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B978-3-437-44516-3.00008-4

10.1016/B978-3-437-44516-3.00008-4

978-3-437-44516-3

Gütekriterien zur Beurteilung der diagnostischen diagnostische ZuverlässigkeitZuverlässigkeit eines Vorhersagewert:positiverVorhersagewert:negativerSpezifitätSensitivitätRATZ-IndexVerfahrens

Tab. 8.1
Sensitivität prozentualer Anteil der auffälligen Kinder, die auch vom Test als auffällig klassifiziert werden (richtig positiv)
Spezifität prozentualer Anteil der unauffälligen Kinder, die auch vom Test als unauffällig klassifiziert werden (richtig negativ)
positiver Vorhersagewert prozentualer Anteil der auffälligen Kinder im Test, die tatsächlich auffällig sind
negativer Vorhersagewert prozentualer Anteil der unauffälligen Kinder im Test, die tatsächlich unauffällig sind
RATZ-Index relativer Anstieg der Trefferquote gegenüber der Zufallstrefferquote

Elternfragebögen zur Beurteilung des präverbalen und verbalen Entwicklungsstands am Ende des ersten Lebensjahres

Tab. 8.2
Fragebogen Itemzahl Altersbereich
CSBS-DP 25 6.–18. Monat
ELFRA-1
(Lang- und Kurzversion)
274/134 12. Monat
Entwicklungscheck 16 12. Monat
ZEF 24 10.–12. Monat

Elternfragebögen zur Beurteilung des Sprachentwicklungsstands Ende des zweiten und Anfang des dritten Lebensjahres

Tab. 8.3
Fragebogen Itemzahl Altersbereich
Wörter Grammatik
ELFRA-2
(Lang-/Kurzversion)
260/260 36/– 24. Monat
A-CDI-2 693 86 18.–30. Monat
ELAN 250 Beispielsätze 16.–26. Monat
SBE-2-KT 57 1 21.–24. Monat
FRAKIS/FRAKIS-K 600/102 79/3 18.–30. Monat

Elternfragebögen zur Früherkennung von Sprachentwicklungsstörungen

Waldemar von Suchodoletz

Charakteristika von Elternfragebögen zur Beurteilung des Sprachentwicklungsstands

Eltern sind die eigentlichen Experten, wenn es um die Entwicklung ihres Kindes geht. Sie erleben unmittelbar, wie dieses seine kommunikativen Fähigkeiten schrittweise erweitert, und beobachten dessen sprachliche und nicht-sprachliche Interaktionen in vielfältigen Situationen. Dadurch haben sie ein umfassenderes Bild von ihrem Kind, als es ein Untersucher in dem ihm zur Verfügung stehenden begrenzten Zeitfenster gewinnen kann. Eine Befragung der Eltern zur sprachlichen Entwicklung des Kindes und dessen derzeitigen kommunikativen Fähigkeiten ist deshalb ein wesentlicher Schritt zur Früherkennung von Auffälligkeiten beim Spracherwerb. Die Beobachtungen der Eltern können auf unterschiedliche Weise erfasst werden. Folgende Methoden stehen zur Beurteilung des Sprachentwicklungsstand:Erhebung anamnestischer DatenSprachentwicklungsstands aufgrund von Elternangaben zur Verfügung:
  • Erhebung anamnestischer anamnestische DatenDaten zur Sprachentwicklung

  • Tagebuchprotokolle der sprachlichen Äußerungen

  • Standardisierte Elternfragebögen

Erhebung anamnestischer Angaben
Eine Erhebung anamnestischer Angaben zu sprachlichen Fähigkeiten kann erste Hinweise auf den Sprachentwicklungsstand eines Kindes liefern. Wenn nur anamnestische Angaben vorliegen, wird im Vorschulalter allerdings etwa ein Drittel der sprachgestörten Kinder übersehen (Erb & Werner 2003). Werden Eltern von drei- bis vierjährigen Kindern gebeten, die Sprachfähigkeiten ihres Kindes auf einer Skala von „sehr schlecht“ bis „sehr gut“ zu bewerten, werden 57 % der sprachauffälligen Kinder erkannt, aber nur 17 % der von den Eltern als sprachauffällig eingestuften Kinder sind dies auch nach dem klinischen Urteil (Van Agt et al. 2007). Eine Bewertung und Einordnung ihrer Beobachtungen gelingt Eltern somit nur unvollkommen.
Tagebuchprotokolle der sprachlichen Äußerungen
In der linguistischen Forschung haben sich zur Erfassung sprachlicher Entwicklungsschritte TagebuchprotokolleTagebuchprotokolle bewährt. Die Eltern werden gebeten, während eines umschriebenen Zeitraums jede Äußerung ihres Kindes unmittelbar aufzuschreiben. Zu Beginn des Spracherwerbs lassen sich auf diese Weise die sprachlichen Fähigkeiten und Sprachfortschritte detailliert erfassen und Einzelheiten im Spracherwerbsprozess beurteilen. Dieses Vorgehen ist jedoch zeitaufwändig, nicht standardisierbar und somit zur Früherkennung sprachauffälliger Kinder ungeeignet.
Standardisierte Elternfragebögen
Standardisierte Elternfragebögen:standardisierteElternfragebögen werden im angloamerikanischen Sprachraum in Forschung und Praxis seit über 20 Jahren erfolgreich zur Sprachbeurteilung eingesetzt (Klee 1992; Feldman et al. 2005; Hart 2004; Rescorla & Alley 2001; Fenson et al. 1993). Solche Elternfragebögen eignen sich sowohl zur quantitativen Einschätzung sprachlicher und nicht-sprachlicher Kommunikationsfähigkeiten (dimensionale dimensionale DiagnostikDiagnostik:dimensionaleDiagnostik) als auch zur Erkennung von Kindern mit Auffälligkeiten beim Spracherwerb (kategoriale kategoriale DiagnostikDiagnostik:kategorialeDiagnostik). In den letzten Jahren wurden auch im deutschsprachigen Raum mehrere Sprachfragebögen publiziert.
SprachfragebögenSprachfragebögen enthalten in der Regel eine Liste alterstypischer Wörter zur Beurteilung des aktiven Wortschatzes sowie Wort- und Satzbeispiele in mehreren grammatischen Varianten zur Einschätzung grammatischer Fähigkeiten. Die Eltern sollen ankreuzen, welche Wörter ihr Kind bereits spricht und welche grammatische Form es vorwiegend benutzt. In Sprachbögen für Kinder unter 1½ Jahren sollen die Eltern zusätzlich angeben, welche der aufgeführten Wörter ihr Kind versteht und welche präverbalen Kommunikationsmittel es einsetzt. Das Sprachverständnis ihres Kindes wird von den Eltern allerdings häufig überschätzt, sodass Angaben zu diesem Aspekt der Sprachentwicklung, insbesondere bei Kindern mit einem Wortschatz über 100 Wörtern, wenig verlässlich sind. Elternfragebögen für Kinder über 1½ Jahren beschränken sich deshalb auf eine Beurteilung sprachproduktiver Fähigkeiten.
Der mit Elternfragebögen ermittelteWortschatzwert Wortschatzwert ist von der Länge der Wortliste abhängig und entspricht nicht dem tatsächlichen Wortschatz des Kindes. So wurde z. B. bei 24 Monate alten Kindern mit dem ELFRA-2, der 260 Wörter enthält, ein mittlerer Wortschatzwert von 130 gefunden (Sachse & v. Suchodoletz 2007a), während sich mit dem CDI II, dessen Liste aus 680 Wörtern besteht, ein mittlerer Wortschatzwert von 312 ergab (Fenson et al. 1993). Trotz solcher Diskrepanzen ist bei einer ausreichenden Normierung aber durchaus ein Rückschluss auf den Sprachentwicklungsstand eines Kindes möglich.
Gegenüber einer direkten Untersuchung der sprachlichen Fähigkeiten eines Kindes haben Elternfragebögen:VorteileElternfragebögen einige Vorteile:
  • Berücksichtigung des Sprachverhaltens in vertrauter Umgebung

  • Berücksichtigung unterschiedlicher Kommunikationssituationen

  • Erfassung sprachlicher Äußerungen über einen längeren Zeitraum

  • Keine Notwendigkeit einer Mitarbeit des Kindes während der Untersuchung

  • Keine linguistischen Vorkenntnisse erforderlich

  • Geringer Zeit- und Kostenaufwand

Die Lautbildungsfähigkeit wird durch Sprachfragebögen nicht erfasst, da die Entwicklung von Kindern mit Aussprachestörungen ohne Auffälligkeiten im Wortschatz und/oder der Grammatik weitgehend unbeeinträchtigt verläuft. Eine Früherkennung umschriebener LautbildungsstörungenLautbildungsstörungen durch ein universelles Sprachscreening ist deshalb kein klinisches Erfordernis.

Voraussetzungen für den Einsatz eines Elternfragebogens

Voraussetzung für den Einsatz eines Sprachfragebogens in der klinischen Praxis ist eine ausreichende Zuverlässigkeit der Aussage. Nur Fragen, die sich auf das aktuelle Verhalten des Kindes beziehen und keine Einschätzung früherer Sprachleistungen verlangen, werden von Eltern hinlänglich zutreffend beantwortet. Die abgefragten Verhaltensweisen sollten zudem durch die Eltern gut beobachtbar sein. Fragen sollten im Wiedererkennungsformat gestellt und offene Fragen vermieden werden, da die Auswertung individuell formulierter Antworten wenig objektiv ist (Dale 1991).

Unter folgenden Voraussetzungen eignet sich ein Elternfragebogen als universelles Screening zur Früherkennung von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen:FrüherkennungSprachentwicklungsstörungen

  • Ausreichend zuverlässige Erfassung sprachlicher Fähigkeiten

  • Vorliegen verlässlicher Normwerte

  • Ausreichende Treffsicherheit bei der Früherkennung von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen

  • Geringer Zeitaufwand (nicht mehr als 10 Minuten)

Dass Elternfragebögen grundsätzlich dazu geeignet sind, den aktiven Wortschatz eines Kindes ausreichend genau zu beurteilen, geht aus einer Arbeit von Robinson & Mervis (1999) hervor. Sie baten die Eltern eines Jungen, einen Elternfragebogen (MacArthur Communicative Development Inventories – CDI) wiederholt auszufüllen und zusätzlich vom 9. bis 24. Lebensmonat alle Äußerungen zu protokollieren. Bis zu einem Wortschatz von etwa 100 Wörtern stimmten die Tagebucheintragungen der Eltern und die Ergebnisse im Fragebogen weitgehend überein. Je größer der Wortschatz des Kindes wurde, desto deutlicher unterschätzten ihn die Eltern. Mit 24 Monaten hatten sie etwa 1.200 Wörter als erworben protokolliert, während sie laut Fragebogen die Zahl auf etwa 500 schätzten. Mit Elternfragebögen kann der Wortschatz somit sehr genau beurteilt werden, solange er unter 100 Wörtern liegt. Sie eignen sich demnach gut zu Beginn der Wortschatzentwicklung und zur Erfassung von Kindern mit einem geringen Wortschatz. Weniger zuverlässig wird das Ergebnis, wenn ein Kind bereits über einen größeren Wortschatz verfügt und seine Fähigkeiten genauer auf einer dimensionalen Skala eingeordnet werden sollen.
Testgütekriterien
Wie zutreffend das Ergebnis eines Elternfragebögen:TestgütekriterienElternfragebogens den Sprachentwicklungsstand eines Kindes beurteilt (dimensionaler Aspekt), geht aus TestgütekriterienTestgütekriterien (Validität, Objektivität, Reliabilität, Fairness u. a.) hervor, die für jeden Sprachfragebogen möglichst ausführlich erhoben werden sollten.
Zur Beurteilung der ValiditätValidität eines Elternratings Elternfragebögen:Validitätwurde das Ergebnis im Sprachfragebogen mit dem von Sprachtestergebnissen verglichen. Hier zeigte sich, dass ein Elternrating ähnlich aussagekräftig sein kann wie eine Untersuchung des Kindes mit einem Sprachtest (Heilmann et al. 2005; Sachse & v. Suchodoletz 2008; Tippelt et al. 2011). Die Vermutung, dass Mütter generell dazu neigen, die Sprachleistungen ihres Kindes zu positiv zu sehen, und dass das Ergebnis im Fragebogen eher das Wunschbild der Eltern als die tatsächlichen Fähigkeiten des Kindes widerspiegelt, kann somit als widerlegt gelten.
Auch wurde die FairnessFairness von Elternfragebögen:FairnessElternfragebögen überprüft. Dies war erforderlich, da sich in mehreren Studien gezeigt hatte, dass in Sprachfragebögen Mütter mit geringer Schulbildung die Sprachfähigkeiten ihrer Kinder schlechter beurteilten als Mütter mit höherer Schulbildung (Feldman et al. 2000; Pan et al. 2004). Dies ließ vermuten, dass nur aufmerksame und differenzierte Eltern mit einem höheren Bildungsstand über die sprachlichen Fähigkeiten ihres Kindes ausreichend Auskunft geben können. Ein Vergleich der Übereinstimmung zwischen Elternbeurteilung und Sprachtestergebnissen hat jedoch ergeben, dass diese relativ unabhängig vom Bildungsstand der Mütter ist (Sachse & v. Suchodoletz 2008; Tippelt et al. 2010; Stokes 1997). Schlechtere Ergebnisse bei Kindern von Müttern mit geringer Schulbildung sind somit ein Zeichen für schwächere Sprachleistungen und kein Hinweis auf eine fehlerhafte Einschätzung des Sprachstands durch Mütter mit niedrigem Bildungsniveau. In die genannten Studien waren allerdings nur Mütter einbezogen worden, die mindestens einen Hauptschulabschluss hatten. Ob auch Eltern ohne Schulabschluss in der Lage sind, Sprachfragebögen verlässlich auszufüllen, ist ungeklärt.
Soll ein Elternfragebogen zur Erfassung von Kindern mit Spracherwerbsstörungen eingesetzt werden (kategorialer Aspekt), müssen zusätzlich zu den klassischen Testgütekriterien noch Gütekriterien zur Beurteilung der diagnostischen Treffsicherheit erhoben werden (Tab. 8.1). Nur wenn bei einem diagnostischen Instrument bekannt ist, wie häufig auffällige Kinder übersehen (falsch negatives Ergebnis) und unauffällige Kinder fälschlich als auffällig klassifiziert werden (falsch positives Ergebnis) und diese Fehlklassifikationen in einem akzeptablen Bereich liegen, ist sein Einsatz in der klinischen Praxis gerechtfertigt. Für einen Sprachtest gelten eine Spezifität und Sensitivität von über 90 % als gut, zwischen 80 und 89 % als akzeptabel und unter 80 % als unzureichend (Plante & Vance 1994). Bei Screening-Tests werden die Anforderungen etwas niedriger angesetzt. Damit möglichst alle auffälligen Kinder durch das Screening erkannt werden (hohe Sensitivität), muss in Kauf genommen werden, dass etwas zu viele Kinder als Risikokinder eingestuft und zu einer ausführlichen Untersuchung überwiesen werden (etwas niedrigere Spezifität).
Elternfragebögen, die als universelles Sprachscreening eingesetzt werden sollen, müssen nicht nur gut normiert und zuverlässig in der Aussage sein, sondern auch das Kriterium der Ökonomie erfüllen. Nur dann werden sie Eingang in die Früherkennungspraxis finden. Die meisten Elternfragebögen haben den Anspruch, möglichst viele Wortkategorien und grammatische Dimensionen zu erfassen. Bei so umfangreichen Bögen dauern Ausfüllen und Auswertung jedoch zu lange, um sie routinemäßig einsetzen zu können.
Kurzfragebögen
Für ein universelles Sprachscreening wurden deshalb KurzfragebögenKurzfragebögen entwickelt, die in wenigen Minuten auszufüllen und auszuwerten sind. Kurzfragebögen haben auch den Vorteil, dass Eltern aus bildungsfernen Schichten weniger vor dem Ausfüllen zurückscheuen. Allerdings werden gegen solche kurzen Fragebögen Bedenken geäußert. In einem Kurztest könnten in Anbetracht der großen Variationsbreite des Spracherwerbs nicht für jedes Kind die individuell erworbenen Sprachbausteine enthalten sein. Dies führe bei Kindern mit Abweichungen vom üblichen Spracherwerbsverlauf zu Fehleinschätzungen, insbesondere zu einer falschen Zuordnung zur Gruppe sprachgestörter Kinder. Bei einer Überprüfung der Zuverlässigkeit von kurzen im Vergleich zu langen Elternfragebögen hat sich jedoch gezeigt, dass Kurztests genauso aussagefähig sein können (Fenson et al. 2000; Sachse & v. Suchodoletz 2007b; von Suchodoletz & Held 2009). Voraussetzung ist allerdings eine sorgfältige Auswahl der einzelnen Items nach der Zuverlässigkeit, mit der sie eine Unterscheidung zwischen Kindern mit und ohne Sprachauffälligkeit erlauben. Dazu ist es erforderlich, die Diskriminationsfähigkeit eines großen Pools von Wörtern und Grammatikbeispielen in einer umfangreichen und repräsentativen Stichprobe zu überprüfen.

Mögliche Nachteile von generellen Sprachscreenings

Vor einem Sprachscreening:generellesgenerellen Sprachscreening zur Früherkennung von Kindern mit Spracherwerbsproblemen müssen nicht nur die Vorteile, sondern auch mögliche Risiken und negative Auswirkungen bedacht werden. Früherkennungsuntersuchungen sind nur gerechtfertigt, wenn sich Sprachauffälligkeiten mit der angewandten Methode ausreichend zuverlässig erfassen lassen. Dies ist selbst bei Sprachfragebögen, die sorgfältig konstruiert wurden und theoretisch gut fundiert sind, nicht immer der Fall. Sprachtests und Sprachscreenings sind derzeit nur in Ausnahmefällen auf ihre diagnostische Treffsicherheit überprüft (IQWiG 2009).

Ein generelles Sprachscreening:generellesSprachscreening kann unter Umständen auch negative Auswirkungen haben:

  • Bei einem falsch positiven Ergebnis

    • Vergeudung von Ressourcen durch unnötige Folgeuntersuchungen und Interventionen

    • Stigmatisierung des Kindes

    • Verunsicherung der Eltern

    • Ungünstige Auswirkungen auf die Eltern-Kind-Beziehung

  • Bei einem falsch negativen Ergebnis

    • Unberechtigte Beruhigung der Eltern

    • Unzureichende Beobachtung der weiteren sprachlichen Entwicklung

    • Verspätetes Erkennen einer Sprachentwicklungsstörung mit verspätet einsetzender Therapie

Dass ein Sprachscreening tatsächlich zu einer Verunsicherung der Eltern führen kann, ergaben Elternbefragungen. Zur Erfassung von Sprachauffälligkeiten wurden bei einjährigen Kindern der ELFRA-1, bei zweijährigen der ELFRA-2 und bei dreijährigen der SBE-3-KT eingesetzt. Ergänzend wurde u. a. danach gefragt, ob sich die Eltern durch die Beantwortung des Fragebogens verunsichert fühlten. Diese Frage bejahten 24 % der Eltern beim ELFRA-1, 6 % beim ELFRA-2 und 1,4 % beim SBE-3-KT. Verunsichert zeigten sich somit insbesondere Eltern sehr junger Kinder. Beim ELFRA-1 war ihre Verunsicherung zudem unabhängig davon, ob das Fragebogenergebnis eine Sprachentwicklungsauffälligkeit des Kindes auswies oder nicht. Beim ELFRA-2 und SBE-3-KT hingegen fühlten sich insbesondere diejenigen Eltern verunsichert, deren Kinder sich sprachlich auffällig entwickelten, sodass die Beunruhigung gerechtfertigt war.

Insgesamt lässt sich sagen, dass ElternfragebögenElternfragebögen zur Beurteilung des Sprachentwicklungsstands und zur Erfassung von Sprachentwicklungsverzögerungen in den ersten drei Lebensjahren prinzipiell geeignet sind. Ihr Einsatz setzt keine logopädische oder linguistische Ausbildung voraus, ist mit geringen Kosten verbunden und kann in der ambulanten Praxis realisiert werden. Mütter mit geringer Schulbildung schätzen den Sprachentwicklungsstand ihres Kindes nicht weniger zuverlässig ein als solche mit Hochschulreife. Kurztests sind bei einer sorgfältigen Auswahl der Items nach ihrer diagnostischen Trennschärfe genauso aussagefähig wie lange Elternfragebögen. Sie sind in der Früherkennungspraxis als universelles Screening einsetzbar und treffen bei Eltern auf eine hohe Akzeptanz.

Elternfragebögen zur Sprachbeurteilung

International verbreitete Elternfragebögen

International haben die MacArthur Communicative Development Inventories – CDIMacArthur Communicative Development Inventories s. CDI (Fenson et al. 1993), die in etwa 60 Sprachen übertragen wurden, und der Language Development Survey – LDS (Rescorla 1989) die größte Verbreitung gefunden. CDI und LDS sind die Grundlage der meisten deutschsprachigen Bögen.
MacArthur Communicative Development Inventories (CDI)
Die CDIs (Fenson et al. 1993; Dale 2003) gibt es für die Altersbereiche 8.–16. Monat (CDICDI I: Words and Gestures; Infant Form), 16.–30. Monat (CDI II: Words and Sentences; Toddler Form) und 30.–42. Monat (CDI III). Eine Normierung erfolgte an großen, bevölkerungsbezogenen Stichproben.
Mit der Wortliste der Infant Form (CDI I) werden sowohl Wortproduktion als auch Wortverständnis abgefragt. Andere Items beziehen sich auf das nicht-sprachliche Kommunikationsverhalten. Das Ergebnis des CDI I gibt aber kaum Hinweise auf den weiteren Verlauf des Spracherwerbs. Die Korrelation zwischen den CDI-Werten im Alter von 1 und 2 Jahren betrug in einer Stichprobe von 2.156 Kindern lediglich 0,18–0,39 (Feldman et al. 2000). Wegen der hohen intra- und interindividuellen Variabilität der Ergebnisse sowie der geringen prognostischen Validität wird die Eignung der Infant Form des CDI zur Früherkennung von Sprachentwicklungsstörungen angezweifelt.
Die Toddler Form (CDI II) findet international breite Anwendung. Deutschsprachige Versionen sind FRAKIS und A-CDI. Die Toddler Form besteht aus zwei Parallelformen mit jeweils 680 Wörtern und Fragen zur Grammatikentwicklung. Da ein solch umfangreicher Elternfragebogen für viele Anwendungen ungeeignet ist, wurden Kurzformen mit je 100 Wörtern und einer Frage zur Satzbildung erstellt. Die Wörter wurden nach theoretischen Erwägungen (Zeitpunkt des Auftretens in der Sprachentwicklung, semantische und linguistische Kategorie, Eindeutigkeit u. a.) aus der Langform entnommen. Die Kurzformen werden sowohl für den praktischen Einsatz als auch für die Forschung als geeignet angesehen (Fenson et al. 2000).
Dass sowohl die Lang- als auch die Kurzformen des CDI II den Sprachstand eines Kindes zuverlässig einschätzen, konnten mehrere Studien belegen. Die Korrelationen zu anderen Sprachtestergebnissen waren zufriedenstellend (r=0,6–0,8). Daten zur Sensitivität und Spezifität liegen für 30 Monate alte Kinder vor (Heilmann et al. 2005). Bei einer Grenzwertfestlegung auf einen Prozentrang von 11 wurden mit dem CDI II 68 % der Kinder, die anhand von Außenkriterien (Spontansprachrating und Sprachtestergebnisse) als Late-Talker eingestuft worden waren, richtig erkannt (Sensitivität) und 98 % der Nicht-Late-Talker (Spezifität).
Der CDI III besteht aus einer Wortliste mit 100 Wörtern und 25 Grammatik-Items, verbunden mit der Bitte an die Eltern, drei der längsten Äußerungen des Kindes aufzuschreiben. Bei einer Überprüfung der Aussagefähigkeit des Bogens zeigten sich geringe bis mittlere Zusammenhänge zwischen den CDI-III-Skalen und den Ergebnissen in Sprachentwicklungstests bzw. von Spontansprachanalysen (r=0,26–0,49; Feldman et al. 2005). Unklar ist allerdings, ob sich mit dem Bogen tatsächlich rein sprachliche Fähigkeiten erfassen lassen oder ob nicht vorwiegend die Intelligenz beurteilt wird (Validität). Die Werte im CDI III waren stärker mit denen eines allgemeinen kognitiven Leistungstests korreliert als mit Sprachtestergebnissen. Die diagnostische Treffsicherheit des CDI III wurde in einer Stichprobe mit 58 Kindern im Alter von 30–45 Monaten untersucht. Dabei konnten durch den Elternfragebogen 48 der 49 normal entwickelten und 8 der 9 sprachgestörten Kinder korrekt klassifiziert werden (Skarakis-Doyle, Campbell & Dempsey 2009). Eine Überprüfung der diagnostischen Aussagefähigkeit in einer bevölkerungsbezogenen Stichprobe, um Sensitivität und Spezifität zu bestimmen, erfolgte bislang nicht.
Language Development Survey (LDS)
Der LDSLDS (Rescorla 1989) ist Language Development Survey s. LDSein an 278 Kindern im Alter von 18–35 Monaten normierter Elternfragebogen, der die Grundlage für die Entwicklung des ELAN bildete. Im LDS werden zuerst allgemeine Fragen zur Entwicklung gestellt. Danach folgt eine Wortliste, die 310 Wörter aus 14 semantischen Kategorien (z. B. Essen, Tiere) umfasst und auf der Basis von Tagebuchaufzeichnungen von Eltern junger Kinder erstellt wurde. Mit dem LDS wird auch erfragt, ob das Kind bereits Wortkombinationen äußert. Wenn die Eltern dies bejahen, sollen sie die fünf längsten und besten Äußerungen ihres Kindes aufschreiben. Kinder mit einem Wortschatzwert-Prozentrang unter 16 oder einem Grammatikwert-Prozentrang unter 21 werden als sprachverzögert klassifiziert.
Die Korrelationen zwischen LDS-Werten und den Ergebnissen anderer sprachdiagnostischer Verfahren waren relativ hoch (r=0,66–0,87). Der LDS wurde in mehreren Studien bezüglich seiner diagnostischen Treffsicherheit bei der Erfassung von Late-Talkern überprüft. Für die Sensitivität ergaben sich Werte von 87–100 % und für die Spezifität von 85–95 % (Rescorla & Alley 2001; Klee et al. 1998).
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl für den CDI II als auch für den LDS eine ausreichende Zuverlässigkeit bei der Beurteilung des Sprachentwicklungsstands und der Erfassung von Late-Talkern als erwiesen angesehen werden kann.
Elternfragebögen für dreijährige Kinder
Von den international eingesetzten Elternfragebögen für Dreijährige sind neben dem oben beschriebenen CDI III die Bögen „Parent questionnaire to detect speech and language disabilities“ und „General Language Screen“ hinsichtlich ihrer diagnostischen Treffsicherheit untersucht.
Der Elternfragebogen Parent questionnaire to detect speech and language disabilities (Stokes 1997) besteht aus drei Ja/Nein-Fragen zu Satzlänge, Verständlichkeit und Besorgnis der Eltern um die Sprachentwicklung. Ursprünglich war im Fragebogen auch ein Item zum Sprachverständnis enthalten, das sich jedoch als wenig treffsicher erwies. Wenn eine der drei Fragen als auffällig angekreuzt wird, legt dies den Verdacht auf eine Sprachentwicklungsstörung nahe. In einer Stichprobe von 398 Kindern im Alter zwischen 25 und 40 Monaten ergab sich eine hohe Spezifität (95 %) und ein hoher negativer Vorhersagewert (97 %) bei deutlich niedrigerer Sensitivität (78 %) und niedrigerer positiver Vorhersagekraft (72 %). Als Außenkriterium war eine Spontansprachanalyse gewählt worden. Die Trefferquote im Elternrating war unabhängig vom Bildungsstand der Mütter. Das Elternrating schnitt nicht schlechter ab als ein Rating durch Fachleute aus Gesundheitsvorsorgeeinrichtungen. Von der US-amerikanischen Arbeitsgruppe Prävention wird der Bogen allerdings als unzureichend standardisiert und validiert eingestuft und damit als für die Praxis nicht geeignet angesehen (Nelson et al. 2006).
Im General Language Screen – GLSGeneral Language Screen s. GLS sind elf Fragen zu expressiven und rezeptiven Sprachfähigkeiten des Kindes und eine zwölfte Frage zu Hörstörungen enthalten (Stott et al. 2002). Wird eines der Items als auffällig bewertet, liegt ein positiver Screeningbefund vor. Eine Überprüfung der diagnostischen Zuverlässigkeit des GLSGLS bei 596 Kindern im Alter von 37 Monaten zeigte, dass fast alle auffälligen Kinder mit dem Fragebogen erfasst wurden. Von den unauffälligen Kindern wurden jedoch viel zu viele als sprachauffällig klassifiziert. Auch wenn zwei statt lediglich ein Item als Kriterium für auffällige Befunde gewählt wurden, blieb die Trefferquote unbefriedigend. Die Ergebnisse des GLS korrelierten mittelhoch (r=0,55) mit einem Außenkriterium (Skala „Kommunikation“ eines strukturierten Elterninterviews).
Die diagnostische Aussagefähigkeit einer niederländischen Version des GLS, die neun Fragen enthält, wurde von Van Agt et al. (2007) bei 8.877 Kindern im Alter von 3–4 Jahren überprüft (Außenkriterium: klinische Einschätzung). Wurde als Grenzwert ein Prozentrang von 10 gewählt, ergaben sich eine Sensitivität von 66 %, ein positiver Vorhersagewert von 9 %, eine Spezifität von 90 % und ein negativer Vorhersagewert von 99,5 %. Die Zuverlässigkeit des Bogens erwies sich somit insbesondere wegen der viel zu hohen Zahl falsch positiver Zuordnungen (niedriger positiver Vorhersagewert) als gering.

Deutschsprachige Elternfragebögen für einjährige Kinder

Für einjährige Kinder im deutschsprachigen Bereich wurden mehrere ElternfragebögenElternfragebögen:für Einjährige entwickelt (Tab. 8.2).
Die CSBS-DP Säugling/Kleinkind Checkliste (Schelten-Cornish 2006) ist eine deutsche Version der Communication and Symbolic Behavior Scales – Developmental Profile: CSBS-DPCommunication and Symbolic Behavior Scales – Developmental Profile s. CSBS-DP (Wetherby & Prizant 2002). Mit den CSBS-DPCSBS-DP soll das Kommunikationsverhalten von Kindern im Alter von 6–18 Monaten erfasst werden. Von den Eltern werden unter anderem Informationen zum Blickkontakt, zum Sprachverständnis, zur Benutzung von Gegenständen sowie zum Gebrauch von Lauten, Wörtern und Gesten eingeholt. Außer dem relativ kurzen Elternfragebogen (Parent-Report Checklist) bestehen die CSBS-DP aus einem vierseitigen Fragebogen für Erzieher (Caregiver Questionnaire – CQ) und einem standardisierten Beobachtungsbogen (Behavior Sample – BS).
Die Retest-Reliabilität nach vier Monaten war bei der amerikanischen Originalversion für alle drei Bestandteile hoch (r=0,8–0,9). Aus den Ergebnissen der CSBS-DP lassen sich aber nur unsichere Hinweise auf spätere sprachliche Fähigkeiten ableiten. Der aktive und passive Wortschatz im Alter von zwei Jahren korrelierte nur mittelhoch mit den Untersuchungsergebnissen, die mit den CSBS-DP im Alter von 12–16 Monaten erhoben worden waren, d. h. für den Elternfragebogen r=0,47 bzw. 0,51; für den Erzieherfragebogen r=0,62 bzw. 0,55 und für die Verhaltensbeobachtung r=0,59 bzw. 0,59 (Wetherby et al. 2002).
Eine Überprüfung der Zuverlässigkeit der CSBS-DP bei der Erfassung von Kindern mit späteren Sprachentwicklungsstörungen erfolgte bislang nicht. Für die deutsche Version gibt es weder Normwerte noch Daten zu Gütekriterien, sodass ein Einsatz in der Früherkennungspraxis bislang nicht empfohlen werden kann.
Der Elternfragebogen 1 (ELFRA-1): Sprache, Gesten, Feinmotorik (Grimm & Doil 2006) ist für den routinemäßigen Einsatz bei der Früherkennungsuntersuchung U6 (10.–12. Lebensmonat) gedacht. Zur Auswertung liegen für 12 Monate alte Kinder kritische Werte vor. Der ELFRA-1ELFRA-1 besteht aus vier Skalen: Sprachproduktion, Sprachverständnis, Gesten und Feinmotorik. Auf den Skalen zur Sprachentwicklung, die 164 Wörter enthalten, sollen die Eltern ankreuzen, ob ihr Kind das jeweilige Wort „versteht“ oder „versteht und spricht“. Weitere 67 Ja/Nein-Fragen beziehen sich auf die Produktion von Lauten und Sprache (Lallen, Geräuschimitation, Spielen mit Sprache) und auf Reaktionen beim Ansprechen des Kindes. Kinder, die den kritischen Wert auf den Skalen „Sprachproduktion“ und/oder „Sprachverständnis“ unterschreiten, werden als Risikokinder eingestuft. Wird auch auf den Skalen „Gesten“ und/oder „Feinmotorik“ der kritische Wert nicht erreicht, gilt das Kind als besonders schwer gestört. Für eine Kurzversion wurde die Wortliste um 30 Wörter auf 134 Wörter gekürzt.
Um die diagnostische Treffsicherheit des ELFRA-1 bei der Früherkennung von Kindern mit länger anhaltenden Sprachauffälligkeiten zu überprüfen, wurde den Eltern von 12 Monate alten Kindern der ELFRA-1 sowie ein Jahr später der ELFRA-2 zugeschickt. Bei der Auswertung zeigte sich, dass jeder zweite Junge und jedes vierte Mädchen als Risikokind eingestuft wurde. Die Korrelationen zwischen den ELFRA-1-Skalen und dem Wortschatz mit zwei Jahren waren niedrig bis mittelhoch (Sprachproduktion: r=0,41; Sprachverständnis r=0,35; Gesten r=0,42; Feinmotorik r=0,24; alle Korrelationen: p<0,01) und lagen etwas über den Werten im ELFRA-Handbuch. Von den Kindern, die mit dem ELFRA-1 als Risikokinder klassifiziert wurden, waren mit zwei Jahren lediglich 24 % Late-Talker (positiver Vorhersagewert). 87 % der Nicht-Risikokinder hatten mit zwei Jahren einen altersgerechten Sprachentwicklungsstand (negativer Vorhersagewert). Von den späteren Late-Talkern waren nur 52 % mit dem ELFRA-1 als Risikokinder (Sensitivität) und 65 % der Nicht-Late-Talker als unauffällig (Spezifität) eingestuft worden. Die Übereinstimmung der Zuordnung in sprachauffällig versus unauffällig im Alter von einem bzw. zwei Jahren war statistisch nicht signifikant (Sachse et al. 2007a).
Die Zuverlässigkeit des ELFRA-1 bei der Früherkennung von Late-Talkern ist somit insgesamt unzureichend und der Bogen zur Früherkennung sprachgestörter Kinder ungeeignet.
Auf dem ELFRA-1 und ELFRA-2 beruhen zwei Kurztests, die für das Internet erstellt wurden („Entwicklungscheck. Wie gut spricht Ihr Kind?“ [Grimm 2009]). Eltern von ein- bzw. zweijährigen Kindern können diese Bögen online ausfüllen und erhalten sofort eine Rückmeldung über den sprachlichen Entwicklungsstand ihres Kindes mit Empfehlungen für das weitere Vorgehen.
Die Aussagefähigkeit dieser Internetbögen ist nicht überprüft. Bisherige Erfahrungen mit Sprachscreenings bei einjährigen Kindern sprechen dafür, dass solche Internetangebote eher zu einer Verunsicherung der Eltern führen statt zur Früherkennung von Kindern mit Sprachproblemen beizutragen.
Ein Zusammenfassender Elternfragebogen (ZEF) (Betz-Morhard & v. Suchodoletz 2011), der aus verschiedenen Fragebögen und Entwicklungstests für das erste Lebensjahr besonders relevante Fragen zur Sprachentwicklung enthält, wurde als übergreifender Sprachfragebogen mit 24 Items an Eltern von 10 bzw. 12 Monate alten Kindern verschickt. Im Alter von zwei Jahren wurde deren Sprachentwicklungsstand dann mit dem ELFRA-2 erneut erfasst. Die Auswertung der Bögen von 732 Kindern ergab hochsignifikante (p<0,001), aber relativ niedrige Zusammenhänge zwischen dem Sprachentwicklungsstand im Alter von einem Jahr (Gesamtwert im ZEF) und zwei Jahren (Wortschatzwert im ELFRA-2). Eine ausreichend sichere Vorhersage einer Sprachentwicklungsverzögerung im Alter von zwei Jahren gelang jedoch nicht (Sensitivität 35 %, Spezifität 86 %). Um zu überprüfen, wie aussagefähig die Items sind, wenn sie nicht zu einem Gesamtwert im ZEF zusammengefasst werden, wurden sie nach ihrer Herkunft auf die einzelnen Ursprungsfragebögen aufgeteilt. Es zeigte sich, dass die Trefferquote der aufgeteilten Items niedriger war als die des Gesamtwerts. Die von Ward (1992) berichtete hohe Treffsicherheit der Items ihres Elternfragebogens hinsichtlich späterer Sprachstörungen konnte somit nicht bestätigt werden.

Zusammenfassend haben sich alle bislang verfügbaren Elternfragebögen für Kinder im Alter von einem Jahr zur Früherkennung sprachgestörter Kinder als ungeeignet erwiesen. Zu viele Kinder mit einer im weiteren Verlauf unauffälligen Sprachentwicklung werden als Risikokinder eingestuft und zu viele später sprachauffällige nicht als Risikokinder erkannt. Die normale Variabilität des Spracherwerbs ist in den ersten 1½ Lebensjahren so groß, dass die momentanen sprachlichen Fähigkeiten eines Kindes keine verwertbaren Vorhersagen zu seiner weiteren Sprachentwicklung erlauben. Zusammenhänge zwischen der frühen und späteren Sprachentwicklung sind zwar nachgewiesen (signifikante Korrelationen), jedoch zu gering, um im Einzelfall eine prognostische Aussage zu ermöglichen.

Deutschsprachige Elternfragebögen für zweijährige Kinder

Für die Altersgruppe vom Ende des zweiten bis Anfang des dritten Lebensjahres stehen inzwischen mehrere ElternfragebögenElternfragebögen:für Zweijährige zur Verfügung (Tab. 8.3). Sie unterscheiden sich insbesondere hinsichtlich ihres Umfangs sowie der Güte von Standardisierung und Normierung.
ELFRA-2, der „Elternfragebogen für zweijährige Kinder: Sprache und Kommunikation“ (Grimm & Doil 2006), ist für 24 Monate alte Kinder normiert. Die Langform enthält eine Liste mit 260 Wörtern (Skala: produktiver Wortschatz) sowie 36 Wörter bzw. Sätze in verschiedenen grammatischen Varianten (Skalen: Syntax und Morphologie). Für die einzelnen Skalen werden kritische Werte angegeben, die auf einer kleinen, nicht repräsentativen Kindergruppe beruhen. Inzwischen wurden auf der Grundlage einer bevölkerungsbezogenen Stichprobe von 1.371 Kindern neuere Normwerttabellen publiziert (Sachse & v. Suchodoletz 2007a). Die Kurzversion entspricht der Wortliste der Langversion (260 Wörter) ohne Grammatikteil.
Bei einem Vergleich der ELFRA-2ELFRA-2-Ergebnisse mit denen in einem Sprachtest (SETK-2) zeigte sich eine hohe Übereinstimmung sowohl hinsichtlich der Einschätzung des Sprachentwicklungsstands als auch der Klassifikation in Late-Talker versus Nicht-Late-Talker (Sachse et al. 2007b). Die Korrelationen zu Sprachparametern ein Jahr später (r=0,5–0,6) waren mittelhoch (Sachse & v. Suchodoletz 2008; Grimm & Doil 2006). Sensitivität und Spezifität wurden bislang nur unzureichend überprüft. Die bisher publizierten Werte (Sachse & v. Suchodoletz 2008) beruhen nicht auf bevölkerungsbezogenen Stichproben und können deshalb nur als Näherungswerte angesehen werden.
Der A-CDI ist als Elternfragebogen zur Erfassung der frühen Sprachentwicklung für (österreichisches) Deutsch (Vollmann et al. 2000) eine direkte Übertragung der amerikanischen CDIs ins Österreichische. Der A-CDI-2 besteht aus vier Bereichen: einer Wortliste mit 693 Wörtern aus 23 Kategorien, drei Items zu Strategien, fünf Items zum Wortgebrauch und 86 Items zum Grammatikerwerb. Derzeit wird eine Kurzversion erprobt. Der A-CDIA-CDI ist für den deutschsprachigen Raum bislang weder standardisiert noch normiert.
Beim ELAN – Eltern antworten (Bockmann & Kiese-Himmel 2006) handelt sich um einen achtseitigen Elternfragebogen zur Wortschatzentwicklung im frühen Kindesalter (16–26 Monate). Bei der Testkonstruktion wurde wie beim LDS von Tagebuchaufzeichnungen ausgegangen. So ergab sich eine Liste mit 402 Wörtern, aus der nach theoretischen Gesichtspunkten (Wortkategorie u. ä.) 250 Wörter entnommen wurden.
Der ELANELAN enthält allgemeine Fragen zur kindlichen Entwicklung und zur familiären Situation sowie eine Wortliste mit 250 Wörtern in 17 Kategorien. Außerdem werden Beispiele für Mehrwortäußerungen abgefragt. Eine Normierung erfolgte an 270 deutschsprachigen Kindern (n=6–73 pro Monat). Die geschlechtsspezifischen Normwerte wurden in zwei Altersgruppen zusammengefasst (16.–20. bzw. 21.–26. Lebensmonat). Einheitliche Normwerte für eine Altersspanne von 5–6 Monaten sind allerdings wenig aussagefähig, da sich in diesem Alter der Wortschatz eines Kindes innerhalb von 6 Monaten fast verdoppelt. Zu den Testgütekriterien wurden umfangreiche Daten erhoben (u. a. interne Konsistenz, Split-Half- und Retest-Reliabilität, Interkorrelationen, Akzeptanz durch die Eltern). Die prognostische Validität wurde in einer Längsschnittstudie bis zum achten Lebensjahr bei 53 unauffällig entwickelten Kindern ermittelt. Die Wortschatzwerte im ELAN korrelierten bis zum Alter von vier Jahren signifikant, allerdings nur niedrig bis mittelhoch (4;0 Jahre: r=0,38–0,66, p<0,05) mit späteren Sprachleistungen (Bockmann 2008). Daten zur Treffsicherheit bei der Erfassung sprachauffälliger Kinder liegen nicht vor.
FRAKIS, der „Fragebogen zur frühkindlichen Sprachentwicklung“ (Szagun et al. 2009), entspricht weitgehend dem CDI II. Die Standardform des FRAKISFRAKIS besteht aus einer Wortliste mit 600 Wörtern aus 22 Kategorien und einem Grammatikteil mit 79 Items zur Flexionsmorphologie und Satzkomplexität. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert etwa 45 Minuten. Eine Normierung erfolgte an 1.240 Kindern im Alter von 18–30 Monaten. Für die Wortschatz- und die Grammatikskala werden für jeden Lebensmonat geschlechtsspezifische Normwerte in Prozenträngen angegeben. Kinder, die auf der Wortschatzskala nur einen Prozentrang unter 11 erreichen und die außerdem keine Wortkombinationen oder Flexionen bilden, werden als „späte Sprecher“ (Late-Talker) klassifiziert. Wie viele Kinder dieses kombinierte Kriterium erfüllen (Störungsrate), wird nicht angegeben.
Testgütekriterien wurden umfangreich untersucht (interne Konsistenz, Split-Half- und Retest-Reliabilität, Interkorrelationen). Die Validität hinsichtlich der Einschätzung des Wortschatzes und grammatischer Fähigkeiten ist durch einen Vergleich mit Spontansprachdaten belegt (Korrelationen >0,9). Die Retest-Reliabilität war nach 8–10 Tagen sehr hoch (r>0,9) und nach 4–7 Monaten mittelhoch (r=0,58–0,64). Wie zuverlässig sich Late-Talker erfassen lassen, wurde nicht überprüft.
Die Kurzform FRAKIS-K FRAKIS-Kwird für den routinemäßigen Einsatz bei der Früherkennungsuntersuchung U7 (21.–24. Lebensmonat) empfohlen. Sie besteht aus einer Wortliste mit 102 Wörtern und weiteren fünf leichten Einstiegswörtern, die bei der Auswertung nicht berücksichtigt werden. Der Grammatikteil enthält drei Items zum Gebrauch von Plural, Artikel und Wortkombinationen. Die Wörter für die Kurzform wurden aus der Langversion extrahiert.
Eine Normierung der Kurzform erfolgte anhand der Daten von 356 Kindern und durch eine Simulation aus den Werten der Langfassung. Wie die Normwerttabellen zeigen, sind die ausgewählten Wörter für die jüngeren Kinder (18.–24. Lebensmonat) zu schwer, um eine Differenzierung im unteren Leistungsbereich zu ermöglichen. Für Jungen im 18./19. Lebensmonat reicht ein einziges angekreuztes Wort aus, um als altersgerecht eingestuft zu werden. Bei 24 Monate alten Jungen sind dies vier Wörter. Eine ausreichend sichere Abgrenzung von Late-Talkern scheint deshalb in der Altersspanne der U7 (21.–24. Lebensmonat) kaum möglich. Daten zur diagnostischen Treffsicherheit liegen nicht vor.
Der Elternfragebogen SBE-2-KT „Sprachbeurteilung durch Eltern: Kurztest für die U7“ (von Suchodoletz & Sachse 2008; von Suchodoletz 2012) wurde als Sprachscreening zur Erfassung von Late-Talkern bei 21–24 Monate alten Kindern (Zeitraum der U7) entwickelt. Der Bogen enthält 57 Wörter und eine Frage zu Mehrwortäußerungen. Der SBE-2-KTSBE-2-KT kann in wenigen Minuten ausgefüllt und ausgewertet werden. Er ist somit für einen routinemäßigen Einsatz in der ambulanten Praxis und bei Früherkennungsuntersuchungen gut geeignet.
Die Auswahl der Items erfolgte nicht nach theoretischen Gesichtspunkten, sondern danach, wie gut ein Item eine Unterscheidung zwischen sprachlich altersgerecht bzw. verzögert entwickelten Kindern ermöglicht. Die aussagefähigsten Items wurden in umfangreichen Vorstudien aus einer langen Wortliste ermittelt. Die Items sind für Kinder am Ende des zweiten Lebensjahres insgesamt relativ leicht. Dadurch differenziert der Bogen im unteren Leistungsbereich sehr gut, während bei sprachlich weit entwickelten Kindern keine weitere Unterteilung in Leistungsniveaus möglich ist.
Die Normwerte des SBE-2-KT beruhen auf einer bevölkerungsbezogenen Stichprobe von 685 einsprachig deutsch aufwachsenden Kindern. Geschlechtsspezifische Prozentrangtabellen ermöglichen im unteren und mittleren Leistungsbereich eine genauere Zuordnung des sprachlichen Entwicklungsstands.
Für mehrsprachig aufwachsende Kinder wurden SBE-2-KT-Bögen in 30 Sprachen erstellt. Mit diesen fremdsprachigen Versionen werden die sprachlichen Fähigkeiten sowohl im Deutschen als auch in der Muttersprache erhoben. Von einer Sprachentwicklungsverzögerung ist auszugehen, wenn unter Berücksichtigung beider Sprachen (Gesamtzahl der erworbenen Wörter) der kritische Wert unterschritten wird.
In mehreren Studien wurden zahlreiche Testgütekriterien erhoben. Dabei zeigte sich, dass die Werte zur inneren Konsistenz (Cronbachs Alpha) sowie zur Split-Half-Reliabilität deutlich über dem geforderten Wert von 0,9 liegen. Die Abhängigkeit der SBE-2-KT-Werte vom Alter, Geschlecht und der Wohnortgröße spricht für die Validität des Bogens (Konstruktvalidität). Bei Überprüfungen der konkurrierenden Validität (Vergleich mit einer Langfassung von 406 Wörtern und mit dem ELFRA-2) wurde nachgewiesen, dass die Zuverlässigkeit bei der Erfassung von Late-Talkern und der Beurteilung des sprachlichen Entwicklungsstands im unteren und mittleren Leistungsbereich vergleichbar mit der von deutlich umfangreicheren Sprachbögen ist. Kinder mit Sprachentwicklungsverzögerungen werden mit hoher Zuverlässigkeit erkannt (von Suchodoletz & Held 2009). Auch die prognostische Validität (Vorhersage des sprachlichen Entwicklungsstands und von Sprachentwicklungsstörungen im Alter von drei Jahren) entspricht der von umfangreichen Elternfragebögen (Ullrich & von Suchodoletz 2011a).
Der SBE-2-KT ist in allen Versionen im Internet abrufbar (http://www.kjp.med.uni-muenchen.de/sprachstoerungen/sprachentwicklung.php; http://www.ph-heidelberg.de/sachse-steffi/professur-fuer-entwicklungspsychologie/team/steffi-sachse.html). Er kann uneingeschränkt kopiert und in der Praxis eingesetzt werden.

Deutschsprachiger Elternfragebogen für dreijährige Kinder

Der SBE-3-KT „Sprachbeurteilung durch Eltern: Kurztest für die U7a“ (von Suchodoletz 2012; von Suchodoletz et al. 2009) ist als Sprachscreening für 32–40 Monate alte Kinder geeignet. Als bislang einziger ElternfragebogenElternfragebögen:für Dreijährige, den es für dreijährige Kinder im deutschsprachigen Raum gibt, besteht er aus einer Wortliste mit 82 Wörtern und 15 Fragen zu grammatischen Fähigkeiten. Die Anzahl der angekreuzten Wörter ergibt einen Wortschatz- und die der erworbenen Grammatikregeln einen Grammatikwert. Aus beiden Werten wird ein Gesamtwert berechnet.
Bei der Entwicklung des SBE-3-KTSBE-3-KT wurden aus einem umfangreichen Itempool diejenigen Items ausgewählt, die nach Vorstudien besonders gut zwischen Kindern mit und ohne Sprachentwicklungsstörung unterscheiden, unabhängig davon, ob die ausgewählten Items alle Wortkategorien und Grammatikregeln berücksichtigen. Dadurch ermöglicht der Bogen eine gute Differenzierung im unteren Leistungsbereich und eine zuverlässige Abgrenzung von Kindern mit Sprachauffälligkeiten, aber keine Einschätzung der Sprachfähigkeiten auf allen linguistischen Ebenen und keine differenzierte Beurteilung des Sprachentwicklungsstands eines sprachlich überdurchschnittlich gut entwickelten Kindes.
Eine Normierung erfolgte anhand einer großen, bevölkerungsbezogenen Stichprobe mit über 1.700 einsprachig deutsch aufwachsenden Kindern. Bei einer Überprüfung auf mögliche Verzerrungen, z. B. durch den nicht ganz vollständigen Rücklauf (Rücklaufquoten 73 %), ergaben sich keine Hinweise darauf, dass die Normierungsstichprobe nennenswert von einer repräsentativen, deutschsprachigen Stichprobe abweicht.
Zur Auswertung stehen altersbezogene kritische Werte sowie alters- und geschlechtsspezifische Prozentrangtabellen zur Verfügung. Als sprachauffällig werden Kinder eingestuft, die den kritischen Wert auf der Grammatikskala und/oder der Gesamtskala unterschreiten. Fällt nur der Wortschatzwert unterdurchschnittlich aus, spricht dies für eine allgemeine kognitive Entwicklungsverzögerung bzw. unzureichende Förderung und ist nicht als Zeichen einer umschriebenen Sprachentwicklungsstörung zu werten. Die Prozentrangtabellen erlauben eine genauere Einschätzung der sprachlichen Fähigkeiten eines Kindes im unteren und mittleren Leistungsbereich.
Der SBE-3-KT kann in wenigen Minuten ausgefüllt und ausgewertet werden und lässt sich daher in der ambulanten Praxis unkompliziert einsetzen. Wie sich gezeigt hat, ist er bei Müttern ohne höhere Schulbildung genauso aussagekräftig wie bei Müttern mit Abitur.
Bei einem auffälligen SBE-3-KT-Befund ist eine weitere Diagnostik erforderlich. Nur etwa jedes zweite Kind mit einem unterdurchschnittlichen SBE-3-KT-Ergebnis hat nach den Kriterien der internationalen Klassifikation der Erkrankungen (ICD-10) der WHO eine Sprachentwicklungsstörung. Die sprachlichen Leistungen der anderen mit dem Fragebogen als sprachauffällig klassifizierten Kinder rangieren innerhalb der normalen Variationsbreite, allerdings im unteren Bereich (Tippelt et al. 2010). Ob ein Kind eine Sprachentwicklungsstörung hat und somit einer Sprachtherapie bedarf, oder ob die sprachlichen Auffälligkeiten weniger ausgeprägt sind, sodass eine pädagogische Sprachförderung als ausreichend anzusehen ist, muss durch eine nachfolgende, breiter angelegte Untersuchung entschieden werden.
Testgütekriterien wurden umfangreich ermittelt (Konstrukt- und Kriteriumsvalidität, innere Konsistenz, Split-Half-Reliabilität). Die Ergebnisse sprechen für eine hohe Zuverlässigkeit des Bogens. Sprachentwicklungsauffällige Kinder werden, wie eine Evaluationsstudie belegt, mit hoher Treffsicherheit erfasst. Die diagnostische Zuverlässigkeit des SBE-3-KT erwies sich als vergleichbar mit der eines ausführlichen Sprachtests (Sprachentwicklungstest für drei- bis fünfjährige Kinder – SETK 3–5 [Grimm 2001]), und er war deutlich treffsicherer als eine Untersuchung des Kindes mit dem Sprachscreening für das Vorschulalter – SSVSSV (Sprachscreening für das Vorschulalter (Grimm 2003), einer Kurzversion des SETK 3–5 (Tippelt et al. 2011).
Eine Befragung von Eltern ergab, dass 80 % einen routinemäßigen Einsatz des Bogens bei der U7a befürworten und 87 % der Eltern betonten, dass sie den Bogen gerne ausgefüllt hätten. Die Akzeptanz des SBE-3-KT bei Eltern ist somit hoch.

Zusammenfassung

Elternfragebögen haben als diagnostisches Instrument zur Beurteilung der sprachlichen Fähigkeiten von Kleinkindern weite Verbreitung gefunden. Sie sind zeit- und kostengünstig einsetzbar, und das Kommunikationsverhalten des Kindes findet in unterschiedlichen Situationen und in vertrauter Umgebung Berücksichtigung. Im deutschsprachigen Raum stehen standardisierte Elternfragebögen für Kinder im Alter von 6–40 Monaten zur Verfügung.
SprachfragebögenSprachfragebögen bestehen aus einer Liste von Items zum Kommunikationsverhalten. Die Eltern sollen ankreuzen, ob sie das entsprechende Verhalten bei ihrem Kind beobachtet haben oder nicht. In Bögen für 6–18 Monate alte Kinder sind Fragen zum nichtsprachlichen Kommunikationsverhalten sowie zum aktiven und passiven Wortschatz enthalten. Fragebögen für Kinder, die älter als 18 Monate sind, beschränken sich auf eine Beurteilung der Sprachproduktion und enthalten eine mehr oder weniger lange Liste von Wörtern und Items zur Erfassung grammatischer Fähigkeiten. Zur Einschätzung des Sprachentwicklungsstands ist bei 19–30 Monate alten Kindern der Wert auf der Wortschatzskala und bei 31–40 Monate alten Kindern der Wert auf der Grammatikskala am aussagefähigsten.
Elternfragebögen werden sowohl in der klinischen Praxis als auch in der Forschung zur genaueren Beurteilung sprachlicher Fähigkeiten (dimensionale DiagnostikDiagnostik:dimensionale) und zur Erfassung von Kindern mit Spracherwerbsproblemen (kategoriale DiagnostikDiagnostik:kategoriale) herangezogen. Zur dimensionalen Diagnostikdimensionale Diagnostik werden vorwiegend umfangreiche Fragebögen eingesetzt, während zur kategorialen Diagnostikkategoriale Diagnostik häufig Kurzfragebögen als universelles Screening zur Früherkennung von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen zur Anwendung kommen.
Voraussetzung für den Einsatz eines Elternfragebogens in der Praxis ist ein Nachweis seiner Zuverlässigkeit. Bei einem Bogen zur dimensionalen Diagnostik muss belegt sein, dass sich der Sprachentwicklungsstand eines Kindes ausreichend genau beurteilen lässt. Dies kann anhand psychometrischer TestgütekriterienTestgütekriterien:psychometrische (Validität, Objektivität, Reliabilität usw.) überprüft werden. Zudem müssen aussagefähige Normwerte vorliegen. Bei Bögen zur Erfassung sprachauffälliger Kinder muss zusätzlich ihre Treffsicherheit hinsichtlich der Kategorisierung in sprachunauffällig versus sprachauffällig erwiesen sein (diagnostische Gütekriterien Testgütekriterien:diagnostischewie Sensitivität, Spezifität usw.).
Für 6–18 Monate alte Kinder wurden mehrere ElternfragebögenElternfragebögen publiziert (CSBS-DPCSBS-DP, ELFRA-1ELFRA-1, EntwicklungscheckEntwicklungscheck). Bei einer Überprüfung der prognostischen Aussagefähigkeit der Langform des ELFRA-1 zeigte sich, dass zwischen den Ergebnissen und den Sprachleistungen ein Jahr später zwar signifikante, aber nur niedrige bis mittelhohe Korrelationen bestehen. Bei der Klassifikation in Risikokinder versus Nicht-Risikokinder war die Zahl falsch positiver und falsch negativer Zuordnungen sehr hoch und lag nur geringfügig über dem Zufallsniveau. Für die CSBS-DP (Originalversion) wurden mittelhohe Korrelationen zum Wortschatz im Alter von zwei Jahren gefunden. Ob Kinder mit länger anhaltenden Sprachproblemen ausreichend sicher erkannt werden, ist nicht untersucht. Alle bisher verfügbaren Bögen für einjährige Kinder sind unzureichend normiert.
Bei Kindern, die jünger als 18 Monate sind, gelingt es nach den bisherigen Erfahrungen durch Elternfragebögen nicht mit ausreichender Sicherheit, Sprachentwicklungsstörungen zu erkennen. Deshalb ist deren Einsatz in der Früherkennungspraxis nicht zu empfehlen. Ein Sprachscreening führt in dieser Altersstufe eher zu einer Verunsicherung der Eltern als zu einer effektiven Frühförderung.
Für Kinder im Alter zwischen 19 und 30 Monaten stehen zahlreiche Elternfragebögen zur Auswahl (Lang- und Kurzform des ELFRA-2ELFRA-2, A-CDIA-CDI-2, ELANELAN, SBE-2-KTSBE-2-KT, FRAKISFRAKIS und FRAKIS-KFRAKIS-K). Sie unterscheiden sich hinsichtlich des zugrunde liegenden theoretischen Konzepts, der Anzahl der Items, des Umfangs der Überprüfung von Testgütekriterien sowie des Altersbereichs und der Güte der Normierung.
Zur Beurteilung des Sprachentwicklungsstands auf allen Leistungsstufen und zur genaueren Erfassung der erworbenen Wortkategorien und Grammatikregeln (dimensionale Diagnostik) eignet sich der umfangreiche FRAKIS und für Kinder im Alter von 24 Monaten auch der ELFRA-2. A-CDI-2 und ELAN sind unzureichend normiert. Werden die Fragebögen anhand ihrer psychometrischen Kriterien für den Einsatz als Sprachscreening bewertet, ergibt sich folgende Reihenfolge: SBE-2-KT, ELAN, Kurzversion des ELFRA-2, ELFRA-2, FRAKIS-K, FRAKIS (Rosenfeld & Kiese-Himmel 2011). Im Rahmen der Früherkennungsuntersuchung U7 (21.–24. Lebensmonat) empfiehlt sich der SBE-2-KT als Screeninginstrument, da er zeitökonomisch einsetzbar ist und sich als zuverlässig bei der Erfassung von Late-Talkern erwiesen hat. Bei 25–30 Monate alten Kindern kann der FRAKIS-K als Sprachscreening eingesetzt werden. Der FRAKIS-K ermöglicht ab diesem Alter, nicht aber bei jüngeren Kindern, eine Differenzierung im unteren Leistungsbereich. Der Bogen ist allerdings nicht hinsichtlich seiner Treffsicherheit bei der Erfassung sprachauffälliger Kinder überprüft.
Für Kinder im Alter von 32–40 Monaten ist der SBE-3-KT der einzige zur Verfügung stehende Elternfragebogen. Der SBE-3-KTSBE-3-KT wurde ausführlich hinsichtlich seiner Testgütekriterien untersucht. Anhand einer bevölkerungsbezogenen Stichprobe mit weit über 1.000 Kindern erfolgte eine differenzierte, geschlechtsspezifische Normierung. Belegt ist auch die Zuverlässigkeit des Bogens bei der Erkennung von Kindern mit Sprachauffälligkeiten. Der SBE-3-KT eignet sich somit als Screeninginstrument und sollte routinemäßig bei der Früherkennungsuntersuchung U7a eingesetzt werden.
Die Ergebnisse von Sprachfragebögen für zwei- bis dreijährige Kinder stimmen gut mit anderen Sprachmaßen überein (konkurrierende Validität). Wie sich gezeigt hat, sind die Ergebnisse bei Müttern mit geringer Schulbildung nicht weniger zuverlässig als bei Müttern mit Abitur. Sprachfragebögen können demzufolge auch für Familien aus bildungsferneren Schichten verwendet werden.
Im Alter von zwei Jahren werden im Rahmen eines Sprachscreenings nicht alle Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen erkannt, da nur jedes zweite sprachgestörte Kind ein Late-Talker ist (Ullrich & v. Suchodoletz 2011a, 2011b). Bei Zweijährigen wird die Größe des Wortschatzes beurteilt, deshalb lassen sich in diesem Alter sprachgestörte Kinder ohne gravierende Wortschatzdefizite mit einem Elternfragebogen nicht als Risikokinder erkennen. Dazu ist ein erneutes universelles Sprachscreening im Alter von drei Jahren mit einem Elternfragebogen, der grammatische Fähigkeiten erfasst, erforderlich.
Ein Sprachscreening mit einem Elternfragebogen ist im diagnostischen Prozess ein erster Schritt. Ein auffälliger Befund ist nicht gleichbedeutend mit der Diagnose „Sprachentwicklungsstörung“, sondern bedarf einer Bestätigung durch eine nachfolgende ausführliche Diagnostik. In diesem zweiten Schritt ist zum einen zu klären, welche Sprachdimensionen im Einzelnen betroffen sind (u. a. Lautbildung, Sprachproduktion, Sprachverständnis), und zum anderen, welche Ursache den Sprachauffälligkeiten zugrunde liegt (u. a. spezifische oder sekundäre Sprachentwicklungsstörung, unzureichender Kontakt zur deutschen Sprache). Erst anhand der Ergebnisse dieses zweiten Schritts kann eine Entscheidung über die Notwendigkeit und Art einer Therapie bzw. Förderung getroffen werden.

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