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B978-3-437-44457-9.00009-3

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Medizinische Fachsprache

Wortbestandteile medizinischer Fachausdrücke

Viele Fachbegriffe werden im medizinischen Alltag nicht in der streng lateinischen Nomenklatur (oft unter Verwendung ursprünglich griechischer Begriffe) benutzt, sondern in Form von Bezeichnungen, die auf den deutschen Sprachgebrauch abgestimmt sind. Dabei kommt es oftmals zu geänderten Schreibweisen, die eine Anpassung an die Aussprache darstellen.
Verschiedene Konsonanten tauchen im Lateinischen nicht oder nahezu nicht auf, z. B. „j“, „k“, „w“, „z“. Um die lateinischen Begriffe an die Aussprache anzugleichen, werden diese im deutschen Sprachgebrauch anders geschrieben; insbesondere fällt die Umwandlung des lateinischen „c“ in das deutsche „k“ bzw. „z“ auf.
Typische Beispiele sind (links der lateinische, rechts der deutsche bzw. dem deutschen Sprachgebrauch angepasste Ausdruck):
cerebrovascular(is)zerebrovaskulär
cochlear(is)kochlear, kochleär
correlatioKorrelation
cortical(is)kortikal
karkinomaKarzinom
In vielen medizinischen Fachausdrücken kommen charakteristische Vorsilben oder Wortendungen vor, die aus dem Lateinischen oder Griechischen stammen. Die wichtigsten dieser Begriffe sind:
Vorsilbe, WortendungBedeutungBeispiel
an- (a-)Fehlen, NichtvorhandenseinAnenzephalie: Fehlen des Großhirns
anti-gegenAntikörper
-atio, -ationBildungPhonation: Stimmbildung
auto-selbstAutoimmunerkrankung
bi-zweigeteiltBifurkation: Aufteilung, z. B. der Trachea
de-verringertDepolarisation: verringerte Polarisation
di-zweifach, getrenntDienzephalon: Zwischenhirn
dys-schlecht, krankhaftDysphagie: Schluckstörung
-ektomieHerausschneidenLaryngektomie: Entfernen des Kehlkopfs
endo-innenEndolymphe: Flüssigkeit des innen liegenden häutigen Labyrinths
epi-daraufEpipharynx: oberer Rachenanteil
ex-, exo-außenExspiration: Ausatmung
extra-außerhalbExtrasystole: zusätzliche Systole außerhalb des normalen Rhythmus
hemi-halbHemisphäre: Halbkugel
hyper-über, darüberHypertonus: zu hoher Druck
hypo-unter, darunterHypotonus: zu niedriger Druck
in-ein, hineinInspiration: Einatmung
infra-unterhalbCavitas infraglottica: Hohlraum unterhalb der Glottis
inter-zwischenInterkostalmuskeln: Zwischenrippenmuskeln
intra-innerhalbIntrazellulärraum: Raum innerhalb der Zellen
-ismusLehrmeinung, Vorgänge, AbweichungAutismus: Ichbezogenheit (im Sinne einer Kontaktstörung mit Rückzug in die eigene Vorstellungs- und Gedankenwelt und Isolation von der Umwelt); siehe aut(o)-
-itisEntzündungOtitis media: Mittelohrentzündung
-logie, -logiaLehreHistologie: Gewebelehre
meso-in der MitteMesopharynx: mittlerer Rachenabschnitt
-ose, -osisVorgang, ZustandOtosklerose: Ohrverhärtung
para-neben, beiparanasal: neben der Nase
peri-um – herumPerikard: Herzbeutel
post-nach, hinterpostnatal: nach der Geburt
prae-, prä-vorpränatal: vor der Geburt
re-wiederRespiration: Atmen
sub-untersublingual(is): unter der Zunge gelegen
syn-zusammenSynapse: Verbindung
supra-oberhalbsupraglottisch: oberhalb der Glottis
-tomieDurchtrennungTracheotomie: Luftröhrenschnitt
ultra-oberhalbUltraschall: Schall oberhalb des Hörvermögens

Vokabel- und Begriffsverzeichnis der Neurologie

Bei den lateinischen Substantiven sind angegeben: m: Maskulinum; f: Femininum; n: Neutrum; ggf. pl: Plural
AbsenceAbwesenheit, Bewusstseinsstörung; im dt. Sprachgebrauch: „Absenz“; von absens (lat.): abwesend
AbszessEiteransammlung, Eiterherd; abscessus, m (lat.)
Acetylcholinwichtiger Botenstoff (Neurotransmitter); wird am synaptischen Spalt von dem Enzym Acetylcholinesterase (kurz: Cholinesterase) gespalten, um die Rezeptoren der Zielzelle möglichst rasch wieder empfänglich für ein neues Aktionspotenzial zu machen
AciclovirWirkstoff zur Hemmung von Herpesviren (z. B. in Salben gegen Lippenherpes)
ACTHAbkürzung für adrenocorticotropes Hormon; Hormon, das die Nebennierenrinde stimuliert; cortex, m (lat.): Rinde; -trop von trepein (griech.): einwirken
AdaptationAnpassung; adaptatio, f (lat.)
Adeno-mit Eigenschaften einer Drüse; aden (griech.): Drüse
ÄsthesieBerührungsempfindung, Empfindungsvermögen; aisthesis (griech.)
ÄtiologieLehre von den Krankheitsursachen bzw. Summe der Faktoren, die eine Krankheit auslösen; ätiologia, f (lat.); aitiologia (griech.)
afferenthinführend; affere (lat.): hinführen
Aggregationzusammenhäufen (lat. aggregatio)
agonistischals Agonist (griech. agonistes) wirkend; der Agonist ist ein Muskel oder eine Muskelgruppe, der zu einem Muskel(system)paar gehört, das eine Wirkung ausübt, die dem Antagonisten entgegenwirkt; siehe anti-
Agrafie(erworbene) Unfähigkeit, zu schreiben; agraphos (griech.): das Ungeschriebene; siehe Dysgrafie
Akalkulie(erworbenes) Unvermögen, mit Zahlen umzugehen; siehe a-; calculare (lat.): berechnen; siehe Dyskalkulie
Akinese, AkinesieBewegungsarmut, -verarmung, -verlangsamung; siehe a-; kinesis (griech.): Bewegung; wörtlich: Bewegungslosigkeit
AkranieFehlen des Schädels, des Schädeldachs oder von Anteilen des Schädels; siehe a-; cranium, n (lat.), kranion (griech.): Schädel
AkrenKörper- oder Skelettspitzen, z. B. Finger, Zehen, Kinn, Nasenspitze; akros (griech.): spitz
Akromegalieübermäßiges Wachstum im Bereich der Akren; megas (griech.): ungewöhnlich lang oder groß
Akustikus-zum Hörorgan oder Hörvorgang gehörend; akoustikos (griech.): Lehre vom Schall und von den Hörvorgängen
akutscharf, spitz, hier: kurz andauernd; acutus, m (lat.)
Alexie(erworbene) Unfähigkeit, zu lesen; siehe a-; lexis (griech.): Sprechen, Rede, Wort; siehe Dyslexie
AlgesieSchmerz, Schmerzempfindung; algesis (griech.)
Alkoholembryopathieauch als fetales Alkoholsyndrom bezeichnet; Erkrankung oder Entwicklungsstörung des Embryos/Fetus durch Alkoholmissbrauch der Mutter; -pathie von pathos (griech.): Leiden, Schmerz
Amaurosis fugaxflüchtiger Sehverlust; amauros (griech.): blind; fugax, (lat.): flüchtig
AmnesieGedächtnisverlust; siehe a-; mnesis (griech.): Erinnern
Amyloidstärkeähnliches Protein; amylon (griech.): Stärkemehl
amyotroph, amyotrophisch, myatrophischSituation mit fehlender oder schwindender „Versorgung“ der Muskulatur, in diesem Zusammenhang durch Nervenimpulse; siehe a-; myo- (griech.): zum Muskel gehörend; trophe (griech.): Ernährung
Anaerobioseunabhängig von Sauerstoff verlaufender Lebensvorgang; siehe an-; aer (griech.): Luft; bios (griech.): Leben
AnämieBlutarmut; siehe an-; haima (griech.): Blut
AnamneseErinnerung; anamnesis (griech.)
anaplastischdie Anaplasie betreffend; Anaplasie: zunehmende Bösartigkeit eines Tumors durch Abnahme der Differenzierungsfähigkeit der Zellen; ana (griech.): auf; plassein (griech.): bilden
Anarthrievollständiger Verlust der Sprechfunktion; siehe an-; siehe Dysarthrie
Anastomose„Querverbindung“; anastomoun (griech.): Mündung öffnen, -ose von -osis (griech.): Vorgang, Zustand
AnenzephalieHirnlosigkeit, siehe an-; egkephalon (griech.): Gehirn
Aneurysma(griech.): Erweiterung (meist einer Arterie); pl Aneurysmata, Aneurysmen
AngiogeneseGefäßentstehung; aggeion (griech.): Blutgefäß; genesis (griech.): Entstehung
Angiografie, -grammGefäßdarstellung; aggeion (griech.): Blutgefäß; graphia (griech.): aufzeichnen; gramma (griech.): Abbildung, Aufzeichnung
AngiopathieGefäßerkrankung; aggeion (griech.): Gefäß; pathos (griech.): Leiden, Krankheit
AntagonismusWiderstreit; antagonisma (griech.)
AntidementivaMedikamente zur Behandlung einer Demenz; siehe anti-; dementia, f (lat.): Geistesschwäche
Antigenmeist artfremde Oberflächenstruktur (Protein, Kohlenhydrat), die die Bildung eines spezifischen Antikörpers hervorruft, durch den das Antigen gebunden wird und der antigentragende Fremdorganismus bei einer Abwehrreaktion durch Aktivierung von Fresszellen unschädlich gemacht werden kann
AntikörpertiterKonzentration der nach erfolgtem Kontakt mit dem Bakterium entstandenen Antikörper im Blut eines Patienten
Anti-Streptolysin-Titer (ASL)Antikörper gegen Streptolysin, ein Produkt der Streptokokken, das rote Blutkörperchen auflösen kann; der ASL gibt die Konzentration der vom Körper gegen dieses Produkt der Bakterien gebildeten Antikörper an und dient dem Nachweis der Infektion und der Verlaufskontrolle
AntitoxinGegengift; meist in Form spezifischer Antiseren, die neutralisierende Antikörper gegen das Toxin enthalten
AortaHauptschlagader des menschlichen Körpers; aorte (griech.)
AphagieUnfähigkeit, zu schlucken; Schlucklähmung; siehe a-; phagein (griech.): fressen, schlucken
aphasic arrest(engl.): durch Störung der Sprachzentren bedingte Sprechunfähigkeit
AphasieSprachlosigkeit; aphasia f (lat.)
AphonieStimmlosigkeit; siehe a-; phone (griech.): Stimme
Apoplex, Apoplegie, apoplektischSchlaganfall, Gehirnschlag, Schlagfluss; apo- (griech.): von – weg (ausgehend von); -plegie von plege (griech.): Schlag; apoplexia (griech.)
Apoptoseprogrammierter Zelltod; apo- (griech.): von – weg; ptosis (griech.): Fallen; wörtlich: Wegfallen
ApraxiePlanungsstörung; bei ansonsten intakter Funktion der Motorik auftretende Störung von willkürlichen Bewegungen, die wiederholt ungeordnet und nicht zielgerichtet ablaufen; tritt gesichts- (bukkofaziale Apraxie) und körperbetont (Gliedmaßenapraxie) auf, auch als Handlungsapraxie (Unfähigkeit, Handlungsabläufe – wie z. B. Kaffeekochen – zu koordinieren); weitere Formen: visuell-konstruktive Apraxie; Sprechapraxie (Suchbewegungen!), die auch kombiniert mit einer Aphasie bzw. einer Dysarthrie auftreten kann; apraxia (griech.): Untätigkeit; siehe Dyspraxie; siehe Aphasie; siehe Dysarthrie
AquäduktVerbindung zwischen 3. und 4. Ventrikel; aquae ductus, m (lat.); wörtlich: Wasserleitung
AquäduktstenoseVerengung des Aquädukts; stenosis (griech.)
ArachnoideaSpinnwebhaut; arachne (griech.): Spinne
aresorptivus(lat.) m: nicht resorbierend
Arteriosklerose, AtheroskleroseArterien- bzw. Schleimverhärtung („Arterienverkalkung“), arterio- von arteria, f (lat.): Schlagader; athero- von athere- (griech.): Schleim (Ablagerung in und an Gefäßwänden); -sklerose (griech.): Verhärtung
Aspirationunbeabsichtigtes Einatmen z. B. von Schleim oder Erbrochenem; aspiratio, f (lat.)
AspirationspneumonieLungenentzündung (griech. pneumonia), hervorgerufen durch Aspiration
astatischVerlust der „Statik“, der Fähigkeiten zum aufrechten Stand; siehe a-; statike (griech.): Gleichgewicht, Stabilität, Stand
AstrozytSternzelle; astro (griech.): Stern; kytos (griech.): Zelle
ataktischvon ataxia (griech.): Verwirrung, Unordnung
AtaxieVerwirrung, Unordnung; ataxia (griech.); wörtlich: weg (a-) vom Ziel (taxis)
Athetosehier: unaufhörliche, schraubende Bewegungen; athetos (griech.): nicht gesetzt, ohne feste Stellung
AtrophieZell-, Organverkleinerung durch fehlende oder zu geringe Beanspruchung oder Versorgung; siehe a-; trophe (griech.): Ernährung
auditivdas Gehör betreffend; audire (lat.): hören
Aura(lat. f, griech.): Hauch
Autoimmunerkrankunggegen körpereigene Strukturen gerichtete Abwehrreaktion; siehe auto-
autonomnach eigenen Gesetzen lebend, eigenständig; autonomos (griech.)
autosomaldie Autosomen (Nichtgeschlechtschromosomen 1–22) betreffend
Axon(griech.) Achse, langer fortleitender Nervenfortsatz
bakterizidBakterien tötend; caedere (lat.): töten
Basalganglienvon Basal- (lat.) Sockel, Basis und -ganglien (griech. gagglion): Nervenknoten
benignegutmütig, gutartig; Adverb zu benignus, m (lat.)
Biopsiezu Untersuchungszwecken entnommene Gewebeproben; bios (griech.): Leben; opsis (griech.): betrachten
Borreliennach dem frz. Bakteriologen Borrel benannte Bakteriengattung
Borreliose, Lyme-BorrelioseInfektionskrankheit durch Borrelien (Lyme: Ort in den USA, wo diese Krankheit zum ersten Mal nachgewiesen wurde)
Botulinustoxinhochwirksamer Giftstoff (Toxin) des Bakteriums Clostridium botulinum; extrem toxisch (tritt bei bestimmten Lebensmittelvergiftungen auf), wird heute in kleinsten Konzentrationen als Medikament (hemmt Ausschüttung des Botenstoffs Acetylcholin an der motorischen Endplatte) oder in der Kosmetikindustrie (soll vorübergehend Falten glätten) eingesetzt
bovinezu Rindern gehörend; bos, m (lat.): Rind; Genitiv bovis
brachiofazialaufseiten des Arms und Gesichts; brachium, n (lat.): Oberarm; facies, f (lat.): Gesicht
BronchopneumonieEntzündung der Bronchien und der Lunge; bronchus, m (lat.): Luftröhrenast; pneumonia (griech.): Lungenentzündung
bulbärauf den Hirnstamm bezogen; bulbus, m (lat.)
Bulbärparalysewörtlich: Lähmung der „Zwiebel“; paralysis (griech.): Auflösung, vollständige Lähmung; bulbär- leitet sich von bulbus (m, [lat.]: Zwiebel) ab, einer ansonsten nur noch selten verwendeten Bezeichnung für den Hirnstamm als zwiebelartige Verdickung oberhalb des Rückenmarks
calor(lat.) m: Wärme, Hitze; vgl. Kalorien
causa(lat.) f: Grund
Cerebellum(lat.) n: Kleinhirn; davon abgeleitet: zerebellär (cerebellär)
ChemotherapieBehandlung durch Medikamente, die Krankheitserreger in ihrem Wachstum hemmen oder abtöten; speziell in der Krebsbehandlung: Therapie mit Zytostatika, die gegen alle schnell wachsenden Zellen (damit auch gegen Tumorzellen) gerichtet sind; kytos (griech.): Zelle; stasis (griech.): Stillstand
ChoreaTanz, Reigentanz; choreia (griech.)
choreatischdem „Veitstanz“ Chorea (griech. choreia) ähnlich
choroideus(lat.) m: hautartig; chorion (griech.): gefäßreiche Haut; pl choroidei
chronischsich langsam entwickelnd bzw. langsam verlaufend oder lang andauernd; chronos (griech.): Zeit; chronikos (griech.); chronicus, m (lat.)
Circulus arteriosus (cerebri), Circulus arteriosus Willisiiringförmige Gefäßverbindungen an der Hirnbasis; circulus, m (lat.): kleiner Kreis; arteriosus, m (lat.): aus Arterien gebildet
clippingvon to clip (engl.): abschneiden
cochlearzur Schnecke (lat. cochlea, f) und damit zum Hörorgan gehörend
coilingvon to coil (engl.): aufwickeln
computed tomography(engl.): Computertomografie
Computertomografie, -gramm (CT)rechnerunterstütztes Röntgenschichtaufnahmeverfahren; tomos (griech.): Abschnitt; graphia (griech.): aufzeichnen; gramma (griech.): Abbildung, Aufzeichnung
COMTAbkürzung für das Enzym Catechol-O-Methyltransferase
contributio(lat.) f: Beitrag; Kontribution
correlatio(lat.) f: Beziehung; Korrelation
Debilitäterheblicher Intelligenzdefekt, Schwachsinn; debilis (lat.): ungelenk, geschwächt
DecarboxylaseEnzym, das z. B. L-Dopa in Dopamin umwandelt
Déjà-vu-ErlebnisErinnerungstäuschung, bei der man glaubt, das derzeitig Erlebte schon einmal erlebt zu haben; déjà (frz.): vorher; vu (frz.): gesehen
DekompensationFunktionsstörung durch wegfallende oder verringerte Ausgleichsmöglichkeit (lat. compensatio, f); siehe de-
Demenzerworbene Geistesschwäche, Verlust erworbener mentaler Fähigkeiten; dementia, f (lat.)
DemyelinisierungEntmarkung; siehe de-; myelon (griech.): Mark; siehe Remyelinisierung
Dendritempfangender Ast einer Nervenzelle (dendrites, griech.: baumartig)
depressivtraurig, niedergeschlagen; depressus, m (lat.)
DetektorMessgerät, Messfühler; detector (lat.): wörtl.: Offenbarer
dexter, dextra(lat.) der/die rechte
Diabetes(griech.): (verstärkte) Ausscheidung (von Harn); Diabetes mellitus: Zuckerkrankheit; mellitus (lat.): honigsüß (wegen des Zuckergehalts im Urin)
DiadochokineseFähigkeit der schnellen Ausführung rasch alternierender (einander entgegengesetzter) Bewegungen; diadochos (griech.): abwechselnd; -kinesis (griech.): Bewegung
Diathesebesonderer Zustand; diathesis (griech.)
DignitätWürde, Rang, Wert, Bedeutung, Charakter; dignitas, f (lat.)
Diparesesiehe Hemiparese
Diplegiasiehe Monoplegia
disseminataFemininform von disseminatus m, (lat.): verstreut, ausgesät
dolor(lat.) m: Schmerz
dominantvorherrschend; in der Vererbung bedeutet dominant, dass sich z. B. ein krankhaftes Erbmal durchsetzt (wird im statistischen Mittel auf 50 % der Nachkommen übertragen); dominans (lat.)
Dopaminwichtiger Botenstoff (Neurotransmitter) im ZNS
Down-Syndromfrüher auch als „Mongolismus“ (sollte wegen möglicher Diskriminierung nicht mehr benutzt werden) bezeichnet; Trisomie 21 (das Chromosom 21 kommt dreifach vor; dadurch geistige und körperliche Behinderungen); Down: Eigenname (engl. Neurologe)
Drainage(frz.): Ableitung
duplex(lat.): doppelt
Dura(lat.) Femininform von durus: hart (harte Hirnhaut)
DysarthrieStörungen der Sprechmotorik; siehe dys-; arthroun (griech.): gliedern, flüssig sprechen
DysgrafieSchreibschwäche; siehe dys-; graphein (griech.): schreiben; siehe Agrafie
DyskalkulieRechenschwäche; dys-; calculare (lat.): berechnen; siehe Akalkulie
dyskinetischmit Bewegungsstörungen verbunden; siehe dys-; kinesis (griech.): Bewegung
DyslexieLeseschwäche; siehe dys-; lexis (griech.): Sprechen, Rede, Wort; siehe Alexie
DysphagieStörungen des Schluckens; siehe dys-; phagein (griech.): fressen, schlucken
DysphonieStimmstörung; siehe dys-; phone (griech.): Ton, Stimme
DyspraxieKoordinationsstörung (keine Bewegungsstörung!), mit grob- und feinmotorischen Schwierigkeiten verbunden; die kindliche Dyspraxie kommt häufig bei Kindern mit MCD vor, dauert lebenslang und ist ursächlich bisher nicht behandelbar; siehe Apraxie
dysraphisch, dysrhaphischmit Störung der Nahtbildung verbunden; siehe dys-; rhaphe (griech.): Naht
DystonieStörung des Muskeltonus; siehe dys-; Tonus
DystrophieGewebeverringerung durch Versorgungsstörung im Zusammenhang mit Muskulatur meist durch Mängel oder Störungen der Nervenversorgung bedingt; siehe dys-; -trophe (griech): Ernährung
Echolaliepathologisches, automatisches und sinnfreies Nachsprechen von Wörtern oder Sätzen des Gesprächspartners; echo (griech.): Widerhall; lalia (griech.): Gerede; teilweise wird dieser Begriff auch für das frühkindliche Nachsprechen vorgesagter Wörter und Sätze im Rahmen der physiologischen Sprachentwicklung verwendet
EDSSAbkürzung für Expanded Disability Status Scale (engl.); ausführliche (erweiterte) Leistungsskala zur Beurteilung des Ausmaßes einer Behinderung
efferentwegführend (lat. effere, wegführen)
Ektodermekto- von ektos (griech.): außen; -derm von derma (griech.) Haut
Elektroenzephalografie, -gramm (EEG)Aufzeichnung der elektrischen Tätigkeit des Gehirns; egkephalon (griech.): Gehirn; graphia (griech.): aufzeichnen; gramma (griech.): Abbildung, Aufzeichnung
Elektromyografie, -myogramm (EMG)Aufzeichnung der elektrischen Tätigkeit eines Muskels; elektro- von elektron (griech.): die Elektrizität betreffend; graphia (griech.): aufzeichnen; gramma (griech.): Abbildung, Aufzeichnung
Elektroneurografie, -gramm (ENG)Aufzeichnung der elektrischen Tätigkeit eines Nervs; neuron (griech.): Nerv; graphia (griech.): aufzeichnen; gramma (griech.): Abbildung, Aufzeichnung
EmbolieHineindringen, Verstopfung; embole (griech.)
EmbolusPfropf; embolos (griech.)
EmissionAussendung, Ausstrahlung; emissio (lat.)
Endoskopstarres oder flexibles Gerät zur Untersuchung z. B. von Körperhohlräumen, u. a. mit Lichtquelle, Kamera, Instrumenten zur Gewebeentnahme versehen; endo (griech.): innen; skopein (griech.): betrachten
endoskopischmithilfe eines Endoskops
EnzephalitisHirnentzündung; egkephalon (griech.): Gehirn; siehe -itis
Enzephalomyelitis, EncephalomyelitisEntzündung des Gehirns (griech. egkephalon) und des Rückenmarks (griech. myelon); siehe -itis
EnzephalopathieErkrankung (griech. pathos) des Gehirns (griech. egkephalon)
EnzephalozeleHirnhernie (wörtlich: Hirnbruch); darunter ist das Austreten von Hirnanteilen in einen Bruchsack (vergleichbar mit einem Leisten- oder Nabelbruch) zu verstehen; egkephalon (griech.): Gehirn; kele (griech.): Bruch, hernios (griech.): Knospe
eosinophile Granulozytengehören zu den weißen Blutzellen; eosinophil: binden den Farbstoff Eosin
EpidemiologieWissenschaft von der Entstehung, Verbreitung und Bekämpfung von Krankheiten; epidemia nosos (griech.): im ganzen Volk verbreitete Krankheit; siehe -logie
EpidermisHaut; epi-; dermis (lat.), derma (griech.)
Epilepsieepilepsia (griech.): Angriff, Überfall (anfallsartiges Geschehen)
EpipharynxNasenrachen, oberer Abschnitt des Rachens; siehe epi-
Epitheloberflächliche Gewebedeckschicht; siehe epi-; thelein (griech.): üppig wachsen
Erythema migranswandernde Hautrötung; erythema (griech.): Rötung; migrans (lat.): wandernd
euphorischhochgestimmt, in heiterer Gemütslage; euphoros (griech.)
evozierthervorgerufen; evocare (lat.): hervorrufen
ExanthemHautausschlag; wörtlich: das Aufgeblühte; exanthema (griech.)
ExsudatErguss; wörtlich: das Ausgeschwitzte; exsudatum, n (lat.)
externus(lat.) m: der äußere
fäkalkotig; faex (lat.): Stuhl, Auswurf
Faszikulationenregellose Zuckungen; hier: immer wieder bündelartig zusammengezogen; fasciculus, m (lat.): Bündel
Fatigue(engl., frz.): Ermüdung, Erschöpfung
Feiung(dt.): Schutz; von „gefeit sein“
Fibrillensehr dünne Fasern; Verkleinerungsform zu fibra, f (lat.): Faser
fibrinösfibrinhaltig; faserhaltig; wie die bei der Blutgerinnung entstehenden faserartigen Strukturen
Fibrosemeist entzündlich bedingte Vermehrung des Bindegewebes; fibra, f (lat.): Faser
FiliaeTochtergeschwülste (siehe Metastasen); Plural von filia, f (lat.): Tochter
Fistelröhrchenförmiges Geschwür; verursacht eine unnatürliche Verbindung zwischen zwei benachbarten Hohlorganen; fistula, f (lat.)
floppy infant(engl.): schlaffes Kind
Florahier: Gesamtheit aller natürlich vorkommenden Bakterien in bestimmten Körperorganen; eigentlich: Pflanzenwelt; flos, m (lat.): Blume
fokalauf einen bestimmten Ort bezogen; focus, m (lat.): Brennpunkt, Herd
Fontanellebindegewebige und von Haut bedeckte Platte zwischen den Schädelknochen (manchmal ist dort das Pulsieren von Arterien sichtbar); wörtlich (frz.): kleine Quelle
foudroyant(frz.): blitzartig entstehend; schnell und heftig verlaufend
FrakturBruch, Knochenbruch; fractura, f (lat.)
frontotemporalbezogen auf den Stirnlappen (Lobus frontalis) bzw. den Schläfenlappen (Lobus temporalis) des Großhirns
fulminantblitzartig und heftig auftretend; fulminans (lat.)
functio laesa, Functio laesaFunktionsstörung; functio, f (lat.): Verrichtung; laedere (lat.): verletzen, beschädigen; vgl. lädiert
Furunkeltiefe und akut-eitrige Entzündung eines Haarbalgs und seiner Umgebung (mit Gewebeeinschmelzungen); furunculus, m (lat.)
GABAAbkürzung für Gammaaminobuttersäure (wirkt im ZNS als Neurotransmitter)
GangränAbsterben des Gewebes (z. B. Wundbrand); gaggraina (griech.): Brand
GastroskopGerät zur Magenspiegelung
Gastrostomiekünstliche Magenöffnung; gaster, m (lat.): Magen; stoma (griech.): Mund, Mündung
genitalis(lat.): zu den Geschlechtsorganen gehörend
Glia(griech.): Leim; Gewebe zwischen den Nervenzellen
Gliomaus Gliazellen abgeleiteter Tumor
GlioseGliawucherung; Gewebe zwischen den Nervenzellen; glia (griech.): Leim
Glutamatwichtiger Botenstoff (Neurotransmitter) im ZNS
GlutamatantagonistGegenspieler des Botenstoffs Glutamat; siehe anti-
GlycinAminosäure, die im ZNS auch als Neurotransmitter wirkt
grand(frz.): groß
Granulationenkörnige Struktur oder Oberfläche; granulum, n (lat.): Korn
Granulationsgewebekörnchenartig aussehendes Entzündungsgewebe; wörtlich: Körnchengewebe; granulum, n (lat.): Körnchen
Gyrus praecentralisWindung (griech. gyros) vor der Zentralfurche (lat. Sulcus centralis); primärer motorischer Kortex
hämatogenüber den Blutweg entstanden; haima (griech.): Blut
HämatomBluterguss; haima (griech.): Blut; -oma (griech.): Geschwulst
Hämatothorax, -perikard, -peritoneumHämatom in der Pleura-, Herzbeutel- bzw. Bauchhöhle; thorax, m (lat.): Brustkorb; Pleura (griech.): Lungen- bzw. Rippenfell; Peritoneum, n (lat.): Bauchfell
hämodynamischdie Bewegung (griech. dynamike) des Blutes (griech. haima) betreffend
HämorrhagieBlutung, Blutfluss, Blutsturz; haimorrhagia (griech.)
hämorrhagischdurch Blutungen verursacht; Hämorrhagie (griech. haimorrhagia): Blutung, Blutfluss, Blutsturz
haploideinfach; haploides (griech.)
Hemianopsiehalbseitiger Gesichtsfeldausfall; siehe an-; ops (griech.): Auge
Hemiparese, Diparese, Tetraparesehalbseitige Muskelschwäche oder unvollständige Lähmung; paresis (griech.): Erschlaffen; Di- (griech.): zweifach; Tetra- (griech.): vierfach
Hemiplegiehalbseitige Muskellähmung durch ein plötzliches Ereignis (Schlaganfall); plege (griech.): Schlag; anstelle des Begriffs „Plegie“ wird auch die Bezeichnung „Paralyse“ (paralysis, griech.: Auflösung, vollständige Lähmung) verwendet
HemisphäreHalbkugel, von hemi- (griech.) halb und sphaira (griech.) Kugel
HemisyndromHalbseitensyndrom; hemi- (griech.): halb; syndrome (griech.): gleichzeitiges Auftreten von verschiedenen Krankheitszeichen
hepatolentikulärbezogen auf die Leber (griech. hepar) und die Linse; lenticula: Verkleinerungsform von lens, f (lat.): Linse; der Begriff Linse bezieht sich wiederum auf den sog. Linsenkern (Nucleus lentiformis), der zu den Basalganglien gehört
HerpesBläschenausschlag; wörtlich (lat., griech.): schleichender Schaden
histologischnach Methoden der Gewebelehre (Histologie); histos (griech.): Gewebe
humoralauf die Körperflüssigkeiten (lat. humor, m) bezogen
HydrophobieWasserscheu; hydor (griech.): Wasser; phobos (griech.): Furcht
HydrozephalusWasserkopf; hydor (griech.): Wasser; kephale (griech.): Kopf
Hyperakusiskrankhafte Feinhörigkeit; wörtlich: übermäßige Hörfähigkeit; siehe hyper-; akousis (griech.): Hören
Hyperkinesenunkontrollierte schnelle Bewegungen, oft verbunden mit Muskelzuckungen; siehe hyper-; kinesis (griech.): Bewegung
HyperplasieOrganvergrößerung durch Zellvermehrung; hyper-; plasis (griech.): Bildung
HypertensionHochdruck, Bluthochdruck; siehe hyper-; tensio (lat.): Spannung
Hypertonushier: Muskelsteife, erhöhter Spannungszustand der Muskulatur; siehe hyper-; tonos (griech.): Spannungszustand; Hypertonus sonst auch gebräuchlich für Bluthochdruck
HypertrophieZell-, Organvergrößerung durch starke Beanspruchung; wörtlich: übermäßige Ernährung/Versorgung der Organe; siehe hyper-; trophe (griech.): Ernährung; bei der Muskulatur kann sich der Begriff -trophie auch auf die Zahl der eingehenden Nervenimpulse beziehen
Hyperventilationübermäßig gesteigerte Atmung; siehe hyper-; ventilatio, f (lat.): Lüftung
HypoglykämieUnterzuckerung; siehe hypo-; glyk- von glykys (griech.): süß, Zucker betreffend, -ämie von haima (griech.): Blut: im Blut
HypophyseHirnanhangdrüse; hypophysis (griech.)
Hypotonushier: Muskelschwäche, erniedrigter Spannungszustand der Muskulatur; siehe hypo-; tonos (griech.): Spannungszustand
HypoxieSauerstoffmangel; siehe hypo-; -oxie von oxygenium, n (lat.): Sauerstoff; -ie (griech., lat. -ia): Zustand; Anoxie: Fehlen von Sauerstoff; siehe an-
HzAbkürzung für Hertz; Schwingung pro Sekunde; kHz: Kilohertz (1.000 Hz); MHz: Megahertz (1.000.000 Hz)
iatrogendurch ärztliche Einwirkung entstanden; iatros (griech.): Arzt
ideatorische ApraxieStörungen bei der Planung bzw. des Entwurfs der Aufeinanderfolge von komplexeren Handlungen; von ideatus (lat.): einer Idee entsprechend
ideomotorische ApraxieStörungen in der motorischen Ausführung einer komplexeren Handlung (gestörte Reihenfolge, überflüssige Zusatzbewegungen)
idiopathischvon selbst entstehend; idios (griech.): eigen, selbstständig; pathos (griech.): Leiden
Immunglobulinekugelförmige Proteine des Immunsystems; globulus, m (lat.): kleine Kugel
ImmunsystemAbwehrsystem; immunis (lat.): frei von Lasten, unberührt, gefeit
Immunitätangeborene oder erworbene Unempfänglichkeit gegenüber Krankheitserregern oder ggf. deren Giftstoffen
immunsuppressivimmununterdrückend; supprimere (lat.): unterdrücken
Impulsivspontan, einer plötzlichen Eingebung oder einem „Impuls“ (impulsus, m [lat.]: Antrieb, Regung) folgend; impulsivus, m (lat.)
infantilkindlich, bei Kindern auftretend; infantilis (lat.)
InfarktAbsterben von Organteilen nach Unterbrechung der Blutzufuhr; infarctus, m (lat.)
infectious agent/particle(engl.): infektiöses Agens/Teilchen
InfektionenEindringen von pathogenen Keimen (Krankheitserregern) in einen Wirtsorganismus wie z. B. den Menschen; falls sich daraus spürbare Krankheitszeichen ergeben, wird von einer Infektionskrankheit gesprochen
InfiltrationEindringen; infiltrare (lat.): eindringen
initialam Anfang stehend; initialis (lat.)
InitialschreiSchrei zu Beginn eines Grand-mal-Anfalls; initialis (lat.): beginnend, am Anfang
InkontinenzUnvermögen, Harn und/oder Stuhl zurückzuhalten; incontinentia, f (lat.)
InsulinHormon der Bauchspeicheldrüse mit blutzuckersenkender Wirkung; wird bei bestimmten Formen des Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) gespritzt
InsultAnfall; insultus, m (lat.)
Intentionstremorkrankhaftes Zittern (meist der Hände und/oder des Kopfes) zu Beginn und im Verlauf willkürlicher, gezielter Bewegungen; intentio, f (lat.): Vorhaben; tremor, m (lat.): Zittern
internus(lat.) m: der innere
Intima(lat.) f: die innerste Haut/Schicht, bestehend aus Plattenepithel (Endothel)
intrazerebralinnerhalb des Gehirns; siehe intra-; cerebrum, n (lat.)
InvasionEinwanderung; invasio, f (lat.)
invasiveindringend; invadere (lat.): eindringen
InzidenzNeuerkrankungsrate pro Zeitraum; incidens, m (lat.): eintretend
IonenpumpenMembranproteine in jeder Zelle, die unter Energieverbrauch (ATP-Verbrauch) geladene Teilchen (Ionen wie Natrium und Kalium) in die Zelle hinein oder aus der Zelle heraus „pumpen“
ionisierendIonisation (engl. ionization) bewirkend; d. h. Umwandlung von neutralen Atomen oder Molekülen in positiv oder negativ geladene Teilchen (Ionen)
ipsilateralauf der selben Seite; ipse (lat.): selbst; lateralis (lat.): seitlich
IschämieUnterbrechung der Blutzufuhr; ischein (griech.): Hemmen, Zurückhalten; -ämie von haima (griech.): Blut: bezogen auf Blut
juveniljugendlich; iuvenilis (lat.)
Kachexieschlechter Zustand, Auszehrung; kachexia (griech.)
Kanzerogen, Karzinogenkrebsauslösende Noxe
Kanzerogenese, KarzinogeneseEntstehung eines Karzinoms; genesis (griech.): Entstehung
KardinalsymptomHauptkrankheitszeichen; cardinalis (lat.): wichtig; symptoma (griech.): Krankheitszeichen
Karzinomaus dem Epithel-, Drüsengewebe abgeleitete bösartige Krebsgeschwulst; oft allgemein auch für die Bezeichnung eines bösartigen Tumors verwendet; karkinoma (griech.)
Katheter(lat., griech.): Sonde (Röhrchen oder Schlauch zum Einführen in Hohlorgane)
kavitärüber Flüssigkeiten in Körperhöhlen, z. B. in der Bauchhöhle; cavitas, f (lat.): Höhle
KernikterusNeugeborenengelbsucht mit Schädigung der basalen Kerne (Basalganglien); ikteros (griech.): Gelbsucht
KillerzellenTötungszellen; spezielle Lymphozyten (gehören zu den weißen Blutzellen); to kill (engl.): töten
KleinhirnbrückenwinkelWinkel zwischen Brücke (Pons) und Kleinhirn; Austrittsstelle des 7. und 8. Hirnnerven
klinisch, Klinikin diesem Zusammenhang die durch die ärztliche Untersuchung feststellbaren Krankheitszeichen (Klinik: gesamtes Beschwerdebild); nicht mit der Einrichtung einer „Klinik“ (Krankenhaus) zu verwechseln; klinikos (griech.), clinicus, m (lat.)
klonalgenetisch identisch; Klon: genetisch identischer Nachkömmling; klon (griech.): Schössling, Zweig
klonischzuckend; klonos (griech.): krampfhafte Zuckung
Klonuskrampfhafte Zuckung; klonos (griech.)
KollapsZusammenbruch; collapsus, m (lat.); vgl. kollabieren
KollateralisierungAusmaß an Querverbindungen (Anastomosen) zwischen benachbarten Blutgefäßen; collateralis (lat.): seitlich
Komalang anhaltende Bewusstlosigkeit; wörtlich (griech.): tiefer Schlaf
KompensationAusgleich; vgl. kompensieren, ausgleichen; compensatio, f (lat.)
KomplementsystemErgänzungssystem (ergänzt oder verstärkt die Wirkung des über Antikörper arbeitenden spezifischen Abwehrsystems); complementum, n (lat.)
KompressionZusammendrücken; compressio, f (lat.)
kongenitalangeboren; hier: bei der Geburt; con (lat.): mit; genitalis (lat.): die Geschlechtsorgane betreffend
kontralateralauf der gegenüberliegenden Seite; contra (lat.): gegen; lateralis (lat.): seitlich
kortiko-, cortico-zur Hirnrinde gehörend; cortex, m (lat.)
Kortison, Cortisonumgangssprachliche Bezeichnung für Kortisol (Kortisol); Hormon der Nebennierenrinde oder entsprechende Medikamente mit Kortisolwirkung (z. B. Prednisolon); gehört zur Gruppe der Steroidhormone (Kortikosteroide); cortex, m (lat.): Rinde
Kruppcharakteristischer bellender Husten mit Heiserkeit und Atemnot (tritt auch bei Diphtherie auf); croup (engl.): krächzen
Kuru(papuanisch): Zittern
kryptogenmit verborgener Entstehungsursache; kryptos (griech.): verborgen; genes (griech.): verursacht
labialiszu den Lippen gehörend; labium, n (lat.): Lippe
LäsionVerletzung, Schädigung, Funktionsstörung; laesio, f (lat.)
LakuneLoch, unregelmäßig begrenzter Hohlraum; lacuna, f (lat.)
LaryngitisKehlkopfentzündung; larynx, f (lat.): Kehlkopf; -itis
LaryngoskopieKehlkopfspiegelung; laryngx, f (lat.): Kehlkopf; skopein, (griech.): betrachten
LateralskleroseDegeneration der sog. Seitenstränge (lateralis, lat. seitlich) im Rückenmark, in denen der größte Teil der motorischen Bahnen (Pyramidenbahn) verläuft; „Sklerose“ (griech.): Verhärtung; wörtlich: Seitenverhärtung
LetalitätTödlichkeit; letalis (lat.): tödlich
LDL-, HDL-Cholesterin(engl.): LDL und HDL sind Abkürzungen für Transportproteine des Cholesterins; LDL: Low-Density-Lipoprotein; HDL: High-Density-Lipoprotein; lipoprotein: Verbindung aus Fett (lipo) und Eiweiß (protein); high/low density: hohe/niedrige Dichte (physikalische Eigenschaft der Lipoproteine)
L-Dopagebräuchliche Abkürzung für L-3,4-Dihydroxyphenylalanin (Vorstufe bei der Entstehung des Dopamins); Levodopa; levo (lat.): links
Libido(lat.) f: Lust, Begierde, Geschlechtstrieb
limbisch(lat.) limbus: Saum; saumartig (um 3. Ventrikel und Balken herum)
Liquor cerebrospinalis, LiquorHirn-, Rückenmarkswasser; liquor, m (lat.): Flüssigkeit
Logokloniehäufiges, krampfhaftes (taktmäßiges) Wiederholen von Wortendsilben
Lues, Syphilis(lat.): Seuche, ansteckende Krankheit
LumbalpunktionEntnahme von Liquor cerebrospinalis (Hirn-, Rückenmarksflüssigkeit) aus dem Rückenmarkskanal; lumbal zur Lendenwirbelsäule gehörend; lumbus, m (lat.): Lende
Lumenhier: Hohlraum eines röhrenförmigen oder hohlen Organs; wörtlich (lat.): Licht
lymphogenauf dem Lymphweg entstanden; genes (griech.): verursacht
Lymphozytenwerden im Knochenmark gebildet und reifen im lymphatischen Gewebe (Abwehrgewebe) heran; gehören zu den weißen Blutzellen
LysetherapieBehandlung durch enzymatische Auflösung (Lyse [griech.]: lysis) eines Blutpfropfs (Thrombolyse); Risiko: Blutungen
Lyssa(griech.): Tollwut
majorgroß; maior (lat.)
MakroangiopathieErkrankung der großen Blutgefäße; makros (griech.): groß; angio- von aggeion (griech.): Blutgefäß; -pathie von pathos (griech.): Leiden
Makrophagenzur Phagozytose (Verdauen von Zellen) befähigte weiße Blutzellen; makros (griech.): groß; phagein (griech.): Fressen
makroskopischmit dem bloßen Auge sichtbar; makros (griech.): groß; skopein (griech.): betrachten
mal(frz.): Übel, Krankheit
maligneböse, schlecht, bösartig; Adverb zu malignus, m (lat.)
malresorptivus(lat.) m: schlecht resorbierend
MAO-BAbkürzung für das Enzym Monoaminoxidase-B, das Dopamin abbaut
MastoiditisEntzündung des Warzenfortsatzes (Processus mastoideus) hinter dem Ohr; siehe -itis
MCDAbkürzung für Minimale zerebrale Dysfunktion
MechanorezeptionMechano- (griech. mechanikos): durch mechanische Reize erfolgend; -rezeption (lat. receptio): Aufnahme
Media(lat.) f: die mittlere Haut/Schicht (einer Gefäßwand), bestehend aus glatter Muskulatur und elastischen Fasern; dieser Begriff wird auch für die A. cerebri media (mittlere Hirnarterie) verwendet
Mediastinum(lat.) n: Mittelfellraum zwischen den beiden Pleurahöhlen
Medulla oblongata(lat.) f: verlängertes Mark (Abschnitt des Hirnstamms)
Medulloblastomwörtlich: embryonaler Marktumor; medulla, f (lat.): Mark (hier: Region des verlängerten Marks, Medulla oblongata); Blastom: Tumor mit Herkunft aus embryonalen Zellen; blastema (griech.): Keim
MeioseReifeteilungen (mit Verringern der Anzahl der Chromosomensätze); meiosis (griech.)
Melaninschwarzbrauner Farbstoff vor allem in der Haut und in den Haaren; melas (griech.): schwarz
MeningismusSymptome, die einer Hirnhautentzündung (Meningitis) ähneln; meninx, f (lat.): Hirnhaut
MeningitisHirnhautentzündung, meninx, f (lat.); Hirn-, Rückenmarkshaut; siehe -itis
Meningeom, Meningiom, MeningomTumor der Hirnhäute; meninx, f (lat.): Hirn-, Rückenmarkshaut; -om von -oma (griech.): allgemeine Bezeichnung für eine Geschwulst
MeningoenzephalitisKombination aus Meningitis und Enzephalitis; egkephalon (griech.): Gehirn; siehe Meningitis; siehe Enzephalitis
MeningomyelozeleAusstülpungen von Rückenmark und Rückenmarkshäuten in einen Bruchsack (Hernie, vergleichbar dem Nabel- oder Leistenbruch); myelos (griech.): Mark; siehe Enzephalozele
MeningozeleBruch der Hirnhäute; meninx, f (lat.): Hirn-, Rückenmarkshaut; kele (griech.): Bruch; siehe Meningomyelozele
MetastaseTochtergeschwulst; metastasis (griech.)
MetastasierungBildung von Tochtergeschwülsten; metastas (griech.): Wegzug
MikroangiopathieErkrankung der kleinen Blutgefäße; mikros (griech.): klein
minor(lat.): klein
MononeuropathieErkrankung (nur) eines Nervs; monos (griech.): einzeln, einfach
Mononukleose, infektiöseansteckende Krankheit mit Vermehrung der Monozyten (bestimmter weißer Blutzellen) im Blut
Monoplegia, Diplegiaim dt. Sprachgebrauch auch Monoplegie bzw. Diplegie; hier in der Bedeutung eines ein- oder beidseitigen Ausfalls eines Nerven; mono- von monos (griech.): einzeln; di- (griech.): beidseitig; plege (griech.): Schlag
monosynaptischVerschaltung über nur eine Synapse; mono- von monos (griech.): einzig, allein; -synaptisch von synapsis (griech.): Verbindung; siehe polysynaptisch
Monozyten-Makrophagengehören ebenfalls zu den weißen Blutzellen; Monozyt: Zelle mit unsegmentiertem (monos [griech.]: einzeln) Zellkern; Makrophage: wörtlich: „Großfresser“; makros (griech.): groß
MorbiditätErkrankungshäufigkeit; morbidus, m (lat.): krank
MorbilliPlural der von morbus, m (lat.) Krankheit abgeleiteten Verkleinerungsform Morbillus (Masern)
Morbusmorbus, m (lat.): Krankheit; manchmal als M. mit nachfolgendem Eigennamen abgekürzt (CAVE! Verwechslung mit M. als Abkürzung für Musculus)
MortalitätSterblichkeit; mortalitas, f (lat.)
motorisch(lat.): bewegend
motor neuron disease (MND)(engl.): Erkrankung der motorischen Nervenzellen
multiplevielfach; multiplex (lat.)
multipolarvielfach verzweigt; (lat.) multi: vielfach, polaris, gegensätzlich
Multisystematrophiemehrere Systeme betreffende Atrophie; hier im Sinne einer Degeneration, deshalb teilweise auch als Multisystemdegeneration bezeichnet; multi (lat.): viel; trophe (griech.): Nahrung, Ernährung
Musculus (M.) stapediusSteigbügelmuskel; schützt zusammen mit dem M. tensor tympani (Trommelfellspanner) das Innenohr vor zu hohem Schalldruck („Stapediusreflex“; vgl. Lehrbücher der Audiologie)
MutationVeränderung; mutatio, f (lat.)
MutismusStummheit; mutus, m (lat.): stumm
Myasthenia gravisschwerwiegende, krankhafte Muskelschwäche; myo (griech.): Muskel; -asthenie von asthenaia (griech.): Kraftlosigkeit; gravis (lat.): schwer
MyelinMischung fettartiger (lipidhaltiger) Stoffe, von myelos (griech.): Mar
MyelitisRückenmarksentzündung; myelos (griech.): Knochenmark, Rückenmark; siehe -itis
MyeloschisisSpaltung des Rückenmarks; myelos (griech.): Mark; schisis (griech.): Spaltung
MyoklonieMuskelzuckungen; myo (griech.): Muskel; klonos (griech.): Zuckung
Nativ-CT, Nativ-ScanCT ohne Kontrastmittel; nativus, m (lat.): natürlich, unverändert; scan (engl.): absuchen
NekroseAbsterben; nekrosis (griech.)
NeologismusWortneubildung; neos (griech.): neu; logos (griech.): Wort
NeoplasieNeubildung; neos (griech.): neu, jung; plassein (griech.): bilden
neoplastischdurch Neoplasie (Neubildung) gebildet
Nervus (N.) intermediuswörtlich: dazwischen (lat. intermedius, m) gelegener Nerv; wegen seiner Lage zwischen dem „eigentlichen“ N. facialis und dem N. VIII
Neuralgiewörtlich: Nervenschmerz; neuron (griech.): Nerv; -algie von algos (griech.): Schmerz
Neurinomvon der Markscheide eines Nervs ausgehender Tumor
NeurologieNervenheilkunde; neuron (griech.): „Sehne“, Nerv; hier: Nervenzelle; -logie von logia (griech.): Lehre
Neuron(griech.): Nervenzelle
NeuroporusÖffnung (lat. porus) des Neuralrohrs; anterior, m, f (lat.): der/die obere (vordere); posterior, m, f (lat.): der/die untere (hintere)
neurotropauf das Nervensystem gerichtet oder einwirkend; -trop von trope (griech.): Wendung, Drehung
neutrophile Granulozytengehören zu den weißen Blutzellen; neutrophil: mit neutralen Farbstoffen anfärbbar; philos (griech.): freundlich, liebend; Granulozyten: besitzen Körnchen (lat. granulum, n) im Zellinneren (kytos, griech. Zelle); werden auch als Mikrophagen bezeichnet; mikros (griech.): klein; phagein (griech.): fressen
Nodus(lat.) m: Knoten
NoxeStoff oder Störfaktor, der an einer Zelle (oder an einem Organ bzw. Organismus) einen Schaden oder eine Funktionsstörung auslöst; noxa, f (lat.): Schaden
Nozizeptionvon Nozi- (lat. nocere): schaden (Schmerz), -rezeption (lat. receptio): Aufnahme
nucleariszu den Hirnnervenkernen gehörend; nucleus, m (lat.): Kern
Nucleus caudatusSchweifkern (gehört zu den Basalganglien); nucleus, m (lat.): Kern; cauda, f (lat.): Schwanz
Nucleus ruber(lat.): roter Kern
Nystagmusunwillkürliches Augenzittern; wörtlich: Nicken; nystagmos (griech.)
ObduktionLeichenöffnung; obductio, f (lat.): das Verhüllen; Verdecken der Leiche nach der inneren Leichenschau
occlusus(lat.) m: verschlossen
ÖdemSchwellung; oidema (griech.)
okulärdie Augen betreffend; ocularis (lat.)
OligodendrozytGliazelle mit astförmigen Verzweigungen; oligo (griech.): einige; dendrites (griech.): baumartig; kytos (griech.): Zelle
on – off(engl.): ein – aus
oralzum Mund gehörend; oralis (lat.)
Otitis mediaMittelohrentzündung; ous (griech.): Ohr; Genitiv: otos; media (lat.): die mittlere; Femininform von medius, m; siehe -itis
PädaudiologieWissenschaft vom Hören und von Hörstörungen im Kindesalter; pais (griech.): Kind; audire (lat.): hören; siehe -logia
palliativBeschwerden und Schmerzen lindernd; palliativus, m (lat.) von pallium, n (lat.): Mantel
pan-(griech.): umfassend
Papillewarzenartige Verdickung; papilla (lat.)
ParalyseLähmung; paralysis (griech.)
paralytischmit Lähmungen verbunden; paralysis (griech., lat.): Lähmung
ParamedianstellungStellung einer Stimmlippe zwischen Phonationsstellung (Medianstellung; beide Stimmlippen berühren sich in der Mittel- oder Medianebene) und Ruhe- oder Intermediärstellung (wie sie bei ruhiger Atmung eingenommen wird); para (lat.): neben; medianus, m (lat.): in der Mitte gelegen
Paraneoplasiedie Neubildung (Neoplasie) begleitende Vorgänge; para (griech.): neben
Paraphasie(griech.) para phasis: neben der Sprache; Störung bei der korrekten Wortbenennung
Parenchym, non-parenchymOrgangewebe; para (griech.): bei; egchyma (griech.): das Eingegossene, der Aufguss; non- (engl.): nicht
PareseErschlaffung, meist bezogen auf die Muskulatur; paresis (griech.)
Parotitis epidemicaansteckende (lat. epidemica, f) Ohrspeicheldrüsenentzündung; Parotis, Glandula parotidea: Ohrspeicheldrüse; siehe -itis
paroxysmalanfallsartig; paroxysmos (griech.): Anfall
partielleinseitig, anteilig; partialis (lat.)
PathogeneseKrankheitsentstehung; pathos (griech.): Leiden; genesis (griech.): Entstehung
PathologieLehre von den Leiden; pathologia (griech.)
PEGAbkürzung für Perkutane endoskopische Gastrostomie (durch die Haut gelegte Magensonde)
PenetranzHäufigkeit, mit der ein Erbfaktor auf Nachkommen übertragen wird; penetrare (lat.): durchdringen
per-(lat.): durch, völlig
PerikaryonZellleib der Nervenzelle; peri- (griech.): um, herum; karyon (griech.): Kern
peripher(griech. peripheres): am Rande gelegen, sich herum bewegend
perkutandurch die Haut hindurch; siehe per; cutis, f (lat.): Haut
Perseverationkrankhaftes Verharren oder Hängenbleiben an einem Denkinhalt oder einer sprachlichen Äußerung (perseveratio, f [lat.]: Beharren, Ausdauer)
PestizideSchädlingsbekämpfungsmittel (pestis, f [lat.]: Pest, Seuche; -zid, frz. cide, lat. caedere: töten)
petit(frz.): klein
Petechienpunktförmige Hautblutungen; petecchie, pl (ital.)
PhagozytoseVerdauen von Zellen; phagein (griech): fressen; kytos (griech.): Zelle; -osis
Phlebo-Vorsilbe für Venen- (griech. phleps)
phonematischdas Phonem (griech. phone: Laut, Ton) betreffend
PhoniatrieTeilgebiet der Medizin, das sich mit Störungen der Sprache, des Sprechens und der Stimme sowie mit entsprechenden Erkrankungen beschäftigt; phone (griech.): Stimme; -iatria (griech.): Heilkunde
physiologischLehre von den normalen Lebensvorgängen und Funktionen des (menschlichen) Organismus; bezieht sich auf Physiologie (griech., lat.: physiologia, f)
piaFemininform von pius, m (lat.): fromm, weich; Pia, f (lat.): weiche Hirnhaut
Plaque(frz.): Fleck
PlasmaphereseAustausch eines Teils des Blutplasmas beim Patienten durch Ersatzstoffe
Plasmazellenaktivierte B-Lymphozyten; plasma (griech.): das Geformte
Plexus(lat.) m: Geflecht
PoliomyelitisEntzündung der grauen Substanz des Rückenmarks; polios (griech.): grau; Myelitis: Rückenmarksentzündung; myelos (griech.): Knochenmark, Rückenmark; siehe -itis
PolyneuritisEntzündung (siehe -itis) vieler Nerven
Polyneuropathienwörtlich: Erkrankungen vieler Nerven; poly (griech.): viel; neuron (griech.): Nerv; pathos (griech.): Leiden, Erkrankung
PolyradikulitisEntzündung (siehe -itis) der Wurzeln (lat. radix, f) der peripheren Nerven; poly (griech.): viel
polysynaptischVerschaltung über mehr als eine Synapse; synaptisch von synapsis (griech.): Verbindung; poly (griech.): viel; siehe monosynaptisch
Pons(lat.) m: Brücke (Abschnitt des Hirnstamms)
Positronenpositiv geladene Elementarteilchen (werden von bestimmten radioaktiven Tracern ausgesendet)
postcentralis(lat.): hinter der Zentralfurche gelegen
postiktalnach dem Anfall; post (lat.): nach; ictus, m (lat.): Schlag, Anfall
postsynaptischwörtlich: hinter der Synapse; bezogen auf die Membran der Zielzelle im Gebiet einer Synapse; post (lat.): nach; synapsis (griech.): Verbindung
posturaldie Haltung (ital. postura, lat. positura, f) betreffend
PotenzMacht, Fähigkeit (zum Geschlechtsverkehr bzw. zur Zeugung); potentia, f (lat): Macht, Kraft, Leistung
PotenzialUnterschied elektrischer Ladungen oder Kräfte; potentia, f (lat.): Macht, Kraft, Leistung
praecentralis(lat.): vor der Zentralfurche gelegen
PräkanzeroseKrebsvorstufe; siehe prae-; cancer, m (lat.): Krebs; siehe -osis
prä-, peri-, postnatalvor (lat. prae), um, herum (griech. peri) und nach (lat. post) der Geburt; natalis (lat.): zur Geburt gehörend
PrävalenzHäufigkeitsrate; praevalentia, f (lat.)
PräventionVorbeugung, Verhütung; praeventio, f (lat.)
Prednisolonkünstlich hergestellte Variante des Kortisols
Processus (Proc.) mastoideusWarzenfortsatz; processus, m (lat.): Fortsatz; mastoideus, m (lat.): warzenförmig
ProdromalstadiumVorläuferstadium; prodromos (griech.): Vorläufer
PrognoseVorherwissen, Vorhersage; prognosis (griech.)
progredientzunehmend; progredi (lat.): fortschreiten
ProgressionFortschritt; progressio, f (lat.)
ProphylaxeVorbeugung; prophylaxis (griech.)
PropriozeptionProprio- (lat. proprius): Eigenwahrnehmung, hier: Tiefensensibilität (mechanische und Schmerzreize aus z. B. Muskeln und Sehnen), -rezeption (lat. receptio) Aufnahme
propulsivvorwärts, forttreibend; propellere (lat.): vorwärts treiben
proteinaceous(engl.): proteinartig (eiweißartig)
Pseudodemenz„falsche“ Demenz oder Scheindemenz; pseudein (griech.): täuschen
pseudoparalyticascheinbar (pseudo) mit Muskellähmung verbunden; pseudein (griech.): täuschen; paralysis (griech.): vollständige Lähmung
PsychiatrieHeilkunde der seelischen Störungen und Erkrankungen; psyche (griech.): Hauch, Atem, Seele; -iater von iatros (griech.): Arzt
psychotischmit den Symptomen einer Psychose (lat. psychosis, f): Geistes- oder Gemütskrankheit, seelische Störung
PunktionFlüssigkeitsentnahme nach Einstich; punctio, f (lat.): Einstechen
Purpura(lat.) f: Blutfleckenkrankheit; vgl. die Farbbezeichnung purpur
Putamen(lat.) n: Schale, Hülle (gehört zu den Basalganglien)
PyknolepsieEpilepsie mit zeitlich dicht gedrängt auftretenden Anfällen; pyknos (griech.): dicht
Rabies(lat.) f: Tollwut; vgl. rabiat
Rachischisis, RhachischisisSpaltung des Rückenmarks bzw. des Rückgrats; rhachis (griech.): Rückgrat
Reflexrasche, unwillkürliche Reaktion auf einen Reiz; wörtlich: das Zurückbeugen; reflexus, m (lat.)
RegenerationWiederherstellung; regeneratio, f (lat.)
RegressionRückgang; regressio, f (lat.)
RegurgitationZurückströmen von z. B. Flüssigkeiten in nicht dafür vorgesehene Hohlorgane, z. B. von Mageninhalt in den Mund oder in die Luftröhre; hier von Flüssigkeiten aus der Mund- in die Nasenhöhle; re-; gurges, m (lat.): Strudel, Flut
RehabilitationWiederherstellung; rehabilitatio, f (lat.)
RemissionZurücksenden, Rückgang; remissio, f (lat.)
remittierendnachlassend; remittere (lat.): zurückschicken
RemyelinisierungWiederaufbau der Markscheide, re-; myelon (griech.): Mark; siehe Demyelinisierung
ReparationReparatur, Instandsetzung; reparatio, f (lat.)
ResistenzWiderstandsfähigkeit, Gegenwehr; resistentia, f (lat.)
Restitutio ad integrumZurückversetzung (lat. restitutio, f) in den Ausgangszustand (lat. ad integrum: in das Unversehrte)
Retardierung, psychomotorischeVerlangsamung der psychischen und motorischen Entwicklung; retardare (lat.): verlangsamen, verzögern
retinalzur Netzhaut gehörend; retina, f, rete, n (lat.): Netz
rezessivbedeutet bei Erbkrankheiten, dass beide Eltern nicht erkrankte Träger des pathologisch veränderten Gens sind und dass zum Ausbruch der Erkrankung bei einem Kind die veränderten Gene beider Eltern übertragen werden müssen; wörtlich: zurücktretend; recedere (lat.): zurücktreten
Rezidiv, rezidivierendRückfall, Rückfälle aufweisend; recidere (lat.): wiederkommen
Rheumatismus, Rheumazahlreiche, schmerzhafte Erkrankungen des Skeletts sowie des Muskel- und Bindegewebes, die meist auf Autoimmunerkrankungen, aber auch auf degenerative und Stoffwechselerkrankungen zurückzuführen sind
Rigor(lat.) m: Steifheit, Härte (auch: Rigidität)
Risus sardonicussardonisches Lachen; risus, m (lat.): das Lachen, sardonios (griech.): grinsend
RubeolaRöteln; rubeolus, m (lat.): rötlich
rubor(lat.) m: rote Farbe, Hautrötung
RupturRiss; ruptura, f (lat.)
Sarkombösartiger Bindegewebstumor; sarx (griech.): Fleisch; -om (griech.): tumor
sclérose en plaques(frz.): Verhärtung in Form von Flecken oder Verdickungen
scrapieTraberkrankheit; scrape (engl.): kratzen, abschaben
semantischden Inhalt bzw. die Bedeutung sprachlicher Zeichen betreffend; semantikos (griech.): bezeichnend
semimalignehalb bösartig; Adverb zu malignus, m (lat.); semi (lat.): halb; siehe maligne
sensorisch(lat.) sensus: Empfindung; die Sinneswahrnehmung betreffend
SepsisBlutvergiftung (durch Bakterien); wörtlich (griech.): Fäulnis
serösserumartig, dünnflüssig (Serum, n [lat.]: nicht mehr gerinnbarer Teil des Blutplasmas)
Shunt(engl.): Verbindung; z. B. ventrikuloperitoneal vom Ventrikel zur Bauchhöhle (Peritoneum: Bauchfell)
simplex(lat.): einfach
single photon(engl.): einzelnes Photon (von Einstein geprägtes Kunstwort für kleinstes Energieteilchen einer elektromagnetischen Strahlung, hier Gammastrahlung, eine spezielle energiereiche Art der radioaktiven Strahlung)
Singultus(lat.) m: Schluckauf
sinister, sinistra(lat.): der linke, die linke
Sinus durae matrisvenöse Blutleiter der harten Hirnhaut (Dura mater; Genitiv: durae matris); sinus, m (lat.): Hohlraum
SinusitisNasennebenhöhlenentzündung; sinus, m (lat.): Nebenhöhle; siehe -itis
Sinus sphenoidalisKeilbeinhöhle; sinus, m (lat.): Hohlraum; Os sphenoidale (lat.): Keilbein
skandierendabgehackt; scandere (lat.): rhythmisch abgehackt, in einzelnen Silben sprechend
SkleroseVerhärtung; skleros (griech.): hart
sklerosierendkrankhaft verhärtend; skleros (griech.): hart; hier: zunehmende Degeneration mit Funktionsverlust
Slow-virus-Infektion(engl.): langsam verlaufende, viral bedingte Infektion mit extrem langer Inkubationszeit
somatosensibeldie Sensibilität der Haut oder Schleimhäute betreffend; soma (griech.): Körper; sensibilis (lat.): empfindsam
somatotopsoma (griech.) Körper und topos (griech.) Ort; hier: Punkt-zu-Punkt-Zuordnung einer motorischen Nervenzelle zu den von ihr versorgten Skelettmuskelzellen (gilt auch analog bei afferenten, sensiblen Bahnen)
Sonografie, -grammUltraschalltechnik; sonus, m (lat.): Schall; graphia (griech.): aufzeichnen; gramma (griech.): Abbildung, Aufzeichnung
SpasmenPlural von spasmus, m (lat.), spasma (griech.): Krampf
spastisch, Spastikmit Krämpfen behaftet (griech. spastikos)
speech arrest(engl.): motorisch bedingte Sprechunfähigkeit
Spina bifida (aperta, occulta)„Spaltrücken“ durch Störung des Neuralrohrschlusses; spina, f (lat.): Dorn, Rückgrat; bifida (lat.): gespalten (in zwei Teile); Femininform von bifidus, m; occulta (lat.): verborgen („okkult“); Femininform von occultus, m; aperta (lat.): offen; Femininform von apertus, m
spinaliszum Rückenmark (lat. Medulla spinalis, f) gehörend
spongiformschwammartig; sponggia (griech.): Schwamm; vgl. sponge (engl.)
Sputum(lat.) n: Auswurf, Sekrete der Atemwege
StapediusreflexMusculus (M.) stapedius
Stase, StasisStehen, Stillstand, Stauung; stasis (griech.)
Status epilepticusepileptischer „Status“; lang anhaltender Zustand mit Krämpfen; status, m (lat.): Zustand
StenoseVerengung; stenosis (griech.)
Stereognosie, StereognoseWahrnehmung eines Gegenstands durch Betasten; stereos (griech.): räumlich; gnosis (griech.): Erkennen
STIKOAbkürzung für Ständige Impfkommission
Stridor(lat.) m: pfeifendes Atemgeräusch
stroke(engl.): Schlag(anfall)
stromahier: bindegewebiges Grundgewebe; wörtlich (griech.): Lager
sub-(lat.): unter
Subarachnoidalraumäußerer Liquorraum zwischen den beiden Hirnhäuten Arachnoidea und Pia; siehe sub; siehe Arachnoidea
subkortikalunterhalb des Kortex gelegen; siehe sub; cortex, m (lat.): Rinde
subkutanunter der Haut gelegen; siehe sub; cutis, f (lat.): Haut
Substantia nigra(lat.) f: schwarze Substanz (Kerngebiet im Mittelhirn)
Sulcus(lat.): Furche, Spalt
Superinfektionbakterielle Infektion, der durch einen viralen Infekt der Weg geebnet wurde
supranukleäroberhalb (lat. supra) der Kerne; bezieht sich auf die motorischen Hirnnervenkerne im Hirnstamm; nucleus, m (lat.): Kern
SymptomKrankheitszeichen; wörtlich: vorübergehende Eigentümlichkeit; symptoma (griech.)
Synapse(griech. synapsis) Verbindung
Syndromgleichzeitiges Auftreten verschiedener Krankheitszeichen; syndrome (griech.): Zusammenkommen
Synkopehier: kurzer Bewusstseinsverlust; wörtlich: Zusammenschlagen; sygkope (lat., griech.)
SyphilisGeschlechtskrankheit, die nach einem Gedicht aus dem 16. Jahrhundert über einen Hirten namens Syphilus benannt ist, der an dieser Krankheit erkrankt war
systemischmehrere Organsysteme oder den gesamten Körper betreffend; systema (griech.): aus mehreren Teilen zusammengesetztes und gegliedertes Ganzes
Territorium(lat.) n: hier: Versorgungsgebiet einer Arterie; wörtlich: „zu einer Stadt gehörendes Ackerland“; terra, f (lat.): Erde
Tetraparesesiehe Hemiparese
Thalamus(lat.) wörtlich Schlafgemach, auch „Sehhügel“, wichtiges Kerngebiet im Zwischenhirn
Thermorezeptionvon Thermo- (griech. thermos): warm, heiß (bezieht sich aber auch auf kalt), -rezeption (lat. receptio): Aufnahme
Thrombophlebitisoberflächliche Venenentzündung mit akuter Thrombose; phleps (griech.): Vene; thrombos (griech.): Blutpfropf; siehe -itis
ThromboseBlutpfropfbildung, wörtlich: Gerinnen; thrombosis (griech.)
ThrombozytBlutplättchen; thrombos (griech.): Blutpfropf, kytos (griech.): Zelle
Thrombus(lat.) m: Blutpfropf; thrombos (griech.)
Thymus, Thymusdrüse(lat.) m: Organ des Abwehrsystems, das hinter dem Brustbein liegt und sich nach dem Kindesalter langsam zurückbildet; thymos (griech.)
TIAAbkürzung für Transitorische ischämische Attacke
Tic douloureux(frz.): schmerzhafte Muskelzuckung
TinnitusOhrgeräusche; wörtlich (lat.) m: Ohrgeklingel
T-Lymphozytengehören zur Gruppe der weißen Blutzellen; sind im Thymus geprägt (daher T-Lymphozyten) und erfüllen spezifische Abwehraufgaben
tonisch-klonischmit Muskelkrämpfen und -zuckungen verbunden; tonus, m (lat.): Krampf (hier im Sinne einer krampfartigen Erhöhung der Muskelspannung); clonus, m (lat.), klonos (griech.): Zuckung
Tonus(lat.) m: Spannung
Toxinorganischer Giftstoff; toxikon (griech.): Gift
TracerMarker; trace (engl.): Spur
Tracheotomie, TracheostomaLuftröhrenschnitt bzw. -öffnung; trachea, f (lat.): Luftröhre; tome (griech.): durchschneiden; stoma (griech.): Mund, Öffnung
Tractus(lat.) m: Bahn
Tractus corticospinalis, Tractus corticonuclearisAnteile der Pyramidenbahn, die im Gyrus praecentralis beginnt und entweder im motorischen Vorderhorn (Tractus corticospinalis) oder in den motorischen Hirnnervenkernen des Hirnstamms (Tractus corticonuclearis) endet
TransformationUmwandlung; transformatio, f (lat.)
transitorischvorübergehend; transitorius, m (lat.)
transkranielldurch den Schädel hindurch; trans (lat.): durch hindurch; cranium, n (lat.): Schädel
transmissible(engl.): übertragbar; transmittere (lat.): übertragen
Trauma(griech.): Wunde, Verletzung, Schock; pl Traumata, Traumen
Tremor(lat.) m: Zittern
Trias(lat.) f: Dreiheit; hier: Gruppe von drei charakteristischen Symptomen
Triggering(engl.): Reizung, Auslösung, Zug (hier z. B. durch Berührung, Druck, Kälte, Sprechen, Schlucken, Muskelbewegungen im Gesicht)
TrismusKieferklemme oder Kaumuskelkrampf; trismos (griech.); wörtlich: Knirschen
TrophikErnährungszustand; trophe (griech.): Nahrung, Ernährung
truncus(lat.) m: Stamm
Tumor(lat.) m: Schwellung, Geschwulst; hat im ursprünglichen Sinne nichts mit einer Krebserkrankung zu tun und sagt nichts über Gut- oder Bösartigkeit der Schwellung aus
UlkusGeschwür; ulcus, n (lat.)
umami(japan.): fleischig und herzhaft, wohlschmeckend; entspricht dem sog. Chinagewürz (Geschmacksträger ist die Aminosäure Glutamat)
Uvula(lat.) f: Zäpfchen
Varizella, VarizellenWindpocken; varicella, f (lat.); falsch gebildete Verkleinerungsform von variola, f (lat.): Pocken
velopharyngealdas Gaumensegel (lat. velum, n) und den Rachen (griech. pharyngx) betreffend
VentrikelVerkleinerungsform von venter, m (lat.): Bauch, Kammer
Ventrikulozisternotomie, Ventrikulostomie3rd ventriculostomy (engl.); ventrikulo- bezieht sich hier auf den 3. Ventrikel; zisterno- bezieht sich hier auf eine Erweiterung des Subarachnoidalraums unterhalb des 3. Ventrikels; cisterna, f (lat.): Behälter; siehe -tomie von tome (griech.): schneiden; hier: das Schaffen einer Verbindung zwischen dem 3. Ventrikel und der Zisterne des Subarachnoidalraums; -stomie Schaffung einer Öffnung; stomy (engl.), stomas (griech.): Mund, Öffnung
vestibulärzum Vestibulum, n (lat. Vorhof) gehörend; hier bezogen auf die Lage eines Teils des Gleichgewichtsorgans
Virioneinzelnes, außerhalb der Zelle liegendes Virusteilchen; von virus, m (lat.)
Virostatika, VirustatikaMedikamente, die die Vermehrung von Viren hemmen; statikos (griech.): zum Stillstand bringend
Virulenzschädigende Wirkung von Krankheitserregern; virulentia, f (lat.)
WHOAbkürzung für World Health Organization (engl.)
wrappingvon to wrap (engl.): einwickeln, umhüllen
zentral(lat. centralis): in der Mitte gelegen
Zerebralparese, Cerebralparesewörtlich: Hirnschwäche; cerebrum, n (lat.): Gehirn; paresis (griech.): Erschlaffung
zerebrovaskulärcerebrum, n (lat.): Gehirn, Großhirn; davon abgeleitet: zerebro-; vaskulär (lat.): die Blutgefäße betreffend; vas, n (lat.): Gefäß
ZosterHerpes zoster, Gürtelrose; herpes (griech.): Bläschenausschlag; zoster (griech.): Leibgurt
Zoster oticusGürtelrose im Bereich des Ohrs; zoster (griech.): Leibgurt; oticus, m (lat.) zum Ohr gehörend
Zyanose„Blausucht“, bläuliche Verfärbung der Haut und Schleimhaut (insbesondere der Lippen) durch Sauerstoffmangel; cyaneus, m (lat.): blau; siehe -osis
zytologischnach Methoden der Zellenlehre (Zytologie); kytos (griech.): Zelle; logia (griech.): Lehre
ZytosolGrundplasma; kytos (griech.): Zelle; -sol: Kunstwort, abgeleitet von solutio, f (lat.): Lösung; hier: salzhaltige Lösung mit Partikeln

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