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B978-3-437-44526-2.00011-X

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Diagnostisches Modell bei semantisch-lexikalischen Störungen

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Übersicht über diagnostische Verfahren

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Therapeutische Schwerpunkte semantisch-lexikalischer Therapie

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Therapiestudien

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Therapeutisches Vorgehen im Überblick

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Lexikontherapie

Christian W. Glück

Caroline Elsing

Diagnostik als Grundlage individueller Wortschatztherapie

Die Grundlage Lexikontherapieeiner Lexikontherapie:s.a. Wortschatztherapiegezielten semantisch-lexikalischen Therapie ist eine differenzierte einzelfallbezogene Diagnostik:als Grundlage der WortschatztherapieDiagnostik. Einen möglichen Aufbau des diagnostischen Vorgehens stellt das folgende Modell semantisch-lexikalischer semantisch-lexikalische Störungen:diagnostisches Modell (Ebenen)Störungen dar (Abb. 11.1). Auf drei Spezifikationsniveaus können hier mit Hilfe unterschiedlicher diagnostischer Verfahren die semantisch-lexikalischen Fähigkeiten des Kindes differenziert erfasst werden. Eine derartige Vorgehensweise kann als Hilfestellung zur Strukturierung des diagnostischen Ablaufs bei semantisch-lexikalischen Auffälligkeiten dienen. Ausgangspunkt und Anlass der Diagnostik stellt hierbei die Sprache des Kindes dar, die weder altersgemäß flüssig noch der Äußerungsintention entsprechend angemessen lexikalisch besetzt ist.
Auf Ebene A des Modells wird eine erste Annäherung an die sprachlichen Probleme des Kindes vorgenommen. Diese erste „Bestandsaufnahme“ kann über drei Wege erfolgen, die z. T. einander ergänzen. Zur detaillierten Einschätzung der Sprachlernsituation des Kindes ist es zunächst sinnvoll, z. B. anhand eines Fragebogens oder in Elterngesprächen die Sprachlernbiografie des Kindes zu erfassen, um somit beeinflussende Umweltfaktoren genauer zu analysieren (Abb. 11.1). Anhand einer kriteriengeleiteten Analyse der Spontansprache Spontansprachanalysekönnen spezifische Auffälligkeiten der Sprachverwendung in natürlichen Kontexten identifiziert werden. Als Analyseinstrument der Spontansprache kann hierbei z. B. der Kriterienkatalog zur Beurteilung semantisch-lexikalischer Auffälligkeiten (Glück 2002) oder das PRISM-Verfahren (profile in semantics; Crystal 1982) eingesetzt werden (Abb. 11.2). Die in der Spontansprachanalyse gewonnenen Daten lassen sich dann durch eine gezielte WortschatzüberprüfungWortschatzüberprüfung ergänzen (Abb. 11.3). Diese kann z. B. anhand von Bildbenennungsverfahren erfolgen, wie sie häufig in normierten Wortschatztests zum Einsatz kommen.
Auf Ebene A soll diagnostisches Modell semantisch-lexikalischer Störungen:Ebene A (Therapieindikation)somit vorerst der grundsätzlichen Frage nach der Indikation einer Therapie nachgegangen werden.
Hinweise zur Art der indizierten Therapie können auf Ebene B diagnostisches Modell semantisch-lexikalischer Störungen:Ebene B (Speicher- oder Abrufstörung)des diagnostischen Modells gewonnen werden. Hierbei sollte zwischen der Qualität des Wortwissens auf Lemma- und Lexem-Ebene (B2, B3), der Qualität der Abrufprozesse aus dem mentalen Lexikon (B4) und der Nutzung ausgewählter Bewältigungsstrategien (B1) differenziert werden. Für die gezielte Analyse dieser Einflussfaktoren sind sowohl die qualitativen Befunde der Spontansprachanalyse als auch die Daten der gezielten Wortschatzüberprüfung heranzuziehen. Die Analyse der verwendeten BewältigungsstrategienBewältigungsstrategien kann z. B. Aufschluss darüber geben, wie das Kind mit lexikalischen Lücken umgeht. Wenn ein Kind z. B. für sich bereits die Strategie der Umschreibung von Wörtern nutzt, die Qualität dieser Umschreibungen jedoch noch vergleichsweise gering ist, kann die Verbesserung der Qualität seiner Umschreibungen das Ziel einer möglichen kompensatorischen Therapie sein. Grundsätzlich liegt einer differenzierten Betrachtung der Qualität des Wortwissen:QualitätWortwissens sowie der Abrufprozesse die diagnostische Fragestellung der Unterscheidung zwischen Abruf- und Speicherstörung zugrunde. Aus dem gewonnenen Ergebnis lassen sich dann die folgenden Therapieschwerpunkte ableiten:
  • Im Falle einer SpeicherstörungenSpeicherstörung steht in der therapeutischen Arbeit primär die Ausarbeitung semantisch-konzeptueller Aspekte der Lemma-Ebene im Vordergrund.

  • Bei einer AbrufstörungenAbrufstörung wird vorwiegend auf phonologisch-morphologische Aspekte fokussiert.

Hinweise für die Indikation einer Abruftherapie:diagnostische HinweiseAbruftherapie ergeben sich aus einer Reihe von Einzelbefunden. Mögliche Anzeichen können zum einen aus der Analyse der Bewältigungsstrategien zum Abrufverhalten gewonnen und zum anderen aus einer verlangsamten Abrufgeschwindigkeit, einem instabilen Abrufverhalten sowie einer erhöhten Diskrepanz zwischen expressivem und rezeptivem Wortschatz abgeleitet werden.
Eine semantische und/oder phonologische Elaborationstherapie:diagnostische HinweiseElaborationstherapie ist hingegen Elaborationstherapie:semantischeElaborationstherapie:phonologischedann angezeigt, wenn die Befunde der Spontansprachanalyse und der gezielten Wortschatzüberprüfung auf nicht vollständig ausgearbeitete Speichereinträge im mentalen Lexikon hinweisen. Dies kann sich z. B. durch die Verwendung von semantischen und phonologischen Ersetzungsformen oder die Wirksamkeit von Abrufhilfen bemerkbar machen. Häufig geben die Kinder dann bei mehrfachem Abruf des gleichen Wortes stabile Falschantworten. Eine qualitative Analyse dieses Teilbereichs kann somit therapieleitende Schwerpunkte in der phonologischen oder semantischen Elaboration anzeigen. Da jedoch in vielen Fällen kein eindeutiger Schwerpunkt ausgemacht werden kann, bietet sich meist eine gemischte phonologische und semantische Elaborationstherapie an (Köck 1998).
Auf Ebene C wird diagnostisches Modell semantisch-lexikalischer Störungen:Ebene C (Wortschatzerwerb)das dem Wortschatzerwerb zugrunde liegende Bedingungsgefüge untersucht. Genauer betrachtet werden hier relevante persönliche und soziale Einflussfaktoren auf den Wortschatzerwerb:EinflussfaktorenWortschatzerwerb sowie Wortschatzerwerbsstrategien und kognitive Prozessvariablen. Soziale Aspekte wie ein anregungsreiches Umfeld, ein unterstützendes Sozialklima sowie personelle Faktoren wie Eigeninitiative oder Explorationsfreude des Kindes sind wichtige diagnostische Kriterien. Sie bieten den nötigen Nährboden für eine ungestörte semantisch-lexikalische Entwicklung und sind damit als Einflussfaktoren bei Störungen zu berücksichtigen. Ein wichtiges therapeutisches Ziel kann somit auch die Schaffung eines positiven Problembewusstseins und einer realistischen Selbsteinschätzung sein. Nur so können Frage- und Informationsbeschaffungsstrategien entwickelt und einer möglichen Überschätzung der Wortfindungsproblematik im Selbstbild des Kindes mit entsprechenden Sekundärfolgen vorgebeugt werden. Das Selbstmanagement zeichnet sich außerdem durch die gezielte Anwendung von Metawissen aus, z. B. bei der Elaboration oder Nutzung von Worterwerbsstrategien. Die auf Ebene C des diagnostischen Modells zu untersuchenden qualitativen Informationen zur Nutzung lexikalischer Erwerbsstrategien sind nur schwer diagnostisch greifbar. Sie können jedoch durch die Beurteilung der zugrunde liegenden kognitiven Kapazitäten und Prozessvariablen ergänzt werden. Diese sind in erster Linie an den Ursachen semantisch-lexikalischer Störungen orientiert und umfassen daher insbesondere das phonologische Arbeitsgedächtnis und die Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit (Kap. 5).
  • Zur Beurteilung des phonologischen phonologisches Arbeitsgedächtnis:TestverfahrenArbeitsgedächtnisses bieten sich Subtests verschiedener Testverfahren an, die das Nachsprechen von Kunstwörtern und Ziffernfolgen testen (z. B. Subtests SETK, Grimm 2010).

  • Die Informationsverarbeitung:GeschwindigkeitInformationsverarbeitungsgeschwindigkeit kann mit sog. Speed-Speed-TestsTests überprüft werden, z. B. mit dem Untertest zur Schnellbenennung aus dem TEPHOBE (Test zur Erfassung der phonologischen Bewusstheit und der Benennungsgeschwindigkeit, Mayer 2011).

Nicht alle Variablen, die auf Ebene C untersucht werden, sind auch tatsächlich therapeutisch zugänglich. Dennoch erscheint eine Betrachtung der Daten im Hinblick auf die Interpretation des gesamten Bedingungsgefüges semantisch-lexikalischer Störungen semantisch-lexikalische Störungen:Bedingungsgefügeals sinnvoll und hilfreich für eine effektive Therapiegestaltung (vgl. Glück 2011). Die folgende Darstellung (Abb. 11.2) gibt einen kurzen Überblick über einige diagnostische Verfahren zur Überprüfung der drei beschriebenen Ebenen des diagnostischen Modells bei Kindern zwischen 3 und 5 Jahren.

Therapie semantisch-lexikalischer Störungen

Verglichen mit grammatischen oder phonologischen Störungen sind semantisch-lexikalische semantisch-lexikalische TherapieStörungen therapeutisch verhältnismäßig schlecht greifbar. Dies liegt zum einen daran, dass es sich bei dem zu erlernenden System nicht um ein endliches handelt und sich deshalb die Bestimmung vorhandener Lücken vergleichsweise schwierig gestaltet. Zum anderen gibt es auch für den ungestörten Erwerb naturgemäß keine verbindlichen Angaben über den Erwerbszeitpunkt eines bestimmten Wortes. Dies beeinträchtigt insbesondere die Formulierung eines quantitativ-therapeutischen Ziels, aber auch die Bestimmung qualitativer Zieldimensionen wird hierdurch deutlich erschwert. Daher orientiert sich die Therapie semantisch-lexikalischer Störungen nicht ausschließlich an einer reinen Wortschatzerweiterung, sondern berücksichtigt ebenso die komplexen Erwerbs- und Abrufprozesse als zentralen Gegenstand der Wortschatztherapie:s.a. LexikontherapieWortschatztherapie. Da die phonologische Verarbeitung von Wörtern stark durch ihre semantische Durchdringung und Sortierung beeinflusst wird, sind semantische und lexikalische Aspekte in der Therapie grundsätzlich gemeinsam zu betrachten und zueinander in Beziehung zu setzen. Dennoch lassen sich grob drei eng verwobene therapeutische Schwerpunkte der Wortschatztherapie:SchwerpunkteWortschatzarbeit herauskristallisieren:
  • Elaboration des semantisch-lexikalischen Wissens auf beiden Ebenen des mentalen Lexikons,

  • Verbesserung von Wortabrufprozessen und Aspekten der Sprachverarbeitung sowie

  • Nutzung relevanter Wortschatzerwerbsstrategien (Kap. 1.3) zum effektiveren Auf- und Ausbau des Wortschatzes.

Diese drei Hauptaspekte semantisch-lexikalischer semantisch-lexikalische Therapie:SchwerpunkteTherapie lassen sich weitestgehend auf die möglichen Ursachenhypothesen des Störungsbildes zurückführen und sollten je nach diagnostischem Befund in der therapeutischen Arbeit miteinander verknüpft werden.

Ausgewählte Therapieansätze

Im Folgenden sollen einige häufig verwendete Therapiekonzepte exemplarisch vorgestellt werden (Abb. 11.3). Die Auswahl der vorgestellten Konzepte orientiert sich an den beschriebenen Kernbereichen semantisch-lexikalischer semantisch-lexikalische Therapie:KonzepteTherapie und gibt einen Überblick über mögliche Vorgehensweisen bei unterschiedlichen therapeutischen Zielsetzungen.
Das begriffsorientierte Vorgehen nach Grohnfeldt (1997) stellt z. B. ein geeignetes Konzept für die frühe Wortschatztherapie:früheWortschatztherapie dar, da die Entwicklung grundlegender kognitiver Fähigkeiten die zentrale therapeutische Zielsetzung dieses Konzepts ist. Der patholinguistische Ansatz (Siegmüller & Kauschke 2006) zeichnet sich insbesondere durch seine entwicklungschronologische Vorgehensweise aus, während der „Wortschatzsammler“ (Motsch 2012) metasprachliche Fähigkeiten in den Fokus nimmt und die Vermittlung relevanter Strategien zum Auf- und Ausbau des Wortschatzes im Vordergrund therapeutischen Handelns sieht. Das EAST-Konzept (Elaboration-Abruf-Strategie-Therapie)EAST-Konzept (Elaboration-Abruf-Strategie-Therapie) hingegen stellt die semantische und phonologische Elaboration, die Optimierung der Speicherorganisation durch das Knüpfen mentaler Netze, ins Zentrum der therapeutischen Arbeit. Diese werden mit ausgewählten Aspekten der Abruf- und Strategietherapie verbunden.
Begriffsorientiertes Vorgehen nach Grohnfeldt
Im Wortschatztherapie:begriffsorientierte (nach Grohnfeldt)Zentrum des von Grohnfeldt (1997) entwickelten Therapiekonzepts steht die Begriffsbildung:Therapiekonzept nach GrohnfeldtBegriffsbildung. Grundlegend ist hier die Annahme, dass die Entwicklung des Wortschatzes mit basalen kognitiven Entwicklungsaspekten einhergeht. Begriffe werden als geistige Konzepte aufgefasst, die durch die Wahrnehmung und Erfahrung konkreter Situationen entstehen und in einem weiteren Schritt kognitiv abstrahiert werden. Aus der kognitiven Entwicklungsreihenfolge vom Konkreten, Besonderen zum Allgemeinen leitet Grohnfeldt (1997) vier Stufen der semantisch-lexikalischen semantisch-lexikalische Therapie:StufenTherapie ab:
  • Konkretionsstufe

  • Erste Abstraktionsstufe

  • Zweite Abstraktionsstufe

  • Anwendungsstufe

Dem Therapiekonzept wird ein situativer Ansatz mit integrierten, gezielten Angeboten zum rezeptiven und expressiven Wortschatz zugrunde gelegt. Dieser ist je nach Altersstufe zu modifizieren (Kannengieser 2012).
Auf der Konkretionsstufe wird damit begonnen, den Wortschatztherapie:KonkretionsstufeWorterwerb durch einen konkreten Umgang mit Realgegenständen zu fördern, der in möglichst natürliche Handlungen eingebettet ist. Hierbei wird die Wahrnehmung des Kindes auf den betreffenden Gegenstand und den jeweiligen Situationszusammenhang gelenkt, was dann auf einfache Weise versprachlicht wird. Anhand dieses Vorgehens sollen zu lernende Wörter konkret erfahrbar gemacht und in möglichst natürlichen kommunikativen Settings präsentiert werden. Dieser konkrete, handelnde Umgang stellt nach Grohnfeldt (1997) die Grundlage der Begriffsbildung:KonkretionsstufeBegriffsbildung dar.
Um dann erste abstrahierende Prozesse Wortschatztherapie:Abstraktionsstufe(n)auf der ersten Abstraktionsstufe zu aktivieren, werden die Begriffsassoziationen anhand von ausgewähltem Bildmaterial gelenkt. Die Erweiterung des rezeptiven Wortschatzes erfolgt hier in erster Linie durch das Wiedererkennen von Objekten auf Abbildungen. Die Aufgaben können mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden gestaltet werden, z. B. durch das Erkennen eines Objekts in Abgrenzung zu einer Gruppe ähnlich klingender Wörter, durch die Vorgabe eines Oberbegriffs oder das Hervorheben eines Wortes nach einer das Objekt umschreibenden Frage. Expressive Übungen in dieser Therapiephase umfassen vorwiegend Benennaufgaben wie z. B. das Spielen von Bilderlotto, Domino oder Memory.
Auf der zweiten Abstraktionsstufe erfolgt die Wortschatzarbeit ohne den zusätzlichen Einsatz von Bildern oder Realgegenständen. Sie wird vermehrt bei Kindern im Schulalter eingesetzt, wenn die Schrift bereits als weiteres Symbolsystem zur Verfügung steht. Mögliche Therapieelemente sind hier Ratespiele mit Umschreibungen, Bedeutungszuweisungen mit Hyponymen (wie z. B. Teekesselchen), Lückentexte, Reimübungen, das Ergänzen von Sätzen und Silben in unvollständigen Wörtern und das Zusammenfügen von Silben zu Wörtern.
Den Abschluss einer therapeutischen Einheit bildet bei Grohnfeldt die sog. Anwendungsstufe. Wortschatztherapie:AnwendungsstufeHier sollen die gelernten Wörter in alltäglichen kommunikativen Kontexten verwendet werden, um somit die allgemeine kommunikative Kompetenz sowie die situative Verwendung der erlernten Sprachmuster im Transfer zu fördern. Elemente der Therapie können hierbei unter anderem Rollenspiele, Bildergeschichten oder Erlebniserzählungen sein.
Patholinguistischer Ansatz (PLAN) nach Siegmüller & Kauschke
In der Wortschatztherapie:patholinguistischer Ansatz (PLAN) nach Siegmüller & Kauschkepatholinguistischen Therapie werden ebenfalls verschiedene Therapiebereiche unterschieden, die sich aus den von Siegmüller & Kauschke (2006) definierten Störungsschwerpunkten ableiten lassen. Die Zuweisung des jeweiligen Störungsschwerpunkts erfolgt anhand der sprachlichen Symptomatik des Kindes und einer ausführlichen semantisch-lexikalischen Diagnostik (vgl. Kauschke & Siegmüller 2010). Die therapeutische Arbeit dieses Ansatzes umfasst die folgenden entwicklungschronologisch aufgebauten patholinguistischer Ansatz (PLAN):TherapieschwerpunkteTherapieschwerpunkte:
  • 1.

    Begriffsbildung

  • 2.

    Erwerb und Festigung von Wortformen und Bedeutungen

  • 3.

    Strukturierung und Organisation semantischer Repräsentationen

  • 4.

    Wortform: Repräsentation und Zugriff

  • 5.

    Generalisierung und Transfer

Dem therapeutischen Ansatz liegt die Annahme zugrunde, dass entsprechend der ungestörten Entwicklung des Kindes die Begriffsbildung dem eigentlichen Wortschatzerwerb vorausgeht. Der Therapiebereich „Begriffsbildung“ ist daher insbesondere in der frühen Lexikontherapie Begriffsbildung:Lexikontherapievon Bedeutung (Kauschke & Siegmüller 2007). Anhand konkreter Erfahrungen soll das WeltwissenWeltwissen der Kinder als grundlegende Basis der Wortschatzentwicklung gefördert und gestärkt werden. Das Kind wird beim Aufbau neuer Konzepte und deren mentalen Repräsentationen unterstützt. Hierdurch sollen sprachliche und nichtsprachliche Begriffsstrukturen etabliert und die Aufmerksamkeit des Kindes auf die Wortbedeutung sowie die jeweilige Wortform gelenkt werden. Der therapeutische Bereich der Begriffsbildung setzt sich aus Übungen zum konkreten Erfahrungsaufbau und zur Konzeptbildung sowie Aufgaben zur Objektkategorisierung zusammen. Bestehen in diesem Bereich kaum noch Probleme, kann zum Erwerb neuer Wörter übergegangen oder ggf. direkt auf der zweiten Stufe mit der therapeutischen Arbeit begonnen werden (vgl. Kannengieser 2012).
Der Therapieschwerpunkt „Erwerb und Festigung neuer Wortformen und Wortbedeutungen“ dient in erster Linie der rezeptiven und expressiven Lexikonerweiterung:rezeptiveLexikonerweiterung Lexikonerweiterung:expressiveund findet daher vorrangig Anwendung bei Kindern mit einem eingeschränkten Lexikoninventar. Eine gezielte Lexikonerweiterung soll nach diesem Ansatz über spezifische Übungen zur Auslösung des Fast-Mapping-Prozesses und Aufgabenstellungen zur rezeptiven und expressiven Wortschatzerweiterung erreicht werden. Zur Aktivierung des Fast-Mapping-Fast-Mapping-StrategienMechanismus werden Wortlernübungen mit Fantasiewörtern vorgeschlagen. Sie sollen den Kindern Wortschatzerwerbsstrategien vermitteln, die sie beim Wortlernprozess unterstützen können. Gelingt es dem Kind dadurch häufiger, neu gehörte Wörter auf bisher unbekannte Referenten abzubilden, kann mit der konkreten Wortschatzarbeit in verschiedenen semantischen Feldern begonnen werden. Die Autorinnen empfehlen, auf der rezeptiven Ebene mit der Therapie zu beginnen und erst dann zur Produktion überzugehen, wenn das Verständnis der Zielwörter eindeutig gesichert ist. Einer expressiven Übungsphase sollte daher immer eine längere rezeptive Vorlaufphase vorangehen (vgl. Siegmüller & Kauschke 2006).
Eine Ausdifferenzierung semantischer Felder wird auf der rezeptiven Wortschatztherapie:rezeptive EbeneEbene durch die Methode der „InputspezifizierungInputspezifizierung“ erreicht. Dabei werden Zielwörter nicht isoliert, sondern in spezifischen sprachlichen Kontexten angeboten, um auf diese Weise sicherzustellen, dass die grammatikalischen und semantischen Informationen zu den Wörtern ebenfalls mitgeliefert werden. Bei den Übungsvorschlägen zur expressiven Lexikonerweiterung handelt es sich in erster Linie um klassische Benennübungen sowie Produktionsübungen im Satz und in komplexer werdenden Kontexten.
Im therapeutischen Bereich „Strukturierung und Organisation semantischer Repräsentationen“ wird eine systematisch gegliederte Vernetzung des semantischen Systems semantische Repräsentationen:Strukturierung und Organisationangestrebt. Diese therapeutische Schwerpunktsetzung ist bei Kindern indiziert, die Wörter nicht thematisch-assoziativ verknüpfen können, weil ihnen entweder taxonomisch strukturierte semantische Kategorien fehlen oder weil sie Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen den einzelnen Kategorien haben. Auch spezifische Abrufstörungen, deren Ursache in einem unzureichend organisierten semantischen System vermutet wird, können auf diese Weise therapiert werden. Durch deutliches Hervorheben taxonomischer Hierarchien und semantischer Relationen wird den Kindern in der Therapie die Struktur des semantischen Systems vermittelt. Dies kann sowohl anhand von Übungen zum Aufbau von Kategorien und deren Abgrenzung zueinander als auch über deren Ausdifferenzierung erfolgen (Siegmüller & Kauschke 2006). Übungen zur Erarbeitung semantischer Relationen fallen ebenfalls in diesen Therapiebereich.
Für Kinder, die trotz eines guten semantischen Wissens und eines ausreichend strukturierten mentalen Lexikons WortfindungsproblemeWortfindungsprobleme aufweisen, liegt der therapeutische Schwerpunkt auf der Ebene der „Wortform“. Bei der therapeutischen Arbeit in diesem Bereich stehen der Ausbau der phonologischen phonologische Repräsentationen:TherapieRepräsentationen sowie der Zugriff auf die jeweilige Wortform im Zentrum. Um das Störungsbewusstsein des Kindes zu vermindern und als Hilfestellung wird hier der Einsatz eines „Abrufzeichens“ vorgeschlagen (Siegmüller & Kauschke 2006). Das Kind hat dabei die Möglichkeit, mit Hilfe eines Zeichens oder Symbols zu signalisieren, dass es gerade Wortabrufprobleme hat. Das therapeutische Vorgehen im Bereich der phonologischen Repräsentation setzt nach diesem Konzept einerseits an der Konzentration auf die Wahrnehmung der WortformenWortform selbst und andererseits an der Schulung der phonologischen Bewusstheit zur Verbesserung der phonologischen Wortrepräsentation an. In einem weiteren Schritt wird dann über Übungen explizit an der Effizienz des Zugriffs zum Abruf von Einzelwörtern gearbeitet. Wichtig ist hierbei die Einhaltung der Übungsabfolge, da diese aufeinander aufbauen.
Der Wortschatztherapie:Generalisierung und TransferTherapiebereich „Generalisierung und Transfer“ soll abschließend sicherstellen, dass die neu erlernten Wörter situationsadäquat und sicher in der Spontansprache umgesetzt werden können. Ziel ist es dabei, das Kind zur Kommunikation in alltäglichen Kontexten ohne den Einsatz von Vermeidungsstrategien zu befähigen. Dazu werden die neu erworbenen Wörter in unterschiedlichen Kontexten, die nach zunehmend freieren Situationen und wachsender kommunikativer Sinnhaftigkeit gestaffelt sind, angewendet (vgl. Siegmüller & Kauschke 2006).
Der „Wortschatzsammler“ nach Motsch
Bei der Lexikontherapie:Wortschatzsammler-MethodeTherapiemethode des „Wortschatzsammler-Methode (nach Motsch)Wortschatzsammlers“ handelt es sich um eine von Motsch (2008) entwickelte lexikalische Strategietherapie:lexikalischeStrategietherapie. Das zentrale therapeutische Ziel dieses Ansatzes ist das „Deblockieren eigenaktiven LernensDeblockieren“ eigenaktiven lexikalischen Lernens. Diesem Therapieansatz liegt die Annahme zugrunde, dass eine lexikalische Therapie nur dann wirklich effektiv sein kann, wenn sie Selbstlernmechanismen:LexikontherapieSelbstlernmechanismen des Kindes (re)aktiviert und somit eine nachhaltige Wortschatzerweiterung im Sinne eines Generalisierungseffekts Wortschatztherapie:Generalisierungseffekteauf untrainierte Worte erzielt werden kann (Motsch & Ulrich 2012). Der Grundgedanke einer strategiegeleiteten Therapie ist keinesfalls neu, sondern wurde bereits 1992 von German eingeführt. Jedoch ging man bisher davon aus, eine strategieorientierte Therapie sei für Vorschulkinder aufgrund mangelnder metakognitiver Fähigkeiten ungeeignet (Motsch & Ulrich 2012).
Das Prinzip des „Wortschatzsammlers“ besteht darin, Kindern ab der ersten Therapieeinheit grundlegende Strategien zu vermitteln, die sie zu einem lexikalischen „Staubsauger“ (Pinker 1994) werden lassen (Motsch & Ulrich 2012). Diese StrategienStrategien (oder HandlungsmusterHandlungsmuster) sollen sie dazu befähigen, Situationen zu bewältigen, in denen ihnen lexikalisches Wissen fehlt oder der Zugriff auf vorhandenes Wissen nicht gelingt. Indem sie die eigenen lexikalischen Lücken entdecken, sollen Kinder nach diesem Konzept zu eigenaktivem Lernen angeregt werden und somit wichtige Elemente des Selbstmanagements erwerben. Dies erfolgt über die Vermittlung von FragestrategienFragestrategien zur semantischen und phonologischen Elaboration, Strategien zur Kategorisierung neuer lexikalischer Einträge sowie Strategien zur besseren Einspeicherung und zu einem verbesserten Abruf. Ein Transfer der erlernten Strategien in den Alltag soll durch Einbeziehung der Eltern in die Therapie erreicht werden.
In dem von Motsch & Ulrich (2012) entwickelten Konzept ist jeder Therapiebaustein in ein Lexikontherapie:Wort-Schatzsuchespezifisches Rahmenthema eingebettet und in 3–4 Einheiten unterteilt. Gemeinsam mit dem Piraten Tom gehen die Kinder auf Schatzsuche bzw. „Wort-Schatzsuche“. Tom ist hierbei ausschließlich an Dingen interessiert, die er noch nicht kennt. Durch das gemeinsame Suchen nach neuen Gegenständen und den häufigen Einsatz verschiedener Strategien wird das Entdecken unbekannter Wörter für die Kinder zum Erfolgserlebnis. Anders als im Alltag des Kindes sollen Situationen des Nichtwissens nicht mehr zur Frustration und Entmutigung führen, sondern vielmehr ein Schlüssel zum Erfolg sein (vgl. Motsch & Ulrich 2012).
In einer ersten Phase wird gemeinsam eine Schatztruhe erkundet, in der sich jeweils vier Gegenstände und zwei Fotos befinden. Die Objekte stellen hierbei vier Nomen dar, während die Fotos Handlungen repräsentieren. Beim gemeinsamen Entdecken der Schatztruhe gilt es herauszufinden, welche Gegenstände und Handlungen dem Kind bereits bekannt sind und welche es ggf. noch nicht benennen kann. Nur die Dinge, die das Kind noch nicht kennt, dürfen in einem dafür vorgesehenen „Schatzsack“ gesammelt werden.
In einem zweiten Schritt sollen die gesammelten Schätze erkundet werden. Die Handpuppe Tom demonstriert dem Kind in dieser Phase verstärkt, wie es sich durch gezielte FragestrategienFragestrategien lexikalisches Wissen aneignen kann. („Was ist das?“, „Wozu braucht man das?“, „Was kann man damit machen?“, „Wie heißt das?“). Erweist sich ein Wort als besonders schwierig, gibt Tom dem Kind zusätzlich eine kleine Hilfestellung, wie es sich das Wort besser merken kann – z. B. indem es sich das Wort dreimal laut, langsam und deutlich vorsagt.
Die dritte Phase besteht darin, die gefundenen Schätze in kleine Bilder verzaubern zu lassen. Das geschieht unter der Bedingung, dass das Kind dem Zauberer (ebenfalls einer Handpuppe) sagen kann, wie die Schätze heißen und was man mit ihnen machen kann.
Als vierte und letzte Phase kommt nur in jeder zweiten Sitzung eine Therapieeinheit hinzu, in der den Kindern Strategien zur KategorisierungsstrategienKategorisierung an die Hand gegeben werden. Die Bilder, die das Kind vom Zauberer erhalten hat, werden nach ihrer Zusammengehörigkeit in ein Schatzheft eingeklebt: Gemeinsam wird überlegt, welche Bildchen aus welchen Gründen zusammengehören (z. B. semantische Felder, semantische Relationen), bevor sie dann auf eine gemeinsame Seite im Schatzheft geklebt werden (vgl. Motsch & Ulrich 2012).
EAST-Konzept nach Glück
Das EAST-EAST-Konzept (Elaboration-Abruf-Strategie-Therapie)Konzept Wortschatztherapie:EAST-Konzept (nach Glück)nach Glück versucht die drei zentralen Bereiche des Interventionsfeldes semantisch-lexikalischer Störungen miteinander zu verbinden: die Optimierung der Speicherorganisation (Elaboration, E), die Verbesserung des Abrufs (A) und die Förderung von Metawissen und des Selbstmanagements anhand ausgewählter Strategien (S) in der Therapie (T). Je nach diagnostischen Befunden wird in diesem Konzept auf der semantisch-konzeptuellen und/oder der phonologisch-morphologischen Ebene des mentalen Lexikons an der Optimierung der Speicherorganisation:OptimierungSpeicherorganisation und der Abrufprozesse:OptimierungAbrufprozesse gearbeitet. Um Generalisierungseffekte auch für den nichttherapierten Wortschatz zu erzielen, wird das Elaborations- und Abruftraining durch Elemente der sog. StrategietherapieStrategietherapie unterstützt (Glück 2003).
Der Bereich der „semantischen und phonologischen Elaborationstherapie:phonologischeElaboration“ Elaborationstherapie:semantischefokussiert in erster Linie die reichhaltige und fundierte Vermittlung von Wortwissen zu den jeweiligen lexikalischen lexikalische Einträge:VerknüpfungenEinträgen für das Knüpfen von Netzen (Kannengieser 2012). Das Kind wird dabei unterstützt, seine lexikalischen Repräsentationen stärker auszuarbeiten und somit die Speicherorganisation der Einträge zu optimieren. Eine Verbesserung der Speicherqualität lässt sich therapeutisch einerseits durch Methoden der Wortschatzerweiterung und andererseits durch verstärkte Verknüpfungen der einzelnen Einträge untereinander und deren Abgrenzung zueinander erreichen. Die Elaborationsarbeit besteht insbesondere darin, die lexikalischen lexikalische Einträge:DifferenzierungenEinträge mit weiteren Bedeutungsmerkmalen anzureichern und die Einträge durch Vergleichen, Unterscheiden und Kontrastieren zu differenzieren. Das Ordnen und Klassifizieren von Begriffen und/oder Wortfeldern auf der semantischen Ebene des mentalen Lexikons kann beispielhaft in Aufgaben umgesetzt werden.

Übungen

Durch die Visualisierung eines semantischen Kontinuums innerhalb eines Wortfeldes können die Kinder dazu aufgefordert werden, Begriffe zueinander in Beziehung zu setzen oder diese voneinander abzugrenzen: z. B. Adjektive zum Wetter (lau, schattig, frisch, warm, mild, kühl) in Bild oder Schrift auf einer zweipoligen Skala von heiß nach kalt anzuordnen.
Auch ein modifiziertes Memory-Spiel eignet sich gut für die semantische Elaborationstherapie:ÜbungenElaboration. Pärchen bilden in dieser Spielform z. B. nicht Bilder mit demselben Begriff, sondern zwei Bilder, die in einer bestimmten semantischen Relation zueinander stehen (z. B. ist Ast ein Teil von Baum).
Auf der phonologischen Ebene kann die Verknüpfung der Einträge unter anderem durch verschiedene Sortieraufgaben, z. B. nach Reimen, Anlauten, Silbenanzahl oder größerer bzw. geringer Wortformähnlichkeit, erfolgen.
Methoden der AbruftherapieAbruftherapie sollen in diesem Therapiekonzept zu einer Verbesserung der Abrufleistung führen. Durch bewusste Steigerung der Verwendungshäufigkeit betroffener Wörter wird die Qualität der Abrufprozesse verbessert, da ein schneller, störungsfreier Abruf der lexikalische Einträge:AbruftherapieEinträge nur dann gewährleistet ist, wenn er automatisiert erfolgt. Die Aktivierungen im mentalen Lexikon, die letztlich zum Abruf des gewünschten Items führen, laufen über die bei der Elaboration hergestellten Verknüpfungen zwischen den einzelnen Einträgen, weshalb die Qualität der Speicherung ebenfalls relevant für einen erfolgreichen Abruf ist. Je häufiger also ein bestimmter Eintrag abgerufen wird, desto stärker verknüpfen sich die Einträge untereinander. Ein erneuter Abruf kann infolgedessen schneller und sicherer erfolgen. Die Erhöhung der Abrufhäufigkeit ist die am stärksten abrufförderliche Methode, auch wenn hierdurch keine langfristige Wirkung entsteht (Glück 2003a). Neben die Arbeit an der AbrufqualitätAbrufqualität bestimmter Items tritt die generelle Förderung von Abrufprozessen. Zur Verbesserung des Aktivierungsgrades im mentalen Lexikon dienen Assoziations-, Reaktions- oder Rollenspiele. Gemeinsam ist ihnen, dass unter Zeitdruck (angepasst an die konkrete therapeutische Situation) Einträge abgerufen oder Merkmale von Einträgen beurteilt oder sogar ganze Lexikonbereiche (semantische Felder, Wortfelder) aktiviert werden müssen.
Wenn die Einschränkung der Abrufqualität:EinschränkungenAbrufqualität nicht in der Geschwindigkeit, sondern in der Genauigkeit des Abrufes besteht, reicht eine bloße Aktivierung nicht aus. Diese Kinder antworten zwar im erwarteten Zeitrahmen, ihre Antworten liegen aber häufig semantisch und/oder phonologisch „daneben“, sind also ungenau (z. B. unspezifischer Oberbegriff, wenn ein Konkretum passender und bekannt ist). Neben der Stärkung der Speicherqualität:und AbrufqualitätSpeicherqualität (Elaboration) wird bei diesen Kindern die Reflexion der eigenen Antworten angebahnt und unterstützt, um letztlich zu einem Self-Self-Monitoring:AbrufprozesseMonitoring in der Bewertung des Abrufprozesse:Self-MonitoringAbrufprozesses zu kommen. Zur generellen Steigerung der Abrufaktivitäten eignen sich in der Therapie vor allem Wörterdominos mit Komposita, Assoziationsaufgaben oder Ratespiele mit Wortfragmenten oder silbisch gesprochenen Wörtern. Zusätzlich kann eine erfolgreiche Aktivierung durch die Variation verschiedener Abrufkontexte (z. B. visuelle Stimuli, verbale Stimuli: Benennung nach Definitionen, Satzergänzungen usw.) oder eine flexible semantische und syntaktische Verwendung der jeweiligen Einträge erleichtert werden.
Die Methode der semantischen und phonologischen Elaboration eignet sich besonders zur Erarbeitung neuer Wortschätze Elaborationstherapie:Wortschatzerwerbund kann hier zu einer deutlichen Verbesserung der Speicherqualität und Speicherorganisation führen (Glück 2003a). Um über diese exemplarisch erarbeiteten Wortfelder hinaus auch Generalisierungseffekte:WortschatztherapieGeneralisierungseffekte auf den gesamten Wortschatz der Kinder zu erzielen, müssen in der Wortschatztherapie:GeneralisierungseffekteWortschatztherapie angelegte Vorgehensweisen mehr und mehr vom Kind selbst übernommen werden. Langfristig müssen die Methoden der Elaborationstherapie:eigenaktives LernenElaborationstherapie den Kindern zugänglich gemacht werden, damit sie ihr lexikalisches Wissen eigenaktiv zu organisieren und selbstständig zu erweitern lernen. Gleiches gilt für Aspekte der Abruftherapie, die ebenfalls nur dann generalisierende Effekte aufweisen kann, wenn das Kind von sich aus in der Lage ist, Abrufprozesse bewusst zu gestalten und die verfügbaren Informationen effizient zu nutzen. Elemente der StrategietherapieStrategietherapie sollen daher zu einer verbesserten sprachlichen Handlungsfähigkeit und einem erweiterten Metawissen zusätzlich zu den eigenen Gedächtnisfähigkeiten verhelfen. Die therapeutische Vermittlung von Metawissen:WortschatzerwerbMetawissen und Strategien:WortschatzerwerbStrategien, die den Wortschatzerwerb unterstützen, erfolgt insbesondere über das ModelllernenModelllernen, aber teilweise auch durch instruktionales Lernen. Den Kindern wird reichhaltiges Wissen über Speicher- und Abrufbedingungen und über die Funktionen des Wortgedächtnisses vermittelt. Die Strategien können als eine Art „Trick“ eingeführt und innerhalb der Therapie modellhaft verwendet werden. Die eingeführten „Tricks:Worterwerbs- und AbrufstrategienTricks“ umfassen Worterwerbsstrategien, die Kinder dazu befähigen, neue Einträge im mentalen Lexikon anzulegen und diese zu vernetzen, sowie Abrufstrategien, die deren Abrufstärke intensivieren sollen. Außerdem werden Handlungsmöglichkeiten bei Abrufproblemen zur Verfügung gestellt, ebenso wie Kompensationsstrategien, um mögliche kommunikative Defizite ausgleichen zu können.

Effektivität und Evidenzbasierung

semantisch-lexikalische Therapie:EffektivitätWie im semantisch-lexikalische Therapie:Evidenzbasierungvorangehenden Abschnitt aufgezeigt, existiert eine Vielzahl an Vorschlägen und Programmen zur Therapie semantisch-lexikalischer Fähigkeiten, die ihren inhaltlichen Schwerpunkt z. T. auf sehr unterschiedliche Interventionsbereiche legen. Daher ist eine differenzierte Diagnostik grundlegend für die Auswahl des therapeutischen Schwerpunkts und richtungweisend für die Beurteilung der Effektivität einer gewählten Therapieform. Nur eine hypothesengeleitete, in Abhängigkeit von den gewonnenen diagnostischen Informationen konzipierte Therapie kann auch den gewünschten Therapieeffekt erzielen.
Neben allgemeinen Qualitätsmerkmalen einer semantisch-lexikalischen semantisch-lexikalische Therapie:QualitätsmerkmaleTherapie (Häufigkeit von Produktionsmöglichkeiten, Anpassung des semantischen Spezifizierungsniveaus, Wortwahl etc.; vgl. Kannengieser 2012) stellen insbesondere der Einsatz von kontrollierten Vergleichsgruppen sowie eine Überprüfung von Generalisierungs- und Transfereffekten in der Alltagssprache des Kindes grundsätzliche Bewertungsmaßstäbe für die Wirksamkeit therapeutischer Maßnahmen dar (externe Evidenz). Ein zusätzliches Qualitätsmerkmal evidenzbasierter Therapie bilden Nachhaltigkeitsmessungen der erzielten Therapieeffekte, die innerhalb einer festgelegten Zeitspanne nach Abschluss der Behandlungsphase zu unterschiedlichen Untersuchungszeitpunkten, z. B. ein halbes und/oder ein Jahr nach Therapieende, vorgenommen werden (Follow-up).

Ergebnisse ausgewählter Therapiestudien

Die Wirksamkeit verschiedener Formen der Elaborations- und Abruftherapie wurde bereits in internationalen und einigen deutschsprachigen Interventionsstudien zur Therapie von semantisch-lexikalischen semantisch-lexikalische Störungen:InterventionsstudienStörungen untersucht. Verschiedene Untersuchungen zeigten einen statistisch signifikanten Lernzuwachs eines zuvor unbekannten Therapiewortschatzes auf, ein Generalisierungseffekte:WortlernenGeneralisierungseffekt des Wortlernen:GeneralisierungseffekteWortlernens auf untrainierte Wörter konnte jedoch bisher nicht überzeugend nachgewiesen werden (Glück 2003a, Motsch & Ulrich 2012). Als Ursache für das Ausbleiben eines überzeugenden Generalisierungseffekts wurde in der Literatur immer wieder eine mangelnde Vermittlung von Selbstmanagement-Elementen im Sinne einer strategieorientierten Therapie angeführt (Glück 2007, Kannengieser 2012, Motsch & Ulrich 2012).
Im deutschsprachigen Raum wurden bisher nur wenige Untersuchungen zur Effektivität verschiedener Interventionsformen bei semantisch-lexikalischen semantisch-lexikalische Therapie:WirksamkeitsstudienStörungen durchgeführt. Die meisten Wirksamkeitsmessungen basieren hier auf Einzelfalldokumentationen oder kleineren Gruppenstudien. Auch in der internationalen Forschungsliteratur zeichnet sich eine sehr dünne Evaluationsdichte semantisch-lexikalischer Therapieformen ab. Eine Metaanalyse deutscher und internationaler Therapiewirksamkeitsstudien kommt zu dem Ergebnis, dass bisher die besten therapeutischen Effekte mit einer strategieorientierten, semantischen und gemischten Elaborationstherapie:therapeutische EffekteElaborationstherapie erzielt werden konnten (Glück 2003a, Motsch & Ulrich 2012). Doch wird auch hier auf unzureichende Generalisierungseffekte des Wortlernens auf untrainierte Wörter hingewiesen. Die Wirksamkeit einer rein phonologischen Elaborationstherapie konnte bisher hingegen nicht ausreichend belegt werden (Glück 2003a).
Aufgrund der geringen Anzahl repräsentativer deutschsprachiger Therapiestudien (Abb. 11.4) bei semantisch-lexikalischen Störungen im Altersbereich von 3–5 Jahren wird im Folgenden exemplarisch eine aktuelle Interventionsstudie ausführlicher vorgestellt. Es handelt sich um eine Interventionsstudie zum Effektivitätsvergleich einer Elaborationstherapie und einer neuartigen Form der Strategietherapie bei Kindern im Vorschulalter.

Vergleichsstudie zur Elaborations- versus Strategietherapie

semantisch-lexikalische Störungen:Elaborations- vs. StrategietherapieDie randomisierte und kontrollierte Interventionsstudie „Wortschatzsammler und Wortschatzsammler und Wortschatzfinder (Interventionsstudie)Wortschatzfinder“ stellt die therapeutischen Effekte einer Elaborations- und Abruftherapie der Wirksamkeit einer neuartigen Strategietherapie:vs. ElaborationstherapieStrategietherapie (Kap. 11.2.1 „Wortschatzsammler“; Motsch & Ulrich 2012) Elaborationstherapie:vs. Strategietherapiegegenüber. Hierbei wurden die mit dem jeweiligen therapeutischen Konzept erzielten Effekte mit dem Lernzuwachs in einer Kontrollgruppe (herkömmliche Therapie in Kita/Wortschatzerweiterung) verglichen und im Hinblick auf langfristige Generalisierungseffekte bei untrainierten Wörtern untersucht. Die Stichprobengröße der Untersuchung umfasste insgesamt 82 Kinder im Alter von 3;9 bis 4;9 Jahren.
Die Untersuchung konnte eine signifikante Verbesserung der beiden Experimentalgruppen im Bereich des expressiven und rezeptiven Wortschatzes zeigen. Sowohl bei den Kindern der Elaborationstherapiegruppe als auch bei den Kindern der Strategietherapiegruppe konnte ein deutlich größerer Lernzuwachs nachgewiesen werden als in der Kontrollgruppe. Die direkte Gegenüberstellung der beiden Therapieformate zeigte eine leichte Überlegenheit der Strategie- gegenüber der Elaborationstherapie. Dies manifestierte sich einerseits durch langfristigere Therapieeffekte (nach 1 Jahr) auf das geübte Wortmaterial und andererseits durch größere Generalisierungseffekte (nur nach 6 Monaten signifikant) auf ungeübte Wörter (Motsch & Ulrich 2012). Die Autoren folgern daraus, dass Kinder, die eine Kurzzeitintervention mit dem „Wortschatzsammler“ (Strategietherapie) erhielten, nach einem halben sowie nach einem Jahr anhaltend bessere Wortschatzleistungen in standardisierten Wortschatztests zeigten als Kinder, die mit einer semantischen und phonologischen Elaborationstherapie (Wortschatzfinder) therapiert wurden.
Zusätzlich richtete sich das Forschungsinteresse der Studie auf die Überprüfung der Wirksamkeit von Übungen zum schnellen Benennen des Zielwortschatzes im Rahmen der durchgeführten Elaborationstherapie:Schnellbenennen von ZielwörternElaborationstherapie. Zu diesem Zweck wurde die Elaborationstherapiegruppe in zwei Gruppen unterteilt, von denen eine am Ende jeder Therapieeinheit zusätzlich das Schnellbenennen der ZielwörterZielwörter:Schnellbenennung übte, um den schnellen und gezielten Wortabruf zu verbessern. Die Kinder, mit denen die zusätzlichen Übungen zur „Schnellbenennung“ durchgeführt wurden, zeigten in den Nachuntersuchungen auch nach einem Jahr noch signifikant bessere Leistungen im Benennen des Therapiewortschatzes als die Kinder, mit denen das Schnellbenennen nicht geübt wurde. Bei Letzteren war bereits nach einem halben Jahr ein starker Abfall in den Benennleistungen des therapierten Wortschatzes zu verzeichnen. Es lässt sich daher annehmen, dass Übungen zur Schnellbenennung:ZielwörterSchnellbenennung zu einer längerfristigen und sicheren Speicherung des trainierten Wortschatzes führen (Motsch & Ulrich 2012).

Therapeutisches Vorgehen bei semantisch-lexikalischen Störungen im Überblick

Aus den dargestellten semantisch-lexikalische Störungen:therapeutisches Vorgehen im ÜberblickTherapiekonzepten und Interventionsstudien lassen sich auf drei Ebenen Schwerpunktsetzungen eines therapeutischen Vorgehens ableiten (Abb. 11.5).
Die erste Ebene umfasst die gezielte Förderung basaler kommunikativer und kognitiver Fähigkeiten. Sie setzt sich aus verschiedenen Übungen zu generellen Gedächtnisfunktionen, der Begriffs- und Kategorienbildung, des Symbolverständnisses und der Lautdiskrimination zusammen und bildet somit das notwendige Fundament für eine ungestörte Entwicklung semantisch-lexikalischer semantisch-lexikalische Therapie:Förderung basaler FähigkeitenFähigkeiten. Zusätzlich werden nichtsprachliche, kommunikationsfördernde Aspekte wie die Lenkung des kindlichen Interesses oder die Förderung von Motivation und Aufmerksamkeit dieser Ebene zugeordnet.
Auf der zweiten, der symptomatischen Ebene semantisch-lexikalische Therapie:symptomatische Ebenewird hingegen direkt auf der Wortebene gearbeitet. Im Zentrum der therapeutischen Arbeit steht hier der gezielte Auf- und Ausbau des mentalen Lexikons sowie die qualitative Verbesserung des Wortwissens und von Abrufprozessen durch eine semantische und phonologische Elaboration.
Der dritte Schwerpunkt der semantisch-lexikalischen semantisch-lexikalische Therapie:Anleitung zu Strategien und SelbstmanagementTherapie liegt auf einer angeleiteten Vermittlung von Wortschatz fördernden Strategien und Elementen des Selbstmanagements. Diese Förderziele lassen sich zur therapeutischen Ebene der übergreifenden Fähigkeiten zusammenfassen. Den Kindern werden hier gezielt Strategien vermittelt, die sie darin unterstützen, eigenständig Wörter zu hinterfragen, ihren Wortschatzumfang Strategien:Wortschatzerweiterungeffektiv zu erweitern, und die somit einen Transfer des Gelernten in den Alltag ermöglichen. Zusätzlich sollte eine Anleitung zum Selbstmanagement:WortschatzerweiterungSelbstmanagement erfolgen, indem die Kinder verstärkt dazu motiviert werden, sich neue Wörter eigenständig anzueignen und Interesse an unbekannten Wörtern zu entwickeln. Durch einen offenen Umgang mit Abrufstörungen und Wortschatzlücken sowie mit einem gezielten Einsatz von Kompensationsstrategien kann in der Therapie zusätzlich das Störungsbewusstsein vermindert und enttabuisiert werden. Ohne eine ergänzende therapeutische Arbeit auf der Ebene der übergreifenden Fähigkeiten besteht die Gefahr, dass ein Generalisierungseffekt der Wortschatztherapie:MetaebeneWortschatztherapie im Alltag ausbleibt. Sie kann als eine Art Metaebene begriffen werden.

Ausblick

Der Bereich der Lexikontherapie im Vorschulalter bietet, wie dargelegt, ein breitgefächertes Angebot an Therapiekonzepten und Handreichungen zu möglichen therapeutischen Vorgehensweisen bei semantisch-lexikalischen Störungen. Dennoch lässt sich ein deutliches Defizit im Bereich der Evidenzen und Effektivitätsforschung auf diesem Gebiet erkennen. Im deutschsprachigen Raum ist die Studiendichte zur Evaluation semantisch-lexikalischer Therapiekonzepte immer noch verhältnismäßig gering. Hier besteht weiterhin Forschungsbedarf.
Die bisherige Datengrundlage lässt den Schluss zu, dass sich sowohl Konzepte der semantischen und phonologischen Elaborationstherapie als auch strategiegeleitete Therapiekonzepte als wirkungsvoll erweisen. Auch für die Methode der Inputspezifizierung in der frühen Lexikontherapie sind gute Erfolge nachgewiesen. Künftig wäre die Entwicklung eines therapeutischen Konzepts denkbar, das verschiedene, bereits bewährte Methoden miteinander verbindet und zu einem sinnvollen Gesamtkonzept der Lexikontherapie zusammenführt.

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