

  • Diphtherie

  • Humane spongiforme Enzephalopathie, außer familiär-hereditäre Formen

  • Akute Virushepatitis (Hepatitis A, B, C, D, E)

  • Virusbedingtes hämorrhagisches Fieber

  • Enteropathisches hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS)

  • Masern

  • Meningokokken-Meningitis oder Meningokokken-Sepsis

  • Milzbrand

  • Poliomyelitis

  • Pest

  • Tollwut

  • Typhus abdominalis, Paratyphus

Meldepflicht besteht ebenfalls bei
  • Verdacht auf bzw. Erkrankung an einer mikrobiell bedingten Lebensmittelvergiftung oder an einer akuten infektiösen Gastroenteritis, wenn entweder eine Person betroffen ist, die eine Tätigkeit im Umgang mit Lebensmitteln ausübt, oder zwei oder mehr gleichartige Erkrankungen auftreten, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird

  • Verletzung eines Menschen durch ein tollwutkrankes, -verdächtiges oder -ansteckungsverdächtiges Tier sowie die Berührung eines solchen Tieres oder Tierkörpers

  • Erkrankung und Tod an einer behandlungswürdigen Tuberkulose, auch wenn ein bakteriologischer Nachweis nicht vorliegt

  • Verdacht einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung

Gesetzliche Meldepflicht nach § 8 IfSG

Tab. 4.7
Wer Wann
feststellender Arzt Verdacht, Erkrankung und Tod
  • Leiter von Medizinaluntersuchungsämtern

  • Private und öffentliche Untersuchungsstellen

  • Laboratorien

Erregernachweis
Angehörige eines anderen Heil- oder Pflegeberufs, der für die Berufsausübung oder die Führung der Berufsbezeichnung eine staatlich geregelte Ausbildung oder Anerkennung erfordert Die Meldepflicht besteht nicht für Personen des Not- und Rettungsdienstes, wenn der Patient unverzüglich in eine ärztlich geleitete Einrichtung gebracht wurde. Die Meldepflicht besteht nur, wenn ein Arzt nicht hinzugezogen wurde.

Auswahl wichtiger ArbeitsschutzvorschriftenArbeitsschutzvorschriften

Tab. 4.8
Quelle der Vorschriften Name der Vorschriften
Staatliche Arbeitsschutzvorschriften
  • Arbeitsschutzgesetz (§ 4 und 15 ArbSchG)

  • Arbeitssicherheitsgesetz

  • Arbeitsstättenverordnung

  • Betriebssicherheitsverordnung

  • Biostoffverordnung

  • Gefahrstoffverordnung

Vorschriften der gesetzlichen Unfallversicherungsträger
  • Arbeitsmedizinische Grundsätze (z. B. G 42 „Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung“)

  • Unfallverhütungsvorschriften (z. B. BGR 250/TRBA 250 und BGV C8 „Gesundheitsdienst“)

  • Merkblätter (z. B. Bildschirmarbeitsplätze)

  • Sicherheitsregeln (z. B. GUV-R 2106 „Persönliche Schutzausrüstung im Rettungsdienst“)

Hygiene, Infektionskrankheiten und Arbeitsschutz

Jürgen Luxem

  • 4.1

    Hygiene108

  • 4.2

    Mikrobiologie108

    • 4.2.1

      Mikroorganismen108

    • 4.2.2

      Bedrohlichkeit von Mikroorganismen108

    • 4.2.3

      Mikrobiologische Begriffe109

  • 4.3

    Infektionskrankheiten111

    • 4.3.1

      Allgemeine Krankheitssymptome111

    • 4.3.2

      Multiresistente Erreger111

  • 4.4

    Desinfektion und Sterilisation114

    • 4.4.1

      Methoden der Erregerbekämpfung114

    • 4.4.2

      Desinfektionsverfahren114

    • 4.4.3

      Persönliche Hygiene118

    • 4.4.4

      Hygiene- und Desinfektionsplan120

    • 4.4.5

      Dokumentation124

    • 4.4.6

      Umgang mit sterilem Material124

  • 4.5

    Besonderheiten bei Infektionsfahrten124

    • 4.5.1

      Infektionsschutzgesetz124

    • 4.5.2

      Transport infektiöser Patienten126

  • 4.6

    Arbeitsschutz127

    • 4.6.1

      Gesetzliche Unfallversicherungsträger127

    • 4.6.2

      Schutzimpfungen129

Besondere Verantwortung trägt das Rettungsfachpersonal bei der Verhütung von Infektionskrankheiten. Es muss ihm bewusst sein, dass es selbst Träger und Überträger von Mikroorganismen ist und bei Missachtung hygienischer Grundmaßnahmen, z. B. der Durchführung einer regelmäßigen und sorgfältigen hygienischen Händedesinfektion, die Patienten und sich selbst gefährdet. Somit sind Kenntnisse über eine hygienische Arbeitsweise und über den Schutz der Umwelt vor gefährlichen Keimen eine wesentliche Voraussetzung für den professionellen Umgang mit Notfallpatienten.

Das Infektionsschutzgesetz regelt hauptsächlich die Vorgehensweise bei meldepflichtigen Infektionserkrankungen und benennt die zur Meldung verpflichteten Personen. Außerdem gibt es Vorgaben für den Datenaustausch zwischen Meldebehörden, Ärzten und Kliniken.

Infektionsfahrten sind Transporte infektiöser Patienten. Sie erfordern vor, während und nach dem Transport besondere Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen, die dem Schutz des Personals und der Patienten dienen.

Der Arbeitschutz gliedert sich in die staatlichen Arbeitsschutzvorschriften und die Vorschriften der gesetzlichen Unfallversicherung. Arbeitsunfälle sind meldepflichtig und müssen dokumentiert werden.

Schutzimpfungen sollen Immunität gegen Krankheitserreger ausbilden und den Ausbruch einer Infektionskrankheit verhindern. Unterschieden werden aktive und passive Impfungen.

Hygiene

Hygiene ist die Hygienewissenschaftliche Lehre von der Gesundheit und der Verhütung von Krankheiten. Sie zielt darauf ab, die Gesundheit zu erhalten, Erkrankungen vorzubeugen sowie die Entstehung und Ausbreitung von Krankheitserregern zu verhindern.
Das GesetzInfektionsschutz-Infektionsschutzgesetz (InfektionsschutzgesetzIfSG), das 2001 in Kraft trat, betont einen weiteren Aspekt des modernen Hygieneverständnisses. Es macht deutlich, dass nicht nur das Erkennen und Bekämpfen von Infektionskrankheiten zählt, sondern die Basis in deren Vorbeugung (Prävention) zu suchen Präventionist.

Merke

Hygienemaßnahmen, bezogen auf die Aufgaben im Rettungsdienst, sind die Summe aller Präventionsmaßnahmen, welche die Übertragung und damit die Ausbreitung von Infektionskrankheiten verhindern sollen. Nur die Beachtung grundlegender Hygienemaßnahmen, wie persönliche Hygiene, Arbeitsplatzhygiene und Umwelthygiene, kann zum Schutz vor Infektionen beitragen.

Mikrobiologie

Mikroorganismen

Mikroorganismen (MikroorganismenBakterien, BakterienViren, VirenPilzePilze) sind weder tierisch noch pflanzlich, sondern bilden ein eigenes Reich. Sie begegnen dem Menschen zu allen Zeiten und überall: im Boden, im Trinkwasser, in Lebensmitteln, in der Luft und sogar im menschlichen Körper (z. B. Darmbakterien, die bei der Verdauung helfen). Wir atmen, essen und trinken inmitten von Mikroorganismen. Nur verhältnismäßig wenige rufen beim Menschen Infektionskrankheiten hervor; sie werden dann als Krankheitserreger (KrankheitserregerInfektionserreger, Krankheitskeime, kurz: Keime) bezeichnet. Es sind vier Gruppen von Krankheitserregern bedeutend: die Bakterien, die Viren, die Pilze und, als tierische Gruppe, die ParasitenParasiten (Tab. 4.1).

Bedrohlichkeit von Mikroorganismen

Mikroorganismen (z. B. Bakterien, Abb. 4.1) besitzen ein unterschiedliches Ausmaß krankmachender Eigenschaften (Pathogenität). Mit PathogenitätVirulenz (Giftigkeit) Virulenzwird der erregertypische Grad der Aggressivität beschrieben. Ein Mikroorganismus ist umso virulenter, je geringer seine infektionsauslösende Konzentration und je höher seine Fähigkeit entwickelt ist, in gesundes Gewebe einzudringen, sich dort zu vermehren und den Organismus des Infizierten durch Toxine zu schädigen oder zu zerstören.
Zwei Bedingungen müssen zutreffen, damit ein Mikroorganismus zum Krankheitserreger wird:
  • Der Mikroorganismus ist für den Menschen pathogen.

  • Das Immunsystem des Menschen kann diesen pathogenen Mikroorganismus nicht abwehren.

Mikrobiologische Begriffe

Kontamination und Infektion
Als Kontamination wird die KontaminationVerunreinigung von Stoffen, Gegenständen oder Personen mit pathogenen Mikroorganismen bezeichnet. Werden diese Mikroorganismen in den menschlichen Körper übertragen, kann eine Infektion (lat. Infektioninficere = hineintun, anzünden) auftreten. Diese kann von einer einzelnen Infektionsquelle ausgehen. Die Infektionsquelle ist das Erregerreservoir, in dem sich die Keime aufhalten. Der Übertragungsweg ist die Verbindung zwischen Infektionsquelle und Eintrittspforte in den Körper. Infektionskrankheiten werden erst dann ausgelöst, wenn es krankmachenden Erregern gelingt, über diese Eintrittspforten in den Organismus einzudringen und dort die Immunabwehr zu überwinden.
Nosokomiale Infektionen (griech. nosokoméon = Krankenhaus) sind Infektionen, die in einem zeitlichen Zusammenhang mit einer stationären Behandlung oder medizinischen Maßnahme – also auch denen des Rettungsdienstes – erworben wurden.
Inkubationszeit
Als Inkubationszeit (lat. Inkubationszeitincubatio = brüten) wird der zeitliche Abstand zwischen Ansteckung und Krankheitsausbruch verstanden. Kurz vor dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen findet meist eine explosionsartige Vermehrung der Keime statt.
Die Inkubationszeit kann unterschiedlich lang sein: Während sie bei der Virusgrippe nur 1 bis 3 Tage beträgt, kann sie bei der Lepra bis zu 20 Jahre dauern. Die meisten Infektionskrankheiten besitzen allerdings eine Inkubationszeit von wenigen Tagen bis drei Wochen.
Ausbreitung einer Infektion
Die Infektionskette ist der Weg des Mikroorganismus von der Infektionsquelle bis zu einer Infektion. Zur Infektionskette gehören:
  • Infektionskettedie Infektionsquelle,

  • der Infektionsweg (Übertragungsweg) und

  • der Empfänger, der wiederum Infektionsquelle sein kann.

Infektionsquelle
Infektionsquellen (InfektionQuelle Tab. 4.2) sind Orte, an denen sich Erreger aufhalten und von denen aus sie Infektionskrankheiten verbreiten können, also der Ursprung einer Infektion.
Bedeutende Infektionsquellen
Die wichtigste Infektionsquelle ist der Mensch selbst. Sowohl kranke als auch gesunde Menschen sind Keimträger. Die Keime werden z. B. mit dem Sputum (Tuberkulose), dem Stuhl (Salmonellose), dem Urin oder über Hautwunden ausgeschieden.
Infektionswege (Übertragungswege)
Erreger können von der Infektionsquelle auf den Empfänger direkt oder indirekt übertragen werden (Tab. 4.3). Die wichtigsten InfektionÜbertragungswegeÜbertragungswege (Abb. 4.2) sind:
  • Aerogen, d. h. über die Luft oder gebunden an Staubpartikel, werden Erreger bei der Tröpfchen- (Niesen!) oder Staubinfektion übertragen.

  • Hämatogen werden Keime übertragen, wenn sie von Blut, Plasmaersatz oder Sekreten eines Menschen, z. B. über oft kleinste, z. T. nicht sichtbare Wunden oder Verletzungen, direkt in die Blutbahn eines anderen Menschen gelangen.

  • Bei der parenteralen Übertragung wird der Erreger über kontaminierte Infusionen oder Kanülen direkt in die Blutbahn übertragen. Auf diese Weise können auch gegenüber Austrocknung oder Abkühlung empfindliche Keime in den Körper gelangen.

  • Die sexuelle Übertragung wird oft als Sonderfall der parenteralen Übertragung angesehen. Intensiver sexueller Schleimhautkontakt und kleinste Schleimhautverletzungen ermöglichen hier die Keimübertragung.

  • Die für den Rettungsdienst bedeutendste Infektion ist die Kontaktinfektion (Schmierinfektion), bei der Keime z. B. über Händeschütteln, Augenreiben, durch kontaminierte (verschmutzte) Gegenstände oder, besonders bei verwirrten Menschen, fäkal-oral (vom After zum Mund), weitergegeben werden. Besonders häufig sind die Hände des Rettungsfachpersonals, z. B. bei der Wundversorgung, Ursache einer Schmierinfektion.

  • Bei oralen Infektionen (alimentär) dringen die Erreger über den Mund und den Verdauungstrakt in den Körper ein. Gefürchtet sind Salmonellenübertragungen durch kontaminierte Lebensmittel, die in Einrichtungen mit Großküchen immer wieder zu Massenerkrankungen führen.

Zwischen oralen Infektionen und Schmierinfektionen ergeben sich Überschneidungen, da viele Keime sowohl über verseuchte Nahrungsmittel bzw. Getränke als auch über verschmutzte Hände oder Gegenstände in den Mund gelangen können. Dies gilt z. B. für die Erreger der Hepatitis A.

Infektionskrankheiten

Eine Infektionskrankheit ist Infektionskrankheitdie Erkrankung durch Eindringen und Vermehrung von Mikroorganismen im Körper. Viele Infektionskrankheiten werden von Mensch zu Mensch übertragen, sind also infektiös (ansteckend).
Die Infektion mit einem Krankheitserreger führt zu einer Aktivierung des Immunsystems, falls keine Immunität oder eine entsprechend durchgeführte Schutzimpfung gegen den Erreger schützt. Nach einer überstandenen Infektionskrankheit kann lebenslange Immunität gegen den zu dieser Infektionskrankheit führenden Erreger bestehen.

Allgemeine Krankheitssymptome

Eine Infektionskrankheit (Tab. 4.4) zu InfektionskrankheitSymptomeerkennen, ohne dass der Erreger nachgewiesen wurde, ist außerklinisch sehr schwierig. Der Infizierte kann nur leicht beeinträchtigt, aber auch lebensgefährlich erkrankt sein. Viele Infektionskrankheiten beginnen mit unspezifischen allgemeinen Krankheitszeichen, wie:
  • Fieber unterschiedlicher Höhe

  • Kopf- und Gliederschmerzen

  • Reduzierter Allgemein- und Ernährungszustand

  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall

  • Husten, Schnupfen

Multiresistente Erreger

Je nach Wirkstoff Bakterienmultiresistenteentfalten Antibiotika ihre Wirkung entweder durch Zerstörung der bakteriellen Zellwand (bakterizid) oder durch Hemmung der bakteriellen Vermehrung (bakteriostatisch). In der Vergangenheit wurden in der Tiermast und in der Humanmedizin Antibiotika jedoch therapeutisch häufig undifferenziert eingesetzt. Die negative Folge ist die rasche Bildung von Resistenzen, die sich heute in der teilweise fehlenden Wirkung eingesetzter Antibiotika gegen die resistenten Bakterien bemerkbar macht.
MRSA
MRSA (Synonym: MRSAMethicillin- oder multiresistenter Staphylococcus aureus) ist die geläufige Abkürzung für eine Bakterienart, die gegen alle bekannten Antibiotika resistent (unempfindlich; lat. resistere = widersetzen) ist. Eine besondere Herausforderung ist MRSA, weil er sehr verbreitet vorkommt. So lässt sich Staphylococcus aureus fast immer auf den Schleimhäuten von Gesunden nachweisen. Außerdem ist Staphylococcus aureus ein häufiger Erreger nosokomialer Infektionen.
MRSA finden sich vor allem bei medizinischem Personal, Patienten, im Krankenhaus, in Pflegeheimen und in der häuslichen Umgebung. Medizinisches Personal ist neben den Patienten der Hauptüberträger von MRSA, der sich vor allem an den Schleimhäuten von Nase, Mund und Rachen sowie an Wunden, Hautläsionen und Kathetereintrittstellen ansiedelt.
Die Übertragung kann direkt über Kontakt mit den Händen oder indirekt über die Luft stattfinden. Regelmäßige Hygienemaßnahmen wie persönliche Hygiene des Personals, der Gebrauch von Schutzhandschuhen und Routinedesinfektionsarbeiten in den Fahrzeugen sind die wichtigsten Maßnahmen zur Verhütung und zur Kontrolle von MRSA.

Merke

Zur Schlussdesinfektion nach Transporten von MRSA-Patienten reichen Verfahren der DGHM-Liste aus.

Multiresistente gramnegative Erreger (MRGN)
Die Abkürzung MRGNMRGN steht für multiresistente gramnegative Erreger. Diese werden in die Gruppen 3MRGN und 4MRGN unterteilt. Die Ziffer vor MRGN weist darauf hin, gegen wie viele der vier hierfür definierten Antibiotikagruppen die gramnegativen Stäbchen resistent sind. Handelt es sich um einen 3MRGN, erweisen sich drei Antibiotikagruppen als wirkungslos. Wird ein 4MRGN diagnostiziert, ist keine der definierten Antibiotikagruppen mehr gegen den Erreger wirksam. Stellvertretend für die jeweilige Gruppe wurden Leitsubstanzen (Antibiotika) definiert, die für die Testung im Labor Verwendung finden (Tab. 4.5).
Die MRGN-Erreger können durch direkten Hautkontakt und indirekt durch infizierte Sekrete übertragen werden. Eine Übertragung über kontaminierte Flächen oder Gegenstände ist ebenfalls möglich. Besonders bei der Anwendung medizinischer Geräte, die keine Einwegartikel sind und somit bei mehreren Patienten zum Einsatz kommen (z. B. Stethoskop, Blutdruckmanschette etc.), ist dieser Übertragungsweg zu beachten. Daher sind zum Unterbinden der Übertragungswege die Händedesinfektion und das Tragen von Einmalhandschuhen wichtig.

Desinfektion und Sterilisation

Methoden der Erregerbekämpfung

Um im Rettungsdienst eine Verschleppung von Krankheitserregern und die Entstehung nosokomialer Infektionen zu verhindern, ist es erforderlich, Mikroorganismen zu vernichten oder zu reduzieren. Hierzu stehen Sterilisation und Desinfektion zur Verfügung.
Sterilisation
Die Sterilisation umfasst SterilisationMaßnahmen und Verfahren mit dem Ziel der absoluten Keimfreiheit. Darunter sind das Abtöten und die irreversible Inaktivierung aller vermehrungsfähigen Mikroorganismen zu verstehen.
Asepsis (AsepsisKeimfreiheit) ist ein Keimfreiheitangestrebter keimfreier Zustand. Dieser soll durch Maßnahmen herbeigeführt werden, die eine Kontamination mit Mikroorganismen (vor allem mit Krankheitserregern) von vornherein ausschließen, z. B. durch Verwendung steriler Instrumente.
Desinfektion
Desinfektion ist die Desinfektiongezielte Reduktion (Verminderung) von Mikroorganismen durch ihre irreversible chemische oder physikalische Inaktivierung oder durch deren Abtötung.
Antiseptische (keimreduzierende) Verfahren, antiseptischeVerfahren sind Maßnahmen zur Bekämpfung bereits bekannter oder zu erwartender Infektionserreger, also kontinuierliches Einhalten der Hygienestandards durch den gezielten Einsatz von Desinfektionsmitteln.

Desinfektionsverfahren

Chemische und physikalische Desinfektion
Chemische Verfahren werden besonders DesinfektionVerfahrendann angewendet, wenn die zu desinfizierenden Materialien thermische Verfahren nicht aushalten oder Geräte desinfiziert werden müssen, die für den Autoklaven (Hochdrucksterilisator) zu groß sind. Daher wird im Rettungsdienst meistens die chemische Desinfektion Desinfektiondurchgeführt. Viele chemische Stoffe können Mikroorganismen abtöten und desinfizierend wirken (z. B. Aldehyde, Alkohole und Oxidationsmittel). Daneben gibt es physikalische Methoden, um Mikroorganismen gezielt zu vernichten: Sie basieren z. B. auf Hitze (thermische Desinfektion).
Physikalische Verfahren sind im Allgemeinen umweltverträglicher und in der Anwendung sicherer. Deshalb sollte ihnen der Vorzug vor chemischen Verfahren gegeben werden. Sie finden im Rettungsdienst jedoch meist keine Anwendung.
Auswahl der Desinfektionsmittel
Die Wirksamkeit der Desinfektionsmittel DesinfektionMittelwird von der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) einem Prüfverfahren unterzogen. Über die wirksamen und empfehlenswerten Desinfektionsmittel führt die DGHM eine Liste.
Eine weitere Einteilung der mikrobiziden Wirkung von Desinfektionsmitteln hat das Robert Koch-Institut (RKI) vorgenommen. Die vom RKI gelisteten Produkte werden speziell zur Schlussdesinfektion im Seuchenfall eingesetzt. Ihre längerfristige Verwendung verbietet sich aufgrund ihres hohen Wirkstoffgehalts, z. B. an Aldehyd, Chlor, Phenol. Zur laufenden Desinfektion sollten ausschließlich die nach den DGHM-Richtlinien getesteten Produkte verwendet werden.

Merke

Nur nach DGHM und RKI gelistete Präparate und Verfahren dürfen auch für Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen verwendet werden.

Regeln zum Umgang mit Desinfektionsmitteln
Um die Anwender DesinfektionMittel, Regeln zum Umgangder größtenteils toxisch wirkenden Desinfektionsmittel zu schützen, aber auch zum Schutz der Patienten, müssen im Umgang mit Desinfektionsmitteln einige wichtige Regeln beachtet werden.
  • Beim Arbeiten ist grundsätzlich geeignete Schutzkleidung, bestehend aus Schutzbrille, Schürze und flüssigkeitsfesten (chemoresistenten) Handschuhen (z. B. Haushaltshandschuhe, Nitrilhandschuhe), zu tragen. Einmalschutzhandschuhe aus Latex – wie sie im Rettungseinsatz getragen werden – reichen nicht aus.

  • Bei der Herstellung einer Desinfektionsmittellösung werden Konzentrate bestimmter chemischer Zusammensetzungen mit Wasser verdünnt. Dabei ist die Dosierung des Wirkstoffkonzentrates genau einzuhalten. Wird zu viel hinzugegeben, erhöht sich neben der Konzentration des Desinfektionsmittels auch die Belastung für das mit der Desinfektionslösung arbeitende Personal; eine zu geringe Konzentration hingegen könnte die Desinfektionsmittellösung unwirksam machen.

  • Zur Verdünnung wird das Wirkstoffkonzentrat in das Wasser gegeben. Wird umgekehrt verfahren, kann das Konzentrat verspritzen und die erforderliche Konzentration des Lösungsmittels wird nicht erzielt. Außerdem entsteht zu viel Schaum. Das verwendete Wasser muss kühl sein und darf nicht oberhalb der Zimmertemperatur aufbewahrt werden. Ansonsten entwickeln sich übel riechende und evtl. sogar gesundheitsschädliche Dämpfe.

  • In Eimern oder Wannen angesetzte Desinfektionsmittellösungen müssen immer mit einem Deckel verschlossen werden. Die Verdunstung des Desinfektionsmittels in die Raumluft wird damit vermieden.

Anwendungsbereiche chemischer Desinfektion
Die im Rettungsdienst wichtigsten Anwendungsbereiche chemischer Desinfektionsverfahren sind:
  • Flächendesinfektion

  • Hygienische Händedesinfektion

  • Hautdesinfektion

  • Instrumentendesinfektion

  • Wäschedesinfektion

Flächendesinfektion
Die Flächendesinfektion ist Flächendesinfektionnotwendig, um die Zahl der Mikroorganismen zu minimieren und pathogene Keime zu beseitigen. Sie wird mit der normalen Reinigung (Putzen) von Flächen verbunden, die dem Erhalt der optischen Sauberkeit dient.
Sichtbare Verunreinigungen mit Blut oder Ausscheidungen sollten vor der Desinfektion mit einem desinfektionsmittelgetränkten Tuch aufgenommen werden. Anschließend erfolgt die Desinfektion der Fläche. Bis auf wenige Ausnahmen gilt:

Merke

Erst reinigen, dann desinfizieren.

Ein akzeptiertes Verfahren ist die nebelfeuchte Wischdesinfektion. WischdesinfektionWichtig ist, dass das Desinfektionsmittel in ausreichender Menge, aber nicht im Überschuss auf die zu desinfizierende Fläche unter leichtem Druck aufgebracht wird (nebelfeucht). Die verbreiteten Sprühflaschen sind nicht wirksam genug. Besonders gut geeignet sind Vliestuchspendersysteme, die eine Kontamination und ein Verdunsten der Desinfektionslösung verhindern helfen.
Beim Zwei-Eimer-Zwei-Eimer-WischverfahrenWischverfahren werden zunächst zwei Eimer mit einer zuvor frisch angesetzten Desinfektionsmittellösung gefüllt. Dann wird das Desinfektionsutensil in den ersten Eimer eingetaucht und die Lösung auf die zu desinfizierenden Flächen aufgetragen. Anschließend wird der benutzte Lappen oder Wischmopp in dem zweiten Eimer ausgewaschen, bevor er erneut in den ersten Eimer eingetaucht wird. Auf diese Weise wird eine grobe Verunreinigung der Lösung im „reinen“ Eimer, z. B. mit Schmutz, verhindert.
Während der Desinfektionsarbeiten muss für eine ausreichende Belüftung gesorgt werden. Im Anschluss an die Wischdesinfektion wird das Fahrzeug verschlossen. Das Öffnen bzw. Betreten des Fahrzeuges ist bis nach Ablauf der Einwirkzeit zu vermeiden (in der Regel bis zum Trocknen der desinfizierten Fläche).
Hygienische Händedesinfektion
Durch die hygienische Händedesinfektion, hygienischeHändedesinfektion (Abb. 4.3) erfolgt eine gezielte Abtötung von Krankheitserregern auf der Haut. Sie ist die bedeutendste Maßnahme zur Prophylaxe nosokomialer Infektionen. Mit ihrer konsequenten Durchführung soll sichergestellt werden, dass von den Händen des Rettungsfachpersonals, die potenziell als die wichtigsten Überträger und Infektionsquellen anzusehen sind, möglichst wenig Infektionen ausgehen.
Die hygienische Händedesinfektion zählt zu den Maßnahmen der persönlichen Hygiene und sollte möglichst immer in folgenden Fällen erfolgen:
  • Vor Dienstbeginn und nach Dienstschluss

  • Vor und nach jedem Patientenkontakt bzw. nach dem Ausziehen der Schutzhandschuhe

  • Bei der Vorbereitung von Injektionen und Infusionen

  • Unmittelbar nach ungeschütztem Kontakt mit Körperflüssigkeiten, Ausscheidungen, Sekreten, kontaminierten Oberflächen, Materialien und Instrumenten

  • Vor Kontakt mit Patienten, die in besonderem Maße vor Infektionen geschützt werden müssen

  • Vor einer Wundbehandlung und -versorgung

  • Vor dem Umgang mit Sterilgut

  • Vor dem Essen, nach jedem Toilettenbesuch, nach dem Niesen bzw. Naseputzen, nach dem Husten

Abb. 4.3 zeigt das korrekte Vorgehen bei der hygienischen Händedesinfektion nach Euro-Norm (EN) 1500 (Standardeinreibeverfahren)Euro-Norm 500, Standardeinreibeverfahren.
Wichtig ist zunächst, dass die Hände vor der Desinfektion absolut trocken und seifenfrei sind. Dann werden mindestens drei Milliliter (entsprechend mindestens zwei Hüben) alkoholisches Händedesinfektionsmittel mit der Ellenbogenbedienung aus dem Dosierspender in die hohle Hand gegeben. Das Händedesinfektionsmittel ist entsprechend der in Abb. 4.3 gezeigten Reihenfolge sorgfältig auf die Handoberflächen, die Nagelfalze und Fingerkuppen sowie in die Fingerzwischenräume zu verreiben. Je nach Präparat beträgt die Einwirkzeit, die unbedingt einzuhalten ist, 30 Sekunden bis eine Minute. Erst dann tritt auch die Wirkung rückfettender Substanzen ein, die vielen Hautdesinfektionsmitteln zugesetzt sind. Die rückfettenden Substanzen tragen dazu bei, dass die Haut trotz der austrocknenden Wirkung des Alkohols geschmeidig bleibt (Hautschutzfunktion).
Erst nach der Desinfektion dürfen die Hände mit Seife und Wasser gewaschen werden. Anschließend sind sie mit Papierhandtüchern aus einem Handtuchspender abzutrocknen. Die Handtücher müssen in einem Abfallsammelbehälter entsorgt werden.
Sind die Hände stark verschmutzt, ist vor der Händedesinfektion eine Reinigung erforderlich. Sie erfolgt mit einem in Desinfektionsmittel getränkten Papierhandtuch. Bei starker Kontamination ist die hygienische Händedesinfektion zweimal durchzuführen.

Merke

Zuerst desinfizieren, dann bei Bedarf waschen!

Achtung

Alkohol trocknet die Hände aus. Nach der Händedesinfektion darf die Hautpflege mit einem geeigneten Hautpräparat nicht vergessen werden.

Hautdesinfektion
HautDesinfektionBei vielen Behandlungseingriffen, z. B. bei der Anlage peripherer Venenzugänge, muss die Haut verletzt werden. Die Gefahr besteht, dass der Haut aufliegende Krankheitserreger durch die so geschaffene Eintrittspforte in den Körper eindringen und eine Infektion hervorrufen. Aus diesem Grund ist vor Verletzungen der Haut die Anzahl der Mikroorganismen zu reduzieren und eine Hautdesinfektion durchzuführen.
Zur Desinfektion mit alkoholischen Präparaten reicht die Mindesteinwirkzeit von 15 bis 30 Sekunden aus. Hierbei ist zuerst Alkohol auf die entsprechende Hautstelle aufzubringen und die Einwirkzeit abzuwarten. Dann müssen die abgetöteten Keime mit einem Tupfer von der Hautstelle entfernt werden. Schließlich ist nochmals das Hautareal mit Alkohol zu benetzen und die Einwirkzeit einzuhalten. Erst dann kann injiziert oder punktiert werden.
Instrumentendesinfektion
Zur InstrumentendesinfektionInstrumentendesinfektion werden die Desinfektionsmittel im Rettungsdienst zumeist in einem Wannenbad angesetzt. Die Angaben des Herstellers und des Hygiene- und Desinfektionsplans zur Dosierung des Desinfektionsmittels, zur Einwirkzeit und zum regelmäßigen Austausch der Lösung müssen streng eingehalten werden. Aufgrund der meist toxischen Desinfektionsmittelwirkung auf Haut und Schleimhäute sowie der Abgabe reizender Gase muss das Wannenbad nach Einlegen und Entnehmen der Instrumente sofort wieder mit der Abdeckung verschlossen werden.
Die Aufbereitung der Instrumente, wie Laryngoskope, Absaugpumpen und Beatmungszubehör, erfolgt in den Einzelschritten:
  • Reinigen

  • Zerlegen, ggf. erneute Reinigung, Desinfizieren

  • Spülen, Trocknen, Pflegen

  • Funktionsprüfung

Unmittelbar nach Gebrauch eines Instruments sollte es zunächst gereinigt werden, damit Verunreinigungen nicht antrocknen können. Nach Einsatzende werden die gesäuberten und zu desinfizierenden Instrumente in ihre Einzelteile zerlegt, sodass das Desinfektionsmittel möglichst alle Geräteteile erreicht. Bei starker Verunreinigung ist in einem zusätzlichen Arbeitsgang die Reinigung mit Desinfektionslösung notwendig. Die durch diese Reinigung verunreinigte Desinfektionslösung ist zu verwerfen, die gesäuberten Instrumente sind in eine neu vorbereitete Desinfektionslösung einzulegen. Es ist darauf zu achten, dass die Instrumente vollständig in das Desinfektionsmittelbad eingetaucht sind. Hohlkörper müssen so eingelegt werden, dass die Luft aus den Hohlräumen vollständig entweicht.
Nach Einhaltung der vom Hersteller angegebenen Einwirkzeit sind die desinfizierten Instrumente zu reinigen und abzuspülen. Nach der Trocknung muss eine Funktionsprüfung vorgenommen werden.
Wäschedesinfektion
Die Reinigung von WäscheWäschedesinfektion und Textilien aus dem Rettungsdienst unterliegt strengen Anforderungskriterien, die in den „Richtlinien für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention“ des Robert Koch-Institutes beschrieben sind. Waschbare Textilien, wie Schutzkleidung, Decken und Bezüge, müssen durch thermische DesinfektionWaschverfahrenDesinfektionswaschverfahren (z. B. Kochwäsche mit Waschmittel), chemo-thermische Desinfektionswaschverfahren (z. B. Wäsche mit Desinfektionswaschmittel) oder chemische Verfahren (z. B. Behandlung mit Desinfektionsmittellösungen) gereinigt und desinfiziert werden.
In der Regel erfolgt die Wäschedesinfektion nicht in den Räumlichkeiten der Rettungswache, sondern wird durch Fremdfirmen mit den dazu zulässigen Verfahren durchgeführt.
Beim Umgang mit Textilien muss das Rettungsfachpersonal Folgendes beachten:
  • Wäsche unmittelbar, d. h. ohne Zwischenablage, in reißfeste, ausreichend keim- und feuchtigkeitsdichte Textil- oder Foliensäcke abwerfen.

  • Nasse oder stark mit Körperausscheidungen kontaminierte Wäsche in gesonderten, flüssigkeitsdichten Behältnissen sammeln.

Laufende Desinfektion und Schlussdesinfektion
Laufende Desinfektion
Zur sogenannten laufenden DesinfektionDesinfektionlaufende gehören regelmäßig durchzuführende Desinfektionsmaßnahmen, durch welche die Verbreitung von Krankheitserregern in den Fahrzeugen und Einrichtungen des Rettungsdienstes eingeschränkt werden soll. Zu den Desinfektionsmaßnahmen der laufenden Desinfektion gehören:
  • Desinfektion während der Behandlung bzw. des Transports, um z. B. Verunreinigungen mit Blut, Erbrochenem, Stuhl, Urin und anderen Ausscheidungen zu desinfizieren

  • Tägliche reinigende Desinfektion der patientennahen Flächen des Krankenraums und der Griffflächen in der Fahrgastzelle

  • Wöchentliche Grunddesinfektion des gesamten Fahrzeugs wie bei der täglichen Desinfektion einschließlich aller Schubladen und Koffer von innen sowie der Decke und der Wände

Schlussdesinfektion
Eine Schlussdesinfektion Schlussdesinfektionwird nach Beendigung einer Behandlung oder eines Transports durch das Begleitpersonal durchgeführt.
Handelte es sich bei dem Einsatz um einen Regeltransport – also ohne Hinweise auf oder Kenntnisse über eine Infektionskrankheit –, werden dazu Desinfektionsmittel nach der DGHM-Liste verwendet. Desinfiziert werden müssen die patientennahen Flächen, die vom Patienten berührten Einrichtungsgegenstände und die verwendeten Instrumente.
Nach Durchführung eines Infektionstransportes erfolgt eine Schlussdesinfektion nach den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes mit Desinfektionsmitteln und Konzentrationen aus der RKI-Liste. Zumeist reicht eine sorgfältige Scheuer-Wisch-Desinfektion der Flächen aus. Nur in seltenen Fällen ist eine Raumdesinfektion durch Verdampfen oder Vernebelung erforderlich.
Es ist sicherzustellen, dass das Fahrzeug anschließend ohne Infektionsgefährdung, aber auch ohne schädigende Wirkung durch das verwendete Desinfektionsmittel benutzt werden kann.

Persönliche Hygiene

Die HygieneHygienepersönliche des Personals ist ein wichtiges Glied in der Kette der Hygienemaßnahmen im Rettungsdienst, denn es ist das Personal, das mit den Patienten, deren Mikroorganismen, Sekreten und Ausscheidungen in Kontakt kommt und durch die wechselnden Tätigkeiten schnell Keime verteilt. Nicht zu unterschätzen ist auch das potenzielle Infektionsrisiko des Personals selbst, das aus dem beschriebenen Umgang mit keimbelastetem Material resultiert.
Bei der Personalhygiene sind Personalhygieneneben der persönlichen Verantwortung der einzelnen Mitarbeiter die Hinweise zur Hygiene in den Unfallverhütungsvorschriften der gesetzlichen Unfallversicherungsträger zu beachten.
Die Personalhygiene umfasst folgende Punkte:
  • Körperpflege

  • Haarhygiene und Schmuck

  • Persönliche Schutzausrüstung

  • Schutzkleidung

  • Hygienische Händedesinfektion (4.4.2)

  • Schutzimpfungen (4.6.2)

Körperpflege
Die allgemeine Körperpflege ist eine Körperpflegegrundsätzliche Maßnahme der Personalhygiene, die sowohl ein sorgfältig gepflegtes äußeres Erscheinungsbild liefert als auch zur Infektionsprophylaxe beiträgt. Besonders zu beachten sind:
  • Nur geduscht zum Dienst erscheinen.

  • Fingernägel kurz halten, um Patienten nicht zu verletzen, Schutzhandschuhe nicht zu beschädigen und das Ansammeln von Schmutz und Krankheitserregern unter den Nägeln zu vermeiden.

  • Mehrmals täglich Hautschutzpflege durchführen, um Allergien gegen Schutzhandschuhe und Desinfektionsmittel vorzubeugen.

  • Sichtbare Wunden bzw. kleinere Verletzungen an der Haut abdecken.

Haarhygiene und Schmuck
Haarhygiene
HaarhygieneDie Haare jedes Menschen sind auch bei intensiver Pflege ein Reservoir für Mikroorganismen. Deshalb müssen lange Haare schon vor Dienstbeginn sicher zusammengebunden werden, um zu verhindern, dass Haare in offene Wunden eingebracht werden.
Schmuck
Schmuck im RDSchmuck, wie (Ehe-)Ringe, Armbänder, Ketten und Ohrringe, aber auch Uhren sollten während der Arbeit nicht getragen werden. Nach der TRBA 250 (Tab. 4.8) dürfen bei Tätigkeiten, die eine hygienische Händedesinfektion erfordern, an Händen und Unterarmen z. B. keine
  • Schmuckstücke,

  • Ringe, einschließlich Eheringe,

  • Armbanduhren,

  • Piercings,

  • künstlichen Fingernägel,

  • sog. Freundschaftsbänder

getragen werden.
Schmuckstücke und Uhren bieten wegen ihrer rauen Oberfläche ideale Haftstellen für schmutz- und erregerhaltige Partikel und folglich einen ausgezeichneten Nährboden für Mikroorganismen. Schmuck birgt zusätzlich ein erhebliches Verletzungsrisiko. Vor allem Schmuck an Handgelenken und Unterarmen sowie lange Ohrringe können sich bei der Versorgung von Patienten verhaken und Wunden setzen. Verletzungsgefahr besteht ebenfalls, wenn sich renitente Patienten an langen Halsketten oder Ohrringen des Rettungsfachpersonals festhalten.
Persönliche Schutzausrüstung
Die persönliche Schutzausrüstung, persönlicheSchutzausrüstung (Arbeitskleidung, Berufskleidung, Dienstbekleidung) ist die Kleidung, die während der Arbeit getragen wird und vor Gefahren bei Einsätzen im öffentlichen Raum, mechanischen und klimatischen Einwirkungen, Verschmutzung und Kontamination mit erregerhaltigem Material schützt.
Die Auswahl der Dienstbekleidung richtet sich nach den Vorgaben des zuständigen gesetzlichen Unfallversicherungsträgers. Die persönliche Schutzausrüstung im Rettungsdienst und Krankentransport ist in der GUV-Regel 2106 geregelt. Die definierten Schutzziele sind:
  • Warnschutz DIN EN 471

  • Wetterschutz DIN EN 343

  • Hygieneschutz BioStoffV/TRBA 250

  • Mechanischer Schutz (Helm/Arbeitshandschuhe)

  • Schwere Entflammbarkeit ohne Norm

Die persönliche Schutzausrüstung ist dem Arbeitnehmer kostenlos vom Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen. Zur Arbeitskleidung zählen:
  • ArbeitskleidungEinsatzhose

  • Schutzjacke

  • Pullover, Sweatshirt, Poloshirt

  • Sicherheitsschuhwerk

Bei der Auswahl der Kleidung sollte auf bequeme Trageeigenschaften und Strapazierfähigkeit geachtet werden. Außerdem muss sie den Verfahren der Wäschedesinfektion genügen.
Für den Umgang mit der persönlichen Schutzausrüstung gilt:
  • Arbeitskleidung nur während der Dienstzeit tragen.

  • Dienstbekleidung stets nur auf der Rettungswache aufbewahren.

  • Dienstbekleidung täglich wechseln, außerdem zusätzlich bei sichtbarer Verschmutzung. Nach Dienstende Sicherheitsschuhe desinfizieren.

  • Dienstbekleidung von privater Kleidung getrennt aufbewahren.

Schutzkleidung
Schutzkleidung ist SchutzkleidungKleidung, die zusätzlich zur persönlichen Schutzausrüstung getragen wird. Sie kommt bei Tätigkeiten zum Einsatz, bei denen der Kontakt mit erregerhaltigem Material, wie bei Infektionstransporten, oder aggressiven oder toxischen Substanzen, wie bei Desinfektionsarbeiten, möglich bzw. unvermeidbar ist.
Die BGV-C8 (Unfallverhütungsvorschrift „Gesundheitsdienst“) (Tab. 4.8) ist seit 2005 erloschen. Wesentliche Aussagen waren durch die Biostoffverordnung (BioStoffV) doppelt geregelt. Als Ersatz verdeutlicht die BGR 250, gleich der staatlichen Technischen Regel für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA) 250, die Umsetzungsmöglichkeiten der Biostoffverordnung. Da sich an den Prinzipien nichts verändert hat, schreibt die BGR 250 vor, dass der Arbeitgeber dem Personal geeignete Schutzkleidung in ausreichender Menge zur Verfügung stellen muss, wenn die persönliche Schutzausrüstung des Personals mit Krankheitskeimen verschmutzt werden kann. Seinerseits unterliegt das Personal der Verpflichtung, die Schutzkleidung in den oben genannten Situationen zu tragen.
Es gibt, entsprechend den unterschiedlichen Hygieneanforderungen, eine Vielzahl von Schutzkleidungsstücken. Im Rettungsdienst kommen zum Einsatz:
  • In jedem Rettungsdiensteinsatz:

    • Bei Patientenkontakt: dünnwandige und flüssigkeitsdichte Einmalhandschuhe aus Latex, Vinyl oder Nitril

    • Bei Spritzgefahr von Blut oder anderen kontaminierten Flüssigkeiten (z. B. bei der Intubation): Mund-, Nasen- und Augenschutz

  • Bei Infektionstransporten (4.5.2):

    • Einmal-Overall

    • Schutzhandschuhe

    • Filtermaske (z. B. FFP2- oder FFP3-Filtermasken) als Mund- und Nasenschutz

    • Schutzbrille

    • Plastik-Überschuhe

  • Bei Desinfektionsarbeiten (4.4.2):

    • Feste, flüssigkeitsdichte Handschuhe

    • Flüssigkeitsdichte Schürze

    • Schutzbrille

Hygiene- und Desinfektionsplan

Im Infektionsschutzgesetz, in den technischen Regeln für Gefahrstoffe und den Unfallverhütungsvorschriften der gesetzlichen Unfallversicherungsträger wird das Aufstellen eines HygienePlanHygieneplans (Abb. 4.4) mit dem Ziel, das Personal und die Patienten vor möglichen Infektionsgefahren zu schützen, verbindlich vorgeschrieben.
Genaue Angaben zur Dosierung und zur Anwendung der Desinfektionsverfahren werden im Desinfektionsplan DesinfektionPlanfestgehalten, der oft integrierter Bestandteil eines Hygieneplans ist.

Dokumentation

Alle Desinfektionsmaßnahmen müssen im Desinfektionsbuch dokumentiert werden. Nur schriftlich dokumentierte Maßnahmen gelten rechtlich auch als durchgeführt.
Die DokumentationDesinfektionDokumentation umfasst folgende Schritte:
  • Dokumentation der täglichen Desinfektion

  • Dokumentation der wöchentlichen Grunddesinfektion

  • Dokumentation jeder Instrumentendesinfektion

  • Dokumentation jeder Schlussdesinfektion nach Regeleinsätzen

Die Schlussdesinfektion nach Infektionsfahrten erfordert eine gesonderte Dokumentation in einem sogenannten Desinfektionsbericht.

Umgang mit sterilem Material

DesinfektionBerichtIn den Fahrzeugen des Rettungsdienstes befinden sich zahlreiche Sterilprodukte, die – anders als im Krankenhaus, in Pflegeheimen oder in Arztpraxen – einem enormen Lagerungsstress durch Stauchen im Notfallkoffer und großen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind. Die meisten Sterilgüter werden Sterilprodukteals Einmalprodukte verwendet, z. B.
  • Spritzen, Kanülen, Venenverweilkanülen

  • Endotrachealtuben, Katheter, Drainagen

  • Verbandstoffe

Haltbarkeit
Sterilprodukte weisen nur eine begrenzte Haltbarkeit auf. Das Verfallsdatum ist der Verpackung aufgedruckt und muss deutlich lesbar sein. Grundsätzlich gilt, dass nur unbeschädigte Sterilprodukte Verwendung finden dürfen. Bei der täglichen Fahrzeugüberprüfung ist auf Haltbarkeit und Unversehrtheit zu achten und der/die Artikel ggf. auszutauschen.

Merke

Vor dem Umgang mit Sterilgutverpackungen sollte immer eine hygienische Händedesinfektion erfolgen. Steril verpacktes Material darf erst kurz vor Gebrauch geöffnet werden. Die Entnahme muss möglichst unter aseptischen Bedingungen erfolgen.

Die Sterilverpackung ist sofort nach der Entnahme zu kontrollieren:
  • Sie muss unbeschädigt und trocken sein.

  • Das Verfallsdatum darf nicht überschritten sein.

  • Der Indikatorstreifen zum Nachweis der erfolgten Sterilisation muss sich verfärbt haben.

Besonderheiten bei Infektionsfahrten

Infektionsschutzgesetz

Das am 1. Januar 2001 in Kraft getretene GesetzInfektionsschutz-Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz, InfektionsschutzgesetzIfSG; die letzte Aktualisierung des IfSG stammt vom 18. Juli 2016) dient (§ 1 IfSG)
  • der Vorbeugung übertragbarer Krankheiten beim Menschen,

  • der frühzeitigen Erkennung von Infektionen sowie

  • der Verhinderung einer weiteren Verbreitung von übertragbaren Krankheiten.

Es regelt hauptsächlich die
  • Übermittlung von meldepflichtigen Krankheiten (§ 6 IfSG, Tab. 4.6),

  • meldepflichtigen Nachweise von Krankheitserregern (§ 7 IfSG) und

  • den Umfang der zur Meldung verpflichteten Personen und Einrichtungen (§ 8 IfSG, Tab. 4.7).

Das Infektionsschutzgesetz bestimmt Vorgaben für den Datenaustausch zwischen Meldebehörden, Ärzten und Kliniken. Darüber hinaus werden auf der Basis aktueller Erkenntnisse die Prävention (Vorbeugung) und Kontrolle nosokomialer Infektionen und resistenter Erreger genauer geregelt, z. B. bei den Aufzeichnungspflichten oder bei der Aufstellung von Hygieneplänen.
Durch das „Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes und weiterer Gesetze“ vom 1.8.2011 können die Bundesländer im Rahmen ihrer Krankenhausgesetzgebung Krankenhaushygieneverordnungen erlassen, die detaillierte Regelungen über die personellen und organisatorischen Anforderungen für die InfektionHygiene, AnforderungenInfektionshygiene treffen. Durch die Änderung im Infektionsschutzgesetz (§ 23 Abs. 8 IfSG) wurden alle Länder ermächtigt und verpflichtet, entsprechende Rechtsverordnungen (sog. HygieneVerordnungenHygieneverordnungen) nicht nur für ihre Krankenhäuser, sondern auch für andere relevante medizinische Einrichtungen zu erlassen. Mit Hinweis auf die erforderliche personelle Ausstattung mit Hygienefachkräften können jedoch bis längstens zum 31.12.2019 befristete Übergangsvorschriften zur Qualifikation einer ausreichenden Zahl geeigneten Fachpersonals vorgesehen werden.
Die wichtigste Änderung des Infektionsschutzgesetzes ist die Neufassung des § 23 („Nosokomiale Infektionen und Resistenzen“). Der § 23 fasst nun die Regelungen zur Verhütung und Bekämpfung nosokomialer Infektionen einschließlich der infektionshygienischen Überwachung in medizinischen Einrichtungen systematisch zusammen. Die wichtigsten Neuerungen des § 23 sind:
Das Infektionsschutzgesetz sieht die Einrichtung eines Expertenrates, der „Kommission Antiinfektiva, Resistenz und KommissionAntiinfektiva, Resistenz und TherapieTherapie“ (Kommission ART) am Robert Koch-Institut (RKI), vor (§ 23 Abs. 2). Sie soll Empfehlungen mit allgemeinen Grundsätzen für Diagnostik und antimikrobielle Therapie, insbesondere bei Infektionen mit resistenten Krankheitserregern, erstellen. Zusätzlich hat sie die Aufgabe, Daten zu Art und Umfang des Antibiotika-Verbrauchs zu erfassen (§ 23 Abs. 4).
Ebenfalls beim Robert Koch-Institut (RKI) angesiedelt ist ein weiterer Expertenrat, die „Kommission für Krankenhaushygiene und Kommissionfür Krankenhaushygiene und InfektionspräventionInfektionsprävention“ (KRINKO). Sie gibt anerkannte Empfehlungen zur Hygiene und Infektionsvermeidung heraus, deren Einhaltung durch eine Änderung des § 23 Abs. 3 nunmehr verbindlichen Charakter hat. Explizit haben nun Leiter von Krankenhäusern, Einrichtungen für ambulantes Operieren, aber auch von Arztpraxen und anderen Einrichtungen sicherzustellen, dass die nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft erforderlichen Maßnahmen getroffen werden, um nosokomiale Infektionen zu verhüten und die Weiterverbreitung von Krankheitserregern, insbesondere solcher mit Resistenzen, zu vermeiden.

Transport infektiöser Patienten

Infektionsfahrten sind InfektionsfahrtTransporte infektiöser Patienten, die vor, während und nach dem Transportinfektiöser PatientenTransport besondere Verhaltensregeln und Maßnahmen erfordern, die dem Schutz des Personals und der Patienten dienen.

Merke

Grundsätzlich hat der Erhalt vitaler Funktionen gegenüber der Ausschaltung von Infektionsgefährdungen Vorrang, solange der gebotene Eigenschutz nicht missachtet werden muss.

Voraussetzungen
Infektionstransporte sollten nur von geschultem Personal durchgeführt werden, das zum Zeitpunkt des Transports körperlich gesund ist und die erforderlichen Schutzimpfungen besitzt.
Vielerorts werden für den Transport Infektionskranker gesonderte Fahrzeuge vorgehalten, die nur die notwendigsten Ausrüstungsgegenstände mitführen. Stehen solche Rettungsmittel nicht zur Verfügung, sind die Regelfahrzeuge des Rettungsdienstes vor Fahrtantritt auf das notwendige Maß abzurüsten. Das Abrüsten orientiert sich jedoch grundsätzlich an dem Patientenzustand.
Entscheidend ist die Informationsgewinnung über die von einem Patienten ausgehende Infektionsgefährdung, seinen Gesundheitszustand und die zu treffenden Schutzmaßnahmen, wie das Tragen von Schutzkleidung. Auskunft erhält das eingesetzte Personal von dem behandelnden Arzt, der Rettungsleitstelle und dem zuständigen Desinfektor des Rettungsdienstbereichs.
Durchführung
Infektionstransporte geschehen immer auf direktem Wege. Trennscheiben zwischen Fahrgastzelle und Patientenraum sind geschlossen zu halten. Der direkte Patientenkontakt ist auf das notwendige Maß zu beschränken. Für Kontaminationen während des Transports gelten die Maßnahmen der laufenden Desinfektion.
Planbare Infektionstransporte sollten den Regelfall darstellen. Alle notwendigen Informationen können vor Fahrtantritt gesammelt und entsprechend alle Verhaltensweisen geplant werden. Nicht planbare Infektionstransporte treten auf, wenn sich vor Ort ein Verdacht auf eine Infektionskrankheit ergibt. Darüber ist unverzüglich die Rettungsleitstelle zu informieren, die weitere Informationen sammelt und dem Personal vor Ort Maßnahmen zur Infektionsprophylaxe mitteilt. Das Personal an der Einsatzstelle legt die notwendige zusätzliche Schutzausrüstung an und vermeidet bis dahin jeden unnötigen Patientenkontakt.
Feststellung einer Infektion nach Transportende (Nachdeklaration)
Nach Durchführung eines Transports, der sich im Nachhinein als Nachdeklaration, InfektionsfahrtInfektionsfahrtNachdeklarationInfektionstransport herausstellt, weil erst im Krankenhaus ein infektiöser Erreger nachgewiesen wurde, sind das betroffene Fahrzeug und das Personal zunächst nicht einsatzbereit.
Nach Rücksprache mit den zuständigen Stellen und dem Desinfektor müssen weitere Maßnahmen, je nach Art der Erkrankung, durchgeführt werden, z. B.
  • Schlussdesinfektion des Fahrzeugs

  • Desinfektion des Personals

  • Postexpositionsprophylaxe des Personals, z. B. die Einnahme eines Antibiotikums

Schlussdesinfektion nach §§ 17 und 18 IfSG
Nach der Patientenübergabe wird ohne Umwege die Heimatrettungswache bzw. die Desinfektionsstätte des Rettungsdienstbereichs angefahren.
Dort erfolgt eine Schlussdesinfektion des Fahrzeugs nach den Vorgaben des zuständigen Desinfektors oder Gesundheitsamtes. Die Desinfektion kann an die Fahrzeugbesatzung delegiert werden. Desinfiziert werden muss der gesamte Krankenraum einschließlich aller Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände, Trage oder Tragestuhl und vom Kranken benutzte Gegenstände.
Die Desinfektion des Personals umfasst den Wechsel der persönlichen Schutzausrüstung und die persönliche Reinigung. Kontaminierte Kleidungsstücke werden nach dem Transport in mit dem (Verdachts-)Erreger gekennzeichnete und verschließbare Säcke abgelegt. Anschließend muss sich jedes Besatzungsmitglied ausgiebig reinigen (duschen), bevor sich im Anschluss die Besatzung mit frischer Dienstkleidung erneut einkleidet.
Alle durchgeführten Desinfektionsarbeiten müssen abschließend dokumentiert werden.

Merke

Für Schlussdesinfektionen nach §§ 17 und 18 IfSG dürfen nur Desinfektionsverfahren zur Anwendung kommen, die in der RKI-Liste aufgeführt sind.

Arbeitsschutz

Zahlreiche Rechtsvorschriften regeln den Arbeitsschutz in der ArbeitsschutzBundesrepublik Deutschland. Dazu zählen die staatlichen Arbeitsschutzvorschriften und die Vorschriften der gesetzlichen Unfallversicherungsträger (Tab. 4.8).

Gesetzliche Unfallversicherungsträger

Die gesetzliche UnfallVersicherung, gesetzlicheUnfallversicherung zählt zum Sozialversicherungssystem der Bundesrepublik Deutschland. Jeder Betrieb ist Mitglied in einer für ihn fachlich zuständigen gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft, BG). Die Arbeitgeber versichern in den Berufsgenossenschaften Berufsgenossenschaftihre Beschäftigten und zahlen für sie die Beiträge. Unternehmen und Arbeitnehmer sind Pflichtmitglieder ihrer zuständigen Unfallversicherung.
Der Gesetzgeber verpflichtet die Berufsgenossenschaften
  • zur Unfallverhütung und

  • zur Entschädigung von Arbeits- und Wegeunfällen sowie Berufskrankheiten.

Bei einem Arbeitsunfall, Wegeunfall oder einer Berufskrankheit tritt die gesetzliche Unfallversicherung für den Betrieb ein und übernimmt die Entschädigung verletzter Beschäftigter.
Die Berufsgenossenschaft erlässt Regeln (ehemals sog. BGR) zur UnfallVerhütungsvorschriftenUnfallverhütung (seit 2014: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung BerufsgenossenschaftVorschriften[DGUV] – Regeln Abb. 4.5), berät ihre Mitgliedsbetriebe und wendet sich mit gezielten Maßnahmen, z. B. Seminaren, Broschüren, Plakaten, Filmen usw., an die Beschäftigten ihrer Mitgliedsbetriebe. Sie vermittelt so neue Erkenntnisse, gibt Anregungen und hilft, Unfälle zu vermeiden.
Die Vorschriften der Unfallversicherungsträger haben Rechtsnormcharakter und sind für die versicherten Unternehmen und Arbeitnehmer bindend. Die Vorschriften (seit 2014: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung BerufsgenossenschaftVorschriften[DGUV] – Vorschriften) sind die von den deutschen Berufsgenossenschaften erlassenen Unfallverhütungsvorschriften (ehemals sog. „BGV“).
Seit 2007 werden mehr und mehr Unfallverhütungsvorschriften, sowohl ehemalige BGV als auch Berufsgenossenschaftliche Regeln (BGR) und Berufsgenossenschaftliche Informationen (BGI), zurückgezogen, nachdem sie durch die Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS) ersetzt wurden. Eine Doppelregulierung durch DGUV und TRBS ist dabei ausgeschlossen.
Gesetzliche UnfallVersicherungsträgerUnfallversicherungsträger im Gesundheitswesen sind:
  • Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)

  • Landesunfallkassen (LUK)

Arbeits- und Wegeunfall
Ein Arbeitsunfall ist ein UnfallArbeits- oder Wege-ArbeitsunfallUnfall, den ein Versicherter bei einer versicherten Tätigkeit erleidet (z. B. Nadelstichverletzungen des Rettungsfachpersonals beim Herrichten von Injektionen). Ein Wegeunfall entsteht auf Wegeunfalldem direkten Weg zur Arbeitsstätte oder von der Arbeitsstätte nach Hause. Für die Heilbehandlung und die Folgekosten kommt nicht die Krankenversicherung, sondern der gesetzliche Unfallversicherungsträger auf.
Arbeits- und Wegeunfälle sind bei der zuständigen Unfallversicherung über eine Unfallanzeige meldepflichtig. Nach Arbeits- und Wegeunfällen, die einer ärztlichen Behandlung bedürfen, muss der versicherte Arbeitnehmer den zuständigen Betriebsarzt oder einen von der Unfallversicherung zugelassenen Durchgangsarzt (z. B. im Krankenhaus) aufsuchen.
Ferner sollen alle während der Arbeitszeit erlittenen Verletzungen in das Verbandbuch eingetragen werden, das am Arbeitsplatz ausliegen muss.
Berufskrankheit
Eine Berufskrankheit ist Berufskrankheiteine durch Einwirkungen am Arbeitsplatz hervorgerufene Erkrankung, die durch bestimmte und für den Beruf typische Arbeitsweisen und Herstellungsverfahren auftritt (z. B. Rückenleiden durch Heben und Tragen sowie Hautreizungen durch Latex im Rettungsdienst). Grundsätzlich müssen Berufskrankheiten als solche anerkannt sein, damit der Versicherte Förderungen und Rehabilitationsmöglichkeiten über den gesetzlichen Unfallversicherungsträger erhält.
Vorsorgeuntersuchungen
Vorsorgeuntersuchungen, RDVorsorgeuntersuchungen dienen der Krankheitsverhütung. Sie müssen vor Beschäftigungsantritt und als Nachfolgeuntersuchungen in regelmäßigen Abständen während der Beschäftigung (z. B. alle 36 Monate) durch den Betriebsarzt erfolgen. Nach Beendigung der Tätigkeit kann der Versicherte eine nachgehende Untersuchung verlangen.
Im Rettungsdienst unterziehen sich die Beschäftigten in der Regel folgenden Vorsorgeuntersuchungen:
  • G 24 „Hauterkrankungen“

  • G 25 „Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten“

  • G 26 „Atemschutzgeräte“

  • G 37 „Bildschirmarbeitsplätze“ (z. B. für Leitstellenpersonal)

  • G 42 „Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung“

Die organisierte Höhenrettung und Bergrettungsdienste sind im Sinne der BGV keine Einsatzgebiete der Höhenarbeiten und unterliegen daher nicht der Pflicht zur G-41-Untersuchung (Arbeiten mit Absturzgefahr).

Schutzimpfungen

Schutzimpfungen sind Schutzimpfungendie wichtigsten und wirksamsten Präventionsmaßnahmen, die der Medizin zur Verfügung stehen. Sie sollen Immunität gegen Krankheitserreger und deren Gifte ausbilden und den Ausbruch einer Infektionskrankheit verhindern.
Immunität ist die Immunitäterworbene Fähigkeit des Immunsystems, eingedrungene Mikroorganismen zu erkennen und wirkungsvoll zu bekämpfen, ohne dass Krankheitssymptome auftreten. Einige, vor allem virusbedingte, systemische Infektionskrankheiten hinterlassen eine lang andauernde Immunität. Die Auseinandersetzung mit den Erregern aktiviert die Bildung von erregerspezifischen Antikörpern. Diese garantieren Schutz vor einer erneuten Erkrankung durch den gleichen Erreger.
Aktive Impfung
Aktive ImpfungImpfungen werden mit gentechnisch veränderten Krankheitserregern durchgeführt, sodass der Organismus eigenständig Antikörper ausbilden muss. Bis ein vollständiger Impfschutz vorliegt, sind oft mehrere Einzelimpfungen notwendig. Dafür hält der Impfschutz mehrere Jahre an.
Passive Impfung
Bei einer passiven Impfung werden Antikörper übertragen, die von anderen Organismen stammen. Nach einer passiven Impfung liegt der Impfschutz meist sofort vor. Er hält jedoch nur wenige Wochen an, bis die Fremdeiweiße wieder abgebaut sind.
Impfungen für Rettungsfachpersonal
Wie die gesamte Bevölkerung sollte auch das Rettungsfachpersonal einen wirkungsvollen Impfschutz besitzen gegen:
  • Tetanus (Wundstarrkrampf)

  • Polio (Kinderlähmung)

  • Diphtherie

  • Mumps (Ziegenpeter)

  • Röteln

  • Pertussis (Keuchhusten)

  • Haemophilus influenzae Typ B (HIB)

  • Masern

Darüber hinaus werden für das Personal im Rettungsdienst zusätzlich folgende Impfungen empfohlen, da sie als medizinisches Personal einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind:
  • Hepatitis A und B als Kombinationsimpfung (muss vom Arbeitgeber kostenfrei angeboten werden)

  • Influenza (Grippeschutz)

Wiederholungsfragen

  • 1.

    Begründen Sie, warum Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen für den Rettungsdienst von Bedeutung sind. (4.1)

  • 2.

    Welche Mikroorganismen können unterschieden werden? Nennen Sie die Unterscheidungsmerkmale. (4.2.2)

  • 3.

    Was bedeutet Kontamination? (4.2.3)

  • 4.

    Wie kann es zu einer Infektion kommen und wie breitet sie sich aus? (4.2.3)

  • 5.

    Erläutern Sie die Problematik bei MRSA-Patienten. (4.3.2)

  • 6.

    Definieren Sie den Begriff Desinfektion. (4.4)

  • 7.

    Was bedeuten Asepsis und Sterilität? (4.4.1)

  • 8.

    Was wird unter einer chemischen Desinfektion verstanden? (4.4.2)

  • 9.

    Was ist eine Flächendesinfektion? Welche anderen Desinfektionsarten kennen Sie außerdem? (4.4.2)

  • 10.

    Beschreiben Sie das Vorgehen bei der hygienischen Händedesinfektion. (4.4.2)

  • 11.

    Erläutern Sie die Maßnahmen der laufenden Desinfektion. (4.4.2)

  • 12.

    Welche Formen der Schlussdesinfektion kommen infrage? (4.4.2)

  • 13.

    Welche Maßnahmen zählen zur persönlichen Hygiene? (4.4.3)

  • 14.

    Erläutern Sie die Dokumentation zur Hygiene und Desinfektion. (4.4.5)

  • 15.

    Beschreiben Sie den Umgang mit sterilem Material. (4.4.6)

  • 16.

    Erklären Sie den praktischen Ablauf eines Infektionstransports. (4.5.2)

  • 17.

    Was sind die gesetzlichen Unfallversicherungsträger? Welche Aufgaben haben sie? (4.6.1)

  • 18.

    Was ist ein Arbeits- bzw. Wegeunfall? Welche Maßnahmen müssen Sie nach einem Arbeitsunfall einleiten? (4.6.1)

  • 19.

    Nennen Sie Beispiele für Berufskrankheiten im Rettungsdienst. (4.6.1)

  • 20.

    Welchen Zweck verfolgen Vorsorgeuntersuchungen? (4.6.1)

  • 21.

    Nennen Sie Unterschiede zwischen einer aktiven und einer passiven Impfung. (4.6.2)

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